Ölscheichs schwimmen im Geld

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02.12.2007 12:51
#1
Bild des Benutzers Hans
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Ölscheichs schwimmen im Geld

.....darum werden die Gewinne aus dem Ölgeschäft in einer Shoppingtour investiert:

http://www.handelsblatt.com/News/Default.aspx?_p=300036&_t=ig_p&ig_xmlfi...

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Gruss Hans

20.06.2008 12:02
Bild des Benutzers rogerfrieden
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Ölscheichs schwimmen im Geld

Naja man kann aber auch zu Saudiarabien sagen, da fliessen JEDEN TAG 9,5 Millionen Fass Öl auf den Markt, die Lagerbestände haben aber seit 30 Jahren nicht abgenommen. Wie soll das gehen? Im Land wurden seit den 70ern keine grösseren Felder enddeckt. Also muss der Vorrat viel kleiner sein als angegeben.

Die geben den Vorrat auch aus gutem Grund so hoch an, denn die Quoten der OPEC hängen von den Reserven ab, und da jedes Land geld machen will, will keiner zugeben das seine Reserven nicht mehr so gross sind. Ich denke die Ölindustrie wird früher zusammen brechen als manche denken. Der Peakoil könnte bereits überschritten sein.

Die Umwelt zumindest wird es uns danken.

Nur so nebenbei, in Dubai, also den Vereinigten Arabischen Emiraten wird das Öl in den nächsten 10 Jahren zu ende sein, deshalb investieren die Scheichs ja auch dermassen in andere Wirtschaftszweige. Tourismus und Freihandelszonen werden gefördert damit auch noch Geld fliesst wenn der lezte Tropfen weg ist.

Wo kämen wir den hin, wenn jeder sagen würde "wo kämen wir den hin", und niemand würde gehen um zu sehen wo wir hinkämen wenn wir gingen.

24.05.2008 13:47
Bild des Benutzers arunachala
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Ölbarone zocken uns ab!

So die Schlagzeile auf dem heutigen gelben «Blick»-Aushang. Ja, warum nicht? Es gibt Staaten die auf einem raren und begehrten Saft sitzen, weshalb sollten sie den verschenken? Mag sein, dass ein kleiner Teil des scheinbar hohen Preises auf Spekulation zurückzuführen ist. Doch der Saft wird knapp, da hege ich keine Zweifel – und dies ist der Hauptgrund für den Preisanstieg.

Auf der einen Seite hat sich die Nachfrage in den letzten Jahren enorm erhöht, nur schon durch die Millionen von Chinesen und Inder, welche sich mittlerweile eine Privatkarre leisten können. Weitere Millionen sparen darauf hin und werden sich ihren automobilen Traum bald erfüllen können. Nota bene: In Indien galt es vor ein paar Jahren noch als Zeichen des Fortschritts, im Stau zu stehen ...

Auf der Angebotsseite: Die Fördermenge lässt sich nicht einfach so erhöhen, viele Anlagen sind marod. Diese zu erneuern dauert seine Zeit und bedingt hohe Investitionen, welche selbstverständlich auf den Konsumenten abgewälzt werden.

Es gibt ernst zu nehmende Befürchtungen, dass in Wirklichkeit viel weniger Öl vorhanden ist als ausgewiesen...

«Interpretationsspielräume werden von den ölproduzierenden Staaten oft genutzt, um ihre Reserven zu manipulieren. So entschieden 1985 die OPEC-Förderländer, die länderspezifischen Förderraten an die jeweiligen Reserven zu koppeln; wer hohe Reserven aufweisen konnte, durfte mehr fördern und umgekehrt. Diese Entscheidung provozierte eine allgemeine künstliche Anhebung der Reserven der einzelnen Mitgliedsstaaten, da jeder höhere Förderraten bei hohem Preis erhalten wollte.»

... und dass wir den Oil-Peak bereits hinter uns haben:

«Das bisherige globale Ölfördermaximum fand laut den Zahlen der EIA im Januar 2006 statt (85,4 Mio Fass pro Tag). Die Förderung ging seitdem um etwa 200'000 Fass pro Tag zurück, was von der Ölindustrie auf einen durch die niedrigen Ölpreise der 1990er bedingten Investitionsrückstand zurückgeführt wird.»

