Schuldenkrise Amerika

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07.09.2012 09:09
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Schuldenkrise Amerika

Alles über die Schuldenkrise und die Wirtschaftslage in Amerika.

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Grosses Versprechen, viele Zweifel um Trumps Steuerreform
27.02.2017 08:04

New York/Washington (awp/sda/dpa) - Es soll die grösste "Revolution" seit Ronald Reagans massiven Steuersenkungen 1981 werden. Doch noch stehen hinter Donald Trumps Versprechen diverse Fragezeichen. Klar absehbar scheint bislang nur, dass Superreiche wie der Präsident selbst stark profitieren würden.

Wenn es um seine Steuerpläne geht, gerät US-Präsident Donald Trump leicht ins Schwärmen. "Wir liegen weit vor unserem Zeitplan. Wir werden etwas Phänomenales bekanntgeben, ich würde sagen in den nächsten zwei oder drei Wochen", verkündete der US-Präsident vor knapp drei Wochen.

Zuletzt hiess es dann, der Plan sei "so gut wie fertig", zunächst müsse aber die Krankenversicherung reformiert werden. Die "Steuer-Revolution", auf die US-Konzerne und ihre Aktionäre setzen, wird also noch auf sich warten lassen.

Anleger hoffen, dass Trumps Rede vor dem US-Kongress an diesem Mittwoch Details liefert. Doch laut Finanzminister Steven Mnuchin, der letzte Woche die ersten Interviews nach seiner Vereidigung gab, wird die Steuerreform frühestens im August verabschiedet.

"Das ist ein ambitionierter Zeitplan. Es könnte sich auch bis später in diesem Jahr hinziehen", sagte er dem "Wall Street Journal". Kein Wunder, dass der Ex-Banker von Goldman Sachs es ruhig angehen lassen will.

KONGRESS REDET MIT

Die Steuerpolitik ist nicht nur eine hochkomplexe Angelegenheit, sie liegt den Republikanern traditionell besonders am Herzen und stellt einen zentralen Baustein der Wirtschaftsagenda dar. "Eine Steuerreform muss sowohl vom Kongress verabschiedet, als auch vom Präsidenten unterzeichnet werden", erklärt BayernLB-Analystin Christiane von Berg. Deshalb müsse ein gemeinsamer Nenner gefunden werden. Schnellschüsse kann Trump sich nicht leisten.

Doch selbst wenn die Holterdiepolter-Methoden diesmal ausbleiben, zweifeln Experten, ob die grossen Versprechen eingehalten werden können. Trump will die Steuern für US-Unternehmen von 35 auf 15% senken, zwischenzeitlich war auch mal von 20% die Rede.

Die US-Bürger sollen künftig ebenfalls deutlich weniger zahlen. "Für viele Arbeiter wird der Steuersatz bei null liegen", versprach Trump im Wahlkampf sogar. Zudem sollen die Steuergesetze massiv vereinfacht werden. So weit, so gut, doch es gibt einige Haken.

LOCH IM HAUSHALT

Zunächst sind da die Kosten. Die Steuernachlässe für Firmen und Verbraucher würden riesige Löcher in den ohnehin schon strapazierten US-Haushalt reissen, so das Ergebnis verschiedener Analysen von Wirtschaftsforschern.

Sollten die im Wahlkampf skizzierten Pläne umgesetzt werden, brächen dem US-Fiskus in den nächsten zehn Jahren 10,14 Bio USD an Einnahmen weg, heisst es etwa in einer Studie der Washingtoner Denkfabrik Tax Foundation.

Wie passt das zu Trumps Ankündigung, die Neuverschuldung zu stoppen und das Staatsdefizit drastisch zu senken? Der US-Präsident will die Staatskasse mit Strafzöllen auf Importe füllen und geht davon aus, dass die Steuereinnahmen sprudeln, weil die US-Wirtschaft dank seiner Politik einen Boom erleben wird. Einen besonderen Geniestreich erhofft er sich davon, den rund 2,5 Bio USD schweren Geldberg heimzuholen, den US-Konzerne im Ausland horten.

Damit dieses Kunststück gelingt, erwägt Trump einen besonderen "Deal": Die Steuer, um jenseits der Grenze gebunkerte Cash-Reserven ins Land zu bringen, soll ausnahmsweise von 35 auf 10% sinken. Die Idee ist, dass die Unternehmen das Geld dann in grossem Stil in den USA investieren und Trump so helfen, sein Versprechen einzulösen, mehr Jobs zu schaffen als je ein US-Präsident zuvor.

Solche Pläne werden in der US-Politik allerdings schon lange geschmiedet und entsprechende Aktionen gab es auch schon - mit bescheidenem Erfolg.

SONDERREGELN UND TRICKSEREIEN

Das Problem: 35% Steuersatz gelten nur auf dem Papier, dank diverser Sonderregeln und Tricksereien zahlen viele Unternehmen de facto bereits viel weniger. Zudem ist ungewiss, ob die US-Konzerne - ganz vorne dabei Tech-Riesen wie Apple, Google oder Microsoft - ihr im Ausland gebunkertes Geld überhaupt in US-Jobs investieren würden. Laut einer Umfrage des Senders CNBC wollen nur 12,5% der Finanzchefs die Barreserven zur Erhöhung der Mitarbeiterzahl nutzen.

Beim letzten Versuch, die Geldvorräte durch steuerliche Sonderanreize ins Land zu holen, wurden die Mittel vor allem für Aktienrückkäufe genutzt. Das war zwar ausdrücklich nicht erlaubt, doch die Konzerne tricksten sich um das Verbot herum. Sollte es wieder so laufen, so würde in erster Linie die Wall Street von der Massnahme profitieren.

Der Kapitalzufluss würde nach Einschätzung von Ökonomen zudem den Dollar aufwerten lassen und so die US-Exportwirtschaft ausbremsen. Trumps Ziel, das Handelsdefizit abzubauen, würde dadurch torpediert.

SUPERREICHE PROFITIEREN

Finanzminister Mnuchin hat die Ansagen seines Chefs sowieso schon relativiert. So lautet Trumps Versprechen, die Wachstumsrate von 1,6% im Jahr 2016 auf 3,5 bis 4,0% zu hieven, bei Mnuchin plötzlich nur noch "3% oder höher". Bis es soweit sei, könnte es zudem bis 2018 dauern. Klar absehbar scheint bislang nur, dass die grössten Gewinner von Trumps Steuerreform Superreiche wie der Präsident selbst und sein Finanzminister sein werden.

"Das oberste 0,1% der Steuerzahler - diejenigen mit Einkommen von mehr als 3,7 Mio USD im Jahr 2016 - würden im Schnitt 1,1 Mio USD, mehr als 14%, an Steuern sparen", heisst es in einer Analyse der Wirtschaftsforscher vom Tax Policy Center.

Mnuchin hatte dies zunächst noch abgestritten und behauptet, die starken Nachlässe für Spitzenverdiener würden durch geringere Freibeträge an anderer Stelle wieder ausgeglichen. In den jüngsten Interviews wollte er sich dazu jedoch nicht mehr so klar bekennen.

Was Trump selbst an den Fiskus zahlt, ist ohnehin schon seit langem ein grosses Rätsel. Der Präsident weigerte sich bereits im Wahlkampf trotz heftiger Kritik und entgegen aller Gepflogenheiten, seine Steuererklärung zu veröffentlichen. Bei einem TV-Duell im Wahlkampf sagte Trump, es sei "smart" von ihm, keine Steuern zu zahlen.

(AWP)

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10.02.2017 08:17
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Mexikos Zentralbank hebt Leitzins nach Inflationszahlen erneut an
09.02.2017 21:03

(Ausführliche Fassung)

MEXIKO-STADT (awp international) - Die mexikanische Notenbank hat erneut den Leitzins erhöht. Die Zentralbank hob den Zins am Donnerstag um 50 Basispunkte auf 6,25 Prozent an. Zuvor hatte das Statistikamt mitgeteilt, dass die Teuerungsrate im Januar bei 4,72 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gelegen habe. Grund war eine kräftige Anhebung des Benzinpreises zu Jahresbeginn.

"Kurzfristig wird ein signifikanter Anstieg der Inflation erwartet. Um Ansteckungseffekte in der Preisbildung zu verhindern und die Teuerungsrate wieder in den Bereich des Inflationsziels zu bringen, hat sich der Verwaltungsrat zu der Zinserhöhung entschieden", teilte die Zentralbank zur Begründung mit. Angestrebt wird eine Inflationsrate um die 3 Prozent.

