Japan

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Japan

Das Land ist hoffnungslos verschuldet, steckt seit Jahrzehnten in einer Krise, leidet an Naturkatastrophen und steckt mitten im demographischen Wandel.

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Japan entdeckt Lagerbestände an seltenen Erden

Japan ist in seinem Bestreben, von Importen seltener Erden aus China für seine Industrieproduktion unabhängiger zu werden, einen grossen Schritt weiter gekommen. Japanische Forscher haben nach eigenen Angaben ein gigantisches Reservoir von heissbegehrten seltenen Erden auf dem Meeresgrund vor dem Korallenriff Minamitorishima entdeckt. Die kleine Insel liegt rund 1860 km südlich der Hauptstadt Tokio und gehört zur japanischen Wirtschaftszone. Auf dem Grund des Pazifiks seien dort seltene Erden in sehr hoher Konzentration gefunden worden, teilten die Behörde für Meeresbodenforschung und die Universität von Tokio mit. Die Konzentration sei etwa 30-mal höher als die der seltenen Erden, die derzeit aus China geliefert würden.

Die entdeckten Erden liegen nach Angaben der Wissenschafter in einer Tiefe von 5800 m unter dem Meeresspiegel. Der Boden vor der Insel Minamitorishima enthalte mindestens 17 verschiedene Metalle und weise eine 20- bis 30-mal so hohe Konzentration wie die chinesischen Vorkommen auf, teilten die Forscher mit. Die Insel, ein Korallenriff, habe die Form eines Dreiecks mit einer Länge von jeweils rund 3 km. Bisher haben dort Mitarbeiter des Wetterdienstes, aber auch Soldaten der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte gearbeitet. Die Menge der abbaufähigen Rohstoffe wird nach ersten Berichten auf 6,8 Mio. t geschätzt. Das würde den derzeitigen Bedarf der japanischen Industrie für rund 230 Jahre decken.

Wie und zu welchem Preis die Rohstoffe geborgen werden könnten, ist nach den bis jetzt bekannten Angaben allerdings noch unklar. Bisher sei kommerzieller Bergbau in Tiefen über 5000 m noch nie erfolgreich gewesen. Seltene Erden werden unter anderem in Handys und Windkraftanlagen verbaut. Auch die deutsche Industrie braucht diese Rohstoffe. So hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel Anfang des vergangenen Jahres Reisen nach Kasachstan und in die Mongolei unternommen, um dort Verträge über eine Beteiligung Deutschlands an der Förderung seltener Erden abzuschliessen. Wie die japanischen haben auch westliche Firmen den Einfluss Pekings auf den Handel mit diesen Erden wiederholt beklagt und moniert, dass China Exportbegrenzungen und die Preisgestaltung zu politischen Zwecken und zur Förderung der eigenen Industrie beeinflusse.

China kontrolliert derzeit fast 90% des Handels mit seltenen Erden – Mineralien, die für moderne Produkte eingesetzt werden. In den letzten Jahren hat China sein Monopol immer wieder ausgenutzt, um konkurrierende Unternehmen aus anderen Ländern unter Druck zu setzen. Auch die japanische Hightech-Industrie ist auf den Rohstoff dringend angewiesen und deshalb abhängig von China. Eine kommerzielle Ausbeutung der Lager vor Minamitorishima könnte Japan schon in wenigen Jahren unabhängig von Importen machen.

Das japanische Ministerium für Wirtschaft und Industrie kündigte am Freitag an, die Vorkommnisse und die Region mit dem Beginn des nächsten Haushaltsjahres gründlich zu erkunden. In Japan beginnt das Fiskaljahr am 1. April. Wie es heisst, soll an mehr als 40 Stellen in den kommenden drei Jahren nach seltenen Erden gegraben werden. Die Regierung will ausserdem die Entwicklung von Fördertechniken finanziell fördern, die es Japan ermöglichen, die Bodenschätze vor seinen Küsten aus eigener Kraft zu fördern. Über die Höhe der geplanten Investitionen gab es noch keine Angaben. http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/japan-entdec...

