Pensionskassen

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20.01.2008 11:11
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Pensionskassen

Krise reisst Loch von 30 Milliarden

Den Kassen fehlt massiv Geld, um die garantierten Renten zu finanzieren

In den letzten Wochen mussten die Pensionskassen an den Börsen massive Verluste ein­stecken. Seit Mitte Juli 2007, als die Kreditkrise ausbrach, haben die Vorsorgeeinrichtungen über 30 Milliarden verloren. Damit die PK ihre Verpflichtungen erfüllen können, müssen sie auf den Vor­sorgegeldern der Aktiven 3,3 Pro­zent, auf den Kapitalien der Rent­ner sogar mindestens 4,5 Prozent Rendite pro Jahr erwirtschaften. Fast alle PK verdienten deutlich zu wenig, andere haben gar nichts verdient oder fuhren happige Ver­luste ein. Auch der AHV-Fonds erreichte im letzten Jahr beim An­lageergebnis nur eine rote Null.

In den letzten Wochen sind auch die Kapitalmarktzinsen dras­tisch gefallen. Inzwischen liegt die Rendite fünfjähriger Bundesobli­gationen wieder unter 2,4 Prozent. Das verschärft ein seit langem un­gelöstes Problem: Die Pensions­kassen rechnen in ihren Kalkula­tionen mit Renditen, die sich mit sicheren Anlagen am Markt gar nicht erzielen lassen. «Die falschen Rechnungsgrundlagen verschlei­ern seit mehr als zehn Jahren die zunehmende Aushöhlung der be­ruflichen Vorsorge», kritisiert Fi­nanzmarktprofessor Martin Jans­sen. Bei Renten, die zu den heute geltenden Bedingungen neu zu laufen beginnen, entstehen den Pensionskassen Deckungslücken in der Höhe von 17 bis 23 Prozent des vorhandenen Altersguthabens. Der Direktor des Bundesamtes für Sozialversicherungen, Yves Ros­sier, sagt dazu: «Es wäre richtig, vernünftig und notwendig, die Rentenumwandlungssätze auf 6,4 Prozent zu senken, wie das der Bundesrat dem Parlament bean­tragt hat.»

Quelle: Sonntagszeitung

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

24.05.2016 13:14
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Schweizer Pensionskassen haben Neurenten weiter gekürzt
24.05.2016 12:43

Zürich (awp/sda) - Die Schweizer Pensionskassen haben im letzten Jahr auf ihren Anlagen nur noch eine Rendite von knapp über 1% erwirtschaftet. Das schlechte Anlageergebnis drückt auch auf die Neurenten. Sie wurden auf dieses Jahr erneut gesenkt.

Gemäss der Umfrage der zur Zürcher Kantonalbank gehörenden Fondsgesellschaft Swisscanto haben die Schweizer Pensionskassen den Umwandlungssatz für Männer im Durchschnitt von 6,25% im letzten Jahr auf noch 6,13% in diesem Jahr gesenkt. Damit ist dieser Satz, der die Höhe der Jahresrente im Verhältnis zum angesparten Kapital angibt, seit 2002 genau um ein Prozent gesunken.

Grund für diese weitere Absenkung sind neben der steigenden Lebenserwartung die tieferen Anlagerenditen im letzten Jahr. Im Durchschnitt erreichten die 467 befragten Kassen 2015 noch eine Rendite von 1,13%.

Den Versicherten, die noch im Erwerbsleben stehen, wurden jedoch im Mittel 2,03% gutgeschrieben. Die Kapitalien der Rentner wurden sogar mit 2,8% verzinst. Die Umverteilung von Aktiven zu den Pensionierten hat sich damit weiter erhöht. Im Vorjahr betrug die Differenz der Verzinsungen zwischen Aktiven- und Rentnerkapitalien noch 0,61%. 2015 ist diese gemäss Swisscanto-Studie auf 0,77% angestiegen.

SCHRUMPFENDE RESERVEN

Die Differenz zwischen Anlagerendite und Verzinsung der Guthaben haben die Pensionskassen aus ihren Reserven finanziert. Sie sind entsprechend im letzten Jahr geschrumpft. So ist der Deckungsgrad bei den privatrechtlichen Kassen von 113,6% auf 110,4% zurückgegangen. Öffentlich-rechtliche Kassen hatten Ende letztes Jahr im Verhältnis zum benötigen Kapital noch 92,0% tatsächliches Guthaben nach 97,9% im Vorjahr.

Für die zum 16. mal durchgeführte Pensionskassenstudie hat Swisscanto die Daten von 467 Pensionskassen zusammengetragen. Sie repräsentieren mit ihrem Anlagevolumen von 581 Mrd CHF und ihren 3,4 Millionen Versicherten rund 80% des privaten Schweizer Pensionskassenmarktes.

(AWP)

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18.05.2016 12:55
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Pensionskassen rechnen mit weiterer Senkung der Verzinsung und Renditeeinbussen
18.05.2016 10:30

Zürich (awp) - Schweizer Pensionskassen haben in den ersten vier Monaten des Jahres 2016 kaum eine Rendite erzielt. Die Gefahr einer Unterdeckung bleibt im aktuellen Tiefzinsumfeld akut. Eine Mehrheit der Pensionskassen will das Anlagerisiko erhöhen während weitere Senkungen der Verzinsung sowie des Umwandlungssatzes unvermeidlich scheinen.

Laut Berechnungen des Beratungsunternehmens Complementa haben die Pensionskassen von Januar bis April eine Rendite von lediglich 0,1% erzielt. Im Vorjahr waren es noch 1,1% und in den vorangegangenen drei Jahren im Durchschnitt 6,9%. Diese Zahlen wiederspiegeln gemäss Complementa die Herausforderungen des Tiefzinsumfeldes, mit welchem die 2. Säule in besonderem Masse konfrontiert ist, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Ebenfalls rückläufig entwickle sich aufgrund der sinkenden Renditen der durchschnittliche Deckungsgrad: Er ging von 105,6% Ende 2014 auf 103,4% Ende 2015 zurück. Bis Ende April 2016 sank der Deckungsgrad laut Complementa um weitere 0,8 Prozentpunkte auf 102,6%. Damit schwinde der Puffer zur Unterdeckung, was zuletzt zwischen 2008 und 2012 während und nach der Finanzkrise der Fall war.

Gemäss dem 22. Pensionskassen Risiko Check-up von Complementa liegen die Herausforderungen in den Finanzierungskosten der 2. Säule. Das Renditeziel von rund 2,7% werde im aktuellen Umfeld "nur schwer mit Anlageerträgen zu erwirtschaften sein". Complementa geht auf der Basis des Anlagemixes der 2. Säule bei anhaltend tiefem Zinsniveau von einem langfristigen Renditepotential von rund 2,3% aus.

Dies habe zur Folge das Kassenverantwortliche gezwungen seien die Verzinsungen der Arbeitnehmer zu reduzieren. Dadurch werde sich die Umverteilungsproblematik von "jung" zu "alt" und das gesamthaft tiefere Rentenniveau junger Generationen verschärfen. In Verbindung mit demografischen Faktoren und einem Einbruch des Vermögensertrags fordert das auf Investment Controlling und Reporting spezialisierte Beratungsunternehmen ein Eingreifen der Politik. Diskussionsbedarf sieht Complementa beim gesetzlichen Mindestumwandlungssatz sowie bei der Erhöhung der Beitragssätze und des Rentenalters.

sta/mk

(AWP)

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30.04.2016 09:59
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Pensionskasse: Rente oder Kapitalbezug ?

1. Der wirtschaftliche Aspekt:
Der Umwandlungssatz für die Rentenberechnung wird weiter abgesenkt werden, da wir durchschnittlich länger leben. Die Rente wird auch stärker besteuert als eine Kapitalauszahlung. Da scheint ein einmaliger Kapitalbezug vorteilhafter. Dabei muss man bedenken, dass man dieses Geld selbst gewinnbringend anlegen muss. Der Kapitalverzehr ist meistens verlustreicher.
2. Persönliche Gründe:
Wer krank ist und mit keinem langen Leben rechnen kann, wird mit Verteil das Kapital beziehen, allerdings sollte er/sie die Wittwen- und ev. Waisen-Rente im Vergleich einbeziehen.
Es gibt Leute, die können mit viel Geld nicht umgehen und geben es mit vollen Händen aus; dann unbedingt Rente beziehen.
3. Persönliche Rentenberechnung:
Damit man sorglos leben kann, sollte das Grundeinkommen nach der Pensionierung gesichert sein. Es besteht aus AHV, Renditen aus privatem Vermögen (Zinsen, Dividenden, Mietzinseinnahmen, Leibrente, etc.) und jetzt zur Ergänzung eine PK-Rente. Dazu ermittelt man seinen eigenen Finanzbedarf (tägliche Lebenskosten, Versicherungen, Fahrzeugkosten, Krankenkasse, Steuern, Reise- und Vergnügungskosten, etc.). Dazu würde ich 10-20 % zuschlagen zur Abdeckung von Unvorhersehbarem und künftiger Inflation. Somit lässt sich der fehlende Geldbedarf aus der Pensionskasse errechnen. Was dann vom PK-Kapital übrig bleibt, kann man als Teilkapital beziehen, sofern man es gut anlegen kann.
Ich hoffe, dass es einigen weiterhilft.

29.04.2016 08:27
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Wertvolle Tipps zur beruflichen Vorsorge

Die Vorsorge der zweiten Säule betrifft alle, trotzdem wissen viele nur wenig darüber bescheid. Im Talk nennt cash-Pensionscoach Gabor Gaspar wichtige Punkte, der sich alle Vorsorgewilligen bewusst sein müssen.

