Gutes Zeugnis für Doris Leuthard

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09.01.2007 23:18
#1
Bild des Benutzers Odysseus
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Gutes Zeugnis für Doris Leuthard

Obwohl erst seit kurzem im Amt, gebührt Bundesrätin Doris Leuthard viel Lob für ihre bisherige Tätigkeit. Ich bin keine CVP-Wählerin, doch die Ideen, die sie für 2007 formuliert hat, haben mich beeindruckt. Sie zeigen, dass Frau Leuthard im Vergleich zu ihren Vorgängern offener und liberaler eingestellt ist – sowohl in gesellschafts- als auch wirtschaftspolitischen Fragen. Neben einer zeitgemässen Beschäftigungspolitik (Vereinbarkeit von Beruf und Familie) ist die Aargauerin eine der wenigen CVP-Frauen, die erkannt hat, dass mehr Wettbewerb zu höherem Wachstum und damit zu mehr Wohlstand der gesamten Bevölkerung führt. Zahlreiche Projekte liegen auf dem Tisch und müssen konsequent umgesetzt werden: Abschluss eines Freihandelsabkommens mit der EU, Einführung des Cassis-de-Dijon-Prinzips (Importerleichterungen), Schaffung besseres Rahmenbedingungen für Unternehmen, Förderung der Exporte etc. Bekanntlich müssen Worten Taten folgen. Es ist zu hoffen, dass Bundesrätin Leuthard ihr ehrgeiziges Programm mit genauso viel Initiative umzusetzen sucht wie sie es uns präsentiert hat.

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11.01.2007 01:23
Bild des Benutzers Fine-Tuner
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Gutes Zeugnis für Doris Leuthard

Also die Sache mit dem Vaterschaftsurlaub finde ich nicht zweckmässig. Was nützt es wenn der Vater nach der Geburt, wenn die Mutter noch gestresst ist auch noch für fünf Tage in der Wohnung rumeiert und die Mutter noch mehr stresst? Viel wichtiger wären Kinderbetreuungen während der Schulzeit, so dass beide Eltern 100% arbeiten könnten.

Die Sache mit dem Job-Sharing verstehe ich nicht ganz. Meint Sie, dass Er und Sie eine Stelle teilen?

Die Steuersache finde ich gut. Hier müsste man aufräumen. Es gibt gewaltige Steuerungerechtigkeiten in der CH. Besonders bei der Besteuerung von juristischen vs. natürlichen Personen (also allen Lohnempfängern) bestehen massive Ungerechtigkeiten. Dies mag vielen nicht auffallen, weil sie mit ihren Steuern grundsätzlich zufrieden sind. Wer jedoch genau hinsieht erkennt, dass hier etwas nicht stimmen kann. In keinem anderen Land Europas bezahlen die natürlichen Personen so viel an das gesamte Steueraufkommen, wie in der CH. Kurz gesagt, wir, diejenigen mit einem Lohnausweis, sind die Milchkühe par excellence.

Nicht genug, dass wir auch hohe Preise haben. Unter dem Strich bleibt nicht mehr viel. Das heisst, unsere Kaufkraft ist echt mies........und genau das hat auch der IWF erkannt, als er festgestellt hat, dass bereits ein Österreicher eine höhere Kaufkraft als ein Schweizer hat. Die Politiker von gewissen Parteien, die auf Websites verkünden, sie hätten die CH in das gelobte Land geführt und vom Sozialschmarotzertum und farbigen Flecken in der Landschaft befreit, haben erreicht, dass der CH-Arbeitsmarkt unter Dauerdruck steht, sich die Kaufkraft der Schweizer Büzer permanent reduziert hat, und gleichzeitig die Sparquote auf einem für schweizerische Verhältnismässig tiefen Niveau angelangt ist.

Heute ist der Staat reich und wir arm. Da waren mir die Zeiten lieber als der Staat arm und wir reich waren…..dies war auch während 150 Jahren so, bis vor rund 10 Jahren eine Chunta um unseren geliebten Christoph das Haft an sich riss, und uns versprach, er, der Auserwählte, selbsternannter Winkelried, würde dafür sorgen, dass der Schweizer Büzer von der lästigen Steuer- und Abgabenflut befreit würde. Doch was ist geschehen….der Staat hat uns noch ganz ausgenommen. Unglaublich aber wahr. Eigentlich eine tragische Geschichte….wird die Chunta jemals zur Rechenschaft gezogen? Wohl eher nicht, gut Schweizerisch.

FT

10.01.2007 19:01
Bild des Benutzers Pädi
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Gutes Zeugnis für Doris Leuthard

Aber heute hat sie der Bundesrat im Regen stehen lassen?!?

Der Signatur hat es die Sprache verschlagen....