Pensionskassen

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Elias
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Pensionskassen

Krise reisst Loch von 30 Milliarden

Den Kassen fehlt massiv Geld, um die garantierten Renten zu finanzieren

In den letzten Wochen mussten die Pensionskassen an den Börsen massive Verluste ein­stecken. Seit Mitte Juli 2007, als die Kreditkrise ausbrach, haben die Vorsorgeeinrichtungen über 30 Milliarden verloren. Damit die PK ihre Verpflichtungen erfüllen können, müssen sie auf den Vor­sorgegeldern der Aktiven 3,3 Pro­zent, auf den Kapitalien der Rent­ner sogar mindestens 4,5 Prozent Rendite pro Jahr erwirtschaften. Fast alle PK verdienten deutlich zu wenig, andere haben gar nichts verdient oder fuhren happige Ver­luste ein. Auch der AHV-Fonds erreichte im letzten Jahr beim An­lageergebnis nur eine rote Null.

In den letzten Wochen sind auch die Kapitalmarktzinsen dras­tisch gefallen. Inzwischen liegt die Rendite fünfjähriger Bundesobli­gationen wieder unter 2,4 Prozent. Das verschärft ein seit langem un­gelöstes Problem: Die Pensions­kassen rechnen in ihren Kalkula­tionen mit Renditen, die sich mit sicheren Anlagen am Markt gar nicht erzielen lassen. «Die falschen Rechnungsgrundlagen verschlei­ern seit mehr als zehn Jahren die zunehmende Aushöhlung der be­ruflichen Vorsorge», kritisiert Fi­nanzmarktprofessor Martin Jans­sen. Bei Renten, die zu den heute geltenden Bedingungen neu zu laufen beginnen, entstehen den Pensionskassen Deckungslücken in der Höhe von 17 bis 23 Prozent des vorhandenen Altersguthabens. Der Direktor des Bundesamtes für Sozialversicherungen, Yves Ros­sier, sagt dazu: «Es wäre richtig, vernünftig und notwendig, die Rentenumwandlungssätze auf 6,4 Prozent zu senken, wie das der Bundesrat dem Parlament bean­tragt hat.»

Quelle: Sonntagszeitung

weico
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Pensionskassen

Pensionskassen 2007 mit 2,1 Prozent Rendite

:oops:

Die Turbulenzen an den Finanzmärkten erreichen die Schweizer Altersvorsorge: Die Schweizer Pensionskassen haben im vergangenen Jahr laut ersten Berechnungen der Grossbank Credit Suisse nur eine Anlagerendite von knapp 2,1 Prozent erzielt.

(sda) Die für die berufliche Vorsorge (BVG) gesetzlich vorgeschriebene Mindestrendite von 2,5 Prozent sei damit verfehlt worden. Grund seien negative Entwicklungen im dritten (-0,2 Prozent) und vor allem im vierten Quartal (-1 Prozent), wie die Credit Suisse mitteilte.

Per Mitte 2007 hatte die Performace dagegen noch 3,3 Prozent betragen, wie es weiter heisst. Die detaillierte Auswertung ihres Pensionskassen-Index' will die Credit Suisse in rund zwei Wochen veröffentlichen.

http://www.bielertagblatt.ch/News/Wirtschaft/101400

weico

sArge
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Tja, einmal mehr: Menschenwohl Lol

Manchmal gehts sehr gut - meistens jedoch in die Hose ...

Und zur Auflockerung schau ich mir jetzt eines von sArge's videos auf sArge.ch an!

Endspurt
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Ich habe schon seit Wochen darauf gewartet, dass das "Gejammer" der Pensionskassenverantwortlichen wieder losgeht. Jetzt ist es zur Abwechslung die Sonntagspresse, die den Pensionskassen das Jammern abnimmt. Um so besser können bei weiter fallenden Börsen die Versicherungen ins gleiche Horn stossen.

Unter Umständen kann die "Pensionskassenkrise" aber ein grösseres Ausmass annehmen als in der Krise von 2001 bis 2003. Denn: Mit Anlagen in Obligationen lassen sich wahrscheinlich seit Längerem nicht mal mehr 2% Rendite erwirtschaften, mit Anlagen an der Schweizer Börse verlor man im Jahr 2007 zirka 4 Prozent, mit Anlagen im Dollarraum frass der Währungsverlust allfällige Kursgewinnen weg und jetzt liegt die Schweizer Börse und die meisten Weltbörsen nach einem halben Monat schon gegen 10% im Minus. Am meisten werden die Pensionskassen mit Direktanlagen in (schweizerische) Liegenschaften und Hypotheken verdient haben, dieses Plus hält sie noch über Wasser.

Wenn die Finanzkrise noch länger andauert, kann ich mir gut vorstellen, dass die Sorgenfalten der zukünftigen Rentner und Versicherten grösser werden. Sad

Elias
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Das war am 30. Juli 2007

«Mit unserem hohen Aktienanteil ist Erfolg kein Kunststück»

Die Pensionskasse der Stadt Zürich legt ihr Geld in ausländischen Aktien an

Die Pensionskasse der Stadt Zürich (PKZH) ist eine Musterschülerin unter den Schweizer Pensionskassen. Wenn sie von sich reden macht, dann mit überdurchschnittlichen Renditen und hohem Deckungsgrad. Anlagechefin Vera Kupper Staub spricht über die Anlagestrategie der Kasse und warum nicht speziell in den Wirtschaftsstandort Zürich investiert wird. ...

Die Pensionskasse der Stadt Zürich (PKZH) ist eine Musterschülerin unter den Schweizer Pensionskassen. Wenn sie von sich reden macht, dann mit überdurchschnittlichen Renditen und hohem Deckungsgrad. Anlagechefin Vera Kupper Staub spricht über die Anlagestrategie der Kasse und warum nicht speziell in den Wirtschaftsstandort Zürich investiert wird.

http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/mit_unserem_hohen_aktienanteil_ist...

Würde mich interessieren, wie es heute aussieht.

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ecoego.
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Elias Quote:

Würde mich interessieren, wie es heute aussieht.

Vielleicht nicht mal so schlecht http://tinyurl.com/29q4wa ...

bye

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ecoego.
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...und trotz bumpy ride immer noch way ahead wenn etwas Brazil und China beigemischt http://tinyurl.com/2dxry8

Aber was nuetzt dem Rentner die beste performance wenn die Auszahlung nicht stimmt?

Kenne private (firmenspezifische) CH Personalvorsorge-Foundations die jammern nicht. Die bringen es immer noch auf einen Umwandlungsfactor von 7 (sieben!). Das heisst pro 100 K angehaeuftem Kapital gibt s 7 K Jahresrente. Sicher hat s irgendwo, schoen diskret, noch bessere Renten-Perlen. Abgesehen natuerlich von gewissen (Staats-) Privilegierten, die immer noch defined benefit – also fixierte Renten als % der letzten Bezuege, unabhaengig von der Rendite des Kapitals – beziehen duerfen. Arme ex-Beamte.