Von Pascal Züger

Das Thema berufliche Vorsorge ist für viele wie ein Buch mit sieben Siegeln. Deshalb wird es häufig verdrängt, bis man irgendwann damit konfrontiert wird - sei es durch Arbeitslosigkeit, Vorbezug wegen Wohneigentumskauf, Scheidung, Todesfall oder Pensionierung. Dabei wäre ein gewisses Grundwissen hilfreich, um Fehler zu umgehen und beim Leistungsbezug das Optimum herauszuholen.

Gabor Gaspar berät Kunden in Vorsorgefragen und kennt die Details der Vorsorge- und Finanzplanung genau. Nachfolgend einige Tipps, die man bei der beruflichen Vorsorge beachten sollte:

Pensionskassen-Einkauf

Falls Deckungslücken in der Vorsorge bestehen, sind Einkäufe in die Pensionskasse (PK) möglich. Damit erhöht man die künftige Rente und spart Steuern. Lücken entstehen, wenn man im Ausland gearbeitet oder wenn sich der Lohn erhöht hat. Wie viel Geld man maximal in die zweite Säule einzahlen kann, sieht man auf dem Vorsorgeausweis, der bei der Pensionskasse angefordert werden kann.

Ob sich Einkäufe lohnen, hängt von der Pensionskasse ab. "In den meisten Fällen fliessen Einkäufe in das Überobligatorium, da das Obligatorium bereits aufgefüllt ist", sagt cash-Pensionscoach Gabor Gaspar im cash-Talk. Und für Versicherte sind die Leistungen im überobligatorischen Bereich - das heisst für Lohnbestandteile, welche 84'600 Franken pro Jahr übersteigen - meist tiefer. Zum einen beträgt dort die jährliche Verzinsung weniger als der gesetzliche Mindestzins von 1,25 Prozent, welcher nur für den obligatorischen Bereich gilt. Zum anderen fällt auch der Umwandlungssatz unter die 6,8 Prozent des Obligatoriums, was nichts anderes als eine geringere Rente bedeutet.

Zur Steueroptimierung lohnt es sich, die Einkäufe auf mehrere Jahre zu verteilen, anstatt einen einmaligen Grossbetrag zu überweisen. Ausserdem "ist ein Einkauf aus steuertechnischer Sicht umso spannender, je näher bei der Pension man ist", so Gaspar. Wer aber einen Einkauf tätigt und das Kapital später wieder rausnehmen möchte, müsse die Dreijahres-Sperrfrist beachten. "Sonst gibt man den Steuervorteil wieder zurück."

Deckungsgrad der Pensionskasse

Vor der freiwilligen Einzahlung in die PK sollte man sich über den Zustand der Pensionskasse des Arbeitgebers informieren. Denn bei maroden Kassen mit einem tiefen Deckungsgrad - sie also nicht alle zukünftigen Verpflichtungen erfüllen können - sind Sanierungsmassnahmen notwendig, die auch die Versicherten in Form von Minderverzinsungen oder gar Leistungskürzungen zu spüren bekommen könnten.

"Grundsätzlich geht es den Schweizer Pensionskassen gut", sagt Gaspar dazu. In den letzten Jahren hätten Pensionskassen wieder Kapital aufbauen können, nachdem einige als Folge der Finanzkrise ab 2007 stark unter Druck kamen. Als Schattenseite davon seien Mehrrenditen aber hauptsächlich in die Reserven der Pensionskassen geflossen – um den Deckungsgrad wieder zu erhöhen - und nicht direkt den Versicherten zugute gekommen.

Rente oder Kapital?

Die zweite Säule stellt bei den meisten Schweizern den grössten Vermögensposten dar. Umso wichtiger der Entscheid, ob das angesammelte Vorsorgegeld als Kapital direkt bezogen, oder monatlich als Rente ausbezahlt werden soll. Welche Form gewählt wird, hängt gemäss den Erfahrungen von Gaspar stark von der Entwicklung an den Aktienmärkten ab: "Geht die Börse runter, wird tendenziell weniger Kapital rausgenommen, geht sie umgekehrt hoch, nimmt man eher raus", so der Pensionsexperte.

Gaspar selbst rät zu einer Zwitterform, in der ein Teil als Kapital und ein Teil als Rente ausbezahlt wird. Er verfolgt dabei folgende Grundregel: Zwei Drittel bis drei Viertel des Bedarfs sollte über eine Rente abgedeckt werden, den Rest kann man als Kapital beziehen, um eine grössere Flexibilität zu haben.

CASH

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13.04.2016 13:10
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Pensionskassen leiden im Q1 weiter unter tiefen Zinsen und Anlagerenditen
13.04.2016 11:27

Zürich (awp) - Die Schweizer Pensionskassen haben einen schwierigen Start in das neue Jahr 2016 erwischt. So seien die Diskontierungssätze im ersten Quartal um rund 40 Basispunkte zurückgefallen, während die Anlagerenditen meist negativ waren, schreibt das Beratungsunternehmen Willis Towers Watson in dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht "Swiss Pension Finance Watch".

Den Berechnungen des von Willis Towers Watson erstellten Pensionsplanindex zufolge sank der Deckungsgrad der Schweizer Pensionskassen, der die Pensionsvermögen mit den Verpflichtungen ins Verhältnis setzt, in den Monaten Januar bis März um deutliche 5,9 Prozentpunkte auf 88,9%. Dabei stellt der vierteljährlich veröffentlichte Wert die Entwicklung des Ausfinanzierungsgrads dar, anstatt den sonst typischen Deckungsgrad, stellt das Unternehmen klar.

Peter Zanella, Head of Retirement Solutions bei Willis Towers Watson, schreibt von beunruhigenden Nachrichten für die Unternehmen. "Die Diskontierungssätze bewegen sich heute auf einem historisch tiefen Niveau, sodass jedes weitere Quartal vorher noch nie dagewesene Herausforderungen bringt." Die Unternehmen sollten nun überlegen, wie sie mit neuen und innovativen Ansätzen die negativen Auswirkungen der ungünstigen Marktlage auf ihre Bilanz abschwächen können.

mk/ys

(AWP)

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14.03.2016 13:04
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Schweizer Pensionskassen erzielen im Februar eine Anlagerendite von -0,65%
14.03.2016 12:41

Zürich (awp) - Die Schweizer Pensionskassen haben im Februar wie auch in den beiden Monaten zuvor eine negative Anlagerendite verzeichnet. Nach einer Achterbahnfahrt der Finanzmärkte schlossen sie im Berichtsmonat mit einem Minus von 0,65% ab. Seit Jahresbeginn beträgt die Performance damit -1,68%.

Führe man sich allerdings die herben Verluste an den Aktienmärkten von 7% bis 9% vor Augen, zeigen sich die Pensionskassen-Portfolios vergleichsweise stabil, so wie die UBS am Montag basierend auf ihren Berechnungen zum Pensionskassen-Barometer schreibt.

Hier zeige sich deutlich der Vorteil der Diversifikation. Vor allem hochklassige Anleihen hätten in dem von Unsicherheit geprägten Marktumfeld gut abgeschnitten. Aber auch alternative Anlagen wie Immobilien hätten einen positiven Beitrag geliefert. Hedge Funds verloren leicht, hielten sich mit einer Performance von -1,2% seit Jahresanfang aber ebenfalls deutlich besser als Aktien.

Die Bandbreite zwischen bester und schwächster Performance sei im Februar weiter angestiegen, heisst es weiter. Während die beste Pensionskasse gar eine leicht positive Performance von knapp 0,4% verzeichnete, lag die schwächste bei -2,8%. Das sei ein "sehr deutlicher" Abstand, der das schwierige Marktumfeld widerspiegle, so die UBS.

cp/ra

(AWP)

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16.02.2016 12:45
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Pensionskassen erreichen 2015 im Durchschnitt eine Anlageperformance von 0,7%
16.02.2016 12:35

Zürich (awp) - Die Schweizer Pensionskassen blicken auf ein durchwachsenes Anlagejahr 2015 zurück. Die Performance der Pensionskassen betrug, gemessen an der vom Beratungsunternehmen Towers Watson errechneten Medianrendite, lediglich 0,7%, wie der Pensionskassenverbands ASIP in der Mitteilung vom Dienstag schreibt. Dabei wurde die leicht negative Rendite des ersten Halbjahres (-0,1%) durch das Plus der zweiten Jahreshälfte (+0,8%) mehr als kompensiert.

Die im vergangenen erzielte Rendite liegt trotzdem klar unterhalb des vom Bundesrat für 2015 auf 1,75% festgelegten Mindestzinses. Diesen müssen die Pensionskassen ihren Versicherten gutschreiben. Auf das neue Jahr hin hat die Politik die Mindestverzinsung auf 1,25% gesenkt.

Die durchschnittliche Rendite liege unterhalb der notwendigen Sollrenditen, welche die Kassen benötigten, um ihre langfristigen Verpflichtungen zu erfüllen, warnt der Verband. Allerdings hätten die Pensionskassen in den Jahren 2012 bis 2014 gute Erträge und gemäss ASIP-Performancevergleich Renditen zwischen 6,1 und 8,1% erreicht. In diesen guten Jahren habe man einen Teil der Wertschwankungsreserven wieder aufgebaut.

GUT RENTIERENDE IMMOBILIEN

Gut abgeschnitten haben 2015 die Immobilienanlagen. Die weiterhin stetige Nachfrage nach Immobilien habe in den Kategorien "Immobilien Schweiz indirekt" sowie "Immobilien Schweiz direkt" zu Medianrenditen von 5,1% respektive 5,3% geführt. Die "Immobilien Ausland" schnitten in der zweiten Jahreshälfte gar mit +9,4% ab und erreichten eine Jahresperformance von +3,0%.