 

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Freihandelsabkommen EU und Japan

Autoschwemme aus Japan befürchtet

 

Die Europäische Union und Japan nehmen Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen auf. Darauf einigten sich der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, und der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe, in einem Telefongespräch.

Die erste Verhandlungsrunde ist auf April angesetzt. EU-Handelskommissar Karel De Gucht sprach bei einem bilateralen Treffen von Wirtschaftsvertretern in Tokio von einem «ambitionierten» Schritt.

Autohersteller befürchten Nachteile

Er vertraue darauf, dass Japan die gemachten Zusagen zum Abbau von Handelsbarrieren einhalten werde. Mit einer Schutzklausel behält sich die EU-Kommission das Recht vor, die Gespräche mit Tokio anderenfalls nach einem Jahr wieder abzubrechen.

Vor allem die europäischen Autohersteller befürchten Nachteile aus dem Abkommen. Sie erwarten eine Schwemme japanischer Fahrzeuge, wenn die EU-Zölle von 10 Prozent für Autoimporte schrittweise abgebaut werden. Die Branche fürchtet zudem, wegen der Marktabschottung in Japan dort nicht richtig Fuss fassen zu können.

Es gebe in Japan «noch immer zu viele Barrieren», beklagte De Gucht. Japan verlangt laut Experten andere Sicherheitsvorkehrungen, andere Lärmmessungen und andere Abgaswerte als die EU. Auch öffentliche Aufträge seien nur unter grössten Mühen zugänglich.

420'000 neue Arbeitsplätze

Laut der Kommission, die die EU in Handelsfragen vertritt, könnten verstärkte Ausfuhren nach Japan rund 420'000 neue Arbeitsplätze in der EU bringen. Der britische Handelsminister Lord Green begrüsste denn auch die Einigung auf den Beginn von Verhandlungen über einen Handelspakt mit Japan. Dies sei ein «wichtiger Schritt» hin zur Liberalisierung des Handels zwischen zwei der grössten Wirtschaftsregionen der Welt.

Die EU setzt auf bilaterale Handelsabkommen, weil die laufende Doha-Freihandelsrunde innerhalb der Welthandelsorganisation WTO seit über 10 Jahren blockiert ist. Eigentlich wollten beide Seiten den Verhandlungsbeginn bei einem Gipfeltreffen in Tokio vereinbaren, das jedoch wegen der Zypern-Krise auf unbestimmte Zeit verschoben worden ist.

Drittgrösster Handelspartner

Die EU war im vergangenen Jahr weiterhin Japans drittgrösster Handelspartner nach China und den USA mit einem Anteil von 9,8 Prozent am gesamten Aussenhandel. Die Importe aus der EU beliefen sich auf 6,64 Billionen Yen (rund 66 Milliarden Franken). Nur aus China importierte Japan 2012 mehr.

Die Exporte in die EU-Länder gingen jedoch angesichts der Eurokrise um 14,7 Prozent auf 6,5 Billionen Yen zurück. Das entspricht einem Anteil von rund 10 Prozent an Japans gesamten Ausfuhren in dem Jahr. http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Autoschwemme-aus-Japan...

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Japan erstickt im Atommüll aus Fukushima

Zwei Jahre nach der Reaktorkatastrophe leidet das Land noch immer unter den Folgen des GAU. Hunderttausende Müllsäcke mit strahlendem Abfall lagern auf Feldern, in Gärten und sogar auf Schulhöfen.

http://www.welt.de/wissenschaft/article114220478/Japan-erstickt-im-Atomm...

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Zyndicate
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Hallo Elias! Sollte man nicht besser in "Schuldenkrise Asien" weiterschreiben? Sonst gibt es zu jedem Thema mehrere Threads?


Have a good day....

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Elias
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Es geht mir weniger um die Schulden, sondern z.B. um die Seltenen Erden oder das Freihandelsabkommen, oder die Folgen der Katastrophen.  Ein Freihandelsabkommen würde z.B. ganz neue Verquickungen und Abhängigkeiten unter einander ergeben.

