GRUNDEINKOMMEN...WERTSCHÄTZUNG DER EXISTENZ

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02.06.2010 04:07
#1
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GRUNDEINKOMMEN...WERTSCHÄTZUNG DER EXISTENZ

In der Schweiz leben rund 8Mio Schweizer. 20% (1.6Mio) sind zwischen 0 und 20 Jahren und fallen als Bezüger einer Grundrente weg, da diese erst ab 18 oder 20 (Entscheid Souverän) ausgerichtet wird. Macht noch 6.5Mio potentielle Grundrentenempfänger. Hiervon sind rund 80% im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 64, also rund 5.2 Mio. Die restlichen 1.2Mio sind Rentner zwischen 65<~ und erhalten de facto bereits eine Grundrente, heute einfach als AHV bezeichnet.

Die gesamten Sozialversicherungskosten von AHV, IV, ALV, EO, Familienausgleichskasse sowie die Sozialhilfe, DIE MAN BEI EINER GRUNDRENTE JA EINSPAREN WÜRDE, machen pro Jahr in der Schweiz rund 75Mrd.

http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/13/00/key.html

Wenn man nun davon ausgeht, dass rund 20% der erwerbsfähigen Personen (5.2Mio), also rund 1.4Mio aus dem Erwerbsleben aussteigen und sich für die Grundrente entscheiden würden (darunter fallen natürlich auch alle, die bereits heute IV, ALV, EO etc. beziehen), kämen total 2.6Mio Grundrentenbezüger zusammen. Bei einer Grundrente von CHF 36'000.- pro Jahr, würde dies rund 95Mrd kosten. Also rund 20Mrd. mehr als jetzt. Das mag als viel erscheinen. Wenn man aber bedenkt, dass damit jede Hausfrau und jeder Hausmann ein gesichertes Einkommen von CHF 3'000.- pro Monat haben....!!

Natürlich kann man mit den Zahlen spielen. Ineressant wäre zu wissen, wieviele Leue effektiv den Bettel hinschmeissen würden. Ich glaube nicht viele, da die meisten gerne Arbeiten. Wer mehr als CHF 3'000.- verdient erhält natürlich keinen Rappen Grundrente. Ist auch ok so. Er kann jederzeit zur Grundrente wechseln, muss dann halt auf vieles verzichten. In einem solchen System würde Arbeit wieder GESCHÄTZT und der engagierte Mitarbeiter nicht wie Inventar behandelt sondern er würde UMWORBEN, weil es eben nicht mehr so viele auf dem MARKT gibt....und ntaürlich wären die Löhne viel höher, weil auch die Produktivität markant zunehmen würde, denn die engagierten und willigen Angestellten sind nun mal produktiver als frustrierte und nur noch auf die Pension wartende Angestellte.

Wenn man noch die Krankheitskosten durch Burn out, Frustration etc. aufrechnet, kommen wir wohl schon bald an die 95Mrd ran.

Wenn man nun noch die Happyness/Zufriedenheit sowie die SOZIALE SICHERHEIT aufrechnet, die in einem solchen System nun wohl unbestritten steigen würde - was jedoch zugegebenermassen nur schwer in CHF zu quantifizieren ist - würden wir die 95Mrd wohl erreichen.

Auf das BSP und die Geldmänge (Inflation) hätte dieser Digma-Wechsel keinen signifikanten Einfluss, da wie gezeigt, nicht wesentlich mehr Geld (wenn überhaupt) ausgegeben wird.

opinions welcome

Shadow

http://www.initiative-grundeinkommen.ch/content/ein/

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05.05.2016 15:54
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Der Sozialstaat, wie er sich dieses Jahrhundert im sozialdekadenten Europa manifestiert, gehört abgeschafft, denn er kostet mehr als er nützt. Mit den über Jahrzehnte in den Sozialwahn eingezahlten Geldern ginge es uns wie den Fürsten. Mit diesem Sozialmoloch finanzieren wir Parasiten. Bald arbeitet keiner mehr und jeder wird dann nur noch die Hand hinhalten. Nur eine Frage der Zeit, Genossen. Und dann kommt die Geldentwertung und die Armut. Das nur so nebenbei für die, die es zu keinem naturwissenschaftlichen oder juristisch- ökonomischen Studium gebracht haben und Soziologie oder andere "wertvolle" Fachrichtungen haben studieren müssen. 

05.05.2016 14:19
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16.03.2016 15:11
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Was kostet das Grundeinkommen?

2500 Franken pro Monat – so hoch konnte ein bedingungsloses Grundeinkommen bemessen werden. Die Einschätzungen darüber, wie es zu finanzieren wäre, gehen auseinander.

Wie viel würde die Ausrichtung eines bedingungslosen Grundeinkommens an die Bevölkerung kosten?

«Bundesrat gibt zu: Das bedingungslose Grundeinkommen kostet 25, nicht 153 Milliarden Franken» titelte gestern das Onlineportal Watson. Eine am Freitag vom Bund ins Internet gestellte Rechnung würde neu von Kosten von 25, und nicht mehr von 153 Milliarden Franken sprechen.

