Griechenland ........und sie werden zahlen....

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Elias hat am 05.08.2015 - 13:56 folgendes geschrieben:

Die Grillsaison fällt in Griechenland dieses Jahr aus.

Grund: zu wenig Kohle

 

Ausser man hat einen Gasgrill, der funktioniert auch ohne Kohle Drinks

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

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Zweifel an schneller Einigung mit Athen
 

In der deutschen Regierung wachsen nach Informationen der «Bild»-Zeitung Zweifel, ob das dritte Hilfspaket für Griechenland noch vor dem 20. August vereinbart werden kann.

In Berlin werde mit einer weiteren Brückenfinanzierung für Athen gerechnet. Denn die Verhandlungen der Geldgeber mit der griechischen Regierung könnten nicht rechtzeitig abgeschlossen werden, berichtete die Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf Regierungskreise. Athen muss am 20. August 3,2 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank zahlen.

Viele Fragen im Reformpaket seien derzeit noch ungeklärt, hiess es weiter. Eine Vereinbarung müsse aber vom griechischen Parlament und den nationalen Parlamenten in sechs Euro-Ländern, darunter Deutschland, noch beraten und abgestimmt werden. "Das ist nicht zu schaffen", sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter.

Zudem versuche die griechische Regierung die Beschlussfassung über die in der eigenen Bevölkerung besonders umstrittenen Reformmassnahmen auf den Herbst zu verschieben. Dabei gehe es um den Stopp der Frühverrentungen und die Streichung von Steuervorteilen für Landwirte. Die Bundesregierung habe immer erklärt, dass sie neuen Hilfen nur zustimme, wenn alle Reformen vom griechischen Parlament beschlossen worden seien. Das dritte Hilfspaket soll bis zu 86 Milliarden Euro umfassen.

(AWP)

 

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Griechenland steckt weiter in Deflation fest

07.08.2015 12:05

ATHEN (awp international) - Griechenland steckt wegen seiner Wirtschaftskrise weiter in der Deflation fest. Im Juli fielen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat um durchschnittlich 2,2 Prozent, wie die Statistikbehörde Elstat am Freitag in Athen mitteilte. Es ist bereits der 29. Monat in Folge mit fallenden Verbraucherpreisen. Bei einer Deflation handelt es sich um eine hartnäckige Abwärtsspirale mit sinkenden Preisen. Sie gilt als Gefahr für die Konjunktur, weil Konsumenten und Unternehmen in Erwartung weiter sinkender Preise Ausgaben und Investitionen hinauszögern./tt/DP/fbr

(AWP)

 

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Tsipras will an Auflagen für Hilfsprogramm rütteln

07.09.2015 06:32

Athen (awp/sda/reu) - Griechenlands zurückgetretener Ministerpräsident Alexis Tsipras will bei einem Sieg bei den Neuwahlen an den Bedingungen für das kürzlich vereinbarte dritte Hilfspaket rütteln. Vor allem strebt er einen Schuldenschnitt an.

"Die Schlacht um seine Verbesserung ist noch längst nicht vorbei", sagte Tsipras am Sonntag unter Verweis auf das bis zu 86 Milliarden Euro schwere Programm. So werde er versuchen, bei den internationalen Gläubigern eine Schuldenerleichterung zu erreichen. Gleichzeitig versprach Tsipras beim Wahlkampfauftritt in Thessaloniki, Tausende neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Tsipras war auch innerhalb seiner Partei in die Kritik geraten, weil er nicht wie bei seinem Amtsantritt versprochen die Reform- und Sparpolitik seiner Vorgänger beendete. Stattdessen vollzog er nach monatelangen Konflikten mit den internationalen Gläubigern und einem drohenden Austritt seines Landes aus der Euro-Zone eine Kehrtwende, um das dritte Hilfsprogramm zu vereinbaren.

Im August trat er zurück, in der Hoffnung, gestärkt aus der Neuwahl hervorzugehen. Diese finden am 20. September statt. In Umfragen liegt seine Syriza aber inzwischen Kopf-an-Kopf mit den Konservativen.

(AWP)

 

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Deutsche Wörter aus dem Hebräischen und Jiddischen

Deutsch Gauner

Hebräisch jawan „Griechenland“, eigtl. Jonien

Anmerkung früher Jauner, aus dem rotwelschen Juonner, Joner „Falschspieler“, dorthin gelangt durch in den Türkenkriegen heimatlos gewordene Griechen, zunächst als jowonen, später jonen „falsch spielen“ (wie ein Grieche)

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_W%C3%B6rter_aus_dem_Hebr%C...

 

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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Hellas: Konservative vor Wahl leicht vorne
 

Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Griechenland sieht eine Umfrage einen hauchdünnen Vorsprung für die konservative Partei Nea Dimokratia vor der linken Syriza-Partei.

In der am Freitag veröffentlichten Befragung des Instituts Metrisi für die Zeitung "Eleftheros Typos" entfielen auf die Nea Dimokratia (ND) 28,5 Prozent. Die linke Syriza von Ex-Ministerpräsident Alexis Tsipras kann demnach mit 27,1 Prozent der Stimmen rechnen. Die Wähler wurde zwischen dem 15. und 17. September befragt und damit nach dem TV-Duell zwischen Tsipras und dem ND-Vorsitzenden Vangelis Meimarakis. Insgesamt deuten die bisherigen Umfragen auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Wahl am Sonntag hin.

