Griechenland ........und sie werden zahlen....

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geldsack
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Gut, da habe ich aus Zorn natürlich ein wenig die Contenance verloren.

ABER: Vergiss die griechische Wirtschaft. Die hatten nie eine und werden auch nie eine haben!

Ich habe schon Griechen beschäftigt und bis auf ein paar wenige Ausnahmen.... also da wundert einen nichts mehr!

Mir ist schon klar, dass man nicht alle über einen Kamm scheren sollte, aber diese Art Sippenhaft gibt es nun einmal:

Aargauer können nicht Auto fahren, Thurgauer klauen, Schweizer sind neutral....

Schon mal aufgefallen, dass alle südeuropäischen Länder wahnsinnig lange Siesta haben? Angeblich wegen den Temperaturen... Komisch, dass es in Südostasien hingegen funktioniert!

Es wird nie nie nie passieren, dass ein südeuropäisches Land einen der vorderen Plätze bei der Wirtschaftsleistung belegt!

Ach, was soll's...

 

geldsack
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Mit weiteren Milliardenhilfen der anderen Euroländer kann Griechenland aber nur rechnen, wenn es die mit der EU und dem Internationalem Währungsfonds (IWF) vertraglich festgelegten Spar- und Reformvorhaben verwirklicht. Sollte der Geldhahn zugedreht werden, wäre Griechenland Ende Juni pleite./tt/ik/DP/he

 

Und ich freu' mich drauf !!!!!!

 

weico
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geldsack hat am 11.05.2012 - 22:15 folgendes geschrieben:

Und ich freu' mich drauf !!!!!!

 

..auch mir kämen wohl Freudentränen....

 Zum Thema passt wunderbar:

Operation Drachme

 

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Operat...

 

weico

goldtaler
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Dieses Drama wird in die Geschichtsbücher eingehen.Bemerkenswert ist dabei nicht das ökonomische Scheitern

per se,das hat es schon immer gegeben,vielmehr werden die Politiker in den Brennpunkt rücken.

Ein solch kollektives Versagen einer demokratisch gewählten europäischen Führungselite ist einmalig in der Geschichte des Abendlandes.Über die Mechanismen,die ein solches Versagen ermöglichten,wird man noch jahrelang debattieren. Alle die immer behaupteten,der Euro sei alternativlos, werden bald eines besseren belehrt.

weico
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goldtaler hat am 12.05.2012 - 14:52 folgendes geschrieben:

 Alle die immer behaupteten,der Euro sei alternativlos, werden bald eines besseren belehrt.

..eine Alternatividee ,neben Henkel's Nord-und Südeuro ,ist Z.B Kerber's Guldenmark.

 

http://kpkrause.de/?p=1776

http://www.euractiv.de/finanzen-und-wachstum/artikel/kerber-guldenmark-a...

 

weico

 

 

MarcusFabian
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weico hat am 12.05.2012 - 11:02 folgendes geschrieben:


Operation Drachme

 

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Operat...

 

weico

Auch die Kommentare sind lesenswert!

weico
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Krise in Athen Regierungsbildung gescheitert - Neuwahlen in Griechenland

 

http://www.spiegel.de/politik/ausland/griechenland-steht-nach-geplatzten...

Dirol :music:

 

weico

Elias
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Grexit

Politiker und Ökonomen denken laut über einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone nach. Was bedeutet ein solcher «Grexit»?

 

Kann Griechenland aus der Eurozone ausgeschlossen werden?

Der Euro kann den Griechen nicht von den anderen Mitgliedern der Europäischen Währungsunion weggenommen werden. Griechenland selber müsste den Austritt aus der Eurozone beschliessen und die Drachme als Währung wieder einführen. Das würde möglicherweise auch den Austritt aus der EU bedeuten. Der amerikanische Ökonom und Nobelpreisträger Paul Krugman rechnet schon im nächsten Monat mit dem «Grexit», wie das Szenario eines Austritts Griechenlands in Anspielung auf die Wörter «Greece» und «Exit» im angelsächsischen Raum bezeichnet wird.

Was wären die Folgen?

Eine heftig umstrittene Frage. In jüngster Zeit mehren sich Stimmen, die für den Fall eines Austritts Griechenlands eine Stärkung des Euro und der Eurozone voraussagen. Für Griechenland selber erwarten aber die meisten Ökonomen ein Chaos mit Bankzusammenbrüchen, sozialen Unruhen und einem noch tieferen Absturz des Landes in die Armut.

Die grosse Unsicherheit ausserhalb Griechenlands betrifft die Ansteckungsgefahr. Tritt Griechenland aus dem Euro aus und/oder erklärt die Zahlungsunfähigkeit, dürften auch die Bankkunden in Italien, Spanien und Portugal um ihr Erspartes fürchten und Gelder abziehen. Zusammen mit dem Abschreibungsbedarf für die griechischen Schulden müsste mit einer neuen Finanzkrise gerechnet werden – mit dem Unterschied zu 2008, dass es an Geld für staatliche Rettungsmassnahmen fehlt.

Wie wäre die Schweiz betroffen?

Die direkten Wirtschafts- und Finanzbeziehungen zu Griechenland fallen wenig ins Gewicht. Der Handel ist seit Jahren auf Talfahrt. Die Schweizer Exporte nach Griechenland dürften dieses Jahr unter die Milliarden-Franken-Grenze sinken. Das entspricht noch einem halben Prozent der gesamten Ausfuhren. Auch die Banken sind gegenüber Griechenland mit direkten Forderungen von 1,9 Milliarden Dollar im internationalen Vergleich nur geringfügig exponiert.

Und die indirekten Folgen?

