GRUNDEINKOMMEN...WERTSCHÄTZUNG DER EXISTENZ

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Fine-Tuner
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GRUNDEINKOMMEN...WERTSCHÄTZUNG DER EXISTENZ

In der Schweiz leben rund 8Mio Schweizer. 20% (1.6Mio) sind zwischen 0 und 20 Jahren und fallen als Bezüger einer Grundrente weg, da diese erst ab 18 oder 20 (Entscheid Souverän) ausgerichtet wird. Macht noch 6.5Mio potentielle Grundrentenempfänger. Hiervon sind rund 80% im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 64, also rund 5.2 Mio. Die restlichen 1.2Mio sind Rentner zwischen 65<~ und erhalten de facto bereits eine Grundrente, heute einfach als AHV bezeichnet.

Die gesamten Sozialversicherungskosten von AHV, IV, ALV, EO, Familienausgleichskasse sowie die Sozialhilfe, DIE MAN BEI EINER GRUNDRENTE JA EINSPAREN WÜRDE, machen pro Jahr in der Schweiz rund 75Mrd.

http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/13/00/key.html

Wenn man nun davon ausgeht, dass rund 20% der erwerbsfähigen Personen (5.2Mio), also rund 1.4Mio aus dem Erwerbsleben aussteigen und sich für die Grundrente entscheiden würden (darunter fallen natürlich auch alle, die bereits heute IV, ALV, EO etc. beziehen), kämen total 2.6Mio Grundrentenbezüger zusammen. Bei einer Grundrente von CHF 36'000.- pro Jahr, würde dies rund 95Mrd kosten. Also rund 20Mrd. mehr als jetzt. Das mag als viel erscheinen. Wenn man aber bedenkt, dass damit jede Hausfrau und jeder Hausmann ein gesichertes Einkommen von CHF 3'000.- pro Monat haben....!!

Natürlich kann man mit den Zahlen spielen. Ineressant wäre zu wissen, wieviele Leue effektiv den Bettel hinschmeissen würden. Ich glaube nicht viele, da die meisten gerne Arbeiten. Wer mehr als CHF 3'000.- verdient erhält natürlich keinen Rappen Grundrente. Ist auch ok so. Er kann jederzeit zur Grundrente wechseln, muss dann halt auf vieles verzichten. In einem solchen System würde Arbeit wieder GESCHÄTZT und der engagierte Mitarbeiter nicht wie Inventar behandelt sondern er würde UMWORBEN, weil es eben nicht mehr so viele auf dem MARKT gibt....und ntaürlich wären die Löhne viel höher, weil auch die Produktivität markant zunehmen würde, denn die engagierten und willigen Angestellten sind nun mal produktiver als frustrierte und nur noch auf die Pension wartende Angestellte.

Wenn man noch die Krankheitskosten durch Burn out, Frustration etc. aufrechnet, kommen wir wohl schon bald an die 95Mrd ran.

Wenn man nun noch die Happyness/Zufriedenheit sowie die SOZIALE SICHERHEIT aufrechnet, die in einem solchen System nun wohl unbestritten steigen würde - was jedoch zugegebenermassen nur schwer in CHF zu quantifizieren ist - würden wir die 95Mrd wohl erreichen.

Auf das BSP und die Geldmänge (Inflation) hätte dieser Digma-Wechsel keinen signifikanten Einfluss, da wie gezeigt, nicht wesentlich mehr Geld (wenn überhaupt) ausgegeben wird.

opinions welcome

Shadow

http://www.initiative-grundeinkommen.ch/content/ein/

Schloc
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Würden dann nicht automatisch die Preise sinken, da die Anbieter sich auf diese "niedrig" verdienenden einstellen möchten. Dies würde dann wiederum zu weiteren Menschen führen, welche den bettel hinschmeissen, da die Waren ja billiger sind.

Ich kann mir nicht vorstellen, wie die Schweizer Wirtschaft mit 20% weniger Arbeitskräften auskommen sollte. Dies würde sicher unser BIP usw. beeinflussen und diese Regelung würde eine riesige Zuwanderung aus der ganzen Welt nach sich ziehen. Für Ausländische Firmen würde die Schweiz wohl einiges an Attraktivität verlieren, da die Arbeitskräfte noch teurer würden.

Das ganze höhrt sich natürlich super toll an, ist aber von mir aus gesehen, nicht realistisch.

Gruss

Die Zukunft ist wichtig, die Vergangenheit ist wichtig, das einzige was zählt ist die Gegenwart.

sgrauso
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Geld macht nicht glücklich, besonders wenn es wenig ist....


WWW.Venganza.org


 

Fine-Tuner
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sgrauso wrote:

http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/der_fluch_des_anspruchs_1.58566...

Also der Hummler ist nun wirklich nicht die richtige Referenz für dieses Thema. Der stammt aus einer der reichsten St. Galler Familien und hatte zu Lebzeiten noch nie existenzielle Nöte, der weiss doch gar nicht wie sich das anfühlt, unten durch zu müssen!

