Minergie & Wärmepumpen

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16.04.2011 12:02
#1
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Minergie & Wärmepumpen

Nachdem von anderen soviel Unsinn zum Thema Minergie gepostest wurde, ist es an der Zeit, ein separates Thema dazu eröffnen.

Minergie alleine sagt nichts über den Stromverbrauch aus noch über die Art und Weise, wie das Haus warm gehalten wird. Wer sich unabhängig von "Experten" zum Thema schlau machen will:

Quote:

MINERGIE® ist ein Qualitätslabel für neue und modernisierte Gebäude.

http://www.minergie.ch/

Quote:

Wärmepumpen sind Stromschleudern!

Diese Geräte werden teilweise auch bei Null-Energiehäusern bzw. Minergie-A-Häusern eingesetzt. Wer so was behauptet, hat von der Materie soviel Ahnung, wie ein 0-Energie-Haus an Energie verbraucht

Quote:

MINERGIE-P ist die Fortsetzung und Verfolgung des Weges der 2000-Watt-Gesellschaft. MINERGIE-P ® bedingt ein eigenständiges, am niedrigen Energieverbrauch orientiertes Gebäudekonzept. Das Gebäude soll dabei integral, das heisst von der Gebäudehülle über die Haustechnik bis zu der Lage der Sanitärräume, beurteilt werden. Bestehende Bauweisen sollen beibehalten werden, wobei die verschiedenen Bauteile stark auf das thermische Verhalten, statisch sowie dynamisch beurteilt werden. Träger ist wie beim Minergiestandard der Verein Minergie. Der Minergie-P-Standard entspricht in etwa dem des Passivhauses in Deutschland.

http://de.wikipedia.org/wiki/Minergie-P

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26.09.2012 16:11
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Versteckte Solarpanels

....Die vorne aufgesetzten Blenden sind Schabernack und werden sich wohl kaum durchsetzen.


Das war mein Verdacht. Damit sind wir einer Meinung!


Ich melde mich wieder im November 2012, da sollen ja die Panels verfügbar sein, evtl. auch Messdaten.


Besten Dank und freundliche Grüsse


 


 


 

26.09.2012 06:42
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energycalculator hat am 25.09.2012 - 21:21 folgendes geschrieben:

Dass die Lochblende nicht förderlich für die Leistung ist, wurde ja nie bestritten. Nicht mal vom Hersteller.


Das sehe ich leider ganz anders. Im Gegenteil im Cash Video vom 3. Juni 2012 (Zeitfenster - 14:40 bis -14:00 / 26:37):


 - ist die Montage der Solarpanels mit Lochblende zu sehen (Schätzung ca. 10 m2 auf Balkonbrüstung),

 

Ab 12Min.20Sek. Originaltext und im Video klar zu sehen:

 

"Das Panel ist von hinten verkleidet, von vorne erkennt man es kaum"

Und ab der 15 Minute wird gezeigt, wie die Leistung wegen der Abdeckung zurückgeht, wie sie aber im Vergleich zu herkömmlichen Panels immer noch besser ist.

 

Ich weiss nicht worauf du hinaus willst. Ich attestiere dir, dass deine Berechnungen wie auch der erkannte Leistungsverlust korrekt sind.

Die vorne aufgesetzten Blenden sind Schabernack und werden sich wohl kaum durchsetzen. Viel wichtiger ist doch nach meiner Meinung die bessere Leistung der Panels. Und die Aussicht, dass die Leistungen der Panels noch weiter zunehmen werden.

 

 

 

 

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25.09.2012 21:21
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versteckte solarpanele

Dass die Lochblende nicht förderlich für die Leistung ist, wurde ja nie bestritten. Nicht mal vom Hersteller.


Das sehe ich leider ganz anders. Im Gegenteil im Cash Video vom 3. Juni 2012 (Zeitfenster - 14:40 bis -14:00 / 26:37):


 - ist die Montage der Solarpanels mit Lochblende zu sehen (Schätzung ca. 10 m2 auf Balkonbrüstung),


 - wird im Kommentar erwähnt, dass damit der Halbjahresstrombedarf der Wohnung gedeckt wird.