Hier lauern auch für die Schweiz hohe Risiken. Zumindest vorübergehend dürfte sich nach einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone der Aufwertungsdruck auf den Schweizer Franken erhöhen. Es muss mit dem Zufluss von zusätzlichen Geldern in den «sicheren Hafen» Schweiz gerechnet werden. Die Schweizerische Nationalbank müsste zur Verteidigung des Euro-Mindestkurses von 1.20 Franken möglicherweise mit riesigen Summen auf dem Devisenmarkt intervenieren.

Der Euro-Berg in der Bilanz der Nationalbank – schon jetzt mehr als 100 Milliarden hoch - würde weiter wachsen. Und damit auch das Verlustrisiko, falls der Mindestkurs nicht gehalten werden kann. Sollte sich der Griechenland-Kollaps zu einer neuen Finanzkrise ausweiten, wäre die Schweiz mit den beiden Grossbanken stark betroffen. Der Internationale Währungsfonds IWF sagt der Schweiz im Falle einer ernsten Euro-Krise eine tiefere Rezession als 2009 voraus.

Auf was müssen Ferienreisende in Griechenland gefasst sein?

Griechenland-Touristen aus der Schweiz zeigen sich bisher kaum beeindruckt von der Krise. Die Reiseveranstalter melden ein ungebrochenes Interesse an Badeferien auf den Inseln. Die Buchungen liegen zum Teil über den Vorjahreswerten. Von Streiks und Demonstrationen bekommen die Badetouristen kaum etwas mit, weil sie nicht über Athen fliegen. Verzögerungen gab es vereinzelt wegen Streiks von Fluglotsen.

Die Reiseveranstalter erwarten auch im Sommer keine Versorgungsprobleme bei ihren griechischen Partnern. Die Verträge sind für die ganze Saison in Euro abgeschlossen. Sollte Griechenland noch diesen Sommer zur Drachme zurückkehren, könnte es für Touristen zu gewissen Problemen im lokalen Zahlungsverkehr kommen. Der Bedarf an Bargeld ist für Pauschalreisende dank den All-Inclusive-Angeboten jedoch gering. http://www.20min.ch/finance/news/story/Ziehen-die-Griechen-nun-alle-ins-...

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Benjamin Franklin

Selector
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Ich wäre schon lange dafür, dass Griechenland austritt. Was ist giftiger für die Märkte als diese  stetig auch und vor allem  in den  Medien verwendete Verunsicherung der Anleger. Politische Börsen waren und sind nicht gut für die Wirtschaft, können aber dafür benutzt werden, die Investoren zur Flucht aus den Märkten zu bringen. So können sich die Allgewaltigen wieder billig eindecken. Es sollte dem verantwortungslosen Treiben ein Ende gesetzt werden. Raschmöglichst. Selber mache ich an der Börse nichts mehr, bis klar ist, was inskünftig beabsichtigt wird. An Ergebnissen der Marktplünderung beteilige ich mich auch nicht. Sollten die Titel so stark fallen, dass jeder Depp sich SMI-Aktien kaufen kann, interessiert es mich sowieso nicht mehr. Ramsch gefiel mir noch nie.

Elias
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Banken-Run? Griechen hamstern massiv Bargeld

Die griechischen Banken sind nach Notenbankangaben zunehmend besorgt, dass die Kapitalflucht zunimmt. Zuletzt seien rund 700 Millionen Euro abgezogen worden und die Situation könnte sich verschlimmern. http://www.cash.ch/news/topnews/bankenrun_griechen_hamstern_massiv_barge...

 

Nur bares ist wahres

Diejenigen die haben, lassen sich die Butter nicht vom Brot nehmen.

 

 

 

 

 

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weico
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Elias hat am 16.05.2012 - 10:19 folgendes geschrieben:

Die griechischen Banken sind nach Notenbankangaben zunehmend besorgt, dass die Kapitalflucht zunimmt. Zuletzt seien rund 700 Millionen Euro abgezogen worden und die Situation könnte sich verschlimmern. http://www.cash.ch/news/topnews/bankenrun_griechen_hamstern_massiv_barge...

 


 

Allein am Montag haben die Sparer 800 Millionen Euro von den heimischen Banken abgehoben.

 

http://www.20min.ch/finance/dossier/eurokrise/story/Griechen-pluendern-i...

 

«Gefährliche Äusserungen» – Griechenland droht der Bankensturm

Die griechische Misere schlägt in Panik um: Alleine am Montag wurden Hunderte Millionen Euro von griechischen Konten abgehoben. Seit Ausbruch der Krise ist über ein Drittel der Einlagen verschwunden.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Gefaehrliche-Aeusserun...

 

P.S....wenn's wirklich zum Bankensturm kommt,dann heisst es:

http://www.youtube.com/watch?v=etvNHZx_Bb4

:yes:

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EZB dreht griechischen Banken Geldhahn zu

 

Neuer Rückschlag für Griechenland: Die Europäische Zentralbank verweigert mehreren griechischen Instituten Geld - nur Notkredite halten sie jetzt noch am Leben. Das Kapital der Banken schmilzt, weil immer mehr Anleger ihre Konten plündern. Sie fürchten den Austritt ihres Landes aus dem Euro.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ezb-verweigert-griechischen-ba...

 

weico

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Griechenland muss raus aus dem Euro

 

"Machen wir uns nichts vor: Ein geordneter Ausstieg Griechenlands aus dem Euro ist mit erheblichen ökonomischen Schmerzen verbunden. Doch dem langsamen, ungeordneten Einsturz der griechischen Volkswirtschaft und Gesellschaft zuzusehen, wäre viel schlimmer."

 

http://www.project-syndicate.org/commentary/greece-must-exit/german

P.S...mal schauen,wie lange sich die "EU-Troika"selbst und ihren Bürgern,noch etwas vormacht bzw. vorlügt..

 

weico

Friederich
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Beste Chancen auf einen Wahl-Sieg hat die linksradikale Syriza-Partei. Ihr Chef ist Alexis Tsipras (37) – ein knallharter Linksradikaler!

