Krieg in Mali

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16.01.2013 17:33
#1
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Krieg in Mali

Islamisten verschleppen 41 BP-Angestellte

 

Militante Islamisten haben auf einem Gasfeld in Algerien 41 Ausländer entführt – zwei Menschen wurden getötet. Die Entführten kommen aus den USA, Grossbritannien, Norwegen und Japan.

 

Bei einer Geiselnahme auf einem Gasfeld im Osten Algeriens hat eine Gruppe radikaler Islamisten mehrere Ausländer in ihre Gewalt gebracht. Zur Zahl der Geiseln lagen unterschiedliche Angaben vor

Zunächst hatte eine algerische Gewährsperson von acht Geiseln gesprochen. Die Nachrichtenagentur Reuters meldete mindestens sieben Entführte. Die Gruppe aus dem Umfeld von Al Kaida im Maghreb (AQMI) behauptete hingegen, sie hätten 41 westliche Ausländer gefangen genommen.

US-Bürger, Franzosen, Briten und Japaner

Bei den Geiseln handle es sich unter anderem um sieben US-Bürger sowie um Franzosen, Briten und Japaner, wurde ein Sprecher der dschihadistischen Gruppe am Mittwoch ohne Angabe seines Namens auf den mauretanischen Nachrichtenwebsites Agence Nouakchott und Sahara Medias zitiert. Fünf Geiseln würden in der Fabrik festgehalten und 36 weitere in einer Unterkunft des Ölfeldes.

Die Geiselnahme sei eine Reaktion auf die «unverhohlene Einflussnahme Algeriens durch die Gewährung von Überflugrechten für seinen Luftraum für die französische Luftwaffe», wurde der Sprecher der Terrorgruppe weiter zitiert. In Mali hatte Frankreichs Armee Ende vergangener Woche eine Offensive gegen die Islamisten gestartet, die weite Teile des westafrikanischen Landes kontrollieren.

Zuvor hatte die algerische Nachrichtenagentur APS gemeldet, dass ein dschihadistisches Kommando einen Standort des Ölkonzerns BP angegriffen habe. Dabei seien zwei Menschen getötet und sechs weitere verletzt worden. Ausserdem seien mehrere Ausländer als Geiseln genommen worden. Das algerische Innenministerium sprach von einem getöteten Ausländer.

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Benjamin Franklin

09.06.2013 10:57
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In Mali wird wieder gekämpft

Offensive gegen Tuareg-Rebellen

 

Regierungssoldaten rücken im Nordosten Malis gegen die Stadt Kidal vor, die von Tuareg-Rebellen gehalten wird. Versuche, die Region zwei Monate vor der geplanten Präsidentenwahl zu stabilisieren, sind gefährdet.

http://www.nzz.ch/aktuell/international/in-mali-wird-wieder-gekaempft-1....

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31.03.2013 17:24
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 Kämpfe in Mali: Islamisten greifen Timbuktu an

 

"Vor zwei Monaten ließ sich Frankreichs Präsident Hollande hier als Befreier feiern, nun sind die islamistischen Kämpfer zurück in Timbuktu. Ein Selbstmordanschlag erschütterte die Stadt im Norden Malis, Regierungssoldaten und Rebellen liefern sich schwere Gefechte."

 

http://www.spiegel.de/politik/ausland/kaempfe-in-mali-islamisten-greifen...

 

weico

29.03.2013 12:42
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Halbierung der Truppen in Mali

Frankreichs Staatspräsident François Hollande hat in einem Fernsehinterview am Donnerstagabend den Plan für den Truppenrückzug aus Mali präzisiert. Die dort gesetzten Ziele seien weitgehend erreicht worden, weshalb die Präsenz französischer Truppen bis Juli auf 2000 Soldaten halbiert werde. Gemäss dem Staatschef sollen bis Ende des Jahres weitere 1000 Soldaten abgezogen werden.

Frankreichs bestehe im übrigen darauf, dass im Juli in Mali freie Wahlen durchgeführt würden. Was die Haltung gegenüber Geiselnehmern angeht, die in der Sahelzone und in Nigeria derzeit zehn französische Bürger festhalten, bestätigte Hollande, dass Paris im Zuge des militärischen Engagements in Mali eine härtere Linie verfolge. Man habe den Familienangehörigen klargemacht, dass Frankreich für Erpresser, die jetzt Waffen gegen französische Truppen einsetzten, aus Prinzip keinerlei Geldzahlungen aufbringen werde.

http://www.nzz.ch/aktuell/international/stellungnahmen-des-franzoesische...

 

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22.03.2013 15:29
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Franzosen verschieben Rückzug aus Mali erneut

Die französische Armee wird nach Worten von Regierungschef Jean-Marc Ayrault erst von Ende April an mit dem Abzug aus Mali beginnen. Die Soldaten würden «von Ende des Monats April an damit anfangen, zurückzukehren», sagte Ayrault heute vor der Nationalversammlung in Paris.

Staatschef François Hollande hatte Anfang März angekündigt, es werde «ab April» eine Verringerung der französischen Truppen in Mali geben. Aussenminister Laurent Fabius hatte Anfang Februar sogar noch einen Abzug ab März in Aussicht gestellt.

Islamisten aus wichtigen Städten vertrieben

Die französische Armee hatte am 11. Januar ihren Einsatz gegen islamistische Kämpfer im Norden Malis begonnen. Die Islamisten wurden inzwischen aus den wichtigen Städten der Region vertrieben, französische Soldaten stellen ihnen noch im Ifoghas-Gebirge im Nordosten des Landes nach.

Truppen der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) sollen bald das französische Kontingent ablösen, danach ist der Einsatz von UNO-Blauhelmsoldaten geplant. http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Franzosen-verschieben-Rueckzu...

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06.03.2013 19:45
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sime hat am 06.03.2013 - 10:55 folgendes geschrieben:

 Wie sonst kann ein alpines Bauernvolk mit Holzgabel und Schaufeln ein adliges Habsburgerheer 1315 vernichtend besiegen?

Übung macht den Meister....!

Das "alpine Bauernvolk" hat ,schon vor 1315,sehr fleissig geübt... Good

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Schweizer_Schlachten

 

weico

06.03.2013 12:40
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sime hat am 06.03.2013 - 10:55 folgendes geschrieben:

Wer im Schweizer Parlament hat schon jemals die 9/11-Geschichte in Frage gestellt, d.h. in einer offiziellen Rede vor dem Parlament?

Schweizer Politiker misstrauen der offiziellen Version zu 9/11

 

Prominente fordern im Internet eine neue Untersuchung der Terroranschläge in New York. http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Schweizer-Politiker-misstra...

 

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06.03.2013 11:33
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sime hat am 06.03.2013 - 10:55 folgendes geschrieben:

Diesen Zusammenhang verstehe ich nicht. Was hat das mit dem Video zu tun?

Nur soviel: Es ist offensichtlich, dass die Schweizer ihre Kriegskunst von den Tempelrittern erlernt haben.

Der Zusammenhang: Die Eidgenossen waren auch nicht die sauberen Helden wie man so gerne erzählt. Sie bedienten sich schrecklicher Verhörmethoden, die fast ausnahmslos tödlich endeten. Jeder Krieg hat Nebenschauplätze, Intrigen, Desinformationen, Scheinangriffe, etc.