Tsipras war im August vom Amt zurückgetreten, nachdem er angesichts der drohenden Staatspleite doch noch seine Unterschrift unter ein neues mit den internationalen Gläubigern ausgehandeltes Hilfs- und Reformprogramm gesetzt hatte. Von der Neuwahl erhofft er sich ein überzeugendes neues Mandat.

(Reuters)

 

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Griechische Regierung mit schlechtem Start: Staatssekretär zurückgetreten

24.09.2015 08:42

ATHEN(awp international) - Nur wenige Stunden nach seiner Vereidigung als griechischer Infrastruktur-Staatssekretär musste Dimitris Kammenos am späten Mittwochabend zurücktreten. Kamenos hatte in den vergangenen beiden Jahren mehrere antisemitische und rechtsextremistische Kommentare im Kurznachrichtendienst Twitter verbreitet. Dazu gehörte auch ein retuschiertes Foto vom Eingang des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz, auf dem der Satz "Wir bleiben in Europa" statt "Arbeit macht frei" stand.

Kammenos gehört der rechtspopulistischen Partei der Unabhängigen Griechen (Anel) an. Er ist aber nicht verwandt mit ihrem Chef Panos Kammenos. Wie der griechische Rundfunk am Donnerstag weiter berichtete, hat Dimitris Kammenos die Vorwürfe zurückgewiesen und bekräftigt, sein Twitter-Konto sei gehackt worden./tt/DP/fbr

(AWP)

 

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Kehren Griechen auf Wachstumspfad zurück?
 

Griechenlands Finanzminister Euklid Tsakalotos hat sich zuversichtlich gezeigt, dass sein schuldengeplagtes Land wieder auf den Wachstumspfad zurückkehrt.

Er sehe keinen Grund, warum dies nicht so sein sollte, sagte der Politiker von der linken Syriza eine Woche nach deren Wiederwahl in einem Interview der "Financial Times". Er gehe davon aus, dass die internationalen Geldgeber bis Ende November die von seiner Regierung geplanten Wirtschaftsreformen formal überprüften, fügte er hinzu. Wenn ihre Bewertung positiv ausfalle, könnten die Gespräche zur Rekapitalisierung der Banken bis Weihnachten aufgenommen werden.

Die EU rechnet damit, dass Griechenlands Bankensektor zwischen zehn und 25 Milliarden Euro benötigt. Der exakte Betrag hängt von den Ergebnissen eines Stress-Tests ab. Die Rekapitalisierung der Banken steht oben auf der Prioritätenliste der Regierung. Sie ist wichtig, um der Wirtschaft die dringend benötigte Liquidität zu verschaffen.

(Reuters)

 

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Griechenland erhöht Mehrwertsteuersatz auf ersten sechs Inseln

29.09.2015 06:34

ATHEN (awp international) - Griechenland schafft zum 1. Oktober für die ersten sechs Urlaubsinseln den vergünstigten Mehrwertsteuersatz ab. Wie die griechische Nachrichtenagentur Ana-Mpa am Montag unter Berufung auf das Finanzministerium in Athen berichtete, wird dann auf Mykonos, Santorin, Rhodos, Naxos, Paros und Skiathos ein Mehrwertsteuersatz von bis zu 23 Prozent fällig. Die Erhöhung auf die landesüblichen Sätze gehört zu den Abmachungen zwischen der griechischen Regierung und den Gläubigern des krisengeschüttelten Landes. Zum 1. Juni 2016 und 1. Januar 2017 kämen weitere Inseln hinzu./gp/DP/zb

(AWP)

 

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Griechenland muss noch auf neue Milliardenhilfen warten

01.10.2015 19:07

BRÜSSEL (awp international) - Das krisengeschüttelte Griechenland muss noch auf neue Milliardenzahlungen aus dem dritten Rettungsprogramm warten. Bevor die restlichen drei Milliarden Euro aus der ersten Kreditrate fliessen könnten, müssten zwei umfangreiche Pakete mit Reformen auf den Weg gebracht werden, berichteten EU-Diplomaten am Donnerstag in Brüssel.

Griechenland hatte von den Europartnern im August einen neues Hilfsprogramm von bis zu 86 Milliarden Euro erhalten, um eine Staatspleite abzuwenden. 13 Milliarden Euro wurden bereits von Eurorettungsschirm ESM an Athen ausgezahlt.

Zur Bankensanierung sind separat 10 Milliarden Euro auf einem ESM-Sonderkonto reserviert. Die Europäische Zentralbank (EZB) überprüft zur Zeit noch die Geldhäuser in Griechenland - laut Diplomaten sollen Ergebnisse noch in diesem Monat vorliegen. Vor Abschluss können Hilfsgelder für die Banken nicht fliessen. Die Euro-Finanzminister werden am Montag über das griechische Programm beraten./lew/cb/DP/zb

(AWP)

 

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Tsipras fordert Ende von Grexit-Debatte
 

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat Diskussionen über einen Ausstieg des finanziell angeschlagenen Landes aus der Euro-Zone als «alberne Debatte» zurückgewiesen.

