Kaufkraft

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01.07.2012 20:13
#1
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Kaufkraft

Nachdem nun Japan seit 20 Jahren in einer deflationistischen Spirale steckt und weltweit seit Jahren eine unglaubliche Geldmengenausweitung stattfindet, ist es an der Zeit, diesem Thema einen separaten Thread zu widmen.

Meine Meinung: Es ist für die Schweiz wichtig, dass die Löhne nicht weiter steigern und das die Preise sinken. Das bringt uns für die Zukunft viel mehr.

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

10.02.2015 15:28
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Kaufkraft der Schweizer Bevölkerung gestärkt

Die Ausverkäufe und Ölpreiszerfall haben die Preise in der Schweiz zu Jahresbeginn nach unten getrieben. Die Konsumentenpreise sanken im Januar im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent. Damit wurde die Kaufkraft der hiesigen Bevölkerung gestärkt.

http://www.bluewin.ch/de/news/wirtschaft---boerse/2015/2/10/ausverkaeufe...

 

 

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Benjamin Franklin

17.09.2014 16:29
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Elias hat am 21.06.2014 - 09:31 folgendes geschrieben:


Das teuerste Nachbarland ist die Schweiz: Das Preisniveau liegt bei den Eidgenossen um satte 56 Prozent über dem EU-Schnitt.


 

Als Beispiel: Letztes Wochenende war eine Bekannte kurz auf Stippvisite in Tschechien. Die selbe Lindt-Pralinen, die in der Schweiz für Fr. 8.- zu haben sind, kosteten dort nur etwa €2.- (Fr. 2.40).

Und das, obschon bei den Produkten einer Schweizer Firma wie Lindt ja noch Transportkosten hinzukommen, die beim Verkauf in der Schweiz wegfallen.

Kein Einzelfall. Ich habe auch schon in Dubai Novartis-Medikamente gekauft, die dort wesentlich günstiger waren als im Heimatland von Novartis. Sprich: in Dubai etwa die Hälfte des Schweizer Preises.

17.09.2014 15:57
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@ELIAS


Ich als Mittelländner stelle den Antrag, dass ich die Fahrkilometer bis an die Grenze zum Einkaufen, den Steuern abziehen kann. Ich sehe es nicht ein, dass ein Basler der billig im Ausland einkaufen kann, bevorzug ist.


Ich finde auch, dass Schneider Ammmann die Steuern optimieren darf. Die Schweiz und alle andern Länder sind selber schuld wenn die die guten Steuerzahler ins Ausland schicken.


Die Krähe im BR tut gut daran die Reichen nicht zu rupfen, denn wir alle können Nutznieser sein.

Geld stinkt, aber ich liebe den Geschmack

17.09.2014 09:24
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Kaufkraft optimieren ist schweizerisch

Da ging bei der selbsternannten Partei des kleinen Mannes der Schuss so richtig nach hinten los. Der Zürcher SVP-Nationalrat Hans Fehr, der letztes Jahr wegen seiner schwarz beschäftigten Putzfrau in die Schlagzeilen geriet, liess vergangene Woche beim Bundesrat anfragen, ob man nicht den «egoistischen» Einkaufstourismus einschränken könnte. Und zwar so, dass Schweizern, die jenseits der Grenze einkaufen, die Mehrwertsteuer nicht mehr zurückerstattet wird. Die «Basler Zeitung» ist verdankenswerterweise über ihren ideologischen Schatten gesprungen und hat Fehrs Anfrage publik gemacht. Die Leserkommentare waren zahlreich und mehrheitlich vernichtend.

Darf der gewöhnliche Schweizer seine Kaufkraft nicht optimieren, der Multimillionär seine Steuern aber schon?

Denn Einkaufstourismus ist spätestens seit dem schwächelnden Euro zum Schweizer Volkssport geworden. Natürlich sind die Chancen verschwindend klein, dass die Parteielite beim Kauf von deutschem Billigfleisch «erwischt» wird. Die Vizepräsidenten der SVP Schweiz, Christoph Blocher, und Autoimporteur Walter Frey sind Milliardäre. Und auch der millionenschwere Zürcher SVP-Nationalrat Thomas Matter wird seine Freizeit kaum mit vollen Einkaufstaschen im Stau am deutschen Zoll verbringen. Doch nur etwas weiter unten in der Parteihierarchie geht bereits die Post ab. Ende 2012 wurde der St. Galler SVP-Kantonsrat und Grenzwachtoffizier im Vorruhestand, Oskar Gächter, dabei ertappt, wie er an der Grenze seine neuen Winterpneus nicht deklarierte. Seinen BMW hat er übrigens ein Jahr zuvor – «wie das viele so machen» – ebenfalls in Deutschland gekauft.