Alternative: Wer Kapital besitzt oder bezieht anstatt sich mit einer schmalen Rente begnuegen will, kann zum Beispiel via ultrakurzen flexiblen €, AU $ Fiduzgelder und diszipliniertem Kapitalverzehr, je nach Alter, Steuerresidenz, usw einen besseren cash inflow erzielen. Ausgewaehlte, hochprozentige € Obli s gehoeren, nach meiner Meinung, auch dazu und sind nicht risikoreicher als eine unterdeckte Pensionskasse wo aufgeblaehte Verwaltung und schlechte Investments die Rente auffressen. Auch etwas inflation-corrected Laenderpapiere kann man beimixen. Haben wir mal diskutiert http://tinyurl.com/23f9g6 und hier http://tinyurl.com/2hnpuz

bye

Disclaimer: Betreffend self-managed Altersversorgung sollte man in jedem Fall mit einer Vertrauensperson, einem unabhaengigern Berater mit gutem track record, ueber seine Buecher gehen, die persoenliche Situation vom Dach ueber dem Kopf bis zum Notbatzen analysieren und abhaken. Alles individuell verschieden.

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Elias
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Pensionskassen

ecoego wrote:

Elias wrote:
Würde mich interessieren, wie es heute aussieht.

Vielleicht nicht mal so schlecht http://tinyurl.com/29q4wa ...

Was hat der Link mit der Performance der "Pensionskasse der Stadt Zürich" zu tun?

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ecoego.
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Recap

Elias:

Quote:

Die Pensionskasse der Stadt Zürich legt ihr Geld in ausländischen Aktien an

und fragt:

Quote:

Würde mich interessieren, wie es heute aussieht.

ecoego antwortet:

Quote:

Vielleicht nicht mal so schlecht http://tinyurl.com/29q4wa

Elias fragt:

Quote:

Was hat der Link mit der Performance der "Pensionskasse der Stadt Zürich" zu tun?

ecoego antwortet:

Der link fuehrt zum performance Vergleich des SMI vs. den auslaendischen Aktien, repraesentiert durch die Indices Dax, Ftse, DJ und dann noch Brazil, HK und China. Ueberall hat man entweder immer noch gut fuerschi oder weniger hinderschi gemacht verglichen mit den CH Heimataktien, repraesentiert durch den SMI Index. Also lag die ZH Pensionskasse goldrichtig oder eben: nicht so schlecht - bis jetzt...

OK?

bye

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Elias
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Pensionskassen

Steinalter Beitrag, aber wohl immer noch aktuell

Quote:

Wer hat sein BVG-Konto vergessen?

10. August 2006, 22:02

«Vergessene» Altersvorsorge von mehreren Milliarden Franken lagert auf sicheren Konti.

Wer selber nachforschen will: http://www.zentralstelle.ch

Es sind nicht nur pensionierte, die Kapital vergessen haben.

Quote:

Wechsel zu selbständiger Tätigkeit

Die Rückzüge sind also analog zu den Vorbezügen aus der Pensionskasse möglich, wobei dort ein Mindestbezug von 20 000 Franken Bedingung ist.

http://www.ktipp.ch/themen/beitrag/1015422/Wer_richtig_saet_erntet_doppelt

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MarcusFabian
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Re: Pensionskassen

Elias wrote:

Krise reisst Loch von 30 Milliarden

Ich kann's natürlich nicht beweisen aber hab' mal ein bisschen nachgeforscht und komme auf mindestens 50-70 Mrd. Verlust bei den PK.

Die Differenz liegt in den Papieren, die noch nicht abgeschrieben sind, die also zu einem zu hohen Betrag in den Bilanzen aufgeführt sind.

Erstaunt bin ich von der AHV, die vergleichsweise sauber und seriös gearbeitet hat und nach meiner Ermittlung nur auf etwa 10 Mrd Verlust kommt.

Obenstehendes ist wie gesagt eine reine unbegründbare Verschwörungstheorie made by MF und somit mit nichten ernst zu nehmen. Blum 3

Elias
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Pensionskassen: Wenn Milliarden flöten gehen

Schweizer Pensionskassen stellen ­Sicherheit über Rendite. Das Resultat: eine miese Performance. Das muss nicht sein. Viele ausländische ­Vorsorgewerke liefern Superrenditen – auch langfristig. http://www.bilanz.ch/vorsorge/pensionskassen-wenn-milliarden-floeten-gehen

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Pensionskassen wachsen dank hartem IV-Kurs

Immer weniger Leute in der Schweiz beziehen eine IV-Rente. Davon profitieren unsere Pensionskassen-Guthaben: Sie vergrössern sich.

Seit 2003 ist die Zahl der ­jährlich neu zugesprochenen Renten bei der Invalidenversicherung (IV) um mehr als 47 Prozent ­gesunken. «Wir führen das auf die 5. IVG-Revision, die ­relativ stabile Wirtschaftslage und die Fortschritte bei der Wieder­eingliederung zurück», sagt Zurich-Sprecher Frank Keidel. Vom starken Rückgang profitiert nicht nur die IV als erste Säule, sondern alle Erwerbs­tätigen.

Denn dank der gesunkenen Zahl der Invaliden müssen auch die Pensions­kassen weniger IV-Rentenbeiträge aus der zweiten Säule ausschütten. Unter dem Strich bleibt deshalb viel mehr Geld für die ­Altersvorsorge. Die Beiträge der zweiten Säule setzen sich zusammen aus IV-, Todesfall- und Kostenprämie.

Eine Umfrage von 20 Minuten bei den Versicherungen zeigt, dass die Risikoprämien für Invalidität teils um 10 bis 20 Prozent gesenkt werden konnten. «Überdurchschnittlich konnten wir 2011 die Prämien im Gross- und Detailhandel, bei Optikern, Apotheken und Drogerien senken», so Allianz-Suisse-Sprecher Bernd de Wall.

Ebenfalls stark profitiert hätten Elektro-, Sanitär- und Lüftungsinstallateure, Maler, Gipser und Glaser. Bei Swiss Life sanken die Prämien seit 2007 durchschnittlich um 34%. Auch Axa Winterthur hat in den letzten Jahren die Tarife bereits dreimal gesenkt. Und Zurich mit der teilautonomen Sammelstiftung Vita plant sie für 2013 eine durchschnittliche Senkung der Prämien von rund 300 Franken pro versicherte Person. http://www.20min.ch/finance/news/story/Pensionskassen-wachsen-dank-harte...

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Elias
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Zeitbomben in der zweiten Säule

Die Alterung der Bevölkerung und mangelnde Reformen bei der Altersvorsorge in der zweiten Säule lassen die Zahl der Rentnerkassen ansteigen. Geraten diese in Unterdeckung, wird eine Sanierung schwierig.

