Schuldenkrise Amerika

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07.09.2012 09:09
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Schuldenkrise Amerika

Alles über die Schuldenkrise und die Wirtschaftslage in Amerika.

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02.12.2016 08:47
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Trump: 'Unternehmen werden USA nicht ohne Konsequenzen verlassen'
02.12.2016 06:39

INDIANAPOLIS (awp international) - Donald Trump hat US-Firmen mit klaren Worten von der Verlagerung von Jobs ins Ausland abgeraten. "Unternehmen werden die Vereinigten Staaten nicht mehr ohne Konsequenzen verlassen", sagte der designierte US-Präsident am Donnerstag in Indianapolis bei einem Auftritt im Werk des Klimaanlagenbauers Carrier. Allerdings machte er auch deutlich, Konzerne vor allem mit Deregulierung und niedrigeren Steuern im Land halten zu wollen.

Trump und sein Vize Mike Pence besuchten die Fabrik im US-Bundesstaat Indiana, um den Erhalt von Arbeitsplätzen bei Carrier zu verkünden, die das Unternehmen eigentlich ins Niedriglohn-Nachbarland Mexiko hatte auslagern wollen. "Sie haben nachgebessert und werden nun über 1100 Leute hier behalten", sagte Trump vor der versammelten Belegschaft. Zuvor war von knapp 1000 Jobs die Rede gewesen.

Die Überzeugungsarbeit hatte allerdings ihren Preis. Laut US-Medien wurden dem Carrier-Mutterkonzern United Technologies Steuerrabatte in Höhe von sieben Millionen Dollar versprochen. Auch über Regierungsaufträge wird spekuliert - das Verteidigungsministerium ist ein wichtiger Kunde des US-Grosskonzerns. Carrier hatte im Februar angekündigt, 1400 Stellen nach Mexiko zu verlagern. Im Wahlkampf hatte Trump versprochen, alle dieser Jobs zu retten.

Trump und Pence liessen sich in grossem Stil feiern. "Heute ist ein grosser Tag für Arbeiter überall in Amerika", sagte Pence, der noch amtierende Gouverneur von Indiana. Kritiker halten den Deal, der über den Kopf der örtlichen Gewerkschaft hinweg geschlossen worden sein soll, hingegen für teure Symbolpolitik, die sich noch rächen könnte.

"Statt verdammt noch mal besteuert zu werden, wird die Firma mit Steuernachlässen belohnt. Wow! So behauptet man sich also gegen die Gier der Unternehmen?", polterte etwa Senator Bernie Sanders aus Vermont, der im Vorwahlkampf Trumps Konkurrentin Hillary Clinton als Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten unterlegen war. Dass Trump sich von United Technologies habe erpressen lassen, sollte Arbeitern im ganzen Land Angst machen, so Sanders./hbr/DP/zb

(AWP)

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28.11.2016 08:23
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Kuba wartet nach Fidel Castros Tod auf Signale Trumps

Die Kubaner schauen nach dem Tod von Fidel Castro gebannt auf die USA. Viele beschäftigt die Frage, ob der Ex-Erzfeind unter dem künftigen Präsidenten Donald Trump den Weg der Annäherung fortsetzen oder stoppen wird.

Daran hängt nicht zuletzt die wirtschaftliche Zukunft des kommunistischen Inselstaates. Trumps Reaktion auf Castros Tod ließ am Wochenende keine klaren Rückschlüsse zu. Zwar bezeichnete er das frühere Staatsoberhaupt als "brutalen Diktator, der sein Volk fast sechs Jahrzehnte lang unterdrückte". Zugleich kündigte Trump an, nach seinem Amtsantritt am 20. Januar alles zu tun, um Freiheit und Wohlstand auf der Karibikinsel zu fördern.

Sein Vorgänger Barack Obama hatte nach jahrzehntelanger Feindschaft eine behutsame Normalisierung der Beziehungen beider Länder angestoßen. Im März wurde Obama von Fidel Castros Bruder und Nachfolger Raul zu einem historischen Treffen in Havanna empfangen. Obama dringt auf engere Handelsbeziehungen und eine Lockerung der Finanzsanktionen gegen den Einparteienstaat. Er konnte den Kongress aber nicht überzeugen, das Wirtschaftsembargo aufzuheben. Den verstorbenen Castro würdigte Obama als "einzigartige Persönlichkeit" und bekräftigte sein Angebot, den Kubanern "eine Hand der Freundschaft" zu reichen.

Trump hatte in den vergangenen Monaten verschiedene Signale ausgesandt. Zunächst bezeichnete er Obamas Vorgehen als grundsätzlich richtig, forderte aber bessere Vereinbarungen mit dem Inselstaat. Später drohte er im Kampf um die Stimmen von Exil-Kubanern in Florida damit, Obamas Annäherungskurs rückgängig zu machen, wenn die kubanische Führung nicht Religionsfreiheit ermöglicht und politische Gefangene freilässt.

Chancen für Unternehmen

Sollte der Politikneuling und Milliardär tatsächlich eine derart aggressive Haltung einnehmen, könnten US-Firmen Geschäftschancen entgehen, die sich dann die Konkurrenz in Europa und Asien sichern könnte. US-Geheimdienstkreise werteten Trumps Äußerungen zu Castros Tod als rhetorisches Abrüsten und Zeichen des Pragmatismus. In der Kuba-Politik dürfte demnach wohl Trumps Wirtschaftsteam den Ton angeben.

In Kuba schlägt dem künftigen Präsidenten viel Argwohn entgegen. "Er könnte all das rückgängig machen oder blockieren, was Obama getan hat", sagte Yaneisi Lara, eine 36-jährige Blumenverkäuferin aus Havanna. Taxifahrer Pablo Fernandez Martinez befürchtet einen Rückgang der Touristenzahlen: "Das wird jeden in Kuba treffen und die Wirtschaft beeinträchtigen."

Castro starb am späten Freitagabend im Alter von 90 Jahren. Auf den Tag genau vor 60 Jahren war er mit Raul und Dutzenden von Unterstützern von Mexiko aus per Schiff in die Heimat aufgebrochen, um dort eine Revolution zu anzustoßen. Sein Bruder ordnete nun eine neuntägige Staatstrauer an. Die Beisetzung ist für kommenden Sonntag geplant. Der 85-jährige Raul, der die Amtsgeschäfte von seinem gesundheitlich angeschlagenen Bruder 2008 endgültig übernahm, will noch bis 2018 Präsident bleiben. Er hat Reformen mit marktwirtschaftlichen Elementen angestoßen. Seine Verabredungen mit Obama stießen bei Fidel Castro nur auf verhaltene Unterstützung.

