Papstwahl

9 Kommentare / 0 neu
03.03.2013 10:52
#1
Bild des Benutzers Nebukadnezar
Offline
Kommentare: 677
Papstwahl

115 Männer wählen den Papst.

Es wird ein langes Konklave geben, sagt Vatikan-Experte Andreas Englisch, die Fronten sind klar, und: „Schönborn spielt eine ganz wichtige Geige“

Aus und vorbei. Ruhestand. Der emeritierte Papst hat sich diese Woche letztgültig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, geht im Castel Gandolfo spazieren, liest theologische Bücher und spielt wieder gerne Klavier.

24 Kilometer weiter nördlich, im Petersdom in Rom, steht der Stuhl Petri leer. 115 Kardinäle arbeiten daran, einen der ihren auf den roten Samt zu hieven (92 weitere Kardinäle sind zum Zuschauen verdammt, weil sie über 80 und damit zu alt sind).

Die 115 wahlberechtigten Kardinäle bringen es auf insgesamt 8143 Lebensjahre, das Durchschnittsalter der Papstmacher liegt somit bei knapp 71 Jahren. Auffällig ist die traditionell große Übermacht der Italiener im Konklave: Fast jeder vierte Entscheidungsträger in Purpur stammt aus Italien.

Die Kardinalsfrage dabei: Schaffen es die Italiener nach 35 Jahren wieder, das höchste Amt im Kirchenstaat an sich zu reißen? Von einem „Überlebenskampf des alten Systems, der sich in diesem Konklave entscheidet“, spricht etwa der Ratzinger-Biograf Andreas Englisch („Benedikt XVI. – Der deutsche Papst, Bertelsmann 2011): „Über tausend Jahre kamen die Päpste aus Italien. Dann kam der Pole Wojtyła, dann Benedikt. Der Machtanspruch der Italiener ist seither hinfällig.“

Zwei Machtblöcke

„Der Kampf findet zwischen Italienern und Nicht-Italienern statt“, sagt der Vatikan-Experte, „gelingt es den Italienern, einen aus ihren Reihen zum Papst zu küren, wäre das ein Rückschritt und hätte eine stark national dominierte Kirche zur Folge. Setzt sich hingegen der internationale Block durch, käme das einer De-facto-Entmachtung Roms gleich.“

Einen klaren Favoriten haben die „Vaticanisti“, wie die Experten genannt werden, nicht ausgemacht, aber es gibt einige, die sich zum Favoritenkreis zählen dürfen: Auf italienischer Seite sind das Tarcisio Bertone (Nummer 9 in der Grafik), Kardinalstaatssekretär und momentan mächtigster Mann im Vatikan, sowie Angelo Scola (Nr. 52), mächtiger Erzbischof von Mailand und Angelo Bagnasco (Nr. 6), der Präsident der italienischen Bischofskonferenz.

Marc Ouellet (Nr. 90) aus Kanada zählt zum Favoritenkreis, weil er in den 1970er-Jahren in Kolumbien lebte und somit mit der Unterstützung der lateinamerikanischen Kardinäle rechnen darf. Oscar Rodriguez Maradiaga (Nr. 72) aus Honduras, Präsident der Caritas Internationalis, könnte zum ersten lateinamerikanischen Papst gewählt werden, ebenso wie Odilo Scherer (Nr. 76), Erzbischof von São Paulo, Fürsprecher der Armen und Befürworter der stärkeren Einbindung von Laien

Peter Turkson (Nr. 103), der Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden, könnte als erster schwarzer Papst in die Geschichte eingehen. Der erst 55-jährige Luis Antonio Tagle (Nr. 111) wäre der erste asiatische Papst.

Bleibt noch Österreichs Kandidat an aussichtsreicher Stelle, Christoph Schönborn (Nr. 51). Über ihn sagt Andreas Englisch: „Er hat die Missbrauchsfälle gut gemanagt. Der spielt eine ganz wichtige Geige im Vatikan.“

http://kurier.at/politik/weltchronik/diese-115-maenner-waehlen-den-papst...

Aufklappen
--------------------------------------------------------------------------------------------- Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.
19.03.2013 13:20
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Papst Franziskus ins Amt eingeführt

19.03.2013 12:16
 


Papst Franziskus hat vor Zehntausenden Pilgern und Touristen sein Amt als Kirchenoberhaupt der Katholiken offiziell angetreten. Einem feierlichen Ritus folgend erhielt der neue Papst am Dienstag auf dem Petersplatz den traditionellen Fischerring und das Pallium, ein Band oder Schal vom Hals auf die Brust herunterhängend.

