pensionskassen im zugszwang - unsere vorsorge in gefahr?

25 Kommentare / 0 neu
25.10.2008 23:26
#1
Bild des Benutzers Azrael
Offline
Kommentare: 2
pensionskassen im zugszwang - unsere vorsorge in gefahr?

feb. Im Zuge der Finanzmarktkrise steuern die

Schweizer Pensionskassen auf ihr schlechtestes

Jahr seit Einführung des BVG-Obligatoriums im

Jahr 1985 zu. Der Pictet-25-Index (Aktienquote

25%), ein wichtiger Referenzwert bei der Verwaltung

der Gelder der beruflichen Vorsorge, lag

nach dem Ausverkauf an den Aktienmärkten am

vergangenen Freitag im Jahr 2008 mit 12,06% im

Minus. Ein anderer Pensionskassen-Index, der

BVG 25 (ebenfalls Aktienquote 25%), verbuchte

zu diesem Zeitpunkt einen Jahresverlust von

12,13%. Der Oktober sei bisher ein schlimmer

Monat für die Pensionskassen gewesen, sagte

Graziano Lusenti von der gleichnamigen Beratungsgesellschaft.

Per Ende September habe der

durchschnittliche Verlust noch 6% betragen.

Nach den starken Gewinnen an den Aktienmärkten

am Montag könnten sich die aktuellen Verluste

aber bereits wieder auf 10,5% reduziert

haben, schätzt Michael Brandenberger, CEO des

Beratungsunternehmens Complementa.

1990 als bisher schlechtestes Jahr

Bei der Betrachtung der Performance-Zahlen der

Kassen ist zu beachten, dass sie jetzt direkt nach

einer der schlechtesten Wochen aller Zeiten an

den Aktienmärkten gemessen wurden. Trotzdem

ist die Performance der Pensionskassen in diesem

Jahr historisch schlecht. Laut Lusenti erlitten die

Pensionskassen ihre bisher grössten nicht realisierten

Buchverluste im Jahr 1990, als sie im

Durchschnitt 6,5% abgaben. Damals litten die

Renditen unter dem Einmarsch irakischer Truppen

in Kuwait. Ebenfalls ein schwaches Jahr war

1994, als die Schweiz von der Immobilienkrise gebeutelt

wurde (–3%). Nach dem Platzen der New-

Economy-Blase verloren die Pensionskassen auch

2001 (–1,51%) und 2002 (–2,15%) Substanz. In

besonders schlechter Erinnerung ist Brandenberger

das Jahr 1974. Er schätzt, die imZuge der Erdölkrise

erlittenen Verluste seien noch grösser gewesen

als die heutigen. Laut Lusenti hat die

gegenwärtige Entwicklung bewirkt, dass dieWertschwankungsreserven

der Pensionskassen nun

weitgehend aufgebraucht sein dürften. Per Ende

Juni 2008 hätten sie noch schätzungsweise 6% betragen,

Ende Juni 2007 hätten sie mit 12% einen

Höchststand erreicht.

Kein Aktivismus bei der Aktienquote

Auch die Deckungsgrade der Pensionskassen

sind durch die Entwicklung an den Finanzmärkten

zwangsläufig geschrumpft. Laut Brandenberger

dürften sich am Donnerstag oder Freitag vergangener

Woche 40% bis 45% der privatrechtlichen

Pensionskassen in Unterdeckung befunden

haben. Hanspeter Konrad, Geschäftsführer des

Pensionskassenverbands Asip, teilt diese Einschätzung.

Allerdings dürfe man diese Entwicklung

nicht kurzfristig betrachten. In der Tat gab es

schon in der Vergangenheit bereits starke Unterdeckungen,

die dann in einem freundlicheren

Umfeld an den Finanzmärkten wieder mehr als

wettgemacht wurden. Ende 2002 befanden sich

beispielsweise nach dem Platzen der New-Economy-

Blase laut Brandenberger 42% der privatrechtlichen

Pensionskassen in Unterdeckung.

Als langfristig ausgerichtete Anleger vermieden

die Pensionskassen einen Aktivismus mit ungewissem

Ergebnis, heisst es in einer aktuellen

Studie von Lusenti Partners. Dies mache sie zu

stabilisierenden Elementen in einem turbulenten

Umfeld. Ausser den schwachen Aktienkursen

waren 2008 bisher auch alternative Anlagen wie

Hedge-Funds für die schwache Performance der

Pensionskassen verantwortlich. Lusenti betrachtet

die Entwicklung mit Sorge, zumal viele Marktteilnehmer

den Hedge-Funds weitere Verluste

vorhersagten. Die Schweizer Pensionskassen hätten

derzeit im Schnitt zu 7% in alternativen Anlagen,

davon etwas mehr als die Hälfte in Hedge-

Funds, investiert. Derivate setzten die Kassen

meist nur zur Absicherung von Risiken ein, die

wegen ihres Emittentenrisikos ins Gerede gekommenen

strukturierten Produkte kämen in den

Portfolios kaum vor.

Aufklappen

WOMEN & CATS WILL DO AS THEY PLEASE, AND MEN & DOGS SHOULD GET USED TO THE IDEA.

A DOG ALWAYS OFFERS UNCONDITIONAL LOVE. CATS HAVE TO THINK ABOUT IT!!

13.09.2016 12:54
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9496

Deckungsgrade von Schweizer Pensionskassen sinken
13.09.2016 12:30

Zürich (awp/sda) - Der langjährige Aufwärtstrend bei den Deckungsgraden von Schweizer Pensionskassen ist im vergangenen Jahr gebrochen worden. Die Werte sanken 2015 für den Gesamtmarkt um 1,7 Prozentpunkte auf 104,1%.

Damit gab es laut einer Mitteilung der Anlageberatungsfirma Complementa vom Dienstag erstmals seit 2011 eine Trendumkehr bei der wichtigen Kennzahl, denn seither gingen die Deckungsgrade von 96,2% eigentlich nur nach oben.

Allerdings sei der Rückgang im vergangenen Jahr von 1,7 Prozentpunkten nicht mit den Einbrüchen während des Platzens der Dotcom-Blase 2001 sowie der Finanzkrise 2008 zu vergleichen, sagt Jürgen Rothmund, der Leiter der Studie, die Complementa seit 22 Jahren publiziert und deren Stichprobe mittlerweile zirka 400 Pensionskassen mit einem Vorsorgevermögen von rund 530 Mrd CHF umfasst.