Die Zahl von 25 Milliarden Franken ist allerdings nicht neu, sie findet sich schon in der im Sommer 2014 verabschiedeten Botschaft des Bundesrats zur Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen. So gross ist nach Ansicht des Bundesrats der Betrag, der nach der Abschöpfung der Erwerbseinkommen (128 Milliarden Franken) und nach der Umlagerung von Sozialleistungen (50 Milliarden Franken) noch ungedeckt wäre.

Steuern oder nicht?

Leicht geändert hat sich hingegen die Rhetorik: In der Botschaft rechnete der Bundesrat die 128 Milliarden Franken aus der Abschöpfung der Einkommen und der ungedeckten 25 Milliarden Franken zusammen und erklärte, «zusätzliche Steuern von rund 153 Milliarden Franken» müssten erhoben werden. In dem am Freitag aufgeschalteten Dokument fehlt diese Aussage nun.

Einig sind sich Bund und ein Teil der Initianten jedenfalls, dass der grösste Teil des Grundeinkommens über die bestehenden Löhne finanziert würde. Wer also mindestens 2500 Franken pro Monat verdient, würde unter dem Strich kein zusätzliches Einkommen erhalten. Der Bundesrat erwägt in der Botschaft, dass das Geld über die Einkommenssteuer eingezogen werden könnte, um es den Erwerbstätigen danach als Grundeinkommen wieder auszuzahlen. Die Initianten sprechen von einer Abgabe, welche die Arbeitgeber bezahlen könnten, um ihre Löhne gleichzeitig um denselben Betrag zu reduzieren. Im Prinzip könnten die Erwerbstätigen dieses Geld aber auch einfach behalten.

Nur Rechenbeispiele

Bei den genannten Zahlen handelt es sich aber nur um Rechenbeispiele für das Jahr 2012. Der Initiativtext nennt selber keine Beträge. Die Höhe des Grundeinkommens wäre also im Gesetzgebungsprozess auszuhandeln, ebenso wie die Finanzierung. Wie die Äusserung von Ex-Bundesratssprecher und Mitinitiant Oswald Sigg in der «Schweiz am Sonntag» zeigt, haben die Initianten teilweise unterschiedliche Ansichten über die Finanzierung. So möchte Sigg die Einführung des Grundeinkommens mit einer Transaktionssteuer belegen, die jede einzelne Geldzahlung mit einer «Mikrosteuer» belegt. Somit würde insbesondere der teilweise automatisierte Handel mit Finanzprodukten besteuert. Daneben steht eine Erhöhung der Mehrwertsteuer im Vordergrund.

Klarerweise auseinander gehen die Einschätzungen von Initianten und Bund, wie gross jener Finanzierungsanteil wäre, der über die Umlagerung von bestehenden Sozialleistungen sichergestellt werden könnte. Die Initianten sprechen von 70; der Bund von 55 Milliarden Franken.

Entscheidend wird vor allem auch sein, wie sich die Erwerbstätigkeit verändert. Entschliessen sich wegen des bedingungslosen Grundeinkommens mehr Personen gegen eine Erwerbstätigkeit, steigt der Finanzierungsbedarf an. Insofern ist unklar, ob die Idee der Initianten eines «Nullsummenspiels» realistisch ist. Steigen würde der Finanzierungsbedarf zudem auch, wenn die Zahl der Erwerbstätigen aus anderen Gründen sinkt. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

28.01.2016 10:38
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Abstimmungen im Juni

Weit reichende Folgen hätte die Annahme der Initiative «Für ein bedingungsloses Grundeinkommen»: Alle in der Schweiz lebenden Menschen sollen unabhängig von einer Erwerbstätigkeit ein Grundeinkommen erhalten. Zur Höhe äussert sich der Initiativtext nicht. Die Initianten halten für Erwachsene 2500 Franken pro Monat für angemessen und 625 Franken für jedes Kind. Der Bundesrat schätzt die Kosten für das bedingungslose Grundeinkommen auf 208 Milliarden Franken pro Jahr.

http://www.nzz.ch/schweiz/aktuelle-themen/abstimmung-im-juni-volk-entsch...

 

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Benjamin Franklin

18.12.2015 09:22
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Nein zu bedingungslosem Grundeinkommen

Jeder Schweizer soll ohne Bedingungen ein Grundeinkommen vom Staat erhalten. Das Parlament lehnt diese Initiative als «kaum verkraftbar» ab.

Die Initiative will den Zusammenhang von Arbeit und Einkommen aufbrechen: Alle in der Schweiz lebenden Menschen sollen unabhängig von einer Erwerbstätigkeit ein Grundeinkommen erhalten. Zur Höhe äussert sich der Initiativtext nicht. Er bestimmt aber, dass das Einkommen der ganzen Bevölkerung ein menschenwürdiges Dasein und die Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglichen soll.