Den vergoldeten Silberring überreichte Kardinalsdekan Angelo Sodano dem neuen Papst, den Wollschal bekam er von dem Protodiakon Jean-Louis Tauran umgelegt. Das Pallium hatte bereits Benedikt getragen.


Die Überreichung der päpstlichen Insignien markiert den Beginn des Pontifikats. Der 76-jährige Argentinier ist der 266. Papst der Weltkirche. Stellvertretend für alle Kardinäle gelobten sechs Purpurträger anschliessend Franziskus feierlich ihren Gehorsam.


Franziskus sagte in seiner Predigt, es sei auch seine Aufgabe, "mit Liebe und Zärtlichkeit die gesamte Menschheit anzunehmen, besonders die Ärmsten, die Schwächsten, die Geringsten".


Angesichts zahlreicher Wegstrecken mit grauem Himmel seien alle berufen, "den Stern der Hoffnung leuchten zu lassen: Hüten wir mit Liebe, was Gott uns geschenkt hat!" Jedes Geschöpf Gottes und auch die Umwelt müssten geachtet werden, sagte der Argentinier, der seinen Papstnamen vom Heiligen Franz von Assisi entliehen hat.


"Lassen wir nicht zu, dass Zeichen der Zerstörung und des Todes den Weg dieser unserer Welt begleiten", beschwor Franziskus die Menge auf dem Petersplatz und die anwesenden Vertreter aus Politik und Kirchen. Leider gebe es in jeder Epoche Menschen wie Herodes, "die Pläne des Todes schmieden, das Gesicht des Menschen zerstören und entstellen". Hass, Neid und Hochmut verunreinigten aber das Leben.


Vor der Messe jubelten die Menschen dem neuen Mann auf dem Stuhl Petri zu, als er in einem offenen Jeep durch die Menge fuhr und sie bei sonnigem Wetter begrüsste. Ein Meer von Fahnen aus aller Welt und Spruchbändern war auf dem Platz vor dem Petersdom zu sehen, auf dem nach Angaben des Vatikans 150'000 bis 200'000 Menschen zusammenkamen.


Dutzende Staatspräsidenten, Regierungschefs, hochrangige Vertreter der Königshäuser und anderer Kirchen sind zu seiner Amtseinführung nach Rom gereist. Franziskus war vor sechs Tagen zum Nachfolger von Benedikts XVI. gewählt worden, der aus Altersgründen zurückgetreten war.


Quelle: www.cash.ch

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

18.03.2013 08:41
Bild des Benutzers sime
Offline
Kommentare: 1545

Papst mit Sonnenbrille, das ist doch mal was! Biggrin

 

18.03.2013 08:37
Bild des Benutzers Nebukadnezar
Offline
Kommentare: 677

 

Der neue Papst: Ja, es ist ein Vulkanier!

 

 

---------------------------------------------------------------------------------------------
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.

14.03.2013 15:23
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Aufstiegschancen bis ganz nach oben

Revolution im Vatikan! Der neue Papst wird nicht mehr vom Konklave per Geheimwahl bestimmt, der höchste Kirchenjob ist erstmals öffentlich ausgeschrieben. Interesse? Die Stellenanzeige.

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

14.03.2013 14:29
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 14727

Der neue Papst startet in den Arbeitsalltag

14.03.2013 13:13



Einen Tag nach der historischen Wahl des ersten Lateinamerikaners zum Papst hat sich Franziskus in Rom der Öffentlichkeit gezeigt. Franziskus suchte am Morgen nach seiner Wahl die römische Basilika Santa Maria Maggiore für ein Gebet auf.

Dutzende Menschen, darunter viele Fotografen, erwarteten ihn. Mit dem Gebet in der ältesten Marienkirche der Welt dankte der neue Papst der Mutter Gottes für seine Wahl und bat um Beistand für sein schwieriges Amt.


Der Papst wurde unter anderem begleitet von Georg Gänswein, dem Präfekten des Päpstlichen Haushalts. "Er sprach herzlich zu uns wie ein Vater", sagte der Priester Ludovico Melo, der gemeinsam mit dem Papst in der Kirche betete. Franziskus hatte nach seiner Wahl von der Loggia des Petersdomes angekündigt, dass er sich als erstes bei der Gottesmutter für seine Wahl bedanken wolle.


Am späten Nachmittag wollte Franziskus in der Sixtinischen Kapelle mit allen Kardinälen, die in Rom sind, eine Messe feiern. Darunter sind die 115 Purpurträger, die am Konklave teilgenommen hatten. Am kommenden Dienstag soll Franziskus mit einer feierlichen Messe in Rom ins Amt eingeführt werden.