Die «graue Revolution» schreitet auch in der Schweiz unaufhörlich voran. Zusammen mit den extrem niedrigen Kapitalmarktzinsen macht die Alterung der Bevölkerung den hiesigen Pensionskassen das Leben schwer – auch wenn der jüngste Aktienmarktboom die Probleme etwas übertüncht. Besonders brisant ist die Lage für sogenannte Rentnerkassen mit sehr wenigen Aktiven und vielen Rentnern. Eine genaue Definition dieses Phänomens gibt es nicht, denn vom Gesetzgeber ist es nicht vorgesehen. Viele Branchenexperten bezeichnen unterdessen eine Vorsorgeeinrichtung als Rentnerkasse, wenn das Verhältnis von Rentnern zu Aktiven bei 70% oder mehr zu 30% oder weniger liegt.

Sprengstoff-Potenzial

Gemäss dem Bundesamt für Statistik gab es in der Schweiz per Ende vergangenen Jahres insgesamt 2191 Vorsorgeeinrichtungen. Laut Schätzungen aus Branchenkreisen dürften rund 300 davon solche Rentnerkassen sein. Angesichts der demografischen Entwicklung und mangelnder Reformen in der zweiten Säule ist zu erwarten, dass ihre Zahl in den kommenden Jahren steigt. Das Thema Rentnerkassen werde den Sicherheitsfonds in den kommenden Jahren definitiv beschäftigen, sagt Daniel Dürr, Geschäftsführer des Sicherheitsfonds BVG.

Die Entwicklung birgt einigen Sprengstoff. Viele dieser Vorsorgeeinrichtungen seien regelrechte «Zeitbomben», sagen etwa Peter Zanella und Edouard Stucki von der Beratungsgesellschaft Towers Watson. Gerieten solche Pensionskassen in Unterdeckung, sei es angesichts der geringen Zahl der Aktiven kaum möglich, sie zu sanieren. Die Berater gehen davon aus, dass sich rund ein Dutzend Rentnerkassen in der Schweiz in Unterdeckung befindet. Dürr bestätigt diese Zahl zwar nicht, zumal es keine Statistik gebe. Allerdings schaue sich der Sicherheitsfonds Pensionskassen im Hinblick auf solche Sachverhalte an. Je länger die Phase niedriger Zinsen dauere, desto mehr werde sich das Problem verschärfen, erwarten Zanella und Stucki.

Zanella weist darauf hin, dass bei Restrukturierungen und damit verursachten Teilliquidationen die Problematik verschärft wird – das Verhältnis zwischen Rentnern und Aktiven verschlechtere sich. Dies führe dazu, dass die abgebende Kasse vorsichtiger rechnen – sprich den Zinssatz senken – müsse. Dies wiederum berge das Risiko, dass für die Austretenden die Freizügigkeitsleistungen gekürzt würden, sofern die Arbeitgeber nicht die Kürzung ausglichen. Dies sei heute gesetzgeberisch ohne weiteres möglich und vielen Versicherten nicht bewusst.

Hohe Deckungsgrade nötig

Als Paradebeispiel für eine Schweizer Rentnerkasse gilt die Allgemeine Pensionskasse der SAir Group (APK). Bei dieser handelt es sich um eine «reine» Rentnerkasse: Auf eine Gesamtzahl von 4410 Rentenbezügern kamen 2011 nur zwei Aktive, einen Arbeitgeber gibt es nicht mehr. Die APK steht indessen recht gut da und ist nicht als «Zeitbombe» zu sehen: 2011 betrug das Vorsorgekapital für die Rentner 1,69 Mrd. Fr., per Ende September 2012 kam die APK auf einen Deckungsgrad von 124,4%. Wegen der weiter steigenden Lebenserwartung werde die APK den Deckungsgrad in der Bilanz leicht auf rund 122% abrunden müssen, sagt Präsident Bernhard Keller.

Gemäss Dürr brauchen Rentnerkassen aufgrund ihrer speziellen Situation besonders hohe Deckungsgrade oder besonders vorsichtige Annahmen zu den Verpflichtungen, um zu überleben. Folglich können sie auch nur begrenzt Risiken eingehen. Für den Geschäftsführer des Sicherheitsfonds ist eine Rentnerkasse mit einem Deckungsgrad von 100% bereits eine «Kandidatin für eine genauere Beobachtung». – Wenn die Gesellschaft immer stärker altere, werde es auch mehr Rentnerkassen geben, erwartet Hansueli Edelmann von Noventus Pension Partner, die geschäftsführend für zwei Sammelstiftungen tätig ist und zu der Beratungsgesellschaft Ecofin gehört. In der Praxis gebe es beispielsweise öfters öffentlichrechtliche Pensionskassen, die in eine Sammelstiftung eintreten wollten. Bei solchen Übertragungen und Wechseln würden dann oft hohe Rentnerbestände sichtbar.

Gerade bei öffentlichrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen zeige sich dann nicht selten, dass die reservierten Rentnerkapitalien viel zu niedrig waren und dass die Umverteilung stark war, sagt Edelmann. Viele Kassen versuchten, solcher Transparenz zu entgehen und «weiterzuwursteln». Angesichts der niedrigen Renditen an den Kapitalmärkten werde es aber zunehmend schwieriger, die Rentnerbestände zu finanzieren. Letztere würden folglich zunehmend wie «heisse Kartoffeln» behandelt, keiner wolle diese Bestände.

Vom Gesetzgeber sind Rentnerkassen indessen nicht vorgesehen. Dieser habe in dieser Hinsicht so getan, als ob Unternehmen ewig leben würden, sagt Keller von der APK. Folglich sei auch nirgendwo festgelegt, was im Falle einer Unterdeckung passiere. Die Lage bei den Rentnerkassen beschreibt er als sehr unübersichtlich. Diese Art der Kassen sei alles andere als ein Wunschkind der Aufsichtsbehörden, manchmal seien die Kinder aber einfach da.

Keller ist zuversichtlich, dass die APK mit einem technischen Zinssatz von 2% eine lange Phase mit niedrigen Zinsen abfedern kann. So habe die Kasse bei der Anlagestrategie die Risiken massiv reduziert. Er vergleicht die APK mit einem Gletscher, der langsam vor sich hinschmilzt. Glücklicherweise schmelze die Zahl der Rentner schneller als das Vermögen. Keller geht davon aus, dass die «Bremsspur» der 1953 gegründeten APK länger sein dürfte als ihre vorherige Zeit. http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/zeitbomben-i...

 

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Zinssatz für Pensionskassen steigt

Das bis jetzt gute Börsenjahr hat Auswirkungen auf die Pensionskassen. Der Mindestzinssatz für Guthaben der beruflichen Vorsorge (BVG) soll 2014 von 1,5 auf 1,75 Prozent steigen.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Zinssatz-fuer-Pensionskassen-stei...

