Rating-Agenturen

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06.07.2011 14:43
#1
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Rating-Agenturen

Quote:

Macht der Rating-Agenturen erneut in der Kritik

Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Portugals durch die Rating-Agentur Moody's hat die Finanzmärkte erschreckt. Das Gespenst einer Kettenreaktion unter den «Problemländern» taucht erneut auf – ebenso aber auch die Kritik an den Rating-Agenturen.

Italiens Finanzaufsicht lässt Rating-Agenturen antraben

(dpa) Die italienische Börsenaufsicht Consob setzt sich mit den Rating-Agenturen Standard & Poor's (S&P) und Moody's auseinander. Am Freitag müssen sich Spitzenvertreter von Moody's zu ihrer Stellungnahme vom 23. Juni äussern, in der 16 italienische Banken mit einer Herabstufung ihres Ratings gedroht wird. Am Montag hatte die Consob bereits Vertreter der amerikanischen Rating-Agentur S&P zur Rede gestellt. Der italienischen Finanzaufsicht sei es dabei um die schnelle Kritik von S&P an dem jüngsten Sparpaket der Regierung von Silvio Berlusconi gegangen.

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/macht_der_rating-agentu...

Damals waren sie bei der Bewertung des US-Immobilienmarktes und bei Lehmann zu lasch und heute sind sie übereifrig. Man kann das Unglück auch herbeireden. Die aktuelle Situation ist allgemein bekannt.

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Benjamin Franklin

04.02.2015 08:21
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Standard & Poor's muss Milliardenstrafe zahlen
 

Wegen der Vergabe zweifelhafter Bonitätsnoten für Ramschanleihen aus der US-Immobilienkrise muss die Ratingagentur Standard & Poor's eine Strafe von 1,37 Milliarden Dollar zahlen.

Das US-Unternehmen teilte am Dienstag mit, einen Vergleich geschlossen zu haben. Den Vergleich schloss Standard & Poor's mit dem US-Justizministerium, mit 19 US-Bundesstaaten und der Hauptstadt Washington. Nun muss die Agentur gut 687 Millionen Dollar an das US-Justizministerium überweisen, die Bundesstaaten und Washington erhalten ebenfalls gut 687 Millionen Dollar. Die Ratingagentur betonte, sie habe mit der aussergerichtlichen Einigung keine Gesetzesverstösse eingeräumt.

Standard & Poor's wurde vorgeworfen, Investoren über die Qualität von Wertpapieren getäuscht zu haben, in denen schlecht abgesicherte Hypotheken gebündelt waren. Ab 2007 hatten sich in den USA die Fälle gehäuft, in denen einkommensschwache Hausbesitzer ihre Darlehen wegen steigender Zinsen nicht mehr abzahlen konnten. In einer Art Domino-Effekt löste dies eine weltweite Finanzkrise aus, weil die faulen Kredite von Bank zu Bank als Geldanlage weitergereicht worden waren.

Aus Eigeninteresse gehandelt

Das US-Justizministerium hatte im Februar 2013 Klage gegen Standard & Poor's eingereicht. Die Ratingagentur wies diese als "vollkommen ungerechtfertigt" zurück.

Zwar bedauerte das Unternehmen damals, dass es nicht gelungen sei, die "rapide Verschlechterung der Bedingungen auf dem US-Hypothekenmarkt einzuschätzen". Gleichwohl seien die S&P-Experten nicht die Einzigen, die das Ausmass der Krise falsch eingeschätzt hätten.

Die Klage hatte sich unter anderem auf interne E-Mails gestützt, in denen S&P-Mitarbeiter Zweifel an der Bewertung der Ramschpapiere vorbringen. Aus eigenem Geschäftsinteresse habe das Unternehmen den Anlegern aber die Kreditwürdigkeit der Papiere vorgegaukelt, lautete der Vorwurf.

(SDA)

 

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

09.12.2014 11:08
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Ratingagentur S&P im Visier der US-Aufsicht

Die US-Börsenaufsicht SEC erwägt offenbar drastische Schritte gegen die Ratingagentur Standard & Poor's. Der Vorwurf: Aufweichung der Rating-Kriterien, um die Geschäfte auszuweiten.

Die Behörde plane, das Unternehmen von Kreditbewertungen für durch Gewerbeimmobilien besicherte Anleihen auszuschliessen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf eine eingeweihte Quelle.

Es wäre die härteste Strafe, die die SEC jemals gegen eine grosse Ratingagentur beschlossen hätte. Derzeit verhandle die S&P-Mutter McGraw Hill Financial aber noch mit den Börsenaufsehern über eine Einigung. Die SEC wirft den Kreditwächtern vor, die Rating-Kriterien aufgeweicht zu haben, um die Geschäfte auszuweiten. S&P und SEC wollten sich nicht äussern.

http://www.cash.ch/news/top_news/ratingagentur_sp_im_visier_der_usaufsic...