KEINE KRISENNIVEAUS

Damals ging es mit den Deckungsgraden von Schweizer Pensionskassen innerhalb kürzester Zeit nämlich um 26,7 Prozentpunkte beziehungsweise 17,4 Prozentpunkte nach unten. Zudem zeigt eine Simulation per August 2016, dass die Werte bereits wieder um 1,1 Prozentpunkte auf 105,2% steigen würden.

Deutlich mehr Deckungsgrad als der Rückgang 2015 dürfte allerdings gemäss den Worten von Rothmund in Zürich vor den Medien die geplante Harmonisierung beim Referenzzinssatz kosten. Ein einheitlicher technischer Zinssatz von 2,25% würde die Deckungsgrade der Schweizer Pensionskassen um 4,8% reduzieren und derzeit zu einer Unterdeckung führen.

VERSTECKTE GEFAHREN

Neben dem gesunkenen Deckungsgraden weist Complementa noch auf ein weiteres Ergebnis ihrer Untersuchung hin. In einer Sonderauswertung haben die Kapitalanlageexperten nämlich das Risikomanagement der Schweizer Pensionskassen unter die Lupe genommen. Ein solcher Fokus liegt angesichts des Niedrigzinsumfeldes und der vermehrten Investition in gefährlichere alternative Anlagevehikel nahe.

So gaben immerhin 51% der befragten Einrichtungen an, dass sie nicht über ein ausreichendes Risikomanagement verfügen. Rund 19% verzichten sogar aufgrund von Zweifeln an der Wirksamkeit auf eine systematische Gefahrenanalyse. Und nur ein Drittel der Teilnehmerkassen habe die Absicht, ihr Risikomanagement weiter aufzubauen.

Die Hauptursache dafür, dass Vorsorgeeinrichtungen das Risikomanagement quasi als "hässliches Entlein" betrachten, dürfte gemäss den Ausführungen der Autoren sein, dass man schon acht Jahre lang keine grössere Krise gesehen hat.

mk

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

08.09.2016 20:03
Bild des Benutzers Namor
Offline
Kommentare: 35
Anlage bequem bis fahrlässig

In der Schweiz wird traditionell der UBS, CS etc. und Versicherungen die Pensionskassengelder übergeben und diese können sich mit diesen Geldern von ihren Strafen an andere Länder über Wasser halten. Minus-Rendite schauen dabei heraus. Schaut man die Norwegische Staatsbank (Pensionkasse) einmal an so haben diese schon wieder über 5% Rendite erwirtschaftet. Leben wir eigentlich in einer staatlich geförderten Abzockerei? Die 2 Säule ist ein muss bei den Lohnabzügen und wir können nicht mitbestimmen. Das nennt man Demokratie. Eine Verzinsung von 2.5% liegt locker drin, wenn sich nicht alle daran bedienen würden. 6,8% Umwandlungsatz gem. Politik ist ja zum Heulen, 5.25% liegt sie beim Bund. Das jetzige Argument für eine AHV plus Ja-Stimme zur Stärkung im Alter scheint ebenfalls gefährlich. Erstens: 0,4% mehr Lohnabzüge, Zweitens: muss voll versteuert werden, Drittens: durch mehr AHV senkt sich die Ergänzungsleistung von kleinen Renten die ja nicht versteuert wird und dadurch der Staat (erstens) mehr Steuern generieren kann und (zweitens) bei der EL-Gelder einspart. Also provitiert der Kleine und die Mittelschicht gar nicht sondern wird noch mehr geschröpft.

06.09.2016 13:07
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9496

Der zweiten Säule brechen die Anlageerträge weg

Das Nettoergebnis aus Kapitalanlage in der beruflichen Vorsorge ist im vergangenen Jahr gesunken.

Der Rückgang betrug im vergangenen Jahr 87,4% auf 6,5 Mrd CHF. Zudem sanken die Wertschwankungsreserven der Schweizer Pensionskassen um 13,8% auf 56,8 Mrd CHF.

Allerdings erhöhte sich laut einer Publikation des Bundesamtes für Statistik (BFS) vom Dienstag mit den provisorischen Zahlen zur Beruflichen Vorsorge das Gesamtvermögen um 1,2% auf rund 787 Mrd CHF.

Gleichzeitig ging aus den vorläufigen Ergebnissen des BFS für das vergangene Jahr hervor, dass die Zahl der Pensionierten um 3,9% auf rund 723'000 Personen stieg. Sie bezogen Rentenleistungen in Höhe von 21,2 Mrd CHF, was ein Plus von 2,3% darstellt. Bei der Pensionierung liessen sich 2015 rund 36'000 Personen (-1,1%) zirka 6,2 Mrd CHF (+1,5%) in der zweiten Säule als Kapitalleistungen auszahlen.

Die Zahl der aktiv Versicherten legte im vergangenen Jahr um 1,7% auf rund 4 Millionen Personen zu.

(AWP)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

24.11.2015 13:12
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9496

Pensionskassen senken erstmals die Renten

Die Pensionskassen der grossen Unternehmen zahlen erstmals tiefere Renten. Die durchschnittlichen Altersleistungen sind in den letzten zwei Jahren um 3 Prozent gesunken.

Dies zeigt eine Studie des Beratungsunternehmens Tower Watson. In den Jahren davor blieben die Renten noch konstant. Die Studienautoren sprechen in der Mitteilung vom Dienstag von einem "Umdenken": Tiefere Leistungen aufgrund einer Senkung der Umwandlungssätze würden nun in Kauf genommen und nicht mehr zwingend mittels höherer Beiträge kompensiert.

Und die durchschnittlichen Umwandlungssätze sind in den letzten zwei Jahren deutlich gesunken. Das bedeutet, dass Versicherte mehr einzahlen müssen, um auf die gleiche Rente zu kommen wie früher.

Umwandlungssatz sinkt

2015 liegt der durchschnittliche Umwandlungssatz bei den Pensionskassen der untersuchten Unternehmen bei 6,05%. Wer also 100'000 Franken auf dem Vorsorgekonto hat, bekommt bei einer Pensionierung im Alter von 65 durchschnittlich 6050 Franken pro Jahr. Bei der letzten Auswertung von Tower Watson im Jahr 2013 lag der durchschnittliche Umwandlungssatz noch bei 6,32%.

