Rauchverbot im Restaurant

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15.04.2009 16:07
#1
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Rauchverbot im Restaurant

Hallo Zusammen

Am 17. Mai 2009 wird im Kanton Baselland über ein Rauchverbot in Restaurants/öffentlichen Lokalen abgestimmt. Dies zum Schutz der Passivraucher.

Mich würde interessieren was für eine Meinung ihr dazu habt? Findet ihr das gut/schlecht, warum? Auch bezogen auf die Privatwirtschaft (Wirt)!? Oder wenn es Leute hier hat, bei denen dies im Kanton schon so ist, von ihren Erlegbissen erzählen (glaube aber, dass es nur im Kanton TI so ist!?)

Meine Meinung werde ich später auch gerne Kund tun...

Danke euch...

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"Ich weiss, dass ich nichts weiss"
28.03.2014 10:39
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Selector hat am 28.03.2014 - 10:06 folgendes geschrieben:

 

http://www.gesundheitsfoerderung-zh.ch/fileadmin/user_upload/publikationen/Broschueren_diverse/Jugendliche_rauchen_kiffen_trinken.pdf


Gibt es übrigens bereits ein Kiff-Verbot in Restaurants?

 the running gag.....

 

Siehe Kiffen & Sport http://de.wikipedia.org/wiki/FC_Kiffen_08_Helsinki

 

 

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

28.03.2014 10:06
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28.03.2014 08:07
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Rauchverbot reduziert Zahl der Frühgeborenen

Seit in öffentlichen Gebäuden das Rauchen verboten ist, werden in Europa und Nordamerika mehr gesunde Kinder geboren.

Rauchverbote wirken. Bereits innerhalb eines Jahres nach der Einführung eines Verbots in öffentlichen Gebäuden gebe es zehn Prozent weniger Frühgeburten und junge Asthma-Patienten in Krankenhäusern, berichten Forscher der Universität Maastricht in der Fachzeitschrift «The Lancet». Die Zahl der Neugeborenen mit sehr geringem Geburtsgewicht sei um fünf Prozent gesunken.

Das Team um Jasper Been von der Universität Maastricht hatte elf Studien aus den Jahren 2008 bis 2013 ausgewertet, sechs aus Europa und fünf aus Nordamerika. Die Daten umfassen 2,5 Millionen Geburten und knapp 250 000 klinisch behandelte Asthma-Anfälle bei Kindern. «Zusätzlich zu den bereits bekannten Vorteilen für die Gesundheit von Erwachsenen beweist unsere Studie deutlich, dass Rauchverbote beträchtliche Vorteile für die vorgeburtliche Gesundheit und die Gesundheit von Kindern haben», wird Been in einer Mitteilung zitiert.

Nichtraucherschutz ist ausbaufähig

In vielen europäischen Ländern wurden in den vergangenen Jahren Rauchverbote erlassen. Auch in der Schweiz ist das Rauchen in öffentlichen Einrichtungen, Verkehrsmitteln sowie weitgehend auch in Restaurants und Gaststätten verboten. In Fumoirs hingegen ist es gestattet.

Weltweit lebten derzeit allerdings nur 16 Prozent der Menschen in Ländern mit umfassenden Rauchverboten, 40 Prozent aller Kinder seien regelmässig Tabakqualm ausgesetzt, heisst es in «Lancet». Mehr als 11 Prozent der Neugeborenen kommen derzeit zu früh auf die Welt — 15 Millionen Babys jährlich.

Weniger rauchende Schwangere

Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht von fast sechs Millionen Tabaktoten jährlich aus, mehr als 600'000 davon seien Passivraucher. Die Studie belege, dass Rauchverbote am Arbeitsplatz, in Restaurants und öffentlichen Gebäuden gesundheitliche Risiken für Babys im Mutterleib und Kinder entscheidend verringern. Ausserdem würden die Gesundheitsausgaben gesenkt, betonen die Forscher.

Frühere Studien hätten gezeigt, dass Rauchverbote die Zahlen rauchender Schwangerer sowie passiv mitrauchender Kinder in Haushalten senken. Anders als vielfach befürchtet gebe es nicht weniger, sondern mehr rauchfreie Haushalte, nachdem ein Rauchverbot für öffentliche Einrichtungen erlassen wurde.

http://www.20min.ch/wissen/news/story/Rauchverbot-reduziert-Zahl-der-Fru...

 

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Benjamin Franklin

22.08.2013 13:58
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10.-- CHF resp. 0.50 CHF pro Zigarette! Ein Aufschlag auf CHF 11.-- finde ich persönlich für übertrieben.

Überheblich, arrogant oder eben doch "nur" genial?

22.08.2013 12:29
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Cambodia hat am 21.08.2013 - 21:40 folgendes geschrieben:



10 Franken einheitlich pro Schachtel für alle Marken fände ich angemessen. Zudem müsste das Rauchen im nur noch im privaten Raum (Grundstück/Wohnung/Auto) und falls keine Jungendlich unter 18 Jahren anwesend sind erlaubt sein.


Geschlossene Fumoirs aller Art mit Rauchabzug und Selbstbediendung (Restaurants, Bahnhöfe, Sportstadien, Konzertlokale, Kinos etc.) , Smokerclubs und  Smokeranlässe ab 18 Jahren sollten ohne Bewilligung und nach einer feuerpolizeilichen Prüfung erlaubt sein.


+1!!!

Einer Straßenbahn und einer Aktie darf man nie nachlaufen. Nur Geduld: Die nächste kommt mit Sicherheit. André Kostolany

21.08.2013 21:40
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10 Franken einheitlich pro Schachtel für alle Marken fände ich angemessen. Zudem müsste das Rauchen im nur noch im privaten Raum (Grundstück/Wohnung/Auto) und falls keine Jungendlich unter 18 Jahren anwesend sind erlaubt sein.