Gelernt haben die Eidgenossen ihr Handwerk während den Burgunderkriegen. Von da an waren sie als Söldner begehrt. Die Tempelritter waren schon vor der Gründung der Eidgenossenschaft auf dem absteigenden Ast

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06.03.2013 10:55
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Elias hat am 06.03.2013 - 08:50 folgendes geschrieben:

 Was ist daran mutig?

Für mich hat es keinen Neuigkeitswert. Ich kenne keinen Krieg, der sauber, gerecht, ehrlich und ohne Blutvergiessen geführt wurde. Und immer ging es dabei um Macht und Ressourcen. Man will den Goldstandard, in Mali gibt es unter anderem Gold. Wer interessiert sich schon für grünes Gold?

Was die Islamisten zuvor gemacht haben, war diesem Abgeordneten wohl total egal. Oder hat er sich da mutig zu Wort gemeldet? Nichts tun und einen Flächenbrand riskieren wäre töricht gewesen. Die Salafisten machen sich in Nordafrika breit. In Ägypten unter dem Deckmantel der Demokratie. 

Die Schweizer waren zu Zeiten der Burgunderkriege gefürchtet, unter anderem, weil sie keinen Gefangenen machten. Damit verhinderten sie auch, dass ihre "saubere" Kriegsführung publik wurde.


Er ist mutig insofern, als dass er zu jener Sorte Politiker gehört, deren Integrität höher ist als ihre Konformität und für einen Politiker verdient er mit dieser Rede schon das Prädikat Whistle Blower. Jeder, der Widerstand leistet, ungeachtet seiner Funktion und Aufgabe, ist mutig. Wer im Schweizer Parlament hat schon jemals die 9/11-Geschichte in Frage gestellt, d.h. in einer offiziellen Rede vor dem Parlament?

 

Man will den Goldstandard, in Mali gibt es unter anderem Gold. Wer interessiert sich schon für grünes Gold?

Wer will den Goldstandard? Frankreich? Ich weiss nur, dass Gaddafi einen Golddinar für ganz Afrika wollte, was dem Westen wohl kaum sehr gefiel. Lybien hatte ja Unmengen Goldreserven.

Für Uran interessiert sich wohl so ziemlich jedes Land, das AKWs betreibt oder atomwaffenfähiges Uran anreichern will. Dabei denke ich nicht an den Iran.

 

Was die Islamisten zuvor gemacht haben, war diesem Abgeordneten wohl total egal. Oder hat er sich da mutig zu Wort gemeldet? Nichts tun und einen Flächenbrand riskieren wäre töricht gewesen. Die Salafisten machen sich in Nordafrika breit. In Ägypten unter dem Deckmantel der Demokratie.

 

Du hast offenbar meine obigen Artikel von Hr. Lehmann nicht gelesen, weil sonst würdest Du mir nicht mit der Islamistenschiene begegnen, da Du erahnen könntest, dass ich mit diesem Begriff  gewisse Mühe habe. In Mali nennt man sie Islamisten, aber in Lybien und Syrien sind es Rebellen oder gar Freiheitskämpfer.

Die Despoten in Nordafrika waren und sind fast alle vom Westen installiert worden und sind geduldete Marionetten auf Zeit gleich wie Saddam Hussein. Das ist die Politik des Neokolonialismus. In Ägypten regierte seit Mubaraks Sturz das Militär mit eiserner Faust. Mubarak war ein willfähriger Despot für die USA und Israel. Jetzt will man aber Unruhe und Chaos in Nordafrika und im nahen Osten und eine Atmosphäre des Unfriedens, um die ganze Region instabil zu machen. Dafür braucht man die Salafisten. Wenn es dem Westen wirklich um das Wohlergehen der Menschen in Mali ginge, welche unter den Islamisten zu leiden haben: warum hat man dann in Darfur  nicht eingegriffen, wo die Araber und selbst die Touareg einen Völkermord begangen haben, der noch bis heute andauert? Davon spricht niemand.

 

Die Schweizer waren zu Zeiten der Burgunderkriege gefürchtet, unter anderem, weil sie keinen Gefangenen machten. Damit verhinderten sie auch, dass ihre "saubere" Kriegsführung publik wurde.

Diesen Zusammenhang verstehe ich nicht. Was hat das mit dem Video zu tun?

Nur soviel: Es ist offensichtlich, dass die Schweizer ihre Kriegskunst von den Tempelrittern erlernt haben. Wie sonst kann ein alpines Bauernvolk mit Holzgabel und Schaufeln ein adliges Habsburgerheer 1315 vernichtend besiegen? In der Schlacht am Morgarten taucht übrigens das Tatzenkreuz der Schweiz das erste Mal auf, nämlich auf dem Rücken und der Schilde der sogenannten "Eidgenossen". Das Templerkreuz wurde fast ädaquat übernommen. Der Templerorden wurde offiziell ja 1314 in Frankreich aufgelöst und endete mit der Verbrennung des Grossmeister Jacques de Molay. Die Gründung der Eidgenossenschaft ging direkt auf die Auflösung des Templerordens zurück. Die Templer haben die Eidgenossen zu den gefürchteten Söldner und Landsknechten gemacht, welche sogar vom Papst als Leibgarde auserkoren wurde.

06.03.2013 08:50
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 Was ist daran mutig?

Für mich hat es keinen Neuigkeitswert. Ich kenne keinen Krieg, der sauber, gerecht, ehrlich und ohne Blutvergiessen geführt wurde. Und immer ging es dabei um Macht und Ressourcen. Man will den Goldstandard, in Mali gibt es unter anderem Gold. Wer interessiert sich schon für grünes Gold?

Was die Islamisten zuvor gemacht haben, war diesem Abgeordneten wohl total egal. Oder hat er sich da mutig zu Wort gemeldet? Nichts tun und einen Flächenbrand riskieren wäre töricht gewesen. Die Salafisten machen sich in Nordafrika breit. In Ägypten unter dem Deckmantel der Demokratie. 

Die Schweizer waren zu Zeiten der Burgunderkriege gefürchtet, unter anderem, weil sie keinen Gefangenen machten. Damit verhinderten sie auch, dass ihre "saubere" Kriegsführung publik wurde.

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06.03.2013 08:24
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Ein belgischer Abgeordneter spricht Klartext! Mutiger Mann!

 

http://www.youtube.com/watch?v=Chqtb0bHLoc&list=FLOr0zikAwxw9bc4E3mfBpKQ...

04.03.2013 08:06
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Frankreichs unsichtbarer Krieg

Frankreichs Krieg gegen islamistische Terrorgruppen in Mali ist kaum noch gut für eine Schlagzeile. Seit der Einnahme von Timbuktu, Gao, Kidal und anderen Städten im Norden des westafrikanischen Landes, die von den Rebellen beinahe kampflos geräumt wurden, blieben spektakuläre neue Erfolgsmeldungen aus. Die „Operation Serval“, wie die am 11. Januar begonnene Militäraktion genannt wird, geht indes als Verfolgung versprengter Terrorgruppen, die sich in unwegsames Wüstengelände oder in schlecht zugängliche Gebirgsgegenden zurückgezogen haben, weiter. Eine Meldung gibt es nur, wenn wie vergangene Woche ein französischer Soldat umkommt, ein Fahrzeug auf eine Mine fährt oder ein Selbstmordattentäter sein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug gegen einen Posten der mit den Franzosen operierenden Tuareg-Rebellen steuert.