Alle Überlegungen zu einem sogenannten "Grexit" oder einer Spaltung der Währungsgemeinschaft müssten ein für allemal eingestellt werden, sagte er am Freitag nach Gesprächen mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande in Athen. Griechenland werde seinen Verpflichtungen im Rahmen des jüngsten milliardenschweren Rettungsprogramms nachkommen.

Am Donnerstag hatte EZB-Präsident Mario Draghi Griechenland aufgefordert, die Reformvorhaben zügig und vollständig umzusetzen. Kontrolleure der internationalen Geldgeber überprüfen derzeit in Athen die Fortschritte. Das neue Hilfsprogramm hat ein Volumen von 86 Milliarden Euro.

(Reuters)

 

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Hellas-Banken besser in Form als erwartet
 

Griechenlands Banken benötigen gut informierten Kreisen zufolge voraussichtlich weniger frisches Kapital als bislang angenommen.

Die Finanzierungslücken der unter der Wirtschaftskrise leidenden Institute seien geringer als erwartet, sagte die mit der Sache vertraute Person aus der griechischen Notenbank am Dienstag zu Reuters. Zugleich rechnet die EU-Kommission damit, die Überprüfung der bisherigen Reformmassnahmen in den kommenden Tagen abschliessen zu können. Danach können zwei Milliarden Euro aus dem laufenden Hilfsprogramm an Griechenland fliessen. In Medienberichten hatte es geheissen, die Auszahlung der Mittel würde sich wegen der schleppenden Umsetzung von Reformen verzögern.

Die Bankenaufsicht der EZB durchleuchtete zuletzt die National Bank of Greece, Piraeus, die Alpha Bank und die Eurobank auf Herz und Nieren, um ihren neuerlichen Kapitalbedarf zu ermitteln. Es wird erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) am Samstag Ergebnisse veröffentlicht.

Viele faule Kredite

Die Finanzbranche hat wegen der schlechten Wirtschaftslage zahlreiche faule Kredite angehäuft. Griechenland hatte im Sommer Kapitalverkehrskontrollen eingeführt, um einen noch stärkeren Ansturm auf die Institute zu verhindern. Weil befürchtet wurde, dass Griechenland aus der Euro-Zone ausscheidet, räumten viele Bürger ihre Konten leer. Für die Institute von Thessaloniki bis Kreta sind im Rahmen des jüngsten Rettungspakets der europäischen Partner bis zu 25 Milliarden Euro vorgesehen, die bis zum Jahresende fliessen sollen.

Der Prozess zur Überprüfung bestimmter Reformen - sogenannter Milestones - befindet sich laut einer Kommissionssprecherin im Zeitrahmen. Es habe deutliche Fortschritte gegeben. Die Überprüfung dürfte in den kommenden Tagen abgeschlossen sein. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker habe am Sonntag mit dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras gesprochen und EU-Kommissionsvize Valdis Dombrovskis verhandele derzeit in Griechenland über die nächsten Schritte.

Die "Süddeutsche Zeitung" und "Spiegel-Online" hatten unter Berufung auf Insider berichtet, dass sich die Auszahlung der zwei Milliarden aus dem bis zu 86 Milliarden Euro schweren Hilfspaket bis in den November hinein verzögern werde.

(Reuters)

 

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Griechisches Parlament billigt weiteres Reformpaket
06.11.2015 06:31

ATHEN (awp international) - Die griechische Regierung unter Alexis Tsipras hat eine neue Kraftprobe bestanden. Das Parlament billigte am frühen Freitagmorgen nach einer zweitägigen Debatte mehrheitlich ein weiteres Reformpaket. Bei einer namentlichen Abstimmung votierten 153 Abgeordnete der Links-Rechts-Koalitionsregierung für das Reformpaket. 118 stimmten dagegen. Neun Parlamentarier enthielten sich der Stimme. 20 der insgesamt 300 Abgeordneten waren abwesend, teilte das Parlamentspräsidium mit.

Die wichtigste Massnahme betrifft die griechischen Bauern. Eines ihrer wichtigsten Privilegien wurde abgeschafft - Diesel für landwirtschaftliche Maschinen wird jetzt höher besteuert. Bislang zahlten Bauern 66 Euro Steuern pro Tonne Diesel. Sie werden ab sofort 200 Euro pro Tonne zahlen. Ihre Verbände kündigten Proteste an.

Die Euro-Partner hatten mit dem pleitebedrohten Griechenland im Sommer ein neues Rettungsprogramm von bis zu 86 Milliarden Euro vereinbart. Eine erste Tranche von 13 Milliarden Euro floss bereits im August an Athen. Die nächste Tranche in Höhe von zwei Milliarden Euro soll nur dann folgen, wenn die Kontrolleure der Gläubiger Grünes Licht geben. Die Kontrollen dauern an. Eine der Bedingungen für die Freigabe der Tranche war neben anderen Reformen auch dieses Sparpaket./tt/DP/stk

(AWP)

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Griechenland und Gläubiger weiter uneins

Zwischen Griechenland und seinen internationalen Gläubigern herrscht einem Regierungsvertreter zufolge vor der Auszahlung weiterer Hilfsgelder weiter Uneinigkeit.

