Ja zur Hanf-Initiative am 30. November (Volksamstimmung)

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25.10.2008 11:08
#1
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Ja zur Hanf-Initiative am 30. November (Volksamstimmung)

Ich hoffe wirklich sehr, dass das Schweizer Volk am 30. November eine vernünftige Entscheidung trifft und Ja stimmt zur Hanf-Initiative. Übrigens: Der unten stehende Text mit den Argumenten kann sehr gerne kopiert, gedruckt, in anderen Foren veröffentlicht oder sonst irgendwie verbreitet werden (Schule, Arbeitsplatz, Familie, Flyer, Plakat, etc.) - sehr gerne sogar.

Was spricht für eine Legalisierung des Anbau, Erwerb und Konsums für Cannabis (Marihuana) für den Eigenbedarf?

Ich könnte einen halben Roman verfassen darüber, aber ich möchte mich kurz und bündig halten und kurz die Argumente auflisten.

1. Entkriminalisierung und Senkung der Kosten, die durch Strafverfolgung entstehen

700'000 Schweizer, also etwa 10% der Bevölkerung konsumieren regelmässig Marihuana, obwohl dies verboten ist. Der allergrösste Teil kann vernünftig mit dieser Droge umgehen. Aber trotzdem muss die Polizei und die Behörden (Untersuchungsrichter der Bezirksämter) eine Jagd machen auf Kiffer, denn sie verstossen gegen geltendes Gesetz. Das kostet den Steuerzahler sehr viel. Es gibt wichtigeres zu tun, als jedem Gramm Marihuana hinterherzujagen, oder? Fast allen Kiffern können keine weiteren Straftaten nachgewiesen werden ausser ihrem Cannabiskonsum. Grundsätzlich sind alle gesellschaftlich integriert und gehen einer geregelten Arbeit nach. Sie wollen lediglich ein Tütchen nach Feierabend oder am Wochenende geniessen. Es ist schade und teuer, wenn harmlose Kiffer ihren Job verlieren, weil ein Strafverfahren gegen sie eröffnet wird/wurde auf Grund des Konsums einer relativ harmlosen Droge.

2. Cannabis ist eine relativ harmlose Droge

Aus der Pflanze werden die Drogen Marihuana, Haschisch und Haschischöl produziert. Cannabis erachte ich als weniger gefährlich als Alkohol oder Nikotin. Alkohol hat ein viel stärkeres Sucht- und Abhängigkeitspotenzial. Alkohol schadet nicht nur den Konsumenten, sondern auch seiner Umgebung - Oft hat die Zerstörung einer Familie oder Partnerschaft die Ursache im übermässigen Alkoholkonsum einer Person. Co-Abhängkeit ist eine traurige Sache. Oft ist bei übermässigen Alkoholkonsum Gewalt, Erinnerungslücken (black out), gesundheitliche Schäden, etc. eine Nebenwirkung. Cannabiskonsumenten hingegen schaden höchstens (!!!) ihrem eigenen Leben. Wer kifft, wird nicht aggressiv und weiss jederzeit, wer und wo er ist. Und eine körperliche Abhängigkeit ist bei Cannabis nicht möglich - bei Alkohol hingegen kann es recht schnell zur körperlichen Abhängigkeit (zittern, Delirium => Arbeitsunfähigkeit) kommen.

3. Umgang mit Drogen

Es ist schade, dass der Konsum einer vielseitig einsetzbaren Pflanze verboten ist. Sehr selten kommt es vor, dass der Cannabiskonsum übertrieben wird. Aber hier ist nicht die Pflanze schuld, sondern alleine der Konsument. Der "unsachgemässe" Gebrauch (also quasi Missbrauch) von Marihuana macht mich und viele andere Kiffer wütend - auch wenn er selten vorkommt. Dass wenige Leute nicht mit Drogen umgehen können und alle Kiffer darunter zu leiden haben, ist einfach nicht fair. Durch die Entkriminalisierung, bzw. Legalisierung des Cannabiskonsums können klare gesellschaftliche Regeln und der Umgang mit dieser Droge formuliert werden - Ein Joint sollte den gleichen Stellenwert und Umgang wie eine Dose Bier bekommen. Das bedeutet: Kein Gras vor und während der Arbeit!! Auch der Jugendschutz (Prävention, Aufklärung, Information) kann seine volle Wirksamkeit erst durch die Legalisierung entfalten...