Am Rande des Atomkriegs

Fidel Castro regierte Kuba fast fünf Jahrzehnte lang. 1959 stürzte er eine proamerikanische Regierung und installierte unter dem Einfluss der Sowjetunion eine kommunistische Führung. Anschließend wurde er eine zentrale Figur im Kalten Krieg. Eine vom US-Geheimdienst CIA unterstützte Invasion von Exil-Kubanern 1961 in der Schweinebucht wehrte er ebenso ab wie zahlreiche Attentatsversuche. 1962 trug Castros Bündnis mit der Sowjetunion zur Kuba-Krise bei, während der USA und Sowjetunion am Rande eines Atomkriegs standen.

Nach der Revolution machte sich Castro viele Freunde und Feinde. Er verbesserte die Lebensbedingungen der Ärmsten, zugleich aber flohen Hunderttausende aus Kuba, weil sie ihn als Diktator fürchteten. Für viele Landsleute war der zigarrenkauende, bärtige Revolutionsführer in der grünen Militäruniform "El Comandante" oder einfach "Fidel". Linke in der ganzen Welt verehrten ihn als Ikone des Widerstandes gegen die USA und als Vorbild im Kampf gegen den Kolonialismus.

(Reuters)

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23.11.2016 08:17
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Stiglitz: Trumps Wirtschaftsprogramm macht keinen Sinn

Der US-Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph E. Stiglitz hat die Steuer- und Wirtschaftspläne des designierten Präsidenten Donald Trump kritisiert.

Stiglitz erwartet von einer Regierung Trump ein "sehr schlecht konstruiertes Konjunkturpaket". Doch selbst ein schlechtes Konjunkturpaket werde Arbeitsplätze schaffen und einige der Abgehängten kurzfristig auffangen. "Natürlich wird es sie nicht fit machen für die Wirtschaft des 21. Jahrhunderts", sagte Stiglitz.

Obwohl selbst TPP-Kritiker, kritisierte der Ökonom Trumps Haltung zu dem transpazifischen Freihandelsabkommen. Das Abkommen sei nicht deswegen nachteilig, weil die US-Unterhändler schlecht verhandelt hätten, sondern weil sie "meistens genau das bekommen haben, was sie wollten", sagte Stiglitz. "Sie vertraten nämlich die Unternehmensinteressen, und die Unternehmensinteressen siegten über die Interessen der Beschäftigten. Trumps Diagnosen zu den Fehlentwicklungen in der Wirtschaft waren natürlich völlig unhaltbar."

(AWP)

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23.11.2016 08:16
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USA: Überraschend viele Hausverkäufe

In den USA sind die Verkäufe bestehender Häuser im Oktober überraschend weiter gestiegen.

Im Vergleich zum Vormonat habe die Zahl um 2,0 Prozent auf das Jahr hoch gerechnete 5,6 Millionen Häuser zugelegt, wie die Maklervereinigung "National Association of Realtors" (NAR) am Dienstag in Washington mitteilte. Bankökonomen hatten dagegen mit einem Rückgang um 0,6 Prozent gerechnet. Bereits im September war der Verkauf der bestehenden Häuser um revidiert 3,6 Prozent (zuvor 3,2 Prozent) gestiegen.

(AWP)

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22.11.2016 09:04
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Brasilien kappt eigene Wirtschaftsprognosen

Die brasilianische Regierung hat sich skeptischer als bislang zur Wirtschaftsentwicklung geäussert. Neu erwartet sie im kommenden Jahr bloss noch ein Wachstum von 1 Prozent.

Man erwarte für 2017 nur noch ein Wachstum um ein Prozent, nach bislang vorhergesagten 1,6 Prozent, teilte das Finanzministerium am Montag mit. Der Internationale Währungsfonds geht sogar nur von einem Plus von 0,5 Prozent aus.

Auch für das laufende Jahr äusserte sich die Regierung pessimistischer: 2016 dürfte die Wirtschaftsleistung um 3,5 Prozent schrumpfen. Bislang war die Regierung von einem Rückgang von drei Prozent ausgegangen.

Die grösste Volkswirtschaft Lateinamerikas steckt in der schwersten Rezession seit den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts. An den Märkten hatte sich zuletzt Hoffnung breitgemacht, Brasilien könnte den schlimmsten Teil der seit zwei Jahren andauernden konjunkturellen Talfahrt nun hinter sich haben. Das Land ist in unruhigem Fahrwasser: Es gibt Korruptionsskandale und Präsidentin Dilma Rousseff musste ihren Posten räumen. Ihr Nachfolger Michel Temer will den Haushalt sanieren und das Land für Investoren attraktiver machen.

(Reuters)

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17.11.2016 08:16
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Produzentenpreise in den USA steigen überraschend schwach

Der Preisauftrieb auf Ebene amerikanischer Produzenten ist im Oktober überraschend schwach ausgefallen.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Produzentenpreise um 0,8 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Ökonomen hatten einen deutlich höheren Zuwachs um 1,2 Prozent erwartet. Gegenüber dem Vormonat stagnierte das Preisniveau.

Der Kernindex, der schwankungsanfällige Komponenten wie Energie ausklammert, ging zum Vormonat um 0,2 Prozent zurück. Zum Vorjahr stieg er um 1,2 Prozent. Beide Resultate lagen deutlich unterhalb der Markterwartungen.

(AWP)

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16.11.2016 08:15
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USA: Industrie-Index signalisiert überraschend Wachstum

Die Stimmung in der Industrie im US-Bundesstaat New York hat sich im November stärker als erwartet verbessert und signalisiert entgegen den Erwartungen von Experten wieder Wachstum.

Der Empire-State-Index stieg von minus 6,8 Punkten im Vormonat auf plus 1,5 Zähler, wie die regionale Notenbank von New York am Dienstag mitteilte. Der Indikator signalisiert damit erstmals sei Juli wieder Wachstum. Analysten hatten lediglich eine Verbesserung des Indikators auf minus 2,5 Punkte erwartet.

Der Empire-State-Index misst die Geschäftstätigkeit der Industrie im Staat New York. Als Frühindikator gibt er Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung in den USA. Er ist im Vergleich zu anderen Indikatoren aber schwankungsanfällig. Der Index wird durch Befragungen von Unternehmensvertretern ermittelt. Abgefragt werden unter anderem die Lagerbestände, Preise, Auftragseingänge und Absatzzahlen.

Ein Wert unter null Punkten signalisiert ein Schrumpfen der wirtschaftlichen Aktivität. Positive Werte weisen dagegen auf Wachstum hin.

(AWP)

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16.11.2016 08:15
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US-Detailhändler setzen mehr um als erwartet

Die US-Detailhandel brummt. Die Umsätze stiegen im Oktober überraschend deutlich um 0,8 Prozent zum Vormonat und damit das zweite Mal in Folge.

Das teilte das Handelsministerium in Washington am Dienstag mit. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Anstieg um 0,6 Prozent gerechnet. Im September hatte es bereits ein kräftiges Plus von 0,6 Prozent gegeben. Nimmt man die Erlöse zusammen, war es das stärkste Wachstum binnen zweier Monate seit Anfang 2014. Helaba-Ökonom Ulrich Wortberg spricht von einem unerwartet positiven Umsatz. "Die Binnenkonjunktur befindet sich damit auf einem soliden Fundament."

