Griechenland ........und sie werden zahlen....

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weico
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Live aus dem EU-Irrenhaus...   ROFLClapping

 

 

 

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenlandkrise-live-alle-en...

 

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Aus Grexit könnte bald Grimbo werden

Limbo (lateinisch Limbus) kommt aus der katholischen Theologie und bezeichnet die Vorstellung einer Art Vorhof zur Hölle, in dem sich nach dem Tod jene Seelen aufhalten, denen der Zutritt zum Himmel verwehrt wurde, die aber auch nicht in die Hölle gekommen sind.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Aus-Grexit-koennte-bald-Grimbo-we...

 

 

Peter Schneider zum Thema Wortschöpfungen mit GR

P.S. Griechenlandverstehen

Nicht leicht hingegen ist es, sich vorzustellen, wie es weitergehen soll, denn irgendwann ist bei aller Fantasie auch die längste Liste der lustigen Wörter mit «G» mal ausgereizt: Grexit, Grignitas, Greferendum, Graccident, Geuro, 
Ok Grimbo, Grangela & Grolfgang, Grettungsschirm, Grinstitutionen und Groika, Grimärüberschuss und Guldenschnitt – und, zum Mitsingen: Ich bin ein Gretchen aus Giräus.

http://www.sonntagszeitung.ch/read/sz_12_07_2015/nachrichten/PS-Griechen...

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Hellas-Einigung: Ökonomen bleiben skeptisch
 

Die 19 Euro-Länder haben am frühen Montagmorgen eine Einigung im griechischen Schuldenstreit erzielt. Erste Einschätzungen von Ökonomen zum vereinbarten Programm.

Die Staats- und Regierungschefs erreichten nach rund 17-stündigen Verhandlungen nach Angaben von EU-Ratspräsident Donald Tusk Einvernehmen darüber, ein Programm des Euro-Rettungsfonds ESM für Griechenland auf den Weg zu bringen. Ökonomen sagten dazu in ersten Reaktionen:

Marcel Fratzscher, DIW-Präsident:
"Die Einigung ist ein gutes Resultat für Europa und für Deutschland. Das geplante dritte Programm ist mehr als grosszügig für Griechenland. Die deutsche Regierung hat sich mit den meisten ihrer Forderungen durchgesetzt. Es wäre verfrüht, die Einigung als einen Erfolg anzusehen. Es ist lediglich ein erster Schritt, die wirtschaftliche Abwärtsspirale Griechenlands aufzuhalten. Ungelöst bleibt, wie die Solvenz des griechischen Staates wiederhergestellt, das Bankensystem neu strukturiert und ein Wachstumsimpuls für Griechenland geschaffen werden kann. Künftige Auszahlungen werden eng an die Umsetzung spezifischer Reformen gekoppelt sein. Der Streit zwischen der griechischen Regierung und ihren Gläubigern wird auch für die kommenden Jahre vorprogrammiert sein. Wir dürfen die Fehler der ersten beiden Programme nicht wiederholen, damit das dritte Programm dieses Mal erfolgreicher sein kann."

Jörg Krämer, Commerzbank-Chefökonom:
"Die Auflagen für Griechenland sind härter als gedacht. Das wird Tsipras nicht mit eigener Mehrheit durch das Parlament bekommen, sondern auf die Oppositionsparteien angewiesen sein. Es ist gut möglich, dass es zu einem dritten Hilfsprogramm kommt, aber nach wie vor keinesfalls sicher. Denn die Erfahrung lehrt, dass der Teufel im Detail steckt. Wir haben es in Athen mit einer Regierung zu tun, die keine Einsicht in die Notwendigkeit von Reformen zeigt. Ein drittes Hilfspaket steht nach wie vor auf Messer Schneide. Der Euro-Raum ist tief gespalten. Es geht um den Charakter der Währungsunion. Deutschland und die nordosteuropäischen Länder wollen eine Währungsunion nach dem Maastricht-Vertrag, der auf soliden Staatsfinanzen, Marktwirtschaft und eine unabhängige Zentralbank setzt. Dagegen wollen die südlichen Länder unter Führung Frankreichs eine Währungsunion ohne konsequente Haushaltsregeln und eine Zentralbank, die nach der Pfeife der Politiker tanzt. Das Fehlen eines Reformkonsens wird die EZB leider weiter zwingen, die ungelösten Probleme der Währungsunion mit einer lockeren Geldpolitik zu übertünchen."

Holger Sandte, Europa-Chefökonom Nordea:
"Trotz der Einigung bleibt die Lage sehr schwierig. Der Euro-Raum ist tief gespalten. Das war kein Meisterstück der Diplomatie. Der deutsche Finanzminister Schäuble hat viel Porzellan zerschlagen. Man kann nur hoffen, dass es wirklich zu Verhandlungen über neue Hilfen kommen wird. Das war bestimmt nicht der letzte Gipfel zu Griechenland. Es gibt noch eine Menge Stolpersteine - auch in Griechenland. Tsipras muss wahrscheinlich eine neue Regierung bilden. Mir ist nicht klar, wie er in zweieinhalb Tagen die geforderten Gesetze formulieren kann. Es gibt nach wie vor mehr Fragen als Antworten. Die griechische Wirtschaft steht vor einem schwierigen Weg."

Thomas Gitzel, Chefökonom VP Bank:
"Die Champagnerflaschen sollten vorerst im Kühlschrank bleiben, denn noch muss das neue Hilfspaket durch einige nationale Parlamente. Während Angela Merkel das Paket durch den Deutschen Bundestag bringen dürfte, stehen in der Slowakei, in Estland und Finnland schwierige Abstimmungen an. Doch die grösste Hürde steht unmittelbar bevor: Als erster Schritt muss Alexis Tsipras Nägel mit Köpfen machen und wesentliche Punkte des Paketes bis Mittwoch durch das griechische Parlament bringen. Nachfolgend muss Athen das Gesamtpaket verabschieden. Der Nervenkrimi geht in den nächsten Tagen also weiter."