Beim obligatorischen Altersguthaben dürfen die Pensionskassen den Umwandlungssatz nicht senken. Dort ist er gesetzlich bei 6,8% festgeschrieben. 2010 lehnte das Volk die von der Linken unter dem Stichwort "Rentenklau" bekämpfte Senkung ab. Die "Altersvorsorge 2020" von Bundesrat Alain Berset sieht nun neben anderen Massnahmen erneut eine Senkung des Umwandlungssatzes vor.

Dass der durchschnittliche Umwandlungssatz trotz dem geltenden gesetzlichen Mindestsatz sinkt, liegt an den freiwilligen Leistungen. Bei diesem sogenannten Überobligatorium ist der Umwandlungssatz bei vielen Unternehmen deutlich tiefer.

Tiefere Renditen, längeres Leben

Dass die Pensionskassen die Leistungen senken, liegt unter anderem an den tieferen Anlagerenditen und der steigenden Lebenserwartung. Tower Watson hat für seine Studie alle 30 im Swiss Leader Index (SLI) zusammengefassten Unternehmen befragt. Es handelt sich dabei in etwa um die 30 grössten börsenkotierten Unternehmen der Schweiz. 27 der 30 befragten Konzerne haben an der Umfrage teilgenommen.

Die Studie zeigt nicht nur, dass die Altersleistungen insgesamt sinken, sondern auch, dass sie je nach Arbeitgeber sehr unterschiedlich ausfallen. Die Autoren schreiben deshalb, dass bei der Wahl des Arbeitgebers auch die Vorsorgeleistungen beachtet werden sollten.

Sie untermauern dies anhand eines Beispiels: Die Rentenleistung eines heute 25-Jährigen würden bei der Firma mit dem besten Vorsorgeplan rund 2,2 mal höher ausfallen als das gesetzlich vorgeschriebene Minimum. Bei jenem Unternehmen mit dem schlechtesten Vorsorgeplan erhalte er nur etwa 1,3 mal mehr als vorgeschrieben.

(AWP/SDA)

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

12.10.2015 13:06
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9496

Pensionskassen-Index der Credit Suisse gibt im dritten Quartal etwas nach

12.10.2015 11:09

Zürich (awp) - Der Schweizer Pensionskassen-Index der Credit Suisse (CS) hat im dritten Quartal 2015 in einem volatilen Finanzmarktumfeld an Wert eingebüsst. Der Index verlor 1,31% respektive 1,99 Punkte und liegt per Ende September bei 149,98 Zähler, wie die CS am Montag mitteilt. Damit ist er auf das Niveau von Ende Januar (149,45 Punkte) zurückgefallen, als die Schweizer Börse stark von der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) belastet war. Seit Jahresbeginn hat der CS-Index in den ersten neun Monaten des Jahres 1,47% verloren.

Die Entwicklung des PK-Index der CS im dritten Quartal gleicht einer Achterbahnfahrt. Nach einem fulminanten Start ins Quartal mit einem Indexplus von 1,87% im Juli, büsste er im August (-2,21%) und im September (-0,93%) deutlich an Wert ein. Den grössten Anteil am Rückgang hatte wie bereits im zweiten Quartal die Anlageklasse Aktien Ausland mit -1,03%.

Zudem trugen auch die Liquidität (-0,40%) und die Aktien Schweiz (-0,34%) zur negativen Performance bei. Der Rückgang bei der Liquidität führt die CS insbesondere auf die Abwertung des Schweizer Frankens gegenüber den Hauptwährungen und den damit verbundenen Absicherungsprogrammen zurück.

Positiv entwickelten sich im Berichtsquartal etwa die Anlageklassen Obligationen Fremdwährungen mit 0,22%, die Schweizerfrankenobligationen mit 0,12% und die Immobilien mit 0,11%, während sich die Alternativen Anlagen mit -0,01% und die Hypotheken 0,02% nur leicht verändert haben.

Der Indexstand der BVG-Mindestverzinsung, die aktuell bei 1,75% p.a. liegt, stieg im Berichtsquartal um 0,64 Punkte beziehungsweise 0,43% auf den Stand von 148,09 Zähler. Somit liegt der PK-Index der CS im Berichtsquartal mit 1,75% unter der BVG-Vorgabe.

Annualisiert (seit 01.01.2000) beträgt die Rendite auf Basis des CS-Index bei 2,61%, während sich jene auf Basis der BVG-Mindestverzinsung auf 2,52% beläuft.

mk/cp

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

20.04.2015 22:01
Bild des Benutzers Namor
Offline
Kommentare: 35
Bedienungsladen

Sehen wir mal in die Vergangenheit und nehmen wir einmal den Trick damals von der ABB Management. Nach dem Abgang der zwei Nordländischen Spitzenmanager, die ein Scherbenhaufen hinterlassen haben wurden ihnen noch über 350'000'000.-- CHF aus der ABB-Pensionskasse ausbezahlt. Heute kann man die angenommene Abzockerabstimmung umgehen, in dem man für das Management eine eigene Pensionskasse mit höherer Verzinsung aber mit Verrechnung mit der normalen Pensionskasse konstruieren kann statt dauernd höhere Vergütungen zu bezahlen. Man sagt ja auch heute Vergütungen statt Leistungslohn oder Lohn. Meiner Meinung nach sollte ein Maximum von 8000.-- im Monat in den Pensionskassen eingeführt werden wie das Maximum in der AHV aber die Beitragspflicht beibehalten werden. Das ist ein sozialer Schritt und gleicht die ungeheueren Saläre in den sogenannten Spitzenmanagements gegen die Mehrwert schaffenden Arbeiter in den unteren Chargen aus. Meint man, dass das Management alleine für ein Betrieb einen Mehrwert erbringt, so sollten doch die produktiven Arbeitenden der Arbeit fern bleiben und das Mehrwert erbringen beobachten. Halt, mit arbeiten wurde noch nie jemand reich, oder? Handwerk hat goldenen Boden ist eine Fantasie. Wie können die Banken Milliarden Gewinne mit einem Bruchteil der Gelder von Pensionskassen erzielen und die Pensionskassen kämpfen mit Unterdeckung oder Einbrüchen. Herr Christen (Analyst von der CS) hat 2014 im Cash erwähnt, dass 14 Milliarden mehr einbezahlt als ausbezahlt wird in den Pensionskassen. Wo ist dieses Geld? Wo ist oder sind die Aufsichtorgane? Auch die AHV hat über 1'8 Milliarden im Jahre 2014 Überschuss erwirtschaftet. Umlagerungsverfahren bei der AHV? Wo sind die Milliarden der letzten Jahren, Jahrzenten? Eine Studie hat ergeben, dass die Alterung bei den Frauen zum Stillstand gekommen ist und beim Mann einen Rückgang von 4-5 Monaten erkannt wurde. Wer und woher kommt die Behauptung einer immer älter wertenden Bevölkerung? Vielleicht sollte man auch mal die ausbezahlten Gelder im Inland und Ausland überprüfen und man wird feststellen, dass wie in Griechenland schon vor 10 Jahren verstorbene Rente beziehen oder bezogen. Da wird man staunen, dass man locker 100 Jahre und mehr werden kann. Ist eine Vermutung.

