pensionskassen im zugszwang - unsere vorsorge in gefahr?

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Azrael
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pensionskassen im zugszwang - unsere vorsorge in gefahr?

feb. Im Zuge der Finanzmarktkrise steuern die

Schweizer Pensionskassen auf ihr schlechtestes

Jahr seit Einführung des BVG-Obligatoriums im

Jahr 1985 zu. Der Pictet-25-Index (Aktienquote

25%), ein wichtiger Referenzwert bei der Verwaltung

der Gelder der beruflichen Vorsorge, lag

nach dem Ausverkauf an den Aktienmärkten am

vergangenen Freitag im Jahr 2008 mit 12,06% im

Minus. Ein anderer Pensionskassen-Index, der

BVG 25 (ebenfalls Aktienquote 25%), verbuchte

zu diesem Zeitpunkt einen Jahresverlust von

12,13%. Der Oktober sei bisher ein schlimmer

Monat für die Pensionskassen gewesen, sagte

Graziano Lusenti von der gleichnamigen Beratungsgesellschaft.

Per Ende September habe der

durchschnittliche Verlust noch 6% betragen.

Nach den starken Gewinnen an den Aktienmärkten

am Montag könnten sich die aktuellen Verluste

aber bereits wieder auf 10,5% reduziert

haben, schätzt Michael Brandenberger, CEO des

Beratungsunternehmens Complementa.

1990 als bisher schlechtestes Jahr

Bei der Betrachtung der Performance-Zahlen der

Kassen ist zu beachten, dass sie jetzt direkt nach

einer der schlechtesten Wochen aller Zeiten an

den Aktienmärkten gemessen wurden. Trotzdem

ist die Performance der Pensionskassen in diesem

Jahr historisch schlecht. Laut Lusenti erlitten die

Pensionskassen ihre bisher grössten nicht realisierten

Buchverluste im Jahr 1990, als sie im

Durchschnitt 6,5% abgaben. Damals litten die

Renditen unter dem Einmarsch irakischer Truppen

in Kuwait. Ebenfalls ein schwaches Jahr war

1994, als die Schweiz von der Immobilienkrise gebeutelt

wurde (–3%). Nach dem Platzen der New-

Economy-Blase verloren die Pensionskassen auch

2001 (–1,51%) und 2002 (–2,15%) Substanz. In

besonders schlechter Erinnerung ist Brandenberger

das Jahr 1974. Er schätzt, die imZuge der Erdölkrise

erlittenen Verluste seien noch grösser gewesen

als die heutigen. Laut Lusenti hat die

gegenwärtige Entwicklung bewirkt, dass dieWertschwankungsreserven

der Pensionskassen nun

weitgehend aufgebraucht sein dürften. Per Ende

Juni 2008 hätten sie noch schätzungsweise 6% betragen,

Ende Juni 2007 hätten sie mit 12% einen

Höchststand erreicht.

Kein Aktivismus bei der Aktienquote

Auch die Deckungsgrade der Pensionskassen

sind durch die Entwicklung an den Finanzmärkten

zwangsläufig geschrumpft. Laut Brandenberger

dürften sich am Donnerstag oder Freitag vergangener

Woche 40% bis 45% der privatrechtlichen

Pensionskassen in Unterdeckung befunden

haben. Hanspeter Konrad, Geschäftsführer des

Pensionskassenverbands Asip, teilt diese Einschätzung.

Allerdings dürfe man diese Entwicklung

nicht kurzfristig betrachten. In der Tat gab es

schon in der Vergangenheit bereits starke Unterdeckungen,

die dann in einem freundlicheren

Umfeld an den Finanzmärkten wieder mehr als

wettgemacht wurden. Ende 2002 befanden sich

beispielsweise nach dem Platzen der New-Economy-

Blase laut Brandenberger 42% der privatrechtlichen

Pensionskassen in Unterdeckung.

Als langfristig ausgerichtete Anleger vermieden

die Pensionskassen einen Aktivismus mit ungewissem

Ergebnis, heisst es in einer aktuellen

Studie von Lusenti Partners. Dies mache sie zu

stabilisierenden Elementen in einem turbulenten

Umfeld. Ausser den schwachen Aktienkursen

waren 2008 bisher auch alternative Anlagen wie

Hedge-Funds für die schwache Performance der

Pensionskassen verantwortlich. Lusenti betrachtet

die Entwicklung mit Sorge, zumal viele Marktteilnehmer

den Hedge-Funds weitere Verluste

vorhersagten. Die Schweizer Pensionskassen hätten

derzeit im Schnitt zu 7% in alternativen Anlagen,

davon etwas mehr als die Hälfte in Hedge-

Funds, investiert. Derivate setzten die Kassen

meist nur zur Absicherung von Risiken ein, die

wegen ihres Emittentenrisikos ins Gerede gekommenen

strukturierten Produkte kämen in den

Portfolios kaum vor.

Fine-Tuner
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pensionskassen im zugszwang - unsere vorsorge in gefahr?

Meiner Meinung mach, müssten die PK's den Aktienanteil jetzt langsam aber sicher erhöhen. Alles andere wäre rein technisch - und auf lange Frist - gesehen falsch.

Gerade jetzt, wo die strukturierten Produkte massenweise einbrechen, sind sie eben gute Anlagen. Es gibt jetzt Produkte von sicheren Emittenten die wirklich attraktiv sind. Vor allen barrier reversals. Damals, bei Emission waren sie ein Wucher und vielleicht sogar ein Betrug, doch heute....sehr lukrativ.

Heute kann man z.B. UBS über Str. Prod. für gerade mal CHF 11.5 kaufen oder eine Syngenta für unter 150.-.

Fine-Tuner

MarcusFabian
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pensionskassen im zugszwang - unsere vorsorge in gefahr?

Fine-Tuner wrote:

Meiner Meinung mach, müssten die PK's den Aktienanteil jetzt langsam aber sicher erhöhen. Alles andere wäre rein technisch - und auf lange Frist - gesehen falsch.

Alles andere wäre zwar rein technisch - und auf lange Frist gesehen - viel besser, die Aktien zu schmeissen aber ich fürchte, die PK's werden Dich erhören und nach den Steuergeldern auch noch unsere Pensionenskassenbeiträge verzocken.

Im übrigen bin ich - bei einem Anteil der Investitionen im US SubPrime-Markt von knapp 10% - überrascht, dass sich die bisherigen Verluste mit etwa 12% doch recht moderat ausnehmen.

Alles in allem, schätze ich, dass die aktuelle Baisse bis zum Ende in ein paar Jahren uns etwa 30-40% (max 50%) unserer Altersvorsorge kosten wird.

Aber wen kümmert das schon ... :roll:

Fine-Tuner
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pensionskassen im zugszwang - unsere vorsorge in gefahr?

Nicht so pessimistisch mein lieber. Wenn die Welt unter geht kommts auch nicht mehr drauf an, was wir im Depot haben bzw. wo unsere PK's ihr Geld anlegen.

