Schuldenkrise Amerika

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07.09.2012 09:09
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Schuldenkrise Amerika

Alles über die Schuldenkrise und die Wirtschaftslage in Amerika.

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17.01.2017 10:54
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Hyundai Motor kündigt Milliardeninvestition in USA an
17.01.2017 09:28

Seoul (awp/sda/reu) - Nach Strafzoll-Drohungen des künftigen amerikanischen Präsidenten Donald Trump hat der südkoreanische Autobauer Hyundai Milliardeninvestitionen in den USA angekündigt. Innerhalb von fünf Jahren solle die Summe um 50 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar steigen, gab der Konzern am Dienstag bekannt.

Zudem werde möglicherweise eine neue Fertigungsstätte gebaut, sagte Hyundai-Präsident Chung Jin Haeng. Er betonte aber, die Pläne seien keine Reaktion auf den Druck Trumps.

Die Hyundai-Gruppe, zu der auch Kia Motors gehört, verspreche sich unter dem neuen Präsidenten eine stärkere US-Nachfrage. "Wir sind engagiert auf dem US-Markt - einem strategisch wichtigen Markt, der über unseren globalen Erfolg entscheidet."

Trump hat damit gedroht, einen Strafzoll in Höhe von 35 Prozent für Autobauer zu erheben, die ihre Wagen in Mexiko fertigen und in den USA verkaufen. Damit sorgte er für Verunsicherung bei internationalen Konzernen von BMW bis Toyota.

Einige Autobauer haben bereits angekündigt, ihr Engagement in den USA auszuweiten. General Motors wollte einem Insider zufolge an diesem Dienstag ebenfalls Milliardeninvestitionen in den USA ankündigen.

(AWP)

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17.01.2017 10:54
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Auch General Motors soll Milliardeninvestition in USA anpeilen
17.01.2017 06:39

Washington (awp/sda/reu) - Der unter der Kritik des künftigen US-Präsidenten Donald Trump stehende US-Autohersteller General Motors will einem Insider zufolge noch am Dienstag eine Milliardeninvestition in den USA ankündigen. Die Rede ist von Investitionen von rund einer Milliarde Dollar.

Das Geld solle in die Fabriken in den USA gesteckt werden, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Montagabend. Durch die Investition könnten 1000 Jobs geschaffen oder gesichert werden. Die Entscheidung sei nicht aus politischen Gründen getroffen worden, sondern aus wirtschaftlichen Überlegungen, sagte der Insider weiter.

Der Leiter der GM-Rechtsabteilung Craig Glidden hatte zuvor dem "Wall Street Journal" gegenüber betont, dass jegliche Investition seit längerem geplant sei und keine Antwort auf die Kritik Trumps darstelle.

GM lehnte eine Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters ab. Trump hatte den Konzern - wie andere Autohersteller auch - für den Import von in Mexiko hergestellten Autos kritisiert und ihm mit Strafzöllen gedroht.

(AWP)

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16.01.2017 08:19
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Trump heizt vor Amtseinführung gleich mehrere Konflikte an

Wenige Tage vor der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald Trump wächst die Sorge vor einer Verschärfung der Spannungen auf zahlreichen internationalen Konfliktfeldern.

15.01.2017 18:43

Frankreich und Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas warnten den Republikaner vor einer einseitig pro-israelischen Politik im Nahen Osten. China mahnte Trump eindringlich, nicht an den Grundfesten der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Grossmächten zu rütteln. Mit Mexiko liegt der milliardenschwere Immobilienunternehmer aus New York, der am Freitag offiziell US-Präsident wird, bereits länger im Clinch und will mit hohen Zöllen Billig-Exporte des Nachbarn unterbinden und eine Mauer an der Grenze bauen. Bundeskanzlerin Angela Merkel bekräftigte ihre Hoffnung auf Kooperation statt Abschottung der Amerikaner. In Washington begannen erste Proteste gegen den Nachfolger von Barack Obama.

Frankreichs Aussenminister Jean-Marc Ayrault sagte, sollten die USA ihre Botschaft in Israel wie von Trump angekündigt von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen, käme dies einer Provokation gleich und würde ernste Konsequenzen für den Friedensprozess haben. Zuvor hatte Abbas für den Fall schon damit gedroht, die Anerkennung Israels zu widerrufen. "Auch die Chancen für eine Zweistaatenlösung würden auf null reduziert", sagte er der Zeitung "Le Figaro".

Trump würde mit dem Schritt von der bisherigen US-Politik abweichen, den zwischen Israelis und Palästinensern umstrittenen Status der Stadt nicht einseitig zugunsten einer Seite auszulegen. Israel betrachtet Jerusalem als unteilbare Hauptstadt. Die Palästinenser beanspruchen den Ostteil als künftige Hauptstadt. Der Status Jerusalems ist eine zentrale Frage in Friedensverhandlungen über eine Zweistaatenlösung.

Schatten auf Weltwirtschaftsforum

Auch mit China dürfte es harte Auseinandersetzungen geben. Bislang erkennen die USA die Position der Volksrepublik an, dass der Inselstaat Taiwan Teil Chinas ist. Trump hatte im "Wall Street Journal" bekräftigt, er müsse nicht wie seine Vorgänger an dieser "Ein-China-Politik" festhalten. Die Antwort aus Peking kam prompt: Alle relevanten Akteure in den USA sollten anerkennen, dass dieses Thema für China sehr sensibel sei, erklärte das Aussenministerium. Es sei die nicht-verhandelbare Basis für die Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

Die Handelspartner sind vor allem wegen protektionistischer Töne im Wahlkampf verunsichert. Merkel warb daher erneut für internationale Zusammenarbeit. Die Antwort der 20 wichtigsten Industrieländer auf die vor allem von den USA ausgehende Finanzkrise sei 2008 schliesslich auch gewesen, gemeinsam Probleme zu lösen. "Die Antwort auf die Finanzkrise war eine Antwort, die nicht auf Abschottung beruht, sondern eine Antwort, die auf Kooperation beruht, auf gemeinsamen Regelwerken der Regulierung auch der Finanzmärkte. Wir werden natürlich jetzt mit dem neuen amerikanischen Präsidenten das Gespräch suchen", sagte die Kanzlerin am Samstag im saarländischen Perl.

Es ist noch unklar, wann Merkel und Trump sich treffen werden. 57 Prozent der Deutschen sprechen sich in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für die "Bild am Sonntag" für einen raschen US-Besuch Merkels aus. 68 Prozent gehen davon aus, dass sich die Trump-Präsidentschaft eher negativ auf die deutsch-amerikanischen Beziehungen auswirken werde. 63 Prozent vermuten negative Folgen für die deutsche Wirtschaft.

Auch beim Weltwirtschaftsforum in Davos dürften sich die Debatten der Politiker und Unternehmensvertreter vor allem um Trump drehen. "Unabhängig davon, wie man Trump und seine Positionen einschätzt, hat seine Wahl zu einer tiefen, tiefen Verunsicherung geführt - und das wird einen langen Schatten auf Davos werfen", sagte der französische Politologe Jean-Marie Guehenno.