Ich schätze den Halbjahresstrombedarf für Haushalt / Wohnung (2 Pers.) bei ca. 1'250 kWh ein (bzw. Jahresstrombedarf ca 2'500 kWh). Der Ertrag der ca. 10 m2 Panels mit Lochblende liegt, meiner früheren Schätzung zufolge, aber nur bei ca. 410 kWh / Jahr.


Ich habe leider keinerlei Aussagen zum Thema Ertragsminderung durch die Lochblenden gefunden, auch nicht vom Hersteller!


Übrigens: für die o.g. Strommenge kann man ja auch 3-mal weniger Panels (ohne Lochblende) aufstellen: heisst 3-mal billiger und die ca. 3 m2 wären dann "fast unsichtbar".


Die Idee der Schrägstellung (Genehmigung vorausgesetzt) der Panels an Balkons finde ich gut: damit lässt sich eindeutig mehr Energie aus den Panels rausholen. 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


  

25.09.2012 12:39
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Dass die Lochblende nicht förderlich für die Leistung ist, wurde ja nie bestritten. Nicht mal vom Hersteller.

An einigen Häusern in meiner Umgebung wurden die Panele an den Balkonen nicht vertikal, sondern schräg angebaut. Andere haben sie auf den Flachdächern A-förmig in Ost-West-Ausrichtung aufgestellt.

Ich persönlich warte sowieso noch eine Weile ab. Die Dinger werden leichter, dünner, farbiger, leistungsstärker,  billiger

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25.09.2012 11:44
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versteckte solarpanels

Also ich versuch's nochmals:


 - Solarpanels liefern Strom wenn sie mit Licht (möglichst gleichmässig) bestrahlt werden


 - das Vorschalten einer Lochblende verringert den Lichteinfall und somit die Stromproduktion.


Am Beispiel der im TV-Beitrag gezeigten Balkonbrüstung:


Fläche geschätzt 10 m2 / Füllfaktor ca. 80 % / Zellenfläche ca. 8 m2 / Modulwirkungsgrad 17 % / Bei idealem Einfall von Licht (1'000 W / m2) ergibt sich eine Peakleistung von 1'360 W elektrisch. In unseren Breitengraden produziert diese Anlage typischerweise ca. 1'360 kWh elektr. / Jahr oder ca. 55 % des jährlichen Stromverbrauchs eines Haushaltes (Annahme: 1 Haushalt verbraucht ca. 2'500 kWh Strom pro Jahr. Annahme ist eher tief)


Nun wird eine Lochblende vorgelagert: da die Lochgrösse nicht exakt verfügbar ist, schätze ich 30 % Löcher und 70 % Metall (absorbierend und/oder in die Natur reflektierend). Das Ergebnis ist ernüchternd: Die Anlage produziert dann ca. 410 kWh / Jahr oder ca. 16 % des jährlichen Stromverbrauches eines Haushaltes.


Die Anlage beinhaltet, bis auf die vorgelagerte Lochblende, die gleiche Hardware und ist somit teurer (Preis für Produktion, Transport, Installation der Abdeckung). Als "Geschenk"     s i n k t   die Stromproduktion um     7  0  % .  Das ist doch pure Verschwendung.


Zusatzbemerkung: der (im Prospekt ausdrücklich nicht garantierte) um 22% höhere Energieertrag ist willkommen, kann aber höchstens die (durch den nicht optimalen, vertikalen Einbau der Panele verursachte) Ertragsminderung kompensieren.


 


 


  


 


 


                                         


 


 


 

24.09.2012 16:55
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energycalculator hat am 24.09.2012 - 16:03 folgendes geschrieben:

Ich frage mich wie stark der Energieertrag vermindert wird, da die abgeschatteten Teile des Solarmoduls gar kein Strom liefern.


Wie wurden die hohen, in der Fernsehsendung angekündigten, Jahreserträge ermittelt und wurde der Transmissionsgrad der Lochblende vielleicht vergessen ?

Die Leistungsangaben zum Fine Energy Modul Indach/Balkon stehen derzeit noch aus. Die Fine Energy wird die Angaben zur Modulleistung bekanntgeben, sobald die Tests dazu abgeschlossen sind.

 

Quelle: http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0CDUQF...