Geschlossene Fumoirs aller Art mit Rauchabzug und Selbstbediendung (Restaurants, Bahnhöfe, Sportstadien, Konzertlokale, Kinos etc.) , Smokerclubs und  Smokeranlässe ab 18 Jahren sollten ohne Bewilligung und nach einer feuerpolizeilichen Prüfung erlaubt sein.

Überheblich, arrogant oder eben doch "nur" genial?

21.08.2013 12:19
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Bis zu 11 Franken pro Schachtel Zigaretten

Was harmols tönt, könnte für Raucher böse Folgen haben: «Bundesrat eröffnet Vernehmlassungsverfahren zur Änderung des Tabaksteuergesetzes», so der Titel eines Communiqués des eidgenössischen Finanzdepartements. Die Kompetenz des Bundesrates zur Erhöhung der Tabaksteuer auf Zigaretten sei mit der letzten Erhöhung am 1. April 2013 (Steuer-Preisschritt von 10 Rappen je Schachtel Zigaretten) vollständig ausgeschöpft worden, heisst es in der Mitteilung. Sechsmal hat der Bund in den letzten zehn Jahren den Preis der Zigaretten erhöht, um insgesamt 1.70 Franken.

Der Bundesrat habe nun an seiner heutigen Sitzung die Vernehmlassung zur Änderung des Tabaksteuergesetzes eröffnet. Die Änderung bewirke zwar keine unmittelbare Steuererhöhung. Hingegen räume sie dem Bundesrat eine Steuererhöhungskompetenz für Zigaretten und Feinschnitttabak ein und gebe ihm so weiterhin Handlungsspielraum im Bereich der Tabaksteuerpolitik.

«Ausgehend vom aktuellen Preis der meistverkauften Preisklasse von 8.20 Franken ermöglicht die neue Kompetenz Steuererhöhungsschritte von insgesamt 2.80 Franken je Schachtel Zigaretten», heisst es. Wie Stefan Schmidt, Chef Sektion Tabak- und Bierbesteuerung, beim Finanzdepartement auf Anfrage bestätigt, würde so ein Maximalpreis von 11 Franken möglich.

Der Bundesrat verfolge seit Jahren das Ziel, die schweizerische Tabaksteuerbelastung dem EU-Mindestniveau anzunähern und dem Bund mit Tabaksteuererhöhungen Mehreinnahmen zu verschaffen, schreibt das EFD. Die Einnahmen aus der Tabaksteuer werden zweckgebunden für die Finanzierung des Bundesbeitrages an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung sowie an die Ergänzungsleistungen eingesetzt.

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Bis-zu-11-Franken-pro-Schac...

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Benjamin Franklin

06.06.2013 17:10
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Tagblatt Online, 06. Juni 2013 06:51:00

In Fumoirs wird wieder bedient

Bald bedient: Das Goliathstübli – ältestes Fumoir in St. Gallen. (Bild: Stefan Beusch)

Der Kanton lockert das Rauchverbot in den Restaurants und lässt bediente Raucherzimmer zu. Die Lungenliga reagiert empört und verlangt eine neue Volksabstimmung.

CHRISTOPH ZWEILI

Soll in Fumoirs bedient werden dürfen oder nicht? – Die vom Rat überwiesene SVP-Motion «Korrekturen in der Gesetzgebung zum Schutz vor Passivrauchen» aus dem Jahr 2011 liess eine kontroverse Debatte erahnen. Und gestern schwebten dann tatsächlich Pulverdampf und Rauchschwaden im Ratssaal – quer durch alle Parteilager ging der Riss. Mit 66 zu 44 Stimmen setzten sich schliesslich SVP, CVP/EVP und BDP/GLP gegen FDP, Ratslinke und Grüne durch.

Erst vor drei Jahren abgestimmt

Erfolglos erinnerte eine Mehrheit der FDP daran, dass der Kanton St. Gallen erst im September 2009 eine Initiative der Lungenliga zum Schutz vor Passivrauchen mit einer Mehrheit von 59 Prozent angenommen habe. Seither geht der Kanton St. Gallen mit den beiden Basel restriktiver vor als der Rest der Schweiz: Seit Juli 2010 sind kleine Raucherlokale und bediente Fumoirs in Restaurants verboten.

Kantonsrat Patrick Dürr (CVP, Widnau) sah namens einer Mehrheit der CVP-/EVP-Fraktion im vorliegenden Nachtrag zum Gesundheitsgesetz einen Kompromiss. Die «St. Galler Lösung» sei doch «geradezu grotesk», wenn heute der Gast dem Servicepersonal die Getränke an der Tür zum Fumoir abnehmen müsse.

Gleich zweimal stand die Drohung im Raum: «Sollte der Rat zustimmen, ist ein Referendum wahrscheinlich», stellte Thomas Ammann (FDP, Waldkirch) in Aussicht. Noch deutlicher warnte der zweite Mediziner, Thomas Warzinek (CVP, Mels), vor einem Einknicken gegenüber der Gastro-Lobby: «Es ist klar, dass die Lungenliga das Referendum ergreifen wird, wenn der Rat der Vorlage zustimmt.»

Davon war allerdings in einer ersten Reaktion nicht die Rede. Der Kantonsrat missachte Volkswillen und Gesundheitsschutz, schreibt die Lungenliga zwar im gestrigen Communiqué. Die Gesundheitsorganisationen akzeptierten den «Rückschritt zu verrauchten Arbeitsplätzen» nicht. «Wir fordern den Kantonsrat auf, den Vorstoss erneut dem St. Galler Stimmvolk vorzulegen», heisst es dann aber etwas kraftlos.