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Prämien versickern bei den Banken

Banken, Fonds und Vermögensverwalter leben prächtig von den Pensionskassen. Denn längst nicht alle Einzahlungen der Versicherten werden für das Alterskapital oder die Versicherungsprämie verwendet. Ein stattlicher Teil von 4500 Millionen Franken pro Jahr versickert unter dem Titel Verwaltungskosten. Die Swisscanto stellt den Pensionskassen ein gutes Zeugnis aus: Diese hätten ein «ausgeprägtes Kostenbewusstsein». Zu diesem Befund kommt die Swisscanto aufgrund einer Umfrage bei 343 Pensionskassen mit einem Gesamtvermögen von 481 Milliarden Franken.  

Zum Vergleich: In der Schweiz gibt es über 2000 Pensionskassen. In der zwei­ten Säule liegt zurzeit die gigantische Summe von und 800 Milliarden Franken. Swisscanto ist ein auf Vermögensanlagen – auch von Pensionskassen – spezialisiertes Unternehmen, das im Besitz der 24 Kantonalbanken ist. 


Vermögensverwaltung: Weniger Kosten als vor fünf Jahren

Mit dem «ausgeprägten Kostenbewusstsein» meint die Swisscanto die Höhe der Verwaltungskosten, die jedem Versicherten Jahr für Jahr von seinen Einzahlungen abgeknöpft werden. Die Umfrage ergab, dass die Verwaltungskosten und die Aufwendungen für die Vermögensverwaltung in der zweiten Säule pro Person 576 Franken ausmachen. Das ist deutlich weniger als vor fünf Jahren. Damals ergab die jährliche Swisscanto-Umfrage noch durchschnittliche Verwaltungskosten von 755 Franken.

Doch das Resultat der Umfrage ist nur die halbe Wahrheit. [...]

http://www.ktipp.ch/artikel/d/praemien-versickern-bei-den-banken/

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Pensionskassen: Barometer steht auf «Risk on»

Immer mehr Vorsorgeeinrichtungen würden ausserhalb der traditionellen Anlageklassen ihr Heil suchen, stellt die Axa-Expertin Christina Böck fest.

Christina Böck ist ‹CIO Switzerland & Head Solution Strategists Central Europe› bei Axa Investment Managers. Ihre Kolumne für finews.ch erscheint monatlich.

Institutionelle Investoren der 2. Säule in Deutschland gehen mehrheitlich davon aus, dass die Zinsen noch mindestens drei Jahre sehr niedrig bleiben werden, wie unlängst einer Umfrage zu entnehmen war. Was Schweizer Pensionskassen-Manager in dieser Hinsicht denken, ist zwar leider nicht bekannt. Aber es ist anzunehmen, dass sie wohl eine ähnliche Einschätzung haben.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass viele Pensionskassen ihr Heil ausserhalb der traditionellen Anlageklassen suchen. Denn mit Anleihen ist heute in keinem Fall mehr viel Rendite zu verdienen.

Trend zu riskanteren Anlagen

Entweder bleibt die Gesamtperformance für die nächsten Jahre niedrig, oder sie wird auf Grund steigender Zinsen sogar durch Kapitalverluste negativ. Daher ist allgemein der Trend hin zu riskanteren Anlagen zu beobachten – dies sowohl zwischen den verschiedenen Anlageklassen als auch innerhalb jeder einzelnen Anlageklasse.

So sind die Aktienallokationen tendenziell über die letzten Jahre erhöht worden. Dies liegt sicher zu einem Teil schlicht am steigenden Wert der Aktienallokationen, also einem reinen Markteffekt – aber das neu entstandene Vertrauen in die Aktienmärkte hat auch zu wirklichen Neuallokationen geführt.

Attraktive Eintrittspreise

In der Schweiz investieren immer mehr Vorsorgeeinrichtungen in Aktien der Schwellenländer, wenn auch mit geringen Beträgen, insbesondere seit den Marktturbulenzen im vergangenen Sommer. Dennoch nutzen viele die nun attraktiveren Einstiegspreise. Auch kleine Kapitalisierungen stehen im Fokus: In der Tat tendieren Small Caps in einem Moment der Wachstumserholung, wie wir sie nun erleben, zu einer besonders guten Performance.

Innerhalb der Klasse der Anleihen gehen die Vorsorgeeinrichtunge ein deutlich stärkeres Kreditrisiko ein und wollen aus hochqualitativen Schweizer Anleihen oder internationalen Staatsanleihen in Unternehmensanleihen wechseln, wobei alle Ratingklassen angesehen werden.

Noch ein Schritt weiter?

So beraten wir viele Kunden zu dem für sie optimalen Risikoprofil des Anleiheportfolios, wobei eine Mischung aus Investment-Grade-Anleihen, High-Yield-Bonds, aber auch Schwellenländer-Anleihen aufgenommen werden. Diese Anlagen geschehen meist über aktiv verwaltete Vehikel, da die passiven Vehikel unter der mangelnden Liquidität und häufig entsprechend hohen Transaktionskosten leiden.

Nur die grösseren Kassen gehen noch einen Schritt weiter und interessieren sich für Darlehen. Diese Anlageklasse bietet in der Tat interessante Risiko-Rendite-Profile: extrem geringe historische Ausfall- und Verlustquoten bei minimaler Duration (variabel verzinst, also kaum Zinsrisiko) bei interessanten Spreads.

Stabile, langfristige Performance

Häufig nachgefragt werden Wandelanleihen. Nach den Finanzkrisen dieses Jahrtausends schätzt man hier das asymmetrische Profil: Beschränktes Verlustrisiko nach unten durch den «Bondfloor», attraktives Wertsteigerungspotential nach oben durch die Aktienoption.

Immer grösserer Beliebtheit erfreuen sich Katastrophenanleihen (Cat-Bonds). In der Tat haben diese so gut wie keinerlei Bezug zur Entwicklung der Finanzmärkte, weisen aber eine sehr stabile und langfristige Performance auf.

Deutliche Zeichen

Immobilien erfreuen sich nach wie vor grosser Beliebtheit. Hier sollte man allerdings nach dem anhaltenden Anstieg der Preise in der Schweiz und der Migrationsinitiative die Frage nach einer möglichen internationalen Diversifikation stellen. In der Schweiz ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass die Leerstände in kommerziellen Liegenschaften zunehmen und die Renditen sinken werden.

Weniger als in der Vergangenheit erhalten wir heute Anfragen für inflationsindizierte Anleihen. Dies ist das deutlichste Zeichen dafür, dass das Barometer für die Anleger definitiv auf «Risk on» steht.

http://www.finews.ch/news/versicherungen/14999-axa-investment-managers-c...

 

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Benjamin Franklin

Zyndicate
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CH/Pensionskassen mit schöner Rendite in 2013 - Deckungsgrad verbessert

21.05.2014 11:44



Bern (awp/sda) - Die Schweizer Pensionskassen haben im vergangenen Jahr von der guten Lage an den Börsen profitiert. Im Durchschnitt fuhren sie eine Rendite von 6,3% ein, wie aus einer Umfrage von Swisscanto hervorgeht.

Über die Hälfte der befragten Kassen hätten eine Rendite zwischen 5 und 7,5% erzielt, teilte die Kantonalbanken-Fondsgesellschaft Swisscanto am Mittwoch an einer Veranstaltung in Zürich mit. Ein Fünftel der Pensionskassen hätten sogar Renditen von 7,5 bis 10% eingefahren.

"2013 war dank den Aktienmärkten ein gutes Jahr für die Pensionskassen", sagte Peter Bänziger, Leiter Asset Management von Swisscanto. Nachdem das Vorjahr noch ein perfektes Anlagejahr gewesen sei mit zweistelligen Kursanstiegen für Aktien und einem deutlichen Plus für Obligationen, sei die Lage 2013 schon nicht mehr so ungetrübt gewesen.

Zwar sei die Anlageperformance der Aktien noch besser gewesen, aber die Obligationenmärkte hätten leichte Kurseinbussen aufgewiesen, sagte Bänziger.

KEIN "MILLIARDEN-BESCHISS"

Die erzielte Anlagerendite von 6,3% habe im vergangenen Jahr die erforderlichen Zinssätze deutlich übertroffen. Die aktiven Versicherten mussten im vergangenen Jahr mit 2,2% verzinst werden, die Rentner mit 3,3%.

Da die Pensionskassen auch in schwachen Anlagejahren eine Verzinsung gewähren müssten, sei es nötig, in guten Jahren Reserven aufbauen zu können. Es habe keinen "Milliarden-Beschiss" gegeben, sagte der Leiter der Personalvorsorgeberatung, Othmar Simeon. Als Beispiel nannte er das Jahr 2011, als die Anlageperformance negativ gewesen sei und trotzdem die Zinsen hätten gezahlt werden müssen.

Zudem finde eine Umverteilung zwischen den aktiv Versicherten und den Rentnern statt. Von der erzielten Anlagerendite hätten die Rentenbezüger in den letzten Jahren deutlich mehr konsumiert, sagte Simeon. Die geschätzte Umverteilung liege bei 0,4% der Bilanzsumme.

DECKUNGSGRADE GESTIEGEN

Insgesamt konnten die Pensionskassen ihre Polster weiter verstärken. Der vermögensgewichtete Deckungsgrad verbesserte sich bei den privatrechtlichen Kassen im vergangenen Jahr von 107,6 auf 110,3%. Die öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung (ohne Staatsgarantie) wiesen einen Deckungsgrad von 101% auf, jene mit Teilkapitalisierung und Staatsgarantie einen solchen von 75%.

Das Ziel ist aber noch nicht erreicht, sagte Simeon. Gemäss Anlagestrategie müssten die Pensionskassen einen Deckungsgrad von 116% haben, um die Taucher an den Finanzmärkten aushalten zu können. Mittlerweile hätten gut ein Viertel der privatrechtlichen Kassen genügend hohe Wertschwankungsreserven. Bei den öffentlich-rechtlichen Kassen seien es nur 4%.

Auf der anderen Seite habe die Gruppe der Vorsorgeeinrichtungen mit Unterdeckung abgenommen, sagte Swisscanto-Chef Gérard Fischer. In der Umfrage wiesen 4% der privatrechtlichen und 62% der öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen eine Unterdeckung aus.

Ein Jahr zuvor waren noch 8% der privatrechtlichen Pensionskassen unterdeckt gewesen. "Insgesamt sind fast eine Million Versicherte in Vorsorgeeinrichtungen mit einer Unterdeckung und diese sind deshalb nicht ausreichend finanziert", sagte Fischer.

GUTER ZUSTAND

"Der finanzielle Zustand der Vorsorgeeinrichtungen in der Schweiz kann als gut bezeichnet werden", sagte Simeon. "Die Deckungsgrade der Vorsorgeeinrichtungen sind fast wieder genau gleich hoch wie im Jahre 2004", sagte Fischer.

An der Umfrage nahmen 370 Pensionskassen teil. Die Umfrage repräsentiere damit rund drei Viertel des Vorsorgevermögens und 61% der Versicherten in der Schweiz, sagte Fischer.

AWP

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Zyndicate
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BVG-Mindestzinssatz bleibt im nächsten Jahr bei 1,75%

22.10.2014 14:06



(Ausführliche Fassung)

Bern (awp/sda) - Guthaben im obligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge (BVG) werden auch im Jahr 2015 zu mindestens 1,75% verzinst. Das hat der Bundesrat entschieden. Er folgte damit dem Antrag der Mehrheit der BVG-Kommission.

Eine Änderung des Mindestzinssatzes für die zweite Säule hielt die Landesregierung am Mittwoch nicht für nötig. Eine Senkung sei trotz der gegenwärtigen Schwankungen im Aktienmarkt nicht angebracht, teilte das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) mit. Und gegen eine Anhebung sprachen die tiefen Zinssätze.

GESPALTENE BVG-KOMMISSION

Entscheidend für die Höhe des Mindestzinssatzes sind von Gesetzes wegen die Rendite der Bundesobligationen und die Entwicklung von Aktien, Anleihen und Liegenschaften. Die Rendite der Bundesobligationen blieben laut BSV zwar auf einem tiefen Niveau. Aktien und Liegenschaften dagegen entwickelten sich gut.

Die BVG-Kommission war beim Vorschlag an den Bundesrat gespalten. Die von ihr bevorzugte Formel zur Berechnung des Mindestzinssatzes hätte Anfang September eigentlich einen Wert von nur 1,5% ergeben. Elf der 18 Mitglieder wollten aber dennoch bei 1,75% bleiben. Sechs wünschten eine Erhöhung auf 2%.

Der Gewerkschaftsbund und der Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse hatten die 1,75% schon nach Bekanntwerden der Empfehlung der Kommission als zu tief kritisiert. Sie hatten vom Bundesrat eine Erhöhung auf 2% gefordert. Der Schweizerische Versicherungsverband (SVV) dagegen hielt die Empfehlung für zu hoch.

ETWAS MEHR ALS HISTORISCHER TIEFSTSTAND

Per 2012 wurde der Mindestzinssatz für die Altersguthaben der zweiten Säule auf dem historischen Tiefstand von 1,5% gesenkt. Es war das erste Mal in der Geschichte der zweiten Säule, dass der Mindestzinssatz unter 2% fiel. Von 1985 bis 2002 hatte er noch bei 4% gelegen.

Seit dem Platzen der Internetblase zu Beginn des Jahrtausends wird er regelmässig der Börsenentwicklung angepasst. Für 2014 war der Bundesrat der Empfehlung der BVG-Kommission gefolgt und hatte den Mindestzinssatz wieder auf 1,75% erhöht.

Der Mindestzinssatz legt fest, wie viel Zinsen das Alterskapital in einem Jahr im Minimum abwerfen muss. Je tiefer der Satz, desto weniger wachsen die Guthaben der Versicherten.

