Neues aus der Forschung

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25.02.2012 15:25
#1
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Neues aus der Forschung

Forscher finden Impfmittel für Heroin-Abhängige

Mexikanischen Forschern ist ein Durchbruch im Kampf gegen Drogensucht gelungen: Erstmals haben sie eine Impfung gegen Heroin-Abhängigkeit erfolgreich an Mäusen getestet. Von dem Mittel könnten bald Menschen profitieren. http://www.20min.ch/wissen/news/story/Forscher-finden-Impfmittel-fuer-He...

 

Das wäre ein schwerer Schlag gegen die Mohnanbauer in Afghanistan

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

17.05.2016 16:16
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Rasanter technologischer Fortschritt

CRISPR/Cas9 kann Punktmutationen ohne zu schneiden korrigieren

Forscher konnten die noch junge Genom Editierungstechnologie CRISPR/Cas9 so anpassen, dass der Austausch einer einzigen Base möglich ist, ohne dabei den DNA-Strang zu zerschneiden. Großes Potential besteht für die Humanmedizin, denn fast alle Erbkrankheiten beruhen auf Punktmutationen. Aber auch für die Pflanzenforschung, denn auch bei Pflanzen sind es Punktmutationen, die für Resistenzen oder veränderte Synthesewege von Metaboliten verantwortlich sind. Etablierte Methoden wie das „TILLING“ erscheinen überholt. Auf Pflanzenforschung.de halten wir Sie über neue wissenschaftliche Erkenntnisse aber auch über aktuelle methodische Entwicklungen auf dem Laufenden. Im folgenden Beitrag über die Weiterentwicklung der Genom Editierung mittels CRISPR/Cas9.

Es ist noch nicht lange her, dass Forscher die neue Genom Editierungsmethode (engl.: Genome Editing) CRISPR/Cas9 vorstellten. Im Jahr 2012 wurde sie erstmals beschrieben. Seither nutzen Forscher weltweit die Technologie so fleißig, dass nicht nur unzählig Publikationen, sondern auch viele Weiterentwicklungen der Technologie veröffentlicht wurden.

Die Ereignisse überschlagen sich

Die Technologie wird bereits erfolgreich angewendet. So gelang es Forschern mithilfe von CRISPR-Cas9 einen Speisepilz - den Zucht-Champignon Agaricus bisporus - zu entwickeln, der langsamer braun wird und dadurch länger gelagert werden kann. Dabei hatten die Wissenschaftler lediglich eins von sechs Genen ausgeschaltet, die für das Enzym Polyphenoloxidase kodieren, welches für das braun werden verantwortlich ist.

Vor kurzem, genauer gesagt am 13. April 2016, hat das US-amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) grünes Licht gegeben und den Champignon als Lebensmittel zugelassen, welches nicht unter die Regularien von gentechnisch veränderten Organismen fällt (USDA/APHIS, 2016). Damit ist der Pilz das erste mit CRISPR-Cas9 veränderte Lebensmittel und kann ab sofort gehandelt werden. Hintergrund für diese Einschätzung ist, dass sich der mittels CRISPR/Cas9 veränderte Pilz nicht von natürlichen Mutationen unterscheiden lässt.  

Vor wenigen Tagen gab das USDA bekannt, dass eine auch mit CRISPR-Cas9 entwickelte Pflanzensorte, eine Wachsmaissorte der Firma DuPont Pioneer, ebenfalls keiner weiteren Regulation bedarf. Wachsmais unterscheidet sich von herkömmlichem Mais durch die Stärkezusammensetzung des Korns. Diese besteht ausschließlich aus Amylopektin und nicht wie üblich aus Amylopektin und Amylose (etwa 25%). Bei dieser speziellen Sorte wurde durch Genom Editierung ein Gen (Wx1) gezielt entfernt (Deletion), das die Produktion von Amylose unterstützt und somit im Wachsmais unerwünscht ist.

Bisherige Wachsmaissorten wurden über aufwendige Rückkreuzungsschritte mit natürlich vorkommenden „Mutanten“ - wie Pflanzenlinien, die ein defektes Gen enthalten genannt werden - erzeugt. Die Körner bestehen zu fast 100 Prozent aus Amylopektin, was für sehr unterschiedliche Anwendungen interessant ist. Diese verzweigten Stärkemoleküle verändern die physikalisch-chemischen Eigenschaften hinsichtlich Viskosität, Verkleisterung oder Bindung. Bei der Herstellung von Papier, Lebensmitteln oder Textilien aber auch in der Bauindustrie sind diese Eigenschaften gefragt. Bisherige energieaufwendige Trennungsschritte der beiden Stärkefraktionen entfallen beim Waxy-Mais.

Immer neue Anwendungen erprobt

Nicht nur bei Lebensmitteln und Nutzpflanzen für die industrielle Anwendung tut sich demnach einiges, vor allem in der Medizin hat man die Potentiale der Technologien erkannt. Um für die unterschiedlichen Anwendungen bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, muss jedoch die vielversprechende Technologie weiter justiert und präzisiert werden.

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http://www.pflanzenforschung.de/de/journal/journalbeitrage/rasanter-tech...

 

 

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15.03.2016 08:30
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CRISPR-Cas9 Simples Werkzeug revolutioniert die Gentechnik

Die Möglichkeiten, DNA zu verändern, sind durch die CRISPR-Cas9-Methode revolutioniert worden, für die zwei Forscherinnen am heutigen 14. März mit dem Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis geehrt werden. Sie haben eine simple, programmierbare Genschere entwickelt - auf der Basis eines bakteriellen Immunsystems.

http://www.aerztezeitung.de/medizin/fachbereiche/sonstige_fachbereiche/g...

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24.02.2016 08:30
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Nützliche Bakteriophagen

Viren helfen im Kampf gegen BakterienDer Medizinnobelpreisträger Peter Medawar bezeichnete Viren einmal als "eine in Eiweiß verpackte schlechte Neuigkeit". Doch Viren sind weit mehr als nur uns feindlich gesinnte Krankheitserreger. Frei nach dem Motto "Der Feind meines Feindes" ist mein Freund, nutzt man Viren, um gefährliche Bakterien wie Campylobacter zu töten. Diese Bakterien, die in Geflügelfleisch vorkommen, führen zu schweren Durchfallerkrankungen. Im Kampf gegen solche Bakterien können Viren als Bakterienfresser oder Bakteriophagen nützlich sein. Stefan Hertwig, Mikrobiologe am Bundesinstitut für Risikobewertung sagt: "Bakteriophagen sind Viren, die Bakterien befallen. Das Wort Bakteriophage oder kurz Phage kommt aus dem Griechischen und bedeutet nichts anderes als Bakterienfresser." Die Bakteriophagen, die für unseren Organismus harmlos sind, infizieren die Bakterienzelle mit ihrem Erbgut. Sie programmieren die Wirtszelle zur Phagenproduktion um. Der Krankheitserreger wird selber krank: Die Zelle platzt und setzt die neuen Phagen frei. Die Forschung hat gezeigt, dass durch den Einsatz von Viren bei von Campylobacter befallenem Geflügel der Befall um 99,9 Prozent gesenkt werden kann. Ähnliches gilt auch für gefährliche Salmonellen und Coli-Bakterien.

  Interessenlosigkeit der Pharmaindustrie

"Es gibt in Europa noch kein zugelassenes Präparat - weder für Campylobacter, noch für andere Erreger. Es gibt bisher nur Studien, die im Rahmen von Laborversuchen durchgeführt wurden und noch nicht unter Realbedingungen", sagt Stefan Hertwig. Obwohl seit 90 Jahren über Bakteriophagen geforscht wird und sie auch in der Medizin als mögliche Alternative zu Antibiotika gehandelt werden, ist ihr Einsatz auf wenige Beispiele beschränkt. Dass es bisher keine Weiterentwicklung gibt, liegt vor allem an der Interessenlosigkeit der Pharmaindustrie. Hertwig dazu: "Man kann damit nicht sehr viel Geld verdienen, weil die Phagen ganz einfach aus der Natur isoliert werden können. Dazu braucht man kein großes Know-How und es sind auch keine Patentiermöglichkeit damit verbunden."

http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/168057/index.html

 

Kam gestern in Nano

Georgien ist eines der wenigen Länder, wo man problemlos an diese Dinge ran kommt

 

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18.12.2015 14:56
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Astronomen entdecken Super-Erde

Es ist eine wissenschaftliche Sensation: Ein australisches Team hat einen potentiell bewohnbaren Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems geortet.