 

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18.07.2013 10:05
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Wieso wird GS nicht genannt, traut man sich dort nicht? :P:crazy:

17.07.2013 12:48
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Böse Stimmen nennen sie auch : Ratten-Agenturen

17.07.2013 11:43
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US-Regierung darf Ratingagentur verklagen

Die US-Regierung hat im Streit mit der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P)Rückendeckung erhalten. Ein kalifornisches Gericht hat entschieden, dass die Agentur wegen Irreführung von Investoren verklagt werden darf.

http://www.20min.ch/finance/news/story/US-Regierung-darf-Ratingagentur-v...

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05.02.2013 10:04
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Die USA wollen Standard & Poor's verklagen

Das US-Justizministerium und eine Reihe von US-Bundesstaaten planen juristische Schritte gegen die Ratingagentur. Gegen S&P soll wegen der Vergabe zweifelhafter Bonitätsnoten Zivilklage eingereicht werden.

Wegen der Vergabe zweifelhafter Bonitätsnoten vor der Finanzkrise droht der Ratingagentur Standard & Poor's ein Gerichtsverfahren. Standard & Poor's bestätigte in New York, dass das US-Justizministerium eine Zivilklage vorbereite. Auch mehrere US-Bundesstaaten planen juristische Schritte gegen die Ratingagentur. Die Klagen könnten dem «Wall Street Journal» zufolge noch in dieser Woche eingereicht werden.

Standard & Poor's erklärte, vom US-Justizministerium über die bevorstehende Klage informiert worden zu sein. Dabei gehe es um die Bewertung von auf faulen US-Immobilienkrediten basierenden Wertpapieren vor der Finanzkrise von 2007. Standard & Poor's sowie die beiden anderen grossen Ratingagenturen Moody's und Fitch hatten die Papiere lange als unbedenklich eingestuft und stehen nun in der Kritik, Anleger damit in die Irre geführt zu haben.

Klage «vollkommen ungerechtfertigt»

Das Platzen der Immobilienblase in den USA hatte eine weltweite Krise ausgelöst, weil die faulen Papiere von Bank zu Bank als Geldanlage weitergereicht worden waren. Die US-Regierung legte einen Bankenrettungsfonds in Höhe von bis zu 700 Milliarden Dollar auf, um einen Kollaps des Finanzsystems zu verhindern.

Standard & Poor's weist die Vorwürfe zurück. Die bevorstehende Klage des Justizministeriums sei «vollkommen ungerechtfertigt», hiess es in einer Erklärung. Auch die US-Regierung habe im Jahr 2007 in ihren eigenen Einschätzungen noch öffentlich kundgetan, dass die Probleme mit den Immobilienpapieren kontrolliert werden könnten. Standard & Poor's ist eine Tochter des US-Medienunternehmens McGraw-Hill. http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Die-USA-wollen-Standar...

 

 

Das hätte ich den USA nicht zugetraut. Immerhin sind sie die Hüter der besten Steueroase der Welt.

 

 

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16.01.2013 17:27
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Die EU nimmt Rating-Agenturen an die Kandare

Bereits ab Frühling dürfen Agenturen Ratings von EU-Staaten nur an drei vorher festgesetzten Terminen bekannt geben. Für grobe Fehlurteile werden sie haftbar gemacht.

Das Europaparlament hat am Mittwoch mit grosser Mehrheit strengere Regeln für Ratingagenturen verabschiedet. Besonders wichtig: Die Agenturen dürfen Ratings von EU-Staaten nur an drei vorher festgelegten Terminen verkünden.

Dies darf nur ausserhalb der Geschäftszeiten sein und rechtzeitig, bevor in Europa die Börsen öffnen. So will die EU nervöse Reaktionen der Märkte abmildern. Die neuen Bestimmungen können im Frühjahr in Kraft treten. Sie gelten für Bonitätswächter wie Moody's, Fitch oder Standard & Poor's. Künftig sollen Ratingagenturen auch für grobe Fehlurteile haftbar sein. http://www.20min.ch/finance/news/story/EU-nimmt-Rating-Agenturen-an-die-...

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25.12.2012 10:29
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Märkte glauben Ratings immer weniger

Die weltweiten Anleihemärkte haben 2012 so oft wie noch nie entgegen den Bonitätsänderungen von Rating-Agenturen reagiert.

Die Ratingagenturen änderten seit Jahresbeginn 32-mal das Bonitätsurteil bzw. den Ausblick für staatliche Schuldner. In 53 Prozent der Fälle bewegten sich die Renditen von Anleihen der betroffenen Emittenten anschließend in die Gegenrichtung dessen, was man nach der Einschätzung der Bonitätswächter hätte erwarten müssen.

