Indien

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06.09.2013 09:54
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Indien

Indiens neue Wirtschaftswaffe

Raghuram Rajan will Feuer mit Feuer bekämpfen. In seiner ersten Ansprache als Chef der indischen Notenbank deutete der bekannte Ökonom gestern an, wie er den Zerfall der Rupie stoppen will.

Den Personenkult um Notenbanker hat Raghuram Rajan nicht erfunden. Doch der ehemalige IWF-Chefökonom weiss genau um die Aufmerksamkeit, die ihm in diesen Tagen zuteilwird. Während Indiens Wirtschaft von massiven Geldabflüssen geschüttelt wird, tritt er seinen neuen Job als Gouverneur der indischen Notenbank an. Die Erwartungen sind hoch: Unter Ökonomen besitzt Rajan den Status eines Rockstars, seit er am Treffen der globalen Wirtschaftselite in Jackson Hole im Jahr 2005 eine Warnung vor der Finanzkrise aussprach. Das Wort des Chicagoer Ökonomen hat Gewicht in der Wirtschaftswelt, seine Aufsätze werden weltweit in Zeitungen abgedruckt.

In krassem Gegensatz zu Rajans Renommee steht der Handlungsspielraum, den der 50-Jährige als Chef der Reserve Bank of India besitzt. Die Notenbank steckt in der Klemme: Eine Leitzinssenkung würde dem stotternden Wirtschaftsmotor wieder Treibstoff geben, aber die Talfahrt der Rupie beschleunigen. Seit Anfang Jahr hat die Währung bereits 20 Prozent gegenüber dem Dollar verloren. Gleichzeitig würde die Inflation über tiefe Zinsen und höhere Importpreise angeheizt, was entgegen der erklärten Absicht von Rajan steht. Dagegen würde eine Zinserhöhung zwar die Rupie stützen und langfristig Stabilität bringen. Doch der Schritt müsste durch weitere Wachstumseinbussen zu einem hohen Preis erkauft werden.

Mehr Finanzdienstleistungen für die Armen

Wie es nach dem bisherigen Schlingerkurs weitergehen soll – im Sommer senkte man erst die Zinsen, um sie später wieder zu erhöhen –, will Rajan erst in zwei Wochen verraten. An seiner gestrigen Antrittsrede überraschte der 50-jährige Notenbanker trotzdem mit einigen Ankündigungen. Rajan will den indischen Bankensektor von zahlreichen Regulierungen befreien. Die Finanzhäuser sollen künftig freier entscheiden, was sie mit ihrem Geld tun wollen: So sollen die Quoten für den Kauf indischer Staatsanleihen reduziert werden und die Möglichkeiten zum Eigenhandel sollen erweitert werden. Neue Filialen sollen mit weniger bürokratischem Aufwand eröffnet werden, ausländische Banken sollen einfacheren Zugang zum indischen Markt erhalten.

Hinter dem Programm steckt zweierlei Kalkül. Erstens richten sich die Reformen an die Binnenwirtschaft: Dort sollen vermehrt Kredite an jene Unternehmen fliessen, die zwar produktive Arbeit verrichten, aber bislang zu wenig mit Geld versorgt wurden. Rajan will mehr Wettbewerb im protegierten Bankensektor, um ein «schnelleres, breiter basiertes und integrativeres Wachstum» herbeizuführen. Die Absicht wurde an den Märkten honoriert. Gleichsam als Willkommensgruss für den Notenbanker legte die Rupie am selben Handelstag um 2,3 Prozent zu, indische Aktien notierten wieder stärker, die Renditen indischer Staatsanleihen gingen zurück.

