Handelsstreit

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Handelsstreit

Zielt China auf die Dow-Jones-Konzerne?

Im Handelsstreit mit den USA könnte China staatlich kontrollierten Medien zufolge amerikanische Unternehmen aus dem Dow-Jones-Aktienindex ins Visier nehmen.

21.06.2018 07:37

Sollte US-Präsident Donald Trump den Streit weiter eskalieren "können wir die Möglichkeit nicht ausschliessen, dass China zurückschlägt, in dem es eine harte Linie fährt mit den Riesen des Dow-Jones-Index als Ziel", hiess es in einem am Donnerstag veröffentlichten Kommentar der Zeitung "Global Times".

Ohnehin könnten die Aktienkurse in den USA wegen der Öffnung der chinesischen Märkte sinken, hiess es weiter: Globale Investoren würden zunehmend Geld aus amerikanischen Aktien abziehen und dafür chinesische Titel kaufen.

Trump hatte am Montagabend mit neuen Zöllen gedroht, China kündigte seinerseits für diesen Fall neue Vergeltungsmassnahmen an. Experten haben spekuliert, dass die Regierung in Peking etwaige Vergeltungsmassnahmen gegen US-Unternehmen in China richten könnten, da die Volksrepublik schlicht nicht genug Waren aus den USA für weitere Vergeltungszölle importiere.

(Reuters)

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Schutzzölle wozu ?

President Trump verirrt sich immer mehr in Zollschranken. Währungsdifferenzen, Handeldefizite, Produktionskosten, Innovation, Konjunktur, etc. können den Markt in USA verzerren und zu Billigimporten führen. Aber mit Zöllen allein lassen sich die Probleme kaum lösen. Sein "Amerika-first" sollte die Unternehmen zu Innovationen anspornen und nicht vom Ausland abschotten, weil die Betriebe sonst nicht konkurrenzfähig bleiben. Oder braucht Trump die Zolleinnahmen um die enormen Steuersenkungen zu kompensieren ??
Wenn der freie Handel durch die USA weiter eingeschränkt wird, verliert der Dollar an Wert und die Märkte werden auf andere Währungen ausweichen.

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USA will chinesische

USA will chinesische Investitionen in US-Technologiekonzerne erschweren

Die USA wollen den Handelskrieg mit China offenbar in dieser Woche mit einer massiven Einschränkung chinesischer Investitionen in den Vereinigten Staaten weiter verschärfen. US-Finanzminister Steven Mnuchin wolle an diesem Freitag seine Pläne vorstellen, wie die Hürden für eine Beteiligung von chinesischen Konzernen an US-Unternehmen bestimmter Branchen weiter erhöht werden sollen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg und andere US-Medien am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

25.06.2018 07:38

Den Bloomberg-Informationen zufolge sollen Investitionen aus China an Unternehmen aus technologielastigen Branchen als Bedrohung für die Wirtschaft und nationale Sicherheit eingestuft werden. Das Finanzministerium war laut dem Bericht vorerst nicht für eine Rückfrage zu erreichen.

Dem "Wall Street Journal" zufolge will die US-Regierung zudem Pläne vorlegen, wie sie den Technologietransfer nach China blockieren will. Die USA wollen mit beiden Schritten verhindern, dass China seine in dem Programm "Made in China 2025" formulierten Ziele einer Marktführerschaft in vielen Technologiebranchen erreichen kann.

Mnuchin arbeite bereits seit Dezember an den Beschränkungen für Investitionen chinesischer Konzerne und dem Patentexport, hiess es bei Bloomberg. Er persönlich hätte wohl einen nicht so aggressiven Kurs gewählt, hiess es weiter. Er sei aber von anderen Kabinettsmitgliedern und US-Präsident Donald Trump überstimmt worden./zb/she/jha/

(AWP)

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Presse: Chinas Präsident will

Presse: Chinas Präsident will sich im Handelskrieg nichts gefallen lassen

Chinas Präsident Xi Jinping verschärft einem Bericht zufolge im Handelskrieg mit den USA den Ton. "Im Westen gibt es die Neigung, die rechte Backe hinzuhalten, wenn jemand auf die linke geschlagen hat. In unserer Kultur schlagen wir zurück", sagte er nach Informationen des "Wall Street Journal" (WSJ) vor einer Gruppe von 20 Chefs multinationaler Konzerne grösstenteils aus den USA und Europa. Die US-Zeitung beruft sich dabei auf Personen, die über die Inhalte des Treffens informiert wurden.

26.06.2018 07:53

Damit scheint die Zeit vorbei zu sein, in der China versucht, mit gemässigten Aussagen und diplomatischen Massnahmen auf immer wieder neue Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump einzugehen. Dies hatte sich nach jüngsten Berichten chinesischer Staatsmedien und Aussagen von Staatsvertretern schon angedeutet.

Mit den neuen Tönen von Xi und Berichten von US-Medien zum Wochenanfang über Beschränkungen von Investitionen durch chinesische Konzerne scheint eine Einigung im Zollstreit bis zum 6. Juli zunehmend unwahrscheinlicher.

An diesem Tag wollen die USA Zölle auf chinesische Waren im Wert von 34 Milliarden Dollar einführen. Weitere Abgaben sollen folgen - insgesamt will Trump Waren im Volumen von 50 Milliarden Dollar mit Zöllen belegen. China plant im Gegenzug Zölle auf US-Waren./zb/men/jha/

(AWP)

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Trump rügt Harley Davidson

Trump rügt Harley Davidson für Flucht vor Zöllen

Harley-Davidson verlagert wegen der EU-Vergeltungszölle auf amerikanische Waren einen Teil seiner Produktion aus den USA und hat nun Ärger mit dem Weissen Haus.

26.06.2018 06:32

Das Unternehmen hatte erklärt, durch den Schritt solle eine Preiserhöhung für Kunden in Europa vermieden werden. US-Präsident Donald Trump reagierte in der Nacht zum Dienstag irritiert.

Für Trump ist der Schritt des weltbekannten Motorradherstellers ein Rückschlag, hatte er doch seine Zollpolitik stets mit dem Prinzip "Amerika zuerst" begründet. Eines seiner erklärten Ziele war demnach, Unternehmen dazu zu bewegen, mehr in den USA zu produzieren und neue Jobs zu schaffen - oder zumindest den Status quo zu erhalten.

Dass Harley-Davidson nun wegen des von ihm initiierten Handelskonflikts Teile der Produktion ins Ausland verlagern will, konterkariert die Strategie des Weissen Hauses.

(AWP)

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Trumps Zölle könnten deutsche

Trumps Zölle könnten deutsche Cabrios von US-Strassen fegen

Vor seiner Präsidentschaft war Donald Trump stolzer Besitzer diverser deutscher Luxuskarossen. Doch mittlerweile lässt er keine Gelegenheit aus, um auf die deutschen Autobauer zu schimpfen und droht im Handelsstreit mit der EU mit saftigen Zöllen auf Autoimporte aus Europa. Das könnte vor allem den Absatz teurer Cabriolets in den USA abwürgen.

25.06.2018 20:05

"Sollten die Zölle tatsächlich in Kraft treten, würde dies das Geschäft für viele Nischenmodelle, die wir derzeit in den USA verkaufen, infrage stellen", sagt ein führender Manager eines Autobauers der Nachrichtenagentur Reuters. "Vor allem Cabrios bereiten uns derzeit Kopfschmerzen. Der Brexit und die US-Tarife könnten diesen Markt weiter schrumpfen lassen."

Die USA, Grossbritannien und Deutschland sind Cabrio-Nationen und die aussichtsreichsten Wachstumsmärkte für die Spasskarossen. In Asien kommt das offene Fahren wegen Hitze und Smog dagegen nicht gut an. Der US-Handelsstreit und mögliche Zölle im Zuge des EU-Austritts Grossbritanniens könnten daher das gesamte Geschäftsmodell zerstören, wenn es um hochpreisige Modelle geht. Dazu zählen etwa der 88'200 Dollar teure Mercedes SL Roadster oder das S5 Cabriolet von Audi. Die Rechnung ist einfach: Wenn wegen der hohen Preise die Nachfrage sinkt, lohnen sich die Entwicklungs- und Ingenieurkosten einfach nicht mehr für immer kleinere Stückzahlen.

Die Hersteller haben nur eine Möglichkeit, dem entgegenzuwirken: Sie müssen die Herstellungskosten senken, durch Kooperationen oder der Entwicklung preisgünstigerer und massentauglicher Cabrio-Modelle, sagt der Manager. Für Ron Harbour, Berater bei Oliver Wyman, ist eine höhere Flexibilität in der Produktion der Autobauer allerdings erforderlich, um zu bestehen. "Diejenigen, die das nicht haben, werden leiden."

Der Handelsstreit zwischen den USA und der Europäischen Union (EU) hat sich in den vergangenen Tagen verschärft. Trump drohte am Freitag erneut via Twitter, dass die USA auf europäische Autos einen 20-prozentigen Einfuhrzoll erheben werden, sollte die EU ihre Handelsbarrieren nicht abbauen. Die Europäer hatten zuvor Zusatzzölle auf US-Produkte wie Jeans, Erdnussbutter, Whiskey oder Motorräder verhängt und damit ihrerseits auf die von den USA erhöhten Zölle auf Stahl- und Aluminium reagiert.

Cabrio-Absatz sinkt auch ohne Zölle

"Wir gehen davon aus, dass der Cabrio-Absatz durch höhere Importzölle stark beeinträchtigt wird", sagt auch Jeff Schuster vom Marktforschungsinstitut LMC Automotive. Nach LMC-Daten geht der Cabrio-Absatz in den USA ohnehin seit längerem zurück: Von 177'000 verkauften Fahrzeugen im Jahr 2012 auf 127'000 im vergangenen Jahr. Unabhängig von den Einfuhrzöllen erwarten die Experten bis 2019 einen weiteren Rückgang auf 113'000 Stück.

Mercedes wird in diesem Jahr nach Schätzungen von LMC rund 20'000 Cabriolets in den USA verkaufen, BMW weniger als 16.000. Zusammen mit Audi gehören die beiden Konzerne zu den weltweit führenden Cabrio-Herstellern. Sie betreiben Montagewerke im Südosten der USA. Dort gehen aber vor allem Volumenmodelle wie SUVs und Mini-SUVs vom Band wie auch einige Limousinen. Cabrios werden vor allem in Europa produziert - der Mercedes SL Roadster etwa in Bremen, das Audi S5-Cabrio in Neckarsulm.