4. Klare Abgrenzung vom kriminellen Niveau

Heute müssen Kiffer ihren Stoff illegal beschaffen - im Untergrund, in der dunklen Gasse, bei Dealern. Und diese bieten leider auch gefährlichere Stoffe an: Kokain, Heroin, Speed, XTC, Amphe, etc. Fast alle wollen einfach ihr Gras, könnten durch das "Angebot" aber durchaus in Verführung geraten, mal andere Drogen auszuprobieren. Das darf nicht sein.

5. Einnahmen und kontrollierte Abgabe

Wird Marihuana und Haschisch legal erhältlich bei offiziellen Verkaufsstellen, winken grosse Einnahmen zu Gunsten des Staates durch Mehrwertsteuer. Durch die Legalisierung könnten viele Jobs geschaffen werden: Im Bereich Verkauf (Läden), Anbau (Landwirte) und Kontrolle. Zudem entfällt die Strafverfolgung, die pro Fall/Person gut und gerne etwa 1000 Franken verursacht - polizeiliche Ermittlung/Vorgehen dauert ihre Zeit. Auch die Juristen/Gerichte sollten entlastet werden und sich nicht mehr mit der Bestrafung der Kiffer auseinandersetzen müssen. Diese Ausgaben können wir uns ersparen, oder? Zur kontrollierten Abgabe gehört übrigens auch ein kontrollierter Konsum: Nicht vor oder während der Arbeit UND nicht in der Öffentlichkeit. In speziellen Räumen (Coffeeshops und in privaten Räumlichkeiten) soll gekifft werden dürfen - ausserhalb aber nicht!

6. Medizinischer Einsatz/Verwendbarkeit

Durch Gespräche mit mehreren dipl. Pflegefachfrauen, meinem Hausarzt und einem Kantonsarzt habe ich festgestellt, dass die Legalisierung von Cannabis sehr wünschenswert ist im medizinischen Bereich - als Ersatz und/oder Ergänzung für sehr teuere Medikamente und erst noch wirksamer. Tetrahydrocannabinol (THC) kann sehr vielfältig eingesetzt werden, unter anderem wird die appetitangregende Wirkung sehr geschätzt bei Krebs- und AIDS-Patienten sowie bei weiteren Personen, die unter Krankheiten leiden, die einen Gewichtsverlust zur Folge haben. Interessanterweise haben Cannabisprodukte auch bei Patienten mit psychischen Störungen und Belastungen eine angenehme Wirkung. Negative Erinnerungen können besser verarbeitet und ad acta gelegt werden.

Ich könnte noch mehr Argumente bringen, aber im Moment sollten meine soeben oben ausgeführten Gründe für die Legalisierung von Cannabisprodukten zur Diskussion und zum Nachdenken anregen.

Mein Wunsch ist eine vernünftige Entscheidung an der Urne am 30. November - und diese Entscheidung kann nur "Ja zur Hanfinitiative" lauten.

Mit Gruss!

Marktinsider

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27.10.2008 20:25
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Ja zur Hanf-Initiative am 30. November (Volksamstimmung)

wenn drogenkonsum nicht mehr strafbar, kontrollierter guter stoff verkauft wird und somit dem schwarzmarkt und drogenmafia die einnahmequelle entfällt, geht auch keiner mehr auf pausenplätze und "fixt" schüler an!

die bereits süchtigen profitieren leider nicht mehr, aber unsere schulkinder von heute und moregen werden es uns danken. zudem spahrt der staat viel geld und die drogenbauern kriegen besseres geld.

NEHMT dem drogenmarkt den verdienst und er wird stark reduziert.

provokativ ich weiss....

äs grüessli us europa

investy

27.10.2008 19:32
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Ja zur Hanf-Initiative am 30. November (Volksamstimmung)

THC ist auch die Droge, welche sprichwörtlich dumm macht, wenn ich das jetzt mal aus eigenerfahrung sagen darf, im vgl. zu anderen Substanzen ist mir das merklich aufgefallen...

Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen.

A. Schopenhauer



Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen.

