Opfern wir der UBS die Schweiz?

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Fine-Tuner
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Opfern wir der UBS die Schweiz?

Wieso brauchen wir eine UBS?

Wieso bin ich ein Ketzer und Brandstifter, wenn ich diese Frage stelle?

Hört die Redefreiheit hier auf?

Wenn doch schon sehr viele CH-Kunden bei der UBS abgesprungen sind, wie der Rohner ja selbst sagt, dann fallen einfach noch die Arbeitsplätze weg....na und?...Heute wissen wir, dass das Meiste nur Luft war.

Wie lange kann man 20'000 UBS Angestellte mit 60Mrd. alimentieren (..also ohne Bonus und so....Rohner CHF 5'000.- im Monat wäre doch angemessen, oder)? 20'000*5'000*13= 1.3 Mrd. pro Jahr.

60 Mrd. würde also reichen rund 45 Jahre!!!!!!!! lang 20'000 UBS'ler mit 5'000 im Monat (inkl. 13er) zu bezahlen.

He, Leute. Werden wir hier für völlige Dorftrottel gehalten....langsam krieg ich Angst. Gibs denn niemanden der diesen absoluten Wahnsinn sieht?

HIIIIILFEEE

Fine-Tuner

fritz.
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Re: Opfern wir der UBS die Schweiz?

Fine-Tuner wrote:

Gibs denn niemanden der diesen absoluten Wahnsinn sieht?

Doch ich sehe den auch. Leider bin ich nicht kompetent genug, um zu beurteilen, wie das Problem am besten geloest wird. Ich weiss ganz einfach nicht, was in dieser Situation am besten ist. Und ich befuerchte, die Politiker wissen es auch nicht, und die Baenker noch weniger...

Gruss

fritz

yzf
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Opfern wir der UBS die Schweiz?

Ein Wahnsinn wärs, die UBS verrecken zu lassen. Man kann sich nicht jahrelang in der Sonne bräunen und wenns einmal regnet depressiv werden :roll:

ein bisschen mehr Stolz auf die Marke UBS bitte 8)

Geht mit Gott, aber geht!

Azrael
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Opfern wir der UBS die Schweiz?

ja immerhin gilt es wieder mal switzerland zu verteidigen:

united banks of switzerland ! sehr wichtig für unsere reputation vor allem in anbetracht östlicher touristen WinkBiggrin

WOMEN & CATS WILL DO AS THEY PLEASE, AND MEN & DOGS SHOULD GET USED TO THE IDEA.

A DOG ALWAYS OFFERS UNCONDITIONAL LOVE. CATS HAVE TO THINK ABOUT IT!!

fritz.
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Opfern wir der UBS die Schweiz?

yzf wrote:

Man kann sich nicht jahrelang in der Sonne bräunen und wenns einmal regnet depressiv werden

Wer hat sich denn in der Sonne gebraeunt (ausser mir Lol )??? :?:

Das Management :!:

(Meine Sonnenbraeune hat aber nichts mit UBS zu tun gehabt, eher damit, dass ich auf andere teure Dinge verzichtet habe, z.B. die Skiausruestung)

Gruss

fritz

Pegasus
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Opfern wir der UBS die Schweiz?

UBS - de Facto KONKURS Verfasst am: 17.10.2008 - 00:08

- in einer wirklich freien Marktwirtschaft regelt der Markt immer alles richtig s e l b e r .

- folgerichtig; UBS geht KONKURS, ist mit 60 Milliarden Subrime-Schrott ja wirklich Heute echt PLEITE.

- z.B. die CS & andere könnten sich auf den Kadaver stürzen, diesen filetieren, sehe keinen effektiven Schaden bei der Wirtschaft, den Kunden, im Gegenteil,

diese wechseln somit nur zu einer wirklichen BANK, ihr Vorteil nur. comprendre ?

- CEO-Kurer bezieht immer noch 2 Millionen SFR Salär, einfach unfassbar, alles über eine Million ist viel zu viel, eigentlich gestohlen für so eine Pleitebude, welche den Staat noch um HILFE anbetteln muss ?

Dies ist doch ein volles Eingeständnis eigener Unfähigkeit. Basta. Rein gar nichts gelernt oder schon gar nicht kapiert was es geschlagen hat, welche Arroganz :evil: .

- das CH-Volk ist auch irgendwie Hirntod - nicht mehr denkfähig, ansonsten würde es spätestens jetzt die Hirnzellen einschalten und diesen Marionetten in Bern den "Marsch" blasen :shock:.

_________________

So wie einem das Licht nicht ohne die Dunkelheit bewusst würde, so gibt es keine Situation, in der nicht etwas POSITIVES zu entdecken wäre.

Frei nach I Ging

Fine-Tuner
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Opfern wir der UBS die Schweiz?

Was kaufen wir der UBS eigentlich ab?

WAS SOLL WAS WERT SEIN?

WER UND WAS STEHT HINTER DIESEN OMINÖSEN WERTPAPIEREN........MIT BETONNG AUF PAPIER.....????????????????

BITTE SAGT NICHT AMERIKANISCHE BAURUINEN!!!!!!!!!

DIESEN SÜNDENFALL WERDEN UNSERE KINDER NOCH TEUER BEZAHLEN

yzf
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Opfern wir der UBS die Schweiz?