Dass BMW oder Mercedes die Produktion ihrer Cabrios oder anderer Nischenmodelle von Übersee in die Vereinigten Staaten verlagern könnten um die Zölle zu umgehen, gilt als unwahrscheinlich. "Niemand in diesem Geschäft kann leicht eine Auto-Linie nehmen und sie woanders hin verschieben", sagt ein US-amerikanischer Produktionsberater, der namentlich nicht genannt werden wollte. "Sie müssten Ihre Logistikinfrastruktur und ihre Zulieferbasis komplett erneuern."

Weiteres Ungemach droht durch US-Handelsstreit mit China

Die deutschen Autobauer stehen zusätzlich unter Druck wegen des Handelsstreits der USA mit China, erklärt Autoexpertin Kristin Dziczek von Center for Automotive Research. Die Handelsbarrieren könnten die Konzerne hart treffen, da sie in den USA produzierte Fahrzeuge auch nach Asien exportieren. Hinzukommen höhere Rohstoffpreise als Folge der von Trump verhängten Importzölle auf Stahl und Aluminium.

Ein BMW-Sprecher erklärte, die Entwicklungen würden genau beobachtet und strategische Optionen geprüft. Allerdings spreche die kontinuierliche Erweiterung der Modellpalette im US-Werk in Spartanburg in Süd-Carolina "für die Fähigkeiten und die Flexibilität der Anlage". In einer Stellungnahme von Daimler hiess es: "Wir glauben an die Vorteile von Freihandel und Wettbewerb."

(Reuters)

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Berichte: USA wollen China

Berichte: USA wollen China Käufe von Technologiefirmen verbieten (AF)

Im Handelsstreit mit China bereiten die USA Berichten zufolge weitere Strafmassnahmen vor. Nachdem das Weisse Haus bisher vor allem mit Zöllen auf chinesische Waren drohte, könnten bei Übernahmen von US-Firmen Einschränkungen für chinesische Käufer folgen. Wie das "Wall Street Journal" und andere US-Medien am Montag berichteten, sind Pläne in Arbeit, wonach der Verkauf von bestimmten Technologiefirmen an chinesische Investoren unterbunden werden soll. Die neuen Massnahmen könnten noch diese Woche vorgestellt werden. Sie sehen den Angaben zufolge vor, dass solche Käufer geblockt werden, die zu mindestens 25 Prozent in chinesischer Hand sind.

25.06.2018 16:56

Im Handelsstreit mit Peking wäre damit eine neue Eskalationsstufe erreicht. US-Präsident Donald-Trump droht den Chinesen schon jetzt mit Strafzöllen auf Waren im Wert von bis zu 250 Milliarden US-Dollar, von denen die ersten am 6. Juli in Kraft treten sollen. Die Chinesen kündigten als Vergeltung Massnahmen in gleicher "Qualität und Quantität" an.

Als Reaktion auf die Berichte zu möglichen Investitionsschranken, rief ein Sprecher des Pekinger Aussenministeriums die USA am Montag dazu auf, "ein faires und vorhersehbares Investitionsumfeld" für chinesische Unternehmen zu schaffen. Investitionen von chinesischen Unternehmen in den USA hätten demnach eine grosse Anzahl von Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen geschaffen. Auch hätten sie US-Unternehmen neue Geschäftsmöglichkeiten in China eröffnet.

Die Märkte in Asien reagierten am Montag mit Abschlägen auf die Berichte. Die chinesische Leitbörse in Shanghai verlor bis zum Nachmittag etwa ein Prozent. Der Hang Seng in Hongkong gab 1,2 Prozent nach.

China führte im vergangenen Jahr Waren im Wert von 505 Milliarden Dollar in die USA aus. Aus den USA gelangten dagegen nur Produkte im Wert von 130 Milliarden Dollar nach China. Trump ist dieses amerikanische Handelsdefizit ein Dorn im Auge. Die USA wollen nach Darstellung des Weissen Hauses aber auch Pekings staatlicher Unterstützung für eigene Technologie-Firmen einen Riegel vorschieben.

Auch Firmen in Europa beklagen seit langem, dass in China ungerechte Wettbewerbsbedingungen herrschten. China bleibe "eine der restriktivsten Volkswirtschaften der Welt", hiess es in einer in der vergangenen Woche vorgelegten Studie der Europäischen Handelskammer in Peking. Demnach gaben 62 Prozent der befragten Unternehmen an, sie hätten das Gefühl, dass chinesische Firmen in Europa besser behandelt würden als umgekehrt europäische Unternehmen in China. Neben weniger Beschränkungen hätten es chinesische Firmen zudem deutlich leichter, in Europa Übernahmen zu tätigen. Gleichzeitig würde die chinesische Konkurrenz immer innovativer werden./jpt/DP/tav

(AWP)

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US-Untersuchung über Zölle

US-Untersuchung über Zölle auf EU-Autos endet bald

US-Präsident Donald Trump droht den EU-Autoherstellern indirekt mit baldigen Strafzöllen auf ihre Exporte in die Vereinigten Staaten.

27.06.2018 06:42

"Wir beenden unsere Untersuchung über Zölle auf Autos aus der EU", schrieb Trump am Dienstag auf Twitter. Diese habe die USA "schon seit langem in Form von Handelsbarrieren und Zöllen ausgenutzt ... Am Ende wird alles ausgeglichen - und es wird nicht lange dauern!" Importzölle auf ausländische Autos würden US-Konsumenten jährlich mit rund 45 Milliarden Dollar belasten, erklärte der Branchenverband Alliance of Automobile Manufacturers. Bei Zöllen von bis zu 25 Prozent entspreche dies im Schnitt 5800 Dollar, die für jedes Fahrzeug zusätzlich auf den Tisch gelegt werden müssten.

Trump drohte jüngst, dass die USA auf europäische Autos einen 20-prozentigen Einfuhrzoll erheben würden, sollte die EU ihre Handelsbarrieren nicht abbauen. Vor einem Monat hatte die US-Regierung eine Untersuchung angestoßen, ob die Autoimporte eine Bedrohung der nationalen Sicherheit darstellten. In dem Falle könnte sie Strafmaßnahmen verhängen. Trump hat mehrfach ausdrücklich deutsche Autobauer kritisiert. (Reporter: Doina Chiacu; geschrieben von Petra Jasper und Rene Wagner, redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069-7565 1236 oder 030-2888 5168.)

(Reuters)

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US-Repräsentantenhaus

US-Repräsentantenhaus verschärft Regeln für ausländische Investoren

Das US-Repräsentantenhaus hat am Dienstag mitten im Handelsstreit mit China mit grosser Mehrheit ein Gesetz gebilligt, das strengere Regeln für ausländische Investoren vorsieht. Es gab nur zwei Gegenstimmen.

27.06.2018 06:36

Das Paket sieht unter anderem verschärfte Überprüfungen vor, falls chinesische Investoren bei Technologiefirmen einsteigen. Dabei gehe es insbesondere um Technik, die im militärischen Bereich eingesetzt werden könne, sagte der republikanische Abgeordnete Robert Pittenger.

US-Präsident Donald Trump wirft China unfaire Handelspraktiken und den Diebstahl geistigen Eigentums vor. Das US-Verteidigungsministerium befürchtet zudem, den technologischen Vorsprung in der Rüstung zu verlieren. Am Freitag sollte das Finanzministerium Vorschläge zu Einschränkungen für ausländische Investoren vorlegen.

Einem Bericht des "Wall Street Journals" zufolge wollen die USA künftig Unternehmen, bei denen chinesische Investoren mehr als ein Viertel der Anteile halten, den Kauf bestimmter US-Technologiefirmen verbieten. Zuletzt gab es jedoch widersprüchliche Aussagen dazu, ob diese Restriktionen auch für andere Investoren gelten sollten.

(AWP)

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Trump schlägt im

Trump schlägt im Handelsstreit auf EU ein: So schlimm wie China

Der weltweite Handelsstreit um die Sonderzölle von Präsident Donald Trump auf Importe in die USA eskaliert weiter. Trump richtete am Sonntag scharfe Angriffe gegen die EU. "Die EU ist möglicherweise so schlimm wie China", sagte der Präsident in einem Interview des Senders Fox News. Europa verkaufe Autos in die USA, sagte er und nannte den Markennamen Mercedes. Die US-Hersteller hätten es viel schwerer, ihre Produkte in die EU zu verkaufen. Die USA hätten gegenüber der EU ein Handelsdefizit von 151 Milliarden Dollar.

02.07.2018 06:36

Die Zeitung "Financial Times" berichtete am Sonntag, die EU habe dem US-Handelsministerium eine Warnung geschickt. Es drohe ein ausgewachsener Handelskrieg mit weltweiten Vergeltungsmassnahmen in Höhe von 300 Milliarden Dollar. Dem von der Zeitung zitierten Papier zufolge weist die EU-Kommission auch auf die Arbeitsplätze in der US-Autoindustrie hin, die davon betroffen sein könnten.

Wie die Europäische Union hat unterdessen auch der US-Nachbar Kanada entschiedene Gegenmassnahmen eingeleitet. Seit Sonntag gelten Zölle auf Einfuhren für Stahl- und Aluminiumprodukte aus den USA. Aussenministerin Chrystia Freeland hatte angekündigt, es gehe um Waren im Wert von umgerechnet zehn Milliarden Euro. "Kanada hat keine Wahl, als mit einer massvollen, gegenseitigen Dollar-für-Dollar-Antwort zurückzuschlagen", hatte Freeland am Freitag erklärt.

Wie die EU klagt auch Kanada gegen die von Trump verhängten Sonderzölle auf Importe von Stahl in Höhe von 25 Prozent und Aluminium in Höhe von zehn Prozent. In Kanadas Fall verstiessen die Massnahmen zudem gegen die Regelungen des gemeinsamen Freihandelsabkommens Nafta. Über dessen Zukunft will Trump erst nach der US-Parlamentswahl im November entscheiden. Die Nachverhandlungen zu dem Abkommen, das Grundlage für eine der grössten Freihandelszonen weltweit ist, hätten eigentlich schon längst beendet sein sollen.