27.10.2008 19:29
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faisling
Ja zur Hanf-Initiative am 30. November (Volksamstimmung)

hanf gehört verboten. absolut überflüssige frage. schaut euch doch mal die jugend an. ein elend diese droge. wie kann jemand verantworten ja zu stimmen? einfach lächerlich.

ed/

in asien (nepal oder indien) gibt es menschen, welche kühe vergöttern, genauer gesagt die einzelnen fellhaare der kuh. dies sind ungefähr 3 millionen und jedes einzelne ist bei ihnen eine gottheit. nun, die hardcore-kuh-verehrer verschreiben ihr gesamtes leben einemm dieser kuhhare. sie stehen jeden morgen gegen vier uhr auf, also bei uns so gegen 23 uhr und fangen an gras zu rauchen. so geht das den ganzen tag lang. die ganze woche lang. den ganzen monat lang. das ganze jahr lang. das ganze leben lang. etwas habe ich noch vergessen: sie bemahlen sich mit farbe und betteln um geld um mehr drogen kaufen zu können.

Wollt ihr das auch?

26.10.2008 16:11
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Ja zur Hanf-Initiative am 30. November (Volksamstimmung)

T15 wrote:

kannst du mir mal ein "wirklichen" wissenschaftlichen bericht zeigen wo diese droge wirksamer ist als medikamente?

Bei Alzheimer zum Beispiel.

Und ja, ich habe auch schon ein paar mal (vielleicht 6 mal in meinem Leben) Haschisch geraucht.

Und bevor jetzt einer auf die Idee kommt, mich bei den Bullen zu verpfeifen: Die Vereinigten Arabischen Emirate haben keine Auslieferungsabkommen mit der Schweiz Blum 3Blum 3Blum 3

26.10.2008 12:46
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„Für eine vernünftige Hanf-Politik mit wirksamem Jugendschut

http://www.vernunft-schweiz.ch/docs/20081013_Hanfinitiative.pdf

Guter neutraler Bericht über die Volksinitiative.

26.10.2008 11:45
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Ja zur Hanf-Initiative am 30. November (Volksamstimmung)

Wir leben leider in einer schizophrenen Welt, voller Vorurteilen und Dogmen. Die meisten Menschen sind von ihnen gefangen und nur wenige können sich davon lösen.

Es lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen, wann in der Menschheitsgeschichte gewisse Drogen als "gut" und andere als "schlecht" stigmatisiert wurden.

Seit es Menschen gibt, haben sie Drogen konsumiert. Der Wunsch, die Emotionen zu manipulieren ist so alt wie die Menschheit selbst. So auch der Streit darüber, ob Drogen gut oder schlecht sind.

Es gab immer Zeiten, in denen Drogen grundsätzlich akzeptiert, salonfähig, ja sogar en vogue waren. Dann gab es auch Zeiten, in denen Drogen als des Teufels und als das Letzte galten.

Doch schon die Definition des Begriffs Droge ist unbestimmt und man könnte grundsätzlich alles darunter subsummieren wonach Menschen dürsten.

Verbote sind Armutszeugnisse, die zeigen, dass eine Gesellschaft mit einem Problem nicht umgehen kann. Traurig wenn wir keine besseren Ansätze finden. Obwohl ich Nichtraucher bin und auch sonst kein Kraut konsumiere, werde ich Ja stimmen.

Happy voting

Fine-Tuner

26.10.2008 11:33
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T15
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Ja zur Hanf-Initiative am 30. November (Volksamstimmung)

@marktinsider

bitte pass ein bisschen auf mit deinen AUSSAGEN, ich hab nicht gesagt das mein leben missraten ist!

also nochmals zum klarstellen ich war 17jahre... und ja ich wurde "lasch" "unmotiviert" für schule und arbeit! das ganze hat sich zum glück bei mir wieder geändert.

aber ich denk so hab ich 1jahr verloren in dem ich nicht sinnvoll gelernt habe und mir nicht den arsch aufgerissen habe...

die einstellung "ach, scheiss drauf" oder "mir doch egal" war da bei mir und ist auch bei vielen solchen die hanf konsumieren...

evtl. hätten wir ne andere möglichkeit für den rausch gesucht, kann ich dir nicht beantworten.

und klar hab ich nichts von KOKAIN legalisierung gesagt, ich weiss das KOKAIN viel konsumiert wird. "chefetagen" und auch jugendliche... ich möchte nur sagen nur weil 10% der bevö. etwas nehmen muss es nicht gleich legalisiert werden! (meine meinung)

ich frag mich nur wird es ein vorteil haben wenn wir das ganze legalisieren!?

wenn kinder 13jährige zum ersten mal zigaretten finden und zum "probiere" rauchen... werden sie in zukunft einen joint finden?

jetzt wird der befürworter sagen "regeln, ab 18"

was ja beim hochprozentigen alkohol auch nicht klappt Wink

auch ein bsp.