Dies könnte auch die US-Notenbank Fed dazu bringen, ihre Geldpolitik zu straffen. Viele Ökonomen rechnen damit, dass sie im Dezember die Zinsen erhöhen wird. "Die Fed hat mit den heutigen Zahlen keinen Grund, die Zinserhöhung auf das nächste Jahr zu verschieben", sagt Wortberg. Der Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld liegt seit Dezember 2015 in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent.

(Reuters)

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26.10.2016 08:28
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US-Konsumenten sind nicht bei Laune

Die Konsumentenstimmung in den USA hat sich im Oktober überraschend deutlich eingetrübt.

Der vom Conference Board erhobene Indikator fiel um 4,9 Punkte auf 98,6 Punkte, wie das private Marktforschungsinstitut am Dienstag in Washington mitteilte. Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang auf 101,5 Punkte gerechnet.

Im September hatte der Indikator noch mit revidierten 103,5 Punkten den höchsten Stand seit Januar 2015 erreicht. In einer ersten Schätzung war für Oktober noch ein Wert von 104,1 Punkten ermittelt worden.

Der Indikator des Conference Board gilt als wichtiges Stimmungsbarometer. Monatlich befragt das private Institut etwa 3000 US-Haushalte. Das Konsumentenvertrauen gilt als Indikator für die Entwicklung des privaten Konsums.

(AWP)

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26.10.2016 08:28
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Präsidentenwahl entscheidet über Wirtschaftskurs der USA

Firmen wandern ab, die Industrie stirbt, die Wirtschaft blutet aus: Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump zeichnet ein düsteres Bild der Konjunktur in den Vereinigten Staaten.

Sollte er das Rennen machen, will er eine Mauer an der Grenze zum langjährigen Handelspartner Mexiko hochziehen. Zudem sollen Steuererleichterungen mit dafür sorgen, Amerikas Wirtschaft zu kurieren. Nach Ansicht seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton beschwört er damit eine Rezession herauf, die den mühsam in Gang gebrachten Aufschwung am Arbeitsmarkt abwürgen würde. Die erhitzte Debatte macht deutlich: Beim Rennen um das Weisse Haus steht eine Richtungswahl an, wie die Wirtschaftsmacht Nummer eins die Folgen der Globalisierung bewältigen soll.

"Ein zentrales Thema Trumps ist die Behauptung, dass die USA im internationalen Handel benachteiligt werden und deshalb viele gut bezahlte Jobs verloren gehen", sagt Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer. Der Republikaner wolle deshalb aus der mit Kanada und Mexiko gebildeten Nordamerikanischen Freihandelszone (Nafta) aussteigen. "Solche brachialen Eingriffe in den Aussenhandel wären selbst für eine Wirtschaft von der Grösse der amerikanischen riskant." Auch Handelsabkommen wie die von Washington bereits unterzeichnete Transpazifische Partnerschaft TPP oder das geplante Abkommen mit Europa (TTIP) würden von einem Präsidenten Trump blockiert und wären damit "klinisch tot".

Bei den Steuern sehen Clinton wie auch Trump Handlungsbedarf, wollen den Hebel jedoch an unterschiedlichen Stellen ansetzen: Mit 35 Prozent belastet der US-Fiskus Firmen weit höher als es in anderen Industrienationen der Fall ist. Trump möchte die Bundessteuer auf Unternehmensgewinne auf 15 Prozent drücken. "Die Effekte für den US-Aktienmarkt wären enorm. Höhere Gewinn- und Wachstumsraten und letztendlich auch attraktivere Bewertungen wären die Folge", meint Ökonom Rolf Kuster von der VP Bank.

Trump warnt vor «grosser Blase»

Trump warnt seinerseits vor dem Platzen einer "grossen, fetten und hässlichen Blase" an der Wall Street, die von der US-Notenbank Fed mit extrem niedrigen Zinsen aufgepumpt worden sei. Seine These: Fed-Chefin Janet Yellen halte auf Geheiss des demokratischen Präsidenten Barack Obama die Zinsen niedrig, um einen Ausverkauf am Aktienmarkt während dessen Amtszeit zu verhindern.

Ein Sieg Trumps, der in Umfragen derzeit deutlich hinter Clinton liegt, wäre laut Bankökonom Harm Bandholz von der Unicredit ein Schreckensszenario für Investoren: Die konjunkturellen Bremswirkungen seiner Einwanderungs- und Handelspolitik überstiegen die Impulse der geplanten Steuersenkungen bei weitem. Sollte er seine protektionistische Linie umsetzen, würde dies die US-Wirtschaft nach Berechnungen des Bankhauses Sal. Oppenheim zwischen 0,5 und 0,8 Prozentpunkte Wachstum pro Jahr kosten. "Das wäre ein ordentlicher Schlag ins Kontor. Die USA hätten dann einen Globalisierungsgegner als Präsidenten. Das wäre das Neue", so Sal.-Oppenheim-Chefökonom Martin Moryson.

Clinton hat es sich auf die Fahnen geschrieben, superreiche Amerikaner steuerlich stärker zur Kasse zu bitten. Sie will damit Mehrausgaben für Bildung und Verkehrsprojekte finanzieren. In den ersten 100 Tagen ihrer Amtszeit sollen Investitionen von 275 Milliarden Dollar auf den Weg gebracht werden. "Doch auch Donald Trump lässt sich nicht lumpen. Er plant sogar Ausgaben in doppelter Höhe", sagt Experte John Tierney von der Deutschen Bank. Die Demokratin wolle ihr Programm durch die Schliessung von Schlupflöchern bei der Körperschaftsteuer und somit haushaltsneutral finanzieren. "Trumps Programm hingegen soll mit Schulden finanziert werden und entspricht somit dem herkömmlichen Konzept einer Konjunkturspritze."

Wieder mehr Fahrt aufgenommen

Dabei hat die US-Wirtschaft zuletzt wieder mehr Fahrt aufgenommen. Für die am Freitag anstehenden Daten für das dritte Quartal erwarten Experten ein auf das Jahr hochgerechnetes Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 2,5 Prozent. Im Frühjahr waren es nur magere 1,4 Prozent. Doch noch lasten die Spätfolgen des Ölpreiseinbruchs und die Dollar-Stärke auf der Industrie.

Trump legte in einer Fernsehdebatte mit Clinton den Finger in die Wunde und prangerte den Niedergang der Branche in den alten Industrierevieren im Nordosten der USA an: "Ob Neuengland, Ohio oder Pennsylvania, überall dasselbe verheerende Bild: Die Industrie ist um 30, 40 oder manchmal 50 Prozent zurückgegangen." Auch nach Ansicht des Ökonomen Bernd Krampen von der NordLB bleibt der Industrie-Sektor trotz jüngster Aufwärtstendenz das "Sorgenkind der US-Konjunktur".