Als Problem erweise sich die Frage, wie mit faulen Krediten bei griechischen Banken umgegangen werden solle, sagte der Insider am Sonntag. Die Regierung in Athen bestehe darauf, dass das Thema nicht dazu führen dürfe, dass Tausende Griechen Gefahr liefen, ihre Häuser oder Wohnungen zu verlieren. Beide Seiten lägen in der Angelegenheit auseinander. Eine baldige Einigung werde es wohl nicht geben. Das aber ist die Voraussetzung für die Freigabe von zwei Milliarde Euro als Teil einer ersten Tranche von 26 Milliarden Euro des insgesamt bis zu 86 Milliarden Euro schweren Rettungspakets der Gläubiger.

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras habe mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker das Thema in einem Telefonat besprochen, sagte der Insider. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Francois Hollande hätten sich darüber telefonisch ausgetauscht, sagte ein weiterer Regierungsvertreter. Am Montag wollen die Finanzminister der Euro-Zone bewerten, welche Fortschritte Griechenland beim Erreichen der Vorgaben für die Hilfszahlungen gemacht hat.

(Reuters)

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Griechenland vor neuen Streiks
10.11.2015 14:56

ATHEN (awp international) - Auf Griechenland rollt eine neue Streikwelle aus Protest gegen die Sparpolitik Athens zu. Zunächst sind am Mittwoch erhebliche Verspätungen im inländischen Flugverkehr zu erwarten, da die Beamten der zivilen Luftfahrt für vier Stunden ihre Arbeit niederlegen wollen. Die internationalen Verbindungen sollen dagegen normal stattfinden, sagte am Dienstag eine Sprecherin des Flughafens Athen der Deutschen Presse- Agentur.

Am Donnerstag wollen die Beamten der zivilen Luftfahrt gleich 24 Stunden streiken. Auch dieser Streik werde Probleme im Inlandsverkehr mit sich bringen, teilten die Fluggesellschaften Griechenlands mit.

Für Donnerstag sind in Griechenland Streiks auch in anderen Bereichen angekündigt worden. Behörden, Schulen, Bahnen, Fähren sollen bestreikt werden. Auch Ärzte und Apotheker wollen streiken und nur Notfälle behandeln./tt/DP/stb

(AWP)

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Griechenland besorgt sich kurzfristig frisches Geld
11.11.2015 15:44

ATHEN (awp international) - Athen hat sich kurzfristig frisches Geld am Kapitalmarkt besorgt, um am Freitag auslaufende Staatsanleihen im Wert von 1,4 Milliarden Euro ablösen zu können. Wie die Schuldenagentur PDMA berichtete, konnten am Mittwoch knapp 1,138 Milliarden Euro für 13 Wochen in Form ebenfalls kurzlaufender Staatspapiere aufgenommen werden.

In der Finanzpresse wird damit gerechnet, dass das restliche Geld an diesem Donnerstag in die Staatskasse fliesst. Dann dürfte Athen wie üblich im Rahmen eines gesonderten Verfahrens zusätzliche Wertpapiere in Höhe von 262 Millionen Euro versteigern. Das Zinsniveau der Papiere lag am Mittwoch - wie bei einer vergleichbaren Auktion im Vormonat - bei 2,7 Prozent./tt/DP/zb

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Athen: Einigung mit Geldgebern

Griechenland hat sich nach mehrtägigen intensiven Gesprächen mit den Kontrolleuren der Gläubiger auf ein Bündel von Reformen geeinigt. Das öffnet die Schleusen für weitere Milliarden an Hilfsgeldern.

Die Vereinbarung öffne den Weg für die seit Wochen ausbleibende Hilfstranche von zwei Milliarden Euro für seine maroden Finanzen sowie zehn Milliarden Euro für die Sanierung seiner Banken, teilte am frühen Dienstagmorgen der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos mit. "Wir haben uns auf das, was erforderlich war, geeinigt", sagte Tsakalotos Reportern in Athen.

Wichtigstes Thema seien die sogenannten faulen Kredite. Diese haben inzwischen ein Gesamtvolumen von mehr als 100 Milliarden Euro erreicht. Etwa 25 Prozent der sozial schwächeren der Bürger, die die Kredite nicht mehr bedienen können, sollen vor einer Beschlagnahmung ihrer Wohnung geschützt werden. Am kommenden Donnerstag soll das ganze Reformpaket vom griechischen Parlament gebilligt werden. Am Freitag könnte die Eurogruppe Grünes Licht für die Auszahlung der nächsten Tranche geben, hiess es aus Regierungskreisen weiter.

Das im Sommer vereinbarte neue Hilfsprogramm für Griechenland könnte bis zu 86 Milliarden Euro erreichen. 13 Milliarden Euro Hilfsgelder waren bereits im August geflossen.