Im Ernst, PK's haben de facto einen unendlichen Anlagehorizont.

Bei einer Aktienquote von 10% oder 20% wirken sich Aktienpreisschwankungen zudem nur gedämpft auf die PK Gelder aus.

Natürlich, wenn die Indizes 50% verlieren, verlieren auch die PK's 10% an Wert (bei einer Aktienquote von 20%), doch ein solches Risiko muss man eingehen, oder man legt die ganze PK-Gelder in Bundesobligationen zu 2.5% an und verzichtet grundsätzlich auf Aktienanlagen..........der Vorteil hier wäre, dass man alle PK-Verwalter nach Hause schicken könnte und nur die Depotgebühren als Verwaltungskosten anfallen würden.

Es gab immer schon Baissen, rotzdem haben die Aktienmärkte im Langfristvergleich alle anderen Anlagekategorien geschlagen.

Well, vielleicht haben sich die Zeiten grundsätzlich geändert und alles was mal gegolten hat gilt heute nicht mehr.

Fine-Tuner

MarcusFabian
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Fine-Tuner wrote:

Well, vielleicht haben sich die Zeiten grundsätzlich geändert und alles was mal gegolten hat gilt heute nicht mehr.

Nein, es gilt immer noch: 20 Jahre rauf, 15 Jahre runter, 20 Jahre rauf ...

Ich frage mich nur, welchen Sinne es macht, die 15 Jahre runter auszusitzen, statt in dieser Zeit mit Commodities Geld zu verdienen.

revinco
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Bullish wrote:

learner wrote:
bengoesgreen wrote:
Dubai pleite

Auch so eine Blase des Grössenwahnsinns.

Und was ist bei uns? zB Wurde aus der AHV 1100 Mrd mehr ausbezahlt als einbezahlt. Das ist ebenso eine Blase des Grössenwahns. Irgendwann werden unsere Sozialsysteme implodieren. Vielleicht wird es schon die nächste Krise sein, so in 5 Jahren etwa, zusammen mit dem Zerfall der westlichen Währungen. Aber eben, solche Warnungen gelten nichts, man sah ja schon vor 3, 4 Jahren Dokus, die die Immoblase beschrieben und wie diese platzen würde.

Kann man für sich einen Maximalanteil an AHV - Gelder frühzeitig ausbezahlen lassen? Lol

Und dann in physischem Gold investieren...

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

Bullish
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pensionskassen im zugszwang - unsere vorsorge in gefahr?

Revinco wrote:

Bullish wrote:
learner wrote:
bengoesgreen wrote:
Dubai pleite

Auch so eine Blase des Grössenwahnsinns.

Und was ist bei uns? zB Wurde aus der AHV 1100 Mrd mehr ausbezahlt als einbezahlt. Das ist ebenso eine Blase des Grössenwahns. Irgendwann werden unsere Sozialsysteme implodieren. Vielleicht wird es schon die nächste Krise sein, so in 5 Jahren etwa, zusammen mit dem Zerfall der westlichen Währungen. Aber eben, solche Warnungen gelten nichts, man sah ja schon vor 3, 4 Jahren Dokus, die die Immoblase beschrieben und wie diese platzen würde.

Kann man für sich einen Maximalanteil an AHV - Gelder frühzeitig ausbezahlen lassen? Lol

Und dann in physischem Gold investieren...

Nein, leider nicht, unseren Anteil gibt es noch gar nicht, deshalb kann die AHV es sich auch leisten, mehr auszuzahlen als einbezahlt (resp. eben wird alles sofort ausbezahlt, sobald es einbezahlt wird) wurde, weil, nach Umlageverfahren, das System unendlich läuft. Gäbe es kein demografisches Problem, würde es wirklich funktionieren. Aber zuerst musste man die Frauen AHV Beiträge zahlen lassen, jetzt Aussländer holen, sonst bekommen die Alten kein Geld mehr.

revinco
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pensionskassen im zugszwang - unsere vorsorge in gefahr?

Eventuell wussten die Politiker bereits vor Jahren das eines Tages die Schulden der Welt abgebaut werden müssen und hatte absichtlich die Pensionskassen-problematik bzw. Abdeckungsmangel herbeigerufen I-m so happy

Ist zwar weit hergeholt aber wenn man all die Akademiker und Professoren der ETH z.B. berücksichtigt wäre es schon möglich.

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

Bullish
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Revinco wrote:

Eventuell wussten die Politiker bereits vor Jahren das eines Tages die Schulden der Welt abgebaut werden müssen und hatte absichtlich die Pensionskassen-problematik bzw. Abdeckungsmangel herbeigerufen I-m so happy

Ist zwar weit hergeholt aber wenn man all die Akademiker und Professoren der ETH z.B. berücksichtigt wäre es schon möglich.

Die Politiker interessiert nur die nächste Wahl, das liegt in der Natur der Sache, wie den Fussballtrainer nur das nächste Spiel interessiert. Daran werden die gemessen, egal wie gerecht, unglücklich oder wie auch immer das Resultat zustandekommt.

revinco
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pensionskassen im zugszwang - unsere vorsorge in gefahr?

Stimmt auch wieder Wink

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

Elias
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Wieder mehr Renditen bei Pensionskassen

Die Renditen der Schweizer Pensionskassen haben sich nach einer schwachen zweiten Jahreshälfte 2011 von Januar bis Juni 2012 wieder gut erholt.

Im Performance-Vergleich des Pensionskassenverbands ASIP liegt die Rendite des Gesamtportfolios der Kassen für die vergangenen zwölf Monate im Durchschnitt (Medianrendite) bei 3,6%. Alleine in der ersten Jahreshälfte 2012 lag die Rendite bei 3,5%.

Im Gegensatz zu 2011, wo die Obligationen die höchste Rendite erzielten, seien es im ersten Halbjahr 2012 die Aktien gewesen, welche eine bessere Performance erzielt hätten, teilte der ASIP am Mittwoch mit.

Vor allem die Kategorien Aktien Nordamerika (+9,7%), Aktien Ausland (+5,8%) und Aktien Emerging Markets (+5,6%) seien zu erwähnen. Die Festverzinslichen fänden sich mit 3,2% für Obligationen Euro und Obligationen Fremdwährungen und 2,1% für Obligationen Franken im Mittelfeld wieder. Die Performance der Rohstoffe fiel mit -4,0% negativ aus.

Bezüglich Vermögensallokation seien keine grossen Verschiebungen im ersten Halbjahr erkennbar, heisst es weiter. Die Veränderungen liessen sich meistens auf die Bewegungen der Märkte und nicht auf aktive Entscheide zurückführen. Schweizer Aktien beanspruchten im Median rund 10% der Vermögensanlagen und ausländische Aktien rund 21%. Der Obligationenanteil betrage im Median rund 45%.