(Reuters)

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19.10.2016 08:18
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US-Inflation steigt auf Zweijahreshoch

In den USA hat sich der allgemeine Preisauftrieb deutlich verstärkt. Nach Regierungszahlen vom Dienstag stieg die jährliche Inflationsrate im September auf den höchsten Stand seit knapp zwei Jahren.

Dass die anziehende Inflation die US-Notenbank Fed unter Zugzwang setzen könnte, ist jedoch wenig wahrscheinlich. Fed-Chefin Janet Yellen hat schon durchblicken lassen, dass selbst ein zeitweiser Anstieg über das Inflationsziel der Notenbank hinaus kein grosses Problem wäre.

Wie das Arbeitsministerium am Dienstag mitteilte, lagen die Verbraucherpreise im September 1,5 Prozent höher als vor einem Jahr. Im Vormonat hatte die Inflationsrate mit 1,1 Prozent noch deutlich niedriger gelegen. Die aktuelle Teuerungsrate ist die höchste seit Oktober 2014. Bankvolkswirte hatten mit der aktuellen Entwicklung jedoch gerechnet. Denn ein Grund für den stärkeren Preisauftrieb ist, dass der Ölpreisverfall vom vergangenen Jahr zunehmend aus dem Jahresvergleich fällt, was die Inflationsrate quasi automatisch anhebt.

Deutliche Preiszuwächse gab es im September abermals bei medizinischen Produkten. Diese Kategorie hat schon in den vergangenen Monaten meist kräftig zugelegt. Die Energiepreise waren dagegen weiter rückläufig, wenn auch nicht so stark wie in den Monaten zuvor. Die Nahrungsmittelpreise gaben ebenfalls nach.

Die Kerninflation, die Energie- und Lebensmittelpreise aussen vor lässt und den grundlegenden Preistrend abbildet, ging allerdings leicht zurück. Die Jahresrate fiel von 2,3 Prozent im August auf 2,2 Prozent. Bankvolkswirte hatten mit einer unveränderten Rate gerechnet. Im Monatsvergleich stiegen die Kernverbraucherpreise leicht um 0,1 Prozent, die gesamten Verbraucherpreise erhöhten sich um 0,3 Prozent.

Kommt die Zinserhöhung?

Aus Sicht der US-Notenbank Fed dürfte die anziehende Inflation grundsätzlich für eine straffere Geldpolitik sprechen. Allerdings zieht die Fed einen anderen Preisindex zur Beurteilung ihrer Geldpolitik heran. Dieser Preisindex (PCE) liegt aufgrund einer anderen Berechnungsmethode deutlich niedriger als der Verbraucherpreisindex CPI. Ausserdem hat Fed-Chefin Yellen bereits durchblicken lassen, dass die Fed eine Inflation über ihrem Zielwert zeitweilig tolerieren könnte. Die Fed strebt eine Gesamtinflationsrate von zwei Prozent an.

(AWP)

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12.10.2016 08:19
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Brasiliens Parlament billigt grosse Sparreform
11.10.2016 16:46

BRASILIA (awp international) - Erster grosser Erfolg für Brasiliens neue Regierung von Präsident Michel Temer: Das Abgeordnetenhaus hat mit 366 zu 111 Stimmen in erster Lesung eine Verfassungsreform gebilligt, die die öffentlichen Ausgaben an die Entwicklung der Inflationsrate koppelt.

Das hohe Defizit des fünftgrössten Landes der Welt und der aufgeblähte Staatsapparat gelten als Hemmnis für mehr Investitionen, etwa in die Infrastruktur. Das Land befindet sich in einer tiefen Rezession.

Nun muss das Parlament noch in der zweiten Lesung mit mindestens 308 Stimmen zustimmen, bevor der Senat grünes Licht geben muss. Der Sprecher des Präsidenten, Alexandre Parola, sprach am Dienstag von einem "grossen Sieg". Das Vorhaben sei auch wichtig, um Spielräume für die Armutsbekämpfung, Gesundheits- und Bildungsausgaben zu schaffen./ir/ris/DP/jha

(AWP)

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12.10.2016 08:14
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Königin Máxima auf 'Kreditwerbung' in Argentinien
12.10.2016 06:28

BUENOS AIRES (awp international) - In ihrer Heimat Argentinien haben viele Bürger kein Konto und bekommen kaum Kredite - die niederländische Königin Máxima (45) will das ändern. Begleitet von hektischen Versuchen, ein Foto von Maxima zu knipsen, warb die Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen für Entwicklungsfinanzierung an der Katholischen Universität von Buenos Aires (UCA) am Dienstag (Ortszeit) für die Vergabe von mehr Mikrokrediten an arme Bürger. An der UCA hatte sie studiert. "Allen Argentiniern müssten nachhaltige und verantwortungsbewusste Finanzleistungen angeboten werden", sagte Königin Máxima. Bislang haben nur 50 Prozent der erwachsenen Bevölkerung ein Bankkonto.

An ihrer Seite sass der argentinische Finanzminister Alfonso Prat-Gay, der ebenfalls an der UCA studiert hatte und dort auch Lehrer der jungen Studentin Máxima Zorreguieta war, und wie die spätere Königin in den 90er Jahren für Investment-Banken in New York arbeitete. Máxima reist öfter nach Argentinien, um dort Urlaub zu machen. Es ist aber ihr erster offizieller Besuch seit der Krönung ihres Ehemanns, König Willem-Alexander. Viele der rund 600 Studenten, die zu der Konferenz gekommen waren, waren vor allem damit beschäftigt, mit dem Smartphone ein gutes Foto von "ihrer" Königin zu knipsen./jg/DP/stk

(AWP)

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10.10.2016 08:24
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Republikaner wenden sich von Trump ab

US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump zieht nach Veröffentlichung einer Aufnahme mit frauenfeindlichen und vulgären Äußerungen erheblich geschwächt in das zweite TV-Duell mit seiner Rivalin Hillary Clinton.

Selbst aus der eigenen Partei hagelte es massive Kritik an dem Milliardär. Mehr als 60 prominente Vertreter der Republikaner verurteilten Trumps sexistische Sprüche scharf, darunter der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, und der ehemalige Präsidentschaftskandidat John McCain. Über zwei Dutzend republikanische Spitzenpolitiker forderten Trump sogar auf, das Feld einen Monat vor der Wahl zu räumen. Dies wies der Immobilienmogul entschieden zurück: "Ich werde niemals aus dem Rennen aussteigen, werde niemals meine Anhänger im Stich lassen", gab er sich am Samstag via Twitter kämpferisch.

In dem Video von 2005 ist zu hören, wie Trump - damals ein Reality-TV-Star - sich in teils vulgärer Sprache über Frauen äussert. Er erzählt, dass er versucht habe, mit einer verheirateten Frau Sex zu haben, und dass er auch einfach so mal Frauen küsse. "Und wenn du ein Star bist, dann lassen sie dich das tun." Man könne alles tun, auch zwischen die Beine grabschen.