Neun von zehn sind zufrieden

Gemäss einer Umfrage seien 89 Prozent der Bevölkerung mit dem geltenden Schutz vor Passivrauchen zufrieden, war auch in der Ratsdebatte argumentiert worden. Die «St. Galler Lösung» sei verhältnismässig und werde gut eingehalten.

Kantonsrätin Verena Frick (SVP, Salez) sieht in der Umsetzung der SVP-Motion keine Zwängerei, wie sie selber sagte, «sondern eine Umsetzung des aktuellen Volkswillens». Contre cœur kam die Regierung dem Motionsauftrag nach. «Wenn Sie als Parlament aber Nichteintreten beschliessen, ist das vielleicht auch keine schlechte Idee», riet Gesundheitschefin Heidi Hanselmann dem Kantonsrat. Es kam anders.

save the world its the planet with chocolate...

04.06.2013 13:06
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Zigi-Pausen kosten Firmen jährlich 6000 Dollar

Eine Untersuchung der Ohio State University zeigt: Wegen rauchenden Mitarbeitenden gehen Unternehmen jedes Jahr Geld verloren. Das liegt vor allem an den zusätzlichen Pausen.

 

Ein Raucher kostet seinen Chef im Durchschnitt etwa 6000 Dollar mehr im Jahr als ein Nichtraucher. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten US-Studie hervor. Vor allem Zigarettenpausen tragen zu den Mehrkosten bei.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Zigi-Pausen-kosten-Firmen-jaehrli...

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Benjamin Franklin

04.05.2012 17:14
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Rauchverbot

Ich gratulliere uns zu dieser Entscheidung. Ich bin selber leidenschaftliche Raucherin. Anfangs habe ich gedacht ich würde es vermissen beim Kaffee wie gewohnt meine Zigarette zu rauchen. Mittlerweile finde ich es eine richtige Wohltat beim essen frische Luft einzuatmen. Die Lebensqualität ist meiner Meinung nach wirklich gestiegen. 

07.03.2012 08:10
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Zehn Prozent weniger Frühgeburten

Auch die Zahl der Neugeborenen, die für ihr Alter viel zu klein seien, habe abgenommen, heisst es in der Untersuchung der Universität Glasgow, die im Fachjournal «PLoS Medicine» vorgestellt wurde. Ein Zusammenhang zeige sich sowohl bei rauchenden als auch selbst nicht rauchenden Müttern - was zeige, wie gefährlich auch das Passivrauchen sei.

«Die Beweise, dass die Tabak-Kontrolle durch Gesetze positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat, nehmen weiter zu», heisst es in der Studie. Weitere Länder sollten mit eigenen Regelungen nachziehen, empfehlen die Forscher.

Als Grundlage nutzten die Wissenschafter Daten zu allen Neugeborenen in Schottland, die zwischen Januar 1996 und Dezember 2009 das Licht der Welt erblickten. Schottland hatte seine Anti-Raucher-Gesetze im März 2006 eingeführt.

Seither sei die Zahl der Frühchen um zehn Prozent zurückgegangen, schreiben die Forscher. Fünf Prozent weniger Babys wurden zu klein geboren, bei den extrem kleinen betrug der Rückgang acht Prozent. Die Zahl rauchender Mütter sei von 24,5 Prozent vor dem Rauchverbot auf 18,8 Prozent danach gesunken. http://www.20min.ch/wissen/gesundheit/story/Weniger-Fruehchen-dank-Rauch...

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09.11.2010 14:48
Bild des Benutzers Pesche
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Rauchverbot im Restaurant

Ich geniesse es, als Raucher, endlich ein gutes Essen ohne Rauch.

Man musste doch schon Glück haben wenn man in einer Beiz sein Essen geniessen wollte ohne, dass am Nebentisch,nicht plötzlich eine Zigarette angezündet wurde.

Seit einem jahr musste ich mich nicht mehr ärgern.

Die leute stehen auf, gehen nach draussen paffen eine und kommen wieder rein. Jeder hat sein Spass. Glaubt mir, was da für Gespräche aufkommen draussen an der Kälte. Jeder sitzt doch an seinem eigenen Tisch, eine Zigarette später sitzen die Leute zusammen. Da wird dutzis gemacht und Banden geknüpft.

Wenn die Schweiz in 20 Jahr eine Überbevölkerung hat, dann verdanken wir das dem Rauchverbot. Blum 3

Geld stinkt, aber ich liebe den Geschmack

07.11.2010 12:55
Bild des Benutzers Elias
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Rauchverbot im Restaurant

Quote:

Qualmer sollen auf Kosten der Kasse untersucht werden

Hoffnung für Raucher

Ein Lungenspezialist fordert regelmässige Vorsorge-Untersuchungen – auf Kosten der Krankenkasse. Weil das letztlich Geld spart.

Natürlich ist die beste Prophylaxe gegen Lungenkrebs, einfach nicht zu rauchen. Doch auch für jene rund 25 Prozent Schweizerinnen und Schweizer, die das nicht können oder wollen, gibt es Hoffnung, nicht oder wenigstens später an Lungenkrebs zu sterben – dank Früherkennung durch regelmässige Untersuchungen im Computertomografen (CT). Dies hat jetzt die grösste und teuerste weltweite Medizinstudie ergeben.

http://www.blick.ch/news/schweiz/hoffnung-fuer-raucher-160165

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Benjamin Franklin

26.10.2010 01:46
Bild des Benutzers MarcusFabian
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Rauchverbot im Restaurant

Hm, das würde bedeuten: Es hat erst eines Rauchverbotes bedurft, dass die Beizer gemerkt haben, dass mit Nichtrauchern mehr Umsatz zu machen ist?

Glaub ich nicht. Du etwa?

(Elias glaubt's, das wissen wir. Aber Du?)