Sein reaktionäres Geschwafel über Anspruchsmentalität ist angesichts von Hunderttausenden von Sozialversicherungsbezügern in der Schweiz (IV, ALV, AHV, EO, Sozialhilfe etc.) ein Hohn, ja pure Arroganz. Dieser Schwätzer, der sich ja bereits als Winkelried der Bankiers einen zweifelhaften Ruf erworben hat, möchte dann aber doch nicht auf seine eigene AHV verzichten.

Der lebt doch in einer Golfplatz-Welt und empört sich über den motzenden Pöbel...".dieses undankbare Gesindel....dürfen froh sein, dass ICH ihnen Arbeit gebe."....denkt's und ärgert sich über den Put den er soeben verschlagen hat.

Shadow

weico
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Fine-Tuner wrote:

...aber in unserer kranken Industriegesellschaft werden Menschen, die diesem Prinzip nachleben wollen, als Schmarotzer abgetan anstatt ihnen ein bescheidenes aber anständiges Leben - ohne permanentes Bittstellertum und permanente Stigmatisierung - zu ermöglichen (zB: Grundrente)...aber eben, da ist er wieder, der Schatten.

Fine-Tuner

Es steht diesen Leuten doch nichts im Wege um Ihr bescheidenes Leben,auch ohne Bittstellertum,zu verwirklichen.

Einfach weniger Arbeiten und schon haben Sie Ihr Ziel,ohne Stigmatisierung erreicht. :oops:

weico

Hutch
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Wer ersetzt die Grundrentenempfänger an der Arbeitsstelle?

Die werden einfach aus der EU (Fachkräfte) und aus der 3. Welt (Hilfskräfte) nachgeholt. Nix geschätzte Arbeit.

Kaum da werden die sich dann auch bemühen in den Genuss der Grundrente zu kommen. Uns so werden wir immer mehr.

Bevölkerungszunahme, Druck auf billige Wohnungen, bilden von Grundrentenquartieren.

Das wollen wir nicht.

Solche Dinge sind nicht finanzierbar.

Eine Gesellschaft, die es einer so breiten Schicht erlaubt, unproduktiv zu sein, wird untergehen.

Fine-Tuner
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Re: Wer ersetzt die Grundrentenempfänger an der Arbeitsstell

Hutch wrote:

......

Eine Gesellschaft, die es einer so breiten Schicht erlaubt, unproduktiv zu sein, wird untergehen.

Danke Hutch, für deine Meinung. Über die Finanzierung habe ich mich bereits geäussert und dargestellt, dass dies wohl das geringste Problem wäre, da ja bereits jetzt überall alimentiert wird.

Das mit der Einwanderung finde ich einen korrekten Einwand.

Lösungsansatz: Bürger ist nur wer mind. 21 Jahre Wohnsitz in der Schweiz hat (Schweizer erhalten ja auch erst ab 21 eine Grundrente!!)

Aber warum wird eine solche Gesellschaft untergehen? Das müsstest Du noch genauer begründen.

Und warum "einer so breiten Schicht"?

Denkst Du, dass die meisten den Bettel hinschmeissen würden und auf bescheidenstem Niveau leben möchten?

Sehr gut finde ich die Formulierung: "Eine Gesellschaft, die es ........ erlaubt....". Das trifft den Nagel auf den Kopf.

Fine-Tuner

Elias
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Quote:

"Es kann nur das verteilt werden, was erwirtschaftet wurde", wird treffend argumentiert.

Aus Weico's Link im Geldsysteme-Thread

http://www.detlef-ouart.de/Wirtschaftskrise_und_Geldsystem.htm

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Fine-Tuner
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Elias wrote:

Quote:
"Es kann nur das verteilt werden, was erwirtschaftet wurde", wird treffend argumentiert.

Aus Weico's Link im Geldsysteme-Thread

http://www.detlef-ouart.de/Wirtschaftskrise_und_Geldsystem.htm

Bingo.

In den letzten Jahren hat der Staat mehr ausgegeben als eingenommen (vgl. Schuldenberg).

Ein Systemwechsel wäre daher auch aus finanzpolitischer Sicht sinnvoll.

Fine-Tuner

scaphilo
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Ich finde die Idee grundsätzlich interessant, glaube jedoch auch das sie nicht funktionieren würde. Die Menschen sind zu faul und würden dieses System ausnutzen. Trotzdem finde ich, wäre es ein Versuch wert. 10 Jahre in einer Stadt und schauen was passiert. Man kann bei solchen Ansätze ungmöglich mit Logik vorhersehen was passiert. Da wir jedoch im Begriff sind mit 150km/h frontal in ne Wand zu rasen sind soche Versuche sowieso gestorben. Wir halten vielleicht noch 2-5 Jahre so durch, dann gibts automatisch wieder ein neues System - aber ganz sicher kein bedingungsloses Grundeinkommen.