Zum Jahresbeginn war der Benzinpreis in Mexiko um bis zu 20 Prozent angehoben worden. Der Schritt war Teil der Liberalisierung des bislang streng regulierten Energiemarkts. Bislang wurde der Benzinpreis vom Staat festgelegt. Jetzt wird er nach und nach freigegeben und soll künftig von Angebot und Nachfrage bestimmt werden.

Wegen des Wahlsiegs von Donald Trump in den USA und der Unsicherheit über die Zukunft des Freihandels in der Region war auch die Landeswährung Peso zuletzt erheblich unter Druck geraten. Trump will das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) neu verhandeln oder aufkündigen. Zudem drohte er hohe Steuern auf mexikanische Produkte an.

Zuletzt hatte der Peso zwar wieder etwas an Boden gut gemacht, er ist aber noch immer deutlich schwächer als vor der US-Wahl. Am Donnerstag kostete der US-Dollar 20,41 Peso. Mitte Januar lag er bei fast 22 Peso. "Angesichts der Unsicherheit im externen Marktumfeld könnte die Landeswährung weiter abwerten", warnten die Notenbanker./dde/DP/he

(AWP)

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09.02.2017 08:26
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Intel-Chef kündigt bei Trump-Treffen Fertigstellung von US-Fabrik an
09.02.2017 06:38

WASHINGTON (awp international) - Der Chiphersteller Intel will 7,0 Milliarden Dollar (6,5 Mrd Euro) in die Fertigstellung eines US-Werks stecken. Das kündigte Vorstandschef Brian Krzanich am Mittwoch bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in Washington an. Durch die Investition werde der Produktionsstandort Chandler im US-Bundesstaat Arizona erweitert. Die Komplettierung der seit Jahren im Ausbau befindlichen Fertigungsstätte in den nächsten drei bis vier Jahren werde rund 3000 Arbeitsplätze entstehen lassen.

Mit dem Schritt unterstütze man die Steuer- und Regulierungspolitik, mit der die Trump-Administration Vorteile für die Produktion in den USA schaffe, so der Intel-Chef. Ein Sprecher der Regierung bezeichnete die Entscheidung des Chipherstellers als "Beleg für den Erfolg der neuen Wirtschaftspolitik" in den USA.

Das "Fab 42" genannte Werk war allerdings zuvor schon von Barack Obama gefeiert worden. Trumps Vorgänger hatte die Fabrik 2012 als Beispiel gelobt für ein "Amerika, das die nächste Generation von Jobs im verarbeitenden Gewerbe anzieht". Etliche Unternehmen haben seit dem Wahlsieg Trumps, der vehement mehr Produktion und Jobs in den USA fordert, Werbung für ihre Investitionspläne im Land gemacht. Häufig ging es dabei aber um bereits zuvor bekannte Projekte.

Für die Fertigstellung des Werks in Arizona wird Intel sein geplantes Ausgabenbudget für 2017 nicht erhöhen. Mit der Hightech-Fabrik will der Konzern die Fertigung der nächsten Chip-Generationen forcieren. Intel versucht, sich aus der Abhängigkeit vom schrumpfenden PC-Markt zu befreien. Deshalb wird die Produktion stärker auf Rechenzentren und Cloud-Computing sowie die Vernetzung von Alltagstechnik und Maschinen im Internet der Dinge ausgerichtet. Im April 2016 hatte der Konzern angekündigt, im Rahmen dieser Umstellung 12 000 Jobs zu streichen. Zuletzt hatte Intel weltweit etwa 106 000 Mitarbeiter./hbr/DP/he

(AWP)

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09.02.2017 08:26
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Kuba sucht ausländische Investoren für Erdölförderung
09.02.2017 06:38

HAVANNA (awp international) - Angesichts der Energieengpässe in Kuba sucht die Regierung nach ausländischen Investoren für die Erdölförderung. Bei der Energiemesse Cuba Oil & Gas 2017 am Mittwoch in Havanna wurden eine Reihe von Projekten vorgestellt, mit Schwerpunkt im Norden der Karibikinsel. Auch im Golf von Mexiko können Unternehmen investieren. "Fast die Hälfte des Energiebedarfs können wir heute mit eigenen Brennstoffen decken. Unser Ziel ist es, diesen Anteil mit Hilfe von ausländischen Partnern zu erhöhen", sagte Roberto Suárez vom staatlichen Energiekonzern Cuba Petróleo.

Das Unternehmen fördert pro Jahr rund vier Millionen Tonnen Schweröl, das hauptsächlich zur Energiegewinnung genutzt wird. Kuba hängt zudem stark von günstigen Ölimporten aus Venezuela ab. Wegen der politischen und wirtschaftlichen Krise in dem südamerikanischen Land sanken die Lieferungen nach Schätzung von Experten allerdings von 120 000 Barrel (je 159 Liter) auf zuletzt 55 000 Barrel pro Tag. Bis 2030 will Kuba etwa ein Viertel seines Energiebedarfs über erneuerbare Quellen decken. Auch hierfür ist die sozialistische Karibikinsel auf ausländische Investitionen angewiesen./gn/DP/he

(AWP)

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06.02.2017 08:18
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Embraer-Chef: Brasiliens Wirtschaft erholt sich von Krise
05.02.2017 15:06

SAO PAULO (awp international) - Der Chef des brasilianischen Flugzeugbauers Embraer sieht ein Ende der "dramatischen" Wirtschaftskrise im Land in Sicht. "Das Schlimmste ist vorbei", sagte Paulo Silva der Deutschen Presse-Agentur. Das Wachstum erhole sich, die Inflation sinke, ausländische Investitionen nähmen zu. "Es gibt gute Signale, dass sich die Wirtschaft stabilisiert, zugegebenermassen auf einem niedrigen Niveau", sagte Silva. "Ein Land kann aus einer tiefen Krise herausfinden, und genau das tut Brasilien jetzt."

Zugleich räumte der Embraer-Chef ein, dass die Krise "dramatisch" gewesen sei. "Das Bruttoninlandsprodukt ist in den vergangenen Jahren um 8 Prozent geschrumpft. Das ist wirklich eine schwere Krise."

Für Embraer habe diese allerdings so gut wie keine direkten Folgen, sagte Silva. "Wir machen 90 Prozent unseres Umsatzes ausserhalb von Brasilien. Die restlichen 10 Prozent stammen aus Geschäften mit dem brasilianischen Militär." Allerdings schränkte Silva ein: "Natürlich ist es nicht von Vorteil, ein brasilianisches Unternehmen zu sein, wenn es dem Land schlecht geht. Ich hoffe, es erholt sich wieder."/bvi/DP/edh

(AWP)

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06.02.2017 08:15
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Trump verspricht Steuerkürzungen bis zum Jahresende
06.02.2017 06:33

WASHINGTON (awp international) - US-Präsident Donald Trump hat den Amerikanern Steuerkürzungen vor Ende dieses Jahres versprochen. Auf die Frage, ob die Bevölkerung einen solchen Schritt noch 2017 erwarten könne, antwortete Trump in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview des Senders Fox News: "Ich denke ja."

Ein Ersatz für die Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obamas, die er rückgängig machen will, wird dagegen offenbar länger auf sich warten lassen. Es werde einen "wunderbaren" Plan geben, kündigte Trump an. Der Prozess sei im Gange, sagte der Präsident, aber er könne sich bis ins nächste Jahr hineinziehen.

Auf den Iran angesprochen bekräftigte Trump seine Kritik am Atomabkommen mit Teheran. Es sei eine "Schande", dass ein derart schlechtes Abkommen abgeschlossen worden sei, sagte der Republikaner. Auf die Frage, ob die USA aussteigen würden, antwortete er aber lediglich: "Wir werden sehen".

Das Interview war am Freitag aufgezeichnet worden. Jüngste Entwicklungen im Streit um Trumps Einreiseverbote konnten daher darin nicht aufgegriffen werden.

Am Samstag hatte der Sender bereits einen Interview-Ausschnitt ausgestrahlt, in dem Trump bekräftigte, dass der seinen russischen Kollegen Wladimir Putin respektiere. In Anspielung auf Vorwürfe, nach denen Putin und enge Gefolgsleute für die Ermordung von Journalisten und Dissidenten verantwortlich seien, warf Interviewer Bill O'Reilly ein, dass Putin doch "ein Mörder ist". Trump entgegnete darauf: "Es gibt eine Menge Mörder. Wir haben eine Menge Mörder. Was glauben Sie? Dass unser Land so unschuldig ist?"/ch/DP/zb

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03.02.2017 08:38
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Presse: USA vor neuen Sanktionen gegen Iran
03.02.2017 08:32

NEW YORK (awp international) - Die US-Regierung will Medienberichten zufolge in Kürze neue Sanktionen gegen den Iran verhängen. Dies geschehe möglicherweise schon am Freitag, berichtete etwa das "Wall Street Journal" am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf beteiligte Personen. Demnach soll sich die Massnahme gegen rund 25 iranische Einrichtungen richten, die am Raketenprogramm des Landes beteiligt sind oder Gruppen unterstützen, die die USA als terroristisch einstuft.