Was Gächter getan hat, ist zwar peinlich, hätte aber vermutlich auch den meisten von uns passieren können: Wer deklariert schon peinlichst genau jede Flasche Wein, die Stange Zigaretten oder eben die Winterpneus? Viel wichtiger ist jedoch die Frage, warum der Einkaufstourismus «egoistisch» sein soll? Darf der gewöhnliche Schweizer seine Kaufkraft nicht verbessern, der Multimillionär seine Steuern reduzieren aber schon? So wie es Johann Schneider-Ammann als Unternehmer getan hat oder die Blochers in ihrem Familienkonzern tun? Egal, ob solche Steuervermeidungskonstrukte legal sind, Tatsache ist: In der Schweiz herrscht der wohl intensivste Steuerwettbewerb der Welt – und er nützt vor allem den Gutsituierten. Denn erst ab einem Jahreseinkommen von etwa 200’000 Franken lohnt es sich, aus Steuergründen seinen Wohnort zu wechseln. Wer weniger verdient, würde zwar ein paar Hundert Franken bei den Steuern sparen, dafür aber oft mehrere Tausend Franken mehr für die Miete ausgeben müssen.

Solange Bundesrat Johann Schneider-Ammann ungeniert sagen kann, dass «Steuern optimieren sehr schweizerisch» sei, solange ist Kaufkraft optimieren im Ausland auch sehr schweizerisch. Und erst wenn sich die bürgerlichen Parteien genauso vehement und erfolgreich für tiefere Konsumentenpreise einsetzen, wie sie es bisher für tiefe Steuern getan haben, soll die Frage nach dem Unsinn des Einkaufstourismus erlaubt sein: Ist es ökologisch, teils Hunderte Kilometer mit dem Auto hin- und zurückzufahren, um ein paar Franken einzusparen? Ist es fair gegenüber unseren Grossisten, die sich oft für gute Arbeitsbedingungen und für Nachhaltigkeit einsetzen? Ist es nicht schade, wenn der Tante-Emma-Laden und damit auch das Dorfleben stirbt?

http://politblog.tagesanzeiger.ch/blog/index.php/27263/kaufkraft-optimie...

 

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21.06.2014 09:31
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Deutschland liegt knapp über dem EU-Durchschnitt

Besonders hoch ist das Preisniveau in Dänemark, Schweden und Finnland - am günstigsten lebt es sich in Bulgarien. Deutschland liegt im Mittelfeld.

Deutsche Urlauber und Geschäftsreisende merken es schnell: In den meisten Nachbarländern bekommen sie weniger für ihr Geld als in der Heimat. Hotels und Restaurants sind etwa in der Schweiz besonders teuer. Auch insgesamt liegt das Preisniveau in Deutschland zwar um 1,5 Prozent über dem Durchschnitt der 28 Länder der Europäischen Union, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden bei der Vorlage von Zahlen für 2013 berichtet - doch mit Ausnahme von Polen und Tschechien kosten Waren und Dienstleistungen in allen anderen Anrainerstaaten mehr als in Deutschland.

Das teuerste Nachbarland ist die Schweiz: Das Preisniveau liegt bei den Eidgenossen um satte 56 Prozent über dem EU-Schnitt. „Länder mit einer eigenen Währung wie die Schweiz oder Norwegen haben in der Vergangenheit stark aufgewertet, weil Kapital in diese Länder floss“, sagt Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater. Aber auch Österreich, Frankreich, Luxemburg, die Niederlande oder Belgien sind für Verbraucher teurer als Deutschland.

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/preisniveau-in-europa-deutschland-...

 

 

Auch innerhalb des Euro-Raumes sind die Preise massiv unterschiedlich.

 

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15.01.2014 22:09
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geistesblitze

aus 20min:

Die amerikanische Schattenregierung bediene sich, so Fars weiter, der umstrittenen NSA-Spähprogramme, um «ihre Anwesenheit auf der Erde geheim zu halten». Zudem arbeiteten «die Aliens an der Installation eines globalen Überwachungssystems», mit dem sie schliesslich «die gesamte Menschheit versklaven würden».

aliens müssten nicht auf so rudimentäre technologie zurückgreifen, es sei denn, sie seien auf das langsame vorgehen der menschen angewiesen - vielleicht weil ihre instrumente vor langer zeit zerstört wurden. oder der mensch selbst ist ein alien auf diesem planeten und weiss es nicht mehr.

das überwachungssystem könnte eigentlich dazu dienen, meinungen und wünsche zu sammeln, um die möglichkeit der erfüllung aller bedürfnisse und totale sicherheit aller menschen auf neustem wissensstand zu erwirken. heute wird es für die wirtschaftsspionage verwendet, damit sich wiederum einzelne an guten ideen bereichern können. eigentlich sollten alle informationen allen menschen zugänglich sein. oder nicht?

vielleicht werden erfindungen und die zukunft der erde tatsächlich einmal kulturerbe der menschheit. und hoffentlich wird wirtschaftlicher handel wieder zu dem was es einmal war, also ein "nicht abhängig machendes win win".

konkurrenz ist eine doofe erfindung, welche die kaufkraft anderer schwächt, damit die eigene steigt. atlantis, 1 weit fortgeschrittene zivilisation, die unterging, könnte auf diesem planeten existiert haben.

jedenfalls freut es mich, von leuten mit ähnlichem humor zu lesen Smile

15.01.2014 18:21
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aprecio hat am 15.01.2014 - 16:23 folgendes geschrieben:

UFO.