20.04.2015 11:40
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9496

Pensionskassen-Reserven bleiben im ersten Quartal stabil

20.04.2015 09:13

Zürich (awp) - Die Schweizer Pensionskassen haben den im Januar erfolgten Einbruch aufgrund der Aufhebung der Euro-Untergrenze durch die SNB gut verdaut. Die Wertschwankungsreserven der privatrechtlichen Pensionskassen blieben praktisch auf dem Niveau des Vorquartals, die der öffentlich-rechtlichen Kassen ging leicht zurück, wie der Fondsspezialist Swisscanto am Montag mitteilte.

Bei den im "Pensionskassen-Monitor" erfassten privatrechtlichen Pensionskassen stieg der vermögensgewichtete Deckungsgrad im ersten Quartal um 0,4 Prozentpunkte auf 116,3% an. Der Deckungsgrad der öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung nahm hingegen um 0,4 Punkte auf 105,8% ab.

Die erfassten öffentlich-rechtlichen Kassen mit Staatsgarantie, bei welchen eine Teilkapitalisierung von 80% zulässig ist, weisen einen Anstieg des Deckungsgrades um 0,2 Prozentpunkte auf 78,1% aus. Per Ende März befinden sich den Hochrechnungen zufolge 21% (VQ 18%) der öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung in Unterdeckung.

Die nach der Struktur des Vermögens (Asset Allocation) errechnete Performance ergibt für die erfassten Vorsorgeeinrichtungen für den Zeitraum 1. Januar 2014 bis 31. März 2015 eine geschätzte vermögensgewichtete Rendite von 9,3%. Die geschätzte Rendite für das erste Quartal beträgt 1% bis 1,5%.

Grundlage für die aktuellen Schätzungen im "Pensionskassen Monitor" per Ende März 2015 bilden die Ende 2014 gemachten Angaben von 370 Vorsorgeeinrichtungen. Die Schätzungen sind dabei Hochrechnungen aufgrund der Marktentwicklungen und der von den Umfrageteilnehmern zu Beginn des Jahres 2014 gewählten Anlagestrategie. Die Einrichtungen verwalten zusammen insgesamt ein Vermögen von 506 Mrd CHF.

yr/ra

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

09.03.2015 09:57
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
«Das ist eine total verkehrte Welt»

 

Finanzierungslücken in der Vorsorge

Die langfristig grössten Auswirkungen haben die Negativzinsen jedoch auf das Schweizer Vorsorgesystem, wobei gleich alle drei Säulen betroffen sind. Bereits heute beträgt zum Beispiel bei der AHV die Lücke zwischen den Leistungsversprechen und dem vorhanden Kapital über eine Billion Franken. Dem zu Grunde liegt allerdings die Annahme, dass das Kapital mit real zwei Prozent verzinst wird.

Nur schon bei einem Absinken auf 1,5 Prozent wächst laut UBS die Lücke auf 1,4 Billionen Franken. Ähnliche umfangreiche Deckungslücken ergeben sich laut der Studie auch bei den Pensionskassen.

Ganzer Beitrag http://www.20min.ch/finance/news/story/-Das-ist-eine-total-verkehrte-Wel...

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

06.03.2015 14:47
Bild des Benutzers Fine-Tuner
Offline
Kommentare: 143

Selector hat am 04.03.2015 - 13:19 folgendes geschrieben:

 

Diese Woche hörte ich in einer unserer Nachrichten-Wirtschaftssendungen auf SF1/TV, dass bei den 'SMI-Spitzenreitern' Nestlé, Novartis und Roche 90% der Angestellten vorzeitig pensioniert würden (abserviert). Hat noch jemand zugehört? ist dies tatsächlich so?


Es wäre interessant zu wissen.

....ich weiss nicht genau worauf du hinaus willst, ..wahrscheinlich wird denen der Abgang derart versüsst, dass sie nicht wiederstehen können (?)...Allenfalls bist Du der Ansicht, dass dieses Geld eigentlich den Aktionären gehört und nicht den Angestellten?....

Fine-Tuner

04.03.2015 13:19
Bild des Benutzers Selector
Offline
Kommentare: 284

Diese Woche hörte ich in einer unserer Nachrichten-Wirtschaftssendungen auf SF1/TV, dass bei den 'SMI-Spitzenreitern' Nestlé, Novartis und Roche 90% der Angestellten vorzeitig pensioniert würden (abserviert). Hat noch jemand zugehört? ist dies tatsächlich so?


Es wäre interessant zu wissen.

03.03.2015 08:52
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
Konsum treibt Schweizer Wirtschaft an

Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Bruttoinlandprodukt leicht zulegen. Es betrug 2014 exakt zwei Prozent.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Konsum-treibt-Schweizer-Wirtschaf...

 

Und die Pensionskassengelder sorgen dafür, dass bis ins hohe Alter konsumiert & vor allem gereist werden kann, sofern das Geld nicht fürs Pflegeheim drauf geht. Dann landet das Geld einfach nur in anderen Händen.

 

 

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

02.03.2015 13:54
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715

China hat meines Wissens noch keine vergleichbare Vorsorge.

Mal schauen, wie sich das in den nächsten Jahren dort auswirkt.