Am vergangenen Wochenende hatte der Iran nach einem Medienbericht erstmals einen selbst hergestellten Marschflugkörper getestet. Trumps Sicherheitsberater Michael Flynn hatte am Mittwoch von einer Provokation gesprochen und dem Iran eine Verletzung einer UN-Resolution vorgeworfen. "Wir warnen den Iran heute offiziell", sagte er.

Die Islamische Republik gehört auch zu den sieben mehrheitlich muslimischen Ländern, gegen die US-Präsident Donald Trump vor kurzem ein vorübergehendes Einreiseverbot verhängte.

Der US-Kongress hatte bereits im Dezember beschlossen, einige Sanktionen gegen den Iran um zehn Jahre zu verlängern. Teheran ist der Meinung, dieser Schritt sei ein Bruch des Atomabkommens vom Juli 2015. Dieses hatte die sogenannte 5+1-Gruppe - die UN-Vetomächte sowie Deutschland - mit der Islamischen Republik ausgehandelt. Darin verpflichtete sich der Iran zur ausschliesslich zivilen Nutzung seines Nuklearprogramms. Im Gegenzug wurden viele Wirtschaftssanktionen aufgehoben./nk/DP/stb

(AWP)

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02.02.2017 16:49
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USA: Produktivität steigt etwas stärker als erwartet
02.02.2017 14:48

WASHINGTON (awp international) - Die Produktivität der amerikanischen Wirtschaft ist im vierten Quartal etwas stärker gestiegen als erwartet. Nach Zahlen des US-Arbeitsministeriums vom Donnerstag erhöhte sie sich in den Monaten Oktober bis Dezember um 1,3 Prozent. Analysten hatten im Mittel einen Zuwachs von 1,0 Prozent erwartet. Der Produktivitätsanstieg für das dritte Quartal wurde von 3,1 auf 3,5 Prozent korrigiert.

Die Lohnstückkosten erhöhten sich dagegen weniger stark als erwartet. Sie stiegen im vierten Quartal um 1,7 Prozent. Im dritten Quartal hatte der Anstieg korrigiert 0,2 (zunächst 0,7) Prozent betragen. Produktivität und Lohnstückkosten sind wichtige Richtgrössen für die Rentabilität von Unternehmen./bgf/jkr/stb

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02.02.2017 16:48
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USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gehen überraschend stark zurück
02.02.2017 14:48

WASHINGTON (awp international) - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend stark gesunken. Sie sei um 14 000 auf 246 000 Anträge gefallen, teilte das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten 250 000 Anträge erwartet.

Der Zuwachs der Vorwoche wurde von zuvor 259 000 auf 260 000 geringfügig nach oben revidiert. Im Schnitt der vergangenen vier Wochen sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 2250 auf 248 000 gestiegen.

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gelten unter Ökonomen als guter Indikator für die kurzfristige Entwicklung am Arbeitsmarkt. Allerdings können die Daten durch Entwicklungen in einzelnen Bundesstaaten verzerrt sein, was stärkere Schwankungen mit sich bringen kann.

/jkr/jsl/tos

(AWP)

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02.02.2017 16:46
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US-Einzelhandel macht Front gegen Trumps Steuerpläne
02.02.2017 16:41

WASHINGTON (awp international) - Noch mehr Gegenwind von US-Unternehmen für Donald Trump: Nachdem zahlreiche Konzerne den Einreisebann für Menschen aus sieben überwiegend muslimischen Ländern kritisiert hatten, läuft nun der Einzelhandel Sturm gegen Steuerpläne des neuen Präsidenten. 100 Unternehmen und Verbände, darunter die Shoppingriesen Walmart und Target, wehren sich mit der Initiative "Amerikaner für erschwingliche Produkte" (Americans for Affordable Products; AAP).

Die Kampagne warnt vor den negativen Folgen einer von Trumps Regierung erwogenen Steuerreform (Border Adjustment Tax; BAT), die einen 20-prozentigen Aufschlag auf importierte Waren vorsieht. Die Trump-Administration hatte auch ins Gespräch gebracht, diese Grenzabgabe teilweise zur Finanzierung der geplanten Mauer zwischen den USA und Mexiko zu verwenden.

Der Einzelhandel zähle bereits zu den am höchsten besteuerten Wirtschaftszweigen in den USA, heisst es in einem am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlichten AAP-Statement. Der Einfuhrzoll werde die Preise für Kleidung, Lebensmittel, Medizin, Benzin und andere zur Grundversorgung nötige Waren für hart arbeitende US-Bürger erhöhen, während Trump anderen Branchen Steuernachlässe verspreche.

Deshalb ruft die AAP-Initiative Verbraucher zum Widerstand auf. Die bei einem Aussenhandelsdefizit auf Importe erhobene BAT-Grenzsteuer ist auch international hochumstritten. Fachleute bewerten sie als Zoll, der nach den Regeln der Welthandelsorganisation WTO unzulässig wäre. Für US-Einzelhändler wäre die Abgabe besonders schmerzhaft, da sie stärker als andere Branchen von Importen abhängen./hbr/DP/she

(AWP)

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01.02.2017 15:52
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USA: Beschäftigung im Privatsektor wächst deutlich stärker als erwartet - ADP
01.02.2017 14:26

WASHINGTON (awp international) - Der US-Arbeitsmarkt hat sich laut einer Umfrage eines privaten Instituts zum Jahresauftakt besser entwickelt als erwartet. Im Januar sei die Zahl der Beschäftigten im Privatsektor um 246 000 gestiegen, teilte der private Jobdienstleister ADP am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten nur mit einem Zuwachs von 168 000 Stellen gerechnet. Der Anstieg vom Vormonat wurde marginal von 153 000 auf 151 000 nach unten korrigiert.

Der offizielle Arbeitsmarktbericht der US-Regierung für Januar wird an diesem Freitag veröffentlicht. Die ADP-Zahlen gelten als Richtschnur dafür. Derzeit erwarten Ökonomen einen Arbeitsplatzaufbau beim offiziellen Bericht von 175 000 Stellen.

Am Devisenmarkt reagierte der US-Dollar mit Kursgewinnen auf die Arbeitsmarktdaten, währen der Euro im Gegenzug unter Druck geriet./jkr/tos

(AWP)

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31.01.2017 08:19
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Präsident Peña Nieto sieht schwere Zeiten auf Mexiko zukommen
31.01.2017 06:33

MEXIKO-STADT (awp international) - Nach dem Regierungswechsel in den USA sieht der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto sein Land vor grossen Herausforderungen. "Es kommen schwere Zeiten und harte Arbeit auf uns zu", sagte der Staatschef in einer Ansprache am Montag. Bei den ersten Verhandlungen über die künftigen Beziehungen der Nachbarn hätten die Unterhändler in keinem einzigen Punkt eine Einigung erzielt.

Im Streit um die von US-Präsident Donald Trump geplante Grenzmauer hatte Peña Nieto ein Treffen in Washington platzen lassen. Trump will, dass Mexiko für die Mauer zahlt. Mexiko lehnt das strikt ab. Zudem drohte der US-Präsident mit einer Importsteuer auf mexikanische Produkte und der Abschiebung illegaler Einwanderer.

"Ich bin dafür verantwortlich, das Erbe der mexikanischen Familien und die Chancen junger Leute zu schützen, wirtschaftliches Wachstum zu sichern und unsere Landsleute in den USA zu verteidigen", sagte Peña Nieto. Mexiko werde seine Beziehungen zu Lateinamerika, Europa und Asien stärken. Der Präsident kündigte zudem eine zusätzliche Milliarde Pesos (44,9 Millionen Euro) für die mexikanischen Konsulate in den Vereinigten Staaten an. In einem Telefonat habe er sich mit Trump geeinigt, den Dialog fortzusetzen.