------------------------

ich bin chef... ich will das meine mitarbeiter konzentriert arbeiten und vorwärts machen was unter hanf konsum nicht möglich ist...

------------------------

sollte hanf jetzt wie alkohol behandelt werden oder wie zigaretten?

weil laut deiner liste alkohol gefährlicher ist??

26.10.2008 11:28
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Ja zur Hanf-Initiative am 30. November (Volksamstimmung)

arunachala wrote:

fine-tuner, danke für dein votum, danke!

a) es gibt ein recht auf rausch. und ich will mir nicht vorschreiben lassen, welche drogen gut für mein gehirn und meinen körper sind und welche schlecht.

b) drogen begleiten die menschheit seit anbeginn. was verboten und was erlaubt ist, hängt von zeit, kultur, religion ab und nicht davon, wie «gefährlich» eine droge ist.

heroin z.b. verursacht keine hirnschäden und keine organischen schäden. aber es erzeugt eine schwere sucht.

alkohol kann hirnschäden und organschäden verursachen und erzeugt eine schwere sucht.

c) durch eine legalisierung sämtlicher drogen würde dem organisierten verbrechen sowie dem organisierten staatlichen verbrechen, sprich den geheimdiensten, ein wichtiges standbein entzogen.

siehe z.b. cia mit iran-contra-affäre. ja, die usa und der iran waren auch schon gute freunde ... der cia und herr laden ebenso, wer hat in den 80er-jahren afghanistan geholfen heroinlabors einzurichten und den opiumanbau gefördert?

durch eine legalisierung aller drogen wären nicht mehr diese horrenden renditen möglich. dies heisst nicht, dass drogen billiger sein sollten, der staat soll wie bei alkohol und tabak steuern erheben. steuern für information, prävention, und krankenkasse.

ich werde «ja» stimmen, doch die initiative wird keine chance haben, 30% ja-stimmen wären bereits ein achtungserfolg.

also, weiterhin hochgezüchteten und chemiegedüngten indoor-hanf und haschisch aus korrupten dritte-welt-ländern statt sonnengereiften einheimischen bio-hanf mit einem «natürlichen» thc-gehalt (aus welchem übrigens formidables haschisch herzustellen ist).

@marktinsider: bitte nenn cannabis nicht «marihuana». marihuana ist slang, wie mary jane, maria johanna, piece, shit, gras, etc. marihuana hört sich so fremd und gefährlich an ...

cannabis ist der lateinische name, zu deutsch ganz einfach hanf.

edit @marktinsider: ach ja, die abgrenzung von den dealern: ein «dealer» ist ein händler, ich hab früher auch drogen gehandelt, dabei nie jemanden um geld, gewicht oder qualität betrogen. und jeder konsument ist froh um einen händler, na also, ihr hanflegalisierungs-befürworter, lasst die «hetze» gegen drogenhändler, alkoholverkäufer und konsumenten anderer drogen!!!

arunachala: Völlie Zustimmung zu den Punkten a), b) und c). Bei c) möchte ich einfach noch anmerken, dass ich nicht für die Legalisierung aller Drogen bin, sondern nur von Cannabisprodukten, d.h. Marihuana und Haschisch.

Ich glaube noch nicht so recht daran, dass das schweizer Volk ein Ja zur Hanf-Initiative an die Urne legen wird, aber es wäre vernünftig. So eine Chance gibts nur einmal im Leben, diese sollte genutzt werden...

Cannabis ist die Pflanze, aus der die Drogen Marihuana (Hanf-Blüten) und Haschisch (gepresstes Harz) gewonnen werden. Marihuana klingt gefährlich, ist es aber nicht. Aber ich nenne die getrockneten Blüten auch lieber Gras.

Gruss!

MI

26.10.2008 11:20
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Ja zur Hanf-Initiative am 30. November (Volksamstimmung)

Fine-Tuner wrote:

Ich bin für eine Freigabe aller Drogen vom Nikotin bis zu Heroin. Beschränkungen des Konsums irgendwelcher Art ist eine Bevormundung und nervt mich extrem. Zudem sind Konsumverbote völlig ineffizient und verursachen immer extreme Folgekosten. Es gibt hunderte Beispiele dafür.

Natürlich nicht einfach laissez faire:

Staatlich regulierte Abgabe wie bei Zigaretten und Alkohol.