Flüssiges Wasser könnte existieren: Die Forscher entdeckten drei Planeten beim roten Zwergstern Wolf 1061, aber nur Wolf 1061c sitzt «in der habitablen Zone». (Bild: Bild: Screenshot Youtube/telegraphcouk Tube)

Der Exoplanet Wolf 1061c hat rund vier Mal so viel Masse wie die Erde. Er umkreist gemeinsam mit mindestens zwei anderen Planeten einen Nachbar-Stern unserer Sonne. Und: Er ist potenziell bewohnbar.

Das Team um Duncan Wright von der Universität von New South Wales hat seine Entdeckung beim Fachblatt «The Astrophysical Journal Letters» eingereicht. Der Heimatstern (Katalognummer Wolf 1061) des neu entdeckten Planetensystems liegt 14 Lichtjahre von der Sonne entfernt im Sternbild Schlangenträger. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt.

Wolf 1061 ist ein roter Zwergstern, der deutlich kleiner und kühler ist als unsere Sonne. Die Astronomen entdeckten insgesamt drei Planeten bei dem roten Zwerg, die ihn jeweils in 5, 18 und 67 Tagen umkreisen. Sie haben mindestens 1,4 Mal, 4,3 Mal und 5,2 Mal soviel Masse wie unsere Erde.

«Ein besonders aufregender Fund»

«Es handelt sich um einen besonders aufregenden Fund», erläuterte Wright in einer Mitteilung der Hochschule. Alle drei Planeten hätten eine ausreichend niedrige Masse, um aus Gestein zu bestehen und eine feste Oberfläche zu besitzen. Der mittlere Planet, Wolf 1061c, sitze «in der habitablen Zone, wo flüssiges Wasser - und vielleicht sogar Leben - existieren könnte.» Hinweise auf Leben fanden die Wissenschafter aber nicht.

Flüssiges Wasser gilt als Grundvoraussetzung für Leben, wie wir es kennen. Auf dem inneren Planeten von Wolf 1061 - Wolf 1061b - ist es dafür zu heiss, auf dem äusseren - Wolf 1061d - zu kalt.

Solider Nachweis

Astronomen haben bereits mehrere potenziell bewohnbare Planeten in unserer unmittelbaren kosmischen Nachbarschaft entdeckt. Keiner davon liegt den australischen Angaben zufolge jedoch so dicht wie Wolf 1061c.

Zwar hatten Mitglieder desselben Forscherteams 2012 über einen möglichen Planeten in der bewohnbaren Zone des nur 12 Lichtjahre entfernten Sterns Tau Ceti berichtet. Es sei aber unklar, ob es sich bei den damals entdeckten Signalen tatsächlich um Planeten handle, erläuterte Ko-Autor Robert Wittenmyer, der an beiden Untersuchungen beteiligt war. Bei der Entdeckung des Planetensystems um Wolf 1061 handle es sich um einen soliden Nachweis.

Keine Anzeichen für ausserirdisches Leben

Anzeichen für ausserirdisches Leben haben Astronomen bislang nirgends entdeckt. Das Team um Wright und Wittenmyer hofft nun, dass die Planeten von Wolf 1061 auf ihrer Umlaufbahn von der Erde aus gesehen regelmässig vor ihrem Heimatstern vorbeiziehen.

Dann würde der Stern die Planetenatmopshären von hinten durchleuchten. «Damit könnte es künftig möglich sein, die Atmosphären zu untersuchen um herauszufinden, ob sie förderlich für Leben sind», erläuterte Wittenmyer.

(woz/sda)

 

 

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24.08.2015 15:20
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Fahrstuhl ins All: Firma plant 20-Kilometer-Lift

Traum

Ein Unternehmen in Kanada plant den wahnwitzigsten Turm der Welt: 20 Kilometer Höhe soll ein Lift für Astronauten erreichen.

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20 Kilometer weniger Weg zu überbrücken, wäre ein deutlicher Unterschied. Die kanadische Firma Thoth Technologies, von der die Idee stammt, rechnet mit einer Einsparung von 30 Prozent.

 

http://www.handelszeitung.ch/vermischtes/fahrstuhl-ins-all-firma-plant-2...

 

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14.08.2015 08:12
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Ultraschnell: Airbus patentiert Pläne für Superconcorde

Airbus hat ein spektakuläres Projekt angemeldet. Hinter dem Patent US 9'079'661 verbirgt sich ein Überschallflugzeug, das die Concorde vergessen liesse. Es bräuchte nur eine Stunde über den Atlantik.

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Concorde und Tupolev Tu-144 bei Weitem übertreffen

Das vorgeschlagene Flugzeug würde die Leistung der bisherigen Überschallverkehrsflugzeuge Concorde und Tupolev Tu-144 bei Weitem übertreffen, schreibt Airbus im Patentantrag. Insbesondere das wichtige Problem des Überschallknalls sei bei der Erfindung gelöst worden. Der Lärm war, so Airbus, einer der Hauptgründe für den begrenzten Erfolg der Concorde gewesen.

Erreicht wird die geringere Geräuschemission durch einen beinahe senkrechten Steigflug, so dass sich die Wellen des Überschallknalls parallel zur Erdoberfläche ausbreiten. Mit einer Reiseflughöhe von 30 bis 35 Kilometern würde der neue Flieger zudem mehr als 20 Kilometer höher als konventionelle Passagierflugzeuge fliegen.

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http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/technologie/ultraschnell-airbus...

 

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24.07.2015 09:20
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Alzheimer-Therapie „Es ist schon ein Durchbruch“

Ist das die Wende im Kampf gegen die gefürchtete Alzheimer-Krankheit? Erstmals konnten amerikanische Pharmaforscher bei Demenzpatienten die Zerstörung des Gedächtnisses messbar verlangsamen - mehr aber auch nicht.

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Das Mittel wirkt offenbar gegen die schädlichen Protenine im Kopf. Tatsächlich wurde genau das festgestellt - nach 28 Wochen Antikörper-Behandlung, wie man in Nizza gezeigt hat, und auch nach 53 Wochen Therapie, wie das jetzt in Washington demonstriert wurde.

http://www.faz.net/aktuell/wissen/alzheimer-therapie-es-ist-schon-ein-du...

 

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17.07.2015 14:37
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CERN-Forscher entdecken neues Teilchen

Wieder einmal können CERN-Forscher eine neue Entdeckung verkünden: Sie haben mit dem LHC erstmals fünfteilige sogenannte Pentaquarks nachgewiesen. Diese stellen eine neue Form von Materie dar.

Das mit dem LHCb-Experiment am Large Hadron Collider (LHC) am CERN entdeckte Pentaquark-Teilchen besteht aus vier Quarks und einem Antiquark. Diese haben nichts mit Milchprodukten zu tun, sondern sind die Bestandteile von Baryonen, zu denen auch die Wasserstoffkerne, die Protonen, sowie die Neutronen gehören.

Die Existenz des Pentaquarks wurde erstmals in den 1960er Jahren vorhergesagt. Einige Forschungsgruppen berichteten seither über seine Entdeckung, doch die Resultate seien nicht beweiskräftig, wie das Teilchenforschungsinstitut CERN bei Genf am Dienstag in einer Mitteilung schrieb.

Neues Muster von Quarks

"Das Pentaquark ist nicht irgendein neues Teilchen", liess sich LHCb-Sprecher Guy Wilkinson zitieren. "Es stellt eine Möglichkeit dar, Quarks in einem Muster zu vereinigen, die trotz 50-jähriger experimenteller Suche noch nie beobachtet wurde."