Grundeinkommen würde 208 Milliarden pro Jahr kosten

Die Initianten halten für Erwachsene 2500 Franken pro Monat für angemessen und 625 Franken für jedes Kind. Der Bundesrat schätzt die Kosten für das bedingungslose Grundeinkommen auf 208 Milliarden Franken pro Jahr. Dafür müssten 153 Milliarden Franken an zusätzlichen Steuern erhoben werden. Rund 55 Milliarden Franken könnten aus den Sozialversicherungen und der Sozialhilfe umgelagert werden.

«Die Initiative fordert etwas, was gesellschaftspolitisch und volkswirtschaftlich kaum zu verkraften wäre», fasste Konrad Graber (CVP/LU) die Haltung der vorberatenden Kommission zusammen. Dieser Auffassung ist auch der Bundesrat. Sozialminister Alain Berset sprach von einem tief greifenden Umbau der Gesellschaft und des Sozialversicherungssystems.

Linke gegen Grundeinkommen

Im Nationalrat hatte sich eine linke Minderheit für das Grundeinkommen stark gemacht. Im Ständerat beantragte niemand Annahme der Initiative. Deren Ziel, allen Menschen ein Dasein in Würde zu ermöglichen, ergebe sich bereits aus der Verfassung, sagte Gewerkschaftsbunds-Präsident Paul Rechsteiner (SP/SG). Seiner Ansicht nach ergibt es keinen Sinn, das bewährte Sozialversicherungssystem durch ein Grundeinkommen zu ersetzen, das erst noch ungenügend sei für ein Leben in Würde.

Clapping  In der Schweiz gelte es sogar für Reiche als unanständig, nicht erwerbstätig zu sein, sagte Anita Fetz (SP/BS). Es lohne sich aber dennoch, über die Vision der Initianten nachzudenken. So werde beispielsweise die Digitalisierung zu massiven Jobverlusten führen. Das Grundeinkommen sei damit nicht in erster Linie eine moralische Frage, sondern eine ökonomische.

Der Ständerat empfahl die Initiative nach kurzer Debatte einstimmig zur Ablehnung. Der Nationalrat hatte sich im Herbst mit 146 zu 14 gegen das Anliegen ausgesprochen. Als nächstes ist die Bevölkerung am Zug.

Greifbare Utopie

Hinter der Initiative steht eine Gruppe von Künstlern, Publizisten und Intellektuellen. Zum Initiativkomitee gehören der Publizist Daniel Straub, der frühere Bundesratssprecher Oswald Sigg oder die Zürcher Rapperin Franziska Schläpfer («Big Zis»). Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Adolf Muschg, der Philosoph Hans Saaner, die Kommunikationsexpertin Beatrice Tschanz oder die Schriftstellerin Ruth Schweikert unterstützen das Anliegen.

Für sie geht es um einen «Kulturimpuls» und die Diskussion um alternative Arbeits- und Lebensmodelle. Die Idee selber ist aber alt. Grundlagen dazu wurden vom mittelalterlichen Autor und Staatsmann Thomas Morus formuliert. Der Ansatz ist jedoch aktueller denn je: 2017 will Finnland Versuche mit einem Grundeinkommen wagen. Dieses hat auch für Liberale einen gewissen Reiz, weil sich damit das bürokratische Sozialversicherungssystem ersetzen liesse.

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Nein-zu-bedingungslosem-Grundeink...

 

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Benjamin Franklin

04.10.2015 18:50
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Dem ist nichts hinzuzufügen Drinks

04.10.2015 18:19
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MarcusFabian hat am 04.10.2015 - 18:04 folgendes geschrieben:

 

Ich formuliere das extra etwas vorsichtig, da ich selbst (Schweizer) ja in gewissem Sinne auch ein Wirtschaftsflüchtling bin. 

 

 

Wir arbeiteten und lebten auch mit einer bestimmten Regelmässigkeit im Ausland. Habe absolut kein Problem mit gar keinen Menschen, egal welcher Hautfarbe, egal wo sie herkommen und egal wo sie momentan leben. Hauptsache sie arbeiten ihren Fähigkeiten gemäss, halten die Gesetze des betreffenden Landes ein und leisten so ihren Beitrag an die Menschheit. Bei Nichtarbeitenden - die arbeiten könnten - und bei Kriminellen würde ich rigoros durchgreifen. Zum Schutze derer, die arbeiten und die Gesetze einhalten. 

04.10.2015 18:04
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Goldbuggy hat am 04.10.2015 - 17:50 folgendes geschrieben:

Diese "Flüchtlinge" sind ja zum allergrössten Teil aus wirtschaftlichen Gründen in Europa und nicht weil sie an Leib und Leben bedroht sind.

Meine ich auch. Wir sind ja keine Unmenschen. Niemand sieht es emotionslos, wenn ein 3-jähriges Kind an einem Strand am Mittelmeer ertrinkt.

Wir müssen halt eine klar Abgrenzung schaffen: "Wer ist ein Wirtschaftsflüchtling und wer braucht humanitäre Hilfe, weil er an Leib und Leben bedroht ist?" Diese Abgrenzung müssen wir (also der Staat) von Anfang an klarstellen und auch so kommunizieren.