Extrem starke Beschränkung bei Minderjährigen mit hohen Strafen für Abgabe an Minderjährige. Werbeverbot für alle Drogen (Alkohol inklusive). Weitere Beschränkungen (z.B. Exportverbote) können sinnvoll sein.

Fast eine volle Zustimmung :!: Ich bin aber ganz klar gegen eine Legalisierung von Kokain, Heroin, Speed und Amphe. Diese zerstören den Körper oft in kurzer Zeit und das Abhängigkeitspotenzial ist sehr hoch (physisch und psychisch, während bei Cannabis auf Grund der Wirkungsweise höchstens eine psychische Sucht möglich ist). Kontrollierte Abgabe ist wichtig, ganz klar. Und das wird auch so kommen.

Und ja, ein erwachsener Mensch in einer direkten Demokratie soll selbstbestimmt Leben und Handeln können. Jeder erwachsene Mensch ist für sich selbst verantwortlich, muss aber auch alle Konsequenzen selbst tragen. Zu einer Demokratie gehört m.E. Selbstbestimmung dazu. Ungerechtfertigte Verbote machen ein Volk unzufrieden. Ich bin ein Gelegenheitskonsument und geniesse schon seit ca. 8 Jahren ab und zu ein Tütchen. Ich wünsche mir einfach die Straffreiheit und kontrollierte Verfügbarkeit, wenn ich mal Gras nehmen will.

Gruss

Marktinsider

26.10.2008 11:15
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Ja zur Hanf-Initiative am 30. November (Volksamstimmung)

T15 wrote:

ich bin schwer zu überzeugen Lol

kannst du mir mal ein "wirklichen" wissenschaftlichen bericht zeigen wo diese droge wirksamer ist als medikamente?

kokain wird auch viel konsumiert... wiess da jemand zahlen? die 10% sagen für mich ganz klar nichts über eine befürwortung... evtl. gibts schon 10% die kokain nehmen... ist ja kein grund legal zu werden oder?

ich könnt als gegner genausoviele arrgumente bringen wie der befürworter :!:

meine persönliche meinung.... ich hab das auch mal gemacht und ich denke es wäre besser wenn man dies nicht macht den in den 3Jahren habe ich nicht wirklich viel geleistet... MEINE ERFAHRUNG, MEINE MEINUNG... bei einem kumpel dasselbe :!:

also jeder der einen rauchen will ok, aber durch das verbot würeden viele öfter und in alleröffentlichkeit das tun... und während der arbeit... ich seh da kein vorteil.

Wink

Wissenschaftliche und medizinsch untermauerte Belege kann ich im Moment nicht liefern, da Cannabis leider nicht offiziell eingesetzt werden darf. Aber es gibt genug Hinweise auf mögliche Einsatzgebiete im medizinschen Bereich (Google: "Cannabis + Medizin" gibt genug Resultate).

Es ist mühsam, dass Gegner der Cannabis-Legalisierung mit dem Argument kommen, dass man gleich Kokain und Heroin legalisieren könnte. Auf Wikipedia habe ich eine Drogen-Liste gesehen, in der die Drogen nach Gefährlichkeit sortiert sind. Diese Liste dürfte wissenschaftlich und medizinsch korrekt sein, denn sie berücksichtigt das Suchtpotenzial und die möglichen gesundheitlichen Folgen. In dieser Liste kommen Crack, Heroin, Kokain und Amphe vor Nikotin und Alkohol. Erst dahinter folgt Cannabis.

Du und dein Kumpel haben negative Erfahrungen gemacht, OK. Wahrscheinlich wart ihr zu jung für den Konsum. Es ist aber zu einfach und zu bequem, bei einem missratenen Leben die Schuld bei den Drogen zu suchen. Vielleicht hattet ihr einfach kein passendes Umfeld (Eltern), das euch einen kräftigen und nötigen Tritt in den Arsch gab. Vielleicht hattet ihr auch fehlende Zukunftsperspektiven oder wurdet mangelhaft aufgeklärt. Wäre euer Leben jetzt wirklich besser, wenn ihr nicht gekifft hättet? Hättet ihr nicht eine andere Möglichkeit zum Rausch gesucht?

Gruss!