Das Verständnis der Struktur von Materie wurde revolutioniert, als der US-Physiker Murray Gell-Mann 1964 die Teilchenkategorie der Baryonen vorschlug. Dieses bestünden aus drei geladenen Objekten namens Quarks. Eine andere Kategorie, die Mesonen, bestehe aus Quark-Antiquark-Paaren.

Dieses Modell lässt auch Raum für weitere sogenannt "exotische" Quark-Zusammensetzungen wie das Pentaquark. In den riesigen und präzisen Datenmengen des LHC konnten die CERN-Forscher nun Signale orten, die sich ihnen zufolge nur als Pentaquark-Zustände erklären lassen. Sie veröffentlichen die Resultate demnächst in der Fachzeitschrift "Physical Review Letters".

Als nächstes wollen die Forscher aufklären, wie die Quarks in den Pentaquarks aneinander gebunden sind - ob stark gebunden oder lose in einer Art Molekülverband. Dazu werden die Forscher die Daten des unlängst begonnenen zweiten Durchlaufs des LHC nutzen, bei dem Teilchen mit der bisher noch nie in einem Beschleuniger erreichten Energie von 13 Teraelektronenvolt aufeinander prallen.

http://www.bluewin.ch/de/news/wissen---technik/2015/7/14/cern-forscher-e...

 

 

 

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13.07.2015 08:53
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Rekordverdächtige Supraleitung in einer Wasserstoffverbindung

Der Traum vom Raumtemperatur-Supraleiter lebt weiter. Bei einer komprimierten Wasserstoffverbindung haben Forscher eine rekordverdächtige Übergangstemperatur gemessen.

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Dafür hat im letzten Jahr die Verbindung Schwefelwasserstoff (H2S) für Furore gesorgt. Bereits im letzten Dezember hatten Forscher vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz berichtet, diese Wasserstoffverbindung verhalte sich wie ein Supraleiter, wenn man sie einem Druck von 1,5 Megabar aussetzt und sie dann auf unter minus 83 Grad Celsius abkühlt.

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http://www.nzz.ch/wissenschaft/physik/rekordverdaechtige-supraleitung-in...

 

 

 

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06.05.2015 09:13
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Gene beliebig verändern

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28.04.2015 08:33
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Mit Algen gegen Strahlung

Gut 455 Millionen Liter radioaktives Löschwasser lagern noch auf dem Gelände des Kernkraftwerks in Fukushima. Noch immer suchen Wissenschaftler nach einer Lösung, dieses Wasser zu entsorgen. Ein Modellversuch japanischer und US-amerikanischer Forscher hat jetzt gezeigt: Algen könnten helfen.

http://www.deutschlandfunk.de/fukushima-mit-algen-gegen-strahlung.676.de...

 

28.04.2015
15:30 Uhr nano Die Welt von morgen | EinsPlus

Algen neutralisieren Radioaktivität

http://programm.ard.de/?sendung=2872314399962302&first=1

 

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28.08.2014 16:08
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Neutrinos erlauben Blick in die "Seele" der Sonne

Forschern ist erstmals ein Blick in die Energiequelle der Sonne gelungen, indem sie ihren Ausstoss an Neutrinos beobachtet haben. Den im Fachjournal "Nature" veröffentlichten Daten zufolge wird es nicht bald dunkel: Die Sonne wird noch während mindestens 100'000 Jahren scheinen.

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"Indem wir diese beiden Arten von Sonnenenergie vergleichen, erhalten wir Informationen über ihr thermodynamisches Gleichgewicht für einen Zeitraum von rund 100'000 Jahren", erklärte Pocar. Die Resultate zeigten, dass die Sonne sich in dieser Zeit kaum verändert hat, und bestätigten, dass "unser Stern auf gleiche Weise während mindestens 100'000 weiteren Jahren funktionieren wird."

http://www.cash.ch/news/alle/neutrinos_erlauben_blick_in_die_seele_der_s...

 

Der Mensch existiert seit ca. 200'000 Jahren

 

 

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10.03.2014 11:51
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Die Revolution der Roboter

Das Zeitalter der Roboter gab es bislang nur in der Science Fiction. Doch jetzt marschieren die Maschinen aus der Zukunft in die Gegenwart und öffnen das Portal zu einer neuen Epoche der Industriegeschichte.

Die Nachricht lässt aufhorchen: Wie der taiwanesische Elektronikriese Foxconn vor wenigen Wochen gemeldet hat, geht er in Amerika auf Expansionskurs und baut seine Präsenz gleich mit mehreren Fabriken aus. Dass ein Massenauftragsfertiger wie Foxconn, der unter anderem das iPhone für Apple herstellt, auf den Werkstandort USA setzt, wäre noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen. Umso eindrücklicher zeigt sein Beispiel, wie weit die maschinelle Fertigung in der Industrie inzwischen fortgeschritten ist und das Lohnniveau damit nicht mehr die Hauptrolle in Standort­fragen spielt. Ein zentraler Pfeiler in der US-Strategie des Technologiekonzerns ist denn auch ein geplantes Werk in Harrisburg, Pennsylvania, wo er mit der Carnegie Mellon University eine Kooperation in der Robotikforschung vereinbart hat.

http://www.fuw.ch/article/die-revolution-der-roboter/

 

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11.02.2014 16:54
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Krebs könnte einst chronisch sein

Der grösste Wunsch vieler unheilbar erkrankter Krebspatienten ist die komplette Genesung. Davon ist die medizinale Forschung noch weit entfernt. Dafür verdichten sich die Anzeichen, dass Krebserkrankungen schon bald zumindest in ein chronisches Leiden umgewandelt werden können. Der Patient würde den Krebs zwar nicht los, könnte aber mit ihm leben – im besten Fall sogar ohne Chemotherapie. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, den Krebs, der sich durch genetische Veränderung vor dem Immunsystem versteckt, wieder sichtbar zu machen.

Das menschliche Abwehrsystem erkennt krankes Gewebe normalerweise und zerstört es. Damit dies nicht unkontrolliert geschieht, bilden die Immunzellen nach zwei Tagen eine Art Stecker (Rezeptor), der sich mit der Steckdose (Ligand) der verbliebenen Zellen verbindet. Kommt eine solche Verbindung zustande, wird die Immunzelle inaktiv. Es konnte gezeigt werden, dass auch ein Tumor diesen Bremsmechanismus auslösen kann, schreiben Ulf Petrausch und Bernhard C. Pestalozzi von der Klinik für Onkologie des Universitätsspitals Zürich im «Schweizerischen Medizin-Forum». Anders ausgedrückt: Krebszellen suchen genau diese Verbindung, um der Immunzelle vorzutäuschen, der Tumor sei ein ­gesunder Bestandteil unseres Körpers. Gelingt es, den Kontakt zu trennen, kann das Immun­system den Krebs selbständig bekämpfen. Nicht alle Tumore setzen an derselben Verbindung an. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass die Verknüpfung PD-1 (Rezeptor) und PD-L-1 (Ligand) bei den meisten Krebsarten vermehrt vorkommt.

http://www.fuw.ch/article/krebs-konnte-einst-chronisch-sein/

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30.01.2014 13:14
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Stephen Hawking zweifelt an Schwarzen Löchern

Sie sind doch nicht unsterblich und lassen Dinge auch wieder heraus: Physik-Genie Stephen Hawking definiert Schwarze Löcher neu – und macht alles noch komplizierter.

Stephen Hawking ist dank seiner Ideen, Bücher und Fernsehauftritte der wohl bekannteste Wissenschaftler der Welt. Dies, obwohl ihn die Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose seit Jahrzehnten an den Rollstuhl fesselt und ihn nur noch über einen Computer sprechen lässt.