25.10.2010 13:10
Bild des Benutzers Elias
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Rauchverbot im Restaurant

Quote:

Beizer machen dank Rauchverbot mehr Umsatz

25. Okt. 2010

Das Rauchverbot mache ihnen das Geschäft kaputt, sagten viele Wirte vor der Einführung im Mai dieses Jahres. Doch für einige ist genau das Gegenteil der Fall.

Als «Raucherhöhle» wurde die Bodega im Zürcher Niederdorf früher liebevoll bezeichnet. Doch die Einführung des Rauchverbots hat dem Lokal trotzdem nicht geschadet. Das Restaurant konnte in den letzten Monaten sogar neue Kunden dazugewinnen. «Das sind Gäste, die vor 20 Jahren zu unseren Kunden gehörten, sich aber mit den Jahren nicht mehr dem Rauch aussetzen wollten», sagt die Wirtin Brigitte Winistörfer heute in der NZZ. «Wir haben seit dem 1. Mai mehr Umsatz.»

Erst 15 Fumoirs defintiv abgenommen

Auch im Johanniter im Niederdorf macht sich das Rauchverbot bezahlt. Die Wirte stellten statt der Bar 38 zusätzliche Plätze zum Essen bereit. «An den Tischen generieren wir mehr Umsatz als früher an der Bar», zitiert die NZZ Mitinhaber René Plattner. Ein Fumoir eingerichtet hat er nicht: 100'000 Franken müsste Platter dafür investieren, und so viel sei ihm das Risiko nicht wert, sagt er.

Bisher hat das Amt für Baubewilligungen 50 Bewilligungen für Fumoirs erteilt – erst 15 davon sind vom Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich definitiv abgenommen. Dazu gehört jenes der Blue-Monkey-Bar beim Stüssihof. Der Geschäftsleiter Emanuel Fiegel ist zuversichtlich, dass die Kosten dafür amortisiert werden. «Wir sind mit der Auslastung sehr zufrieden.»

Tabakverkauf zurückgegangen

Gar nicht gut kommt das Rauchverbot dagegen im Restaurant X-Tra: Dort wird das Fumior zwar auch rege besucht, aber das Rauchverbot habe jede Art von Gemütlichkeit zum Verschwinden gebracht. Seit dem Mai verzeichne das Lokal am Limmatplatz finanzielle Einbussen von zehn Prozent.

Für Otto Brändli, Präsident der Lungenliga Zürich, ist die Einführung des Rauchverbots positiv ausgefallen – nicht zuletzt deswegen, weil Raucher auf die eine oder andere Zigarette verzichten. Tatsächlich sind im Detailhandel die Tabakumsatzzahlen seit dem Mai monatlich um bis zu neun Prozent gesunken.

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Beizer-machen-dank-Rauchverbo...

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Benjamin Franklin

23.10.2010 20:37
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Rauchverbot im Restaurant

Ramschpapierhaendler wrote:

Ok, ich geb dir recht. Ich hab nicht daran gedacht, dass unter Bargängern der Anteil der Raucher sowieso grösser ist.

Das täuscht. Wie oft habe ich die Bottega in Rapperswil (mittlerweile mit Fumoir) nach einem Bier verlassen, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe, neben einem Kettenraucher zu sitzen. Und ich war nicht der einzige. Ihr 30% Raucher habt den Wirten geschadet, nicht wir 70% Nichtraucher.

Ramschpapierhaendler wrote:

Stimmt, ich bin süchtig. Aber ber damit hat das nichts zu tun. Ganz generell setze ich bei der Diskussion Rücksichtnahme der Raucher voraus. Ich hab schon in den 80/90ern die Leute am Nebentisch gefragt bevor ich mir eine Zigi anzündete bzw. sie jeweils sofort ausgedrückt, wenn der Rauch in die Richtung von Nichtrauchern ging. Ist halt in etwa wie im Strassenverkehr (abgesehen von der Sucht): Es gibt dort auch rücksichtslose Menschen. Trotzdem spricht niemand von einem Autoverbot.

In der Johanna in Jona kommen immer noch solche Diskussionen auf. Der Wirt hat ein Tipi aufgestellt, damit man draussen in Ruhe paffen kann, trotzdem gibt es unterbelichtete, die ums verrecken drinnen eine anzünden wollen.

Auto: Lebenslängliches Fahrverbot für Raser http://www.ignoranz.ch/forum/4_3366_21.html

wenn jemand ohne Führerschein und/oder ohne eigenes Auto rasen will, dann tut er es. Oder hat eine Todesstrafe jemals einen Mord verhindert?

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23.10.2010 19:12
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Rauchverbot im Restaurant

Fine-Tuner wrote:

Rauchverbot an öffentlichen Orten ist ok.

Rauchverbot in Restaurants ist eine Frechheit.

Ich weiss nicht, welcher Idiot auf die Idee kam, Restaurants als öffentliche Orte zu qualifizieren.

MarcusFabian wrote:

Die Nichtraucher sind also eher bereit, den Rauch zu ertragen

Ob und wieviele Beizen schlussendlich wegen des Rauchverbots in's Gras beissen, werden wir wohl erst in einem halben Jahre wissen.

Nun mal halblang :!: Ihr seid süchtig. Anders lässt sich die hanebüchene Argumentation nicht erklären.

Süchtig zu sein ist nicht weiter schlimm, wenn man die Grösse dazu hat, zur Sucht zu stehen. Ich habe nichts dagegen, wenn jemand seiner Sucht nachfrönt, solange nicht andere daran teilnehmen müssen.

Wie sind eine Suchtgesellschaft

Drogensucht (legal / Illegal), Religionssucht, Magersucht, Fettsucht, Geltungssucht, Beziehungssucht, Kaufsucht, Sexsucht, Arbeitssucht, Beschuldigungssucht, Leidenssucht, Spielsucht, Medikamentensucht und weiss der Geier was sonst noch.