Trump dementierte am Freitag (Ortszeit) Spekulationen, wonach er einen Austritt aus der WTO plane. "Ich spreche nicht über einen Rückzug", sagte Trump. Die WTO habe aber die USA in der Vergangenheit sehr unfair behandelt. Dies müsse aufhören. Die USA hätten viele Streitfälle bei der WTO verloren, weil sie bei der Besetzung der Entscheidungsgremium nicht ausreichend berücksichtigt worden seien.

Trump hatte unter anderem Ländern wie China und Deutschland damit gedroht, den Handelskonflikt weiter zu eskalieren. Auch Zusatzzölle auf in die USA gelieferte Autos sind im Gespräch. Mehrmals erwähnte er in diesem Zusammenhang die deutsche Autoproduktion.

BMW warnt in einem Schreiben an US-Handelsminister Wilbur Ross vor solchen Zöllen. "Die heimische Produktion von Automobilen hat keinen ersichtlichen Zusammenhang mit der nationalen Sicherheit der USA", heisst es darin. "Es scheint, dass der Zweck der Androhung dieser Zölle ist, bestimmte wirtschaftliche Ziele zu erreichen." Die Erhebung von Zöllen sei nicht dazu geeignet, das Wirtschaftswachstum der USA zu erhöhen und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit anzukurbeln.

Auch die US-Autoindustrie spricht sich vehement dagegen aus. Sollte die Regierung die Handelsschranken für Autohersteller erhöhen, so berge dies Risiken, die auch in den USA der Wettbewerbsfähigkeit schaden und zu Jobverlusten führen könnten, warnte der grösste US-Autohersteller General Motors am Freitag. Zuvor hatte bereits der Lobbyverband Auto Alliance, zu dem neben GM auch Branchengrössen wie Ford , Toyota oder Volkswagen zählen, vor hohen Kosten für Verbraucher gewarnt. "Zölle auf Autos und Autoteile erhöhen die Preise für Kunden, sie vermindern die Auswahl und laden Handelspartner zu Vergeltungsmassnahmen ein", hiess es in dem Appell.

Die EU-Staaten haben unterdessen eine entschlossene Reaktion auf mögliche neue Zusatzzölle Trumps vereinbart. "Die Europäische Union muss auf alle Handlungen reagieren, die klar protektionistischer Natur sind", heisst es in der Gipfelerklärung der Staats- und Regierungschefs vom Freitag. Zugleich stellen sich die EU-Spitzen in dem Text noch einmal uneingeschränkt hinter die bereits auf den Weg gebrachten Gegenmassnahmen auf Trumps Zusatzzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte./dm/DP/stk

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US-Handelsstreit mit Kanada

US-Handelsstreit mit Kanada und EU spitzt sich weiter zu

Der weltweite Handelsstreit um die Sonderzölle von Präsident Donald Trump auf Importe in die USA eskaliert weiter.

01.07.2018 16:40

Wie die Europäische Union hat nun auch der US-Nachbar Kanada entschiedene Gegenmassnahmen eingeleitet. Seit Sonntag gelten Zölle auf Einfuhren für Stahl- und Aluminiumprodukte aus den USA. Aussenministerin Chrystia Freeland hatte angekündigt, es gehe um Waren im Wert von umgerechnet zehn Milliarden Euro. "Kanada hat keine Wahl, als mit einer massvollen, gegenseitigen Dollar-für-Dollar-Antwort zurückzuschlagen", hatte Freeland am Freitag erklärt.

Wie die EU klagt auch Kanada gegen die von Trump verhängten Sonderzölle auf Importe von Stahl in Höhe von 25 Prozent und Aluminium in Höhe von zehn Prozent. In Kanadas Fall verstiessen die Massnahmen zudem gegen die Regelungen des gemeinsamen Freihandelsabkommens Nafta.

Trump dementierte am Freitag (Ortszeit) Spekulationen, wonach er einen Austritt aus der WTO plane. "Ich spreche nicht über einen Rückzug", sagte Trump. Die WTO habe aber die USA in der Vergangenheit sehr unfair behandelt. Dies müsse aufhören. Die USA hätten viele Streitfälle bei der WTO verloren, weil sie bei der Besetzung der Entscheidungsgremium nicht ausreichend berücksichtigt worden seien.

Trump hatte unter anderem Ländern wie China und Deutschland damit gedroht, den Handelskonflikt weiter zu eskalieren. Auch Zusatzzölle auf in die USA gelieferte Autos sind im Gespräch. Mehrmals erwähnte er in diesem Zusammenhang die deutsche Autoproduktion. Die eigene US-Autoindustrie spricht sich jedoch vehement dagegen aus.

Sollte die Regierung die Handelsschranken für Autohersteller erhöhen, so berge dies Risiken, die auch in den USA der Wettbewerbsfähigkeit schaden und zu Jobverlusten führen könnten, teilte der grösste US-Autohersteller General Motors am Freitag mit. Zuvor hatte bereits der Lobbyverband Auto Alliance, zu dem neben GM auch Branchengrössen wie Ford , Toyota oder Volkswagen zählen, vor hohen Kosten für Verbraucher gewarnt. "Zölle auf Autos und Autoteile erhöhen die Preise für Kunden, sie vermindern die Auswahl und laden Handelspartner zu Vergeltungsmassnahmen ein", hiess es in dem Appell.

Die EU-Staaten haben unterdessen eine entschlossene Reaktion auf mögliche neue Zusatzzölle von US-Präsident Donald Trump vereinbart. "Die Europäische Union muss auf alle Handlungen reagieren, die klar protektionistischer Natur sind", heisst es in der Gipfelerklärung der Staats- und Regierungschefs vom Freitag. Zugleich stellen sich die EU-Spitzen in dem Text noch einmal uneingeschränkt hinter die bereits auf den Weg gebrachten Gegenmassnahmen auf Trumps Zusatzzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte.

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China will sich im

China will sich im Handelsstreit mit USA nicht 'Erpressung' beugen

Im Handelsstreit mit den USA will sich China nicht "Drohungen und Erpressung" beugen. Einen Tag vor Inkrafttreten von 25-prozentigen Sonderzöllen der USA auf Importe aus China im Wert von 34 Milliarden US-Dollar kündigte Pekings Zollverwaltung am Donnerstag an, dass die chinesischen Gegenmassnahmen mit Abgaben auf US-Einfuhren in ähnlicher Höhe "sofort nach den neuen US-Zöllen" am Freitag umgesetzt werden, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

05.07.2018 08:37

"China wird gezwungen sein zurückzuschlagen, um die Kerninteressen des Landes und die Interessen seines Volkes zu verteidigen", sagte der Sprecher des Handelsministeriums, Gao Feng, vor der Presse in Peking. "China wird weder vor Drohungen und Erpressung in die Knie gehen, noch wird seine Entschlossenheit erschüttert, das freie globale Handelssystem zu verteidigen."

Die Eskalation wird weltweit mit Sorge verfolgt, da die Zölle einen Handelskrieg zwischen den beiden grössten Volkswirtschaft auslösen könnten. US-Präsident Donald Trump erwägt bereits Sonderabgaben in Höhe von 25 Prozent auf weitere chinesische Waren im Wert von 16 Milliarden US-Dollar, die Anfang August in Kraft treten könnten.

Als Reaktion auf Chinas Vergeltung droht Trump auch zusätzlich noch mit Zöllen in Höhe von zehn Prozent auf chinesische Importe im Wert von 200 Milliarden US-Dollar. Insgesamt wäre dann die Hälfte aller Ausfuhren aus China in die USA betroffen./lw/DP/nas

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Handelskonflikt: USA

Handelskonflikt: USA verhängen Strafzölle - China übt Vergeltung

(Akualisierte Fassung) - Der Handelskonflikt zwischen den USA und China hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Nach Inkrafttreten der US-Strafzölle auf chinesische Importe sah sich China nach eigenen Angaben zum "notwendigen Gegenangriff" gezwungen. Der Sprecher des Handelsministeriums in Peking sagte am Freitag, die USA hätten "den grössten Handelskrieg in der Wirtschaftsgeschichte" eingeläutet.

06.07.2018 07:08

Um Mitternacht Washingtoner Zeit (06.00 Uhr MESZ) waren Sonderabgaben der USA von 25 Prozent auf chinesische Importe im Wert von 34 Milliarden US-Dollar in Kraft getreten. Chinas Handelsministerium hatte für diesen Fall schon im Vorfeld Vergeltung in gleicher Höhe angekündigt. Die Volksrepublik will dem Ministeriumssprecher zufolge nun die Welthandelsorganisation (WTO) über die Situation informieren.

Mit dieser ersten Runde steuern die beiden grössten Volkswirtschaften auf einen Handelskrieg zu, der potenziell schwere Folgen auch für Deutschland, Europa und die gesamte Weltwirtschaft haben könnte.

US-Präsident Donald Trump hatte klargemacht, dass er im Falle chinesischer Vergeltung zu einer weiteren Eskalation bereit ist. Er drohte mit Strafzöllen auf chinesische Importe von sogar mehr als einer halben Billion US-Dollar, womit alle Ausfuhren aus China in die USA betroffen wären.

Zunächst kämen die Zölle für Waren im Wert von 34 Milliarden Dollar zum Einsatz, sagte Trump wenige Stunden vor dem Inkrafttreten. "Und dann haben wir weitere 16 (Milliarden) in zwei Wochen", fügte er hinzu. "Und dann sind wir, wie bekannt ist, auf weitere 200 Milliarden eingestellt, und nach den 200 Milliarden sind wir auf 300 Milliarden eingestellt."

Volkswirte befürchten, dass sich der Konflikt zwischen China und den USA zu einem unkontrollierbaren Handelskrieg auswächst. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die betroffenen Handelsvolumina zumindest derzeit noch als zu klein an, als dass dies allein zu grösseren Problemen für die Weltwirtschaft führen könnte. Allerdings werden Effekte durch die Verunsicherung der Märkte und eine immer weiter rotierende Eskalationsspirale befürchtet.

Trump zieht gegen die mit einem Defizit von mehr als 800 Milliarden US-Dollar belastete Handelsbilanz seines Landes an mehreren Fronten zu Felde. Er belegte auch die Nachbarn Kanada und Mexiko sowie Verbündete wie die Länder der Europäischen Union mit Strafzöllen auf Stahl- und Aluminium. Auch von dieser Seite sind bereits Vergeltungszölle in Kraft gesetzt worden./lw/dm/DP/jha

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Strafzölle gegen Trump

Ich finde es schade, dass viele betroffene Staaten President Trump kopieren und sich ebenfalls zu Strafzöllen verleiten lassen. Solange keine grossen Handelsdefizite entstehen, sollten man mit gutem Beispiel für offenen Handel vorangehen, denn Trump braucht die Zolleinnahmen um seine Steuererleichterungen zu kompensieren. Eine Kampagne zu eigenen Produkten bei gleichzeitig offenen Importwegen, verbesseren unsere Umweltbelastungen ohne Marktverzerrungen.