Trump bestätigte die Echtheit der Äusserungen und entschuldigte sich auf seiner Facebook-Seite. "Jeder der mich kennt, weiss, dass diese Worte nicht widerspiegeln, wer ich bin." Die Veröffentlichung des elf Jahre alten Videos so kurz vor der Wahl sei ein Ablenkungsmanöver.

Ehefrau findet Äusserungen inakzeptabel

Seine dritte Ehefrau Melania, die er nur wenige Monate vor Entstehung der Aufnahme geheiratet hatte, bezeichnete die Worte ihres Mannes als "inakzeptabel und beleidigend für mich". Die Aussagen stünden aber nicht für den Mann, den sie kenne. "Ich hoffe, dass die Menschen seine Entschuldigung akzeptieren, so wie ich es getan habe, und sich auf die wichtigen Themen konzentrieren, die unser Land und die Welt angehen."

Doch selbst Trumps Kandidat für den Posten des Vizepräsidenten, Mike Pence, kritisierte die Äusserungen des 70-Jährigen. Er könne diese nicht verteidigen. "Als Ehemann und Vater, haben mich diese Worte und die von Donald Trump beschriebenen Handlungen beleidigt", erklärte der Gouverneur von Indiana auf Twitter. Er deutete aber an, Trump weiter zu unterstützen, obwohl Rufe laut wurden, Pence solle das Ruder übernehmen. Gegeben hat es so etwas in dieser Phase des Wahlkampfs bei einer der grossen Parteien noch nicht.

Es war auch nicht klar, ob man Trump jetzt überhaupt noch zum Rückzug zwingen könnte. In einigen Bundesstaaten können Wähler bereits ihre Stimme vor dem eigentlichen Wahltag am 8. November abgeben, darunter in so umkämpften wie Virginia und North Carolina.

Niederlage scheint fast sicher

Nichtsdestotrotz forderten mehrere Parteigrössen wie Ex-Aussenminister Condoleezza Rice oder Ex-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney Trump auf, das Handtuch zu werfen. McCain erklärte, Trumps Verhalten mache es unmöglich, ihn zu unterstützen.

Der republikanische Abgeordnete und entschiedene Clinton-Kritiker Jason Chaffetz sagte zu CNN, würde er Trump jetzt noch wählen, könne er seiner 15-jährigen Tochter nicht mehr in die Augen sehen. Sein Kollege Mike Coffman aus Colorado sagte zu CBS, Trumps Niederlage bei der Wahl scheine nunmehr "fast sicher". Der ranghöchste Republikaner im Kongress, Ryan, lud Trump von einer Wahlkampf-Veranstaltung am Samstag aus.

Trump hatte seit Beginn seiner Bewerbung zahlreiche Gegner auch in der eigenen Partei. Dazu trugen eine ganze Reihe von umstrittenen Kommentaren bei, etwa über Einwanderer, Muslime und Frauen. Dennoch konnte der politische Quereinsteiger genau mit dieser von vielen Anhängern oft als direkt und ehrlich interpretierten Art sowie dem Versprechen, sich nicht wie die politische Elite in Washington zu verhalten, bei zahlreichen Wählern punkten.

Schlammschlacht

Im Lager der Demokraten hielt man sich zunächst weitgehend zurück. Clinton twitterte, das Video sei erschreckend: "Wir dürfen nicht zulassen, dass dieser Mann Präsident wird." Der amtierende Vizepräsident Joe Biden bezeichnete Trumps Worte als erniedrigend. "So ein Verhalten ist ein Missbrauch der Macht. Das ist nicht unzüchtig. Das ist ein sexueller Angriff."

Trump erklärte, die Medien und "das Establishment" wollten unbedingt, dass er aus dem Rennen aussteige. Das aber werde er nicht tun. Die Veröffentlichung des Videos am Freitag sei nichts anderes als eine Ablenkung von den drängenden Fragen des Landes. Jobs gingen verloren und die USA seien nicht mehr so sicher wie früher. Zudem verwies er auf Seitensprünge von Ex-Präsident Bill Clinton. Dessen Frau Hillary werde in den nächsten Tagen mehr über ihre Vergangenheit reden müssen.

Damit deutete sich an, dass es bei der zweiten von insgesamt drei TV-Debatten der beiden Kandidaten am Sonntagabend zu einer Schlammschlacht kommen könnte. Das erste Duell vor knapp zwei Wochen hatte Clinton nach allgemeiner Auffassung für sich entschieden. Ihren knappen Vorsprung in den Umfragen konnte die Ex-Aussenministerin aber nicht entscheidend ausbauen.

(Reuters)

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06.10.2016 15:42
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USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend gefallen
06.10.2016 14:54

WASHINGTON (awp international) - Einen Tag vor dem offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung gibt es positive Vorzeichen für den Jobmarkt jenseits des Atlantiks: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist überraschend gefallen. In der vergangenen Woche gingen sie um 5000 auf 249 000 zurück, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte.

Bankvolkswirte hatten dagegen mit einem Anstieg um 2000 auf 256 000 Anträge gerechnet. Der aussagekräftigere Vierwochenschnitt fiel um 2500 auf 253 500 Anträge.

/tos/bgf/fbr

(AWP)

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06.10.2016 08:19
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US-Firmen schaffen weniger Jobs als gedacht

Die US-Firmen haben im September weniger Jobs geschaffen als erwartet. Es entstanden 154'000 neue Stellen, wie der Arbeitsvermittler ADP am Mittwoch unter Berufung auf seine Umfrage unter privaten Unternehmen mitteilte.

Dies ist der niedrigste Stellenzuwachs seit April. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem Plus von 166'000 gerechnet. Im August waren es nach revidierten Angaben 175'000 und damit 2000 weniger als zunächst ermittelt.

Die Daten sind von besonderem Interesse, da am Freitag der Arbeitsmarktbericht der US-Regierung ansteht. Er umfasst nicht nur Stellen in Unternehmen, sondern auch des Staates. Fachleute rechnen dabei mit einem Plus von insgesamt 175'000 Jobs.

Die US-Notenbank achtet genau darauf, da sie ihre Geldpolitik an der Konjunkturentwicklung ausrichtet. Sie erwägt eine Zinserhöhung in diesem Jahr, falls sich weitere Fortschritte abzeichnen. Die Fed hält den Leitzins seit Dezember 2015 in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent.

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04.10.2016 08:18
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USA: ISM-Index steigt überraschend deutlich

Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im September überraschend deutlich aufgehellt.

Der Einkaufsmanagerindex ISM sei von 49,4 Punkten im Vormonat auf 51,5 Punkte geklettert, teilte das Institute for Supply Management (ISM) am Montag in Washington mit. Bankvolkswirte hatten im Schmitt hingegen nur mit 50,4 Punkten gerechnet.

Der viel beachtete Indikator stieg damit wieder über die Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Er deutet damit ein Wachstum der Industrieproduktion an.