Holger Schmieding, Chefökonom Berenberg Bank:
"Die Kuh ist nicht vom Eis, aber das Eis ist dicker geworden. Es wird nicht leicht sein, diese Einigung umzusetzen - insbesondere für die griechische Seite. Denn Griechenland hat sich zu weitreichenden Reformen und Einschnitten im Staatshaushalt verpflichtet. Das ist nahezu das Gegenteil dessen, was Tsipras seinen Wählern im Januar und beim Referendum versprochen hatte. Was mir gefällt an dem Abkommen ist, dass Strukturreformen stärker betont werden. Allerdings dürften die weiteren fiskalischen Belastungen die Wirtschaft belasten, da sie die Nachfrage dämpfen. Dennoch: Wenn die Griechen selbst glauben, dass ihre Regierung die Reformen umsetzen kann, dürfte ihr Vertrauen in die Zukunft langsam zurückehren. Dann kann Geld, das ins Ausland transferiert oder unter den Matratzen versteckt wurde, zurückfliessen und die Wirtschaft in Gang bringen. Das dürfte die negativen Effekte, die die weiteren Haushaltseinschnitte mit sich bringen, überwiegen."

Jürgen Michels, Chefökonom BayernLB:
"Dieser Gipfel hat den 'Grexit' jetzt verhindert. Aber es wird unglaublich schwer sein, die genannten Sofortmaßnahmen als auch die folgenden Reformen in Griechenland durchzusetzen. Die Folgerung daraus lautet: 'Grexit' nicht heute, aber später. Das bleibt eine heikle Angelegenheit. Das Konstrukt der Eurogruppe hat Risse bekommen. Egal was mit Griechenland passiert: Der Zusammenhalt in der Währungsunion muss langfristig gesichert werden."

Marco Bargel, Chefökonom Deutsche Postbank:
"Die akute Gefahr eines Grexit ist erst einmal vom Tisch, aber es bleibt ein latentes Risiko. Die Situation wird weiter angespannt sein in den nächsten Tagen und Wochen. Die grosse Frage ist, ob die Reformen verabschiedet und umgesetzt werden von Griechenland. Für Tsipras wird es nicht ganz einfach werden, die vorgeschlagenen Massnahmen durchs Parlament zu bringen. Da ist noch nicht alles in trockenen Tüchern. In Griechenland kann es erheblichen Widerstand geben - etwa beim Thema Privatisierungen. Eventuell kommt es zu Neuwahlen oder einer Regierungsumbildung. Für die Geldgeber wird es wichtig, dass die Gegenleistungen auch erbracht werden."

(Reuters)

 

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86 Milliarden für Griechenland: So viele Nullen

 

Die Summen werden immer größer. 82 bis 86 Milliarden Euro brauche Griechenland allein in den kommenden drei Jahren, teilten die Staats-und Regierungschefs nach ihrem dramatischen Eurogipfel in Brüssel mit. Der europäische Rettungsfonds ESM und der Internationale Währungsfonds (IWF) sollten ein neues Hilfsprogramm aufsetzen.

 

 

Der Finanzbedarf Griechenlands scheint sich in den vergangenen Monaten vervielfacht zu haben. Im April sprachen Experten noch von 30 bis 40 Milliarden Euro, die nötig seien, um das Land über die kommenden drei Jahre zu bringen. Anfang Juli kam der IWF in seiner Analyse schon auf 50 Milliarden Euro. Der Hilfsantrag, den die griechische Regierung noch in der vergangenen Woche stellte, sprach von 53,5 Milliarden Euro.

 

usw...

 

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/warum-griechenland-ploetzlich-...

 

 

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Griechenland zahlt weitere Rate nicht an IWF zurück

14.07.2015 06:39

WASHINGTON (awp international) - Griechenlands Zahlungsrückstand beim Internationalen Währungsfonds wird immer grösser. Wie IWF-Sprecher Gerry Rice in Washington mitteilte, traf eine am Montag fällige Rate in Höhe von 456 Millionen Euro nicht ein. Der IWF-Vorstand sei darüber informiert worden.

Bereits am 30. Juni hatte Griechenland eine anstehende IWF-Rate von knapp 1,6 Milliarden Euro nicht entrichtet. Das heisst, das Land ist jetzt mit Rückzahlungen im Umfang von rund zwei Milliarden Euro an den IWF im Verzug. Rice zufolge wird der IWF-Vorstand in den "kommenden Wochen" über ein griechisches Ersuchen beraten, die Frist für eine Rückzahlung der Juni-Rate zu verlängern.

Griechenland ist das erste entwickelte Land, das seine IWF-Schulden nicht fristgerecht zurückzahlt./ch/DP/zb

(AWP)

 

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London will nichts an Griechen-Rettung geben
 

Grossbritannien weigert sich strikt, sich an finanziellen Hilfsmassnahmen für Griechenland zu beteiligen.

"Unsere Kollegen in der Eurozone haben die Botschaft laut und deutlich erhalten, dass es nicht akzeptabel ist, dass britische Unterstützung für Rettungsmassnahmen in der Eurozone wiederbelebt wird", zitieren mehrere britische Zeitungen am Dienstag eine Quelle aus dem Londoner Finanzministerium.

Den Berichten zufolge will EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker Instrumente des alten Rettungschirmes EFSM wiederbeleben. Demnach würde der EU-Haushalt - und damit auch Geld des Nettozahlers Grossbritannien - als Sicherheit herhalten müssen, falls Griechenland seine Kredite nicht zurückzahlt. London schätzt das Risiko als hoch ein.

Die Downing Street gab sich offiziell diplomatischer. Man gehe davon aus, dass die Vereinbarung von 2010, die EFSM nicht mehr zur Rettung von Euro-Ländern heranzuziehen, steht, sagte ein Sprecher. "Wir haben keinen solchen Vorschlag bekommen und es liegt auch keiner auf dem Tisch."

(AWP)

 

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"Wir brauchen eine europäische Regierung"

Martin Schulz ist niemand, der etwas beschönigt. Auch zur Griechenlandkrise findet der EU-Parlamentspräsident klare Worte. "Europa steckt ohne Zweifel in einer schweren Krise." Kanzlerin Merkel will er dafür aber nicht Schuld geben.