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Am Donnerstag landesweite Streiks in Griechenland
02.12.2015 10:26

ATHEN (awp international) - Im Protest gegen die Sparpolitik der Regierung haben griechische Gewerkschaften für Donnerstag zu einem landesweiten 24-stündigen Streik aufgerufen. In den Ausstand treten sollen unter anderem Angestellte des Öffentlichen Dienstes, der griechischen Bahn, der Krankenhäuser und des Öffentlichen Nahverkehrs. Journalisten und Krankenhausangestellte legten bereits am Mittwoch die Arbeit nieder.

Die Regierung will mit ihrem Sparprogramm die Voraussetzung für Finanzhilfen ihrer Gläubiger erfüllen./axa/DP/stb

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Griechenland rutscht stärker in die Rezession
08.12.2015 18:38

ATHEN (awp international) - Griechenland rutscht stärker in die Rezession als angenommen. Den aktuellen Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat zufolge ging die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 0,9 Prozent zurück. Noch im November waren die Statistiker bei vorläufigen Schätzungen auf einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,5 Prozent gekommen. Für das zweite Quartal weist Eurostat sogar ein geringfügiges Wachstum zum Vorquartal von 0,3 Prozent aus, während die Wirtschaftsleistung zum Jahresauftakt nicht wuchs.

Das dritte Quartal eines jeden Jahres ist in Griechenland traditionell ein wichtiger Wirtschaftsindikator, weil dann die Ergebnisse der jeweiligen Tourismus-Saison zum Tragen kommen. Zum Vergleich: Im dritten Quartal 2014 hatte die griechische Wirtschaft Eurostat zufolge noch um 0,8 Prozent zugelegt.

Verantwortlich für den Rückgang in diesem Jahr dürfte unter anderem das politische Tauziehen gewesen sein, dass sich die griechische Links-Rechts-Regierung in den Frühjahrsmonaten mit den europäischen Partnern und Geldgebern geliefert hatte. Die drohende Pleite des Landes und die Diskussion über einen möglichen Grexit, also der Austritt aus der Eurozone, hielten Branchenbeobachtern zufolge viele Touristen von einem Aufenthalt in Griechenland ab./axa/DP/jkr

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Griechisches Parlament billigt weiteres Reformpaket
15.12.2015 21:25

(Ausführliche Fassung)

ATHEN (awp international) - Mit der knappen Regierungsmehrheit von nur drei Stimmen hat das griechische Parlament ein Reformpaket gebilligt, das Voraussetzung für eine weitere Hilfsmilliarde aus Brüssel ist. Mit Ja stimmten am Dienstagabend alle 153 Abgeordneten der Links-Rechts-Regierung. Selbst die Opposition scheint die Geschlossenheit der Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras mittlerweile für gegeben hinzunehmen: 138 der insgesamt 300 Abgeordneten stimmten mit Nein, 9 Parlamentarier blieben der Abstimmung gleich ganz fern.

Während der vorangegangenen Parlamentsdebatte musste Tsipras dennoch viel Kritik einstecken. "Die Regierung führt das Land in eine Sackgasse, sie überträgt die Last auf den kleinen Mann", lautete einer der Vorwürfe. Kritik kam aber auch aus den eigenen Reihen. Unter "grossen Schmerzen" habe er die Vereinbarung mit dem deutschen Flughafenbetreiber Fraport zur Übernahme von 14 griechischen Regionalflughäfen unterschrieben, betonte der Infrastrukturminister Christos Spirtzis von der Linkspartei Syriza.

Auf das jetzt verabschiedete Reformpaket hatte sich Athen mit der Europäischen Union (EU), der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) verständigt. Dazu gehören eine Neuorganisation des griechischen Privatisierungsfonds, der Staatsfirmen verkaufen soll, und eine Umschichtung sogenannter fauler Kredite, die sich in Milliardenhöhe bei griechischen Banken angesammelt haben./axa/DP/he

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Griechenlands Krisenbanken stossen weitere Beteiligungen ab
22.12.2015 12:36

(Ergänzt)

Dubai/Athen (awp/sda/reu) - Griechenlands Krisenbanken trennen sich von weiteren Beteiligungen. Damit wollen die Institute Löcher in der Bilanz stopfen und unabhängiger von Notfall-Krediten ihrer Zentralbank in Athen werden.

Die National Bank of Greece (NBG) teilte am Dienstag mit, für 2,7 Milliarden Euro ihre 99,81-Prozent-Beteiligung an dem türkischen Geldhaus Finansbank abzustossen. Mit den Einnahmen könnten auch Finanzhilfen an den Hellas-Rettungsfonds zurückgezahlt werden. Die Transaktion soll im ersten Halbjahr 2016 über die Bühne gehen.

Käufer der türkischen NBG-Tochter ist die Qatar National Bank, das grösste Geldhaus in der Golf-Region. Es gehört zur Hälfte dem Staatsfonds des Emirats Katar und hatte in den vergangenen Jahren vor allem seine Präsenz in Afrika mit Zukäufen ausgeweitet. Die Finansbank ist in der Türkei die Nummer fünf.