Fine-Tuner
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Ausnützen heisst, sich einen Vorteil zu Lasten anderer schaffen. Ein solch krankes, auf Misstrauen und Kontrolle basiertes System haben wir ja eben heute.

Bei einem System mit einer ausgeklügelten Grundrente lassen sich keine Vorteile mehr herausholen, da ja jeder die Grundrente beanspruchen kann. Es bringt gar nichts irgendwelche Krämpfli zu machen. Wer auf bescheidenstem Niveau leben möchte muss nicht irgend eine Pseudokrankheit erfinden, die dann nebenbei wieder unser Gesundheitssystem belastet ("Burn out und so").

Das mit der Faulheit der Menschen ist so eine Sache. Natürlich denken wir immer, dass die ANDEREN faul sind. Ein Reflex unserer kranken Leistungsgesellschaft (dem auch ich mich nicht entziehen kann). Fakt ist jedoch, dass diverse sozio-psychologische Untersuchungen gezeigt haben, dass Soziale Kontakte, Wertschätzung und Anerkennung neben den elementaren Grundbedürfnissen wie Essen, Atmen, Trinken etc. zu den absolut wichtigsten Bedürfnissen der Menschen zählen. So genanntes Seelenfutter, ohne das Menschen psychisch verkrüppeln. Und wo holen sie sich das Seelenfutter? Bei der Arbeit! Für über 80% der arbeitenden Bevölkerung ist das der Grund, warum sie jeden Morgen zur Arbeit gehen. Das Geld kommt erst an zweiter oder dritter Stelle.

Aber ok. Eigentlich muss sich gar nichts ändern, denn wenn man genau hinsieht, haben wir heute schon ein Grundrentensystem, einfach nicht eine einzige "Social Flat Pension" sondern aufgeteilt in diverse kleinere "Pensions" (AHV, IV, ALV, EO, FK etc. etc.). Schon heute sind Menschen, die von der Geburt bis zum Sterbebett vom Staat alimentiert werden, keine Seltenheit mehr. Natürlich lässt man dies diese Menschen in einer leistungsorientierten Gesellschaft auch spüren (Randgruppen, Aussetzige, menschliche Ausschussware kurz Loser genannt).

Ohne Gewinner und Verlierer gehts anscheinend einfach nicht. Was für eine infantile Gesellschaft.

Fine-Tuner

scaphilo
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Fine-Tuner wrote:

Ohne Gewinner und Verlierer gehts anscheinend einfach nicht. Was für eine infantile Gesellschaft.

Fine-Tuner

Unglücklicherweise ja :-(. Hormone/Gene sind ein Graus und trotzdem beherrschen sie uns.

rainii
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also ich kann mich (mit meinem nur sehr bescheidenen oekonomischen Wissen) da nur klar hinter die Linie von finetuner stellen, danke noch für den interessanten Thread;

die Idee einer Grundrente, eines Grundeinkommens ist ja wirklich nicht neu und die Argumente dazu finde ich durchdacht und plausibel. Wie so treffend von Dir finetuner, beschrieben: ein tiefes unkompliziertes Grundeinkommen zur Wertschätzung der Existenz, ohne Bittsteller- und Betteltum, ohne Sozialamtgänge, sinnlosen Arbeitslos-Massnahmen, oder noch schlimmer in Deutschland: Menschenverachtende 1Euro Jobs

Vereinfachung und Transparenz, das könnte auch mehrere Milliarden(!) an Kosten sparen, da bin ich überzeugt davon

Natürlich denke ich müsste dieses Grundeinkommen auch wirklich tief angesetzt sein (zuu attraktiv sollte es nicht sein) aus meiner persönlichen Sicht mit den aktuellen Faktoren in der Schweiz vielleicht Fr. 2000 - maximal 2500.- ?

3000.- finde ich fast schon zu hoch angesetzt.

@weico

mit einigen Deinen Kommentaren mit diesen sozialen Aspekten kann ich persönlich teilweise nicht allzu viel anfangen, die sind mir dann doch zu abgeklärt, zu rational, sorry darf ich das schreiben, manchmal auch etwas von oben herab; ich kriege manchmal den Eindruck, Du hast das Gefühl, dass diejenigen welche es nicht schaffen, Karriere zu machen und erfolgreich zu sein oder lapidar ausgedrückt, diejenigen welche arm sind, eine schlechte Ausbildung haben, alle selber schuld sind.

Das glaube ich persönlich nicht. Trotzdem lese ich Deine Kommentare gerne, vorallem aber die finanztechnischen bei denen ich etwas lernen kann.

@mf

mich würde Deine Meinung zu diesem Thread hier auch sehr interessieren (klar kann Dir ja egal sein, ich weiss) trotzdem, was denkst Du über das Thema?

Hutch
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Warum die Gesellschaft so untergehen würde

Ich erwarte bei so einem System eine ungeheure Anziehungskraft auf Einwohner schlechter gestellte Länder.

Viele würden illegal kommen und wie wir wissen, sind überzeugte Einwanderer nicht mehr wegzubekommen.