Nach aktuellen Meinungsumfragen kann Syriza damit rechnen, stärkste Kraft im Parlament zu werden. Nach dem griechischen Wahlrecht bekommt der Sieger 50 zusätzliche Parlamentssitze.

Damit steigen die Chancen, dass Tsipras neuer Griechen-Chef wird. Beim Zeus, dann droht den Griechen der Untergang!

„Die Zeit ist gekommen, eine Links-Regierung mit breiter Unterstützung zu bilden und der Politik ein Ende zu bereiten, die dieses Land zerstört“, verspricht der Syriza-Chef seinen Anhängern.

Staatspräsident Papoulias warnt seine Landleute bereits vor einem „Monat der Tragödie" – die Griechen könnten nach den nächsten Wahlen „in Ruinen sitzen".

WAS WOLLEN DIE EXTREMISTEN?

Die linksradikale Partei will, das WIR den Pleite-Griechen einfach die Schulden erlassen!

*** Gleichzeitig sollen die Renten der Griechen und weitere Staatsausgaben erhöht werden, die Produktionsmittel des Landes dagegen verstaatlicht. ***

O-Ton Tsipras: „Die europäische Bevölkerung kann mit diesem barbarischen Sparprogramm nicht einverstanden sein. Die europäischen Politiker und insbesondere Angela Merkel müssen endlich verstehen, dass ihre Sparpolitik gescheitert ist.“ (BILD-Online)

 

So kann man natürlich auf die kommende Wahl viel versprechen. 

Dr. Friederich Adolphus von Muralt

- "Besser en Ranze vom Frässe als es Buggeli vom Schaffe"

Lorenz
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Repetition:

Wie wäre es eigentlich, wenn Goldman die Zeche übernehmen würde?

Manchmal muss man etwas repetieren, die Info ist erst drei Monate her und schon macht man auf Panik wegen etwas das längst bekannt ist, das die BRD seit 2004 wusste und dass Draghi vielleicht nicht wusste aber nun bestimmt weiss. Also, wieso nicht einfach mal Goldman zur Kasse bitten. Kann doch gut sein, dass die hintenrum die Griechen abzocken und die Euros vertilgen, die ihnen zur Verfügung gestellt werden.  Es würde erklären, wieso USA gegen einen Austritt von Griechenland aus der EU ist. Peinlich, falls Deutschland das auch wüsste?

:mamba::bomb:

 

Griechenland: Geheimer Deal mit Goldman Sachs löste Euro-Krise aus

Deutsche Mittelstands Nachrichten  |  Veröffentlicht: 08.03.12, 01:33  |  Aktualisiert: 11.03.12, 21:04  |  237 Kommentare

Für die Investmentbanken sind die Politiker die besten Kunden: Sie brauchen immer Geld und verstehen nichts vom Geschäft. So werden am Vorabend des griechischen Schuldenschnitts neue Details bekannt, wie Goldman Sachs den Griechen half, die EU zu betrügen. Für Goldman war es ein extrem profitables Geschäft. Für die Euro-Zone war es das Initialereignis für die größte Krise ihrer Geschichte.


Themen: Draghi, Goldman, Griechenland, Maastricht, Schuldenkrise, Schuldenschnitt


Aktuell
Neue Griechen-Bonds entdeckt: Plötzlich wieder 30 Milliarden Euro Risiko

Im Jahr 2001 befand sich Griechenland in der misslichen Lage, ein für den Euro-Beitritt zu hohes Defizit aufzuweisen. Daher beauftragte die griechische Regierung die Investmentbank Goldman Sachs, das Problem zu lösen. Goldman bot den Griechen eine 2,8 Milliarden Euro-Finanzierung an. Diese würde es der griechischen Regierung ermöglichen, die Maastricht-Kriterien der Europäischen Union zu erfüllen: Weil die Schulden aus dem Haushalt herausgerechnet werden konnten, würde Griechenland als hoffnungsvolles neues Euro-Mitglied begrüßt werden.

So kam es denn auch. Doch während der EU-Beitritt Griechenlands dank der Verschleierungs-Aktion reibungslos verlief, geriet das griechische Defizit weiter außer Kontrolle. Dass Europa via Griechenland an den Rand des Abgrunds geriet, ist im Grund auf die Kreativität der Investmentbank Goldman Sachs zurückzuführen, die in der kriminellen Energie der griechischen Regierung die Chance zu einem guten Geschäft erkannte. Goldman strukturierte den Deal mit den Griechen nämlich nicht einfach als normalen Kredit mit normalen Zinsen, sondern in Form eines komplizierten Derivate-Swaps – einem jener hochspekulativen Geschäfte, dessen Charme unter anderem die beschauliche Stadt Pforzheim unterlegen war (mehr hier).

Heute sagen die griechischen Politiker, sie hätten nicht verstanden, worum es ging. Sie beklagen, dass Goldman auf einer Geheimhaltungsklausel bestanden habe. Daher sei es ihnen nicht möglich gewesen, sich am Markt zu erkundigen, um welche Art von Geschäft es sich gehandelt habe. Der Chef der staatlichen griechischen Schuldenagentur, Spyros Papanicolaou, sagte dem Nachrichtendienst Bloomberg, dass Goldman den Griechen gedroht hätte: „Wenn ihr irgendjemand von den Konditionen erzählt, ist der Deal abgeblasen.“

Goldman gelang es tatsächlich, mithilfe komplizierter Währungsgeschäfte die Staatsschulden Griechenlands um zwei Prozent zu senken: Die Banker tauschten griechische Staatsanleihen erst in Dollar, dann in Yen um. Dies geschah zu veralteten und teilweise fiktiven Wechselkursen. Es geschah außerhalb des normalen griechischen Haushalts, weshalb es keinerlei Transparenz nach Brüssel gab.