Apropos UFO;

Iran: «Die USA werden von Aliens regiert» ROFL

http://www.20min.ch/ausland/dossier/atomstreit/story/Iran---Die-USA-werd...

Aliens sind sie wohl kaum, trotzdem Frage ich mich manchmal ob diese Herren Menschen sind!

15.01.2014 16:40
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ok - andere kraft

Seit den Vermessungen aus dem Jahre 1830 hat sich die Stärke des Erdmagnetfeldes um fast zehn Prozent verringert, in den letzten hundert Jahren allein um etwa sechs Prozent. Diese gewaltig schnelle Änderung ist noch nicht zu erklären, da selbst dann, wenn der sogenannte Geodynamo sofort ausfiele, das Erdmagnetfeld sich viel langsamer in einem Zeitraum von 10.000 Jahren abbauen würde. Man vermutet deshalb, dass sich das Erdmagnetfeld momentan umpolt und zurzeit ein Gegenfeld aufgebaut wird, welches das Erdmagnetfeld weit schneller als bisher angenommen vorübergehend zum Erliegen bringen wird, bevor die Umpolung einsetzen kann. http://de.wikipedia.org/wiki/Erdmagnetfeld

jetzt kann man mir noch viel erzählen, was vor 100 jahren war, wenn ich es nicht prüfen kann - sogar dass eine fremde lebensform den menschen seit jahrtausenden gemäss 10-punkte-plan "erziehen" möchte.

Lol

15.01.2014 16:32
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aprecio hat am 15.01.2014 - 16:23 folgendes geschrieben:

 man erhielt zins bei der bank

Ich habe noch bis zum 2. Lehrjahr (1975) den "Lohn" in der Lohntüte bekommen. Meine Grossmutter eröffnete ihr erstes Bankkonto  Ende der 80er Jahre.

Vor 100 Jahren hatten die wenigsten ein Bankkonto.

 

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15.01.2014 16:23
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Elias hat am 15.01.2014 - 15:51 folgendes geschrieben:

Das heisst, man könnte die Währung, Preise, Löhne, Vermögen durch 10 dividieren und man wäre wieder dort, wo man vor 100 Jahren war.  Viel wichtiger ist der Zeitaufwand, um eine bestimmte Menge zu verdienen. 

mag sein, wenn man die brutto-löhne und je nach branchen betrachtet, denn vor 100 jahren hatte man die vielen abzüge nicht, man erhielt zins bei der bank und man war weitgehend auf sich allein gestellt mit der vorsorge.

damals waren kredite nicht alltäglich, fertigte brot, häuser, autos, kleider und kohle grösstenteils handwerklich. trotzdem sind die arbeitsstunden irgendwo bei ca. 9 stunden stagniert, obwohl all dies heute in massen maschinell gefertigt wird. grosse firmen verdienen geld durch die weitergabe von krediten, finanz-spekulation oder durch errichtung von kartellen, welche grosse teile der erde auf dem stand vor 1910 hinterlassen - aus solchen ländern anderer kontinente kommt nun die zuwanderung, die manche hassen und manche dank billiger geldmacherei mit offenen armen annehmen.

früher starben leute in jungen jahren, wegen fehlender arbeitssicherheit, übermüdung oder seltenen krankheiten. heute gibt es vermehrt krebs und vergiftungen.

kaufkraft ist für mich somit ein UFO.

15.01.2014 15:51
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Teuerung in der Schweiz seit 1910

Wie viel mehr wert war aber ein Schweizer Franken vor 100 Jahren? Um dieseFrage zu beantworten, müssen die jährlichen Inflationsraten zu einem Index, dem Index der Konsumgüterpreise, verknüpft werden. Setzt man diesen Index per 31. Dezember 1909 mit 100 Punkten fest, ergibt sich per 31. Dezember 2009 ein Indexstand von 1'080.69 Punkten. Für einen Warenkorb, der Ende 1909 CHF 100.00 kostete, müssen heute CHF 1'080.69 aufgewendet werden.Die Kaufkraft eines Frankens hat sich demnach um den Faktor 10.81 verringert. 100 Franken «heute» sind soviel wert wie CHF 9.25 vor 100 Jahren. Interessant ist, dass die Entwicklung des:bye: Brotpreises damit in Einklang steht. ImJahre 1910 kostete ein Kilo Brot (Schwarzbrot) 40 Rappen, heute – beider Bäckerei Signer in Zizers – CHF 4.50.http://www.ibf-chur.ch/fileadmin/MEDIA_ibf/PDF-FILES/TEUERUNG-IN-DER-SCH...  Das heisst, man könnte die Währung, Preise, Löhne, Vermögen durch 10 dividieren und man wäre wieder dort, wo man vor 100 Jahren war.  Viel wichtiger ist der Zeitaufwand, um eine bestimmte Menge zu verdienen. 

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11.09.2013 08:45
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Big Mac hat als Preisvergleich ausgedient

Jetzt kommt der iPad-Mini-Index

 

Lange galt der Big Mac als guter Gradmesser der Kaufkraft. Der Burger-Vergleich ist nun aber überholt. Viel aussagekräftiger ist der neue iPad-Mini-Index.

