Migros und Coop wollen Direkt-/Parallelimport

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14.04.2008 11:59
#1
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Migros und Coop wollen Direkt-/Parallelimport

Heute gelesen im Cash Guru

Pharma - Migros und Coop greifen Schweizer Pharma frontal an; wollen Direkt-/Parallelimporte. Heimmarkt Schweiz gefährdet?

Hat unsere Pharmaindustrie nicht schon genug Probleme?

Wem wollen diese zwei Riesen jetzt wohl noch an die Lohntasche?

Wer soll dann von den günstigeren Preisen profitieren, die Bevölkerung durch günstigere Krankenkassenprämien?

Passt so starkes Profitdenken zur Idee einer Genossenschaft?

Ach nein, den Profit machen ja die AG's die ihnen zu 100% gehören und in denen zu 100% das Lohngefüge gnossenschaftlich ist, super und mit dem Gewinn kaufen sie die nächste AG und so weiter und so weiter.

Na ja immerhin sind es zwei also kann der Mark auch in Zukunft weiter spielen und sich selbst regulieren?!

Wollt ihr auch eine Coop-Aktie oder lieber eine von Migros?

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17.04.2008 22:42
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Migros und Coop wollen Direkt-/Parallelimport

masin wrote:

Kein anderer in der Schweiz wird unterstützt wenn er Fr. 800 000.-- Vermögen und Fr. 80 000.-- Einkommen hat.

Wenn DU im Agrarbereich arbeitest solltest Du wissen, dass dies nciht almosen sind, sondern die Abgeltung von Leistungen!

masin wrote:

Die 2. Weltkrieggeneration ist für die Arme, gegen Ausländer und deren Tomaten und überhaupt die Jungen von heute............ja, Damals war alles noch.....

Überhaupt nichts mit dem zu tun. Es können auch Naturkatastrophen geschehen...wasser wird knapp etc...glaub mir irgendwann kannst Du deine Schweizer Fränkli in der Pfeiffe rauchen...es gibt dann nichts mehr zu fressen! (Beim fressen ist jeder der Erste und niemand wird Dir sein letztes Brot verkaufen!

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

17.04.2008 22:13
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Migros und Coop wollen Direkt-/Parallelimport

Hallo Johnny P

Ich arbeite im Agrarbereich und kenne mich da sehr wohl aus.

Niemand will irgend etwas auslagern nein man sollte nach Möglichkeiten, Nischen suchen die ohne Zustupf aus der öffentlichen Hand funktionieren, wie jede andere Branche auch.

Wir importieren unter anderem auch Ware aus der dritten Welt, halten engen Kontakt zu unseren Produzenten und gehen mehrmals im Jahr unangemeldet bei den Farmer auf Besuch.

Wenn allerdings einem Importeur nur der Preis wichtig ist und ihm egal ist unter weichen Bedingungen die Produktion stattfindet sollten dessen Kunden Konsequenzen ziehen.

Es gibt unterdessen immer mehr kritische Kunden und so auch immer mehr Importeure die ihre Verantwortung betreffend: Nachhaltigkeit, Kinderarbeit, humanes Arbeitsumfeld etc. sehr wichtig nehmen und ihr Möglichstes für eine Verbesserung tun, auf den Endverkaufspreis hat es meist, wenn überhaupt nur eine sehr kleine Auswirkung.

Kein anderer in der Schweiz wird unterstützt wenn er Fr. 800 000.-- Vermögen und Fr. 80 000.-- Einkommen hat.

Die 2. Weltkrieggeneration ist für die Arme, gegen Ausländer und deren Tomaten und überhaupt die Jungen von heute............ja, Damals war alles noch.....

17.04.2008 18:55
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masin wrote:

Es wird vieles nicht in der Schweiz produziert weil unsere Kosten zu teuer sind und diese vom Endverbraucher nicht mehr getragen werden wollen oder können.