Die Studie wurde mit einem Gesamtvermögen von 180 Milliarden Franken bei 59 teilnehmenden Pensionskassen und über 850 erfassten Portfolios durchgeführt. http://www.cash.ch/news/topnews/wieder_mehr_renditen_bei_pensionskassen-...

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

geldgieriger
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Bullish hat am 29.11.2008 - 01:12 folgendes geschrieben:

 

Revinco wrote:

Eventuell wussten die Politiker bereits vor Jahren das eines Tages die Schulden der Welt abgebaut werden müssen und hatte absichtlich die Pensionskassen-problematik bzw. Abdeckungsmangel herbeigerufen smiley

Ist zwar weit hergeholt aber wenn man all die Akademiker und Professoren der ETH z.B. berücksichtigt wäre es schon möglich.

Die Politiker interessiert nur die nächste Wahl, das liegt in der Natur der Sache, wie den Fussballtrainer nur das nächste Spiel interessiert. Daran werden die gemessen, egal wie gerecht, unglücklich oder wie auch immer das Resultat zustandekommt.

Da kann ich dir nur recht geben Bullish....Politiker in der Schweiz - sind leider auch nicht wirklich die besten. Aber ja ein Thema womit sich die Schweizer Jugendlichen bzw. auch andere ältere Leute nicht wirklich befassen. 

Elias
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Pensionskassen haben Geld profitabel angelegt

Die Schweizer Pensionskassen haben im vergangenen Jahr mit ihren Anlagen eine starke Rendite erzielt. Damit ist die 2. Säule aber noch nicht aus dem Schneider.

 

ach einem schwachen Vorjahr haben die Anlagen der Schweizer Pensionskassen im Jahr 2012 besser rentiert. Der Pensionskassenverband ASIP errechnete für das vergangene Jahr eine durchschnittliche Rendite von 6,3 Prozent.

2011 hatten die Pensionskassen-Anlagen nicht rentiert und laut ASIP eine durchschnittliche Performance von 0 Prozent aufgewiesen. Insbesondere Anlagen in Aktien entwickelten sich 2012 positiv, während die Obligationen weniger rentierten. Grund dafür ist gemäss dem Pensionskassenverband der anhaltend hohe Druck auf die Zinsen.

Mit einem durchschnittlichen Anteil von 35 Prozent des Anlagekapitals sind Obligationen die wichtigste Anlageklasse der Versicherer. Schweizer Aktien machten rund 10 Prozent und ausländische Aktien rund 21 Prozent der Vermögensanlagen aus.

Noch nicht aus dem Schneider

Mit der guten Performance könnten die Kassen ihre Finanzlage kurzfristig leicht verbessern, schreibt der Verband in einer Mitteilung vom Freitag. Einzelne Kassen hätten auf ihre Anlagen gar eine Rendite von 7 bis 8 Prozent erzielt, sagte ASIP-Direktor Hanspeter Konrad auf Anfrage.

Die positive Entwicklung darf gemäss dem Pensionskassenverband nicht überbewertet werden. In vielen Fällen funktioniere das Zusammenspiel zwischen gesetzlichem Rentenalter, dem vorgegebenen Mindestumwandlungssatz und der mittelfristig effektiv erzielten Rendite noch nicht reibungslos.

Seit 2000 durchschnittlich nur 1,3 Prozent Rendite

Seit der Veröffentlichung des ersten ASIP-Performancevergleichs im Jahr 2000 hatten die Pensionskassen gemäss dem Verband eine durchschnittliche Jahresrendite von 1,3 Prozent erzielt. Dieser Wert liege deutlich unter der notwendigen Rendite.

Der ASIP-Performancevergleich erfasst ein Gesamtvermögen von 175 Milliarden Franken, 60 teilnehmende Pensionskassen und über 90 Portfolios. Den Vergleich führt der Verband halbjährlich durch

http://www.20min.ch/finance/news/story/Pensionskassen-haben-Geld-profita...

 

 

 

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Fine-Tuner
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Unsere Vorsorgegelder sind tatsächlich in Gefahr. Wen man sieht, wie die Gelder verwendet werden, kann einem schon Angst und Bange werden. 100% Risiko gegen ein paar mikrige Renditeprozente sind ....ja, man muss es so nennen: Grobfahrlässig und kann nie im Interesse der Versicherten sein.

Wer so handelt, verdient sich noch eine goldene Nase dabei (Finanzindustrie, die vorwiegend von diesen Geldern lebt).

Nicht genug, dass die Gelder enormen Risiken ausgesetzt und von gierigen Finanzhaien umzingelt sind; nein zusätzlich müssen diese Gelder auch die kommende demografische Keule aushalten......, dass da einem Angst und Bange werden kann ist nicht verwunderlich.

Fine-Tuner

weico
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Pensionskassen im Rendite-Vergleich: die Migros punktet

 

"Für die Pensionskassen war 2012 ein gutes Jahr. Die höchste Rendite unter den grossen Arbeitgebern erzielte mit stolzen 9,8 Prozent die Vorsorgeeinrichtung der Migros, wie eine Umfrage des «Sonntags» ergab (siehe Tabelle). Auf Rang zwei und drei folgen nicht etwa Banken und Versicherungen, sondern die Pensionskassen der Swisscom und des Kantons Bern. Der Grund für das gute Abschneiden: «Wir halten mit 38 Prozent einen relativ hohen Aktienanteil», sagt Hans-Peter Wiedmer, der stellvertretende Geschäftsleiter der Bernischen Pensionskasse. «Unsere Strategie hat sich 2012 ausbezahlt.» Der Pensionskassen-Verband Asip schätzt, dass die Kassen im vergangenen Jahr eine mittlere Rendite von 6,3 Prozent erzielt haben. Das heisst: Die eine Hälfte hat besser gearbeitet, die andere Hälfte schlechter. "

 

http://www.sonntagonline.ch/ressort/wirtschaft/aktuell/

 

 

weico

Elias
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Pensionskassen geht es deutlich besser

Der Aufschwung an den Börsen freut auch die Schweizer Pensionskassen: Im vergangenen Jahr erzielten sie im Schnitt eine Anlagerendite von 7,2 Prozent. Stark verbessert hat sich damit auch der Deckungsgrad.

 

Die Schweizer Pensionskassen profitieren vom Aufschwung an den Börsen. Im Jahr 2012 haben sie im Schnitt eine Anlagerendite von 7,2 Prozent erzielt. Die Deckungsgrade sind damit erneut gestiegen.

Das Verhältnis zwischen Verpflichtungen und dem dafür vorhandenen Kapital habe sich auf breiter Front markant verbessert, teilte Swisscanto am Mittwoch mit. Die Vorsorgespezialistin der Kantonalbanken hat zum 13. Mal Schweizer Pensionskassen zu ihrer Situation befragt. An der jüngsten Umfrage haben 343 Kassen mit 2,8 Mio. Versicherten und Vorsorgevermögen von 481 Mrd. Fr. teilgenommen.

