Immobilienblase

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23.03.2010 09:58
#1
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Immobilienblase

Hallo zusammen,

Wir haben selber vor kurzem ein Eigenheim gekauft und dabei mit verschiedenen Finanzinstituten bez. Hypothek gesprochen.

Dabei haben wir bei verschiedenen Instituten recht erstaunliches gehört was deren Kreativität zur Finanzierung angeht. :roll:

Weiter sprechen wir im Zuge der Umbauplanung/Renovation vom Haus auch mit verschiedenen anderen "frischgebackenen" Eigenheimbesitzern - dabei stellen wir fest, dass die Bank bei anderen Eigenheimbesitzern noch kreativer/risikofreudiger war als bei uns. :?

Die SNB scheint hier ja mittlerweile auch "hellhörig" geworden zu sein und warnt vor einer Immobilienblase, diese Befürchtung teile ich nach jüngsten persönlichen Erfahrungen absolut - mit der aktuellen Hypothekarvergabepolitik (und der Unvernunft der Kreditnehmer dazu) MUSS es bald einmal krachen sobald sich die Zinsen erhöhen (...und das MÜSSEN sie ja irgendwann...) :!:

Wie seht ihr die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt?

Wie sichert ihr euch gegen die Folgen einer Blase ab?

Beste Grüsse

Smartie73

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24.03.2010 12:18
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Wie willst Du wohnen?

Ich denke mal, diese Frage musst Du Dir zuerst beantworten.

Willst Du einen Garten?

Willst Du Aussicht?

Willst Du Nachbarn?

Willst Du Treppensteigen?

Willst Du Ruhe?

Willst Du flexibel bleiben?

Willst Du selbst renovieren/basteln?

ETC

Die Besitzform ist eigentlich sekundär, jede hat ihre Vor-und Nachteile.

Vor etwas kann ich nur warnen: Eigentumswohnungen haben die Nachteile vom Mieten ohne die Vorteile vom Eigentum:

Die anderen Miteigentümer sind IMMER in der Mehrzahl!

Sie entscheiden IMMER falsch!

Sie wählen IMMER die teuere Variante!

(Ausnahmen bestätigen die Regel!)

Daher: Miteigentum ist halbes Eigentum...

Ist schon klar, bei den heutigen Zinsen ist es verführerich, zu kaufen statt zu mieten. Es ist effektiv billiger im Moment. Aber 80% Belehnung sollte das absolute Maximum sein!! Und die (momentane) Zinsdifferenz auf das langjärige Mittel von ça 5% sollte man von vorn herein eisern zur Amortisation benutzen (oder Sparen/Anlegen)

Kommt hinzu, dass Miteigentum schlechter gebaut wird als Mietwohnungen! Was schert es den Unternehmer, wenn nach Ablauf der Garantie Zeugs kaput geht, die Leute kaufen nur einmal im Leben!! Hingegen sind Eigentümer von Mietwohnungen meistens Profis, die lassen sich nicht so schnell bescheissen!

Wenn schon Miteigentum, dann unter Beizug eines unabhängigen Beraters! Nur schon all das Kleingedruckte!!!

Prognosen, die Vergangenheit betreffend, sind im Allgemeinen sehr schwierig....

23.03.2010 15:29
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Immobilienblase

Smartie73 wrote:

Fine-Tuner wrote:

Interessant scheint mir auch die Frage, ob es heute überhaupt noch Sinn macht Wohneigentum zu haben?...heute wo alles in Lebensphasen abläuft und "RENT a life" ein Megatrend zu werden scheint....und im Alter ist Wohneigentum sowieso nur noch eine Belastung..?

Was die Änderung der Lebensgewohnheiten/-phasen angeht völlig einverstanden, andererseits war derjenige der seine Kohle die letzten 10 Jahre in eine (CH-)Immobilie versenkt sicher besser beraten als z.B. am Aktienmarkt - und auch ein Haus lässt sich wieder verkaufen - wenn auch nicht von heute auf morgen.

Mit dem Fall der Dumont-Praxis erscheint es mir weiter relativ verlockend "Lottereigentum" anzulachen wenn man auch selber etwas Hand anlegen kann, die damit mögliche Steuereinsparung (bei uns im Kt. Bern einer der grössten Ausgabenposten :x )ist nicht zu vernachlässigen.

Was die 2./3. Säule angeht - naja, also wir haben die 2. Säule für den Immobilienkauf nicht angetastet, ist für mich aber durchaus noch eine prüfenswerte Option bevor das Geld in den Wirren der Finanz- und Börsenkrisen komplett den Bach runter geht. Backsteine behalten ihren Wert! Blum 3

Gebe dir recht mit den Immobilienrenditen. Für mich nur ein Beweis, dass die Mieten im Schnitt überhöht sind.

Gebe dir auch recht bezüglich Einsatz 2./3. Säule als Pfand, dann jedoch als inidrekte Amo (..wegen noch ein bisschen Steuern sparen) und ganz wichtig: KEINE kapitalmarktgebundenen Produkte...sonst kommt eben der Bach.