Seine Arbeit über Schwarze Löcher von 1976 war ein Durchbruch. Nun hat er ein Kürzest-Paper mit dem Titel «Information Preservation and Weather Forecasting for Black Holes» veröffentlich, worin er sich selber ziemlich stark korrigiert. Denn mit seinen Theorien hatte er sich in unlösbare Widersprüche verwickelt.

Das Feuerwand-Paradoxon

Bisher ging man davon aus, dass ein Schwarzes Loch eine so starke Anziehungskraft hat, dass aus diesem Raumbereich nicht einmal Licht nach aussen dringt. Es entsteht aus einem Stern, der am Ende seines Lebens durch eine Supernova-Explosion zusammenfällt, die instabile Materie verdichtet sich extrem. Hawking zeigte, dass ein Schwarzes Loch schrumpfen kann und – nach ihm benannte – Strahlung abgibt.

Diese Definition führt aber zu einigen Widersprüchen, unter anderem zum erst vor zwei Jahren entdeckten«Feuerwand-Paradoxon»: Dieses dreht sich um die Frage, was mit einem Menschen passieren würde, der in ein Schwarzes Loch fällt. Würde er in die Länge gezogen und schliesslich in kleinste Teile zerfallen, oder würde er durch eine Feuerwand sofort verbrannt?

Relativitätstheorie versus Quantentheorie

Es ist auch ein Konflikt der alten Relativitätstheorie, die auf Einstein zurückgeht, und der neuen Quantentheorie. Erstere behauptet, es gäbe kein Entrinnen aus einem Schwarzen Loch, Letztere hält es für möglich, dass Energie und Information nach aussen dringt. Diesen Konflikt will Hawking auflösen.

Er greift nun den sogenannten Ereignis-Horizont an, der die unsichtbare Grenze eines Schwarzen Lochs ist. Dieser hält die Lichtstrahlen davon ab, nach aussen zu dringen, und lässt so das Loch eben schwarz erscheinen. Hawking sagt nun: Ein Schwarzes Loch werde nur von einem «scheinbaren Horizont» begrenzt, der mehr durchlasse als angenommen und sich irgendwann auflöse.

Neue Theorie nötig

Dadurch wären Schwarze Löcher keine stabilen und feststehenden Objekte mehr, sondern könnten sich bilden und wieder auflösen. Es gäbe sie nicht mehr im Sinne, «dass sie ein System sind, von dem Licht nicht in die Unendlichkeit fliehen kann». Theoretisch könnte so sogar alles, was in einem Schwarzen Loch verschwindet, wieder auftauchen – wenn auch in einem anderen, leicht verkohlten Zustand.

Die Schwarzen Löcher sind also ein wenig grau geworden. Wie Hawking gegenüber «Nature» einräumt, bräuchte es für eine umfassende Erklärung allerdings eine völlig neue Theorie, die die Schwerkraft und die anderen Naturgesetze in Einklang bringt. Die vorveröffentlichte Studie ist noch nicht von Forscher-Kollegen geprüft worden – und viele Physiker zweifeln laut «Nature» an, ob Hawking wirklich alle Widersprüche aufgelöst hat oder sich nicht eher in neue verwickelt. Aber schliesslich weiss man immer noch sehr wenig über Schwarze Löcher.

http://www.20min.ch/wissen/news/story/Stephen-Hawking-zweifelt-an-Schwar...

 

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16.01.2014 10:15
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Weckruf für Rosetta

Nach fast zehn Jahren Flugzeit nähert sich die Raumsonde Rosetta nun dem Höhepunkt ihrer Mission: der Landung auf einem Kometen.

32 Monate dauerte der Winterschlaf, aus dem Rosetta am kommenden Montagabend erwachen soll. An Bord der Weltraumsonde, zu der die Universität Bern zwei wichtige Massenspektrometer namens Rosina beigesteuert hatte, wurden im Juni 2011 so gut wie alle Instrumente abgeschaltet – auch der Sender für die Kommunikation mit dem Kontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Denn damals gelangte Rosetta auf ihrer ellipsenförmigen Flugbahn in die Nähe der Jupiterbahn – und bewegte sich damit so weit entfernt von der Sonne, dass die Solarpaneele nicht mehr in der Lage gewesen wären, alle Instrumente mit Strom zu versorgen.

Lediglich die Heizung und ein kleiner Mikrocontroller, der auch den «Wecker» für die Sonde steuert, liefen während der sogenannten «deep space hibernation» weiter. Nun warten die Forscher mit Spannung auf Rosettas Erwachen. Läuft alles nach Plan, treffen am 20. Januar gegen 18 Uhr 45 die ersten Signale der Sonde im Kontrollzentrum der ESA ein.

Rosettas Start liegt bereits zehn Jahre zurück. Unterdessen hat die Sonde zwei Asteroiden besucht – Steins im September 2008 sowie Lutetia im Juli 2010 – und ist mithilfe mehrerer enger Vorbeiflüge an Erde und Mars annäherungsweise auf die Bahn des eigentlichen Missionsziels eingeschwenkt. Dieses ist der Komet 67P/Tschurjumov-Gerasimenko. Rosetta soll «Tschuri», wie die beteiligten Wissenschafter der Einfachheit halber sagen, ab August 2014 umkreisen und im November das Landegerät Philae auf seiner Oberfläche absetzen. Gelingt dies, wären erstmals direkte Untersuchungen der chemischen Zusammensetzung eines Kometen möglich.

Planetologen versprechen sich davon neue Erkenntnisse über die Ursprünge unseres Sonnensystems. Nach gängiger Auffassung sind Kometen Überbleibsel aus der frühesten Phase der Planetenentstehung vor 4,6 Milliarden Jahren. Entsprechend hoffen die Forscher, an ihnen diejenigen chemischen und physikalischen Bedingungen ablesen zu können, die unser Sonnensystem formten.

Dazu werde man vor allem präzise Messungen der Isotopenverteilung in verschiedenen chemischen Verbindungen heranziehen, erläutert Kathrin Altwegg vom Center for Space and Habitability in Bern, leitende Wissenschafterin bei Rosina: Weil abhängig von der Umgebungstemperatur jeweils spezifische Isotopengemische desselben Elementes zu Molekülen verbaut werden, liefert das Kometenmaterial unter anderem Informationen über die Temperaturen, die bei der Entstehung des Planetensystems herrschten.

In diesem Sinne, sagt Matt Taylor, Projektwissenschafter für Rosetta bei der ESA, sei «Tschuri» eine Zeitkapsel, die eine Reise zu den Anfängen des Sonnensystems erlaube – und die womöglich eine alte Vermutung bestätige: die, dass alles Wasser auf der Erde von Kometen stammt.

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06.12.2013 07:53
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Ausgezeichneter Laser

Ein Team von Wissenschaftlern der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Firmen Bosch und Trumpf hat am 4. Dezember 2013 den Deutschen Zukunftspreis erhalten.

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=40404

 

 

bringt 20% Spriteinsparung bei Autos

 

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18.11.2013 09:14
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Ison – mit blossem Auge sichtbar

Der Komet Ison nähert sich dem sonnennächsten Punkt seiner Bahn. Nach einer eher verhaltenen Entwicklung ist der Schweifstern nach einem plötzlichen Helligkeitsausbruch inzwischen mit blossem Auge sichtbar.

http://www.nzz.ch/aktuell/panorama/schweifstern-nach-helligkeitsausbruch...

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18.11.2013 09:12
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Hier verschmelzen zwei Sternenmonster ... - weiter lesen auf RP

  Fantastische Hubble-Aufnahmen seit über 20 Jahren Düsseldorf. Zwei verschmelzende Galaxien im All: Das Weltraumteleskop "Hubble" lieferte eine Aufnahme von den Antennen-Galaxien. Nie zuvor waren die Einzelheiten dieses Paares so deutlich zu sehen. 

Eine neue aufsehenerregende Aufnahme der Antennen-Galaxien hat die US-Weltraumbehörde Nasa veröffentlicht. 