Quote:

DIESEN SÜNDENFALL WERDEN UNSERE KINDER NOCH TEUER BEZAHLEN

a) habe ich keine Kinder

b) wer sagt dass das teuer wird? In zehn Jahren können diese Schrottpapiere wieder einiges wert sein. Ich denke mir, dass es langfristig für alle die beste Lösung (mit Gewinnen) sein wird

Geht mit Gott, aber geht!

ecoego.
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Toxic Assets

@FineTuner - die "Bauruinen" wie Du sagts (meistens aber nette huebsche Haeuschen, auf 30 Jahre Abschreibe gebaut) sind doch kein Thema mehr.

Jetzt kommt das ganz Dicke, total Luftige: Die horrend leveraged Hedge Fund und Private Equity Ponzi-Games die sich in Aufloesung befinden, en masse gekuendigt werden. Wo, wie beim antiken Weizen und Spreu trennen, das mal erst richtig in die Luft geschmissen werden muss um zu sehen was ueberhaupt noch runterfaellt, nicht vom Winde verweht.

Kann natuerlich auch gut kommen. Sogar Perlen darunter. Auf den Cayman s. Hoffen wir. Die sind zwar an Stuerme gewoehnt aber kraeftig weggeschwemmt hat s die auch schon http://tinyurl.com/6zaout

bye

Pers Meinung, e & o moeglich

weico
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Opfern wir der UBS die Schweiz?

Pegasus wrote:

UBS - de Facto KONKURS Verfasst am: 17.10.2008 - 00:08

- in einer wirklich freien Marktwirtschaft regelt der Markt immer alles richtig s e l b e r .

- folgerichtig; UBS geht KONKURS, ist mit 60 Milliarden Subrime-Schrott ja wirklich Heute echt PLEITE.

- z.B. die CS & andere könnten sich auf den Kadaver stürzen, diesen filetieren, sehe keinen effektiven Schaden bei der Wirtschaft, den Kunden, im Gegenteil,

diese wechseln somit nur zu einer wirklichen BANK, ihr Vorteil nur. comprendre ?

Exakt. So sollte es zwar sein.

Nur hat es in der modernen Zeit,ausser in der Theorie, (noch) keine freie Marktwirtschaft gegeben, sonder nur eine Marktwirtschaft für die Staats-und Finanzelite. Lol

Das die sogenannten "Rettungsversuche" damit begründet werden,dass es für die kleinen Leute sonst noch schlimmer gekommen wäre, ist gelinde gesagt..

..eine riesen VERARSCHUNG !! :idea:

P.S.

Ist halt wie beim Kommunismus/Sozialismus. Der ist ja auch ein sehr sozial-humanes Gebilde.Wenigstens wie es in Büchern steht und keine richtigen Menschen daran beteiligt sind... 8) Lol

weico

Fine-Tuner
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Opfern wir der UBS die Schweiz?

Guter Hinweis eco.

Wie wir wissen - beispielsweise Kings Club etc. - beissen die Hunde bei Ponzi immer den Letzten.

Ein Ponzi der Neuzeit - Lehman - ist bereits begraben.

Hoffen wir, dass die UBS nicht der nächste ist.

Mir scheint, dass der CH-Steuerzahler 60Mrd. ausgibt

um die Abflüsse bei der UBS zu bezahlen,

und letztlich der Letzte sein wird...autsch.

ae

ecoego.
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Warum die UBS gerettet werden muss

Wenn ich so quer lese hier scheint mir werden die untrennbaren Zusammenhaenge in der Finanzwelt, wie sie nun mal sind, sowie das Existenz bedrohende Klumpenrisiko Grossbanken fuer die Schweiz, immer noch nicht ganz realisiert. Es tut mir leid wenn ich damit fuer einige Mitposters hier naive Platitueden wiederhole. Sei dem so.

Das internationale Finanzsystem ist wie ein schlecht gebautes Gebaeude. Es hat viel zu viele Stockwerke und ein lausiges Fundament. Gewisse Etagen sind betoniert. Anderen haben Papierwaende. Es hat auch staerkere und schwaechere Tragbalken. Einige sind fast vermodert andere relativ stabil. Das Haus steht zwar noch aber es ist sehr wackelig und koennte einstuerzen.

Also was macht man?

Die einen sagen, lasst den Markt laufen, die verfaulten Balken sollen eben zusammenbrechen. Nur Pech ist: dann kommt das ganze Haus runter. Lehman war so ein Versuchs-Balken – und das Haus waere fast implodiert haette man nicht schnellstens Notreparaturen ausgefuehrt (Ob sie halten weiss man noch nicht).

Die anderen wollen praeventiv stuetzen, damit das Haus nicht zusammenbricht, und dann in relativer Ruhe die maroden Balken auswechseln. Dazu muss man ein Stuetzkorsett aufstellen. Vorteil: Gute Chance, dass das gelingt und das Haus gerettet werden kann. Man kann dann immer noch debatieren ob es ein neues Haus braucht oder nicht.

Demzufolge nuetzt es einen Deut jetzt ueber die Qualitaet des Gebaeudes, gewisser Balken zu diskutieren und Schuldige zu suchen oder strafen. Das muss – ob man will oder nicht – auf den Tag verschoben werden wenn nicht mehr die Gefahr besteht dass das Haus einstuerzt.

Umgesetzt auf die Schweiz, als eine der Etagen im Finanz-Haus: Ob jetzt das Geld bei Raiffeisen, Kantonalbank oder wo immer – die sind auch nur ein Teil vom Gebauede und auf Gedeih und Verderben auf die Stabilitaet vom ganzen Haus angewiesen.

