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06.09.2010 13:37
#1
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Der Beitrag könnte von mir sein.


 

Quote:

Das Elend mit den Ladenschliessungszeiten



Egal, ob es um die Verlängerung der Oeffnungszeiten von Tankstellen, Bahnhofläden, um die Abende vor Weihnachten oder die Sonntage geht: Mit absoluter Garantie ist dem Aufheulen selbsternannter Weltverbesserer zu rechnen, die uns vorschreiben wollen, wann wir einkaufen sollen und wann nicht. Der Vorwand, das Personal werde ausgebeutet, ist verlogen. Sie protestieren und verhindern auch dann, wenn grosszügige Stundenlohnerhöhungen angeboten und Kompensationen innerhalb der Gesamtarbeitszeit angeboten werden und die Mitarbeiter einverstanden wären.



Besonders grotesk ist das Verhalten dieser sektiererischen, retroplanwirtschaftlichen Kaufverhaltens-Polizisten, weil die Betroffenen ihre «eigenen» Leute sind: Wer nach der Arbeit noch einkaufen oder am Wochenende noch etwas mehr Geld verdienen muss, wird geknebelt. Ihr halbschlauen Banausen: Lasst uns doch einkaufen und arbeiten, wann wir wollen!



Diese Regulierungswut wird natürlich von vielen Amtsstellen gierig aufgenommen, wenn sie nicht schon von Anfang dorther kommt. Offenbar gibt es unterbeschäftigte Beamte, die sich so austoben und ihre Existenzberechtigung nachweisen können. Oder Parteien, die immer mehr Staatsstellen erfinden, damit sie ihre Klientele unterbringen können. Initiativen für einen «schlanken Staat» und für «mehr Effizienz in der öffentlichen Verwaltung» sind unglaubwürdig, wenn sie nicht gleichzeitig mit der Prüfung von Möglichkeiten einer Reduktion des Personalbestandes verbunden sind.



Aber welche Partei wird schon riskieren, bei Wahlen die Stimmen ihrer eigenen Leute zu verlieren? Einmal mehr werden darum die Stimmberechtigten selber für Vernunft sorgen müssen.







http://classic.cash.ch/news/kolumne/das_elend_mit_den_ladenschliessungsz...

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

20.08.2014 19:18
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Läden dürfen schweizweit länger offen haben

Detailhändler sollen ihre Geschäfte künftig in der ganzen Schweiz bis mindestens 20 Uhr offenhalten dürfen.

Der Bundesrat hält trotz Kritik in der Vernehmlassung daran fest. Er hat das Wirtschaftsdepartement beauftragt, bis Ende Jahr eine Botschaft auszuarbeiten.

Geht es nach dem Bundesrat, erhalten Detailhändler die Möglichkeit, ihre Waren unter der Woche zwischen 6 und 20 Uhr und am Samstag zwischen 6 und 19 Uhr anzubieten. Damit würde ein nationaler Mindeststandard für die Ladenöffnungszeiten geschaffen.

Die Kantone könnten längere Öffnungszeiten erlauben, nicht aber ein strengeres Gesetz. Der Sonntag wäre nicht betroffen, und die kantonalen Feiertage würden von der nationalen Regelung ausgenommen. Mit dem Vorhaben müssten 11 Kantone unter der Woche und 14 Kantone an Samstagen längere Öffnungszeiten gewähren als heute.

Er habe sich bereits früher dafür ausgesprochen und bleibe bei dieser Haltung, teilte der Bundesrat mit. Die Pläne, die auf eine Motion von Ständerat Filippo Lombardi (CVP/TI) zurück gehen, seien in der Vernehmlassung von einer Mehrheit der Teilnehmenden begrüsst worden.

Landesweite Regelung unnötig

Allerdings hatten sich fast alle Kantone dagegen gestellt. Sie wollen bei den Ladenöffnungszeiten am Föderalismus festhalten. Eine landesweite Regelung sei unnötig, befand die Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektoren. Ausserdem hätten verschiedene kantonale Abstimmungen gezeigt, dass die Akzeptanz der Bevölkerung für längere Öffnungszeiten nur beschränkt vorhanden sei.

Gegen längere Öffnungszeiten kämpfen auch die Gewerkschaften sowie SP, Grüne und EVP. Das letzte Wort könnte das Volk haben. Für den Fall, dass die Vorlage im Parlament durchkommt, ziehen die Gewerkschaften ein Referendum in Betracht. Angesichts des Widerstands der Kantone hoffen sie jedoch zunächst auf ein Nein des Parlaments.

Begrüsst werden die Pläne von den Detailhändlern, den Konsumenten- und Tourismusorganisationen sowie den bürgerlichen Parteien. Die CVP äusserte allerdings Zweifel. Sie sei nicht überzeugt, dass eine Teilharmonisierung der Ladenöffnungszeiten einem echten Bedürfnis der Bevölkerung entspreche, schrieb sie in ihrer Vernehmlassungsantwort.

http://www.cash.ch/news/top_news/laeden_duerfen_schweizweit_laenger_offe...

 

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23.09.2013 12:54
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Ja zur Tankstellenshop-Liberalisierung

Tankstellenshops an Hauptverkehrsachsen dürfen künftig die ganze Nacht ihr vollständiges Sortiment zum Verkauf anbieten. 55,8 Prozent sagen Ja zur Liberalisierung der Öffnungszeiten.

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Ja-zur-TankstellenshopLiber...

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16.08.2013 12:26
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Von mir aus soll jeder seinen Laden so lange öffnen können wie er will. Die Kosten setzen all diesem eine sehr natürliche Grenze. Im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten", wo fast alles geht ist abseits der Metropolen am Wochenende oder auch abends nach 19/20.00h Türe zu. WalMart o.ä. ebenfalls. Weil es sich schlicht und einfach nicht rechnet...

Einer Straßenbahn und einer Aktie darf man nie nachlaufen. Nur Geduld: Die nächste kommt mit Sicherheit. André Kostolany

15.08.2013 11:54
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Aktuelle Tankstellenshop-Regeln sind «bizarr»

Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann hat am Donnerstag in Bern für ein Ja zur Änderung des Arbeitsgesetzes in der Abstimmung vom 22. September geworben.

Die bestehende Regelung für Tankstellenshops ist aus seiner Sicht unbefriedigend. Zur Debatte stehe weder eine generelle Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten noch die Einführung des 24-Stunden-Arbeitstages, sagte Schneider-Ammann. Es gehe lediglich darum, eine "bizarre Situation" zu korrigieren.

Heute dürfen Tankstellen nur für den Verkauf von Benzin und den Betrieb von Bistros rund um die Uhr Personal beschäftigen. Im Shop darf zwischen 1 Uhr und 5 Uhr niemand arbeiten. Das Sortiment muss nachts somit abgesperrt oder abgedeckt werden.

Stimmt das Volk der Änderung des Arbeitsgesetzes zu, dürfen Tankstellenshops auf Autobahnraststätten und an Hauptverkehrswegen mit starkem Reiseverkehr künftig rund um die Uhr sämtliche Produkte aus ihrem Sortiment verkaufen.

Marginale Zunahme der Nachtarbeit

Dagegen haben Gewerkschaften und kirchliche Kreise das Referendum ergriffen. Sie befürchten, dass die Nachtarbeit zunehmen würde - und dass die Änderung des Arbeitsgesetzes für Tankstellenshops zu weiteren Liberalisierungen führt.

Schneider-Ammann lässt diese Argumente nicht gelten. Er rechnet - wenn überhaupt - nur mit einer marginalen Zunahme der Nachtarbeit. Es müsste kaum zusätzliches Personal eingesetzt werden. Und von einem Dammbruch könne keine Rede sein, sagte der Volkswirtschaftsminister. Mit anderen Vorhaben für Änderungen im Detailhandel habe die Tankstellenhop-Vorlage nichts zu tun.

Arbeiten für weitere Schritte in Gang

Das Parlament hatte in der Sommersession Vorstössen für weitergehende Liberalisierungen zugestimmt. So verlangt es, dass Detailhändler künftig in der ganzen Schweiz ihre Produkte werktags bis 20 Uhr und samstags bis 19 Uhr verkaufen dürfen.

Die Arbeiten zur Umsetzung seien in Gang, sagte Schneider-Ammann. Eine generelle Liberalisierung der Öffnungszeiten im Detailhandel lehne der Bundesrat dagegen ab. Ein Vorstoss dazu ist im Parlament noch hängig. Begründet wird er mit der geplanten Lockerung des Arbeitsgesetzes für Tankstellenshops: Damit andere Detailhändler nicht diskriminiert werden, sollen auch sie nachts Personal beschäftigen dürfen.

Bedürfnis der Kunden

Schneider-Ammann betonte am Donnerstag, dass es in der anstehenden Abstimmung nicht um diese Diskussion, sondern ausschliesslich um bestimmte Tankstellenshops gehe. Von der Änderung wären 20 bis 30 Betriebe betroffen, gab er zu bedenken. Und es handle sich um eine Änderung im Sinne der Kundschaft.

Gerade bei Personen, die weit in die Nacht hinein oder sehr früh am Morgen arbeiteten, bestehe ein Bedürfnis, zwischen 1 Uhr und 5 Uhr in Tankstellenshops einzukaufen. Die geringfügige Ausweitung der Nachtarbeit sei im Interesse der Kundschaft "zumutbar". Der Käufer-Markt habe sich modernisiert.

Weiterhin Lohnzuschlag

Der Volkswirtschaftsminister erwähnte ferner, dass für die Öffnungszeiten weiterhin die Kantone zuständig wären. Die durchgehende Nachtöffnung sei nur dort möglich, wo dies die kantonale Gesetzgebung zulasse. Ausserdem ändere sich nichts an den gesetzlichen Rahmenbedingungen, die einen Lohn- und Zeitzuschlag für Nacht- und Sonntagsarbeit vorsähen.

Die geplante Anpassung des Arbeitsgesetzes sei "vernünftig und zeitgemäss", sagte Schneider-Ammann. Er empfehle im Namen des Bundesrates ein Ja - und setze sich auch aus eigener Überzeugung dafür ein.

http://www.cash.ch/news/top_news/aktuelle_tankstellenshopregeln_sind_biz...

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20.01.2013 11:51
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Migros-Chef wettert gegen Kirche

Herbert Bolliger hat kein Verständnis dafür, dass die Kirche gegen den Sonntagsverkauf kämpft. In einem Interview verweist er auf das katholische Italien, wo die Läden Sonntags auch offen sind.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Migros-Chef-wettert-gegen-Kirche-...

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05.12.2012 17:03
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Tankstellenshops dürfen 24/7 alles verkaufen

In den Shops bei Schweizer Tankstellen dürfen künftig rund um die Uhr alle Produkte verkauft werden. Der Nationalrat hat die letzten Differenzen ausgeräumt.

http://www.20min.ch/finance/news/story/16927545

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30.08.2012 20:59
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Bundesrat für Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten

In der ganzen Schweiz sollen künftig längere Ladenöffnungszeiten zulässig sein. Der Bundesrat spricht sich für eine Liberalisierung aus. Er empfiehlt den eidgenössischen Räten, eine Motion von Filippo Lombardi (CVP/TI) anzunehmen.

http://www.suedostschweiz.ch/politik/bundesrat-fuer-liberalisierung-der-...

 

Bei uns in Rapperswil hat die Migros auch am Sonntag ab 11 Uhr offen. Der Laden läuft und Leute haben Arbeit. Das wird den Gewerkschaften nicht passen. Wo kämen wir da hin, wenn jeder Arbeit hätte. Da wären die Gewerkschaften ja total überflüssig. Dagegen muss was unternommen werden.

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21.09.2010 13:45
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CrashGuru wrote:

Elias wrote:

Warum zerbrichst du dir den Kopf über Sachen, die dich nichts angehen.

Lass uns doch arbeiten und einkaufen, wann wir wollen

Gut, dass DU dir den Kopf über Sachen zerbrichst die mich etwas angehen. Danke.

Gehen Dir die Argumente aus? Höflichkeit kann man überigens auch lernen, wenn man sie von der Kinderstube nicht mitbekommen hat.

o.k. höflich:

Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du dann arbeiten und einkaufen gehen kannst, wann es dir passt.

Und ich bitte dich, den anderen dieses Recht auch zuzugestehen.

Von mir aus darf jeder arbeiten und einkaufen wann er will. Es geht mich nichts an, was andere tun und lassen, solange ich nicht dafür gerade stehen muss.

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21.09.2010 10:28
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Elias wrote:

Warum zerbrichst du dir den Kopf über Sachen, die dich nichts angehen.

Lass uns doch arbeiten und einkaufen, wann wir wollen

Gut, dass DU dir den Kopf über Sachen zerbrichst die mich etwas angehen. Danke.

Gehen Dir die Argumente aus? Höflichkeit kann man überigens auch lernen, wenn man sie von der Kinderstube nicht mitbekommen hat.

21.09.2010 05:52
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CrashGuru wrote:

Elias wrote:
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Elias wrote:
Und danach: Ach was war das schön, wenn man am Freitag es nicht mehr auf die Bank geschafft hat, um Geld abzuheben. Das Unbehagen der Illiquidität, das Weekend auf Pump.

Oj oj oj, hat der Überblick über den Zustand im eigenen Geldbeutel die kalkulatorischen Fähigkeiten überfordert. Da hast Du später ja dazu gelernt, auch ohne PC? Aber zum Glück hattest Du Freunde, die auch ohne Bancomat Bargeld hatten.

Es war ganz offensichtlich vor deiner Zeit.

Darum schätze ich all diese Dinge, wie auch die längeren Ladenöffnungszeiten.

keep it simple

Irrtum, ich habe die ganze Entwicklung mitgemacht und kann die Vorteile sehr gut erkennen. Aber auch die Nachteile; scheinbar im Gegensatz zu manchen Turbos.

Dann machen alle deine Bemerkungen aber keinen Sinn.

Eine Bank Linth Filiale gab es nicht überall.

Und selbst als ich ein Konto bei der UBS eröffnet hatte, waren deren Standorte und Öffnungszeiten nicht ideal für mich.

Das hat nichts mit Turbo zu tun.

Die Nachtzüge sind gut gefüllt.Offensichtlich besteht der Bedarf.

Lidl eröffnet jetzt dann eine Filiale in Jona.

Zu normalen Öffnungszeiten, obwohl der Kuchen nicht grösser wird.

Warum zerbrichst du dir den Kopf über Sachen, die dich nichts angehen.

Lass uns doch arbeiten und einkaufen, wann wir wollen

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20.09.2010 23:57
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Elias wrote:

CrashGuru wrote:
Elias wrote:

Und danach: Ach was war das schön, wenn man am Freitag es nicht mehr auf die Bank geschafft hat, um Geld abzuheben. Das Unbehagen der Illiquidität, das Weekend auf Pump.

Oj oj oj, hat der Überblick über den Zustand im eigenen Geldbeutel die kalkulatorischen Fähigkeiten überfordert. Da hast Du später ja dazu gelernt, auch ohne PC? Aber zum Glück hattest Du Freunde, die auch ohne Bancomat Bargeld hatten.

Es war ganz offensichtlich vor deiner Zeit.

Darum schätze ich all diese Dinge, wie auch die längeren Ladenöffnungszeiten.

keep it simple

Irrtum, ich habe die ganze Entwicklung mitgemacht und kann die Vorteile sehr gut erkennen. Aber auch die Nachteile; scheinbar im Gegensatz zu manchen Turbos.

20.09.2010 23:03
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CrashGuru wrote:

Elias wrote:

Und danach: Ach was war das schön, wenn man am Freitag es nicht mehr auf die Bank geschafft hat, um Geld abzuheben. Das Unbehagen der Illiquidität, das Weekend auf Pump.

Oj oj oj, hat der Überblick über den Zustand im eigenen Geldbeutel die kalkulatorischen Fähigkeiten überfordert. Da hast Du später ja dazu gelernt, auch ohne PC? Aber zum Glück hattest Du Freunde, die auch ohne Bancomat Bargeld hatten.

Es war ganz offensichtlich vor deiner Zeit.

Darum schätze ich all diese Dinge, wie auch die längeren Ladenöffnungszeiten.

keep it simple

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20.09.2010 17:26
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Elias wrote:

Ich stamme noch aus der Zeit, als es keine Bankomaten, Handys und Navis gab.

Die gute alte Zeit, wo es noch Zeit gab...

Elias wrote:

Den Stiftenlohn habe ich noch bar erhalten.

Für einige wäre das wohl die Lösung ihrer Probleme mit dem Umgang mit Geld

Elias wrote:

Und danach: Ach was war das schön, wenn man am Freitag es nicht mehr auf die Bank geschafft hat, um Geld abzuheben. Das Unbehagen der Illiquidität, das Weekend auf Pump.

Oj oj oj, hat der Überblick über den Zustand im eigenen Geldbeutel die kalkulatorischen Fähigkeiten überfordert. Da hast Du später ja dazu gelernt, auch ohne PC? Aber zum Glück hattest Du Freunde, die auch ohne Bancomat Bargeld hatten.

Elias wrote:

Spontan was abmachen oder die Verspätung mitteilen ging oft nicht.

Ja, da gab es ja keine öffentlichen Telefone an jeder Ecke und in jeder Beiz. Zudem, Verspätungen gibt es nur bei mangelndem Zeitmanagement (oder dem fehlenden Knopf im Taschentuch).

Elias wrote:

Was hat man früher Zeit vertrödelt, um eine Adresse zu finden.

In den Ferien kann das noch interessant sein und unerwartete Erlebnisse bieten. Geschäftlich ist es ein Graus.

Ja, das Rad dreht sich immer schneller und der Hamster im Rad mit ihr....

Schöne neue Welt. Manche haben Angst, zu spät an die eigene Beerdigung zu kommen :evil: Arme, arme "Zeit"genossen

20.09.2010 11:18
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Ich stamme noch aus der Zeit, als es keine Bankomaten, Handys und Navis gab.

Den Stiftenlohn habe ich noch bar erhalten.

Und danach: Ach was war das schön, wenn man am Freitag es nicht mehr auf die Bank geschafft hat, um Geld abzuheben. Das Unbehagen der Illiquidität, das Weekend auf Pump.

Spontan was abmachen oder die Verspätung mitteilen ging oft nicht.

Was hat man früher Zeit vertrödelt, um eine Adresse zu finden.

In den Ferien kann das noch interessant sein und unerwartete Erlebnisse bieten. Geschäftlich ist es ein Graus.

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17.09.2010 23:18
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Ramschpapierhaendler wrote:

MarcusFabian wrote:
Gut, aber dann wären wir uns weitestgehend einig, dass jede Ladenkette - evtl. sogar noch unterschieden nach Standort - die jeweils sinnvollsten Öffnungszeiten nach eigenem Gutdünken festlegt.

Da hat der Staat also gefälligst die Finger davon zu lassen.

Eigentlich wäre ich auch gegen eine Regulierung durch den Staat. Wozu das jedoch führt, sehen wir vor allem in Italien. Ich steh immer wieder vor verschlossenen Ladentüren. Die einen haben durchgehend offen, andere öffnen um 15.00h, wieder andere um 17.30h, kurz bevor die einen schon wieder schliessen. Es gibt nachmittags eigentlich nur die Zeit zwischen 17.30h und 19.00h wo du sicher sein kannst, dass dein Laden geöffnet ist. - Ausser der Besitzer ist gerade in der Cafebar. Das kann dir dort natürlich immer passieren. Wink

Schlussendlich ist mir da eine gewisse staatliche Regulierung sogar lieber.

Geb ich dir recht RPH. In Spanien genau der gleiche Sch.... Einkaufen "in einem Zug" unmöglich. Irgendein Laden hat garantiert genau dann geschlossen, wenn du vorbei kommst. Und offen wenn du ganz sicher keine Zeit hast. Aber es gibt natürlich Leute, die brauchen nichts was sie nicht in einem Tankstellenshop erhalten und danach gleich zum Mac X. Ist auch eine Frage des Niveaus.

Vor wenigen Jahren war die Siesta in Spanien heilig. Ab 14.00 - 16.00 ging gar nichts. Bis 18.00 wenig. Danach dann dafür bis 21.00 alles offen. Hat geklappt. Alle kamen zu allen Dingen. Nie wurde darüber nachgedacht, dies zu ändern. Bis die "heiligen Ökonomen" erklärten, dass die zig-tausend Nord- und Mitteleuropäer, allen voran die Engländer, unbedingt auch über den Mittag versorgt werden wollen.... und so fand die Integration von aussen nach innen statt. Nun haben die meisten Läden "irgendwann" offen, mit den bekannten folgen.

Es hat halt immer alles zwei Seiten.Wie ich gesagt habe, schöne neue Welt.

16.09.2010 21:28
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CrashGuru wrote:

Das Problem? Ich hätte gerne mal einen der lic.oec. die solchen Schrott verteidigen, der mir beweist, dass der Markt sich vergrössert, wenn die Nachfrage von täglich 12h und 6 Tagen wie es heute etwa üblich ist, auf 24h und 7 Tage verteilt wird. Für mich eine Milchbüchleinrechnung. Marktpotenzial durch 24h Öffnungszeiten bei Dingen des täglichen Lebens? Wie viele Brote MEHR (aber auch Doppelstecker, Salz für die Abwaschmaschine, Cola, Strumpfhosen usw. usw.) werden wohl verkauft, wenn der Bäcker oder der Grossverteiler 24h offen hat.

Und: Es macht einfach keinen Sinn in dieser Diskussion, Dienstleister (Restaurants und Fast Fooder die sowieso am "Nachtleben" verdienen), Fabrikationsbetriebe usw. mit Grossverteilern und Einzelhändlern zu vergleichen.

Aber der Mitarbeiter, der um 03.00 Uhr an der Kasse steht, kann nur bedingt wählen, ob er das auch will. Es sei denn, er ist gewillt seinen Job zu riskieren.

Und Marktpotenzial hat mit Qualität auch nichts zu tun, es sei denn, man gehört zu jenen, die das Einkaufen am Sonntag oder um 03.00 als "normal" ansehen. Und dann wäre es ja nur die Qualität der Verfügbarkeit. Die kann allerdings auch mittels Automaten aufrecht erhalten werden. Das Brot ist dort genau gleich alt, wie das im Laden um diese Zeit.

Aber ja, der Markt wird es vielleicht auch hier richten. Das heisst dann, dass die Läden, welche z.B. gezwungenermassen auch 7/24 geöffnet haben weil der Konkurrent es macht (nicht weil sie davon überzeugt sind!), nach genug Minuszahlen geschlossen werden. Die Mitarbeiter landen dann beim Arbeitsamt...

Schön neue Welt. Und alles so sinnvoll.

Weshalb sollte ein Dorflädeli bitte morgens um 3 Uhr geöffnet haben?? Die machen das heute nicht und auch nicht nach der definitiven Durchsetzung dieses Gesetzes..

Solange es nicht rentiert = solange keine Kunden kommen, macht dies sowieso niemand. Aber wenn es rentiert = wenn Kunden kommen (genug Kunden), dann heisst das nichts anderes, als das ein Bedürfnis da ist, sprich dann ist es gerechtfertigt.

Hier sollte man die freie Marktwirtschaft nicht einschränken, das bügelt sich selber.

16.09.2010 12:52
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Wenn man die gesamte Wirtschaft betrachtet (und das tun ja wohl die meisten hier) so wird das Marktpotenzial durch "unmögliche" Öffnungszeiten nicht gesteigert. Dass ein einzelner Laden dadurch den Umsatz an sich reissen kann, durchaus möglich, was dazu führt (wie ich ja schon erwähnt habe...), dass andere Geschäfte gezwungen werden ihre Öffnungszeiten anzupassen. Das führt bestenfalls zu weiterem "Lädelisterben" aber insgesamt sicher nicht zu einem Aufschwung aus wirtschaftlicher Sicht. Und schon gar nicht zu mehr Arbeitsplätzen, geschweige denn attraktiveren Arbeitsbedingungen.

Wie gesagt, der Markt wird es richten. Ob das allerdings zu Gunsten der Lebensqualität der Angestellten oder auch zu einer vernünftigeren Lebensweise beiträgt ist wohl offen, oder nicht?

16.09.2010 12:18
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Gut, aber dann wären wir uns weitestgehend einig, dass jede Ladenkette - evtl. sogar noch unterschieden nach Standort - die jeweils sinnvollsten Öffnungszeiten nach eigenem Gutdünken festlegt.

Da hat der Staat also gefälligst die Finger davon zu lassen.

16.09.2010 08:30
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MarcusFabian wrote:

Denn zw. 8-10 ist der Laden gähnend Leer aber ab 18 Uhr gestossen voll, weil jeder nach der Arbeit noch schnell was einkaufen geht.

Es kommt auf die Lage an.

Migros, Coop & Denner in Jona sind in der Nähe von Bahnhof, Altersheim !!, Bank, Post, Bäcker,etc.

Immer wieder erstaunlich zu sehen, wer da am Morgen schon Unterwegs ist. Schön wär's mit gähnend leer. Entweder fallen einem die Alten vor die Füsse oder die Kleinsten sind schon quengelig im Einkaufswagen der jungen Mütter.

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Benjamin Franklin

16.09.2010 01:05
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CrashGuru wrote:

Marktpotenzial durch 24h Öffnungszeiten bei Dingen des täglichen Lebens? Wie viele Brote MEHR (aber auch Doppelstecker, Salz für die Abwaschmaschine, Cola, Strumpfhosen usw. usw.) werden wohl verkauft, wenn der Bäcker oder der Grossverteiler 24h offen hat.

Darum geht es nicht. Tagsüber habe ich die Qual der Wahl, ob ich das Brot bei der Migros oder der Coop kaufen will. Hat aber um Mitternacht die Migros offen, die Coop aber zu, kaufe ich das Brot gezwungener Massen bei der Migros.

Somit macht die Migros mehr Umsatz, die Coop weniger.

Anderes Beispiel: Beide haben 08:00 bis 18:30 Uhr offen.

Mal angenommen, die Migros verschiebt ihre Öffnungszeiten auf 10:00 bis 20:30.

Jede Wette, die Migros hat bei gleicher Öffnungsdauer pro Tag mehr Umsatz. Denn zw. 8-10 ist der Laden gähnend Leer aber ab 18 Uhr gestossen voll, weil jeder nach der Arbeit noch schnell was einkaufen geht.

15.09.2010 23:13
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Smith2000 wrote:

Nein, eher

Wenn ein Laden morgens um 3 Uhr geöffnet hat, hat dieser seine Gründe! Wenn es nicht rentieren würde, so hätte er auch nicht offen! Eigentlich logisch, nicht`? dies ist auf die freie Marktwirtschaft zurückzuführen, würde es nicht rentieren, weshalb sollte er dann offen haben??

Also sehe ich keine Qualitätsverschlechterung, denn durch diese Öffnungszeiten kann im Gegenteil sogar noch mehr Marktpotential erwirtschaftet werden.

Bsp. Es tönt vielleicht ein bisschen komisch, aber zum Beispiel ein Burger King oder Mac Donalds wird morgens weitaus mehr belagert als tagdurchs, ich weiss es am besten, stehe dort praktisch jedes Wochenende in einer riiiisen Schlange.

Nun ja, und aufgrund des Personals, hier sehe ich sogar eher weniger Arbeitslose, da durch diese weitere Zeiten möglicherweise sogar noch Arbeitslosenzahlen abgebaut werden könnten. Die Servicequalität wird nur dann beeinflusst, wenn Mitarbeiter zu "nicht" Tragbaren Überstunden gezwungen werden - kann heute rechtlich bestraft werden.

Wo ist das Problem?

Das Problem? Ich hätte gerne mal einen der lic.oec. die solchen Schrott verteidigen, der mir beweist, dass der Markt sich vergrössert, wenn die Nachfrage von täglich 12h und 6 Tagen wie es heute etwa üblich ist, auf 24h und 7 Tage verteilt wird. Für mich eine Milchbüchleinrechnung. Marktpotenzial durch 24h Öffnungszeiten bei Dingen des täglichen Lebens? Wie viele Brote MEHR (aber auch Doppelstecker, Salz für die Abwaschmaschine, Cola, Strumpfhosen usw. usw.) werden wohl verkauft, wenn der Bäcker oder der Grossverteiler 24h offen hat.

Und: Es macht einfach keinen Sinn in dieser Diskussion, Dienstleister (Restaurants und Fast Fooder die sowieso am "Nachtleben" verdienen), Fabrikationsbetriebe usw. mit Grossverteilern und Einzelhändlern zu vergleichen.

Aber der Mitarbeiter, der um 03.00 Uhr an der Kasse steht, kann nur bedingt wählen, ob er das auch will. Es sei denn, er ist gewillt seinen Job zu riskieren.

Und Marktpotenzial hat mit Qualität auch nichts zu tun, es sei denn, man gehört zu jenen, die das Einkaufen am Sonntag oder um 03.00 als "normal" ansehen. Und dann wäre es ja nur die Qualität der Verfügbarkeit. Die kann allerdings auch mittels Automaten aufrecht erhalten werden. Das Brot ist dort genau gleich alt, wie das im Laden um diese Zeit.

Aber ja, der Markt wird es vielleicht auch hier richten. Das heisst dann, dass die Läden, welche z.B. gezwungenermassen auch 7/24 geöffnet haben weil der Konkurrent es macht (nicht weil sie davon überzeugt sind!), nach genug Minuszahlen geschlossen werden. Die Mitarbeiter landen dann beim Arbeitsamt...

Schön neue Welt. Und alles so sinnvoll.

15.09.2010 15:36
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Nein, eher

Wenn ein Laden morgens um 3 Uhr geöffnet hat, hat dieser seine Gründe! Wenn es nicht rentieren würde, so hätte er auch nicht offen! Eigentlich logisch, nicht`? dies ist auf die freie Marktwirtschaft zurückzuführen, würde es nicht rentieren, weshalb sollte er dann offen haben??

Also sehe ich keine Qualitätsverschlechterung, denn durch diese Öffnungszeiten kann im Gegenteil sogar noch mehr Marktpotential erwirtschaftet werden.

Bsp. Es tönt vielleicht ein bisschen komisch, aber zum Beispiel ein Burger King oder Mac Donalds wird morgens weitaus mehr belagert als tagdurchs, ich weiss es am besten, stehe dort praktisch jedes Wochenende in einer riiiisen Schlange.

Nun ja, und aufgrund des Personals, hier sehe ich sogar eher weniger Arbeitslose, da durch diese weitere Zeiten möglicherweise sogar noch Arbeitslosenzahlen abgebaut werden könnten. Die Servicequalität wird nur dann beeinflusst, wenn Mitarbeiter zu "nicht" Tragbaren Überstunden gezwungen werden - kann heute rechtlich bestraft werden.

Wo ist das Problem?

15.09.2010 08:49
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T15 wrote:

@crashguru und heiger

ihr telefoniert aber auch mit swisscom? ich hoffe bloss nicht mit sunrise...

sorry für den vergleich... aber sunrise schiebt alles ab ins ausland... von Polen nach Rumänien und dann ab nach Indien... darum sind sie so günstig.

ist es nun in ordnung 10-15chf im monat zu sparen wenn dafür das zeug im auslang gemacht wird??? :roll:

Ich mache es gerne deutlicher. Der Unterschied ist ob es sich um Dienstleistung und Produktion handelt, oder "nur" um die Endverteilung in Ladengeschäften.

Im einen Fall ist es vielfach notwendig, die Arbeit auch in der Nacht und am Sonntag ausführen zu können (Hochöfen, Spital, Serverwartung usw.). Im anderen Fall ist es absolut unwichtig, dass auch noch in der Sonntagnacht um 03.00 Uhr Brot gekauft werden kann.

Wenn nun der Grossverteiler dieses Brot um diese Zeit anbieten will, braucht es Mitarbeiter die dann arbeiten, diese müssen dann durch MA die am Tag arbeiten ersetzt werden. Oder da sich das nicht rentiert werden weniger MA eingesetzt. Also Qualitäts-Abbau und mehr Stress, da weniger MA mehr Aufgaben in kürzerer Zeit wahrnehmen müssen.

Sonderfall Tankstelle: Da Tankstellen auch vollautomatisch bedienbar sind, wäre im Prinzip auch dieser Shopbereich durchaus nicht notwendig. Besonders da dies nur den Treibstoffhändlern hilft! Die Betreiber der Tankstellen müssen sich zwangsläufig über die Shopeinnahmen den notwendigen Verdienst erwirtschaften, den sie allein durch den Treibstoffverkauf nicht erzielen würden. Weil hier die Marge künstlich tief gehalten wird, natürlich zu Gunsten der Treibstoffhändler.

14.09.2010 23:03
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T15
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@crashguru und heiger

ihr telefoniert aber auch mit swisscom? ich hoffe bloss nicht mit sunrise...

sorry für den vergleich... aber sunrise schiebt alles ab ins ausland... von Polen nach Rumänien und dann ab nach Indien... darum sind sie so günstig.

ist es nun in ordnung 10-15chf im monat zu sparen wenn dafür das zeug im auslang gemacht wird??? :roll:

14.09.2010 22:45
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CrashGuru hat es richtig erkannt.

Der Vergleich mit der Gebäudetechnik und IT hinkt gewaltig. Bei uns in der Firma werden die Arbeitseinsätze von Drittfirmen (z.B. Hausleitsystem in der Gebäudetechnik) am Wochende oder in der Nacht nur im äussersten Notfall zugelassen. Die Zusatzkosten für diese Leistungen sind gewaltig (Samstagzulage 50%, Sonntagszulage 100%, Nachtarbeitszuschlag, höhere Anfahrtspauschale, höhere Produktekosten, etc.).

Wenn in den Shops die Preise für die Produkte um 150% höher sind damit das Personal gerecht entlöhnt werden kann, wird dies den meisten zu teuer sein und die Shops würden wieder verschwinden.

14.09.2010 15:19
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Es geht hier aber um die Ladenöffnungszeiten nicht um die Arbeitszeit generell. Das ist ein erheblicher Unterschied.

Klar hätte ich auch schon mal am Sonntag ein Schraube gebraucht, aber irgendwie ging es dann doch ohne Probleme bis am Montag Abend ohne. Erstaunlicherweise.

Es ist klar, dass der Markt entscheidet, ob ein Laden während 24 Std. geöffnet sein kann oder nicht. Leider ist es aber nicht so (schon lange nicht mehr), dass die Nachtstunden höher entlohnt werden. Oder zumindest nicht in dem Masse wie das vor einigen Jahren noch war. Damals wurden diese Öffnungszeiten mit dem "Köder" Lohn durchgedrückt und die Arbeitnehmer sind (teilweise) darauf herein gefallen. Heute sind bestenfalls so 20% drin, in sehr vielen Fällen Freizeitkompensation und in noch mehr Fällen wohl gar nichts!

Es ist doch so, dass der m2-Umsatz wohl kaum erhöht werden kann durch Verkaufszeiten von 22.00 - 05.00.... Es werden nicht 2 Kühlschränke gekauft nur weil einer davon mitten in der Nacht angeboten wird. Und auch Brot wird nur ein Pfünderli gekauft. Also muss die Gesamtlohnsumme über mehr Anwesenheitsstunden verteilt werden und wie geht das wie.... sicher nicht durch mehr, sondern durch weniger Personal, ergo Qualitätsabbau im Verkauf. Und weitere Massnahmen.

Ok, um 03.00 in der Migros braucht es nur 1 Person im Laden und wenn dann mal die vollautomatische Kasse mit Abbuchung direkt vom Bankkonto beim Verlassen des Laden sich durchgesetzt hat DANN KÖNNT IHR RUND UM DIE UHR IN DER SCHÖNEN EINKAUFSWELT EURE ÜBERZOGENEN KONTI WEITER BELASTEN.

VIEL SPASS.

Schön dass sich das Rad immer schneller dreht. Allerdings sieht es langsam so aus, als ob sich die Katze nächstens in den eigenen Schwanz beisst.

14.09.2010 07:49
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Bullish wrote:

Ja, begehrt, weil man die Kohle braucht. Ist nicht Zwang, aber der Druck des Faktischen.

Die meisten prostituiren sich wegen dem Geld, weil man die Kohle braucht. Oder wer von euch ist schon mal zum Chef gegangen und hat gefragt, ob man ein bisschen weniger Geld verdienen dürfe?

Dann gibt es noch diejenigen, die wegen ihrer Situation froh sind, dass sie am Wochenende was dazu verdienen können.

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

14.09.2010 07:23
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Eigentlich ein Witz die ganze Thematik!

Gewisse Branchen arbeiten schon seit Jahren 7/24. Was würde der Staat nur sagen wenn mitten in der Nacht deren gesamten Server-Farmen abkratzen und sich der erste so gegen 08:00 Uhr vielleicht ein Bild davon macht...

Und vom Gesundheistwesen wollen wir gar nicht erst anfangen zu sprechen....

Ich persönlich verdiene pro Jahr geschätzte 8k bis 13k mehr nur durch Nachtschichten und Pikett. Da sagen die auch nicht nein zu den zusätzlichen Steuern.

Und selbst ohne diese extra-Schichten liegt mein Lohn über dem Schweizer Durchschnitt. Da spricht man nicht von müssen weil es mehr Geld bringt, sondern wie gesagte in gewissen Branchen ist dass nun mal so Smile

Hauptsache Gewinn...

14.09.2010 01:25
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Elias wrote:

Bullish wrote:
Ja, aber nicht mehr lange, denn bald werden sie auch am WE arbeiten müssen.

Müssen setzt Zwang voraus.

Wer am Wochenende arbeitet und einen GAV hat, bekommt einen Zuschlag.

Es sind begehrte Jobs.

Ja, begehrt, weil man die Kohle braucht. Ist nicht Zwang, aber der Druck des Faktischen.

Quote:

Im Jahre 2005 rivalisieren über 90 Prozent aller Männer und Frauen auf den Arbeitsmärkten so hart wie 1925 die Minderheit der Spitzenmanager.

aus: http://www.zeit.de/feuilleton/kursbuch_162/1_heinsohn

13.09.2010 23:06
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T15
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ich arbeite in der IT in zürich... hab soeben meine Arbeit angefangen die geht bis 0645 morgens...

gibt sicher noch einige andere die jetzt arbeiten... im Spital bei der Polizei usw.

ich bin auch schon morgens um 0400 schnell zur Tankstelle mir ein Sandwich holen oder so... von dem her find ichs gut das es sowas gibt Wink

was ich dafür sehr gut finde habe mich letzte Woche in Zürich angemeldet. Die Clowns haben ja tolle öffnungszeiten im kreisbüro 1:

Kreisbüro 1

Montag-Freitag

08:30-16:30

wann soll da ein normaler arbeiter hingehen? der muss ja extra frei nehmen :evil:

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