 

"Die zentralen, wichtigen europäischen Fragen dürfen nicht mehr von den nationalen Regierungschefs gelöst werden. Wir brauchen dafür Gemeinschaftsinstitutionen. Irgendwann brauchen wir eine europäische Regierung." Zu den Bereichen, die kein Mitgliedsland allein bewältigen könne, gehörten etwa Welthandel, Klima, Migration, Steuerflucht und Währungspolitik.

 

http://www.stern.de/politik/ausland/martin-schulz-zur-griechenlandkrise-...

 

 

 

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IWF schlägt Schuldenerlass für Hellas vor
 

Die Eurozone muss laut einer neuen Analyse des Internationalen Währungsfonds ihre Schuldenerleichterungen für Griechenland deutlich ausweiten. Die Schuldenlast sei «absolut untragbar».

"Griechenlands Schulden können nur mit Massnahmen zur Schuldenerleichterung tragfähig sein, die viel weiter gehen, als Europa bislang vorgesehen hat", heisst es in dem in Washington veröffentlichten Bericht. Dieser war bereits am Samstag den Regierungen der Euro-Länder vorgelegt worden.

Liege die Schuldenquote des Krisenlandes jetzt bereits bei rund 175 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), so werde sie sich in den kommenden beiden Jahren den 200 Prozent nähern, heisst es in dem IWF-Papier weiter. Das sei "absolut untragbar".

Der IWF schlägt daher drei Möglichkeiten vor: Die Verlängerung der Zeit, in der das Land keine Schulden an die europäischen Partner zurückzahlen muss, von zehn auf 30 Jahre, zweitens jährliche Transferleistungen an Griechenland und drittens schlicht und einfach einen Schuldenerlass. Die Entscheidung zwischen den genannten Optionen liege "bei Griechenland und seinen europäischen Partnern".

Mehr Geld dürfte nötig sein

Der IWF warnt überdies davor, dass im Falle einer weiteren Verschlechterung der griechischen Wirtschaftslage der Finanzbedarf des Landes für die kommenden Jahre noch höher ausfallen könnte als bislang von den Euro-Partnern angenommen.

Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone hatten am Montag grundsätzlich grünes Licht für Verhandlungen über ein drittes Hilfsprogramm für das von der Staatspleite bedrohte Griechenland gegeben. Sie knüpften dies aber an umfangreiche Bedingungen, welche das griechische Parlament schon ab (heute) Mittwoch umsetzen soll.

Die Möglichkeit weiterer Schuldenerleichterungen für Athen wurde in der Einigung lediglich angedeutet. Bereits vor der Einigung auf ein weiteres Hilfspaket hatte der IWF dafür geworben, Griechenland zumindest durch eine Umschuldung zu entlasten.

(SDA)

 

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Erster Rücktritt in Griechenland: Vize-Finanzministerin geht

15.07.2015 12:46

ATHEN (awp international) - Die stellvertretende griechische Finanzministerin Nadja Valavani ist am Mittwoch zurückgetreten. Zur Begründung erklärte die Politikerin der linken Regierungspartei Syriza, sie könne das von den internationalen Gläubigern geforderte Sparprogramm und die damit verbundenen harten Einschnitte nicht unterstützen. "Alexis, ich kann nicht mehr weitermachen", schrieb Valavani in einem Brief an den griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras.

Am Mittwochabend soll das griechische Parlament eine Reihe von Reform- und Sparauflagen billigen. Es wird mit vielen Abweichlern unter den Abgeordneten von Tsipras' Regierungspartei Syriza gerechnet./tt/DP/fbr

(AWP)

 

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Tausende protestieren in Athen gegen Hilfspaket

 

Ein Demonstrationszug von Beamten und Apothekern hat sich in Athen formiert. Die Griechen wehren sich gegen die Spar- und Reformpläne der EU.

 

 

In Griechenland haben einige Tausend Menschen gegen das neue Sparpaket demonstriert. Apotheker und Beamte gingen im Zentrum der Hauptstadt Athen mit Spruchbändern wie «Kippt das Rettungspaket» oder «Nein zur Politik von EU, EZB und IWF» auf die Strasse.

 

Für den Tagesverlauf waren weitere Demonstrationen geplant. Bislang allerdings hält sich der öffentliche Protest in Grenzen. Einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage zufolge sind mehr als 70 Prozent der Griechen dafür, dass das Parlament den Abmachungen zu einem dritten Rettungspaket zustimmt, das das Land vor dem Kollaps bewahren soll.

Das griechische Parlament soll noch heute über den Schuldenkompromiss des Landes mit den Gläubigern entscheiden. Die Abgeordneten sind unter anderem aufgefordert, einer Reform der Mehrwertsteuer und des Rentensystems zuzustimmen.

Ausserdem muss der Gesamtkompromiss vom Parlament anerkannt werden. Erst danach können Gespräche über das neue Hilfspaket im Volumen von bis zu 86 Milliarden Euro beginnen.

Streik legt Verkehr lahm

Aus Protest dagegen traten zudem die griechischen Staatsbediensteten in einen 24-stündigen Streik. Betroffen waren die Ministerien und die Metro in der Hauptstadt sowie der landesweite Bahnverkehr. Dem Streik schloss sich das Personal der staatlichen Spitäler an, das nur noch Notfallpatienten behandeln wollte.

Auch zahlreiche Apotheken blieben geschlossen. Die Apotheker protestierten damit gegen die am Montag getroffene Vereinbarung, wonach im Zuge einer Marktliberalisierung rezeptfreie Medikamente künftig in Supermärkten verkauft werden dürfen.

Der von der Gewerkschaft Adedy organisierte Ausstand ist der erste grosse Streik unter der seit Januar amtierenden Syriza-Allianz von Ministerpräsident Alexis Tsipras und ihrem Juniorpartner, der rechtspopulistischen Partei der Unabhängigen Griechen (Anel). In den Jahren 2010 bis 2014 hatte Adedy aus Protest gegen die ersten beiden Kreditprogramme wiederholt Streiks und Demonstrationen organisiert.

 

http://www.20min.ch/ausland/news/story/Tausende-protestieren-in-Athen-ge...