Frauenmarsch gegen Trump

In Washington protestierten am Samstag knapp 2000 Menschen gegen Trump. Wegen schlechten Wetters kamen deutlich weniger Teilnehmer als von den Veranstaltern erhofft. "Wir werden weiter marschieren bis die Hölle einfriert, und wenn dies geschehen ist, werden wir auf dem Eis marschieren", sagte Cornell William Brooks, der der US-weiten Organisation NAACP zur Förderung farbiger Menschen vorsteht.

Insgesamt haben rund 30 Gruppen die Erlaubnis erhalten, vor, während und nach der Amtseinführung Trumps am Freitag zu protestieren. Die grösste Kundgebung dürfte am Tag danach der Frauenmarsch werden, zu dem 200.000 Menschen erwartet werden. Gegner des künftigen US-Präsidenten haben auch damit gedroht, die Zeremonie selbst massiv zu stören.

Trump-Berater und der Kreml dementierten unterdessen Medienberichte, dass bereits in einigen Wochen ein Treffen des neuen US-Präsidenten mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin geplant sei. Trump hat sich dafür ausgesprochen, die Beziehungen zu Russland zu verbessern. Dem "Wall Street Journal" sagte er, Sanktionen könnten aufgehoben werden, wenn sich die Regierung in Moskau bei der Bekämpfung der Islamisten-Miliz IS und bei der Erreichung anderer für die USA wichtiger Ziele als hilfreich erweise. Obama hatte Sanktionen gegen Moskau im Zusammenhang mit angeblich von Russland ausgehenden Hackerangriffen zur Beeinflussung der Präsidentenwahl verhängt.

(Reuters)

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13.01.2017 08:09
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Fed-Chefin Yellen: Kurzfristig gute Aussichten für US-Wirtschaft
13.01.2017 07:59

FRANKFURT (awp international) - Die Vorsitzende der US-Notenbank Fed sieht in den USA vorerst freie Bahn für eine robuste konjunkturelle Entwicklung. Die Wirtschaft stehe kurzfristig vor keinen ernsthaften Hindernissen, sagte Janet Yellen in der Nacht auf Freitag in Washington bei einem Treffen mit Pädagogen. "Die Arbeitslosigkeit hat jetzt ein niedriges Niveau erreicht, der Arbeitsmarkt ist insgesamt stark und das Lohnwachstum legt allmählich zu."

Yellen verwies ausserdem auf eine positive Entwicklung bei der Inflation. Ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau sei sie inzwischen der von den Währungshütern angepeilten Zielmarke von zwei Prozent "ziemlich nahe".

Längerfristig habe die US-Wirtschaft aber mit einer Produktivität auf historisch niedrigem Niveau und einer wachsenden Ungleichheit zu kämpfen, sagte die Fed-Chefin. Ausserdem sprach sie sich einmal mehr dagegen aus, die nach der Finanzkrise verstärkte Regulierung der Banken wieder zu entschärfen. Der künftige US-Präsident Donald Trump hatte entsprechende Ankündigungen gemacht.

Bei ihrer jüngsten Zinsentscheidung im Dezember hatte die Fed den Leitzins zum zweiten Mal seit der Finanzkrise angehoben. Ausserdem legten die von den Währungshütern vorgelegten Zinsprognosen nahe, dass in diesem Jahr drei weitere Erhöhungen folgen könnten./tos/fbr

(AWP)

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12.01.2017 08:22
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Trump will grösster Job-Beschaffer werden
11.01.2017 19:23

(Ausführliche Fassung)

NEW YORK (awp international) - Der künftige US-Präsident Donald Trump will seine angekündigte Linie in der Wirtschaftspolitik durchziehen und stellt den stärksten Jobaufbau aller Zeiten in Aussicht. "Wir werden der grösste Arbeitsplatzbeschaffer sein, den Gott je geschaffen hat", sagte Trump am Mittwoch in New York auf seiner ersten Pressekonferenz nach der Wahl Anfang November. "Daran glaube ich, das versichere ich Ihnen." Man brauche zwar etwas Glück, er sei aber zuversichtlich, sagte Trump.

Er kritisierte bei dem von den Märkten mit Spannung erwarteten Auftritt scharf die bisherigen Handelsabkommen der USA mit anderen Wirtschaftsräumen wie China, Japan oder Mexiko als "ganz schlechte" Deals - mit Milliardeneinbussen für die USA. Es gebe keine guten Handelsabkommen. Zugleich drohte Trump US-Unternehmen bei Produktionsverlagerungen nach Mexiko mit massiven Strafzöllen.

Verlagerungen von Werken nach Mexiko und dann ein Verkauf der dort hergestellten Produkte in den USA würden so nicht mehr funktionieren. Die Unternehmen müssten dafür nach den Worten von Trump einen "unglaublich hohen Zoll" und eine hohe Einfuhrsteuer zahlen. In den USA suchten schliesslich 96 Millionen Menschen einen Job. Das seien die echten Zahlen - nicht die des Ministeriums.

Die Börsen reagierten leicht. Der US-Leitindex Dow Jones rutschte zunächst kurz ins Minus, drehte dann aber wieder ins Plus. Der deutsche Dax erreichte mit 11 692 Punkten den bisher höchsten Stand im noch jungen Börsenjahr. Der Kurs des Euro sank unter die Marke von 1,05 US-Dollar. Die mexikanische Währung Peso stürzte schon vor der Pressekonferenz auf ein Rekordtief ab.

Die Märkte weltweit hatten von dem Auftritt Aufschluss darüber erwartet, ob der Republikaner seine zuletzt harte Haltung zu Handelsabkommen und zu den Beziehungen zu China beibehalten würde und ob er es ernst meint mit seinem versprochenen Konjunkturprogramm. Seit seiner Wahl hatte sich der 70 Jahre alte Milliardär und Immobilienmanager nur über den Kurznachrichtendienst Twitter dazu geäussert und Unternehmensentscheidungen kommentiert.

Trump lobte Autobauer wie Ford und Fiat Chrysler, die angekündigt hätten, ihre Produktion nicht zu verlagern beziehungsweise in neue Werke in den USA zu investieren. "Das schätze ich sehr", sagte Trump Er hoffe, dass General Motors dem guten Beispiel folgen werde. Viele Unternehmen würden zurückkommen in die USA. Es müsse unter anderem dafür gesorgt werden, dass US-Pharmakonzerne zurückkehrten.

Dazu müssten Ausschreibungsregeln überarbeitet werden, sagte Trump. Für die grossen Medikamenteneinkäufe gebe es offensichtlich keine guten Ausschreibungsverfahren. "Ich glaube, dass wir da besser werden können." Eine Ansage machte Trump auch an die US-Flugzeugbauer. Die Militärausgaben seien um Milliarden zu hoch, die Kosten müssten gedrückt werden: "Das müssen wir unbedingt ändern. Das werden wir im Wettbewerb tun."