Wichtig ist, zur Sucht zu stehen. Ob man der Sucht entsagen will, sei dahingestellt.

Raucht wo ihr wollt, aber nicht in geschlossenen Räumen.

Und sonst hört auf, auf jene perversen Banker einzudreschen, auf die ihr doch so gerne eindrescht. Ihr seit keinen Dreck besser. Auf die anderen mit dem Finger zeigen und von Verantwortungslosigkeit labern, selbst aber genau so verantwortungslos zu handeln, das geht nicht. Unverantwortliche Banker oder unverantwortliche Raucher (= in Gesellschaft von Nichtrauchern) sind auf einer Stufe. Raucher unter Rauchern, dagegen sage ich nichts, von mir aus, pafft euch zu Tode.

Quote:

Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zur Lösung des. Problems beiträgt, ist er selbst ein Teil des Problems.

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Benjamin Franklin

23.10.2010 17:29
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Rauchverbot im Restaurant

Ramschpapierhaendler wrote:

Weil der Markt hier eben nicht funktioniert!

Warum funktioniert der Markt nicht? Antwort, weil Nichtraucher weniger Bars besuchen.

Wäre es rentabel gewesen, reine Nichtraucher-Bars zu eröffnen, wäre das getan worden.

Ich bin auch damit einverstanden, dass im Gastronomie-Bereich - also, wo an Tischen gesessen und gegessen wird - Rauchverbot gilt. Es stört ja nicht, ab und zu mal vor die Türe zu gehen, um eines zu paffen.

Aber in einer Bar wo nicht gegessen wird, finde ich, sollte Rauchen nach wie vor erlaubt sein.

Dein Vorschlag betr. der guten Lüftung ist übrigens der beste Vorschlag, den ich bisher zu dem Thema gehört habe. :!:

Ramschpapierhaendler wrote:

Einen Nichtraucher kann es aber bereits aus der Beiz jagen wenn auch nur ein einziger anderer Gast raucht. Deshalb sind es sozusagen ungleiche Kräfteverhältnisse, die den Markt verzerren.

Hierzu folgende Geschichte:

Eine Beiz in St. Gallen hat zwei Gasträume. Im Erdgeschoss und im 1. Stock.

Entsprechend ist das Erdgeschoss Nichtraucher und 1. Stock Raucher.

Interessant ist, dass auch die Nichtraucher in den 1. Stock gehen. Denn dort ist was los, da sind andere Gäste, herrscht Atmosphäre. Die Nichtraucher sind also eher bereit, den Rauch zu ertragen als in einem leeren Restaurant zu essen.

Die Qualität einer Beiz definiert sich also nicht nur über die Qualität des Essens, der Freundlichkeit der Bedienung und ob Raucher oder Nichtraucher sondern auch über die anderen Gäste, die Atmosphäre. Das sollte man auch nicht ausser acht lassen.

Ob und wieviele Beizen schlussendlich wegen des Rauchverbots in's Gras beissen, werden wir wohl erst in einem halben Jahre wissen.

Das verschärfte Rauchverbot trat ja erst im Mai in Kraft und während der folgenden Sommermonate konnte man bequem draussen essen, trinken, rauchen.

Interessant wird es deshalb, die Umsätze in den kalten Wintermonaten zu beobachten.

23.10.2010 15:46
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Rauchverbot im Restaurant

Rauchverbot an öffentlichen Orten ist ok.

Rauchverbot in Restaurants ist eine Frechheit.

Ich weiss nicht, welcher Idiot auf die Idee kam, Restaurants als öffentliche Orte zu qualifizieren.

Restaurants sind private Orte. Wäre dem nicht so, müssten wir Steuerzahler am Schluss noch defizitäre Reataurants subventionieren!!

Das Restaurant gehört einer privaten Person, sie kann entscheiden ob Rauch oder nicht Rauch. Wichtig ist nur die Deklaration.

Übrigens:

Dass Raucher unterm Strich (...oder unterm Boden) die besseren oderen zumindest billigeren Staatsbürger sind, ist eine unliebsame Wahrheit.

Fine-Tuner

23.10.2010 10:53
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Rauchverbot im Restaurant

MarcusFabian wrote:

Ich meine, es sollte der Markt entscheiden:

Gurtenobligatorium, Katalysatoren, Grenzwerte, Limiten, Verbote: Sie alle hat's gebraucht, weil weder Markt noch Verstand ausgereicht hat. Man gönnt sich Freiheiten auf Kosten anderer.

MarcusFabian wrote:

Immer wieder gibt es auch Berichte von kleinen Gaststätten, die mit Inkrafttreten des neuen Nichtraucherschutzes ganz geschlossen haben. Um einem Konkurs zuvor zu kommen. Das Argument: Raucher sind die besseren Kunden. Thimm kann das aus ihrer eigenen Erfahrung heraus bestätigen: "Viele von den Gästen, die hier viel trinken, rauchen auch mal an einem Abend eine ganze Schachtel Zigaretten weg."

http://www.stern.de/politik/deutschland/rauchverbot-das-ist-hier-keine-w...

Quote:

Mehr Beizen als vor dem Rauchverbot

Wegen dem Rauchverbot befürchten Wirte das Ende ihrer Beizen. Eine neue Umfrage weist jedoch ein robustes Wachstum der Gastronomie-Branche aus.

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Mehr-Beizen-als-vor-dem-Rau...

Quote:

Kein Beizensterben wegen Rauchverbot

Gegen das Rauchverbot führen die Wirte dramatisch sinkende Umsätze ins Feld. Zu einem Beizensterben hat das angebliche Ausbleiben der Gäste jedoch nicht geführt – auch nicht in jenen Kantonen, die seit mehreren Jahren ein Rauchverbot kennen.