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Zollstreit lässt die Anleger

Zollstreit lässt die Anleger nicht los

Das Dauerthema Handelsstreit dürfte in der neuen Woche erneut über Wohl und Wehe an den Aktienmärkten entscheiden.

09.07.2018 00:39

Zuletzt hatte die Hoffnung auf eine Entspannung im Zollkonflikt zwischen den USA und der EU den Börsen ordentlich Schwung verliehen. "Sollte US-Präsident Donald Trump auch mit China überraschend Verhandlungsbereitschaft zeigen, könnte das aufgekeimte zarte Pflänzchen der Erholung weiter wachsen", prognostiziert LBBW-Analyst Frank Klumpp.

Nach einem Vorstoß aus Washington setzten Anleger darauf, dass die Autobauer in Europa doch noch um höhere US-Einfuhrzölle herumkommen. Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, brachte bei einem Treffen mit den Chefs der Autokonzerne , BMW und Daimler einen Komplettverzicht auf Autozölle ins Gespräch. Der Swiss Market Index gewann auf Wochensicht 2,5 Prozent.

Nun spekulieren die Investoren darauf, dass nicht nur in Europa, sondern auch in China der große Knall im Handelsstreit noch vermieden werden kann. "Die Globalisierung der Wirtschaft hat zur Folge, dass es in einem Handelskrieg eigentlich nur Verlierer geben kann", betont Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader. "An den Märkten hofft man daher, dass es nicht zu einem wirklichen Showdown zwischen Washington und Peking kommt."

Am Freitag traten US-Zölle auf chinesische Waren im Volumen von 34 Milliarden Dollar in Kraft. Postwendend verhängte China Vergeltungszölle im selben Umfang. Trump hat damit gedroht, schlussendlich Zölle auf chinesische Güter im Wert von über 500 Milliarden Dollar erheben zu können. Das entspricht der Summe der gesamten Einfuhren aus China in die USA im vergangenen Jahr.

US-Banken kommen mit Zahlen

Im Zeichen der globalen Handelskonflikte dürfte auch die Berichtssaison für das zweite Quartal stehen, die am Freitag in den USA mit den Banken JP Morgan Chase, Citigroup und Wells Fargo ihren Anfang nimmt. In den kommenden Wochen dürften viele Unternehmen aufzeigen, wie sie die Auswirkungen auf die künftige Geschäftentwicklung sehen, wenn der Zollstreit weiter eskaliert, erklärten Börsianer. "Es dürfte schwierig werden, Bedenken um ein Abflauen der rekordhohen Gewinndynamik zu zerstreuen", sagt LBBW-Analyst Klumpp.

Wie es um die Erwartungen der Börsenprofis für die deutsche Konjunktur bestellt ist, dürfte der ZEW-Index am Dienstag zeigen. Die Experten der Commerzbank gehen davon aus, dass die Stimmung unter Analysten und Anlegern weiter in den Keller gerutscht ist. Im Juni war der Index bereits auf den tiefsten Stand seit knapp sechs Jahren gefallen.

In den USA stehen in der neuen Woche vor allem die Verbraucherpreise (Donnerstag) im Vordergrund. Laut Commerzbank-Analyst Christoph Balz nimmt der Inflationsdruck allmählich zu - "die amerikanische Notenbank dürfte sich in ihrem Kurs gradueller Zinserhöhungen bestätigt fühlen". Für Juni rechnet der Experte allerdings mit einem kaum spürbar beschleunigten Preisauftrieb.

Auf der Notenbankseite könnte es am Montag spannend werden, wenn EZB-Präsident Mario Draghi am Nachmittag vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments in Brüssel Rede und Antwort steht. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte nach ihrer Ratssitzung im Juni angekündigt, die Schlüsselzinsen noch mindestens bis Sommer 2019 auf dem aktuell niedrigen Niveau zu belassen. Zudem sollen die großangelegten Anleihenkäufe zum Jahresende 2018 eingestellt werden.

(Reuters)

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Neue Liste mit möglichen

Neue Liste mit möglichen Strafzöllen - China «geschockt»

Im Handelskonflikt mit China haben die USA eine weitere Liste mit möglichen Strafzöllen auf Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar vorgelegt. China hat «geschockt» auf die Pläne der USA reagiert.

11.07.2018 07:14

US-Präsident Donald Trump habe ihn beauftragt, den Prozess zur Einführung neuer Strafzölle zu beginnen, teilte der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Der Anhörungsprozess vor einem möglichen Inkrafttreten der Massnahme soll demnach bis Ende August dauern. Vorgesehen seien Zölle in Höhe von zehn Prozent auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar.

Der Sprecher des chinesischen Handelsministeriums kündigte am Mittwoch in Peking für den Fall des Inkraftretens "notwendige Gegenmassnahmen" an. Die Vorlage der neuen Liste mit Waren für neue Strafzölle sei "völlig inakzeptabel". China will umgehend eine Klage gegen das einseitige Vorgehen der USA bei der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf einreichen. "Das Verhalten der USA schadet China, schadet der Welt und schadet ihnen selbst", sagte der Sprecher. Es sei "irrational".

Am Freitag hatten die USA bereits Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf Importe aus China im Wert von 34 Milliarden Dollar erhoben. China hatte mit ähnlichen Strafzöllen auf US-Importe reagiert. Von den möglichen neuen US-Zöllen wären Lebensmittel, aber auch Chemikalien, Textilien, Metalle, elektronische Geräte und andere Waren aus China betroffen - die Liste der Waren umfasst 196 Seiten.

Lighthizer teilte mit, Grund für die möglichen neuen Zölle seien die chinesischen Vergeltungsmassnahmen und die Weigerung der Regierung in Peking, ihre Vorgehensweise zu ändern. Trump hat Peking mit zusätzlichen Zöllen gedroht, die auf alle chinesischen Importe in die USA im Wert von mehr als 500 Milliarden US-Dollar ausgedehnt werden könnten. Das chinesische Handelsministerium reichte offiziell Klage bei der Welthandelsorganisation (WTO) ein, Peking sieht die Regeln verletzt. China folgt damit dem Beispiel der EU und Kanadas.

Technologie gegen Landwirtschaft

Die USA zielen mit ihren bisherigen Strafzöllen vor allem auf technologische Produkte, weil sie China den Diebstahl geistigen Eigentums und erzwungenen Technologietransfer vorwerfen. Als Vergeltung erhebt China Sonderabgaben auf landwirtschaftliche US-Erzeugnisse wie Sojabohnen, Fisch, Schweinefleisch, Rindfleisch und Molkereiprodukte. Es zielt damit auf die Wählerschaft Trumps im ländlichen Raum.

Wegen des hohen Defizits der USA von mehr als 800 Milliarden US-Dollar im Aussenhandel zieht Trump an mehreren Fronten zu Felde. Er belegte auch die Nachbarn Kanada und Mexiko sowie Verbündete wie die Länder der Europäischen Union mit Strafzöllen auf Stahl- und Aluminium mit der Begründung, er wolle die nationale Sicherheit seines Landes garantieren.

Trump reiste am Dienstag nach Brüssel, wo er an dem am Mittwoch beginnenden Nato-Gipfel teilnehmen will. Vor dem Spitzentreffen kritisierte er erneut die EU. "Die Europäische Union macht es unseren Landwirten und Arbeitern und Firmen unmöglich, in Europa Geschäfte zu machen", schrieb er auf Twitter. Er verwies auf das US-Handelsdefizit mit der EU, das nach seinen Angaben bei 151 Milliarden Dollar liegt. "Und dann wollen sie, dass wir sie fröhlich durch die Nato verteidigen und schön dafür bezahlen. Funktioniert einfach nicht!"

(AWP)

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Schweiz verzichtet im

Schweiz verzichtet im Handelsstreit mit den USA auf Gegenzölle

Für die Schweizer Regierung sind im Handelsstreit mit den USA eigene Strafzölle gegen die Grossmacht kein Thema. Der Bundesrat hält solche für nutzlos, wie Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann in einem Interview mit dem "Tages-Anzeiger" vom Mittwoch erklärt.

11.07.2018 07:15

Eigene Strafzölle seien zwar theoretisch möglich, die Schweiz habe aber schlicht das Handelsvolumen nicht, um die USA zu beeindrucken, sagte der 66-jährige freisinnige Bundesrat. "Wir dürfen uns nicht wichtiger nehmen, als wir sind."

Im Streit um die zusätzlichen Zölle zur Einfuhr von gewissen Stahl- und Aluminiumprodukten in die USA setzt der Bundesrat auf eine Schlichtung vor der Welthandelsorganisation WTO. Dort leitete die Schweiz ein Verfahren zur Streitbeilegung ein, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag bekannt gab. Die Eidgenossenschaft folgt dabei der EU, Mexiko, Kanada und Norwegen.

Im letzten Jahr beliefen sich die nun von den Zöllen betroffenen Schweizer Exporte laut Mitteilung auf rund 80 Millionen Franken. Die USA begründen die Strafzölle mit dem Schutz der nationalen Sicherheit. Aus Sicht der Schweiz ist die Massnahme nicht gerechtfertigt.

Schneider-Amman mit Respekt für Trump

"Wir hoffen, dass wir zu einer Ordnung zurückkehren können, in der alle Marktteilnehmer die gleichen Bedingungen haben", sagte Schneider-Ammann im Interview weiter. Wirklich lösen werde sich die Situation erst, wenn in den USA und anschliessend in China wieder Vernunft einkehre und beide Staaten ihre protektionistischen Massnahmen fallen lassen würden.

Der Schweizer Wirtschaftsminister zollte dem US-Präsidenten allerdings Respekt beim umstrittenen Vorgehen für dessen Land. "Wenn ich mich in die Schuhe des US-Präsidenten denke, empfinde ich ihm gegenüber einen gewissen Respekt." Dass Trump diese Aufgabe auf sich nehme, sei nicht selbstverständlich. Trump wisse mit Sicherheit sehr gut, was die Konsequenzen sein könnten.

ra/

(AWP)

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Trumps Handelskrieg teilt die

Trumps Handelskrieg teilt die USA in Gewinner und Verlierer

Der von US-Präsident Donald Trump vom Zaun gerissene Handelskonflikt sorgt in den USA auf der einen Seite für Jubel und auf der anderen für Sorgenfalten. Noch ist unklar, welche Seite mehr Gewicht erhält.