Besonders deutlich legte der Unterindikator für neue Aufträge zu. Auch die Produktions- und Beschäftigungsindikatoren stiegen. Der ISM-Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA.

(AWP)

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30.09.2016 08:31
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US-Wirtschaft etwas besser in Form als angenommen

Die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal etwas schneller gewachsen als bislang angenommen.

Das Bruttoinlandsprodukt stieg von April bis Juni mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 1,4 Prozent. Das Handelsministerium korrigierte mit den Angaben am Donnerstag den zuletzt ermittelten Wert von 1,1 Prozent nach oben. Grund: Die Investitionen von Unternehmen in Gebäude und Ausrüstungen wie Maschinen fielen höher aus als ursprünglich ermittelt, ebenso die Exporte. Im ersten Quartal legte die weltgrößte Volkswirtschaft um 0,8 Prozent zu.

Die US-Notenbank (Fed) sucht derzeit nach dem geeigneten Zeitpunkt für eine weitere Zinserhöhung. Sie blickt dabei genau auf die Konjunkturentwicklung. Die Fed hält seit der Zinswende im Dezember 2015 den Schlüsselsatz in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent. Viele Experten erwarten eine Anhebung am Jahresende.

(Reuters)

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28.09.2016 08:26
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Argentinien vergünstigt Hotel-Mehrwertsteuer für Auslandstouristen
28.09.2016 06:35

BUENOS AIRES (awp international) - Hotelübernachtungen sollen für Ausländer in Argentinien billiger werden. Der argentinische Staatschef Mauricio Macri kündigte am Dienstag die Vergünstigung der Mehrwertsteuer bei Hotelübernachtungen an, die mit ausländischen Kreditkarten bezahlt werden. Die Massnahme soll in etwa zwei Monaten in Kraft treten. Die Mehrwertsteuer beträgt in Argentinien 21 Prozent.

Die Regierung erwartet von der Massnahme ein Plus von jährlich 120 000 Touristen. 2014 kamen knapp sechs Millionen ausländische Touristen ins Land, von denen rund 700 000 aus Europa anreisten. Die Iguazú-Wasserfälle, die patagonischen Gletscher und die Tango-Metropole Buenos Aires zählen zu den Hauptattraktionen des Landes. Ähnliche Steuervergünstigungen bei Hotel-Übernachtungen gelten bereits in Chile, Uruguay, Peru, Ecuador und Kolumbien./jg/DP/zb

(AWP)

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28.09.2016 08:21
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Schlacht ums Weisse Haus - Drei Faktoren sind entscheidend

Nach der ersten Fernsehdebatte im US-Wahlkampf bleiben den Kandidaten Hillary Clinton und Donald Trump sechs Wochen Zeit, um die Wähler für sich zu gewinnen und ihre Anhänger zu mobilisieren.

Drei Faktoren könnten für die Entwicklung bis zum 8. November entscheidend sein:

Die Unentschlossenen

Den Reuters/Ipsos-Umfragen zufolge sind etwa 27 Millionen US-Bürger - grob ein Fünftel der Wähler - unentschlossen. Das sind deutlich mehr als die zwölf Prozent zum gleichen Zeitpunkt bei der Wahl 2012. Ein zentraler Grund dafür ist, dass beide Kandidaten aussergewöhnlich unbeliebt sind.

Auf den ersten Blick scheinen die Unentschlossenen ähnliche Merkmale aufzuweisen wie viele Trump-Unterstützer: Sie sind überwiegend weiss, haben nicht studiert, sind älter und mit der Lage im Land frustriert. Allerdings: Etwa 60 Prozent sind Frauen, was eher Clintons Anhängerschaft entspricht. "Das sind die selben Frauen, die Hillary nicht vertrauen und sie für falsch halten", sagt die republikanische Strategin Katie Packer. "Aber Trump macht ihnen Angst."

Die anderen Kandidaten

Diese Unentschlossenen könnten sich allerdings auch einem der "third-party candidates" zuwenden - den anderen Kandidaten im Präsidialwahlkampf, die kaum in den Medien präsent sind. In diesem Jahr sind das insbesondere der Libertarian Gary Johnson und die Grüne Jill Stein. In Umfragen liegen sie unter 15 Prozent und wurden deswegen nicht zu den TV-Debatten eingeladen. Besonders angesichts der Unbeliebtheit von Clinton und Trump könnten sie eine grössere Anziehungskraft entwickeln.

Dagegen spricht die Sorge des amerikanischen Wählers, durch eine Stimmabgabe für einen "Dritten" den aus seiner Sicht ganz falschen Kandidaten zum Sieg zu verhelfen. So müsste ein Stein-Wähler im US-System bei einem knappen Rennen befürchten, dass seine Stimme am Ende Clinton fehlt und Trump den Sieg bringt - oder umgekehrt. Daher könnten die Anhänger von Johnson und Stein sich in der Wahlkabine doch für den Republikaner oder die Demokratin entscheiden.

Die Oktober-Überraschung

In den US-Medien wird seit Wochen über eine unerwartete Enthüllung im letzten Abschnitt des Wahlkampfs diskutiert, die Clinton schweren Schaden zufügen könnte. Da in den USA immer Anfang November gewählt wird, werden derartige Ereignisse in der amerikanischen Politik als "October surprise" bezeichnet.

Die Wahrscheinlichkeit einer Oktober-Überraschung gilt in diesem Jahr als hoch. Ende August hatte WikiLeaks-Gründer Julian Assange angekündigt, noch vor der Wahl bedeutende Unterlagen über Clinton zu veröffentlichen. Russische Hacker stehen zudem im Verdacht, Daten aus den Computern der Demokraten gestohlen zu haben. "Russland und Assange planen wahrscheinlich bereits eine Oktober-Überraschung, um die Wahl zu beeinflussen", sagte der demokratische Stratege Craig Varoga jüngst dem Sender CNN. Die Regierung in Moskau hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

(Reuters)

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27.09.2016 10:43
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Clinton vor Trump: Finanzmärkte reagieren erleichtert

Die internationalen Finanzmärkte haben am Dienstag mit deutlichen Kursbewegungen auf den Ausgang des ersten TV-Duells zur US-Präsidentschaftswahl reagiert.

Einer Umfrage des Senders CNN zufolge ist die Demokratin Hillary Clinton als Siegerin aus dem ersten Duell mit dem Populisten Donald Trump hervorgegangen. Viele asiatische und europäische Aktienmärkte reagierten mit Kursgewinnen. Sichere Anlagehäfen waren dagegen weniger gesucht. Die Aussicht auf eine Präsidentschaft Trumps wird von vielen Beobachtern als grosses politisches und wirtschaftliches Risiko bewertet.