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Japan sucht nach neuen Partnern

Lange Jahre hat Japan seine Verteidigungspolitik auf Amerika abgestützt. Doch streckt Tokio zunehmend seine Fühler aus, um seine Sicherheitsstrategie breiter abzustützen. Indien und Australien sind bevorzugte Partner.

http://www.nzz.ch/aktuell/international/japan-sucht-nach-neuen-partnern-...

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Zyndicate
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Millionen-Rückrufaktion bei japanische Autobauern

 

Laut Toyota sind vom dem Rückruf weltweit 1,73 Millionen Fahrzeuge betroffen.

Wegen Airbag-Problemen rufen die vier führenden japanischen Autobauer mehrere Millionen Fahrzeuge zurück.

Die vier führenden Hersteller Toyota, Nissan, Honda und Mazda rufen weltweit insgesamt 2,9 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten, meldete die Nachrichtenagentur Jiji Press am Donnerstag. Grund seien Probleme mit den Airbags.


Laut Toyota sind vom dem Rückruf weltweit 1,73 Millionen Fahrzeuge betroffen, 308.300 in Japan. Honda in Kanada ruft wegen eines Airbag-Problems fast 110.000 Fahrzeuge zurück.


AWP

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weico
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   Für Japan beginnt der Anfang vom Ende

 

http://www.fuw.ch/article/fur-japan-beginnt-der-anfang-vom-ende/

 

Ex-Soros-Berater kritisiert japanische Lockerung

 

http://www.cash.ch/news/top_news/exsorosberater_kritisiert_japanische_lo...

 

weico

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Japans Wirtschaft erwacht

Nach einer längeren Schwächephase ist Japans Wirtschaft im ersten Quartal hochgerechnet auf ein Jahr um real 3,5 Prozent gewachsen. Die leicht rückläufigen Unternehmensinvestitionen halten Zweifel an der Nachhaltigkeit des Aufschwungs wach. http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/japans-wirts...

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Abes Wachstumsmotor gerät ins Stottern

Trotz massiver Ausgaben und einer freizügigen Geldpolitik: Die neuen Quartalszahlen der japanischen Wirtschaft enttäuschen. Ministerpräsident Shinzo Abe gerät unter Druck.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Abes-Wachstumsmotor-ge...

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Japans Börse notiert auf 6-Jahreshoch

Erstmals seit Ende 2007 hat der Nikkei-Index an der Börse in Tokio die Marke von 16'000 Punkten durchbrochen. Auch an anderen asiatischen Märkten legten die Kurse zu.

http://www.handelszeitung.ch/invest/japans-boerse-notiert-auf-6-jahresho...

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Charttechniker sehen neue Nikkei-Rally

Japans Leitindex hat über den Jahreswechsel eine «weisse Kerze ohne Docht» ausgebildet. Gemäss Candlestick-Chartanalyse spricht das für eine neuerliche Rally im Nikkei.

Geschichte wird sich nicht wiederholen

Im abgelaufenen Jahr hat der Nikkei den stärksten Zuwachs seit 1972 erzielt. Er profitierte damit von den Bemühungen des Premierminister Shinzo Abe und des Präsidenten der japanischen Notenbak Haruhiko Kuroda zur Beendigung der Deflation durch eine ultralockere Geldpolitik.

Eine ähnliche charttechnische Konstellation gab 1989 den Startschuss für einen Anstieg auf das Allzeithoch auf Schlusskursbasis von 38.915,87 Punkten. Anschliessend ging es allerdings um 39 Prozent nach unten, nachdem die Blase am japanischen Aktienmarkt geplatzt war.

http://www.cash.ch/news/front/charttechniker_sehen_neue_nikkeirally-3158...

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Japans Rezept: Frauenpower und Abenomics

Shinzo Abe hielt am WEF eine vielbeachtete Eröffnungsrede. Dabei verriet der japanische Premier, wie er die seit 20 Jahren schwelende Wirtschaftskrise in seinem Land beenden will.