Der Mindestzinssatz betrifft nur Lohnbestandteile, die dem BVG-Obligatorium (im Jahr 2015 21'150 bis 84'600 CHF) unterstehen. Lohnbestandteilen, die darüber liegen, können Pensionskassen zu einem anderen - auch tieferen - Satz verzinsen.

(AWP)

 

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Deutlicher Anstieg der BVG-Einmaleinlagen im Jahr 2013

03.11.2014 11:00



Zürich (awp) - In der Beruflichen Vorsorge sind im Jahr 2013 die Einmaleinlagen deutlich angestiegen. Sie nahmen um 261% auf 6,3 Mrd CHF zu, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) in der Mitteilung vom Montag schreibt. Der Grund für den kräftigen Anstieg sind die öffentlich-rechtlichen Pensionskassen, die sich wegen gesetzlicher Anpassungen zwischen einer Teil- oder Vollkapitalisierung entscheiden mussten. In der Folge hätten einige Arbeitgeber die dazu benötigte Ausfinanzierung auf einmal einbezahlt.

Das Nettoergebnis aus Vermögensanlagen hat derweil aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung um 9,9% auf 41,2 Mrd CHF abgenommen. Zudem seien 11,9 Mrd in die Wertschwankungsreserven geflossen, was gegenüber 2012 eine Abnahme um 21% bedeute. Der Durchschnittswert des Kapitalbezugs in der beruflichen Vorsorge nahm 2013 weiter ab und zwar auf 170'200 CHF nach 171'200 CHF im Jahr davor.

Auch auf der Passivseite seien die Anstrengungen der öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen erkennbar, so das BFS weiter. 2013 reduzierten sie ihre Unterdeckungen auf nunmehr 31,6 Mrd CHF (-9,1%) und die technischen Rückstellungen wurden um 15% auf 14,6 Mrd erhöht.

Gesamthaft wuchsen die Wertschwankungsreserven im BVG-Geschäft auf 46,5 Mrd CHF (+34%) an. Mit 6,4% der Bilanzsumme entspreche der Wert allerdings noch nicht dem angestrebten Umfang. Die Unterdeckung in allen Vorsorgeeinrichtungen beliefen sich auf 33,8 Mrd (-11%) und das Gesamtvermögen der beruflichen Vorsorge belief sich auf 717,9 Mrd (+6,7%).

Insgesamt zählte die berufliche Vorsorge Ende 2013 3,9 Mio aktive Versicherte, das sind 2% mehr als im Jahr davor. Die Anzahl der Pensionierten erhöhte sich um 2,9% auf 664'430, die Anzahl Personen, die eine Kapital- oder Teilkapitalauszahlungen verlangten, blieb bei 34'550 (+0,2%) zum Vorjahr praktisch unverändert.

Mit 1'955 Vorsorgeeinrichtungen mit reglementarischen Leistungen und aktiven Versicherten wurde erstmals die Schwelle von 2'000 Einrichtungen unterschritten. Im Jahr 2012 waren es 2'073 Einrichtungen.

mk/ra

(AWP)

 

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Mehrheit der Pensionskassen mit eher kurzem Zeithorizont

Wir wollten angesichts des grossen Einflusses der Dauer der Halteperiode auf die Rendite wissen, ob sich Pensionskassen bei der Festlegung ihrer Anlagestrategie im Rahmen einer AssetLiability-Analyse von langfristigen Überlegungen leiten lassen. 39% der befragten Pensionskassen berücksichtigen diese Erkenntnisse und richten die Anlagestrategie auf einen Zeitraum von länger als fünf Jahren aus (vgl. Abb. 34) . Etwas überraschend gaben jedoch 59% einen Zeithorizont zwischen zwei und fünf Jahren an, was für Vorsorgeeinrichtungen eher kurzfristig ist. In Übereinstimmung mit einem längerfristigen Zeithorizont gaben 51% der Pensionskassen an, ihre Anlagestrategie in den letzten zehn Jahren ein bis zwei Mal geändert zu haben (vgl. Abb. 35). 36% der Kassen änderten die Strategie jedoch zwischen drei und fünf Mal. Dies könnte auf die Finanzkrise zurückzuführen sein, aber auch darauf, dass Pensionskassen meist unterjährig rapportieren. Dadurch steigt der Anreiz, auf Veränderungen rascher zu reagieren, um nicht grössere negative Ausschläge ausweisen zu müssen.

https://www.credit-suisse.com/media/pb/docs/ch/unternehmen/institutional...

 

 

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UBS rät Pensionskassen zu mehr Risiko
 

Die Konsequenzen der Negativzinsen sind für viele Pensionskassen dramatisch, so die UBS. Für die Grossbank steht fest: Es bedarf kurz- bis mittelfristigen Anpassungen im Anlageverhalten.

Von Lorenz Burkhalter

Institutionelle Kunden wie Versicherungen oder Pensionskassen sind bei der UBS im Asset Management angesiedelt. Aus diesem Bereich der Grossbank stammt auch eine umfangreiche Studie zum Thema "Negative Zinsen in der Schweiz - wie weiter?".

Die Studienverfasser berichten von dramatischen Folgen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) eingeführten Negativzinsen für viele institutionelle Anleger. Betroffen seien vor allem diejenigen unter ihnen, welche sich auf steigende Zinsen eingestellt und den passiven Teil der Bilanz nicht abgesichert hätten.

Trotz historisch tiefen Zinsen haben langfristige sogenannte Asset-Liability-Überlegungen ihre Bedeutung den Experten zufolge keinesfalls verloren. Damit ist ein vernünftiges Verhältnis zwischen den anlageseitigen Risiken und den zukünftigen Verpflichtungen gemeint. Kurz- bis mittelfristige Anpassungen im Anlageverhalten scheinen ihnen dennoch sinnvoll.

Es sei klar, dass der regulatorische Rahmen kein komplettes Umwälzen des Gesamtportfolios ermögliche. Jedoch sollten sich institutionelle Investoren durchaus Gedanken machen, ob die zulässigen Investitionsbandbreiten gerade jetzt nicht umfassender genutzt werden könnten und sollten, so die Studienverfasser. Mit anderen Worten: Die UBS rät Versicherungen und Pensionskassen zu mehr Risiko.

UBS sieht Anlagealternativen im Tiefzinsumfeld

Grundsätzlich werde den Anlegern nichts geschenkt. Der Zielkonflikt zwischen Rendite, Risiko und Liquidität müsse deshalb stets beachtet werden. Wenn die als risikoarm geltenden Schweizer Staatsanleihen verkauft würden, um andere Anlageklassen zu favorisieren, müsse ein erhöhtes Risiko einkalkuliert werden.

Bei den Obligationen bieten sich gemäss UBS Unternehmensanleihen als Alternative an. Doch auch andere Anlageklassen wie dividendenstarke Aktien, Immobilien- oder Infrastrukturanlagen werden als Möglichkeiten genannt, um höhere Renditen erzielen zu können.

