RAZZIA bei der Credit Suisse in Deutschland!

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Karat1
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RAZZIA bei der Credit Suisse in Deutschland!

Die gestern durchgeführten Razzien bei den Filialen der Credit Suisse in Deutschland, sind wohl nur die Vorboten von weiteren Machtdemonstrationen des Staatsapparates. Aufgrund von illegal erworbenen Infomationen werden dann die ganzen Bankdaten durchwühlt. Selbstverständlich auch der Kunden, welche ihr Vermögen vollständig deklariert haben. Meiner Meinung nach ist der ganz, ganz grosse Teil der Bürger nämlich ehrlich bei seiner Steuerdeklaration. Was da in Deutschland passiert ist, finde ich ungeheuerlich. Es gäbe andere, wichtigere Bereich um die sich der Staat kümmern sollte. Eigentlich wäre der Staat da um den Bürger zu schützen. Da gibt es in den Bereichen Menschenrechte, organisierte Kriminalität, Menschenhandel, Zwang zur Prostutition, Gewalt, Armut genügend Bereich wo sich der Staat durchsetzen sollte. Aber da redet sich der Staat für mich zu oft damit heraus, dass man nichts machen kann wenn die Opfer keine Anzeigen machen (z.B. Strassenstrick in Zürich)! In einem letzthin im CH-TV ausgestrahlten Sendung wurde aufgezeigt was da abgeht. Und man könne aber nichts machen wenn die Opfer keine Anzeige machen. Die werden sich aber hüten dies zu tun weil sie mit dem Tod bedroht werden und hier in der Schweiz ganz alleine sind.

Aber was ist von Politikern zu erwarten die nur das tun was der Machterhaltung und Ihrer eigenen Ideeologie. Das sieht man jetzt wieder in Frankreich was abgeht und was für Vögel da an die Spitze eines Staates kommen! Wenn es dem eigenen Vorteil dient kann alles irgendwie gebogen werden. Und dann noch schön das Händchen aufhalten! Nebst einem fürstlichen Gehalt. Dann noch ab und zu eine grosse Show am G8- oder G20-Treffen, wo man sich gegenseitig beweihräuchert, etwas palavert und nachher macht wieder jeder was ihm am meisten dient.

Der Bürger ist da eher zweit- oder drittklassig und eher lästig.

Ich kann nur sagen, wehret den Anfängen!

Karat

Pesche
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Re: RAZZIA bei der Credit Suisse in Deutschland!

Karat1 wrote:

Ich kann nur sagen, wehret den Anfängen!

Karat

Ja und wie willst Du das machen?

Unser Wilhelm war ein Attentäter, aber ein gutes hatte es, als Gessler weg war herschte Ortnung. Wenn Du heute ein nichtnutziger Politiker killst, kommst Du in die Klappsmühle (bist ja nicht normal wenn Du ein Politiker von seinem dasein erlöst) aber sofort ist der nächste von diesen Gauner da.

Merke: Es gibt zuviele Arbeitslose und Politiker. Die Einen würden gerne arbeiten, die Anderen glauben sie arbeiten. Das schlimme dabei ist nur, dass die Politiker uns mehr Kosten als die Arbeitslosen.

Geld stinkt, aber ich liebe den Geschmack

fritz.
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RAZZIA bei der Credit Suisse in Deutschland!

Was ist denn falsch daran, Verbrechen aufzudecken?

Wenn wir Kleinkriminellen mal hin und wieder eine Kleinigkeit über den Zoll schmuggeln, dann wurden wir schon immer zur Kasse gebeten.

Ich weiss nicht, warum das bei den Grossen anders sein soll. Und falls sie nichts Falsches gemacht haben, müssen sie ja auch nichts befürchten.

Gruss

fritz

orangebox
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RAZZIA bei der Credit Suisse in Deutschland!

Ich bezahle hier in der Schweiz steuern,alle die hier leben und das Vermögen und Co ausser Landes bringen sind Verräter und Nutznießer des Systems.

Steuerhinterzieher und solche die das unterstützen sollte man aufs härteste bestrafen und verfolgen.

Die Schweiz lebte bisher fürstlich auf Kosten anderer Länder,wäre ich die EU dann hätte ich massivst härtere Schritte durchgezogen.

Bisher kam die Schweiz ohne Folgen davon,ob das auch so bleibt ist fraglich.

Nochmals Steuerhinterziehung ist kein Bagatelldelikt sondern eine höchst kriminelle Tätigkeit.

Und die UBS und CS sind auf diesem Gebiet Bigplayers.

querschuesse.de

Pesche
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RAZZIA bei der Credit Suisse in Deutschland!