  • Abe setzt auch auf Frauenpower

    Weiter erklärte Abe, wie er gegen die überalterte Gesellschaft in Japan ankämpfen will: Mit Frauen. Man frage sich natürlich, wo in der rasch alternden Gesellschaft die jungen Talente gefunden werden sollen. Dabei würden aber die Ressourcen zu wenig beachtet, die Frauen in der Wirtschaft und Gesellschaft mit sich brächten. Abes Ziel ist es, dass 30 Prozent der führenden Positionen von Frauen besetzt sind, wie er in Davos sagte.

  • Abe propagiert sein Heilrezept

    Der japanische Premierminister Shinzo Abe hat am Weltwirtschaftsforum WEF in Davos seine Wirtschaftspolitik verteidigt. Mit den nach im benannten «Abenomics» werde Japan der Wirtschaftskrise entkommen. «Die japanische Wirtschaft macht sich gerade von der Deflation frei. Ein neuer Anfang steht über Japan», sagte Abe.

    Abe steht mit seinem breitangelegten Konjunkturprogramm, das eine riesige Geldschwemme und einschneidende Strukturmassnahmen vorsieht, in der Kritik. Abe hält hingegen unbeirrt an seiner Taktik der Wirtschaftsfreundlichkeit fest und will damit die seit 20 Jahren schwelende Wirtschaftskrise im Land beenden.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/wef/Japans-Rezept-Frauenpower-und...

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Japan kommt nicht auf Touren

Die japanische Wirtschaft ist im Schlussquartal 2013 deutlich schwächer gewachsen, als Ökonomen und die Regierung in Tokio erwartet hatten. Vor allem die Exporte blieben mit einem Plus von 0,4% weit hinter den Erwartungen zurück. Hiermit wuchs das Bruttoinlandprodukt (BIP) zwischen Oktober und Dezember mit einer hochgerechneten Jahresrate von real 1,0%. Damit wurde im vierten aufeinanderfolgenden Quartal ein steigendes BIP ermittelt. Ökonomen hatten im Durchschnitt für das Schlussquartal mit einem Wachstum von 2% gerechnet.

Lechzen nach billigem Strom

Die ernüchternden Zahlen haben in Tokio erneut Zweifel geschürt, ob die Wirtschaft sich stark genug erholt habe, um die zum 1. April beschlossene Erhöhung der Konsumsteuer von 5% auf 8% zu verkraften. Viele Marktbeobachter befürchten, die Inlandnachfrage könnte wegen der Steuererhöhung nach dem April einbrechen.

Nach vorläufigen Schätzungen des Kabinettsbüros hat das BIP im Vergleich mit dem Vorquartal um 0,3% zugelegt. Getrieben wurde die insgesamt leichte Ausweitung vor allem von Investitionen (+1,9%), wobei sich der private Wohnungsbau als wichtige Stütze erwies. Ausgebremst wurde dieses an sich solide Wachstum durch die starke Zunahme der Importe, die um 3,5% anzogen. Verantwortlich dafür waren die steigenden Aufwendungen für eingeführte Energie. Japans Atomreaktoren sind noch immer stillgelegt. Die Energielücke wird durch Gas, Kohle und Erdöl geschlossen. Die neuen Quartalszahlen dürften den Druck auf die japanische Regierung verstärken, erste Atomkraftwerke noch vor dem Sommer wieder ans Netz gehen zu lassen. Die ersten Sicherheitsüberprüfungen der Atomaufsicht – eine Voraussetzung für den Neustart – sollen im April oder Mai abgeschlossen werden.

Ein kleiner Zwischenspurt

Ob der durch eine extrem expansive Geldpolitik und staatliche Konjunkturprogramme ausgelöste Aufschwung wegen der anstehenden Steuererhöhung im April zum Erliegen kommen wird, hängt stark davon ab, ob die Unternehmen in den kommenden Monaten die Löhne erhöhen werden. Nicht zuletzt dank der rasanten Abschwächung des Yen konnten Grossunternehmen wie Toyota Rekordgewinne erwirtschaften. Viele Exportunternehmen sind deswegen zu Lohnerhöhungen zwar bereit, dürften bei den Verhandlungen im Frühjahr mit ihren Angeboten aber deutlich unter der Teuerung (gegen 2%) liegen, mit der japanische Haushalte im laufenden Jahr rechnen müssen.