Im Gegenteil: Seit Jahren gibt es in der Schweiz rund 20’000 Gastronomieunternehmen – Tendenz steigend. Eine Erhebung des Gläubigerverbands Creditreform, die der Nachrichtenagentur SDA vorliegt, weist über die letzten zehn Jahre ein robustes Wachstum der Branche aus.

http://www.wpspress.com/kein-beizensterben/

Es hat zu viele Beizen in der Schweiz, das ist das Problem. Jedem Ausländer der hier her kommt fällt das auf. Es machten vor dem Rauchverbot Beizen dicht und es wird nachher auch so sein.

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Benjamin Franklin

23.10.2010 04:40
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Rauchverbot im Restaurant

Elias wrote:

Es kann doch nicht sein, dass die Mehrheit der Nichtraucher 70% sich nach der Minderheit der Raucher 30% richten muss.

Ich weiss von mindestens zwei Bars in St. Gallen, die geschlossen werden mussten. Habe selbst auch mit einem Barbesitzer in Burgdorf gesprochen, der enorme Einbussen hat. Die Raucher bleiben weg und Nichtraucher kommen nicht.

Ich kenne auch Nichtraucher, die gegen das Verbot sind. Einfach deshalb, weil hier wieder mal von oben etwas diktiert wird.

Ich meine, es sollte der Markt entscheiden: Mal angenommen, es öffnet eine Nichtraucher-Bar und hat enormen Erfolg während nebenan die Raucher Bar leer ist. Dann hätte das ganz automatisch Signalwirkung für andere Bars, die dann ebenfalls zu Nichtraucherbars würden, um ihren Umsatz zu steigern. Entsprechend würden sich die Raucher dann auf die wenigen verbleibenden Bars konzentrieren. Irgendwann würde es sich einpendeln. Bei einem Verhältnis von 70:30 von Nichtraucher zu Raucher wären schlussendlich auch die Bars in diesem Verhältnis aufgeteilt. Es braucht also gar keinen Druck von oben.

Jetzt haben wir die Situation: Der Gast will rauchen, der Wirt würde es gerne zulassen, der Barfrau wäre es auch recht, weil sie vielleicht selber raucht und gerne Umsatz macht. Aber alle dürfen nicht, weil ein paar Beamte ein neues Gesetz erfunden haben.

Ich habe keine Zahlen und Statistiken. Aber ich bin relativ häufig in Hotels und kenne die Bars meiner Stamm-Hotels vor und nach Rauchverbot.

Ich bin mir bewusst, das meine persönlichen Beobachtungen nur einen kleinen Teil abdecken aber überall, egal in welchem Kanton, stelle ich folgendes fest:

Vor dem Rauchverbot haben in den Bars etwa 90% der Gäste geraucht. Wenn die Raucher nur 30% der Bevölkerung ausmachen und Nichtraucher ähnlich gute Gäste wären wie Raucher, hätte das Verhältnis auch in den Bars ähnlich sein müssen. War es aber nicht. Ich weiss nicht, ob es zur "Kultur des Rauchers" gehört, dass er eher geneigt ist, sich nach der Arbeit noch an der Bar mit Kumpels ein Bierchen und Zigarettchen zu gönnen als ein Nichtraucher.

Jedenfalls - so mein intuitiver Eindruck - ist an denselben (Hotel-) Bars, die früher am Abend immer gut besucht waren, nun tote Hose.

Ich nehme mal an, es gibt noch mehr Leser hier, die öfter geschäftlich in Hotels übernachten. Mich würde eure Erfahrung interessieren.

Hierzu auch:

Quote:

Die Gaststättenverbände und Handelskammern veröffentlichten Statistiken, nach denen Einraumgaststätten flächendeckend Umsatzrückgänge im zweistelligen Prozentbereich zu verkraften hatten.

...

Immer wieder gibt es auch Berichte von kleinen Gaststätten, die mit Inkrafttreten des neuen Nichtraucherschutzes ganz geschlossen haben. Um einem Konkurs zuvor zu kommen. Das Argument: Raucher sind die besseren Kunden. Thimm kann das aus ihrer eigenen Erfahrung heraus bestätigen: "Viele von den Gästen, die hier viel trinken, rauchen auch mal an einem Abend eine ganze Schachtel Zigaretten weg."

http://www.stern.de/politik/deutschland/rauchverbot-das-ist-hier-keine-w...

22.10.2010 16:01
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Rauchverbot im Restaurant

MarcusFabian wrote:

Man müsste vielleicht differenzieren.

Rauchverbot in Speiselokalen ist ok.

Rauchverbot in einer Bar hingegen nicht.

Raucher sind die besseren Gäste. Man trifft sich zum Feierabendbier, steht an der Bar, raucht seine Zigarette und aus einem Bier werden dann zwei oder drei. Jetzt kommen die Leute nur noch auf das eine Bier und gehen dann wieder. Die Anzahl der Bars, die seit Einführung des Rauchverbotes geschlossen werden mussten, spricht da Bände.

Wieviele wurden geschlossen?

Quote:

Zürcher Clubs graben sich das Wasser ab

Gleich fünf Zürcher Clubs schossen in den letzten Wochen aus dem Boden. Szenekenner erwarten einen harten Verdrängungskampf.

Die Zürcher Tanzflächen wachsen indes unvermindert weiter: Mitte November soll beim Letzipark der Grossclub «Komplex» eröffnet werden.

http://www.20min.ch/news/zuerich/story/Zuercher-Clubs-graben-sich-das-Wa...