 

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Griechisches Parlament stimmt Sparpaket zu
 

Das griechische Parlament hat den Weg für ein drittes Hilfspaket geebnet. In der Nacht zu Donnerstag stimmte eine Mehrheit der Abgeordneten in Athen für die Umsetzung des mit den Euro-Partnern vereinbarten Sparprogramms.

229 der 300 Parlamentarier billigten nach einer hitzigen stundenlangen Debatte den Reformkurs, der letztlich zur Auszahlung weiterer Hilfen von bis zu 86 Milliarden Euro führen soll. 38 Abgeordnete aus der eigenen linken Syriza-Partei verweigerten Regierungschef Alexis Tsipras allerdings die Gefolgschaft, darunter der umstrittene frühere Finanzminister Yanis Varoufakis. Nur mit den Stimmen der Opposition stand am Ende des klare "Ja".

Während der Parlamentsdebatte kam es in Athen zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Nach zunächst friedlichen Protesten begann eine kleine Gruppe, Brandsätze auf Polizisten zu werfen, die mit Tränengas antworteten. Letztlich wurden etwa 30 Menschen festgenommen.

Kurz vor der namentlichen Abstimmung im Parlament schaltete sich der Ministerpräsident ein und betonte, es gebe keine Alternative zu dem vereinbarten Kurs. Er gab zu, dass dieser weitere Härten mit sich bringe. "Ich bin der Letzte, der sich vor der Verantwortung drückt", versicherte Tsipras, der seit seiner politischen Kehrtwende nach dem Referendum über das Sparpaket unter enormen Druck in der eigenen Partei steht. Regierungssprecher Gabriel Sakellaridis gab zu, dass es Differenzen gibt. Zugleich erklärte er, es sei oberstes Ziel der Regierung ein Zustandekommen des Hilfspakets zu erreichen. Demnach stehen Neuwahlen zunächst nicht auf dem Programm.

Im Gegenzug für die Gelder der Euro-Staaten muss Griechenland umfassende Reformen, beispielsweise im Renten- und Steuersystem, angehen. Durch das "Ja" des Parlaments in Athen können nun weitere nationale Parlamente in der Euro-Zone über das Hilfspaket abstimmen. Im Bundestag ist dies für Freitagvormittag geplant. Darüber wie auch über die griechische Billigung des Sparkurses wollen die Finanzminister der Euro-Zone in einer Telefonkonferenz am Donnerstag sprechen. Weil sich die Verhandlungen über ein drittes Hilfsprogramm seit Wochen hinziehen, arbeitet die Euro-Zone an einer dringend benötigten Brückenfinanzierung für Hellas. Schon am Montag werden 3,5 Milliarden Euro an die EZB fällig. Insgesamt wird der Finanzbedarf bis Mitte August auf zwölf Milliarden Euro geschätzt.

(Reuters)

 

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Hellas: Ab Montag wird vieles anders
 

Griechenland will die mit seinen Gläubigern vereinbarte Mehrwertsteuer-Erhöhung ab Montag einführen. Zudem sollen dann auch die Banken wieder öffnen.

Für die Mehrwertsteuer-Erhöhung werde alles in die Wege geleitet, erklärte das Finanzministerium in Athen am Donnerstag. Die Reform gehört zu den wichtigsten Zusagen Griechenlands an seine Geldgeber für ein neues Hilfsprogramm. Unter anderem sollen die Steuern auf den öffentlichen Nahverkehr und auf Mahlzeiten in Restaurants erhoben werden. Die Massnahmen sind umstritten: Griechische Unternehmen befürchten, dass die höheren Steuern Kunden vertreiben und den Absatz einbrechen lassen könnten.

Die angesichts der Finanzkrise geschlossenen Banken in Griechenland machen am Montag wieder auf. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus massgeblichen Bankenkreisen in Athen am Donnerstagabend. Allerdings werden die meisten Kapitalverkehrskontrollen in Kraft bleiben, "damit sich der Markt wieder etwas bewegen kann", hiess es seitens eines Bankers. Gegenwärtig können die Griechen pro Tag höchstens 60 Euro von ihren Konten abheben. Überweisungen ins Ausland sind nur nach einer Genehmigung der Zentralbank und des Finanzministeriums möglich.

Bankkunden könnten aber weiterhin nur 60 Euro pro Tag von ihren Konten abheben, sagte der stellvertretende Finanzminister Dimitris Mardas am Donnerstagabend dem Fernsehsender ERT. "Von Montag an können die Bürger an die Bankschalter gehen und alle Operationen vornehmen", sagte Mardas.

(Reuters/AWP/SDA)

 

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Varoufakis zu Griechenland-Reformprogramm: "Es ist bereits gescheitert"

 

Für die Reformen in Griechenland sieht Ex-Finanzminister Varoufakis schwarz: Der BBC sagte er, das Reformprogramm werde als "größtes Desaster volkswirtschaftlichen Managements in die Geschichte eingehen".

 

http://www.spiegel.de/politik/ausland/griechenland-varoufakis-prognostiz...

 

 

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Leben in Griechenland wird teurer

 

Am Montag tritt ein erster Teil des Reformpakets der Regierung in Kraft: Die Mehrwertsteuer für viele Waren steigt auf 23 Prozent. Die Banken sollen wieder öffnen.

In Griechenland wird ab Montag die Mehrwertsteuer deutlich erhöht. Für viele Waren und Dienstleistung gilt künftig statt des ermäßigten Satzes von 13 Prozent der reguläre Satz von 23 Prozent. Damit tritt ein Teil des am Mittwoch beschlossenen Reformpakets in Kraft.

In den griechischen Zeitungen wurden Listen abgedruckt, die aufzählten, welche Produkte künftig höher besteuert werden. In Tavernen und Bars servierte Speisen werden mit 23 Prozent besteuert, ebenso wie verarbeitete Lebensmittel. Unter anderem frisches und tiefgekühltes Fleisch, Fisch, Kaffee, Eier oder Milchprodukte wie Eis und Joghurt. Eier, Zucker, Kakao, Reis, Mehl verteuern sich ebenso wie Düngemittel, Kondome oder Toilettenpapier.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-07/griechenland-mehrwertsteuer-erhoeh...