Ein Big Bang auf dem Subkontinent

Damit deutet sich an, dass auch Rajans zweites Ansinnen auf Wohlwollen stösst: Die Förderung von Kapitalströmen in Richtung des Subkontinents. Der amerikanisch-indische Doppelbürger will Indiens Finanzmarkt vergrössern und die Rolle der Rupie im internationalen System stärken. Von Zins-Future-Kontrakten über Dollar-Rupien-Swaps bis zu inflationsindexierten Sparzertifikaten soll dazu in den nächsten Monaten eine Reihe von Instrumenten neu geschaffen oder erweitert werden. Im Klartext bedeutet dies, dass Indiens Banken- und Finanzsystem im internationalen Kontext weniger «langweilig» werden soll, wie ein ehemaliger Zentralbankbeamte in Indien jüngst sagte.

In Anlehnung an den Wandel der Londoner City in den Achtzigerjahren qualifizierte die «Financial Times» Rajans Programm prompt als «Big Bang». Bemerkenswert sind die Reformen auch deshalb, weil Rajan selbst die Deregulierung der Finanzbranche vor der Krise noch als Gefahr bezeichnet hatte. Entsprechend vorsichtig spricht der Makroökonom heute über die Liberalisierung dieses wenig entwickelten Sektors in Indien. «Solche Reformen könnten Risiken ins System bringen», sagte er gestern, «wir müssen achtgeben, dass wir nicht Unsicherheiten schaffen, mit denen wir nicht umgehen können.» Gleichwohl beurteilt Rajan die Risiken des Nichtstuns höher als diejenigen des Handelns.

Wohl zu Recht. Denn die indische Regierung scheint momentan nicht fähig, selbst wirtschaftsfördernde Politik zu betreiben. Mit einem Staatsdefizit von 8,3 Prozent sind die Möglichkeiten limitiert, auf Preissteigerungen wird derzeit mit Subventionen geantwortet. Die Energiepreise sind in Indien doppelt so hoch wie in China, mit dem grossen Nachbarn kann Indien weder beim Infrastrukturbau noch bei den Löhnen mithalten. Als Wachstumsbremse gelten die rigiden Landkaufs- und Verkaufsgesetze auf dem Subkontinent, die den Bau von Geschäftsimmobilien verteuern. Angesichts dieser Ausgangslage wird auch Raghuram Rajan keine Wunder bewirken können. Den Rummel um seine Person kann er trotzdem nutzen – auch, um die Reserve Bank of India aus ihrer Umklammerung durch Politik und Interessengruppen zu lösen.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Indiens-neue-Wirtschaf...

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

09.02.2016 10:50
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Indien hängt angeblich China ab

Die indische Wirtschaft ist der Regierung zufolge Ende vergangenen Jahres schneller gewachsen als die chinesische. In den letzten drei Monaten 2015 lag das Wirtschaftswachstum in Indien bei 7,3 Prozent - in China waren es 6,8 Prozent.

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Der Aufschwung der drittgrößten asiatischen Volkswirtschaft nach China und Japan zahlt sich für die deutschen Unternehmen aus: Deren Exporte nach Indien legten 2015 um rund zehn Prozent zu, während die nach China erstmals seit 1997 schrumpften. Allerdings ist der Umsatz mit mehr als neun Milliarden Euro noch bescheiden: Der mit China ist etwa sieben Mal so groß.

nck/AP/Reuters

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/indien-haengt-china-beim-wirts...

 

 

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Benjamin Franklin

11.11.2014 15:31
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Acht Frauen bei Massensterilisierung in Indien gestorben

Nach einer Massensterilisierung in Indien sind Behördenangaben zufolge acht Frauen gestorben. Mehr als 60 Patientinnen wurden wegen Komplikationen ins Spital gebracht, 24 von ihnen schwebten in Lebensgefahr.

Das sagte ein Regierungsvertreter des zentralindischen Bundesstaats Chhattisgarh am Dienstag, wo die Eingriffe vorgenommen worden waren. Die Ursache für den tragischen Ausgang der Behandlung war zunächst unklar, vier ranghohe Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden wurden suspendiert.