Wie ein griechischer Beamter Bloomberg bestätigte, waren nicht nur die Zinsen fiktiv. Goldman verwendete für diese Transaktionen die fiktive Summe von 15 Milliarden Euro – ein Vielfaches mehr, als der eigentliche Kredit ausmachte. Dadurch stiegen die Chancen, aber auch das Risiko der Transaktion. Vor allem aber stiegen die Gebühren, die Griechenland an Goldman zu zahlen hatte.

Als der Auftrag vier Jahre später umgeschuldet werden musste, war der Deal vollständig aus dem Ruder gelaufen. Um die ursprünglichen 2,8 Milliarden Euro zurückzahlen zu können, hatte Griechenland nämliche eine Wette abgeschlossen – und zwar auf steigende Zinsen. Doch nach den Terroranschlägen am 11.September 2001 fielen die Zinsen, und die Schulden Griechenlands stiegen mit dem Refinanzierungsmodell gewaltig an. Um das Problem in den Griff zu bekommen, folgte Griechenland dem Rat von Goldman und startete eine neue Wette: Diese war nun an die Inflation in der Eurozone gekoppelt. Doch auch diese Lösung entwickelte sich zum Rohrkrepierer. Denn leider verliefen die wichtigsten Kennzahlen für diesen Swap genau andersrum wie von Goldman vorhergesagt. Goldman wettet selbst gerne gegen Unternehmen (mehr hier) und empfiehlt auch Wetten gegen Europa (mehr hier).
 

Die Griechen glaubten, dass das Gewitter vorüberziehen würde. Mit Goldman an Bord erwies sich dies am Ende als eine falsche Hoffnung. (Foto: Flickr/Andrew Griffith)

Die Folge für Griechenland: Aus einem Kredit von 2,8 Milliarden Euro war – dank der fachkundigen Beratung durch Goldman  – ein doppelt so hoher Schuldenberg geworden: Nun standen die Griechen durch die Derivate mit 5,1 Milliarden Euro in der Kreide. Goldman machte bei dem Deal einen Profit von 600 Millionen Euro – wobei schwer zu sagen ist, wie viel Gewinn die Bank wirklich erzielt hat, weil sie ja auch Kosten für den Kredite und die Transaktion verbuchen musste. Immerhin: Die 600 Millionen Profit stellten im Jahr 2001 etwa 12% des Umsatzes der Abteilung dar, die für Goldman das Geschäft machte. Der Chef der Abteilung: Lloyd Blankfein, heute oberster Chef von Goldman. Der Chef für europäisches Risiko-Management bei Goldman in London war zur damaligen Zeit einer, der später noch eine große Karriere in der europäischen Schuldenkrise machen sollte: Bis zum heutigen Tag bestreitet EZB-Chef Mario Draghi, auch nur irgendetwas von dem Griechen-Deal gewusst zu haben.

Anfangs waren die Griechen von dem Deal ganz begeistert: Sie hatten von Goldman drei Jahre Befreiung von der Schuldentilgung bekommen. Der gesamte Kredit wäre in den folgenden 15 Jahren abzubezahlen gewesen. Das schien ihnen, wie allen Schuldnern, eine attraktive Lösung – weil Schuldner immer auf Zeitgewinn setzen, auch wenn es keinen rationalen Grund dafür gibt, dass es einmal besser werden würde.

Goldman wurde die Sache am Ende zu hieß. So reiste die zuständige Mitarbeiterin, Addy Loudiadis, im August 2005 nach Athen und sorgte dafür, dass der gesamte Kredit auf die griechische Notenbank abgewälzt wurde. Damit hatte Goldman ein gutes Geschäft gemacht – und der Schuldenberg war dezent in die öffentliche Hand transferiert.

Dasselbe geschieht im Übrigen beim aktuellen Schuldenschnitt: Das gesamte Risiko übernehmen die Steuerzahler Europas, weil die EZB, der IWF und die nationalen Notenbanken an die Stelle der privaten Gläubiger treten. So schließt sich ein Kreis: Das Bestreben der kriminellen griechischen Politik, die Zahlen zu fälschen, traf auf die skrupellose Geschäftstüchtigkeit von Goldman und wurde, weil das Geschehen in der Folge völlig außer Kontrolle geriet, zum Initialereignis der Eskalation der europäischen Schuldenkrise.

Der italienische Ökonomie-Professor und Autor des Standardwerks „Derivate und öffentliches Schulden-Management“, Gustavo Piga, sagte in einem Interview dieser Tage: „Bei Deals mit Geheimhaltung haben die Makler immer die Oberhand und verwenden sie, um die Steuerzahler auszuquetschen. Die Verhandlungsmacht liegt vollständig in den Händen der Investment-Banken.“

PS: Inzwischen sind ehemalige hohe Mitarbeiter der Investmentbank direkt an politischen Schlüsselstellen in Europa angekommen. Der Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, kommt aus der Chefetage von Goldman Sachs (mehr hier). Der italienische Premierminister Mario Monti wird im aktuell gültigen Jahresbericht immer noch als Senior Advisor geführt (mehr hier).

Mehr zu Goldman Sachs:
„Die Finanz-Wirtschaft hat von Europa mehr profitiert als die Bürger“

Mehr zum Thema
Schäuble: Deutschlands Risiko liegt bei 72,9 Milliarden Euro
Wie die Stadt Pforzheim von JP Morgan für dumm verkauft wurde
Banken verwenden EZB-Gelder für ihren eigenen Schuldendienst

 

:mamba:

MarcusFabian
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Friederich hat am 17.05.2012 - 22:25 folgendes geschrieben:

WAS WOLLEN DIE EXTREMISTEN?

Die linksradikale Partei will, das WIR den Pleite-Griechen einfach die Schulden erlassen!

*** Gleichzeitig sollen die Renten der Griechen und weitere Staatsausgaben erhöht werden, die Produktionsmittel des Landes dagegen verstaatlicht. ***

O-Ton Tsipras: „Die europäische Bevölkerung kann mit diesem barbarischen Sparprogramm nicht einverstanden sein. Die europäischen Politiker und insbesondere Angela Merkel müssen endlich verstehen, dass ihre Sparpolitik gescheitert ist.“ (BILD-Online)

 

So kann man natürlich auf die kommende Wahl viel versprechen. 