10.07.2018 19:56

"Jetzt gibt es wieder Hoffnung", ist sich Bürgermeister Dick Bodi von New Madrid im US-Bundesstaat Missouri sicher. Seit Mitte Juni rauchen die Schlote in der Aluminium-Hütte im Umland der Kleinstadt wieder. Jahrelang war das Werk im äussersten Südost-Zipfel des Bundesstaates eingemottet. Hinter vorgehaltener Hand sind sich viele in der Republikaner-Hochburg einig, wem sie dieses Wunder zu verdanken haben: US-Präsident Donald Trump und seinen Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium.

Doch in Jerry's Cafe, wo sich Farmer und Hüttenarbeiter auf eine Tasse Kaffee treffen, wird das Thema gerne umschifft: "Die Leute wollen nicht über Handel sprechen", sagt Farmer Justin Rone, dessen Familie seit Generationen Sojabohnen und Baumwolle anbaut: "Es ist besser, sich über die Ernte zu unterhalten und ansonsten das Haupt zum Beten zu senken." Der von Trump vom Zaun gebrochene Handelskonflikt trennt die Heimatfront im Mittleren Westen in Gewinner und Verlierer: Zu letzteren gehören auch die Sojabauern der Gegend.

Seit sich der Handelsstreit mit China hochgeschaukelt hat, sind saftige Zölle von 25 Prozent fällig. Das bekommt der Bezirk um New Madrid besonders zu spüren, denn hier sind Sojabohnen für viele Farmer die Haupteinnahmequelle. Sie verkaufen ihre Bohnen an Frachtgesellschaften, die sie über den Mississippi flussabwärts zur Küste bringen, von wo sie per Schiffe in alle Welt gelangen. Rund die Hälfte der amerikanischen Sojabohnen gingen voriges Jahr in den Export. Etwa ein Viertel der Ernte wurde nach China verschifft. Das Milliarden-Geschäft mit der Sojabohne läuft jedoch schon länger nicht mehr so gut wie früher, seit es zu einer Schwemme auf den Weltmärkten gekommen ist.

Mit den chinesischen Strafzöllen verdüstern sich die Zukunftsaussichten für die Branche im Mittleren Westen weiter. Dabei überlegt sich so mancher frühere Hüttenarbeiter in Missouri, ob er nicht in seinen angestammten Job zurückgehen und dem Ausweichjob in der Landwirtschaft den Rücken kehren soll. Das musste auch Farmer Rone erfahren, dem nun einige Erntehelfer von der Fahne gehen, denen er Lohn und Arbeit verschafft hat. Rone kann es ihnen nicht verübeln: "Ich bin froh für sie, wir alle sind es. Doch wir Farmer müssen sehen, was kommt."

Tränen vor Glück

Bei Personalchefin Kathee Brown vom Aluminiumwerk "Magnitude 7 Metals" stapeln sich derweil die Bewerbungen, und das Telefon steht nicht mehr still: Viele, die bei ihr anrufen, waren früher in der Hütte am selben Standort beschäftigt, bevor das Werk 2016 eingemottet wurde. Manche können ihr Glück kaum fassen und brechen in Tränen aus, wenn sie von Brown einen Rückruf erhalten. Die neuen Besitzer des Werks wollen 465 Mitarbeiter einstellen - doch mehr als doppelt soviele Bewerbungen liegen vor.

Zuletzt waren nur noch wenige Angestellte mit Sicherungsarbeiten in der eingemotteten Hütte beschäftigt. Der neue Betriebschef Steve Rusche verweist darauf, dass der Käufer die Hütte nicht nur ausschlachten wolle, sondern den Arbeitern eine echte Zukunft biete. Ohne die US-Regierung wäre dies aus seiner Sicht wohl nicht gelungen: "Ausschlaggebend waren letztlich die in Washington ausgearbeiteten Metall-Zölle", sagt Rusche erfreut.

Neil Priggel sieht die in der fernen US-Hauptstadt getroffenen Zollentscheidungen hingegen mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Auch er war früher im Aluminiumwerk beschäftigt, leitet aber auch gemeinsam mit seinen Brüdern eine Farm. Als Trump im März die Stahlzölle bekanntgab, sei es ihm durch den Kopf geschossen: "Wir sind gerettet." Doch der zweite Gedanke war: "Nun müssen wir unsere Farm schützen."

(Reuters)

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Chinesischer Telekomausrüster

Chinesischer Telekomausrüster ZTE nimmt letzte Hürde für Ende der US-Sanktionen

Der im Handelskrieg zwischen Peking und Washington zum Spielball gewordene chinesische Konzern ZTE kann bald wieder bei Zulieferern in den Vereinigten Staaten einkaufen. Der Telekomausrüster und das US-Handelsministerium haben nach Angaben der US-Regierung vom Mittwochabend als letzten Teil eines Vergleichs von Anfang Juni eine Treuhandvereinbarung unterzeichnet.

12.07.2018 07:46

Sobald das chinesische Unternehmen 400 Millionen US-Dollar hinterlegt hat, darf es wieder bei US-Zulieferern einkaufen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg kann dies innerhalb eines Tages erledigt sein. An der Börse kam die Nachricht gut an. Die zuletzt wegen der US-Sanktionen stark gebeutelte Aktie legte in Hongkong um ein Viertel zu.

Im April hatte die US-Regierung ZTE wegen als illegal eingestufter Geschäfte mit dem Iran und Nordkorea untersagt, bei US-Unternehmen einzukaufen. ZTE musste daraufhin grosse Teile seiner Produktion stilllegen. Anfang Juni einigten sich die amerikanische Regierung und ZTE auf ein Ende der Sanktionen.

Neben einer Strafe über eine Milliarde Dollar (rund 860 Mio Euro) war die jetzt vereinbarte Treuhandzahlung Teil der Vereinbarung. Das Geld ist dafür vorgesehen, falls ZTE erneut gegen Regeln verstossen sollte./zb/stw/jha/

(AWP)

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Berlin und Paris versichern

Berlin und Paris versichern gemeinsames Vorgehen im Handelsstreit

Im Handelsstreit mit den USA haben Deutschland und Frankreich ein gemeinsames Vorgehen zu den angedrohten Zollerhöhungen für Autos zugesichert. "Niemand wird Frankreich und Deutschland spalten", sagte der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am Mittwoch bei einem Treffen mit seinem deutschen Kollegen Peter Altmaier (CDU) in Paris. Die beiden Länder würden weiter "Hand in Hand" voranschreiten. Eine gemeinsame Position legten sie aber noch nicht vor.

11.07.2018 20:58

Le Maire schloss auf Nachfrage Verhandlungen über Zollsenkungen für Autos nicht aus. "Heute schauen wir alle Optionen an", sagte er. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte im Handelsstreit mit den USA vergangene Woche ihre Bereitschaft signalisiert, über Zollsenkungen zu verhandeln.

Der Franzose betonte jedoch: "Es gibt keinen konkreten Vorschlag auf dem Tisch. Aber wir sind davon fest überzeugt, Peter und ich, dass eine gemeinsame deutsch-französische Position von höchster Wichtigkeit bleibt." US-Präsident Donald Trump hatte höhere Zöllen auf Autoimporte angedroht - derzeit erhebt die EU auf den Grossteil der Autos höhere Einfuhrzölle als die USA.

Altmaier sagte: "Wir müssen jeder für sich die Auswirkungen genau einschätzen und bewerten, und dann über mögliche Lösungen sprechen." Das seien nicht nur Lösungen im Bereich der Zölle: "Ich glaube, das ganze Menü, was wir zur Verfügung haben für Verhandlungen, ist sehr umfassend und sehr reichhaltig."

Der CDU-Politiker sagte, Ziel sei es, "falls möglich, einen Handelskrieg zu verhindern, weil es am Ende eines solchen Krieges keinen Sieger geben wird, sondern nur Opfer auf beiden Seiten des Atlantiks und weltweit". Le Maire sagte dagegen, dass man seiner Meinung nach bereits in der Situation eines Handelskrieges sei./sku/DP/he

(AWP)

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Trotz Spannungen: Handel

Trotz Spannungen: Handel zwischen China und USA stark gestiegen

(Ausführliche Fassung) - Ungeachtet der Handelsspannungen hat der Warenaustausch zwischen den USA und China im ersten Halbjahr stark zugelegt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wuchs das Volumen des Handels unter den beiden grössten Volkswirtschaften um 13,1 Prozent auf einen Wert von 301 Milliarden US-Dollar. Wie der chinesische Zoll am Freitag in Peking berichtete, stiegen die Ausfuhren aus China in die Vereinigten Staaten in Dollar berechnet um 13,6 Prozent. Die Einfuhren aus den USA nahmen aus chinesischer Sicht währenddessen um 11,8 Prozent zu.

13.07.2018 08:01

Das amerikanische Handelsdefizit mit China, das US-Präsident Donald Trump besonders stört, stieg im Juni mit 28,97 Milliarden Dollar auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten. Chinas Ausfuhren in die USA wuchsen in dem Monat auf eine Rekordhöhe von 42 Milliarden US-Dollar an, während die USA nur für 13,6 Milliarden Dollar Güter nach China ausführten.

Der chinesische Aussenhandel insgesamt legte seit dem Jahresanfang um 16 Prozent im Vorjahresvergleich zu. Im Juni allein lag das Plus hingegen nur bei 12,5 Prozent, es war ein Rückgang im Vergleich zum Vormonat um 2,1 Prozent. Chinas Einfuhren stiegen im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr besonders stark um 19,9 Prozent, wohingegen die Ausfuhren um 12,8 Prozent wuchsen.

Der Handel mit den USA könnte deutlich gebremst werden, wenn Trump seine Drohung wahr macht, bis Ende August weitere Importe aus China im Wert von 200 Milliarden US-Dollar mit zehnprozentigen Strafzöllen zu belegen. Vor einer Woche waren bereits Sonderabgaben in Höhe von 25 Prozent auf Einfuhren aus der Volksrepublik im Wert von 34 Milliarden US-Dollar in Kraft getreten. Besondere Zölle auf weitere Importe von 16 Milliarden US-Dollar sollen diesen Monat noch folgen.

