Russland

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bonobolio
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MBTN + Renova

Nach dem gestrigen Gross-Auftrag aus Russland:

Die Verbindung Renova und MB hätte Potenzial und würde ins Schema von Vekselbergs Schweiz-Russland Industrieverband passen. Hauptsitz von Renova in Zug ist ja nicht weit von Thun (MB) entfernt. Im Schweiz Portfeuille ist schon Sulzer, Oerlikon und Schmolz & Bickenbach.

Das würde den Kurs abheben lassen.. www.meyerburger.com

bonobolio
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MBTN + Vekselbergs Renova

MBTN + Vekselbergs Renova.....

http://www.fuw.ch/article/meyer-burger-erhaelt-auftrag-von-russischem-so...

Wird hier ein Übernahmeangebot vorbereitet? Bei Sulzer und Oerlikon lief's doch ähnlich...:-)

YoungProfessional
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bonobolio hat am 09.06.2016 - 15:42 folgendes geschrieben:

MBTN + Vekselbergs Renova.....

http://www.fuw.ch/article/meyer-burger-erhaelt-auftrag-von-russischem-so...

Wird hier ein Übernahmeangebot vorbereitet? Bei Sulzer und Oerlikon lief's doch ähnlich...:-)

Ich wünschte wirklich ich würde für jeden deiner unwahren Push-Beiträge einen Franken bekommen... Smile

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Russische Notenbank senkt erstmals seit fast einem Jahr den Leitzins
10.06.2016 13:06

MOSKAU (awp international) - Die russische Zentralbank hat ihren Leitzins von 11,0 auf 10,5 Prozent gesenkt. Das teilte die Notenbank am Freitag auf ihrer Webseite mit. Es handelt sich um die erste Zinssenkung seit Juli 2015. Experten waren im Vorfeld geteilter Meinung darüber gewesen, ob die Währungshüter den Zins unverändert lassen oder senken würden.

Trotz der geldpolitischen Lockerung hat der Rubel nach der Entscheidung etwas an Wert gewonnen. Die Inflationserwartungen gingen weiter zurück, teilte die Notenbank mit. Für Ende 2016 rechnen die Währungshüter mit einer Teuerungsrate zwischen 5 und 6 Prozent. Im Mai hatte die Rate bei 7,3 Prozent gelegen./tos/jkr/das

(AWP)

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Russische Wirtschaft schrumpft im zweiten Quartal weniger stark
28.07.2016 13:02

Moskau (awp/sda/afp) - Die russische Wirtschaft, gebeutelt vom niedrigen Ölpreis und den im Ukraine-Konflikt verhängten Sanktionen, ist im zweiten Quartal weniger stark geschrumpft als noch zu Jahresbeginn.

Wie das Wirtschaftsministerium in Moskau am Donnerstag mitteilte, ging das Bruttoinlandprodukt (BIP) von April bis Juni aufs Jahr gerechnet um 0,6 Prozent zurück. Im ersten Quartal lag das Minus noch bei 1,2 Prozent.

Russland steckt seit anderthalb Jahren in einer Rezession. Massive Preissteigerungen drücken die Kaufkraft der russischen Haushalte. Laut Wirtschaftsministerium verbesserte sich die Lage in den vergangenen Monaten aber bei der Industrieproduktion, in der Landwirtschaft und im Transportsektor. Die Baubranche und der Detailhandel befänden sich dagegen weiter in einer tiefen Krise.

Die am Donnerstag vorgelegten Zahlen sind eine erste Schätzung, die offizielle Statistik soll in den kommenden Wochen veröffentlicht werden.

Das russische Wirtschaftsministerium erwartet für das Gesamtjahr einen Rückgang des BIP um 0,2 Prozent, nachdem die Wirtschaft 2015 noch um 3,7 Prozent geschrumpft war. Der Internationale Währungsfonds ist pessimistischer und rechnet dieses Jahr mit einem Negativwachstum von 1,2 Prozent.

(AWP)

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Kreml-Partei baut Mehrheit in der russischen Duma aus

Die Regierungspartei Einiges Russland hat mit einem abermaligen Stimmenzuwachs bei der Parlamentswahl ihre absolute Mehrheit verteidigt. Kleinere kremlkritische Parteien schafften den Sprung ins Parlament nicht.

Nach Auszählung von rund einem Viertel der Stimmen kam die von Präsident Wladimir Putin gegründete Partei am Sonntag auf 51 Prozent und legte damit trotz Wirtschaftskrise um zwei Punkte gegenüber der Wahl 2011 zu.

Zweitstärkste Kraft wurde demnach die nationalistische LDPR vor den Kommunisten. Präsident Wladimir Putin sprach von einem guten Ergebnis. Die Russen hätten trotz der harten Zeit für Einiges Russland gestimmt, sagte er mit Verweis auf Wirtschaftskrise und westliche Sanktionen infolge des Ukraine-Konflikts. Die Abstimmung gilt als Testlauf für die Präsidentenwahl Anfang 2018, bei der mit einer erneuten Kandidatur Putins gerechnet wird.

Auf die LDPR des rechten Politikers Wladimir Schirinowski entfielen nach Auszählung von 25 Prozent der Stimmen 15,1 Prozent, auf die Kommunisten 14,9 Prozent. Als vierte Kraft im Parlament vertreten ist demnach erneut die linksliberale Partei Gerechtes Russland mit über sechs Prozent.

