Lets-make-money

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20.12.2008 20:23
#1
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Hab da was gefunden... klingt noch intresssant. der film is ja im kino hat den jemand gesehen???

http://letsmakemoney.de/

:?

 

www.soyez.ch

21.01.2009 19:45
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Was mich am meisten stört: Der geldgeile Sack will mit seinem Film abzocken, wäre er ein echter Aufklärer, stellte er den Film auf Google Video.

Nur ein Scherz, making money gilt für alles, aber nicht für diesen Film.

21.01.2009 12:30
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Kulturplatz

wer intresse hat Smile

heute in Kulturplatz

http://www.sf.tv/sf1/kulturplatz/index.php

Wink

20.01.2009 12:59
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:shock:

23.12.2008 08:32
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T15 wrote:

scaphilo wrote:

Ja, wenn die das nur 1:1 anlegen würden...

Mein Gott es ist himmeltraurig dass die das noch nicht begriffen haben!! Und so was kommt dann auch noch im TV

nee... nicht im tv im kino WinkLol

Ah so wie "Die Hard 5.0". Das hätte ich nun wirklich nicht erwartet. Man sollte Filme und TV shows mit Wahrheitssiegeln ausstatten :roll:. Nicht dass die dann auch gelogen wären aber man könnte dann entsprechend der Finanzkrise eine schuldige Wahrheitssigel-Ratingagentur verklagen wenns doch falsch war.

23.12.2008 08:24
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Ja genau das! Und das Problem ist ja nicht mal das die Banken das tun dürfen. Das Problem ist dass sie es in einem riesigen Umfang tun dürfen und immer noch alle Welt meint die Banken verleihen nur Geld das ein anderer zum Sparen da hin gebracht hat.

EU 2% Mindestreserve

CH ~15%

USA ~10%

Hab die genauen Zahlen glaub ich im Goldthread gepostet, hab das mal gesucht.

23.12.2008 01:32
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@Bullish & scaphilo

Was sprecht ihr genau an...etwa diese Geschichte?

Quote:

Multiple Geldschöpfung

Eine Bank hat von ihren Kunden 1.000,– € als Einlage auf Sichtguthabenkonten erhalten (1. Einlage). Davon führt sie den von der Zentralbank festgelegten Mindestreservesatz an die Zentralbank ab oder behält – falls eine solche Verpflichtung, wie beispielsweise in der Schweiz, nicht besteht – eine Sicherheitsreserve (Liquiditätsreserve) zurück (hier angenommen zu 10% = 100,– €, tatsächlich heute wesentlich weniger), so dass ihr 900,– € verbleiben, die sie als Kredit an einen Kunden vergibt. Diese 900,– € werden vom Kreditnehmer als Bargeld abgehoben und ausgegeben und landen als weitere Einlage auf einem anderen Sichtguthabenkonto (2. Einlage). Hiervon behält die Bank erneut 10% = 90,– € als Reserve ein und verleiht die verbleibenden 810,– € als neuen Kredit. Dieser Kreditbetrag wird erneut als Bargeld abgehoben und ausgegeben und wieder auf ein Sichtguthabenkonto eingezahlt (3. Einlage). Erneut werden 10% = 81,– € als Reserve zurückbehalten, und es bleiben 729,– € übrig, die wieder als Kredit vergeben werden, u. s. w

22.12.2008 13:27
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scaphilo wrote:

Ja, wenn die das nur 1:1 anlegen würden...

Mein Gott es ist himmeltraurig dass die das noch nicht begriffen haben!! Und so was kommt dann auch noch im TV

nee... nicht im tv im kino WinkLol

22.12.2008 13:06
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Bullish wrote:

Gutes Interview, aber obwohl er einige Zeit mit Bankern unterwegs war, weiss er noch nicht wie es läuft:

Quote:

Wir müssten fragen: "Was machen Sie denn mit meinem Geld, wenn ich es Ihnen bringe?" Und die Banken müssten dann Rechenschaft ablegen und sagen: "Ich verleihe es an den nächsten Tischler, ich mache dieses und jenes damit." Aber das hat uns bis jetzt nicht interessiert.

Ja, wenn die das nur 1:1 anlegen würden...

Mein Gott es ist himmeltraurig dass die das noch nicht begriffen haben!! Und so was kommt dann auch noch im TV

22.12.2008 12:18
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Gutes Interview, aber obwohl er einige Zeit mit Bankern unterwegs war, weiss er noch nicht wie es läuft:

Quote:

Wir müssten fragen: "Was machen Sie denn mit meinem Geld, wenn ich es Ihnen bringe?" Und die Banken müssten dann Rechenschaft ablegen und sagen: "Ich verleihe es an den nächsten Tischler, ich mache dieses und jenes damit." Aber das hat uns bis jetzt nicht interessiert.

Ja, wenn die das nur 1:1 anlegen würden...

20.12.2008 21:58
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Dazu noch ein passendes Interview...

Mit "Let's Make Money" kommt Ende des Monats der Film zur Finanzkrise in die Kinos. Dokumentarfilmer Erwin Wagenhofer begleitete Investmentbanker und Fondsmanager über mehrere Jahre durch die oft undurchsichtige Finanzwelt. Sein ernüchterndes Fazit: Alle haben die Krise kommen sehen - nur hat es keinen interessiert, solange die Rendite stimmte.

tagesschau.de: Herr Wagenhofer, Sie haben drei Jahre lang die Spur unseres Geldes im internationalen Finanzsystem verfolgt. Zum Filmstart nun ist die Krise losgebrochen. Gutes Timing?

Erwin Wagenhofer: Es kann niemanden freuen, dass diese Krise jetzt so richtig losbricht. Tatsache ist, dass in den vergangenen drei Jahren all die Leute, mit denen wir gesprochen haben, diese Krise haben kommen sehen. Aber niemand hat etwas dagegen getan. Das ist für mich heute das Überraschendste. Das ist, als ob Sie im Auto sitzen und mit 200 Stundenkilometern durch die Gegend fahren. Je länger Sie das tun, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie einen Unfall provozieren. Gegen die Finanzkrise hat niemand etwas getan - wissend, dass sowieso immer die Allgemeinheit bezahlt. Dahinter steckt ein Konzept.

tagesschau.de: Die Banker und Manager haben also weitergemacht, weil sie wussten, dass die Allgemeinheit für den Schaden aufkommen würde, während sie abkassieren?

Wagenhofer: Ganz genau. Und das ist die wichtigste Botschaft des Films. Die Krise kam nicht wie eine von Gott gegebene Naturkatastrophe über die Menschen, sondern sie ist von Menschen gemacht. Am größten Finanzplatz der Welt in London arbeiten zwei Millionen Menschen, alles gut ausgebildete Leute. London ist eigentlich ein einziger Hedgefonds. Diese Leute produzieren aber überhaupt keinen Wert im wirtschaftlichen Sinn, sondern schaufeln nur Geld hin und her, das dann irgendwo auf der Welt - wenn es mit der Realwirtschaft überhaupt noch etwas zu tun hat - für uns arbeitet. Das war der Ausgangspunkt für meinen Film. Die Banken werben: Lassen Sie ihr Geld arbeiten. Aber das kann ja nicht funktionieren, weil Geld selbst nicht arbeiten kann, das müssen andere tun. Und das passiert meistens über Ausbeutung.

tagesschau.de: Wie haben Sie die Menschen erlebt, die da im großen Stil mit unserem Geld hantieren?

Wagenhofer: Im Film sagt einer der ganz großen Investmentbanker in Asien: "The best time to buy is when there is blood on the street." Also: Jetzt klebt das Blut auf der Straße, jetzt können sie kaufen, jetzt können sie richtig Geschäfte machen.

tagesschau.de: Also skrupellose Geier?

Wagenhofer: Die Banker sind Getriebene von einem System, das unmenschlich ist. Und diese Leute sind nicht wirklich glücklich geworden. Unter den Bankern gibt es einen hohen Drogenkonsum, harte Drogen, viele leiden mit 30 Jahren schon unter einem Burn-Out-Syndrom. Wir haben während des Drehs für den Film viel mit Armut zu tun gehabt: Die beste Stimmung ist immer bei den Ärmsten. Da, wo wirklich das Geld sitzt, dort ist die schlechteste Stimmung.

tagesschau.de: Wie ergeht es den Bankern heute in der Krise?

Wagenhofer: Das hängt jetzt davon ab, wie sich die Krise weiterentwickelt. Wenn diese Rettungspakete, wie schon in der Vergangenheit, kommen, dann geht es diesen Menschen weiterhin sehr gut. Denn so wird ihr System weiter bezahlt. Irgendwann wird periodisch die nächste Krise kommen. Oder man beginnt jetzt umzudenken und sagt: Ist es wirklich der einzige Sinn einer Gesellschaft, ununterbrochen Geld zu vermehren? Ist unendliches Wirtschaftswachstum in einer materiell endlichen Welt überhaupt möglich? Es ist ein Drama unserer Gesellschaft, dass die klügsten Köpfe in diese Systeme geschickt werden, um dort das Geld zu vermehren. Und nicht dazu herangezogen werden, die Probleme der Gesellschaft zu bewältigen.

tagesschau.de: Haben sich die Banker und Fondsmanager eigentlich gern über die Schulter blicken lassen?

Wagenhofre: Die haben sich relativ bereitwillig filmen lassen. Ich begleite sie und animiere sie zum Reden. Die sind nicht gut oder böse, sondern sie sind Teil des Systems. Und Sie dürfen ja umgekehrt nicht vergessen, dass wir alle Teil dieses Systems sind. Auch wenn wir keine Aktien besitzen, auch wenn wir es gar nicht wissen. Unsere Pensionen, unsere Versicherungen landen irgendwann in den Händen derer, die damit arbeiten. Und auch wir wollten ja bis vor Kurzem hohe Renditen einfahren und haben uns gefreut, wenn sich das Geld vermehrt hat. Darum heißt der Film ja auch "Let's Make Money" - "Lasst uns Geld machen". Es gibt nicht die anderen, die die Bösen sind. Ich kritisiere auch gar keine Einzelpersonen.

tagesschau.de: Sondern?

Wagenhofer: Das System hat einen Fehler: Das Geld wird falsch verteilt, nämlich von den Armen zu den Reichen. Die Kapitalmengen haben sich in den vergangenen Jahren so stark erhöht, dass einfach zu viel Geld da war. Und das Geld muss arbeiten, wie uns das die Banken suggerieren. Aber beim Arbeiten richtet es eben auch sehr viel Schaden an.

tagesschau.de: Sie haben besonderen Einblick in die Geschäfte der Banken gewonnen. Wenn Sie heute eine Bank betreten, wie geht es Ihnen dann?

Wagenhofer: Ich habe mein Leben lang nie Geld besessen. Auch jetzt kaum. Ich beklage mich überhaupt nicht, aber ich habe nicht das Problem, dass ich irgendwo Geld habe und damit irgendwas machen muss. Und ich habe gewusst: Am meisten werden wir verarscht von den Banken. Außerdem werden wir verarscht von den Versicherungen. Und wir werden verarscht vom Lebensmittelmarkt. Das ist der Grund, warum ich diese beiden Filme gemacht habe (Anm. d. Red.: Sein vorheriger vielbeachteter Film "We Feed the World" beschäftigt sich mit der Massenproduktion von Lebensmitteln).

tagesschau.de: Was erwarten Sie denn von den Banken?

Wagenhofer: Die Banken haben bis jetzt nicht verstanden, dass sie ein Dienstleistungsgewerbe sind. Sie sind dazu da, uns zu dienen. So wie die Wirtschaft da ist, uns zu dienen. Nicht wir müssen der Wirtschaft dienen.

tagesschau.de: Ihr Film legt nahe: Wer sein Geld zur Bank trägt, macht sich zum Komplizen der Profitgier. Verwahren Sie Ihr Geld im Sparstrumpf?

Wagenhofer: Ich habe ein ganz normales Sparbuch. Eine Bank ist ja a priori nichts schlechtes, sondern eine gute Erfindung. Nur hat es eine Fehlentwicklung gegeben: Wir müssten fragen: "Was machen Sie denn mit meinem Geld, wenn ich es Ihnen bringe?" Und die Banken müssten dann Rechenschaft ablegen und sagen: "Ich verleihe es an den nächsten Tischler, ich mache dieses und jenes damit." Aber das hat uns bis jetzt nicht interessiert. Hauptsache war, dass sich das Geld vermehrt. Ich will mit meinem Film aussagen: Freunde, am Schluss bezahlt es immer ihr: Der kleine Mann und die kleine Frau auf der Straße.

Das Interview führte Claudia Witte, tagesschau.de

Video: http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video394652.html

20.12.2008 21:14
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Ohh, eine neue Doku von Erwin Wagenhofer! Hatte bis anhin nur We Feed the World gesehen...aber werde mir diesen interessanten Film sicher auch mal anschauen. Danke für die Info!

Edit: Der Film läuft bei uns ja noch gar nicht :(...Startdatum: 22.01.2009 (Deutschschweiz)!