Marktinsider

26.10.2008 11:08
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Re: Ja zur Hanf-Initiative am 30. November (Volksamstimmung)

Psytrance24 wrote:

aha... was ist denn das für eine Propaganda, verharmlosen und dafür Alkohol als grosses Übel hinstellen, ich kenne genug Leute die wegen des Kiffens "überegheit" sind... bzw. ihr leben verspielt haben, THC ist sicher keine harmlose Droge.

Verharmlosen will ich keine Droge

Nein, Marihuana und Haschisch sind keine harmlose Drogen, aber weniger gefährlich als Alkohol und Nikotin. Zu einer Demokratie gehört meines Erachtens auch die Selbstverantwortung des erwachsenen Volks. Jeder soll selber wissen, das er tut. Dabei ist Jugendprävention und Aufklärung nötig.

Jugendschutz, kontrollierte Abgabe und Aufklärung

Dazu gehört klar ein Jugendschutz und eine kontrollierte Abgabe. Dies kann z.B. durch lizenzierte Verkaufs-Stellen stattfinden. Ab und zu sollten Test-Einkäufe gemacht werden. Gelangt eine minderjährige Person (unter 18) zu Gras, muss der entsprechende Laden gebüsst und verwarnt werden. Bei einem zweiten erfolgreichen Test-Kauf durch eine minderjährige Person sollte dem Laden die Verkaufs-Lizenz entzogen werden.

Zum Vergleich Alkohol vs. Cannabis

Ein Joint soll in den Gesetzen und in der Gesellschaft den gleichen Stellenwert wie eine Dose Bier erhalten. Das bedeutet: Kein Joint vor/während der Arbeit, Autofahrt, etc.! Höchstens zu Feierabend oder am Wochenende ist eine Tüte OK. Unsachgemässer Konsum führt fast immer zu Problemen im Leben und am Arbeitsplatz, egal bei welcher Droge (Alkohol, Nikotin, Cannabis, etc.)! Es darf nicht sein, dass eine Pflanze schuld ist, wenn jemand nicht richtig damit umgehen kann. Der Konsument ist für einen vernünftigen Umgang selbst verantwortlich.

Selbstverantwortung und massvoller Konsum

Also wer "überegheit" ist, ist selber schuld. Es gibt im Vergleich zu allen Konsumenten einige wenige Konsumenten, die unsachgemäss Cannabis konsumieren. Ja, übertriebener Konsum kommt vor, aber hier ist die Schuld nicht bei der Pflanze zu suchen, sondern beim Konsumenten und dessen Umfeld (Erziehung, Lebenseinstellung, Vernunft, Persönlichkeit, Charakter). Information und Aufklärung kann zu einem massvollen und vernünftigen Umgang mit Cannabisprodukten beitragen.

25.10.2008 23:27
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Ja zur Hanf-Initiative am 30. November (Volksamstimmung)

fine-tuner, danke für dein votum, danke!

a) es gibt ein recht auf rausch. und ich will mir nicht vorschreiben lassen, welche drogen gut für mein gehirn und meinen körper sind und welche schlecht.

b) drogen begleiten die menschheit seit anbeginn. was verboten und was erlaubt ist, hängt von zeit, kultur, religion ab und nicht davon, wie «gefährlich» eine droge ist.

heroin z.b. verursacht keine hirnschäden und keine organischen schäden. aber es erzeugt eine schwere sucht.

alkohol kann hirnschäden und organschäden verursachen und erzeugt eine schwere sucht.

c) durch eine legalisierung sämtlicher drogen würde dem organisierten verbrechen sowie dem organisierten staatlichen verbrechen, sprich den geheimdiensten, ein wichtiges standbein entzogen.

siehe z.b. cia mit iran-contra-affäre. ja, die usa und der iran waren auch schon gute freunde ... der cia und herr laden ebenso, wer hat in den 80er-jahren afghanistan geholfen heroinlabors einzurichten und den opiumanbau gefördert?

durch eine legalisierung aller drogen wären nicht mehr diese horrenden renditen möglich. dies heisst nicht, dass drogen billiger sein sollten, der staat soll wie bei alkohol und tabak steuern erheben. steuern für information, prävention, und krankenkasse.

ich werde «ja» stimmen, doch die initiative wird keine chance haben, 30% ja-stimmen wären bereits ein achtungserfolg.

also, weiterhin hochgezüchteten und chemiegedüngten indoor-hanf und haschisch aus korrupten dritte-welt-ländern statt sonnengereiften einheimischen bio-hanf mit einem «natürlichen» thc-gehalt (aus welchem übrigens formidables haschisch herzustellen ist).