Ich habe Verständnis für die Griechen: Die Sparpakete haben die Wirtschaft um 6% abgewürgt, die Steuereinnahmen sind um 21% gesunken. Somit hat sich die Möglichkeit, Schulden zu bezahlen weiter verschlechtert.

Ich verstehe auch griechische Jugendliche (Arbeitslosenrate 50%), die an der ganzen Misere nicht schuld sind, jetzt aber in der Heimat der Perspektiven beraubt werden.

Deutschland, Frankreich, Holland, Italien ... alle anderen Länder leisten sich höhere Staatsausgaben, eine höhere Verschuldung. In der Annahme, man könne damit die Wirtschaft ankurbeln. Ob das stimmt, wage ich zu bezweifeln. Aber darum geht es nicht: Die Politiker haben messerscharf erkannt, dass man in eine Krise hinein nicht sparen darf. Und sie tun es selbst deshalb nicht. Warum zwingen sie dann Griechenland dazu?

 

weico
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MarcusFabian hat am 19.05.2012 - 04:12 folgendes geschrieben:


Ich habe Verständnis für die Griechen: Die Sparpakete haben die Wirtschaft um 6% abgewürgt, die Steuereinnahmen sind um 21% gesunken. Somit hat sich die Möglichkeit, Schulden zu bezahlen weiter verschlechtert.

Ich verstehe auch griechische Jugendliche (Arbeitslosenrate 50%), die an der ganzen Misere nicht schuld sind, jetzt aber in der Heimat der Perspektiven beraubt werden.

Ich hätte Veständnis,wenn die griechischen Jugendlichen diese Misere ihren eigenen Elten ins Gesicht schreien würden und sie einmal ernsthaft fragten,warum sie eigentlich diese EU-Elend freudig GEWÄHLT und BEJUBELT haben bzw. warum sie (falls sie gegen diesen EU-Quatsch WÄHLTEN und die Probleme voraussahen) nicht in ein besseres Land ausgewandert sind...

Bevor sie ,ob den Antworten,dann aber in Selbstmitleid versinken,sollten sie sich endlich Fragen,WIE SIE SELBER WÄHLEN bzw. WANN sie endlich- und WOHIN sie auswandern wollen.

 

P.S...an einem kleinen Beispiel (Lissabon,Portugal) kann man wunderbar sehen,wie Bürger ,in ihrem Unvermögen wirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen bzw. wie sich staatliche Eingriffe auswirken  (Stichwort: Ölflecktheorem) zu einem grossen Problem für SIE SELBE werden kann. In Lissabon selber sinken die Einwohnerzahlen seit 30 Jahren dramatisch und die Leute waren/sind daher gezwungen im Umland ein Häuschen zu kaufen.

 http://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/nachrichten/wohnpreise-i...

http://www.briefeankonrad.com/2008/06/rechtlich-autorisiertes-delirium-i...

 

 

weico

 

 

 

 

 

Elias
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Probleme mit Drachme fangen beim Gelddrucken an

Eine Wiedereinführung der Drachme ist schwieriger als gedacht.

Es gibt nur eine Gelddruckmaschine in Griechenland, und die steht in Athen im Museum. Das ist nur eines der anfallenden Probleme, falls Griechenland die Drachme wieder einführen sollte.

 

Die Probleme fangen schon mit dem Druck neuer Banknoten an, falls Griechenland die Eurozone verlassen sollte. Ein Überblick:

WIE SCHNELL KANN DIE DRACHME GEDRUCKT WERDEN?

Das kann dauern. Experten rechnen damit, dass die Regierung zunächst Kupons statt Geldscheine und Münzen verteilen muss. "Es gibt nur eine Gelddruckmaschine in Griechenland", sagt der Präsident der Denkfabrik Global Strategy in Thessaloniki, Mario Efthymiopoulos. "Und die steht in Athen im Museum und funktioniert nicht mehr." Der weltgrößte private Gelddrucker De La Rue stellt sich auf die Rückkehr der Drachme ein. Angesichts eines mögliches Euro-Austritts Griechenlands müsse man sich auf alle Eventualitäten vorbereiten, sagte ein Insider, der anonym bleiben wollte.

WAS KOMMT AUF DIE GRIECHEN BEI EINER WÄHRUNGSUMSTELLUNG ZU?

"Es gäbe ein Chaos", sagt Efthymiopoulos. Die neue Währung würde dramatisch abwerten. Das würde den Import von Lebensmitteln, Benzin und vielen anderen Waren drastisch verteuern, wenn nicht unmöglich machen. Die Pharmaindustrie etwa bereitet schon eine Notversorgung der Griechen mit Medikamenten vor, sollte das Land nach einem Euro-Austritt in Zahlungsnot geraten. Die Hersteller nehmen sich das Vorgehen nach der Pleite Argentiniens 2002 zum Vorbild, als die Industrie eine Zeit lang ohne Bezahlung weiter Medikamente lieferte.

KOMMT ES ZUM ZUSAMMENBRUCH DER BANKEN?

Experten halten das für unvermeidlich. Bisher werden die Geldhäuser von der Europäischen Zentralbank am Leben gehalten. Die aber darf die griechischen Banken gemäß ihrer Statuten nicht mehr als Geschäftspartner akzeptieren und mit Krediten bei Kasse halten, wenn sie der Währungsunion nicht mehr angehören. "Die Wirtschaft würde dann ohne Zahlungs- und Kreditsystem dastehen", sagt der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer. "Es könnten kaum noch Rechnungen beglichen werden, die wirtschaftliche Aktivität würde gestoppt. Die politischen und sozialen Folgen eines wirtschaftlichen Zusammenbruchs wären verheerend."