Ich bin nun wirklich kein Freund von Grossbanken aber macht nicht den Bloedsinn Euer Geld ohne guten Grund in die vermeintliche Sicherheit anderer Banken zu verschieben. Wenn die UBS versagt, dann muss die Schweiz Staatsbankrott anmelden. So gross ist das Klumpenrisiko. Elementarste Bilanzkenntnisse genuegen das zu sehen. Die Natibank kann da nichts mehr machen. Viel zu klein. Das Steueraufkommen der CH BuergerInnen schon gar nicht. Dann kann man nur noch auf das Fed, die ECB, Japaner, Staatsfonds hoffen dass sie noch helfen - koennen - collectively. Und zweitens geht’s dann Eueren Kleinbanken auch an den Kragen. Die sind direkt und indirekt mit dem internationalen Finanzplatz, allen Balken im wackligen Haus, verbunden und verzahnt und von ihnen abhaengig um liquide zu bleiben. Die bunkern Euer Geld nicht im Keller. Das sollten – fairerweise (!) – Kleinbanken auch kommunizieren wenn die Leute mit dem Koerbli voll Geld ueber die Strasse rennen (figuratively speaking). Wenn das viele machen wirds einfach schneller schlimm - fuer alle.

bye

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Fine-Tuner
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Opfern wir der UBS die Schweiz?

Danke eco. This was a nice reading.

Deine Metapher mit dem baufälligen Haus finde ich stark...

besonders das mit den Balken.

So gesehen, haben wir eine Chance das Haus zu renovieren.

Balken um Balken....

Wenn man weiss, dass Banken strengen regulatorischen Auflagen unterliegen und regelmäsig von Wirtschaftsprüfern geprüft werden, wundert man sich schon ein Bisschen, dass diese morschen Balken nicht schon viel früher festgestellt wurden!?

Bei der UBS haben diese Damen und Herren Millionenbeträge für ihre "Dienstleistung" verrechnet!?.......es sollen bereits Klagen von Aktionären in Milliardenhöhe geplant sein.

Well, wie Du erwähnt hast, wird später abgerechnet.....dabei sollten wir die Rolle und Verantwortlichkeit der Revisionsstelle jedoch nicht ausser Acht lassen. Sie haben jahrelang bestätigt, dass die Internen Kontrollsysteme einwandfrei sind.

Fine-Tuner

Pleitegeier
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To big to fail or to big to save

Also wenns die Grossbanken lupft, hoffe ich dass alle Notvorrat im Keller haben. Folgen: Liquiditätsfluss weg, Kreditcrunch, Firmenpleiten, Massenarbeitslosigkeit, Schlangen vor den Bankschaltern, etc.

Es gibt eine schöne Foto von Hans Staub: "Run auf die Voksbank, Bahnhofstrasse, Zürich 1933" Keine Ahnung ob man das Bild im Netz findet. Ich habs in einem Fotoband "Schweizer Alltag - eine Photochronik 1930-1945"

Das letzte Mal als das ganze System krachte, kam dann das Dritte Reich als Alternative. Das kann nun wirklich niemand wollen.

Auf der anderen Seite ist zu befürchten, dass der Schweizer Steuerzahler gar nicht potent genug ist, um eine UBS zu retten, falls sie wirklich am A.... ist.

Pleiti

yzf
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Opfern wir der UBS die Schweiz?

Es wird keine Schweizer Grossbank lupfen, seht das doch endlich ein, die Zukunft ist rosa Wink

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ecoego.
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Stimmt, aber umgekehrt …

… die lupfen die Schweiz in den rosigen Finanzhimmel !

Serious jetzt und etwas off-topic. Bitte rechnet mit (wenn nicht schon alter Hut):

Ganz versimpelt: sagen wir mal der Marcel O hat fuers Jahr 2006 20 Millionen CHF Bonus in equivalent UBS Aktien gerechnet bekommen. Damals, zu 70 CHF das Stueck, waren das rund 285’000 Aktien.

Darauf hat er, generoes gerechnet, total 30 % Einkommens-Steuer bezahlt, also 6 Millionen, upfront. Die Aktien sind 3 Jahre blockiert (nehmen wir mal an). In seinem PF sind die Aktien heute noch gerade etwa 4,6 Mio wert (16 CHF das Stueck)

Ergo ist der arme Schlucker jetzt 1,4 Mio Franken im Minus, for god s sake! No? Also was soll das Gelaerme? Lasst doch den Mann in Ruhe und jetzt muss er auch noch baebele. Stimmts?

bye

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Azrael
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Re: Stimmt, aber umgekehrt …

ecoego wrote:

… die lupfen die Schweiz in den rosigen Finanzhimmel !

Serious jetzt und etwas off-topic. Bitte rechnet mit (wenn nicht schon alter Hut):

Ganz versimpelt: sagen wir mal der Marcel O hat fuers Jahr 2006 20 Millionen CHF Bonus in equivalent UBS Aktien gerechnet bekommen. Damals, zu 70 CHF das Stueck, waren das rund 285’000 Aktien.