Diese drei Parteien, die bereits zuvor in der Duma waren, bilden zwar offiziell das Oppositionslager, stimmen aber bei wichtigen Entscheidungen mit Einiges Russland. Experten bezeichnen sie als "systemische Opposition", von der keine Gefahr für die Regierung ausgeht. Aufgrund des Präsidialsystems hat die Duma ohnehin nur wenig Befugnisse, die Macht konzentriert sich auf Putin.

Kremlkritiker scheitern an Sperrklausel

Kleinere kremlkritische Parteien wie Jabloko und Parnas schafften den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde hingegen nicht. Ihre Kandidaten könnten höchstens über Direktmandate ins Parlament einziehen.

Die Regierungspartei unter Führung von Ministerpräsident Dmitri Medwedew dürfte davon profitiert haben, dass sie im Staatsfernsehen, das für die meisten Russen als wichtigste Informationsquelle gilt, stets ins beste Licht gerückt wird. Kritische Parteien haben hingegen wenig Möglichkeiten, sich Gehör zu verschaffen.

Stattdessen wurde der Wahlkampf der kleineren liberalen Oppositionsparteien in den staatlichen Medien wegen ihrer angeblichen Finanzierung aus dem Westen verunglimpft und systematisch von linientreuen Provokateuren gestört, was Politiker der Regierungspartei aber stets als falsch zurückgewiesen haben.

Mit Reformen des Wahlrechts und der Ernennung der auch im Westen angesehenen Menschenrechtlerin Ella Pamfilowa zur Leiterin der Wahlkommission wollte die Führung des Landes der Abstimmung Experten zufolge einen demokratischen Anstrich geben.

Nach der Parlamentswahl im Jahr 2011, die von der Organisation für Sicherheit- und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) wegen Verstössen gegen demokratische Standards als nicht fair eingestuft wurde, hatte es wochenlang Massenproteste gegen die Regierung gegeben. Auch am Sonntag gab es Berichte über Unregelmässigkeiten. So beobachteten Reuters-Reporter etwa, wie Wähler in einem Wahllokal ihre Stimme mehrfach abgaben.

Russen meiden die Urnen

Die Folgen der Sanktionen, des Ölpreis-Verfalls, der Rubel-Talfahrt und der Rezession werden offenbar nicht Putin angelastet, der seit 1999 entweder als Präsident oder Ministerpräsident an der Macht ist. Allerdings könnte die deutlich niedrigere Wahlbeteiligung ein Hinweis auf eine wachsende Verdrossenheit vieler Menschen mit der Regierung sein.

Bis zwei Stunden vor Schliessung der Wahllokale hatten nur knapp 40 Prozent der Berechtigten ihre Stimme abgegeben. 2011 hatte die Wahlbeteiligung bei 60 Prozent gelegen.

Putin erfreut sich Zustimmungswerten um die 80 Prozent. Noch hat der 63-Jährige sich nicht auf eine weitere Kandidatur 2018 festgelegt. Sollte er antreten und gewinnen, wäre er bis 2024 im Amt und damit länger als der sowjetische Staatschef Leonid Breschnew.

(Reuters)

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Russische Firmen steuern alte Zeiten an

Anleger haben wieder Appetit auf russische Anlagewerte. Das bewegt dortige Unternehmen, erneut Rubel-Eurobonds aufzulegen.

Russische Unternehmen liebäugeln wieder mit einem Finanzierungsinstrument, das es zuletzt zu Zeiten von Währungskontrollen und uneingeschränktem Zugang zum internationalen Kapitalmarkt gab: Rubel-Eurobonds.

VTB bereitet nach eigenen Angaben "einige" in Rubel denominierte Anleiheemissionen für ausländische Investoren vor. Citigroup zufolge, die fünf der acht Transaktionen begleitet hat, die im Jahr 2013 an den Markt kamen, sind die Konditionen "förderlich" für ein Finanzierungsinstrument, das während der rekordhohen Volatilität der russischen Währung nach der Freigabe des Wechselkurses im November 2014 ein Auslaufmodell wurde.

Nun, da die Kursausschläge des Rubel abebben und Investoren Geld in russische Anlagewerte pumpen, prüfen Unternehmen Wege, wie sie rund 40 Mrd. Dollar (35,6 Mrd. Euro) an Auslandsanleihen refinanzieren können, die in den nächsten zwei Jahren fällig werden.

Die internationalen Sanktionen gegen Russland behindern die Emission von Eurobonds in Fremdwährungen weiterhin. Doch der wiederkehrende Appetit der Anleger bringt grössere Geldmengen in Reichweite der Unternehmen - für längere Laufzeiten als mit Rubel-Anleihen im Heimatmarkt möglich wäre.

Flucht vor negativen Renditen

"Wir schauen uns das an und haben seit Mitte des Jahres Gespräche mit Emittenten geführt" über die Auflegung von Rubel-Eurobonds, sagt Andrey Solovyev, weltweiter Leiter Anleihekapitalmärkte bei VTB Capital in London. "Investoren sind der Ansicht, dass sich der Rubel mehr oder weniger auf dem derzeitigen Niveau stabilisiert hat und kaufen eifrig."

Ausländische Investoren strömen nach Russland auf der Flucht vor negativen Renditen bei Anleihen aus Industrieländern im Volumen von 9 Billionen Dollar. Der Anteil der russischen Rubel-Bonds, genannt OFZ, in den Händen ausländischer Anleger kletterte im Juni auf den Rekordbetrag von 1,35 Billionen Rubel (18,6 Mrd. Euro) oder 25 Prozent des ausstehenden Volumens.

Das geht aus Daten der Zentralbank vom 9. September hervor und hat dazu beigetragen, dass die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen auf 8,1 Prozent gesunken ist. Dies Renditeniveau gab es zuletzt vor den Sanktionen der Europäer und US-Amerikaner als Antwort auf die Rolle Russlands in der Ukraine-Krise im März 2014.