Die würden die, ev. druch falsche Versprechen von Schlepper geschürte, Hoffnung nicht aufgeben und wahrscheinlich würde es schnell die "Grundrente für Sans Papiers" Bewegung geben.

Ja, ich denke es wäre attraktiv die Grundrente zu beziehen. Wenn ich sehe, wie Bekannte sich arangieren, erwarte ich einen grossen Zuspruch. Die Hemmschwelle daneben schwarz noch was zu machen wäre gross.

Die Menschliche Natur ist kompetitiv. Schliesslich bekommet der Schönste, der Bewunderndste, der Reichste am meisten Mädels ab (der Reichste hat auch die Villa mit Seeanstoss, was für sich schon ein Anreiz ist). Drum ist das streben nach Mehr so stark.

Unser Lebensstandard wurde, nebst Ausbeutung von weniger entwickelten Gesellschaften, auch durch Leistung und Fleiss, Wagemut, Risiko und Einsatz erlangt. Ohne dies gehts nicht.

Da das Pro und Kontra Lager das Regelwerk in der Grundrentengesellschaft beliebig festlegt, kommen bei identischer Ausgangslage halt ein unterschiedliches Resultat heraus.

Für mich eben:

Leben ohne Arbeit möglich -> gehäuftes Niederlegen der Arbeit -> Nachschub von ausserhalb CH -> diskriminierung der Ausländer verboten (ach haben wir kluge Verträge) -> Nachgerutschte Ausländer legen Arbeit auch nieder -> Wohnbevölkerung steigt -> Infrastrukturausgaben steigt-> Steuern steigen -> Arbeit lohnt sich weniger -> vermehrter Ausstieg aus Arbeit -> SP schreit nach "Arbeitersteuer" -> hier kann ich sicher auch eine Frankenentwertung verbraten -> Gold Steigt in Fr. Wink -> Zusammenbruch-> Aufstand

etc.etc.

Für ander mögen andere Regeln gelten:

Leben ohne Arbeit möglich-> Nichtarbeiter verwirklichen sich im nicht komerziellen Sektor -> neue geistige Entwicklung setzt ein -> Beeinflussung der Arbeitenden -> Etablierung einer neuen Ethik -> Verbesserung der Gesellschaft-> Negatives und Krieg verschwindet -> Alle sind gleich -> Alle kriegen alles -> (errinnert Ihr euch an Bagwhan , mein die roten Typen) ....

Gruss

Hutch

Fine-Tuner
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Deine Art zu agrumentieren gefällt mir.

Immerhin schliesst Du nichts aus, was von Weitsicht zeugt. Wie auch immer, ich möchte deine Argumente nicht bewerten oder beurteilen. Sie sind gut und stehen für sich. Deine Konklusion ist differenziert und mit etwas Zynismus gewürzt (Bagwahn lässt grüssen). Guter Text, danke Hutch....gilt übrigens für jedes post das ich hier gelesen habe!

Ich glaube, nach allem was ich gelesen habe, gibts drei Knacknüsse:

1. Wieviele Leute würden den Bettel hinschmeissen und die Grundrente wählen.

2. Ausländer oder WER ist zum Bezug berechtigt?

3. Schwarzarbeit. Würde sie noch Sinn mache? Wie könnte man sie verhindern?

Ich finde das Thema "Grundrente/Grundeinkommen" extrem spannend, weil es einen echten Digmawechsel darstellt...und neue gesellschaftliche und wirtschaftliche Möglichkeiten eröffnet....auf jeden Fall würde das gesellschaftliche Bruttokarma neue Höchststände erreichen...auch ohne Bagwahn.)

Interessant ist übrigens auch zu wissen, dass sich eine Institution schon immer gegen dieses System gewehrt hat: Die Kirche....hättest so nicht gedacht, aber überleg mal warum.

Fine-Tuner

MarcusFabian
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rainii wrote:

@mf

mich würde Deine Meinung zu diesem Thread hier auch sehr interessieren (klar kann Dir ja egal sein, ich weiss) trotzdem, was denkst Du über das Thema?

Das System mit der Grundrente gibt es in den reichen Ölstaaten. Dubai z.B. kann sich sowas leisten, denn die 95% Ausländer finanzieren locker die 5% der Einheimischen. Dort kann jeder, der nicht arbeiten will, ein faules Leben führen. Er hat Anspruch auf ein Haus und ein Auto und kriegt noch umgerechnet Fr. 2500.- Taschengeld.

Wer als Einheimischer arbeiten will, auf den warten hochdotierte Jobs in der Regierung und Verwaltung (ca. Fr. 14'000 / Mt.)

Hierzulande ist das eher undenkbar. Dafür leben - salopp ausgedrückt - zuviele Schweizer in der Schweiz.

Ich finde es viel wichtiger, ein System zu schaffen, wo sich Arbeit wieder lohnt. D.h. Umverteilung der Geldvermögen vom Besitz auf die Arbeit.