Dass Menschen, die humanitäre Hilfe brauchen, diese auch bekommen, ist sicherlich unbestritten.

Was nicht so klar ist: Was ist mit den Wirtschaftsflüchtlingen? Da gibt es ja auch unterschiedliche Arten. Von Ungelernten, die nicht einmal englisch sprechen bis zum ausgebildeten Arzt. Sollen wir hier eine Abgrenzung treffen im Sinn: "Den können wir brauchen, der bleibt da und den können wir nicht brauchen, der muss wieder gehen?" Ich meine: Ja.

Das bedeutet andererseits aber auch, dass wir den Flüchtlingen sehr schnell Gelegenheit geben, zu arbeiten. Derzeit ist das nicht so. Die müssen oft Jahre auf eine Arbeitserlaubnis warten. Und da ergibt sich natürlich einerseits schnell Frust bei den Flüchtlingen, weil sie nichts zu tun haben und andererseits auch Frust bei den Bürgern der Gemeinde, weil sie die Flüchtlinge ohne Gegenleistung durchfüttern müssen.

Ich formuliere das extra etwas vorsichtig, da ich selbst (Schweizer) ja in gewissem Sinne auch ein Wirtschaftsflüchtling bin. Schliesslich arbeite und lebe ich seit einem halben Jahr in Dänemark, weil ich als Software-Ingenieur hier Projekte und Möglichkeiten habe, die ich der Schweiz nicht hatte. Entsprechend muss ich natürlich vorsichtig argumentieren.

Andererseits aber leiste ich hier wertvolle Arbeit und bringe dem dänischen Volk indirekt eine hohe Wertschöpfung. Somit kann ich mit mir im Reinen sein.

 

 

04.10.2015 17:50
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Diese "Flüchtlinge" sind ja zum allergrössten Teil aus wirtschaftlichen Gründen in Europa und nicht weil sie an Leib und Leben bedroht sind. Also würde ich sie auch knallhart der Wirtschaft aussetzen und ihnen keinen Rappen geben bevor sie in der Schweiz ein paar Jahre abverdient und einbezahlt haben. Und sollten sie aufgrund mangelnder Fachkenntnisse in der Schweiz keinen Job finden, der ihnen den Lebensunterhalt ermöglicht, sollen sie wieder ihre Köfferchen packen und in ein solches Land ziehen, wo sie sich mit Arbeit ernähren können. Für unsereins funktioniert es ja auch so. Wir ziehen auch nur in ein solches Ausland, wo wir uns mit Arbeitsleistung ernähren können. 

04.10.2015 16:26
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Goldbuggy hat am 04.10.2015 - 15:35 folgendes geschrieben:

jedoch soll die Organisation der Sozialsolidarität bereits in kleinen Gremien anfangen und auch enden - Familie, Gemeinde - dort kann die Lage jedes Einzelnen viel besser und lösungsorientierter beurteilt werden,

Sehe ich genau so.

Bei den Flüchtlingen ist es ja dasselbe. Wenn die Gemeinde Oberwil-Lieli (2200 Einwohner) sich weigert, die ihr zugeteilte Quote von 8 Flüchtlingen (2 Familien) aufzunehmen und sich aus der Affäre kauft, ist das meiner Meinung nach falsch. Die zwei Flüchtlingsfamilien könnten in dieser Gemeinde durchaus sehr schnell integriert werden.
Was nun passiert ist, dass diese Flüchtlinge in andere Gemeinden kommen. Vermutlich - wenn das Beispiel von Oberwil-Lieli Schule macht - in ärmere Gemeinden, die selbst Probleme haben und sich aus der Verpflichtung nicht rauskaufen können.
Das Ergebnis sind dann Massenunterkünfte von Flüchtlingen mit den leider all zu bekannten Folgeproblemen.

Deshalb plädiere ich dafür, dass Flüchtlinge möglichst gleichmässig verteilt werden. Damit wird die Integration vereinfacht, eine Ghettoisierung vermieden und die Kriminalität sinkt.

 

 

Und ja, würde jemand kriminell, aus welchen Gründen auch immer, hätte ich kein Problem damit diesen einzusperren und ihn seine Schäden abarbeiten lassen, und zwar bis auf den letzten Rappen. 

... bevor man die Kriminellen dann ausweist! Einverstanden Drinks

04.10.2015 15:35
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MarcusFabian hat am 04.10.2015 - 15:26 folgendes geschrieben:

 

Das Problem ist aber - und da bin ich wieder bei Dir - dass es viel zu viele Sozialschmarotzer gibt, die dieses an sich sinnvolle Sozialnetz schamlos ausnützen.
Beziehungsweise, dass der Staat nicht genügend Eier in der Hose hat, diesen Sozialschmarotzern die Leistung zu streichen. Dass unsere Gesellschaft es also offenbar den Parasiten *zu* einfach macht, sich auf Kosten der anderen zu bereichern.