Peña Nieto telefonierte am Montag auch mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau. Die Regierungen beider Länder wollen eng zusammenzuarbeiten, wie das Präsidialamt mitteilte./dde/DP/stk

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30.01.2017 16:29
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US-Konsumausgaben steigen spürbar
30.01.2017 14:54

WASHINGTON (awp international) - In den USA sind die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Dezember spürbar gestiegen. Die Ausgaben erhöhten sich zum Vormonat um 0,5 Prozent, wie das US-Handelsministerium am Montag mitteilte. Volkswirte hatten mit diesem Zuwachs gerechnet. Der Anstieg folgt auf ein Plus von 0,2 Prozent im November.

Die Einnahmen der privaten Haushalte stiegen etwas schwächer als erwartet. Sie erhöhten sich um 0,3 Prozent, erwartet wurde ein Plus von 0,4 Prozent. Die Teuerung, gemessen an dem von der US-Notenbank Fed bevorzugten Inflationsmass PCE, zog weiter an. Im Jahresvergleich stieg das Preisniveau um 1,6 Prozent, nach 1,4 Prozent im Vormonat. Die Kernrate, die schwankende Preiskomponenten wie Energie ausklammert, stagnierte auf 1,7 Prozent. Die Fed strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an.
Die Entwicklung im Überblick:

Dezember Prognose Vormonat

Private Einkommen +0,3 +0,4 +0,1r
Private Konsumausgaben +0,5 +0,5 +0,2
PCE (gg VJ) +1,6 +1,7 +1,4
PCE Kernindex (gg VJ) +1,7 +1,7 +1,7r

(r=revidiert; alle Angaben in Prozent)

/bgf/jsl/fbr

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30.01.2017 16:28
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Schwebende Hausverkäufe legen in den USA überraschend deutlich zu
30.01.2017 16:18

WASHINGTON (awp international) - In den USA ist die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im Dezember überraschend deutlich gestiegen. Die sogenannten schwebenden Hausverkäufe seien zum Vormonat um 1,6 Prozent geklettert, teilte die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Montag in Washington mit. Volkswirte hatten lediglich einen Anstieg um 1,0 Prozent erwartet. Im Vormonat waren die Verkäufe noch um 2,5 Prozent gefallen.

Der Rückgang im Jahresvergleich fiel hingegen stärker als erwartet aus. Die Zahl ging im Dezember um 2,0 Prozent zurück. Hier war lediglich ein Rückgang von 0,3 Prozent erwartet worden./jsl/jkr/he

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30.01.2017 08:13
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Trumps Einreiseverbote beunruhigen US-Konzerne
30.01.2017 06:56

New York (awp/sda/dpa) - Vertreter mehrerer US-Unternehmen haben beunruhigt auf das von Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot für viele Muslime reagiert. Kritisch äusserten sich unter anderem die Firmenchefs von Starbucks, Tesla und General Electric.

Howard Schultz, der Chef der Kaffeerestaurantkette Starbucks, wandte sich in der Nacht auf Montag mit "tiefer Besorgnis" auf der Website des Unternehmens an die Mitarbeiter. Er bezeichnete Trumps Erlass als verwirrend und kündigte Pläne an, um in den nächsten fünf Jahren 10'000 Flüchtlingen Jobs bei Starbucks anbieten zu können.

"Viele Menschen, die negativ von dieser Politik betroffen sind, sind starke Unterstützer der USA", twitterte Tesla-Chef Elon Musk. "Sie haben das Richtige getan, nicht das Falsche, und sie verdienen es nicht, zurückgewiesen zu werden." Trumps Einreiseverbot für Staatsangehörige einiger überwiegend muslimischer Länder sei "nicht der beste Weg", mit den Herausforderungen des Landes umzugehen.

General-Electric-Chef Jeff Immelt erklärte in einem Firmenblog, aus dem verschiedene US-Medien zitierten, er teile die Sorgen seiner Mitarbeiter. Immelt versprach, GE werde den betroffenen Angestellten zur Seite stehen und versuchen, mit der Trump-Regierung an Lösungen zu arbeiten.

TECH-BRANCHE BRAUCHT AUSLÄNDISCHE FACHKRÄFTE

Uber-Chef Travis Kalanick bezeichnete das Dekret in einem Facebook-Post als "verkehrt und ungerecht". Zuvor hatte es bereits Kritik und Reaktionen etwa von Google, Facebook, Microsoft und Twitter gegeben. Die Tech-Konzerne setzen besonders stark auf Experten aus dem Ausland.

Auch die grösste US-Bank JPMorgan Chase richtete sich im Zuge von Trumps Entscheidung laut US-Medienberichten an ihre Mitarbeiter. Vorstandschef Jamie Dimon versprach demnach in einem Statement allen Angestellten, die von dem Einreiseverbot betroffen sein könnten, das Unternehmen werde sich standhaft für sie einsetzen.

Immelt, Kalanick, Musk und Dimon zählen zu einer Reihe von Top-Managern, die Trump in Wirtschaftsfragen beraten wollen.

(AWP)

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27.01.2017 08:32
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Tiefe Gräben wegen hoher Mauer zwischen USA und Mexiko
27.01.2017 06:36

(Neu: Zitate Mexikos Aussenminister, Unterstützung für Peña Nieto)

MEXIKO-STADT (awp international) - Erbitterter Kampf um die verkehrsreichste Grenze der Welt: US-Präsident Donald Trump droht Mexiko im Streit um seine Mauer mit einer Importsteuer von 20 Prozent auf alle Produkte. Damit will er das milliardenschwere Megaprojekt finanzieren. "Wir wollen Steuern auf Importe aus Ländern erheben, mit denen wir ein Aussenhandelsdefizit haben", sagte Trumps Sprecher Sean Spicer am Donnerstag.

Im Falle von Mexiko könnten die USA so pro Jahr zehn Milliarden US-Dollar einnehmen. "Durch diesen Mechanismus können wir die Mauer leicht bezahlen." Nach massiver Kritik an den Plänen, die ein Ende des jahrzehntelangen, weitgehend zollfreien Handels bedeuten würden, ruderte Spicer etwas zurück: Das sei zunächst nur eine Option.

Ohnehin war innerhalb von wenigen Stunden schon genug Porzellan zerschlagen worden: Nachdem Trump sagte, ein für kommende Woche geplantes Treffen mache keinen Sinn, wenn Mexiko nicht für die Mauer zahlen wolle, sagte Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto seine Reise nach Washington ab. In seiner Heimat wurde der unbeliebte Präsident für seine Entscheidung gelobt.

Der Staatschef lud für Freitag eine Reihe von Abgeordneten, Gouverneuren und Unternehmern in die Präsidentenresidenz ein. "Ziel ist es, eine gemeinsame Front zum Schutz der gemeinsamen Interessen zu bilden", sagte Senator Fernando Herrera. Politiker verschiedener Parteien, Intellektuelle, Schauspieler und Sportler stellten sich hinter Peña Nieto und beschworen Zusammenhalt angesichts der Aggression aus dem Norden.

Auch aus dem Ausland erhielt Mexiko Unterstützung: Boliviens Präsident Evo Morales rief zu neuen Partnerschaften in Lateinamerika auf. "Ich appelliere an unsere mexikanischen Brüder: Schaut nach Süden. Lasst uns auf Basis unserer lateinamerikanischen Identität Einheit demonstrieren." Das brasilianische Aussenministerium teilte mit, man habe "mit Besorgnis die Idee des Baus einer Mauer zur Kenntnis genommen, die verbrüderte Nationen unseres Kontinents teilt".

Trotz der heraufziehenden Krise zeigte sich Mexikos Aussenminister Luis Videgaray nach einem zweitägigen Treffen mit engen Trump-Berater im Weissen Haus optimistisch. "Wir werden zu Einigungen kommen, zu sehr guten Einigungen", sagte er nach den Gesprächen. "Das ist es, was Mexiko, den USA und der Region am meisten nutzt. Wir werden ein gutes Verhältnis zum Präsidenten der Vereinigten Staaten haben."

Beim Thema Mauer gab sich aber auch der Chefdiplomat unversöhnlich. "Unter keinen Umständen wird Mexiko zahlen", sagte der enge Vertraute von Präsident Peña Nieto. "Das ist für die Mexikaner einfach nicht hinnehmbar."

Unklar war zunächst, ob eine Importsteuer mit den Regeln des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (Nafta) vereinbar ist. Die USA könnten zwar mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten aus Nafta aussteigen. Dann würden aber immer noch die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) gelten.

Die Mauer an der knapp 3200 Kilometer langen Grenze könnte nach Schätzungen zwischen 25 und 40 Milliarden US-Dollar kosten. Trump will mit dem Bauwerk die illegalen Grenzübertritte und den Drogenschmuggel einzudämmen. Die Grenze ist bereits in mehreren Abschnitten auf rund 1000 Kilometern Länge durch meterhohe Zäune und Sperranlagen gesichert. In den vergangenen Jahren ging die Zahl illegaler Grenzübertritte deutlich zurück.