@marktinsider: bitte nenn cannabis nicht «marihuana». marihuana ist slang, wie mary jane, maria johanna, piece, shit, gras, etc. marihuana hört sich so fremd und gefährlich an ...

cannabis ist der lateinische name, zu deutsch ganz einfach hanf.

edit @marktinsider: ach ja, die abgrenzung von den dealern: ein «dealer» ist ein händler, ich hab früher auch drogen gehandelt, dabei nie jemanden um geld, gewicht oder qualität betrogen. und jeder konsument ist froh um einen händler, na also, ihr hanflegalisierungs-befürworter, lasst die «hetze» gegen drogenhändler, alkoholverkäufer und konsumenten anderer drogen!!!

seid schlang wie die klugen und schlug wie die klangen. (kasimir 487)

25.10.2008 18:02
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Ja zur Hanf-Initiative am 30. November (Volksamstimmung)

Ich bin für eine Freigabe aller Drogen vom Nikotin bis zu Heroin. Beschränkungen des Konsums irgendwelcher Art ist eine Bevormundung und nervt mich extrem. Zudem sind Konsumverbote völlig ineffizient und verursachen immer extreme Folgekosten. Es gibt hunderte Beispiele dafür.

Natürlich nicht einfach laissez faire:

Staatlich regulierte Abgabe wie bei Zigaretten und Alkohol.

Extrem starke Beschränkung bei Minderjährigen mit hohen Strafen für Abgabe an Minderjährige. Werbeverbot für alle Drogen (Alkohol inklusive). Weitere Beschränkungen (z.B. Exportverbote) können sinnvoll sein.

25.10.2008 14:08
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Re: Ja zur Hanf-Initiative am 30. November (Volksamstimmung)

Marktinsider wrote:

2. Cannabis ist eine relativ harmlose Droge

Aus der Pflanze werden die Drogen Marihuana, Haschisch und Haschischöl produziert. Cannabis erachte ich als weniger gefährlich als Alkohol oder Nikotin. Alkohol hat ein viel stärkeres Sucht- und Abhängigkeitspotenzial. Alkohol schadet nicht nur den Konsumenten, sondern auch seiner Umgebung - Oft hat die Zerstörung einer Familie oder Partnerschaft die Ursache im übermässigen Alkoholkonsum einer Person. Co-Abhängkeit ist eine traurige Sache. Oft ist bei übermässigen Alkoholkonsum Gewalt, Erinnerungslücken (black out), gesundheitliche Schäden, etc. eine Nebenwirkung. Cannabiskonsumenten hingegen schaden höchstens (!!!) ihrem eigenen Leben. Wer kifft, wird nicht aggressiv und weiss jederzeit, wer und wo er ist. Und eine körperliche Abhängigkeit ist bei Cannabis nicht möglich - bei Alkohol hingegen kann es recht schnell zur körperlichen Abhängigkeit (zittern, Delirium => Arbeitsunfähigkeit) kommen.

aha... was ist denn das für eine Propaganda, verharmlosen und dafür Alkohol als grosses Übel hinstellen, ich kenne genug Leute die wegen des Kiffens "überegheit" sind... bzw. ihr leben verspielt haben, THC ist sicher keine harmlose Droge.

Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen.

A. Schopenhauer



Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen.

25.10.2008 11:25
Bild des Benutzers T15
T15
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Ja zur Hanf-Initiative am 30. November (Volksamstimmung)

ich bin schwer zu überzeugen Lol

kannst du mir mal ein "wirklichen" wissenschaftlichen bericht zeigen wo diese droge wirksamer ist als medikamente?

kokain wird auch viel konsumiert... wiess da jemand zahlen? die 10% sagen für mich ganz klar nichts über eine befürwortung... evtl. gibts schon 10% die kokain nehmen... ist ja kein grund legal zu werden oder?

ich könnt als gegner genausoviele arrgumente bringen wie der befürworter :!:

meine persönliche meinung.... ich hab das auch mal gemacht und ich denke es wäre besser wenn man dies nicht macht den in den 3Jahren habe ich nicht wirklich viel geleistet... MEINE ERFAHRUNG, MEINE MEINUNG... bei einem kumpel dasselbe :!:

also jeder der einen rauchen will ok, aber durch das verbot würeden viele öfter und in alleröffentlichkeit das tun... und während der arbeit... ich seh da kein vorteil.

Wink