KANN DER STAAT LÖHNE, RENTEN UND RECHNUNGEN BEGLEICHEN?

Das gilt als unmöglich. Schon jetzt nimmt der Staat trotz aller Sparmaßnahmen viel weniger ein als er ausgibt. Kommt es im Gefolge der Drachme-Einführung zum erwarteten Zusammenbruch der Wirtschaft, vergrößert sich das Haushaltsloch durch Steuerausfälle und steigende Arbeitslosigkeit. Internationale Geldgeber dürften sich schwer finden lassen. Die Euro-Länder, die Griechenland derzeit mit Milliardenbeträgen stützen, dürften ihr Geld zurückhalten, um eine Ausweitung der Krise auf angeschlagene Euro-Staaten wie Spanien zu verhindern.

WIRD ES PARALLELWÄHRUNGEN GEBEN?

Die Bertelsmann-Stiftung geht davon aus. "Es könnte enden wie in Kuba, wo mehrere Währungen genutzt werden", sagt ihr Experte Tyson Barker. Er rechnet auch damit, dass der Tauschhandel wieder in Mode kommen würde. Die im Umlauf befindlichen Euro-Banknoten behielten ihrer Wert. Wie in anderen Staaten auch - etwa Montenegro - dürfte der Euro für viele Geschäfte das wichtigste Zahlungsmittel bleiben.

ANDERSWO IST EINE WÄHRUNGSUMSTELLUNG GELUNGEN - WARUM NICHT AUCH IN GRIECHENLAND?

In der Tat hat es seit 1945 zahlreiche Währungsreformen gegeben. In Deutschland beispielsweise, aber auch in viele ehemaligen Kolonialstaaten nach dem Sprung in die Unabhängigkeit. Allerdings steht Griechenland unter so großem Druck, dass eine geräuschlose Umstellung auf die Drachme unmöglich erscheint. Schon das Bekanntwerden von Vorbereitungen der Regierung auf ein Comeback der Drachme würde einen Bankenansturm auslösen. "Ein Euro-Austritt ist technisch machbar", sagte Analyst Davi Lea von Control Risk. "Aber das gut durchzuführen, ist extrem schwierig. Dazu bedarf es einer Menge Planung und Zustimmung. Und angesichts der aktuellen Umstände gibt es dafür keine Chance."

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Elias hat am 21.05.2012 - 13:59 folgendes geschrieben:

Es gibt nur eine Gelddruckmaschine in Griechenland, und die steht in Athen im Museum. Das ist nur eines der anfallenden Probleme, falls Griechenland die Drachme wieder einführen sollte.

Wer sagt denn, dass die Drachme in Griechenland gedruckt wird?

Auch die D-Mark wurde ab 1946 unter strengster Geheimhaltung in den USA gedruckt. Eingeführt wurde sie überraschend erst 1948.

 

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MarcusFabian hat am 21.05.2012 - 19:53 folgendes geschrieben:

Elias hat am 21.05.2012 - 13:59 folgendes geschrieben:

Es gibt nur eine Gelddruckmaschine in Griechenland, und die steht in Athen im Museum. Das ist nur eines der anfallenden Probleme, falls Griechenland die Drachme wieder einführen sollte.

Wer sagt denn, dass die Drachme in Griechenland gedruckt wird?

Auch die D-Mark wurde ab 1946 unter strengster Geheimhaltung in den USA gedruckt. Eingeführt wurde sie überraschend erst 1948.

 

Niemand sagt es. Ich persönlich wusste nicht, dass die Maschine nicht mehr zur Verfügung steht. Viele haben hier im Forum zur Wiedereinführung der Drachme schon locker vom Hocker gepostet, wie wenn es ein Leichtes wäre, die Scheine zu drucken. Im Ausland drucken kostet ja scheinbar auch nix und logistische Probleme bei der Einführung gibt es auch nicht. Die ganze Umstellung ist pillepalle.

Die Griechen heben zur Zeit mehr als 700 Mio Euros pro Tag von ihren Konten ab.

Das hat es in der Geschichte der Menschheit noch nie gegeben, dass eine erhebliche Anzahl von Personen über einen so langen Zeitraum soviel Geld abheben. Einmal mehr hinken alle Vergleich zu früher, wie z.B. mit dem Auseinaderbrechen der Donaumonarchie oder dem Ende des 2. Weltkrieges. Nicht nur, weil die Vermögen heute breiter gestreut sind oder weil es Bankomaten gibt  oder das Internet. Heute sind die Leute weltweit gut verlinkt. Nachrichten verbreiten sich rasant. Und die Griechen haben bisher immer beschissen, diejenigen die noch Geld haben werden auch weiterhin alles tun, dass sie möglichst wenig verlieren. Wenn nur schon das Gerücht aufkommt, dass die Drachme wieder eingeführt werden soll, gibt es dort den finalen Bankenrun. Es wird vielleicht in Griechenland noch den Dollar als zweite Parallelwährung geben. Aber die Drachme wird erst Mal für diejenigen sein, die nichts mehr haben.

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geldsack
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Und sie werden damit auch nichts kriegen....


Tip für die Griechen: Muscheln sammeln!


 

MarcusFabian
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Elias hat am 21.05.2012 - 22:54 folgendes geschrieben:

Wenn nur schon das Gerücht aufkommt, dass die Drachme wieder eingeführt werden soll, gibt es dort den finalen Bankenrun.

Deshalb wird das Gerücht auch nicht aufkommen und wenn, dann wird es als Verschwörungstheorie abgetan werden, wie immer in solchen Fällen.

700 Mio Euro pro Tag sind schon viel. Aber bedenke, dass diese Gelder heutzutage elektronisch und als reine Buchungssätze fliessen. Es ist also nicht wie vor 60 oder 90 Jahren als man ganze Schubkarren voll Bargeld mit sich rumschleppen musste.