Ich rauche gelegentlich, finde es aber in geschlossenen Bars, Restaurants, etc. doof. Allein schon wegen den gesundheitlichen Aspekten. Es ist absurd, sich über die Krankenkassenprämien aufzuregen und sich ungesund zu verhalten. Wir brauchen dieses Gesetz genau so, wie wir das Gutenobligatorium gebraucht haben. Mit Vernunft und gut zureden geht das nicht. Speziell wenn man süchtig ist.

Quote:

29 Prozent der Schweizer Bevölkerung rauchen

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/schweizer_raucher_1.726119.html

Es kann doch nicht sein, dass die Mehrheit der Nichtraucher 70% sich nach der Minderheit der Raucher 30% richten muss. Von diesen 30% sind 2/3 Frauen. Das kommt daher, dass Frauen weniger Zigaretten brauchen um süchtig zu werden und ihre Abhängigkeit ist stärker als bei den Männern. Und sie erkranken häufiger als Männer, was sich in den kommenden Jahren bemerkbar machen wird.

Nichtraucher sind die besseren Gäste.

Man trifft sich zum Feierabendbier, steht an der Bar, raucht keine Zigarette und aus einem Bier werden dann zwei oder drei. Danach kommen immer mehr Nichtraucher und trinken nicht nur noch das eine Bier wie früher und gehen dann wieder, weil so dichter Rauch ist, sondern es werden dann auch zwei oder drei, vier, fünf.

Und es spart Energie, weil die Lüftung weniger laufen muss.

Die Klamotten miefen nicht.

Quote:

In Deutschland rauchen 37 % der Personen der Unterschicht, 33 % in der Mittelschicht und 28 % in der Oberschicht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Tabakrauchen

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

22.10.2010 15:37
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Rauchverbot im Restaurant

Also ich finde es sehr gut, dass man im Zug nicht mehr rauchen kann (selber Gelegenheitsraucher), aber zu einem Bier gehört halt eine Zigarette, oder man hat zumindest ein gesteigertes Verlangen nach 1-2 Bier.

Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen.

A. Schopenhauer



Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen.

22.10.2010 15:35
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Rauchverbot im Restaurant

Zyndicate wrote:

Wenn das in der Schweiz so weitergeht, werden irgend einmal die Kaugimmis wegen Erstickungsgefahr verboten.

Ist doch lächerlich, die Regeln die hier tagtäglich erstellt werden, wir sind doch keine Häftlinge, jeder sollte tun können was er will und wo er will (natürlich nur legale sachen)!!! :evil:

Sehr gern!! Mehr Freiheit! Weniger Gesetze!

22.10.2010 15:20
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Rauchverbot im Restaurant

Wenn das in der Schweiz so weitergeht, werden irgend einmal die Kaugimmis wegen Erstickungsgefahr verboten.

Ist doch lächerlich, die Regeln die hier tagtäglich erstellt werden, wir sind doch keine Häftlinge, jeder sollte tun können was er will und wo er will (natürlich nur legale sachen)!!! :evil:

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

22.10.2010 14:15
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Rauchverbot im Restaurant

Man müsste vielleicht differenzieren.

Rauchverbot in Speiselokalen ist ok.

Rauchverbot in einer Bar hingegen nicht.

Raucher sind die besseren Gäste. Man trifft sich zum Feierabendbier, steht an der Bar, raucht seine Zigarette und aus einem Bier werden dann zwei oder drei. Jetzt kommen die Leute nur noch auf das eine Bier und gehen dann wieder. Die Anzahl der Bars, die seit Einführung des Rauchverbotes geschlossen werden mussten, spricht da Bände.

22.10.2010 11:50
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Rauchverbot im Restaurant

Quote:

Rauchverbot senkt die Rate der Herzinfarkte

Das Rauchverbot, das 2008 im Kanton Graubünden eingeführt wurde, könnte der Grund sein, warum die Herzinfarkte im Bergkanton zurückgegangen sind. Eine medizinische Studie legt dies nahe.

Die ersten Resultate der Schweizer Studie sind bekannt geworden, nachdem Untersuchungen in andern Ländern ähnliche Resultate ergeben haben. Sie belegen, dass Zigaretten eine wichtige Rolle bei Herzerkrankungen spielen.

Das Rauchverbot in öffentlichen Räumen wurde im Kanton Graubünden im März 2008 eingeführt. In Restaurants und Bars ist es in abgetrennten Räumen, so genannten Fumoirs, weiterhin erlaubt, zu rauchen.

Für Schulareale und Schulsportanlagen gilt ein Rauchverbot ohne Ausnahme. Nicht nur den Schülerinnen und Schülern, auch den Lehrerinnen und Lehrern ist das Rauchen auf dem Areal verboten.

Bundesgesetz setzt Mindeststandard

Im Mai 2010 tritt das neue Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen in Kraft. Das neue Regelwerk gibt beim Nichtraucherschutz einen schweizweit einheitlichen Mindeststandard vor. Die Kantone sind aber ermächtigt, strengere Vorschriften zum Schutz der Gesundheit zu erlassen. Derzeit unterscheiden sich die Rauchverbote praktisch von Kanton zu Kanton.

Nichtraucher profitieren doppelt

Gemäss den Autoren der Studie fiel die Rate von Herzinfarkten im Kanton von März 2008 bis Februar 2009 um 22 Prozent, verglichen mit Zahlen von 2006 bis 2007.

In diesen zwei Jahren, bevor die Rauchfreiheit in Graubünden eingeschränkt wurde, wurden 229, respektive 242 Patienten aus dem ganzen Kanton in Chur wegen akutem Herzinfarkt behandelt. Nach der Einführung der Gesetze für Raucher waren es noch 183.