Als am Donnerstag ein algerischer Fernsehsender die Nachricht vom Tod von Abou Seid, des Chefs von Al Qaida im islamischen Maghreb (Aqmi), der größten in Mali operierenden islamistischen Rebellen-Terrorgruppe, verbreitete, schien dies eine der in Paris mit Ungeduld vermissten Erfolgsmeldungen zu sein. Der Aqmi- Chef sei mit 40 Kämpfern im Tigharghar- Massiv in Nord-Mali bei einem französischen Bombenangriff umgekommen. Der Präsident des Tschad, Idriss Déby, bestätigte den Tod Abou Seids am Freitag. Allerings behauptete er, tschadische Soldaten, die in Mali an der Seite der Franzosen kämpfen, hätten ihn getötet. Eine unabhängige Bestätigung fehlt bisher.

Abou Seid hatte erstmals vor zehn Jahren bei der Entführung von europäischen Touristen im Süden Algeriens von sich reden gemacht. An der Spitze von Aqmi trat er als besonders grausamer Anführer hervor. Die Exekution einer britischen und einer französischen Geisel wird ihm zugeschrieben. In seiner Gewalt sollen sich auch vier der sieben französischen Geiseln befinden, die Aqmi 2010 aus Niger entführte.

Unter Berufung auf Geheimdienstquellen berichtete der französische Radiosender RFI, DNA-Proben der mutmaßlichen Leiche Abou Seids seien zur Analyse nach Algier geschickt worden. Zeugen, die das Kriegsgeschehen vor Ort erleben und darüber berichten, gibt es nicht. In ihrer Berichterstattung sind die französischen Medien weitgehend auf das angewiesen, was ihnen von offizieller Seite mitgeteilt wird. „Es ist ein unsichtbarer Krieg, der dort fern von Kameras und den Augen von Journalisten geführt wird“, schreibt die Zeitung „Le Figaro“. 4000 Soldaten hat Frankreich in Mali im Einsatz. Mit ihrem schrittweisen Abzug soll nach einer Ankündigung vom Februar noch im März begonnen werden. Dass die „zweite Phase“ des Krieges schon die „letzte“ sein wird, wie Präsident Francois Hollande sagte, ist wenig wahrscheinlich. http://www.tagesspiegel.de/politik/mali-frankreichs-unsichtbarer-krieg/7...

 

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03.03.2013 23:24
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Präsidentschaftskandidat in Mali entführt – Französische Wahlvorbereitungen? 

Christof Lehmann (np) Dr. Oumar Mariko, der Generalsekretär und Präsidentschaftskandidat der Linkspartei SADI, wurde am 11. Februar 2013, von in zivil gekleideten Bewaffneten in Bamako Mali, entführt.

Als Dr. Mariko entführt wurde, bereitete er sich auf eine Reise nach Schweden und Dänemark vor, um dort mit Politikern und befreundeten Parteien über Zusammenarbeit und politische Unterstützung zu reden. Engste Parteifreunde und Berater vermuten, dass französische Geheimdienste an der Entführung beteiligt sind.

Dr. Mariko spricht sich offen gegen den französischen Neokolonialismus und den bewiesener massen kriminellen Interims-Präsidenten Dioncounda Traoré und seine Partei aus. Traoré und seine ADEMA Partei werden massiv von Frankreich unterstützt.


Foto: Dr. Oumar Mariko / Malibuzz

Dr. Oumar Mariko wurde Augenzeugenberichten zufolge, von einem halben Dutzend bewaffneter Personen entführt. Die Täter brachen durch die Türen seines Büros in Bamako und ihn zwangen ihn unter Gewaltandrohung in einen Geländewagen einzusteigen. Die Entführer verließen dann mit hoher Geschwindigkeit den Tatort. Schüsse wurden in die Luft abgefeuert, um Augenzeugen am Eingreifen zu hindern.

Personen im engsten Kreise des Präsidentschaftskandidaten sind, nicht unbegründet, davon überzeugt, dass die in zivil gekleideten Entführer Verbindungen zu einer von Frankreich beeinflussten Fraktion innerhalb der Staatssicherheits Dienste oder dem Militär von Mali haben. Bislang haben die Entführer weder mit den Behörden oder der SADI Partei Kontakt aufgenommen. Es wird befürchtet, dass eine Ermordung des in Mali sehr beliebten Oppositionsführers geplant ist.

In seinem jüngsten Gespräch mit dem Autor des Artikels, berichtete Dr. Mariko, dass er im Laufe der letzten Monate wiederholt Drohungen aus den Kreisen um den von Frankreich unterstützten Interims-Präsidenten Dioncounda Traoré empfangen hat. So wie der Gründer der SADI Partei in der Bevölkerung Respekt geniest,  so hat sich Dr. Mariko, während der demokratischen Revolution im Jahr 1991, durch die Beschlagnahme von Vermögenswerten, die durch Korruption und Unterschlagung erwirtschaftet wurden, mächtige Feinde in Mali und in Frankreich gemacht. Unter der Bevölkerung in Mali gilt Mariko als eine der bedeutendsten Personen der demokratischen Revolution von 1991 und als unbestechlicher Politiker.

Mitglieder des Nationalrates für Widerstandsbewegungen in Mali, warnen davor, dass die Entführer und die Hintermänner, durch eine Ermordung von Dr. Mariko, die die bereits ernsthaft gefährdete Stabilität des Landes noch weiter beschädigen könnten. Sie warnen vor der Gefahr eines unkontrollierbaren Bürgerkrieges, und ziehen den Interims-Präsidenten Dioncounda Traoré für die Sicherheit von Dr. Mariko zur Verantwortung.

Dr. Mariko hatte wiederholt die Regierung der Republik Mali aufgefordert, den Missbrauch der Geheimdienste des Landes zur Unterdrückung politischer Gegner zu untersuchen. Der Missbrauch der Sicherheitsdienste und Geheimdienste des Landes arten oftmals in direkten Staatsterrorismus aus.

In einem Gespräch mit Dr. Mariko vor drei Tagen, berichtete er, dass er damit rechnet, dass Frankreich versuchen wird darauf hin zu arbeiten, dass Wahlen in Mali schon in Juni – Juli 2013 stattfinden werden. Dr. Mariko deutete an, dass Frankreich sehr wahrscheinlich massiv ihren Favorit, Modibo Sidibe unterstützen werden. Modibo Sidebe hat engste Beziehungen zur politischen und finanziellen Elite von Frankreich und Mali. Sidibe ist auch für seine engen Verbindungen zur organisierten Kriminalität in Mali und Frankreich bekannt. Unter anderem geht es um organisierten Drogenhandel, Entführungen und Lösegeld Erpressung.

In dem Gespräch vor drei Tagen erklärte Dr. Mariko, dass die Stadt Bamako ruhig sei, aber dass er sich durchaus des Risikos bewusst sei, dass er von Mitgliedern der von Frankreich unterstützten ADEMA Partei des Dioncounda Traoré, oder von Elementen der Geheimdienste von Mali, die Verbindungen zu Frankreich pflegen bedroht ist.

