Manipulation

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04.10.2013 14:13
#1
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Manipulation

Nach dem Liborskandal folgt nun der Wechselkurs.

Das an der Börse manipuliert wird oder versucht wird zu manipulieren, verwundert mich nicht.

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

21.04.2016 14:42
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Twitter als Informationsquelle

Tweets manipulieren die Börsenkurse Über den Sinn und Unsinn von Twitter lässt sich trefflich streiten. Manche über den Dienst abgesetzte Meldung aber wirkt – wenn auch manchmal auf ziemlich dubiose Weise.

Die sozialen Netzwerke sorgen für eine unglaubliche Nachrichtenflut. Das heisst aber noch lange nicht, dass die Leser und Nutzer aufgrund des breiten Angebots auch gut informiert sind. Schliesslich sagt die Menge allein herzlich wenig über die Qualität aus. So gesehen stehen Investoren vor einem Dilemma, wenn sie sich im widrigen Umfeld mit sehr tiefen Zinsen über Anlagemöglichkeiten informieren und zwischen Risiken und Chancen abwägen wollen.

Misstrauen angebracht

Wie eine neue wissenschaftliche Untersuchung mit dem Titel «Social media, news media and the stock market» zeigt, unterscheiden die Anleger offensichtlich zwischen Neuigkeiten, die von traditionellen Medien stammen, und jenen, die aus «sozialen Quellen» kommen. Das verwendete Analysemodell berücksichtigt, dass viele Anleger die grosse Menge verfügbarer Informationen meist nicht verarbeiten können, dass Meldungen von digitalen Medien oft als «neu» gewertet werden, obwohl sie es in Tat und Wahrheit gar nicht sind, dass die Qualität der Nachrichten aus der Hand traditioneller Medien in der Tendenz überbewertet wird und dass manche sich nur das anschauen, was die vorgefasste Meinung bestätigt. Wie die Untersuchung im Endeffekt zeigt, nehmen bei Aktien mit «Buzz», also über die in den sozialen Netzwerken wilde Gerüchte verbreitet werden, die Kursschwankungen und die Handelsvolumina zu. Dagegen gehen Volatilität und Handelsumsätze bei Papieren zurück, über die in den traditionellen Medien berichtet wird.

Das Ergebnis der akademischen Analyse deckt sich mit der Wahrnehmung verschiedener Anlagespezialisten, die der Qualität der Nachrichten aus Netzwerken wie Facebook, Twitter oder auch aus Blogs zutiefst misstrauen. Viele Informationen würden gezielt auf solchen Plattformen verbreitet, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen, sagt zum Beispiel Hendrik Klein von Davinci-Invest. In der Praxis lasse sich immer wieder beobachten, wie bewusst falsche Gerüchte über Twitter-Konten in Umlauf gesetzt würden, um Aktienkurse aus Eigeninteresse in eine bestimmte Richtungen zu bewegen. Aufgrund fehlender Identitätsprüfungen seien die Urheber kaum zu ermitteln – selbst wenn man sich bemühen sollte, solche Straftaten im Rahmen eines aufwendigen Verfahrens grenzüberschreitend zu verfolgen. Die Berichte bezahlter Journalisten dagegen seien vergleichsweise vertrauenswürdig, da die meisten von ihnen noch über eine gewisse Berufsethik verfügten. Deshalb nutze er Daten, die erfahrene Journalisten bereits vorselektioniert hätten, so Klein.

Die Gefolgschaft zählt

Auch Wesley Grey von Alpha Architect hält von Informationen nicht allzu viel, die über Twitter verbreitet werden. Er polemisiert sogar, Wertpapiere auf Basis von «Twitter-Nachrichten» zu handeln, sei genauso profitabel wie die Twitter-Aktie selbst. Die Papiere des amerikanischen Informationsdienstes haben unmittelbar nach dem Börsengang im November des Jahres 2013 im Rahmen der damaligen Euphorie um bis zu 182% zugelegt. Danach sind sie allerdings in einen Abwärtstrend übergegangen und liegen inzwischen 33% unter dem damaligen Emissionspreis. Der Trend zeigt weiterhin nach unten, weil Twitter Probleme hat, gewinnträchtig zu wachsen.

Selbst Vahid Gholampour von der University of Virginia scheint die Annahme zu bestätigen, Twitter-Nachrichten beeinflussten die Aktienkurse. Seine Analyse zeigt, dass Accounts mit grosser Twitter-Gefolgschaft für Kursbewegungen und regen Handel sorgen können.

http://www.nzz.ch/finanzen/aktien/gezielte-nachrichten-zweifelhafter-qua...

 

 

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Benjamin Franklin

18.04.2016 17:14
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Manipulationen bei Gold und Silber

Deutsche Bank einigt sich mit Klägern

Das skandalgeplagte Geldhaus kann einen weiteren Rechtsstreit zu den Akten legen. Auf dem langen Weg, Altlasten abzuarbeiten, ist es nur ein kleiner Schritt. Die Bank rechnet noch mit Kosten von rund 5,5 Milliarden Euro.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/manipulati...

 

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Benjamin Franklin

21.11.2013 12:42
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Goldman Sachs hat sich gründlich verzockt

Goldman Sachs hat in ihrer Devisenhandelssparte im dritten Quartal einen Ertragseinbruch erlitten - wegen einer fehlgeschlagenen Währungswette.

Eine strukturierte Options-Transaktion auf Basis von US- Dollar und japanischem Yen habe den Rückgang gegenüber dem zweiten Quartal verschärft, schreibt das Wall Street Journal unter Berufung auf nicht genannte Quellen. Der Bereich Devisenoptionshandel habe einen Nettoverlust verzeichnet, hiess es weiter. Es sei nicht klar, wie gross die Transaktion gewesen sei oder wie lange sie aufrechterhalten wurde.

Michael DuVally, ein Sprecher der in New York beheimateten Bank, wollte sich nicht dazu äussern. Die Bank verzeichnete den stärksten Einbruch der Handelserträge unter den grossen Banken der Wall Street und wies an 15 Tagen im dritten Quartal Handelsverluste aus - das ist der höchste Anteil seit 2011.

Mehr als eine Milliarde im Minus

Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge hat Goldman im dritten Quartal mehr als eine Milliarde Dollar an Verlusten als Marktmacher bei Devisenprodukten verbucht. Die Agentur verwies auf Pflichtmitteilungen an die US- Wertpapieraufsicht SEC und die Federal Reserve Bank.

Dem Reuters-Bericht zufolge verursachten Positionen in Schwellenmärkten die Verluste, und zwar im Gefolge der überraschenden Entscheidung der Fed, ihr Anleihekaufprogramm nicht zu reduzieren. Reuters berief sich dabei auf zwei mit dem Sachverhalt vertraute Personen.

http://www.cash.ch/news/alle/goldman_sachs_hat_sich_gruendlich_verzockt-...

 

Sollte sich herausstellen, dass andere Banken Währungen manipuliert haben, könnte GS Schadenersatz fordern

 

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Benjamin Franklin

06.10.2013 14:24
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Den Grossbanken drohen harte Strafen

Der Devisenhandel-Skandal kommt die Grossbanken wohl teuer zu stehen. Der Weko-Vizedirektor stellt härtere Strafen in Aussicht - da es wahrscheinlich ein «Wiederholungsfall» sei.

Indizien deuten darauf hin, dass Händler der UBS und anderer Grossbanken im Devisenhandel Kurse manipuliert haben. Zwei fehlbare UBS-Mitarbeiter wurden offenbar bereits entlassen, wie die Zeitung «Schweiz am Sonntag» schreibt.

Für die UBS würde es doppelt teuer, wenn nachgewiesen würde, dass ihre Händler auch beim Handel mit Fremdwährungen illegale Absprachen getroffen haben. Die Wettbewerbskommission (Weko) führt eine Untersuchung gegen die UBS wegen Absprachen bei der Festlegung des Libor-Zinssatzes. Im Wiederholungsfall sieht das Kartellgesetz eine Verschärfung der Strafe vor.

Obwohl es sich mit dem Devisenhandel um einen anderen Bereich des Bankings handelt, ist die Wertung als Wiederholungsfall wahrscheinlich. Weko-Vizedirektor Patrik Ducrey sagt zur «Schweiz am Sonntag»: «Wenn eine Bank, die vom Libor-Verfahren betroffen ist, noch nach dessen Eröffnung an einer Devisen-Absprache teilgenommen hat, würden wir das mit grosser Wahrscheinlichkeit als mehrfachen Verstoss werten.» Noch ist unklar, weswegen Weko und Finma ermitteln. Kommuniziert wurde von beiden Behörden diesen Freitag lediglich der Verdacht auf «Manipulation» von Wechselkursen.

«Drastische Bussen im dreistelligen Millionenbereich»

Aufsichtsbehörden grosser Finanzplätze in Europa ermitteln ebenfalls seit Monaten gegen Grossbanken, die mit Devisen handeln. Eine Summe von 5,3 Billionen Dollar wird pro Tag im Devisenmarkt umgesetzt. Trotzdem ist dieser Markt immer noch am wenigsten reguliert. Experten fordern deshalb bereits seit langem strengere Regeln für den grössten Finanzmarkt der Welt. «Es braucht drastische Bussen im dreistelligen Millionenbereich und eine tiefreichende Untersuchung der Verantwortlichkeit», sagt Maurice Pedergnana (48), Professor für Banking & Finance an der Hochschule Luzern im Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag».

Das zwinge zu einer konsequenten Beleuchtung der Kompetenzen und Fähigkeit aller Leute in den Risikosteuerungs- und kontrollfunktionen der Banken bis hinauf in den Verwaltungsrat und dessen Ausschüsse. «Wenn die Risikoüberwachung auf der zweiten und dritten Verteidigungslinie mit Praktikanten und ähnlichem Personal besetzt wird, ist das vergleichbar, wie wenn eine anrückende Panzerkolonie mit Nägeln auf der Strasse gestoppt werden soll», sagt Pedergnana.

FDP-Präsident Müller will fehlbare Banker «ins Pfefferland» schicken

FDP-Präsident Philipp Müller fordert ein hartes Durchgreifen gegen fehlbare Banker. «Die FDP verlangt von den Führungsriegen der Banken, jene Händler, die den Betrug und die Geldgier in den Genen zu tragen scheinen, auszusortieren und ins Pfefferland zu schicken», sagt Müller in der «NZZ am Sonntag». «Die regionalen Angestellten der Banken sind stinksauer. Gegen sie wird nun wegen der jüngsten Verfehlung gewisser Händler wieder gestichelt, obwohl sie keine Schuld trifft», so Müller weiter.

SP-Nationalrat Corrado Pardini zweifelt an der Arbeit der Finanzmarktaufsicht: «Die Finma hat einmal mehr zu stark auf Vertrauen gebaut.» Es brauche eine stärkere Kontrolle durch die Politik. Die Selbstregulierung des Finanzplatzes funktioniere nicht.

Seine Parteikollegin Susanne Leutenegger Oberholzer bringt das Parlament ins Spiel: «Die SP verlangt, dass der Sachverhalt durch die zuständigen Institutionen (Finma, Weko, Schweizerische Nationalbank) vor der Wirtschaftskommission des Nationalrats geklärt wird und insbesondere auch die nötigen Vorkehrungen und die Auswirkungen auf die reale Wirtschaft.» Leutenegger Oberholzer will an der kommenden Sitzung der nationalrätlichen Wirtschaftskommission dazu einen Antrag einreichen.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Den-Grossbanken-drohen-harte-Stra...

 

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Benjamin Franklin

04.10.2013 14:14
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Haben Banken Währungen manipuliert ?

Die Eidg. Finanzmarktaufsicht (Finma) führt derzeit bei mehreren Schweizer Finanzinstituten Untersuchungen wegen einer möglichen Manipulation von Fremdwährungskursen durch.

Mehrere Schweizer Banken sind ins Visier der Aufsichtsbehörde geraten.
Nach der britischen Aufsicht untersucht nun auch die Finma, ob Finanzinstitute unerlaubt an Währungskursen herumgeschraubt haben. Die Finma spricht sich bei ihren Ermittlungen mit den Behörden anderer Länder ab.

Die Finma nannte bei der Bekanntgabe der Untersuchung am Freitag allerdings keine Namen betroffener Finanzinstitute und gab auch sonst keine weiteren Details bekannt. Ein Sprecher der Behörde machte keine Ausführungen, ob Befragungen und Durchsuchungen Teil der Ermittlungen seien.

Die Untersuchungen dürften Banken mit einem Devisenhandelsgeschäft betreffen. Die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse sowie die Schweizerische Bankiervereinigung lehnten eine Stellungnahme ab. Die Zürcher Kantonalbank sagte der Nachrichtenagentur awp, sie habe keine Kenntnis von Untersuchungen.

Auch London ermittelt

In den vergangenen Monaten hatte es bereits andernorts Hinweise darauf gegeben, dass Devisenkurse möglicherweise manipuliert worden sind. So hat die britische Finanzaufsicht im Juni in London bekannt gegeben, dass sie Untersuchungen wegen möglicher Manipulationen auf dem Devisenmarkt eingeleitet habe.

Die britischen Behörden gaben am Freitag aber keinen Hinweis darauf, ob sie in diesem Fall an die Finma gelangt seien. Sie verweisen auf die generelle Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsbehörden.

Grossbanken im Visier

Auch die Financial Conduct Authority (FCA) in London nennt keine Namen von Finanzhäusern. Laut Presseberichten betrifft die Untersuchungen globale Grossbanken. Genannt wurden neben der UBS die Deutsche Bank, die amerikanische Citigroup und die britische Barclays.

Laut der «Financial Times» war der Verdacht laut geworden, dass Banken Informationen über geplante grosse Devisengeschäfte genutzt haben, die sie im Auftrag ihrer Kunden abwickeln, um dabei für sich selbst Vorteile zu erzielen. Die Banken hätten ihre eigenen Geschäfte mit zeitlichem Vorsprung und den Informationen über die geplanten Kundengeschäfte im Hinterkopf abgewickelt, schreibt die Zeitung.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Haben-Banken-Waehrungen-manipulie...

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Benjamin Franklin