 

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Tag der Wahrheit: Griechische Banken öffnen - EZB-Rückzahlung fällig

20.07.2015 06:32

BERLIN (awp international) - Auf die Griechen kommen am Montag neue Belastungen zu: Die Mehrwertsteuer für Lebensmittel steigt von bisher 13 auf 23 Prozent. Dies war eine der Forderungen der Geldgeber für ein neues Hilfsprogramm für das von der Pleite bedrohte Land. Mit Spannung wurde zudem erwartet, ob Athen die am Montag fällige Rate an die Europäische Zentralbank (EZB) in Höhe von 3,5 Milliarden Euro fristgemäss zurückzahlt. Das Geld dafür sollte Dank eines Brückenkredits der Eurogruppe in Höhe von sieben Milliarden Euro vorhanden sein. Zugleich sollen auch die seit drei Wochen geschlossenen Banken erstmals wieder öffnen. Die Beschränkungen beim Kapitalverkehr bleiben jedoch bestehen.

Die Euro-Finanzminister hatten am Freitag den Start neuer Verhandlungen über ein weiteres Hilfspaket gebilligt. Zuvor hatte auch der Bundestag nach hitziger Debatte den Weg dafür freigemacht. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stellte unterdessen klar, dass sie keine weitere Debatte über ein mögliches Ausscheiden des Landes aus der Eurozone will. Auch einen Erlass griechischer Schulden lehnte sie erneut ab. Dies galt auch als Fingerzeig in Richtung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, der einen vorübergehenden "Grexit" verbunden mit einem Schuldenschnitt ins Spiel gebracht hatte.

Griechenland ist mit 313 Milliarden Euro verschuldet und steht kurz vor der Pleite. Das neue Hilfspaket soll nach bisherigen Planungen bis zu 86 Milliarden Euro für drei Jahre umfassen. Im Gegenzug muss Athen harte Spar- und Reformauflagen erfüllen. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer war vor wenigen Tagen von einer Mehrheit der Abgeordneten gebilligt worden und ist eine der Voraussetzungen für den Beginn der Verhandlungen.

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras ist zwar nach eigenen Worten nicht überzeugt, dass die Spar- und Reformmassnahmen seinem Land aus der Krise helfen werden. Aber er will das Programm dennoch umsetzen. Gegner der Auflagen entliess er aus seiner Regierung und ersetzte sie durch enge Mitarbeiter. Die neuen Minister wurden am Samstag vereidigt. Am Mittwoch muss das Parlament weitere Reformgesetze beschliessen. So sollen Gerichtsverfahren beschleunigt und die Richtlinie zur Sanierung und Abwicklung von Banken umgesetzt werden./hma/DP/zb

(AWP)

 

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Warren Buffett kauft eine griechische Insel

Griechenland braucht Geld. Da kommt die Meldung, dass Star-Investor Warren Buffett eine griechische Insel kauft, gerade recht. Sein Riecher für gute Geschäfte ist legendär.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Warren-Buffett-kauft-eine-griechi...

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RATING: S&P HEBT GRIECHENLAND AUF 'CCC+' VON 'CCC-' - AUSBLICK 'STABIL'

21.07.2015 21:00

MADRID (awp international) - Die jüngsten Ereignisse rund um die griechische Schuldenkrise haben auch bei Ratingagenturen für ein wenig Erleichterung gesorgt. So hob das US-Institut Standard & Poor's am Dienstagabend die Einstufung der Kreditwürdigkeit der Hellenen um zwei Stufen auf "CCC+" an. Weitere Verbesserungen sind allerdings zunächst nicht vorgesehen, der Ausblick wurde auf "Stabil" festgesetzt.

Nach der Einigung auf Verhandlungen über ein drittes Hilfspaket und dem Erhalt einer Brückenfinanzierung von sieben Milliarden Euro sei ein Zahlungsausfall Athens gegenüber privaten Gläubigern für die nächsten sechs bis zwölf Monate nicht mehr unvermeidbar, hiess es zur Begründung. Zudem sei die Wahrscheinlichkeit des Ausscheidens Griechenlands aus der Eurozone bis 2018 auf unter 50 Prozent gesunken./he/mis

(AWP)

 

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Tsakalotos: Verhandlungen mit Gläubigern könnten Freitag beginnen

22.07.2015 12:05

ATHEN (awp international) - Griechenland könnte schon an diesem Freitag Gespräche mit den Gläubigern über ein neues Hilfspaket aufnehmen. Eine Einigung müsse dann bis spätestens zum 20. August stehen, fügte der Finanzminister Euklid Tsakalotos am Mittwoch im Parlament in Athen hinzu.

Bis dahin muss Athen knapp 3,2 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank zurückzahlen. Der Minister äusserte sich zuversichtlich, dass das Parlament am Mittwochabend die letzten Reformgesetze billigen werde. Sie sind Teil der mit den Geldgebern vereinbarten Voraussetzungen für die Gespräche über weitere Finanzhilfen. Es geht um Reformen im Bereich Justiz und Bankwesen./tt/DP/zb

(AWP)

 

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Reformen in Athen gebilligt
 

Das griechische Parlament hat mit klarer Mehrheit einem zweiten Reformpaket zugestimmt.

Die am frühen Donnerstagmorgen verabschiedeten Auflagen zur Modernisierung des Justiz- und Bankenwesens waren eine Voraussetzung der internationalen Gläubiger für Verhandlungen über weitere Milliardenhilfen für das Land. Finanzminister Euklid Tsakalotos hatte zuvor gesagt, Gespräche mit den Gläubigern über ein neues Hilfsprogramm könnten bereits am Freitag beginnen.

Die Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras war bei der Abstimmung erneut auf die Stimmen der Opposition angewiesen. 230 Abgeordnete im Parlament mit seinen 300 Sitzen stimmten für die Reformmassnahmen, wie das Parlamentspräsidium mitteilte. 63 Parlamentarier votierten demnach dagegen, es gab 5 Enthaltungen. Zwei Abgeordnete waren abwesend.