Darauf hat er, generoes gerechnet, total 30 % Einkommens-Steuer bezahlt, also 6 Millionen, upfront. Die Aktien sind 3 Jahre blockiert (nehmen wir mal an). In seinem PF sind die Aktien heute noch gerade etwa 4,6 Mio wert (16 CHF das Stueck)

Ergo ist der arme Schlucker jetzt 1,4 Mio Franken im Minus, for god s sake! No? Also was soll das Gelaerme? Lasst doch den Mann in Ruhe und jetzt muss er auch noch baebele. Stimmts?

bye

bei der ubs gilt die bezugsbeschränkung erst seit anfang dieses jahres. ospel hat noch unter alter zeit gedient und wenn er schlau war den letzten downmove nicht mitgemacht. anyway... ich habs bereits geschrieben, ospel ist bestimmt mitschuldig an dem unschönen ausgang - hauptschuldig sind aber die geld- und kapitalsüchtigen menschen die ein marktverhalten in diesem ausmass überhaupt zulassen - nein sogar wünschen. denn damit kann man ja wunderbarerweise fett gewinne kassieren nicht? achja, solange die kasse klingelt feiert man die bank und deren führungsstab auch ganz anständig, am besten sogar auf fremde kosten.

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ecoego.
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Opfern wir die Schweiz den Hedge-Fund Manager ?

Danke Azrael. Also wehret den Anfaengen. Vielleicht das hier:

Bundesrat Merz und Bankiervereinspraesi Mirabaud wollen seit etwa einem Jahr die Hedge-Fund Managers von London in die CH locken und ihnen dafuer auf ihrem ganz persoenlichen Einkommen aus dem Fundgewinn, ein ganz persoenliches Geschenk machen und es ganz minim, wenn ueberhaupt, besteuern. Nett, nicht?

Auch ganz nett umschrieben auf dem Merz Portal heisst das Quote:

„…Angleichung der inländischen steuerlichen Rahmenbedingungen für Hedge-Fonds-Manager…“

http://www.efv.admin.ch/d/dokumentation/downloads/themen/finanzplatz/Ger...

Und hier die Visionen des Herrn Mirabaud

http://www.swissbanking.org/swiss-banking-roadmap.pdf

und dazu die offizielle page der Finanzverwaltung, auch nett umschrieben

http://www.efv.admin.ch/d/dokumentation/medieninformationen/index.php?id...

Soviel auch von wegen Steuerdemokratie! Langsam wird das zur Farce. Und heiliger Zorn kommt auch wieder mal auf. Und was ist ein Hedge Fund ueberhaupt? UBS? Nationalbank?…wenn man genau hinschaut!

Und nur Finanzplatz Geschwafel auf dem Finanzdepartements-Portal. What about Werkplatz Schweiz, for a change?

Nun, die Realitaet hat wohl diese cockamamy Idee etwas eingeholt. Trotzdem, latent ist das immer noch aktuell. Gerade den ultimate Blasen Blaser, den Luftibussen der Finanzindustrie in London, will man hier steuerfreies Asyl offerieren? Mit unsichtbarem, unreguliertem Hyper-Leverage operieren lassen damit sie ihr Ponzi game (schon wieder) von hier aus betreiben koennen? Bankrott koennen diese Hedge-Fundis auch in London anmelden.

Ich behaupte mal: Diese Leute in der Finanzverwaltung und beim Bankierverein wissen nicht genau was sie schreiben – und wenn dem nicht so ist, dann bitte hier allen simpletons wie mir erklaeren warum so blau der Hedge-Fund Himmel ist, der reale, tangible Mehrwert fuer die CH Wirtschaft und wie meisterlich die Risiken ge-meistert werden koennen

bye

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ecoego.
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Verzweiflungs-bottom? Around X-mas?

Quote:

Oct. 25 (Bloomberg) -- Hedge funds are aggravating the worst market selloff in 50 years as they dump assets to meet investor redemptions and keep lenders at bay.

http://tinyurl.com/5h8rc8

Nur so ueberlegt wann ev reasonable Zeitpunkt fuer Financial-Tsunami Portfolio composition. Noch auf der Suche nach anstaendigen forward looking P/E s. Im Moment noch nichts stabiles gefunden. Hilfe von Mitposter hier always welcome. So um die 6 - 8 sollte es hinhauen. Auf 3 - 5 Jahre a decent bet, IMHO.

bye

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Fine-Tuner
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Die Natibank ein Hedge Fund?

Die Natibank ein Hedge Fund? Ja, eigentlich schon. Was heisst hier "eigentlich". SICHER.

Sehr guter Hinweis. Aber vermutlich der eizige Hedge Fund der Sinn macht.

Die Bonusdiskussion zielt an den wirklichen Misständen vorbei.

Der grösste Misstand war/ist ein fehlendes Kontrollsystem.

Ein Kontrollsystem das sowohl die Lohnentwicklung des Topmanangements als auch deren Risikohunger kontrolliert.

Wo waren die Herren Wirtschaftprüfer? Wo die externen Berater? Wo die Ratingagenturen? Wo die Bankenaufsicht?

SIE HABEN VERSAGT. BRUTAL VERSAGT.

Die Banken haben nur getan, was man von ihnen verlangt, nämlich Geld zu "machen". Für die Risiken ist das Kontrollsystem zuständig.

BTW

There are tons of companies out now with forward p/e's in the single digits.

Unfortunately they all will dive deeper with the market. However, I'm more bullish today than I was yesterday.