Nur 8 Prozent der privaten Kassen in Unterdeckung

Die privatrechtlichen Pensionskassen konnten ihren Deckungsgrad per Ende 2012 von 103 auf 109 Prozent erhöhen. Die öffentlich-rechtlichen mit Vollkapitalisierung legten von 95 auf 100 Prozent zu, jene mit Teilkapitalisierung von 72 auf knapp 74 Prozent.

Besonders erfreulich ist laut Swisscanto, dass sich von den privatrechtlichen Kassen lediglich noch 8 Prozent in Unterdeckung befanden. Ein Jahr zuvor waren es noch 26 Prozent gewesen.

Herausforderungen trotz guter Börsenstimmung

Trotz der guten Entwicklung, die im laufenden Jahr mit neuen Rekordständen an vielen Börsen weitergeht, stehen die Vorsorgeeinrichtungen laut der Umfrage weiterhin vor grossen Herausforderungen.

So liegen die Deckungsgrade immer noch klar unter dem Zielwert 100 Prozent Deckungsgrad plus 16 Prozent Wertschwankungsreserve. Selbst bei den privat-rechtlichen Kassen betrage die Abweichung 7 Prozentpunkte.

Damit sei die volle Risikofähigkeit vieler Pensionskassen noch nicht erreicht, was den Handlungsspielraum bei der Anlage der Vorsorgegelder einschränke, hiess es. Zudem seien wegen der andauernden Tiefzinsphase bei Obligationen nur noch bescheidene Erträge möglich. So hat gut die Hälfte der Pensionskassen ihren Obligationenanteil abgebaut und stattdessen in Immobilien investiert. http://www.20min.ch/finance/news/story/Pensionskassen-geht-es-deutlich-b...

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
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Elias hat am 15.05.2013 - 12:49 folgendes geschrieben:

...............Zudem seien wegen der andauernden Tiefzinsphase bei Obligationen nur noch bescheidene Erträge möglich. So hat gut die Hälfte der Pensionskassen ihren Obligationenanteil abgebaut und stattdessen in Immobilien investiert. http://www.20min.ch/finance/news/story/Pensionskassen-geht-es-deutlich-b...

Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass diese, unsere Vorsorgegelder, die uns in 10, 20 oder 30 Jahren einen geruhsamen Lebensabend  sichern sollen, voll dem Risiko ausgesetzt sind, ....jeden Tag können sich diese 'Werte' in Luft auflösen....die Zukunft der Menschen voll im Risiko, super, weiter so. ....von unseren Vorsorgegeldern lebt heute eine ganze Industrie, was in 10, 20 oder 30 Jahren sein wird, ist denen heute völlig egal.....sanieren müssen die Kassen andere!!

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Elias
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Fine-Tuner hat am 25.05.2013 - 17:01 folgendes geschrieben:

Elias hat am 15.05.2013 - 12:49 folgendes geschrieben:

...............Zudem seien wegen der andauernden Tiefzinsphase bei Obligationen nur noch bescheidene Erträge möglich. So hat gut die Hälfte der Pensionskassen ihren Obligationenanteil abgebaut und stattdessen in Immobilien investiert. http://www.20min.ch/finance/news/story/Pensionskassen-geht-es-deutlich-b...

Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass diese, unsere Vorsorgegelder, die uns in 10, 20 oder 30 Jahren einen geruhsamen Lebensabend  sichern sollen, voll dem Risiko ausgesetzt sind, ....jeden Tag können sich diese 'Werte' in Luft auflösen....die Zukunft der Menschen voll im Risiko, super, weiter so. ....von unseren Vorsorgegeldern lebt heute eine ganze Industrie, was in 10, 20 oder 30 Jahren sein wird, ist denen heute völlig egal.....sanieren müssen die Kassen andere!!

 

Ganze Industrien leben von der Vorsorge und die Vorsorge von Zinserträgen und Dividendenerträgen (nicht nur von ganzen Industrien)

Und die immer länger lebenden Rentner möchten gerne vom Ersparten leben. Woher die Erträge (Zinsen) kommen sollen, interessiert sie nicht. 

 

Bundesrat irritiert Pensionskassen

BERN Unbemerkt von der Öffentlichkeit fällt der Bundesrat einen überraschenden Entscheid: Zur Sicherung der beruflichen Vorsorge empfiehlt er einen Vorstoss zur Annahme, der die Senkung des Umwandlungssatzes überflüssig machen will.

Konkret handelt es sich um ein Postulat von SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr. Dieses sieht vor, die berufliche Vorsorge (BVG) wie bis anhin weiterzuführen –  :bye: allerdings nur für Rentner bis 85 Jahre. Die Renten der restlichen Pensionäre würden über den BVG-Sicherheitsfonds finanziert werden.

Für den Fonds ist eine Umlagefinanzierung vorgesehen, sprich, sämtliche Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen via Pensionskasse (PK) einen bestimmten Betrag ein. Auf Anfrage sagt Fehr: «Indem die Sammelstiftungen Renten nur bis zu einem gewissen Alter garantieren müssen, sinkt der Druck, den Umwandlungssatz zu senken.» Der Umwandlungssatz legt fest, wie viel Prozent des angesparten Kapitals jährlich als Rente ausbezahlt wird.

Der Vorstoss soll in der Sommersession im Nationalrat behandelt werden. Wie Recherchen zeigen, liess die Gewerkschaft Unia bereits ein Gutachten erstellen.

Dass der Bundesrat das Postulat zur Annahme empfiehlt, löst bei den Pensionskassen, die direkt davon betroffen wären, Kopfschütteln aus. Laut Hanspeter Konrad, Präsident des PK-Verbandes Asip, handle es sich hierbei um eine Scheinlösung, die das BVG schwäche. «Um das Problem wirklich zu lösen, muss es an der Wurzel gepackt werden. Das ist ohne eine Senkung des Mindestumwandlungssatzes und flankierende Massnahmen, wie zum Beispiel die Erhöhung der Beiträge, nicht möglich», sagt er. Für Martin Janssen, Leiter des PK-Dienstleisters Ecofin, ist klar: «In der 2. Säule drohen griechische Verhältnisse, wenn die berufliche Vorsorge nicht rasch ins Gleichgewicht kommt.»

In Bundesbern zeigen sich vornehmlich bürgerliche Politiker irritiert über den Entscheid des Bundesrates, den Vorschlag zu prüfen. FDP-Ständerätin und VR-Mitglied der ASGA-Sammelstiftung, Karin Keller-Sutter, sagt: «Der Bundesrat hat immer gesagt und geschrieben, dass er zwar eine Gesamtrevision will, jedoch keine Vermischung der 1. und der 2. Säule.» Mit dem Vorschlag würden aber weitere nicht erwünschte Umlagerungsmechanismen in die berufliche Vorsorge eingebaut.