Mit all diesen Sonderabgaben wären rund die Hälfte der chinesischen Ausfuhren in die USA betroffen, die im vergangenen Jahr ein Volumen von rund 500 Milliarden US-Dollar erreicht hatten. China hat "notwendige Gegenmassnahmen" in gleicher Höhe angekündigt - allerdings exportieren die USA gar nicht so viel nach China, so dass Washington auch mit anderen Vergeltungsmassnahmen rechnen muss.

So könnten die chinesischen Behörden auch in dem Land tätigen US-Unternehmen das Leben schwer machen. Diese haben im vergangenen Jahr Produkte und Dienstleistungen für 280 Milliarden US-Dollar in China verkauft./lw/DP/she

(AWP)

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Chinas Premier Li warnt USA:

Chinas Premier Li warnt USA: Ein Handelskrieg hat keine Gewinner

Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang hat die USA vor den Auswirkungen eines Handelskrieges mit China gewarnt. Nach Gesprächen mit der EU-Spitze auf dem EU-China-Gipfel in Peking sagte Li Keqiang am Montag vor der Presse: "China will keinen Handelskrieg mit den USA. Niemand geht aus einem Handelskrieg als Sieger hervor." Er warf den USA zugleich vor, mit ihrem einseitigen Vorgehen gegen die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) zu verstossen.

16.07.2018 07:41

Der Gipfel mit der EU, der jährlich stattfindet, richte sich nicht gegen die USA, versicherte Li Keqiang. Beide Seiten wollten das multilaterale, freie Handelssystem aufrechterhalten. "Die EU und China sind zwei Kräfte der Stabilität." Der Premier sprach von einer "komplizierten internationalen Landschaft". Angesichts der neuen Probleme seien sich die EU und China einig, dass die WTO-Regeln verbessert werden müssen. Sie vereinbarten dafür eine Arbeitsgruppe.

Wegen des grossen Handelsdefizits der USA zieht Trump gerade mit Strafzöllen gegen die EU, China, aber auch Japan, Kanada oder Mexiko zu Felde. Nach einem ersten Aufschlag mit 25-prozentigen Strafzöllen auf Importe aus China im Wert von 34 Milliarden US-Dollar sollen noch diesen Monat weitere auf Einfuhren von 16 Milliarden folgen. Bis Ende August droht Trump mit zusätzlichen Sonderabgaben von zehn Prozent auf Waren aus China im Wert von 200 Milliarden US-Dollar./lw/DP/nas

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Handelskrieg droht

Handelskrieg droht Weihnachten für US-Händler zu ruinieren

Es ist zwar erst Juli, aber das Weihnachtsgeschäft rückt rasch näher. Und die Gefahr eines eskalierenden Handelskrieges mit China bereitet Branchen, die bisher von Zöllen verschont geblieben sind, zunehmend Sorgen.

15.07.2018 19:03

Präsident Donald Trumps Drohung, Zölle auf weitere Waren aus China im Volumen von 200 Milliarden Dollar einzuführen - zusätzlich zu den 34 Milliarden Dollar, die vor einer Woche in Kraft getreten sind - verstärkt Befürchtungen, dass das äusserst wichtige Weihnachtsgeschäft durch den Kampf mit dem grössten Handelspartner der USA in Mitleidenschaft gezogen wird.

"Die Einzelhändler haben bereits die Kaufentscheidungen für das getroffen, was im Herbst für das Weihnachtsgeschäft in den Regalen der Läden stehen wird", sagt David French, Senior Vice President für Regierungsbeziehungen beim US-Verband National Retail Federation. Wenn Güter nicht importiert werden, bevor mögliche Zölle in Kraft treten, werden sie zu "höheren Preisen, einer Reduzierung der Konsumausgaben und einer Verschlechterung des Verbrauchervertrauens führen", und wir sind sehr besorgt darüber."

Die Regierung Trump hat bislang ihr Versprechen gehalten, Konsumgüter aus der ersten Zollrunde fernzuhalten. Vor einer Woche trat eine 25-Prozent-Abgabe auf Importe von 34 Milliarden Dollar in Kraft, die sich auf Maschinen konzentrierte. Aber wenn kein neues Handelsabkommen erreicht wird, hat Trump gedroht, Zölle in Höhe von 10 Prozent auf weitere in China gefertigte Waren im Volumen von 200 Milliarden Dollar zu erheben und dies im Falle chinesischer Vergeltungsmassnahmen möglicherweise sogar auf 400 Milliarden Dollar zu verdoppeln. Das würde etwa 80 Prozent aller chinesischen Importe erfassen und sicherstellen, dass einige Sneakers, Kleidung, Smartphones und sogar Spielzeug ins Visier kämen.

Karaoke-Maschinen

"Es schafft eine Menge Unsicherheit für alle", sagt Gary Atkinson, Geschäftsführer der in Fort Lauderdale, Florida, ansässigen Singing Machine Co., die 100 Prozent ihrer Karaoke-Maschinen und andere Ausrüstung aus China bezieht. "Hoffentlich taucht unsere Produktlinie niemals auf einer dieser Zolllisten auf."

Aber wenn es so wäre, würde das kleine börsennotierte Unternehmen den gleichen Weg gehen wie Tausende andere, seit Trump begonnen hat, Zölle gegenüber anderen Ländern wie Mexiko und Kanada einzuführen, um das Handelsdefizit Amerikas zu verringern. Atkinson sagt, dass er wahrscheinlich die Preise erhöhen müsste, was die Nachfrage senken würde - ein grosses Risiko während des entscheidenden Weihnachtsgeschäfts. Das würde dann dazu führen, dass er weniger Aufträge bei seinen chinesischen Lieferanten platzieren würde, was diesen wiederum schaden würde.

"Es würde den ganzen Weg hinunter sickern", sagt Atkinson.

Ein Hauptproblem besteht darin, dass Lieferketten nicht über Nacht geändert werden können - insbesondere für einen Einzelhandelssektor, der in der Regel Monate vor dem Eintreffen der Artikel in den Geschäften seine Bestellungen aufgibt. US-Unternehmen haben jahrelang Geschäftsbeziehungen ins Ausland geknüpft und sich auf das Know-how und die Zuverlässigkeit chinesischer Fabriken verlassen. In der Spielwarenindustrie gibt es ausserhalb Chinas nur wenige Möglichkeiten, insbesondere bei komplizierteren Produkten.

"Wir haben Vietnam und Indonesien ausprobiert, aber sie haben nicht die Infrastruktur, die die Chinesen haben", sagt Isaac Larian, CEO des Spielzeugherstellers MGA Entertainment. "Das Spielzeuggeschäft ist abhängig von den Chinesen, und ich sehe da keine Änderung."

Nächste Runde

In Ergänzung bereits in Kraft getretener Zölle auf 34 Milliarden Dollar an chinesischen Waren, sind weitere Abgaben in Höhe von 16 Milliarden Dollar auf Waren des Landes noch ausstehend. China hat angekündigt, dass es für jeden dieser Beträge Vergeltungszölle gegen die USA verhängen wird. Das hat einen offiziellen Handelskrieg ausgelöst, der schwelte, seitdem Trump im März mit zusätzlichen Zölle gedroht hatte.

"Alle sind besorgt über die Massnahmen der Regierung hier, die wie ein Bumerang wirken und die amerikanischen Verbraucher bei ihren Weihnachtseinkäufen beeinträchtigen", sagt French von NRF.

Hun Quach, Vice President internationaler Handel für den Verband der Einzelhandelsindustrie, sagt, die "Flut an Zöllen aus allen Richtungen" zwischen den USA und China, der EU und den Nafta-Partnern sei eine Bedrohung für den Wohlstand der USA und "wird Millionen von Arbeitsplätzen gefährden, wenn sie bestehen bleiben dürfen."

"Die Amerikaner stecken mitten in einem Dreifronten-Handelskrieg der Regierung, und sie werden diejenigen sein, die die Zeche zahlen", erklärte Quach vergangene Woche per E-Mail. "Die jüngsten Zölle werden Arbeitsplätze in der Produktion und in der Landwirtschaft in den USA gefährden und die Preise für Haushaltsartikel in die Höhe treiben."

Es gibt noch ein paar Dinge, die passieren müssen, bis der Handelskrieg mit China eskaliert und Einzelhändler und Konsumgüter trifft. Zum Beispiel muss die Regierung Trump offiziell die neue Runde der 200-Milliarden-Dollar-Zölle ankündigen - bisher hat sie nur damit gedroht.

Verhandlungstaktik

Robert Martin, Ökonom bei UBS, sagt, er sehe die Androhung von neuen Zöllen in Höhe von 400 Milliarden Dollar lediglich als Verhandlungstaktik an. China und die USA werden wohl irgendeine Lösung erreichen, um den beiderseitigen wirtschaftlichen Schaden eines rasch eskalierenden Handelskriegs zu vermeiden, so Martin, der dem Rat der Wirtschaftsberater von Präsident George W. Bush angehörte.

"Wir glauben, dass die Zölle seitens der USA bei 50 Milliarden Dollar stoppen werden und dass es die zusätzlichen 400 Milliarden Dollar nicht geben wird", sagt Martin. Aber wenn er falsch liege, ist das, was bevorsteht, "Neuland", mit dem Potenzial von schwerwiegenden wirtschaftlichen Auswirkungen.

Und das könnte ein Schlag für einen Einzelhandelssektor sein, der immer noch mit einer breiteren Branchenverschiebung und sinkender Kundenfrequenz zu kämpfen hat.

"Unternehmen können sich auf fast alles einstellen, ausser Unsicherheit", sagt Hannah Kain, CEO von Alom Technologies Corp., einer Lieferketten-Management-Gesellschaft. "Es gibt so viel Unsicherheit da draussen, dass alle da sitzen und abwarten, um zu sehen, was passiert."

(Bloomberg)

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sdo
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Meine Meinung

Wenn es interessiert, mein Research zum Handelsstreit aus meiner Feder.