Als Massnahme zur Geburtenkontrolle bietet der indische Staat Frauen eine kostenlose Sterilisierung an. Stimmen sie der Massnahme zu, erhalten sie darüber hinaus zur Belohnung umgerechnet 22 Franken.

http://www.cash.ch/news/alle/acht_frauen_bei_massensterilisierung_in_ind...

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Benjamin Franklin

06.08.2014 10:46
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Elias hat am 06.08.2014 - 09:47 folgendes geschrieben:

Im Kampf gegen Krankheiten baut die indische Regierung öffentliche Toiletten. Die Anlagen werden jedoch von der Bevölkerung nicht genutzt. Bisherige Aufklärungskampagnen haben versagt.

http://www.handelszeitung.ch/politik/indien-braucht-eine-toiletten-revol...

 

..auch bei der Toten-und Kadaverbeseitigung,braucht es wohl ebenfalls weitere Aufklärungsarbeit.

http://www.chinasmack.com/2010/pictures/filthy-india-photos-chinese-neti...

 

weico

06.08.2014 09:47
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Indien braucht eine Toiletten-Revolution

Im Kampf gegen Krankheiten baut die indische Regierung öffentliche Toiletten. Die Anlagen werden jedoch von der Bevölkerung nicht genutzt. Bisherige Aufklärungskampagnen haben versagt.

http://www.handelszeitung.ch/politik/indien-braucht-eine-toiletten-revol...

 

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Benjamin Franklin

12.05.2014 08:46
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Ein Land, in dem Frauen nichts wert sind

Sie werden vergewaltigt. Sie werden ermordet. Und das nur, weil sie weiblich sind. In weiten Teilen der indischen Gesellschaft werden Mädchen und Frauen als niedere Menschen diskriminiert. Eine der Folgen: eine hohe Anzahl von Fällen sexuellen Missbrauchs. Dabei gehören sowohl Touristinnen als auch vor allem sozial schwache Einheimische zu den Opfern. Reue zeigen die Täter meist nicht - selbst die Todesstrafe schreckt sie nicht ab.

 

 

Das gezielte Töten des weiblichen Geschlechts, der Femizid, ist ein grosses Problem in Indien: Föten werden abgetrieben, sobald zu erkennen ist, dass sie weiblich sind. Kleinkinder werden ermordet, weil sie als Mädchen auf die Welt kommen. Einige werden von der eigenen Familie umgebracht, damit die Angehörigen eine Mitgift bei einer Heirat umgehen.

 

http://www.gmx.ch/themen/nachrichten/panorama/42b0yji-indien-land-frauen...

 

 

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22.04.2014 10:02
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Börsianer setzen auf Regierungswechsel in Indien

Indien wählt ein neues Parlament. Die Aussicht auf einen Regierungswechsel auf dem Subkontinent lässt indische Aktien abheben. Wie Anleger mitverdienen können.

http://www.handelszeitung.ch/invest/stocksDIGITAL/boersianer-setzen-auf-...

 

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31.01.2014 12:39
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Indiens Wachstum stockt

Als Finanzminister hatte Manmohan Singh 1991 die Öffnung der indischen Wirtschaft eingeleitet. Seine Bilanz als Premierminister ist jedoch enttäuschend. Das Wachstum lahmt und immer mehr Schuldner können ihre Kredite nicht zurückzahlen.

 Indien Parlamentswahlen statt. Manmohan Singh wird sich nach zehn Jahren an der Regierungsspitze aus der Politik zurückziehen. Als Finanzminister hatte der heute 81-Jährige Anfang der neunziger Jahre die Öffnung der Wirtschaft eingeleitet und damit den Weg für einen unvergleichlichen Boom geebnet. Seine Bilanz als Premierminister ist jedoch enttäuschend. Gelähmt durch Korruptionsskandale und Machtkämpfe mit Koalitionspartnern hat seine Kongresspartei fast keine der dringend nötigen Reformen durchboxen können.