Sein eigenes Firmenimperium will Trump kurz vor seinem Amtsantritt an seine beiden Söhne Eric und Donald Jr. übertragen. So sollten Interessenskonflikte vermieden werden, kündigte seine Anwältin an. Trump wird am 20. Januar vereidigt./sl/DP/mis

(AWP)

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12.01.2017 08:20
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Brasiliens Notenbank senkt Zinsen deutlich im Kampf gegen Rezession
12.01.2017 06:38

Brasilia (awp/sda/reu) - Brasiliens Zentralbank hat die Zinsen überraschend deutlich gesenkt. Damit verschärft sie ihren Kurs im Kampf gegen die stärkste Rezession in der Geschichte des Landes.

Der geldpolitische Ausschuss beschloss am Mittwoch einstimmig eine Senkung des Schlüsselzinses um 0,75 Prozentpunkte auf 13 Prozent. Analysten hatten lediglich mit einer Senkung um 0,5 Punkte gerechnet.

(AWP)

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06.01.2017 08:46
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US-Unternehmen schaffen im Dezember weniger Jobs als erwartet

Die US-Unternehmen haben im Dezember etwas weniger Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Es entstanden 153'000 neue Jobs, wie der Arbeitsvermittler ADP am Donnerstag mitteilte.

Von Reuters befragte Experten hatten dagegen mit einem Plus von 170'000 gerechnet. Im Vormonat hatte es noch eine Zunahme von 215'000 Arbeitsplätzen gegeben.

Trotz der etwas schwächeren Entwicklung zeige sich der US-Arbeitsmarkt "auch zum Ende des abgelaufenen Jahres in einer robusten Verfassung", sagte Helaba-Ökonomin Viola Julien. Mit Spannung blicken die Märkte auf die offizielle Arbeitsmarktbilanz der Regierung, die an diesem Freitag gezogen wird. Hier rechnen Analysten mit einem Zunahme der Jobs um 178'000.

Angesichts der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt hat die Notenbank (Fed) ihren Leitzins im Dezember erstmals nach einem Jahr angehoben. Zugleich signalisierten sie für 2017 drei weitere Schritte.

(Reuters)

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06.01.2017 08:45
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Mexiko will mit Dollar-Verkäufen Verfall des Peso bremsen

Wenige Tage vor der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald Trump stemmt sich Mexiko gegen den Verfall seiner Landeswährung Peso.

Die mexikanische Zentralbank bestätigte am Donnerstag Dollar-Verkäufe, um den Kurs des Peso zu stützen. Die Transaktionen würden im Tagesverlauf fortgesetzt, sagte der dafür zuständige Direktor Juan Garcia. Den Umfang der Geschäfte nannte er nicht. Händler sprachen indes von zunächst rund einer Milliarde Dollar.

Monatelange Talfahrt

Nach der Ankündigung dreht der Kurs ins Plus und legte 1,1 Prozent zu. Unsicherheiten bezüglich der Wirtschaftspolitik von Trump hatten den Kurs der Landeswährung zuletzt bis auf ein Rekordtief von 21,624 Peso zum Dollar absacken lassen.

Mexikos Währung war bereits in den vergangenen Monaten heftig unter die Räder geraten, weil Trump Stimmung gegen mexikanische Billigimporte machte. Der Republikaner hat unter anderem damit gedroht, Importzölle von bis zu 35 Prozent auf Waren aus Mexiko einzuführen. Mexikos Notenbank hob inzwischen aus Furcht vor wirtschaftlichen Turbulenzen den Leitzins an.

Ford knickt ein

Trumps Mexiko-Politik wirbelt inzwischen auch Investitionspläne grosser Autohersteller durcheinander. So kippte Ford eine 1,6 Milliarden Dollar schwere Investition in ein geplantes neues Werk in San Luis Potosi und steckt stattdessen Geld in ein US-Werk. Fords Rivalen General Motors drohte Trump Strafzölle an, sollten weiter Autos aus dem benachbarten Niedriglohnland eingeführt werden.

Trump hatte im Wahlkampf das bestehende Freihandelsabkommen Nafta mit Mexiko und Kanada als "schlechtestes Geschäft aller Zeiten" bezeichnet und die Unternehmen zugleich aufgefordert, Jobs in den USA zu schaffen.

(AWP)

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05.01.2017 08:09
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US-Automarkt mit Verkaufsrekord

Dank guter Verkaufszahlen im Dezember hat der US-Automarkt ein weiteres Jahr mit einem Absatzrekord geschafft.

Hohe Nachfrage nach Stadtgeländewagen und Pick-up-Trucks sorgte für einen überraschend starken Jahresabschluss, wie die am Mittwoch vorgelegten Zahlen der Hersteller zeigten. Auch in Deutschland brummten 2016 die Autoverkäufe - und trotz Volkswagens Abgas-Skandals kommen hierzulande weiter viele neue Dieselwagen auf die Strasse.

Laut Daten des Fachblatts "Automotive News" wurden in den USA 2016 17,54 Millionen Neuwagen verkauft. Das entspricht einem Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Im Dezember schaffte die Branche ein Absatzplus von 3,0 Prozent auf 1,69 Millionen Fahrzeuge. Die Erwartungen der Analysten wurden damit übertroffen. Für 2017 sagen Experten jedoch schwächere Zahlen voraus - der von Billigsprit und niedrigen Zinsen befeuerte Boom könnte sich dem Ende zuneigen.

Ein gemischtes Bild ergibt sich in den USA bei den deutschen Autobauern. Volkswagen konnte im Dezember den zweiten Monat in Folge deutliche Zuwächse verbuchen. Der Neuwagenabsatz der Kernmarke VW kletterte um 20,3 Prozent. Allerdings kam dem vom Abgas-Skandal angeschlagenen Unternehmen bei der Absatzbilanz zugute, dass ein Verkaufsstopp von Dieselwagen die Zahlen im Vorjahr stark belastet hatte. Im Gesamtjahr verkaufte VW 7,6 Prozent weniger Autos als 2015.

Begehrte deutsche Marken

Die Töchter der Wolfsburger fuhren derweil weiter Rekorde ein. Audi schaffte im Dezember ein Verkaufsplus von 13,7 Prozent und wurde auf Jahressicht rund vier Prozent mehr los. Porsche setzte im Gesamtjahr 4,9 Prozent mehr ab. Weiter schwer tut sich hingegen BMW mit einem Minus von 5,4 Prozent im Dezember und 9,7 Prozent im Gesamtjahr (inklusive der Marke Mini). Auch Oberklasse-Konkurrent Daimler musste mit 4,8 Prozent weniger verkauften Mercedes-Benz-Fahrzeugen im Dezember Abstriche machen. Im Gesamtjahr gab es ein Mini-Plus von 0,1 Prozent.

In Deutschland sind 2016 so viele neue Autos verkauft worden wie seit sieben Jahren nicht mehr. Mit einem Plus von knapp fünf Prozent auf gut 3,35 Millionen Neuwagen wuchs der deutsche Automarkt zum dritten Mal in Folge. Von den grossen Marken verzeichnete unter dem Eindruck des Abgas-Skandals lediglich VW Einbussen. Auch Gebrauchtwagen sind begehrt: Das Kraftfahrtbundesamt zählte 8,37 Millionen Ummeldungen, ein Prozent mehr als im Vorjahr. Das ist der höchste Stand seit vielen Jahren.

