Nordkorea

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Weisses Haus: Keine Einigung

Weisses Haus: Keine Einigung bei Gipfel von Trump und Kim in Hanoi (AF)

(Ausführliche Fassung) - Der Gipfel von US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un ist am Donnerstag ohne die angekündigte Einigung zu Ende gegangen. Trump und Kim hätten verschiedene Wege diskutiert, um die atomare Abrüstung und die von Trump in Aussicht gestellte wirtschaftliche Entwicklung Nordkoreas zu erreichen, teilte das Weisse Haus mit. "Zu diesem Zeitpunkt wurde noch keine Einigung erzielt."

28.02.2019 08:03

Das Weisse Haus sprach dennoch von "sehr guten und konstruktiven Treffen" in Hanoi. Die "jeweiligen Teams" der USA und Nordkoreas würden die Gespräche fortsetzen.

Das Weisse Haus hatte für Donnerstag ursprünglich die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung durch Trump und Kim angekündigt. Trumps Sprecherin Sarah Sanders teilte dann am Donnerstag mit, die Pressekonferenz Trumps zum Abschluss des Gipfels werde um zwei Stunden auf 14.00 Uhr (Ortszeit/8.00 Uhr MEZ) vorgezogen. Zu diesem Zeitpunkt hätte die Erklärung unterzeichnet werden sollen. Das geplante gemeinsame Arbeitsessen am Mittag fand nicht statt. Trump wollte noch am Donnerstag die Rückreise in die USA antreten.

Die Fahrzeugkolonnen Trumps und Kims verliessen das Hotel Metropole, in dem der Gipfel stattfand, am Donnerstag um 13.25 Uhr (7.25 Uhr MEZ). Kims Konvoi kehrte ins Meliá Hotel zurück, in dem die nordkoreanische Delegation untergebracht ist. Trumps Pressekonferenz sollte im Marriott-Hotel stattfinden, in dem er wohnt.

Trump und Kim hatten zuvor ihre Hoffnung geäussert, dass sie zu einer Einigung kommen würden. Trumps Ziel ist die atomare Abrüstung Nordkoreas. Kim wollte Zugständnisse der USA, etwa eine Lockerung der Sanktionen. Trump hatte Nordkorea beim Gipfel nicht mehr zu einer schnellen Abrüstung seiner Atomwaffen gedrängt. Er sagte während des Treffens, es gebe "keine Eile", solange Nordkorea auf Atomwaffen- und Raketentests verzichte./cy/cs/dg/lw/DP/jha

(AWP)

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US-Regierung hält Deal mit

US-Regierung hält Deal mit Nordkorea bis 2020 für möglich

Trotz des gescheiterten Gipfeltreffens mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hält es die US-Regierung für möglich, bis zum Ende der ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump 2020 eine Vereinbarung zur Denuklearisierung des Landes zu schliessen. Das sagte ein hochrangiger Mitarbeiter des US-Aussenministeriums am Donnerstag (Ortszeit) in Washington. Dies sei der Zeitplan, auf den man hinarbeite. "Wir sind nicht so weit, wie wir sein wollten, aber wir machen Fortschritte."

08.03.2019 06:38

Trumps zweites direktes Treffen mit Kim Ende Februar in Vietnam war ohne Abschlusserklärung zu Ende gegangen. Beide Seiten waren sich in der zentralen Frage uneins, wie Nordkorea sein Atomwaffen- und Raketenarsenal abrüsten soll und welche Gegenleistungen es dafür geben soll. Das abrupte Ende des Gipfels war ein Rückschlag für die Bemühungen um eine Denuklearisierung Nordkoreas.

Zuletzt sorgten Experten-Berichte für Schlagzeilen, wonach Nordkorea offenbar eine Raketenstartanlage in raschem Tempo wieder aufbaut. Die neue Bautätigkeit in Sohae an der Westküste sei auf Satellitenbildern zu erkennen, die nur zwei Tage nach dem Gipfel von Trump und Kim in Hanoi gemacht worden seien, berichtete die Website "Beyond Parallel". Diese ist ans Zentrum für Strategische und Internationale Studien (CSIS) angeschlossen und versteht sich als Experten-Plattform zu Fragen der Wiedervereinigung auf der koreanischen Halbinsel.

Die Anlage sei in der Vergangenheit unter anderem für Satellitenstarts benutzt worden, hiess es. Die Technologie der Trägerraketen entspricht in vielen Punkten der für Interkontinentalraketen. Die Anlage in Sohae sei seit dem August 2018 nicht mehr betrieben worden. Die Bilder deuteten deshalb darauf hin, dass "die jetzigen Aktivitäten mit Absicht und zweckgerichtet" seien. Die Autoren vermuten, Nordkorea verfolge einen raschen Wiederaufbau.

Kim hatte nach Angaben des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In bei deren Treffen im September angekündigt, die Testanlage für Raketenantriebe in Sohae sowie die dortige Startrampe unter Aufsicht internationaler Inspekteure abbauen zu lassen. US-Experten hatten zuvor im Juli berichtet, Nordkorea habe mit der Demontage wichtiger Teile der Raketenanlage begonnen.

Der US-Regierungsmitarbeiter sagte zu diesen jüngsten Berichten, man verfolge das Vorgehen des Regimes in Pjöngjang aufmerksam. Es handele sich aber nicht um eine entscheidende Anlage. Er betonte, man teile nicht die Auffassung anderer Beobachter, dass die Aktivitäten als Reaktion auf den Gipfel zu werten seien - und als Ausdruck des Ärgers aus Pjöngjang. Welche Motive das nordkoreanische Regime verfolge, sei unklar. Trump selbst sagte am Donnerstag auf die Frage nach diesen Berichten, er sei "ein wenig enttäuscht".

Die US-Regierung bemüht sich seit Tagen, das Gipfeltreffen trotz des fehlenden Ergebnisses als Fortschritt darzustellen. Auch der Mitarbeiter des Aussenministeriums sagte, die Gespräche in Vietnam seien produktiv gewesen. "Wir sind im Guten auseinandergegangen." Beide Seiten hätten sich bei einer Reihe von Punkten angenähert. Die Tür für eine Einigung stehe weiter offen. Nun müsse es zunächst eine Zeit des Nachdenkens geben. Der wirtschaftliche Druck auf Nordkorea werde aufrechterhalten, die Sanktionen blieben in Kraft, betonte er. Und wenn der US-Präsident dies entscheide, dann könnten die Sanktionen womöglich auch noch ausgebaut werden./jac/DP/zb

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Medien: Nordkorea überdenkt

Medien: Nordkorea überdenkt Atomgespräche mit den USA

Nach dem gescheiterten Gipfel mit den USA vor zwei Wochen stellt Nordkoreas Führung nach Medienberichten weitere Verhandlungen über ihr Atomwaffenprogramm infrage. Nordkorea habe nicht die Absicht, vor den Forderungen der USA, die diese beim Gipfel in Hanoi vorgebracht hätten, einzuknicken, sagte Vize-Aussenministerin Choe Son Hui laut der russischen Agentur Tass am Freitag in Pjöngjang. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un werde bald eine Erklärung zu seinem künftigen Kurs abgeben.

15.03.2019 08:14

Der Gipfel zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump in Vietnam Ende Februar war ohne Absichtserklärung zu Ende gegangen. Beide Seiten kamen sich in der zentralen Frage der atomaren Abrüstung Nordkoreas und den Gegenleistungen der USA nicht näher./dg/DP/tav

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Nordkorea reizt die USA mit

Nordkorea reizt die USA mit neuen Raketentests

Inmitten wachsender Ungewissheit über die Wiederaufnahme von Verhandlungen zu seinem Atomwaffenprogramm reizt Nordkorea die USA mit neuen Raketentests. Das nordkoreanische Militär habe im Morgengrauen am Donnerstag im Abstand von 23 Minuten zwei Kurzstreckenraketen in Richtung offenes Meer abgefeuert, teilte der Generalstab der südkoreanischen Streitkräfte mit. Das Verteidigungsministerium rief Nordkorea auf, Aktionen zu unterlassen, die neue Spannungen schüren könnten.

25.07.2019 10:31

Eine Rakete sei in einer Höhe von 50 Kilometern etwa 430 Kilometer, die zweite 690 Kilometer weit geflogen. Beide Raketen seien ins Japanische Meer (koreanisch: Ostmeer) gestürzt. Südkoreas Militär änderte vorherige Angaben, wonach beide Flugkörper etwa die gleiche Distanz zurückgelegt hätten.

Als Kurzstreckenraketen gelten Raketen unterhalb einer Reichweite von 1000 Kilometern. Ob beide erprobten Raketen vom selben Typ waren, war zunächst unklar. Zusammen mit den USA würden die Daten weiter ausgewertet, hiess es. Die Wachsamkeit sei für den Fall weiterer Tests verstärkt worden.

Experten schlossen nicht aus, dass Nordkorea ballistische Raketen getestet habe. UN-Resolutionen verbieten Nordkorea - das mehrfach Atombomben getestet hat - die Starts von ballistischen Raketen kurzer, mittlerer und langer Reichweite. Solche Raketen sind in aller Regel Boden-Boden-Raketen, die einen konventionellen, chemischen, biologischen oder atomaren Sprengkopf befördern können.

Die neuen Waffentests kommen nicht ganz unerwartet. In Südkorea wurden sie als Zeichen den Unmuts der kommunistischen Führung in Pjöngjang über neue Manöver gesehen, die die USA und Südkorea für August planen. Nordkorea hatte deswegen kürzlich auch die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit den USA infrage gestellt.

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump hatten Ende Juni bei einem kurzen Treffen im Grenzort Panmunjom auf der koreanischen Halbinsel Arbeitsgespräche zur atomaren Abrüstung in der Region vereinbart. Nach ihrem gescheiterten Gipfeltreffen im Februar in Vietnam weckte das Treffen neue Hoffnung auf Fortschritte in den festgefahrenen Verhandlungen über das Atomprogramm Nordkoreas.