Hinzu kommt, dass kleine und mittlere Unternehmen, in denen das Gros der Japaner beschäftigt ist, bisher kaum vom Aufschwung profitiert haben. Bei ihnen dürfte es hinsichtlich Lohnzugeständnissen noch einige Zeit dauern. Der private Konsum, der rund 60% zur Wirtschaftsleistung beiträgt, legte im Berichtsquartal um real 0,5% zu. Das lag zum Teil daran, dass Ausgaben wegen der Steuererhöhung im April vorgezogen wurden.

http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschafts-und-finanzportal/japans-wirtsch...

 

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«Japan treibt sich in den Ruin»

Ein bekannter Stratege von Société Générale findet wenig schmeichelnde Worte für die Geldpolitik der Bank of Japan. Und er wähnt die USA und Europa in den Fussstapfen Japans.

Für seine spitze Feder ist Albert Edwards genauso berühmt wie auch berüchtigt. Schon seit Jahrzehnten sagt der beim Cross Asset Research von Société Générale tätige Stratege ein Zusammenbruch des Finanzsystems vorher.

In seinem neusten Kommentar äussert Edwards die Befürchtung, dass die Bank of Japan die Kontrolle über die eigene Geldpolitik verlieren könnte. Das Land der aufgehenden Sonne treibe sich selber in den Ruin und die USA und Europa würden folgen. Es sei schliesslich nicht das erste Mal, dass Japan den Weg vorgebe, so der Stratege weiter.

Deflationsgefahren werden unterschätzt

Mit aggressiven Anleihenkäufen habe die japanische Notenbank die Zinsen in den vergangenen Wochen auf den tiefsten Stand seit knapp 20 Jahren gedrückt. Im Zuge dessen sei es auch in den USA zu einer Entspannung bei den Zinsen gekommen. Dort seien die Zinsen aber noch immer deutlich höher als vor 12 Monaten.

Edwards zufolge zögern japanische Grossinvestoren allerdings, sich von Staatsanleihen zu trennen. Eine mögliche Erklärung sei, dass der Erfolg der Geldpolitik in Frage gestellt werde. Die Grossinvestoren würden allerdings viel eher auf eine weitere Beschleunigung der Anleihenrückkäufe durch die Bank of Japan spekulieren. Denn die Deflationsgefahren würden noch immer ganz klar unterschätzt.

Verschärft Japan die Währungsturbulenzen?

Auch wenn es der Stratege nicht wortwörtlich schreibt, so lässt er dennoch durchblicken, dass sich Japans Notenbank mit ihrer Geldpolitik ins Abseits manövriert und die Währungsturbulenzen in Asien indirekt verschärft. Die ganze Situation weise Ähnlichkeit zu jener von 1997 auf. Anders als damals stünden Europa und die USA allerdings kurz davor, wieder in eine deflationäre Phase einzutreten. Und das sei, so Edwards, nur ein Meilenstein mehr in Richtung eines Zusammenbruchs des Finanzsystems.

http://www.cash.ch/news/top_news/japan_treibt_sich_in_den_ruin-3176425-771

 

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Japaner schlagen vor Steuererhöhung kräftig zu

Ab April wird die Mehrwertssteuer in Japan fast verdoppelt. Tokio will so die die ausufernde staatliche Verschuldung in den Griff bekommen. Vor der Anhebung profitieren die japanischen Einzelhändler.

Weiterer Kurs unklar

Unklar bleibt, wie es nach April weitergeht. «Ich bin nicht zuversichtlich, was die Zeit nach der Steuererhöhung angeht», sagt Norio Miyagawa von Mizuho Securities Research & Consulting. «Die Verbraucher werden nicht mehr so viel ausgeben.

http://www.handelszeitung.ch/konjunktur/japaner-schlagen-vor-steuererhoe...