"2016 war ein starkes Autojahr", sagte Matthias Wissmann, der Präsident des Verbands der Automobilindustrie. In den deutschen Autofabriken wurden im vergangenen Jahr insgesamt gut 5,74 Millionen Autos gebaut, ein Prozent mehr als im Vorjahr. Weiterhin ist knapp jedes zweite neue Auto in Deutschland ein Diesel, der Marktanteil sank jedoch von 48 auf 45,9 Prozent, weil mehr Kunden in Benziner einstiegen als im Vorjahr.

(AWP)

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04.01.2017 08:14
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US-Industrie wächst zum Jahresende schneller als erwartet

Die US-Industrie hat im Dezember deutlich Tempo aufgenommen und ist so stark gewachsen wie seit zwei Jahren nicht mehr.

Der Einkaufsmanager-Index stieg überraschend kräftig auf 54,7 Punkte von 53,2 im Vormonat, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Firmenumfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Das Barometer signalisiert mit mehr als 50 Punkten Wachstum. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit 53,6 Zählern gerechnet. "Der vierte Anstieg in Folge ist erfreulich", sagte Ökonom Ulrich Wortberg von der Landesbank Helaba. Dies bestätige das "Szenario eines fortgesetzten Wirtschaftswachstums".

(Reuters)

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03.01.2017 08:13
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Brasilien erzielt 2016 Rekord-Handelsüberschuss

Brasilien hat im vergangenen Jahr den höchsten Handelsüberschuss in seiner Geschichte erzielt.

Mit 47,69 Milliarden Dollar übertraf das Plus den bisherigen Rekord von 2006 mit 46,45 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium am Montag mitteilte. Im Dezember belief sich der Überschuss auf 4,415 Milliarden Dollar. Die Behörde begründete die Entwicklung mit der Rezession, die zu einem Importrückgang geführt habe. Die Abschwächung der heimischen Währung habe dagegen die Exporte beflügelt.

Die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas steckt in der schwersten Rezession seit den 1930er Jahren. An den Märkten hatte sich zuletzt Hoffnung breitgemacht, Brasilien könnte den schlimmsten Teil der seit zwei Jahren andauernden Talfahrt nun hinter sich haben.

Das Land ist in unruhigem Fahrwasser: Es gibt Korruptionsskandale und Präsidentin Dilma Rousseff musste ihren Posten räumen. Ihr Nachfolger Michel Temer will den Haushalt sanieren und das Land für Investoren attraktiver machen.

(Reuters)

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30.12.2016 08:20
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USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erwartungsgemäss gesunken
29.12.2016 14:45

WASHINGTON (awp international) - In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche wie erwartet zurückgegangen. Sie seien um 10 000 auf 265 000 Anträge gefallen, teilte das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten diese Zahl erwartet. Der aussagekräftigere Vierwochenschnitt fiel um 750 auf 263 000 Anträge.

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gelten unter Ökonomen als guter Indikator für die kurzfristige Entwicklung am Arbeitsmarkt. Allerdings können die Daten durch Entwicklungen in einzelnen Bundesstaaten verzerrt sein, was stärkere Schwankungen mit sich bringen kann.

/jsl/jkr/mis

(AWP)

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28.12.2016 08:20
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Kuba verzeichnet leichten Wirtschaftsrückgang
28.12.2016 06:31

HAVANNA (awp international) - Kubas Wirtschaft ist 2016 leicht um 0,9 Prozent geschrumpft. Das gab Wirtschaftsminister Ricardo Cabrisas am Dienstag vor dem Parlament in Havanna bekannt, wie das Nachrichtenportal Cubadebate berichtete. Der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sei auf geringere Exporterlöse und auf die "Schwierigkeiten einiger der bedeutendsten Partner" Kubas wegen niedrigerer Erdölpreise zurückzuführen, hiess es in Anspielung auf Venezuela.

Negativ ausgewirkt habe sich auch, dass das US-Embargo aufrechterhalten werde, obwohl die diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Kuba wieder aufgenommen worden seien. Für 2017 sagte Cabrisas ein Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent voraus./gn/DP/he

(AWP)

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28.12.2016 08:14
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USA: Hauspreise steigen stärker als erwartet

Die Preise am US-Häusermarkt sind im Oktober gemessen am Case-Shiller-Index stärker gestiegen als erwartet.

Im Vergleich zum Vormonat legten die Preise in den zwanzig grössten Ballungsgebieten um 0,63 Prozent zu, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten S&P/Case-Shiller-Index hervorgeht. Bankvolkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg um 0,51 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatte der Indikator noch um revidierte 0,48 Prozent (zunächst 0,37 Prozent) zugelegt.

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Preise im Oktober um 5,10 Prozent. Erwartet wurde ein Anstieg um 5,03 Prozent. Das Plus im Vormonat hatte bei revidierten 5,03 Prozent (zunächst 5,08 Prozent) gelegen.

(AWP)

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28.12.2016 08:13
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Stimmung der US-Verbraucher klettert auf 15-Jahres-Hoch

Die Stimmung der US-Konsumenten ist zum Jahresende so gut wie seit August 2001 nicht mehr.

Das Barometer für das Verbrauchervertrauen stieg im Dezember auf 113,7 Punkte von 109,4 Zählern im Vormonat, wie das Institut Conference Board am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten nur mit einem leichten Plus gerechnet. Der private Konsum ist der Eckpfeiler der amerikanischen Wirtschaft. Er macht etwa 70 Prozent der Wirtschaftsleistung aus.

(Reuters)

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23.12.2016 08:24
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US-Wirtschaft sendet unterschiedliche Signale aus

Die US-Wirtschaft ist im Sommer etwas stärker gewachsen als bisher gedacht. Jüngste Daten aus der Industrie deuten jedoch einen Einbruch der Aufträge an.

Von Anfang Juli bis Ende September habe sich die Wirtschaftsleistung (BIP) um eine auf das Jahr hochgerechnete Rate von 3,5 Prozent erhöht, teilte das US-Handelsministerium am Donnerstag in einer dritten Schätzung mit. Die zweite Schätzung hatte bei 3,2 Prozent gelegen. Ökonomen hatten aktuell mit einer Rate von 3,3 Prozent gerechnet.

Wachstumszahlen werden in den USA auf ein Jahr hochgerechnet. Sie geben an, wie stark die Wirtschaft wachsen würde, wenn das Tempo ein Jahr lang gehalten würde. In Europa wird auf eine Annualisierung verzichtet. Die Wachstumsraten sind deshalb geringer und nicht unmittelbar mit amerikanischen Zahlen vergleichbar.

Die US-Industrie hat im November kräftig an Neugeschäft eingebüsst. Die Bestellungen für langlebige Güter - vom Toaster bis zum Flugzeug - sanken zum Vormonat um 4,6 Prozent, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Minus von 4,7 Prozent gerechnet, nach einem Anstieg von 4,8 Prozent im Oktober. Klammert man allerdings die schwankenden Aufträge von Verkehrsgütern aus, kletterten die Bestellungen insgesamt um 0,5 Prozent.

(AWP/Reuters)

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15.12.2016 08:30
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US-Unternehmen drosseln ihre Produktion im November

Die US-Unternehmen haben ihre Produktion im November unerwartet deutlich gedrosselt. Ökonomen gingen im Vorfeld von einem halb so hohen Rückgang aus.