Schwache Währung

Neben äusseren Faktoren (wie der Abschwächung in China) hat die politische Lähmung Indien im letzten Jahr schwer zugesetzt. In der ersten Hälfte des laufenden Fiskaljahrs (bis Ende März) ist das Bruttoinlandprodukts (BIP) nur noch um 4,6% gewachsen und damit so langsam wie seit zehn Jahren nicht mehr. 2010/11 hatte der Wert noch bei stolzen 9,3% gelegen. Finanzminister Chidambaram betonte am Weltwirtschaftsforum in Davos zwar, ein Wachstum von 5% sei im globalen Vergleich immer noch ansehnlich. Laut dem Verband indischer Handels- und Industriekammern braucht das Schwellenland aber mindestens 8% Wachstum, um die 12 Mio. neuen Arbeitskräfte zu absorbieren, die jedes Jahr auf den Markt strömen.

Ausländische Anleger hatten in den letzten Jahren viel Liquidität in das aufstrebende Schwellenland gepumpt. Als die amerikanische Notenbank im Frühsommer jedoch ankündigte, ihr Anleihenkaufprogramm zurückzufahren, litt Indien unter starken Kapitalabflüssen. Die Börsenkurse brachen ein, und die Rupie erreichte Ende August ein Allzeittief. In den letzten Monaten gab es an beiden Fronten wieder eine leichte Entspannung. Der wichtigste Index am Bombay Stock Exchange, der Sensex, konnte 2013 insgesamt sogar 9% zulegen. Die Rupie schaffte es, die Hälfte der Verluste wettzumachen und verlor gegenüber dem Dollar netto 12,5%.

Hohe Zinsen

Die Krise ist jedoch längst nicht ausgestanden. Um die hohe Inflation unter Kontrolle zu bringen, hat die Zentralbank den Leitzins seit September dreimal angehoben auf nunmehr 8%. Sie konnte die Inflation dadurch verlangsamen. Im Dezember stiegen die Konsumentenpreise im Vergleich zum Vorjahr aber noch immer um 9,9%. Die hohen Zinsen haben das Wachstum weiter gebremst und auf die Laune von Investoren und Konsumenten gedrückt. Die Industrieproduktion ist im November im Vergleich zum Vorjahr um 2,1% zurückgegangen. Bei Konsumgütern war gar ein Einbruch um 8,7% zu verzeichnen. Selbst Vorzeige-Branchen wie die Automobilindustrie wiesen enttäuschende Zahlen aus. Der Verkauf von Privatautos ging 2013 um 7,2% zurück, jener von Nutzfahrzeugen um 15,6%.

In einer schweren Krise steckt auch der Bankensektor. Zwischen 2002 und 2007 hatten viele Banken die hohe Liquidität zu aggressiver Kreditvergabe genutzt. Doch wegen der Abschwächung und der hohen Zinsen können viele Schuldner ihre Darlehen nicht mehr zurückzahlen. Die notleidenden Kredite der gelisteten indischen Banken beliefen sich laut Zentralbank im September auf umgerechnet 36 Mrd. $. Zudem haben diese im letzten Jahr ausstehende Darlehen in Höhe von 64 Mrd. $ umgeschichtet. «Faule» und restrukturierte Kredite machen mittlerweile 10% des gesamten Kreditvolumens aus. Laut einem diese Woche veröffentlichten Bericht der indischen Tochter der Rating-Agentur Fitch wird der Anteil bis im März 2015 auf 14% steigen.

Solche Problemkredite drücken auf die Bilanz. Betroffen sind vor allem die Staatsbanken, die drei Viertel des Sektors ausmachen. Der Gewinn der grössten Bank, der State Bank of India, brach im zweiten Quartal um 35% ein. Die Regierung musste dem Sektor in den letzten Jahren wiederholt unter die Arme greifen. Im laufenden Fiskaljahr belaufen sich die Finanzspritzen auf ungefähr 2,2 Mrd. $. Laut Experten würden Indiens Banken aber etwa das Zehnfache davon benötigen, um die Kreditkrise zu überwinden.