OK, Steuerhinterziehung ist ein Delikt. Aber auf Grund von gestohlenen Daten diese Delikte zu verfolgen ist genau so fraglich.

Zum anderen, ich hoffe das CS die Daten so gesichert hat, dass da keine weiteren Sachverhalte wie Werkspionage möglich sind. Die Bankdaten/Informationen können natürlich für viele Sachen missbraucht werden und der Bundesgeheimdienst wird sicher sehr interessiert sein was da alles gefunden wird und dann geht die Sache zu den Freunden von Deutschland. Jeder wird sich seinen Nutzen aus solchen Daten ziehen unter dem Motto "Wie kriegen wir die Schweiz klein damit wir endlich wirtschaftlich die Schweiz unter die Knutte bringen".

Zum anderen, D hat es nun vorgemacht, es ist eine frage der Zeit bis Frankreich, Italien die USA das gleiche auch machen. Auch wenn es nichts bringt aber so kann man ein Land in die Knie zwingen und von den eigenen Problemen ablenken.

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fritz.
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Pesche wrote:

Aber auf Grund von gestohlenen Daten diese Delikte zu verfolgen ist genau so fraglich.

Es ist aber absolut üblich, mit kleinen Verbrechen grössere zu verhindern. Die Drogenpolizei macht das ständig und der Geheimdienst sowieso. Solange das in einem vertretbaren Verhältnis steht, finde ich das okay.

Und bei diesem Datenklau finde ich das Verhältnis okay.

Wo es für mich zum Beispiel nicht mehr passt, ist wenn in Afghanistan oder sonstwo ein ganzes Dorf bombardiert wird, weil man dabei eventuell neben Dutzenden von Unschuldigen auch einen Terroristen trifft.

Ausserdem hat es die Schweiz in den eigenen Händen, solchen Datendiebstahl unnötig zu machen und somit zu verhindern.

Gruss

fritz

Stillhalter
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RAZZIA bei der Credit Suisse in Deutschland!

fritz wrote:

Pesche wrote:
Aber auf Grund von gestohlenen Daten diese Delikte zu verfolgen ist genau so fraglich.

Es ist aber absolut üblich, mit kleinen Verbrechen grössere zu verhindern. Die Drogenpolizei macht das ständig und der Geheimdienst sowieso. Solange das in einem vertretbaren Verhältnis steht, finde ich das okay.

Die Polizei ist sogar oftmals darauf angewiesen. Stellt euch vor ein Bankräuber brettert mit 200 über die Autobahn, da zögert der Polizist auch nicht lange und übertritt die Höchstgewschindigkeit von 120 km/h.

Die Ambulanz überfährt z.T. auch Rotlichter und fährt über Sicherheitslinien, alles verboten!

Es wird auch den einen oder anderen Geheimdienstler geben der mit falscher Identität herumläuft - Who cares?

Ich hätte keine Sekunde gezögert und die CD ebenfalls gekauft.

Pesche
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Stillhalter wrote:

fritz wrote:
Pesche wrote:

Ich hätte keine Sekunde gezögert und die CD ebenfalls gekauft.

Und ich hätte keine Sekunde gezögert und mir eine solche CD gebrannt und an Dich verkauft. Wenn meine Firma zu blöd ist um gegen dieses Risiko Massnahmen zu ergreiffen, so sollen die den Schaden haben.

Ok ok ich weiss man kann nicht alles schützen. Aber im IT-Bereich auf Ebene Admin. wird sehr fahrlässig mit Daten umgegangen. Ich kenne die Situation musst nur einmal versuchen die Adminrechte für die Admin zu beschneiden oder noch schlimmer versuche einmal eine externe Überwachung der Admintätigkeiten durchzuziehen. Die IT-Götter wirst Du niemals mehr zu Deinen Freunden haben. Das höchste der Gefühle ist dann wenn jedes öffnen von gekennzeichneten Daten / Datenabspeicherung usw dazu führt dass ein Protokoll geführt wird. Spätestens zu diesem Zeitpunkt werden Dir die IT-Götter den Laden dicht machen.

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fritz.
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Übrigens habe ich heute gelesen, dass z.B. die USA und England in seinen Gesetzen das Verwerten von gestohlenen Daten zur Verbrechensbekämpfung verbietet, Deutschland und die Schweiz hingegen nicht...

Gruss

fritz

MarcusFabian
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RAZZIA bei der Credit Suisse in Deutschland!

Die einzige Möglichkeit, Daten vor dem Zugriff der Admins zu schützen besteht darin, sie gar nicht erst elektronisch abzuspeichern.