"Der Risikoappetit auf russische Anleihen ist auf ein Niveau zurückgekehrt, das es lange Zeit nicht gegeben hat", sagt Blazej Dankowski, Direktor und Leiter Anleihekapitalmärkte Russland und Kasachstan bei Citigroup in London. "Die Renditen sind wieder auf das Niveau von Anfang 2014 zurückgekehrt."

Rubel-Bonds preiswerter als Dollar-Bonds

Unternehmen, die Rubel-Anleihen im Heimatmarkt aufgelegt haben, konnten sich durchschnittlich 4,4 Mrd. Rubel für weniger als sechs Jahre beschaffen. Das zeigen von Bloomberg zusammengestellte Daten. Zum Vergleich: Bei einem Eurobond würden sie nach Angaben von Sberbank CIB 20 Mrd. Rubel für bis zu zehn Jahre bekommen können.

Auch könnte ein Rubel-Eurobond für Unternehmen, die Erträge in der russischen Währung erwirtschaften, preiswerter sein als eine Dollar-Emission, wenn die Kosten für den Währungsswap berücksichtigt werden. So implizieren die Dollar-Bonds der russischen Eisenbahn JSC mit Fälligkeit 2017 einen Zins von 10,8 Prozent nach der Konvertierung in Rubel, wie aus Bloomberg-Daten hervorgeht. Demgegenüber rentiert der Rubel-Eurobond der Eisenbahn mit Fälligkeit 2019 zu 9,2 Prozent.

Potenzielle Emittenten von Rubel-Eurobonds wären nach Einschätzung von Solovyev von VTB staatliche Unternehmen oder private Blue-Chips.

Dollar-Neigung

Eurobonds in Landeswährung galten immer als eine Ergänzung zu Auslandsanleihen, die überwiegend in Dollar oder Euro denominiert waren, und kamen nur auf einen Anteil von weniger als zehn Prozent des Gesamtvolumens zum Höhepunkt im Jahr 2012.

Für Bryan Carter, Leiter Festverzinsliche Schwellenländermärkte bei BNP Paribas Investment Partners in London werden Rubel-Eurobonds eine Nische bleiben. "Der Appetit für Dollar-Bonds bleibt stärker", sagt er. Globale Käufer seien weniger enthusiastisch in Bezug auf lokale Währungen, und viele Fonds engagierten sich nur in harter Währung.

Gleichwohl, die Erholung des Rubel, der dieses Jahr dem Ölpreisverfall zum Trotz 15 Prozent zugelegt hat und damit nur hinter dem brasilianischen Real zurücksteht, sowie die Wirtschaft des Landes, die im nächsten Jahr wohl eine Rezession abschütteln wird, dürften für einige ausländische Fonds unwiderstehlich sein.

"Internationale Investoren sehen es wahrscheinlich als gute Gelegenheit, sich im Rubel zu engagieren - mit Blick auf eine weitere Aufwertung", sagt Stefan Weiler, Leiter Anleihekapitalmärkte Mittel- und Osteuropa, Naher Osten und Afrika bei JPMorgan Chase in London.

(Bloomberg)

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Russland betont Bereitschaft zum Dialog mit USA
12.04.2017 20:28

MOSKAU (awp international) - Kremlchef Wladimir Putin hat beim Treffen mit US-Aussenminister Rex Tillerson Russlands Bereitschaft zu einer Normalisierung der zerrütteten Beziehungen zu den USA erklärt. "Bei allen Problemen, das ist mein persönlicher Eindruck, gibt es nicht wenige Perspektiven zum Dialog", sagte der russische Aussenminister Sergej Lawrow am Mittwoch in Moskau. Putin habe Tillerson Russlands Sicht erklärt, sagte Lawrow. Es gebe zahlreiche Probleme, räumte der Minister nach den Gesprächen mit Tillerson ein. "Wir sind Realisten, wir verstehen, dass ernsthafte Anstrengungen für eine Überwindung dieser Barrieren nötig sind", sagte Lawrow./tjk/fko/DP/he

(AWP)

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Russland für vertiefte Zusammenarbeit mit Opec
25.05.2017 16:49

WIEN/MOSKAU (awp international) - Russland sieht die neue Allianz mit den Opec-Staaten als Erfolgsmodell, das vertieft werden sollte. "Wir starten in eine neue Ära der Kooperation", sagte Energieminister Alexander Nowak am Donnerstag in Wien. In einer gemeinsamen Sitzung wollten die Opec-Staaten und elf Nicht-Opec-Länder am Nachmittag ihre Förderstrategie für die nächsten Monate festlegen.

Alle Anzeichen deuteten dabei auf eine Verlängerung des seit Januar geltenden Förderlimits bis zum März 2018 hin. Den gemeinsamen Beschluss zur Produktionskürzung bezeichnete Nowak erneut als "historischen Moment", der die Instabilität im Ölmarkt wirksam bekämpft habe. Kaum einer der Marktbeobachter habe erwartet, dass sich die 24 teilnehmenden Staaten so strikt an ihre eigenen Vorgaben halten würden, sagte der russische Energieminister.

Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und elf Nicht-Opec-Staaten haben seit Januar ihre Tagesproduktion um 1,8 Millionen Barrel (je 159 Liter) gekürzt, um einen höheren Ölpreis durchzusetzen. Die Menge entspricht etwa zwei Prozent der täglichen Weltproduktion./mrd/saw/al/DP/jsl

(AWP)

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Russlands Wirtschaft in besserer Form
25.05.2017 12:52

ST. PETERSBURG/KIEW (awp international) - Nach drei Krisenjahren präsentiert sich Russland beim kommenden Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg (SPIEF) wieder in besserer Verfassung. Damit stiegen auch die Aussichten für deutsche Unternehmen, sagte Matthias Schepp, der Geschäftsführer der Deutsch-russischen Auslandshandelskammer.

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer kündigte am Donnerstag auf einer Reise in der ukrainischen Hauptstadt Kiew an, das Forum zu besuchen. Zuletzt hatte der CSU-Chef im März Moskau besucht und mit Präsident Wladimir Putin gesprochen. Beim SPIEF empfängt Putin in seiner Heimatstadt jedes Jahr Politiker und Wirtschaftsführer aus aller Welt. Zwischen dem 1. und 3. Juni werden auch UN-Generalsekretär António Guterres, der indische Ministerpräsident Narendra Modi und der österreichische Bundeskanzler Christian Kern dort zu Gast sein.

"Russland hat den Doppelschlag aus niedrigen Ölpreisen und Sanktionen verkraftet", sagte Schepp der Deutschen Presse-Agentur in Moskau. Als ein Zeichen der Gesundung hat der deutsch-russische Handel nach vier Jahren Rückgang im ersten Quartal um etwa ein Drittel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zugelegt. Der Ostausschuss der deutschen Wirtschaft rechnet für das Gesamtjahr mit zehn Prozent Zuwachs.

Die grundlegenden Daten in Russland hätten sich gebessert, sagte Schepp. Im ersten Quartal sei die Wirtschaft um 0,5 Prozent gewachsen. Die Inflation liege bei vier Prozent - das sei der niedrigste Stand seit der Unabhängigkeit 1992. Zur Stabilisierung habe unter anderem die Erholung des Ölpreises beigetragen. Am Donnerstag berieten die Fachminister des Ölkartells Opec in Wien über die weitere Förderpolitik.

"Wir sehen einen deutlichen Optimismus in der deutschen Unternehmerschaft", sagte Schepp. In einer Umfrage rechneten 63 Prozent der Firmen für 2017 mit einem höheren Umsatz. Trotz Spannungen mit dem Westen wegen der Ukraine und protektionistischer Tendenzen bei einem Teil der russischen Elite sei das Klima für Investition in einigen Bereichen besser geworden. "Der Reformzug ist nicht stehengeblieben."

Schepp forderte aber weitere Schritte, um ausländische Firmen rechtlich mit einheimischen gleichzustellen. In Russland arbeiten etwa 5200 Firmen mit deutscher Beteiligung.

Das diesjährige SPIEF ist das letzte vor der Präsidentenwahl im März 2018, bei der sich Putin absehbar zur Wiederwahl stellen wird. Daher wird in Russland sehr grundsätzlich über die künftige Wirtschaftspolitik diskutiert. Experten fordern ein Ende der Abhängigkeit von Öl- und Gasexporten und eine Reform der staatlichen Verwaltung. Schepp sieht die Möglichkeit weitreichender Reformen aber skeptisch: "Wir in der Kammer rechnen mit mehr vom Gleichen."/fko/had/DP/jha

(AWP)

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Russland eröffnet Wirtschaftsforum in St. Petersburg
01.06.2017 06:41

ST. PETERSBURG (awp international) - Unter dem Eindruck einer leichten Konjunktur-Erholung eröffnet Russland am Donnerstag das Internationale Wirtschaftsforum in St. Petersburg. Zu der dreitägigen Konferenz werden rund 12 000 Teilnehmer in der ehemaligen Zarenmetropole erwartet, darunter zahlreiche Minister und Firmenchefs aus dem Ausland. Präsident Wladimir Putin soll am Freitag auf der wichtigsten Wirtschaftskonferenz des Landes sprechen.

Aus Deutschland hat sich CSU-Chef Horst Seehofer angekündigt. Gastland des Forums ist Indien, vertreten durch Ministerpräsident Narenda Modi. Auch Österreichs Bundeskanzler Christian Kern will kommen.

Nach einer Rezession erwartet die russische Regierung 2017 erstmals wieder ein Wachstum von bis zu 1,5 Prozent. Experten schätzen die Aussichten zurückhaltender ein. Sie fordern Strukturreformen sowie ein Ende der Abhängigkeit der Wirtschaft von Rohstoffpreisen. Ein starker Rückgang des Ölpreises in den vergangenen Jahren hatte die Rohstoffmacht Russland in eine tiefe Krise gestürzt./tjk/DP/he

(AWP)

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Russland bietet sich als

Russland bietet sich als Vermittler im Katar-Konflikt an
10.06.2017 18:03

(Mit weiteren Angaben ergänzt)

Moskau (awp/sda/afp) - In der Krise um das Golfemirat Katar hat sich Russland als Vermittler angeboten. Moskau habe die Eskalation des Konflikts mit Sorge verfolgt, sagte der russische Aussenminister Sergej Lawrow am Samstag bei einem Treffen mit seinem katarischen Kollegen Scheich Mohammed Al Thani.

In Moskau seien "die Nachrichten über die Eskalation mit Beunruhigung aufgenommen worden", sagte Lawrow. "Wir sind für die Beilegung aller Meinungsverschiedenheiten im Dialog." Al Thani bezeichnete die Blockade-Politik der Nachbarstaaten als "illegal".

Der türkische Präsident Recip Tayyip Erdogan forderte ein Ende der Blockade gegen Katar. Er rufe Saudi-Arabien auf, seiner Führungsrolle in der Region gerecht zu werden und die Krise beizulegen, sagte er am Freitag in Istanbul.