Damit unterschied sich das Urteil der Märkte 2012 deutlicher von dem der Agenturen als im langjährigen Durchschnitt. Gegenläufige Beurteilungen durch die Märkte ergaben sich bei über 300 Änderungen der Bonitätsbewertungen durch die Ratingagenturen seit 1974 in durchschnittlich 47 Prozent der Fälle. In diesem Jahr ignorierten die Märkte 56 Prozent der Rating- und Ausblickänderungen von Moody’s und 50 Prozent der Änderungen, die S&P vornahm.

Agenturen laufen realen Daten hinterher

Die Renditeentwicklung von Staatsschuldtiteln kann demnach zuverlässiger per Münzwurf ermittelt werden als durch das Beachten der Vorhersagen der Ratingagenturen. Denen drohen zwar juristische Auseinandersetzungen und verschärfte Regulierung, nachdem sie zur schwersten Finanzkrise seit der Weltwirtschaftskrise der 20er und 30er Jahre beigetragen haben. Doch Politiker berufen sich vor dem Hintergrund der Rezession gerne auf die Bonitätsnoten, wenn sie Sparmaßnahmen begründen.

“Die Entscheidungsträger sollten sich mehr um die Märkte kümmern als um die Ratingagenturen, denn dort fallen die tatsächlichen Kreditkosten an”, sagt Brett Wander, Chief Investment Officer Festverzinsliche bei Charles Schwab Investment Management in San Francisco. “Agenturen, die die Kreditwürdigkeit beurteilen, laufen den realen wirtschaftlichen Fundamentaldaten hinterher. Die Märkte hingegen sind ihnen voraus.”

Moody’s, ein Unternehmen, das 1909 das Geschäftsfeld der Bewertung von Firmen nach ihrer Fähigkeit zur Rückzahlung von Schulden mit begründete, hat in den USA und in Europa in diesem Jahr für jedes Land, das heraufgestuft wurde, 6,4 herabgestuft. Das Übergewicht der Herabstufungen ist damit so ausgeprägt wie mindestens seit 2002 nicht mehr, geht aus Bloomberg-Daten hervor. S&P hat für jede Besserbewertung 4,3 Länder herabgestuft.

Gleichzeitig erleben europäische Anleihen mit Erträgen von 11,5 Prozent ihr bestes Jahr seit 1998, wie der Bank of America Merrill Lynch Euro Government Index zum Stichtag 14. Dezember belegt. Weltweit am besten entwickelten sich griechische Staatsanleihen, die um 84 Prozent stiegen, sowie portugiesische mit einem Plus von 55 Prozent, zeigen Indizes der European Federation of Financial Analyst Societies.

Auf Rekordtief im November

Renditen auf alle Staatsanleihen sanken am 28. November auf ein Rekordtief von 1,36 Prozent, zeigen Datenreihen der Bank of America Merrill Lynch, die bis ins Jahr 1996 zurückgehen. In diesem Jahr brachten die Anleihen 4,5 Prozent ein.

“Wenn es je einen eindeutigen Beweis gegeben hat, dass Ratings ein nachlaufender Indikator sind, dann war das gewiss die Art, wie die Agenturen auf die” europäische Schuldenkrise reagiert haben, sagt Bonnie Baha, Leiterin Festverzinsliche Industrieländer bei DoubleLine Capital in Los Angeles. Der Unterschied zwischen Treasury-Renditen und denen anderer Anleihen sei zuverlässiger, sagte Baha.

S&P und Moody’s halten dem entgegen, dass sie keine Vorhersagen über Renditen machen.

“Ratings sind eigentlich nichts weiter als eine Rangordnung, die unsere Meinung über die relative Kreditwürdigkeit auf der Grundlage unserer Kriterien wiedergibt,” sagte Peter Rigby, Kreditanalyst bei S&P in New York, im August in einem Telefoninterview. “Sie erlauben weder objektiv noch ihrer Intention nach Vorhersagen über Renditen oder Preise. Investoren treffen solche Vorhersagen, indem sie eine Menge unterschiedlicher Informationen in Betracht ziehen.”

Kredite zuverlässig bewerten

Eduardo Baker, ein Sprecher für Moody’s, wollte keinen Kommentar abgeben. Richard Cantor, Chief Credit Officer bei Moody’s, teilte im Mai per E-Mail mit, “wir haben nur ein Ziel, nämlich Bonitätsnoten abzugeben, die das relative Risiko von Zahlungsausfällen und Verlusten bewerten”.