Auf Franziskus warten gewaltige Aufgaben. Die katholische Kirche leidet nach Ansicht von Kritikern unter einem Reformstau. Auch die Kurie und die Vatikanbank gerieten in Verruf. Schon jetzt hat der 266. Papst der katholischen Kirche einen vollen Terminkalender.


Demnächst wolle der neue Papst sich auch mit seinem Vorgänger treffen, kündigte Vatikansprecher Federico Lombardi an. Der emeritierte deutsche Papst Benedikt XVI. hat sich nach Castel Gandolfo zurückgezogen. Joseph Ratzinger war aus Altersgründen Ende Februar zurückgetreten.


Die Wahl des Argentiniers Jorge Mario Bergoglio zum Oberhaupt der 1,2 Milliarden Katholiken weckte international Hoffnungen auf mehr soziale Gerechtigkeit und ein friedvolles Miteinander der Religionen. Kommentatoren in Rom sprachen von einer "epochalen Wahl".


Im argentinischen Kongress unterbrach der Vorsitzende der Abgeordnetenkammer, Julián Domínguez, die Sitzung. Er rief aus: "Es gibt einen Papst, und der ist Argentinier!"


Brasiliens Bischöfe reagierten mit grosser Freude auf den Papst aus dem Nachbarland Argentinien. "Wir erwarten ihn mit viele Liebe und Warmherzigkeit zum Weltjugendtag (im Juli) in Rio de Janeiro", sagte der Generalsekretär der brasilianischen Bischofskonferenz, Leonardo Steiner.


Quelle: www.cash.ch

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

13.03.2013 20:55
Bild des Benutzers Nebukadnezar
Offline
Kommentare: 677

 Die wichtigsten Infos zum neuen Papst Franziskus I.Bergoglio;

Der Kardinal, der mit dem Bus zur Arbeit fuhr

 

Fast wäre er schon 2005 Papst geworden, nun ist er es tatsächlich: Jorge Mario Bergoglio gilt als bescheidenes Arbeiterkind. Er lehnt Prunk ab und setzt sich für soziale Gerechtigkeit ein. Die wichtigsten Informationen im Überblick.- Bergoglio ist als eines von fünf Kindern einer italienischen Einwandererfamilie in Buenos Aires geboren.

– Vor seinem Theologiestudium absolvierte er eine Ausbildung als Chemiker.

– Er studierte neben Theologie auch Philosophie, lehrte Psychologie und Literatur.

– Nach der Priesterweihe brachte er es zum Provinzial der Jesuiten in Argentinien.

– Sein Aufbaustudium hat er in Deutschland absolviert und mit der Promotion abgeschlossen.

– Seit 1998 ist er Erzbischof von Buenos Aires , seit 2001 Kardinal.

-Er gilt als bodenständig, lebt bescheiden in einem kleinen Appartement und fährt mit dem Bus zur Arbeit.

– Er setzt sich für Arbeitslose und Kranke ein und kritisiert Großspurigkeit. Zu den politisch Mächtigen hält er Abstand und vertritt die These, dass die Armut in Argentinien Folge der marktwirtschaftlichen Politik ist. Er plädiert für staatliche Sozialprogramme. :ok:

– Bei Kritikern umstritten ist er wegen seiner Rolle während der Militärdiktatur bis 1983. Er habe mit der Militärjunta gemeinsame Sache gemacht, werfen die Kritiker ihm vor. Seine Anhänger argumentieren, er habe viele sozial orientierte Priester vor der Verfolgung durch die Militärs gerettet. http://www.focus.de/politik/ausland/papstwahl-im-vatikan/die-wichtigsten...

 

---------------------------------------------------------------------------------------------
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.

10.03.2013 17:12
Bild des Benutzers Nebukadnezar
Offline
Kommentare: 677

Der nächste Papst wird der letzte sein

Beim Rätseln über den nächsten Papst lohnt ein Blick in die Orakel des heiligen Malachias. Die 112 Weissagungen gelten zwar als Fälschung, sind aber doch erstaunlich akkurat, was die Neuzeit betrifft.

http://www.welt.de/politik/ausland/article114300527/Der-naechste-Papst-w...

 

---------------------------------------------------------------------------------------------
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.

08.03.2013 18:20
Bild des Benutzers Nebukadnezar
Offline
Kommentare: 677

Konklave zur Papst-Wahl beginnt am 12. März

Die Wahl des neuen Papstes beginnt am nächsten Dienstag. Das haben die in Rom versammelten Kardinäle entschieden, wie der Vatikan am Freitagabend mitteilte.

http://www.welt.de/politik/ausland/article114274361/Konklave-zur-Papst-W...

---------------------------------------------------------------------------------------------
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.