Happy stockpicking

Fine-Tuner

ecoego.
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Common sense over cockamamie ideas

Quote:

Merz rollt roten Teppich für Hedgefunds wieder ein

http://tinyurl.com/55j8ff http://tinyurl.com/6rjf3t

Jetzt koennen wir nur noch hoffen seine Wiederauferstehung hat ihn auch mit einem chirurgischen Scharfblick fuer Banken-Bilanzen begnadigt. Bis jetzt hat s anscheinend nur einer wirklich begriffen und oeffentlich diskutiert http://tinyurl.com/6pykno : Die Grossbanken-Bilanzen sind zu gross fuer die Schweiz und muessen weg – sonst gibt’s Island im Switzland. http://tinyurl.com/5audx9

bye

NB 1 @FineTuner Finanz-Tsunami wishlist: Hab mal die DJStoxx600 ge-triaged, so gut es ging, gemaess biz model crisis resistance, forward P/E, cash, short term debt, sales, return equity, price/ book. Das schaut teilweise so gut aus – es kann nicht wahr sein. Die diversen CEO s, CFO s, Analysten machen wohl in Zweckoptimismus fuer ruhige Festtage. Hoere auch from the field that the bottom fell out in Oktober von bulk chemicals for consumer end products und anderen key Zwischenprodukten. Alles geht auf Halde, Lager, Tanks, nichts geht mehr raus (auch blockierte Trades wegen refusierten L/C s von prominenten Banken. Irre!). Wird sich wieder einpendeln aber wie und auf welchem (tiefem) Niveau und wann? Auch wenn ich was verpasse – warten wir mal auf die Q 4 Zahlen.

NB 2 Sektoren pick: Straumann uebers Jahr so nett solide und jetzt auch abgesoffen! Die market implosion sollte doch massives Zaehne-destruction durch knirschen provozieren, ergo implants, no? Vielleicht ist das schon vorbei und die Leute schreien, saufen, fressen, schluchzen, depressionieren und fatalisieren jetzt nur noch? Gut fuer Schnuller, Booze, Food, Papier, Waffen, Pharma, Healthcare, Gambling, Funeral Services. Will see next year.

NB 3 Very much liked Paul A. Volcker in the pic, right behind the President elect. Wenn die CH jetzt noch Fritz Leutwiler http://tinyurl.com/5kgufd resurrecten koennten waere mein Zukunfts-pic noch rosiger…

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Fine-Tuner
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Opfern wir der UBS die Schweiz?

Diese Bank liquidiert sich langsam aber sicher selbst.

Wenn der letzte Kunde sein Geld abgehoben hat und der letzte Kredit zurückbezahlt ist,

kann man diese Firma aus dem Handelsregister streichen.

Was bleibt, ist eine Briefkastenfirma

- Eigentümer: Das CH-Volk -

mit 60 Mrd. Luft auf der Aktikvseite...

....nebst einer um 6 Mrd. erhöhten Staatsschuld.

Ich bin schon zu alt, um mich hier aufzuregen. Die Jungen werden's schon richten. Sie werden diese Schulden mit Anstand zurückzahlen

...und wenn sie dafür selber Grass fressen müssen.

So sind wir Schweizer halt.

Fine-Tuner

ecoego.
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SNB hat Reserven für allfälligen Verlust bei UBS-Ramschpapie

gemaess NZZOnline 11. Dezember 2008 http://tinyurl.com/58dxxl

Quote:

…die Zweckgesellschaft zum Auffangen der UBS-Problempapiere von maximal 60 Mrd. Fr. heisst «SNB StabFund Kommanditgesellschaft». 90% der notwenigen Mittel finanziert die SNB, 10% oder 6 Mrd. Dollar steuert die UBS in Form von Eigenkapital bei….

…«Wir haben die UBS-Papiere übernommen, als sie auf 10% ihres Wertes zusammengeschrumpft waren», sagte SNB- Präsident Jean-Pierre Roth…

…Ein Verlust der Problempapiere würde die SNB über ihr Eigenkapital und die Ausschüttungsreserve abbuchen...

…Wie genau die Zweckgesellschaft in der SNB-Bilanz aufgeführt wird, steht aber noch nicht fest...

Comments:

Lese ich was falsch oder verstehs nicht? Incoherent NZZOnline reporting oder die SNB Leute sind uebermuedet – oder beides?

Anscheinend werden bei der NZZ Franken und Dollars durcheinander gemischlet. Die Papiere sind Dollar denominated. Die SNB musste sich die bei der US Fed gegen CHF swaps beschaffen oder klarer: bei Uncle Sam betteln, in die Kreide gehen, ausleihen.

Wie genau verbucht wird in der SNB Bilanz weiss man noch nicht aber wie die Verluste abgebucht werden weiss man schon? Was soll das? Zudem: Schon bei 20 Milliarden Verlust waere die ganze Ausschuettungsreserve futsch. Die SNB Bilanz hat sich seit Dec 07 um 37 Milliarden CHF oder fast ein Drittel aufgeblaeht. http://tinyurl.com/6gc5jl Mal gespannt auf die Bilanzen von SNB und UBS per 31 Dec 08.

Wie ich das lese waren die auf 10 % geschrumpften UBS Papiere einmal um die 600 Milliarden wert? Oder etwa 30 % der UBS Bilanz vom Q 2 2008? Wo sind die 540 Milliarden Differenz? Off-balance sheet „notional“ values?

...Hildebrand schloss weitere Verluste bei den Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse aufgrund der schwierigen Lage der Märkte nicht aus. «Es besteht aber kein unmittelbarer Handlungsbedarf» ...

Aber ein mittelbarer?

Klaerende, klare Erklaerungen sind dringend noetig. Fuers tumbe Volk – wie self. Zur vitalen Vertrauensbildung. Und nicht vergessen: Betet, HelveterInnen, betet, fuers Wohl vom Vaterland...

bye

NB: Ganz rational darf man empfehlen: CHF exposure reduzieren. Von wegen Switz’land – Island Syndrom. http://tinyurl.com/6m8rqm

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scaphilo
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Opfern wir der UBS die Schweiz?