Der NBG-Konkurrent Eurobank teilte unterdessen mit, eine 80-Prozent-Beteiligung am Versicherer Eurolife ERB abzugeben. Diese gehe für 316 Millionen Euro an die kanadische Investment-Gruppe Fairfax. Eurolife ist mit einem Marktanteil von rund zehn Prozent die drittgrösste Assekuranz in Griechenland, dort sowohl im Lebens- als auch im Sachversicherungsgeschäft aktiv. Der Deal soll bis zum Ende des dritten Quartals 2016 über die Bühne gehen.

Griechenlands Banken leiden stark unter der jahrelangen Wirtschaftsmisere im Land. Sehr viele Kredite sind deswegen gefährdet. Der jüngste Stresstest der Europäischen Zentralbank hatte bei den vier grössten Instituten - darunter NBG und die Eurobank - eine Kapitallücke von 14,4 Milliarden Euro ergeben. Sie soll nun schrittweise geschlossen werden, unter anderem mit der Ausgabe neuer Aktien und den Beteiligungsverkäufen.

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Neue Griechenland-Milliarde fliesst mit deutlicher Verspätung
22.12.2015 18:19

(Ausführliche Fassung)

BRÜSSEL (awp international) - Das hochverschuldete Griechenland bekommt vom Euro-Rettungsschirm ESM eine neue Kreditrate von einer Milliarde Euro. Das Geld gehe in den Staatshaushalt, um alte Schulden zu bedienen oder EU-Projekte mitzufinanzieren, teilte die Finanzorganisation der 19 Eurostaaten am Dienstag in Luxemburg mit. Die Finanzspritze war ursprünglich schon für den Oktober geplant. Da sich Reformen in Griechenland verzögerten, konnte das Geld nicht vorher fliessen.

"Ich hoffe, dass die gute Zusammenarbeit mit unseren griechischen Partnern andauert, so dass die erste Überprüfung des ESM-Programms Anfang 2016 abgeschlossen werden kann", sagte ESM-Chef Klaus Regling.

Athen legte für das frische Geld ein neues Reformpaket auf. Dazu gehört eine neue, unabhängige Einrichtung zum Privatisieren von Staatsvermögen.

Das im Sommer gestartete dritte Rettungspaket der Europartner zum Abwenden einer Staatspleite hat einen Umfang von bis zu 86 Milliarden Euro. Davon wurden bisher 20,4 Milliarden Euro überwiesen, mit der neuen Auszahlung werden nun 21,4 Milliarden Euro erreicht. Griechenland muss bereits seit 2010 mit internationalen Milliardenkrediten vor der Staatspleite bewahrt werden.

Nach der ersten Überprüfung des Hilfsprogramms werden die Europartner im kommenden Jahr darüber beraten, welche Schuldenerleichterungen Athen zugestanden werden. Der Schuldenberg des Krisenlandes erreicht laut einer aktuellen Vorhersage der EU-Kommission im kommenden Jahr 199,7 Prozent der Wirtschaftsleistung - erlaubt sind höchstens 60 Prozent. Im Gespräch sind unter anderem längere Kreditlaufzeiten; einen Schuldenschnitt soll es nicht geben.

Im kommenden Jahr wird sich auch zeigen, ob der Internationale Währungsfonds (IWF) bei dem dritten Hilfsprogramm mitzieht. Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hatte sich unlängst gegenüber der britischen Tageszeitung "Financial Times" dafür ausgesprochen, die Hilfsaktion in europäischer Hand zu lassen. Der IWF hat seinen Sitz in Washington./cb/DP/edh

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Griechenland: Tsipras will Auflagen erfüllen
03.01.2016 18:00

(Ausführliche Fassung)

ATHEN (awp international) - Griechenland wird die Auflagen der internationalen Gläubiger nach Worten von Regierungschef Alexis Tsipras voll und ganz erfüllen. Seine Regierung werde aber keine "unsinnigen Forderungen" akzeptieren, sagte der Ministerpräsident am Sonntag der Athener Zeitung "Realnews". Welche Forderungen das sein könnten, liess er offen. Der griechische Zentralbankchef Ioannis Stournaras warnte, ein neuer Streit mit dem Partnern in der Eurozone würde das Land wieder in eine tiefe Krise stürzen.

Das Athener Parlament muss in den kommenden Wochen mehrere umstrittene Gesetze billigen. Nur wenn das geschieht, wollen die Gläubiger dem pleitebedrohten Land weiter unter die Arme greifen. Dabei geht es um eine umfangreiche Rentenreform sowie zusätzliche Steuern für Landwirte. Tsipras Links-Rechts-Regierungskoalition verfügt nur über eine knappe Mehrheit von 153 der insgesamt 300 Abgeordneten im Parlament.

Der Regierungschef zeigte sich gleichwohl zuversichtlich, dass die Reformen durchgesetzt werden könnten. Die Koalitionsmehrheit sei "absolut solide", sagte Tsipras. Spekulationen über die Bildung einer neuen Mehrparteienregierung bei einem Bröckeln der Parlamentsmehrheit wies er als "Sommernachtsträume" zurück. Mit der Einhaltung des Sparprogramms und die Umsetzung der letzten Reformen werde sein Land 2016 aus der Krise herauskommen.