Tsipras erneut ohne eigene Mehrheit

Die Koalition aus dem Linksbündnis Syriza und den Rechtspopulisten (Anel) verfehlte bei der Abstimmung Medienberichten zufolge eine eigene Mehrheit - wie auch vergangene Woche bei einem ähnlichen Votum über die Mehrwertsteuer- und Rentenreform. Es habe 36 Abweichler in der Syriza-Fraktion gegeben. Von ihnen stimmten 31 mit Nein, 5 enthielten sich, wie das Staatsfernsehen berichtete. Das Regierungsbündnis umfasst 162 Abgeordnete.

Bei der Abstimmung gab es damit weniger Abweichler als vergangene Woche. Da hatten 39 Abgeordnete Tsipras die Unterstützung verweigert. Der linke Flügel des Syriza-Bündnisses lehnt die Spar- und Reformpläne entschieden ab.

Vor dem Parlamentsgebäude in Athen kam es am Abend erneut zu Protesten gegen die Spar- und Reformauflagen. Vereinzelt flogen Steine und Brandsätze.

Das zweite Reformpaket sieht im Justizbereich vor, dass Kreditnehmer künftig ihre Wohnungen verlieren können, wenn sie mit Zins- und Tilgungsraten an die Banken in Verzug geraten. Das Bankengesetz wiederum soll zwar Spareinlagen bis 100 000 Euro sichern; dafür sollen sich Sparer mit Guthaben über 100 000 Euro ebenso wie die Aktionäre an der Rekapitalisierung maroder Banken beteiligen./tt/DP/he

(AWP)

 

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Griechenland droht eine Pleitewelle
 

Nach der vorläufigen Rettung Griechenlands vor dem Staatsbankrott droht nun in der Wirtschaft eine Pleitewelle. Viele Unternehmen können ihre Rechnungen nicht bezahlen.

Seit Wochen sind Kapitalverkehrskontrollen in Kraft und schnüren vielen international vernetzten Firmen die Luft zum Atmen ab: Wenn das bis Mitte August so weitergeht, stehen nach Ansicht der Handelskammer in Athen Unternehmen reihenweise vor dem Aus. In einem Brandbrief an das Finanzministerium machte Kammer-Präsident Konstantinos Michalos seinem Ärger nun Luft: "Wir müssen ihnen mitteilen, dass ein Grossteil der griechischen Firmen kurz davor steht, den Betrieb einzustellen." Die Kontrollen waren Ende Juni eingeführt worden, um der Kapitalflucht einen Riegel vorzuschieben und ein Ausbluten des Finanzsystems zu verhindern.

Damals räumten viele Griechen ihre Konten aus Furcht vor einer Pleite des Landes leer. Nun hat es aber wieder eine Perspektive in der Euro-Zone: Griechenland will sich in den anstehenden Detailverhandlungen bis zum 20. August ein bis zu 86 Milliarden Euro schweres Rettungspaket seiner Gläubiger sichern. Bis dahin müssen Hellas-Firmen wohl mindestens noch durchhalten. In einigen Staaten haben Kapitalverkehrskontrollen aber noch viel länger bestanden - so etwa in Zypern, wo sie 2013 eingeführt wurden und die letzten Beschränkungen erst dieses Jahr fielen.

Die Kontrollen in Griechenland könnten sich als Bumerang erweisen. Firmen, die Waren aus dem Ausland beziehen, können ihre Rechnungen seit Wochen nicht mehr begleichen. "Ein Riesenproblem in vielen Bereichen", klagte der Handelskammer-Chef. Nach der vorläufigen Einigung Griechenlands mit den Gläubigern samt Brückenfinanzierung seien die Firmen leer ausgegangen: "Das ganze Geld, das das Land nun bekommen hat, wurde für Gehälter von Staatsdienern und für Pensionäre ausgegeben, oder um die Bankautomaten aufzufüllen", so Michalos. Geldtransfers der Firmen seien dabei ausgespart worden.

«Das ist nicht lustig»

Auch die Bürokratie bremst die Firmen offenbar aus. Auf Antrag kann Geld zwar trotz der Kapitalverkehrskontrollen ins Ausland transferiert werden. Doch die zuständige Kommission winkt diese nicht einfach durch. So hat ein Konzern aus der Nahrungsmittelbranche eine Auslandsüberweisung von 650'000 Euro beantragt. Bewilligt wurden jedoch nur 9000 Euro, wie Michalos erläuterte: "Das ist nicht lustig." Das betroffene Unternehmen gehöre zu den Schwergewichten auf dem Inlandmarkt und müsse nun ernsthaft darüber nachdenken, die Produktion dichtzumachen.

Viele Geschäftspartner im Ausland trauen den griechischen Firmen in Finanzdingen zudem nicht mehr über den Weg. Diese bittere Erfahrung machte auch die Einkaufsmanagerin von Pitsos, dem grössten einheimischen Produzenten von Elektronikgeräten. Keine Schraube erhalte sie mehr ohne vorherige Zahlung, sagte Vasiliki Mourafeti: "Früher haben wir alle 14 Tage Ware erhalten. Jetzt heisst es: Griechenland ist pleite. Lieferung nur gegen Vorkasse."

(Reuters)

 

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Deutsche rechnen mit Griechen-Pleite
 

Trotz der jüngsten Einigung im Schuldenstreit rechnen die meisten Deutschen einer Umfrage zufolge mit einer Pleite Griechenlands.

Der Staatsbankrott sei auch mit einem dritten Hilfspaket nicht abzuwenden, erklärten 71 Prozent der Befragten in dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer. Nur jeder fünfte erwartet demnach, dass sich Griechenland mit den neuen Finanzspritzen dauerhaft aus der Krise befreien kann.

Am Freitag sollten in Athen die Detailverhandlungen über das dritte Hilfspaket von bis zu 86 Milliarden Euro beginnen. Das griechische Parlament hatte den Weg für die Verhandlungen in der Nacht zum Donnerstag mit Verabschiedung der von den Gläubigern verlangten ersten Reformschritte frei gemacht. Den Verhandlungen sehen die meisten Befragten skeptisch entgegen: Nur jeder Vierte glaubt, dass Griechenland Reformen und Sparmassnahmen umsetzen wird. Dagegen gehen 73 Prozent davon aus, dass sich die Regierung in Athen nicht an die Abmachungen halten wird.