Experten vermuten, dass die nun erprobte Rakete sowohl mit konventionellem Sprengkopf als auch mit einem Atomsprengkopf bestückt werden kann. "Falls die Rakete tatsächlich zweifach einsetzbar ist, könnten die heute demonstrierten verschiedenen Distanzen eine schwerere konventionelle Nutzlast und eine nukleare Nutzlast von geringer Masse nachahmen", schrieb der Sicherheitsexperte der Föderation amerikanischer Wissenschaftler Ankit Panda auf Twitter. Das wäre eine "sehr schlechte Entwicklung".

Nordkorea versucht seit einiger Zeit, den Druck auf die USA zu erhöhen. In der vergangenen Woche deutete Pjöngjang die Möglichkeit an, das Moratorium für Tests von Atombomben und Interkontinentalraketen aufzuheben. Der jüngste Raketentest sei "eine erwartet Schau der Stärke", zitierte der US-Sender NBC einen Regierungsbeamten in Washington.

Nordkorea hatte im Mai nach nordkoreanischen Angaben Mehrfach-Raketenwerfersysteme mit grösserer Reichweite und taktische Lenkwaffen getestet. Experten vermuten, dass dabei auch ein ballistisches Raketensystem erprobt wurde./dg/DP/zb

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UN-Experten: Nordkorea

UN-Experten: Nordkorea erbeutet Milliarden bei Hacker-Raubzügen

Nordkoreanische Hacker haben UN-Experten zufolge durch Angriffe im Internet Geldwerte in Milliardenhöhe gestohlen. Viele der Spezialisten arbeiteten unter Leitung des Geheimdienstes des autokratischen Staates und "beschaffen Geld für sein Programm für Massenvernichtungswaffen", heisst es in einem Bericht unabhängiger Experten für den Nordkorea-Sanktionsausschuss der Vereinten Nationen. In der Nacht zu Dienstag hatte der US-Sender CNN bereits über das Papier berichtet.

07.08.2019 06:36

Der Gesamterlös durch die Online-Raubzüge wird auf bis zu zwei Milliarden Dollar geschätzt, wobei unklar blieb, von welchem Zeitraum die Experten ausgehen. Die Deutsche Presse-Agentur konnte die Zusammenfassung des noch unveröffentlichten Berichts einsehen. Mehrere Diplomaten bestätigten, dass dieser an die Mitglieder des Sanktionsausschusses verschickt wurde. Im September soll er dem Sicherheitsrat vorgelegt und danach veröffentlicht werden.

In dem Bericht heisst es weiter, dass Nordkorea bei seinen "zunehmend ausgeklügelten" Angriffen nicht nur Gelder von herkömmlichen Finanzinstituten ins Visier nehme, sondern auch Digitalwährungen wie den Bitcoin. Diese hätten für Hacker den Vorteil, dass Angriffe auf sie schwieriger nachzuverfolgen seien und sie weniger gut von Regierungen überwacht würden.

Nordkorea wird immer wieder mit aufwendigen Angriffen im Internet in Verbindung gebracht. So wird dem Land die Attacke auf Sony Pictures 2014 zugeschrieben, bei der der komplette E-Mail-Bestand des Hollywood-Studios erbeutet und die Server gelöscht wurden. Auch der Angriff mit der Erpressungssoftware WannaCry, die 2017 mehrere hunderttausend Computer in 150 Ländern verschlüsselte, geht nach offiziellen US-Vorwürfen auf das Konto Nordkoreas.

Der UN-Bericht kommt zu dem Schluss, dass Nordkorea mit seinen Raubzügen im Internet auch versuche, die Finanzsanktionen gegen das Land zu umgehen. Mit Digitalwährungen lässt sich online weitgehend anonym bezahlen, weil sie unabhängig von Regierungen oder Banken funktionieren. Gleichzeitig wird in dem Bericht festgestellt, dass Vertreter Nordkoreas im Ausland trotz Verboten weiter versuchten, für das Massenvernichtungsprogramm des Landes einzukaufen.

UN-Resolutionen verbieten Nordkorea - das mehrfach Atombomben getestet hat - auch die Starts von ballistischen Raketen kurzer, mittlerer und langer Reichweite. Solche Raketen sind in aller Regel Boden-Boden-Raketen, die einen konventionellen, chemischen, biologischen oder atomaren Sprengkopf befördern können. Am Dienstag hatte Nordkorea wieder Raketen getestet und zwei Geschosse ins Japanische Meer abgefeuert. Es war der vierte Raketenstart in den vergangenen knapp zwei Wochen.

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump hatten Ende Juni im Grenzort Panmunjom auf der koreanischen Halbinsel Arbeitsgespräche zur atomaren Abrüstung in der Region vereinbart. Nach ihrem gescheiterten Gipfeltreffen im Februar in Vietnam weckte das Treffen neue Hoffnung auf Fortschritte in den festgefahrenen Verhandlungen./scb/DP/zb

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