Deutlich wie nie sind darauf Einzelheiten der beiden verschmelzenden Galaxien NGC 4038 und NGC 4039 zu sehen. Abertausende von Lichtpunkten lassen sich ausmachen, die in allen Rot-, Blau- und Gelbtönen und in Weiß erstrahlen. Die Aufnahme stammt von dem Weltraumteleskop "Hubble".

.http://www.rp-online.de/panorama/wissen/weltraum/hier-verschmelzen-zwei-...

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14.11.2013 09:31
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Schwarze Löcher sind riesige Atomschleudern

Astronomen haben Schwarzen Löchern ein wichtiges Geheimnis entlockt: Die Schwerkraftmonster schleudern in scharf gebündelten Materie-Strahlen grosse Mengen Atome ins All.

 

Schwarze Löcher verschlucken sämtliche Materie, die ihnen zu nahe kommt. Doch sie schiessen auch enorme Energiemengen in die Weiten des Weltalls heraus. Das berichtet ein Team um María Díaz Trigo von der Europäischen Südsternwarte ESO im Fachjournal «Nature». Bevor die Materie unwiederbringlich eingesogen wird, sammelt sie sich in der Regel in einer schnell rotierenden Scheibe um das Schwarze Loch. Aus dieser Akkretionsscheibe schiessen bei vielen Schwarzen Löchern mächtige Materie-Strahlen, die sogenannten Jets, senkrecht nach oben und unten ins All hinaus.

Infografik Unsere Galaxis

«Obwohl sie seit Jahrzehnten beobachtet werden, sind wir immer noch nicht sicher, woraus sie bestehen und was sie antreibt», erläuterte Díaz Trigo in einer Mitteilung des Internationalen Radioastronomie-Forschungszentrums ICRAR in Australien.

Mit den ICRAR-Instrumenten und dem europäischen Röntgensatelliten «XMM-Newton» wurden die Forscher Zeugen, wie sich bei einem neu entdeckten Schwarzen Loch plötzlich ein Jet bildete. Man wusste lange, dass diese Jets Elektronen enthalten, also negativ geladene Teilchen, aber unter dem Strich keine negative Ladung.

Fingerabdrücke von Atomen

Es musste also auch positive Ladung geben, doch bisher war nicht klar, ob diese von Positronen kommt, dem Antimaterie-Gegenpart der Elektronen, oder von positiv geladenen Atomen. Die Analyse der Strahlung aus den Jets des Schwarzen Lochs förderte nun eindeutige «Fingerabdrücke» von Eisen- und Nickelatomen zu Tage.

Die Forscher schliessen daraus, dass ein erheblicher Anteil der Jets aus Atomen unterschiedlicher Elemente besteht. Da Atome sehr viel schwerer sind als Positronen, können die Jets so deutlich mehr Energie aus dem System wegtragen als Strahlen aus Elektronen und Positronen.

Mithilfe der gesammelten Daten gelang es den Forschern auch, die Geschwindigkeit der Jets zu bestimmen. Sie bewegen sich mit 198'000 Kilometern pro Sekunde oder 66 Prozent der Lichtgeschwindigkeit.

 

http://www.20min.ch/wissen/news/story/Schwarze-Loecher-sind-riesige-Atom...

 

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Benjamin Franklin

18.10.2013 09:42
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Urmenschen in Europa und Afrika waren eine Art

Der Schädel aus Georgien ist 1,8 Millionen Jahre alt und er stellt die Evolutionsgeschichte des Menschen auf den Kopf: Die damaligen Urmenschen waren eine einzige, globale Spezies.

Die Paläontologen sprechen von einem «verblüffenden» Fund: Ein perfekt erhaltener Schädel von der Fundstelle Dmanisi in Georgien stellt die bisher anerkannten Theorien zur Evolutionsgeschichte des Menschen in Frage: Wie ein schweizerisch-georgisches Forscherteam am Mittwoch vor den Medien berichtete, gehörten die Urmenschen in Europa und Afrika vor rund zwei Millionen Jahren offenbar einer einzigen, globalen Art an. Bislang waren Anthropologen davon ausgegangen, dass es eine Vielzahl lokal angepasster Arten

Der 1,8 Millionen Jahre alte Schädel und der dazugehörige Kiefer, der fünf Jahre zuvor entdeckt worden war, weisen einen Mix aus Merkmalen auf, die eigentlich verschiedenen Arten der Gattung Homo zugeschrieben wurden. Das sind jene Urmenschen, die sich von Afrika aus in Europa und Asien verbreitet haben.

Der Urzeit-Mann hatte demnach das grösste Gesicht, die massivsten Kiefer und Zähne, aber das kleinste Gehirn der fünf Hominiden-Schädel, die bisher am Fundort Dmanisi in Georgien ausgegraben worden waren. «Wären Hirn- und Gesichtsschädel einzeln gefunden worden, wären sie wahrscheinlich zwei verschiedenen Arten zugeordnet worden», sagte der Anthropologe Christoph Zollikofer von der Universität Zürich.

Nicht verschiedener als heutige Menschen

Die Forscher haben die Variation der Schädelmerkmale der fünf Fossilien analysiert. Diese wiesen zwar eine grosse Bandbreite auf, aber nicht mehr als die individuellen Unterschiede zwischen fünf beliebigen heutigen Menschen, berichten die Forscher in der aktuellen Ausgabe des renommierten Fachjournals «Science».

Das Fazit stellt alles auf den Kopf, was Paläontologen bisher über die Urmenschen vor zwei Millionen Jahren zu wissen glaubten: Nicht nur die fünf Dmanisi-Individuen, sondern auch sämtliche afrikanischen Homo-Fossilien aus dieser Zeit müssen einer einzigen Art angehören.

Sie waren bisher bis zu fünf separaten Arten zugeordnet worden: Unter anderem der Gattung Homo habilis, Homo ergaster und Homo rudolfensis. «Derzeit gibt es so viele Arten wie es Wissenschaftler gibt, die sich damit beschäftigen», sagte die Mitautorin Marcia Ponce de León von der Universität Zürich in einer Mitteilung der Hochschule.

Eine globale Spezies

Nach Ansicht der Forscher gab es aber keine verschiedenen, lokal angepassten Arten von Urmenschen, sondern eine einzige, gigantische «Paläopopulation», die sich von Afrika bis Europa erstreckte. «Wir haben nun eine einzige, globale menschliche Spezies», sagte Zollikofer.

Diese liesse sich am ehesten als «Homo erectus» – den Aufrechten – bezeichnen. Denn insbesondere die Fossilien in Georgien haben lange Beine und schmale Hüften – was auf aufrechten Gang schliessen lässt. «Homo erectus» wäre demnach vor gut zwei Millionen Jahren in Afrika entstanden und hätte sich bald über Eurasien ausgebreitet – via Dmanisi bis China und Java, wo er ab etwa 1,2 Millionen Jahren nachgewiesen ist.

Die Forscher stützen ihren Befund auf die besondere Situation in Dmanisi: Die fünf Individuen hatten zur fast gleichen Zeit am gleichen Ort gelebt. «Die Knochen wurden innert weniger Jahrhunderte abgelagert», sagte David Lordkipanidze, Direktor des georgischen Nationalmuseums – nur ein Augenblick in der Paläontologie.

Für die Forschenden ist das eine einmalige Chance: «Erstmals kann man die Variation innerhalb einer einzigen Population erforschen», sagte Zollikofer. Alle bisherigen Hominiden-Funde seien über grosse Distanzen verstreut gewesen und stammten aus einer Zeitspanne von mindestens 500'000 Jahren.

Frühester Zahnstocher-Gebrauch

Die revolutionären Erkenntnisse werden durch eine weitere neue Studie der Forscher gestützt, die den frühesten Gebrauch von Zahnstochern dokumentiert. Demnach hatte der exzessive Gebrauch von Zahnstochern und die normale Abnutzung der Zähne die Kiefer der Dmanisi-Urmenschen verformt, was zu grossen individuellen Unterschieden führte, wie das Team unlängst im Fachblatt «PNAS» berichtete.

http://www.20min.ch/wissen/news/story/Urmenschen-in-Europa-und-Afrika-wa...