 

Wie im Beitrag auch zu sehen ist, würde vom Markt ein transparenter Panel bevorzugt.

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=721785A0-0EFA-4AF0-8677-98D4D8E08D...

Es gibt auch farbige Kollektoren http://www.photovoltaik-web.de/module/sondermodule/farbige-bunte-oder-ei...

 

Das interessante für mich ist die Leistungssteigerung.

 

 

 

 

 

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24.09.2012 16:03
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minergie & wärmepumpen (versteckte solarpanels)

Die Solarpanels sind also  H I N T E R  der Hausfassade montiert oder wie im Video zu sehen hinter einer Lochblende (mit mehr oder weniger oder sogar keine Löchern).


Ich frage mich wie stark der Energieertrag vermindert wird, da die abgeschatteten Teile des Solarmoduls gar kein Strom liefern.


Wie wurden die hohen, in der Fernsehsendung angekündigten, Jahreserträge ermittelt und wurde der Transmissionsgrad der Lochblende vielleicht vergessen ?


 


 


 


 


 


 

09.06.2012 19:05
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Interessantes Posting. Vor allem auch deshalb, weil ich derzeit unter anderem für eine Firma tätig bin, die im Bereich "Solarpanel" arbeitet.
Ein Fragezeichen setze ich beim Einfallswinkel, wonach bekanntlich die Energieausbeute optimal ist, wenn die Sonne 90° auf das Panel trifft und entsprechend schlechter, wenn nicht.

Aber genau deshalb ist diese Methode mit den Solarpanels an Hauswänden interessant: Während im Sommer - wo wir am wenigsten Energie verbrauchen - die Sonne 60-65° über den Panels steht und optimal Energie liefern kann, wenn die Dächer nach Süden ausgerichtet sind und einen entsprechenden Winkel aufweisen, steht die Sonne im Winter bei 13°-18° und liefert demnach an den nach Süden ausgerichteten Wänden gute Energie. (Zumindest besser als auf Dächern).

Sprich: Wenn man die Energieeffizienz in kWh über das ganze Jahr bemisst, sind Dächer besser. Aber wenn man sie bemisst nach dem Zeitpunkt, wo man am meisten Energie benötigt (Winter) ist die Version mit den Wänden zumindest interessant!

09.06.2012 16:09
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Minergie A / Plusenergiehaus

Eine kleine Schweizer Firma hat eine grosse Idee: Sie montiert Solarpanels nicht auf dem Dach, sondern versteckt sie ganz elegant hinter der Hausfassade. Genug Strom produzieren die Panels auch mit dieser Methode noch. Ganz neue Aussichten für das Solargeschäft. Doch mit der guten Idee auch Geld zu verdienen ist nicht ganz einfach.

http://www.cash.ch/cashtv/

 

Bis 22% mehr Ertrag als mit herkömmlichen Solarpanels. Firma Fine Energy

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18.06.2011 09:50
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Minergie & Wärmepumpen

Quote:

Haustechnik – Die mechanische Belüftung ist in einem dicht gebauten Minergiehaus Pflicht. Genauso wichtig wie die Lüftungsanlage selber sind aber deren Kontrolle sowie die Reinigung.

Ein Wohnhaus mit Minergiezertifikat ist immer gut gedämmt und bürgt daher für einen äusserst geringen Energieverbrauch. Das Gebäudelabel ist aber auch auf eine einwandfreie Qualität der technischen Systeme ausgelegt. Mängel können sogar zum Widerruf der Auszeichnung führen. Daniel Fuchs von der Minergie-Agentur Bau weiss von einem Extremfall, bei dem die Wohnungslüftung den üblichen Ansprüchen nicht genügte: «Die Aussenluftfassung befand sich in einem unterirdischen Schacht, weshalb die einströmende Luft dauernd mit Schadstoffen und Keimen belastet war. Eine solche Fehlleistung konnten wir nicht belohnen.» Die mechanische Belüftung ist im dicht gebauten Minergiehaus aber Pflicht: Sie sorgt für den ständigen Luftwechsel, um Schäden am Gebäude zu verhindern und die Behaglichkeit für die Bewohner sicherzustellen. Ausserdem wird ein unnötiger Wärmeabfluss umgangen, weil das Lüften von Hand entfällt. Trotzdem sehen sich viele Bauherrschaften in Bezug auf das installierte Belüftungssystem vor Problemegestellt; häufig werden etwa Strömungsgeräusche oder Zuglufterscheinungen moniert. Dagegen bleibt die mangelhafte Qualität der einströmenden Luft sehr oft unerkannt. Bauschutt, Plastik, Gips- und Maurerrückstände oder sogar Essensreste, die trotz Bauabnahme in den Lüftungsrohren liegen bleiben, sind nämlich keine Seltenheit. Die Endreinigung wird in vielen Fällen vergessen. Erst der überraschende Staub in der neuen Wohnung deckt den Missstand auf. Tatsächlich wird den hygienischen Aspekten einer Wohnungslüftung nur Beachtung geschenkt, wenn der Befund eines Profis vorliegt.

