OLED Organische Leuchtdiode

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30.01.2013 08:22
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OLED Organische Leuchtdiode

LG nennt Preise für Oled-TV

 

LG Electronics beginnt demnächst mit dem Verkauf grossformatiger Oled-Fernseher. Diese TV-Geräte wurden schon vor einem Jahr angekündigt. Sie sind sehr dünn und bieten eine grosse Bildqualität. Jetzt hat LG die Bestellbücher geöffnet und Preise publiziert: Das 55-Zoll-Modell kostet rund 10000 Franken.

2013 wird das Jahr des Smart-TV werden.

Warum auch nicht? Seit vielen Jahren wird der unmittelbar bevorstehende Durchbruch einer neuen Technik vorausgesagt, die Fernseher, Internet und Computer vereint. Smart-TV-Produkte gibt es etwa von Samsung oder Sony, aber bis heute wird das, was an diesen Geräten «smart» ist – die Möglichkeit des Internet-Zugriffs – kaum genutzt. Laut der amerikanischen Marktforschungsfirma NPD Group ist der Fernseher zwar nach wie vor der bevorzugte Bildschirm für das Betrachten von Filmen. Die in diesen Geräten eingebauten Möglichkeiten für den Internet-Zugriff werden aber kaum genutzt: Weniger als zehn Prozent der Besitzer eines mit dem Internet verbundenen TV-Geräts nutzen diesen Bildschirm auch für das Web-Surfen, für Facebook oder Twitter.

Bei den neuesten Neuigkeiten im Zusammenhang mit TV-Geräten steht nicht die Smartness im Vordergrund, sondern die Bildqualität. LG Electronics (LG) hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass der Verkauf der bereits vor einem Jahr öffentlich vorgeführten Oled-Bildschirme bald beginnt. Diese Flachbildschirme sind bei einer Diagonale von 140 Zentimetern (55 Zoll) nur 4 Millimeter dick und bieten eine stupende Bildqualität mit satten Farben, hohem Kontrasten und einem grossen Betrachtungswinkel. In Südkorea soll ein solches Gerät mit der Modellbezeichnung 55EM9700 im Februar in den Handel kommen und rund 10 000 Dollar kosten. Nächste Woche, anlässlich der Consumer Electronics Show in Las Vegas, will LG die Marketingstrategie für Oled (Organic Light Emitting Diode) weiter präzisieren und zusätzliche Märkte benennen, die bald mit den neuartigen Fernsehern beliefert werden. Die Firma sei darauf vorbereitet, die Produktion rasch zu steigern. Laut Havis Kwon, Chef von LG Home Entertainment, ist Oled die bedeutendste Neuerung seit der Einführung des Farbfernsehers. http://www.nzz.ch/aktuell/digital/lg-electronics-startet-verkauf-von-ole...

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

02.06.2014 11:46
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Sony stoppt Entwicklung von OLED-TV vorerst - 4K im Aufwind

Kurz nachdem Samsung bekannt gegeben hat, die Produktion von OLED-Bildschirmen nicht wie geplant zu erhöhen, legt nun Sony die Entwicklung der extrem dünnen und stromsparenden OLED-Fernseher vorerst auf Eis. Das hat das japanische Wirtschaftsmagazin Nikkei Asian Review gemeldet. Der Konzern wolle sich verstärkt auf herkömmliche TV-Geräte mit 4K-Auflösung konzentrieren – deren Vorteil ist jedoch fraglich.

http://www.t-online.de/digital/fernsehen-heimkino/id_69417962/sony-stopp...

 

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Benjamin Franklin

15.12.2013 12:47
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Es werde Oled

Nur mit fusselfreiem Mantel, Haarnetz und zwei Paar Überschuhen darf man die weltgrösste Produktionsstätte für das Licht der Zukunft betreten. Viele Arbeiter tragen zusätzlich einen Mundschutz, manche stecken in einer Art Weltraumanzug. Jedes Staubkörnchen und jede Hautschuppe könnte die Qualität der organischen Leichtdioden (Oleds) beeinträchtigen, die Philips hier in Aachen produziert. Mit 40 bis 45 Kilometer pro Stunde rauschen Scheiben aus in Japan hergestelltem Spezialglas durch die neue Anlage. In Vakuumkammern werden 40 bis 50 hauchdünne organische Schichten auf die Glasträger aufgedampft. Nach 90 Sekunden ist ein neues Oled-Panel fertig.

Was sich damit machen lässt, kann man nebenan im Lumiblade Creative Lab bewundern. An der Decke hängt eine 3-D-Lampe aus 512 Oled-Modulen, von denen sich jedes einzeln ansteuern lässt. An der Wand ist eine Lichtinstallation mit 64 Oleds befestigt, die zu einem Spiegel mutiert, sobald sich ein Betrachter nähert. Auf einer Ablage sind Oleds in allen Farben zu sehen. Und daneben liegt eine weisse Oled, die sich in eine durchsichtige Glasscheibe verwandelt, wenn man sie ausknipst.

Mit der Oled, heisst es, erobert Licht eine neue Dimension. Bisherige Lichtquellen wie die Glühbirne oder die gewöhnliche Leuchtdiode (LED) sind Punktlichtquellen. Sie blenden, werfen starke Schatten und entsprechen vom Charakter her dem harten Licht der direkten Sonnenstrahlung. Nur mit einer Streuscheibe können auch Punktlichtquellen eine Fläche einigermassen gleichmässig beleuchten.

Im Gegensatz zu Punktlichtquellen verströmen Oleds ein sanftes, blendfreies Licht. «Oleds sind ein Flächenlicht, wie wir es entwicklungsgeschichtlich vom bedeckten Himmel gewohnt sind», sagt Christian May, Leiter des Geschäftsfelds Licht bei der Fraunhofer-Einrichtung für Organik, Materialien und Elektronische Bauelemente (Comedd) in Dresden.

Oled besteht aus vorwiegend unbedenklichen Substanzen

Das flächige Licht der Oled eröffnet Designern völlig neue Möglichkeiten. Auch wenn Oleds heute kaum grösser als ein Handteller sind, werden sie dereinst ganze Decken und Wände zum Leuchten bringen. Denkbar sind Fenster, die tagsüber durchsichtig sind und nachts erstrahlen, oder Oled-Duschwände, die beim Einschalten der Beleuchtung undurchsichtig werden.

Oleds lassen sich dank geringer Einbautiefe von rund einem Millimeter und wegen der geringen Hitzeentwicklung an Orten anbringen, wo Lampen bisher keinen Platz fanden. Und da Oleds zumindest im Labor auf flexiblen Materialien realisiert werden konnten, denken Lichtdesigner bereits an Oleds in geschwungenen Möbeln nach. Das Licht erhält damit quasi eine Form. Nicht mehr die Lampe, sondern das Licht selbst wird zum Designobjekt.

«Die Oled öffnet neue Wege der Gestaltung, weil das Licht vom Leuchtkörper befreit, geradezu entkörperlicht werden kann», sagt Ralf Michel von der Hochschule für Gestaltung und Kunst der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Basel. «Das Potenzial der Oleds halte ich für gross.»

Derzeit richtet Michel in Basel ein Testlabor ein. Darin will er die Eigenschaften des Oled-Lichts erkunden, etwa wie es die Erscheinung von Oberflächen und Farben verändert und wie es von Menschen wahrgenommen wird. Wie die LED, so ist auch die Oled eine sparsame Lichtquelle. Sie besteht vorwiegend aus unbedenklichen Substanzen. «Wenn eine Oled kaputtgeht, werfen Sie sie in den Glascontainer, und alles ist gut», sagt Dietmar Thomas, Mediensprecher von Philips in Aachen.

Bekannt sind Oleds von Displays und Highend-TVs. Während bei Monitoren zahllose winzige Oled-Pixel im Einsatz sind, ist Licht aus Oleds eine andere Geschichte: Eine Oled für die Beleuchtung besteht quasi aus einem einzigen, enorm vergrösserten Pixel und mehreren farbemittierenden Schichten, deren Licht die gewünschte Farbe ergibt oder sich zu Weiss addiert. Zudem muss eine Oled als Lichtquelle viel heller sein als ein Monitor.

Das Wort «organisch» in der Bezeichnung hat übrigens nichts mit Tieren oder Pflanzen als «Rohstoff» zu tun. Vielmehr steht es für Kohlenstoffverbindungen, zu denen auch die nur rund 400 Nanometer dünnen phosphoreszierenden Farbstoffe der Oled gehören. Bei der gewöhnlichen LED entsteht das Licht in anorganischen Substanzen wie Metallen und Halbmetallen.

Das Auge nimmt feinste Helligkeitsunterschiede wahr

Die Effizienz der Oleds hat mit rund 60 Lumen pro Watt (lm/W) noch nicht ganz den Zielwert von 100 lm/W erreicht, ist aber schon deutlich besser als die Glühbirne (10 bis 20 lm/W). Die Lebensdauer ist mit 30 000 bis 60 000 Betriebsstunden - das sind 3,5 bis 7 Jahre - mehr als ausreichend (Glühbirne: rund 1000 Betriebsstunden). Nur bei der Grösse der Oleds sind die Fortschritte zäher als gedacht. Das Problem: Da das Auge sehr feine Helligkeitsunterschiede wahrnimmt, müssen die Oled-Panels über die gesamte Fläche äusserst homogen leuchten. Den Flächenrekord hält derzeit das Comedd mit einer 33 mal 33 Quadratzentimeter grossen Oled.

Geforscht wird unter anderem an farbvariablen und flexiblen Oleds. Flexible Oleds lassen sich im Gegensatz zu solchen auf starren Glasscheiben kontinuierlich «von Rolle zu Rolle» fertigen. Das heisst: Das Trägerelement - eine Polymer- oder Metallfolie - läuft von einer Rolle durch diverse Bedampfungskammern. Am Ende werden die Folien mitsamt den fertigen Oleds wieder auf eine Rolle gewickelt. Das Comedd hat dieses Jahr die weltweit erste Oled-Produktionslinie im Rolle-zu-Rolle-Verfahren vollständig in Betrieb genommen. Die Entwickler hoffen, mit diesem Verfahren die Produktionskosten senken zu können.

Für den Massenmarkt ist der Preis noch zu hoch

«Jetzt muss man nach passenden Märkten für die Oled schauen, die nicht schon von der relativ preiswerten LED besetzt sind», sagt May vom Comedd. «Für Oled-Lampen an der Decke sehe ich momentan keine Notwendigkeit. Dafür sind Oleds noch zu teuer.» May erwartet das neue Licht hingegen in Oberflächen, etwa im Autodach, im Rücklicht und in Möbeln.

Während LEDs bereits in Baumärkten und bei Ikea zu kaufen sind, lassen sich Oleds bisher nur als Highend-Anwendungen bewundern. Audi etwa hat einen Sitzungssaal mit 15 Oled-Deckenleuchten ausgestattet, in denen 540 Oled-Panels verbaut sind. Der Preis entspricht dem eines Mittelklasse-Audis - Oleds kosten heute rund 6000 bis 7000 Euro pro Quadratmeter. «Bis Ende 2014 wollen wir den Preis unter 1000 Euro pro Quadratmeter drücken», sagt Philips-Sprecher Thomas.

Das zeigt: Für den Massenmarkt ist der Preis noch zu hoch. Der Leuchtmittelhersteller Osram rechnet damit, dass Oleds 2015 oder 2016 eine «technische Wettbewerbsfähigkeit» erreichen. Insbesondere die Effizienz sollte dann die Grenze von 100 lm/W erreichen. Einen Massenmarkt sieht Osram-Pressesprecher Hans-Rudolf Bosshard allerdings erst ab 2020.

Philips ist optimistischer. Trotz der komplexen Herstellung erwartet Thomas bereits 2016 den grossen Durchbruch der neuen Lichttechnologie. «Wir haben unsere eigene Roadmap hoffnungslos über den Haufen gerannt. Schon jetzt haben wir Ziele erreicht, von denen wir dachten, dass wir sie erst 2017 oder 2018 erreichen.»

Publiziert am 15.12.2013

http://www.sonntagszeitung.ch/wissen/artikel-detailseite/?newsid=269541

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Benjamin Franklin

06.09.2013 16:29
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Samsung zeigt Ultra-HD- und OLED-TVs

Samsung hat am Zürichsee seine zwei neuen Ultra-HD-Fernseher (4K-Auflösung) gezeigt und auch gleich einen Einblick gegeben, wie entsprechende Inhalte produziert werden. Und: Ende September kommt Samsungs 55-Zoll-OLED-TV in die Schweiz.

http://www.pctipp.ch/news/hardware/artikel/samsung-zeigt-ultra-hd-und-ol...