Ebenfalls zulegen konnten die "Aktien Asien Pazifik" (+3,8%). Auf der Gegenseite stehen die Rohstoffe, deren Rendite in der Jahresbilanz mit -24% geführt werden. In den letzten 5 Jahren hätten die Rohstoffe kumuliert rund 45% ihres Wertes eingebüsst, so die Mitteilung.

In der Gewichtung beanspruchten Schweizer Aktien im ASIP-Universum in der zweiten Jahreshälfte im Median rund 10% der Vermögensanlagen und ausländische Aktien rund 20%. Obligationen sind im Median mit 37% vertreten. Im ASIP-Performancevergleich wird ein Gesamtvermögen von rund 231 Mrd CHF von 60 Pensionskassen und über 1'100 Portfolios erfasst.

MARKTUMFELD BLEIBT HERAUSFORDERND

Die extrem tiefen und sogar negativen Zinsen machen den Pensionskassen weiter zu schaffen. In diesem Umfeld sei es schwierig, die notwendigen Renditen für die Erfüllung der mittel- bis langfristigen Leistungsversprechen zu erzielen, heisst es. Viele Kassen prüften nun angesichts negativer Obligationenrenditen, die Immobilien- und Aktienquote zu erhöhen oder auch vermehrt in alternative Anlagen (z.B. Infrastrukturanlagen) zu investieren.

Auch hätten einzelne Kassen dank der Aufteilung der Liquidität auf verschiedene Banken entweder noch keine, oder nur geringfügige Negativzinsen bezahlen müssen. Dagegen seien die Kosten für die Absicherung von Fremdwährungsrisiken nach der Einführung der Negativzinsen für Schweizer Investoren durchs Band markant angestiegen.

Trotz der schwierigeren Phase, die wohl auf die Pensionskassen noch zukomme, sei die Leistungsfähigkeit und die langfristige Sicherheit der beruflichen Vorsorge nicht gefährdet, verspricht der Verband. Neben Anpassungen auf der Verpflichtungsseite - wie sie im Moment im Rahmen des Projekts "Altersvorsorge 2020" diskutierte werden - seien auch Massnahmen zur Effizienz des dritten Beitragszahlers (die Anlageperformance) notwendig. Basis dafür bilde eine die Risikofähigkeit und -bereitschaft berücksichtigende Anlagestrategie.

mk/ra

(AWP)

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18.01.2016 11:24
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Pensionskassen 2015 nur knapp positiv

Die Schweizer Pensionskassen haben im Dezember unter der schwachen Entwicklung an den Finanzmärkten gelitten und auf den Kapitalanlagen eine klar im Minus liegende Rendite hinnehmen müssen.

Mit dem schwachen Jahresausklang lag die Performance im Gesamtjahr 2015 so tief wie seit den Kursverlusten aus dem Krisenjahr 2011 nicht mehr, wie die UBS am Montag basierend auf ihren Berechnungen zum PK-Barometer schreibt. Immerhin resultierte am Jahresende noch ein kleines Plus.

Das Jahr 2015 endete für die Finanzmärkte, wie es begonnen hatte, nämlich mit Kursverlusten. Belastet von den Sorgen rund um China haben die bei den von der UBS betrachteten Pensionskassen angelegten Vorsorgegelder im Durchschnitt 1,31% an Wert verloren. Nach Grösse der Pensionskassen aufgeteilt war das Minus der grossen Kassen mit Vermögen ab 1 Mrd CHF (Durchschnittsrendite: -1,26%) am kleinsten, gefolgt von der Performance der Vorsorgewerke in der Grössenordnung 300 Mio bis 1 Mrd (-1,28%), während die kleinen Kassen mit Vermögen unter 300 Mio ein Minus von 1,35% ausweisen.

Kleine Rendite im Jahr 2015

Im Gesamtjahr 2015 errechnet die UBS im PK-Barometer eine Durchschnittsrendite von 0,70%. Hier hatten grosse Kassen mit einem Plus von 1,03% klar die Nase vorn. Die mittleren Kassen erreichten ein Jahresplus von 0,76% und die kleinen lediglich ein solches von 0,44%.

Eine Vielzahl an Faktoren hätten den Schweizer Pensionskassen im 2015 das erfolgreiche Anlegen schwer gemacht, so die UBS weiter. So habe die andauernde Krise der Schwellenländer die Rohstoffpreise weiter purzeln lassen und die Aktienkurse weltweit belastet. Hinzu komme die Frankenstärke, die nicht nur den heimischen Aktienmarkt in Mitleidenschaft zog, sondern auch ungesicherte Fremdwährungs-Anlagen im Wert fallen liess. Der sehr gute Performance-Wert aus dem Jahr 2014 von +7,44% wurde deutlich verfehlt.

Die langfristige Betrachtung lässt sich allerdings nach wie vor sehen. Seit Januar 2010 erzielten die Pensionskassen im Durchschnitt eine annualisierte Performance von 3,85%. Hier profitierten die grossen Kassen von einem Plus von 4,2%, die kleinen Vorsorgewerke erreichten immerhin 3,7%.

(AWP)

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18.01.2016 11:22
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Zahl der aktiven BVG-Versicherten steigt 2014 über die Marke von 4 Mio
18.01.2016 11:00

Neuenburg (awp/sda) - Die Berufliche Vorsorge (BVG) hat im Jahr 2014 erstmals über vier Millionen aktiv Versicherte gezählt. Zudem bezogen 696'176 Pensionierte eine Rente - insgesamt 20,8 Mrd CHF. 36'363 Rentnerinnen und Rentner liessen sich das Kapital oder Teile davon auszahlen - insgesamt 6,1 Mrd. Dies geht aus den definitiven Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) für das Pensionskassenjahr 2014 hervor, welche am Montag publiziert wurden. Die Anzahl der Vorsorgeeinrichtungen sank auf 1'866 Einrichtungen. 2013 waren es noch 1'957 Einrichtungen.

Das Nettoergebnis aus Vermögensanlage stieg auf 51,4 Mrd CHF, was einem Plus von 23,5% entspricht. Die definitiven Zahlen liegen damit unter den im November publizierten provisorischen Statistiken. Dennoch widerspiegeln sie "die gute wirtschaftliche Lage des abgeschlossenen Erhebungsjahres 2014", schreibt das BFS. So flossen 18 Mrd in die Wertschwankungsreserven - 50% mehr als im Vorjahr. Diese dienen dazu, Ausfälle auszugleichen, damit solche sich nicht zu sehr auf das Jahresergebnis der Pensionskassen auswirken.

Die Wertschwankungsreserven wuchsen gemäss BFS auf 66 Mrd CHF (+42,1%) an. Die Unterdeckung wurde um 13% auf noch 29 Mrd gesenkt. Die öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen weisen eine Unterdeckung von 27,9 Mrd aus, was einem Minus von 13% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Bei den privatrechtlichen Pensionskassen betrug die Unterdeckung im Jahr 2014 total 1,2 Mrd, minus 29%.

mk

(AWP)

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17.11.2015 13:09
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Schweizer Pensionskassen erzielen im Oktober eine Anlagerendite von +2,59%
17.11.2015 12:15

Zürich (awp) - Die Schweizer Pensionskassen haben im Monat Oktober nach dem schwachen dritten Quartal von der sehr guten Entwicklung an den globalen Aktienmärkten profitiert und so die Jahresperformance in den positiven Bereich zurückgebracht. Das PK-Barometer der UBS hat im Oktober eine für die Schweiz durchschnittliche Performance von 2,59% errechnet. Dies sei nach Februar (+2,62%) die zweitbeste Monatsentwicklung im laufenden Jahr, teilt die UBS am Dienstag mit.

Selbst die schwächsten Einrichtungen hätten im Oktober eine positive Rendite erzielt, wobei die Streuung der Ergebnisse bei den einzelnen Kassen grösser ausgefallen sei als noch im Vormonat. Derweil ist die Jahresperformance dank dem starken Oktober zurück in den positiven Bereich geklettert und liegt nach zehn Monaten bei 1,11%. Am besten schneiden in dieser Betrachtung grosse Pensionskassen mit verwalteten Vermögen von über 1 Mrd CHF ab. Sie weisen ein Rendite seit Jahresbeginn von 1,46% aus. Bei Kassen mit Vermögen von 300 Mio bis 1 Mrd CHF liegt dieser Wert bei 1,13% und bei kleineren Kassen (300 Mio und weniger) bei 0,87%.

mk/tp

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04.11.2015 13:14
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BVG-Versicherte sollen Risiko für riskante Anlagen selbst tragen
04.11.2015 12:40

Bern (awp/sda) - In der beruflichen Vorsorge sollen Versicherte, welche die Anlagestrategie für ihr Vorsorgeguthaben selbst wählen, künftig auch das Risiko dafür tragen. Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK) hat sich für eine entsprechende Gesetzesrevision ausgesprochen.

Der Entscheid der SGK fiel einstimmig, wie die Parlamentsdienste am Mittwoch mitteilten. Der Nationalrat hatte der Gesetzesrevision in der Herbstsession bereits zugestimmt.

Betroffen sind ausschliesslich Personen mit einem Jahreslohn von über 126'900 CHF und Vorsorgeeinrichtungen, die nur im überobligatorischen Teil tätig sind. Diese können ihre Versicherten zwischen unterschiedlichen Anlagestrategien wählen lassen.