MarcusFabian
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Fine-Tuner wrote:

drei Knacknüsse:

1. Wieviele Leute würden den Bettel hinschmeissen und die Grundrente wählen.

2. Ausländer oder WER ist zum Bezug berechtigt?

3. Schwarzarbeit. Würde sie noch Sinn mache? Wie könnte man sie verhindern?

Ich würde mich wohl für 1 oder für eine Kombination aus 1+3 begeistern können:

1: Schweizer Grundrente von - sagen wir Fr. 3000 - und Du lebst in Costa Rica oder Thailand wie ein Fürst.

1+3: Für das Leben in der Schweiz: Grundrente kassieren und schwarz arbeiten Blum 3

rainii
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@Danke MF für deine Einschätzung!

Genau stimmt! Das habe ich noch gar nicht in meine Überlegungen einbezogen, das System existiert ja auch Heute, ich kann mich auch vage an eine TV Doku über Saudi Arabien erinnern in welcher diese Grundsicherung relativ gut beleuchtet wurde;

den Bürgern von Saudi Arabien geht's ja wirklich auch gut damit, sind eigentlich zu beneiden mit der gesicherten Existenz, wird wohl niemand abstreiten

Leider sind die Voraussetzungen nicht ganz die gleichen in unseren Breitengraden und unserem System, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird auch Saudi Arabien in Zukunft nicht um einen Systemwechsel herumkommen vermute ich mal (irgendwann sicher Wink )

rainii
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Re: GRUNDEINKOMMEN...WERTSCHÄTZUNG DER EXISTENZ

Fine-Tuner wrote:

........Bei einer Grundrente von CHF 36'000.- pro Jahr, würde dies rund 95Mrd kosten. Also rund 20Mrd. mehr als jetzt. Das mag als viel erscheinen. Wenn man aber bedenkt, dass damit jede Hausfrau und jeder Hausmann ein gesichertes Einkommen von CHF 3'000.- pro Monat haben....!!

Natürlich kann man mit den Zahlen spielen. Ineressant wäre zu wissen, wieviele Leue effektiv den Bettel hinschmeissen würden. Ich glaube nicht viele, da die meisten gerne Arbeiten.........

Bei einer relativ tiefen Grundrente von CHF 2'400.- bei 2.6Mio Rentner wären die Kosten bereits bei nur 74.88Mrd, dann wären wir also quasi schon im Plus!

Bedenke man dazu noch die möglichen Einsparungen die der Staat bei den Sozialversicherungen machen könnte, das Potenzial wäre GIGANTISCH (müsste natürlich intelligent umgesetzt werden)

Aus meiner Sicht MUSS eine solche Grundrente WIRKLICH TIEF (vielleicht mind. CHF2000 max CHF3000 ? ) angesetzt sein, sie darf nicht attraktiv sein, das würde falsche Zeichen und Anreize aussenden

Die Hauptvorteile eines solchen Systems wäre aus meiner Sicht schlicht die Einfachheit, Effizienz, Transparenz und somit ein enormer Kostenvorteil gegenüber dem Heutigen föderalistischen und mehrsäuligen System. Weniger aus sozialen Argumenten, da bin ich auch skeptisch, Sozialismus hat bisher auch nicht wirklich gut funktioniert.

Bei unseren stätig steigenden Sozialkosten und Haushaltsproblemen müssten solche Varianten einfach intensiver diskutiert werden meiner Meinung nach.

Nun kommt mir der Vergleich mit unserem Krankenversicherungssystem in den Sinn. Hier ist es doch ähnlich mit der Disskusion Einheitskasse. Ich bin da kein Experte, aber das geht doch in die gleiche Richtung, eine Einheitskasse wäre auch einfacher, effizienter, transparenter und somit könnte unser Krankenversicherungssystem massiv günstiger werden oder nicht?

Gerade weil wir so eine komplexe Gesellschaft geworden sind, hätten solche auf Einfachheit tendierenden Systemwechsel extrem mehr Vor- als Nachteile; die Umsetzung wird wohl in unserem politischen System nicht möglich sein, oder doch?

Fine-Tuner, wärst Du für eine wirklich tiefe Grundrente oder eine "komfortable"? (Basis CHF 3000 find ich schon zu hoch)

Fine-Tuner wrote:

Interessant ist übrigens auch zu wissen, dass sich eine Institution schon immer gegen dieses System gewehrt hat: Die Kirche....hättest so nicht gedacht, aber überleg mal warum.

Fine-Tuner

Auf Deine Antwort betreffend Kirche bin ich auch gespannt, da kann ich so frei vom Kopf weg keine allzu grossen Verbindungen herstellen... oder geht's um Macht? hmm...

Hutch
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Kirche

So wie ich die Predigten im Hinterkopf hab wartet das Paradies erst nach meinem Tod auf mich. Während meines Lebens hab ich gefälligst im Schweisse meines Angesichts für meinen Unterhalt zu sorgen und mir die Erde untertan zu machen. Nix mit sozialer Hängematte. Die Meisten, so auch ich , finden in der Not zu Gott. (und nicht leicht beduselt vom Caipi in der Hängematte.