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

02.03.2015 13:43
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
Und täglich grüsst das Murmeltier

Typischerweise sind das die reichsten 10 Prozent der Haushalte, die gut einen Drittel der Markteinkommen kassieren, aber "nur" etwa die Hälfe davon konsumieren. Mit diesem "Verzicht" drücken sie den Konsum ingesamt, bremsen so die Investitonen (wo nicht konsumiert wird, wird auch nicht investiert) und verursachen so enorme Sparüberschüsse.

Simplifizierung nennt sich das.

Shared-Economy ist bei einigen noch nicht in den Köpfen angekommen

Wie schon mehrfach festgestellt wurde: Es gibt keine ewiges Wachstum und die Märkte in den Industrieländern sind gesättigt. Das Bevölkerungswachstum kommt zum Stillstand und wird langfristig schrumpfen. Es ist dann unerheblich, wieviel Geld herum liegt.

Auf der anderen Seite erwartet man von den alten Menschen, dass sie selber für die Folgen der Überalterung aufkommen. Womit, wenn nicht mit der Vorsorge?

 

Gespartes Geld wurde im Mittelalter genau so verflucht wie der Zins (Wucher). Eben weil nicht konsumiert wurde. Wir können das Ganze auch Scharia-Konform machen, wenn einem das mehr behagt. Aber dann jammern die gleichen Ketzerer wieder über Islamisierung des Abendlandes.

 

Noch bis vor wenigen Jahren wurde Gold gepriesen, weil die Inflation vor der Türe steht. Dabei hätte ein Blick nach Japan genügt. Japan sei ein Sonderfall, hiess es immer wieder. Weil eine Insel. Trotzdem sollten die Waren von A nach B fliessen, bis die Preise gleich werden.

Was nicht passt, wird passend gemacht. Auch wenn es noch so realitätsfremd ist.

 

 

 

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

02.03.2015 13:05
Bild des Benutzers Fine-Tuner
Offline
Kommentare: 143
Der 36'000 Milliarden US-Dollar Schildbürgerstreich

Empfehlenswerter Artikel in der Kolumne von Werner Vontobel unter cash.ch (Jetzt jammern sie wieder) mit provokativen Aussagen u.a.

"Gemäss der Global Pension Assets Study 2015 von Towers Watson liegen allein in den Vorsorgesystemen der 16 wichtigsten Länder Ersparnisse im Marktwert von 36'000 Milliarden US-Dollar. Volkswirtschaftlich gesehen sind diese 36'000 Milliarden ein Schildbürgerstreich."

oder

"Erstens sind nicht die Zentralbanken an den tiefen Zinsen schuld, sondern die Sparer. Typischerweise sind das die reichsten 10 Prozent der Haushalte, die gut einen Drittel der Markteinkommen kassieren, aber "nur" etwa die Hälfe davon konsumieren."

 

Ich mag es, wenn jemand die Ursachen eines Übels benennt und nicht nur die Symptomen beschreibt.

Fine-Tuner

15.01.2015 10:13
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9496

Pensionskassen: Über 2,7 Milliarden Franken warten auf Besitzer

15.01.2015 10:06



Bern (awp/sda) - Auf fast 600'000 Konten liegen ehemalige Pensionskassengelder, von denen die Besitzer nichts wissen. Über 2,7 Mrd CHF "vergessene" Freizügigkeitsleistungen verwaltete die Auffangeinrichtung im letzten Jahr - so viel wie noch nie.

Meist gehen die Gelder bei einem Stellenwechsel oder Arbeitsunterbruch vergessen, sagt Max Meili, Geschäftsleiter der Stiftung Auffangeinrichtung BVG, gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Dann liegt es nämlich am Arbeitnehmer zu entscheiden, ob die angesammelten Gelder von der Pensionskasse des alten Arbeitgebers in jene des neuen oder an eine andere Einrichtung transferiert werden sollen. Tut er dies nicht, landet das Geld spätestens zwei Jahre nach dem Austritt bei der Auffangeinrichtung.

Diese nimmt, wenn möglich, Kontakt mit dem Kontoinhaber auf. Hat dieser aber neben der Stelle auch noch die Adresse gewechselt, wird es schwierig. Die Auffangeinrichtung verwaltet das Geld, bis eine entsprechende Anfrage eingeht.

VON 10 RAPPEN BIS 4500 FRANKEN

Dank einer besseren, systematischen Datenerfassung können immer mehr Konteninhaber ausfindig gemacht werden, sagt Meili. Mittlerweile kann bei 34% der insgesamt gut 900'000 Konten bei der Auffangeinrichtung der Besitzer kontaktiert werden, 62% des verwalteten Kapitals gelten als "zustellbar".

Trotzdem nimmt, in absoluten Zahlen, auch die Menge der unzustellbaren Konten zu. 599'212 waren es im letzten Jahr, fünf Jahre zuvor erst 426'303. Mittlerweile werden über 2,7 Mrd CHF "unzustellbares Kapital" verwaltet, gut eine Milliarde mehr als noch 2009.

In der Regel sind es eher kleine Pensionskassenguthaben, die vergessen gehen und bei der Auffangeinrichtung landen. Auf einigen Konten liegen gerade einmal 10 Rappen, im Schnitt sind es 4500 Franken.

GELD BEI DER AUSREISE VERGESSEN

Ein wichtiger Grund für die Zunahme der Anzahl vergessener Konten sei die Globalisierung, sagt Meili. Erstens verbringen immer mehr Schweizer eine gewisse Zeit im Ausland, sei es für die Arbeit oder für eine Auszeit. Diese Leute vergessen dann, dass sie die angesammelten Pensionskassengelder in der Schweiz von der Kasse des alten Arbeitgebers an eine neue Vorsorgeeinrichtung überführen müssten.

Zweitens arbeiten aber auch immer mehr Ausländer in der Schweiz. Viele kennen das System der zweiten Säule nicht und lassen bei der Rückkehr in die Heimat das Geld in der Schweiz zurück. Eine weitere Erklärung sei, sagt Meili, dass die Leute heute häufiger umziehen als früher und so schwieriger auffindbar sind.