Viel Spaß & Erfolg,

sdo

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US-Firmen in China spüren

US-Firmen in China spüren schon Auswirkungen des Handelskonflikts

(Ausführliche Fassung) - Amerikanische Unternehmen in China spüren bereits die Auswirkungen des Handelskonflikts zwischen den USA und der Volksrepublik. "Es gibt keine Gewinner in einem Handelskrieg", sagte der Präsident der Amerikanischen Handelskammer, William Zarit, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Peking. Eine Lösung ist derweil nicht in Sicht: Chinas Staatsmedien äusserten scharfe Kritik an der Regierung von Präsident Donald Trump und warfen ihr "Wortbruch" vor, indem sie Vereinbarungen in vier Runden von Verhandlungen über die Handelsprobleme nicht eingehalten habe.

20.07.2018 08:01

Die in China ansässigen US-Firmen seien sehr besorgt, dass sie Ziel chinesischer Vergeltung werden könnten. "Wir ermutigen sie und helfen ihnen, sich auf das Schlimmste vorzubereiten", erklärte Zarit. "Fast 80 Prozent der befragten Mitglieder der Kammer sagten, dass Zölle ihre Arbeit in China in gewissem Masse beeinträchtigen könnten - auch wenn noch nicht gesagt werden kann, wie weit."

Die psychologischen Folgen des Handelsstreits seien für die US-Betriebe im Land allerdings bereits erkennbar. "Unsere Unternehmen spüren den Druck", sagte Zarit. "Es ist wichtig festzuhalten, dass nicht nur amerikanische und chinesische Unternehmen von einem anhaltenden Handelskrieg betroffen sein werden." Firmen und Verbraucher aus der ganzen Welt hätten darunter zu leiden.

Die US-Handelskammer in China lehnt die von Trump bereits eingeführten und noch angedrohten Strafzölle auf chinesische Importe ab. Aber die Probleme wie ungerechten Wettbewerbsbedingungen, unter denen die US-Unternehmen in China leiden, und das wirtschaftliche Ungleichgewicht müssten beseitigt werden, sagte auch Zarit.

Wegen des grossen Handelsdefizits der USA zieht Trump gerade mit Strafzöllen gegen China, die EU, Japan, Kanada und Mexiko zu Felde. Nach einem ersten Aufschlag mit 25-prozentigen Strafzöllen auf Importe aus China im Wert von 34 Milliarden US-Dollar sollen diesen Monat weitere Abgaben auf chinesische Einfuhren von 16 Milliarden folgen.

Bis Ende August droht Trump zudem mit Sonderzöllen von zehn Prozent auf Waren aus China im Wert von 200 Milliarden US-Dollar. Damit wäre die Hälfte aller Importe aus China betroffenen. Trump denkt sogar an Strafzölle auf alle chinesischen Einfuhren von rund 500 Milliarden US-Dollar.

Es gibt Befürchtungen, dass jetzt in China eine Kampagne gegen US-Unternehmen wie 2017 gegen südkoreanische Firmen gestartet werden könnte. Auslöser war damals Seouls Entscheidung, ein US-Raketenabwehrsystem zu stationieren, das sich zwar gegen Nordkorea richtete, aber auch von China als Bedrohung empfunden wurde. Zarit verwies auf Äusserungen der chinesischen Regierung, im Handelsstreit die Rechte und Interessen "aller Unternehmen in China" schützen zu wollen. "Wir erwarten, dass China sein Versprechen einhält."

Chinas Staatsmedien verschärften unterdessen ihre Kritik an Äusserungen von US-Regierungsvertretern, die China die Schuld am Stillstand der Handelsgespräche zugeschoben hatten. Vielmehr sei das Weisse Haus verantwortlich für den Zusammenbruch der Verhandlungen, indem es frühere Zusagen nicht eingehalten und den Handelskrieg angezettelt habe, kommentierte die "Global Times", die vom kommunistischen Parteiorgan "Volkszeitung" herausgegeben wird.

China sei ein starkes Land und werde sich den USA nicht unterwerfen. "China hat bereits entschieden, die Herausforderung aus Washington anzunehmen, und ist bereit für einen langwierigen Handelskrieg, der viele Jahre dauern könnte", schrieb der Kommentator. "China wird keine Bedingungen für einen Waffenstillstand akzeptieren, der nur das Land erniedrigt und dessen Souveränität aufgibt."/lw/DP/jha

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US-Präsident Trump zeigt sich

US-Präsident Trump zeigt sich im Handelsstreit unversöhnlich

US-Präsident Donald Trump hat einen Kurswechsel im Handelsstreit ausgeschlossen. Niemand zocke die USA mehr ab, davon seien die "Handelsbetrüger" in Kenntnis gesetzt worden, sagte Trump am Montag in Washington. "Amerika hisst niemals die weisse Fahne, wir hissen nur die rot, weiss und blaue (amerikanische) Fahne. Die Ära der wirtschaftlichen Kapitulation ist für die Vereinigten Staaten vorbei."

23.07.2018 23:09

Die USA befinden sich nach den Worten Trumps inmitten eines "grossartigen wirtschaftlichen Aufschwungs". 3,7 Millionen Jobs seien seit der Wahl 2017 geschaffen worden, davon allein 370 000 in der verarbeitenden Industrie. Die Stahlindustrie kehre in einem Masse zurück, wie es niemand für möglich gehalten habe, sagte Trump. Man brauche Stahl im Fall eines Notfalles.

Trump hatte im Handelsstreit Sonderzölle auf Einfuhren von Stahl- und Aluminium verhängt. Am Mittwoch wird EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker in Washington erwartet. Er liess am Montag in Brüssel mitteilen, dass er ohne ein konkretes Angebot kommen werde, es gehe darum, mögliche Spannungen zu "entdramatisieren", sagte sein Sprecher. .

Die EU-Kommission machte damit zwei Tage vor dem Treffen noch einmal deutlich, dass es derzeit kaum Hoffnungen auf eine schnelle Beilegung der aktuellen Handelskonflikts gibt, und dass sogar mit einer weiteren Eskalation durch die Einführung von US-Sonderzöllen auf Autoimporte gerechnet werden muss./da/DP/he

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Trump von eigener

Trump von eigener Handelspolitik überzeugt: 'Zölle sind das Grösste!'

US-Präsident Donald Trump hat kurz vor seinem Treffen mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker deutlich gemacht, dass er in Strafzöllen eine erfolgreiche Handelsstrategie sieht. "Zölle sind das Grösste!", schrieb er am Dienstag auf Twitter. "Entweder handelt ein Land, das die Vereinigten Staaten in Handelsverhandlungen unfair behandelt hat, ein faires Handelsabkommen aus, oder es wird mit Zöllen belegt. So einfach ist das."

24.07.2018 14:27

In einer weiteren Nachricht zeigte sich Trump überzeugt davon, dass seine Handelspolitik bereits Wirkung zeige. "Länder, die uns seit Jahren ungerecht behandelt haben, kommen alle nach Washington, um zu verhandeln", erklärte er. "Dies hätte vor vielen Jahren geschehen sollen, aber wie das Sprichwort sagt: Besser spät als nie!"

Trump empfängt an diesem Mittwoch Juncker im Weissen Haus. Hauptthema wird der eskalierende Handelskonflikt zwischen den USA und der EU sein. Trump hatte Sonderzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte verhängt. Die EU reagierte mit Vergeltungszöllen auf US-Produkte wie Whiskey, Jeans und Motorräder. Nun lässt Trump allerdings auch Sonderzölle auf den Import von europäischen Autos prüfen. Deswegen bereitet die EU bereits weitere Vergeltungsmassnahmen vor./hma/DP/stw

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Deutschland und Japan

Deutschland und Japan gemeinsam gegen Trumps Alleingänge

Deutschland und Japan wollen die bestehende internationale Ordnung gemeinsam gegen zunehmende nationale Alleingänge verteidigen. Die Aussenminister Heiko Maas und Taro Kono vereinbarten am Mittwoch bei einem Treffen in Tokio eine engere Zusammenarbeit für Freihandel, Klimaschutz und Menschenrechte. Beide grossen Wirtschaftsmächte wollen in den Staatengruppen G7 und G20 sowie in den Vereinten Nationen enger kooperieren.

25.07.2018 06:46

Bereits in der vergangenen Woche hatten Japan und die Europäische Union zwei Abkommen zur wirtschaftlichen und strategischen Zusammenarbeit geschlossen, mit denen unter anderem die grösste Freihandelszone der Welt geschaffen wird. Damit wollten beide Seiten ein Signal gegen die Abschottungspolitik von US-Präsident Donald Trump setzen, der Handelsüberschüssen der EU oder Chinas mit Strafzöllen begegnet. "Diese Abkommen sind ein wichtiges Signal unseres gemeinsamen Engagements für die regelbasierte internationale Ordnung, einschliesslich des multilateralen Handelssystems", heisst es in einer gemeinsamen Erklärung der beiden Aussenminister.

Japan ist das erste asiatische Land, das Maas besucht. Am Mittwochabend wollte er nach Südkorea weiterreisen./mfi/DP/zb

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Trump schlägt EU den Verzicht

Trump schlägt EU den Verzicht auf alle Handelsbarrieren vor

US-Präsident Donald Trump offeriert der EU den Abbau aller gegenseitigen Handelsbarrieren.

25.07.2018 06:34

Vor seinem Treffen mit der EU-Führung am heutigen Mittwoch zum Handelsstreit hat US-Präsident Donald Trump den Europäern einen Deal vorgeschlagen. Sowohl die USA als auch die Europäische Union könnten auf sämtliche Zölle, Handelsbarrieren und Subventionen verzichten. Dies schrieb Trump am Dienstagabend (Ortszeit) auf Twitter. "Das wäre dann endlich das, was man freien Markt und fairen Handel nennt! Ich hoffe, sie tun es. Wir sind dazu bereit."

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker trifft am heutigen Mittwoch im Weissen Haus mit Trump zusammen, um eine weitere Eskalation des Handelsstreits abzuwenden. Trump geht mit unverhohlenen Drohungen in das Gespräch: Er hat bereits davor deutlich gemacht, dass er nicht vor weiteren Zöllen zurückschrecken werde, sollten die Handelspartner keine Zugeständnisse machen.

Vor seiner jüngsten Wortmeldung auf Twitter hatte Trump am Dienstag an gleicher Stelle allerdings geschrieben: "Zölle sind das Grösste!". Nur "faire Handelsabkommen" seien eine Alternative. Was er unter "fairen Handelsabkommen" versteht, blieb allerdings unklar.

Die unter dem Namen TTIP laufenden Verhandlungen über einen Abbau von Zöllen und anderen Handelshemmnissen zwischen den USA und der EU hatte er bereits zu Beginn seiner Amtszeit auf Eis gelegt.