Zugleich sicherte er Doha weitere Hilfe zu. Ankara werde Katar unter anderem mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgen.

Diplomatische Kanäle gekappt

Der Streit zwischen Katar und den Nachbarstaaten ist die schwerste diplomatische Krise in der Region seit mehreren Jahren. Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten Anfang der Woche die diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und den Flugverkehr eingestellt. Ausserdem schloss Saudi-Arabien die einzige Landgrenze zum Nachbarstaat.

Die drastischen Massnahmen wurden von Riad und seinen Verbündeten damit begründet, dass Katar extremistische Gruppen finanziere. Eine Rolle spielt allerdings wohl auch das relativ gute Verhältnis Katars zum Iran.

Amnesty International machte am Samstag auf die schwerwiegenden Folgen der Blockade für tausende von Familien aufmerksam. Zu den "brutalen" Folgen zähle es, dass Eltern von ihren Kindern und Männer von ihren Frauen getrennt würden, heisst es in einer in London veröffentlichten Erklärung der Menschenrechtsorganisation.

Dies verursache "seelische Leiden und Angst". In Katar leben demnach 11'000 Staatsangehörige aus Bahrain, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Rückendeckung aus Washington

US-Präsident Donald Trump beschrieb die Blockade der Nachbarstaaten gegen Katar als direktes Ergebnis seines rigorosen Anti-Terror-Kurses. Katar sei "historisch ein Finanzier des Terrorismus auf hohem Niveau", sagte Trump am Freitag bei einer Medienkonferenz im Weissen Haus.

Im direkten Widerspruch dazu hatte sein Aussenminister Rex Tillerson kurz zuvor eine Lockerung des Embargos gefordert, da es den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erschwere.

Saudi-Arabien und seine Alliierten sahen sich durch Trumps Katar-Schelte hingegen bestätigt. Die saudiarabische Nachrichtenagentur SPA berichtete am Samstag unter Berufung auf offizielle Quellen, die Regierung in Riad betrachte den Kampf gegen den Terrorismus als eine "Verpflichtung" mit der Notwendigkeit zum "raschen Handeln". Das Königreich Bahrain verlangte von Katar, es müsse sich "auf transparente Weise" den "Anti-Terror-Bemühungen" anschliessen.

Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten und Bahrain veröffentlichten am Freitag ein Liste von Einzelpersonen und Organisationen, die in "terroristische" Aktivitäten verwickelt sein sollen. Auf der Liste stehen auch Mitglieder der katarischen Herrscherfamilie. Genannt werden auch der in Doha ansässige einflussreiche Geistliche Jusuf al-Karadawi, der der Muslimbruderschaft nahesteht, sowie von Katar finanzierte Wohltätigkeitsorganisationen.

(AWP)

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Kälte bringt Gazprom

Kälte bringt Gazprom Exportrekord

Die andauernde Kältewelle in Europa verhilft dem russischen Gaskonzern Gazprom zu einer Serie von Exportrekorden. Am Samstag sei mit 655,2 Millionen Kubikmetern Erdgas für Westeuropa den vierten Tag in Folge eine neue Höchstmarke erreicht worden. Das teilte der weltgrösste Gasproduzent am Sonntag in Moskau mit. Der Rekord an einem Samstag sei bemerkenswert, weil der Verbrauch an arbeitsfreien Tagen sonst zurückgehe.

25.02.2018 15:10

Wegen der gestiegenen Nachfrage hätten auch die Preise zugelegt, meldete die Agentur Interfax nach Firmenangaben. Am Verteiler Baumgarten in Österreich liege der Spotpreis für 1000 Kubikmeter Erdgas für Montag bei 290 Euro, nach 187 Euro zum Monatsbeginn. In Baumgarten wird das Gazprom-Gas für Süd- und Südwesteuropa verteilt./fko/DP/nas

(AWP)

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Wie erwartet: Putin sichert

Wie erwartet: Putin sichert sich vierte Amtszeit im Kreml

Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich mit einem klaren Wahlsieg sechs weitere Jahre an der Macht gesichert. Die Opposition beklagt Unregelmässigkeiten und Manipulation bei der Abstimmung.

Aktualisiert um 06:52

Wladimir Putin hat die Präsidentenwahl mit rund 76,7 Prozent der Wählerstimmen gewonnen. Das teilte die Wahlkommission am Montagmorgen nach der Auszählung von 99 Prozent der Stimmzettel mit. Damit bleibt der 65-Jährige wie erwartet für sechs weitere Jahre im Amt.

Den zweiten Platz erreichte der Kommunist Pawel Grudinin mit 11,8 Prozent, dahinter der Rechtspopulist Wladimir Schirinowski mit 5,7 Prozent. Für die liberale TV-Journalistin Xenia Sobtschak stimmten 1,7 Prozent, vier weitere Kandidaten erhielten noch weniger. Die Wahlbeteiligung bei der Abstimmung am Sonntag lag demnach bei rund 67 Prozent.

Die Präsidialverwaltung hatte Medienberichten zufolge bei der Beteiligung eine Zielmarke von 70 Prozent ausgegeben, um an der Legitimation Putins keine Zweifel zu lassen. Bei der Präsidentenwahl vor sechs Jahren lag sie bei gut 65 Prozent. Auf Putin entfielen damals rund 64 Prozent der Stimmen.

Putin bedankte sich vor jubelnden Anhängern auf einer Kundgebung in unmittelbarer Nähe des Roten Platzes in Moskau. Russland stehe eine große Zukunft bevor, rief er der Menge zu. Trotz schwieriger Umstände sei in den vergangenen Jahren viel erreicht worden. Dann stimmte er in die "Russland, Russland"-Rufe des Publikums ein.

Unregelmässigkeiten bei der Abstimmung

Die Opposition beklagte Unregelmäßigkeiten bei der Abstimmung. Sie war auf den vierten Jahrestag der Krim-Annexion gelegt worden, die Putins Popularitätswerte in die Höhe schnellen ließ. Politische Beobachter halten die Wahl ohnehin für orchestriert: Die Herausforderer besetzten lediglich Statistenrollen, sollten aber für etwas Schwung bei der Abstimmung sorgen und die wahlmüden Russen an die Urnen locken.

Putins wohl ärgster Widersacher Alexej Nawalny durfte nicht bei der Wahl kandidieren. Er war zuvor in einem von vielen als politisch motivierten Prozess verurteilt worden und rief daraufhin zum Boykott der Abstimmung auf, um die Wahlbeteiligung zu drücken.

"Shuttle-Bus-Wahl"

Anhänger Nawalnys, die den Wahlablauf überwachten, berichteten von Manipulationen. So seien Wähler in Bussen von Wahllokal zu Wahllokal gefahren worden, damit sie mehrmals ihre Stimme haben abgeben können. "Wir würden das 'Shuttle-Bus-Wahl' nennen", sagte ein Mitstreiter des Oppositionellen.

Reuters-Reporter beobachteten zudem, dass viele Wähler Selfies mit ihren Stimmzetteln in Wahllokalen machten. Auf Nachfrage gaben sie an, sie müssten diese ihren Vorgesetzten als Beweis für die Teilnahme an der Wahl vorlegen. Der Nicht-Regierungsorganisation Golos lagen bereits im Vorfeld der Wahl Beschwerden vor, dass Druck auf Firmenbelegschaften, Staatsangestellte und Studenten ausgeübt wurde, zur Wahl zu gehen. Medien berichteten von Geldprämien und der Verlosung von IPhones für Selfies mit angekreuztem Stimmzettel aus dem Wahllokal. Wählern sollte die Stimmabgabe zudem mit Geldprämien und Konzertkarten versüßt werden. Die Putin-Vertraute und Vorsitzende des Föderationsrats, Walentina Matwijenko, lobte die Abstimmung. "Die Wahl hat einmal mehr gezeigt, dass unser Volk nicht manipuliert werden kann... Kein anderes Land in der Welt hat so offene und transparente Wahlen."

Mit seiner Wiederwahl könnte Putin die Geschicke des größten Landes der Erde bis 2024 lenken – länger als all seine sowjetischen und postsowjetischen Vorgänger mit Ausnahme von Josef Stalin.

Eingeschlagener Konfrontationskurs

Seit rund 18 Jahren an der Staatsspitze inszeniert sich Putin als starker Anführer, der Russland wieder den Status einer Weltmacht gegeben hat, die vom Westen nicht ignoriert werden kann. Der von ihm eingeschlagene Konfrontationskurs wie zuletzt in der Affäre um die Gift-Attacke auf den Doppelspion in Großbritannien schadet seinem Ansehen in der Bevölkerung nicht. Russland hat im Zuge der Krise zum Gegenschlag ausgeholt und britische Diplomaten des Landes verwiesen. Die Regierung in Moskau weist die ihr vorgeworfene Verwicklung in den Anschlag zurück.

In seiner vierten Amtszeit steht Putin auch vor der Herausforderung, die lahmende Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Russland hängt am Tropf seiner Energieexporte. Fallende Preise für Öl und Gas sowie westliche Sanktionen haben der Wirtschaft stark zugesetzt.

Putin wurde erstmals im Jahr 2000 zum Präsidenten gewählt. Nach zwei vierjährigen Amtszeiten folgte ein Rollentausch mit Ministerpräsident Dmitri Medwedew und eine weitere - per Verfassungsänderung auf sechs Jahre verlängerte Periode als Präsident ab 2012. Mehr als zwei Amtszeiten in Folge sind nicht zulässig, es sei denn, die Verfassung würde erneut angepasst. 

(Reuters)

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Moskau berät über

Moskau berät über Gegenmassnahmen nach Diplomaten-Ausweisung

Nach der Ausweisung russischer Diplomaten aus mehreren EU-Ländern und den USA sowie einer Reihe anderer Staaten will Moskau über Gegenmassnahmen beraten. Das Aussenministerium und andere Behörden bereiteten bereits Schritte vor, kündigte Kremlsprecher Dmitri Peskow an. Wann diese beschlossen werden, war zunächst nicht bekannt. Die endgültige Entscheidung werde Präsident Wladimir Putin treffen, hiess es. Es werde Massnahmen gegen jedes einzelne Land geben, das russische Diplomaten ausweisen will, sagte Aussenamtssprecherin Maria Sacharowa am Montagabend im russischen Fernsehen.

27.03.2018 06:33

Experten gehen davon aus, dass Russland mindestens ebenso viele Diplomaten ausweisen wird. "Die russische Seite ist gut vorbereitet, die Antwort wird sehr schnell kommen", sagte der Politologe Wladislaw Below der Deutschen Presse-Agentur in Moskau. Gleichzeitig könne Moskau auch andere Strategien wählen, meinte der Deutschland-Experte von der Russischen Akademie der Wissenschaften.

Grossbritannien, die USA, Deutschland sowie zahlreiche weitere Länder verwiesen in einer bislang beispiellosen Gemeinschafsaktion russische Diplomaten und Geheimdienstmitarbeiter des Landes. Russische Medien listeten bis MOntagabend 23 Länder auf, aus denen 137 Landsleute ausgewiesen wurden. Die Europäische Union ist in der Frage allerdings gespalten. Nachdem Grossbritannien 23 russische Diplomaten aufgefordert hatte, das Land zu verlassen, kündigten bis Montagabend 16 weitere EU-Länder Ausweisungen an.

Auch die Nicht-EU-Länder USA, Norwegen, Kanada, die Ukraine sowie auch Mazedonien und Albanien verwiesen Moskauer Diplomaten des Landes. Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja warf den USA wegen der Ausweisung von zwölf russischen UN-Diplomaten Missbrauch des Gastgeber-Rechts vor.

Am Dienstag schloss sich Australien als 24. Land an, das russische Diplomaten des Landes verwies. Premier Malcolm Turnbull teilte mit, dass zwei russische Botschaftsangehörige, die der geheimdienstlichen Tätigkeit verdächtigt werden, das Land innerhalb von sieben Tagen zu verlassen hätten.

Russlands Aussenamtssprecherin Sacharowa verurteilte das Vorgehen als rein politische Forderung und russophobe Kampagne. Grossbritannien habe den anderen Ländern keine einzige faktenbezogene Information vorgelegt, die eine Schuld Moskaus beweisen würde. Sie warf der EU und den USA zudem eine "durch nichts begründete Aggression vor", und das zu einer Zeit, in der Russland um die Opfer des Brandes in Kemerowo in Sibirien trauere, bei dem 64 Menschen starben. "In den Minuten, als alle Russen mit den Opfern der Tragödie von Kemerowo mitfühlten, gab es für sie (EU und USA) nichts Wichtigeres, als neue feindselige Handlungen zu verkünden", schrieb sie in der Nacht zum Dienstag auf ihrer Facebook-Seite. "Heute haben wir Worte des Mitgefühls gehört, aber zugleich durch nichts begründete Aggression erlebt." Dies sei "schwer zu glauben und auch schwer zu vergessen".

Das Auswärtige Amt in Berlin kündigte am Montag die Ausweisung von vier russischen Diplomaten an. Sie müssen binnen sieben Tagen Deutschland verlassen.

Unter den Parteien in Deutschland sind die Massnahmen von EU und Bundesregierung umstritten. Der Grünen-Aussenexperte Jürgen Trittin nannte es "leichtfertig, ohne belastbare Beweise und nur aufgrund von Indizien so gegen Russland vorzugehen und in einen neuen Kalten Krieg zu stolpern." Im Ergebnis werde der Westen nichts gewinnen, Russland seinerseits europäische Diplomaten ausweisen und weitere Gesprächskanäle würden verschüttet, sagte Trittin, der amtierender Vorsitzender der deutsch-russischen Parlamentariergruppe ist, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). Dagegen sagte der Grünen-Osteuropa-Experte Manuel Sarrazin dem RND, mit der Ausweisung der vier Diplomaten tue die Bundesregierung das Mindeste: "Sie stärkt damit den europäischen Geleitschutz für Grossbritannien, das sich angegriffen sieht."

Linksfraktionschef Dietmar Bartsch nannte die Ausweisung von Diplomaten im RND-Interview "falsch, weil damit weiter an der Eskalationsspirale gedreht wird". Auch der ehemalige EU-Kommissar Günter Verheugen rügte: "Generell sollten Sanktionen faktenbasiert sein und nicht auf Vermutungen aufbauen. "Die Argumentation im Fall Skripal erinnert mich ein bisschen an eine Urteilsverkündung nach dem Motto "Die Tat war dem Beschuldigten nicht nachzuweisen, aber es war ihm zuzutrauen"", kritisierte der SPD-Politiker in der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag).

Hintergrund ist der Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter. Grossbritannien macht Russland dafür verantwortlich. Die Opfer befinden sich in einem kritischen, aber stabilen Zustand./thc/shy/DP/stk

(AWP)

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EU will Wirtschaftssanktionen

EU will Wirtschaftssanktionen gegen Russland verlängern

Die europäischen Wirtschaftssanktionen gegen Russland werden wegen fehlender Fortschritte im Friedensprozess für die Ukraine abermals verlängert. Darauf einigten sich die Staats- und Regierungschefs am Freitagmorgen beim EU-Gipfel in Brüssel, wie Diplomaten mitteilten.

29.06.2018 06:38

Die EU hatte die Sanktionen trotz Milliardenverlusten für heimische Unternehmen zuletzt im vergangenen Winter bis zum 31. Juli 2018 verlängert. Sie sollen nun weitere sechs Monate gelten. Im Sommer 2016 war beschlossen worden, die Handels- und Investitionsbeschränkungen erst dann aufzuheben, wenn die Vereinbarungen des Minsker Friedensplanes zum Ukraine-Konflikt komplett erfüllt sind. Dies ist noch nicht der Fall.

Mit der Koppelung der Sanktionen an den Friedensplan wollen die EU-Staaten den russischen Präsidenten Wladimir Putin dazu bewegen, seinen Einfluss auf die pro-russischen Separatisten in der Ostukraine stärker für eine Beilegung des Konfliktes zu nutzen.

Experten gehen nach Angaben von Diplomaten davon aus, dass die Sanktionen Russland bereits einen dreistelligen Milliarden-Betrag gekostet haben. Doch auch die europäische Konjunktur wird in Mitleidenschaft gezogen, da die Strafmassnahmen auch den Handel vieler EU-Unternehmen mit Russland erschweren und Russland im Gegenzug Einfuhrverbote für westliche Agrarprodukte wie Obst und Fleisch verhängt hat.

Vor allem Länder wie Italien, Griechenland und Bulgarien standen der Sanktionsverlängerung deswegen kritisch gegenüber. Die neue Regierung in Rom hatte zuletzt sogar ein Veto nicht ausgeschlossen - machte letztlich aber doch nicht von dieser Möglichkeit Gebrauch.

Eingeführt wurden die Strafmassnahmen nach dem Absturz eines malaysischen Flugzeugs mit 298 Menschen an Bord über der Ostukraine im Juli 2014. Es soll von moskautreuen Separatisten oder sogar von russischen Streitkräften abgeschossen worden sein. Russland bestreitet das, obwohl das Flugzeug laut Experten von einer Buk-Rakete russischer Herstellung getroffen wurde./aha/DP/zb

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Russland sieht US-Sanktionen

Russland sieht US-Sanktionen als 'Wirtschaftskrieg'

KAMTSCHATSKI (awp international) - Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew sieht in neuen US-Sanktionen gegen sein Land die "Erklärung eines Wirtschaftskrieges" und droht mit Gegenmassnahmen. Sollten sich die angekündigten Sanktionen der USA etwa gegen Banken oder die Verwendung bestimmter Devisen richten, käme das einer solchen Erklärung gleich, sagte Medwedew am Freitag bei einem Besuch auf der fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka.

10.08.2018 11:24

"Auf einen solchen Krieg müssen wir mit ökonomischen, politischen und falls nötig auch anderen Methoden reagieren", sagte er der Agentur Interfax zufolge. "Das müssen unsere amerikanischen Freunde verstehen."

Die USA hatten am Mittwoch neue Sanktionen gegen Russland angekündigt. Hintergrund ist der Fall des in Grossbritannien vergifteten Ex-Agenten Sergej Skripal. Washington macht Moskau dafür verantwortlich. Russland bestreitet, in den Fall verwickelt zu sein. Die Strafmassnahmen sollen in etwa zwei Wochen in Kraft treten.

Bereits zuvor hatten die USA Sanktionen gegen Russland in dem Fall verhängt. Unter anderem hatten die USA und mehrere westliche Staaten russische Diplomaten ausgewiesen. Andere Strafmassnahmen gelten wegen der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland 2014 sowie wegen der Unterstützung für prorussische Separatisten in der Ostukraine. Ausserdem gibt es Sanktionen wegen der Vorwürfe einer Einmischung Moskaus in die US-Präsidentenwahl 2016. Medwedew räumte ein, dass sich die westlichen Strafmassnahmen negativ auf die russische Wirtschaft auswirkten./tjk/DP/jha

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Russland erwartet schwächeren

Russland erwartet schwächeren Rubel

Russland ist besorgt über negative Folgen neuer US-Sanktionen auf die wirtschaftliche Entwicklung.

23.08.2018 06:58

In den kommenden zwölf Monaten werde der Rubel stärker nachgeben als bislang erwartet, und es werde Kapital aus dem Land abfliessen, sagte Wirtschaftsminister Maxim Oreschkin am Mittwoch. Ausserdem müsse vermutlich die Wachstumsprognose für dieses Jahr auf 1,8 Prozent von 1,9 Prozent zurückgenommen werden. Auch dürfte die Inflation wegen des schwächeren Rubels und der schwächeren Getreideernte stärker anziehen als erwartet.

Präsident Wladimir Putin kritisierte die Strafmassnahmen der USA als kontraproduktiv, äusserte aber gleichzeitig die Hoffnung auf bessere Beziehungen. "Ich hoffe, dass unsere amerikanischen Partner irgendwann erkennen, dass diese Politik keine Zukunft hat und wir wieder normal zusammenarbeiten können", sagte Putin nach einem Treffen mit seinem finnischen Kollegen Sauli Niinisto in Sotschi.

Erst am Dienstag hatten die USA weitere Sanktionen gegen russische Unternehmen verhängt. Noch am Mittwochabend sollten weitere Strafmassnahmen in Kraft treten, die die USA zu Beginn des Monats angekündigt hatten. Angesichts der Sanktionen ist die russische Währung zum Dollar auf einen ihrer tiefsten Stände seit zwei Jahren abgerutscht.

Die USA hatten wegen des Anschlags auf den russischen Ex-Agenten Sergej Skripal und dessen Tochter in Südengland weitere Sanktionen gegen Russland angekündigt. Das Attentat mit dem Nervengift Nowitschok wird Russland angelastet, das jedwede Verwicklung bestreitet.

(Reuters)

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Gazprom liefert mehr Gas nach

Gazprom liefert mehr Gas nach Österreich

Der russische Energieriese Gazprom wird mehr Gas nach Österreich liefern. Die Liefermenge sei um eine Milliarde Kubikmeter pro Jahr für die gesamte Vertragsdauer erhöht worden, teilten die OMV und Gazprom am Montag gemeinsam mit. Der Vertragszusatz sei in St. Petersburg von den Vorstandschefs, Rainer Seele und Alexey Miller, unterzeichnet worden.

05.11.2018 10:17

Den Angaben zufolge sind die Gaslieferungen von Russland nach Österreich - zum Gasknoten im niederösterreichischen Baumgarten - in den ersten zehn Monaten um ein Drittel auf 8,8 Milliarden Kubikmeter gestiegen. Erst im Juni hatten die teilstaatliche OMV und der Gazprom-Konzern ihren bestehenden Gasliefervertrag von 2028 bis 2040 verlängert./pro/gru/APA/jha

(AWP)

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