Dr. Mariko berichtete, dass ihm innerhalb des vergangenen Monats zwei Mal, durch Einflussnahme von Frankreich, ein Visum zur Einreise in die USA verweigert wurde. Nächste Woche sollte Dr. Mariko nach Schweden und Dänemark reisen, um sich mit Politikern und Mitgliedern befreundeter Parteien zu treffen. Wahrscheinlich wurde auch diese Reise durch Einflussnahme von Frankreich verhindert. Dieses Mal jedoch, durch die Entführung des malischen Präsidentschaftskandidaten.

Verwandter Artikel:

Mali: Afrika Experte warn vor französischem Staatsstreich

 Über den Autor

Christof Lehmann - Dr. Christof Lehman ist Psychologe und politischer Berater. Seine Arbeit mit Opfern von Konflikten hat ihn dazu motiviert auch politische Arbeit als Berater auszuüben. Innerhalb der letzten dreissig Jahre waren unter Anderen progressive Staatschefs unter seinen Klienten. Er setzt seine Beratertätigkeit und seine unabhängige Arbeit für Frieden, Menschenrechte und für die Erschaffung Internationaler Institutionen für die Vervolgung von Krigsverbrechen, auch denen die von priveligierten Nationen begangen werden weiterhin fort. Christof Lehmann tritt seit seiner Jugend für die Rechte der Palästinenser auf einen Staat, Frieden, Recht auf Leben und Selbstverwirklichung ein. Christof Lehmann ist der Gründer und Redakteur von " nsnbc - no spin news" wo er täglich seine eigenen sowie die Artikel Andrer veröffentlicht, die in Mainstream-Medien oft aus politischen Gründen nicht veröffentlicht werden. Er ist am Beraterpanel von The 4th Media in Peking.

 

03.03.2013 23:22
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WAS IN DEN MEDIEN VERSCHWIEGEN WIRD!

Ermordung von Malis Militär Befehlshaber Sanogo geplant

Christof Lehmann (nsnbc). Wir erwarten einen von den USA, England und Frankreich vorbereiteten Staatsstreich in Bamako in März oder April 2013“, sagt ein deutscher Frankreich und West-Afrika Experte in Paris zu nsnbc.

“Wir erwarten dass von ihnen angeworbene Extremisten die Regierung angreifen, die dank verdeckter militärischer Unterstützung gewinnen werden. Der oberste Militär Befehlshaber Malis Sanogo soll bei dem Staatsstreich beseitigt werden. Es ist nicht unwahrscheinlich  dass Malis Präsident Dioncounda Traoré bereits seine Zukunft mit Paris verhandelt”.

Seit dem Umsturz des Präsidenten der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo in 2010 und dem Umsturz von Mohamed Gaddafi in 2011 und dessen Ermordung, musste damit gerechnet werden dass es nur eine Frage der Zeit ist, bevor auch in Mali ein Staatsstreich gegen den malischen (Übergangs-)Präsidenten Dioncounda TRAORÉ, unter dem Banner von Al-Kaida, der Terror Gefahr oder dem Vorwand der Schutzverordnung eingeleitet wird.


Foto: Place de la liberté in Bamako, Mali / Rgaudin

Nach dem Umsturz der Gadaffi Regierung in Libyen und der Ernennung des AlKaida Kommandanten Abedlhakim Belhadj zum Militär Gouverneur Tripolis, waren fast alle Voraussetzungen dafür erfüllt einen, Feldzug gegen Mali vorzubereiten. Abdelhakim Belhadj, der laut Aussage des ehemaligen spanischen Premierministers José Aznar, der Hauptverantwortliche für die Bombenanschläge in Madrid, die in 2004 Spanien erschütterten und das spanische Parlament dazu veranlassten auch weiterhin an dem Krieg in Afghanistan teilzunehmen, ist NATO´s Mann in Nordafrika.

Die Kampagne gegen Mali wurde aber nicht nur militärisch geplant und vorbereitet. Auf wirtschaftlicher und sozialer Ebene wurde dafür Sorge getragen, dass die Bevölkerung Malis ausreichend verarmt und ausgehungert wurde um eine solide Basis für die Anwerbung neuer Al-Kaida Söldner zu schaffen. Laut Aussage der ehemaligen Kultusministerin Malis Aminata Traoré, hat die “Internationale Staatengemeinschaft” Mali 429 Milliarden CFA-Frank Unterstützung entzogen.


Foto: Übergangspräsident Dioncounda Traore, Mali / DioncoundaTraore2012

Mali ist eines der fünfzehn zentralafrikanischen UMOA Mitglieder deren Währung der, CFA-Frank, unter absoluter französischer Kontrolle ist. Der CFA-Frank wird in Charmaliers unter Kontrolle der Französischen Nationalbank gedruckt. Frankreich bestimmt den Kurs, die Modalitäten und Paritäten. Frankreich hat aufgrund der Anbringung französischer Kommissare, die  in den drei Zentralbanken der UMOA Länder, der BEAC, der BCC und der BCEAO Veto Recht haben, absolute Kontrolle über die Volkswirtschaften der fünfzehn Länder.

Sämtliche UMOA Länder müssen 65 % ihrer gesamten Devisen und ihr gesamtes Gold in Frankreich hinterlegen. Frankreich verzinst die Devisen zu ca. 3 % . Die eingenommenen Zinsen gehen direkt in die französische Staatskasse ein und werden dann zu einem Zinssatz von  5 % – 6 %  oder mehr, als „Entwicklungshilfe“ an die UMOA Länder vergeben.

Das System wurde 1946 von Charles De Gaulle eingeführt. De Gaulle hatte das System von Deutschland übernommen, dass es bis zu seiner Kapitulation 1945 in den von Deutschland besetzten Ländern einführte um die deutsche Staats- und Kriegskasse zu finanzieren. Nicht zu Unrecht wird die französische Wirtschaftspolitik in Afrika oft als französischer Finanz Nazismus bezeichnet.

Am 3. mai 2010 zitiert die online Ausgabe des Jeune Afrique die ehemalige französische Finanzministerin Christine Lagarde:

Die Bank der Zentralafrikanischen Staaten legt zum Beispiel fast 90 % ihrer Guthaben in der französischen Staatskasse an”.

1960 schrieb Jean Boissonat, ein Mitglied des Währungsauschusses der französischen Nationalbank:

“So gut wie alle Entscheidungen werden in Paris gefällt… die Frank-Zone hat es Frankreich erlaubt gewisse Rohstoffe an sich zu liefern… ohne Devisen auszugeben… man hat errechnet, dass diese 250 Millionen Dollar pro Jahr repräsentieren”.

Der französische Sozialist Jean-Noel Jeanny schrieb 1963:

„Wenn die Länder der Fank-Zone mehr ins Ausland exportieren als sie importieren, dann beschaffen sie für Frankreich Devisen“. Um genau zu sein hätte Jeanny dem hinzufügen müssen: „ ..und grössere Schulden an Frankreich“.

Das französische politische Schwergewicht Jaques Chiraq beschrieb die Situation treffen als er sagte, dass Frankreich nicht den Wohltäter spielen müsse um Afrika zu helfen. Es müsse lediglich damit aufhören Afrika auszubeuten. Die 429 Milliarden CFA-Frank “Entwicklungshilfe” an Mali, die von der Internationalen Staatengemeinschaft zurückgehalten wurden, machen die Ärmsten in Mali noch ärmer, die Hungerigen noch hungeriger, die Hoffnungslosen noch hoffnungsloser.