Elias
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MarcusFabian hat am 21.05.2012 - 23:28 folgendes geschrieben:

Elias hat am 21.05.2012 - 22:54 folgendes geschrieben:

Wenn nur schon das Gerücht aufkommt, dass die Drachme wieder eingeführt werden soll, gibt es dort den finalen Bankenrun.

Deshalb wird das Gerücht auch nicht aufkommen und wenn, dann wird es als Verschwörungstheorie abgetan werden, wie immer in solchen Fällen.

700 Mio Euro pro Tag sind schon viel. Aber bedenke, dass diese Gelder heutzutage elektronisch und als reine Buchungssätze fliessen. Es ist also nicht wie vor 60 oder 90 Jahren als man ganze Schubkarren voll Bargeld mit sich rumschleppen musste.

Das Internet habe ich oben schon erwähnt, mir brauchst du das nicht zu erklären. Deine Schlussfolgerung in Zusammenhang mit Griechenland ist falsch. Niemand würde in einer solchen Situation das Geld elektronisch überweisen, da das für den Staat nachvollziehbar ist.  Viele Griechen tun es auch nicht. Die Schweiz hat Griechenland in Sachen unversteuerter Gelder Unterstützung angeboten. Das hat sich sicher auch schon herumgetwittert.

Bedenke dies:

Verängstigte Griechen räumen ihre Konten leer

Nach der gescheiterten Regierungsbildung sorgen sich viele Griechen um ihre Zukunft. An nur einem Tag hoben die Bürger rund 800 Millionen Euro ab. Die Ängste könnten bald in Panik umschlagen.

Die Griechen ziehen seit Monaten zwar kontinuierlich Geld aus den Kreditinstituten ab. Schlangen vor den Bankschaltern in Athen waren bislang aber nicht zu sehen. http://www.welt.de/wirtschaft/article106320192/Veraengstigte-Griechen-ra...

 

Im Klartext: Es bilden sich noch keine Schlangen an den Schaltern, sie heben das Geld physisch ab.

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MarcusFabian
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Du meinst, so richtig wie man sich eine Kapitalflucht vorstellt? Also Bargeld ins Köfferchen und dann ab damit nach Zürich oder Frankfurt?

Klingt plausibel.

SF-drs bestätigt das teilweise:

Seit Ausbruch der Schuldenkrise nehmen die Griechen hohe Summen an Bargeld mit nach Hause oder überweisen Erspartes auf ausländische Konten. Sie befürchten, dass die Banken zusammenbrechen könnten oder das Geld bei einer Umwandlung in die alte Währung Drachme stark an Wert verlieren würde.

Link

Oder:

Vielen werden die abgezogenen Euro-Gelder horten, irgendwo aufbewahren, sei es bei sich zu Hause oder in einem zugänglichen Tresor. Denn eines muss man sehen: Kleinsparer dürften nicht wie Superreiche die Möglichkeit haben, die Private-Banking-Aktivitäten von internationalen Grossbanken in Anspruch zu nehmen.

Link

Die Süddeutsche Zeitung berichtet allerdings konkret von Bargeldabzügen:

In dem Land wächst angesichts der desolaten politischen Lage die Angst vor einem massiven Abzug von Bargeld. Zuletzt sind nach Angaben der Notenbank allein am Montag 700 Millionen Euro abgehoben worden -

Elias
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Der Mann ohne Los (El Greco)

Rekord-Lottogewinn in spanischem Dorf

Die 250 Einwohner des spanischen Dorfes Sodeto sahnten bei der Weihnachtslotterie "El Gordo" mehr als hundert Millionen Euro ab. Nur einer ging leer aus: der 42-Jährige Costis Mitsotakis.

"Naja", sagt Costis Mitsotakis, 42 Jahre alt, geboren in Griechenland, "manchmal denke ich schon: 'Verdammt! Ein bisschen Geld hätte ich gut gebrauchen können." http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/rekord-lottogewinn-in-spanis...

 

Alter Schwede .....

 

 

 

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Angela.
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Der Rest folgt

Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass die restlichen Staaten auch folgen werden. Bei den Franzosen hat ja schon seit längerer Zeit ein um denken angefangen. Wahrscheinlich versprechen sie sich noch zu viele Vorteile. Bei Spanien Portugal und co. könnte es aber bald soweit sein. Für diese Länder hat der Beitritt zur E.U. ausser Hoffnung nichts gebracht. 

Elias
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In Griechenland gibt es Medikamente nur gegen bar

Griechenlands Apotheken verkaufen Medikamente nur noch gegen sofortige Bezahlung, da die staatlichen Krankenkassen ihnen die Kosten nicht mehr erstatten können. Pharmafirmen liefern in der Regel auch nur gegen Barzahlung.

Die Arzneimittelversorgung in Griechenland steht vor dem Kollaps. Seit April händigen Apotheker Medikamente nur noch gegen sofortige Bezahlung aus; eine Massnahme, unter der vor allem Menschen mit niedrigem Einkommen wie ältere Personen leiden, die ihre Heilmittel nicht selbst bezahlen können. Sie sind auf die staatlichen Krankenkassen angewiesen, die einen Teil der Kosten übernehmen. http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/uebersicht/in-griechenland-gibt-es-...

 

Nur Bares ist Wahres.

Ohne Moos is nix los

Ohne Knete keine Fete

 

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Elias
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Blitzlicht und Blackout in Hellas

Während Linksradikalen-Chef Alexis Tsipras eine Woche vor den Parlamentswahlen siegessicher in die Kameras lächelt, zerfällt Griechenland. Bald könnte sogar der Strom knapp werden.