Das wird in Liechtenstein erfolgreich praktiziert: In der EDV ist der Kunde immer nur eine Nummer.

Die Liste, welche Nummer zu welchem Namen und Adresse gehört ist ein Papier und das wird im Tresor aufbewahrt.

So einfach kann das leben sein.

Was ich an der Razzia und dem CD-Kauf verwerflich finde ist, dass es hier wieder mal in Richtung Rasterfahndung geht. Man stört die Pritvatsphäre von Tausend Kunden, nur um den einen Kriminellen zu finden. Da war das damals besser als wir noch das Bankkundengeheimnis hatten und die ausl. Behörden nur im Verdachtsfall und begründet, die Unterlagen des EINEN vermeintlichen Sünders einsehen durften.

fritz.
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MarcusFabian wrote:

Man stört die Pritvatsphäre von Tausend Kunden, nur um den einen Kriminellen zu finden.

Wir wird denn deren Privatsphäre gestört? Bisher hat sich noch keiner beschwert, der nicht auch etwas zu verbergen hatte. Jeder, der ehrlich seine Konten deklariert, hat doch nichts zu befürchten und wird auch von niemandem belästigt.

MarcusFabian wrote:

Da war das damals besser als wir noch das Bankkundengeheimnis hatten und die ausl. Behörden nur im Verdachtsfall und begründet, die Unterlagen des EINEN vermeintlichen Sünders einsehen durften.

Nur ist es dann fast unmöglich, überhaupt einen Verdacht aufzubauen, respektive nur mit grossem Einsatz und mit dem Stören der Privatsphäre, die du ja eben bemängelt hast. Man müsste ja dann jeden Millionär ständig beschatten, jeden Einkauf, jeden Besuch im Puff und jede Reise protokollieren(fichieren!), Internet und Telefone abhören, damit man beweisen kann, dass jemand wahrscheinlich mehr Geld besitzt als er ausweist.

Das finde ich nicht unbedingt schonender für die Privatspäre.

Am einfachsten wäre es mit einer automatischen Datenübermittlung. Bei der Kontoeröffnung wird der Kunde gefragt, wo er denn steuerpflichtig sei, das wird neben Namen, Adresse, etc. eingetippt und somit werden ein Mal pro Jahr seine Kontostände automatisiert und verschlüsselt an seine Steuerbehörde weitergeleitet.

Den ehrlichen Bürger stört das nicht, weil er ja sowieso die gleichen Beträge der gleichen Behörde meldet. Er freut sich vielleicht sogar drüber, weil ihm diese Arbeit in Zukunft abgenommen wird und er das nicht mehr per Post verschicken muss (diese Post könnte ein Datendieb ja auch ganz einfach abfangen), es erhöht also sogar seine Privatsphäre.

Ausserdem freut er sich, dass dadurch jede Menge Kosten für Administration, Überwachung Strafverfolgung, Strafvollzug und Kauf von Daten-CDs gespart werden kann und dadurch seine Steuern sinken. Wink

Nachteilig wäre das nur für die Steuerbetrüger und die Datendiebe.

Gruss

fritz

MarcusFabian
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fritz wrote:

Den ehrlichen Bürger stört das nicht, weil er ja sowieso die gleichen Beträge der gleichen Behörde meldet.

Wir reden ja nicht von ehrlichen Bürgern sondern von Reichen Wink

Der Unterschied dürfte klar sein, oder?

Was meinste, was ein schwerreicher Ami mit seinem UBS-Konto macht, wenn die UBS ihm mitteilt, dass seine Kontoauszüge ab 1. September automatisch der IRS übermittelt werden?

Pesche
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MarcusFabian wrote:

fritz wrote:

Was meinste, was ein schwerreicher Ami mit seinem UBS-Konto macht, wenn die UBS ihm mitteilt, dass seine Kontoauszüge ab 1. September automatisch der IRS übermittelt werden?

Der schwerreiche AMI wird sein Geld in Sicherheit bringen und bei der nächsten Wahl dafür sorgen, dass ein Präsident gewählt wird, der eine Ammestie durchführt

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fritz.
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@ Pesche: cooles Bild! Lol

@ MF: Du bist also dafür, dass die Schweiz mit einer Schwarzgeldstrategie weiterfährt wie bisher?

Gruss

fritz

MarcusFabian
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fritz wrote:

@ MF: Du bist also dafür, dass die Schweiz mit einer Schwarzgeldstrategie weiterfährt wie bisher?

Ja, unbedingt. Pesche hat's sehr schön formuliert!

fritz.
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Ja, mir ist es auch klar, dass es der Schweiz mit einer Schwarzgeldstrategie finanziell besser geht.

Aber ob dies das einzige Ziel sein kann.... :?

Gruss

fritz

Azrael
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weisst du, ich finde unsere ewig übertriebene moral etwas übertrieben.

andere länder stören sich an ihrem eigenen "fehlverhalten" auch nicht derart stark und lassen sich erst recht nicht international kritisieren. schon klar, dass die "benachteiligten" länder, die aktuell auf steuergeldsuche sind, über unsere rechtslage nicht erfreut sind.

WOMEN & CATS WILL DO AS THEY PLEASE, AND MEN & DOGS SHOULD GET USED TO THE IDEA.

A DOG ALWAYS OFFERS UNCONDITIONAL LOVE. CATS HAVE TO THINK ABOUT IT!!

fritz.
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Azrael wrote:

andere länder stören sich an ihrem eigenen "fehlverhalten" auch nicht derart stark und lassen sich erst recht nicht international kritisieren.

Die Schweizer kritisieren die Deutschen doch ständig, weil sie Hehlerware gekauft haben, obwohl das nach deutschen Recht okay ist (nach Schweizer Recht auch).

Und ich weiss, dass sich auch viele andere nicht korrekt verhalten - aber ich will mir nicht die schlechteren zum Vorbild nehmen, sondern die besseren.

Gruss

fritz

Pesche
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fritz wrote:

@ Pesche: cooles Bild! Lol

@ MF: Du bist also dafür, dass die Schweiz mit einer Schwarzgeldstrategie weiterfährt wie bisher?

Gruss

fritz

Ja sie soll weiterfahren. Jedes Land ist selber schuld wenn die Leute das Geld in Sicherheit bringen. Warum machen das die Schweizer nicht, abgesehen von ein paar ganz schlauen Blum 3

Ich bin der Meinung dass jemand der sehr viel Geld verdient hat schon genügend bezahlt für die Allgemeinheit. Da muss man diese Leute nicht noch bestrafen mit 50 und mehr % Steuern. Anders ist es wenn das Geld aus strafbaren Geschäften kommt (Mafia) dann soll auch die Schweiz mithelfen die Sache aufzudecken.

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CrashGuru
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Eine Frage, welche in der Diskussion zu beantworten wäre: Soll ein Staat für einen anderen Staat Polizist/Überwachungsdienst spielen?

Wenn man diese Frage mit ja beantwortet, dann ist zu bedenken, dass der "Beschuldigte" von vornherein in einer schlechten Position ist.

Nun, bei Gewaltverbrechen ist in vielen Fällen die Sachlage klar und es betrifft eine Einzelperson. Da wird über Amtshilfe gearbeitet und die Unterlagen der Behörden müssen einige Punkte einwandfrei aufzeigen, damit ein Einschreiten der Behörde erfolgen darf.

Etwas anders stellt sich das meiner Meinung nach bei Finanzdelikten dar. Und zwar besonders wenn diese in einem anderen Land erfolgt sein sollen (Unschuldsvermutung ?!). Wenn dann noch unterschiedliche Rechtsauffassungen (Hinterziehung/Betrug) im anfragenden Staat bestehen, kompliziert sich das alles noch. Aber was sicher ist, das ist, dass der Beschuldigte kaum nachweisen kann, dass er Unschuldig ist. Dazu fehlen ihm wohl die notwendigen Unterlagen. Man darf nicht vergessen, dass "die Tat" vielfach Jahre zurück liegt. Zudem weiss er meist nicht einmal, was ihm konkret vorgeworfen wird.

Auch wenn (was hoffentlich nicht eintrifft) der automatische Datenaustausch eingeführt wird, werden die Superreichen ihre Steuern optimieren und verhindern dass sie den Spitzensteuersatz bezahlen müssen....

Irgendwie habe ich generell ein ungutes Gefühl, wenn irgendwelche Behörden irgendwelche Daten einer willkürlich (!) ausgewählten Gruppe von Menschen austauscht. Egal um was es dabei geht. Und da fühle ich mich auch als unbescholtener Bürger äusserst unwohl.

MarcusFabian
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Die Motivation der Bürger, die Steuer zu betrügen nimmt mit Steuerlast und Steuerungerechtigkeit zu.

In den arabischen Emiraten ist Steuerbetrug ein Fremdwort. Aber dort gibt's ja auch keine Steuern.

Dennoch hat der Staat Einnahmequellen. Nein, nicht Erdöl. Das mach in Dubai nur 1.3% des BIP aus. Aber z.B. braucht jeder Arbeitnehmer eine Arbeitslizenz, die ab Fr. 2000/Jahr kostet und vom Arbeitgeber zu zahlen ist. Selbständige brauchen ebenfalls eine Arbeitslizenz deren Höhe sich nach der Art des Geschäftes und dem Umsatz richtet.

Weiterhin sind Abgaben fällig, wenn man Auto fahren will ähnlich unserer Strassenverkehrssteuer etc. etc.

In Ländern wie Deutschland mit sehr hohen Steuern und dem wohl komplexesten Steuersystem der Welt (Italien und Brasilien vielleicht ausgenommen) ist die Motivation natürlich sehr hoch, Steuern zu hinterziehen.

Eine Studie hat mal ausgerechnet, dass die optimale Steuer bei 13% liegt. Erst oberhalb dieser Schwelle beginnen Steuerhinterziehungen.

Die Praxis scheint das zu bestätigen. Russland hat eine 13% flat-tax und dort funktioniert das recht gut.

Ein deutscher Reporter hat mal dem Fürsten von Liechtenstein vorgeworfen, Liechtenstein sei eine Steueroase. Hans-Adam hat darauf geantwortet: "Was ist eine Oase? Ein schöner grüner Ort in Mitten einer Wüste.

Es ist nicht der Fehler Liechtensteins, wenn Deutschland eine Steuerwüste ist."

Ist es also einem Deutschen zu verdenken, wenn er die Wüste verlassen und sich an der Oase laben will?

fritz.
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Pesche wrote:

Ich bin der Meinung dass jemand der sehr viel Geld verdient hat schon genügend bezahlt für die Allgemeinheit.

Kannst du das präzisieren?

Viele, die extrem viel Geld verdienen, bekommen das auf Kosten anderer (oft in der gleichen Firma), die viel zu wenig verdienen.

Gruss

fritz

Pesche
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fritz wrote:

Pesche wrote:

Ich bin der Meinung dass jemand der sehr viel Geld verdient hat schon genügend bezahlt für die Allgemeinheit.

Kannst du das präzisieren?

Viele, die extrem viel Geld verdienen, bekommen das auf Kosten anderer (oft in der gleichen Firma), die viel zu wenig verdienen.

Gruss

fritz

Ich sehe das so:

Wenn ich im Jahr 120'000 Fr steuerbares Einkommen bezahle ich in etwa 25'000 Steuern. Dazu gebe ich noch etwa 90'000 Fr für das leben aus, also ich sorge mit 115'000 Fr dafür das Leute Arbeit und Einkommen haben.

Wenn ich 1'000'000 Fr verdiene und es den Steuern nicht anmelde gebe ich natürlich viel Geld für ein Luxus Leben aus. Sagen wir 400'000 Fr, den Rest lasse ich in der Schweiz verschwinden. Ich sorge also mit 400'000 Fr dafür das Leute Arbeit und Einkommen haben. Mit den anderen 600'000Fr sorge ich dafür dass eine Bank in der Schweiz Geld verdient und somit Steuern bezahlt. Ich kann sagen uns Schweizern geht es Saugut weil es den Banken gut get. Das ist auch der Grund wieso ich der Meinung bin, dass Leute die viel verdienen eben auch viel für die Allgemeinheit ausgeben.

Geld stinkt, aber ich liebe den Geschmack

fritz.
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Stimmt, dann sollen also nur noch die Armen ehrlich Steuern bezahlen weil von den paar Franken, welche die ausgeben, die Wirtschaft kaum gefördert wird... :roll:

Gruss

fritz

Lorenz
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RAZZIA bei der Credit Suisse in Deutschland!

Eigentlich könnte man das Problem lösen, wenn keiner mehr sparen würde. Dann gäbe es keine Vermögen mehr. Also auch keine Vermögenssteuer.

Das wäre doch dann gerecht. Schliesslich ist der Dumme nur der, welcher vom sauer verdienten Geld etwas zur Seite legt. Wieso auch, lieber brauchen, man lebt nur einmal. Es langt schon an der Einkommenssteuer. Aber das kann ich noch verstehen, dass man etwas abgibt für die Allgemeinheit und das Staatsgefüge, wenn man etwas erhalten hat, wohlbemerkt für seine Arbeit allerdings, nicht im Lotto gewonnen. Aber eben das Beiseitegelegte vom Erarbeiteten, und das Geerbte, das schon Vater, und Mutter versteuert haben, als Einkommen und dann als Vermögen, muss ich dann weiterversteuern als Vermögen.

Eigentlich machen es die Ausländer am schlausten. Die gehen zum Sozialamt. Lol

Dann soll doch der Staat selber schauen, wie er zu Vermögen kommt?