Jeder zweite Deutsche ist nach der Erhebung dafür, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt. Anfang Juli, vor der Einigung auf Reformen und Hilfszahlungen, hatten noch 52 Prozent dafür plädiert, Griechenland solle die Euro-Zone verlassen, nur 45 Prozent stimmten für den Verbleib.

(Reuters)

 

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Bleibt griechische Börse geschlossen?
 

Die Athener Börse bleibt Insidern zufolge auch am Montag geschlossen.

Möglicherweise könne der Handel am Dienstag wieder aufgenommen werden, sagte ein Vertreter des Börsenbetreibers, der nicht genannt werden wollte. Der Handel an der Börse in Athen steht seit dem 29. Juni still, als die griechische Regierung die Banken geschlossen und Kapitalkontrollen in Kraft gesetzt hat, um eine Kapitalflucht und einen Zusammenbruch des griechischen Finanzsystems zu verhindern. Die Banken sind inzwischen wieder geöffnet, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Hilfskredite aufgestockt hat.

Die Verhandlungen über ein neues Hilfspaket für Griechenland verzögern sich unterdessen weiter. Am Dienstag sind erste Gespräche auf technischer Ebene geplant, ein paar Tage später sollten die Chefunterhändler von EZB, EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) nach Athen reisen. Voraussetzung für die Verhandlungen war die Verabschiedung zweier Reformpakete durch das griechische Parlament. In den Gesprächen geht es um bis zu 86 Milliarden Euro für das Krisenland. Abgeschlossen werden sollen sie bis Mitte August, da Griechenland dann neues Geld braucht.

(Reuters)

 

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Varoufakis plante Rückkehr zur Drachme
 

Griechenlands Ex-Finanzminister Yanis Varoufakis hat Geheimpläne zum Aufbau eines parallelen Zahlungssystems bestätigt und bringt damit Ministerpräsident Alexis Tsipras in Bedrängnis.

Varoufakis erklärte, einen Plan ausgearbeitet zu haben, der eine Rückkehr Griechenlands zur Drachme ermöglichen sollte. Es habe sich allerdings um Notfallpläne gehandelt, die nie in Kraft getreten seien. Tsipras wurde von der Opposition dennoch aufgerufen, dazu Stellung zu nehmen und deutlich zu machen, wie weit die Pläne für einen "Grexit" gediehen waren.

Varoufakis sagte in einer Telefonkonferenz am 16. Juli, nach am Montag veröffentlichten Mitschnitten, Tsipras selbst habe im Januar vor seinem Amtsantritt ihm den Auftrag gegeben, einen "Plan B" zu entwerfen, falls Griechenland von Geldhähnen abgeschnitten werde. Er habe daraufhin ein fünfköpfiges Team unter Führung des US-Ökonomen James Galbraith zusammengestellt, das im Verborgenen arbeiten sollte. Die Idee sei gewesen, jeder Steuernummer ein paralleles Konto zuzuweisen, über das Zahlungen hätten laufen können - zunächst auf Euro lautend, aber per Knopfdruck auf Drachmen umschaltbar.

Er selbst habe einen alten Schulfreund, der sich gut mit Computern auskenne, gebeten, ihm bei der Planung zu helfen, die Daten der Steuerverwaltung zu hacken. Varoufakis, der sich selbst als "erratischen Marxisten" bezeichnet, trat am 6. Juli zurück.

(Reuters)

 

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IWF will sich vorerst nicht an drittem Hilfspaket für Griechenland beteiligen

31.07.2015 08:05

WASHINGTON (awp international) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) will sich vorerst nicht an einem dritten Hilfspaket für Griechenland beteiligen. "Der IWF kann nur ein umfassendes Programm unterstützen", sagte ein Vertreter der Organisation laut einem Transkript einer Telefonkonferenz mit Journalisten vom Donnerstag.

Es müssten auf beiden Seiten schwierige Entscheidungen getroffen werden. Nötig sei eine Kombination von Reformen von griechische Seite und einem Schuldennachlass der Gläubiger. Bis sich beide Seiten darauf einigten, werde noch einige Zeit vergehen. Der IWF könne sich erst beteiligen, wenn entsprechende Beschlüsse gefallen seien.

Vertreter der internationalen Gläubiger verhandeln derzeit mit Regierungsvertretern in Athen. An den Gesprächen der vergangenen Tage nahmen neben der EU-Kommission auch Vertreter der Europäischen Zentralbank (EZB), des IWF sowie des Euro-Rettungsfonds ESM teil. Konkret geht um ein Hilfsprogramm von bis zu 86 Milliarden Euro für die nächsten drei Jahre. Viel Zeit hat Athen nicht - Griechenland ist hoch verschuldet und muss bis zum 20. August 3,2 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank zurückzahlen. Die Kassen sind leer./cro/DP/stb

(AWP)

 

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Griechische Börse vor grossem Kurseinbruch
 

An der griechischen Börse wird es am Montag am ersten Handelstag nach fünf Wochen Zwangsschliessung wohl einen Ausverkauf geben. Händler erwarten für den Leitindex in Athen einen Einbruch von zwanzig Prozent oder mehr.

"Die Wahrscheinlichkeit, dass auch nur eine einzige Aktie steigen wird, ist gleich Null", sagte etwa Takis Zamanis vom Wertpapierhändler Beta Securities am Sonntag. Vor allem die Papiere von Banken dürften unter Druck geraten. "Realistisch ist ein Preisabschlag von 15 bis 20 Prozent zur Markteröffnung", sagte der Vermögensverwalter eines griechischen Fonds, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Die Inhaber griechischer Aktien hätten über Wochen nicht auf schlechte Nachrichten reagieren können und daher gebe es nun entsprechend Nachholbedarf, sagten Händler. So habe sich die Lage der Wirtschaft inzwischen verschlechtert. Zudem seien die Aussichten für das Land trotz der Vorgespräche für ein drittes Hilfspaket von 86 Milliarden Euro keineswegs klar.