Den Ratingagenturen droht eine schärfere Regulierung, nachdem ein amerikanischer Senats-Ausschuss feststellte, dass sie riskante Hypothekenanleihen zu wohlwollend begutachtet hatten, was zum Ausbruch der Kreditkrise 2007 und 2008 beitrug. Die japanische Finanzaufsicht gab vorige Woche bekannt, sie habe die Japan-Sparte von S&P angewiesen, ihr System zur Verifizierung und Aktualisierung von Ratings zu verbessern.

Weltweit suchen die Entscheidungsträger nach einem Weg, um sicherzustellen, dass Kredite zuverlässig bewertet sind, nachdem das Dodd-Frank-Gesetz in den USA in 2010 die Regulierer anwies, sich nicht auf die Ratingurteile zu verlassen und eine strengere Aufsicht über die Agenturen anmahnte.http://www.cash.ch/news/top_news/maerkte_glauben_ratings_immer_weniger-3...

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05.11.2012 08:40
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Standard & Poor's in Australien verurteilt

in Bundesgericht in Australien hat die US-Rating-Agentur Standard & Poor's wegen irreführenden Bewertungen von Finanzprodukten zur Zahlung von Schadenersatz verurteilt. Das Urteil könnte als Präzedenzfall auch Auswirkungen auf Europa haben.

(dapd) Wegen irreführenden Bewertungen von Finanzprodukten hat ein Bundesgericht in Australien die Rating-Agentur Standard & Poor's am Montag zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt.

Berufung gegen das Urteil

Die Agentur hatte komplizierte Finanzprodukte mit der Höchstnote «AAA» und damit als sichere Anlage bewertet, berichtete die Zeitung «The Australian» auf ihrer Internet-Seite. Standard & Poor's kündigte an, Berufung gegen das Urteil einzulegen, meldete die Rundfunkanstalt ABC News.

Mehrere Städte und Gemeinden kauften die Derivate und verloren während der Finanzkrise rund 16 Mio. australische Dollar (12,8 Mio. €) mit der Investition.  Clapping  Neben Standard & Poor's müssen auch die Investmentbank ABN Amro und der Finanzdienstleister LGFS für die Schadensersatz-Forderungen aufkommen.

Mögliche Auswirkungen auf Europa

Das Urteil könnte als Präzedenzfall auch Auswirkungen auf Europa haben, wo ähnliche Finanzprodukte im Wert von 2 Mrd. australischen Dollar verkauft wurden, zitierte ABC News aus einer Stellungnahme des Unternehmens IMF Australia, das die Sammelklage finanziert hatte. http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/standard--po...

 

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12.08.2012 12:46
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Europäische Rating-Agentur kommt

Die nötigen 100 Mio. € Startkapital für die neue europäische Rating-Agentur würden bis Ende Jahr zusammen sein, erklärte der Roland-Berger-Aufsichtsratschef gegenüber den Medien. Die Idee war aus Unzufriedenheit mit den drei führenden US-Agenturen entstanden.

Die geplante europäische Rating-Agentur wird nach Worten von Roland-Berger-Aufsichtsratschef Burkhard Schwenker demnächst startklar sein. «Das Konzept ist umsetzungsreif», sagte er dem Magazin «Wirtschaftswoche». Die Initiative sei zwar von der Beratungsfirma gelöst worden, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Ein Ex-Partner der Gesellschaft treibe das Projekt aber mit seiner persönlichen Unterstützung weiter voran, sagte er in einem am Samstag veröffentlichten Interview. Er sei zuversichtlich, dass die nötigen 100 Mio. € Startkapital bis Jahresende von privaten Investoren eingesammelt seien. Zustimmung aus der Politik gebe es, das Kapital müsse aber privat aufgebracht werden, um eine politische Vereinnahmung der Agentur zu verhindern.

Die Idee einer europäischen Rating-Agentur kam aus Unzufriedenheit mit den drei führenden US-Agenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch auf. Diese haben im Zuge der Staatsschuldenkrise die Kreditwürdigkeit europäischer Staaten reihenweise gesenkt und damit deren Kredite verteuert, was europäische Politiker als ungerechtfertigt bezeichnet hatten. Sie verwiesen auf die Reformanstrengungen der Krisenländer sowie auf die vergleichsweise höhere Verschuldung anderer Staaten wie etwa der USA.

Im April hatte es Meldungen gegeben, wonach das Projekt der europäischen Rating-Agentur wegen Finanzierungsproblemen vor dem Aus stehe. Damals war allerdings von einem nötigen Startkapital von 300 Mio. € die Rede gewesen. Roland Berger hatte jedoch seinerseits betont, man sei weiter optimistisch. http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/europaeische...

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09.08.2012 20:15
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Sorry, den sollte man einfach lesen und auch gleich übers Bett hängen,  sooo mega

:cool::rose:

http://www.cash.ch/news/alle/ratings_sind_nicht_das_heilige_werk_gottes_...

Emil

02.07.2012 12:06
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EU nimmt Ratingagenturen unter die Lupe

Verschärfen die Ratingagenturen mit ihren Urteilen die Krise oder sind sie nur die Überbringer schlechter Nachrichten? Die EU-Finanzmarktaufsicht geht dieser Frage nach.

Nach der Herabstufung zahlreicher europäischer Banken nimmt die EU-Finanzmarktaufsicht (Esma) die drei grossen Rating-Agenturen unter die Lupe. Konkret soll geprüft werden, ob die Methoden der Agenturen ausreichend stringent und transparent sind.

Als Grund für die Überprüfung der Bewertungsmethoden von Standard & Poor's (S&P), Fitch und Moody's nannte Esma-Chef Steven Maijoor in der Zeitung «Financial Times» vom Montag explizit die jüngsten Bewertungen europäischer Finanzinstitute. Diese hätten Anlass zur Sorge gegeben, dass die Ratingagenturen nicht über ausreichend analytische Ressourcen verfügten.

Standard & Poor's kooperiert

Die Untersuchung der Esma solle bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. S&P kündigte an, seine Methoden erläutern zu wollen. Die anderen beiden Rating-Agenturen lehnten eine Stellungnahme ab.

Moody's hatte in den vergangenen Monaten die Bewertung für eine ganze Reihe europäischer Banken herabgestuft. Zuvor waren die Rating- Agenturen auch schon im Zuge der europäischen Schuldenkrise massiv in die Kritik geraten. So hatten sie mehrfach ihre Note für angeschlagene Staaten wie Spanien und Italien heruntergestuft.

Europäische Politiker werfen den Agenturen vor, mit ihren Urteilen die Krise verschärft zu haben. Daraufhin hatten die Behörden weltweit ein genaueres Auge auf die Bonitätswächter geworfen. Die Agenturen entgegnen, dass sie lediglich die Überbringer schlechter Nachrichten seien. Die Verantwortung für die Finanzmisere trügen die Staaten selbst. http://www.20min.ch/finance/news/story/EU-nimmt-Ratingagenturen-unter-di...

 

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22.06.2012 13:01
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«Mit jeder Abstufung sind wir dem Triggerpunkt einen Schritt näh

Moody's hat in der Nacht 15 Grossbanken abgestuft, darunter UBS und CS. Banken-Analyst Roger Degen von Julius Bär über die Folgen, die Reaktion der Schweizer Banken – und das Kreuz mit den Ratingagenturen.

 

Und auf längere Sicht gesehen, welche Folgen drohen?
Mit jeder Abstufung kommen wir der Schwelle, wo es heikel wird, einen Schritt näher. Wir sprechen vom Triggerpunkt. Wenn das Rating unter eine bestimmte Marke fällt, dann sind es vor allem die institutionellen Investoren, welche sich aus diesem Engagement zurückziehen müssen. Und das führt dann zu diesen raschen Abwärtsbewegungen. Passiert ist das zum Beispiel beim amerikanischen http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Mit-je...

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02.05.2012 18:24
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So kann es nicht weitergehen

Endlich geraten diese Agenturen in die Kritik. So viele Jahre war ihr Wort Gesetz. Ich will mir ja nicht mal vorstellen wie vie Geld da unter der Hand geflossen ist. Natürlich seien die seriösen der Gattung aus diesem Vorwurf ausgeschlossen. Trotzdem es ist Zeit, dass sich etwas ändert.

16.03.2012 10:46
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Europäischer Rating-Agentur fehlt das Startkapital

Der Start der Ratingagentur für Europa muss verschoben werden.

Eine von der Unternehmensberatung Roland Berger geplante unabhängige europäische Rating-Agentur muss ihren Start verschieben - wegen Geldmangel. http://www.cash.ch/news/topnews/europaeischer_ratingagentur_fehlt_das_st...

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Benjamin Franklin

27.02.2012 11:21
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s. oben

:bomb:

s. oben:biggrin:

Berkshire Hathaway: Warren Buffett hat seinen Nachfolger gefunden

Kategorie: US-Markt News | Uhrzeit: 09:28


Omaha (BoerseGo.de) - Starinvestor Warren Buffett hat einen Nachfolger für den Chefposten bei der Investmentholding Berkshire Hathaway gefunden, wie er im jährlichen Brief an seine Aktionäre schreibt.Buffett nannte allerdings keinen Namen.„Das Direktorium ist genauso begeistert von dem neuen Chef wie ich“, teilte Buffett lediglich mit.

Es wird vermutet, dass Ajit Jain als Buffetts Nachfolger auserkoren wurde. Jain leitet bisher das Rückversicherungsgeschäft bei Berkshire Hathaway. Außerdem wurden zwei weitere Ersatzkandidaten aufgestellt, dessen Namen aber ebenfalls nicht genannt wurden.

Zugleich kündigte der 81-jährige Buffett an, trotz seines fortgeschrittenen Alters solange wie möglich weitermachen zu wollen. An einen Rücktritt denke er noch nicht, so die Investment-Legende. Buffett leitet bereits seit 47 Jahren die Geschicke des Unternehmens.

Analysten sehen trotzdem das Nachfolgeverfahren eingeleitet. „Es gibt vermutlich einen Zeitplan für einen Rücktritt von zwei, drei Jahren“, sagte Michael Yoshikami von Destinaton Wealth Management. Im Vorjahr war noch David Sokol langjähriger Favorit bei der Nachfolge Buffetts. Sokol schied nach einem umstrittenen Aktienkauf aber überraschend aus dem Konzern aus.

Außerdem teilte Berkshire Hathaway mit Sitz in Omaha (US-Bundesstaat Nebraska) am Wochenende Zahlen zum vierten Quartal 2011 mit. Demnach konnte das Konglomerat einen Nettogewinn von 3,05 Milliarden Dollar einfahren, was jedoch deutlich unter dem Gewinn des Vorjahres mit 4,38 Milliarden Dollar liegt. Der Gewinn je Aktie sank von 2.656 Dollar im vierten Quartal des Vorjahres auf 1.846 Dollar.

 

Dirol

 

Emil

22.02.2012 10:18
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Die Migros setzt S&P vor die Tür

Seit 1998 liess sich der Grossverteiler durch die Ratingagentur Standard & Poor’s benoten. Jetzt ist damit fertig.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Die-Mi...

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Benjamin Franklin

16.02.2012 17:57
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Mein Rating für

Moody's:

Ba – Sehr abhängig von wirtschaftlicher Gesamtlage

Warren Buffet hält noch immer über 5% der kriegerischen Ratingagentur über Berkshire Hataway. Es sollen sogar um 13% sein. Wie lange noch?

http://www.berkshirehathaway.com/

Dirol

Emil

11.02.2012 07:12
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MarcusFabian hat am 10.02

MarcusFabian hat am 10.02.2012 - 15:25 folgendes geschrieben:

Der Punkt auf den ich aber hinaus will: Über sehr lange Perioden von >100 Jahren, folgt der Goldpreis sehr gut dem CPI, bietet also einen besseren Inflationsschutz als Papiergeld.

 

..wer "rechnet" als Anleger den schon wirklich über einen Zeitraum von >100 Jahren (ausser absolute Dummies die Verzweifelt und Hilflos "ihre Theorie" zurechtbiegen wollen und weltfremde Statistiker)  .. :mamba:

 

weico

 

 

10.02.2012 19:10
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7 hat am 10.02.2012 - 17:42

7 hat am 10.02.2012 - 17:42 folgendes geschrieben:

 

@ Es war 1974, ich meinte 1970er nicht 1970. Ich glaube mich zu errinnern, mein Gold 1974 damals zu Fr. 14700.-/kg verkauft zu haben. Habe das aber nicht verifiziert. Sollte ich mich geirrt haben, entschuldige ich mich und behaupte ich ab sofort das Gegenteil!

Beides ist plausibel: Als Nixon 1971 den Dollar von Gold entkoppelt hat, ist der logischer Weise innert kürzester Zeit abgeschmiert. Und die Derivate-Währungen, die am Dollar hängen natürlich ebenso Wink

 

10.02.2012 17:42
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@ Es war 1974, ich meinte

@ Es war 1974, ich meinte 1970er nicht 1970. Ich glaube mich zu errinnern, mein Gold 1974 damals zu Fr. 14700.-/kg verkauft zu haben. Habe das aber nicht verifiziert. Sollte ich mich geirrt haben, entschuldige ich mich und behaupte ich ab sofort das Gegenteil!

10.02.2012 15:53
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7 hat am 10.02.2012 - 15:16

7 hat am 10.02.2012 - 15:16 folgendes geschrieben:

Ich habe Angestellte in dem Alter das ich 1970 hatte. Die müssen halb so lange arbeiten für ein kg Gold als ich in ähnlicher Position 1970.  

Der Goldpreis ist heute bei 60'000 pro kg, 1970 war er gegen 5'000

Für 60'000 müssen die heute halb so lange arbeiten wie damals für 5'000? 

In welcher Branche &. Position?

 

 

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Benjamin Franklin

10.02.2012 15:40
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MarcusFabian hat am 10.02

MarcusFabian hat am 10.02.2012 - 15:25 folgendes geschrieben:

 

Der Punkt auf den ich aber hinaus will: Über sehr lange Perioden von >100 Jahren, folgt der Goldpreis sehr gut dem CPI, bietet also einen besseren Inflationsschutz als Papiergeld.

Da bin ich absolut gleicher Meinung.

Aber als Nichtökonom vermute ich, dass die Löhne in den hochentwickelten Staaten gegenüber dem Goldpreis zu hoch sind oder ist der Goldpreis zu tief.  Wie hat sich der Goldpreis in den letzten 20 Jahren im Betzug auf das Welt-Bip verändert? Oder ist das irrelevant?

10.02.2012 15:25
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7 hat am 10.02.2012 - 15:16

7 hat am 10.02.2012 - 15:16 folgendes geschrieben:

 

Man kann heute für 1kg Gold mehr Top- Anzüge kaufen als 1970, weiter reisen und öfters zum Arzt gehen und muss dafür weniger lange arbeiten.

Das darf man jetzt nicht auf die Goldwaage legen. In diesem Punkt hat Elias auch recht (wie ich gestern bestätigt habe): Auch Gold hat kurz- bis mittelfristig Über- und Unterbewertungen:

1970 war Gold eindeutig unterbewertet ($35). Das war ja auch der Grund, weshalb Frankreich seine Dollars in den USA gegen Gold eingetauscht hat. Deutschland ist dem Beispiel Frankreichs gefolgt, und als die Briten das dann auch noch wollten, hat Nixon das Goldfenster geschlossen, denn noch ein paar Jahre und Amerika hätte kein Gold mehr gehabt (die Reserven sind innert weniger Jahre von 22'000t auf die heute noch bestehenden 8'000t zusammengeschmolzen).

Demgegenüber war Gold 1981 bei im Schnitt $650, zu Spitzenzeit $834, eindeutig zu teuer.

Elias hat also recht, dass ein Anzug 1981 nicht 24 mal mehr gekostet hat als 1970. Egal ob in Dollar, Franken oder Arbeitszeit.

Entsprechen richtig: Vergleichen wir Gold und Teuerung über Jahrhunderte dann ist Gold bis 50% unterbewertet oder 100% überbewertet. Der Vergleich 1970 vs. 1981 ist also der Vergleich zweier Extreme.

Der Punkt auf den ich aber hinaus will: Über sehr lange Perioden von >100 Jahren, folgt der Goldpreis sehr gut dem CPI, bietet also einen besseren Inflationsschutz als Papiergeld.

 

10.02.2012 15:16
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Elias hat am 10.02.2012 - 09

Elias hat am 10.02.2012 - 09:18 folgendes geschrieben:

 

Nonsens.

Für den heutigen Goldpreis arbeit man länger als 1970. Dafür bekommt man heute 2 Anzüge zu 900$.  Entweder sind nun die Anzüge billiger geworden oder das Metall hat an Wert gewonnen. Beim Coiffeur sind die Preise wieder auf den Stand der 90er Jahre gesunken............ Ein Anzug + Gurt + Schuhe koste dazumal also nach deinen Aussagen umgerechnet Fr. 150

Ja, vieles ist billiger geworden!

Ich habe Angestellte in dem Alter das ich 1970 hatte. Die müssen halb so lange arbeiten für ein kg Gold als ich in ähnlicher Position 1970.  Zum Glück tragen diese keine Ramschanzüge für 450.-. Ein gutgemachter, gutgeschnittener Anzug kostet heute minimum das doppelte, Topqualität auch locker das vierfache  und ähnliches war schon 1970  für 450.- nicht  zu haben. Da hat es auch  immer mehr billigen Ramsch auf dem Markt, Globalisierung und technischer Fortschritt sei dank. Stil und Qualität bleibt auf der Strecke.

Man kann heute für 1kg Gold mehr Top- Anzüge kaufen als 1970, weiter reisen und öfters zum Arzt gehen und muss dafür weniger lange arbeiten.

10.02.2012 13:55
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MarcusFabian hat am 10.02

MarcusFabian hat am 10.02.2012 - 13:23 folgendes geschrieben:

Im Umkehrschluss: Dienstleistungen, die zu nahe 100% von menschlicher Arbeit abhängen (Coiffeur, Spitalpflege) und nicht rationalisiert werden können, könnten nur dann billiger werden, wenn die Löhne der entsprechenden Dienstleister sinken würden.

Soweit o.k.

Der Lohn ist ein Faktor.

Firmen ziehen um, wenn sie einen günstigeren Standort finden. Längere Öffnungszeiten bei gleicher Miete oder tiefere Einkaufspreise, Ärztegemeinschaften, etc. ergeben auch eine höhere Wertschöpfung.

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Benjamin Franklin

10.02.2012 13:23
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Sprechen wir jetzt darüber,

Sprechen wir jetzt darüber, wie die Preisentwicklung in den letzten 40 Jahren in Gold war, in Franken oder in Arbeitszeit? 

Das ist ja nicht dasselbe. 

In Arbeitszeit gerechnet:

Was ich aussagen wollte ist, dass grundsätzlich Dinge billiger werden, die automatisch hergestellt werden können. Computer, Elektroschrott sind klassische Beispiele.
Andererseits werden Dinge, die auch heute noch vor allem auf manueller menschlicher Arbeitsleistung basieren nicht billiger. Grob gesagt: Sie bleiben in Arbeitszeit gerechnet etwa gleich, da ja die Arbeitszeit auch beim Dienstleister den Grossteil der Kosten ausmacht. 
Klassische Beispiele - neben der Elektronik - für sinkende Preise dank Technologie:
* Lebensmittel, dank Mähdrescher, Traktoren (ein Mähdrescher ersetzt 200 Landarbeiter)
* Textilien dank Webmaschine (19. Jh. eine Webmaschine ist 70 mal effizienter als ein manuell betriebener Webstuhl).
* Transport: Eisenbahn vs. Ochsenkarren

Im Umkehrschluss: Dienstleistungen, die zu nahe 100% von menschlicher Arbeit abhängen (Coiffeur, Spitalpflege) und nicht rationalisiert werden können, könnten nur dann billiger werden, wenn die Löhne der entsprechenden Dienstleister sinken würden. Beispiel: Dein Lohn hat sich seit 19xx verdreifacht, jener der Krankenschwester nur verdoppelt. Dann ist - in Arbeitszeit gerechnet - die Spitalpflege für Dich billiger geworden.

Soweit einverstanden?

 

10.02.2012 09:18
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MarcusFabian hat am 09.02

MarcusFabian hat am 09.02.2012 - 23:36 folgendes geschrieben:

7 hat am 09.02.2012 - 14:35 folgendes geschrieben:

 Ist nicht auch Gold bezogen auf das Einkommen billiger geworden?

So betrachtet durchaus: Wir hatten technischen Fortschritt und können somit mehr mit weniger Arbeitsaufwand produzieren. Alles was sich durch Automatisation produzieren lässt ist somit billiger geworden. Technischer Fortschritt ist ja immer deflationär.

Was gleich teuer geblieben ist (im Verhältnis) sind nicht-automatisierbare Dienstleistungen. Nehmen wir z.B. den Coiffeur, ärztliche Leistungen, Pflege etc.

Nonsens.

Für den heutigen Goldpreis arbeit man länger als 1970. Dafür bekommt man heute 2 Anzüge zu 900$.  Entweder sind nun die Anzüge billiger geworden oder das Metall hat an Wert gewonnen. Beim Coiffeur sind die Preise wieder auf den Stand der 90er Jahre gesunken. Ärztliche Leistung ist ein noch weiterer Begriff als "Anzug". Ich tauche und mache jährlich den Tauchcheck. Es ist nicht teurer geworden. Die Reiseapotheke ist sogar billiger geworden. Die Krankenkassen werden teurer, weil öfters zum Arzt gegangen wird. 80% der Gesundheitskosten entstehen in den letzten 2 Lebensjahren.

Eine Unze Gold kostet 1970 rund 37 Dollar. Ein Anzug + Gurt + Schuhe koste dazumal also nach deinen Aussagen umgerechnet Fr. 150

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Benjamin Franklin

09.02.2012 23:36
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7 hat am 09.02.2012 - 14:35

7 hat am 09.02.2012 - 14:35 folgendes geschrieben:

 Ist nicht auch Gold bezogen auf das Einkommen billiger geworden?

So betrachtet durchaus: Wir hatten technischen Fortschritt und können somit mehr mit weniger Arbeitsaufwand produzieren. Alles was sich durch Automatisation produzieren lässt ist somit billiger geworden. Technischer Fortschritt ist ja immer deflationär.

Was gleich teuer geblieben ist (im Verhältnis) sind nicht-automatisierbare Dienstleistungen. Nehmen wir z.B. den Coiffeur, ärztliche Leistungen, Pflege etc.

 

 

09.02.2012 22:46
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7 hat am 09.02.2012 - 14:35

7 hat am 09.02.2012 - 14:35 folgendes geschrieben:

Ich glaube mich zu erinnern, dass um 1970 für 1kg Gold etwa einen Mittelklassewagen zu kaufen war, heute auch. 

Der Grundpreis (1970) für den VW 1302 war DM 5'745
Der Goldpreis lag bei 37 Dollar die Unze
Der Dollar kostete Chf 4.30 bzw. DM 3.65
37 x 35 x 4.30 = Chf 5'568 pro Kilo Gold
37 x 35 x 3.65 = DM 4'727 pro Kilo Gold

Der Ford Cortina meines Vaters kostete Mitte der 60er Jahre schlappe 6'000 Franken. Der Toyota Crown Anfangs der 70er um die 13'000.

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