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«Schleichende Insolvenz»

Nun hat Griechenland derzeit weit grössere Probleme als seine aussenpolitischen Erblasten. Denn während der Politaufsteiger Tsipras – dessen Partei Syriza in den Umfragen mit der ND erstmals um Platz eins kämpft – in jede Kamera lächelt, zerfällt das Land. Von «schleichender Insolvenz» spricht ein prominenter griechischer Journalist, und was dies bedeutet, lässt sich an der Zahl der Krisensitzungen ablesen, die Übergangspremier Panajotis Pikrammenos abhalten muss. Eigentlich soll der hohe Richter ja nur die zweite Parlamentswahl innerhalb von 42 Tagen vorbereiten, aber letzte Woche musste sich Pikrammenos schon mit der Aussicht beschäftigen, dass in Griechenland bald Lichter und Klimaanlagen ausgehen könnten.

Die staatliche Elektrizitätsgesellschaft DEI sitzt auf einem Stapel unbezahlter Rechnungen. Im Juni werden noch 525 Millionen Euro fällig, in den Kassen des Unternehmens befänden sich aber nur 170 Millionen Euro, schrieb die Zeitung «To Vima» und berichtete von Panik im Vorstand des Konzerns. Weil zahlreiche Haushalte und Firmen, aber auch Kommunen und der Staat selbst ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen können, verschlechtert sich die Lage des grössten griechischen Stromproduzenten stetig.

Verlust der Legitimation

Auch dem staatlichen Gaskonzern Depa geht das Geld aus, um seine Aussenstände bei der russischen Gasprom, der türkischen Botas und der italienischen Eni zu begleichen. Depa aber versorgt die privaten Kraftwerksbetreiber, die fast ein Drittel des Stroms in Griechenland erzeugen. Stromsperren würden damit zu einer «realen Gefahr», wie griechische Energiemanager warnen – und dies zu Beginn der heissen Sommermonate.

Ein hoher Regierungsbeamter sprach von einem «Vorgeschmack» auf das, was Griechenland noch im Juni, kurz nach dem Wahltag, drohen könnte, wenn EU und Internationaler Währungsfonds (IWF) die Auszahlung der nächsten Kreditrate verweigern sollten. Keine griechische Regierung könne «die politischen Kosten eines Austritts aus der Eurozone» tragen, warnte der Mann, «sie würde sofort ihre Legitimation verlieren».

Steuereinnahmen blieben unter vereinbarten Zielen

Auch die Konservativen und die sozialistische Pasok, die womöglich als Koalitionspartner gebraucht wird, distanzieren sich in ihren Wahlprogrammen deutlich von den Vereinbarungen mit EU und IWF, die sie unterschrieben haben. Die Pasok will keine Staatsdiener mehr entlassen, und die ND verspricht neue Gehaltszulagen für Polizisten und Kampfpiloten sowie Steuersenkungen. Den Bezug von Arbeitslosengeld wollen alle drei Parteien von bislang nur einem Jahr auf mindestens zwei Jahre verlängern. Die Arbeitslosigkeit ist bereits auf mehr als 20 Prozent gestiegen, die der jungen Menschen auf mehr als 50 Prozent.

Arbeitslosigkeit und Lohnkürzungen bewirkten auch, dass die Steuereinnahmen in den ersten vier Monaten des Jahres weit hinter den mit der EU vereinbarten Zielen zurückgeblieben sind. Das griechische Finanzministerium berichtet von Mindereinnahmen von fast 500 Millionen Euro. Noch einmal 800 Millionen Euro fehlen aus der Mehrwertsteuer, obwohl sie auf 23 Prozent erhöht wurde.

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http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Blitzlicht-und-Blackout-in-He...

 

Und sie werden zahlen..... oder - wer kann - investiert in Solarzellen und macht sich unabhängig.

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Benjamin Franklin

weico
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Radikalität in Athen mit dem Messias der Verlierer


http://www.welt.de/politik/ausland/article106608081/Radikalitaet-in-Athe...

 

Hoffentlich gewinnen die SOZI'S und bilden/erhalten die Regierungsmehrheit. Dann geht die "Vereinigte Staaten der EU-Träumerei" (noch) schneller den Bach runter und ein Neubeginn kann endlich starten.

 

P.S: Vielleicht probieren die Griechen es ja mal mit demokratischem Sozialismus.......Demokratisierung der Wirtschaft,Abschaffung des Kapitalismus,Umverteilung,erwerbslosem Grundeinkommen usw.!

Wem solche Träumereinen und Visionen bekannt vorkommen:

http://www.suedostschweiz.ch/politik/demokratischer-sozialismus-als-visi... Dirol :oops:

 

 

weico

 

 

 

 

 

weico
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weico hat am 16.06.2012 - 12:35 folgendes geschrieben:


Hoffentlich gewinnen die SOZI'S und bilden/erhalten die Regierungsmehrheit. Dann geht die "Vereinigte Staaten der EU-Träumerei" (noch) schneller den Bach runter und ein Neubeginn kann endlich starten.

 


weico

 

 

..auch Tobias Straumann würde,im Sinne eines schnellen Neuanfanges,die SOZI'S wählen:

Falls Sie morgen Grieche wären: Wie würden Sie wählen?


Ich würde wohl trotz allem das linke Syriza-Bündnis wählen. Nur dann wird der Troika endlich klar, dass sie mit ihrer bisherigen Sparpolitik und ihren Zwangsmassnahmen nicht mehr weiterkommt. Diese Politik hat nur Schaden angerichtet, Griechenland ist wirtschaftlich und politisch ruiniert. Wenn die Linken gewählt werden, ist Europa zum Kurswechsel gezwungen.

Wie müsste dieser neue Kurs aussehen?


Im Idealfall sieht die EU ein, dass sie ihre Strategie ändern muss und schliesst die Griechen aus der Währungsunion aus. Allerdings nur, um ihnen danach mit einem Schuldenschnitt und Krediten wieder auf die Beine zu helfen. Dasselbe müsste dann mit allen andern Länder passieren, die in dieselbe Falle wie Griechenland getappt sind oder noch tappen werden.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Der-Schweizer-Aktienma...

 

weico

 

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