Ronny Struchen, Geschäftsführer der Reby Lüftungshygiene AG, empfiehlt daher dringend, die Lüftungsanlage vor der erstmaligen Inbetriebnahme hygienisch zu kontrollieren. «Zusätzlich sollten sich Haus- oder Wohnungseigentümer von den Installateuren über den Unterhalt der Lüftung gut instruieren lassen.» Zu oft würden Bauherrschaften damit alleine gelassen, stellt Struchen fest. Die Firma ist auf die Reinigung von Komfortlüftungen in Einfamilienhäusern spezialisiert und spürt nicht nur eine Zunahme der Anfragen, sondern auch eine gewisse Verunsicherung bei den Hausbesitzern.

Kontrolle mit Kanalfernsehen

Dass neue Anlagen mit mangelhaften Filtern ausgerüstet sind, ist ein regelmässiger Befund. Und die wenigsten wüssten, wie diese auszutauschen sind, so Struchen. Als typischer Problemfall werden bei Inspektionen auch die Lufterdregister erkannt, die zur Kühlung respektive Aufwärmung der einströmenden Luft dienen. «Immer wieder finden wir stehendes Kondenswasser, was eine unerwünschte Quelle für Mikroorganismen oder Pilzsporen ist», erklärt Reby-Geschäftsführer Struchen. Sich ein genaues Bild über den Zustand der Lüftungsanlage zu machen, braucht jedoch nur wenig Zeit: Die Sauberkeit der Lüftungsrohre lässt sich mit Kleinkameras in einem halben Tag erkunden, und Oberflächenproben werden in einem externen Labor hinsichtlich von Keimkolonien sowie Schimmelpilz analysiert. Die Begehung vor Ort dient zusätzlich dazu, den grundsätzlichen Zustand der Lüftungsanlage, die Lage der Aussenluftfassung sowie mögliche Schmutzquellen wie stark befahrene Strassen abzuklären. Allfällige Reinigungen erfolgen meistens mechanisch; Desinfektionsmittel werden nur in zwingenden Fällen eingesetzt. Im industriellen Bereich können die Kanäle durch eine UVC-Bestrahlung entkeimt werden. Schlimmstenfalls sind jedoch ganze Anlagenteile zu ersetzen.

Unterhalt alle zwei bis drei Jahre

Ebenso, wie für die Luftqualität Hygienestandards gelten, sind die Lüftungsanlagen einheitlich nach verbindlichen Branchennormen zu kontrollieren. Die Richtlinie «VA 104-01» des Schweizerischen Vereins von Gebäudetechnik-Ingenieuren SWKI bildet die Grundlage, worauf sich auch die Reinigungsempfehlungen der Minergie-Agentur stützen (siehe Kasten). Entsprechend sei die mechanische Belüftung in einem Einfamilienhaus nach der Anfangskontrolle jeweils alle zwei bis drei Jahre zu inspizieren. Dies wirkt sich positiv auf die Luftqualität aus und vor allem auch auf den Wirkungsgrad: Verschmutzte Abluftkanäle erhöhen den Strömungswiderstand und stören beispielsweise auch die Wärmerückgewinnung.