Notenbankchef Stournaras rief zu einer breiteren Verständigung der politischen Kräfte des Landes auf. "Ein neuer Rückzieher (vom Reformprogramm) ist undenkbar", sagte er der Athener Zeitung "Kathimerini" (Sonntag). Europa sei nun verwundbarer. Es gebe neue "asymmetrische Probleme" wie Terror und Flüchtlingskrise sowie die Volksabstimmung in Grossbritannien über einen Austritt aus der EU. Ein Scheitern des griechischen Rettungsprogramms wäre deshalb "äusserst gefährlich".

Die Mehrheit der Griechen rechnet nicht mit einer Besserung der Wirtschaftslage im neuen Jahr. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kapa Research, die in der Athener Sonntagszeitung "To Vima" veröffentlicht wurde. Danach befürchten 55,1 Prozent der Bürger, dass Situation 2016 schwierig bleibt. Gut 61 Prozent sind der Ansicht, dass im neuen Jahr das Szenario über einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone wieder zur Debatte stehen wird. 60,8 Prozent der Befragten sprechen sich für den Verbleib Griechenlands in der Eurozone aus./tt/DP/stk

(AWP)

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Frankreich: Athen wird Reformzusagen erfüllen

Griechenland wird nach Einschätzung von Frankreichs Finanzminister Michel Sapin die Reformversprechen gegenüber seinen Geldgebern erfüllen.

"Ich bin überzeugt, dass die griechische Regierung ihren Verpflichtungen nachkommen wird", sagte Sapin am Sonntagabend bei einer Pressekonferenz in Paris nach einem Treffen mit Griechenlands Finanzminister Euclid Tsakalotos. Die erste Überprüfung der Reformfortschritte Athens dürfte schnell abgeschlossen werden. Damit könnten dann die Diskussionen über Griechenlands Verschuldung aufgenommen werden. "Je schneller wir über die griechischen Schulden sprechen können, desto besser ist das für alle", ergänzte Sapin.

Griechenlands europäische Gläubiger werden nach Angaben von Insidern vermutlich ab dem 18. Januar mit der ersten Überprüfung des Hellas-Reformprogramms beginnen. Der Vorgang solle dann im Februar abgeschlossen werden, hatten am Freitag Vertreter der Euro-Zone gesagt. Anfang Dezember war in EU-Kreisen von einem ähnlichen Zeitraum die Rede gewesen. Der Abschluss der Revision ist für Griechenland wichtig, weil sich daran Diskussionen über etwaige Schuldenerleichterungen anschließen sollen.

(Reuters)

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Griechenland besorgt sich kurzfristig frisches Geld
13.01.2016 12:28

ATHEN (awp international) - Athen hat sich kurzfristig frisches Geld am Kapitalmarkt besorgt, um am Freitag auslaufende Staatsanleihen im Wert von einer Milliarde Euro ablösen zu können. Wie die Schuldenagentur PDMA mitteilte, konnten am Mittwoch knapp 813 Milliarden Euro für 13 Wochen in Form kurzlaufender Staatspapiere aufgenommen werden. Das restliche Geld soll an diesem Donnerstag in die Staatskasse fliessen.

Dann dürfte Athen wie üblich im Rahmen eines gesonderten Verfahrens zusätzliche Wertpapiere in Höhe von 187 Millionen Euro versteigern, berichtete die griechische Finanzpresse. Das Zinsniveau der Papiere lag am Mittwoch - wie bei einer vergleichbaren Auktion im Vormonat - bei 2,7 Prozent./tt/DP/stb

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Lagarde erhöht Druck auf Griechenland

Der Internationale Währungsfonds (IWF) lehnt eine Beteiligung am dritten Hilfspaket für Griechenland nach jetzigem Stand weiter ab und fordert von Athen "signifikante Wirtschaftsreformen".

Die ökonomische Leistungsfähigkeit des Landes müsse sich verbessern und die Gesamtschuldenlast nachhaltig sein, verlangte IWF-Chefin Christine Lagarde im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" (Freitag). Diese Voraussetzungen seien "bisher nicht gegeben". Die begonnene Rentenreform sei zwar zu begrüssen, ihr Ergebnis aber noch nicht abzusehen.

Der Währungsfonds sehe "einen politischen Prozess in Athen, aber wir wissen nicht, wie lange er dauert. Vielleicht bis ins zweite Vierteljahr 2016", sagte Lagarde der Zeitung. Vorerst gilt deshalb laut der Französin weiter: "Wir schauen weiter hin, wir beobachten, wir machen unsere Anmerkungen."

Die in Griechenland höchst umstrittene Rentenreform ist Herzstück der baldigen Überprüfung des Rettungsprogramms in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro durch die europäischen Geldgeber. Der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos hatte den Willen zur weiteren Zusammenarbeit mit dem IWF bei der Umsetzung des Hilfsprogramms bekräftigt. "Die Beteiligung des IWF ist verabredet. Zu dieser Verpflichtung stehen wir", sagte er dem "Handelsblatt" (Freitag).