So werden die ideellen Voraussetzungen für Salafistische Extremisten geschaffen, die oft mittels gemeinnütziger und wohltätiger Arbeit und Saudi arabischer finanzieller Largesse, gerade unter den Ärmsten neue Al-Kaida Söldner anwerben.

Söldner werden so aus den Dörfern und den Vorstädten Malis angeworben. Andre der Al-Kaida Söldner werden mittels der gleichen Methode in den Slums, den Vorstädten und den Flüchtlingslagern, von der Türkei bis Somalia, von Mauritanien bis Indonesien angeworben. Für Kleingeld, manchmal aus Verblendung aber meistens aus schiere Desperation darüber nicht ihre Frauen und Kinder ernähren zu können werden sie angeworben und wo auch immer sie gerade brauchbar sind für den Dschihad eingeflogen. In Frankreichs und NATO´s Discountkriegen ist jeder ein Opfer.


Foto: Touareg Kämpfer im Norden von Mali / Magharebia / www.magharebia.com

Wahrend verarmte Söldner dazu verleitet werden im Namen Gottes zu morden, zu vergewaltigen, zu enthaupten und zu plündern, kommen auch die Kriegstreiber Ihrem Gott, dem Reichtum Malis immer näher. Es ist ein religiöser, ein heiliger Krieg für sie, weil Mali im buchstäblichen Verstand eine Goldgrube ist.

Würde Mali sich nicht für jedes Kilogramm Gold dass es produziert bei Frankreich mehr verschulden, dann wäre Mali eines der reichsten afrikanischen Länder, dass sich so wie Libyen vor 2011, durchaus mit den meisten europäischen Ländern messen konnte.

Laut amtlichen malischen Quellen ist der dritt grösste Goldproduzent Afrikas. Weltweit ist man sich darüber bewusst, dass das Ende des US-Dollar als weltweite Devisenreserve voraussehbar ist. Weltweit repatriieren Staaten ihre Goldreserven. Venezuela hat sich seine Goldreserven von London liefern lassen. Deutschland hat sich einen großen Teil seines Goldes von London liefern lassen und ist im Begriff auch dass Gold das in den USA “gelagert” oder angelegt wurde zu repatriieren.  Als der drittgrößte afrikanischer Goldproduzent ist Mali nicht nur von strategischer Bedeutung. Es ist auch ein potenzieller Rettungsring für den Dollar und den Euro.

Mali ist seit dem 12. Jahrhundert als Bergbaunation und für seinen Goldreichtum bekannt. Derzeit betreibt Mali sieben Goldminen  In Kalana und Morilla im südlichen Mali, Yatela, Sadiola und Loulo im Westen Malis, sowie in Syama und Tabakoto, wo die Produktion neulich wiederaufgenommen wurde. In Kofi, Kodieran, Gounkoto, Komana, Banankoro, Kobada und Nampala werden neue Goldgewinnungsprojekte vorbereitet.


Standort der Goldmine in Morila, Mali / en.wikipedia.org

Zur Zeit werden in Mali Untersuchungen über Malis Uran Reserven durchgeführt. Man rechnet damit das in der Umgebung von Falea, in dem 150 km ² grossen Falea- Nord Guinea Becken, ein Potenzieal von etwa 5000 Tonnen Uran abbaubar ist. Mit weiteren 200 Tonnen rechnet man in dem 19.93 km ² großen Kidal Projekt in der Gao Region.

Mali hat zufolge amtlicher Quellen das Potenzial eine Diamanten Förderung zu entwickeln. In der Bergbauregion Kayes wurden Kimberlit Röhren entdeckt von denen acht Spuren von Diamanten aufweisen. Seitdem Zimbabwe mit seiner Diamantenproduktion das De Beer Monopol herausfordert ist die Sicherung neuer Diamanten Reserven für Europäische Interessenten von großer Bedeutung; und sei es nur um zu verhindern dass die Reserven ausgenutzt werden, um somit den hohen Preis für Diamanten zu sichern.

Darüber hinaus hat Mali Vorkommen von Granat und seltenen magnetischen Mineralien, Pagamit Mineralien, Metamorphose Mineralien, Quarz, Karbonate, Eisenerz, Bauxit und Mangan. Viele dieser Vorkommen sind bislang noch nicht ausgenutzt.

Die Eisenerz Reserven Malis werden auf 2 Millionen Tonnen geschätzt. Man rechnet mit 1,2 Millionen Tonnen Bauxit, mit etwa 40 Millionen Tonnen Kalkstein. Mali hat wesentliche Kupfer Reserven, was besonders seitdem man sich darauf vorbereitet Kupfer auch an Rohstoff Börsen handeln zu können lukrativ geworden ist.

Die Marmor Reserven in Mali werden auf 10,6 Millionen Tonnen geschätzt, die Gips Reserven auf 35 Millionen Tonnen. Man rechnet damit dass 1 Million Tonnen Kaolin abgebaut werden können. Die Phosphat Reserven Malis in Tamaguilelt liefern 18.000 Tonnen pro Jahr bei einem geschätzten Gesamt Vorkommen von 12 Millionen Tonnen. Vier weitere Vorkommen werden auf 10 Millionen Tonnen geschätzt.

Die Blei- und Zink Reserven Malis werden auf 1,7 Millionen Tonnen geschätzt. Man rechnet mit 4 Millionen Tonnen Lithium. Die Bitumen Schiefer Reserven werden auf 870 Millionen Tonnen geschätzt. Mali verfügt über schätzungsweise 1,3 Millionen Tonnen Braunkohle. Die Steinsalz Reserven Malis werden auf 53 Millionen Tonnen pro Jahr, die Kieselgur Reserven auf 65 Millionen Tonnen pro Jahr geschätzt.

1970 wurde bei Bohrarbeiten und seismischen Untersuchungen ermittelt dass Mali sehr wahrscheinlich auch noch nicht erschlossene Erdöl und Erdgasreserven hat. Bei steigenden Rohstoffpreisen und bei harter Konkurrenz über das grösste bislang erschlossene Erdgasvorkommen, die PARS Felder im persischen Golf, die Ursache für den Krieg in Syrien sind, ist es mittlerweile rentabel geworden auch die Öl und Gasreserven Malis zu erschließen. Die Arbeiten haben bereits begonnen.

Dass Mali trotz seines Reichtums an Natur Reserven noch immer hoffnungslos verarmt ist, ist ausschließlich darauf zurückzuführen, dass Mali mit jeder Tonne Mineralien und Metallen die es außerhalb der UMOA Zone verkauft für Frankreich Devisen beschafft während das Volk am Rande der Armut gehalten wird.


Foto: Senegalesische und Malische Soldaten trainieren mit U.S. Special Forces / Michael R. Noggle

Der Krieg der zur Zeit in Mali durch von Saudi-Arabien finanzierte Söldner unter Al-Kaida Flagge geführt wird und die Militärinterventionen Frankreichs, der USA, Englands und Deutschlands hat folgende primäre Funktionen:

Den postmodernen Coup d´Etat als Teilziel der neo-kolonialistischen Strategie, die es Frankreich und seinen europäischen und atlantischen Alliierten ermöglicht Mali weiterhin ausbeuten zu können. Die Kontrolle über Mali als billiger Rohstofflieferant, und besonders mit Bezug auf die geplante Eingliederung Libyens in die Mittelmeer Allianz. Die Sicherung der Goldreserven Malis zur Sicherung der europäischen und atlantischen Volkswirtschaften im Falle eines Einbruches des Dollar oder Euro. Die Errichtung eines militärischen Aufmarschgebietes in Nordafrika, außerhalb der Reichweite Iranischer Raketen. Mit Krieg gegen Terror, mit Menschenrechten, mit Freiheit und Demokratie hat der Krieg in Mali nichts zu tun.