Ziel der EU ist es nunmehr vor allem, Trump von der Einführung von Sonderzöllen auf Autoimporte abzuhalten. Diese würden vor allem die deutsche Wirtschaft deutlich stärker treffen als die bereits geltenden Abgaben auf Stahl- und Aluminiumprodukte.

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EU und USA gehen aufeinander

EU und USA gehen aufeinander zu

Die USA und die EU haben sich überraschend auf die Beilegung ihres Handelsstreits geeinigt.

Aktualisiert um 07:43

Montage cash

Im Handelsstreit zwischen den USA und der EU sind die angedrohten Autozölle nach einem Treffen von Präsident Donald Trump und Kommissionschef Jean-Claude Juncker vorerst vom Tisch. Die beiden Politiker einigten sich am Mittwoch im Weissen Haus überraschend darauf, konkrete Gespräche über einen Abbau von Handelsbarrieren aufzunehmen. Die Europäer sollen sich ausserdem verpflichten, mehr Soja und Flüssiggas zu importieren.

"Das ist ein grosser Tag für den freien und fairen Handel" sagte Trump bei einem gemeinsamen Auftritt der Politiker im Rosengarten des Weissen Haus vor Reportern. Juncker erklärte, er habe mit Trump vereinbart, keine neuen Zölle zu erheben, solange es Verhandlungen gebe. Die Wall Street reagierte auf die Entwicklungen mit Kursgewinnen. Die deutsche Industrie zeigte sich skeptisch.

Deutscher Minister ist begeistert

Vor dem Treffen hatten beide Seiten die Erwartungen noch tiefgehängt, so dass nicht mit einem Durchbruch gerechnet wurde. Vor allem deutsche Autobauer wären von einer Eskalation des Handelsstreits betroffen, weil sie so viele Fahrzeuge in die USA liefern wie aus keinem anderen EU-Staat. Trump hatte mit einem Sonderaufschlag von 25 Prozent auf die Einfuhren gedroht. Juncker erklärte nun, die US-Seite habe das "wichtige Zugeständnis" gemacht, während der Verhandlungen die Zölle auf Autos und Autoteile nicht zu erhöhen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier lobte Juncker und EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström. Beide hätten "grossartig" verhandelt, schrieb er auf Twitter. "Zölle runter, nicht rauf!" Der freie Handel und Millionen Jobs seien gesichert. Juncker sagte nach dem Gespräch: "Es war ein gutes und konstruktives Treffen."

Beide Seiten einigten sich Trump zufolge darauf, Handelsbarrieren abzubauen. "Wir beginnen jetzt mit den Verhandlungen, aber wir wissen genau, in welche Richtung sie gehen." Geplant ist nach seinen Worten, bei Industriegütern abgesehen von Autos alle Zölle sowie andere Barrieren und Subventionen abzuschaffen. Zudem solle der Handel in den Bereichen Dienstleistungen, Chemie, Pharma, Medizinprodukte und Soja vertieft werden. "Soja ist eine grosse Sache", sagte Trump.

Wegen des Handelsstreits zwischen Trump und der chinesischen Regierung fürchten viele US-Bauern um Ausfälle bei Sojabohnen, die vor allem für die Tiermast eingesetzt werden. Die USA sind der wichtigste Produzent der Hülsenfrucht. Nach Trumps Angaben wird die EU auch mehr Flüssiggas (LNG) importieren. Der US-Präsident hatte Deutschland dafür kritisiert, vergleichsweise viel Erdgas von Russland zu kaufen und dafür die Pipeline Nord Stream 2 zu bauen. "Sie werden ein wichtiger Käufer von LNG", erklärte er mit Blick auf die EU.

«Gehörige Portion Skepsis bleibt»

Kurz vor dem Treffen hatten beide Seiten erklärt, sie hätten grundsätzlich Interesse daran, Zölle abzubauen. Es gab aber zunächst keine Anhaltspunkte, wie die Spirale aus zusätzlichen Abgaben und Gegenmassnahmen durchbrochen werden könnte. So drohte Malmström zuletzt mit Zöllen auf Produkte im Volumen von 20 Milliarden Dollar im Jahr, sollte Trump wie angekündigt Autoimporte stärker belasten.

In der Wirtschaft wird der Streit aufmerksam verfolgt. Der Geschäftsklima-Index des Ifo-Instituts, der die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Firmen wiedergibt, fiel zum siebten Mal in acht Monaten. Ein wichtiger Grund ist der Konflikt mit den USA. Der Wirtschaftsverband DIHK äusserte sich am Mittwochabend zurückhaltend. "Die in Aussicht gestellten Lösungen gehen in die richtige Richtung, aber eine gehörige Portion Skepsis bleibt", erklärte Verbandschef Eric Schweitzer. Die Autozölle seien nicht endgültig vom Tisch.

Trump zettelte den Streit an, weil er sich seit Jahrzehnten an den Defiziten seines Landes im Handel mit China und der EU stört. Europäische Vertreter argumentieren immer wieder, dass dies nur für Waren gilt, nicht aber für Dienstleistungen.

(Reuters/AWP)

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Trump lobt Einigung mit EU -

Trump lobt Einigung mit EU - schwere Vorwürfe gegen China

(Ausführliche Fassung) - US-Präsident Donald Trump hat die Einigung mit der EU im Handelsstreit als wirklichen Durchbruch bezeichnet, um Handelsbarrieren abzubauen. Ihm sei wichtig, dass ein faires und wechselseitig vorteilhaftes System aufgebaut werde, sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) in Granite City (Illinois).

27.07.2018 06:37

Trump dankte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker persönlich für die Übereinkunft. "Er ist wirklich ein sehr hartnäckiger, sehr kluger und ein sehr guter Mann. Natürlich, wenn ich keinen Deal mit ihm gemacht hätte, dann hätte ich gesagt, er ist eine fürchterliche Person."

Trump und Juncker hatten sich am Mittwoch darauf geeinigt, den Handelskonflikt beilegen zu wollen und vorerst keine neuen Sonderzölle zu verhängen. Beide Seiten wollen nun Gespräche über die Abschaffung von Zöllen auf Industriegüter beginnen. Auch mögliche hohe Sonderzölle für Autos sind damit vorerst vom Tisch.

Um Trump zu einer Einigung zu bewegen, sagte Juncker zu, die EU wolle den Import von US-Flüssiggas erleichtern und mehr Soja aus den USA einführen. Um echte Zugeständnisse handelte es sich dabei nach Angaben aus EU-Kreisen nicht.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) beurteilte das Ergebnis als positiv. "Diese Einigung bedeutet eine enorme Erleichterung für die Weltwirtschaft und uns Europäer und Deutsche", sagte Altmaier der "Passauer Neuen Presse" (Freitag). Damit sei ein drohender Handelskrieg vorerst abgewendet. "Wir reden jetzt nicht mehr über einseitige Strafmassnahmen, sondern über gemeinsame Vereinbarungen."

Aus Altmaiers Sicht hat EU-Kommissionschef dabei keine zu grossen Zugeständnisse gemacht. "Wenn wir die Vereinbarung umsetzen, bedeutet dies, dass Zölle für Industrieprodukte auf null reduziert werden", sagte der Minister. Dies sei für ein Exportland wie Deutschland wichtig. "So werden wir viele Arbeitsplätze in Deutschland sichern können und einen Wettlauf von Zöllen und Gegenmassnahmen verhindern." Für Altmaier ist das Erreichte eine "Win-Win-Situation für beide Seiten".

Aus Sicht von Trump haben die USA unter seiner Führung keinen Handelskrieg begonnen, sondern seien mitten drin gewesen. Die USA hätten in den Jahren zuvor verloren und jetzt seien sie zurück und würden gewinnen. Trump sagte weiter, niedrigere Beitragszahlungen von Nato-Ländern in Europa verschafften diesen riesige wirtschaftliche Vorteile. Deutschland nannte er dabei namentlich nicht.

Trump überrasche dann mit einer Äusserung zum Welthandel: "Unser Handelsdefizit hat sich auf 817 Milliarden Dollar (702 Milliarden Euro) pro Jahr aufgebläht (...) In anderen Worten, wenn wir keinen Handel getrieben hätten, hätten wir verdammt viel Geld gespart." Aus Sicht von Trump waren die USA ein "grosses dummes Sparschwein", das alle geplündert hätten.

Der US-Präsident betonte, man werde nicht gegen den Geist des Abkommens verstossen. Er ergänzte, man werde das Problem der von den USA verhängten Stahl- und Aluminiumzölle ebenso lösen wie das der EU-"Vergeltungszölle". Damit meinte er Zölle, die die EU schon auf Whiskey, Jeans und Motorräder aus den USA verhängt hatte.

Die Stahlindustrie liege ihm besonders am Herzen, sagte Trump. "Wenn du keinen Stahl hast, dann hast du kein Land." Er fügte hinzu: "Wir brauchen die Stahlindustrie für die nationale Sicherheit." Aus Sicht von Trump sind die verhängten Sonderzölle auf Stahl- und Aluminiumexporte in die USA ein voller Erfolg. "Dank unserer Zölle kommen ungenutzte Fabriken im ganzen Land mit Getöse zurück."

Trump warf China vor, seine Handelspraktiken seien "sehr missbräuchlich". China habe es auf die Produzenten von Soja abgesehen. "China versucht, den amerikanischen Landwirten weh zu tun, weil sie damit mich treffen würden, weil Ihr im November für andere stimmen würdet, die Demokraten", erklärte Trump seine Sicht. "Ich lasse aber niemanden unsere Farmer mobben."

Die EU habe sich bereiterklärt, grosse Mengen an Sojabohnen zu kaufen, sagte Trump. Wie der transatlantische Soja-Handel angekurbelt werden soll, ist bislang allerdings ungewiss, weil es derzeit keine EU-Einfuhrzölle auf den vor allem als Futtermittel wichtigen Rohstoff gibt.

Aus der EU-Kommission hiess es, man habe Trump die Zusage machen können, weil wegen der sinkenden Preise durch den Handelsstreit zwischen den USA und China die Nachfrage für amerikanisches Soja in Europa steigen werde. Peking hat Vergeltungszölle auf US-Soja-Importe verhängt. Erwartet wird, dass andere Hauptproduzenten wie Brasilien und Argentinien deswegen ihre Exporte mehr nach China verlagern werden./da/DP/zb

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