Wäre es wirklich so einfach, neue Vorkommen anzuzapfen oder aus Kohle, Sand oder weiss der Teufel was mehr Öl zu produzieren, würde US-Präsident Bush wohl kaum das bigotte Wahabiten-Regime der Saudis dermassen hofieren und um eine Erhöhung der Fördermenge anflehen. Pikantes Detail am Rande: Woher stammten die meisten der 9/11-Bruchpiloten?, Richtig, Saudi-Arabien, dem wichtigsten US-Verbündeten in dieser Region! Keiner aus dem Irak oder Iran, der «Achse des Bösen».

Weshalb sind selbst Länder, die auf der Quelle sitzen, damit beschäftigt, andere Energiequellen anzuzapfen? Der Iran Atomenergie, Dubai - ists Dubai?? - Sonnenenergie? Die denken an den Tag danach. Und der Westen? Versucht die Iranis daran zu hindern unter dem Vorwand der Waffenproduktion. Wer hat bisher in der Geschichte Atomwaffen eingesetzt? Wer hat grosse Teile des Irak mit Atommüll von panzerbrechenden Geschossen verseucht? Na also!

Mag sein, dass sich noch viel schwarzes Gold aus der Erde pressen lässt. Doch zu welchem Preis? Billliger als Quellwasser in Literflaschen? Oder zum vielfachen Preis von heute?

Ölboykott? Ja bitte, warum nicht gleich Hungerstreik? Millionen von unfreiwillig Hungernden werdens uns danken.

@Orangebox: Du ärgerst dich über die SVP wegen ihrem Protektionismus der Landwirtschaft, dass drei Kühe so viel kosten wie ein Schulkind? Für mich der einzige Punkt den ich an der SVP mag! Ich meine, wir dürfen nicht Kühe gegen Kinder ausspielen! Der Tag wird kommen, an dem wir sehr froh darüber sein werden, unsere Landwirte nicht auf dem Altar der freien Marktwirtschaft geopfert zu haben. Sei es weil die Transportkosten explodieren werden, sei es weil die billig produzierenden Länder nicht mehr ausreichend Grundnahrungsmittel für den Export haben und zuerst das eigene Volk füttern müssen.

Zitate aus Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96lf%C3%B6rdermaximum#Voraussagen_zum_.C3.96lf.C3.B6rdermaximum

Ich mags den hart arbeitenden und gering geschätzten Bauern gönnen, wenn sich vieles bald verändert, schauen wir, dass sie bis zu diesem Zeitpunkt existieren können! Auch wenns etwas kostet!

Hello, this is your captain! Put your head on your hands, put your hands on your knees. We're going down. We're all going down.

seid schlang wie die klugen und schlug wie die klangen. (kasimir 487)

22.05.2008 12:53
Bild des Benutzers Emil
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Ölscheichs schwimmen im Geld

Das habe ich heute gefunden und sorgfältig gelesen:

Meine Anmerkungen in Grün

Wirtschaftsnachrichten22.05.2008 11:37 Ölpreis steigt weiter auf über 135 US-Dollar

Ottawa (ddp). Der Ölpreis hat in der Nacht zum Donnerstag seinen

Höhenflug fortgesetzt und erstmals die Marke von 135 US-Dollar

überschritten. In der Spitze notierte der Julikontrakt auf ein Barrel

(159 Liter) der Sorte Light Sweet Crude im kanadischen Handel bei

135,04 US-Dollar. Beobachter verwiesen auf die starke weltweite

Nachfrage vor allem aus China und die Sorge über Lieferausfälle.

Gegenwärtig ströme viel Geld in den Ölmarkt, da jeder mit steigenden

Preisen rechne.

Jeder?

Die Rallye war zunächst durch die neuen Lagerbestandsdaten in den

USA am Mittwochnachmittag ausgelöst worden. Diese waren in der Woche

zum 16. Mai im Vergleich zur Vorwoche um 5,3 Millionen Barrel

gefallen. Analysten hatten dagegen einen Anstieg um 0,3 Millionen

Barrel prognostiziert.

Hatten die sich nicht schon einmal so krass verrrechnet mit ihrem Vorrat, vor paar Monaten? Und dann kamen doch überraschend noch einige Vorräte ans Licht. Und der Ölpreis fiel.

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) hatte sich am

Mittwoch bereit erklärt, zur Stabilisierung der Märkte gegebenenfalls

Maßnahmen zu ergreifen. Allerdings zeigten die überhalb des

fünfjährigen Mittels liegenden globalen Lagerbestände, dass momentan

nicht Angebot und Nachfrage die Preise bestimmten, hieß es.