@RPH für 2* 3000 häng ich mich auch in die Matte

und schreib mehr im Forum, ich würd ev. sogar Vielweiberei betreiben und 4*3000 anstreben.

Also mit mir im System gehts nicht auf.

MarcusFabian
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Re: Kirche

Ramschpapierhaendler wrote:

wo nur fänden wir so viele Frauen, die sich mit 3'000 pro Kopf und Monat zufrieden geben? Wink

Thailand, Phillippinen, Ukraine, Costa Rica ... you name it!

Psytrance24
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GRUNDEINKOMMEN...WERTSCHÄTZUNG DER EXISTENZ

Ramschpapierhaendler wrote:

Ich dachte eher an langbeinige Blondinen, an denen ich auch mal meinen bescheidenen Intellekt schärfen kann.

einfach köstlich geschrieben Wink

Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen.

A. Schopenhauer



Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen.

PowerDau
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Ramschpapierhaendler wrote:

Meine Frau hat übrigens kürzlich gefragt: "Warum kaufst du eigentlich immer nur so wenig Gold?"

(meine Frau hat sich bisher noch nie mit solchen Fragen auseinandergesetzt...)

Soviel zum Intellekt meiner Blondine. Wink

I Love Ramschi Lol

Fine-Tuner
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GRUNDEINKOMMEN...WERTSCHÄTZUNG DER EXISTENZ

für 2* 3000 häng ich mich auch in die Matte und schreib mehr im Forum, ich würd ev. sogar Vielweiberei betreiben und 4*3000 anstreben.

__________________________________________________________________________________________________________

Wow, du musst echt zwei mächtige cojones haben....aber sei vorsichtig, Hutch, die Schweizer Frauen (was es ja sein müssen!!!...), sind aufgrund des Grundeinkommens UNABHÄNGIG und können Dir, wenn Du nicht mehr kannst, ganz mächtig in deine zwei - dann nicht mehr so mächtigen - cojones treten...dann bist Du zwar alt und wieder alleine ...aber Du hast ja noch das Grundeinkommen.

Bei 3'000.- Grundrente kann ich euch genau sagen, was meine Frau und ich tun würden: wir würden uns scheiden lassen, beide die Grundrente beantragen und aufhören zu arbeiten. Stimmt zwar nicht ganz: wir würden etwas anderes tun, das heute keinen oder zu wenig Lohn abwirft (soziale Arbeit, "Kunst", etc.).

__________________________________________________________________________________________________________

Genau das würdest Du nicht tun! Ich sage Dir was Du tun würdest: du würdest wie jeden Tag am Morgen aufstehen um zur Arbeit zu gehen. Du würdest dich in deinem Job einbringen und tun was du gerne tust und auch gut kannst (...und ich gehe davon aus, dass Du das jetzt schon machst). Du willst Dich, wie alle Menschen, verwirklichen und das nicht als Nez-Rouge Fahrer oder Demententaxichauffeur sondern als anerkannter Kollege in einem tollen Team....ausser Du warst schon immer Nez Rouge Fahrer oder Demententaxichaffeur. Aber weisst Du was? Du würdest dies alles nicht in gebückter Bücklingsstellung mit brauner Zunge tun, sondern als selbstbewusster Mensch, der es nicht nötig hat, sich wieder einmal von seinem Chef übergehen zu lassen, sich von lieben Kollegen mobben zu lassen oder Betriebsrisiken aus Furcht vor Sanktionen (Entlassung) einfach zu ignorieren. Whistleblowing is doch ein Witz, wenn man nachher mit grosser Wahrscheinlichkeit ruiniert ist. Ein Grundrente ist nicht nur effektiver sondern fördert auch die Zivilcourage und das Selbstbewusstsein der Menschen. Aber wahrscheinlich ist dies - zumindest von gewissen Kreisen - gar nicht gewollt.

Bei diesem Betrag gäbe es sicher viele "Faule", .......

__________________________________________________________________________________________________________

Das ist ein Reflexgedanke. Er ist aber so nicht korrekt. Die Anzahl ALIMENTIERTER MENSCHEN würde sich nicht gross verändern. Vgl. auch oben.

Bei einem sehr kleinen Betrag würde mich stören, dass z.B. jemand im Rollstuhl, der keine Arbeit findet, gleichviel bekommt wie jemand, der gar nicht arbeiten möchte.

__________________________________________________________________________________________________________

Warum stört dich das? Beide sind meines Erachtens gleichviel Wert. Der eine kann doch nichts dafür, dass er noch gehen kann. Die Grundrente ist nicht so zynisch und unterteilt Menschen nicht in Halb-, Teil- und Vollinvalide. Die Pflege wäre übrigens auch viel einfacher, weil zB eine Mutter mit zwei Grundrenten - zwar sehr bescheiden - aber doch ohne Not und Betteltum den Invaliden Sohn/Tochter anständig pflegen könnte.