Der mexikanische Historiker Enrique Krauze sprach von der grössten historischen Herausforderung seit dem amerikanisch-mexikanischen Krieg von 1846 bis 1848, der im Verlust grosser Landgebiete an die USA endete. Die Schriftstellerin Elena Poniatowska sagte: "Was eine Drohung war, ist nun Realität". Mexiko sei einem der grössten Konflikte seiner Geschichte ausgesetzt./dde/ir/DP/zb

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25.01.2017 08:18
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Beginn einer neuen Ära: USA und Mexiko verhandeln über Beziehungen
25.01.2017 06:35

WASHINGTON (awp international) - Nach den heftigen Attacken von US-Präsident Donald Trump gegen Mexiko verhandeln am Mittwoch und Donnerstag Vertreter beider Länder über die Zukunft der Beziehungen zwischen den Nachbarn. An dem Treffen in Washington nehmen der Stabschef im Weissen Haus, Reince Priebus, Trumps Schwiegersohn und enger Berater Jared Kushner, Trumps Chefstratege Stephen Bannon und der Nationale Sicherheitsberater Michael Flynn teil. Mexiko schickt Aussenminister Luis Videgaray und Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo.

Auf der Agenda stehen unter anderem Handel, Sicherheit und Migration. Trump hatte das Nachbarland immer wieder scharf kritisiert. Er will eine Grenzmauer zum Schutz vor illegaler Einwanderung bauen, das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) neu verhandeln und Millionen Einwanderer ohne Aufenthaltsberechtigung abschieben. Zudem drohte er US-Unternehmen, die ihre Produktion nach Mexiko verlegen, mit hohen Importzöllen.

Mexikos Regierung machte bereits klar, dass Trumps Mauerpläne und deutliche Abstriche bei Nafta für sie nicht akzeptabel sind. "Es gibt klare rote Linien, die wir von Anfang an festlegen", sagte Guajardo in einem Interview des Fernsehsenders Televisa. Notfalls werde er die Gespräche abbrechen. "Jeder Vertrag, der die wirtschaftlichen und sozialen Interessen Mexikos verletzt, ist nicht hinnehmbar", sagte Aussenminister Videgaray.

Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto gab zuletzt die Verhandlungsstrategie vor. Mexiko werde sich weder unterwerfen noch die Konfrontation suchen. Er wolle einen offenen Dialog mit der neuen US-Regierung. "Den Vereinigten Staaten nutzt es, wenn es Mexiko gut geht und Mexiko nutzt es, wenn es den USA gut geht", sagte er.

Für Mexiko ist der Handel mit den USA essenziell. 80 Prozent der Exporte gehen in die Vereinigten Staaten. Für die Verhandlungen haben sich die Mexikaner ihre Argumente zurecht gelegt: Sechs Millionen Arbeitsplätze in den USA hängen vom Handel mit dem Nachbarland ab. Mexiko ist der zweitgrösste Kunde für US-Produkte. Bei der Bekämpfung der illegalen Einwanderung sind die Vereinigten Staaten auf Mexiko angewiesen.

Guajardo hofft, dass das Treffen in Washington zumindest schon einmal die internationalen Finanzmärkte beruhigt. Der mexikanische Peso hatte im vergangenen Jahr 20 Prozent gegenüber dem US-Dollar eingebüsst. Experten machten dafür unter anderem die Unsicherheit über die Zukunft der Beziehungen zwischen Mexiko und den USA verantwortlich./dde/DP/zb

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24.01.2017 08:38
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USA stoppen Zitronen-Import aus Argentinien
23.01.2017 20:03

BUENOS AIRES (awp international) - Die USA haben kurz nach dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump überraschend den Import von Zitronen aus Argentinien gestoppt. Die Einfuhr sei zunächst für 60 Tage von der Behörde für Agrar- und Tierprodukte ausgesetzt worden, hiess es am Montag aus Regierungskreisen in Buenos Aires. Mit einem Marktanteil von rund 15 Prozent ist Argentinien einer der grössten Zitronenexporteure der Welt. "Wir werden unsere Bemühungen über die normalen diplomatischen Kanäle fortsetzen und vertrauen darauf, zu einem guten Ergebnis zu gelangen", sagte Agrarminister Ricardo Buryaile im Radio.

Der Import war vor wenigen Wochen erst wieder freigegeben worden, nach Jahren der Sperre in den USA wegen diverser Konflikte mit der linken Vorgängerregierung. Im Vorjahr hatte US-Präsident Barack Obama Argentinien besucht und mit dem liberalen Präsidenten Mauricio Macri einen Stärkung der gemeinsamen Handelspolitik vereinbart. Im Dezember wurde mitgeteilt, dass die USA zunächst 20 000 Tonnen Zitronen kaufen werden - die Produzenten in dem südamerikanischen Land hatten sich daher bereits auf einen neuen Boom im Handel mit den USA eingestellt./ir/gt/DP/he

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24.01.2017 08:37
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Mexiko will sich unabhängiger von USA machen
23.01.2017 20:09

MEXIKO-STADT (awp international) - Nach dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Donald Trump will sich Mexiko unabhängiger von den Vereinigten Staaten machen. "Wir sind eine weltoffene Nation. Wir werden unsere wirtschaftlichen Beziehungen diversifizieren", kündigte der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto am Montag an. Mexiko werde sein Verhältnis zu Argentinien und Brasilien stärken, das Freihandelsabkommen mit der EU modernisieren und bilaterale Verträge mit asiatischen Ländern schliessen.

Mexiko ist wirtschaftlich sehr eng mit den USA verbunden. 80 Prozent der mexikanischen Exporte gehen in die Vereinigten Staaten. Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern beträgt über 500 Milliarden Dollar. Trump will allerdings das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) neu verhandeln und in Mexiko gefertigte Produkte mit Strafzöllen belegen.

Peña Nieto bot den USA einen offenen Dialog über Handel, Migration und Sicherheit an. "Den Vereinigten Staaten nutzt es, wenn es Mexiko gut geht und Mexiko nutzt es, wenn es den USA gut geht", sagte er. Am 31. Januar trifft sich der mexikanische Staatschef mit Trump. Dabei wird es auch um die Grenzmauer gehen, die der US-Präsident bauen lassen will, um die Migration aus Mexiko einzudämmen./dde/DP/he

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24.01.2017 08:34
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Trump sorgt mit Ausstieg aus TPP-Abkommen für Unmut
24.01.2017 06:49

SYDNEY/TOKIO (awp international) - Der Ausstieg der USA aus dem geplanten asiatisch-pazifischen Handelsabkommen TPP hat bei anderen beteiligten Staaten Unmut ausgelöst. Japan, Australien und Neuseeland kündigten am Dienstag Bemühungen an, um die vom neuen US-Präsidenten Donald Trump aufgekündigte Vereinbarung noch zu retten.

Insgesamt sollte die im vergangenen Jahr vereinbarte Trans-Pazifische Partnerschaft (TPP) zwölf Staaten umfassen, darunter auch Mexiko, Singapur und Vietnam. Trump verkündete am Montag jedoch als eine seiner ersten Amtshandlungen, dass sich die Vereinigten Staaten an die Vereinbarungen nicht mehr gebunden fühlen.

Japan will trotzdem daran festhalten. Nach Informationen der japanischen Nachrichtenagentur Jiji Press hofft die Regierung in Tokio, Trump zum Umdenken bewegen zu können. Finanzminister Taro Aso kündigte an, in Washington um Verständnis für die "strategische und wirtschaftliche Bedeutung" von TPP zu werben. Aussenminister Fumio Kishida wurde mit den Worten zitiert, auch die USA hätten nach dem Krieg sehr vom freien Handel profitiert.

Australiens Ministerpräsident Malcolm Turnbull äusserte ebenfalls die Hoffnung, dass sich die Trump-Regierung umstimmen lässt. "Vielleicht ändert sich die US-Politik mit der Zeit wieder, wie das bei anderen Handelsabkommen der Fall war", sagte der konservative Regierungschef. Es gebe aber auch die Möglichkeit, ohne die USA weiterzumachen. Turnbull verwies darauf, dass auch China bei TPP mitwirken könne.