33'000 ANFRAGEN LETZTES JAHR

Wer vermutet, er habe "vergessene Pensionskassengelder", kann über die Zentralstelle 2. Säule eine Anfrage starten. Allein im letzten Jahr sind dort rund 33'000 Anfragen eingegangen - deutlich mehr als noch vor einigen Jahren, wie die Zentralstelle auf Anfrage mitteilt. Gründe für die Zunahme seien Medienberichte zum Thema, aber auch Behörden, die etwa bei Ergänzungsleistung- oder Sozialhilfebezügern genauer nachfragten.

Eine Anfrage lohnt sich häufig. In 42% der Fälle werden ein oder mehrere Konten entdeckt. Letztes Jahr konnte die Auffangeinrichtung eine Rekordsumme von 940 Mio CHF ausbezahlen beziehungsweise an eine neue Pensionskasse überweisen. Darin eingerechnet sind allerdings auch Gelder von Personen, die über ihr Konto informiert waren, dieses aber aus irgendeinem Grund noch nicht transferiert hatten.

ANSPRUCH VERFÄLLT AM 100. GEBURTSTAG

Doch selbst wer von sich aus nicht aktiv wird, hat mit Erreichen des ordentlichen Pensionierungsalters gute Chancen, entdeckt zu werden. Bei weiterhin bestehenden Guthaben vergleicht die Zentralstelle dann die Kontodaten mit den Daten der AHV-Ausgleichskassen. Selbst Angaben aus dem nahen Ausland werden teilweise einbezogen. "Da die meisten auf irgend eine Weise Altersleistungen beziehen, werden auf diesem Weg viele Leute gefunden", sagt Meili.

Erste wenn eine Person bis zu ihrem 100. Geburtstag nicht ausfindig gemacht werden kann, verfällt ihr Anspruch. Dann fliessen die Gelder in einen allgemeinen Topf des Sicherheitsfonds der Zentralstelle, der am Ende allen Versicherten zu Gute kommt.

tp

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

27.10.2014 13:08
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Kommentare: 9496

Travail.Suisse kritisiert Gewinne mit der zweiten Säule

27.10.2014 10:58



Bern (awp/sda) - Der Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse kritisiert einmal mehr die Millionengewinne der Lebensversicherer mit dem Geschäft der zweiten Säule. Allein im letzten Jahr schöpften die Versicherer aus der beruflichen Vorsorge 678 Mio CHF an Gewinnen ab.

Seit 2005 hätten die Lebensversicherer mehr als 4 Mrd CHF Gewinn aus der zweiten Säule abgeführt, sagte Martin Flügel, Präsident von Travail.Suisse, gemäss Redetext am Montag vor den Medien in Bern. "Das sind pro Jahr 600 bis 700 Mio CHF, die nicht für die Finanzierung der Renten zur Verfügung stehen."

Der Verband fordert seit Jahren eine Beschränkung der Gewinne der Lebensversicherer. Im Visier haben die Gewerkschafter vor allem die 2005 eingeführte sogenannte "Legal Quote". Diese legt fest, dass die Versicherungsgesellschaften maximal 10% der Überschüsse als Gewinn behalten dürfen.

GEWINNBESCHRÄNKUNG FÜR LEBENSVERSICHERER

"Diese hohen Gewinne gehen auf Kosten der versicherten Arbeitnehmenden, die zu hohe Prämien bezahlen und nur ungenügend an den Überschüssen beteiligt werden", sagte Matthias Kuert, Leiter Sozialpolitik bei Travail.Suisse, gemäss Redetext.

Die Gewerkschafter fordern seit Jahren, dass statt wie heute 90 mindestens 95% des Ertrages den Versicherten erstattet werden müssen. "Eine Sozialversicherung ist schliesslich nicht dazu da, einer ganzen Branche zu garantierten Gewinnen von jährlich mehreren Hundert Millionen Franken zu verhelfen", sagte Flügel.

Auch der Bundesrat will die Legal Quote anpassen: Im Rahmen der "Altersvorsorge 2020" schlägt er gegen den Willen der Versicherungsbranche vor, die Mindestquote für die Überschussverteilung auf 94% zu erhöhen.

Für Flügel ist klar, dass die Versicherer mit einer Beschränkung ihrer Gewinne im Sinne einer Opfersymmetrie einen Beitrag zur langfristigen finanziellen Sicherheit der beruflichen Vorsorge leisten müssen. Die Arbeitnehmenden bezahlen die Reform ihrerseits mit einem tieferen Umwandlungssatz und höheren Beiträgen.

TIEFERE RISIKOPRÄMIEN

Die Kritik des Gewerkschaftsdachverbandes endet nicht bei der Mindestquote. Er prangert jährlich auch die Prämien für Invalidität und Tod an, die so genannten Risikoprämien. Diese seien viel zu hoch und überstiegen die ausbezahlten Leistungen bei weitem.

Ein beträchtlicher Teil der Gewinne der Lebensversicherer resultierten aus diesen Prämien. "Wir erwarten vom Bundesrat, dass er die Risikoprämien auf maximal 120% der ausgerichteten Leistungen beschränkt", sagte Flügel weiter. Nur mit diesen beiden Massnahmen - tieferen Risikoprämien und einer höheren Mindestquote - schaffe der Bundesrat Akzeptanz für die Altersreform 2020.

(AWP)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

17.09.2014 08:40
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
Aus dem kurzen Leben einer Pensionskasse

Die St. Galler Vorsorgestiftung Fortius muss liquidiert werden. 4000 Versicherte sind betroffen.

Teils grotesk überrissene Preise

Das Konstrukt Fortius war von Anfang an dem Untergang geweiht. Die beiden Gründer hatten es auf die Gelder ihrer Kunden abgesehen. Sie finanzierten sich damit teure Autos und zweigten Gelder über ein Firmengeflecht ab, um damit an verschiedenen Orten in der Schweiz unter Verletzung von BVG-Vorschriften Immobilien zu teils grotesk überrissenen Preisen zu kaufen.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Aus-de...

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

10.07.2014 12:26
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
Schweizer Pensionskassenindex steigt stark an

Der Schweizer Pensionskassenindex der Credit Suisse hat im zweiten Quartal 2014 deutlich zugelegt.