Sie stellten 0,4 Prozent weniger her als im Vormonat, wie die US-Notenbank Fed am Mittwoch mitteilte. Ein grösseres Minus gab es zuletzt im März 2016. Ökonomen hatten lediglich einen halb so starken Rückgang erwartet. Im Oktober hatte es noch einen minimalen Anstieg von 0,1 Prozent gegeben. Die Industrie allein drückte ihre Produktion diesmal um 0,1 Prozent, während die Versorger ihre Erzeugung um 4,4 Prozent herunterfuhren. Grund hierfür waren unerwartet milde Temperaturen, weshalb weniger geheizt wurde.

Angesichts der insgesamt robusten Konjunktur steht die US-Notenbank Fed vor der ersten Leitzinserhöhung seit einem Jahr. Diese dürfte am Abend von Fed-Chefin Janet Yellen verkündet werden. Die Notenbank hat mittlerweile ihr erklärtes Ziel der Vollbeschäftigung erreicht und dürfte daher die Erhöhung wagen.

(Reuters)

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05.12.2016 08:17
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Venezuela führt wegen Hyperinflation grössere Scheine ein
04.12.2016 17:32

CARACAS (awp international) - Das Rattern der Geldzählmaschinen ist im sozialistischen Venezuela zum dominierenden Alltagsgeräusch geworden. Um mit der galoppierenden Inflation Schritt zu halten, führt das Land mit den grössten Ölreserven der Welt nun grössere Geldscheine ein. Wie die Zentralbank am Sonntag mitteilte, wird es ab 15. Dezember eine ganz neue Familie an Bolívares-Scheinen geben. Es sollen Scheine im Wert von 500, 1000, 2000, 5000, 10 000, und 20 000 Bolívares in Umlauf gebracht werden. Das Land hat die höchste Inflation weltweit.

Bisher ist der 100-Bolívares-Schein mit dem Konterfei des südamerikanischen Befreiers von der spanischen Kolonialmacht, Simón Bolívar, die grösste Note. Auf dem Schwarzmarkt werden der Seite "Dolar Today" zufolge derzeit für einen Dollar bis zu 4400 Bolívares gezahlt. Das macht 44 Scheine á 100 Bolívares für einen Dollar. Da bei Zahlung mit Kreditkarte der viel schlechtere offizielle Kurs (rund 1:660) berechnet wird, bezahlen Gäste zum Beispiel in Hotels in Bar - mit Tüten voller Geldscheine werden die Rechnungen beglichen.

Zuvor hatte Präsident Nicolás Maduro in Caracas entsprechende Massnahmen der Zentralbank angekündigt: "Wir werden Millionen von 500-Bolívares-Scheinen in Umlauf bringen, und Millionen von 5000-Bolívares-Scheinen." Wie die Zentralbank mitteilte, soll es im Kampf gegen die Geldentwertung 10-er, 50-er und 100-er-Münzen geben.

Der Mindestlohn beträgt derzeit 27 091 Bolívares im Monat. Das sind bei der Auszahlung über 270 Scheine. Maduro lässt den Mindestlohn immer weiter erhöhen, um mit der Inflation Schritt zu halten, vor einem Jahr lag er noch bei 9600 Bolivares. Die unteren Schichten sind der Rückhalt der Sozialisten, da sie dank der vielen Sozialprogramme eine spürbare Verbesserung ihrer Lebenssituation erfahren haben.

In den vergangenen Wochen hat die Inflation noch einmal drastisch angezogen, vor ein paar Monaten lag der Schwarzmarktkurs erst bei einem Dollar zu 1000 Bolívares. Der niedrige Ölpreis, fehlende Devisen und Misswirtschaft haben das Land in eine Versorgungskrise gestürzt, es gibt zunehmend Probleme, Auslandsschulden zu bedienen. Die Devisenreserven liegen nur noch bei rund elf Milliarden Euro, wie es in einer Analyse der Landesbank Baden-Württemberg heisst./ir/DP/das

(AWP)

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02.12.2016 08:47
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Trump: 'Unternehmen werden USA nicht ohne Konsequenzen verlassen'
02.12.2016 06:39

INDIANAPOLIS (awp international) - Donald Trump hat US-Firmen mit klaren Worten von der Verlagerung von Jobs ins Ausland abgeraten. "Unternehmen werden die Vereinigten Staaten nicht mehr ohne Konsequenzen verlassen", sagte der designierte US-Präsident am Donnerstag in Indianapolis bei einem Auftritt im Werk des Klimaanlagenbauers Carrier. Allerdings machte er auch deutlich, Konzerne vor allem mit Deregulierung und niedrigeren Steuern im Land halten zu wollen.

Trump und sein Vize Mike Pence besuchten die Fabrik im US-Bundesstaat Indiana, um den Erhalt von Arbeitsplätzen bei Carrier zu verkünden, die das Unternehmen eigentlich ins Niedriglohn-Nachbarland Mexiko hatte auslagern wollen. "Sie haben nachgebessert und werden nun über 1100 Leute hier behalten", sagte Trump vor der versammelten Belegschaft. Zuvor war von knapp 1000 Jobs die Rede gewesen.

Die Überzeugungsarbeit hatte allerdings ihren Preis. Laut US-Medien wurden dem Carrier-Mutterkonzern United Technologies Steuerrabatte in Höhe von sieben Millionen Dollar versprochen. Auch über Regierungsaufträge wird spekuliert - das Verteidigungsministerium ist ein wichtiger Kunde des US-Grosskonzerns. Carrier hatte im Februar angekündigt, 1400 Stellen nach Mexiko zu verlagern. Im Wahlkampf hatte Trump versprochen, alle dieser Jobs zu retten.

Trump und Pence liessen sich in grossem Stil feiern. "Heute ist ein grosser Tag für Arbeiter überall in Amerika", sagte Pence, der noch amtierende Gouverneur von Indiana. Kritiker halten den Deal, der über den Kopf der örtlichen Gewerkschaft hinweg geschlossen worden sein soll, hingegen für teure Symbolpolitik, die sich noch rächen könnte.

"Statt verdammt noch mal besteuert zu werden, wird die Firma mit Steuernachlässen belohnt. Wow! So behauptet man sich also gegen die Gier der Unternehmen?", polterte etwa Senator Bernie Sanders aus Vermont, der im Vorwahlkampf Trumps Konkurrentin Hillary Clinton als Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten unterlegen war. Dass Trump sich von United Technologies habe erpressen lassen, sollte Arbeitern im ganzen Land Angst machen, so Sanders./hbr/DP/zb

(AWP)

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28.11.2016 08:23
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Kuba wartet nach Fidel Castros Tod auf Signale Trumps

Die Kubaner schauen nach dem Tod von Fidel Castro gebannt auf die USA. Viele beschäftigt die Frage, ob der Ex-Erzfeind unter dem künftigen Präsidenten Donald Trump den Weg der Annäherung fortsetzen oder stoppen wird.