Am deutlichsten fielen die Reaktionen am Devisenmarkt aus. Der mexikanische Peso legte zu vielen Währungen spürbar zu. Zum amerikanischen Dollar betrug der Kursgewinn etwa 2 Prozent. In den Wochen zuvor war die Währung Mexikos stark unter Druck geraten und zum Dollar auf ein Rekordtief gefallen. Ein Grund dafür ist die Drohung Trumps, eine Mauer zwischen den USA und Mexiko errichten zu wollen, um mexikanische Einwanderer, die er wiederholt als Kriminelle und Vergewaltiger bezeichnet hat, fernzuhalten. Mexiko soll nach dem Willen Trumps die Kosten des Mauerbaus tragen.

Sichere Häfen verlieren

Zulegen konnte auch der kanadische Dollar. Kanada unterhält wie Mexiko enge wirtschaftliche Beziehungen zu den USA, insbesondere über das Freihandelsabkommen Nafta. Trump will das Abkommen neu verhandeln, um es für die USA vorteilhafter zu gestalten. Auch Währungen, in denen die Marktzinsen vergleichsweise hoch liegen und meist von einer höheren Risikoneigung der Anleger profitieren, stiegen an. Dazu zählen der australische und der neuseeländische Dollar.

Als sicher geltende Währungen waren dagegen weniger gefragt. Am deutlichsten und auf breiter Front verlor der japanische Yen. Gold, das in unruhigen Zeiten auch oft nachgefragt wird, geriet hingegen nur leicht unter Druck.

(AWP)

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23.09.2016 08:27
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USA: Frühindikator fällt überraschend

In den USA ist der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im August überraschend gefallen.

Zum Vormonat sank der Indikator um 0,2 Prozent, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten mit einer Stagnation gerechnet. Der Rückgang folgt auf einen deutlichen Anstieg im Juli, der mit 0,5 Prozent sogar etwas stärker ausfiel als zunächst gedacht.

Der Sammelindex setzt sich aus zehn Frühindikatoren zusammen. Dazu zählen unter anderem die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Neuaufträge in der Industrie, das Verbrauchervertrauen und die Baugenehmigungen.

(AWP)

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23.09.2016 08:23
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Die US-Wahl beginnt - «Early Voting» in ersten Bundesstaaten

In den USA beginnt heute in einigen Bundesstaaten die Präsidenten- und Kongresswahl. Unter anderem in Minnesota und South Dakota können die Bürger ihre Stimme für Hillary Clinton oder Donald Trump abgeben.

Nach und nach folgen weitere Bundesstaaten. Insgesamt ist in 38 der 50 Bundesstaaten eine Stimmabgabe vor dem eigentlichen Wahltermin am 8. November zulässig. In einigen Fällen geschieht dies per Briefwahl, in anderen in früher geöffneten Wahllokalen. Bei der Wahl 2012 gaben fast ein Drittel der Wahlberechtigten ihre Stimme früher ab. Experten zufolge könnte der Trend ein Vorteil für Clinton sein, deren Wahlkampfteam als besser aufgestellt gilt. In jüngsten Umfragen liegen die Kandidaten eng beieinander.

(Reuters)

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22.09.2016 15:57
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Weniger Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA als erwartet
22.09.2016 14:50

WASHINGTON (awp international) - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend gesunken. In der vergangenen Woche seien sie um 8000 auf 252 000 gefallen, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten mit 261 000 Anträgen gerechnet. Der aussagekräftigere Vierwochenschnitt fiel um 2250 auf 258 500 Anträge.

jkr/bgf/fbr

(AWP)

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22.09.2016 15:56
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S&P-Chefökonom sieht US-Notenbank unter Druck

Die US-Notenbank Fed schiebt die erste Leitzinserhöhung in diesem Jahr weiter auf die lange Bank. Für Jean-Michel Six, den Chefökonomen der Ratingagentur S&P Global, hat sie damit den Druck auf sich selbst erhöht.

"Wegen den Präsidentschaftswahlen wird die Fed die Zinsen nicht vor Dezember erhöhen", sagt Jean-Michel Six auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Zeit dränge jedoch. Denn voraussichtlich werde sich die US-Wirtschaft Ende 2017 oder Anfang 2018 wieder abkühlen. Wenn die Fed zur Zinsnormalität zurückkehren wolle, dann müsse sie vor diesem Zeitpunkt handeln, sagt Six.

Nach dem Entscheid der Fed am Mittwoch hat der Dollar leicht nachgegeben. Für die europäische Wirtschaft sei das ein schlechtes Zeichen. "Die Europäer haben alles Interesse daran, dass sich der Dollar aufwertet", sagt Six.

Kauft EZB bald Aktien?

Er geht dabei davon aus, dass die europäische Zentralbank (EZB) frühestens Ende Jahr Änderungen an ihrer Geldpolitik vornimmt. Denkbar sei, dass die EZB dann die Negativzinsen verschärft oder sogar dazu übergeht, Aktien zu kaufen. "Die EZB würde damit Neuland betreten", sagt Six.

Eine Gefahr für die EZB sei dabei vor allem das schwache Weltwirtschaftswachstum. "Asien und die Schwellenländer, die zuvor die Konjunktur stützten, müssen zurzeit mit einem Einbruch der Rohmaterialpreise zurechtkommen, was ihre Exportchancen schmälert", sagt er.

Zudem wandle sich die chinesische Wirtschaft zurzeit von einer Investitions- in eine Konsumwirtschaft, was ebenfalls den Welthandel bremse. Eine weiterer Grund für das schwache globale Wirtschaftswachstum sei jedoch auch die Geldpolitik. "Die Notenbanken haben zwar Milliarden in die Kapitalmärkte gepumpt, damit jedoch fast nur erreicht, dass die Staatsschulden hoch blieben", sagt Six.

(AWP)

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22.09.2016 15:56
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US-FHFA-Hauspreisindex steigt stärker als erwartet
22.09.2016 15:10

NEW YORK (awp international) - In den USA hat sich der Anstieg der Hauspreise im Juli stärker fortgesetzt als erwartet. Zum Vormonat sei das Preisniveau um 0,5 Prozent gestiegen, teilte die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Donnerstag in New York mit. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs um 0,3 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Hauspreise um revidiert 0,3 (zunächst 0,2) Prozent gestiegen.

Die FHFA ist die Aufsichtsbehörde der in der Finanzkrise verstaatlichten Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. Bei der Index-Berechnung werden die Verkaufspreise von Häusern verwendet, deren Hypotheken von den Agenturen gekauft oder garantiert worden sind./bgf/jsl/jha/

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20.09.2016 16:27
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In den USA wird etwas weniger gebaut als erwartet

Der US-Immobilienmarkt muss einen leichten Dämpfer einstecken. Die Zahl gestarteten Wohnungsbauten sank im August um 5,8 Prozent auf eine Jahresrate von 1,14 Millionen und damit stärker als erwartet.