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12.08.2013 13:01
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Samsung kauft deutschen OLED-Anbieter Novaled

Samsung und dessen Tochterunternehmen Cheil Industries haben gemeinsam für 260 Millionen Euro den deutschen OLED-Spezialisten Novaled gekauft. Cheil, das elektronische Materialien für OLED-Bildschirme fertigt, übernimmt 50 Prozent des 2001 in Dresden gegründeten Unternehmens, während Samsung 40 Prozent erhält. Die restlichen 10 Prozent befinden sich bereits im Besitz von Samsung Venture Investment.

Im Rahmen der Akquisition erhält Samsung auch mehr als 500 beantragte oder bereits erteilte Patente. Cheil Industries will den Standort Dresden erhalten und seine eigene Forschung und Entwicklung dort konzentrieren.

Ziel der Übernahme ist es, Samsungs OLED-Fertigung zu stärken. Vor allem bei der Produktion von großen Displays für Fernseher war der koreanische Konzern auf Schwierigkeiten gestoßen. Die Ausbeute bei 55-Zoll-OLED-Screens lag nach Angaben von Analysten zuletzt nur bei rund 50 Prozent. Das ist ein Grund dafür, dass entsprechende Geräte noch mehr als 13.000 Dollar kosten.

“Technologischer Fortschritt wird künftig über die Marktführerschaft im Bildschirmmarkt entscheiden”, wird Jong-Woo Park, CEO von Cheil Industries, in einer Pressemeldung zitiert. “Durch die Übernahme von Novaled stärkt Cheil Industries seine führende Stellung im Bereich elektronischer Materialien, und wir sind in der Lage, entscheidende Synergien in der Forschung und Entwicklung von OLED-Material der nächsten Generation zu erreichen.”

Novaled besitzt nach eigenen Angaben umfangreiches Know-how zu sogenannten Dopingtechnologien, die die elektrische Leitfähigkeit erhöhen sollen. Die Produkte des Unternehmens werden in OLED-Bildschirmen und von Leuchtenherstellern eingesetzt. Im Jahr 2012 betrug der Umsatz rund 26 Millionen Euro.

OLED-Bildschirme werden bisher überwiegend in Smartphones verbaut. Sie sind dünner und leichter als konventionelle LCD-Panels, aber schwieriger zu fertigen. DisplaySearch schätzt laut Novaled, dass der OLED-Bildschirmmarkt bis 2017 ein Volumen von 20 Milliarden Dollar erreichen wird.

http://www.zdnet.de/88165525/samsung-kauft-deutschen-oled-anbieter-novaled/

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Benjamin Franklin

30.01.2013 08:23
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Samsungs biegsame OLED-Displays kommen auch in Smartphones

Serienmäßige Produktion könnte allerdings noch Jahre auf sich warten lassen

Gebogene OLED-Displays kommen in den nächsten Jahren nicht nur in Fernseher, sondern werden auch in Smartphones implementiert werden. Dies zeigen die CES-Vorführungen der ersten Geräte, bei denen die Technologie zum Einsatz kommen wird. Wie auch bei den Fernsehern wird die serienmäßige Produktion dieser Geräte allerdings noch einige Jahre auf sich warten lassen, denn sie befindet sich nach wie vor in der Entwicklungsphase.

Im Moment Benachrichtigungen

Der von Samsung entwickelte Smartphone-Prototyp ist mit einem Display versehen, das an den Seiten schräg nach hinten abfällt. Wie The Verge schreibt, ist Samsung selbst noch nicht ganz sicher, was es mit dem zusätzlichen Screen auf der Seite machen wird. Im Moment wird dieser im Prototypen für das Anzeigen von Benachrichtigungen eingesetzt. 

Display-Prototyp

Konkrete Spezifikationen des Displays wollte Samsung nicht verraten, lediglich die Größe von fünf Zoll wurde verraten, sowie die Auflösung von 720p. Der Prototyp soll zudem über kein Betriebssystem verfügen, keine Kamera haben und keine weiteren für Smartphones typischen Features aufweisen, da der Fokus hier auf dem Display selbst liegt. (red, derStandard.at, 10.1.2013) http://derstandard.at/1356427272220/Samsungs-biegsame-OLED-Displays-komm...

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