 

Ganz genau. Solidarität ja, dort wo es wirklich notwendig ist, jedoch soll die Organisation der Sozialsolidarität bereits in kleinen Gremien anfangen und auch enden - Familie, Gemeinde - dort kann die Lage jedes Einzelnen viel besser und lösungsorientierter beurteilt werden, damit eben das Schmarotzern minimiert werden kann. Also - manchmal ist weniger einfach mehr. 

 

Und ja, würde jemand kriminell, aus welchen Gründen auch immer, hätte ich kein Problem damit diesen einzusperren und ihn seine Schäden abarbeiten lassen, und zwar bis auf den letzten Rappen. 

04.10.2015 15:26
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Goldbuggy hat am 04.10.2015 - 09:40 folgendes geschrieben:

... ein Durchfüttern von Parasiten, die eben nicht arbeiten oder keine Werte schaffen.

Hmm, was ist mit Staatsbeamten? Die arbeiten zwar, generieren aber auch keinerlei Wertschöpfung.

 

Im Gegenteil: Sie belästigen arbeitsame, wertschöfpende Bürger indem Sie ihnen in regelmässiger Bösartigkeit irgendwelche Formulare zum Ausfüllen um die Ohren hauen anstatt ihre eigentliche Aufgabe wahrzunehmen, die da eigentlich lautet: Dem arbeitenden Bürger das Umfeld für sichere und effiziente Arbeit zu schaffen, damit der sich auf die Arbeit konzentrieren kann und sich nicht auch noch um den administrativen Schwachsinn kümmern muss.

Ok, genug böse geschwafelt - sorry. Bin vielleicht etwas zu stark vom Kanton Bern geprägt in dem ich bis vor einem halben Jahr noch gelebt habe. Vielleicht hätte ich eine bessere Meinung von Behörden, wäre hätte ich in einem wirtschaftlich starken Kanton wie Zürich oder Basel gelebt.

 

Goldbuggy hat am 04.10.2015 - 09:40 folgendes geschrieben:

Würden wir die Gelder, die wir in die Krankenkasse oder als Steuern in den Staat hinein pumpen, privat investieren und extreme Situationen selber finanzieren, ginge es uns, die arbeiten und Werte schaffen, fürstlich.

Sofern Du gesund bist und nicht in Schwierigkeiten gerätst, ist das durchaus richtig.

Ich meine aber, dass wir durchaus genügend Menschlichkeit und Solidarität aufbringen müssen, um Menschen, die unverschuldet in Notlage geraten, zu helfen.
Wenn der Dachdecker vom Dach fällt und Frau und 3 Kinder hinterlässt, ist es sicher gerechtfertigt, wenn sich die Gesellschaft um die Witwe und die 3 Kinder kümmert und sie nicht verhungern lässt. Da bist Du sicher auch meiner Meinung.

Das Problem ist aber - und da bin ich wieder bei Dir - dass es viel zu viele Sozialschmarotzer gibt, die dieses an sich sinnvolle Sozialnetz schamlos ausnützen.
Beziehungsweise, dass der Staat nicht genügend Eier in der Hose hat, diesen Sozialschmarotzern die Leistung zu streichen. Dass unsere Gesellschaft es also offenbar den Parasiten *zu* einfach macht, sich auf Kosten der anderen zu bereichern.

 

04.10.2015 12:10
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Das Durchfüttern hat auch seine Vorteile! So wird die Kriminalität in Schranken gehalten, denn wie würden sonst die Massen zu Geld kommen? Mit dem Geld dröhnt sich zudem ein grosser Teil dieser "Parasiten", wie du sie nennst, die Birne mit Alkohol, TV und Drogen zu. So sind sie ruhig gestellt. Hätten wir mehr Aufmüpfige, bräuchten wir mehr Polizei, mehr Gefängnisse und hätten ein viel unruhigeres Land. Die Kosten-Nutzen-Rechnung ist nicht so einfach. Schau dir doch die Situation in LA an. Willst du so etwas für uns hier?

04.10.2015 09:40
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Die Sozialindustrie - unschädlich Sozialstaat genannt - ist nichts anderes als eine Abzocke der Menschen, die arbeiten und Werte schaffen und ein Durchfüttern von Parasiten, die eben nicht arbeiten oder keine Werte schaffen. Würden wir die Gelder, die wir in die Krankenkasse oder als Steuern in den Staat hinein pumpen, privat investieren und extreme Situationen selber finanzieren, ginge es uns, die arbeiten und Werte schaffen, fürstlich. Und die, die per Gesetz an unser Portemonnaie gekettet sind, würden sich ihre paar Sachen packen und dorthin verreisen, wo sie genug Blöde finden, die sie durchfüttern. Aber solange es hier genug solcher Blödiane gibt, bleiben sie ja hier. Warum auch nicht. Den Genossen sei Dank. 

02.10.2015 13:48
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In der Schweiz gilt bereits heute ein Existenzminimum von ca. CHF 3'200.- pro Monat.

Warum hängen sich nicht bereits heute mehr Menschen in die soziale Hängematte und kassieren die 3'200?

Weshalb sollten Menschen, die es bereits heute nicht tun, dann bei einem bedingungslosen Grundeinkommen, das wesentlich tiefer als das Existenzminimum ist, tun?

Das bedingungslose Grundeinkommen hat m.E. keinen Einfluss auf die Arbeitsmoral. Es reduziert lediglich die Abhängigkeit des Büzers von seinem Chef.......und fördert zudem das Unternehmertum....Grundlage unseres Wohlstandes.

Die Finanzierung des bedingungslosen Grundeinkommens sei zu teuer, ist eines der oft gehörten Argumente. Kommt auf die Höhe des bGE an. Bereits heute werden über unser Sozialsystem - im Durchschnitt - CHF 1'200.- pro Monat an jeden lebenden Schweizer (rund 8Mio) ausbezahlt (rund CHF 95 Mrd.).......die Frage ist nicht die Finanzierung, sondern wie man die Gelder umverteilen will. Sollen nur bedingte Gruppen wie Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger, Alte etc. etc. davon profitieren oder Alle in gleichem Mass?

Eine soziale Flat Rate sei unsozial wird moniert. Es gäbe viele Menschen, die wesentlich mehr als das bGE benötigten (Invalide, Kranke, Pflegebedürftige etc.). Das ist korrekt. Selbstverständlich muss das bGE derart bemessen sein, dass für diese Menschen genau die gleichen Leistungen wie heute finanziert werden können. Kommt lediglich auf die Ausgestaltung des bGE an. ....man könnte sich ein bGE vorstellen, das mit dem Erwerbseinkommen schwankt. Es geht nicht um die Machbarkeit bzw. Finanzierung sondern um den politischen Willen......aber soviel Avantgarde wäre von Schällenursli und Geisenpeter auch zuviel erwartet.

jmho

Fine-Tuner

23.09.2015 11:10
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2500 Franken für alle?

Der Nationalrat debattiert erstmals über die Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtet live.

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/2500-franken-fuer-alle/stor...

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

21.09.2015 12:39
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Häni: Ich würde das Gleiche tun – einfach besser.

 

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Benjamin Franklin

21.09.2015 12:36
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Elias hat am 21.09.2015 - 12:29 folgendes geschrieben:

Nächstes Jahr stimmt die Schweiz über ein bedingungsloses Grundeinkommen ab. Sind wir darauf angewiesen, weil uns Roboter bald die Arbeit wegnehmen? Oder weil wir endlich die Künstlerin oder den Wissenschaftler in uns entdecken wollen? Oder weil wir ganz einfach faul sind? In ihrem Buch «Was fehlt, wenn alles da ist?» geben Daniel Häni und Philip Kovce auf diese Fragen überraschende Antworten. Zum Interview erklären sie im Video, was für sie ein menschenwürdiges Leben ist (unten).

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http://www.migrosmagazin.ch/menschen/interview/artikel/trennung-von-arbe...

 

Was werden Sie an Ihrem Leben ändern, sollten wir tatsächlich ein Grundeinkommen haben? 
Kovce: Ich hätte dann dieses Buch nicht geschrieben. 

Dash 1 Dash 1

Ein guter Investor setzt seine klare Strategie konsequent um, behält die Nerven, begrenzt Verluste, korrigiert Fehler rasch, hat Erfahrung, beherrscht das Handwerk, ist gut informiert, stressresistent, emotional stabil, unabhängig und ... geduldig.

21.09.2015 12:29
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«Wir sollten Arbeits- und Freizeit nicht trennen»

Nächstes Jahr stimmt die Schweiz über ein bedingungsloses Grundeinkommen ab. Sind wir darauf angewiesen, weil uns Roboter bald die Arbeit wegnehmen? Oder weil wir endlich die Künstlerin oder den Wissenschaftler in uns entdecken wollen? Oder weil wir ganz einfach faul sind? In ihrem Buch «Was fehlt, wenn alles da ist?» geben Daniel Häni und Philip Kovce auf diese Fragen überraschende Antworten. Zum Interview erklären sie im Video, was für sie ein menschenwürdiges Leben ist (unten).

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http://www.migrosmagazin.ch/menschen/interview/artikel/trennung-von-arbe...

 

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Benjamin Franklin

02.05.2015 18:47
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Juso gegen bedingungsloses Grundeinkommen

 

Die Delegierten der Jungsozialistinnen und -sozialisten Schweiz (Juso) haben die Neinparole zur Initiative «für ein bedingungsloses Grundeinkommen» gefasst. Der Mutterpartei SP wollen sie mit einem Papier bei der Überwindung des Kapitalismus Beine machen.

Der 5-Punkte-Plan zuhanden der SP Schweiz verlangt von der Mutterpartei, das im Lausanner Parteiprogramm 2010 festgelegte Ziel der Überwindung des Kapitalismus «endlich zu konkretisieren», teilte die Jungpartei in einem Communiqué mit. Die SP soll die Wirtschaftsdemokratie angehen.

Initiative hätte Sozialabbau zur Folge

Die Grundeinkommen-Initiative stiess bei den JUSO den Angaben zufolge zwar durchaus auf Sympathien. Das vorliegende Volksbegehren sei aber handwerklich schlecht gemacht und würde bei einer Annahme zu Sozialabbau führen.

In der Eröffnungsansprache rief Präsident Fabian Molina zum engagierten Einsatz für die Erbschaftssteuer-Initiative auf. Im weiteren wählten die Delegierten die 20-jährige Muriel Waeger von der Waadtländer Kantonalsektion zur zweiten Vizepräsidentin. Sie komplettiert das Präsidium und ist zusammen mit Hanna Bay von den JUSO Graubünden Stellvertreterin von Molina.

 

http://bazonline.ch/schweiz/standard/Juso-gegen-bedingungsloses-Grundein...

 

Das Diskussionspapier der Juso.. Titel:Das bedingungslose Grundeinkomme aus sozialistischer Perspektive..

http://www.juso.ch/wp-content/uploads/2015/04/BGE_JUSO_Diskussionspapier...

 

Crazy

 

weico

13.12.2014 23:04
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04.12.2014 11:03
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"menschen". Das einzige klein geschriebene Wort ... :roll:

04.12.2014 00:46
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DAS BEDINGUNGSLOSE GRUNDEINKOMMEN ERSETZT ALLE SUBVENTIONEN......AUF EINEN SCHLAG.

ES WERDEN NICHT DIFFUSE LEISTUNGEN (VGL. ZB LANDWIRTSCHAFT) SUBVENTIONIERT, .......SONDERN menschen.

AUSSER REAKTIONÄREM GESCHWAFEL WIE:

".......FÜRS NICHTSTUN NOCH GELD ERHALTEN......DAS GEHT DOCH NICHT .......!"

HABE ICH BIS ZUM HEUTIGEN TAG NOCH KEIN RATIONALES ARGUMENT GEHÖRT ODER GELESEN, DAS MICH ÜBERZEUGEN KÖNNTE NICHT DAFÜR ZU SEIN.

Fine-Tuner

22.09.2014 18:53
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I think that UBI — defined precisely as a periodic transfers of identical fixed dollar amounts to all citizens of the polity — is by far the most probable and politically achievable among policies that might effectively address problems of inequality, socioeconomic fragmentation, and economic stagnation. It is not uniquely good policy. If trust in government competence and probity was stronger than it is in today’s America, there are other policies I can imagine that might be as good or better. But trust in government competence and probity is not strong, and if I am honest, I think the mistrust is merited.

http://www.interfluidity.com/v2/5589.html

Das Ziel der Reform: Die Schweiz soll steuerlich attraktiv bleiben, aber Unternehmen nur noch mit international akzeptierten Mitteln anlocken. Die heutigen kantonalen Steuerprivilegien für Holdings und andere Spezialgesellschaften müssen auf internationalen Druck hin abgeschafft werden.

http://www.blick.ch/news/politik/unternehmenssteuer-reform-so-will-der-b...

also unternehmenssteuern dort kassieren wo wirklich gewinne eingefahren werden, ABER DIE LOHNKOSTEN SENKEN. passt doch!? wer dann nicht mehr arbeitet ist dann immernoch selber schuld, weil er sich die arbeit von einem roboter hat nehmen lassen.

jedenfalls ist dann garantiert, dass ein sicheres haushalts-budget besteht. sozialkosten aus dem "grauen bereich" werden eingespart (jeder ist für sich selbst verantwortlich, keine beschäftigungsmassnahmen zum dumpinglohn), die inflation kann schnell via erhöhung des grundeinkommens gesteuert werden, druckmittel entfallen...

sozialhilfe frisst in biel 80% der steuern

09.09.2014 22:21
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Fine-Tuner hat am 09.09.2014 - 20:49 folgendes geschrieben:

wie wollen wir da wieder raus kommen?...

Gute Frage!

Ich meine, es ist ein zweischneidiges Schwert. Roboter nehmen den Menschen Arbeit ab (oder weg). Das führt einerseits kurzfristig zu Arbeitslosigkeit, langfristig aber dazu, dass sich die Lebensarbeitszeit aller Menschen verringert.

Schliesslich arbeiten wir heute weniger als unsere Urgrossväter vor 100 Jahren. Dank Maschinen und Produktivitätssteigerung. Mit der Zeit verteilt sich also die von Menschen zu erledigende Arbeit.

Wie wir da wieder raus kommen? Meiner Meinung nach wie folgt: Roboter sollen nicht Kostenstellen in einem Unternehmen sein und als Kosten steuerlich abgezogen werden sondern sie sollen wie menschliche Arbeitskräfte Sozialbeiträge bezahlen. Natürlich kann der Roboter diese Beiträge nicht selbst bezahlen, er verdient ja kein Geld, also ist das von seinem Besitzer zu bezahlen.