Für 2020 plant SP-Bundesrat Alain Berset eine koordinierte Reform von AHV und zweiter Säule. Bereits im Sommer sollen erste Eckpunkte publiziert werden. Zur Diskussion steht unter anderem die Erhöhung des Frauenrentenalters sowie die Senkung des Umwandlungssatzes. Ob der Vorstoss, gewisse Personengruppen an den BVG-Sicherheitsfonds auszulagern, noch im Bericht behandelt wird, ist unklar. Um genau das zu verhindern, will FDP-Nationalrat Ignazio Cassis das Postulat bekämpfen.

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Benjamin Franklin

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Elias hat am 26.05.2013 - 14:39 folgendes geschrieben:

............. Für Martin Janssen, Leiter des PK-Dienstleisters Ecofin, ist klar: «In der 2. Säule drohen griechische Verhältnisse, wenn die berufliche Vorsorge nicht rasch ins Gleichgewicht kommt.»

.........

Den Fonds für über 85ig Jährige  finde ich tatsächlich eine Frechheit. Dass solcher Unsinn geplant ist, wusste ich nicht...wie so vieles. Im Gegenteil, die Rente sollte mE mit zunehmendem Alter stetig sinken. Der Umwandlungssatz ist unantasbar (so auch das Volk)...nur er garantiert eine einigermassen angemessene Altersrente. Ihn zu senken führt direkt in die Altersarmut. Hat das Volk perfekt erkannt und dem Parlament eine Ohrfeige erteilt.

Herr Janssen neigt wie immer zu Übertreibungen oder Besser: zu Untertreibungen, denn unsere PK's sind seit Einführung des BVG nichts anderes als Sanierungsfälle...eine Sanierung folgt der anderen...dagegen sind die Griechen Weisenknaben. Wie auch immer, heute scheinen die PK's einen Deckungsgrad von 100% zu haben....wer kann schon von sich behaupten, dass er alle laufenden und künftigen Verpflichtungen auf der hohen Kante hat? ...eben.

Wer wirklich neue innovative Ansätze will sollte sich mit der BEDINGUNGSLOSEN GRUNDRENTE auseinadnersetzen. Sie würde so viele selbstgemachte Probleme lösen.....aber eben......

http://www.cash.ch/community/forum/politik-und-wirtschaft/grundeinkommenwertschaetzung-der-existenz

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Elias
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Fine-Tuner hat am 01.06.2013 - 01:16 folgendes geschrieben:

Elias hat am 26.05.2013 - 14:39 folgendes geschrieben:

............. Für Martin Janssen, Leiter des PK-Dienstleisters Ecofin, ist klar: «In der 2. Säule drohen griechische Verhältnisse, wenn die berufliche Vorsorge nicht rasch ins Gleichgewicht kommt.»

.........

Den Fonds für über 85ig Jährige  finde ich tatsächlich eine Frechheit.

Woher soll denn nach deiner Meinung das Geld kommen?

Die Vorsorgegelder werden verzinseszinst. Exponentialfunktion. Wie soll das auf Dauer erarbeitet werden? Da kann nicht gut gehen.

Sollen die Pensionskassen die Mietzinse erhöhen, damit sie mehr Erträge haben?

Oder sollen die Steuern erhöht werden, damit Bund und Kantone höhere Obligationszinsen bezahlen können?

Soll einfach mehr Geld in in die Vorsorge gepumpt werden, damit auf den Konten höhere Beträge stehen, die dafür durch Inflation wieder vernichtet werden?

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Benjamin Franklin

Elias
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Pensionskassengelder kann in der Schweiz fast jeder verwalten

Vermögensverwalter kümmern sich um 700 Milliarden Franken. Und das fast ohne Überwachung.

Dieter C. Söhner, auf Finanzmarktrecht spezialisierter Rechtsanwalt, kann es kaum fassen: «Verwalter von Pensionskassengeldern können weitermachen wie bisher.» Er spielt auf die Tatsache an, dass Verwalter von Vorsorgegeldern weiterhin nicht umfassend beaufsichtigt werden und bis auf weiteres nur bescheidene Kriterien erfüllen müssen, um ihre Funktion auszuüben.

Söhner kann das umso weniger verstehen, als der Gesetzgeber die Schraube für Verwalter kollektiver Kapitalanlagen – das sind in der Regel Anlagefonds – merklich angezogen hat. Nach der Revision des Kollektivanlagegesetzes (KAG) müssen sich Vermögensverwalter der Überwachung der Finanzmarktaufsichtsbehörde (Finma) unterstellen, wenn sie im Auftrag ihrer Kunden Anlagefonds vertreiben und verwalten.

Keine Fluchtmöglichkeit

«Die grösste kollektive Kapitalanlage ist meiner Ansicht nach die Gesamtheit der Pensionskassengelder», sagt Söhner. Im ganzen Land liegen über 700 Milliarden Franken Vorsorgegelder – verteilt auf zahlreiche Pensionskassen und Anlagestiftungen. Während Anleger ihr Geld freiwillig in Fonds investieren, sei man in der Pensionskasse gewissermassen zwangsinvestiert, argumentiert Söhner weiter: «Man kann ihr nicht entfliehen.» Ein Grund mehr, warum der Jurist nicht verstehen kann, dass Behörden und Politiker bei der Verwaltung der Vorsorgegelder wegschauen. «Rund um die Schweiz herum sind Verwalter von Rentengeldern der Finanzaufsicht unterstellt», sagt Söhner.

Dass die Schweiz die Ausnahme bleibt, ist wesentlich das Verdienst des Verbands Schweizerischer Vermögensverwalter (VSV). Mit über 1000 Mitgliedern vertritt der Verband rund die Hälfte aller unabhängigen Vermögensverwalter. Es gibt allerdings auch Schätzungen, nach denen es in der Schweiz mehr als 3000 Vermögensverwalter gibt. Der Verband sprach sich dezidiert gegen eine Überwachung der Vermögensverwalter von Vorsorgeeinrichtungen durch die Finma und für das Prinzip der Selbstregulierung aus.Wer der Finma untersteht – etwa weil er kollektive Kapitalanlagen verwaltet –, musst verschiedensten Vorgaben genügen, sei es bezüglich Risikokontrolle, sei es bei der Einhaltung der Spielregeln in der Geschäftsführung (Compliance). Das Einhalten dieser Mindestanforderungen ist komplex und kostenintensiv. «Der Aufwand ist heute so gross, dass er von den meisten unabhängigen Vermögensverwaltern unterschätzt wird», sagt Marcel Hess, Gründer und Chef der Valex Capital in Pfäffikon SZ. Hess weiss, wovon er spricht. Auch die Valex ist Vermögensverwalterin. Als Verwalterin kollektiver Kapitalanlagen ist sie aber der Finma unterstellt und zählt auch Pensionskassen zu ihren Kunden.