Der Schweizer Pensionskassenindex der Credit Suisse (CS) hat im zweiten Quartal 2014 deutlich zugelegt. Im Berichtsquartal nahm der Index um 3,21 Punkte oder 2,24 Prozent zu und lag per Ende Juni bei 147,01 Punkten (Basis Anfang 2000 = 100). Der April habe mit 0,72 Prozent und insbesondere der Mai mit 1,28 Prozent zum guten Abschneiden beigetragen, teilt die CS am Donnerstag mit. Im Juni habe sich mit 0,23 Prozent eine leichte Konsolidierung abgezeichnet.

Verglichen mit dem Vorquartal habe sich der Index nochmals verbessert. Ein noch deutlicher Unterschied zeichnet sich aber gegenüber dem Vorjahresquartal ab, als der Index um 0,98 Prozent zurückging.

Die BVG-Mindestverzinsung (aktuell 1,75 Prozent p.a.) legte im Berichtsquartal um 0,63 Punkte oder 0,43 Prozent auf den Stand von 144,91 Punkte zu (Basis Anfang 2000 = 100). Die Rendite des Pensionskassen Index liegt damit gemäss Mitteilung im zweiten Quartal 2014 um 1,80 Prozent über der BVG-Vorgabe.

Die annualisierte Rendite des Pensionskassen-Index (seit 01.01.2000) betrage per Quartalsende 2,69 Prozent. Demgegenüber belaufe sich die annualisierte BVG-Mindestverzinsung auf 2,59 Prozent, heisst es weiter.

Die Berechnung des CS-Pensionskassen Index basiert auf den erzielten Renditen von schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen (vor Abzug der Verwaltungskosten), deren Vermögenswerte bei der Credit Suisse im Rahmen eines Global Custody verwahrt werden. Die Vermögensverwaltung bzw. Beratung hingegen erfolgt durch die Pensionskassen selber oder durch Dritte. Auf die Performance der jeweiligen Vorsorgeeinrichtungen hat die Credit Suisse in der Rolle als Global Custodian keinen Einfluss.

http://www.cash.ch/news/top_news/schweizer_pensionskassenindex_steigt_st...

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

08.04.2014 09:38
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
Axa Winterthur senkt die Umwandlungssätze

Die Axa Winterthur nimmt an ihrem BVG-Vorsorgemodell, wie sie es überwiegend Schweizer KMU-Kunden anbietet, auf Anfang 2015 Anpassungen vor. Während im Obligatorium der beruflichen Vorsorge bis auf weiteres ein (übersetzter) Rentenumwandlungssatz von 6,8% gesetzlich vorgegeben ist, trägt der Lebensversicherer der steigenden Lebenserwartung und den hartnäckig niedrigen Zinsen mit einer Senkung im Überobligatorium Rechnung.

Renten korrekt rechnen

Für Männer gilt in der Vollversicherung von Axa Winterthur neu ein garantierter Umwandlungssatz von 5,604%, nach bisher 5,835%; für Frauen wird der Satz, ebenfalls auf Anfang 2015 von 5,574% auf 5,480% heruntergesetzt. Die Axa Winterthur rechnet vor, dass für einen Versicherten mit 300 000 Fr. Altersguthaben im obligatorischen und 200 000 Fr. im überobligatorischen Teil der zweiten Säule die künftige Altersrente um 39 Fr. je Monat niedriger ausfällt; für einen Neurentner würden damit unverändert 1700 Fr. im Obligatorium und 934 Fr. (bisher: Fr. 972.50) im Überobligatorium gezahlt. Thomas Gerber, der das Leben-Geschäft der Axa Winterthur führt, weist darauf hin, dass bei den geltenden Umwandlungssätzen Kapital wiederkehrend von aktiv Versicherten zu Rentnern umverteilt wird. Diese Differenz werde im geltenden Modell aus Anlageerträgen und/oder der Risikoprämie ausgeglichen.

Allein bei Axa Winterthur – sie hält unter den Lebensversicherern im BVG-Geschäft einen Marktanteil von rund einem Drittel – würden auf diese Weise jährlich Geldbeträge von mehr als 300 Mio. Fr. umverteilt. Ein solcher Geldtransfer ist im BVG, das im Kapitaldeckungsverfahren organisiert ist, vom Wesen her systemwidrig. Dem soll ab 2015 Einhalt geboten werden, wenn auch nicht in vollem Umfang. Würden die Zinsen steigen, würde sich die Situation aber rasch anders darstellen. Axa Winterthur weist noch darauf hin, dass Altersguthaben in der obligatorischen Vorsorge, Kapitalbezüge wie auch laufende Renten von den niedrigeren Umwandlungssätzen nicht betroffen sind.

Signalwirkung für viele

Wenn mit Axa Winterthur einer der beiden führenden Lebensversicherer mit der Senkung der Rentenumwandlungssätze nun gleichsam den Sprung ins kalte Wasser macht, wird sie vermutlich nicht lange allein bleiben. Im Prinzip spiegeln die neuen Sätze eine durch die Lebenserwartung und die Kapitalmarktzinsen vorgegebene Realität. Dieser trottet die Politik bekanntlich mit einem gesetzlichen BVG-Mindest-Rentenumwandlungssatz von 6,8% meilenweit hinterher, was Sozialminister Alain Berset mit dem Projekt «Altersvorsorge 2020» auch klargemacht hat.

Im Jahr 2003 sorgte dieselbe Versicherung, die nun vorangeht, mit der Lancierung des «Winterthur-Modells» für Furore. Damals wurden die Sätze auf ein Leistungsniveau gesenkt, wie es nun zwölf Jahre durchgehalten wurde. In der Zwischenzeit haben die Wahlmöglichkeiten für die Kundschaft zugenommen. Die Axa Winterthur bietet vermehrt teilautonome BVG-Lösungen an, bei denen das Anlagerisiko ganz oder teilweise vom Kunden getragen wird.

http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschafts-und-finanzportal/axa-winterthur...

 

Gut habe ich kein BVG. Hatte mir schon ein öfters einen Einkauf überlegt.

 

 

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

05.04.2014 16:06
Bild des Benutzers weico
Offline
Kommentare: 1210

Fine-Tuner hat am 05.04.2014 - 15:43 folgendes geschrieben:

....eine typische Hab-Nichts-Anderes-Zu-Tun-Studie. Viele dieser Verpflichtungen kommen gar nie zum Zug, weil zB die Leute sterben, oder die Verpflichtungen erreichen gar nie ihr Maximum ZB Vorbezug etc.

Diese Vorsorge-Panikmache nervt.

