Lebensmittelskandale

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03.03.2013 12:52
#1
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Lebensmittelskandale

Nach dem Pferdefleisch- Skandal und Schimmelpilz im Mais geht es munter weiter

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

12.03.2014 09:40
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Der andere Pferdefleischskandal

Falsch deklarierte und mit Pferdefleisch versehene Lasagnen sind eine Sache. Noch schlimmer, wenn das Fleisch von Tieren stammt, die unter grausamen Umständen lebten. Neue Enthüllungen belasten die Branche schwer.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Der-an...

 

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Benjamin Franklin

03.01.2014 16:38
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Elias hat am 03.01.2014 - 11:51 folgendes geschrieben:

Lebensmittel-Skandal in China: Die US-Supermarktkette Wal-Mart hat Eselfleisch zurückgerufen. Laut Behördenangaben wurde darin auch Fuchsfleisch gefunden.

Ach darum liest man hier nichtsmehr von Liska !!??!!??

03.01.2014 11:51
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Wal-Mart verkaufte Fuchs- statt Eselfleisch

Lebensmittel-Skandal in China: Die US-Supermarktkette Wal-Mart hat Eselfleisch zurückgerufen. Laut Behördenangaben wurde darin auch Fuchsfleisch gefunden.

http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Panorama/d/4065520/wal-mart-verkaufte-...

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Benjamin Franklin

19.03.2013 18:13
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57 Tonnen illegales Schaf-Fleisch entdeckt

Der nächste Akt im europaweiten Lebensmittelskandal? Bei einer französischen Firma ist im grossen Stil verbotenes Schaffleisch gefunden worden. Die Verantwortlichen sind keine Unbekannten.

http://www.20min.ch/finance/dossier/lebensmittel/story/57-Tonnen-illegal...

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Benjamin Franklin

04.03.2013 09:01
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«Wir fanden Betrug, wo immer wir hinschauten»

Was dem Europäer das Pferd, ist dem Amerikaner der Fisch: Laut einer Studie werden ein Drittel der Meerestiere in den USA falsch deklariert, in Sushi-Restaurants sind es sogar 74 Prozent.

 

Mit Pferdefleisch haben Amerikaner nichts am Hut – aber sie lieben Fisch. Nach China sind die USA der zweitgrösste Markt für Meeresgetier. Und wo viel Geld zu verdienen ist, wird betrogen. Das dokumentiert, was die internationale Nonprofit-Organisation Oceana in ihrer neusten Untersuchung in den USA zu Tage gefördert hat: Nach DNA-Analysen von über 1200 Proben aus Läden, Restaurants und Sushi-Bars erhalten Fischliebhaber in einem Drittel der Fälle etwas anderes, als was ihnen vorgegaukelt wurde. Kampagnendirektorin Beth Lowell: «Wir fanden Betrug, wo immer wir hinschauten.»

Von der Ost- zur Westküste, im Norden wie im Süden der USA stiessen die Prüfer auf falsche Deklarationen. Laut Oceana ist die Betrugsquote in Südkalifornien am grössten: In und um Los Angeles waren beim Seafood 52 Prozent aller Labels falsch. In 74 Prozent der Fälle, wird dort falsch etikettiert, wo Genauigkeit am wichtigsten wäre: in Sushi-Restaurants. In New York City waren die Angaben schlicht in sämtlichen Proben unzutreffend.

«White Tuna» verursacht Durchfall

Mit 87 Prozent am häufigsten werden die beliebten «Red Snapper» durch minderwertige Ware ersetzt. Als Ersatz zählte Oceana nicht weniger als neun Arten. Darunter waren verwandte Fische der gleichen Familie, aber auch billige Farmprodukte wie Tilapia.

Arg sieht es auch beim Thunfisch aus, der vor allem in Sushi-Restaurants in grossen Mengen serviert wird. Der beliebte und wertvolle Fisch entpuppte sich laut Studie in 84 Prozent der Fälle als Buttermakrele, auch Escolar genannt, segelte aber stets unter dem edlen Titel «White Tuna». In diesem Fall hat der Etikettenschwindel gesundheitliche Folgen: Wer mehr als ein paar Unzen Escolar isst, riskiert laut Oceana-Wissenschaftlerin Kimberley Warner «akute und ernsthafte Verdauungsstörungen» – auf deutsch: Durchfall.

Gefährlich für Frauen und Kinder

Zum Teil wird in Restaurants mit Fantasiename operiert, weil sich der Fisch unter dem korrekten Namen nicht verkaufen liess. Der Patagonische Zahnfisch war wenig populär – bevor er den appetitlich tönenden Namen Chilenischer Seebarsch erhielt und prompt überfischt wurde. Zum Teil haben sich die neuen Namen eingebürgert und werden von der Kontrollbehörde FDA akzeptiert. Doch in den meisten Fällen macht das Lokal oder der Zwischenhandel damit Geld, dass Billigfische als Edelfische verkauft werden. So waren zwei Drittel der angeblichen Wildlachse in Wahrheit gezüchtet.

Schlimm ist der Betrug beim Halibut und Zackenbarsch («grouper»). Unter diesen Namen werden laut Oceana häufig Torpedobarsche und eine Makrelenart serviert – zwei Fische, die so viel Quecksilber enthalten, dass die FDA Kindern und Frauen im gebärfähigen Alter abrät, davon zu essen. In diesen Fällen verkehrt der Schwindel den Gesundheitsnutzen der Fische in sein Gegenteil.

Ganze Fische bestellen!

Dem Betrug ist schwierig beizukommen. Neunzig Prozent der in den USA konsumierten Fische und Meeresfrüchte sind importiert, aber die nationale Fischereibehörde der USA inspiziert davon nur etwa ein Prozent. Verschiedene Organisationen schlagen deshalb vor, ein System der Rückverfolgung einzurichten. Unter dem Titel «Boat to Table» sollen Gäste in einem Restaurant wissen können, wo der Fisch auf dem Tisch gefangen wurde.

Es wird jedoch lange dauern, bis ein solches System wirklich funktioniert. Deshalb gibt Oceana Fischliebhabern vorerst drei Ratschläge: Sie sollen erstens Fragen stellen. Zweitens müssen sie auf den Preis achten. Ist er unrealistisch niedrig, wird ihnen wahrscheinlich ein falscher Fisch vorgesetzt. Und schliesslich sollen sie wenn möglich kein Filet, sondern einen ganzem Fisch bestellen – da ist schummeln schwerer.

In der Schweiz kein Problem

Hierzulande können Sushi-Fans hingegen unbekümmert zugreifen: «Wir überprüfen stichprobenweise die Deklaration von Fisch. Falsche Kennzeichnungen kommen vor, jedoch sehr selten», erklärt Ferdinand Uehli, Leiter Gesundheitsschutz der Stadt Zürich. Die Buttermakrele sei eine Zeit lang ein Thema gewesen, wurde aber in der Schweiz kaum verkauft.  http://www.20min.ch/finance/dossier/lebensmittel/story/-Wir-fanden-Betru...

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03.03.2013 12:55
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Schweizer Bio-Gemüse kommt aus Marokko

Vegis mochten noch gelacht haben, als in der Lasagne Pferdefleisch entdeckt wurde. Jetzt hat aber auch die Gemüseabteilung ihren Skandal: Fast alles Schweizer Gemüse wird im Ausland gross.

 

Mit dem Slogan «Aus der Region, für die Region» wirbt ein Schweizer Grossverteiler für seine Lebensmittel.

Doch trotz dem Vermerk auf die einheimische Herkunft auf der Verpackung kommen Tomaten, Lauch und Gurken ursprünglich aus dem Ausland – und das ganze erst noch amtlich bewilligt, ein Etikettenschwindel liegt nicht vor.

Die Pflanzen gedeihen auf Plantagen im Ausland und werden als Setzlinge in die Schweiz gebracht, wo sie von Bauern gewissermassen adoptiert werden: gehegt und gepflegt, grossgezogen und geerntet. Das genügt, um den Stempel «swiss made» zu erhalten. Gemäss einer Verordnung gelten pflanzliche Erzeugnisse bereits dann als vollständig in der Schweiz produziert, wenn sie bloss in der Schweiz geerntet worden sind. Das Gütesiegel «Suisse Garantie» erhält importiertes Saat- und Pflanzengut, wenn mindestens 80 Prozent des Zuwachses des Ernteguts in der Schweiz entstehen. Das ist fast kein Problem: Bringt ein Setzling bloss ein paar Gramm auf die Waage, so wiegt ein erntereifer Kopfsalat mehrere hundert Gramm.

«Ohne ausländische Jungpflanzen kein Schweizer Gemüse»

Der «SonntagsBlick» hat unter anderem eine Plantage in Nordafrika besucht, auf der Lauch- und Tomatensetzlinge für Schweizer Gemüseproduzenten gezogen werden. «Die ersten Bio-Lauch-Setzlinge der Saison stammen aus Marokko, hergestellt auf afrikanischen Bio-Betrieben», sagt Stephan Jaun, Sprecher des Dachverbands Bio Suisse. Hierzulande wäre es gemäss ihm nicht möglich, die Setzlinge so früh zu ziehen.

Bis das Gemüse als Schweizer Lauch in den Gestellen von Migros und Coop landet, hat es einen weiten Weg hinter sich. Rund drei Monate lang stecken die Pflanzen in afrikanischen Böden. Mittels Lastwagen gelangen sie in die Schweiz, wo sie von Gemüsebauern in die Erde gelegt werden.

Doch Marokko ist längst nicht alleine: Beinahe das gesamte konventionelle Gemüsesortiment in der Schweiz entwächst laut «SonntagsBlick» fremden Keimlingen. «Ohne ausländische Jungpflanzen würde in der Schweiz kein Gemüse wachsen», macht Franz Krifter klar, der Geschäftsführer der Firma Hawalo Swiss. Die Firma handelt mit Setzlingen aus Holland, Portugal, Frankreich und Marokko.

Kritik von Konsumentenschützerin

Die Methode ist weder neu, noch illegal. Doch bekannt dürfte der Sachverhalt den Wenigsten sein. Begründet wird er damit, dass die Setzlingsproduktion in der Schweiz nicht rentiere. «Konsumenten akzeptieren ein Produkt als Schweizer Produkt und die Verwendung des Schweizerkreuzes, wenn die 80-Prozent-Grenze eingehalten ist», glaubt Urs Schneider, der Präsident von Agro-Marketing Suisse. Ein Problem für die Marke «Suisse Garantie» sieht er nicht.

Sara Stalder von Stiftung für Konsumentenschutz fordert dagegen, dass Konsumenten darüber aufgeklärt werden müssten, woher ihr Gemüse kommt. Generell findet es Stalder «absurd, Lebensmittel durch ganz Europa zu transportieren.»

Ökologisch schneiden Setzlinge aus Marokko eher besser ab als schweizerische. Zwar benötigt der 40-Tönner für eine Fahrt rund 1000 Liter Diesel. Dafür müsste in der Schweiz ein Gewächshaus beheizt werden, während dies im sonnigen Marokko nicht nötig ist. Zudem spielt schlicht und einfach der Markt: Wenn der Konsument jederzeit frische, einheimische Bio-Tomaten verlangt, dann bieten die Läden dies an – wo eine Nachfrage, da ein Angebot. http://www.20min.ch/finance/dossier/lebensmittel/story/Schweizer-Bio-Gem...

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