Durch die ultralockere Zins- und Geldpolitik führender Zentralbanken und der von der SNB eingeführten Negativzinsen werden institutionelle Anleger geradezu zu mehr Risiko genötigt. Das wiederum birgt allerdings auch Gefahren. Denn längst nicht alle Versicherungen und Pensionskassen verfügen über die dazu nötige Risikofähigkeit. Die Stiftungsräte und Anlageausschüsse bleiben deshalb auch weiterhin gefordert, was den Zielkonflikt zwischen Rendite, Risiko und Liquidität anbetrifft.

CASH

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Rendite für Wen?

Die Banken fordern mehr Risiko für Pensionskassen in Anlagen wie Aktien etc. Womöglich bei ihnen selber. Mehr Risiko bedeutet mehr Gebühren, mehr Manipulationen der Aktien und Insiderwissen für eigene der Banken nutzen und (privaten) Engagements. Der ehemalige Nationalbankpräsi und seine Frau haben es vorgezeigt, wie man davon profitieren kann. Will da aber niemanden etwas unlauteres unterstellen. Seit Jahren prangere ich der zu tiefe Investkorb der Pensionskassen in Immobilien an. Als Antwort wird immer die fehlende Rendite genannt und das Risiko von Leerständen. Leerstände sind nicht im normalen Wohnangebot zu finden sondern im Luxussegment. Studentenwohnungen, zwei bis zu familienfreundlichen und bezahlbaren 5 Zimmer Wohnungen werden ausgeklammert. Anscheinend bringen nur Wohnungen jenseits von 2500.-- anständige Renditen. Der Grossteil der zukünftigen Rentenbezüger (über 80%) werden nicht mehr als 1200.-- bis 1600.-- für eine normale Wohnung bezahlen können. Die Verzinsung und später der Umwandlungsatz werden schon jetzt immer mehr gesenkt (Bundesbetriebe 5.85% und nicht wie die Aussage: Direktor des Bundesamtes für Sozialversicherungen, Yves Ros­sier «Es wäre richtig, vernünftig und notwendig, die Rentenumwandlungssätze auf 6,4 Prozent zu senken, wie das der Bundesrat dem Parlament bean­tragt hat.») und seit der Umwandlung vom Primatenwechsel wird eine Wittwe nur noch 40% ? von der Ehepaarrente erhalten. Das bedeutet, dass der Staat sich eingeben muss mit Ergänzungsleistungen und zusätzlichen Unterstützungen. Die Versicherungen und Banken machen mit den Pensionskassengeldern aber jedes Jahr Millionen von gewinnen. Ein legaler Diebstahl mit Gejammer auf höchsten Ebenen. Die Kommunen spielen da auch eine wichtige Rolle. Es wird Gemeindeland an Spekulanten verkauft um wiederum neue Infrastrukturen wie Luxusschulhäuser etc. zu bauen um wiederum Land zu verschachern als Begründung der Finanzierung und Unterhalt dieser Gebäude. Somit läuft die Spirale immer weiter. Nur so als Bemerkung; ich wohne in einer Überbauung mit 40 Wohnungen in vier Gebäuden. Die Rendite beläuft sich auf 5-8%. Die 3 Zi kosten um 1450.-- und die 5 1/2, 130m2 Dachwohnungen ca 2500.-- inkl. (Vorort einer Grossstadt Nord-West Schweiz für die Spitzfindigen). 

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Namor hat am 08.04.2015 - 10:55 folgendes geschrieben:

Somit läuft die Spirale immer weiter.

nein, das tut sie nicht. Alles hat mal ein Ende.

Der Nikkei z.B. hatte seine Spirale 1989 bei rund 39'000 Punkten beendet. Seither nicht annähernd wieder erreicht. Auch damals glaubten viele, es gehe endlos so weiter.

Schweinzyklus nennt sich das. Alle reiten die Welle mit.

Nur die Contrainians wetten dagegen.

 

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Monopoli

Der Nikkei hat sich seit einer Woche um fast 1000 Punkte erholt und seit drei Monate um 3000 Punkte. Die Tokio Börse hat sich dank enormen Summen der Japanischen National Bank ein bisschen erholen. Nur muss wiederum das Volk die Zeche bezahlen durch höhere Zinsen und sinkende Löhne sowie Abbau von Sozialeinrichtungen, Renten usw.. Erstaunlich machen die Konzerne immer noch riesige Gewinne. Zur Stützung der allgemeinen Wirtschaft, dem Sozialwesen und dem sozialen Frieden sollten die Firmen etc. zur Rechenschaft gezogen werden. Unter Firmen verstehe ich vor allem die Verantwortlichen, die Zahlen aufgebläht haben und damit eine künstliche Blase ins nichts erzeugt haben. Die Banken waren da sehr behilflich dabei. Auch hier in Europa und vor allem in der Schweiz jammern viele und machen enorme Gewinne. Der Euro Franken Kurs mag eine Hürde sein, ist es aber wie es dargestellt wird nicht. Nehmen wir den Benzinpreis. Der Ölpreis (Brent) liegt momentan bei um die 59 USD Barrel. Er war bei ca. 120 USD. Unser Benzinpreis ist von 1.83 auf 1.48 CHF gesunken und schon werden wieder neue Steuern in Erwägung gezogen von unserer Regierung. Nur der Ölpreis wird wieder auf 100 USD/Barrel steigen und wir sind bei 2.30CHF pro Liter. Erst danach merkt der Steuerzahler, dass er von den selber Gewählten über den Tisch gezogen wurde.

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Umwandlungssatz

Kann mir einer Erklären, wieso auf meinem (gestern per Brief erhalten von der Pensionskasse Post) Vorsorgeausweis 2015 einen Umwandlungsatz von 5,85% steht, wenn man davon redet denn Umwandlungsatz zu senken von 6,8 auf 6,5%? Es wird auch geschrieben vom Vorsorgeausweis nach dem Duoprimat und das das Sparkapital 2014 mit 1.75% verzinst wurde trotz erwirtschafteten Performance von 6.76%.

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Verdienen ohne Leistung

Argumente sind gefragt. Der Begriff; Kommunikationsbeauftragter wird in den Firmen so wie auch bei öffentlichen Anstalten und im Parlament eine tragende Bedeutung einnehmen. Wie lässt sich der Öffentlichkeit durch einfache Worte eine geschaffene Milchkuh/Goldesel gedanklich sabotieren (Untergangsstimmung) und ein Fass ohne Boden gewinnbringend verkaufen. Manipulation im Auftrag der Politik und der Wirtschaft.

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20 Min. 29.Mai 2015

Auf Seite 5 (Basel/Region) wird der Pensionskasse Basel-Stadt von eine verbesserte Rendite im Jahre 2014 geschrieben. Performance verbesserte sich von 5.5 auf 7.45% und der Deckungsgrad stieg auf 103,9%.  Dieses zeigt auch ungefähr die Zahlen anderer Pensionskassen. Auf Seite 17 (Wirtschaft) wird aber von einem Rückschlag bei den Pensionskassen geschrieben von durchschnittlichem Deckungsgrad von 84 auf 80%. Ist es immer noch so, dass sich KMU's und  Betriebe sich bedienen an den Pensionskassen, für Managementssalären und GuttiGutti zu decken?