Bei einem Austritt müssen sie den Versicherten heute aber den gesetzlich garantierten Mindestbetrag mitgeben. Hat die Anlagestrategie zu Verlusten geführt, kommen die Vorsorgeeinrichtung und die verbleibenden Versicherten dafür auf.

Künftig soll nun jene Person das Risiko tragen, welche die Anlagestrategie gewählt hat. Die Versicherten sollen in jedem Fall den effektiven Wert des Vorsorgeguthabens zum Zeitpunkt des Austritts erhalten - auch wenn ein Verlust resultiert.

Damit die Versicherten trotzdem einen gewissen Schutz haben, soll den Vorsorgeeinrichtungen vorgeschrieben werden, mindestens eine Strategie mit risikoarmen Anlagen anzubieten. Was als "risikoarm" gilt, soll der Bundesrat auf Verordnungsebene definieren. Die Vorsorgeeinrichtungen müssen die Versicherten ferner umfassend über die Risiken und Kosten ihrer Wahl informieren.

mk

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02.11.2015 13:20
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Unterdeckung der Pensionskassen sinkt weiter

Die finanzielle Lage der Pensionskassen hat sich verbessert.

Die Unterdeckung der Vorsorgeeinrichtungen nahm im Jahr 2014 weiter ab, um 14,4% auf 28,6 Mrd CHF. Das Gesamtvermögen belief sich auf 779,8 Mrd CHF, gute 8% mehr als im Vorjahr.

Ende 2014 zählten die Vorsorgeeinrichtungen insgesamt rund 4 Millionen aktive Versicherte, 2% mehr als im Vorjahr, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Rund eine Million Pensionierte bezogen eine Rente, 2,6% mehr als im Vorjahr.

Im Jahr 2014 wurden fast 21,1 Mrd CHF Altersrenten ausbezahlt, 4,8% mehr als im Vorjahr. Die Kapitalleistungen bei Pensionierung stiegen um 3,1% auf 6 Mrd CHF an. Im Jahr 2013 hatten sie erstmals bei 5,9 Mrd CHF stagniert.

Das Nettoergebnis aus Vermögensanlage ist 2014 um 25,2% auf 52,1 Mrd CHF gestiegen. 2013 nahm das Nettoergebnis wegen der wirtschaftlichen Lage leicht ab. 66,6 Mrd CHF flossen in die Wertschwankungsreserven. Das entspricht einer Zunahme von 43,4%.

Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 1860 Vorsorgeeinrichtungen mit reglementarischen Leistungen und aktiven Versicherten, im Vorjahr waren es noch 1957 gewesen. Seit zehn Jahren nimmt die Zahl der Vorsorgeeinrichtungen stetig ab.

Die am Montag veröffentlichten Zahlen sind provisorisch, sie basieren auf der Hochrechnung von 549 Fragebogen. Die definitiven Ergebnisse publiziert das BFS Anfang 2015.

(AWP)

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27.10.2015 08:22
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«Bei Jobwechsel nach Pensionskasse fragen»
 

Vorsorge-Spezialist Werner C. Hug äussert sich im cash-Interview zum Zustand der Pensionskassen und wie diese die Negativzinsen meistern. Bei der «Altersreform 2020» wendet er sich gegen Geschenke für Neurentner.

Interview: Pascal Züger

cash: Herr Hug, im dritten Quartal 2015 hat sich gemäss Pensionskassen-Monitor von Swisscanto die Finanzierungssituation der Schweizer Pensionskassen verschlechtert, der Deckungsgrad ist im Schnitt gesunken. Machen Sie sich Sorgen um den Zustand der Pensionskassen?

Werner C. Hug: Mit 109 Prozent Deckungsgrad im Durchschnitt geht es der überwältigenden Mehrheit der Kassen gut. Die meisten melden erfreulich hohe Schwankungsreserven. Sie federn damit die Börsenflaute der letzten Monate ab. Ich mache mir deshalb keine Sorgen um den Zustand der Kassen in Vollkapitalisierung. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass der Deckungsgrad alleine keine verlässliche Aussage über den Zustand der Pensionskassen erlaubt.

Was sollte denn zusätzlich berücksichtigt werden?

Entscheidend sind neben dieser Grösse die Struktur der Kasse, sprich die Anzahl der aktiv Versicherten und Rentner, und der technische Zinssatz. Dahinter steckt der Umwandlungssatz. Hinzu kommen die Zukunftsaussichten der Firma. Es kommt somit stets auf die einzelne Kasse an.

Trotzdem sollen derzeit 6 Prozent der privatrechtlichen und 36 Prozent der öffentlich-rechtlichen Kassen unterdeckt sein. Das heisst, diese Pensionskassen haben weniger Kapital zur Verfügung als sie voraussichtlich benötigen.

Wenn privatrechtliche Kassen eine Deckung von wenig unter 100 Prozent aufweisen, dann müssen die Organe in diesen Kassen wachsamer sein. Sie haben eine Sorgfaltspflicht. Bezogen auf den eindimensionalen Richtwert 'Deckungsgrad' bedeutet dies, dass für eine zukunftsfähige Kasse wegen der fehlenden Schwankungsreserven mindestens Kapitalien im Umfange von 10 bis 15 Prozent fehlen. Der Stiftungsrat ist deshalb gefordert.

Ist die Situation anders für öffentlich-rechtliche Kassen?

Von öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung sind 23 Prozent im Bereich zwischen 95 und 100 Prozent, 11 Prozent weisen Deckungsgrade zwischen 90 und 95 Prozent aus und 2 Prozent liegen darunter. Hier sind neben dem obersten Organ auch die Verantwortlichen in der Exekutive und Legislative gefordert. Für sie gelten dieselben Regeln wie für die privaten Pensionskassen.

Welche Regeln sind das?

Vertiefte Analysen und die Einleitung von Sanierungsmassnahmen werden notwendig, wenn der Deckungsgrad unter 95 Prozent fällt. Wenn die Kasse nur noch unter 90 Prozent gedeckt ist, kommt es zwangsweise zu schärferen Massnahmen von Gesetzes wegen.

Auffallend ist, dass die Unterdeckung bei öffentlich-rechtlichen Kassen bedeutend höher ist als bei privaten-rechtlichen.

Es muss unterschieden werden zwischen öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung und jenen mit Teilkapitalisierung. 60 Prozent der teilkapitalisierten Kassen mit Staatsgarantie haben einen Deckungsgrad von unter 80 Prozent. Diese Kassen müssen innert der nächsten 40 Jahre eine Volldeckung erreichen. Liegt der Deckungsgrad deutlich unter 80 Prozent und garantieren sie eine bestimmte Leistung, dann sind diese Kassenorgane besonders gefordert. Sie müssen die zu hohen Leistungsversprechen reduzieren, ins Beitragsprimat wechseln, höhere Beiträge erheben und der Arbeitgeber sollte eine Einmaleinlage leisten.

Wann wirkt sich eine Unterdeckung negativ auf die Versicherten aus?

Liegt der Deckungsgrad in privatrechtlichen Kassen unter 90 Prozent, müssen Massnahmen im Rahmen eines Konzeptes zur Erreichung einer 100-prozentigen Deckung innerhalb von 5 bis 10 Jahren ergriffen werden. In diesem Fall können Sanierungsbeiträge à fonds perdu von den Versicherten eingefordert werden. Mit diesen höheren Einzahlungen in die Pensionskasse wächst ihr Altersguthaben nicht. Möglich sind auch Minderverzinsung und sogar Leistungskürzungen, was sich unmittelbar negativ auf die künftige Rente auswirkt. Bei einem Stellenwechsel ist es deshalb angezeigt, auch zu fragen, wie es um die Pensionskasse der Firma steht.

Wie gehen die Pensionskassen mit den im Januar eingeführten Negativzinsen um?

Statistisch wissen wir nicht, welche Kassen in welchem Umfang unter den Negativzinsen leiden. Aus Gesprächen kann festgestellt werden, dass in vielen Fällen die Kassen ihre Liquidität, falls nötig, auf mehrere Banken verteilen. Mit tieferen Kontobeständen können in der Regel Negativzinsen verhindert werden. Sollte dieser Zustand länger anhalten, dann dürften allerdings echte Probleme entstehen, die Kosten verursachen. Pensionskassen sollten deshalb von Negativzinsen ausgenommen werden.

Die tiefen Zinsen nagen an der Rendite. Wie lange können Pensionskassen das Negativzinsumfeld noch ertragen, bevor ihre Existenz gefährdet ist?

Die Kassenverantwortlichen haben die Krisen 2008 und 2011 überstanden. Sie werden auch kommende Einbrüche an den Finanzmärkten bewältigen. Allerdings drückt der Umwandlungssatz von 6,8 Prozent im Obligatorium auf die bestehenden Verpflichtungen. In reinen BVG-Kassen kann die Existenz gefährdet sein.

Ist der aktuelle obligatorische Umwandlungssatz von 6,8 Prozent zu hoch?

Dieser Umwandlungssatz verlangt eine Sollrendite von mindestens 3,5 Prozent. Wird er nicht bald und rasch gesenkt, dann sind auch zunehmend umhüllende Kassen gefährdet, welche Obligatorium und Überobligatorium einschliessen. Deshalb weichen die Kassen heute auf risikoreichere Anlagen wie Aktien oder alternative Anlagen aus. Bestehen Schwankungsreserven im Umfange von 15 und mehr Prozenten, kann das Niedrigzinsumfeld während einer beschränkten Zeit umfahren werden.

Die Anlagerenditen sind derzeit, auf das Jahr 2015 betrachtet, im Schnitt negativ. Zu einem grossen Teil sollen Einbussen bei den weltweiten Aktien daran schuld sein. Gehen Pensionskassen zu hohe Risiken ein, um eine akzeptable Rendite zu erwirtschaften?