Auf Deine Antwort betreffend Kirche bin ich auch gespannt, da kann ich so frei vom Kopf weg keine allzu grossen Verbindungen herstellen... oder geht's um Macht? hmm...[/i]

__________________________________________________________________________________________________________

Hutch triffts auf den Punkt:

So wie ich die Predigten im Hinterkopf hab wartet das Paradies erst nach meinem Tod auf mich.

Oder kurz: Ohne Loser keine Kirche (bitte nicht verwechseln mit Gläubigen..(auch nicht mit Gläubigern zu verwechseln)). Die Macht der Kirche korreliert positiv mit der Not der Menschen (lässt sich leicht mit den Kirchenaustritten der letzten 100 Jahre, in denen der Wohlstand stetig stieg, nachweisen)....oder v.v. je besser es den Menschen geht, umso weniger Grund zu beten. Und jetzt noch eine viel gemeinere Frage: Warum wohl versucht die Kirche Frauen , das so genannte "schwache" Geschlecht, zu diskriminieren und dauernd tief zu halten (Lösungshinweis: Es geht um Hormone, Hierarchien, Druck, Brot und Spiele)?

Übrigens: Die 3'000 sollten nicht als Killerargumentarium verwendet werden. Habe diese Grösse mal einfach so in die Runde geworfen. Fände ich unfair, denn wir wissen alle, dass diese Grösse letztlich vom Volk ausgemarcht werden müsste. Das wäre dann, eine entscheidende volkswirtschaftliche Grösse, über deren Höhe und Ausgestaltung das Referendum möglich wäre...so halt wie bei Umwandlungssatz und/oder AHV...selbstverständlich wäre dies auch eine politische Grösse...aber das haben wir ja alles jetzt schon, einfach um ein vielfaches mehr...für jedes Sozial-Kässeli separat.

Fine-Tuner

sgrauso
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Ramschpapierhaendler wrote:

Bei einem sehr kleinen Betrag würde mich stören, dass z.B. jemand im Rollstuhl, der keine Arbeit findet, gleichviel bekommt wie jemand, der gar nicht arbeiten möchte. Führt man dann wieder IV-Rente ein, macht die Grundrente ja gar keinen Sinn mehr.

Lassen wir wie es im Moment ist! wer Invalid ist bekommt IV und wer nicht arbeiten will bildet sich was ein und bekommt auch IV, ist ja zum volkssport geworden!

 


 


 


Geld macht nicht glücklich, besonders wenn es wenig ist....


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Schloc
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In Fine-Tuners Theorie würde dein Lohn ja dann auch steigen, da die Arbeti ja mehr Wertschätzung usw. erhält. oder?

Die Zukunft ist wichtig, die Vergangenheit ist wichtig, das einzige was zählt ist die Gegenwart.

Ziegenfreund
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Ramschpapierhaendler wrote:

(Nebenbei: 2 x Grundrente entspräche etwa meinem jetztigen Lohn. Ich finde das nicht sooo bescheiden. Wink )

Mit oder ohne Boni? Lol

Spare in der Zeit, so hast Du in der Not

Ziegenfreund
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Ramschpapierhaendler wrote:

Ziegenfreund wrote:
Mit oder ohne Boni? Lol

Boni sehen bei Architekten so aus:

Honorar:

200'000

Bonus für einen 2-wöchigen Spezialeinsatz mit einer genialen Lösung, die dem Bauherrn 100'000 spart:

-20'000

Ist so.

Nun ja, immerhin musstest Du ja eine Idee haben, welche dem Kunden einen Nutzen bringt. Kann man ja nicht in jeder Branche erwarten, teilweise reicht auch schon die Idee.

En Guete

Spare in der Zeit, so hast Du in der Not

rainii
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so weit sind wir schon, für mich absolut skandalös, nein das system kann man doch wirklich schon fast pervers nennen:

aus dem beobachter, link:

http://www.beobachter.ch/arbeit-bildung/arbeitslosigkeit/artikel/sozialmissbrauch_sozialamt-erfindet-lohnzahlung/

Sozialamt erfindet Lohnzahlung

Um ihre Sozialhilfe zu entlasten, missbrauchen Gemeinden im Thurgau systematisch die Arbeitslosenversicherung. Das Steueramt kassiert mit.

Arbeitseinsatz bei der Fiwo

Ernst Baumann* ist langzeitarbeitslos und bezieht Sozialhilfe. Das Sozialamt Frauenfeld schickt ihn für ein Jahr in ein Beschäftigungsprogramm des Vereins Fiwo in Bischofszell. Die Sozialfirma stellt aus Schafwolle Isolationsprodukte und Bettwaren her. Ein Arbeitsvertrag regelt die Details: Statt Lohn bezieht Baumann weiterhin rund 2000 Franken Sozialhilfe. Trotzdem legt das Sozialamt nach eigenem Gusto einen Lohn fest – rein fiktiv: 4200 Franken brutto. Das erfundene Salär wird nie ausbezahlt, doch der Arbeitgeber zahlt brav Beiträge für diese Lohnhöhe an die Sozialversicherung ein.