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25.09.2013 11:07
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Das OMX Mikroskop zeigt die Welt jenseits der Auflösungsgrenze

 

Optische Mikroskope sind in ihrer Leistung durch ein Abbe-Limit oder Auflösungsgrenze genanntes Phänomen eingeschränkt. Das Mikroskop kann zwei Objekte nicht getrennt abbilden, deren Abstand zueinander geringer als die halbe Wellenlänge des Lichts ist. Das Deltavision OMX Blaze durchbricht diese „Lichtmauer“ von etwa 200 nm und bringt die Welt darunter zum Vorschein.

Das Unternehmen General Electric stellte das fast eine Million Euro teure OMX im Jahr 2011 fertig. Um die Auflösungsgrenze zu umgehen, arbeitet OMX mit 3D-Sim (von Structured Illumination Microscopy). 3D-SIM projiziert ein Lichtmuster auf die Probe, wodurch in der Probe eingebettete, fluoreszente Stoffe erleuchtet werden und Interferenzmuster erzeugen. Diese Muster können dann mit Renderalgorithmen rekonstruiert und in hochauflösenden Bildern dargestellt werden.

Das OMX kann Proben von bis zu 100 nm untersuchen, was einem Zehntel der Größe einer Bakterie entspricht. Die Bilder können doppelt so hoch aufgelöst werden wie bei bisherigen optischen Mikroskopen. Das OMX wurde extra für die Laborarbeit entwickelt und wird momentan zum Beispiel bei der Untersuchung der Übertragung von Malaria und HIV zwischen Zellen verwendet.

Das Mikroskop ermöglicht sogar die Beobachtung des Mitose Prozesses (siehe Bild oben), bei dem sich Chromosomen in Zwillingspaare aufteilen. Seit wir gesehen haben, was für Bilder es liefern kann, nennen einige von uns das Mikroskop liebevoll “OMG”, so Stout, eine der Forscherinnen an der Indiana University. Dieses Instrument, eines von nur einer Handvoll auf der ganzen Welt, ermöglicht es uns, Zelldetails in einer bisher unerreichten Auflösung zu betrachten. Das Bild wurde bei der GE Healthcare Life Sciences 2012 Imaging Competition zum Sieger ernannt. Mehr Bilder vom Wettbewerb gibt es hier. [GE Reports - Government Executive - Indiana University]

http://www.gizmodo.de/2013/04/02/omg-das-omx-mikroskop-zeigt-die-welt-je...

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20.09.2013 20:13
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Ist das der Alien-Beweis?

Dank eines Forschungsballons haben Forscher organische Teilchen entdeckt, die «unmöglich von der Erde» stammen könnten. Die Forscher wittern eine Sensation.

Die entdeckten biologischen Teilchen seien «zu gross, um von der Erde stammen zu können», schreibt die Universität von Sheffield auf ihrer Website.

Die Teilchen wurden dank eines Forschungsballons entdeckt, der 27 Kilometer hoch in die Stratosphäre geschickt wurde, um einen Meteorschauer zu untersuchen. Die Forscher schreiben, dass «nur ein gewaltiger Vulkanausbruch» solche Teilchen in diese Höhen hätte schleudern können. Und ein solcher Ausbruch fand in der Zeit nicht statt.

Professor Milton Wainwright, der Leiter der Forschergruppe, sagte, die Entdeckung könnte revolutionär sein: «Wenn weiter Leben aus dem All ankommt, müssen wir unsere gesamte Sichtweise auf die Biologie und Evolution ändern. Neue Lehrbücher müssten geschrieben werden.»

Wainwright und sein Team hoffen, sie könnten die Entdeckung im Oktober bestätigen und eventuell ausweiten. Dann würde ein weiterer Ballon ausgeschickt, um einen erwarteten Meteorschauer zu untersuchen.

Den ganzen Forscherbericht könnt ihr hier nachlesen (in Englisch).

http://www.20min.ch/wissen/news/story/Ist-das-der-Alien-Beweis--10660008

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11.09.2013 03:58
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Uiii, bei geschätzten 600'000 Müll-Objekten in der Umlaufbahn, wird das teuer!

https://de.wikipedia.org/wiki/Weltraumm%C3%BCll

 

10.09.2013 22:30
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Schweizer bauen kosmische Müllabfuhr

Clean Space One wird nach dem derzeitigen Entwicklungsstand ungefähr 30 Kilogramm wiegen und, einmal im Orbit ausgesetzt, sich mithilfe künstlicher Intelligenz selbständig zu einem Stück Weltraumschrott manövrieren können. Dort soll der Satellitenfänger das Trümmerteil mit einem Greifarm packen, um anschliessend mit seiner Fracht gezielt in der Erdatmosphäre zum Verglühen gebracht zu werden.

Für den Bau des Satelliten entwickelt die EPFL gemeinsam mit der ETH Zürich und der Fachhochschule Westschweiz sowie in Partnerschaft mit der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) Antriebs-, Annäherungs- und Erkennungssysteme und Methoden zum Greifen und Verankern der Schrottteile. Das Zielobjekt von Clean Space One soll einer der beiden 2009 bzw. 2010 gestarteten Schweizer Pico-Satelliten Swisscube oder Tisat sein.

Die 2012 in Payerne gegründete Swiss Space Systems beschäftigt 40 Angestellte und verfügt bis zum ersten Start über ein Budget von 250 Millionen Franken. Das Unternehmen will sub-orbitale Spaceshuttles bauen, die vom Flugplatz Payerne aus im Huckepack auf einem Airbus auf 10 Kilometer Höhe gebracht werden. Dort zündet das Shuttle seine eigenen Triebwerke und steigt auf 80 Kilometer Höhe, um seine Nutzlast von bis zu 250 Kilogramm samt einer mehrfach zündbaren Rakete auszusetzen. Diese transportiert die Fracht schliesslich in einen Orbit von bis zu 700 Kilometern Höhe, während das Spaceshuttle im Gleitflug nach Payerne zurückkehrt. Dort wird es revidiert und für den nächsten Flug bereitgemacht.

Ein Start mit bis zu 250 Kilogramm Nutzlast soll laut S3 etwa 10 Millionen Euro kosten. Das ist rund viermal günstiger als eine ähnliche Mission mit der neuen europäischen Vega-Rakete.

http://www.nzz.ch/aktuell/panorama/schweizer-bauen-kosmische-muellabfuhr...

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19.08.2013 14:36
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Oktopusse - Genies aus der Tiefsee

In vielen neuartigen Versuchen, deren Zeuge Sie hier werden, beweisen Oktopusse schier unglaubliche Fähigkeiten, sie öffnen sogar Gefäße, um an ihre Beute zu kommen. Damit ist erstmals ihre Fähigkeit zu abstraktem Denken bewiesen.Eine Fähigkeit, die wir vielleicht den Menschenaffen.

 

Habe den Beitrag in Horizonte gesehen http://www.youtube.com/watch?v=8cct2_4Ev7c

Wem es zu lang ist: die letzten 15 Minuten sind ein Knaller

 

 

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02.07.2013 19:07
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Algen statt Erdöl

Der Solarchemie gehört die Zukunft. Die Firma Solazyme stellt Öl auf pflanzlicher Basis her und fabriziert daraus Kosmetika, Butterersatz, aber auch Seife und Treibstoff. Die Firma könnte zum Hoffnungsträger der jungen Wissenschaft werden.

Beim Wort Erdöl denken die meisten Menschen fast automatisch an Benzin und Diesel. Doch nicht nur Autos benötigen Öl, auch rund 90 Prozent aller chemischen Produkte werden auf Erdölbasis hergestellt. Das funktioniert wie folgt: Das schwarze Gold wird gecrackt, will heissen in seine Grundelemente zerlegt und wie Legosteine neu zusammengesetzt. Daraus kann man fast alles machen: Farben, Klebstoffe, Backofenreiniger, Textilien und Pharmaprodukte. Von den rund 90 Millionen Fass Erdöl, die weltweit täglich verbraucht werden, fallen etwa 20 Millionen Fass in den Bereich Chemie.