@ecoego:

Später heisst es dann: Wir konnten das ja nicht vorhersehen dass diese Papiere praktisch wertlos sind. Wir dachten die steigen dann schon wieder mal im Preis und dann müssen wir auch nicht wissen wie wir das verbuchen wollen. Nun gut jetzt ist es halt so dass wir 60Mia verbrannt habe, who cares. Wir brauchen jetzt übrigens 600 Mia um die UBS und CS zu retten. Wer ist einverstanden? Und wer möchte lieber wieder in der Steinzeit leben?

MarcusFabian
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Opfern wir der UBS die Schweiz?

scaphilo wrote:

Wir brauchen jetzt übrigens 600 Mia um die UBS und CS zu retten. Wer ist einverstanden? Und wer möchte lieber wieder in der Steinzeit leben?

Brauchen wir die UBS und die CS wirklich um jeden Preis?

Wohl kaum, oder?

Bullish
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Opfern wir der UBS die Schweiz?

Ich hatte dies im ubs thread gepostet, aber dort geht es zu schnell unter; eigentlich dasselbe wie schon ecoego sieht.

Quote:

Ich habe immer von 54Mrd USD gelesen, zu 1.18 sind es momentan 63.7Mrd CHF. Egal, 60Mrd für 10% heisst doch, die UBS hätte bei 100% 600Mrd(!) in den Büchern gehabt. Sie zu 60Mrd zu bewerten, würde doch bedeuten, dass 540Mrd abgeschrieben wurden.

Oder: 10% von 60Mrd wären die 6Mrd Eigenkapital. So wären die Papiere von 60Mrd momentan 10% also 6Mrd "wert". Aber in diesem Fall müsste die UBS doch nichts mehr auslagern.

Wieviel von diesen Papieren gehört der UBS selber, wieviel liegt in Kundendepots (also Verlust für Kunden). Wieviel gehört unseren PK's???

Bis jetzt stelle ich mir das Ganze so vor, resp es wird einem so suggeriert:

Die "Ramschpapiere" sind zB Hypotheken, die nur noch zu 10% ihres Ursprungwertes gehandelt werden. Im schlimmsten Fall tritt ein Foreclosure ein, die Hütte wird nur noch für 50% des Kaufpreises verkauft. Damit wird die Hypothek bedient. Dh 10% sollten jetzt auf 50% steigen, was das 5-fache ist und 400% Gewinn bedeutet. Falls das so wäre, würden 100 von HF's diese Papiere kaufen und auf ein Forclosure drängen. So ist es aber nicht. Banker in CH erzählen mir aber genau das, und dass deshalb die SNB ein Super-Geschäft machen würde.

Also muss es so sein:

Man hat immer etwas von sog. "Tranchen" gesprochen: Die Schrottpapiere sind nicht einfach Kredite an Nicht-kreditwüdige, sondern Papiere 2., 3. etc Ranges: zB die Hütte wurde für 100 gekauft, die (grössten Schrott)Papiere decken nur 91-100 ab, dh, sinkt die Hütte auf 75 ab, dann ist der Handel mit 91-100-Papieren hochspekulativ UND EIN FORCLOSURE MUSS UNBEDINGT VERHINDERT WERDEN.

Wer aber Papiere von 71-75 hat, möchte unbedingt den Foreclosure, weil er Angst hat, seine Deckung auch zu verlieren, falls die Hütte auf 70 fällt.

Von daher stammt doch die Aussage Roth's, dass man als SNB in alle Ewigkeit warten könne... Es darf nur keine Foreclosures geben, und man muss auf eine Inflation hoffen.

Deshalb versteht auch niemand mehr, welche Papiere zu welchen Hypotheken gehören und deshalb sind die Foreclosures so kompliziert geworden.

Tausende von 91-100-Tranchen wurden in einen Topf geworfen, bewertet und an verschiedene Investoren verkauft.

Dasselbe mit 81-90-Tranchen. etc. Natürlich kann anders tranchiert werden. Problem ist: Verschiedene Marktakteure besitzen verschiedene Tranchen einer Hypothek, es gibt keinen Verhandlungspartner um eine Lösung bei einer Unterdeckung zu finden. Deshalb wird ja gefordert, dass dies die Richter machen sollten. Als Investor weiss man gar nicht, welche Hypotheken in den Investments von Forclosures betroffen sind und welche noch gedeckt sind. Deshalb kann der Scheiss nicht mehr bewertet werden. Wie das Beispiel von Jens Korte, von 5 Flaschen enthält eine Gift. Trinkst du nun von einer der 5???

Wer also aggressiv in diesen Markt einsteigen wollte, musste doch soviele dieser 91-100-Papiere kaufen und zwar solche für Hypothekan an Schuldner mit niedriger Bonität. Ein Riesengeschäft, solange die Preise der Häuser steigen oder stagnieren.

Wenn ich - anstelle von BR Merz - solche Positionen in der UBS Bilanz sehen würde, hätte ich auch einen Infarkt.

Die UBS sitzt vielleicht auf vielen dieser 91-100-Papiere, die CS war schlauer und vielleicht 61-70-Papiere, die jetzt aber auch langsam in Gefahr geraten...

Ich weiss nicht, ob es so funktioniert, wer aber kreatives Kredit-Engeneering betreiben möchte, würde genau auf eine solche Idee kommen.