Laut dem Hauptautor der Studie, Piero Bonetti, war die Abnahme von Herzinfarkten vor allem bei Nichtrauchern zu verzeichnen. Dem Passivrauchen wird für Nichtrauchende ein um 30 Prozent erhöhtes Risikio für Herzkrankheiten zugeschrieben.

Zurück ging die Rate auch bei Personen, die bereits einmal eine Herzerkrankung gehabt hatten und bei Feriengästen. Piero Bonetti glaubt, dass diese Kategorie davon profitiert hat, weil sich das Nicht-Passivrauchen rasch auswirke.

Aber die Studie, die in der Swiss Medical Weekly publiziert worden ist, stellt keine direkte Kausalität zwischen der neuen Rauchergesetzgebung und den Herzkrankheiten her.

"Eine Kausalität herzustellen, ist unmöglich, weil es nur zwei Wege gibt, die diese belegen würden", sagt Bonetti.

Quote:

" Um die Menschen zu überzeugen, braucht es lokale Daten. "

Piero Bonetti

Einerseits könnte man die Rauchverbote aufheben und beobachten, was passiert. Die andere wäre, die Resultate mit der Bevölkerung eines anderen Kantons zu vergleichen, wo kein Rauchverbot verhängt wurde.

"Es gibt jedoch keine ähnlichen Studien in der Schweiz", hält Bonetti gegenüber swissinfo.ch fest.

"Die erste Studie, die ähnliche Ergebnisse ergab, wurde in Helena im US-Staat Montana durchgeführt. Als dort ein Rauchverbot eingeführt wurde, fiel die Häufigkeit akuter Herzinfarkte; als es wieder aufgehoben wurde, stieg die Anzahl wieder an", erklärt er.

Aber Bonetti sagt, obwohl die Kausalität nicht bewiesen werden könne, gebe es starke Hinweise für einen Zusammenhang zwischen dem Rauchverbot und der Anzahl Herzattacken, vor allem, weil andere verdächtige Faktoren fehlten.

"Das stärkste Argument für einen kausalen Zusammenhang ist, dass mehr als zehn Studien weltweit zu ähnlichen Resultaten gekommen sind", sagt er.

"Wenn Sie alle diese Studien vergleichen, gelangen Sie im Durchschnitt zu einer Verminderung von 17 Prozent von Herzinfarkten, ein Jahr, nachdem das Rauchverbot verhängt wurde."

Andere Faktoren

Das staatliche medizinische Institut der USA, das Institute of Medicine, das eine so genannte Meta-Analyse all dieser Studien durchgeführt hat, meint dazu, dass die übereinstimmenden Daten die Schlussfolgerung erlaube, dass Rauchverbote zu weniger Herzinfarkten führten.

Das Institut wies jedoch auch darauf hin, dass andere Faktoren damit verknüpft seien, nämlich die Ausbildung, der Kenntnisstand und darüber hinausgehende Programme, die ebenfalls einen Einfluss haben könnten.

Einige der Studien haben auch gezeigt, dass der Nutzen umso grösser wird, je länger ein Verbot an einem Ort verhängt wird.

Die Studie im Kanton Graubünden wird fortgesetzt, es werden weitere Daten gesammelt. Gemäss den ersten Anzeichen werden die Resultate aus dem ersten Jahr bestätigt, wenn nicht übertroffen.

"Es ist wichtig, dass Resultate in dieser Art in einem schweizerischen Zusammenhang gezeigt werden, obwohl ähliche Studien in anderen Ländern gemacht worden sind", meint Bonetti. "Um die Menschen zu überzeugen, braucht es lokale Daten."

http://www.swissinfo.ch/ger/gesellschaft/Rauchverbot_senkt_die_Rate_der_...

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22.10.2010 11:45
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Rauchverbot im Restaurant

Quote:

Rauchverbot schadet nicht

Vorerst keine Umsatzeinbussen für Tessiner Restaurants

Die Tessiner Restaurants haben durch die Einführung des Rauchverbotes im Jahr 2007 keine Umsatzeinbussen erlitten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität der italienischen Schweiz (USI).

(sda) Im ersten Jahr des Rauchverbots verzeichneten die Restaurants, Cafés, Snack-Bars und Tea-Rooms im Tessin eine Umsatzverbesserung von 3,7 Prozent. Dieser Wert liegt deutlich über dem Umsatzplus von 2,7 Prozent, das im gleichen Zeitraum in der übrigen Schweiz verzeichnet wurde.

Im Jahr darauf - 2008 - erlebte die übrige Schweiz hingegen weit grössere Steigerungen als das Tessin, wie der am Freitag veröffentlichten Studie unter der Leitung von Professor Peter J. Schulz vom Institute of Communication and Health der USI zu entnehmen ist.

Die Umsätze der Tessiner Bars wiederum stiegen 2008 erstmals seit zwei Jahren wieder an. «Auch wenn dieser Anstieg hinter der Entwicklung der übrigen Kantone zurück blieb, deutet es das Ende der negativen Umsatzentwicklung seit 2006 für die Tessiner Bars an», heisst es in der Studie.

Die Wissenschaftler stiessen bei der Datenauswertung auf keine Hinweise, dass das Rauchverbot in der Tessiner Gastronomiebranche zu Umsatzeinbussen geführt hätte.

Die Studie verglich die Umsatzentwicklung im Tessin, dem ersten Kanton, der ein Rauchverbot in gastronomischen Betrieben eingeführt hat, mit allen anderen Kantonen. Sie beruht auf der amtlichen Umsatzstatistik, die von der eidgenössischen Steuerverwaltung erarbeitet wird.

Die Steuerverwaltung habe daraus Sonderauswertungen vorgenommen und der Universität Lugano für deren Untersuchung zur Verfügung gestellt, heisst es in einem Communiqué der USI.

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/rauchverbot_schadet_nicht_1.810239...

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