Der Importeur muss die Verantwortung übernehmen, dass die Produktion in welchem Land auch immer unter humanen, fairen Arbeitsbedingungen stattfindet und ein schonender Umgang mit der Natur, Nachhaltigkeit gewährleistet wird.

Ich meine, wenn nur durch überteuerte Zölle unsere Inlandproduktion verkauft werden kann und gleichzeitig auch noch subventioniert werden muss, dann wird am Markt vorbei produziert.

Tja aber hier ist es nicht so einfach. Die Lebensmittelproduktion ist essentiell. Frag mal jemanden der den zweiten Weltkrieg durchmachte, ob man die Landwirtschaft ins Ausland auslagern sollte! Und sag nicht das könne nie mehr passieren!!!

Die Produktionsbereitschaft muss erhalten bleiben und zwar um jeden Preis!

Die Importeure sollen also die Verantwortung übernehmen...es ist doch so einfach einen Sündenbock zu benennen!

masin wrote:

Bei einem Vermögen von Fr. 800 000.-- und einem Einkommen von Fr. 80 000.-- sollten die öffentliche Hand nichts mehr bezahlen müssen, denn das ist weit weg vom Existentsminimum

Achso die Bauern sollen also alle am Existenzminimum leben...ich verbiete mir die Wörter die mir dazu einfallen hier zu nennen!

masin wrote:

Eben es wird am Markt vorbei produziert und nein ich sehe nicht, dass die Allgemeinheit davon profitiert.

Auf jeder Branche gibt es Luxusausführungen bei denen die Qualität im Vordergrund steht, diese finden auch in der Menge die der Markt reguliert Absatz, warum sollte das hier nicht so sein,

1. Siehe oben

2. Hast Du keine Ahnung was der Erhalt der Natur kostet!

Du profitierst sehr wohl, merkst es jedoch nicht. Das jeden Tag frisches Trinkwasser aus dem Hahnen kommt ist nicht einfach mit der Wasserrechnung bezahlt!

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

17.04.2008 18:04
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Elias wrote:

Johnny P wrote:
Wer ausländische Tomaten isst muss natürlich jegliche Moral abgelegen...den weit von Sklaverei sind die Arbeitsbedingungen nicht entfernt!

@Johnny P

was heisst natürlich?

Wie schon mal erwähnt:

Es gibt nicht wenige in unserem Land, die leben am Limit.

Denen nun zu unterstellen, sie hätten keine Moral, nur weil sie es sich einfach nicht leisten können, ist total abwegig.

Die Aussage, dass grundsätzlich jede ausländische Tomate unter schlechten Arbeitsbedingungen hergestellt worden ist, zeugt von einer negativen und undifferenzierten Geisteshaltung.

Ich relativiere diese aussage Du hast recht...v.a. wenn ich mir meine Kleider und Schuhe ansehe ist es wahrscheinlich dasselbe!

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

17.04.2008 17:44
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Johnny P hat geschrieben:

Ist ja auch logisch, da die Produktion in der Schweiz auch teurer ist!!! Die Arbeitskräfte erhalten bei uns nämlich auch in der Landwirtschaft einen immerhin noch anständigen Lohn. Also entweder erlauben wir unseren Landwirten, ebenfalls billiges Personal aus Weissrussland anzustellen (2-3 Fr. pro Stunde!!!!) oder wir bezahlen halt mehr für die Tomaten. Wer ausländische Tomaten isst muss natürlich jegliche Moral abgelegen...den weit von Sklaverei sind die Arbeitsbedingungen nicht entfernt!

Es wird vieles nicht in der Schweiz produziert weil unsere Kosten zu teuer sind und diese vom Endverbraucher nicht mehr getragen werden wollen oder können.

Der Importeur muss die Verantwortung übernehmen, dass die Produktion in welchem Land auch immer unter humanen, fairen Arbeitsbedingungen stattfindet und ein schonender Umgang mit der Natur, Nachhaltigkeit gewährleistet wird.

Ich meine, wenn nur durch überteuerte Zölle unsere Inlandproduktion verkauft werden kann und gleichzeitig auch noch subventioniert werden muss, dann wird am Markt vorbei produziert.

Johnny P hat geschrieben

Die Direktzahlungen werden ab einem Vermögen von 800'000 Fr. und einem Einkommen von 80'000 Fr. proportional gekürzt.

Bei einem Vermögen von Fr. 800 000.-- und einem Einkommen von Fr. 80 000.-- sollten die öffentliche Hand nichts mehr bezahlen müssen, denn das ist weit weg vom Existentsminimum

Johnny P hat geschrieben

Tun wir doch, ohne Direktzahlungen wären die derzeitigen Produktepreise immens höher...obwohl ja das meiste beim Detailhändler hängen bleibt.

Eben es wird am Markt vorbei produziert und nein ich sehe nicht, dass die Allgemeinheit davon profitiert.

Auf jeder Branche gibt es Luxusausführungen bei denen die Qualität im Vordergrund steht, diese finden auch in der Menge die der Markt reguliert Absatz, warum sollte das hier nicht so sein,

17.04.2008 16:38
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Johnny P wrote:

Wer ausländische Tomaten isst muss natürlich jegliche Moral abgelegen...den weit von Sklaverei sind die Arbeitsbedingungen nicht entfernt!

@Johnny P

was heisst natürlich?

Wie schon mal erwähnt:

Es gibt nicht wenige in unserem Land, die leben am Limit.

Denen nun zu unterstellen, sie hätten keine Moral, nur weil sie es sich einfach nicht leisten können, ist total abwegig.

Die Aussage, dass grundsätzlich jede ausländische Tomate unter schlechten Arbeitsbedingungen hergestellt worden ist, zeugt von einer negativen und undifferenzierten Geisteshaltung.

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

17.04.2008 12:47
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masin wrote:

Auf gut deutsch heisst das zu Beispiel, wenn wir genug CH-Tomaten haben schliessen wir den Zoll nicht mehr für Tomaten wie früher, sondern wir verlangten am Anfang Fr. 3.50 Zoll per Kg., heute sind die Zölle bereits etwas tiefer doch fällt es jedes Jahr auf, dass mitten in der Hochsaison von Tomaten diese immer etwas teuerer werden obwohl Europaweit wir in Tomaten schwimmen.

Ist ja auch logisch, da die Produktion in der Schweiz auch teurer ist!!! Die Arbeitskräfte erhalten bei uns nämlich auch in der Landwirtschaft einen immerhin noch anständigen Lohn. Also entweder erlauben wir unseren Landwirten, ebenfalls billiges Personal aus Weissrussland anzustellen (2-3 Fr. pro Stunde!!!!) oder wir bezahlen halt mehr für die Tomaten. Wer ausländische Tomaten isst muss natürlich jegliche Moral abgelegen...den weit von Sklaverei sind die Arbeitsbedingungen nicht entfernt!

masin wrote:

Vielleicht sollten wir das Geld mit dem wir subventionieren etwas umverteilen, es gibt im Unterland viele Bauern die durch den Verkauf von Bauland sehr, sehr reich wurden und trotzdem noch für jede Kuh Subventionen kassieren, obwohl sie das Geld nicht brauchen. .

Die Direktzahlungen werden ab einem Vermögen von 800'000 Fr. und einem Einkommen von 80'000 Fr. proportional gekürzt.

masin wrote:

Wäre es nicht sinnvoller Grundnahrungsmittel zu subventionieren für unsere untere Bevölkerungsschicht.

Tun wir doch, ohne Direktzahlungen wären die derzeitigen Produktepreise immens höher...obwohl ja das meiste beim Detailhändler hängen bleibt.

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Konrad Adenauer

15.04.2008 23:12
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Elias hat geschrieben:

Die Agrarzölle können (und müssen) gesenkt werden, weil die Weltmarktpreise steigen. Andernfalls trifft es voll die unteren Einkommen.

Da kann ich dir nur recht geben, doch wir sind soweit davon entfernt.

Vor ca. 15 Jahren haben wir beschlossen nicht tarifären Importeinschränkungen in tarifäre Importeinschränkungen umzuwandeln, mit dem Ziel diese dann langsam abzubauen. Auf gut deutsch heisst das zu Beispiel, wenn wir genug CH-Tomaten haben schliessen wir den Zoll nicht mehr für Tomaten wie früher, sondern wir verlangten am Anfang Fr. 3.50 Zoll per Kg., heute sind die Zölle bereits etwas tiefer doch fällt es jedes Jahr auf, dass mitten in der Hochsaison von Tomaten diese immer etwas teuerer werden obwohl Europaweit wir in Tomaten schwimmen.

Vielleicht sollten wir das Geld mit dem wir subventionieren etwas umverteilen, es gibt im Unterland viele Bauern die durch den Verkauf von Bauland sehr, sehr reich wurden und trotzdem noch für jede Kuh Subventionen kassieren, obwohl sie das Geld nicht brauchen. Spätestens wenn der Normalbürger Bauland sucht und von fast jedem Bauer hört, tut mir leid aber dieses Land habe ich für meine Grosskinder reserviert, die jetzt gerade einmal im Alter zwischen 7 und 2 Jahre sind.

Wäre es nicht sinnvoller Grundnahrungsmittel zu subventionieren für unsere untere Bevölkerungsschicht.

15.04.2008 20:38
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Johnny P wrote:

Genau, das nenne ich fair! Der Schweizer soll mit seinem hohen Einkommen und vergleichsweise tiefer Steuerbelastung zu Weltmarktpreisen fressen können! Den Rest behalten wir natürlich auf unserem hohen Niveau ist klar.

Wenn man die Landwirtschaft in den Dreck schicken will, dann soll bitte der Rest mitkommen, ab in die EU und weg mit den Zollämtern.

Hohes Einkommen? Du schliesst von dich auf andere.

In deinem Umfeld hat es scheinbar niemand, der am Existenzminimum lebt.

Die Agrarzölle können (und müssen) gesenkt werden, weil die Weltmarktpreise steigen. Andernfalls trifft es voll die unteren Einkommen.

Und gerade wegen den steigenden Weltmarktpreise können Schweizer Bauern auch wieder hoffen, dass ihre Produkte vermehrt Absatz finden.

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Benjamin Franklin

15.04.2008 20:15
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Elias wrote:

Letztendlich finde ich es gut, wenn bei uns die Preise auf ein ähnliches Niveau wie im angrenzenden Ausland fallen.

Das erhöht die Kaufkraft gerade bei den unteren Einkommen.

Genau, das nenne ich fair! Der Schweizer soll mit seinem hohen Einkommen und vergleichsweise tiefer Steuerbelastung zu Weltmarktpreisen fressen können! Den Rest behalten wir natürlich auf unserem hohen Niveau ist klar.

Wenn man die Landwirtschaft in den Dreck schicken will, dann soll bitte der Rest mitkommen, ab in die EU und weg mit den Zollämtern.

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Konrad Adenauer

15.04.2008 19:20
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masin wrote:

Elias hat geschrieben:

Warum sollen wir für die gleichen Produkte mehr bezahlen als im angrenzenden Ausland?

Warum gehst du davon aus , dass der Endverbraucher in erster Linie profitiert?

Ich sage nicht, dass der Endverbraucher in erster Linie profitiert.

Aber es ist zu hoffen.

Und wie du selber festgestellt hast, haben Coop und Migros mit einer Billiglinie bereits reagiert.

Die Agrarzölle sollen ebenfalls abgebaut werden.

http://www.schweizerbauer.ch/htmls/artikel_16593.html

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/feilschen_um_agrarzoelle_1.707475....

Letztendlich finde ich es gut, wenn bei uns die Preise auf ein ähnliches Niveau wie im angrenzenden Ausland fallen.

Das erhöht die Kaufkraft gerade bei den unteren Einkommen.

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15.04.2008 19:12
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Discounter = Zerfall

Was denkst du, wie viel % vom Umsatz investiert die Migros in ihr Personal und wie viel ist es z.B bei Aldi.

Bei der Migros findest du es raus. Bei Aldi nicht. Der zeigt keine Zahlen und weiss auch warum

Höhere Preise in der Migros als in Deutschland kommen der Allgemeinheit zu gute. Das können mir alle glauben.

Migros steht für mich für Gesundheit in allen Bereichen. Denen vertraue ich!

15.04.2008 18:23
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Nur hat man beim Aldi und Lidl eine viel kleinere Auswahl,

sie sind meistens in Industriegebieten (Fahrkosten, müssen gewisse produkte sowies bei coop oder migros kaufen)

man wird an den kassen durchgeschleust

es ist recht eng wenn es viele Kunden hat

Dafür kann man ein paar franken sparen

Hier muss jede person für sich abschätzen was für ihn wichtig ist

14.04.2008 22:12
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Elias hat geschrieben:

Warum sollen wir für die gleichen Produkte mehr bezahlen als im angrenzenden Ausland?

Warum gehst du davon aus , dass der Endverbraucher in erster Linie profitiert?

Wenn ich mich richtig erinnere hast du ja mit der Pharmaindustrie zu tun (Galenica ist ein Kunde von dir) Migros produziert diverse Kosmetika für deutsche Drogeriemärkte, die Produkte unterscheiden sich inhaltlich nur minimal und kosten im deutschen Fachhandel bis zu 40% weniger als Migros Eigenmarke, nicht MwSt bereinigt. Also Kalkulation hin oder her der Preis richtet sich danach, was ist der Schweizer bereit zu bezahlen.

Aufgrund des Markteintritts von Aldi und Lidl gibt es bei Migros und Coop eine Billiglinie und nicht der CH-Bevölkerung zu liebe.

Ich würde es schön finden wenn Duttweiler's Grundgedanken einer NON-PROFIT Gesellschaft (Genossenschaft) die ihre Aufgabe darin sieht Produzenten und Konsumenten einen POS zu bieten der Beweggrund wäre, COOP wurde mit ähnlichen Grundgedanken gegründet.

14.04.2008 20:56
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Bravo Migros

Die Migros war in der Geschichte schon immer ein Unternehmen, dass etwas für die Bevölkerung tat und deren Portemonnaie zu entlasten versuchte und in letzter Zeit tut das die Migros wieder vermehrt.

Das entspricht genau Dutweilers Gedankengut und dafür gebührt der Migros ein grosser Dank!!!!!

Was der Preisüberwacher nicht erreicht, erreicht dann halt die Migros und das ist nur positiv.

Weiter möchte ich klar sagen, dass man sich gut überlegen sollte in Duscounter einzukaufen. Denn es hat sich vorallem in den Staaten gezeigt, dass der Discounter grundsätzlich ein Zerstörer ist.

Man benke, dass der Detailhandel der Zug der Wirtschaft ist. Nicht nur wegen den vielen Beschäftigten im Detailhandel sondern weil jeder Produzent froh sein kann, wenn ein Profi sein Produkt an den Mann oder die Frau bringt.......

14.04.2008 19:47
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Unsere Pharmaindustrie erwirtschaftet den grössten Teil ihrer Gewinne im Ausland.

Warum sollen wir für die gleichen Produkte mehr bezahlen als im angrenzenden Ausland?

Mit dem Markteintritt von Lidl und Aldi werden die Gewinnmargen ohnehin kleiner werden. Diese beiden haben ganz andere Möglichkeiten, Produkte zu besseren Bedingungen einzukaufen.

Wohl mit ein Grund, dass Coop und Migros gemeinsame Wege gehen.

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/die_migros_ist_nervoes_...

Die Frage ist nicht: "Hat unsere Pharmaindustrie nicht schon genug Probleme?" sondern wohl eher "Hat unser Detailhandel nicht schon genug Probleme?"

Über kurz oder lang wird auch hier das Cassis-de-Dijon-Prinzip Einzug halten.

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