Die Reinigung von Lüftungsanlagen in Minergiehäusern ist ein noch junges Geschäft, jedoch mit einer deutlich wachsenden Nachfrage. Bei Installationsfirmen können mittlerweile eigene Servicabonnemente gelöst werden. Um jedoch einen Wildwuchs unter Anbietern zu unterbinden, wird von der SWKI-Richtlinie eine Ausbildung der Reinigungsfachleute verlangt. Anerkannte Fähigkeitsausweise bieten den Hauseigentümern daher die Gewähr, kompetente und gut ausgebildete Reinigungsfachleute beizuziehen. Minergie-Fachpartner, welche die Hygiene von Wohnungslüftungen kontrollieren, haben zum Beispiel eine «B-Schulung» zu absolvieren. Hingegen sind nur Fachpersonen mit dem Prädikat «A» für eine umfassende Inspektion von Lüftungsanlagen befähigt.

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15.06.2011 16:19
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Minergie & Wärmepumpen

Ramschpapierhaendler wrote:

Elias wrote:
Das könnte man auch unter Teuerung posten...

Können schon. Ob's aber auch Sinn machen würde? Ich versuch mal ein paar Nebeneffekte aufzulisten (nicht abschliessend):

1. Die Wohnungen werden durch die "Vergünstigung" nicht billiger. Die Kosten werden einfach auf die Allgemeinheit verlagert.

2. Die Preise dieser Wohnungen werden (nur in Bezug auf diese Massnahme) eher teurer, da die Nachfrage nach solchen Wohnungen steigen dürfte. Die höheren Immobilienpreise landen auf längere Sicht immer bei den Grundstückbesitzern (mas o meno).

3. Das Wohnen wird tendentiell günstiger, da die Nebenkosten solcher Wohnungen tiefer als üblich sind.

Insgesamt dürfte der Steuerzahler drauflegen und die Landpreise dürften weiter steigen.

Es geht in dem Artikel um gemeinnützigen Wohnungsbau

Ganz allgemein.

Quote:

Studie über die Mehrkosten von Minergie-P

(AB) Zwischen 11 % und 14 % liegen die Mehrkosten eines Minergie-P-Hauses im Vergleich zur gesetzteskonformen Bauweise. Andere Faktoren beeinflussen die Baukosten stärker. Eine neue Studie analysiert die Baukostenabrechnungen von zwei bestehenden Minergie-P-Gebäuden.

http://www.ee-news.ch/de/article/21541/studie-ueber-die-mehrkosten-von-m...

Minergie (also nicht Minergie-P) ist billiger.

Und Minergie-A nachrüsten ist - so wie es bis jetzt aussieht - teuer. Ich bleibe am Ball.....

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15.06.2011 14:21
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Minergie & Wärmepumpen

Quote:

BL fördert billige Wohnungen

Der Kanton Baselland fördert künftig den gemeinnützigen Wohnungsbau. Für Neubauten und die Sanierung bestehender Gebäude werden pro Wohnung einmalig zwischen 1000 und 10 400 Franken ausbezahlt.

Voraussetzung ist, dass die energietechnischen Standards Minergie oder Minergie-P erfüllt werden. Die Verordnung gilt ab dem 1. Juni für vorerst drei Jahre. In dieser Zeit will die Verwaltung Erfahrungen mit den Fördermassnahmen sammeln. Die Höhe der jährlichen Fördersumme kann noch nicht abgeschätzt werden

http://www.20min.ch/news/basel/story/18875139

Das könnte man auch unter Teuerung posten,

Bei uns kostet in Rappi-Jona aktuell eine 5.5-Zimmer-Wohnung mit 135 m2 rund Fr. 2'600

Es gibt auch günstigere (aber kleinere) 5.5er

Ich bezahlte von 1986 bis 1994 zu Beginn Fr. 1'900 und zuletzt Fr. 2'300.

Es werden weiterhin Wohnungen gebaut, bis es ein Überangebot gibt.

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03.06.2011 10:52
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Re: Minergie und Rendite

heiger wrote:

Wenn ich irgendwelche Architekten oder Investoren nach der Rentabilität von Minergiehäusern frage, habe ich bis jetzt mehrwiegend die Antwort erhalten: Das sei etwas um das Gewissen zu beruhigen.

Insofern verwundert mich auch der Expertenstreit zwischen ETHZ und dem Minergielabel nicht.