Kennt sich jemand richtig aus, wie die Struktur dieser Hypotheken, derer Atomisierung und Zusammenwürfellung in Pakete funktioniert, und wie man solche Papiere in den Bilanzen von Banken erkennen kann?

Mir ist nicht ganz klar, welche Beträge die ursprünglichen 100% sind; ich glaube, das ist keinem klar. Für mich gibt es 2 Möglichkeiten:

1. Entweder sind 600Mrd at risk, davon 540Mrd schon weg - ob CHF oder USD, keine Ahnung mehr.

2. Oder die SNB will uns dereinst weissmachen, falls man den Scheiss für 12Mrd wegbringt, dass man auf den 6Mrd 100% Gewinn gemacht hat.

Ich glaube langsam eher an 1.) - ich glaube Merz hat es im Herbst auch so verstanden; Widmer-Schlumpf u. Leuthard noch nicht. Und Blocher, der Schlawiner, hatte Insider Infos von Ospel, deshalb hat er im Dezember 2007 die Abwahl gegen sich organisiert, damit er nicht zusammen mit dem Rest des BR gesteinigt wird, sondern mit seiner Schattenregierung an die Macht gehen kann. Das würde einen geilen Film geben Wink

MarcusFabian
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Opfern wir der UBS die Schweiz?

Bullish wrote:

10% von 60Mrd wären die 6Mrd Eigenkapital.

Deine ganze logische und schlüssige Argumentationskette basiert auf der Annahme, dass UBS ihre Papiere mit 10% Eigenkapital gedeckt hat.

Ich hinterfrage das mal, denn die meisten Banken haben eine EK-Decke von 1-2% und ich glaube nicht, dass die UBS so viel besser dasteht.

Einige US-Banken - JPM zum Beispiel - haben bei der EK-Deckung eine Null vor dem Komma.

Bullish
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Opfern wir der UBS die Schweiz?

MarcusFabian wrote:

Bullish wrote:
10% von 60Mrd wären die 6Mrd Eigenkapital.

Deine ganze logische und schlüssige Argumentationskette basiert auf der Annahme, dass UBS ihre Papiere mit 10% Eigenkapital gedeckt hat.

Ich hinterfrage das mal, denn die meisten Banken haben eine EK-Decke von 1-2% und ich glaube nicht, dass die UBS so viel besser dasteht.

Einige US-Banken - JPM zum Beispiel - haben bei der EK-Deckung eine Null vor dem Komma.

Nein, ich dachte eher so, die 60mrd waren die 100%, nun sind die 10% - von welchen Hr. Roth spricht - 6mrd und dies entspricht ja ungefähr dessen, was die UBS als EK in die neue Gesellschaft einbringt. Macht aber nicht so Sinn.

So wie es kommuniziert wird:

- SNB übernimmt für 60mrd Schrott.

- Laut Roth wird der Schrott nur noch zu 10% bewertet, bei der Übernahme

- wenn jetzt 60mrd 10% entsprechen MUSS die ursprüngliche Position 600mrd gewesen sein

- wo sind die 540mrd verloren gegangen, denn abgeschrieben hat die UBS nicht so viel

Aber die UBS Positionen sind nicht so hoch:

http://www.youblisher.com/p/21-UBS-Q308-Presentation/page-12

SNB transaction:

http://www.youblisher.com/p/21-UBS-Q308-Presentation/page-14

Also ist es eher so:

Die SNB hat für etwas, dessen Marktpreis 6mrd war, 60mrd bezahlt - oder garantieren sie es nur?

Ich muss nun einmal die Originaldokumente von SNB und Parlament finden.

Edit: ok, hier ein paar Sachen, was mich stört:

Quote:

http://www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/snb_hat_reserven_fuer_allfaellige...

Die SNB hofft auf eine langfristige Erholung der fraglichen Aktiven: «Wir haben die UBS-Papiere übernommen, als sie auf 10% ihres Wertes zusammengeschrumpft waren», sagte SNB- Präsident Jean-Pierre Roth. «Die Marktsituation hinter diesen Papieren ist aber besser, als die Zahlen vermuten lassen.»

Heisst, dass nun, für 6mrd wert 60mrd bezahlt? oder was einmal 600mrd wert war für 60mrd gekauft?

Quote:

http://www.admin.ch/ch/d/ff/2008/8943.pdf

s. 38

Das gewährte Darlehen ist durch den Gesamtwert der Aktiven der Zweckgesellschaft

gesichert. Verluste bis maximal 10 % der Gesamtanlagen werden durch das

Eigenkapital der Zweckgesellschaft aufgefangen. Darüber hinausgehende Verluste

bedeuten eine Abschreibung auf dem Darlehen und damit einen Wertverlust auf den

Aktiven der SNB. Insgesamt sind die Risiken (zukünftige Wertveränderungen) auf

den Anlagen stark von der weiteren Entwicklung an den zugrunde liegenden Märkten,

insbesondere dem Immobilienmarkt in den USA und in Europa, abhängig und

damit aus heutiger Sicht schwierig abzuschätzen.

Sind das die "gleichen" 10%?