Es geht aber auch anders und viel sanfter. In den USA haben Jonathan S. Wolfson und Harrison F. Dillon soeben ein Anti-Aging-Mittel namens Algenist vorgestellt. Es verzögert den Alterungsprozess der Haut. Wie in dieser Branche üblich, ist Algenist sehr teuer. Ein 30-Milliliter-Fläschen kostet 79 Dollar. Aber es ist mehr als Luxus für alternde Millionärsgattinnen, es könnte zum Hoffnungsträger einer jungen Wissenschaft werden: der Solarchemie.

Riesiges Potenzial

Die Herstellerfirma Solazyme ist eine Art Garagenfirma, wie sie im Silicon Valley schon lange gang und gäbe sind. Wie einst bei Google oder Apple (AAPL 418.6334 2.30%) ist das Potenzial riesig. Die «New York Times» schreibt: «Die Hoffnung besteht, dass Solazyme es schafft, im Geschäft zu bleiben, und bald Öle herstellen wird, die eine Vielzahl von Funktionen erfüllen können – die Haut befeuchten oder Butter und Eier im Backprozess ersetzen. Der nächste Schritt besteht darin, riesige Mengen von erneuerbarer Energie herzustellen, und zwar zu einem Preis, der es mit den fossilen Brennstoffen aufnehmen kann.»

Wolfson und Dillon arbeiten mit Algen. Öle auf pflanzlicher Basis werden eine grosse Zukunft prophezeit. Das amerikanische Energiedepartement geht davon aus, dass bereits 2015 rund 300 Millionen Liter pflanzliches Öl für die Energieproduktion verwendet werden. In Brasilien will Solazyme zusammen mit dem Amt für Landwirtschaft und dem Nahrungsmittelgiganten Bunge eine Fabrik bauen, in der Algen mit Zucker gefüttert werden und so über 100 Millionen Liter Öl produzieren, das für die Herstellung von Seife und anderen Produkten verwendet werden kann.

Petrochemie überholt

Auch im Mutterland der Chemie, in Deutschland, wird Solarchemie zu einem Thema. In diesem Frühjahr hat Hermann Fischer ein Buch unter dem Titel «Stoffwechsel» veröffentlicht. Der mit vielen Preisen ausgezeichnete promovierte Chemiker hat eine eigene Firma, in der rund 40 Mitarbeiter Naturfarben, Putzmittel, Lacke und Klebstoffe auf pflanzlicher Basis herstellen. Fischer ist überzeugt, dass Petrochemie wissenschaftlich überholt ist. «Die einfachen Bausteine der Petrochemie sind überaus banal», sagt er. «Eiweissstoffe, Harze und Wachs sind viel komplexere Stoffe als Ethan und Benzol.»

Warum setzt die traditionelle Chemie nach wie vor auf Erdöl? «Erdöl ist – was chemische Zwecke betrifft – praktisch gratis», sagt Fischer. Daher gibt es ein unglaublich starkes, wirtschaftliches Interesse an der Petrochemie.» Die Situation der Solarchemie vergleicht Fischer mit der Situation der IT in den 80er-Jahren. «Steve Jobs war einst ein Hippie», sagt er. «Inzwischen ist Apple das wertvollste Unternehmen der Welt geworden und ein Business mit all den dazugehörenden Schattenseiten.»

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Algen-...

 

über Solazyme habe ich schon mal gepostet

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17.05.2013 12:05
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schon veraltet

„Diamant hat mehrere Eigenschaften, die es uns ermöglichen, alle Komponenten eines einsatzbereiten optomechanischen Schaltkreises sozusagen aus einem Guss zu realisieren“, sagt Wolfram Pernice Gruppenleiter am KIT. „Die so hergestellten Elemente - die Resonatoren, Schaltkreise und der Wafer - überzeugen durch ihre hohe Qualität.“

http://www.innovations-report.de/html/berichte/materialwissenschaften/di...

17.05.2013 09:21
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Forscher klonen erstmals menschliche Stammzellen

Amerikanischen Wissenschaftlern ist es erstmals gelungen, genetisch identische Embryonen herzustellen, die mehrere Tage überleben.

Darüber geredet hat in letzter Zeit kaum noch jemand. Und daran geglaubt auch nicht. Dennoch ist es nun passiert: In den USA haben Wissenschaftler erstmals menschliche Embryonen geklont und Stammzellen aus ihnen gewonnen.

Hat man das nicht schon einmal gehört? Begeistert gefeiert und ebenso leidenschaftlich kritisiert wurde für ebendiese Arbeit schon einmal ein anderer, der Koreaner Hwang Woo-suk. Seine Erfolgsmeldungen aus dem Jahr 2004 machten ihn in seiner Heimat zum Star, weltweit hofften Ärzte und Forscher, mit solchen Zellen massgeschneiderte Therapien für schwerstkranke Patienten entwickeln zu können. Doch Hwangs Erfolge waren frei erfunden. Ihm war es nie gelungen, die begehrten Zellen herzustellen. Alles war gefälscht, wie sich Ende 2005 herausstellte.

Fast zehn Jahre später aber scheint der ebenso faszinierende wie umstrittene Kunstgriff einer etablierten Arbeitsgruppe aus Oregon tatsächlich gelungen zu sein. Ausführlich stellen die Wissenschaftler der Oregon Health and Science University und des Nationalen Primatenforschungszentrums ihre Ergebnisse am Mittwochabend in der Fachzeitschrift «Cell» vor. «Es ist nicht davon auszugehen, dass diese Arbeiten gefälscht sind», sagt der Stammzellenexperte Hans Schöler, Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin im deutschen Münster. Die Forscher haben die Embryonen aus ausgereiften Hautzellen geklont, deren Kern sie mit einer entkernten Eizelle einer Spenderin fusionierten (siehe Grafik). Die entstandenen Embryonen sind damit genetische Doppel des Hautzellenspenders.

Neue Wege öffnen sich

Nach wenigen Tagen wurden die Embryonen, die zum Teil bis ins rund 200 Zellen grosse Blastozystenstadium ausreiften, allerdings zerstört und die in ihnen enthaltenen Zellen gewonnen. Diese embryonalen Stammzellen haben ein grosses Wandlungspotenzial, das grösser ist als etwa das der sogenannten adulten Stammzellen, die direkt aus dem Knochenmark Erwachsener gewonnen werden können. Die embryonalen Stammzellen können zu allen möglichen anderen Geweben des menschlichen Körpers werden – etwa zu Herz-, Leber- oder Nervenzellen, die bei vielen Krankheiten zugrunde gehen.

«Unsere Entdeckung eröffnet neue Wege, um Stammzellen für Patienten mit dysfunktionellem oder zerstörtem Gewebe und Organen herzustellen», sagt Shoukhrat Mitalipov, der federführende Wissenschaftler. «Solche Stammzellen können Krankheiten lindern, die Millionen Menschen betreffen.» Denn die Zellen würden vom Körper des Patienten, aus dessen Haut sie hergestellt werden, nicht abgestossen. Es sind ja schliesslich seine Klone. Beispielhaft nennt er Parkinson, Arthrose, multiple Sklerose oder Herzinfarkt.

Ganze Babys klonen möglich

Für Kritiker sind die Experimente aus Oregon gleichwohl Teufelswerk: Schliesslich haben die Forscher menschliche Embryonen und damit, wenn man so will, menschliches Leben erschaffen und danach wieder zerstört, um die Stammzellen zu gewinnen. Beides ist in der Schweiz und in Deutschland aus ethischen Gründen verboten. Was aber wohl noch schwerer wiegt: Sie haben der Welt das Rezept geliefert, auf dessen Basis eines Tages nicht nur Embryonen, sondern ganze Babys geklont werden könnten. Etwa weil sich ein selbstverliebter Mann einen Sohn wünscht, der ganz aus seinem Holz geschnitzt ist. Oder weil eine Frau ihre eigene Mutter noch einmal auferstehen lassen möchte. «Jetzt wissen wir, dass es wohl theoretisch gehen würde», sagt Hans Schöler. Die beiden Menschen wären Klone, die sich vermutlich ähnelten wie zwei eineiige Zwillinge, die natürliche Klone sind. Völlig identisch wären sie aber nicht, da auch die Umwelt den Menschen in grossem Masse prägt.