Angesichts des Niedrigzinsumfeldes bleibt den Kassen nichts anderes übrig, als in Aktien zu investieren. Deshalb haben sie die letzten wenigen guten Jahre dazu genutzt, ihre Schwankungsreserven zu äufnen. Liegen diese über 15 Prozent, dann können sie auch die kommenden Einbrüche überstehen. Danach muss es aber wieder aufwärts gehen.

Das umfassende Reformprojekt Altersvorsorge 2020 soll die Rentenfinanzierung längerfristig sichern und sieht Anpassungen in der 1. und 2. Säule vor. Geht die Vorlage weit genug oder ist es eine Kompromisslösung, die schlussendlich keine Probleme löst?

Bundesrat und Ständerat haben entschieden, den Zeithorizont zur Sicherung der AHV auf das Jahr 2030 zu beschränken. Mit dem 'Geschenk' von 70 Franken für Neurentner und der Erhöhung der Ehepaarrenten, finanziert über 0,3 Prozent höhere AHV-Beiträge, wird die Finanzierungslücke ab 2030 allerdings deutlich zunehmen. Die Belastung der Arbeit und die Erhöhung der Mehrwertsteuer um insgesamt 1 Prozent reichen somit nicht aus.

Was braucht es Ihrer Meinung nach denn zusätzlich?

Meines Erachtens sollte der Nationalrat auf dieses Geschenk verzichten und dafür die AHV mit einer Erhöhung der Mehrwertsteuer um 1,5 Prozent bis über 2030 hinaus sichern. Will man dem Volk darüber hinaus ein Zückerchen verabreichen, wäre es sozialgerechter, anstatt Geschenke mit der Giesskanne zu verteilen besser die Renten der kleinen Lohnbezüger über die Ergänzungsleistungen zu verbessern. Dazu braucht es aber weitere finanzielle Mittel für Bund und Kantone.

Ein Punkt der Altersvorsorge 2020 ist die Reduktion des obligatorischen Umwandlungssatzes von aktuell 6,8 Prozent auf 6,0 Prozent. Eine Senkung auf 6,4 Prozent wurde 2010 vom Volk aber mit 72,7 Prozent der Stimmen wuchtig abgelehnt. Hätte eine solche Vorlage überhaupt eine Chance, vom Volk angenommen zu werden?

Die Rentenhöhe mit einem Umwandlungssatz von 6,8 Prozent wird gemäss den Entscheiden des Ständerates im Obligatorium während 15 Jahren garantiert. Diese Renten werden über Beiträge von allen Kassen an den Sicherheitsfonds alimentiert und finanziell gesichert. Die Versicherten in den gut finanzierten Kassen unterstützen damit die kleinen Einkommen. Diese Solidarität muss und kann dem Bürger erklärt werden. Will der Gesetzgeber darüber hinaus – aus Angst vor einer Ablehnung in einer Volksabstimmung – Geschenke verteilen, müssen diese auch finanziert werden. Dabei sollte 1. und 2. Säule nicht miteinander vermischt werden.

CASH

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31.08.2015 14:33
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BVG-Kommission empfiehlt tieferen Mindestzinssatz von 1,25%

31.08.2015 14:15

(Ergänzt um Hintergrund; die letzten zwei Abschnitte)

Zürich (awp) - Die Eidgenössische Kommission für berufliche Vorsorge (BVG-Kommission) empfiehlt dem Bundesrat, den Mindestzinssatz in der beruflichen Vorsorge per 2016 auf 1,25% von heute 1,75% zu senken. Die Vorschläge der Kommissionsmitglieder reichten von 0,75% bis 1,75%, wie die Kommission am Montag mitteilte. In der Schlussabstimmung habe sich eine Mehrheit für 1,25% und gegen 1% ausgesprochen.

Die von der Mehrheit der BVG-Kommission favorisierte Formel zur Berechnung des Mindestzinssatzes ergibt per Ende Juli einen Wert von 1,25%. Auf der Basis der Zahlen von Ende Juli und unter Berücksichtigung der Schwankungen der Märkte stellten 1,25% nach Ansicht der Kommission ein Maximum dar. Angesichts des aktuell sinkenden Preisniveaus ergebe dies eine gute Realverzinsung.

Mit dem Mindestzinssatz wird den Angaben nach bestimmt, zu welchem Satz das Vorsorgeguthaben der Versicherten im BVG-Obligatorium mindestens verzinst werden muss. Über eine allfällige Änderung des Satzes entscheidet der Bundesrat. Entscheidend für die Festlegung der Höhe des Mindestzinssatzes ist die Entwicklung der Rendite der Bundesobligationen sowie zusätzlich der Aktien, Anleihen und Liegenschaften.

Zu berücksichtigen sei jedoch ebenso, dass nicht die ganze Rendite einer Vorsorgeeinrichtung für die Mindestverzinsung verwendet werden könne. Die Vorsorgeeinrichtungen hätten auch die gesetzliche Pflicht, Wertschwankungsreserven zu bilden, nötige Rückstellungen vorzunehmen und die gesetzlichen Rentenanforderungen zu erfüllen. Soweit nicht anderweitig finanziert, müssten sie auch die Verwaltungskosten der Vorsorgeeinrichtung mit dem Vermögensertrag decken.

Der Mindestzinssatz ist in den vergangenen Jahren mehrmals angepasst worden. Von 1985 bis 2002 hatte er noch 4% betragen. Per 2012 wurde er auf 1,5% gesenkt. Für 2014 war der Bundesrat der Empfehlung der BVG-Kommission gefolgt und hatte den Mindestzinssatz wieder auf 1,75% erhöht.

Der Mindestzinssatz legt fest, wie viel Zinsen das Alterskapital in einem Jahr im Minimum abwerfen muss. Je tiefer der Satz, desto weniger wachsen die Guthaben der Versicherten. Der Mindestzinssatz betrifft nur Lohnbestandteile, die dem BVG-Obligatorium (im Jahr 2015 21'150 bis 84'600 CHF) unterstehen. Lohnbestandteilen, die darüber liegen, können Pensionskassen zu einem anderen - auch tieferen - Satz verzinsen.

ys/uh

(AWP)

 

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30.07.2015 13:08
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Mehr Pensionsvermögen werden bar bezogen

Der Kapitalbezug hat seit 2007 von 4,9 auf 5,8 Mrd. Fr. zugenommen. Der Trend zur eigenständigen Geldanlage scheint jedoch zu drehen.

Die Pensionskassen sind unter Anpassungsdruck, weil die erwartete Rendite erodiert und zugleich die steigende Lebenserwartung die Pflicht zur Rentenzahlung zeitlich ausdehnt. «Die über Fünfzigjährigen realisieren, dass die Rentenversprechen nicht in Stein gemeisselt sind», berichtet Matthias Reinhart.

Gemäss dem Chef der auf Pensionierungsberatung spezialisierten VZ Holding planten besonders Personen mit Wohneigentum, ihr Pensionskassenguthaben auf Rente und Kapitalbezug aufzuteilen. «Die Tendenz geht Richtung Kapitalbezug.» Die Bereitschaft steige, Eigenverantwortung zu übernehmen.

Oft 20 bis 30% geschrumpft

Wegen der Erosion der von den Pensionskassen angewendeten Umwandlungssätze sei das Rentenversprechen, das sich aus dem individuellen Pensionskassenausweis ableitet, in vielen Fällen binnen weniger Jahre frankenmässig 20 bis 30% geschrumpft, beobachtet Reinhart.

http://www.fuw.ch/article/mehr-pensionsvermogen-wird-bar-bezogen/

 

 

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10.07.2015 11:26
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Pensionskassen-Index der CS im zweiten Quartal 2015 rückläufig

10.07.2015 11:14

Zürich (awp) - Der Schweizer Pensionskassen-Index der Credit Suisse (CS) hat sich im zweiten Quartal 2015 wegen eines negativen Junis rückläufig entwickelt und damit auch den Zuwachs des Vorquartals zunichte gemacht. Mit dem neuen Indexstand wird für das erste Halbjahr eine leicht negative Rendite von -0,14% für die Vermögen der schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen ausgewiesen.

Im Berichtsquartal ist der Index um 2,52 Punkte respektive 1,63% zurückgegangen und liegt per Ende Juni bei 152,01 Punkten, wie einer CS-Mitteilung vom Freitag zu entnehmen ist (Basis Anfang 2000 = 100). Die Bewegung verlief im April (+0,12%) und im Mai (-0,13%) noch mehr oder weniger seitwärts, allerdings habe sich der Juni (-1,62%) klar negativ entwickelt.

Den grössten Anteil am Index-Rückgang hatte die Anlageklasse Aktien Ausland (-0,55%), aber auch Aktien Schweiz, Schweizerfrankenobligationen und Obligationen Fremdwährungen (je rund -0,30%) und Immobilien (-0,23%) zeigten eine negative Performance. Wie im Vorquartal kam von der Liquidität (+0,17%) dank Gewinnen aus den laufenden Absicherungsprogrammen ein positiver Renditebeitrag.

Die BVG-Mindestverzinsung (aktuell 1,75% p.a.) stieg im Berichtsquartal um 0,64 Punkte auf den Stand von 147,45 (Basis Anfang 2000 = 100). Die Rendite des CS Schweizer Pensionskassen-Index liege damit im Berichtsquartal um 2,06% unter der BVG-Vorgabe.

Die annualisierte Rendite des Index (seit 01.01.2000) beträgt per 30. Juni 2015 2,74%. Demgegenüber stehe die annualisierte BVG-Mindestverzinsung, welche bei 2,54% liege, heisst es in der Mitteilung.

tp/cp

(AWP)

 

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31.05.2015 11:15
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20 Min. 29.Mai 2015

Auf Seite 5 (Basel/Region) wird der Pensionskasse Basel-Stadt von eine verbesserte Rendite im Jahre 2014 geschrieben. Performance verbesserte sich von 5.5 auf 7.45% und der Deckungsgrad stieg auf 103,9%.  Dieses zeigt auch ungefähr die Zahlen anderer Pensionskassen. Auf Seite 17 (Wirtschaft) wird aber von einem Rückschlag bei den Pensionskassen geschrieben von durchschnittlichem Deckungsgrad von 84 auf 80%. Ist es immer noch so, dass sich KMU's und  Betriebe sich bedienen an den Pensionskassen, für Managementssalären und GuttiGutti zu decken?

16.05.2015 11:14
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Verdienen ohne Leistung

Argumente sind gefragt. Der Begriff; Kommunikationsbeauftragter wird in den Firmen so wie auch bei öffentlichen Anstalten und im Parlament eine tragende Bedeutung einnehmen. Wie lässt sich der Öffentlichkeit durch einfache Worte eine geschaffene Milchkuh/Goldesel gedanklich sabotieren (Untergangsstimmung) und ein Fass ohne Boden gewinnbringend verkaufen. Manipulation im Auftrag der Politik und der Wirtschaft.

28.04.2015 20:40
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Umwandlungssatz

Kann mir einer Erklären, wieso auf meinem (gestern per Brief erhalten von der Pensionskasse Post) Vorsorgeausweis 2015 einen Umwandlungsatz von 5,85% steht, wenn man davon redet denn Umwandlungsatz zu senken von 6,8 auf 6,5%? Es wird auch geschrieben vom Vorsorgeausweis nach dem Duoprimat und das das Sparkapital 2014 mit 1.75% verzinst wurde trotz erwirtschafteten Performance von 6.76%.

09.04.2015 18:36
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Monopoli

Der Nikkei hat sich seit einer Woche um fast 1000 Punkte erholt und seit drei Monate um 3000 Punkte. Die Tokio Börse hat sich dank enormen Summen der Japanischen National Bank ein bisschen erholen. Nur muss wiederum das Volk die Zeche bezahlen durch höhere Zinsen und sinkende Löhne sowie Abbau von Sozialeinrichtungen, Renten usw.. Erstaunlich machen die Konzerne immer noch riesige Gewinne. Zur Stützung der allgemeinen Wirtschaft, dem Sozialwesen und dem sozialen Frieden sollten die Firmen etc. zur Rechenschaft gezogen werden. Unter Firmen verstehe ich vor allem die Verantwortlichen, die Zahlen aufgebläht haben und damit eine künstliche Blase ins nichts erzeugt haben. Die Banken waren da sehr behilflich dabei. Auch hier in Europa und vor allem in der Schweiz jammern viele und machen enorme Gewinne. Der Euro Franken Kurs mag eine Hürde sein, ist es aber wie es dargestellt wird nicht. Nehmen wir den Benzinpreis. Der Ölpreis (Brent) liegt momentan bei um die 59 USD Barrel. Er war bei ca. 120 USD. Unser Benzinpreis ist von 1.83 auf 1.48 CHF gesunken und schon werden wieder neue Steuern in Erwägung gezogen von unserer Regierung. Nur der Ölpreis wird wieder auf 100 USD/Barrel steigen und wir sind bei 2.30CHF pro Liter. Erst danach merkt der Steuerzahler, dass er von den selber Gewählten über den Tisch gezogen wurde.

09.04.2015 11:18
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Namor hat am 08.04.2015 - 10:55 folgendes geschrieben:

Somit läuft die Spirale immer weiter.

nein, das tut sie nicht. Alles hat mal ein Ende.

Der Nikkei z.B. hatte seine Spirale 1989 bei rund 39'000 Punkten beendet. Seither nicht annähernd wieder erreicht. Auch damals glaubten viele, es gehe endlos so weiter.

Schweinzyklus nennt sich das. Alle reiten die Welle mit.

Nur die Contrainians wetten dagegen.

 

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08.04.2015 10:55
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Rendite für Wen?

Die Banken fordern mehr Risiko für Pensionskassen in Anlagen wie Aktien etc. Womöglich bei ihnen selber. Mehr Risiko bedeutet mehr Gebühren, mehr Manipulationen der Aktien und Insiderwissen für eigene der Banken nutzen und (privaten) Engagements. Der ehemalige Nationalbankpräsi und seine Frau haben es vorgezeigt, wie man davon profitieren kann. Will da aber niemanden etwas unlauteres unterstellen. Seit Jahren prangere ich der zu tiefe Investkorb der Pensionskassen in Immobilien an. Als Antwort wird immer die fehlende Rendite genannt und das Risiko von Leerständen. Leerstände sind nicht im normalen Wohnangebot zu finden sondern im Luxussegment. Studentenwohnungen, zwei bis zu familienfreundlichen und bezahlbaren 5 Zimmer Wohnungen werden ausgeklammert. Anscheinend bringen nur Wohnungen jenseits von 2500.-- anständige Renditen. Der Grossteil der zukünftigen Rentenbezüger (über 80%) werden nicht mehr als 1200.-- bis 1600.-- für eine normale Wohnung bezahlen können. Die Verzinsung und später der Umwandlungsatz werden schon jetzt immer mehr gesenkt (Bundesbetriebe 5.85% und nicht wie die Aussage: Direktor des Bundesamtes für Sozialversicherungen, Yves Ros­sier «Es wäre richtig, vernünftig und notwendig, die Rentenumwandlungssätze auf 6,4 Prozent zu senken, wie das der Bundesrat dem Parlament bean­tragt hat.») und seit der Umwandlung vom Primatenwechsel wird eine Wittwe nur noch 40% ? von der Ehepaarrente erhalten. Das bedeutet, dass der Staat sich eingeben muss mit Ergänzungsleistungen und zusätzlichen Unterstützungen. Die Versicherungen und Banken machen mit den Pensionskassengeldern aber jedes Jahr Millionen von gewinnen. Ein legaler Diebstahl mit Gejammer auf höchsten Ebenen. Die Kommunen spielen da auch eine wichtige Rolle. Es wird Gemeindeland an Spekulanten verkauft um wiederum neue Infrastrukturen wie Luxusschulhäuser etc. zu bauen um wiederum Land zu verschachern als Begründung der Finanzierung und Unterhalt dieser Gebäude. Somit läuft die Spirale immer weiter. Nur so als Bemerkung; ich wohne in einer Überbauung mit 40 Wohnungen in vier Gebäuden. Die Rendite beläuft sich auf 5-8%. Die 3 Zi kosten um 1450.-- und die 5 1/2, 130m2 Dachwohnungen ca 2500.-- inkl. (Vorort einer Grossstadt Nord-West Schweiz für die Spitzfindigen). 

08.04.2015 08:57
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UBS rät Pensionskassen zu mehr Risiko
 

Die Konsequenzen der Negativzinsen sind für viele Pensionskassen dramatisch, so die UBS. Für die Grossbank steht fest: Es bedarf kurz- bis mittelfristigen Anpassungen im Anlageverhalten.

Von Lorenz Burkhalter

Institutionelle Kunden wie Versicherungen oder Pensionskassen sind bei der UBS im Asset Management angesiedelt. Aus diesem Bereich der Grossbank stammt auch eine umfangreiche Studie zum Thema "Negative Zinsen in der Schweiz - wie weiter?".

Die Studienverfasser berichten von dramatischen Folgen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) eingeführten Negativzinsen für viele institutionelle Anleger. Betroffen seien vor allem diejenigen unter ihnen, welche sich auf steigende Zinsen eingestellt und den passiven Teil der Bilanz nicht abgesichert hätten.

Trotz historisch tiefen Zinsen haben langfristige sogenannte Asset-Liability-Überlegungen ihre Bedeutung den Experten zufolge keinesfalls verloren. Damit ist ein vernünftiges Verhältnis zwischen den anlageseitigen Risiken und den zukünftigen Verpflichtungen gemeint. Kurz- bis mittelfristige Anpassungen im Anlageverhalten scheinen ihnen dennoch sinnvoll.

Es sei klar, dass der regulatorische Rahmen kein komplettes Umwälzen des Gesamtportfolios ermögliche. Jedoch sollten sich institutionelle Investoren durchaus Gedanken machen, ob die zulässigen Investitionsbandbreiten gerade jetzt nicht umfassender genutzt werden könnten und sollten, so die Studienverfasser. Mit anderen Worten: Die UBS rät Versicherungen und Pensionskassen zu mehr Risiko.

UBS sieht Anlagealternativen im Tiefzinsumfeld

Grundsätzlich werde den Anlegern nichts geschenkt. Der Zielkonflikt zwischen Rendite, Risiko und Liquidität müsse deshalb stets beachtet werden. Wenn die als risikoarm geltenden Schweizer Staatsanleihen verkauft würden, um andere Anlageklassen zu favorisieren, müsse ein erhöhtes Risiko einkalkuliert werden.

Bei den Obligationen bieten sich gemäss UBS Unternehmensanleihen als Alternative an. Doch auch andere Anlageklassen wie dividendenstarke Aktien, Immobilien- oder Infrastrukturanlagen werden als Möglichkeiten genannt, um höhere Renditen erzielen zu können.

