IFRS, US-GAAP, FER und SOX - Geldmacherei oder Schutz?

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20.02.2007 03:02
#1
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IFRS, US-GAAP, FER und SOX - Geldmacherei oder Schutz?

Guter Input technischer, danke.

IFRS, US-GAAP, FER und SOX sind internationale Rechnungslegungsstandards nach denen die Firmen von denen wir Aktien haben ihre Abschlüsse publizieren müssen.

Die Regeln werden von Jahr zu Jahr mehr und bereits sind mehrere Laufmeter Papier erforderlich um alle Regeln festzuhalten.

Interessant ist, dass die Regeln nicht von Politikern gemacht werden, sondern von Wirtschaftsprüfern. Also von denjenigen, die die Umsetzung der Regeln auch wieder überprüfen dürfen. Eine nette Geldmaschine, oder?

Die Umsetzung der Regeln kostet die Unternehmungen Unsummen.

In den USA wo SOX gilt, überlegen sich bereits einige Firmen sich von der Börsenliste streichen zu lassen, weil sie nicht gewillt sind, die nach ihrer Ansicht nach völlig übertriebenen und unverhältnismässigen Massnahmen umzusetzen.

Neue Unternehmen überlegen sich ihre IPO's nicht an der NASDAQ zu machen, obwohl dies die liquiedeste von allen Börsen ist, sondern in Europa, wegen den SOX Bestimmungen.

IFRS ist das europäische Gegenstück zu US-GAAP. Mit diesem Werk haben sich die europäischen Wirtschaftsprüfer ein Denkmal gesetzt. Wenn jemand dieses Werk noch von a bis z versteht kann es sich nur um einen Erfinder des Werkes handeln, also um einen Wirtschaftsprüfer selbst......was vermutlich auch der Sinn der Sache ist.

Wie auch immer. Aus meiner Erfahrung haben sich die Umfänge der Geschäftsabschlüsse zwar verzehnfacht (Anzahl Seiten), das Anlegerrisiko hat sich jedoch nur Minim reduziert.

Für mich Beweis genug, dass IFRS, US-GAAP, FER und SOX etc. etc. wohl nur Augenwischerei und Marketing einer gewissen Berufsgattung sind.

FT

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