Verwandter Artikel:

French Africa Policy Damages African and European Economies.

 Über den Autor

Christof Lehmann - Dr. Christof Lehman ist Psychologe und politischer Berater. Seine Arbeit mit Opfern von Konflikten hat ihn dazu motiviert auch politische Arbeit als Berater auszuüben. Innerhalb der letzten dreissig Jahre waren unter Anderen progressive Staatschefs unter seinen Klienten. Er setzt seine Beratertätigkeit und seine unabhängige Arbeit für Frieden, Menschenrechte und für die Erschaffung Internationaler Institutionen für die Vervolgung von Krigsverbrechen, auch denen die von priveligierten Nationen begangen werden weiterhin fort. Christof Lehmann tritt seit seiner Jugend für die Rechte der Palästinenser auf einen Staat, Frieden, Recht auf Leben und Selbstverwirklichung ein. Christof Lehmann ist der Gründer und Redakteur von " nsnbc - no spin news" wo er täglich seine eigenen sowie die Artikel Andrer veröffentlicht, die in Mainstream-Medien oft aus politischen Gründen nicht veröffentlicht werden. Er ist am Beraterpanel von The 4th Media in Peking.

 

03.03.2013 13:58
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Tschadische Soldaten töten Islamistenführer Belmokhtar

Im Norden Malis ist nach Angaben des Tschad ein weiterer ranghoher Terrorist ums Leben gekommen. Mokhtar Belmokhtar sei am gestrigen Samstag von tschadischen Soldaten bei einem Angriff auf ein Islamisten-Camp im Ifoghas-Massiv getötet worden, hieß es in einer Erklärung der Armee. Auch zahlreiche andere Terroristen seien umgekommen, hieß es. http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-03/islamist-belmokhtar-tod-mali

 

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03.03.2013 13:27
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Bundeswehr schickt «fliegende Tankstelle» in Mali-Einsatz

Die Bundeswehr verstärkt ihr Engagement in Mali. Nach drei Transportmaschinen ist nun auch ein Tankflugzeug im Einsatz. Und das ist noch nicht alles. Der Verteidigungsminister verweist auf die Gefahren der Mission. http://www.nzz.ch/aktuell/international/bundeswehr-schickt-fliegende-tan...

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19.02.2013 12:55
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Kabinett beschließt Mali-Einsatz der Bundeswehr

Ein Kampfeinsatz bleibt zwar tabu, dennoch wird der deutsche Einsatz in Mali deutlich ausgeweitet werden. Die Bundesregierung will bis zu 330 Soldaten schicken http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-02/mali-einsatz-bundeswehr-solda...

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11.02.2013 13:01
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Journalisten aus malischer Stadt Gao evakuiert

Ein Ende des Krieges in Mali ist nicht in Sicht: Nach einem Angriff der Rebellen auf Gao toben in der nordmalischen Stadt so heftige Gefechte, dass 50 Journalisten in Sicherheit gebracht werden mussten.

http://www.20min.ch/ausland/dossier/mali/story/Journalisten-aus-malische...

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30.01.2013 13:44
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Letzte Hochburg der Islamisten erobert

Französische Streitkräfte sind in die letzte Hochburg der Islamisten in Mali vorgerückt. Die Truppen marschierten in die Stadt Kidal im Norden des Landes ein. Das bestätigten der Präsident der regionalen Versammlung von Kidal, Haminy Belco Maiga, und ein Sprecher der französischen Armee.

Demnach nahmen die französischen Streitkräfte den Flughafen von Kidal ein. Wie der französische Militärsprecher bestätigte, landete eine französische Militärmaschine auf dem Flughafen der rund 1500 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bamako gelegenen Islamistenhochburg. Die Operation in Kidal selbst dauere aber noch an.

Kidal ist nach der Einnahme von Gao und Timbuktu die letzte der drei großen Städte, die in der Hand der Rebellen waren. Die von Frankreich geführte und seit rund zwei Wochen dauernde Offensive gegen die Rebellen machte rasch Fortschritte. Am Sonntag hatten französische und malische Soldaten die historische Wüstenstadt Timbuktu eingenommen. Erst am Samstag hatten sie die Stadt Gao unter ihre Kontrolle gebracht. http://www.tagesschau.de/ausland/mali504.html

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30.01.2013 08:33
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Drohnen-Stützpunkt geplant

Amerika nimmt den Mali-Einsatz ernster

 

Nach anfänglicher Zurückhaltung verstärken die USA nun ihr Engagement im Krisenland Mali. Washington plant eine Drohnenbasis in Nordwestafrika, um Kaida-Gruppen und islamische Extremisten besser überwachen zu können. 

Die USA haben auf den Militäreinsatz im afrikanischen Krisenland Mali bisher mit Zurückhaltung reagiert.

Auf Bitten der Franzosen, die die Offensive gegen die militanten Islamisten im Norden des Landes zusammen mit der malischen Armee vorantreiben, hatten sich die Amerikaner zu Anfang auf logistische Hilfe beschränkt und Paris mit Geheimdienstinformationen versorgt. So brachten die USA eine französische Einheit von Schützenpanzern auf dem Luftweg nach Mali.

USA wollen Kampfjets betanken

Am Wochenende gab das amerikanische Verteidigungsministerium dann bekannt, dass Tankflugzeuge der USA französische Kampfflieger mit Treibstoff beliefern sollen. Das habe Amerikas Verteidigungsminister Leon Panetta seinem französischen Kollegen Jean-Yves Le Drian zugesagt.

950 Millionen Dollar für Militäreinsatz nötig

Zur Finanzierung des afrikanisch geführten Militäreinsatzes in Mali sind mindestens 950 Millionen Dollar nötig. Dies sagte der Präsident von Côte d'Ivoire und Vorsitzende der Communauté économique des Etats d'Afrique de l'Ouest (Cédéao), Alassane Ouatarra, bei der Eröffnung einer Geberkonferenz in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba. Mindestens 10 000 Soldaten würden benötigt, um das riesige Land aus der Hand von islamistischen Extremisten zu befreien, sagte Ouatarra am Dienstag. Das seien weit mehr als die ursprünglich geplanten 3300 Soldaten.

Die Afrikanische Union (AU) hatte bereits angekündigt, sich mit 50 Millionen Dollar an der Gesamtsumme zu beteiligen, die Europäische Union gibt 50 Millionen Euro. Zudem will die EU Militärausbilder entsenden.

Die Minister sprachen nach Pentagon-Angaben auch über Pläne, Soldaten aus afrikanischen Ländern mit Hilfe der USA nach Mali zu befördern. Mehrere Nachbarländer Malis sowie Togo, Nigeria und der Tschad hatten Soldaten für den Einsatz zugesagt. Die USA lehnen es allerdings nach wie vor ab, eigene Kampftruppen nach Mali zu schicken.