Halbherzige Reformen

Am Donnerstag hat die Zentralbank einen Aktionsplan vorgelegt, mit dem sie das Problem unter Kontrolle bringen will. In erster Linie soll die Kreditvergabe schärfer kontrolliert und der Informationsaustausch zwischen den Banken verbessert werden. Der Sektor ist noch immer stark reguliert. Zum einen ist die Zahl der Niederlassungen, die eine Bank eröffnen kann, limitiert. Zum anderen müssen Banken 40% ihres Kreditvolumens an Bauern und Kleinunternehmen vergeben. Die Zentralbank will damit sicherstellen, dass auch ärmere Bevölkerungsschichten Zugang zu Kapital haben. Doch die restriktiven Vorschriften halten viele Investoren fern.

Nach seinem Amtsantritt im September hatte der neue Notenbankchef, Raghuram Rajan, eine Liberalisierung des Bankwesens versprochen. Unter anderem sollen neue Lizenzen vergeben und ausländische Investitionen erleichtert werden. Momentan decken ausländische Banken erst 6% des Marktes ab. Über 60% der 1,2 Milliarden Inder haben noch kein Bankkonto.

Eine Kommission der Notenbank hat Anfang Januar Reformvorschläge vorgelegt. Demnach soll bis 2016 jeder volljährige Inder ein Bankkonto besitzen und Zugang zu einer kleinen Geschäftsstelle oder einem Geldautomaten haben (Experten halten dieses ambitiöse Ziel für wenig realistisch). Die Kommission schlug vor, Lizenzen für eine neue Form von Kleinbanken zu vergeben, die ländliche Haushalte bedienen sollen. Die 40%-Regelung soll zudem gelockert werden. Banken sollen zwar weiterhin einen solchen Kreditanteil an ärmere Kunden vergeben. Sie sollen künftig aber wenigstens selber entscheiden können, ob sie mit Bauern oder Kleinunternehmern zusammenarbeiten wollen.

Es ist zu bezweifeln, dass eine solche Minimal-Reform viele ausländische Investoren anlocken würde. In anderen Sektoren wie etwa dem Einzelhandel haben ähnlich halbherzige Öffnungen nur geringes Interesse geweckt. Weil das Geschäftsklima schlecht ist, schauen sich zudem auch immer mehr indische Unternehmen nach Investitionsmöglichkeiten im Ausland um.

Mehr Elan nach den Wahlen?

Der Verband indischer Handels- und Industriekammern hat Singh Anfang Januar eindringlich aufgerufen, seine letzten Monate im Amt dazu zu nutzen, das Wachstum anzukurbeln. Doch Singhs Kongresspartei hat sich jahrelang vor unpopulären Reformen gedrückt und wird vor den Wahlen erst Recht nicht mehr handeln. Um die Wählerschaft zu besänftigen, hat sie diese Woche eine Ausweitung der Subventionen für Kochgas angekündigt.

Alle Umfragen sagen einen Sieg der oppositionellen Bharatiya Janata Party (BJP) voraus. Indiens Unternehmer hoffen, dass der als wirtschaftsfreundlich geltende Spitzenkandidat der BJP, Narendra Modi, das Steuer nach der Wahl herumreissen werde. Doch das ist alles andere als sicher. Wer immer die Wahlen gewinnt, wird auf die Unterstützung einer bunten Truppe von Koalitionspartnern angewiesen sein. Und für diese wird auch weiterhin das Interesse einer bestimmten Region oder Bevölkerungsgruppe im Vordergrund stehen und nicht die wirtschaftliche Gesundung der Nation.

http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschafts-und-finanzportal/indiens-wachst...

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Benjamin Franklin

03.01.2014 10:02
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Mädchen (16) nach Vergewaltigung tot

Das Opfer mehrerer Gruppen-Vergewaltigungen hatte sich bei der Polizei gemeldet. Ihre Peiniger haben sie erneut missbraucht und angezündet.

http://www.20min.ch/ausland/news/story/15299324

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