Wenn wir davon ausgehen, dass Lars Thomsen recht behält und Roboter in etwa 10 Jahren die Intelligenz eines Menschen erreicht haben werden, dürfte es ab dann eine regelrechte Umschichtungswelle von Arbeitsplätzen geben. Von Menschen zu Robotern.

Ich empfinde es als ungerecht, dass Roboter ihren menschlichen Arbeitskollegen gegenüber besser gestellt sind. Sprich: Der Mensch muss von seinem Lohn Lohnsteuer und Sozialabgaben bezahlen, der Roboter nicht.

 

09.09.2014 20:49
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Mir gefällt die Argumentationskette vom user smile....wonach der Produktionsfaktor "Arbeit" eine ganz neue Bedeutung erhalten würde...."Arbeit" würde (wieder) die Wertschätzung erfahren, die sie verdient.

Seit der industriellen Revolution und erst recht mit der Digitalisierung ist die Bedeutung des Produktionsfaktors Arbeit laufend erodiert. Vor allem der Produktionsfaktor "Kapital" in Form von Maschinen (mechanisch, elektronisch) konkurriert den Produktionsfaktor "Arbeit" massiv und hat ihn in vielen Bereichen gänzlich ersetzt.

In gleichem Maas wie das Kapital den Menschen ersetzt hat, sind die Arbeitslosenraten gestiegen...eine absolut plausible Entwicklung....

Dass die Nationalbanken diesen Produktzionsfaktor "Kapital" zusätzlich noch künstlich verbilligen ist ein Zynismus sondergleichen. Sie wollen mit billigem Geld Arbeitsplätze schaffen....erreichen tun sie genau das Gegenteil.....wo immer möglich werden Menschen durch billiges Geld wegrationalisiert.

Diese Substitution wird solange weiter betrieben, als bis die Effektivität aller Produktionsfaktoren wieder ein Gleichgewicht findet.....gemessen am aktuellen Preis des Kapitals (Zins, zZt = ~0) müsste der Mensch heute gratis arbeiten um dem Produktionsfaktor "Kapital" bezüglich Produktivität paroli bieten zu können.....

...was für ein Dilemma....wie wollen wir da wieder raus kommen?.....mit einem bedingungslosen Grundeinkommen könnte man diesen Tendenzen entgegenwirken.

Fine-Tuner

09.09.2014 08:46
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Wozu überhaupt arbeiten, wenn man Geld bekommt.

Pensionäre müssen sich auch erst mal auf die neue Situation einstellen. Der Tag ist lang, wenn man nicht mehr gebraucht wird. Nicht jeder verspürt die Lust, deswegen einen Blog zu eröffnen.

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

08.09.2014 19:59
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Okey, vielleicht ein schlechtes Beispiel. Wie gesagt vielleicht zu gross zerdenkt.

 

Aber bin trotzdem der Meinung. Wenn alle für einfachere arbeiten gleichviel bekommen wie der gelernte Handwerker haben weniger Interesse um überhaupt eine Ausbildung zu machen. Somit fehlen Fachkräfte und auch die Stellen der Fachkräfte verschwinden nicht also müssten die Löhne auch dort steigen.

08.09.2014 14:48
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simi1010 hat am 08.09.2014 - 12:29 folgendes geschrieben:


Jetzt denkt sich der gelernte Handwerker "Wieso soll ich in meinem Job, indem ich viel leiste, weiterarbeiten wen ich doch für einen einfacheren Job einen genausohohen Lohn krieg?"

Du meinst, dass der Handwerker dann Toiletten putzen geht, weil das gleich gut bezahlt wird?

Das halte ich für wenig plausibel.

 

08.09.2014 12:29
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So ich versuch mich hier auch mal einzuschalten.

Ich denke ein Grundeinkommen für jedermann bringt langfristig nichts.

 

Stellen wir uns mal vor jeder hat ein Grundeinkommen X.  Da kenne ich sehr viele die auf einen Job verzichten würden.

Wie schon erwähnt, wer putzt noch Toiletten? Ja klar der Job verschwindet nicht, wird vieleicht dafür besser bezahlt. Klingt ja schon mal gut.

Jetzt denkt sich der gelernte Handwerker "Wieso soll ich in meinem Job, indem ich viel leiste, weiterarbeiten wen ich doch für einen einfacheren Job einen genausohohen Lohn krieg?"

Also wird auch der Lohn des gelernten Handwerkers steigen. Und so weiter.

Dann haben alle einen höheren Lohn "Supper!!". Wer Eins und Eins zusammenzählen kann, merkt jetzt kostet auch alles mehr. Die Inflation steig schneller.

 

Und in ein paar Jahren ist alles beim Alten. Das Grundeinkommen von den ärmsten ist so viel Wert wie heute das Geld welchen sie vielleicht als Sozialhilfe bekommen.

 

Das ist jetzt evt. zu gross zerdenkt und vielleicht kann meiner denkweise nicht jeder folgen. (Habt nachsicht mit mir, bin neu hier:smile:)

Aber so, oder so ähnlich stell ich mir das vor.

Von nichts kommt nichts. Alles andere ist Traumdenken.

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