 

 

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Die Löhne steigen, die Preise steigen stärker

Japanische Unternehmen wollen ihren Beschäftigten schon bald mehr zahlen, auch Toyota gehört dazu. Abe hatte in den vergangenen Monaten immer wieder zu Lohnerhöhungen gedrängt.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/japan-die-loehne-steigen-die-preise-...

 

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Japan erwartet am 1. April ein mulmiges Gefühl

Ökonomen befürchten, dass die anstehende Einführung der Konsumsteuer der Wirtschaft des Landes einen heftigen Dämpfer versetzt.

 

Quelle: Tagi von heute

 

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Schwacher Yen beflügelt Japans Börse

Die asiatischen Aktienmärkte sind trotz überraschend schwacher Konjunkturdaten aus China mit Gewinnen in die Woche gestartet. Der schwächere Yen hellt die Stimmung in Japan auf.

Zudem deckten sich viele Investoren vor der anstehenden Auszahlung der Dividenden mit Aktien ein. Der Nikkei -Index schloss 1,8 Prozent fester bei 14.475 Punkten, der breiter gefasste Topix notierte 1,5 Prozent höher bei 1163 Zählern. Die Aktien von Daiichi Sankyo und der Fluggesellschaft ANA gewannen vier und 3,2 Prozent. Beide Unternehmen zahlen den Aktionären eine Dividende, die am Mittwoch Aktien halten.

Zudem profitierten die japanischen Aktien vom schwächeren Yen. Der Dollar legte 0,2 Prozent auf 102,45 Yen zu. Dabei spielt die Aussicht auf eine raschere Zinserhöhung in den USA eine Rolle. Nach der ersten Pressekonferenz der US-Notenbank Fed unter ihrer neuen Chefin Janet Yellen in der vergangenen Woche wird mit einem derartigen Schritt bereits Anfang 2015 gerechnet.

Auch an den meisten anderen asiatischen Aktienmärkten legten die Kurse zu. Der entsprechende MSCI-Index für die asiatischen Börsen ohne Japan gewann 0,9 Prozent. In China notierte der CSI300 der Börsen Shanghai und Shenzhen gut ein Prozent im Plus.

Überraschend schwache Daten der chinesischen Industrie verhinderten dabei weitere Kursgewinne. Der HSBC-Einkaufsmanagerindex fiel auf 48,1 Punkte von 48,5 Zähler im Februar und liegt damit unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Das Barometer für die Produktion ist damit so niedrig wie seit September 2012 nicht mehr.

"Die Sorgen rund um die chinesische Konjunktur werden uns in den kommenden Wochen begleiten, wenn die dämpfenden Effekte des Winters und des Neujahrsfests nachlassen", sagte Eva Lucas, Marktstrategin bei IG im australischen Melbourne.

http://www.cash.ch/news/top_news/schwacher_yen_befluegelt_japans_boerse-...

 

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Japans Industrieproduktion sinkt überraschend

Japans Industrie hat im Februar 2,3% weniger produziert als im Vormonat. Das überrascht die meisten Beobachter: Erwartet hatten Analysten einen Anstieg der Produktion um 0,3%. Besonders bei Herstellern von Autos, Mobiltelefonen und PC sowie im Maschinenbau wurde die Produktion heruntergefahren.

Im März soll es wieder hochgehen

Das Wirtschaftsministerium erwartet auf Basis von Umfragen, dass im März die Produktion um 0,9% steigen wird. Im April könnte sie jedoch wieder sinken. Im Januar hatte die Produktion noch um 3,8% angezogen.

Die Wirtschaftspolitik des japanischen Premiers Shinzo Abe, genannt Abenomics, steht ab dem 1. April vor einer Bewährungsprobe. Zum ersten Mal seit 1997 wird die Konsumsteuer von 5 auf 8% erhöht. Die Nachfrage der Privathaushalte könnte darunter empfindlich leiden. Wegen dieser Unsicherheit halten Unternehmen laut Medienberichten die Lagerbestände niedrig.

Neue Daten am Dienstag

Neue Informationen über den wirtschaftlichen Ausblick wird am Dienstag die Tankan-Umfrage zum Geschäftsklima liefern. Der Einkaufsmanagerindex (Purchasing Managers Index) für Japan liegt laut vorläufigen Zahlen im März weiter über der Wachstumsmarke von 50. Er ist von Februar bis März aber von 55,1 auf 53,9 gesunken.