Daran hängt nicht zuletzt die wirtschaftliche Zukunft des kommunistischen Inselstaates. Trumps Reaktion auf Castros Tod ließ am Wochenende keine klaren Rückschlüsse zu. Zwar bezeichnete er das frühere Staatsoberhaupt als "brutalen Diktator, der sein Volk fast sechs Jahrzehnte lang unterdrückte". Zugleich kündigte Trump an, nach seinem Amtsantritt am 20. Januar alles zu tun, um Freiheit und Wohlstand auf der Karibikinsel zu fördern.

Sein Vorgänger Barack Obama hatte nach jahrzehntelanger Feindschaft eine behutsame Normalisierung der Beziehungen beider Länder angestoßen. Im März wurde Obama von Fidel Castros Bruder und Nachfolger Raul zu einem historischen Treffen in Havanna empfangen. Obama dringt auf engere Handelsbeziehungen und eine Lockerung der Finanzsanktionen gegen den Einparteienstaat. Er konnte den Kongress aber nicht überzeugen, das Wirtschaftsembargo aufzuheben. Den verstorbenen Castro würdigte Obama als "einzigartige Persönlichkeit" und bekräftigte sein Angebot, den Kubanern "eine Hand der Freundschaft" zu reichen.

Trump hatte in den vergangenen Monaten verschiedene Signale ausgesandt. Zunächst bezeichnete er Obamas Vorgehen als grundsätzlich richtig, forderte aber bessere Vereinbarungen mit dem Inselstaat. Später drohte er im Kampf um die Stimmen von Exil-Kubanern in Florida damit, Obamas Annäherungskurs rückgängig zu machen, wenn die kubanische Führung nicht Religionsfreiheit ermöglicht und politische Gefangene freilässt.

Chancen für Unternehmen

Sollte der Politikneuling und Milliardär tatsächlich eine derart aggressive Haltung einnehmen, könnten US-Firmen Geschäftschancen entgehen, die sich dann die Konkurrenz in Europa und Asien sichern könnte. US-Geheimdienstkreise werteten Trumps Äußerungen zu Castros Tod als rhetorisches Abrüsten und Zeichen des Pragmatismus. In der Kuba-Politik dürfte demnach wohl Trumps Wirtschaftsteam den Ton angeben.

In Kuba schlägt dem künftigen Präsidenten viel Argwohn entgegen. "Er könnte all das rückgängig machen oder blockieren, was Obama getan hat", sagte Yaneisi Lara, eine 36-jährige Blumenverkäuferin aus Havanna. Taxifahrer Pablo Fernandez Martinez befürchtet einen Rückgang der Touristenzahlen: "Das wird jeden in Kuba treffen und die Wirtschaft beeinträchtigen."

Castro starb am späten Freitagabend im Alter von 90 Jahren. Auf den Tag genau vor 60 Jahren war er mit Raul und Dutzenden von Unterstützern von Mexiko aus per Schiff in die Heimat aufgebrochen, um dort eine Revolution zu anzustoßen. Sein Bruder ordnete nun eine neuntägige Staatstrauer an. Die Beisetzung ist für kommenden Sonntag geplant. Der 85-jährige Raul, der die Amtsgeschäfte von seinem gesundheitlich angeschlagenen Bruder 2008 endgültig übernahm, will noch bis 2018 Präsident bleiben. Er hat Reformen mit marktwirtschaftlichen Elementen angestoßen. Seine Verabredungen mit Obama stießen bei Fidel Castro nur auf verhaltene Unterstützung.

Am Rande des Atomkriegs

Fidel Castro regierte Kuba fast fünf Jahrzehnte lang. 1959 stürzte er eine proamerikanische Regierung und installierte unter dem Einfluss der Sowjetunion eine kommunistische Führung. Anschließend wurde er eine zentrale Figur im Kalten Krieg. Eine vom US-Geheimdienst CIA unterstützte Invasion von Exil-Kubanern 1961 in der Schweinebucht wehrte er ebenso ab wie zahlreiche Attentatsversuche. 1962 trug Castros Bündnis mit der Sowjetunion zur Kuba-Krise bei, während der USA und Sowjetunion am Rande eines Atomkriegs standen.

Nach der Revolution machte sich Castro viele Freunde und Feinde. Er verbesserte die Lebensbedingungen der Ärmsten, zugleich aber flohen Hunderttausende aus Kuba, weil sie ihn als Diktator fürchteten. Für viele Landsleute war der zigarrenkauende, bärtige Revolutionsführer in der grünen Militäruniform "El Comandante" oder einfach "Fidel". Linke in der ganzen Welt verehrten ihn als Ikone des Widerstandes gegen die USA und als Vorbild im Kampf gegen den Kolonialismus.

(Reuters)

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23.11.2016 08:17
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Stiglitz: Trumps Wirtschaftsprogramm macht keinen Sinn

Der US-Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph E. Stiglitz hat die Steuer- und Wirtschaftspläne des designierten Präsidenten Donald Trump kritisiert.

Stiglitz erwartet von einer Regierung Trump ein "sehr schlecht konstruiertes Konjunkturpaket". Doch selbst ein schlechtes Konjunkturpaket werde Arbeitsplätze schaffen und einige der Abgehängten kurzfristig auffangen. "Natürlich wird es sie nicht fit machen für die Wirtschaft des 21. Jahrhunderts", sagte Stiglitz.

Obwohl selbst TPP-Kritiker, kritisierte der Ökonom Trumps Haltung zu dem transpazifischen Freihandelsabkommen. Das Abkommen sei nicht deswegen nachteilig, weil die US-Unterhändler schlecht verhandelt hätten, sondern weil sie "meistens genau das bekommen haben, was sie wollten", sagte Stiglitz. "Sie vertraten nämlich die Unternehmensinteressen, und die Unternehmensinteressen siegten über die Interessen der Beschäftigten. Trumps Diagnosen zu den Fehlentwicklungen in der Wirtschaft waren natürlich völlig unhaltbar."

(AWP)

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23.11.2016 08:16
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USA: Überraschend viele Hausverkäufe

In den USA sind die Verkäufe bestehender Häuser im Oktober überraschend weiter gestiegen.

Im Vergleich zum Vormonat habe die Zahl um 2,0 Prozent auf das Jahr hoch gerechnete 5,6 Millionen Häuser zugelegt, wie die Maklervereinigung "National Association of Realtors" (NAR) am Dienstag in Washington mitteilte. Bankökonomen hatten dagegen mit einem Rückgang um 0,6 Prozent gerechnet. Bereits im September war der Verkauf der bestehenden Häuser um revidiert 3,6 Prozent (zuvor 3,2 Prozent) gestiegen.

(AWP)

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22.11.2016 09:04
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Brasilien kappt eigene Wirtschaftsprognosen

Die brasilianische Regierung hat sich skeptischer als bislang zur Wirtschaftsentwicklung geäussert. Neu erwartet sie im kommenden Jahr bloss noch ein Wachstum von 1 Prozent.

Man erwarte für 2017 nur noch ein Wachstum um ein Prozent, nach bislang vorhergesagten 1,6 Prozent, teilte das Finanzministerium am Montag mit. Der Internationale Währungsfonds geht sogar nur von einem Plus von 0,5 Prozent aus.