Um die 80 Prozent der Vermögensverwalter beschäftigen gemäss Hess maximal drei Personen, die weniger als 100 Millionen Franken verwalten. «Diese Betriebe sind nicht in der Lage, die nötigen technologischen und personellen Ressourcen zu stellen, um die Anforderungen einer Finma-Überwachung zu erfüllen», sagt Hess. Die Valex selbst beschäftigt acht Mitarbeitende.Matthäus Den Otter ist Geschäftsführer der Swiss Funds Association, der Branchenorganisation der Schweizer Fonds- und Vermögensverwalter. Auch er diagnostiziert ein Zweiklassensystem: die «Rolls-Royce-Variante» der anspruchsvollen Finma-Überwachung und die «Schmalspurbewilligung». Er bezeichnet die heutige Situation als Baustelle oder Übergangsphase, die früher oder später bereinigt werden müsse. Für Den Otter ist klar: «Die Vermögensverwalter kollektiver Kapitalanlagen haben nach heutigem Stand eine höhere Akzeptanz. Denn diese haben das akzeptierte Finma-Gütesiegel.»Die Zeit dürfte tatsächlich gegen die noch immer unbeaufsichtigten Verwalter von Pensionskassengeldern laufen. Der internationale Trend geht in Richtung verstärkte Überwachung. Im Inland hat der Bundesrat das Finanzdepartement beauftragt, mittels eines neuen Finanzdienstleistungsgesetzes den Schutz der Anleger zu verbessern.Auf dem Papier sieht es schon heute besser aus. Die Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge hält fest, dass Personen, die mit der Vermögensverwaltung einer Vorsorgeeinrichtung betraut sind, «gründliche praktische und theoretische Kenntnisse im Bereich der beruflichen Vorsorge nachweisen» müssen. Zurzeit ist die neu geschaffene Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge damit beschäftigt, Kriterien für die Befähigung auszuarbeiten. Pierre Triponez, Präsident der Kommission, bestätigt, dass damit «keine dauernde Beaufsichtigung» vorgesehen sei, aber «immerhin eine Befähigung, die wir erteilen müssen». Die ersten Befähigungen werden wohl per Anfang 2014 erteilt. Im Moment gilt noch: Wer bisher Vorsorgegelder verwaltet hat, kann dies mittels Gesuch weiterhin provisorisch tun.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Pensio...

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Biella versenkte Pensionsgelder bei Betrügern

Die Pensionskasse der Bundesordner-Firma Biella-Neher investierte mehrere hunderttausend Franken in die Schwyzer Betrugsfirma Ipco. Trotzdem klagt die Firma die Gelder nicht zurück.

Der grösste Anlagebetrugsfall im Kanton Schwyz, jener der Ipco Investment, betrifft auch den Büromaterialhersteller Biella-Neher. Deren Personalvorsorgestiftung investierte im April 2003 und dann nochmals im Januar 2004 je 200'000 Franken, wie handelszeitung.ch vorliegende Dokumente zeigen.

Die Betrüger der Ipco Investment boten angeblich Devisentransaktionen mit jährlichen Renditen von bis zu 30 Prozent – und sammelten so gesamthaft 125 Millionen Franken ein. Auch die Sackmesserfirma Victorinox investierte bei Ipco beträchtlich.

Das grosse Schweigen

Das Geld ist weg – auch für Biella-Neher. Obwohl die Zivilforderung der Pensionskasse von Biella-Neher von 373'431.85 Franken vom Schwyzer Strafgericht gutgeheissen wurde und Ipco-Haupttäter Mike Niggli mit seinem Geschäftspartner Juan Manuel R. verpflichtet wurden, die Gelder zurückzuzahlen, verzichtet die Firma laut Informationen von handelszeitung.ch auf den Betrag.

Angefragt auf den Sachverhalt, beschied Geschäftsleitungsmitglied Franziska Flükiger handelszeitung.ch, dass die Firma zu diesem Fall keine Stellung nehme. Auch auf die Frage, warum Biella auf den Rechtsweg verzichtet, gab Biella keine Stellungnahme ab.

Verluste der Pensionkassen gehen zulasten der Wertschwankungsreserven. Ist keine mehr vorhanden, teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber paritätisch eine allfällige Sanierung der Pensionskasse.

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/biella-versenkte-pensionsgelder...

 

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Altersguthaben in Höhe von 6,3 Milliarden vergessen

Über eine Million Schweizer haben Vermögen in der zweiten Säule – ohne es zu wissen. Das angesparte Guthaben kann etwa bei einem Stellenwechsel verloren gehen – aber nicht nur.

Über eine Million Menschen in der Schweiz haben Vermögen ohne es zu wissen – und zwar in der zweiten Säule, wie das Nachrichtenmagazin «10vor10» gestern berichtete. In der Auffangeinrichtung der Pensionskassen liegen vergessene Altersguthaben von 6,3 Milliarden Franken, verteilt auf 850'000 kontaktlose Konten.

«Im Schnitt liegen auf jedem 7500 Franken. :roll: Es gibt aber einzelne Konten im Wert von über einer Million», sagte Max Meili, der Leiter der Einrichtung gegenüber «10vor10». Zu knapp 70 Prozent der Kontobesitzer habe man jeglichen Kontakt verloren.

Bei jedem Dritten in der Schweiz finde sich ein Betrag – nach dem immer selben Muster. «Es passiert mit Lebenseinschnitten wie Stellenwechsel, Scheidung, Auslandaufenthalt oder Babypause», erklärte er.

Zentralstelle hilft bei der Suche

Wird ein Arbeitsverhältnis aufgelöst, müsse der Arbeitnehmer sein Guthaben mitnehmen und in die Pensionskasse des neuen Arbeitgebers oder auf ein Freizügigkeitskonto einbezahlen. Geschieht dies nicht, müsse die Pensionskasse das vergessene Kapital innerhalb von zwei Jahren an die Auffangeinrichtung überweisen. Dort kontaktiere man dann den jeweiligen Besitzer – allerdings nicht immer mit Erfolg.

«Wenn die Leute zwei-, dreimal umgezogen sind, erhalten wir von den Gemeinden kaum noch Auskunft über die aktuelle Adresse». Gut die Hälfte des Geldes stamme zudem von Saisonniers, die die Schweiz bereits wieder verlassen haben. Bis die jeweiligen Besitzer 75 sind wartet das Guthaben in der Auffangeinrichtung, dann werden sie an den Sicherungsfonds überwiesen. Bei der Suche nach dem vergessenen Vermögen hilft die eigens eingerichtete Zentralstelle Zweite Säule.

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Altersguthaben-in-Hoehe-von...

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140 Millionen Schaden für Pensionskassen

Die Strafuntersuchungen bei der Stiftung Hypotheka haben sich erheblich ausgeweitet. Zwei Personen sitzen seit Februar in U-Haft. Der mutmassliche Betrug funktionierte mit einem Schneeballsystem.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/geld/140-Millionen-Schaden-fuer-P...

 

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Auch bei der Pensionskasse gebe es eine Unterdeckung.