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Pensionskassen-Index der CS im zweiten Quartal 2015 rückläufig

10.07.2015 11:14

Zürich (awp) - Der Schweizer Pensionskassen-Index der Credit Suisse (CS) hat sich im zweiten Quartal 2015 wegen eines negativen Junis rückläufig entwickelt und damit auch den Zuwachs des Vorquartals zunichte gemacht. Mit dem neuen Indexstand wird für das erste Halbjahr eine leicht negative Rendite von -0,14% für die Vermögen der schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen ausgewiesen.

Im Berichtsquartal ist der Index um 2,52 Punkte respektive 1,63% zurückgegangen und liegt per Ende Juni bei 152,01 Punkten, wie einer CS-Mitteilung vom Freitag zu entnehmen ist (Basis Anfang 2000 = 100). Die Bewegung verlief im April (+0,12%) und im Mai (-0,13%) noch mehr oder weniger seitwärts, allerdings habe sich der Juni (-1,62%) klar negativ entwickelt.

Den grössten Anteil am Index-Rückgang hatte die Anlageklasse Aktien Ausland (-0,55%), aber auch Aktien Schweiz, Schweizerfrankenobligationen und Obligationen Fremdwährungen (je rund -0,30%) und Immobilien (-0,23%) zeigten eine negative Performance. Wie im Vorquartal kam von der Liquidität (+0,17%) dank Gewinnen aus den laufenden Absicherungsprogrammen ein positiver Renditebeitrag.

Die BVG-Mindestverzinsung (aktuell 1,75% p.a.) stieg im Berichtsquartal um 0,64 Punkte auf den Stand von 147,45 (Basis Anfang 2000 = 100). Die Rendite des CS Schweizer Pensionskassen-Index liege damit im Berichtsquartal um 2,06% unter der BVG-Vorgabe.

Die annualisierte Rendite des Index (seit 01.01.2000) beträgt per 30. Juni 2015 2,74%. Demgegenüber stehe die annualisierte BVG-Mindestverzinsung, welche bei 2,54% liege, heisst es in der Mitteilung.

tp/cp

(AWP)

 

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Mehr Pensionsvermögen werden bar bezogen

Der Kapitalbezug hat seit 2007 von 4,9 auf 5,8 Mrd. Fr. zugenommen. Der Trend zur eigenständigen Geldanlage scheint jedoch zu drehen.

Die Pensionskassen sind unter Anpassungsdruck, weil die erwartete Rendite erodiert und zugleich die steigende Lebenserwartung die Pflicht zur Rentenzahlung zeitlich ausdehnt. «Die über Fünfzigjährigen realisieren, dass die Rentenversprechen nicht in Stein gemeisselt sind», berichtet Matthias Reinhart.

Gemäss dem Chef der auf Pensionierungsberatung spezialisierten VZ Holding planten besonders Personen mit Wohneigentum, ihr Pensionskassenguthaben auf Rente und Kapitalbezug aufzuteilen. «Die Tendenz geht Richtung Kapitalbezug.» Die Bereitschaft steige, Eigenverantwortung zu übernehmen.

Oft 20 bis 30% geschrumpft

Wegen der Erosion der von den Pensionskassen angewendeten Umwandlungssätze sei das Rentenversprechen, das sich aus dem individuellen Pensionskassenausweis ableitet, in vielen Fällen binnen weniger Jahre frankenmässig 20 bis 30% geschrumpft, beobachtet Reinhart.

http://www.fuw.ch/article/mehr-pensionsvermogen-wird-bar-bezogen/

 

 

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BVG-Kommission empfiehlt tieferen Mindestzinssatz von 1,25%

31.08.2015 14:15

(Ergänzt um Hintergrund; die letzten zwei Abschnitte)

Zürich (awp) - Die Eidgenössische Kommission für berufliche Vorsorge (BVG-Kommission) empfiehlt dem Bundesrat, den Mindestzinssatz in der beruflichen Vorsorge per 2016 auf 1,25% von heute 1,75% zu senken. Die Vorschläge der Kommissionsmitglieder reichten von 0,75% bis 1,75%, wie die Kommission am Montag mitteilte. In der Schlussabstimmung habe sich eine Mehrheit für 1,25% und gegen 1% ausgesprochen.

Die von der Mehrheit der BVG-Kommission favorisierte Formel zur Berechnung des Mindestzinssatzes ergibt per Ende Juli einen Wert von 1,25%. Auf der Basis der Zahlen von Ende Juli und unter Berücksichtigung der Schwankungen der Märkte stellten 1,25% nach Ansicht der Kommission ein Maximum dar. Angesichts des aktuell sinkenden Preisniveaus ergebe dies eine gute Realverzinsung.

Mit dem Mindestzinssatz wird den Angaben nach bestimmt, zu welchem Satz das Vorsorgeguthaben der Versicherten im BVG-Obligatorium mindestens verzinst werden muss. Über eine allfällige Änderung des Satzes entscheidet der Bundesrat. Entscheidend für die Festlegung der Höhe des Mindestzinssatzes ist die Entwicklung der Rendite der Bundesobligationen sowie zusätzlich der Aktien, Anleihen und Liegenschaften.

Zu berücksichtigen sei jedoch ebenso, dass nicht die ganze Rendite einer Vorsorgeeinrichtung für die Mindestverzinsung verwendet werden könne. Die Vorsorgeeinrichtungen hätten auch die gesetzliche Pflicht, Wertschwankungsreserven zu bilden, nötige Rückstellungen vorzunehmen und die gesetzlichen Rentenanforderungen zu erfüllen. Soweit nicht anderweitig finanziert, müssten sie auch die Verwaltungskosten der Vorsorgeeinrichtung mit dem Vermögensertrag decken.

Der Mindestzinssatz ist in den vergangenen Jahren mehrmals angepasst worden. Von 1985 bis 2002 hatte er noch 4% betragen. Per 2012 wurde er auf 1,5% gesenkt. Für 2014 war der Bundesrat der Empfehlung der BVG-Kommission gefolgt und hatte den Mindestzinssatz wieder auf 1,75% erhöht.

Der Mindestzinssatz legt fest, wie viel Zinsen das Alterskapital in einem Jahr im Minimum abwerfen muss. Je tiefer der Satz, desto weniger wachsen die Guthaben der Versicherten. Der Mindestzinssatz betrifft nur Lohnbestandteile, die dem BVG-Obligatorium (im Jahr 2015 21'150 bis 84'600 CHF) unterstehen. Lohnbestandteilen, die darüber liegen, können Pensionskassen zu einem anderen - auch tieferen - Satz verzinsen.

ys/uh

(AWP)

 

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