Auch für das laufende Jahr äusserte sich die Regierung pessimistischer: 2016 dürfte die Wirtschaftsleistung um 3,5 Prozent schrumpfen. Bislang war die Regierung von einem Rückgang von drei Prozent ausgegangen.

Die grösste Volkswirtschaft Lateinamerikas steckt in der schwersten Rezession seit den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts. An den Märkten hatte sich zuletzt Hoffnung breitgemacht, Brasilien könnte den schlimmsten Teil der seit zwei Jahren andauernden konjunkturellen Talfahrt nun hinter sich haben. Das Land ist in unruhigem Fahrwasser: Es gibt Korruptionsskandale und Präsidentin Dilma Rousseff musste ihren Posten räumen. Ihr Nachfolger Michel Temer will den Haushalt sanieren und das Land für Investoren attraktiver machen.

(Reuters)

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17.11.2016 08:16
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Produzentenpreise in den USA steigen überraschend schwach

Der Preisauftrieb auf Ebene amerikanischer Produzenten ist im Oktober überraschend schwach ausgefallen.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Produzentenpreise um 0,8 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Ökonomen hatten einen deutlich höheren Zuwachs um 1,2 Prozent erwartet. Gegenüber dem Vormonat stagnierte das Preisniveau.

Der Kernindex, der schwankungsanfällige Komponenten wie Energie ausklammert, ging zum Vormonat um 0,2 Prozent zurück. Zum Vorjahr stieg er um 1,2 Prozent. Beide Resultate lagen deutlich unterhalb der Markterwartungen.

(AWP)

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16.11.2016 08:15
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USA: Industrie-Index signalisiert überraschend Wachstum

Die Stimmung in der Industrie im US-Bundesstaat New York hat sich im November stärker als erwartet verbessert und signalisiert entgegen den Erwartungen von Experten wieder Wachstum.

Der Empire-State-Index stieg von minus 6,8 Punkten im Vormonat auf plus 1,5 Zähler, wie die regionale Notenbank von New York am Dienstag mitteilte. Der Indikator signalisiert damit erstmals sei Juli wieder Wachstum. Analysten hatten lediglich eine Verbesserung des Indikators auf minus 2,5 Punkte erwartet.

Der Empire-State-Index misst die Geschäftstätigkeit der Industrie im Staat New York. Als Frühindikator gibt er Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung in den USA. Er ist im Vergleich zu anderen Indikatoren aber schwankungsanfällig. Der Index wird durch Befragungen von Unternehmensvertretern ermittelt. Abgefragt werden unter anderem die Lagerbestände, Preise, Auftragseingänge und Absatzzahlen.

Ein Wert unter null Punkten signalisiert ein Schrumpfen der wirtschaftlichen Aktivität. Positive Werte weisen dagegen auf Wachstum hin.

(AWP)

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16.11.2016 08:15
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US-Detailhändler setzen mehr um als erwartet

Die US-Detailhandel brummt. Die Umsätze stiegen im Oktober überraschend deutlich um 0,8 Prozent zum Vormonat und damit das zweite Mal in Folge.

Das teilte das Handelsministerium in Washington am Dienstag mit. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Anstieg um 0,6 Prozent gerechnet. Im September hatte es bereits ein kräftiges Plus von 0,6 Prozent gegeben. Nimmt man die Erlöse zusammen, war es das stärkste Wachstum binnen zweier Monate seit Anfang 2014. Helaba-Ökonom Ulrich Wortberg spricht von einem unerwartet positiven Umsatz. "Die Binnenkonjunktur befindet sich damit auf einem soliden Fundament."

Dies könnte auch die US-Notenbank Fed dazu bringen, ihre Geldpolitik zu straffen. Viele Ökonomen rechnen damit, dass sie im Dezember die Zinsen erhöhen wird. "Die Fed hat mit den heutigen Zahlen keinen Grund, die Zinserhöhung auf das nächste Jahr zu verschieben", sagt Wortberg. Der Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld liegt seit Dezember 2015 in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent.

(Reuters)

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26.10.2016 08:28
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US-Konsumenten sind nicht bei Laune

Die Konsumentenstimmung in den USA hat sich im Oktober überraschend deutlich eingetrübt.

Der vom Conference Board erhobene Indikator fiel um 4,9 Punkte auf 98,6 Punkte, wie das private Marktforschungsinstitut am Dienstag in Washington mitteilte. Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang auf 101,5 Punkte gerechnet.

Im September hatte der Indikator noch mit revidierten 103,5 Punkten den höchsten Stand seit Januar 2015 erreicht. In einer ersten Schätzung war für Oktober noch ein Wert von 104,1 Punkten ermittelt worden.

Der Indikator des Conference Board gilt als wichtiges Stimmungsbarometer. Monatlich befragt das private Institut etwa 3000 US-Haushalte. Das Konsumentenvertrauen gilt als Indikator für die Entwicklung des privaten Konsums.

(AWP)

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26.10.2016 08:28
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Präsidentenwahl entscheidet über Wirtschaftskurs der USA

Firmen wandern ab, die Industrie stirbt, die Wirtschaft blutet aus: Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump zeichnet ein düsteres Bild der Konjunktur in den Vereinigten Staaten.

Sollte er das Rennen machen, will er eine Mauer an der Grenze zum langjährigen Handelspartner Mexiko hochziehen. Zudem sollen Steuererleichterungen mit dafür sorgen, Amerikas Wirtschaft zu kurieren. Nach Ansicht seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton beschwört er damit eine Rezession herauf, die den mühsam in Gang gebrachten Aufschwung am Arbeitsmarkt abwürgen würde. Die erhitzte Debatte macht deutlich: Beim Rennen um das Weisse Haus steht eine Richtungswahl an, wie die Wirtschaftsmacht Nummer eins die Folgen der Globalisierung bewältigen soll.

"Ein zentrales Thema Trumps ist die Behauptung, dass die USA im internationalen Handel benachteiligt werden und deshalb viele gut bezahlte Jobs verloren gehen", sagt Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer. Der Republikaner wolle deshalb aus der mit Kanada und Mexiko gebildeten Nordamerikanischen Freihandelszone (Nafta) aussteigen. "Solche brachialen Eingriffe in den Aussenhandel wären selbst für eine Wirtschaft von der Grösse der amerikanischen riskant." Auch Handelsabkommen wie die von Washington bereits unterzeichnete Transpazifische Partnerschaft TPP oder das geplante Abkommen mit Europa (TTIP) würden von einem Präsidenten Trump blockiert und wären damit "klinisch tot".

Bei den Steuern sehen Clinton wie auch Trump Handlungsbedarf, wollen den Hebel jedoch an unterschiedlichen Stellen ansetzen: Mit 35 Prozent belastet der US-Fiskus Firmen weit höher als es in anderen Industrienationen der Fall ist. Trump möchte die Bundessteuer auf Unternehmensgewinne auf 15 Prozent drücken. "Die Effekte für den US-Aktienmarkt wären enorm. Höhere Gewinn- und Wachstumsraten und letztendlich auch attraktivere Bewertungen wären die Folge", meint Ökonom Rolf Kuster von der VP Bank.