Drohnen-Stützpunkt in Nachbarland

Die Furcht vor einem steigenden Einfluss von radikalen Islamisten und Verbündeten der Kaida bewirken offensichtlich ein allmähliches Umdenken der Amerikaner.

Nun erwägt man in Washington, den Militäreinsatz mit Drohnen zu unterstützen. Die unbemannten Flugkörper sollen nach Informationen der «New York Times» in Nachbarländern wie Niger und Burkina Faso stationiert werden. Dies wurde in Washington inzwischen bestätigt. Die Drohnen sollen im Luftraum über der Sahara patrouillieren und könnten so bald als möglich den Einsatz am Boden unterstützen, hiess es in dem Bericht weiter. Doch sei die Überwachungsmission zunächst ohne den Einsatz von Waffen vorgesehen.

Erstes Abkommen mit Niger

Niger und die USA haben nach Angaben eines Regierungsvertreters bereits ein Abkommen über die Stationierung von amerikanischen Soldaten in dem afrikanischen Land beschlossen. Nach dem Bericht der «New York Times» könnten fast 300 Soldaten nach Niger verlegt werden. Aus dem Nachbarland Burkina Faso starten bereits heute private Drohnen von Sicherheitsfirmen.

Die bisher einzige ständige Militärbasis der USA auf dem afrikanischen Kontinent befindet sich weit entfernt im ostafrikanischen Djibouti am Golf von Aden.

Das amerikanische Aussenministerium rief ausserdem dazu auf, parallel zu einer militärischen auch eine politische Lösung zu suchen. Eine Sprecherin sagte, dazu seien vor allem die Wahl einer neuen Regierung in Malis Hauptstadt Bamako notwendig. http://www.nzz.ch/aktuell/international/usa-mali-drohnen-1.17968382

 

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29.01.2013 14:36
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Hunderte plündern Geschäfte von Arabern in Timbuktu

Nun unterstützen auch Tuareg-Krieger die Franzosen in Mali. Im Norden des Landes konnten sie die Islamisten aus der Stadt Kidal vertreiben. Derweil werden in Timbuktu Araber-Geschäfte geplündert.

Nach der Einnahme durch französische und malische Truppen hat es in der Stadt Timbuktu Plünderungen gegeben. Hunderte Menschen stürmten Geschäfte und gingen dabei nach eigenen Angaben gegen Besitztümer arabischstämmiger Bewohner vor, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Die Menge ging gegen Läden von «Arabern», «Algeriern» und «Mauretaniern» vor, die sie als «Terroristen» bezeichnete. Sie sollen während der Besetzung Timbuktus durch islamistische Kämpfer mit diesen gemeinsame Sache gemacht haben.

Kidal erobert

Die islamistischen Aufständischen in Mali geraten derweil immer stärker in Bedrängnis. Während französische und malische Truppen von Süden in die Herrschaftsgebiete der Rebellen vorstossen, eroberten Kämpfer vom Volk der Tuareg nach eigenen Angaben die strategisch wichtige Stadt Kidal im Norden.

Neben Kidal hätten die Tuareg-Krieger sieben weitere Ortschaften in der Region unter ihre Kontrolle gebracht, hiess es in einer im Internet veröffentlichten Erklärung der Nationalen Bewegung für die Befreiung von Azawad. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig bestätigt werden. Die Gruppe teilte weiter mit, sie fühle sich dem «Kampf gegen Terrororganisationen» verpflichtet und wolle mit den französischen Interventionstruppen zusammenarbeiten. Einen Einmarsch der malischen Streitkräfte in den Norden des Landes lehnte sie unter Verweis auf mutmassliche Menschenrechtsverletzungen seitens des Militärs allerdings ab.

Tuareg hatten Einfluss im Norden verloren

Zu Beginn des Aufstands im Norden Malis hatten auch die Tuareg grosse Geländegewinne erzielt und sogar einen eigenen Staat proklamiert. Später waren sie allerdings von der dem Terrornetzwerk al-Qaida nahestehenden Islamistengruppe Ansar Dine verdrängt worden.

Sollten sich die Berichte über die Eroberung von Kidal bestätigen, hätten die Islamisten die Kontrolle über alle Provinzhauptstädte im Norden des Landes verloren. Am Montag waren französische Soldaten in Timbuktu eingezogen. Auf Fotos der französischen Streitkräfte waren Bewohner zu sehen, die den einrückenden Soldaten zujubelten.

Auch Flüchtlinge in anderen Landesteilen begrüssten den Vormarsch der Franzosen. «Für die Herzen der Menschen von Nordmali ist das eine Erleichterung», sagte Cheick Sormoye, der vor der Islamisten in die Hauptstadt Bamako geflohen war. Die dritte Provinzhauptstadt Gao hatten französische und malische Truppen bereits am Wochenende erobert. http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Hunderte-plue...

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28.01.2013 17:43
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"Muslimische Gesellschaften sind kollektiv gescheitert"

 

"Wir erleben gerade eine große kulturelle Revolution in der islamischen Welt. Nicht nur Pakistan ist betroffen, sondern mehr oder weniger jedes muslimische Land. Pakistan verändert sich, Afghanistan hat sich radikalisiert, Iran, der Irak, viele Länder in Afrika und in der arabischen Welt, Ägypten, Algerien, jetzt Mali. Früher oder später wird man auch in Syrien nur noch verhüllte Frauen sehen. "

Es gibt rund 1,5 Milliarden Muslime in der ganzen Welt - aber sie können in keinem Bereich eine substantielle Errungenschaft vorweisen. Nicht im politischen Bereich, nicht in gesellschaftlicher Hinsicht, weder in den Naturwissenschaften noch in der Kunst oder in der Literatur. Alles, was sie mit großer Hingabe tun, ist beten und fasten. Aber es gibt keine Bemühungen, die Lebensbedingungen innerhalb islamischer Gesellschaften zu verbessern."

 

http://www.spiegel.de/politik/ausland/interview-mit-dem-pakistanischen-a...

 

Islamisten zerstörten wertvolle Bibliothek in Timbuktu

 

http://www.spiegel.de/politik/ausland/timbuktu-in-mali-zerstoerung-und-r...

 

weico

28.01.2013 15:33
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Einzug in Timbuktu: Paris feiert schnellen Vormarsch in Mali

Die französischen Truppen in Mali nehmen die Hochburgen der Islamisten nach eigenen Angaben im Sturm ein. Die Regierung in Paris meldet militärische Siege in Timbuktu und Gao, man treibe die Qaida-treuen Rebellen mit Luftschlägen vor sich her.

Doch es werden auch Zweifel an den Erfolgsmeldungen laut.

Frankreich führt Krieg im Norden des Wüstenstaats Mali, und wenn man den Angaben aus Paris glaubt, läuft dabei fast alles glatt: Ohne nennenswerten Widerstand und mit nur einem Opfer auf französischer Seite rückten die Truppen in den vergangenen Tagen vor, heißt es in den offiziellen Meldungen aus dem französischen Verteidigungsministerium.

 

Weitgehend unbehelligt soll die französische Armee am Sonntag die wichtige nordmalische Stadt Timbuktu von islamistischen Aufständischen befreit haben. Das wäre der zweite Erfolg an diesem Wochenende, nachdem am Samstag bereits die wichtige Stadt Gao im Norden als befreit gemeldet worden war.