Durch die ultralockere Zins- und Geldpolitik führender Zentralbanken und der von der SNB eingeführten Negativzinsen werden institutionelle Anleger geradezu zu mehr Risiko genötigt. Das wiederum birgt allerdings auch Gefahren. Denn längst nicht alle Versicherungen und Pensionskassen verfügen über die dazu nötige Risikofähigkeit. Die Stiftungsräte und Anlageausschüsse bleiben deshalb auch weiterhin gefordert, was den Zielkonflikt zwischen Rendite, Risiko und Liquidität anbetrifft.

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03.11.2014 14:46
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Mehrheit der Pensionskassen mit eher kurzem Zeithorizont

Wir wollten angesichts des grossen Einflusses der Dauer der Halteperiode auf die Rendite wissen, ob sich Pensionskassen bei der Festlegung ihrer Anlagestrategie im Rahmen einer AssetLiability-Analyse von langfristigen Überlegungen leiten lassen. 39% der befragten Pensionskassen berücksichtigen diese Erkenntnisse und richten die Anlagestrategie auf einen Zeitraum von länger als fünf Jahren aus (vgl. Abb. 34) . Etwas überraschend gaben jedoch 59% einen Zeithorizont zwischen zwei und fünf Jahren an, was für Vorsorgeeinrichtungen eher kurzfristig ist. In Übereinstimmung mit einem längerfristigen Zeithorizont gaben 51% der Pensionskassen an, ihre Anlagestrategie in den letzten zehn Jahren ein bis zwei Mal geändert zu haben (vgl. Abb. 35). 36% der Kassen änderten die Strategie jedoch zwischen drei und fünf Mal. Dies könnte auf die Finanzkrise zurückzuführen sein, aber auch darauf, dass Pensionskassen meist unterjährig rapportieren. Dadurch steigt der Anreiz, auf Veränderungen rascher zu reagieren, um nicht grössere negative Ausschläge ausweisen zu müssen.

https://www.credit-suisse.com/media/pb/docs/ch/unternehmen/institutional...

 

 

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03.11.2014 11:02
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Deutlicher Anstieg der BVG-Einmaleinlagen im Jahr 2013

03.11.2014 11:00



Zürich (awp) - In der Beruflichen Vorsorge sind im Jahr 2013 die Einmaleinlagen deutlich angestiegen. Sie nahmen um 261% auf 6,3 Mrd CHF zu, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) in der Mitteilung vom Montag schreibt. Der Grund für den kräftigen Anstieg sind die öffentlich-rechtlichen Pensionskassen, die sich wegen gesetzlicher Anpassungen zwischen einer Teil- oder Vollkapitalisierung entscheiden mussten. In der Folge hätten einige Arbeitgeber die dazu benötigte Ausfinanzierung auf einmal einbezahlt.

Das Nettoergebnis aus Vermögensanlagen hat derweil aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung um 9,9% auf 41,2 Mrd CHF abgenommen. Zudem seien 11,9 Mrd in die Wertschwankungsreserven geflossen, was gegenüber 2012 eine Abnahme um 21% bedeute. Der Durchschnittswert des Kapitalbezugs in der beruflichen Vorsorge nahm 2013 weiter ab und zwar auf 170'200 CHF nach 171'200 CHF im Jahr davor.

Auch auf der Passivseite seien die Anstrengungen der öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen erkennbar, so das BFS weiter. 2013 reduzierten sie ihre Unterdeckungen auf nunmehr 31,6 Mrd CHF (-9,1%) und die technischen Rückstellungen wurden um 15% auf 14,6 Mrd erhöht.

Gesamthaft wuchsen die Wertschwankungsreserven im BVG-Geschäft auf 46,5 Mrd CHF (+34%) an. Mit 6,4% der Bilanzsumme entspreche der Wert allerdings noch nicht dem angestrebten Umfang. Die Unterdeckung in allen Vorsorgeeinrichtungen beliefen sich auf 33,8 Mrd (-11%) und das Gesamtvermögen der beruflichen Vorsorge belief sich auf 717,9 Mrd (+6,7%).

Insgesamt zählte die berufliche Vorsorge Ende 2013 3,9 Mio aktive Versicherte, das sind 2% mehr als im Jahr davor. Die Anzahl der Pensionierten erhöhte sich um 2,9% auf 664'430, die Anzahl Personen, die eine Kapital- oder Teilkapitalauszahlungen verlangten, blieb bei 34'550 (+0,2%) zum Vorjahr praktisch unverändert.

Mit 1'955 Vorsorgeeinrichtungen mit reglementarischen Leistungen und aktiven Versicherten wurde erstmals die Schwelle von 2'000 Einrichtungen unterschritten. Im Jahr 2012 waren es 2'073 Einrichtungen.

mk/ra

(AWP)

 

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22.10.2014 14:36
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BVG-Mindestzinssatz bleibt im nächsten Jahr bei 1,75%

22.10.2014 14:06



(Ausführliche Fassung)

Bern (awp/sda) - Guthaben im obligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge (BVG) werden auch im Jahr 2015 zu mindestens 1,75% verzinst. Das hat der Bundesrat entschieden. Er folgte damit dem Antrag der Mehrheit der BVG-Kommission.

Eine Änderung des Mindestzinssatzes für die zweite Säule hielt die Landesregierung am Mittwoch nicht für nötig. Eine Senkung sei trotz der gegenwärtigen Schwankungen im Aktienmarkt nicht angebracht, teilte das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) mit. Und gegen eine Anhebung sprachen die tiefen Zinssätze.

GESPALTENE BVG-KOMMISSION

Entscheidend für die Höhe des Mindestzinssatzes sind von Gesetzes wegen die Rendite der Bundesobligationen und die Entwicklung von Aktien, Anleihen und Liegenschaften. Die Rendite der Bundesobligationen blieben laut BSV zwar auf einem tiefen Niveau. Aktien und Liegenschaften dagegen entwickelten sich gut.

Die BVG-Kommission war beim Vorschlag an den Bundesrat gespalten. Die von ihr bevorzugte Formel zur Berechnung des Mindestzinssatzes hätte Anfang September eigentlich einen Wert von nur 1,5% ergeben. Elf der 18 Mitglieder wollten aber dennoch bei 1,75% bleiben. Sechs wünschten eine Erhöhung auf 2%.

Der Gewerkschaftsbund und der Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse hatten die 1,75% schon nach Bekanntwerden der Empfehlung der Kommission als zu tief kritisiert. Sie hatten vom Bundesrat eine Erhöhung auf 2% gefordert. Der Schweizerische Versicherungsverband (SVV) dagegen hielt die Empfehlung für zu hoch.

ETWAS MEHR ALS HISTORISCHER TIEFSTSTAND

Per 2012 wurde der Mindestzinssatz für die Altersguthaben der zweiten Säule auf dem historischen Tiefstand von 1,5% gesenkt. Es war das erste Mal in der Geschichte der zweiten Säule, dass der Mindestzinssatz unter 2% fiel. Von 1985 bis 2002 hatte er noch bei 4% gelegen.

Seit dem Platzen der Internetblase zu Beginn des Jahrtausends wird er regelmässig der Börsenentwicklung angepasst. Für 2014 war der Bundesrat der Empfehlung der BVG-Kommission gefolgt und hatte den Mindestzinssatz wieder auf 1,75% erhöht.

Der Mindestzinssatz legt fest, wie viel Zinsen das Alterskapital in einem Jahr im Minimum abwerfen muss. Je tiefer der Satz, desto weniger wachsen die Guthaben der Versicherten.

Der Mindestzinssatz betrifft nur Lohnbestandteile, die dem BVG-Obligatorium (im Jahr 2015 21'150 bis 84'600 CHF) unterstehen. Lohnbestandteilen, die darüber liegen, können Pensionskassen zu einem anderen - auch tieferen - Satz verzinsen.

(AWP)

 

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21.05.2014 13:13
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CH/Pensionskassen mit schöner Rendite in 2013 - Deckungsgrad verbessert

21.05.2014 11:44



Bern (awp/sda) - Die Schweizer Pensionskassen haben im vergangenen Jahr von der guten Lage an den Börsen profitiert. Im Durchschnitt fuhren sie eine Rendite von 6,3% ein, wie aus einer Umfrage von Swisscanto hervorgeht.

Über die Hälfte der befragten Kassen hätten eine Rendite zwischen 5 und 7,5% erzielt, teilte die Kantonalbanken-Fondsgesellschaft Swisscanto am Mittwoch an einer Veranstaltung in Zürich mit. Ein Fünftel der Pensionskassen hätten sogar Renditen von 7,5 bis 10% eingefahren.

"2013 war dank den Aktienmärkten ein gutes Jahr für die Pensionskassen", sagte Peter Bänziger, Leiter Asset Management von Swisscanto. Nachdem das Vorjahr noch ein perfektes Anlagejahr gewesen sei mit zweistelligen Kursanstiegen für Aktien und einem deutlichen Plus für Obligationen, sei die Lage 2013 schon nicht mehr so ungetrübt gewesen.

Zwar sei die Anlageperformance der Aktien noch besser gewesen, aber die Obligationenmärkte hätten leichte Kurseinbussen aufgewiesen, sagte Bänziger.

KEIN "MILLIARDEN-BESCHISS"

Die erzielte Anlagerendite von 6,3% habe im vergangenen Jahr die erforderlichen Zinssätze deutlich übertroffen. Die aktiven Versicherten mussten im vergangenen Jahr mit 2,2% verzinst werden, die Rentner mit 3,3%.

Da die Pensionskassen auch in schwachen Anlagejahren eine Verzinsung gewähren müssten, sei es nötig, in guten Jahren Reserven aufbauen zu können. Es habe keinen "Milliarden-Beschiss" gegeben, sagte der Leiter der Personalvorsorgeberatung, Othmar Simeon. Als Beispiel nannte er das Jahr 2011, als die Anlageperformance negativ gewesen sei und trotzdem die Zinsen hätten gezahlt werden müssen.