Der Nikkei schloss trotz der schlechten Nachrichten 0,9% höher als am Freitag. Die Hoffnungen der Anleger liegen besonders auf der Bank of Japan, die durch ihre lockere Geldpolitik die Inflation auf 2% steigern will. Schlechte Wirtschaftsnachrichten erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass die Notenbank ihre geldpolitische Lockerung in Form von Käufen von Finanzinstrumenten ausweiten wird.

http://www.fuw.ch/article/japans-industrieproduktion-sinkt-uberraschend/

 

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Trotz Billig-Yen: Japans Exporte schwächeln

Der schwache Yen und teure Energie-Importe lassen in Japan das Defizit in der Handelsbilanz immer weiter ansteigen.

http://www.cash.ch/news/top_news/trotz_billigyen_japans_exporte_schwaech...

 

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Japan ist wieder eine Überlegung wert

In den vergangenen Monaten ist es ruhig geworden um Japan. Der Nikkei hat seit Jahresbeginn rund 10% verloren und trägt damit die rote Laterne unter den bedeutenden Börsenplätzen. Die Frühindikatoren der Wirtschaft deuten auf Verlangsamung. Trotzdem erstarkt der Yen, was die Exporteure nicht erfreut. Die Zinsen für japanische Staatsanleihen (JGB) sind gesunken. Die Euphorie um Abenomics, die Wirtschaftspolitik des seit Anfang 2013 amtierenden Premiers Shinzo Abe, scheint verflogen.

http://www.fuw.ch/article/japan-ist-wieder-eine-uberlegung-wert/

 

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Steuern kurbeln Japans Wirtschaft an

Die Wirtschaft in Japan wächst kurzfristig so schnell wie in keinem anderen grossen Industrieland. Grund dafür ist auch eine Steuererhöhung.

http://www.cash.ch/news/top_news/steuern_kurbeln_japans_wirtschaft_an-32...

 

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Japans Investitionen brechen ein

Die Investitionsneigung der japanischen Unternehmen leidet sichtlich unter der Umsatzsteuererhöhung vom April.

http://www.cash.ch/news/top_news/japans_investitionen_brechen_ein-322230...

 

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Japans Industrie wächst doch stärker

Die japanische Industrieproduktion ist im Mai stärker gestiegen als zunächst ermittelt.

Die Produktion sei um 0,7 Prozent zum Vormonat geklettert, teilte die Regierung am Montag laut endgültigen Zahlen mit. In einer ersten Schätzung war noch ein Zuwachs von 0,5 Prozent festgestellt worden. Im April war die Produktion noch um 2,8 Prozent gefallen.

Im Jahresvergleich stieg die Industrieproduktion im Mai um 1,0 Prozent, nachdem zunächst ein Anstieg von 0,8 Prozent ermittelt worden war.

http://www.cash.ch/news/top_news/japans_industrie_waechst_doch_staerker-...

 

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Japan kappt Wachstumsprognose

Die japanische Regierung hat ihre Wirtschaftsprognose für das laufende Jahr nach unten korrigiert.

Die Exporte würden sich nicht so gut entwickeln wie erwartet und der Rückgang der Nachfrage nach der Anhebung der Mehrwertsteuer im April sei stärker als gedacht, teilte das Kabinett am Dienstag mit.

Für das aktuelle Fiskaljahr, das bis Ende März 2015 läuft, werde daher nur noch mit einem Wachstum der Wirtschaft von 1,2 Prozent gerechnet. Bislang hatte die Regierung 1,4 Prozent vorhergesagt. Im Fiskaljahr 2015/16 werde das Plus dann 1,4 Prozent betragen.

http://www.cash.ch/news/top_news/japan_kappt_wachstumsprognose-3225962-771

 

sie wächst, sie wächst schneller, sie wächst  doch nicht so schnell, sie ....

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Benjamin Franklin

Elias
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Japans Reflationierung droht zu scheitern

Erleben wir gerade das Scheitern von Abenomics? Die positiven Wirkungen der expansiven Geld- und Fiskalpolitik lassen nach, negative Seiten kommen ans Licht. Nach anderthalb Jahren Aufschwung ist Japans Wirtschaft im vergangenen Quartal 1,8% geschrumpft. Auf das Jahr hochgerechnet – wie es in Japan und den USA Standard ist – ergibt sich eine Kontraktion von 7,1%.

http://www.fuw.ch/article/japans-reflationierung-droht-zu-scheitern/

 

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Elias
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Butter wird knapp: Japans Kühe geben zu wenig Milch

In vielen Geschäften sind die Regale leer, in manchen gibt es nur noch ein Päckchen pro Kunde: In Japan ist die Butter knapp. Schuld sind die heimischen Kühe, wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte.

http://www.blick.ch/news/wirtschaft/butter-wird-knapp-japans-kuehe-geben...

 

 

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Benjamin Franklin

weico
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Gute 4-teilige Zusammenfassung/"Aussicht" über Japan ..von Daniel Stelter

 

Taugt Japan als Vorbild?

 

Gelingt Japan der Ausstieg aus Stagnation und Schuldenfalle? Das Schicksal der "Abenomics" wird ein gutes Lehrstück für Europas ökonomische Malaise - im Guten wie im Schlechten.   

http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/abenomics-taugt-japan-als...

 

 

N.B:...herrlicher Schlusssatz von Stelter's 4-Teiler:

Japan war kein Vorbild, wie man mit einer Überschuldungskrise umgeht. Aber es wird uns recht bald zeigen, wie das Endspiel aussieht.

 

weico

 

 

Elias
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Von wegen mehr Geld für die Japaner

Premier Shinzo Abe ­verspricht höhere Löhne, aber bei der Bevölkerung kommt das nicht an.

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Kaufkraft der Japaner sinkt

Berücksichtigt man die Inflation, welche die Notenbank zu provozieren sucht, sind sogar die Löhne der Festangestellten gefallen. Real verdienen sie 2,8 Prozent weniger als im Jahr 2013. Dabei sind die steigenden Lebensmittelpreise, insbesondere diejenigen der importierten Lebensmittel, noch nicht berücksichtigt. Zudem hat Abe die Mehrwertsteuer um 3 Prozent erhöht. Deshalb hat sich auch die Kaufkraft festangestellter Japaner reduziert: nach der Statistik des Kabinetts seit 16 Monaten stetig, also kurz nach Abes Amts­antritt.

Derweil hocken Nippons Konzerne auf Bargeldreserven von mehr als 1,8 Billionen Franken. Doch sie machen keine Anstalten, ihre Arbeitnehmer davon profitieren zu lassen. Obwohl Abe sie sogar darum gebeten hat.

Steigt die Nachfrage bei knappem Angebot, dann steigen die Preise, hier also die Löhne. Auch hier hätte Abe theoretisch recht – wenn es denn in Japan einen Arbeitsmarkt gäbe. Für Festangestellte gibt es den nicht, höchstens für Studienabgänger. Wer eine feste Stelle hat, der wechselt kaum mehr. Man würde auch gar keine andere Stelle finden. Firmen stellen nur in Ausnahmefällen Leute fest ein, die aus einer anderen Firma kommen. Für Leute in der Mitte ihrer Karriere gibt es in Japan keinen ­Arbeitsmarkt. Und damit auch keinen Lohndruck nach oben.

Für Zeitarbeiter existiert ein Stellenmarkt, in der Pflege und im Baugewerbe sind viele Jobs unbesetzt. Doch auch dieser Markt funktioniert nicht nach Lehrbuch. Pflegerinnen brauchen erst einmal eine Ausbildung, Baufirmen zahlen nur ungern mehr. Zudem können die ­Arbeitsuchenden, wenn es mehr ­offene Stellen als Bewerber gibt, auf die leichteren Jobs ausweichen. Die Löhne sind schlecht, fast überall.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Von-wegen-mehr-Geld-fu...

 

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