Allerdings zitiert die Nachrichtenagentur AP zwei anonyme Quellen, eine aus Gao und eine aus dem französischen Verteidigungsministerium, die Zweifel an den Erfolgsmeldungen aufkommen lassen: Demnach hält die Koalition aus französischen und regierungstreuen malischen Verbänden zwar eine Brücke und den Flughafen von Gao, die Stadt sei aber bislang nicht befreit.

Wie lange halten die Geländegewinne?

Dennoch beglückwünschte Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian am Sonntag seine Soldaten zur Eroberung der Wüstenstadt Timbuktu. In den Berichten aus Paris ist seit Beginn der Operation vor rund zwei Wochen von wahrscheinlich einigen Hundert getöteten "Terroristen" die Rede. Unabhängige Informationen aus dem Krisengebiet im Wüstenstaat Mali sind derzeit schwer zu bekommen. Die französischen Truppen sind auf Bitten der malischen Regierung im Land. Ein Uno-Mandat gibt es für den Kampfeinsatz gegen Kämpfer des Terrornetzwerks al-Qaida im islamischen Maghreb (Aqmi) allerdings nicht.

Beobachter gehen davon aus, dass sich die Franzosen trotz ihrer schnellen Geländegewinne nicht sicher sein können, dass der Kampf mit den von al-Qaida unterstützten Islamisten im Norden Malis schon gewonnen ist. Dazu passt, dass die islamistischen Rebellen bereits angekündigt haben, sich außerhalb der Städte zu sammeln und dann mit Macht zurückzuschlagen. Verlegen sie sich auf eine Guerillataktik, könnte den französischen Truppen eine lange, nervenaufreibende Präsenz in Mail bevorstehen.

Wie SPIEGEL-ONLINE-Reporter Matthias Gebauer von einem Einwohner Timbuktus erfuhr, hatten die Islamisten die Stadt bereits vor Tagen bei den ersten französischen Luftangriffen verlassen. Die Taktik, Luftangriffe auszuführen, hinter denen dann die Bodentruppen schnell vorrücken, hatte die französische Armee auch in andern Teilen Malis angewandt. Verlässliche Zahlen über Opfer auf beiden Seiten gibt es bislang nicht. Auf französischer Seite soll ein Hubschrauberpilot bei Gefechten gestorben sein. Über getötete Zivilisten wurde bislang nichts bekannt.

Malische Sicherheitskräfte teilten außerdem mit, die französische Luftwaffe habe am Sonntag mehrere Stellungen radikalislamischer Kämpfer in der Region Kidal im Nordosten bombardiert. Dort soll auch das Haus des Chefs von Ansar al-Din, Iyad Ag Ghaly, in der Grenzregion zu Algerien zerstört worden sein. Kadin gilt als Hochburg der Gruppe, die mit dem Terrornetzwerk Aqmi verbündet ist.

USA wollen Franzosen mit Luftbetankung helfen

Die Gruppe fordert Autonomie für den Norden Malis und die Einführung des islamischen Rechts der Scharia. Die Islamisten kontrollieren den Norden Malis seit neun Monaten. Als sie vor rund zwei Wochen in Richtung Süden vorrückten, griff Frankreich militärisch ein. Auch die westafrikanischen Staaten entsandten Soldaten.

 

Deutschland will nach Informationen des SPIEGEL die Truppen der westafrikanischen Staatengemeinschaft mit Ausrüstung unterstützen. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dem französischen Präsidenten François Hollande in der vergangenen Woche zu. Dabei gehe es um Lastwagen, Uniformen und Stiefel für die Soldaten. An Waffenlieferungen sei nicht gedacht. Die USA erklärten sich am Samstagabend bereit, die Franzosen bei der Luftbetankung von Flugzeugen zu unterstützen. Aus Berlin hieß es dazu, eine entsprechende Anfrage Frankreichs an Deutschland werde noch geprüft. Bislang unterstützt die Bundeswehr den Kampf in Mali mit zwei Transall-Transportflugzeugen.

Die Europäische Union beginnt Mitte Februar außerdem mit der Entsendung von Militärausbildern nach Mali, wie ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton in Brüssel sagte. Sie sollen Malis Armee im Kampf gegen die Islamisten unterstützen und in die Hauptstadt Bamako entsandt werden. Bis 2012 hatten bereits die USA malische Soldaten ausgebildet - viele liefen jedoch anschließend zu den Separatisten im Norden über.

Die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas hat beschlossen, ihr Truppenkontingent für den Mali-Einsatz von ursprünglich 3300 Mann auf 7700 Soldaten aufzustocken, auch wenn bislang erst knapp 1750 Soldaten der westafrikanischen Nachbarn in Mali eingetroffen sind http://www.spiegel.de/politik/ausland/krieg-in-mali-paris-feiert-schnell...

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24.01.2013 14:26
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Tuareg-Gruppe in Mali strebt Frieden an

Ansar Dine, eine der grössten Islamisten-Gruppen in Mali, hat sich aufgespalten. Ein Teil der Kämpfer distanziert sich nun von Terrorismus – und will «alle Formen von Extremismus bekämpfen». http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/TuaregGruppe-...

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21.01.2013 18:11
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21.01.2013 12:28
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Franzosen rücken in Rebellen-Hochburg ein

Diabali war einer der wichtigsten Stützpunkte der islamistischen Rebellen. Jetzt haben französische und malische Truppen die Stadt unter ihre Kontrolle gebracht. Die Islamisten sind geflohen.

http://www.20min.ch/ausland/dossier/mali/story/Franzosen-ruecken-in-Rebe...

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18.01.2013 13:09
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Islamisten aus Konna vertrieben

Mali meldet die vollständige Rückeroberung der Stadt Konna. Die Kämpfe dauerten fast eine Woche, die französische Armee bombardierte aus der Luft.

Die malische Armee hat nach eigenen Angaben die umkämpfte Stadt Konna komplett zurückerobert. Die Armee übe seit Donnerstag die «vollständige Kontrolle» über die Stadt im Zentrum Malis aus, teilten die Streitkräfte am Freitag mit. Die Feinde hätten «schwere Verluste» erlitten. Die Kämpfe um Konna dauerten fast eine Woche; die französische Interventionstruppe war mit Luftschlägen stark daran beteiligt, wie französische Medien berichten. Einen Eindruck davon gibt ein Video auf Youtube.

«Französischer Luftschlag gegen Mali»

Das Video, hochgeladen am 17. Januar, zeigt einen Ausschnitt der Kämpfe um die malische Stadt Konna vom Samstag, 12. Januar. Drei oder mehr grosse Explosionen sind aus einiger Ferne zu sehen und zu hören, dann folgt aufgeregtes Rufen von Leuten in der Nähe der Kamera. Der Autor des Videos ist unbekannt.

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17.01.2013 17:16
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Befreiungsaktion in Algerien endet in Blutbad

Bei einem Helikoptereinsatz der Armee sind unter noch unklaren Umständen bis zu 35 Geiseln und 15 Geiselnehmer umgekommen. Offenbar befinden sich weiterhin Ausländer in der Gewalt von Islamisten.

http://www.20min.ch/ausland/news/story/Befreiungsaktion-in-Algerien-ende...

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