Das teilte das Handelsministerium in Washington am Dienstag mit. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 1,19 Millionen gerechnet. Die Zahl der Baugenehmigungen fiel leicht um 0,4 Prozent auf 1,14 Millionen. Dennoch sieht Helaba-Expertin Viola Julien den US-Immobilienmarkt weiter in guter Form. "Und die nach wie vor günstigen Rahmenbedingungen in Form niedriger Zinsen und einer robusten Lage am Arbeitsmarkt sollten dafür sorgen, dass dieser Trend anhält."

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) blickt mit Argusaugen auf die Konjunktur. Die Währungshüter hatten zuletzt eine weitere Zinserhöhung signalisiert, den Zeitpunkt dafür aber offengelassen. Die meisten Fachleute gehen allerdings davon aus, dass die Fed bei ihrer Sitzung am Mittwoch die Geldpolitik noch nicht weiter strafft. Julien sagte, die Daten vom Wohnungsbau schürten keine "Zinsfantasien".

(Reuters)

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15.09.2016 08:33
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Siemens will fünf Milliarden Euro in Argentinien investieren
14.09.2016 21:37

BUENOS AIRES (awp international) - Siemens will stark in Argentinien investieren. Der Elektro-Konzern hat für die kommenden fünf Jahre im südamerikanischen Land Investitionen von fünf Milliarden Euro vorgesehen, sagte Siemens-Chef Joe Kaeser am Mittwoch nach einem Treffen mit dem argentinischen Präsidenten Mauricio Macri, an dem auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) teilnahm.

Es sollen in Infrastruktur, Energie und Mobilität 3000 direkte und bis zu 7000 indirekte Jobs geschaffen werden. Ein bedeutender Teil des geplanten Baus von Elektrizitätswerken zur Lieferung von insgesamt 5 Gigawatt soll auf erneuerbare Energiequellen basieren. Weltweit wenige Länder hätten die Sonnen- und Windressourcen, die in Argentinien zur Verfügung stehen. Der wirtschaftspolitische Reformkurs der Regierung Macris biete den entscheidenden Moment, um in Argentinien zu investieren, sagte Kaeser.

Gabriel und Kaeser nehmen an dem dreitägigen "Argentina Business & Investment Forum" teil, der von der argentinischen Regierung organisiert wird. Rund 1900 führende Manager von knapp tausend Unternehmen aus 67 Ländern kamen zu dem Forum zusammen. Von Argentinien reist Gabriel nach Kanada weiter. Dort will er am Donnerstag politische Gespräche über das Freihandelsabkommen Ceta führen und an einer internationalen Konferenz teilnehmen./jg/DP/he

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15.09.2016 08:21
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Venezuela droht Rauswurf aus Mercosur

Die südamerikanische Wirtschaftsunion Mercosur ist wegen eines Streits um das Mitgliedsland Venezuela in eine der bisher tiefsten Krisen ihrer 25-jährigen Geschichte gerutscht.

Die vier Mercosur-Gründungsstaaten Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay haben nach langem Streit beschlossen, dass das sozialistische Venezuela zum 1. Dezember ausgeschlossen werden kann, wenn bis dahin Forderungen, unter anderem zur Einhaltung von Menschenrechten und Pressefreiheit, nicht erfüllt werden.

Zudem dürfe das Land nicht die Präsidentschaft ausüben. Venezuela hat seit Juli eigentlich den Mercosur-Vorsitz. Das geht aus einer von der brasilianischen Regierung veröffentlichten Erklärung der Aussenminister hervor.

Das Dokument trägt die Handschrift der neuen brasilianischen Mitte-Rechts-Regierung von Präsident Michel Temer, die auf Konfrontationskurs mit Venezuela ist und bereits den Botschafter zu Konsultationen aus Caracas zurückberufen hat.

Doch Uruguay, das Venezuela noch am nächsten steht, distanzierte sich wenig später von der Erklärung. Vizekanzler José Luis Cancela betonte, die Frist zur Erfüllung der Forderungen sei bis zum 1. Dezember verlängert worden, das sei aber nicht als Ultimatum für eine mögliche Suspendierung der Mitgliedschaft Venezuelas zu verstehen.

Bündnis in Krise

Das Bündnis ist zerstritten und derzeit kaum handlungsfähig. Die Präsidentschaft ist wegen des Venezuelas-Streits faktisch vakant. Kritisiert werden vor allem Menschenrechtsverstösse und die Gängelung der Opposition in dem von einer schweren politischen Krise erschütterten Land. Venezuela ist seit 2012 Mercosur-Vollmitglied.

Venezuelas Aussenministerin Delcy Rodríguez wies die Erklärung mit scharfen Worten zurück - so eine Entscheidung müsste gemäss der Regeln im Konsens getroffen werden. "Wir erlauben keine Verletzung der Verträge".

Der 1991 gegründete Mercosur hat es sich zum Ziel gesetzt, einen gemeinsamen Markt in Südamerika zu schaffen, verbunden mit Zoll- und Reiseerleichterungen. Die EU ist für den Mercosur mit Ausfuhren in Höhe von rund 110 Milliarden Euro im Jahr der wichtigste Handelspartner. Seit 1999 wird über ein Freihandelsabkommen mit Brüssel verhandelt, Venezuela erwies sich hierbei als ein Bremser.

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15.09.2016 08:21
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Clinton veröffentlicht Informationen zu Gesundheitszustand

Die demokratische Hillary Clinton hat nach dem Wirbel um ihre Lungenentzündung Informationen zu ihrem Gesundheitszustand veröffentlicht.

Clinton erhole sich von der Erkrankung, heisst es in einer Stellungnahme ihre Ärztin Lisa Bardack. Die Medizinerin gab am Mittwoch ein zweiseitiges "Update" zur Gesundheit Clintons heraus. Darin schrieb sie Clinton sei trotz einer "leichten Lungenentzündung" weiterhin gesund und fit genug, um als Präsidentin der Vereinigten Staaten zu dienen". Ihre Werte seien "normal" und sie sei in "exzellenter geistiger Gesundheit".

Die Kandidatin hatte bei der Gedenkfeier für die Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York am Sonntag einen Schwächeanfall erlitten. Ihr Team hatte anschliessend bestätigt, dass sie seit Freitag an Lungenentzündung leide.

Dies hatte ihren republikanischen Gegner Donald Trump in seiner Haltung bestärkt, wonach die Demokratin den Belastungen einer Präsidentschaft körperlich nicht gewachsen sei. Clinton wies die Zweifel an ihrer persönlichen Gesundheit entschieden zurück.

Ihre Ärztin Bardack erklärte nun, Clinton leide unter einer "leichten, nicht ansteckenden" Lungenentzündung. Dank Antibiotika und Ruhe erhole sie sich gut. Clinton hatte im Juli 2015 ein detailliertes Gesundheitsgutachten veröffentlicht. Sie stand zuletzt aber unter Druck, mehr Transparenz zu ihrer Gesundheit zu schaffen.

Ihr Rivale Trump sieht sich nun ähnlichen Forderungen ausgesetzt und will in einer Fernsehsendung am Donnerstag ein neues Gutachten seines Arztes vorlegen.

(SDA)

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