Eine Hand wäscht die andere

Die Absicht dahinter erklärt Fiwo-Geschäftsführer Pascal Marti: Baumanns Lohn werde künstlich so hoch angesetzt, damit er das Existenzminimum überschreite und Baumann nach dem Arbeitseinsatz bei der Arbeitslosenversicherung (ALV) an- und von der Sozialhilfe abgemeldet werden könne. Ein Trick auf Kosten der ALV. Denn Baumann kann nach zwölf Monaten wieder Arbeitslosengeld kassieren, wie wenn er tatsächlich 4200 Franken verdient hätte. Die Gemeinde spart seine Sozialhilfeausgaben. Und auch die Fiwo profitiert, kassiert sie doch von der Gemeinde monatlich eine Entschädigung für jeden Langzeitarbeitslosen, den sie wieder für die ALV fit trimmt.

Der Schwindel hätte auf dem Steueramt auffliegen müssen. Denn Baumann klärt die Beamten auf, dass sein Monatslohn auf dem Lohnausweis frei erfunden ist. Doch diese stören sich nicht daran. Im Gegenteil: Man drückt nicht nur beide Augen zu und deckt damit die Mauschelei, sondern verlangt erst noch Steuern für den erfundenen Lohn. Dieser systematische Missbrauch stellt die schlagzeilenträchtigen Einzelfälle von Sozialmissbrauch in den Schatten.

Der Verein Fiwo schreibt dem Beobachter in einer Stellungnahme: Dieses «im Thurgau gängige Modell» habe für den Langzeitarbeitslosen den Vorteil, dass er sich einen Anspruch auf Arbeitslosengelder erarbeite, für den Fall, dass nach dem Beschäftigungsprogramm der Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt nicht klappe. Im Vordergrund stehe aber immer die Loslösung von allen sozialen Hilfssystemen. Und der Sozialdienst Frauenfeld erklärt: «Die Sozialversicherungen wurden weder betrogen noch missbraucht, da die Sozialabgaben auf den Lohn tatsächlich erfolgten.» Weil die Beiträge gezahlt worden seien, müsse die Arbeitslosenversicherung ihrer Versicherungspflicht nachkommen.

Die Steuerverwaltung des Kantons schliesslich findet nichts Anstössiges dabei, wenn sie auf fiktive Löhne Steuern erhebt. Im Gegenteil: In einem Rundschreiben an die Gemeindesteuerämter verlangt sie gar explizit, dass die Betreiber von Beschäftigungsprogrammen diesen fiktiven Lohn auf dem Lohnausweis aufführen. Und dieser sei «grundsätzlich steuerpflichtig», bestätigt das Amt dem Beobachter.

Seco nimmt Untersuchung auf

Ganz anders beurteilt Thomas Gächter, Professor für Sozialversicherungsrecht an der Universität Zürich, das Thurgauer Modell: Dieser frei erfundene Lohn sei bei der Arbeitslosenversicherung nicht versichert. Man könne nicht mit höheren ALV-Beiträgen einfach einen angeblich besseren Lohn versichern, so Gächter. Und auch das Steueramt dürfe nicht, gestützt auf falsche Angaben, Steuern veranlagen.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) zeigt sich «sehr überrascht» über die Praxis im Kanton Thurgau. Konfrontiert mit den Recherchen des Beobachters, will es jetzt eine Untersuchung aufnehmen.

Elias
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Re: Warum die Gesellschaft so untergehen würde

Hutch wrote:

Die würden die, ev. druch falsche Versprechen von Schlepper geschürte, Hoffnung nicht aufgeben und wahrscheinlich würde es schnell die "Grundrente für Sans Papiers" Bewegung geben.

Quote:

In Zürich arbeitet jede dritte Putzfrau illegal

Fast jede dritte Haushalthilfe im Kanton Zürich ist nicht regulär angestellt. Insgesamt sollen gegen 8000 Sans-Papiers bei Privaten arbeiten.

http://www.20min.ch/finance/news/story/In-Zuerich-arbeitet-jede-dritte-P...

Legal anstellen kann man die nicht.

Denjenigen, die sie zu fairen Bedingungen arbeiten lassen, sei Dank. Das verhindert, dass sie in die Kriminalität abrutschen.

Das Problem bleibt bestehen. Wollen wir die Sogwirkung bremsen, müssen wir alles Interesse haben, dass es in den Ursprungsländern wirtschaftlich besser wird.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

weico
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Re: Warum die Gesellschaft so untergehen würde

Elias wrote:

Das Problem bleibt bestehen. Wollen wir die Sogwirkung bremsen, müssen wir alles Interesse haben, dass es in den Ursprungsländern wirtschaftlich besser wird.

..und dies möglichst ohne Hilfe und Kosten.. Lol

weico

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