Siehe Link: http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/kohaeuser-ohne-dicke-Mauern-/story/29489593[/i]

P.S. Die Herstellung der Materielien für den Minergiestandard verschlingt Unmengen an Energie.

Interessanter Beitrag.

Vielleicht kann man die Wärme auch mit meiner Erdsonde dem Boden wieder zuführen. Werde das in Zusammenhang mit Plusenergiehaus abklären lassen.

Wie schon erwähnt, ich habe kein Minergiehaus, vielleicht ist es ein Niedrigenergiehaus. Ich wollte im 2001 von den fossilen Brennstoffen wegkommen, wegen CO2 und auch unter dem Aspekt der immer knapper werdenden Ressourcen und in der Hoffnung, irgendwann mal Geld damit zu sparen. Damals dachte ich, dass die Preise so gegen 2015 anziehen werden. Dass es so viel früher kam, hat mich überrascht.

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02.06.2011 15:10
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Minergie und Rendite

Wenn ich irgendwelche Architekten oder Investoren nach der Rentabilität von Minergiehäusern frage, habe ich bis jetzt mehrwiegend die Antwort erhalten: Das sei etwas um das Gewissen zu beruhigen.

Insofern verwundert mich auch der Expertenstreit zwischen ETHZ und dem Minergielabel nicht.

Siehe Link: http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/kohaeuser-ohne-dicke-Mauern-/story/29489593[/i]

P.S. Die Herstellung der Materielien für den Minergiestandard verschlingt Unmengen an Energie.

31.05.2011 20:35
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Minergie & Wärmepumpen

Ramschpapierhaendler wrote:

yzf wrote:
viel interessanter ist die Frage: Wer hat ein Minergie Haus?

Mein Haus hätte nach dem Umbau den Minergiestandard erreicht. Allerdings hab ich es nicht zertifizieren lassen. Heute würde es den Minergiestandard evtl. nicht mehr erreichen. Ich rechne das aber nicht nach. Hab ich jetzt ein Minergiehaus oder nicht?

Die älteren Minergiehäuser sind z.T. schlechter als neue Nicht-Minergie-Häuser. Sollte man einfach wissen bevor man Minergiehäuser zählt.

Zusatzfrage: darf ich die Wärmedämmung, die ich an einem rumänischen Kinderheim anbringen liess bei meinem Haus in der CH anrechnen lassen, um den Minergie-Standard zu erreichen? - Es gibt viele Lösungen, die sinnvoll sind, ohne "Minergie" zu sein. Manchmal sind sie sogar viel sinnvoller, auch wenn alle nur von Minergie sprechen.

Du hast ein Minergie-Haus, vielleicht nicht nach dem neuesten Standard, was wurscht ist.

Irgendwann entscheidet man sich für etwas. Das die Technik Fortschritt macht, war schon immer so. Die Solarzellen von Heute sind besser als vor 10 Jahren und sind schlechter, als sie in 10 Jahren sein werden.

Quote:

Auf internationaler Ebene heissen die Standards Niedrig-, Plus- oder Nullenergiehaus. In der Schweiz prägen die Minergie-Labels praktisch den ganzen Hochbau.

http://www.baumberger-holzbau.ch/minergie/standards.html

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31.05.2011 20:13
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Minergie & Wärmepumpen

yzf wrote:

viel interessanter ist die Frage: Wer hat ein Minergie Haus?

Immer mehr ....

Quote:

Basel setzt voll auf Minergie

14.01.2009

BASEL – Basel wird zum Energie-Vorreiter in der Schweiz. Die Minergie-Bauweise wird im Stadtkanton Vorschrift. Dezentraler Solarstrom wird weiter kostendeckend eingespiesen.

http://www.blick.ch/news/energie/basel-setzt-voll-auf-minergie-109650

Quote:

3 Top-Gemeinden des Berner MINERGIE-Ratings

http://www.kanton-minergy.ch/

Quote:

Die Migros ist Minergie-Schweizermeisterin

http://www.migros.ch/de/ueber-die-migros/nachhaltigkeit/projekte/klimasc...

Quote:

Der MINERGIE®-Standard ist ein freiwilliger Baustandard, der den rationellen ...

http://www.minergie.ch/standard_minergie.html

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31.05.2011 19:51
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Minergie & Wärmepumpen

viel interessanter ist die Frage: Wer hat ein Minergie Haus?