UBS prophezeit baldigen AHV-Kollaps

 

Die Ökonomen malen auch ein düsteres Bild für die berufliche Vorsorge sowie den Staatshaushalt: :roll:  Allein bei den öffentlichen-rechtlichen Pensionskassen gebe es eine Unterdeckung von rund 50 Milliarden Franken - die Rentenversprechen sind also nicht vollständig finanziert.

Staatsverschuldung von 200 Prozent des BIP

Weil die Bevölkerung altert, steigen auch die Ausgaben von Bund, Kantonen und Gemeinden, unter anderem wegen zunehmender Gesundheitskosten.

In der Studie wird die implizite Staatsschuld der Schweiz mit 167,4 Prozent des BIP angegeben. Diese Zahl umfasst alle Leistungsversprechen - beispielsweise für Krankenkassen und die AHV -, die nicht durch Einnahmen gedeckt sind.

Wird nun diese implizite Staatsschuld mit der aktuellen Staatsverschuldung der Schweiz von 35,5 Prozent des BIP (im Jahr 2011) zusammengenommen, beläuft sich die eigentliche Staatsverschuldung der Schweiz gemäss der Studie auf 202,9 Prozent des BIP. SadDies entspricht fast 1,2 Billionen Franken

http://www.20min.ch/finance/news/story/31259006

 

 

 

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Elias hat am 05.04.2014 - 15:17 folgendes geschrieben:

UBS prophezeit baldigen AHV-Kollaps

 

................................

Wird nun diese implizite Staatsschuld mit der aktuellen Staatsverschuldung der Schweiz von 35,5 Prozent des BIP (im Jahr 2011) zusammengenommen, beläuft sich die eigentliche Staatsverschuldung der Schweiz gemäss der Studie auf 202,9 Prozent des BIP. smileyDies entspricht fast 1,2 Billionen Franken

http://www.20min.ch/finance/news/story/31259006

 

 

 

Was immer noch Weltklasse ist....im Vergleich zu allen anderen Nationen....würde man deren Schuld gleichermassen bemessen. M.E. macht es wenig Sinn, alle Verpflichtungen auf über 20 Jahre zu kapitalisieren....eine typische Hab-Nichts-Anderes-Zu-Tun-Studie. Viele dieser Verpflichtungen kommen gar nie zum Zug, weil zB die Leute sterben, oder die Verpflichtungen erreichen gar nie ihr Maximum ZB Vorbezug etc.

Diese Vorsorge-Panikmache nervt. Das Problem sind nicht unsere Vorsorgesysteme an sich, die sind sehr gut. Das Problem ist, dass diese Vorsorgekassen für immer neue Leistungen aufkommen müssen.

So müsste es längst eine Pflegeversicherung geben. Selbstverständlich ist dies nicht gratis und kostet das eine oder andere Lohn- bzw. MWST-prozent. Aber letzlich ist auch das nur ein Pflästerli mehr......

Wer sich wirklich für neue Konzepte des gesellschaftlichen Ausgleichs interessiert, sollte sich die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens ansehen....

Fine-Tuner

 

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Fine-Tuner hat am 05.04.2014 - 15:43 folgendes geschrieben:

....eine typische Hab-Nichts-Anderes-Zu-Tun-Studie. Viele dieser Verpflichtungen kommen gar nie zum Zug, weil zB die Leute sterben, oder die Verpflichtungen erreichen gar nie ihr Maximum ZB Vorbezug etc.

Diese Vorsorge-Panikmache nervt.

...wenigstens haben all die "ich -hab-so-Angst-vor-der-Zukunft"-Idioten wenigstens wieder eine Studie/Problemchen mehr, über dass sie sich Sorgen machen dürfen.  ROFL :bye:

 

weico

 

 

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Axa Winterthur senkt die Umwandlungssätze

Die Axa Winterthur nimmt an ihrem BVG-Vorsorgemodell, wie sie es überwiegend Schweizer KMU-Kunden anbietet, auf Anfang 2015 Anpassungen vor. Während im Obligatorium der beruflichen Vorsorge bis auf weiteres ein (übersetzter) Rentenumwandlungssatz von 6,8% gesetzlich vorgegeben ist, trägt der Lebensversicherer der steigenden Lebenserwartung und den hartnäckig niedrigen Zinsen mit einer Senkung im Überobligatorium Rechnung.

Renten korrekt rechnen

Für Männer gilt in der Vollversicherung von Axa Winterthur neu ein garantierter Umwandlungssatz von 5,604%, nach bisher 5,835%; für Frauen wird der Satz, ebenfalls auf Anfang 2015 von 5,574% auf 5,480% heruntergesetzt. Die Axa Winterthur rechnet vor, dass für einen Versicherten mit 300 000 Fr. Altersguthaben im obligatorischen und 200 000 Fr. im überobligatorischen Teil der zweiten Säule die künftige Altersrente um 39 Fr. je Monat niedriger ausfällt; für einen Neurentner würden damit unverändert 1700 Fr. im Obligatorium und 934 Fr. (bisher: Fr. 972.50) im Überobligatorium gezahlt. Thomas Gerber, der das Leben-Geschäft der Axa Winterthur führt, weist darauf hin, dass bei den geltenden Umwandlungssätzen Kapital wiederkehrend von aktiv Versicherten zu Rentnern umverteilt wird. Diese Differenz werde im geltenden Modell aus Anlageerträgen und/oder der Risikoprämie ausgeglichen.

Allein bei Axa Winterthur – sie hält unter den Lebensversicherern im BVG-Geschäft einen Marktanteil von rund einem Drittel – würden auf diese Weise jährlich Geldbeträge von mehr als 300 Mio. Fr. umverteilt. Ein solcher Geldtransfer ist im BVG, das im Kapitaldeckungsverfahren organisiert ist, vom Wesen her systemwidrig. Dem soll ab 2015 Einhalt geboten werden, wenn auch nicht in vollem Umfang. Würden die Zinsen steigen, würde sich die Situation aber rasch anders darstellen. Axa Winterthur weist noch darauf hin, dass Altersguthaben in der obligatorischen Vorsorge, Kapitalbezüge wie auch laufende Renten von den niedrigeren Umwandlungssätzen nicht betroffen sind.

Signalwirkung für viele

Wenn mit Axa Winterthur einer der beiden führenden Lebensversicherer mit der Senkung der Rentenumwandlungssätze nun gleichsam den Sprung ins kalte Wasser macht, wird sie vermutlich nicht lange allein bleiben. Im Prinzip spiegeln die neuen Sätze eine durch die Lebenserwartung und die Kapitalmarktzinsen vorgegebene Realität. Dieser trottet die Politik bekanntlich mit einem gesetzlichen BVG-Mindest-Rentenumwandlungssatz von 6,8% meilenweit hinterher, was Sozialminister Alain Berset mit dem Projekt «Altersvorsorge 2020» auch klargemacht hat.