 

 

 

So viel kosten ein Big Mac respektive ein iPad mini im Vergleich zur USA. Beim Burger-Index werden die Kaufkraft-Abweichungen stark übergewichtet. Beim Tablet-Vergleich zeigt sich ein nicht ganz so drastisches Bild. Dennoch: In der Schweiz ist das iPad mini am teuersten.

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01.06.2013 15:01
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Schweizer werfen 1475 Franken für die Miete auf

  Reichtum

Das Einkommen und Vermögen bei Herr und Frau Schweizer ist vergangenes Jahr markant gestiegen. Darüber hinaus dürfen sich auch Westeuropäer über grösseren Reichtum freuen.

Das Einkommen der hiesigen Haushalte hat in den letzten Jahren spürbar zugenommen. So lag das mittlere verfügbare Einkommen der Schweizer Privathaushalte 2011 bei 6'750 Franken pro Monat, was im Mehrjahresvergleich seit 2006 ein Zuwachs von 650 Franken bedeutet. 

Mit 1'475 Franken bildeten die Ausgaben für Wohnen und Energie den wichtigsten Posten im Haushaltsbudget, wie die Resultate der Haushaltsbudgeterhebung 2011 des Bundesamt für Statistik (BFS), die publiziert wurden, zeigen. 

Die Erwerbseinkommen bildeten laut BFS mit durchschnittlich 7'270 Franken pro Monat den wichtigsten Pfeiler auf der Einkommensseite des Haushaltsbudgets und machten 75,7 Prozent des Bruttoeinkommens aus. Die zweitwichtigste Einkommensquelle stellten Renten und Sozialleistungen mit durchschnittlich 19,3 Prozent dar. Die Vermögenseinkommen spielten für einen grossen Teil der Haushalte dagegen nur eine untergeordnete Rolle (im Mittel 3,6% des Bruttoeinkommens). Nur bei jedem siebten Haushalt machte dieser Anteil mehr als 5 Prozent des Bruttoeinkommens aus. 

Europas Menschen werden reicher

Die Überweisungen von anderen Privathaushalten (wie zum Beispiel Alimentenzahlungen) trugen im Durchschnitt 1,4 Prozent zum Bruttoeinkommen bei. Für einen von vierzig Haushalten liegt deren Anteil aber auf über einem Viertel des Bruttoeinkommens. Diese Einkommenssituation zeige sich vor allem bei Alleinerziehenden, so das BFS. Schuldenkrise hin, wirtschaftliche Probleme her: Das Privatvermögen in Westeuropa wächst laut einer Studie. Auch die Zahl der Millionäre nimmt zu. Grund sind die gut laufenden Aktienmärkte. Dennoch droht der Kontinent auf lange Sicht den Anschluss zu verlieren. 

Trotz der weiterhin brodelnden Schuldenkrise sind die Menschen in Westeuropa ebenfalls reicher geworden. Das zumindest hat die Beratungsgesellschaft Boston Consulting in ihrer jährlichen Studie «Global Wealth» errechnet. Demnach wuchs das Privatvermögen in der Region im vergangenen Jahr um 5,2 Prozent auf 35,8 Billionen Dollar. Das sind nach heutigen Wechselkursen umgerechnet 34,3 Billionen Franken. «Das kommt vor allem durch die gut laufenden Aktienmärkte», sagte Experte Daniel Kessler bei der Vorstellung der Studie in New York. Auch Bargeld oder Anleihen flossen in die Berechnung mit ein, nicht aber Immobilien. Noch im Jahr 2011 hatten die Märkte und damit die Privatvermögen merklich unter den Wirren der Schuldenkrise gelitten.

395'000 Privatvermögen haben 1 Million auf dem Konto

Boston Consulting zählte alleine in der Schweiz 395'000 Haushalte mit einem Privatvermögen von 1 Million Dollar oder mehr. Im Jahr 2011 waren es auf vergleichbarer Basis erst 344'000 gewesen. Die Schweiz belegt damit den weltweit fünften Rang. In Europa gibt es nur in Grossbritannien mehr Reiche (509'000 Haushalte).

Global gesehen führen die USA die Rangliste mit weitem Vorsprung an (5,88 Millionen Haushalte mit Vermögen über 1 Million Dollar). Auf Platz zwei liegt Japan (1,46 Millionen), gefolgt von China auf Rang drei (1,3 Millionen). Kanada fungiert auf Platz sechs (373'000), dahinter komplettieren Deutschland (362'000), Taiwan (312'000), Italien (274'000) und Frankreich (256'000) die Top Ten. Alle Länder der Welt zusammengerechnet stieg das Vermögen im vergangenen Jahr um 7,8 Prozent auf 135,5 Billionen Dollar und damit deutlich stärker als im Jahr 2011. «Asien-Pazifik ist der Treiber», erklärte der zuständige Experte Federico Burgoni. «Und das wird auf absehbare Zeit auch so bleiben.» Bis zum Jahr 2017 dürfte die Boomregion mit ihrem Schwergewicht China sogar Nordamerika in Sachen Vermögen überholt haben, schätzen die Berater.