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Die Griechen kommen wieder an Geld

Die Griechen sollen bald wieder mehr Bargeld von ihren Konten abheben können.

Das Finanzministerium in Athen plane eine Lockerung der Kontrollen und eine Erhöhung des wöchentlichen Betrags auf 500 Euro, berichtet der griechische Fernsehsender Skai am Freitag. Seit Juni 2015 können die Bürger pro Woche lediglich 420 Euro Bargeld vom Automaten oder der Bank holen. Diese sogenannten Kapitalverkehrskontrollen waren damals während der Diskussion um den Grexit (den Austritt Griechenlands aus dem Euro) eingeführt worden, um einen Run auf die Banken und damit deren Kollaps zu verhindern.

Griechische Banken fordern ausserdem, dass die Kunden Beträge ansammeln können und beispielsweise eine Woche lang gar nichts, in der folgenden Woche dafür aber den doppelten Betrag abheben dürfen.

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Griechenland weiter mit höchster Schuldenlast in Europa
22.01.2016 11:18

LUXEMBURG (awp international) - Griechenland hat die höchste Schuldenlast in der Europäischen Union. Am Ende des dritten Quartals 2015 lag die öffentliche Verschuldung bei 171 Prozent, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte. Das ist zwar ein Anstieg gegenüber dem Vorquartal (168,9 Prozent), bedeutet aber einen Rückgang um 6,6 Prozentpunkte gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres. Den grössten Teil machten mit 134,9 Prozent der Wirtschaftsleistung Kredite aus.

Die europäischen Vorgaben, wonach EU-Staaten ihre Schulden auf 60 Prozent der Wirtschaftsleistung begrenzen sollen, hat Griechenland damit weit verfehlt. Insgesamt beliefen sich die griechischen Schulden im dritten Vierteljahr 2015 auf 301,9 Milliarden Euro. Das hoch verschuldete Land hat seit 2010 drei milliardenschwere internationale Rettungspakete erhalten.

Die zweithöchste Staatsverschuldung in der EU hatte Italien mit 134,6 Prozent der Wirtschaftsleistung, gefolgt von Portugal mit 130,5 Prozent. Die niedrigsten Quoten meldeten Estland (9,8 Prozent), Luxemburg (21,3 Prozent) und Bulgarien (26,9 Prozent). Deutschland lag bei 71,9 Prozent./hrz/DP/she

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ESM-Chef: Kein Schuldenschnitt für Griechenland
26.01.2016 08:38

TOKIO (awp international) - Bei der Bewältigung der Schuldenkrise in Griechenland wird es keinen Schuldenschnitt geben. Das bekräftigte der Chef des Euro-Rettungsschirms ESM, Klaus Regling, am Dienstag in Tokio. Die Überprüfung der griechischen Reformvorhaben - darunter die Rentenreform - durch die Geldgeber werde zwei Monate in Anspruch nehmen. Sie ist eine Bedingung für weitere Schuldenerleichterungen. Gegen die Kürzungspolitik gibt es in Griechenland immer wieder Streiks und Proteste.

"Es gibt auch eine Einigung, dass es keine Schuldenschnitte geben wird", sagte Regling. Denkbare Optionen seien eine Verlängerung der Schuldenlaufzeiten oder ein Zinsaufschub. Regling führte in Tokio Gespräche mit institutionellen Investoren. Man arbeite daran, künftig Anleihen nicht mehr nur in Euro aufzulegen, sondern auch in anderen Währungen. Dies könne womöglich 2017 geschehen, sagte Regling./ln/DP/stk

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Streiks gegen Rentenreform in Griechenland weiten sich aus
28.01.2016 08:47

ATHEN (awp international) - Aus Protest gegen ein neues Rentenreformgesetz und neue Steuern sind am Donnerstag zum zweiten Tag in Folge keine Fähren aus Piräus und den meisten anderen Häfen des Landes ausgelaufen. Dies teilte die Gewerkschaft der Seeleute mit. Die Rentenkürzungen sind eine Bedingung der Gläubiger Griechenlands für Finanzhilfen.

Den Protesten schlossen sich am Donnerstagmorgen auch die griechischen Journalisten an. Aus diesem Grund gab es im Radio und Fernsehen keine Nachrichtensendungen. Dieser Streik sollte am Freitagmorgen um 06.00 Uhr Ortszeit (05.00 MEZ) enden.

Auch Landwirte setzten ihre seit gut einer Woche andauernden Proteste fort. An mehreren Stellen wollten sie vorübergehend wichtige Strassenverbindungen und Grenzübergänge mit ihren Treckern sperren. Rechtsanwälte und Notare legten bis Freitag die Arbeit nieder. Am 4. Februar sind umfangreiche Streiks angesagt, die die Gewerkschaften "Generalstreik" nennen.

Die Rentenreform sieht im Durchschnitt Kürzungen von 15 Prozent für alle Menschen vor, die in Rente gehen werden. Zudem sollen die Rentenbeiträge erheblich angehoben werden. Regierungschef Alexis Tsipras hat wiederholt gewarnt: Das Rentensystem könnte ohne diese Reform bald zusammenbrechen./tt/DP/stk

(AWP)

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