Trump warnt vor «grosser Blase»

Trump warnt seinerseits vor dem Platzen einer "grossen, fetten und hässlichen Blase" an der Wall Street, die von der US-Notenbank Fed mit extrem niedrigen Zinsen aufgepumpt worden sei. Seine These: Fed-Chefin Janet Yellen halte auf Geheiss des demokratischen Präsidenten Barack Obama die Zinsen niedrig, um einen Ausverkauf am Aktienmarkt während dessen Amtszeit zu verhindern.

Ein Sieg Trumps, der in Umfragen derzeit deutlich hinter Clinton liegt, wäre laut Bankökonom Harm Bandholz von der Unicredit ein Schreckensszenario für Investoren: Die konjunkturellen Bremswirkungen seiner Einwanderungs- und Handelspolitik überstiegen die Impulse der geplanten Steuersenkungen bei weitem. Sollte er seine protektionistische Linie umsetzen, würde dies die US-Wirtschaft nach Berechnungen des Bankhauses Sal. Oppenheim zwischen 0,5 und 0,8 Prozentpunkte Wachstum pro Jahr kosten. "Das wäre ein ordentlicher Schlag ins Kontor. Die USA hätten dann einen Globalisierungsgegner als Präsidenten. Das wäre das Neue", so Sal.-Oppenheim-Chefökonom Martin Moryson.

Clinton hat es sich auf die Fahnen geschrieben, superreiche Amerikaner steuerlich stärker zur Kasse zu bitten. Sie will damit Mehrausgaben für Bildung und Verkehrsprojekte finanzieren. In den ersten 100 Tagen ihrer Amtszeit sollen Investitionen von 275 Milliarden Dollar auf den Weg gebracht werden. "Doch auch Donald Trump lässt sich nicht lumpen. Er plant sogar Ausgaben in doppelter Höhe", sagt Experte John Tierney von der Deutschen Bank. Die Demokratin wolle ihr Programm durch die Schliessung von Schlupflöchern bei der Körperschaftsteuer und somit haushaltsneutral finanzieren. "Trumps Programm hingegen soll mit Schulden finanziert werden und entspricht somit dem herkömmlichen Konzept einer Konjunkturspritze."

Wieder mehr Fahrt aufgenommen

Dabei hat die US-Wirtschaft zuletzt wieder mehr Fahrt aufgenommen. Für die am Freitag anstehenden Daten für das dritte Quartal erwarten Experten ein auf das Jahr hochgerechnetes Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 2,5 Prozent. Im Frühjahr waren es nur magere 1,4 Prozent. Doch noch lasten die Spätfolgen des Ölpreiseinbruchs und die Dollar-Stärke auf der Industrie.

Trump legte in einer Fernsehdebatte mit Clinton den Finger in die Wunde und prangerte den Niedergang der Branche in den alten Industrierevieren im Nordosten der USA an: "Ob Neuengland, Ohio oder Pennsylvania, überall dasselbe verheerende Bild: Die Industrie ist um 30, 40 oder manchmal 50 Prozent zurückgegangen." Auch nach Ansicht des Ökonomen Bernd Krampen von der NordLB bleibt der Industrie-Sektor trotz jüngster Aufwärtstendenz das "Sorgenkind der US-Konjunktur".

(Reuters)

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19.10.2016 08:18
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US-Inflation steigt auf Zweijahreshoch

In den USA hat sich der allgemeine Preisauftrieb deutlich verstärkt. Nach Regierungszahlen vom Dienstag stieg die jährliche Inflationsrate im September auf den höchsten Stand seit knapp zwei Jahren.

Dass die anziehende Inflation die US-Notenbank Fed unter Zugzwang setzen könnte, ist jedoch wenig wahrscheinlich. Fed-Chefin Janet Yellen hat schon durchblicken lassen, dass selbst ein zeitweiser Anstieg über das Inflationsziel der Notenbank hinaus kein grosses Problem wäre.

Wie das Arbeitsministerium am Dienstag mitteilte, lagen die Verbraucherpreise im September 1,5 Prozent höher als vor einem Jahr. Im Vormonat hatte die Inflationsrate mit 1,1 Prozent noch deutlich niedriger gelegen. Die aktuelle Teuerungsrate ist die höchste seit Oktober 2014. Bankvolkswirte hatten mit der aktuellen Entwicklung jedoch gerechnet. Denn ein Grund für den stärkeren Preisauftrieb ist, dass der Ölpreisverfall vom vergangenen Jahr zunehmend aus dem Jahresvergleich fällt, was die Inflationsrate quasi automatisch anhebt.

Deutliche Preiszuwächse gab es im September abermals bei medizinischen Produkten. Diese Kategorie hat schon in den vergangenen Monaten meist kräftig zugelegt. Die Energiepreise waren dagegen weiter rückläufig, wenn auch nicht so stark wie in den Monaten zuvor. Die Nahrungsmittelpreise gaben ebenfalls nach.

Die Kerninflation, die Energie- und Lebensmittelpreise aussen vor lässt und den grundlegenden Preistrend abbildet, ging allerdings leicht zurück. Die Jahresrate fiel von 2,3 Prozent im August auf 2,2 Prozent. Bankvolkswirte hatten mit einer unveränderten Rate gerechnet. Im Monatsvergleich stiegen die Kernverbraucherpreise leicht um 0,1 Prozent, die gesamten Verbraucherpreise erhöhten sich um 0,3 Prozent.

Kommt die Zinserhöhung?

Aus Sicht der US-Notenbank Fed dürfte die anziehende Inflation grundsätzlich für eine straffere Geldpolitik sprechen. Allerdings zieht die Fed einen anderen Preisindex zur Beurteilung ihrer Geldpolitik heran. Dieser Preisindex (PCE) liegt aufgrund einer anderen Berechnungsmethode deutlich niedriger als der Verbraucherpreisindex CPI. Ausserdem hat Fed-Chefin Yellen bereits durchblicken lassen, dass die Fed eine Inflation über ihrem Zielwert zeitweilig tolerieren könnte. Die Fed strebt eine Gesamtinflationsrate von zwei Prozent an.

(AWP)

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12.10.2016 08:19
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Brasiliens Parlament billigt grosse Sparreform
11.10.2016 16:46

BRASILIA (awp international) - Erster grosser Erfolg für Brasiliens neue Regierung von Präsident Michel Temer: Das Abgeordnetenhaus hat mit 366 zu 111 Stimmen in erster Lesung eine Verfassungsreform gebilligt, die die öffentlichen Ausgaben an die Entwicklung der Inflationsrate koppelt.

Das hohe Defizit des fünftgrössten Landes der Welt und der aufgeblähte Staatsapparat gelten als Hemmnis für mehr Investitionen, etwa in die Infrastruktur. Das Land befindet sich in einer tiefen Rezession.

Nun muss das Parlament noch in der zweiten Lesung mit mindestens 308 Stimmen zustimmen, bevor der Senat grünes Licht geben muss. Der Sprecher des Präsidenten, Alexandre Parola, sprach am Dienstag von einem "grossen Sieg". Das Vorhaben sei auch wichtig, um Spielräume für die Armutsbekämpfung, Gesundheits- und Bildungsausgaben zu schaffen./ir/ris/DP/jha

(AWP)

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