Und wo das Geld herkommt:

Quote:

Der Kredit der SNB über höchstens 54 Milliarden US-Dollar ist durch die

Verpfändung sämtlicher Aktiven der Zweckgesellschaft gesichert. Er wird

zum US-Dollar-Einmonats-Libor zuzüglich 250 Basispunkten verzinst. Die

Einkünfte der Zweckgesellschaft aus Zinszahlungen, Amortisationen und

Aktivenverkäufen werden monatlich nach Zinszahlungen an die SNB und

Deckung der Betriebskosten in erster Linie zur Rückzahlung des Kredits

verwendet. Die SNB stellt den Kredit in US-Dollar zur Verfügung, da die

Aktiven überwiegend in dieser Währung denominiert sind. Sie wird sich die

notwendigen Devisen zunächst direkt beim amerikanischen Fed und später

am Markt beschaffen; der Einsatz von Währungsreserven ist nicht vorgesehen.

Die Finanzierung durch das Fed wurde im Rahmen des bestehenden

Swap-Abkommens geregelt.

Oder:

Unterscheidet die SNB zwischen den 6mrd(ek) und den 60mrd(kredit): wenn die positionen für 12mrd verkauft würden, entspräche dies einem gewinn von 100%, der kredit könnte aber nicht vollends zurückbezahlt werden, was in den augen der snb scheissegal wäre, weil:

Quote:

Sie wird sich die

notwendigen Devisen zunächst direkt beim amerikanischen Fed und später

am Markt beschaffen;

Dh, die 54mrd usd sollen im markt verkauft werden; das hat dann nichts mehr mit der snb zu tun. nur: wer kauft das??

ecoego.
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Opfern wir der UBS die Schweiz?

@ scaphilo, MarcusFabian, bullish, reckefoller, Azrael, fritz, yzf, pegasus, FineTuner und viele andere mitposters:

Off topic, in eigener Sache (hoffen wir der Moderator laesst s durch): Da ich mich meistens - und etwas unregelmaessig - nur via on-line CH medien informieren kann was in unserem schoenen Land so hin und her geht, sind Euere super Kommentare und Ueberlegungen sehr appreciated. Imho ist deren kollektive Substanz informativer und aktueller als die vielen fragmentarischen (?) copy/paste Agentur Meldungen der mainstream Journalisten. Danke. Investigatives Reporting scheint nicht (mehr?) die Staerke der CH Medien.

bye

Pers Meinung, e & o moeglich

Bullish
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Opfern wir der UBS die Schweiz?

ecoego wrote:

Investigatives Reporting scheint nicht (mehr?) die Staerke der CH Medien.

1. Es ist nicht mehr finanzierbar.

2. Die Leser/Zuschauer/-hörer haben nicht endlos Zeit, sich mit irgendwelchen Themen zu beschäftigen. Dafür interessiert es sie zuwenig. Oder sie haben wichtigeres zu tun.

3. Am CERN wollten sie kleine schwarze Löcher erzeugen, quasi das physikalische Equivalent zur Deflation. Ein Nobelpreisanwärter, der dann aber durchgeknallt ist, hat berechnet, dass die zu einer Katastrophe führen werden, er hoffe aber, jemand könne seine Berechnungen widerlegen. Ich weiss nicht, was weitergeschah, aber wegen technischer Probleme sind/waren(?) die Versuche erstmal auf Eis. Aber wen interessiert das? Mich nicht, ich kann es nicht nachvollziehen, muss mich auf andere verlassen.

Was will ich sagen: die Dinge sind so komplex geworden, dass man sie nicht einfach in 30sec/halben Spalte abhandeln kann. Und sind wir ehrlich, 20min ist noch schlechter als der Blick, weil die, wie Du auch feststellst, einfach Agenturmeldungen übernehmen. Sie gelten aber momentan als das erfolgreichste Zeitungsmodell, denn Inserate interessieren sich nicht dafür, was nebendran geschrieben steht, im Gegenteil, an Anspruchslose kann man viel einfacher Anspruchsloses verkaufen.

Es ist unmöglich, dass ein Journalist in ein paar Stunden etwas aufarbeiten sollte, was 1000 Professoren in 50 Jahren nicht erkennen konnten. Deshalb werden sich Journalisten auch hüten, irgendwelche 9/11 Details zu diskutieren.

Es gibt aber Blogs, und ich hoffe, engagierte Journalisten bringen Interessantes auf Ihren inoffiziellen Blogs, während sie halt für ihr täglich Brot weiter Agenturmeldungen umschreiben müssen.

Man kann weder die Verantwortung auf Politiker, Bänker noch Medien abschieben, man muss sich selber informieren und es gibt mehr und mehr Möglichkeiten hierfür. Am Schluss muss man glauben, was man erfährt, was will man sonst? Wichtig ist aber zu erkennen, dass es nicht nur EINE Ursache, EINE Erklärung, EINE Lösung gibt. Das lehrt uns die Schule leider noch zu wenig. Aber Verantworung für uns selber, kann uns niemand abnehmen. Wir müssen unsere Präferenzen selber kennenlernen und anwenden lernen. Ob dies jetzt Lehman-Zertis kaufen, 1. Klasse Zug fahren, Zigis rauchen oder ungeschützter Geschlechtsverkehr mit Unbekannten praktizieren ist.

Denne
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Opfern wir der UBS die Schweiz?

Bullish wrote:

Wichtig ist aber zu erkennen, dass es nicht nur EINE Ursache, EINE Erklärung, EINE Lösung gibt. Das lehrt uns die Schule leider noch zu wenig. Aber Verantworung für uns selber, kann uns niemand abnehmen. Wir müssen unsere Präferenzen selber kennenlernen und anwenden lernen. Ob dies jetzt Lehman-Zertis kaufen, 1. Klasse Zug fahren, Zigis rauchen oder ungeschützter Geschlechtsverkehr mit Unbekannten praktizieren ist.

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