Zudem finde eine Umverteilung zwischen den aktiv Versicherten und den Rentnern statt. Von der erzielten Anlagerendite hätten die Rentenbezüger in den letzten Jahren deutlich mehr konsumiert, sagte Simeon. Die geschätzte Umverteilung liege bei 0,4% der Bilanzsumme.

DECKUNGSGRADE GESTIEGEN

Insgesamt konnten die Pensionskassen ihre Polster weiter verstärken. Der vermögensgewichtete Deckungsgrad verbesserte sich bei den privatrechtlichen Kassen im vergangenen Jahr von 107,6 auf 110,3%. Die öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung (ohne Staatsgarantie) wiesen einen Deckungsgrad von 101% auf, jene mit Teilkapitalisierung und Staatsgarantie einen solchen von 75%.

Das Ziel ist aber noch nicht erreicht, sagte Simeon. Gemäss Anlagestrategie müssten die Pensionskassen einen Deckungsgrad von 116% haben, um die Taucher an den Finanzmärkten aushalten zu können. Mittlerweile hätten gut ein Viertel der privatrechtlichen Kassen genügend hohe Wertschwankungsreserven. Bei den öffentlich-rechtlichen Kassen seien es nur 4%.

Auf der anderen Seite habe die Gruppe der Vorsorgeeinrichtungen mit Unterdeckung abgenommen, sagte Swisscanto-Chef Gérard Fischer. In der Umfrage wiesen 4% der privatrechtlichen und 62% der öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen eine Unterdeckung aus.

Ein Jahr zuvor waren noch 8% der privatrechtlichen Pensionskassen unterdeckt gewesen. "Insgesamt sind fast eine Million Versicherte in Vorsorgeeinrichtungen mit einer Unterdeckung und diese sind deshalb nicht ausreichend finanziert", sagte Fischer.

GUTER ZUSTAND

"Der finanzielle Zustand der Vorsorgeeinrichtungen in der Schweiz kann als gut bezeichnet werden", sagte Simeon. "Die Deckungsgrade der Vorsorgeeinrichtungen sind fast wieder genau gleich hoch wie im Jahre 2004", sagte Fischer.

An der Umfrage nahmen 370 Pensionskassen teil. Die Umfrage repräsentiere damit rund drei Viertel des Vorsorgevermögens und 61% der Versicherten in der Schweiz, sagte Fischer.

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09.04.2014 09:32
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Pensionskassen: Barometer steht auf «Risk on»

Immer mehr Vorsorgeeinrichtungen würden ausserhalb der traditionellen Anlageklassen ihr Heil suchen, stellt die Axa-Expertin Christina Böck fest.

Christina Böck ist ‹CIO Switzerland & Head Solution Strategists Central Europe› bei Axa Investment Managers. Ihre Kolumne für finews.ch erscheint monatlich.

Institutionelle Investoren der 2. Säule in Deutschland gehen mehrheitlich davon aus, dass die Zinsen noch mindestens drei Jahre sehr niedrig bleiben werden, wie unlängst einer Umfrage zu entnehmen war. Was Schweizer Pensionskassen-Manager in dieser Hinsicht denken, ist zwar leider nicht bekannt. Aber es ist anzunehmen, dass sie wohl eine ähnliche Einschätzung haben.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass viele Pensionskassen ihr Heil ausserhalb der traditionellen Anlageklassen suchen. Denn mit Anleihen ist heute in keinem Fall mehr viel Rendite zu verdienen.

Trend zu riskanteren Anlagen

Entweder bleibt die Gesamtperformance für die nächsten Jahre niedrig, oder sie wird auf Grund steigender Zinsen sogar durch Kapitalverluste negativ. Daher ist allgemein der Trend hin zu riskanteren Anlagen zu beobachten – dies sowohl zwischen den verschiedenen Anlageklassen als auch innerhalb jeder einzelnen Anlageklasse.

So sind die Aktienallokationen tendenziell über die letzten Jahre erhöht worden. Dies liegt sicher zu einem Teil schlicht am steigenden Wert der Aktienallokationen, also einem reinen Markteffekt – aber das neu entstandene Vertrauen in die Aktienmärkte hat auch zu wirklichen Neuallokationen geführt.

Attraktive Eintrittspreise

In der Schweiz investieren immer mehr Vorsorgeeinrichtungen in Aktien der Schwellenländer, wenn auch mit geringen Beträgen, insbesondere seit den Marktturbulenzen im vergangenen Sommer. Dennoch nutzen viele die nun attraktiveren Einstiegspreise. Auch kleine Kapitalisierungen stehen im Fokus: In der Tat tendieren Small Caps in einem Moment der Wachstumserholung, wie wir sie nun erleben, zu einer besonders guten Performance.

Innerhalb der Klasse der Anleihen gehen die Vorsorgeeinrichtunge ein deutlich stärkeres Kreditrisiko ein und wollen aus hochqualitativen Schweizer Anleihen oder internationalen Staatsanleihen in Unternehmensanleihen wechseln, wobei alle Ratingklassen angesehen werden.

Noch ein Schritt weiter?

So beraten wir viele Kunden zu dem für sie optimalen Risikoprofil des Anleiheportfolios, wobei eine Mischung aus Investment-Grade-Anleihen, High-Yield-Bonds, aber auch Schwellenländer-Anleihen aufgenommen werden. Diese Anlagen geschehen meist über aktiv verwaltete Vehikel, da die passiven Vehikel unter der mangelnden Liquidität und häufig entsprechend hohen Transaktionskosten leiden.

Nur die grösseren Kassen gehen noch einen Schritt weiter und interessieren sich für Darlehen. Diese Anlageklasse bietet in der Tat interessante Risiko-Rendite-Profile: extrem geringe historische Ausfall- und Verlustquoten bei minimaler Duration (variabel verzinst, also kaum Zinsrisiko) bei interessanten Spreads.

Stabile, langfristige Performance

Häufig nachgefragt werden Wandelanleihen. Nach den Finanzkrisen dieses Jahrtausends schätzt man hier das asymmetrische Profil: Beschränktes Verlustrisiko nach unten durch den «Bondfloor», attraktives Wertsteigerungspotential nach oben durch die Aktienoption.

Immer grösserer Beliebtheit erfreuen sich Katastrophenanleihen (Cat-Bonds). In der Tat haben diese so gut wie keinerlei Bezug zur Entwicklung der Finanzmärkte, weisen aber eine sehr stabile und langfristige Performance auf.

Deutliche Zeichen

Immobilien erfreuen sich nach wie vor grosser Beliebtheit. Hier sollte man allerdings nach dem anhaltenden Anstieg der Preise in der Schweiz und der Migrationsinitiative die Frage nach einer möglichen internationalen Diversifikation stellen. In der Schweiz ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass die Leerstände in kommerziellen Liegenschaften zunehmen und die Renditen sinken werden.

Weniger als in der Vergangenheit erhalten wir heute Anfragen für inflationsindizierte Anleihen. Dies ist das deutlichste Zeichen dafür, dass das Barometer für die Anleger definitiv auf «Risk on» steht.

http://www.finews.ch/news/versicherungen/14999-axa-investment-managers-c...

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

30.09.2013 16:37
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Prämien versickern bei den Banken

Banken, Fonds und Vermögensverwalter leben prächtig von den Pensionskassen. Denn längst nicht alle Einzahlungen der Versicherten werden für das Alterskapital oder die Versicherungsprämie verwendet. Ein stattlicher Teil von 4500 Millionen Franken pro Jahr versickert unter dem Titel Verwaltungskosten. Die Swisscanto stellt den Pensionskassen ein gutes Zeugnis aus: Diese hätten ein «ausgeprägtes Kostenbewusstsein». Zu diesem Befund kommt die Swisscanto aufgrund einer Umfrage bei 343 Pensionskassen mit einem Gesamtvermögen von 481 Milliarden Franken.  

Zum Vergleich: In der Schweiz gibt es über 2000 Pensionskassen. In der zwei­ten Säule liegt zurzeit die gigantische Summe von und 800 Milliarden Franken. Swisscanto ist ein auf Vermögensanlagen – auch von Pensionskassen – spezialisiertes Unternehmen, das im Besitz der 24 Kantonalbanken ist. 


Vermögensverwaltung: Weniger Kosten als vor fünf Jahren

Mit dem «ausgeprägten Kostenbewusstsein» meint die Swisscanto die Höhe der Verwaltungskosten, die jedem Versicherten Jahr für Jahr von seinen Einzahlungen abgeknöpft werden. Die Umfrage ergab, dass die Verwaltungskosten und die Aufwendungen für die Vermögensverwaltung in der zweiten Säule pro Person 576 Franken ausmachen. Das ist deutlich weniger als vor fünf Jahren. Damals ergab die jährliche Swisscanto-Umfrage noch durchschnittliche Verwaltungskosten von 755 Franken.

Doch das Resultat der Umfrage ist nur die halbe Wahrheit. [...]

http://www.ktipp.ch/artikel/d/praemien-versickern-bei-den-banken/

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03.09.2013 17:02
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Zinssatz für Pensionskassen steigt

Das bis jetzt gute Börsenjahr hat Auswirkungen auf die Pensionskassen. Der Mindestzinssatz für Guthaben der beruflichen Vorsorge (BVG) soll 2014 von 1,5 auf 1,75 Prozent steigen.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Zinssatz-fuer-Pensionskassen-stei...

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