Ubrigens, ich finde das genossenschaftliche Wohnen noch eine interessante Mischform. Man ist Miteigentümer und kann über alles Wichtige mitentscheiden und kann nur rausgeschmissen werden, wenn die Mehrheit der Genossen dies anlässlich der jährlichen GV beschliesst...was nach ein paar Bier wohl eher nicht mehr der Fall sein wird.

Familien schätzen die Vorzüge der Gemeinschaft und der sozialen Kontrolle. Ältere Semester schätzen es unter Menschen zu Hausen, die sie kennen...fühlen sich sicherer. Wie auch immer, ich sehe, dass Genossenschaftswohnungen sehr begehrt sind und lange Wartelisten bestehen. Eine Form wo nicht das Objekt im Zentrum steht, sondern das Wohnen.

Fine-Tuner

23.03.2010 14:54
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Immobilienblase

Fine-Tuner wrote:

Interessant scheint mir auch die Frage, ob es heute überhaupt noch Sinn macht Wohneigentum zu haben?...heute wo alles in Lebensphasen abläuft und "RENT a life" ein Megatrend zu werden scheint....und im Alter ist Wohneigentum sowieso nur noch eine Belastung..?

Fine-Tuner

Ach ja? Und wer stellt Dir die Mietwohnung/-Liegenschaft zur Verfügung? Sind dies nicht auch Eigentümer?

Ich finde es weiterhin sehr interessant Wohneigentum zu haben. In selbstbewohnten und vermieteten Umständen.

Spare in der Zeit, so hast Du in der Not

23.03.2010 14:04
Bild des Benutzers Smartie73
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Fine-Tuner wrote:

Interessant scheint mir auch die Frage, ob es heute überhaupt noch Sinn macht Wohneigentum zu haben?...heute wo alles in Lebensphasen abläuft und "RENT a life" ein Megatrend zu werden scheint....und im Alter ist Wohneigentum sowieso nur noch eine Belastung..?

Was die Änderung der Lebensgewohnheiten/-phasen angeht völlig einverstanden, andererseits war derjenige der seine Kohle die letzten 10 Jahre in eine (CH-)Immobilie versenkt sicher besser beraten als z.B. am Aktienmarkt - und auch ein Haus lässt sich wieder verkaufen - wenn auch nicht von heute auf morgen.

Mit dem Fall der Dumont-Praxis erscheint es mir weiter relativ verlockend "Lottereigentum" anzulachen wenn man auch selber etwas Hand anlegen kann, die damit mögliche Steuereinsparung (bei uns im Kt. Bern einer der grössten Ausgabenposten :x )ist nicht zu vernachlässigen.

Was die 2./3. Säule angeht - naja, also wir haben die 2. Säule für den Immobilienkauf nicht angetastet, ist für mich aber durchaus noch eine prüfenswerte Option bevor das Geld in den Wirren der Finanz- und Börsenkrisen komplett den Bach runter geht. Backsteine behalten ihren Wert! Blum 3

23.03.2010 13:55
Bild des Benutzers Fine-Tuner
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Immobilienblase

Die Statistik zeigt, dass Eigentümer von selbstbewohntem Wohneigentum (Haus, Wohnung, Wohnwagen etc. etc.) die beste Schuldnerkategorie darstellen. Die Ausfälle in diesem Segment sind verschwindend klein. "Bevor einer auf der Strasse schläft, frisst er Gras...". Hat ein ehemaliger Vorgesetzter von mir immer gesagt. Na, ja. Zumindest die Statistik gibt ihm recht. Zwangsversteigerungen gibt's zwar, aber sind doch die Ausnahme.

Von wegen Zinsen die steigen. M.E. werden die Zinsen in den nächsten 5-10 Jahren nicht steigen. Das Wirtschaftswachstum ist viel zu schwach. Gefahr droht den Hausbesitzern von dieser Seite nicht. Im Gegenteil, sie überzahlen ihre Hypos zur Zeit massiv. Eine Dreijährige Festhypothek für 3% ist Wucher!!!!....v.a. wenn man weiss, dass Banken zurzeit für Geld lediglich ein paar Promille bezahlen müssen!!!!!!!!!!!!!

Gefahr droht den Hausbesitzern m.E. von einer anderen Seite: Vor einer allgemeinen Verarmung durch Verlust des Einkommens (Arbeitslosigkeit infolge Reduktion der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage) oder des Vermögens (v.a. Rentenklau durch das System). Es ist sehr wohl bedenklich, dass viele Hypotheken mit 2. und 3. Säulegelder finanziert sind. Hier werden viele noch ein unfreudiges Erwachen haben....mit ihren Fondsgebundenen Vorsorgegeldern..!!!???

Interessant scheint mir auch die Frage, ob es heute überhaupt noch Sinn macht Wohneigentum zu haben?...heute wo alles in Lebensphasen abläuft und "RENT a life" ein Megatrend zu werden scheint....und im Alter ist Wohneigentum sowieso nur noch eine Belastung..?

Fine-Tuner

23.03.2010 10:36
Bild des Benutzers chateauduhartmilon
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Immobilienblase

Interessante Frage. Ich denke es wird auch bei uns viele geben, wo das Häusle wieder mit Verlust verkaufen müssen. Leider!

Die Banken haben sicherlich gezockt :!: