Minarett Initiative

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fritz.
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Minarett Initiative

Fruti aka. BlizZarD wrote:

Es werden weniger Muslime kommen.. Die Schweiz wurde dadurch um Meilen unattraktiver als vorher.. !

Ein neutrales Land wie die Schweiz scheint auf den ersten Anblick extrem anfällig auf eine bspw. schleichende Islamisierung. Aber die Schweizer haben einmal mehr gezeigt: "Nicht mit uns!"

Das stinkt den Muslimen jetzt gewaltig.

Ach so, jetzt verstehe ich dich. Du willst, dass die Schweiz als Wohnort möglichst unattraktiv ist. Und am besten auch noch möglichst unattraktiv für Touristen. Es geht doch nicht, dass arabische Touristen unsere 5*-Hotels belegen, und uns dann auch noch die teuersten Schweizer Uhren wegkaufen, und unsere Schweizer Banken mit ihrem Geld belasten.

Das geht so nicht, wir müssen die Schweiz so unattraktiv machen, dass keiner mehr herkommen will.

Gruss

fritz

Elias
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Minarett Initiative

Fruti aka. BlizZarD wrote:

Also wurde dadurch ein Riegel geschoben.. Hast Du jetzt verstanden, was wir dir zu erklären versuchen?

Ich kann dir nicht helfen. Es ist Wunschdenken.

Druck die Liste unten aus und schick sie dem Weihnachtsmann als Wunschliste.

Mit dem Bauverbot wurden all die unten aufgeführten Punkte nicht gelöst, noch werden sie verhindert.

Das mit den Arbeitslosen ist ja der grösste Witz.

Dazu der passende Kommentar Super Auflistung!

Erklär das mal

Fruti aka. BlizZarD wrote:

Offspring wrote:
Elias wrote:
Nochmals die Frage: Welchen grösseren Problemen wurde den ein Riegel geschoben :?:

Nochmals eine Antwort:

- Multikulti-Gesellschaft wächst

- Islamisierung steigt weiter in ungewisse Höhen

- steigende Arbeitslosenquoten von Schweizern

- Respekt und Anstand der Jugend gehen noch mehr verloren,

- Zwangsheirat

- Burka

- Sonderregelungen in Schulen

- Muezzingeschrei

- Hassprediger in der Schweiz

- RESULTATANZWEIFLUNG EINER DEMOKRATISCHEN VOLKS-ABSTIMMUNG!!! Entschuldingung gegenüber AUSLAND!

- "Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unserer Helme und die Gläubigen unsere Soldaten"

- Welches Gesetzt gilt für einen Islamisten? Das Gesetz der Schweiz oder das seiner Religion?

Denk mal darüber nach, oder rede weiter von "So ein Schwachsinn"...Das schweizer Volk hat abgestimmt, mit grosser Mehrheit wurde die Initiative angenommen.

Endlich mal einer, der's auf den Punkt bringt. Super Auflistung!

Und jetzt sollen die Menschen endlich akzeptieren, was das Volk entschieden hat!! Das ist eine Demokratie!!

Fruti aka. BlizZarD

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
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fritz.
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Minarett Initiative

Fruti aka. BlizZarD wrote:

Aber die vielen Einwanderer haben sich gewünscht, hier leben zu dürfen [sonst wären sie nicht gekommen]. Wir haben sie aufgenommen und unterstützen sie finanziell [so extrem wie nirgens sonst!!]. Wenn sie aufgrund einer solchen Abstimmung gleich eine Krise schieben müssen, dann können sie gehen..

So gesehen haben die ja eine grössere Berechtigung hier zu leben als diejenigen, die per Zufall hier geboren wurden. Sie haben sich nämlich gewünscht, hier zu leben.

Fruti aka. BlizZarD wrote:

Bitte erklärt mir mal, wieso die SVP "immer" mit Wörtern wie "Nazi, Fremdenhasser, ausländerfeindlich usw." beshcimpft wird.

Weil sich viele SVP-ler in der Öffentlichkeit immer fremdenfeindlich äussern.

Dann erklär mir aber mal, warum sie das als Beschimpfung empfinden? Leute, die freiwillig entschieden haben, fremdenfeindlich zu sein, sollten es doch nicht als Beschimpfung empfinden.

Ein FC-Basel-Fan findet es auch nicht als Beschimpfung, wenn im gesagt wird, dass er ein FCB-Fan ist. Er hat das ja selbst ausgewählt.

Gruss

fritz

Fruti aka. BlizZarD
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Minarett Initiative

fritz wrote:

Fruti aka. BlizZarD wrote:

Es werden weniger Muslime kommen.. Die Schweiz wurde dadurch um Meilen unattraktiver als vorher.. !

Ein neutrales Land wie die Schweiz scheint auf den ersten Anblick extrem anfällig auf eine bspw. schleichende Islamisierung. Aber die Schweizer haben einmal mehr gezeigt: "Nicht mit uns!"

Das stinkt den Muslimen jetzt gewaltig.

Ach so, jetzt verstehe ich dich. Du willst, dass die Schweiz als Wohnort möglichst unattraktiv ist. Und am besten auch noch möglichst unattraktiv für Touristen. Es geht doch nicht, dass arabische Touristen unsere 5*-Hotels belegen, und uns dann auch noch die teuersten Schweizer Uhren wegkaufen, und unsere Schweizer Banken mit ihrem Geld belasten.

Das geht so nicht, wir müssen die Schweiz so unattraktiv machen, dass keiner mehr herkommen will.

Gruss

fritz

Die Schweiz wurde unattraktiv für die Muslime.. Und zwar für die strenggläubigen [diejenigen, die auch Muezzingebete unterstützen würden].

Das Ziel ist keineswegs, die Schweiz unattraktiv zu machen.. Die Schweiz bleibt für 95% der Bevölkerung sehr attraktiv und wird dies vermutlich auch immer bleiben.

Also hör auf mit solchen nonsens-Comments, danke.

Freundliche Grüsse

Fruti aka. BlizZarD

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

Fruti aka. BlizZarD
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Minarett Initiative

Elias wrote:

Fruti aka. BlizZarD wrote:
Also wurde dadurch ein Riegel geschoben.. Hast Du jetzt verstanden, was wir dir zu erklären versuchen?

Ich kann dir nicht helfen. Es ist Wunschdenken.

Druck die Liste unten aus und schick sie dem Weihnachtsmann als Wunschliste.

Mit dem Bauverbot wurden all die unten aufgeführten Punkte nicht gelöst, noch werden sie verhindert.

Das mit den Arbeitslosen ist ja der grösste Witz.

Dazu der passende Kommentar Super Auflistung!

Erklär das mal

Fruti aka. BlizZarD wrote:

Offspring wrote:
Elias wrote:
Nochmals die Frage: Welchen grösseren Problemen wurde den ein Riegel geschoben :?:

Nochmals eine Antwort:

- Multikulti-Gesellschaft wächst

- Islamisierung steigt weiter in ungewisse Höhen

- steigende Arbeitslosenquoten von Schweizern

- Respekt und Anstand der Jugend gehen noch mehr verloren,

- Zwangsheirat

- Burka

- Sonderregelungen in Schulen

- Muezzingeschrei

- Hassprediger in der Schweiz

- RESULTATANZWEIFLUNG EINER DEMOKRATISCHEN VOLKS-ABSTIMMUNG!!! Entschuldingung gegenüber AUSLAND!

- "Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unserer Helme und die Gläubigen unsere Soldaten"

- Welches Gesetzt gilt für einen Islamisten? Das Gesetz der Schweiz oder das seiner Religion?

Denk mal darüber nach, oder rede weiter von "So ein Schwachsinn"...Das schweizer Volk hat abgestimmt, mit grosser Mehrheit wurde die Initiative angenommen.

Endlich mal einer, der's auf den Punkt bringt. Super Auflistung!

Und jetzt sollen die Menschen endlich akzeptieren, was das Volk entschieden hat!! Das ist eine Demokratie!!

Fruti aka. BlizZarD

Auch ein nonsens-Comment, sry..

Das ist Deine Meinung.. Lerne also, die unsere zu akzeptieren und zu respektieren!!

Freundliche Grüsse

Fruti aka. BlizZarD

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Fruti aka. BlizZarD
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fritz wrote:

Fruti aka. BlizZarD wrote:

Aber die vielen Einwanderer haben sich gewünscht, hier leben zu dürfen [sonst wären sie nicht gekommen]. Wir haben sie aufgenommen und unterstützen sie finanziell [so extrem wie nirgens sonst!!]. Wenn sie aufgrund einer solchen Abstimmung gleich eine Krise schieben müssen, dann können sie gehen..

So gesehen haben die ja eine grössere Berechtigung hier zu leben als diejenigen, die per Zufall hier geboren wurden. Sie haben sich nämlich gewünscht, hier zu leben.

Fruti aka. BlizZarD wrote:

Bitte erklärt mir mal, wieso die SVP "immer" mit Wörtern wie "Nazi, Fremdenhasser, ausländerfeindlich usw." beshcimpft wird.

Weil sich viele SVP-ler in der Öffentlichkeit immer fremdenfeindlich äussern.

Dann erklär mir aber mal, warum sie das als Beschimpfung empfinden? Leute, die freiwillig entschieden haben, fremdenfeindlich zu sein, sollten es doch nicht als Beschimpfung empfinden.

Ein FC-Basel-Fan findet es auch nicht als Beschimpfung, wenn im gesagt wird, dass er ein FCB-Fan ist. Er hat das ja selbst ausgrwählt.

Gruss

fritz

Ok, durch diesen Comment habe ich mich soeben entschieden, mich wieder aus dem Thread zu verabschieden.

Ich wollte eine friedliche, konstruktive Diskussion führen.. Ist aber anscheinend nicht mit allen möglich.. -.-

Diese nonsens-Comments haben mir einmal mehr bestätigt, dass ich die richtige Entscheidung bzgl. Abstimmung getroffen habe.

Freundliche Grüsse

Fruti aka. BlizZarD

[bin raus, [CloseD]]

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fritz.
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Fruti aka. BlizZarD wrote:

Die Schweiz wurde unattraktiv für die Muslime.. Und zwar für die strenggläubigen [diejenigen, die auch Muezzingebete unterstützen würden].

Meinst du wirklich, wegen einem Verbot für ein paar Türmchen, von denes es sowieso fast keine gab, werden weniger Moslems in die Schweiz kommen? Und dann auch noch die Strenggläubigen.... Genau die Fundamentalisten werden mit Verboten gestärkt. Alles was verboten ist, ist besonders interessant.

Und könntest du mir bitte noch den Begriff "Muezzingebete" erklären, ich versteh nicht, was das ist.

Gruss

fritz

Elias
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Fruti aka. BlizZarD wrote:

Auch ein nonsens-Comment, sry..

Das ist Deine Meinung.. Lerne also, die unsere zu akzeptieren und zu respektieren!!

Das ist keine Meinung. Es ist ein Faktum.

Mit dem Bauverbot wurde der Bau verboten.

Dem Bau von Minaretten wurde ein Riegel geschoben.

Mehr nicht.

Arbeitslose: Kein Antwort ist auch ein Antwort. Hätte mich auch gewundert, wenn da eine plausible Begründung mit dem Bauverbot gekommen wäre.

----

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Benjamin Franklin

wasup
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Minarett Initiative

Um es nochmals zu wiederholen, was ich einige Seiten vorher schon geschrieben habe, gibt es für mich drei wesentliche positive Aspekte, welche durch die Minarett-Initiative hervorgegangan sind:

-wurde das Thema, des Islams enttabuisiert und man spricht nun offen darüber! (bestes Beispiel ist dieses Forum hier)

-es ist ein Aufruf an Bern endlich etwas gegen die Problematik rund um die Islamisierung zu unternehmen und endlich härter durchzugreifen. Und wenn Bern das Volk nun endlich ernst nimt, dann könnten einige Punkte auf Offspring's Liste tatsächlich angegangen werden.

-es wird in naher Zukunft sicher keinen Muezzin geben! Ich verstehe nämlich nicht, wie man einfach so selbstverständlich sagen kann, dieser würde durch die Lämrschutzverordnung sowieso verhindert! Viele Leute gewichten die Religionsfreiheit ja jetzt schon höher anstatt zB unsere direkte Demokratie, ausserdem gehört ein begrenzter Teil der Religionsfreiheit zu den Menschenrechten, während die Lämrschutzverordnung nur ein Gesetz ist! Es wäre also durchaus vorstellbar, dass irgendwann unter dem Deckmantel der Religionsfreihet, der Muezzin gutgeheissen würde! (So nach der Argumentation: Unsere Kirchglocken leuten ja auch und ein Moslem könnte ja ohne Muezzin seinen Glauben nicht richtig praktizieren!)

Und @ fritz wieso jemand sich beleidigt fühlt, wenn man ihn als Fremdenhasser bezeichnet, ist nicht verwunderlich, oder?

Ich denke, die Wenigstens, welche die Initiative angenommen haben, hassen Ausländer oder Muslime. Es geht Ihnen mehr drum UNSERE Kultur zu wahren!

fritz.
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wasup wrote:

Und @ fritz wieso jemand sich beleidigt fühlt, wenn man ihn als Fremdenhasser bezeichnet, ist nicht verwunderlich, oder?

Ich denke, die Wenigstens, welche die Initiative angenommen haben, hassen Ausländer oder Muslime. Es geht Ihnen mehr drum UNSERE Kultur zu wahren!

Fruti aka. BlizZarD hat eine Frage betreffend SVP gestellt und ich habe diese Frage beantwortet. Und es ist Tatsache, dass sich immer wieder SVP-ler in der Öffentlichkeit fremdenfeindlich äussern. Und wer sich so äussert, sollte doch auch dazu stehen.

Auch viele Ja-Stimmern haben sich etwa so geäussert: "Diesen ***** haben wir es endlich mal gezeigt." Das ist fremdenfeindlich und ich akzeptiere deren Meinung.

Aber natürlich hast du Recht, dass dies nicht auf alle zutrifft, die Ja gestimmt haben. Das habe ich auch nie behauptet.

Gruss

fritz

wasup
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@fritz okey dann bin ich mit dir einig!

ich würde aber gerne die Diskussion auf einen anderen Aspekt lenken! Denn es wird so viel über diese Minarett Initiative diskutiert, obwohl sie eigentlich die Meisten gar nicht wirklich betrifft! Wenn wir hier mal ehrlich sind, braucht keiner, außer vielleicht ein paar wenige, fanatische Moslems unbedingt Minarette! Das größte Theater machen wir Schweizer (vorallem die ganz Linken) wieder selbst, was auch typisch für uns ist!

Der eigentliche Skandal ist ja, dass gewisse Politiker die Initiative für ungültig erklären wollen! Hier wird also ein Volksentscheid, der rechtmäßig zustande kam und mit einer großen Mehrheit angenommen wurde, in Frage gestellt! Ich finde, hier sollten sich die Stimmen erheben, egal ob sie für die Minarett Initiative waren oder dagegen, denn hier wird ein wirkliches Grundrecht, sogar unsere Demokratie in Frage gestellt! Es darf doch nicht sein, dass Am Ende nur noch Initiativen vors Volk kommen oder Resultate akzeptiert werden, wenn es den Herren Politikern auch passt?! Ich bin mal gespannt, was eure Meinungen hier zu sind!

Und es soll bitte jetzt niemand damit kommen die Initiative sei von Anfang an ungültig gewesen, denn erstens verletzt sie weder den Kern der Religionsfreiheit, noch den des Diskriminierungsverbots und zweitens wurde diese Initiative von Parlament und Bundesrat für gültig erklärt!

fritz.
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Minarett Initiative

wasup wrote:

...denn hier wird ein wirkliches Grundrecht, sogar unsere Demokratie in Frage gestellt! Es darf doch nicht sein, dass Am Ende nur noch Initiativen vors Volk kommen oder Resultate akzeptiert werden, wenn es den Herren Politikern auch passt?!

Da hast du Recht, jetzt wurde entschieden und es bleibt eine Weile so (bis es eine andere Abstimmung gibt). Die Frage, ob es rechtlich okay ist, hätte vorher abgeklärt werden müssen.

Trotzdem gibt es einen Widerspruch: Einerseits muss in einer Demokratie die Meinung der Mehrheit (diejenigen die abstimmen, die anderen sind selber schuld) respektiert werden.

Anderseits sollten solche Entscheide weder bestehenden Paragraphen widersprechen, noch den von der Schweiz unterzeichneten internationalen Konventionen.

Ausserdem soll eine Verfassungsänderung eindeutig sein, und das ist sie nicht. Die Frage, was denn jetzt ein Minarett ist und was nicht, wurde nie definiert.

Da wurden vor der Abstimmung grosse Fehler gemacht. Aber das nützt nichts mehr. Jetzt braucht es Lösungsvorschläge mit denen die tatsächlich vorhandenen Probleme gelöst werden können.

Gruss

fritz

mach3
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Tschüss Fruti

Danke für dein Engagement, ich darf dich hier noch einmal zitieren:

Ich bin stolz ein Schweizer zu sein und freue mich, dass das Volk diese Entscheidung herbeigeführt hat!

Alle diejenigen, die ihren Schweizer Pass verkaufen möchten, sich schämen oder ähnliches.. Die sollen doch auswandern, solche Leute brauchen wir eh nicht!!

Mann (oder Frau) Leute, habt ihr Zeit zum Schreiben..

Der Vogel war hier bis jetzt noch kein Thema?! Ich zieh mir jetzt grad sein neustes Video rein, salimi al kaugummi

wasup
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Minarett Initiative

Ich sehe es eigentlich genau so wie du. Wenn es irgendwann wieder eine Abstimmung zur Aufhebung des Minarett-Verbots geben sollte und diese dann angenommen wird, sind Minarette wieder halt wieder erlaubt! Das Gute an unserer Verfassung ist ja genau, dass wir sie ständig ändern können.

Obwohl das Minarett-Verbot in der Verfassung völlig am falschen Platz ist und schon fast lächerlich wirkt, bin ich jedoch der Meinung, dass es bestehende Paragraphen nicht unbedingt verletzt. Und wenn es nicht gerade die Kernelemente der Grundrechte/Menschenrechte betrifft, sollte man solche Paragraphen eher zu Gunsten des Volksentscheid anpassen!

Im letzten Punkt gebe ich dir wieder völlig recht! Die Initiative ist ziemlich schwammig, nicht eindeutig und wie oben schon erwähnt der Verfassungsstufe nicht würdig!

genau, alle sollten diesen Entscheid jetzt endlich akzeptieren und besser über Lösungsvorschläge diskutieren...

nschöne obig mitenand!

Mephist0pheles
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Minarett Initiative

Mein ultimativer Vorschlag ist eine Landesreform.

Politische Reform der Landesregierung (Bundesräte- Departemente- Direkt gewählt und besser aufgeteilt)

Reform im Gesundheitswesen, Pflege und Vorsorge

Reform im Bildungswesen (Meiner Meinung nach, bedarf es hier ein besseres Systehm, denn der Beste Integrationsansatz liegt in der Bildung.

Einer der Wichtigsten Punkte.

Reform im VBS

(Das Miliz Systehm soll ausgebaut werden und enger mit dem Gesundheitssystehm zusammenarbeiten. Humanitäre Einsätze im Aussland usw. Das Militär soll eng mit Zivilschutz- und Dienst zusammenarbeiten und sich mit dem Bildungswesen ergänzen.

Allgemeine Wehrpflicht auch für Frauen.

Dabei kann ein ganz neues Wehrpflichtssystehm erschaffen werden, das mit Pflege und Logistik zu tun hat. Es muss also nicht jeder mit einer Knarre herumdackeln, sondern es würde dann viele sinnvolle alternativen geben, die eng mit der Berufsfindung (z.B Praktika) oder Vorstudium zu tun haben.

Das in aller Kürze Smile

Dem könnte ich nun noch seitenweise Sachen hinzufügen Smile

Edith:

Früherer Genfer Moschee-Sprecher legt Beschwerde in Strassburg ein

15.12.2009 18:41

Hafid Ouardiri, früherer Sprecher der Moschee in Genf, hat beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg eine Beschwerde gegen das Schweizer Minarett-Verbot eingereicht. Es sei unvereinbar mit der Europäischen Menschenrechtskonvention.

Gleichzeitig mit seiner Klage in Strassburg schickte Quardiri einen Brief an den Bundesrat und an alle Mitglieder des Europarates. Der Genfer Jurist Pierre de Preux, einer von fünf schweizerischen, französischen und belgischen Anwälten, die Quardiri vertreten, bestätigte einen Bericht auf der Internet-Online-Seite des Westschweizer Fernsehens TSR.

Ouardiri ist der Ansicht, dass die Schweiz mit dem generellen und absoluten Verbot des Baus von Minaretten die Religionsfreiheit der Moslems beschränke. Das Verbot sei zudem diskriminierend, weil es nur für eine Religion gelte und nicht für alle.

Die Klage in Strassburg sei die "Antwort auf die Gewalt, welche die Initiative ausgelöst hat", sagte Ouardiri in der "Tagesschau" des Schweizer Fernsehens.

Diese Werte seien nicht verhandelbar, auch nicht durch das Volk, erklärte de Preux. Wenn das Strassburger Gericht seinem Klienten Recht gebe, könne das Minarett-Verbot in der Schweiz nicht vollzogen werden.

Der Genfer Jurist räumte gewisse Schwierigkeiten bezüglich der Akzeptanz der Klage ein. Der Präsident des Strassburger Gerichtshofs, Jean-Paul Costa, hatte Anfang Dezember vor den Medien in Brüssel erklärt, das Problem sei juristisch kompliziert.

Bevor sie nach Strassburg gelangen könnten, müssten allfällige Kläger alle juristischen Einsprachemöglichkeiten im eigenen Land ausgeschöpft haben. Aber es sei nicht möglich, das Bundesgericht wegen einer Volksabstimmung anzurufen.

(Quelle: SDA)

Für der, der warten kann, kommt alles mit der Zeit

cerberus
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Minarett Initiative

Folgende Feststellung eines Moslem ist mir aufgefallen:

Quote:

Was sagen Sie zum Minarettverbot in der Schweiz?

Ich bin gegen den Bau von Minaretten. Sie sind kein notwendiger Bestandteil unserer Religion. Ein Minarett ist nichts anderes als eine Verschönerung der Moschee. Das Geld, das für Minarette verschwendet wird, sollte besser in die muslimische Jugendarbeit gesteckt werden.

Aha. Klar, einfach und plausibel. Ganz im Gegensatz zu vielen postings auf den letzten Seiten.

Sollte auch für Minarett-Befürworter verständlich sein.

Der Moslem, der das sagt, heisst übrigens Pierre Vogel.

Genau, das ist der mit einer Einreisesperre belegten Radikal-Prediger.

http://www.blick.ch/news/schweiz/bin-gegen-bau-von-minaretten-minaretten...

Jeder der glaubt, dass die Börse nur noch steigen kann, ist entweder verrückt oder ein Bulle.

untouchable
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Ramschpapierhaendler wrote:

Fruti aka. BlizZarD wrote:
Muezzingeschrei ist erledigt, da es keine neuen Minarette mehr gibt!

Hatten wir vorher schon erledigt. Die Lärmschutzverordnung gibt's doch schon.

sorry wenn ich nochmals darauf zurückkomme aber mit der Lärmschutzverordnung ist für mich nichts geregelt. Das heisst nicht mehr oder nicht weniger dass nachts kein Lärm gemacht wird. Unter Tag das heisst von morgens bis abends müssen wir uns das ganze unter umständen gleich anhören. Warum? Weil die Kirche das auch darf. Gleiche Spiesse für alle bitte, wie es die Minarett-Befürworter verlangen. Das wäre irgendwann die Konsequenz daraus wenn wir nicht auf die Christliche Tradition in der Schweiz beharren. Stimm mich mit Fakten um bitte wenn ich falsch liege.

wie bereits erwähnt ich bin konfessionslos und mich nervt Kirchengebimmel genau so. habe 10 jahre neben einer kirche gewohnt und ich sag ganz ehrlich ich geniesse die Ruhe heute. Denn es geht einfach auf den Senkel wenn man auf der Pergola sein Buch liest und von alledem nichts hält. Das heisst nicht ich respektiere die Glaubensgemeinschaft nicht, wie bereits erwähnt wäre mir auch das Minarett schnuppe gewesen. Aber ich bin nicht unglücklich über den Entscheid weil man allgemein den Religionen Schranken geben muss. Viele können damit umgehen, einige wenige aber gar nicht.

Ich persönlich bin einfach gegen jegliche unnötige Emission und Imission die einen Dritten stört denn davon haben wir wirklich schon genug.

fritz.
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Minarett Initiative

cerberus wrote:

Folgende Feststellung eines Moslem ist mir aufgefallen:

Quote:

Was sagen Sie zum Minarettverbot in der Schweiz?

Ich bin gegen den Bau von Minaretten. Sie sind kein notwendiger Bestandteil unserer Religion. Ein Minarett ist nichts anderes als eine Verschönerung der Moschee. Das Geld, das für Minarette verschwendet wird, sollte besser in die muslimische Jugendarbeit gesteckt werden.

Aha. Klar, einfach und plausibel. Ganz im Gegensatz zu vielen postings auf den letzten Seiten.

Sollte auch für Minarett-Befürworter verständlich sein.

Der Moslem, der das sagt, heisst übrigens Pierre Vogel.

Genau, das ist der mit einer Einreisesperre belegten Radikal-Prediger.

Dies ist eine Meinung von vielen. Jeder soll doch mit seinem Geld machen, was er will.

Dieser gleiche Typ hat sich aber vehement gegen das Verbot geäussert. Ich nehme mal an, er meint das so: "Ich bin gegen den Bau von Minaretten, weil es Geldverschwendung ist, aber ich bin auch gegen ein Verbot, weil es sinnlos ist und keine Probleme löst."

Das ist ja bekanntlich auch meine Meinung, das heisst aber nicht, dass ich ansonsten irgendwelche Sympathien für diesen Vogel zeige. Er wird ja als Hassprediger dargestellt, ob das stimmt, weiss ich nicht.

Wenn es stimmt, muss man natürlich auch seinen Hinweis auf die muslimische Jugendarbeit in einem anderen Licht anschauen.

Mit solch einer Jugendarbeit wird natürlich oft versucht, schon Kinder auf den "richtigen" Weg zu bringen, der dann aber in vielen Fällen der falsche ist.

Ich würde also dieser Aussage von Vogel keine allzu grosse Bedeutung geben. Seltsamerweise freuen sich gerade die Minarettgegner an solchen Aussagen und geben sie daher, wie wenn das die Meinung der Mehrheit von Moslems sei.

Geldverschwendung finde ich auch keine gute Begründung für ein Verbot. Ansonsten müsste man auch Luxusautos, Yachten, Casinos, Lotterien, etc. verbieten und das Geld für "gute Zwecke" verwenden.

Ich bin grundsätzlich gegen Verbote, ausser diejenigen, die eben wirklich notwendig sind. Schon als Kinder haben uns alles besonders Spass gemacht, wenn es verboten war. Mit Verboten wird oft das Gegenteil davon erreicht, was es bezweckt.

Gruss

fritz

Elias
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Wer zweimal in ein Loch fällt, ist blind

Pierre Vogel kann dank der Minarett-Abstimmung auf sich aufmerksam machen und die SVP kann es wieder als Munition brauchen.

Heute in der NZZ

Quote:

Die wiederkehrende Angst vor den Fremden

Viele Muster der gegenwärtigen Ausländerdebatte sind nicht neu

Die Heftigkeit, mit der gegenwärtig über die Ausländer in der Schweiz diskutiert wird, erstaunt viele. Doch ein Blick zurück zeigt, dass sich bereits vor 100 Jahren ähnliches abgespielt hat, wie wir es heute erleben.

Die Schweiz wird gegenwärtig von einer heftigen Debatte zur Ausländerpolitik erfasst. Überfremdungsängste machen die Runde, Diskussionen um Assimilation und Integration werden geführt, und die Personenfreizügigkeit wird in Frage gestellt. Vieles davon hat die Schweiz bereits mehrfach erlebt, sowohl in der Thematik wie auch in der Heftigkeit der Debatten, wie ein Blick um Jahrzehnte zurück zeigt.

1910 wie 1967

Die Schweiz wies im Jahr 1910 bei einer ständigen Wohnbevölkerung von 3,8 Millionen Menschen einen Ausländeranteil von 14,7 Prozent aus – ein Wert, der später erst wieder im Jahr 1967 erreicht wurde. Die Deutschen waren die grösste Gruppe unter den Ausländern, deren Zahl stieg zwischen 1860 und 1910 von 47'792 auf 219'530. Damit war deren absolute Zahl etwa gleich gross wie Ende 2007.

Ähnlich wie heute arbeiteten die Deutschen in eher gut qualifizierten Berufen. Sie waren in grosser Zahl als Dozenten an Schweizer Universitäten beschäftigt, arbeiteten als Handwerker in Städten oder betätigten sich mit ihrem Know-how am Aufbau der Schweizer Industrie. Zudem waren viele Firmen in der Schweiz von deutschem Kapital abhängig. Hochdeutsch war in gewissen Schichten weit verbreitete Umgangssprache.

Deutscher Aufbau von Schweizer Gewerkschaften

Die deutschen Arbeiter waren überdies massgeblich am Aufbau der Schweizer Gewerkschaften beteiligt. In etlichen Arbeitnehmerverbänden bildeten sie sogar die Mehrheit, da die Schweizer Arbeiter damals vor allem in Grütlivereinen organisiert waren. Mit dem Einzug der Deutschen hielten auch militantere und radikalere Kampfmethoden Einzug. Arbeiterführer Robert Grimm berief sich oft auf die gut und in grosser Zahl organisierten Deutschen, wenn er von den Gewerkschaften als «Treibriemen der Revolution» sprach.

Dank bilateralen Verträgen mit vielen Staaten war der Grenzübertritt damals für fast 100 Prozent der Ausländer problemlos möglich. Fast alle Ausländer in der Schweiz kamen vor dem ersten Weltkrieg aus den Nachbarländern, die meisten von ihnen stammten aus dem grenznahen Gebiet. Man spricht deshalb in diesem Zusammenhang eher von einer regionalen als von einer internationalen Wanderung.

Eine vollkommen andere Kultur

Während die Integration von Deutschen, Franzosen und Arbeitern aus Österreich-Ungarn in der Regel problemlos gelang, führte die Einwanderung der Italienern zu grösseren Problemen. Zahlenmässig stellten sie kurz vor dem Ersten Weltkrieg eine annähernd so grosse Gruppe wie die Deutschen. Doch im Gegensatz zu den meisten Deutschen waren sie meist mit Schaufel und Pickel ausgerüstet und auf Baustellen anzutreffen. Sie waren massgeblich am Bau der grossen Eisenbahntunnels und der um die Jahrhundertwende schnell wachsenden Städte beteiligt.

Die italienischen Immigranten hatten auch in ihrer Heimat oft zu den untersten sozialen Schichten gehört. In der Schweiz entstand dadurch eine «Unterschichtung» der ansässigen Arbeiterklasse. Das führte unweigerlich zu Reibungen und Problemen im Alltag. Bald war die Rede von Überfremdung – die Italiener könnten sich in der Schweiz nie integrieren, die Kultur der südlichen Nachbarn sei niemals vereinbar mit der eigenen, hiess es mahnend.

Verfolgung von Italienern

Zweimal entluden sich die Anspannungen in grösseren gewalttätigen Auseinandersetzungen. 1893 gingen in Bern gut 50 arbeitslose, einheimische Bauhandlanger gegen italienische Bauarbeiter in Aussenquartieren vor und verprügelten sie wegen angeblicher Lohndrückerei. Die Polizei nahm 14 Angreifer fest und sperrte sie im Käfigturm ein, worauf sich eine grössere Arbeitergruppe mit ihnen solidarisierte. Die Ansammlung konnte erst mit Hilfe von Armee-Einheiten aufgelöst werden. Der Vorfall ging als «Käfigturmkrawall» in die Geschichte ein.

Drei Jahre später kam es im Zürcher Quartier Aussersihl zu einem mehrtägigen Krawall, bei dem sich aufgestaute Frustration unter der Schweizer Arbeiterschaft an den Italienern entlud. Auslöser war ein Streit, bei dem ein italienischer Bauarbeiter einen Elsässer niedergestochen hatte. Die Schweizer verfolgten die Italiener in grosser Zahl, viele der Immigranten flohen in die umliegenden Wälder. Der Italienerkrawall kam ohne ideologische Basis aus und entwickelte spontan eine Eigendynamik. Historiker gehen heute von einem Ausdruck einer Modernisierungskrise aus, an dem sich auch fremdenfeindliche Motive ablesen lassen.

Doch die beiden Gewaltausbrüche waren nur die Spitze des Eisbergs. Im Alltag kam es immer wieder zu Konfrontationen der Bevölkerung mit den italienischen Arbeitern. Immer wieder hiess es, dass bei den Immigranten aus dem Süden die Messer locker sitzen, wenn es darum geht, Konflikte auszutragen. Beklagt wurde auch, dass die Italiener Früchte und Gemüse von den Feldern stehlen würden und sich nicht an die hiesigen Gepflogenheiten halten.

Leben in Baracken

Die Italiener lebten oft in einfachsten und ärmlichen Verhältnissen. Dies war zum einen eine Folge der Sparsamkeit der Immigranten, die möglichst viel Geld in ihre Heimat schicken wollten. Sie waren aber auch Opfer der Spekulationen einheimischer Immobilienbesitzer. In engsten Wohnverhältnissen wurden viele junge Italiener gepfercht – oft unter lamentablen sanitarischen und gesundheitlichen Bedingungen. Bald machte das geflügelte Wort «italienisch schlafen» die Runde. Zwei oder sogar drei junge Männer teilten sich dasselbe Bett, was dank Schichtarbeit möglich war.

Wenn derzeit vor Parallelwelten gewarnt wird, so war man diesen vor 100 Jahren wahrscheinlich wesentlich näher als heute. Tausende von Italienern lebten in Barackendörfern in der Nähe von Tunnel-Grossbaustellen. Solche Dörfer standen beispielsweise in Naters, in Kandersteg, in Grenchen oder etwa in Trimbach bei Olten. Auf engstem Raum wurden meist ohne Plan Holzhäuser errichtet, um die Mineure unterzubringen. Nicht selten standen die Häuser schneller als deren Erschliessung. Fehlende Sauber- und Abwasserleitungen führten zu Durchfallkrankheiten, mangelhafte Isolierungen der Bretterbuden zu schweren Erkältungen.

Rechtsfreie Räume

Die Barackendörfer waren kleine, in sich funktionierende Siedlungen mit Wirtshäusern, Einkaufsläden, Poststellen und kulturellen Einrichtungen. Die Betreiber dieser Einrichtungen waren meist selbst Italiener, die mit den Arbeitern zusammen von Grossbaustelle zu Grossbaustelle zogen. In den Barackendörfern galten eigene Regeln, die lokalen Behörden schienen oft überfordert zu sein. Es ist deshalb nicht erstaunlich, wenn die Bevölkerung über die Barackensiedlungen als rechtsfreie Räume klagte. Zugleich war man fasziniert von der neuen, bis anhin unbekannten Lebensart.

Dank bilateralen Verträgen reichte es den Einreisewilligen aus den Nachbarstaaten, für die Einreise an der Grenze einen Personalausweis vorzuweisen. Für die Niederlassungsbewilligungen waren die Kantone zuständig, zu Ablehnungen kam es höchst selten. Der Druck der Wirtschaft auf Bund und Kantone war nicht unerheblich, der Durst nach billigen Arbeitskräften fast nicht zu stillen.

Ausschaffungen als Regulativ

Mit der Möglichkeit der Ausschaffung hatten Bund und Stände jedoch ein Regulativ in der Hand, von dem grosszügig Gebrauch gemacht wurde. Unter dem Titel «administrative Ausweisung» folgte eine lange Liste: «Landstreichereien, Vaganität, Betteln, Schriftenlosigkeit, verdächtiges Benehmen, fehlende Ausweisschriften, Subsistenzlosigkeit, Vorstrafen, Gemeingefährlichkeit» wurden als Gründe für eine Wegweisung herangezogen. Im Visier des Bundes waren insbesondere politisch aktive Ausländer, während die Kantone vor allem Immigranten auswiesen, die armengenössig wurden.

Vor dem Ersten Weltkrieg erreichten die Klagen wegen drohender «Überfremdung» ihren Höhepunkt. Schwarzmaler rechneten aus, dass die Schweizer in ihrem eigenen Land bald in der Minderheit sein würden. Gleichzeitig jedoch wuchs auch die Einsicht, dass die italienischen Arbeiter ja von Schweizer Arbeitgebern geholt wurden. Denn viele Schweizer seien sich zu schade, auf den Baustellen zu arbeiten und sich die Finger schmutzig zu machen. Der Erste Weltkrieg und die anschliessende nachlassende Konjunktur führten dazu, dass die Ausländerzahlen stark zurückgingen und erst ab den 50-er Jahren wieder anstiegen.

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Bullish
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Re: Wer zweimal in ein Loch fällt, ist blind

Elias wrote:

Pierre Vogel kann dank der Minarett-Abstimmung auf sich aufmerksam machen und die SVP kann es wieder als Munition brauchen.

Ja, ein Paradebeispiel, wie sich 2 Extrempositionen ein Spielfeld aufbauen.

Elias
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Ein Gedicht

Der Schweizer ist die Türmchen leid

und auch das bodenlange Kleid,

den Schleier vorm Gesicht -

all das will der Schweizer nicht.

Der Schweizer will kein Minarett,

der Schweizer will nur eins: Raclette.

Wer so lang' isoliert gehaust,

auf Berg', in Schluchten, sturmdurchbraust,

entwickelt einen einfach' Sinn

und mehr als Käse heizen ist nicht drin.

Hätte Zwingli das geahnt

dann hätte er die Schweiz gemahnt

der Muslim wird zum Islamist,

der Christ belibt einfach wie er ist.

Und vom Dome schallt es schön,

das glockenschwere Christgedröhn,

durch fast minarettenfreies Land

in kas'geschmolznem Trachgewand

und über'm Lande lieget nur

der Duft von heissem Romadur.

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Elias
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Minarett Initiative

Quote:

Die Schlammschlacht im Cyberspace

Nach dem Minarettverbot werden im Internet immer mehr Attacken unter der Gürtellinie geritten. So stellte das SVP-nahe Informationskomitee «Pikom» ein Video mit antimuslimischer Verschwörungstheorie auf seine Seite, während anonyme Aktivisten SVP-Jungpolitiker Lukas Reimann in den Dreck ziehen.

http://m.20min.ch/de/front/29863868/Die-Schlammschlacht-im-Cyberspace

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Elias
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Minarett Initiative

Quote:

Süsser die Minarette nie leuchten...

Es glänzt und glitzert überall – Weihnachten steht definitiv vor der Tür. Und wo besinnliche Menschen ihre Häuser schön mit Sternen und Engeln dekoriert haben, wird das malerische Bild ganz plötzlich gestört: In Zürich sollen tatsächlich leuchtende Minarette das Fest einläuten.

http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/archiv/2009/12/22/schweiz/suesser_di...

Wer hat's erfunden? ein Schweizer

Und wer genau? Zürcher Fotograf Robert Huber

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Denne
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Minarett Initiative

Islamischer Rechtsgelehrter will Weihnachtsfeste verbieten =

Bern (sda) Ein sunnitischer Prediger fordert ein

Verbot des Weihnachtsfestes in islamischen Ländern.

Dieses verstosse gegen den islamischen Glauben,

argumentiert der Leiter eines islamischen

Forschungszentrums Doha (Katar). In Europa würden ja

auch Minarette verboten.

Pegasus
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Aufklärung für links-grüne Antidemokraten -

- kann nichts schaden, resp an alle "Schlafwandler";

http://hpd.de/node/8365

- "Ideologien des Islamismus", ein ideales Weihnachtsgeschenk

8)

.

So wie einem das Licht nicht ohne die Dunkelheit bewusst würde, so gibt es keine Situation, in der nicht etwas POSITIVES zu entdecken wäre.

Frei nach I Ging

Elias
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Minarett Initiative

Aufklärung für links-grüne Antidemokraten.....

Warum nur für die?

Was ist mit den rechts-braunen Antidemokraten?

Hier mal etwas für alle: http://www.youtube.com/watch?v=UZe4LzAG1lA

Wirkt ausgezeichnet gegen die im Fussvolk weit verbreitete "vorauseilende Angst" (ugs. Präventivparanoia)

Preisfrage: wer ist bei uns der OCHSENSEPP :?:

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arunachala
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Minarett Initiative

pegasus, sag nicht im ernst, dass du so zeugs liest! der korrekte titel übrigens:

Kontinuität und Wandel in der Ideologie des Jihadi-Salafismus.

Eine ideentheoretische Analyse der Schriften von Abu Mus’ab al-Suri, Abu Mohammad al-Maqdisi und Abu Bakr Naji.

hut ab, hut ab, fachlektüre über den salafismus ...

an dieser stelle auch von mir noch ein buchtip für kapitalistische antidemokraten wie auch antikapitalistische demokraten (oder so):

«vermessung der utopie. ein gespräch über mythen des kapitalismus und die kommende gesellschaft» (raul zelik/elmar altvater).

achtung, altvater ist marxist ...

huch, marx trug ebenfalls einen bart. fidel castro. osama bin laden. jesus christus. orthodoxe juden, strenggläubige muslims, alles bartträger. vielleicht sollte man eben doch ...

danke elias für gerhard polt, doch keine ahnung wer der ochsensepp ist. hats was mit weihnachten zu tun? josef?

seid schlang wie die klugen und schlug wie die klangen. (kasimir 487)

Elias
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Minarett Initiative

arunachala wrote:

huch, marx trug ebenfalls einen bart. fidel castro. osama bin laden. jesus christus. orthodoxe juden, strenggläubige muslims, alles bartträger. vielleicht sollte man eben doch ...

.... was? Die Subventionen kürzen?

arunachala wrote:

doch keine ahnung wer der ochsensepp ist. hats was mit weihnachten zu tun? josef?

Unser OCHSENSEPP .... is giving simpel answers to wery simpel kwestschens (ab 4 Min 05)

http://www.youtube.com/watch?v=IXH7iFj5f_4

Er träumt bei uns noch von 40% Wähleranteil und irgendwann also from the absolute majority.

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mach3
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Was uns Kultursubvention bringt.

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Stadtrat-laesst-Halbmond-der-R...

Marcel Klima

24.12.2009, 13:20 Uhr

Kommentar meldenImmer wieder erstaunlich für was die Steuergelder verwendet werden. Der staatlich unterstützte Subventionsempfänger Rote Fabrik macht sich stark gegen einen der Volksentscheid und verprassen dabei die Steuerfranken der Bevölkerung die für die Initiative gestimmt haben.

@Elias, der rechts (wie könnte es anders sein..) im Bild ist doch Roger Köppel bei seiner Auszeit vor der Weltwoche!

mach3
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Paul Suter

23.12.2009, 21:51 Uhr

Kommentar meldenEs erstaunt, widert an und fasziniert zugleich, dass ausgerechnet die Linken und Grünen sich mit dem Islam verbünden, dieser reaktionärsten aller Religionen.

Kann mir jemand erklären, was reaktionär heisst? Habe die 68er Bewegung nicht mitgemacht.. :cry:

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