Die Börse ist seit Ende Juni geschlossen. Damals wurden auch die Banken des Landes dichtgemacht, weil Kunden aus Sorge vor einer Staatspleite ihre Konten räumten. Um die Kapitalflucht zu begrenzen, wurden Kapitalverkehrskontrollen eingeführt. Mittlerweile sind die Banken wieder geöffnet, es gelten aber noch Einschränkungen.

Die Europäische Zentralbank hatte der Wiedereröffnung des Aktienmarktes bereits Anfang vergangene Woche zugestimmt. Da der Handel für Griechen aber eingeschränkt wird, gab es Verzögerungen. Hintergrund waren Probleme mit den IT-Systemen der Banken, die die Beschränkungen umsetzen müssen. Für ausländische Investoren sollen diese nicht gelten.

(SDA)

 

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Griechische Industrie vor dem Kollaps
 

Nach den wochenlangen Bankenschliessungen liegt die Industrie in Griechenland am Boden.

Der am Montag vom Markit-Institut veröffentlichte Einkaufsmanager-Index fiel auf ein Rekordtief. Mit einem Wert von 30,2 Zählern ist der Wachstumsbereich oberhalb von 50 Punkten weit entfernt. Einen niedrigeren Stand haben die Forscher seit Beginn der Umfragen 1999 im Ägäis-Land noch nicht gemessen. Zudem sackten auch die Teil-Barometer für die Produktion und die Auftragseingänge jeweils auf Rekordtiefs ab.

Seit dem Regierungswechsel in Athen Anfang des Jahres hat sich die dortige Wirtschaftslage Experten zufolge massiv verschlechtert. Zuletzt kamen viele Unternehmen nur schwer an Geld, eine Pleitewelle wird befürchtet. Die Industrie Griechenlands stellt allerdings nur 12,6 Prozent der Wirtschaftsleistung und damit weit weniger als der Tourismus, auf den ein Anteil von 16,4 Prozent entfällt.

Auch Konsumentenvertrauen im Eimer

Auch der vom griechischen Institut IOBE erhobene Stimmungsindikator gab deutlich nach. Der Index misst die Erwartungen in der Industrie, der Dienstleister, im Einzelhandel, am Bau sowie das Konsumentenvertrauen. Mit 81,3 Zählern für Juli wurde das niedrigste Niveau seit fast drei Jahren festgestellt.

Wegen der drohenden Staatspleite Griechenlands waren Börse und Banken Ende Juni geschlossen worden. Die Geldhäuser haben ihre Schalter seit dem 20. Juli wieder geöffnet. Transaktionen sind aber weiterhin nur eingeschränkt möglich. Am ersten Tag nach ihrer fünfwöchigen Zwangspause brach die griechische Börse am Montag so stark ein wie nie zuvor.

(Reuters)

 

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Hellas-Börse fällt weiter
 

Die Börse in Athen setzt ihre Talfahrt am Dienstag fort. Am Morgen steht der Leitindex Athex Composite rund 5 Prozent tiefer bei 635 Punkten.

Es ist der zweite Handelstag nach fünfwöchiger Zwangspause. Jedoch können Griechen angesichts der weiterhin bestehenden Kapitalverkehrskontrollen nur eingeschränkt Aktien kaufen.

Am Vortag hatte die griechische Börse bis zum Handelsschluss 16 Prozent verloren, am Morgen hatte der Verlust sogar bei 23 Prozent gelegen. Börsenmakler sprachen angesichts des Absturzes von einem schwarzen Montag. Die meisten Experten hatten die dramatische Reaktion allerdings erwartet. Zahlreiche Aktien wurden gleich wieder vom Handel ausgesetzt.

Am Dienstag büssen erneut vor allem die Titel von griechischen Banken an Wert ein, die am Tropf der europäischen Geldgeber hängen. Die Papiere der Piraeus Bank brechen um gut 30 Prozent ein und für die Aktien der National Bank von Griechenland gehts um 29 Prozent nach unten.

(AWP)

 

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Fluglotsen legen in Griechenland die Arbeit nieder

05.08.2015 08:17

ATHEN (awp international) - Reisende nach Griechenland müssen am Mittwoch mit Problemen im Flugverkehr rechnen. Aus Protest gegen die Sparpolitik der Regierung in Athen wollen die griechischen Fluglotsen die Arbeit für vier Stunden niederlegen. Zwischen 14.00 Uhr und 18.00 Uhr Ortszeit (13.00 Uhr bis 17.00 Uhr MESZ) werde es keine Flüge von und nach Griechenland geben. Sämtliche Flüge wurden für diesen Zeitraum annulliert, teilte der Flughafen Athen mit. Zahlreiche Inlandsflüge fallen aus. Die meisten internationalen Verbindungen sollen dagegen zeitlich versetzt ausserhalb der Zeiten der Arbeitsniederlegung bedinet werden, teilten die Fluglinien mit./tt/DP/stb

(AWP)

 

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Griechische Bankenwerte setzen Talfahrt fort

05.08.2015 10:17

Frankfurt (awp/sda/reu) - Die Athener Börse kommt nicht zur Ruhe: Der griechische Bankenindex rutschte am Mittwoch um bis zu 15 Prozent auf ein Rekordtief von 277,68 Punkte. Der Leitindex verbuchte ein Minus von bis zu 1,7 Prozent.

Seit der Wiedereröffnung der Athener Börse am Montag haben Banken-Aktien fast 60 Prozent an Wert verloren, der Leitindex knapp 19 Prozent. Zahlreiche in dem Index enthaltene Papiere sind inzwischen auf das Niveau von Penny-Stocks gefallen, kosten also weniger als einen Euro.

Die Athener Regierung hatte Banken und Börse Ende Juni geschlossen, als die monatelangen Verhandlungen um die Bedingungen für weitere Finanzhilfen kurz vor dem Scheitern standen. Mitte Juli einigte sich Griechenland mit seinen Gläubigern auf ein neues Hilfspaket und entging damit der Staatspleite um Haaresbreite.

(AWP)

 

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Die Grillsaison fällt in Griechenland dieses Jahr aus.

Grund: zu wenig Kohle

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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