...wenigstens haben all die "ich -hab-so-Angst-vor-der-Zukunft"-Idioten wenigstens wieder eine Studie/Problemchen mehr, über dass sie sich Sorgen machen dürfen.  ROFL :bye:

 

weico

 

 

05.04.2014 15:43
Bild des Benutzers Fine-Tuner
Offline
Kommentare: 143

Elias hat am 05.04.2014 - 15:17 folgendes geschrieben:

UBS prophezeit baldigen AHV-Kollaps

 

................................

Wird nun diese implizite Staatsschuld mit der aktuellen Staatsverschuldung der Schweiz von 35,5 Prozent des BIP (im Jahr 2011) zusammengenommen, beläuft sich die eigentliche Staatsverschuldung der Schweiz gemäss der Studie auf 202,9 Prozent des BIP. Dies entspricht fast 1,2 Billionen Franken

http://www.20min.ch/finance/news/story/31259006

 

 

 

Was immer noch Weltklasse ist....im Vergleich zu allen anderen Nationen....würde man deren Schuld gleichermassen bemessen. M.E. macht es wenig Sinn, alle Verpflichtungen auf über 20 Jahre zu kapitalisieren....eine typische Hab-Nichts-Anderes-Zu-Tun-Studie. Viele dieser Verpflichtungen kommen gar nie zum Zug, weil zB die Leute sterben, oder die Verpflichtungen erreichen gar nie ihr Maximum ZB Vorbezug etc.

Diese Vorsorge-Panikmache nervt. Das Problem sind nicht unsere Vorsorgesysteme an sich, die sind sehr gut. Das Problem ist, dass diese Vorsorgekassen für immer neue Leistungen aufkommen müssen.

So müsste es längst eine Pflegeversicherung geben. Selbstverständlich ist dies nicht gratis und kostet das eine oder andere Lohn- bzw. MWST-prozent. Aber letzlich ist auch das nur ein Pflästerli mehr......

Wer sich wirklich für neue Konzepte des gesellschaftlichen Ausgleichs interessiert, sollte sich die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens ansehen....

Fine-Tuner

 

05.04.2014 15:17
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
Auch bei der Pensionskasse gebe es eine Unterdeckung.

UBS prophezeit baldigen AHV-Kollaps

 

Die Ökonomen malen auch ein düsteres Bild für die berufliche Vorsorge sowie den Staatshaushalt: :roll:  Allein bei den öffentlichen-rechtlichen Pensionskassen gebe es eine Unterdeckung von rund 50 Milliarden Franken - die Rentenversprechen sind also nicht vollständig finanziert.

Staatsverschuldung von 200 Prozent des BIP

Weil die Bevölkerung altert, steigen auch die Ausgaben von Bund, Kantonen und Gemeinden, unter anderem wegen zunehmender Gesundheitskosten.

In der Studie wird die implizite Staatsschuld der Schweiz mit 167,4 Prozent des BIP angegeben. Diese Zahl umfasst alle Leistungsversprechen - beispielsweise für Krankenkassen und die AHV -, die nicht durch Einnahmen gedeckt sind.

Wird nun diese implizite Staatsschuld mit der aktuellen Staatsverschuldung der Schweiz von 35,5 Prozent des BIP (im Jahr 2011) zusammengenommen, beläuft sich die eigentliche Staatsverschuldung der Schweiz gemäss der Studie auf 202,9 Prozent des BIP. SadDies entspricht fast 1,2 Billionen Franken

http://www.20min.ch/finance/news/story/31259006

 

 

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

05.04.2014 15:12
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
140 Millionen Schaden für Pensionskassen

Die Strafuntersuchungen bei der Stiftung Hypotheka haben sich erheblich ausgeweitet. Zwei Personen sitzen seit Februar in U-Haft. Der mutmassliche Betrug funktionierte mit einem Schneeballsystem.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/geld/140-Millionen-Schaden-fuer-P...

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

03.01.2014 09:11
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 5715
Altersguthaben in Höhe von 6,3 Milliarden vergessen

Über eine Million Schweizer haben Vermögen in der zweiten Säule – ohne es zu wissen. Das angesparte Guthaben kann etwa bei einem Stellenwechsel verloren gehen – aber nicht nur.

Über eine Million Menschen in der Schweiz haben Vermögen ohne es zu wissen – und zwar in der zweiten Säule, wie das Nachrichtenmagazin «10vor10» gestern berichtete. In der Auffangeinrichtung der Pensionskassen liegen vergessene Altersguthaben von 6,3 Milliarden Franken, verteilt auf 850'000 kontaktlose Konten.

«Im Schnitt liegen auf jedem 7500 Franken. :roll: Es gibt aber einzelne Konten im Wert von über einer Million», sagte Max Meili, der Leiter der Einrichtung gegenüber «10vor10». Zu knapp 70 Prozent der Kontobesitzer habe man jeglichen Kontakt verloren.

Bei jedem Dritten in der Schweiz finde sich ein Betrag – nach dem immer selben Muster. «Es passiert mit Lebenseinschnitten wie Stellenwechsel, Scheidung, Auslandaufenthalt oder Babypause», erklärte er.

Zentralstelle hilft bei der Suche

Wird ein Arbeitsverhältnis aufgelöst, müsse der Arbeitnehmer sein Guthaben mitnehmen und in die Pensionskasse des neuen Arbeitgebers oder auf ein Freizügigkeitskonto einbezahlen. Geschieht dies nicht, müsse die Pensionskasse das vergessene Kapital innerhalb von zwei Jahren an die Auffangeinrichtung überweisen. Dort kontaktiere man dann den jeweiligen Besitzer – allerdings nicht immer mit Erfolg.

«Wenn die Leute zwei-, dreimal umgezogen sind, erhalten wir von den Gemeinden kaum noch Auskunft über die aktuelle Adresse». Gut die Hälfte des Geldes stamme zudem von Saisonniers, die die Schweiz bereits wieder verlassen haben. Bis die jeweiligen Besitzer 75 sind wartet das Guthaben in der Auffangeinrichtung, dann werden sie an den Sicherungsfonds überwiesen. Bei der Suche nach dem vergessenen Vermögen hilft die eigens eingerichtete Zentralstelle Zweite Säule.

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Altersguthaben-in-Hoehe-von...

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin