Raiffeisen

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25.08.2013 10:46
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Raiffeisen

 

Genossenschafter müssen Risiko nicht mehr decken

Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz fährt mit seiner Raiffeisen einen riskanten Kurs. Für allfälliges Scheitern standen bisher über 1,8 Millionen Genossenschafter gerade. Nun wird deren Nachschusspflicht gestrichen.

Die Schweizer Raiffeisen-Gruppe ist ein spezielles Konstrukt. Die Zentrale in St. Gallen mit deren bekanntem Chef Pierin Vincenz ist formell eine Tochter der über 300 Raiffeisenbanken im Land. Wie eine Pyramide, die auf dem Kopf steht, ist die Spitze des Verbunds unten und die Masse oben – ähnlich wie beispielsweise bei der Migros.

Aus dem Setup folgt eine weitere Eigenart. Ganz oben auf der umgekehrten Pyramide sitzen die Besitzer der vielen Raiffeisenbanken. Es sind dies die Genossenschafter. Sie halten Anteilsscheine in den Händen und stellen auf diese Weise der dritten Kraft von Swiss Banking das nötige Eigenkapital zur Verfügung. Mit dem Geld können Vincenz und seine Mitarbeiter draussen in den Dörfern und Städten Hypotheken vergeben und KMU-Kredite sprechen.

Migros Bank ist besser kapitalisiert

Insgesamt hat Raiffeisen 1,8 Millionen Genossenschafter. Diese zahlten im Schnitt 5'500 Franken ein. Damit kamen eigene Mittel von rund 10 Milliarden zusammen. Für eine Bank von der Grösse der Raiffeisen ist das soweit gut. In Relation zur Bilanzsumme, also dem Total aller Anlagen und Verpflichtungen, entspricht das Eigenkapital 6 Prozent, doppelt so viel wie bei der UBS und der CS, wo das Handelsgeschäft immer noch gross ist. Die Migros Bank ist mit gut 7 Prozent aber solider kapitalisiert als die Raiffeisen.

Riesige Nachschusspflicht erlaubte grosse Sprünge

Die Raiffeisen hat bisher einen grossen Trumpf in der Hinterhand gehabt. Die unzähligen Genossenschafter – immerhin praktisch jeder vierte Einwohner des Landes gehört zum «Club» – mussten im Fall eines Lochs in der Bilanz frisches Kapital einschiessen. Die sogenannte Nachschusspflicht ist einschneidender, als sich das manch ein Genossenschafter möglicherweise bewusst ist. Jeder Einzelne ist verpflichtet, einen Zuschuss «bis zum Betrag von 8'000 Franken zu leisten», sobald das heute einbezahlte Kapital nicht mehr vollständig gedeckt sei, hält Raiffeisen fest. Und: «Die Nachschusspflicht der Genossenschafter beträgt insgesamt 14,4 Milliarden Franken».

Damit liess es sich für Vincenz & Co. lange gut leben. Die Behörden betrachteten die Verpflichtung als praktisch gleichwertig wie das einbezahlte Eigenkapital. Die spezielle Erlaubnis ermöglichte es den Raiffeisenbanken, im Vergleich zur Konkurrenz mehr Geschäfte einzugehen. Allein die Verpflichtung der Genossenschafter, im Notfall nochmals einige Tausend Franken pro Kopf einzuschiessen, reichte aus, um noch mehr Hypotheken und noch mehr KMU-Kredite zu sprechen.

Fertig lustig

Erst 2012 nützte das viele versprochene, aber nicht einbezahlte Kapital nichts mehr. Die Aufsichtsbehörde in Bern hatte auf diesen Zeitpunkt hin die Regeln für die Raiffeisen- und die Kantonalbanken angepasst. Neu zählte für die Berechnung des benötigten Eigenkapitals nur noch das, was auch wirklich in der Kasse lag. Irgendwelche Verpflichtungen der Eigentümer, in der Krise Gelder nachzuschiessen, waren für die Berechnungen des Regulators nichts mehr Wert.

Das machte es für Vincenz einfach, die Nachschusspflicht der Genossenschafter, die ihm lange zupass gekommen war, jetzt abzuschaffen. Wie die Handelszeitung diese Woche berichtete, soll die Nachschusspflicht der 300 Banken des Verbunds nächstes Jahr beerdigt werden. Der Entscheid ist gefallen, zur Umsetzung braucht es noch formelle Beschlüsse der Generalversammlungen.

Für Vincenz bedeutet die Anpassung an die Spielregeln der übrigen Bankhäuser, dass er anderweitig Kapital beschaffen muss, wenn er weiter wachsen will. Bereits im April hat die Raiffeisen eine spezielle Anleihe im Markt platziert. Für das Geld, das zum Eigenkapital gerechnet wird, musste die Raiffeisen 3 Prozent Zins offerieren. Der Zins wird nach ein paar Jahren dem Markt angepasst. Was bisher gratis und franko war, hat nun einen Marktpreis.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Genossenschafter-muessen-Risiko-n...

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

26.10.2016 08:15
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Die Privatbank Notenstein will Profitabilität mit Massnahmenpaket steigern

Die zur Raiffeisen-Gruppe gehörende Privatbank Notenstein La Roche soll profitabler werden. Die Bank hat ein Massnahmenpaket angekündigt, das scharfe Kostensenkungen wie auch Ertragssteigerungen umfasst.

Struktur, Prozesse und Angebotserbringung würden überprüft, teilte das Institut am Mittwoch mit. Bis Anfang 2019 soll der Personalbestand auf rund 400 Personen von heute etwa 500 Personen reduziert werden.

Ziel auf der Kostenseite ist eine Reduktion um 20%, wie es in der Mitteilung heisst. Die Hälfte der Einsparungen erfolge bei den Sachkosten, die andere Hälfte bei den Personalkosten. Der Personalbestand werde entsprechend der organisatorischen Entwicklung des Bankhauses angepasst. Im Sommer 2017 will Notenstein La Roche ihre gesamte IT-Plattform erneuern und damit "einen grossen Schritt in Richtung Digitalisierung und Automatisierung" machen.

Gleichzeitig soll die Ertragsbasis um rund 15% gesteigert werden. Die Pfeiler seien dabei die Weiterentwicklung der bestehenden Angebotsstruktur sowie die Straffung von Prozessen und Reduktion von Komplexität. Zudem strebt das Institut eine "effizientere und noch stärker auf den Kunden ausgerichtete Beratung und stringentere Ergänzung des Raiffeisen-Angebots" an. So soll Notenstein La Roche ab Ende 2017 innerhalb der Raiffeisen-Gruppe die Verwaltung sämtlicher Vermögensverwaltungsmandate übernehmen.

Die Massnahmen sollen Anfang 2019 sollen vollumfänglich umgesetzt sein. Ziel ist es, dann ein Kosten-Ertrags-Verhältnis (Cost-Income- Ratio) von unter 70% zu erreichen.

(AWP)

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15.09.2016 13:11
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Raiffeisen und DZ Bank prüfen "mögliche Ansätze stärkerer Zusammenarbeit"
15.09.2016 10:35

Zürich (awp) - Raiffeisen Schweiz und die deutsche DZ BANK prüfen "mögliche Ansätze einer stärkeren Zusammenarbeit". Dies im Rahmen des "regelmässigen Austauschs", sagte eine Raiffeisen-Sprecherin auf AWP-Anfrage zu einen Bericht des Finanz-Blogs "Inside Paradeplatz", wonach die Raiffeisen-Tochter Notenstein vor einem Kauf der DZ Privatbank Schweiz steht.

In einem ersten Schritt hätten sich die Private-Banking-Tochterunternehmen Notenstein La Roche und DZ Privatbank darauf verständigt, Kooperationsmöglichkeiten zur Stärkung des Private Banking in den jeweiligen Heimatmärkten zu prüfen, so die Raiffeisen-Sprecherin weiter. Es sei eine entsprechende Absichtserklärung (Letter of Intent) durch die Vorstände/Geschäftsleitung und Vorsitzenden der Aufsichtsgremien beider Institute unterzeichnet worden. Die Gespräche würden allerdings "ergebnisoffen" geführt, heisst es.

"Auf Grundlage der gemeinsamen Wertesysteme bestehen Anknüpfungspunkte, um im herausfordernden Marktumfeld durch die Nutzung der länderspezifischen Leistungsfähigkeit, Vorteile für die genossenschaftlichen Bankengruppen und deren Kunden in Deutschland und der Schweiz zu generieren", so die Aussage.

"Inside Paradeplatz" hatte zuvor berichtet, dass Notenstein La Roche die DZ Privatbank kaufen will. "Dies passiere wohl in den nächsten Tagen", hiess es dort unter Berufung auf eine Quelle mit Verweis auf Insider. Gemäss dem Artikel verwaltet die Schweizer DZ-Tochter Vermögen in der Grössenordnung von 5 Mrd CHF.

ys/uh

(AWP)

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21.03.2016 13:31
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Raiffeisen will stark wachsen

Die Bank Raiffeisen strebt ein jährliches Wachstum von drei bis fünf Prozent an.

"Das ergibt ein Wachstum von rund 30% in den nächsten fünf Jahren", sagt Patrik Gisel, Chef der drittgrössten Schweizer Bankengruppe, in einem Interview von Montag gegenüber der Zeitung "L'Agefi". "Diese Zahl erscheint mir realistisch", sagte Gisel. Wachstum sei für Retailbanken eine Strategie von zentraler Bedeutung. Ohne Wachstum werden Banken "müde und sie verlieren ihre Marktposition". Am Beispiel verschiedener deutscher Regionalbanken verdeutlichte er, dass ansonsten grundlegende Probleme resultierten.

Gisel, der als Chef der Raiffeisen-Gruppe im vergangenen Oktober die Nachfolge von Pierin Vincenz angetreten hatte, zieht keine Akquisitionen jenseits der Schweizer Grenze in Betracht. "Wir sehen keinen Grund, warum wir uns im Ausland weiterentwickeln sollten." Die Raiffeisen-Gruppe sehe genügend Wachstumspotential in der Schweiz, so Gisel.

Gisel setzt auf KMU

Konsequent weiterentwickelt werden soll in der Schweiz das Kundensegment der KMU. Rund ein Drittel der schweizerischen Klein- und Mittelbetriebe peilt Raiffeisen als Kunden an.

"Wir werden unsere Geschäfte mit unseren 120'000 bestehenden Geschäftskunden vorantreiben", sagt Gisel. Zudem plane Raiffeisen rund 60'000 bis 70'000 Neukunden in diesem Segment zu gewinnen. Das Ziel sind demnach 200'000 KMU-Kunden.

Im vergangenen Geschäftsjahr hat die Sankt-Galler Banken-Gruppe einen Rekordgewinn von 808 Mio CHF erwirtschaftet, ein Plus von 6,4% im Vergleich zum Vorjahr. Die betreuten Kundengelder haben die Schwelle von 200 Mrd CHF überschritten.

(AWP)

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26.02.2016 08:20
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Raiffeisen erzielt 2015 Rekordgewinn von 808 Mio CHF
26.02.2016 07:00

St. Gallen (awp) - Die Raiffeisen-Gruppe hat 2015 Geschäftserfolg und Gruppengewinn gesteigert. Alle Ertragspositionen stiegen dabei deutlich an. Der weiteren Zukunft sieht die Bankengruppe allerdings mit "eher verhaltenen Erwartungen" entgegen.

Der Geschäftserfolg im Berichtsjahr stieg "trotz des anspruchsvollen Marktumfeldes" um 5,9% auf 943 Mio CHF. Diese Steigerung zeige "eindrücklich, dass die Gruppe aus operativer Leistung stark zugelegt" habe, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Unter dem Strich verblieb ein Rekord-Gruppengewinn von 808 Mio CHF, was einem Plus von 6,4% entspricht. Positiv habe sich dabei der Gewinn von 62 Mio CHF aus dem Verkauf eines kleinen Teils der Leonteq-Beteiligung ausgewirkt. Im Vorjahr waren derweil 44 Mio Gewinn aus dem Verkauf der Vontobel-Beteiligung verbucht worden.

Konzernchef Patrik Gisel zeigt sich in der Mitteilung zufrieden: "2015 war ein sehr erfolgreiches Jahr für Raiffeisen. In den letzten Jahren haben wir uns von einer Retailbank zu einem breit diversifizierten Finanzdienstleister entwickelt."

Zum Ertragswachstum beigetragen haben den Angaben zufolge das Zinsgeschäft mit plus 41 Mio CHF, das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mit plus 34 Mio CHF, der Handelserfolg mit plus 52 Mio sowie der übrige Erfolg mit plus 60 Mio CHF. "Ausgesprochen erfreulich" habe sich das Hypothekargeschäft entwickelt. Mit einem Zuwachs von 7,9 Mrd bzw. 5,2% auf 159 Mrd CHF halte Raiffeisen nun einen Marktanteil von 16,9% des hiesigen Marktes.

Die verwalteten Kundenvermögen (AuM) stiegen um 5,3% auf 207 Mrd CHF per Ende 2015. Der Neugeldzufluss betrug dabei 14,4 Mrd, wovon 6 Mrd aus der Übernahme der La Roche Privatbank stammen.

Vorsichtig zeigt sich Gruppe für das laufende Jahr. Man gehe "mit eher verhaltenen Erwartungen" in die Zukunft, heisst es. Der Schweiz drohe erneut eine schleppende Konjunkturentwicklung, da der Frankenschock weiterhin nachwirke. Das Augenmerk von Raiffeisen liege dabei "auf langfristiger Stabilität und einer nachhaltigen Kreditvergabepraxis".

uh/mk

(AWP)

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10.02.2016 08:35
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Raiffeisen und Vontobel setzten Zusammenarbeit in Teilbereichen fort
09.02.2016 18:40

Zürich (awp) - Die Banken Raiffeisen und Vontobel werden auch nach Auslaufen ihres bestehenden Kooperationsvertrages im Juni 2017 weiter zusammenarbeiten. Vontobel bleibe in bestimmten Teilbereichen Partner von Raiffeisen. Der bestehende und bis Juni 2017 geltende Kooperations-Vertrag bleibe bis zum Vertragsende in Kraft.

Wie die Bank Vontobel am Dienstag mitteilt, betreffen die neuen Abmachungen die Zusammenarbeit in den Bereichen Anlageprodukte und Wertschriftenabwicklung und haben eine Laufzeit bis mindestens Ende 2020. So habe sich nach der Kündigung des Kooperationsvertrages und den schiedsgerichtlichen Auseinandersetzungen in Gesprächen gezeigt, dass eine Zusammenarbeit in verschiedenen Feldern für beide Partner weiterhin vorteilhaft sei.

ra

(AWP)

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10.02.2016 08:22
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Leonteq und Raiffeisen vertiefen Kooperation

Die auf strukturierte Produkte spezialisierte Leonteq und die Bankengruppe Raiffeisen Schweiz vertiefen ihre strategische Zusammenarbeit.

Die beiden Unternehmen hätten sich im Rahmen der bestehenden Kooperation zwischen Leonteq und Notenstein La Roche Privatbank sowie der 2015 vorangekündigten geplanten Partnerschaft mit Raiffeisen Schweiz für die Emission von strukturierten Anlageprodukten entschlossen, ihre Zusammenarbeit mit einer Vereinbarung über zehn Jahre weiter zu festigen, teilte Leonteq am Mittwoch mit.

Leonteq sei in diesem Zeitraum Hauptanbieter von Technologie und Dienstleistungen im Bereich Herstellung und Vertrieb von strukturierten Anlageprodukten. Leonteq werde Raiffeisen Schweiz und Notenstein La Roche Privatbank die Leistungen gegen eine Plattformgebühr erbringen. An ihrem offenen Plattform-Ansatz halte Leonteq fest, heisst es weiter.

Die ersten strukturierten Anlageprodukte von Raiffeisen Schweiz sollen im Lauf des Jahres 2016 erwartet werden. Die Raiffeisen-Tochter Notenstein ist mit einem Anteil von gut 25% die grösste Aktionärin von Leonteq.

Bereits gestern hatte Raiffeisen bekanntgegeben, die bis 2017 laufende Partnerschaft mit Vontobel in Teilbereichen des Asset Managements und des Wertschriftengeschäfts weiter zusammen zuarbeiten. Die neuen Abmachungen betreffen gemäss Mitteilung von Vontobel die Zusammenarbeit in den Bereichen Anlageprodukte und Wertschriftenabwicklung und haben eine Laufzeit bis mindestens Ende 2020.

(AWP)

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04.12.2015 16:54
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Raiffeisen und Avaloq vertiefen Partnerschaft
04.12.2015 14:13

Zürich (awp) - Die Raiffeisen-Gruppe vertieft ihre bereits bestehende Partnerschaft mit dem Fintech-Unternehmen Avaloq. Zu diesem Zweck erwirbt die drittgrösste Bankengruppe der Schweiz 10% der Avaloq-Aktien aus dem Eigenbestand der Gesellschaft, heisst es in einer Medienmitteilung vom Freitag.

Das Fintech-Unternehmen erweitere im Zuge seiner Wachstumsstrategie damit den Aktionärskreis um einen strategischen Partner und stärke seine Kapitalbasis. Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit 2007 zusammen und durch die Beteiligung solle diese Partnerschaft nochmals verfestigt werden.

Mit den Mitteln könne Avaloq in zwei aktuell anstehende Opportunitäten investieren sowie in weitere definierte Wachstumsfelder und Innovationen, heisst es.

hr/uh

(AWP)

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01.10.2015 14:19
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Hier spricht der neue Raiffeisen-CEO
 

Patrik Gisel hat heute seinen ersten offiziellen Arbeitstag als neuer Raiffeisen-CEO. Er sagt im cash-Video-Interview, dass die Crash-Ängste rund um den Schweizer Immobilienmarkt unbegründet sind.

Von Daniel Hügli

Der 53-Jährige Patrik Gisel trat heute Donnerstag gleich an seinem ersten offiziellen Arbeitstag vor die Medien in Zürich. Und er hatte eine klare Message: Der seit 20 Jahre anhaltende Boom am Schweizer Immobilienmarkt ist fundamental begründet und nicht von Spekulation getrieben. Es steht kein Crash bevor, sondern eine Art weiche Landung.

"Wir haben verschiedene Indikatoren aus den letzten 20 Jahren ausgewertet, so zum Beispiel die Erschwinglichkeit und Tragbarkeit von Wohneigentum. Da sehen wir keine Alarmsignale", sagt Gisel im cash-Video-Interview. Die Preisentwicklung basiere auf Faktoren, die nicht spekulativ seien. "Das ist der grosse Unterschied zu den Immobilen-Crashes in der Vergangenheit", so Gisel.

Trotzdem kann man am Markt für Schweizer Wohnimmobilien derzeit noch immer satte und anhaltende Preissteigerungen beobachten. Laut Gisel muss man aber die Segmente unterscheiden: "Im Hochpreissegment, welches in der Regel immer boomtreibend wirkt, haben wir bereits negative Vorzeichen." In den anderen Segmenten wüchsen die Preise zwar noch immer, und dies bis zu 2,5 Prozent. "Wir betrachten dieses Wachstum als vernünftig und gesund, es wird sich aber auch abschwächen in den nächsten Monaten und Semestern."

Gisel stützt sich mit seinen Aussagen auf eine von Raiffeisen erstellte Studie unter der Leitung von Chefökonom Martin Neff. Als Argument für eine weiche Landung des Schweizer Immobilienmarktes sprechen laut der Studie auch die Selbstregulierung der Banken mit verschärften Amortisationsvorschriften sowie geforderten 10 Prozent Eigenkapital.

SNB hat andere Sicht

Eine etwas andere Sicht als Raiffeisen vertritt die Schweizerische Nationalbank. Sie warnt immer wieder vor dem Gefahrenpotenzial auf den Schweizer Hypothekar- und Immobilienmärkten. Rendite suchende Investoren könnten die Preise für Wohnimmobilien weiter ansteigen lassen, schrieb die SNB etwa in ihrem Jahresbericht zur Finanzstabilität im Juni.

Das rekordtiefe Zinsumfeld biete auch Anreize für Banken, höhere Zins- und Kreditrisiken einzugehen, so die SNB weiter. Längere Laufzeiten und grössere Kreditvolumen könnten als Möglichkeiten erachtet werden, um Negativzinsen zu kompensieren und kurzfristige Gewinne zu stabilisieren. Doch damit stiege das Gefahrenpotenzial der Banken gegenüber Zinsschocks und Korrekturen auf den Hypothekar- und Immobilienmärkten, warnt die SNB.

Das sieht Gisel anders. Vor einem Zinsanstieg der Nationalbank, der auch schnell und in mehreren Schritten erfolgen könnte, hat Raiffeisen keine Angst. "Wir haben dieses Thema untersucht und sind überzeugt, dass ein Anstieg der Zinslandschaft auf 2,5 oder sogar 4 Prozent kein Problem wäre. Die Schweizer Banken berechnen heute die Tragbarkeiten immer mit 5 Prozent. Die Hypothekargewährung findet auf einem sehr sicheren Niveau statt", sagt Gisel im cash-Video-Interview.

Zinsschritt im 2016?

Mit seinen Aussagen schliesst sich Gisel den Ansichten seines Vorgängers Pierin Vincenz an. Bereits früher zerstreute Raiffeisen mehrere Male Ängste vor einer platzenden Immobilienblase. An die Adresse der SNB spricht Raiffeisen in der eigenen Immobilien-Studie von einem "Quäntchen Misstrauen" gegenüber den Banken und Kreditnehmern.

Raiffeisen rechnet damit, das die SNB die Leitzinsen erst immer Sommer 2016 wieder anheben könnte. Das setzt allerdings voraus, dass die US-Notenbank ihren Leitzins im Dezember ihrerseits erhöht und im März mit einem weiteren Zinsschritt nachlegen wird. "Daran habe ich allerdings je länger je mehr meine Zweifel", sagt Gisel. "Somit würde es mich auch nicht wundern, wenn sich auch 2016 nicht viel ändern würde an der Zinsfront".

Patrik Gisel war lange Jahre Stellvertreter von Vincenz. Letzterer übernimmt ab dem heutigen Donnerstag das Verwaltungsratspräsidium des Versicherers Helvetia.

CASH

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07.09.2015 08:32
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Vincenz: «Wegelin-Kauf war auch ein Risiko»

 

Pierin Vincenz blickt im grossen cash-Interview auf seine Zeit als Raiffeisen-CEO zurück. Und er sagt, was die Grundpfeiler seines Managementstils sind.

http://www.cash.ch/news/boersenticker/vincenz_wegelinkauf_war_auch_ein_r...

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17.06.2015 10:51
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Notenstein erwartet Gewinn-Verdreifachung
 

Die zur Raiffeisen-Gruppe gehörende Privatbank Notenstein erwartet im ersten Semester eine Verdreifachung des Bruttogewinns.

Die St. Galler Bank durchlaufe in diesem Jahr "tiefgreifende Veränderungen", sagte Notenstein-CEO Adrian Künzi in einem Interview mit der Zeitung "Le Temps" vom Mittwoch.

Für das erste Semester erwartet Künzi für Notenstein ein Kosten-Ertrags-Verhältnis von noch 80%, nachdem dieses 2014 noch bei 95% gelegen hatte. Die klare Verbesserung hängt mit tieferen Kosten wegen der Auslagerung des Asset Management zusammen. "In der Vermögensverwaltung sind die Aktiva - ohne La Roche - stabil geblieben und die Gewinnmarge ist gestiegen", so Künzi. Raiffeisen hatte im vergangenen Herbst mitgeteilt, die Asset Management-Aktivitäten der Gruppe in der neuen Tochtergesellschaft "Notenstein Asset Management" zu bündeln.

Geglückte Übernahme

Mit der im Februar bekanntgegebenen Übernahme der Basler Privatbank La Roche habe Notenstein seine Position deutlich verstärkt, gab sich Künzi überzeugt. So verfüge das Ostschweizer Institut nun über eine starke Stellung in der Nordwestschweiz. Der Notenstein-CEO gab sich zuversichtlich, dass alle La-Roche-Kunden zu Notenstein wechseln würden. Die Integration des Basler Instituts soll im Oktober abgeschlossen sein.

Eine weitere "Baustelle" bildet die Auslagerung der Notenstein-Informatik in die Raiffeisen Schweiz, die laut Künzi "auf Kurs" ist. Nach dem abgeschlossenen Umbau soll der Personalbestand von Notenstein noch rund 500 Personen betragen gegenüber 694 Mitarbeitenden per Ende 2014. Nach der Übernahme der Bank La Roche beläuft sich das von Notenstein verwaltete Vermögen auf 21 bis 22 Mrd CHF. Im Jahr 2014 hatte Notenstein einen Bruttogewinn von 6,9 Mio CHF erwirtschaftet.

(AWP)

 

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06.03.2015 08:09
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Pierin Vincenz wird Helvetia-Präsident
 

Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz wird Verwaltungsratspräsident der Versicherung Helvetia. Bei der Raiffeisen tritt er früher als geplant ab.

Vincenz gehört dem Verwaltungsrat der Helvetia bereits seit 2000 an. Der bisherige Verwaltungsratspräsident der Helvetia, Erich Walser, war Ende 2014 unerwartet verstorben. Seither hatte die Geschäfte des Verwaltungsrates interimistisch dessen Vizepräsidentin Doris Russi Schurter geleitet.

Nun soll Vincenz übernehmen: Der Verwaltungsrat habe entschieden, Vincenz der Generalversammlung am 24. April zur Wahl vorzuschlagen, teilte Helvetia am Freitag mit.

Wird er gewählt, wird Vincenz bereits Ende September 2015 als Raiffeisen-Chef zurücktreten. Damit wird er dieses Amt früher als im Januar angekündigt seinem Nachfolger, Patrik Gisel, übergeben. "Die Stabübergabe kann problemlos früher vollzogen werden", teilte Raiffeisen am Freitag mit. Vorgesehen war ein Wechsel im März 2016.

(SDA)

 

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27.02.2015 08:47
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Raiffeisen 2014 mit klarer Gewinnsteigerung - Anhaltendes Hypothekarwachstum

27.02.2015 08:40



(Um weitere Einzelheiten ergänzt)

St. Gallen (awp) - Die Raiffeisen-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2014 den Reingewinn erneut klar gesteigert, wobei sie von dem Verkauf ihrer Beteiligung an der Bank Vontobel profitieren konnte. Trotz der anhaltenden schnellen Expansion im Hypothekargeschäft ist der Erfolg im Zinsengeschäft, dem Kerngeschäft der Bank, kaum noch gewachsen.

Der Gruppengewinn lag im vergangenen Jahr mit 759 Mio CHF um 6,0% über dem Vorjahr, wie Raiffeisen am Freitag mitteilte. Darin enthalten ist ein Gewinn aus dem Verkauf der Vontobel-Beteiligung in Höhe von 44 Mio CHF. Der Bruttogewinn fiel dagegen mit 1,06 Mrd CHF (-0,6%) leicht unter dem Vorjahreswert aus. Raiffeisen hatte Mitte 2014 die seit langem mit Problemen behaftete Kooperation mit der Bank Vontobel aufgekündigt und ihr Aktienpaket von 12,5% an der Zürcher Privatbank an Vontobel zurückverkauft.

SCHRUMPFENDE ZINSMARGEN

Insgesamt erzielte die Raiffeisen-Gruppe einen Betriebsertrag von 2,83 Mrd CHF (+1,3%). Im Zinsengeschäft hielt der Druck auf die Margen im vergangenen Jahr weiter an. Entsprechend erhöhten sich die Erträge trotz dem anhaltendem Wachstum der Ausleihungen nur noch minimal um 0,1% auf 2,13 Mrd CHF.

Weiter wachsen konnte das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, wo die Bank um 8,4% höhere Einnahmen von 429 Mio CHF aufwies. Im Handelsgeschäft gingen die Erlöse hingegen um 15% auf 158 Mio CHF zurück, was Raiffeisen mit dem schwierigen Handelsumfeld begründet.

Gleichzeitig stieg der Geschäftsaufwand im vergangenen Jahr um 2,5% auf 1,77 Mrd CHF. Zur Steigerung habe vor allem der "strategische Ausbau der Anlagekompetenz" beigetragen, so Raiffeisen. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis verschlechterte sich in der Folge leicht auf 62,4% (VJ 61,7%).

BILANZSUMME WÄCHST

Die Bilanzsumme der drittgrössten Schweizer Bankengruppe expandierte per Ende Jahr um 6,8% auf 188,6 Mrd CHF. Im Hypothekargeschäft, das den weitaus grössten Anteil der Kundenausleihungen ausmacht, wuchsen die Ausleihungen um weitere 5,0% auf 150,9 Mrd CHF. Damit lag Raiffeisen über dem Wachstum des Schweizer Markts, das die Raiffeisen-Gruppe auf 3,6% veranschlagt.

Gleichzeitig flossen weiterhin Kundengelder zur Raiffeisen-Gruppe - diese erhöhten sich um weitere 4,2% auf 143,8 Mrd CHF. Zunehmend seien die Raiffeisen-Banken auch als Anlagebanken gefragt, schreibt das Unternehmen: Die gesamten verwalteten Kundenvermögen (Assets under Management AuM) stiegen um 5,2% auf insgesamt 197,1 Mrd CHF. Vom Neugeldzufluss (+6,7 Mrd) seien drei Viertel auf die Raiffeisenbanken und ein Viertel auf die Tochtergesellschaft Notenstein Privatbank entfallen.

Bei der Notenstein Privatbank beliefen sich die Kundenvermögen auf 21,2 Mrd CHF gegenüber 19,8 Mrd im Jahr davor. Einem gestiegenen Betriebsertrag (+8,3% auf 160 Mio) stand ein deutlich höherer Geschäftsaufwand entgegen. Der Bruttogewinn der Notenstein halbierte sich entsprechend auf 6,9 Mio CHF (VJ 13,6 Mio). Auch das Kosten-Ertrags-Verhältnis betrug noch 95,7% (VJ 90,6%).

HERAUSFORDERNDES 2015

Die Kapitalisierung der Raiffeisen-Gruppe verbessert sich weiter: Rund 95% des Gruppengewinns fliessen in die Reserven der Genossenschaft. Die Gesamtkapitalquote stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 15,3%. Damit übertreffe die Gruppe die aktuellen Eigenmittelanforderungen.

Im US-Steuerprogramm erwartet die Bank von dem Bericht des Independent Examiners im Frühling, dass Raiffeisen "nur marginal betroffen ist und kein US-Recht verletzt hat". Raiffeisen hatte die Teilnahme an dem Programm in der "Unschuldskategorie" 3 angekündigt.

Für 2015 sieht die Raiffeisen Herausforderungen durch die tiefen Zinsen, die volatilen Märkte und den starken Franken sowie ein schwächeres Hypothekenwachstum. Sie werde ihre Strategie "konsequent fortsetzen", kündigt sie an. So wolle sie in den nächsten Jahren weiter organisch wachsen und die Synergieeffekte innerhalb der Gruppe nutzen.

tp/dl

(AWP)

 

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16.02.2015 08:45
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Vincenz hat noch nicht genug
 

Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz zeigt sich nach der Übernahme der Basler Privatbank La Roche durch die Raiffeisen-Tochter Notenstein für weitere Zukäufe offen.

"Wir wollen noch weiter zukaufen", sagte Vincenz in der "Finanz und Wirtschaft" (Ausgabe 14.02.) oder auch dem "Sonntagsblick" (Ausgabe 15.02.).

"Wir haben derzeit einige Anfragen auf dem Tisch liegen", so der Raiffeisen-Chef weiter. Voraussetzung für eine weitere Akquisition sei, dass die Unternehmenskultur und Kundenstruktur zu jener von Notenstein passe.

Vincenz rechnet damit, dass die lang herbeigeredete, aber erst in Ansätzen eingetretene Konsolidierungswelle auf dem Schweizer Finanzplatz nun so richtig an Fahrt gewinnt. Der Grund für die erwartete Konsolidierung sei die Einführung von Negativzinsen durch die Schweizerische Nationalbank (SNB): "Das bringt vor allem kleinere Privatbanken finanziell in Bedrängnis", sagte Vincenz im "Sonntagsblick". Vielen bleibe nur der Verkauf als Ausweg, oder aber die Aufgabe des Geschäfts.

Die Raiffeisen-Tochter Notenstein sei selber von den Negativzinsen nicht betroffen, meint Vincenz. Der Grossteil der Kundengelder sei im Rahmen von sogenannten Vermögensverwaltungsmandaten bei der Muttergesellschaft investiert. "Dieses Geld gibt Raiffeisen in Form von Krediten ihren Kunden weiter."

(AWP)

 

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30.01.2015 11:10
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Vincenz tritt 2016 als Raiffeisen-CEO ab
 

Pierin Vincenz tritt mit Erreichen seines 60. Lebensjahres auf März 2016 als Raiffeisen-Chef zurück. Der Verwaltungsrat hat Patrik Gisel zum neuen CEO designiert.

Das teilte die Bank am Freitag mit. Patrik Gisel ist heute Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsleitung und Leiter des Departements Markt.

(SDA)

 

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30.01.2015 11:07
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Tritt Vincenz 2016 als Raiffeisen-CEO ab?
 

Pierin Vincenz, der CEO der Raiffeisen-Gruppe, soll laut Spekulationen seinen Rücktritt planen.

Gemäss einem Artikel des Banken-Blogs "Inside Paradeplatz", der sich auf "mehrere Quellen aus dem Finanzplatz Zürich" beruft, will sich Pierin Vincenz bis zum Frühling 2016 auf das Präsidium der Gruppe zurückziehen. Dann läuft die Amtszeit des derzeitigen VR-Präsidenten, Johannes Rüegg-Stürm, aus.

Raiffeisen wollte auf Anfrage von AWP keine Stellungnahme zu den Rücktrittsgerüchten abgeben.

Pierin Vincenz Vater, Goin Clau Vincenz, war bereits 1984 bis 1992 Präsident des Verwaltungsrats der Raiffeisen-Gruppe.

(AWP)

 

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14.01.2015 08:20
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Vontobel/Raiffeisen-Schiedsgericht: Notenstein untersteht Kooperation teilweise

14.01.2015 07:58



Zürich (awp) - Im Streit zwischen Vontobel und Raiffeisen im Zusammenhang mit einer aufgelösten Partnerschaft hat ein Schiedsgericht nun einen Entscheid getroffen. Demnach ist es der Raiffeisen-Tochter Notenstein grundsätzlich untersagt, die im Kooperationsvertrag vereinbarten Dienstleistungen und Produkte für Raiffeisen-Kunden bereitzustellen, heisst es in einer Mitteilung von Vontobel vom Mittwoch. Das Schiedsgericht bestätige mit seinem nun vorliegenden Entscheid die Position von Vontobel in der zentralen Fragestellung.

Wie Raiffeisen ihrerseits in einer eigenen Mitteilung schreibt, müsse die Wertschriftenabwicklung der Notenstein Privatbank jedoch nicht auf die IT-Plattform von Vontobel übertragen werden. Im Verhältnis zu ihren eigenen Kunden sei es Notenstein erlaubt, ihre Geschäftstätigkeit ohne Einschränkung zu betreiben. Aber es gälten gewisse Einschränkungen für den Vertrieb an Raiffeisenkunden. Das Schiedsgericht habe ausserdem entschieden, die Gerichtskosten zwischen den Parteien zu teilen.

Die eingeschlagene Diversifikationsstrategie mit Notenstein und Leonteq werde entsprechend wie bisher weiterentwickelt. "Aus Raiffeisensicht ist mit dem Urteil nun Klarheit für die verbleibende Zeit der Kooperation bis Ende Juni 2017 geschaffen worden", heisst es in der Mitteilung.

Hintergrund ist der Ausstieg von Raiffeisen aus der Kooperation mit Vontobel nach dem Kauf der Notenstein-Privatbank. Nach mehreren gescheiterten Vermittlungsversuchen hatte Vontobel im November 2012 das vertraglich von beiden Parteien vorgesehene Schiedsverfahren eingeleitet.

uh/tp

(AWP)

 

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16.12.2014 08:25
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cash-Leser wählen den besten Bank-CEO
 

Wer ist der beste Chef der grossen Schweizer Banken, fragte cash in einer Online-Umfrage. Über 3000 Leser haben abgestimmt. Es gibt einen knappen Gewinner - und zwei deutliche Absacker.

http://www.cash.ch/news/boersenticker/cashleser_waehlen_den_besten_bankceo-3275548-450

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10.12.2014 11:21
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Raiffeisen-Tochter Notenstein ernennt neuen Leiter Privatkunden Schweiz

10.12.2014 11:10



St. Gallen (awp) - Bei der Privatbank Notenstein wird Martin Liebi per 1. Mai 2015 neuer Leiter Privatkunden Schweiz und Mitglied der Geschäftsleitung. Liebi ist seit 2008 für die Bank Schroder & Co als Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Client Relationship Management Switzerland in Zürich tätig, wie die Raiffeisen-Tochter am Mittwoch mitteilte.

tp/rw

(AWP)

 

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24.11.2014 08:59
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Raiffeisen wählt Topf 3 im US-Steuerstreit
 

Die Raiffeisen-Gruppe nimmt am US-Steuerprogramm in Kategorie 3 teil. Die dafür geforderten Daten sollen bis Ende April 2015 eingereicht werden.

Man werde als Gruppe dem US-Justizdepartement eine Absichtserklärung (Letter of Intent) für eine Teilnahme in dieser Kategorie einreichen, teilte die Banken-Gruppe am Montag mit. Damit werde die im Dezember 2013 getroffene Strategie bestätigt.

Der sogenannte unabhängige Prüfer (Independent Examiner) werde seinen Bericht zu Raiffeisen bis zum 30. April 2015 einreichen, heisst es weiter, wobei die geforderten Daten und Analysen von Raiffeisen bis zu diesem Zeitpunkt erstellt würden.

Die Ostschweizer Bankengruppe hatte im Dezember 2013 verlauten lassen, dass man am US-Programm in der Kategorie 3 oder 4 teilnehmen werde. Grundlage für diesen Entscheid war gewesen, dass Raiffeisen US-Kunden "nicht systematisch und aktiv bei der Steuerhinterziehung unterstützt" hat. Viele Banken hatten sich damals u.a. auf Wunsch der Finanzmarktaufsicht Finma in die sogenannte Kategorie 2 einteilen lassen. Diese Banken gehen davon aus, dass sie gegen US-Steuerrecht verstossen haben und müssen entsprechend mit einer Busse rechnen.

(AWP)

 

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27.10.2014 08:20
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Raiffeisen bündelt Asset Management in neuer Tochter

27.10.2014 08:15



Zürich (awp) - Raiffeisen Schweiz gründet mit der Notenstein Asset Management AG eine neue Tochtergesellschaft. Die Bankengruppe will damit das Asset Management und die Anlagekompetenz innerhalb der Gruppe stärken und die Diversifikationsstrategie fortsetzen, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst.

In dieser neuen Organisation werden die Geschäftsbereiche der bisherigen Asset-Management-Gesellschaften der Gruppe zentral zusammengefasst. Konkret werden die Geschäftsfelder Asset Management und Institutionelle Kunden von Notenstein sowie die Geschäftsbereiche der TCMG-Boutiquen unter einem Dach vereint. Der Schritt erfolge im Hinblick auf die Zeit nach 2017, wenn die langjährige Kooperation mit der Privatbank Vontobel enden wird, wie es heisst.

Die neue Gesellschaft wird den Angaben zufolge zu Beginn Vermögen in Höhe von rund 12 Mrd CHF verwalten. Designierter CEO ist Aris Prepoudis, bisher Leiter Institutionelle Kunden bei der Notenstein Privatbank. Als Chief Investment Officer ist Peter Oertmann, bisher CEO der Vescore Solutions AG, vorgesehen.

Der Verwaltungsrat wird von Raiffeisenchef Pierin Vincenz präsidiert, zudem wird Notenstein-CEO Adrian Künzi Einsitz im Gremium nehmen. Beat Wittmann von TCMG Asset Management werde die Gruppe in der Übergangs- und Integrationszeit als Advisor begleiten. Er habe sich aber entschieden, danach als eigenständiger Asset Manager und Investor ausserhalb der Gruppe tätig sein, so die Mitteilung.

uh/rw

(AWP)

 

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18.08.2014 08:46
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Raiffeisen hat weiteren Übernahmehunger
 

Die Raiffeisen-Gruppe zeigt sich offen für weitere Übernahmen, sagt CEO Pierin Vincenz. Eine Übernahme des internationalen Geschäfts der Privatbank Coutts schloss er aber weitgehend aus.

"Wir schauen uns alles an, was auf den Markt kommt", sagte Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz der "Finanz und Wirtschaft". Grundsätzlich könne die Bank sowohl in der Vermögensverwaltung als auch im Geschäft mit reichen Privatkunden (Private Banking) zukaufen.

Wegen Unsicherheiten bei Steuerfragen seien Übernahmen in der Vermögensverwaltung einfacher. "Zusätzliche verwaltete Vermögen von 20 bis 30 Milliarden Franken sind durchaus denkbar." Derzeit verwalte die Notenstein Privatbank Vermögen von 21 Milliarden Franken, hinzu kämen rund neun Milliarden der Asset-Management-Gesellschaft TCMG.

Eine Übernahme des internationalen Geschäfts der Privatbank Coutts schloss er weitgehend aus. Die Größe würde zwar stimmen. "Offenbar ist dieses Dossier allerdings aus einer ganzen Reihe von Gründen sehr komplex. Das ist wohl nichts für uns", sagte Vincenz. Die britische RBS hat Coutts zum Verkauf gestellt und könnte damit bis zu eine Milliarde Franken einnehmen, wie ein Insider vor wenigen Tagen der Nachrichtenagentur Reuters sagte.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte Raiffeisen am Mittwoch als systemrelevant eingestuft. Vincenz ließ offen, welche zusätzlichen Anforderungen nun möglicherweise auf die Bank zukommen. Das werde Thema der Gespräche mit der Bankenaufsicht Finma, die aber noch nicht begonnen hätten, sagte der Raiffeisen-Chef.

Durch die Einstufung als systemrelevant werde sich nichts an der Wachstums- und Diversifikationsstrategie der Bank ändern. "Im Rahmen dieser Strategie haben wir in Bereichen investiert, die weniger Kapital beanspruchen als das traditionelle Hypothekargeschäft. Das muss im Interesse der Nationalbank sein", sagte Vincenz.

Reuters

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13.08.2014 14:32
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TaNeun Fakten zu «Too big to fail»

Was bedeutet die neue Einstufung für eine genossenschaftsbank? Rettet die Schweiz die Raiffeisen im Krisenfall? Werden Hypotheken jetzt teurer? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Raiffeisen ist eine systemrelevante Bank: Dies hat die oberste Aufsichtsbehörde in der Schweiz, die Nationalbank, heute Morgen bekannt gegeben. Nach der UBS, der Credit Suisse und der Zürcher Kantonalbank ist Raiffeisen das vierte Institut mit diesem Status. Was sind die Folgen? Obwohl die Finanzmarktaufsicht in Zusammenarbeit mit der Genossenschaftsbank die Details zu dieser Anordnung erst noch klären muss, lassen sich bereits einige Fragen beantworten.

Was heisst «too big to fail»?
Wörtlich übersetzt, bedeutet dies, dass die Raiffeisenbank zu gross ist, als dass man sie ohne weiteres bankrottgehen lassen könnte. Sie ist kurzfristig unverzichtbar für die Schweizer Wirtschaft: Bei einer Pleite würde der Hypothekenmarkt massiv gestört, das Vermögen von zahlreichen Sparern bei der Raiffeisen – und über Ansteckungseffekte potenziell auch bei anderen Banken – wäre in Gefahr. Der Status «too big to fail» ist das offizielle Eingeständnis dieser Tatsache.

Hat die Raiffeisen jetzt eine Staatsgarantie?
Wie Bankchef Pierin Vincenz heute betont, ist dies nicht der Fall: Der Staat soll im Krisenfall keine Verpflichtung gegenüber der Raiffeisen übernehmen. Die Sache ist aber nicht ganz so einfach – zumal der Staat ja explizit die Systemrelevanz der Bank anerkennt und somit im Notfall faktisch einschreiten müsste. Die Lösung des Problems besteht aus Behördensicht darin, die Wahrscheinlichkeit eines Bankrotts mittels schärferer Regeln möglichst auf ein Minimum zu reduzieren.

Was ändert sich für die Bank konkret?
Der stärkste Hebel der Aufsichtsbehörden ist die Eigenkapitalquote der Bank. In dieser Quote kommt zum Ausdruck, wie viele «Reserven» die Raiffeisen bereithält, um Verluste im Geschäft abzufedern. Aktuell weist die Raiffeisen eine risikogewichtete Eigenkapitalquote von 15,0 Prozent aus. Minimal gefordert sind derzeit 14,8 Prozent. Wie viel zusätzlich durch den «Too big to fail»-Status noch dazukommt, lässt sich derzeit nicht exakt beziffern, weil die Finma hier Spielraum hat. Angaben der Bank zufolge wird die Minimalanforderung, die sich aus den bekannten Bestandteilen der Eigenmittelverordnung plus antizyklischem Kapitalpuffer ergibt, Ende 2016 bei 15,6 Prozent liegen.

Tagesanzeiger.ch

Braucht Raiffeisen zusätzliches Kapital?
Sicher ist: Auch ohne Systemrelevanz muss die Bank über die kommenden Jahre zusätzliches Eigenkapital bilden. Beim aktuellen Stand der Dinge würde eine Erhöhung der Quote von 15,0 auf 15,6 Prozent zusätzlichem Eigenkapital im Umfang von 460 Millionen Franken entsprechen. Zum Vergleich: Der heute publizierte Halbjahresgewinn der Raiffeisen liegt bei 363 Millionen Franken. Pierin Vincenz zufolge hat die Bank alle Möglichkeiten offen, auch auf dem Kapitalmarkt zu agieren.

Wird die Raiffeisen im Konkursfall aufgeteilt?
In den kommenden Monaten muss die Bank zusammen mit der Finma einen Notfallplan für den Konkursfall erarbeiten. Wie dieser aussehen soll, ist ein grosses Fragezeichen. Möglich wäre etwa, dass Raiffeisen ihre 2012 erworbene Privatbankentochter Notenstein abstösst. Der Verkauf von anderen Beteiligungen, etwa an der Finanzproduktefirma Leonteq, wäre eine weitere Möglichkeit. Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz weist darauf hin, dass die Genossenschaftsbank mit ihren über 300 selbstständigen Mitgliedern grundsätzlich sehr transparent sei, ein «klarer Schnitt» zwischen diesen Einzelbanken und der Gruppe sei schon jetzt möglich.

Kommen neue Risiken auf die Genossenschafter zu?
Grundsätzlich nicht. Im Gegenteil: Zusätzliche Erfordernisse, etwa beim Eigenkapital, würden die Bank tendenziell sicherer machen. Bereits abgeschafft wurde die frühere Nachschusspflicht von bis zu 8000 Franken pro Genossenschafter. Laut Vincenz bleibt ein Risiko von 200 Franken pro Anteilschein. Was im Krisenfall wirklich geschieht, bleibt allerdings vage. Zwischen den Einzelbanken und der Zentrale bestehen intensive Verflechtungen. Die Gruppe stellt gegen Gebühr etwa Informatikdienste zur Verfügung, gleichzeitig haftet sie für die Verbindlichkeiten der Lokalbanken.

Ändert sich jetzt die Geschäftspolitik?
Wie Pierin Vincenz sagt, geht er nicht davon aus, dass die «grundsätzliche Strategie» durch den neuen Status tangiert ist. Im Verbund mit den weiteren Regulierungen, die kürzlich eingeführt wurden beziehungsweise anstehen – etwa der Selbstregulierung der Banken bezüglich Amortisierung und Eigenkapitalunterlegung von Hypotheken und dem antizyklischen Kapitalpuffer auf Hypothekarkrediten –, ist «too big to fail» allerdings eine weitere Massnahme, die das Kerngeschäft der Bank trifft. Man darf wohl davon ausgehen, dass die Raiffeisen bei der Hypothekenvergabe nicht mehr ganz so forsch voranschreiten wird. In den Zahlen zum ersten Halbjahr zeigt sich dies allerdings nur ansatzweise. Die Immobilienkredite wuchsen innert sechs Monaten erneut um 2,4 Prozent. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es mit 2,6 Prozent nur minimal mehr.

Müssen Hausbesitzer mehr Zins bezahlen?
Für die bisherigen Hypothekarnehmer ändert «too big to fail» vorerst nichts. Anders sieht es für Personen aus, die künftig einen Immobilienkauf mit einer Raiffeisenhypothek finanzieren. Je nachdem, wie gross der künftig verlangte Eigenkapitalaufschlag der Finma ausfällt, kann sich die Hypothekenvergabe für Raiffeisen stärker oder weniger stark verteuern. Eine mögliche Folge davon ist, dass die Bank wählerischer bei der Kundschaft wird. Eine andere Folge sind höhere Zinsen. Einen Vergleich zur möglichen Grössenordnung bietet dazu eine Rechnung des Hypothekendienstleisters Moneypark: Dort schätzte man im Januar, dass eine einprozentige Erhöhung des Kapitalpuffers die Kostenbasis um 5 bis 10 Basispunkte erhöhen würde. Das entspricht einem Aufschlag von 0,05 bis 0,1 Prozent beim Hypothekarzins.

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13.08.2014 09:47
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Ich bringe täglich (fast) meine Kohle auf die Bank und  auch auf andere Banken. mir fällt auf, dass Ihre Gewinne geschrumpft sind. Personal aber immernoch in Hülle und Fülle vorhanden ist.

Für mich als Unternehmer heissen sinkende Margen, mich fit zu machen.

1. Personalreduzieren, effizienter arbeiten, effizientere Arbeitsabläufe, Modernisierungen, Investitionen,...usw.

Sorry aber bei den Banken sehe ich nichts, nur steigende Abgaben!

Ich gehe davon aus, das ich in 10 Jahren am Samstag oder sogar Sonntags auf die Bank gehen kann. Sich dagegen zu wehren bringt nix, die Realität holt euch ein! Ihr seid Dienstleister nicht mehr nicht weniger! Sobald das Kartenhaus zusammenfällt rollen Köpfe warten wir es ab. Euer System ist zu feiss!

13.08.2014 08:11
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Nun ist auch Raiffeisen systemrelevant
 

Die Raiffeisen-Gruppe wurde von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) als systemrelevant eingestuft.

Am 16. Juni 2014 sei nach Anhörung von Raiffeisen und der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) darüber verfügt worden, teilte die SNB am Mittwoch mit. Gemäss SNB biete Raiffeisen Dienstleistungen an, die für die Schweizer Volkswirtschaft unverzichtbar und kurzfristig nicht substituierbar sind, hiess es von Raiffeisen dazu.

Bei ihrem Entscheid sei Raiffeisens starke Marktstellung im inländischen Einlagen- und Kreditgeschäft ausschlaggebend gewesen. Es bestehe gemäss SNB ein volkswirtschaftliches Interesse an der Weiterführung der Dienstleistungen von Raiffeisen in den systemrelevanten Segmenten des inländischen Einlagen- und Kreditgeschäfts, so Raiffeisen in einer separaten Mitteilung.

Mit 305 selbständigen Raiffeisenbanken und einer Bilanzsumme von 183 Mrd CHF per 30. Juni 2014 zählt die Gruppe den Angaben nach zu den bedeutendsten Anbietern von Bankdienstleistungen in der Schweiz. Die Systemrelevanz beinhaltet besondere Anforderungen, deren Umsetzung in einem nächsten Schritt gemeinsam mit der Finma angegangen würden.

Dank der bestehenden Eigenmittel-Überdeckung erfülle die Gruppe die geltenden Finma-Ziele auch nach der Verschärfung der regulatorischen Eigenmittelanforderungen, so Raiffeisen weiter. Im Januar erhöhte der Bundesrat per 30.06.2014 den antizyklischen Kapitalpuffer bei Krediten auf Wohnliegenschaften im Inland von 1% auf 2%. Die Gesamtkapitalquote (Total Capital Ratio) der Raiffeisen-Gruppe betrug bereits Ende Juni 15,0%. Die Finma-Zielvorgaben liegen bei 14,8% mit antizyklischen Puffer und 13,6% ohne antizyklischen Puffer.

AWP

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20.06.2014 08:35
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Raiffeisen beendet Kooperation mit Vontobel
 

Die Raiffeisen-Gruppe zieht einen Schlussstrich unter ihre Kooperation mit der Bank Vontobel.

Sie kündigt den Kooperationsvertrag ordentlich auf Mitte 2017 und gründet im Gegenzug mit dem Bankensoftware-Hersteller Avaloq ein gemeinsames Technologieunternehmen, an dem Raiffeisen die Mehrheit besitzt.

2017 werde Raiffeisen ihr bisheriges Frontsystem ablösen und die Wertschriftenabwicklung auf eine neue Avaloq-basierende Bankensoftware migrieren, teilte die Genossenschaftsbank am Freitag mit. Gleichzeitig mit der Kündigung gibt Raiffeisen-Finanzchef Marcel Zoller seinen sofortigen Austritt aus dem Vontobel-Verwaltungsrat bekannt.

Vontobel nimmt den Entscheid derweil "mit Bedauern" zur Kenntnis. Dem ausscheidenden Verwaltungsrat Zoller spricht die Bank "grossen Dank" aus.

Gleichzeitig kündigt Vontobel an, von seinem Rückkaufsrecht Gebrauch zu machen und die gesamte Beteiligung der Raiffeisen an Vontobel in Höhe von 12,5% zurückzukaufen. Die Anteile sollen der Mitteilung zufolge vernichtet werden, wodurch Vontobel seine Flexibilität in der künftigen Gestaltung der Kapitalstruktur erhöhe.

Die Notenstein-Frage

Vontobel ist seit 2004 für die Anlageprodukte und die Wertschriftenabwicklung und -verwaltung von Raiffeisen verantwortlich, zuletzt ist jedoch zwischen den Parteien ein Streit um die Kooperation entbrannt. Es bestanden vor allem unterschiedliche Auffassungen darüber, ob die im Januar 2012 erworbene Raiffeisen-Tochter Notenstein unter den bestehenden Kooperationsvertrag fällt.

"Ja, meinte die Bank Vontobel; "Nein", meinte Raiffeisen. Weil sich die Parteien in Bezug auf die Vertragsauslegung in der "Notenstein-Frage" nicht auf ein gemeinsames Verständnis einigen konnten, rief Vontobel im November 2012 das Schiedsgericht an.

Die Kündigung des Vertrages erfolge unabhängig vom Ausgang des laufenden Schiedsgerichtsverfahrens, hält Raiffeisen am Freitag fest. Ein Entscheid in dieser Sache werde Ende des Jahres erwartet.

AWP

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19.06.2014 12:06
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Raiffeisen ist ein Risiko für den Hypothekarmarkt

Im Fokus stehen die Inlandbanken: Wenn die Zinsen plötzlich wieder hochschnellen würden, seien diese aufgrund ihrer geringen Diversifikation und teilweise lockeren Vergabe von Hypotheken besonders gefährdet.

In diesem Punkt steht insbesondere die Raiffeisen in der Kritik, da das Institut rund 20 Prozent aller Aktiven der inlandfokussierten Banken halte. Die Raiffeisen-Gruppe habe so massiven Einfluss auf die Durchschnittswerte.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Raiffeisen-ist-ein-Risiko-fuer-de...

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

25.09.2013 08:52
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Raiffeisen wächst bei Hypotheken weiter

Die Raiffeisenbank hat im Juli bei den Hypo-Krediten am stärksten zugelegt und stellte damit Kantonal- und Grossbanken einmal mehr in den Schatten.

Die neueste Monatsstatistik der Nationalbank zeigt, wie die Banken die Gefahr bei den Hypotheken einschätzen. Wer erwartet hätte, dass die hiesigen Kreditinstitute angesichts des Risikos, dass die Zinsen plötzlich drehen könnten, auf die Bremse stehen würden, der sieht sich nun getäuscht. Sowohl Gross- und Kantonalbanken als auch die genossenschaftlichen Raiffeisenbanken legten nämlich im Sommermonat bei den Hypo-Vergaben weiter zu.

Von Abkühlung im Hypo-Markt ist somit weit und breit nichts zu sehen. Am meisten Gas gibt weiterhin die Raiffeisen-Gruppe. Ihre Hypo-Ausleihungen nahmen im Juli um 0,6 Prozent zu. Damit nähern sich die 300 Raiffeisen-Banken rasend schnell der 140-Milliarden-Grenze. Falls die Wachstumsrate im August ähnlich hoch ist, dann wird die Raiffeisen-Gruppe diese Schallmauer bereits in der nächsten Statistik überspringen können.

Die dritte Kraft der Schweizer Banken stellt damit die anderen grossen Gruppen in den Schatten. Bei den beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse betrug die Zunahme im Monatsvergleich nur rund ein Viertelprozent. Damit wuchsen die vermeintlichen Platzhirsche nicht einmal halb so stark wie die Raiffeisen-Gruppe. Dazwischen landen die 24 Kantonalbanken, welche zusammen das grösste Kuchenstück im Schweizer Hypothekargeschäft halten. Ihr Monats-Plus lag im Juli bei 0,3 Prozent. Das ist deutlich weniger als im Juni, als der Anstieg bei über einem halben Prozent lag.

Schönwetterlage

Die Zahlen belegen, dass trotz Warnungen der Nationalbank und trotz kurzfristig heftigen Ausschlägen an den Zinsmärkten die Nachfrage nach Hypotheken in der Schweiz ungebrochen bleibt. Zwar liegen die Sätze für Fix-Hypotheken mit langen Laufzeiten nicht mehr so tief wie auch schon. Aber im historischen Vergleich profitieren die Schuldner weiter von sehr günstigen Krediten.

Die Raiffeisenbanken haben sich in diesem Umfeld am stärksten als jene Kraft positioniert, die von anhaltendem Schönwetter ausgeht. Ihre Ökonomen sehen keine Anzeichen für eine Blase bei den Immobilien, entsprechend gering erachten sie die Risiken, dass Banken mit grossen Hypo-Beständen dereinst grosse Ausfälle erleiden werden.

Den Mutigen gehört die Welt

Damit geht die Hypo-Party munter weiter. Tatsächlich ist die Raiffeisen mit ihrem Optimismus gut gefahren. Das Geld ist seit langem praktisch gratis, eine Umkehr mit rasch steigenden Zinsen nicht in Sicht. Das hat vor allem mit den USA und der Euro-Zone zu tun. Die beiden Wirtschaftsblöcke sind überschuldet und halten die Konjunktur einzig mit billigem Geld am Laufen. Die Schweiz ist mit ihrem Franken-Problem an die Euro-Zone gebunden. Höhere Zinsen ist das Letzte, was die Notenbank beschliessen wird – sonst würde der Franken noch attraktiver, als er es schon ist.

Im irrwitzig anmutenden Zustand, der das Schuldenmachen zum Perpetuum mobile macht, haben die Risikofreudigen Rückenwind. Die Raiffeisen ist dafür ein Paradebeispiel. Mit ihrem steten Wachstum bei den Hypotheken hat sich die Bankengruppe an die Spitze gesetzt. Mit dem Gewinn, den sie auf ihre Hypotheken erzielt, gehen die Genossenschafter fremd und bauen sich eine eigene Privatbank namens Notenstein auf. Die Konkurrenz schaut gebannt zu, wie weit es die immer grössere Bankengruppe unter ihrem mediengewandten Chef Pierin Vincenz noch treiben will.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Raiffeisen-waechst-bei-Hypotheken...

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