Australiens Handelsminister Steve Ciobo sagte zu Trumps Entscheidung: "Das ist eine grosse Schande, aber es kommt nicht unerwartet." Der neue US-Präsident hatte schon im Wahlkampf deutlich gemacht, dass er TPP aufkündigen werde. Neuseelands Handelsminister Todd McClay berichtete, dass es vergangene Woche am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos bereits Gespräche mit anderen beteiligten Staaten über die Zukunft von TPP gegeben habe.

Das TPP-Abkommen war über mehrere Jahre hinweg von zwölf Ländern rund um den Pazifik ausgehandelt worden. In Kraft ist es noch nicht. Bislang hat nur das japanische Parlament die Vereinbarungen ratifiziert. Die Länder repräsentieren 40 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. Allerdings machen allein die USA etwa 60 Prozent der Wirtschaftsleistung aller TPP-Unterzeichnerstaaten aus.

Die Trans-Pazifische Partnerschaft war ein Herzstück der Agenda des bisherigen US-Präsidenten Barack Obama, der damit die wirtschaftlichen Verbindungen der USA zu Asien stärken wollte. Die Unterzeichnerstaaten sind die USA, Kanada, Japan, Mexiko, Australien, Neuseeland, Vietnam, Malaysia, Brunei, Chile, Peru und Singapur.

In Trumps Entscheidung sehen chinesische Wirtschaftsexperten eine gute Nachricht für Peking. Der Rückzieher der USA sei eine "Chance" für China, nun ein eigenes Freihandelsabkommen in der Region voranzutreiben, sagte der Pekinger Wirtschaftsprofessor Huang Weiping der Deutschen Presse-Agentur dpa. Trumps Entscheidung sei "eine grosse Erleichterung für Peking", sagte Ni Dongxiong, Professor für Internationalen Handel in Shanghai./sub/jks/ln/DP/zb

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23.01.2017 08:20
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Venezuelas Präsident Maduro entlässt Zentralbankchef nach Kritik
23.01.2017 06:45

Caracas (awp/sda/afp) - Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat am Sonntag den Zentralbankchef des südamerikanischen Krisenlandes, Nelson Merentes, entlassen und durch den Politiker Ricardo Sanguino ersetzt. Medienberichten zufolge hatte Maduro Merentes zum Rücktritt gedrängt.

Merentes reichte sein Rücktrittsgesuch ein, nachdem er zuletzt wegen der rasanten Inflation stark unter Druck geraten war. Der 73-jährige Sanguino hat langjährige Erfahrungen als Abgeordneter und Vorsitzender des Haushaltsausschusses sowie in weiteren Schlüsselpositionen.

Zwar erwähnte Maduro die derzeitige Währungskrise des Landes nicht ausdrücklich, doch dürfte letztlich für den Rücktritt von Merentes der Vorwurf ausschlaggebend gewesen sein, er habe die Ausgabe neuer Banknoten verpfuscht.

Venezuela hatte in der vergangenen Woche mit wochenlanger Verspätung neue Banknoten eingeführt. Das neue Geld hätte eigentlich schon im Dezember in Umlauf kommen sollen, es gab jedoch Verzögerungen. Bargeld wurde knapp und viele Venezolaner standen umsonst Schlange, um ihre alten Banknoten umzutauschen.

1660 PROZENT INFLATION ERWARTET

Die Regierung will den 100-Bolívar-Schein abschaffen, bisher die am meisten genutzte Banknote und die mit dem höchsten Nennwert. Sie sollte eigentlich ebenfalls schon im Dezember aus dem Verkehr gezogen werden. Nach wütenden Protesten und Plünderungen verschob Maduro die Frist jedoch mehrfach. Nun soll der Schein noch bis 20. Februar gültig bleiben.

100 Bolívar waren zuletzt nur noch wenige US-Cent wert. Die Inflationsrate in Venezuela gilt als höchste der Welt. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) lag sie 2016 bei 475 Prozent und dürfte dieses Jahr auf 1660 Prozent steigen.

Das ölreiche Venezuela steckt bereits seit Längerem in einer politischen und wirtschaftlichen Krise. Nahrungsmittel und Medikamente sind knapp. Maduro sieht eine von den USA gesteuerte kapitalistische Verschwörung am Werk. Die Opposition hingegen wirft ihm vor, selbst für die Krise verantwortlich zu sein.

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17.01.2017 10:54
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Hyundai Motor kündigt Milliardeninvestition in USA an
17.01.2017 09:28

Seoul (awp/sda/reu) - Nach Strafzoll-Drohungen des künftigen amerikanischen Präsidenten Donald Trump hat der südkoreanische Autobauer Hyundai Milliardeninvestitionen in den USA angekündigt. Innerhalb von fünf Jahren solle die Summe um 50 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar steigen, gab der Konzern am Dienstag bekannt.

Zudem werde möglicherweise eine neue Fertigungsstätte gebaut, sagte Hyundai-Präsident Chung Jin Haeng. Er betonte aber, die Pläne seien keine Reaktion auf den Druck Trumps.

Die Hyundai-Gruppe, zu der auch Kia Motors gehört, verspreche sich unter dem neuen Präsidenten eine stärkere US-Nachfrage. "Wir sind engagiert auf dem US-Markt - einem strategisch wichtigen Markt, der über unseren globalen Erfolg entscheidet."

Trump hat damit gedroht, einen Strafzoll in Höhe von 35 Prozent für Autobauer zu erheben, die ihre Wagen in Mexiko fertigen und in den USA verkaufen. Damit sorgte er für Verunsicherung bei internationalen Konzernen von BMW bis Toyota.

Einige Autobauer haben bereits angekündigt, ihr Engagement in den USA auszuweiten. General Motors wollte einem Insider zufolge an diesem Dienstag ebenfalls Milliardeninvestitionen in den USA ankündigen.

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17.01.2017 10:54
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Auch General Motors soll Milliardeninvestition in USA anpeilen
17.01.2017 06:39

Washington (awp/sda/reu) - Der unter der Kritik des künftigen US-Präsidenten Donald Trump stehende US-Autohersteller General Motors will einem Insider zufolge noch am Dienstag eine Milliardeninvestition in den USA ankündigen. Die Rede ist von Investitionen von rund einer Milliarde Dollar.

Das Geld solle in die Fabriken in den USA gesteckt werden, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Montagabend. Durch die Investition könnten 1000 Jobs geschaffen oder gesichert werden. Die Entscheidung sei nicht aus politischen Gründen getroffen worden, sondern aus wirtschaftlichen Überlegungen, sagte der Insider weiter.

Der Leiter der GM-Rechtsabteilung Craig Glidden hatte zuvor dem "Wall Street Journal" gegenüber betont, dass jegliche Investition seit längerem geplant sei und keine Antwort auf die Kritik Trumps darstelle.

GM lehnte eine Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters ab. Trump hatte den Konzern - wie andere Autohersteller auch - für den Import von in Mexiko hergestellten Autos kritisiert und ihm mit Strafzöllen gedroht.

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16.01.2017 08:19
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Trump heizt vor Amtseinführung gleich mehrere Konflikte an

Wenige Tage vor der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald Trump wächst die Sorge vor einer Verschärfung der Spannungen auf zahlreichen internationalen Konfliktfeldern.

15.01.2017 18:43

Frankreich und Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas warnten den Republikaner vor einer einseitig pro-israelischen Politik im Nahen Osten. China mahnte Trump eindringlich, nicht an den Grundfesten der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Grossmächten zu rütteln. Mit Mexiko liegt der milliardenschwere Immobilienunternehmer aus New York, der am Freitag offiziell US-Präsident wird, bereits länger im Clinch und will mit hohen Zöllen Billig-Exporte des Nachbarn unterbinden und eine Mauer an der Grenze bauen. Bundeskanzlerin Angela Merkel bekräftigte ihre Hoffnung auf Kooperation statt Abschottung der Amerikaner. In Washington begannen erste Proteste gegen den Nachfolger von Barack Obama.

Frankreichs Aussenminister Jean-Marc Ayrault sagte, sollten die USA ihre Botschaft in Israel wie von Trump angekündigt von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen, käme dies einer Provokation gleich und würde ernste Konsequenzen für den Friedensprozess haben. Zuvor hatte Abbas für den Fall schon damit gedroht, die Anerkennung Israels zu widerrufen. "Auch die Chancen für eine Zweistaatenlösung würden auf null reduziert", sagte er der Zeitung "Le Figaro".

Trump würde mit dem Schritt von der bisherigen US-Politik abweichen, den zwischen Israelis und Palästinensern umstrittenen Status der Stadt nicht einseitig zugunsten einer Seite auszulegen. Israel betrachtet Jerusalem als unteilbare Hauptstadt. Die Palästinenser beanspruchen den Ostteil als künftige Hauptstadt. Der Status Jerusalems ist eine zentrale Frage in Friedensverhandlungen über eine Zweistaatenlösung.

Schatten auf Weltwirtschaftsforum

Auch mit China dürfte es harte Auseinandersetzungen geben. Bislang erkennen die USA die Position der Volksrepublik an, dass der Inselstaat Taiwan Teil Chinas ist. Trump hatte im "Wall Street Journal" bekräftigt, er müsse nicht wie seine Vorgänger an dieser "Ein-China-Politik" festhalten. Die Antwort aus Peking kam prompt: Alle relevanten Akteure in den USA sollten anerkennen, dass dieses Thema für China sehr sensibel sei, erklärte das Aussenministerium. Es sei die nicht-verhandelbare Basis für die Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

Die Handelspartner sind vor allem wegen protektionistischer Töne im Wahlkampf verunsichert. Merkel warb daher erneut für internationale Zusammenarbeit. Die Antwort der 20 wichtigsten Industrieländer auf die vor allem von den USA ausgehende Finanzkrise sei 2008 schliesslich auch gewesen, gemeinsam Probleme zu lösen. "Die Antwort auf die Finanzkrise war eine Antwort, die nicht auf Abschottung beruht, sondern eine Antwort, die auf Kooperation beruht, auf gemeinsamen Regelwerken der Regulierung auch der Finanzmärkte. Wir werden natürlich jetzt mit dem neuen amerikanischen Präsidenten das Gespräch suchen", sagte die Kanzlerin am Samstag im saarländischen Perl.

Es ist noch unklar, wann Merkel und Trump sich treffen werden. 57 Prozent der Deutschen sprechen sich in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für die "Bild am Sonntag" für einen raschen US-Besuch Merkels aus. 68 Prozent gehen davon aus, dass sich die Trump-Präsidentschaft eher negativ auf die deutsch-amerikanischen Beziehungen auswirken werde. 63 Prozent vermuten negative Folgen für die deutsche Wirtschaft.

Auch beim Weltwirtschaftsforum in Davos dürften sich die Debatten der Politiker und Unternehmensvertreter vor allem um Trump drehen. "Unabhängig davon, wie man Trump und seine Positionen einschätzt, hat seine Wahl zu einer tiefen, tiefen Verunsicherung geführt - und das wird einen langen Schatten auf Davos werfen", sagte der französische Politologe Jean-Marie Guehenno.

Frauenmarsch gegen Trump

In Washington protestierten am Samstag knapp 2000 Menschen gegen Trump. Wegen schlechten Wetters kamen deutlich weniger Teilnehmer als von den Veranstaltern erhofft. "Wir werden weiter marschieren bis die Hölle einfriert, und wenn dies geschehen ist, werden wir auf dem Eis marschieren", sagte Cornell William Brooks, der der US-weiten Organisation NAACP zur Förderung farbiger Menschen vorsteht.

Insgesamt haben rund 30 Gruppen die Erlaubnis erhalten, vor, während und nach der Amtseinführung Trumps am Freitag zu protestieren. Die grösste Kundgebung dürfte am Tag danach der Frauenmarsch werden, zu dem 200.000 Menschen erwartet werden. Gegner des künftigen US-Präsidenten haben auch damit gedroht, die Zeremonie selbst massiv zu stören.

Trump-Berater und der Kreml dementierten unterdessen Medienberichte, dass bereits in einigen Wochen ein Treffen des neuen US-Präsidenten mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin geplant sei. Trump hat sich dafür ausgesprochen, die Beziehungen zu Russland zu verbessern. Dem "Wall Street Journal" sagte er, Sanktionen könnten aufgehoben werden, wenn sich die Regierung in Moskau bei der Bekämpfung der Islamisten-Miliz IS und bei der Erreichung anderer für die USA wichtiger Ziele als hilfreich erweise. Obama hatte Sanktionen gegen Moskau im Zusammenhang mit angeblich von Russland ausgehenden Hackerangriffen zur Beeinflussung der Präsidentenwahl verhängt.

(Reuters)

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13.01.2017 08:09
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Fed-Chefin Yellen: Kurzfristig gute Aussichten für US-Wirtschaft
13.01.2017 07:59

FRANKFURT (awp international) - Die Vorsitzende der US-Notenbank Fed sieht in den USA vorerst freie Bahn für eine robuste konjunkturelle Entwicklung. Die Wirtschaft stehe kurzfristig vor keinen ernsthaften Hindernissen, sagte Janet Yellen in der Nacht auf Freitag in Washington bei einem Treffen mit Pädagogen. "Die Arbeitslosigkeit hat jetzt ein niedriges Niveau erreicht, der Arbeitsmarkt ist insgesamt stark und das Lohnwachstum legt allmählich zu."

Yellen verwies ausserdem auf eine positive Entwicklung bei der Inflation. Ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau sei sie inzwischen der von den Währungshütern angepeilten Zielmarke von zwei Prozent "ziemlich nahe".

Längerfristig habe die US-Wirtschaft aber mit einer Produktivität auf historisch niedrigem Niveau und einer wachsenden Ungleichheit zu kämpfen, sagte die Fed-Chefin. Ausserdem sprach sie sich einmal mehr dagegen aus, die nach der Finanzkrise verstärkte Regulierung der Banken wieder zu entschärfen. Der künftige US-Präsident Donald Trump hatte entsprechende Ankündigungen gemacht.

Bei ihrer jüngsten Zinsentscheidung im Dezember hatte die Fed den Leitzins zum zweiten Mal seit der Finanzkrise angehoben. Ausserdem legten die von den Währungshütern vorgelegten Zinsprognosen nahe, dass in diesem Jahr drei weitere Erhöhungen folgen könnten./tos/fbr

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12.01.2017 08:22
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Trump will grösster Job-Beschaffer werden
11.01.2017 19:23

(Ausführliche Fassung)

NEW YORK (awp international) - Der künftige US-Präsident Donald Trump will seine angekündigte Linie in der Wirtschaftspolitik durchziehen und stellt den stärksten Jobaufbau aller Zeiten in Aussicht. "Wir werden der grösste Arbeitsplatzbeschaffer sein, den Gott je geschaffen hat", sagte Trump am Mittwoch in New York auf seiner ersten Pressekonferenz nach der Wahl Anfang November. "Daran glaube ich, das versichere ich Ihnen." Man brauche zwar etwas Glück, er sei aber zuversichtlich, sagte Trump.

Er kritisierte bei dem von den Märkten mit Spannung erwarteten Auftritt scharf die bisherigen Handelsabkommen der USA mit anderen Wirtschaftsräumen wie China, Japan oder Mexiko als "ganz schlechte" Deals - mit Milliardeneinbussen für die USA. Es gebe keine guten Handelsabkommen. Zugleich drohte Trump US-Unternehmen bei Produktionsverlagerungen nach Mexiko mit massiven Strafzöllen.

Verlagerungen von Werken nach Mexiko und dann ein Verkauf der dort hergestellten Produkte in den USA würden so nicht mehr funktionieren. Die Unternehmen müssten dafür nach den Worten von Trump einen "unglaublich hohen Zoll" und eine hohe Einfuhrsteuer zahlen. In den USA suchten schliesslich 96 Millionen Menschen einen Job. Das seien die echten Zahlen - nicht die des Ministeriums.

Die Börsen reagierten leicht. Der US-Leitindex Dow Jones rutschte zunächst kurz ins Minus, drehte dann aber wieder ins Plus. Der deutsche Dax erreichte mit 11 692 Punkten den bisher höchsten Stand im noch jungen Börsenjahr. Der Kurs des Euro sank unter die Marke von 1,05 US-Dollar. Die mexikanische Währung Peso stürzte schon vor der Pressekonferenz auf ein Rekordtief ab.

Die Märkte weltweit hatten von dem Auftritt Aufschluss darüber erwartet, ob der Republikaner seine zuletzt harte Haltung zu Handelsabkommen und zu den Beziehungen zu China beibehalten würde und ob er es ernst meint mit seinem versprochenen Konjunkturprogramm. Seit seiner Wahl hatte sich der 70 Jahre alte Milliardär und Immobilienmanager nur über den Kurznachrichtendienst Twitter dazu geäussert und Unternehmensentscheidungen kommentiert.

Trump lobte Autobauer wie Ford und Fiat Chrysler, die angekündigt hätten, ihre Produktion nicht zu verlagern beziehungsweise in neue Werke in den USA zu investieren. "Das schätze ich sehr", sagte Trump Er hoffe, dass General Motors dem guten Beispiel folgen werde. Viele Unternehmen würden zurückkommen in die USA. Es müsse unter anderem dafür gesorgt werden, dass US-Pharmakonzerne zurückkehrten.

Dazu müssten Ausschreibungsregeln überarbeitet werden, sagte Trump. Für die grossen Medikamenteneinkäufe gebe es offensichtlich keine guten Ausschreibungsverfahren. "Ich glaube, dass wir da besser werden können." Eine Ansage machte Trump auch an die US-Flugzeugbauer. Die Militärausgaben seien um Milliarden zu hoch, die Kosten müssten gedrückt werden: "Das müssen wir unbedingt ändern. Das werden wir im Wettbewerb tun."

Sein eigenes Firmenimperium will Trump kurz vor seinem Amtsantritt an seine beiden Söhne Eric und Donald Jr. übertragen. So sollten Interessenskonflikte vermieden werden, kündigte seine Anwältin an. Trump wird am 20. Januar vereidigt./sl/DP/mis

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12.01.2017 08:20
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Brasiliens Notenbank senkt Zinsen deutlich im Kampf gegen Rezession
12.01.2017 06:38

Brasilia (awp/sda/reu) - Brasiliens Zentralbank hat die Zinsen überraschend deutlich gesenkt. Damit verschärft sie ihren Kurs im Kampf gegen die stärkste Rezession in der Geschichte des Landes.

Der geldpolitische Ausschuss beschloss am Mittwoch einstimmig eine Senkung des Schlüsselzinses um 0,75 Prozentpunkte auf 13 Prozent. Analysten hatten lediglich mit einer Senkung um 0,5 Punkte gerechnet.

(AWP)

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06.01.2017 08:46
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US-Unternehmen schaffen im Dezember weniger Jobs als erwartet

Die US-Unternehmen haben im Dezember etwas weniger Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Es entstanden 153'000 neue Jobs, wie der Arbeitsvermittler ADP am Donnerstag mitteilte.

Von Reuters befragte Experten hatten dagegen mit einem Plus von 170'000 gerechnet. Im Vormonat hatte es noch eine Zunahme von 215'000 Arbeitsplätzen gegeben.

Trotz der etwas schwächeren Entwicklung zeige sich der US-Arbeitsmarkt "auch zum Ende des abgelaufenen Jahres in einer robusten Verfassung", sagte Helaba-Ökonomin Viola Julien. Mit Spannung blicken die Märkte auf die offizielle Arbeitsmarktbilanz der Regierung, die an diesem Freitag gezogen wird. Hier rechnen Analysten mit einem Zunahme der Jobs um 178'000.

Angesichts der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt hat die Notenbank (Fed) ihren Leitzins im Dezember erstmals nach einem Jahr angehoben. Zugleich signalisierten sie für 2017 drei weitere Schritte.

(Reuters)

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06.01.2017 08:45
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Mexiko will mit Dollar-Verkäufen Verfall des Peso bremsen

Wenige Tage vor der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald Trump stemmt sich Mexiko gegen den Verfall seiner Landeswährung Peso.

Die mexikanische Zentralbank bestätigte am Donnerstag Dollar-Verkäufe, um den Kurs des Peso zu stützen. Die Transaktionen würden im Tagesverlauf fortgesetzt, sagte der dafür zuständige Direktor Juan Garcia. Den Umfang der Geschäfte nannte er nicht. Händler sprachen indes von zunächst rund einer Milliarde Dollar.

Monatelange Talfahrt

Nach der Ankündigung dreht der Kurs ins Plus und legte 1,1 Prozent zu. Unsicherheiten bezüglich der Wirtschaftspolitik von Trump hatten den Kurs der Landeswährung zuletzt bis auf ein Rekordtief von 21,624 Peso zum Dollar absacken lassen.

Mexikos Währung war bereits in den vergangenen Monaten heftig unter die Räder geraten, weil Trump Stimmung gegen mexikanische Billigimporte machte. Der Republikaner hat unter anderem damit gedroht, Importzölle von bis zu 35 Prozent auf Waren aus Mexiko einzuführen. Mexikos Notenbank hob inzwischen aus Furcht vor wirtschaftlichen Turbulenzen den Leitzins an.

Ford knickt ein

Trumps Mexiko-Politik wirbelt inzwischen auch Investitionspläne grosser Autohersteller durcheinander. So kippte Ford eine 1,6 Milliarden Dollar schwere Investition in ein geplantes neues Werk in San Luis Potosi und steckt stattdessen Geld in ein US-Werk. Fords Rivalen General Motors drohte Trump Strafzölle an, sollten weiter Autos aus dem benachbarten Niedriglohnland eingeführt werden.

Trump hatte im Wahlkampf das bestehende Freihandelsabkommen Nafta mit Mexiko und Kanada als "schlechtestes Geschäft aller Zeiten" bezeichnet und die Unternehmen zugleich aufgefordert, Jobs in den USA zu schaffen.

(AWP)

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05.01.2017 08:09
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US-Automarkt mit Verkaufsrekord

Dank guter Verkaufszahlen im Dezember hat der US-Automarkt ein weiteres Jahr mit einem Absatzrekord geschafft.

Hohe Nachfrage nach Stadtgeländewagen und Pick-up-Trucks sorgte für einen überraschend starken Jahresabschluss, wie die am Mittwoch vorgelegten Zahlen der Hersteller zeigten. Auch in Deutschland brummten 2016 die Autoverkäufe - und trotz Volkswagens Abgas-Skandals kommen hierzulande weiter viele neue Dieselwagen auf die Strasse.

Laut Daten des Fachblatts "Automotive News" wurden in den USA 2016 17,54 Millionen Neuwagen verkauft. Das entspricht einem Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Im Dezember schaffte die Branche ein Absatzplus von 3,0 Prozent auf 1,69 Millionen Fahrzeuge. Die Erwartungen der Analysten wurden damit übertroffen. Für 2017 sagen Experten jedoch schwächere Zahlen voraus - der von Billigsprit und niedrigen Zinsen befeuerte Boom könnte sich dem Ende zuneigen.

Ein gemischtes Bild ergibt sich in den USA bei den deutschen Autobauern. Volkswagen konnte im Dezember den zweiten Monat in Folge deutliche Zuwächse verbuchen. Der Neuwagenabsatz der Kernmarke VW kletterte um 20,3 Prozent. Allerdings kam dem vom Abgas-Skandal angeschlagenen Unternehmen bei der Absatzbilanz zugute, dass ein Verkaufsstopp von Dieselwagen die Zahlen im Vorjahr stark belastet hatte. Im Gesamtjahr verkaufte VW 7,6 Prozent weniger Autos als 2015.

Begehrte deutsche Marken

Die Töchter der Wolfsburger fuhren derweil weiter Rekorde ein. Audi schaffte im Dezember ein Verkaufsplus von 13,7 Prozent und wurde auf Jahressicht rund vier Prozent mehr los. Porsche setzte im Gesamtjahr 4,9 Prozent mehr ab. Weiter schwer tut sich hingegen BMW mit einem Minus von 5,4 Prozent im Dezember und 9,7 Prozent im Gesamtjahr (inklusive der Marke Mini). Auch Oberklasse-Konkurrent Daimler musste mit 4,8 Prozent weniger verkauften Mercedes-Benz-Fahrzeugen im Dezember Abstriche machen. Im Gesamtjahr gab es ein Mini-Plus von 0,1 Prozent.

In Deutschland sind 2016 so viele neue Autos verkauft worden wie seit sieben Jahren nicht mehr. Mit einem Plus von knapp fünf Prozent auf gut 3,35 Millionen Neuwagen wuchs der deutsche Automarkt zum dritten Mal in Folge. Von den grossen Marken verzeichnete unter dem Eindruck des Abgas-Skandals lediglich VW Einbussen. Auch Gebrauchtwagen sind begehrt: Das Kraftfahrtbundesamt zählte 8,37 Millionen Ummeldungen, ein Prozent mehr als im Vorjahr. Das ist der höchste Stand seit vielen Jahren.

"2016 war ein starkes Autojahr", sagte Matthias Wissmann, der Präsident des Verbands der Automobilindustrie. In den deutschen Autofabriken wurden im vergangenen Jahr insgesamt gut 5,74 Millionen Autos gebaut, ein Prozent mehr als im Vorjahr. Weiterhin ist knapp jedes zweite neue Auto in Deutschland ein Diesel, der Marktanteil sank jedoch von 48 auf 45,9 Prozent, weil mehr Kunden in Benziner einstiegen als im Vorjahr.

(AWP)

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