Wie gross die Kluft beim Vermögenswachstum zwischen den einzelnen Weltregionen ist, zeigen die Zahlen aus dem vergangenen Jahr: So konnten die Asiaten um 13,8 Prozent auf 28 Billionen Dollar zulegen. Japan ist dabei nicht eingerechnet. Dagegen legten selbst die wirtschaftlich solide dastehenden Nordamerikaner «nur» um 7,8 Prozent auf 43,3 Billionen Dollar zu. «Wir befinden uns in einer Welt der zwei Geschwindigkeiten», sagte Kessler. Und weiter: «Die neue Welt wächst schneller als die alte Welt.»

http://www.handelszeitung.ch/konjunktur/schweiz/schweizer-werfen-1475-fr...

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31.05.2013 11:58
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Kaufkraft der Beschäftigten erhöht sich

Das Nominallohnplus ist im ersten Quartal dieses Jahres mit 0,8% zwar nicht üppig ausgefallen. Doch die Kaufkraft der Schweizer Beschäftigten hat sich in einem angespannten wirtschaftlichen Umfeld auch wegen des gesunkenen Preisniveaus erhöht.

http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/kaufkraft-de...

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Benjamin Franklin

31.05.2013 08:35
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Kaufkraft der Deutschen stieg in 20 Jahren um 9 Prozent

Die Kaufkraft der Deutschen ist in den letzten 20 Jahren deutlich gestiegen. Für ein Paket Butter müssen wir heute deutlich weniger arbeiten, als es damals noch der Fall war.

Während es im Jahr 1991 noch sechs Minuten waren, musste 2012 nur noch vier Minuten dafür gearbeitet werden. Das geht aus einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Dank steigender Einkommen und des technischen Fortschritts können sich die Deutschen mit ihrem Nettoverdienst demnach durchschnittlich neun Prozent mehr Güter leisten als damals. Wegen der jüngsten Tarifabschlüsse dürfte sich laut IW der Trend fortsetzen.

Allerdings entwickelte sich die Kaufkraft je nach Produkt unterschiedlich. Viele Lebensmittel sind günstiger geworden - etwa Milch, Eier und Schweinekotelett. Wer aber Kabeljau mag, muss für ein Kilogramm heute im Schnitt zehn Minuten länger arbeiten als 1991. Denn die geschrumpften Bestände haben die Fischpreise nach oben getrieben. Für eine Flasche Bier muss man hingegen heute wie damals rund drei Minuten arbeiten.

"Teurer geworden sind manche Dienstleistungen wie der Friseurbesuch - nicht zuletzt deshalb, weil bei handwerklichen Leistungen meist kaum Produktivitätssteigerungen möglich sind", erklärte das arbeitgebernahe IW. Über ein großes Kaufkraftplus können sich Fans von Unterhaltungselektronik freuen. Heute muss man für einen Flachbildfernseher rund 28 Stunden arbeiten - Anfang der 1990er Jahre war ein Röhrengerät erst nach fast 78 Stunden verdient.

Die Forscher räumen aber ein, dass ein langfristiger Kaufkraftvergleich bei Fernsehern, Computern und Handys schwierig ist, da die aktuellen technischen Geräte kaum noch mit denen von damals zu vergleichen sind. Klar sei aber: "Für ein Smartphone der Einsteigerklasse muss ein Arbeitnehmer heute im Schnitt knapp 10 Stunden schuften." Hätte man ein solches Gerät bereits Mitte der 1990er Jahre herstellen können, wäre dafür der Verdienst von etwa 100 Stunden nötig gewesen, hieß es.

Die IW-Analyse basiert auf einem durchschnittlichen Nettoentgelt von 10,31 Euro je Arbeitsstunde im Jahr 1991. Für 2012 schätzen die Forscher den Verdienst auf 15,89 Euro. http://www.n-tv.de/ticker/Kaufkraft-der-Deutschen-stieg-in-20-Jahren-um-...

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Benjamin Franklin

04.11.2012 11:46
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Starke Schweizer Kaufkraft

Die Schweizer Preise sind laut Konsumentenschützern so hoch, dass die Kaufkraft der Löhne unter das Niveau von Deutschland und anderen Ländern gefallen ist. Doch die Statistik spricht eine andere Sprache.

Die diese Woche von vier Konsumentenorganisationen lancierte Plattform preisbarometer.ch hat die Debatte um die «Preisinsel Schweiz» wieder in den Fokus gerückt. Die Plattform mit Beispielen von Hunderten von Produkten des täglichen Bedarfs zeigt, dass hierzulande viele Güter 15% bis 50% teurer sind als in den Nachbarländern (NZZ 31. 10. 12). Zwar sind in der Schweiz auch die Löhne überdurchschnittlich hoch, doch gemessen an der Kaufkraft seien die Schweizer Löhne im europäischen Vergleich nur noch an sechster Stelle, deklarierten die Konsumentenorganisationen. Diese Aussage erstaunt.

Durchschnitt contra Median

Der jüngste Lohn- und Preisvergleich der UBS unter Einbezug von weltweit 72 Städten hatte diesen September gezeigt, dass die Lohnkaufkraft in Zürich führend ist und 20% bis 35% höher liegt als in Grossstädten der Nachbarländer. Allerdings beschränkte sich diese Analyse auf grosse Städte und auf die Löhne in 15 Berufen. Einen gesamtwirtschaftlichen Vergleich zeigt das Bundesamt für Statistik auf seiner Website. Demnach lag gemessen an der Kaufkraft der Löhne die Schweiz 2010 tatsächlich hinter Ländern wie die Niederlande, Belgien, Deutschland und Grossbritannien zurück. Doch jene Tabelle vergleicht Äpfel mit Birnen. Ein wichtiger Unterschied ist laut den Bundesstatistikern folgender: Für die EU-Länder ist der Durchschnittslohn aufgeführt, für die Schweiz dagegen der Median (jener Lohn, der von je der Hälfte der Lohnempfänger überschritten bzw. unterschritten wurde). Wegen der typischerweise «schiefen» Verteilung der Löhne liegt der Durchschnitt deutlich über dem Median. So betrug der Schweizer Medianlohn 2010 monatlich 5979 Fr. brutto, der Durchschnittslohn dagegen 7030 Fr.

Lohndurchschnittswerte auf vergleichbarer Basis für die EU-Länder und neuerdings auch für die Schweiz liefert die EU-Statistikbehörde Eurostat. Nominal schwang demnach die Schweiz 2010 mit einem durchschnittlichen Bruttojahreslohn von gut 60 000 € weit obenaus. Das Lohnniveau war in der Schweiz fast 70% höher als im Schnitt der vier Nachbarländer (ohne Liechtenstein). Auch kaufkraftbereinigt lag der Bruttoverdienst rund 35% über dem Durchschnitt der vier Nachbarländer (vgl. Grafik) – was die Attraktivität für Einwanderer zu erklären hilft. 2011 sah das Bild nicht entscheidend anders aus. Der Anstieg des Frankenkurses trieb in Euro gerechnet Schweizer Nominallöhne und Preise zunächst gleichermassen in die Höhe, was in der Folge durch Preissenkungen bzw. tiefere Lohnanstiege etwas abgefedert wurde.

Kaum Trost für Exporteure

Die hohe Kaufkraft ist die wohl wichtigste Erklärung für das hohe Schweizer Preisniveau. Das ist ein Trost für die Konsumenten, muss allerdings Preisdruck durch Marktöffnungen oder Reformen im Kartellrecht nicht ausschliessen. Ein schwacher Trost ist die hohe Kaufkraft für die Exportwirtschaft. Sie muss ihre hiesigen Kosten nicht mit Kaufkraftparitäten decken, sondern mit «echten» Franken. Rechnet man das für 2010 ausgewiesene Lohnniveau (Wechselkurs im Jahresschnitt von Fr. 1.38 pro €) mit dem ein Jahr später geltenden Kurs von leicht über Fr. 1.20 pro € um, liegt der Durchschnittslohn in der Schweiz fast 90% höher als im Mittel der vier Nachbarländer. Dies ist nur mit einer entsprechend höheren Arbeitsproduktivität aufrechtzuerhalten.

Etwas Entlastung vom Spar- und Produktivitätsdruck bringen Inflationsdifferenzen. Liegt die Inflationsrate in den Nachbarländern wie für dieses Jahr prognostiziert im Schnitt 2 bis 3% höher als in der Schweiz und entwickeln sich die Reallöhne vergleichbar, sinkt der nominelle Schweizer Lohnaufschlag mit der Zeit deutlich – mindestens solange es bei der Wechselkursuntergrenze von Fr. 1.20 pro € bleibt. http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/starke-schwe...

 

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Benjamin Franklin

11.07.2012 12:53
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Eigenmarken bleiben unser Fundament

Die Migros will sich nicht damit abfinden, dass so die Kaufkraft der Schweizer Kundschaft gezielt abgeschöpft wird. Wir sehen einfach nicht ein, weshalb Schweizer Konsumenten für ein identisches Produkt mehr bezahlen sollen als deutsche. Wenn sich ein internationaler Hersteller so verhält, verhandeln wir zuerst einmal hartnäckig über tiefere Preise. Wenn das aber zu nichts führt, greifen wir zum Mittel der Auslistung, das heisst einzelne Artikel des betreffenden Herstellers werden aus dem Migros-Sortiment entfernt. http://www.migrosmagazin.ch/migros-welt/neues-aus-der-migros/artikel/eig...

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Benjamin Franklin

04.07.2012 09:55
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MarcusFabian hat am 04.07.2012 - 04:17 folgendes geschrieben:

Elias hat am 03.07.2012 - 05:54 folgendes geschrieben:

Es ist nicht "meine" Definition Man kann es im Wiki nachlesen

Eben, auch Wiki hat zwei: Kaufkraft Konsum und Währung.
 

Es ist nicht der einzige Beitrag in Wiki, zu der es mehrere Artikel gibt.  Selbst via Urknall gelangt man zur Inflation. Die Teuerung ist individuell. Je nachdem, was teuerer wird, trifft es einem hart bis gar nicht. Die Kaufkraft ist selbst in der Schweiz unterschiedlich. Es gibt ein Ranking. Das hat verschiedene Ursachen.

 

Ich versuche es mit einer Metapher

Bei Chemie geht es (sehr vereinfacht gesagt) immer um Elektronen. Sauerstoff und Wasserstoff sind chemische Elemente. Wenn sie miteinander  reagieren (chemische Reaktion)  entsteht neben Wasser auch Wärme. Wärme ist physikalisch. Für physikalische wie chemische Gesetze gelten gewissen Bedingungen. Wenn die Bedingen nicht so sind, dann passiert nicht das, was man unter "normalen" Umständen erwartet.

 

 

 

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Benjamin Franklin

04.07.2012 04:17
Bild des Benutzers MarcusFabian
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Elias hat am 03.07.2012 - 05:54 folgendes geschrieben:

Es ist nicht "meine" Definition Man kann es im Wiki nachlesen

Eben, auch Wiki hat zwei: Kaufkraft Konsum und Währung.
 

03.07.2012 20:14
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MarcusFabian hat am 02.07.2012 - 18:49 folgendes geschrieben:


Wir haben zwei widersprüchliche Faktoren:

1. Die reine, nominale Kaufkraft des Geldes im Sinn: "Was kann ich mir heute für 1 Franken kaufen vs. was konnte ich mir vor x Jahren für einen Franken kaufen."
2. Auf der anderen Seite die Produktivität: Wir brauchen heute dank Technik weniger Zeit, um dieselbe Leistung zu erbringen.

Du kombinierst nun beides, um Aussagen über die (ich nenne es jetzt mal "reale Kaufkraft") zu machen.
Soweit korrekt?

..wie widersprüchlich bzw. "schwierig" es ist und welche, zum Teil sehr unterschiedliche, Ergebnisse sich dann beim "zurückrechnen" ergeben (je nach verwendetem Index) ,bringt  SWISTOVAL hervorragend zum Ausdruck.

Absolut Lesenswert :

http://swistoval.hist-web.unibe.ch/content/anleitung.de.html

 

weico

 

 

 

 

03.07.2012 05:54
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Es ist nicht "meine" Definition Man kann es im Wiki nachlesen

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03.07.2012 03:43
Bild des Benutzers MarcusFabian
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Es gibt keinen Grund aggressiv zu werden. Es ging mir lediglich um Deine Begriffsdefinition.

Die Begriffe Infla/Defla können auf Teuerung oder Ausweitung der Geldmenge bezogen werden. Beide Definitionen sind gültig. Da haben wir erst relativ spät in der Diskussion gemerkt und deshalb habe ich Wert darauf gelegt, dass Du Deine Definition schon von Anfang an klarstellst.

 

02.07.2012 21:04
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MarcusFabian hat am 02.07.2012 - 18:49 folgendes geschrieben:

Siehste? War wichtig, dass ich Dich um eine Definition gebeten habe. Nicht, dass wir so enden wie seinerzeit bei Infla/Defla.
Dass Du z.B. die Arbeitszeit in die Kaufkraft einfliessen lässt, wäre mir ohne Deine Antwort nicht in den Sinn gekommen.

ich wusste nicht, dass etwas bei Defla/Infla je geendet hat. Meines Wissens fliessen bei dir die Waren immer noch von A nach B, bis die Preise gleich sind, wenn nicht entweder alle Deflation oder Inflation haben. Du vermischst Teuerung mit Inflation und unterstellst dem bfs, es beschönige Zahlen. Das kann man nachlesen.

Dass dir die Arbeitszeit dabei nicht in den Sinn kommt, wundert mich nicht. Es ist ja nicht nur die Arbeitszeit, die wichtig ist. Frag die arbeitslosen Spanier. Null Stunden Arbeitszeit nagt an der Kaufkraft.  Es ist auch wichtig, wie lange gearbeitet wird, sowohl pro Monat, Jahr  und Lebensarbeitszeit. Wie oft gestreikt wird. Wie lange die Ferien sind, Krankheiten, Staustunden, etc. etc. etc.

Unsere "Lohnstückkosten" sind genau deswegen teilweise nicht viel höher als im benachbarten Ausland. Darum geht es uns so gut. Der Binnenkonsum ist mittlerweile eine wichtige Stütze geworden. Die Preise sinken. Wenig Arbeitslose, tiefe Steuern. Daher kommt die Kaufkraft.

Das die Kaufkraft hier im Thread erst noch "definiert" werden muss, obwohl sie schon lange definiert ist, zieht sich wohl wie ein roter Faden durch dein Leben. Deflation und Inflation sind ja auch definiert, auch da  wurde um den Brei geredet. Wie Teuerung entsteht ist auch definiert. Trotzdem beharrst du auf der Lehrbuchmeinung, obschon Japan zeigt, dass Teuerung nicht zwangsläufig entstehen muss.

Du bist zum Goldbären mutiert, damit du an Geld für Aktien kommst. Das Geld der SNB ist also auch nicht bei dir gelandet. Wie soll so Teuerung entstehen, wenn du nicht endlich anfängst zu konsumieren? Nach Luzern in die Migros reicht da nicht.

Vielleicht habe ich die Antwort übersehen, woher die Teuer in der Schweiz deiner Meinung nach kommen soll. Das konntest du meines Wissen noch nie plausibel beantworten.

Ich erstelle übrigens auch keine Regeln, ich heisse nicht MF. Du darfst deine Lehrbuchmeinungen weiterhin gebetsmühlenartig kundtun. Du darfst auch vorher googeln, bevor du Fragen stellst.

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

02.07.2012 20:24
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UBS: Preise & Löhne

Ganz interessante Zusammenstellung zur weltweiten Kaufkraft ... gibt's von der UBS:


UBS: Preise und Löhne
Wie lange muss man in New York, in Kuala Lumpur oder Australien arbeiten, um sich einen Big Mac leisten zu können? Wo lohnt sich ein Kurzaufenthalt, um günstig Kleider kaufen zu können? In welcher Stadt der Welt verdient ein Ingenieur am meisten? Wo auf der Welt ist die Kaufkraft generell am grössten? Wo wird die höchste Anzahl Wochenstunden gearbeitet? Diese und ähnliche Fragen beantwortet die App "Preise und Löhne" der UBS auf unterhaltsame, spielerische Art und Weise.



UBS Wealth Management Research

Download als PDF


Download als iphone-App:


 

02.07.2012 20:02
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02.07.2012 18:49
Bild des Benutzers MarcusFabian
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Siehste? War wichtig, dass ich Dich um eine Definition gebeten habe. Nicht, dass wir so enden wie seinerzeit bei Infla/Defla.
Dass Du z.B. die Arbeitszeit in die Kaufkraft einfliessen lässt, wäre mir ohne Deine Antwort nicht in den Sinn gekommen.
Aber es ist Dein Thread, Du erstellst die Regeln und "wir" werden uns an Deine Definition halten.

Wenn ich also mal Deine Definition mit meinen Worten zusammenfasse (hat ja letzte Woche mit weico so hervorragend geklappt):

Wir haben zwei widersprüchliche Faktoren:

1. Die reine, nominale Kaufkraft des Geldes im Sinn: "Was kann ich mir heute für 1 Franken kaufen vs. was konnte ich mir vor x Jahren für einen Franken kaufen."
2. Auf der anderen Seite die Produktivität: Wir brauchen heute dank Technik weniger Zeit, um dieselbe Leistung zu erbringen.

Du kombinierst nun beides, um Aussagen über die (ich nenne es jetzt mal "reale Kaufkraft") zu machen.
Soweit korrekt?

02.07.2012 07:28
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"Wir" verstehen unter Kaufkraft

http://de.wikipedia.org/wiki/Kaufkraft

 

Wichtig ist in diesem Zusammenhang:

1. Um vergleichen zu können ist es wichtig zu wissen, wie lange man damals und wie lange man heute für etwas arbeiten muss.

2. Nur wegen ausgeweiteter Geldmenge gibt es nicht automatisch Teuerung.

 

Egal, welche Quelle man nun heranzieht: wichtig ist doch zu sehen, dass sich die Kaufkraft unterschiedlich entwickelt. Es haben nicht alle die gleichen Preise in Europa.

 

Kaufkraftparität KKP http://de.wikipedia.org/wiki/Kaufkraftparit%C3%A4t

Die Kaufkraftparitätentheorie ist eine vereinfachte Darstellung des Prinzips, wie sich Wechselkurse konstituieren. Nicht enthalten sind die in der Praxis faktisch anfallenden Transaktionskosten (Transportkosten, Zoll und Steuerabgaben, sowie Verzerrungen durch staatliche Handelsbeschränkungen).

 

 

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Benjamin Franklin

02.07.2012 00:33
Bild des Benutzers MarcusFabian
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... oder, solange der Thread noch auf der ersten Seite ist:

Definition: Was verstehen wir unter Kaufkraft?

01.07.2012 23:48
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rph
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Wie ist der erste Satz zu verstehen? - Die Griechen haben in den letzten 5 Jahren 2% Kaufkraft verloren (5 x 0.4%) und 3 von diesen 2% alleine im 2011? Wie geht das?

lg ramschpapierhaendler

auch hier: http://tiny.cc/90deu

01.07.2012 23:46
Bild des Benutzers MarcusFabian
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Elias hat am 01.07.2012 - 20:16 folgendes geschrieben:

 

 Die höchste Kaufkraft in Europa findet sich in Luxemburg, gefolgt von der Schweiz und Norwegen.  http://www.blick.ch/news/wirtschaft/griechen-verlieren-kontinuierlich-an...

Spitzenreiter sind gemäss dieser Quelle Rumänien und die baltischen Staaten:

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1847/umfrage/entwicklung-d...

 

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