Geht mit Gott, aber geht!

31.05.2011 12:32
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Minergie & Wärmepumpen

Im Zuge der Abklärungen zum Plusenergiehaus bin über diesen Artikel gestolpert.

Thema Erdsonde vs. konventionelle Heizung

Quote:

Vorteile

können an individuelle Bedürfnisse angepasst werden

geringe Betriebskosten: keine Heizöl- oder Gaskosten, keine Tankreinigungen etc.

emissionsfrei

kein Transport von Rohstoffen zu Verbrauchern

geringer Platzbedarf im Haus und relativ freie Standortwahl

sehr lange Lebensdauer (über hundert Jahre)

Kühlfunktion im Sommer möglich

Nachteile

höhere Investitionskosten bei Einbau als bei «konventioneller» Heizung

bei Sanierung meist kostenintensiver, da Mehrkosten für den Umbau der Infrastruktur anfallen

http://www.hausinfo.ch/home/de/gebaeude/energie/waermepumpen/erdwaermeso...

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16.04.2011 15:28
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Minergie & Wärmepumpen

Ramschpapierhaendler wrote:

Wärmepumpen sind Stromschleudern!

Diese Geräte werden teilweise auch bei Null-Energiehäusern und Energieplushäusern eingesetzt

Ramschpapierhaendler wrote:

Von Minergie rate ich dir sowieso ab. Ausser du willst viel Geld verbuttern um danach mehr Strom zu brauchen. Investier das Geld besser in die Hülle!

Der Beweis: Null Ahnung von der Materie

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16.04.2011 15:08
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Re: Minergie & Wärmepumpen

Ramschpapierhaendler wrote:

"0-Energie-Haus" ist keine offizielle Bezeichnung. Unter 0 verstehe ich "null" oder zumindest würde ich von einem als "0-Energie-Haus" bezeichneten Haus erwarten, dass es den niedrigstmöglichen Energieverbrauch anstrebt, also ohne technische Heizanlage auskommt. Aber das geht ja deiner Meinung nach nicht, obwohl ich diesmal für dich 2 Beispiele von Häusern ohne technische Heizungsanlage gegoogelt habe weil du nichts gefunden hast.

Eröffne doch noch einen SIA-Thread! Lol

Quote:

Nullenergiehaus

Nullenergiehaus ist ein Energiestandard für Gebäude, die rechnerisch in der jährlichen Bilanz keine externe Energie wie beispielsweise Elektrizität, Gas oder Öl beziehen. Die benötigte Energie für Heizung, Warmwasser usw. wird im bzw. am Haus selbst erzeugt, meist durch Solaranlagen.

Nicht berücksichtigt wird dabei die Energie, die zur Erstellung des Hauses benötigt wird. Für das Solarhaus in Freiburg (s. u.) wird eine Energierücklaufzeit von etwa 12 Jahren angegeben, was bedeutet, dass es etwa 12 Jahre dauert, bis die Energie, die beim Bau des Hauses eingesetzt wurde, durch die spezielle Bauweise des Nullenergiehauses wieder eingespart wurde. Energie, die bei der Herstellung, dem Transport, dem Einbau und der Entsorgung der verwendeten Baumaterialien verbraucht wird, wird auch als „Graue Energie“ bezeichnet.[1]

Technisch ist das Nullenergiehaus eine Fortführung der Idee des Passivhauses. Wird mehr Energie erzeugt als selbst verbraucht, spricht man von einem Plusenergiehaus.

http://de.wikipedia.org/wiki/Nullenergiehaus

Diesen Link hatte ich schon mehrmals gepostet.

Das erste Posting zu Plusenergiehaus stammt auch von mir.

Ramschpapierhaendler wrote:

Wärmepumpen sind Stromschleudern!

Diese Geräte werden teilweise auch bei Null-Energiehäusern und Energieplushäusern eingesetzt

Ramschpapierhaendler wrote:

Von Minergie rate ich dir sowieso ab. Ausser du willst viel Geld verbuttern um danach mehr Strom zu brauchen. Investier das Geld besser in die Hülle!

Der Beweis: Null Ahnung von der Materie

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