Von geklonten Personen wollen die Forscher aus Oregon aber nichts wissen. Ein Baby zu klonen, sei überhaupt nicht ihr Interesse, betonen sie. «Und wir glauben auch nicht, dass unsere Erkenntnisse von anderen dazu genutzt werden könnten.» Es werde mit solchen Embryonen ohnehin nicht klappen, Babys zu klonen. Schliesslich sei ihnen das auch nach Jahren ihrer Forschung mit Affen nicht gelungen, obwohl sie schon 2007 embryonale Stammzellen durch Klonen von Rhesusaffen hergestellt hätten. Menschliche Eizellen seien offenbar sehr empfindlich. Das zeige sich schliesslich auch daran, dass sich zahlreiche Labors in aller Welt seit zehn Jahren vergeblich bemüht hätten, die vorgetäuschte Arbeit von Hwang Woo-suk in die Realität umzusetzen.

Erfahrung aus Affenversuchen

Wie aber konnte das Kunststück nun ausgerechnet in Oregon gelingen? Es ist die Erfahrung der Wissenschaftler mit den Affen, die ihnen die Herstellung der Stammzellen beim Menschen letztlich ermöglicht hat. Was sie dort gelernt haben, haben sie auf die menschlichen Zellen übertragen. Erstaunlich ist auch, wie wenig Eizellen sie zum Klonen der menschlichen Embryonen zur Stammzellgewinnung benötigt haben. Das ethische Problem aber, dass junge Frauen für solche Therapien Eizellen spenden müssten, bleibt bestehen.

Auch vor diesem Hintergrund ist der praktische Wert der Experimente aus Oregon nicht überwältigend. «Wir haben nicht darauf gewartet», sagt Schöler. Denn es gibt inzwischen eine andere, weniger umstrittene Technik, bei der Hautzellen von Patienten mithilfe eines chemischen Cocktails in sogenannte iPS-Zellen verwandelt werden können, die embryonalen Zellen extrem ähnlich sind. Der Cocktail sei quasi ein Jungbrunnen für die Zellen, sagt Schöler.

Geprägte Zellen

Allerdings unterscheiden sich die iPS-Zellen in mancherlei Hinsicht von echten embryonalen Stammzellen. Denn im Erbgut der Zellen hat das Leben doch einige Spuren hinterlassen. Dies gilt möglicherweise auch für die geklonten embryonalen Stammzellen. Schliesslich stammt ihre genetische Information auch aus einer bereits gealterten Zelle.

Die Uhr des Lebens lässt sich eben doch nicht so leicht ganz auf null zurückstellen. Wem das gelingt, der kann noch viel Ruhm ernten. Die Wissenschaftler aus Oregon arbeiten bereits daran. http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/Forscher-klonen-erstmals-menschliche-...

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28.03.2013 17:07
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«Schweizer» MS-Medikament erhält Marktzulassung

Dem US-Biotechkonzern Biogen ist im Kampf gegen multiple Sklerose (MS) ein wichtiger Durchbruch gelungen – einen massgeblichen Anteil daran hat ein Schweizer Apotheker. Am Mittwoch erhielt Biogen von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für eine Pille gegen MS. Von Bloomberg befragte Analytiker schätzen das Verkaufspotenzial für das Mittel Tecfidera im Jahr 2017 auf 3,3 Mrd. $. Weltweit leiden 2,1 Millionen Personen unter MS, einer chronisch entzündlichen Erkrankung des zentralen Nervensystems.

Pulver vom Heilpraktiker

Aussergewöhnlich ist die Entstehungsgeschichte des MS-Medikaments. Meist sind neue Medikamente das Resultat zielgerichteter Forschung der Entwicklungsabteilungen von Pharma- oder Biotechkonzernen. Die Geschichte von Tecfidera geht auf einen Apothekenbesuch in Muri (AG) im Jahr 1982 zurück. Ein Kunde zeigt dem Apotheker Hans-Peter Strebel ein weisses Pulver, das ihm ein Heilpraktiker gegen Psoriasis (Schuppenflechten) verschrieben hatte und das wirkte – ein Heilmittel für dieses Leiden gab es damals nicht. Der Apotheker analysierte das Pulver und stiess schliesslich auf ein Molekül, das Schuppenflechten eindämmt. Trotzdem zogen Forscher, Mediziner und Pharmazeuten die Arbeiten von Strebel am Psoriasis-Medikament immer wieder ins Lächerliche.

Mit drei Partnern gründete Strebel das Unternehmen Fumapharm und erreichte in Deutschland eine Zulassung für das Mittel Fumaderm gegen Psoriasis. Schindler und seine Partner erörterten die Möglichkeit, dass das Molekül auch gegen MS wirken könnte. MS ist wie Psoriasis eine Autoimmunkrankheit und basiert auf ähnlichen Entzündungsvorgängen von Zellen. Doch die weitere Entwicklung als MS-Medikament und Zulassungsvorgänge für Fumaderm in weiteren Ländern überstiegen die finanziellen Möglichkeiten des Kleinunternehmens. Die Gründer verkauften im Jahr 2006 Fumapharm an den US-Biotechkonzern. Die ehemaligen Besitzer werden am zukünftigen Erfolg «ihres» Moleküls beteiligt. Gemäss Geschäftsbericht von Biogen erhielten die ehemaligen Gründer bei Abschluss der Transaktion 220 Mio. $. Mit der Zulassung von Tecfidera wurden weitere 15 Mio. $ fällig. Zudem bleiben die Gründer am Umsatz beteiligt – im Idealfall summiert sich das auf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag.

Mittel für Startups

Strebel wird diese Mittel nicht in die Entwicklung eines neuen Medikaments stecken. Dafür sei er zu alt, sagt der 64-Jährige. Er könne sich jedoch vorstellen in Start-ups zu investieren. Strebel ist im Advisory Board des Instituts für künstliche Intelligenz an der Universität Zürich und im Vorstand von Cern in Genf.

Die Aktien von Biogen sind am Mittwoch um 3,3% gestiegen – auf den höchsten Stand seit dem Börsengang im Jahr 1991. Seit April 2011, als die ersten positiven Daten aus den klinischen Tests mit Tecfidera publiziert wurden, hat sich der Wert der Titel verdoppelt. Biogen ist gemessen an der Marktkapitalisierung mit einem Wert von 43,2 Mrd. $ die globale Nummer vier der Biotech-Industrie hinter den US-Konzernen Amgen, Gilead Sciences sowie Celgene.

Vorteilhaftes Sicherheitsprofil

Novartis vertreibt bereits eine orale MS-Behandlung. Die Nebenwirkungen sollen indes gravierender sein als für das neue Biogen-Mittel. Im vergangenen Jahr kam es zu einem dreimonatigen Verkaufsstopp, während dessen die Todesfälle von 15 Patienten untersucht wurden. Gemäss Strebel ist das Sicherheitsprofil von Tecifidera so vorteilhaft, weil das Molekül bereits seit langem auf dem Markt und ausgetestet ist. Auch die französische Sanofi hat eine MS-Pille auf dem Markt, deren Effizienz wird von Analytikern jedoch tiefer bewertet als jene der neuen Biogen-Anwendung. Die Behandlung mit Tecfidera dürfte je Patient und Jahr rund 50 000 bis 55 000 $ kosten. In der EU läuft der Zulassungsantrag noch – wobei der medizinische Teil abgeschlossen ist und noch administrative Punkte ausstehen. Mit einem Entscheid rechnet Biogen innerhalb der nächsten zwei Monate. http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/schweizer-ms...

 

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