Im Jahr 2003 sorgte dieselbe Versicherung, die nun vorangeht, mit der Lancierung des «Winterthur-Modells» für Furore. Damals wurden die Sätze auf ein Leistungsniveau gesenkt, wie es nun zwölf Jahre durchgehalten wurde. In der Zwischenzeit haben die Wahlmöglichkeiten für die Kundschaft zugenommen. Die Axa Winterthur bietet vermehrt teilautonome BVG-Lösungen an, bei denen das Anlagerisiko ganz oder teilweise vom Kunden getragen wird.

http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschafts-und-finanzportal/axa-winterthur...

 

Gut habe ich kein BVG. Hatte mir schon ein öfters einen Einkauf überlegt.

 

 

 

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Schweizer Pensionskassenindex steigt stark an

Der Schweizer Pensionskassenindex der Credit Suisse hat im zweiten Quartal 2014 deutlich zugelegt.

Der Schweizer Pensionskassenindex der Credit Suisse (CS) hat im zweiten Quartal 2014 deutlich zugelegt. Im Berichtsquartal nahm der Index um 3,21 Punkte oder 2,24 Prozent zu und lag per Ende Juni bei 147,01 Punkten (Basis Anfang 2000 = 100). Der April habe mit 0,72 Prozent und insbesondere der Mai mit 1,28 Prozent zum guten Abschneiden beigetragen, teilt die CS am Donnerstag mit. Im Juni habe sich mit 0,23 Prozent eine leichte Konsolidierung abgezeichnet.

Verglichen mit dem Vorquartal habe sich der Index nochmals verbessert. Ein noch deutlicher Unterschied zeichnet sich aber gegenüber dem Vorjahresquartal ab, als der Index um 0,98 Prozent zurückging.

Die BVG-Mindestverzinsung (aktuell 1,75 Prozent p.a.) legte im Berichtsquartal um 0,63 Punkte oder 0,43 Prozent auf den Stand von 144,91 Punkte zu (Basis Anfang 2000 = 100). Die Rendite des Pensionskassen Index liegt damit gemäss Mitteilung im zweiten Quartal 2014 um 1,80 Prozent über der BVG-Vorgabe.

Die annualisierte Rendite des Pensionskassen-Index (seit 01.01.2000) betrage per Quartalsende 2,69 Prozent. Demgegenüber belaufe sich die annualisierte BVG-Mindestverzinsung auf 2,59 Prozent, heisst es weiter.

Die Berechnung des CS-Pensionskassen Index basiert auf den erzielten Renditen von schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen (vor Abzug der Verwaltungskosten), deren Vermögenswerte bei der Credit Suisse im Rahmen eines Global Custody verwahrt werden. Die Vermögensverwaltung bzw. Beratung hingegen erfolgt durch die Pensionskassen selber oder durch Dritte. Auf die Performance der jeweiligen Vorsorgeeinrichtungen hat die Credit Suisse in der Rolle als Global Custodian keinen Einfluss.

http://www.cash.ch/news/top_news/schweizer_pensionskassenindex_steigt_st...

 

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Aus dem kurzen Leben einer Pensionskasse

Die St. Galler Vorsorgestiftung Fortius muss liquidiert werden. 4000 Versicherte sind betroffen.

Teils grotesk überrissene Preise

Das Konstrukt Fortius war von Anfang an dem Untergang geweiht. Die beiden Gründer hatten es auf die Gelder ihrer Kunden abgesehen. Sie finanzierten sich damit teure Autos und zweigten Gelder über ein Firmengeflecht ab, um damit an verschiedenen Orten in der Schweiz unter Verletzung von BVG-Vorschriften Immobilien zu teils grotesk überrissenen Preisen zu kaufen.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Aus-de...

 

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Travail.Suisse kritisiert Gewinne mit der zweiten Säule

27.10.2014 10:58



Bern (awp/sda) - Der Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse kritisiert einmal mehr die Millionengewinne der Lebensversicherer mit dem Geschäft der zweiten Säule. Allein im letzten Jahr schöpften die Versicherer aus der beruflichen Vorsorge 678 Mio CHF an Gewinnen ab.

Seit 2005 hätten die Lebensversicherer mehr als 4 Mrd CHF Gewinn aus der zweiten Säule abgeführt, sagte Martin Flügel, Präsident von Travail.Suisse, gemäss Redetext am Montag vor den Medien in Bern. "Das sind pro Jahr 600 bis 700 Mio CHF, die nicht für die Finanzierung der Renten zur Verfügung stehen."

Der Verband fordert seit Jahren eine Beschränkung der Gewinne der Lebensversicherer. Im Visier haben die Gewerkschafter vor allem die 2005 eingeführte sogenannte "Legal Quote". Diese legt fest, dass die Versicherungsgesellschaften maximal 10% der Überschüsse als Gewinn behalten dürfen.

GEWINNBESCHRÄNKUNG FÜR LEBENSVERSICHERER

"Diese hohen Gewinne gehen auf Kosten der versicherten Arbeitnehmenden, die zu hohe Prämien bezahlen und nur ungenügend an den Überschüssen beteiligt werden", sagte Matthias Kuert, Leiter Sozialpolitik bei Travail.Suisse, gemäss Redetext.

Die Gewerkschafter fordern seit Jahren, dass statt wie heute 90 mindestens 95% des Ertrages den Versicherten erstattet werden müssen. "Eine Sozialversicherung ist schliesslich nicht dazu da, einer ganzen Branche zu garantierten Gewinnen von jährlich mehreren Hundert Millionen Franken zu verhelfen", sagte Flügel.

Auch der Bundesrat will die Legal Quote anpassen: Im Rahmen der "Altersvorsorge 2020" schlägt er gegen den Willen der Versicherungsbranche vor, die Mindestquote für die Überschussverteilung auf 94% zu erhöhen.

Für Flügel ist klar, dass die Versicherer mit einer Beschränkung ihrer Gewinne im Sinne einer Opfersymmetrie einen Beitrag zur langfristigen finanziellen Sicherheit der beruflichen Vorsorge leisten müssen. Die Arbeitnehmenden bezahlen die Reform ihrerseits mit einem tieferen Umwandlungssatz und höheren Beiträgen.

TIEFERE RISIKOPRÄMIEN

Die Kritik des Gewerkschaftsdachverbandes endet nicht bei der Mindestquote. Er prangert jährlich auch die Prämien für Invalidität und Tod an, die so genannten Risikoprämien. Diese seien viel zu hoch und überstiegen die ausbezahlten Leistungen bei weitem.

Ein beträchtlicher Teil der Gewinne der Lebensversicherer resultierten aus diesen Prämien. "Wir erwarten vom Bundesrat, dass er die Risikoprämien auf maximal 120% der ausgerichteten Leistungen beschränkt", sagte Flügel weiter. Nur mit diesen beiden Massnahmen - tieferen Risikoprämien und einer höheren Mindestquote - schaffe der Bundesrat Akzeptanz für die Altersreform 2020.

(AWP)

 

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