OPEC-Generalsekretär Abdalla Salem el-Badri sah den Markt derzeit als

gut versorgt an.

Im Gegensatz dazu stand die aktuelle Studie der Gruppe Energy

Watch Group, die einen Rückgang der weltweiten Ölförderung bis 2030

auf die Hälfte prognostiziert, und die laut Medienberichten vom

Donnerstag Unterstützung durch die Internationale Energieagentur

(IEA) findet. Die IEA senkte laut «Wall Street Journal»

(Donnerstagausgabe) ebenfalls ihre Vorhersage für die globale

Ölförderung bis 2030. Die künftige Verfügbarkeit von Erdöl werde viel

geringer sein als bislang angenommen, befand die IEA laut vorläufigen

Ergebnissen einer umfassenden Erhebung der Situation auf den 400

größten Erdölfeldern der Welt.

Ich würde gerne die Ergebnisse sehen.

Bisher ging die IEA davon aus, dass die Förderung von derzeit 87

Millionen Barrel pro Tag bis 2030 auf 116 Millionen Barrel gesteigert

werden kann. In ihrer neuen Prognose dürfte die IEA laut dem Blatt

diese Schätzung aber auf rund 100 Millionen Barrel senken. Grund

dafür seien nach IEA-Einschätzung fehlende Investitionen in die

Ölförderung.

Die Armen wollen also Batzeli und darum macht man derzeit mit dem Öltheater die ganze Welt verrückt und lässt die Börse zusammensacken. Wenn der Öl-Schwindel platzt und ich glaube, das ist ein ganz grosser, beissen den Letzten die Hunde. Ich steige dann ein, wenn es wieder einiges billiger ist.

Euer

Emil

22.05.2008 09:00
Bild des Benutzers shiraz
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Ölscheichs schwimmen im Geld

ok, oder etwa so,

da vielen staaten die infrastrukturmoderniesierung bevorsteht, zumindest die einsicht, beeinflussen sie den ölkurs mittels politischen szenarien, die instrumente dazu kontrollieren si ja, da sie mehr steuergelder aus dem ölabsatz einnehmen als bei aktien und oder untern.gewinne.

22.05.2008 08:19
Bild des Benutzers Dr.Zock
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Ölscheichs schwimmen im Geld

@ shiraz

Ich sehe das "Tun" der Ölländer sehr pragmatisch. Da werden mittels Milliarden von Dollars Gelder aus Staatsfonds aufgewendet um die USA zu stützen ( namentlich Banken ), und um gleichzeitig keine Risiken eingehen zu müssen, wird gleichzeitig dafür gesorgt dass diese Gelder auf "Umwegen" über Einnahmen von Petrodollars wieder reinkommen.

Fazit:

Einerseits haben sie dann beträchtliche Firmenbeteiligungen an Banken ohne Risiken, andererseits verdienen sie entweder am steigenden Ölpreis, oder dann am steigenden Aktienkurs.

Gruss

Dr.Zock

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

22.05.2008 08:07
Bild des Benutzers shiraz
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Ölscheichs schwimmen im Geld

ölpreis

vermehrt wird der finanzwelt der steigende ölpreis zugeschrieben,

aber niemand erklärt wie dieser zustand fabriziert wird.

drosseln die ölmultis die produktion oder sind es die zwischenhändler oder wer?

(angebot und nachfrage ist heute nicht plausibel, genau so china und indiennachfrage, kriege und terror).

22.05.2008 07:21
Bild des Benutzers marco
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Ölscheichs schwimmen im Geld

Momentane Oel preis 134 US ! STEIGEND! u

Ich glaube uns alles ist es nicht bewusst wie abhaengig wir vom oel sind!

Na klar koennen wir Oel Boykotieren, was muss einfach im Kauf nehmen dass es zu einem baldigen zusammenbruch userer Wirtschafts System kaemme!

Emil@ Eine schoene Utopi WinkWinkWink

21.05.2008 09:55
Bild des Benutzers Emil
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Ölpreis ist eine Frechheit

:?: Wer schwimmt im Geld? So paar Ölgnome?

Wir aber glaub nicht alle? Wenn das so weitergeht mit dem Ölpreis sehe ich nicht gut für die Wirtschaft.

Wie wäre es mit einem Ölboykott einmal anders herum? Soll die OPEC in dem Zeug doch ersaufen! :evil:

Ich glaube, etwas Vorrat haben wir schon noch. Wink

Emil