Schuldenkrise Amerika

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Obama dringt auf höhere Schuldengrenze

15.01.2013 06:37



WASHINGTON (awp international) - Knapp eine Woche vor Beginn seiner zweiten Amtszeit hat US-Präsident Barack Obama den Republikanern einen entschlossenen Kampf um die Erhöhung der Schuldengrenze angedroht. Er werde der Opposition im Kongress nicht nochmals erlauben, diesen formellen Schritt für Verhandlungen über neue Haushaltskürzungen zu missbrauchen, sagte er am Montag in Washington.

WASHINGTON (awp international) - Knapp eine Woche vor Beginn seiner zweiten Amtszeit hat US-Präsident Barack Obama den Republikanern einen entschlossenen Kampf um die Erhöhung der Schuldengrenze angedroht. Er werde der Opposition im Kongress nicht nochmals erlauben, diesen formellen Schritt für Verhandlungen über neue Haushaltskürzungen zu missbrauchen, sagte er am Montag in Washington.


Werde das Kreditlimit nicht rechtzeitig bis Ende Februar angehoben, damit Amerika seine Rechnungen weiter bezahlen könne, würde das auch der Weltwirtschaft schaden. Das wäre "unverantwortlich" und "absurd", sagte Obama. "Wir sind keine Schnorrer-Nation."


Die USA erreichten nach Angaben des Finanzministeriums bereits zum Jahreswechsel die vom Kongress selbst festgelegte Schuldengrenze von 16,4 Billionen Dollar (12,3 Billionen Euro). Derzeit ist das Land nur durch Budgetumschichtungen zahlungsfähig. Das Geld reicht voraussichtlich bis Ende Februar, daher müssen die Gesetzgeber das Limit bis dann erhöhen.


Die Republikaner-Mehrheit im Abgeordnetenhaus fordert als Gegenleistung allerdings weitere Etatkürzungen. Das lehnt Obama ab. Er wolle die beiden Themen künftig nicht mehr miteinander verweben. "Amerika kann sich keine weitere Debatte darüber mit dem Kongress leisten, ob er die Rechnungen bezahlen sollte, die er bereits verursacht hat.", sagte er. "Es gibt dafür keine Zaubertricks. Es gibt keine Hintertüren. Es gibt keine leichten Auswege."


Der republikanische Mehrheitsführer im Abgeordnetenhaus, John Boehner, bekräftigte in einer Reaktion, dass neben einer Erhöhung der Schuldengrenze auch eine Ausgabenkürzung notwendig sei. Nur so seien die Defizitprobleme des Landes in den Griff zu bekommen. Zuletzt hatte der Streit um die Erhöhung der Schuldengrenze im Sommer 2011 die USA an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht und eine Abwertung ihres Kreditratings verursacht.


Obama zeigte sich offen für einen weiteren Defizitabbau, im kleineren Masse auch bei Sozialprogrammen. Er forderte dabei aber weiterhin eine ausbalancierte Lösung zwischen weniger Ausgaben und mehr Einnahmen. Beim letzten Showdown um den US-Haushalt im Kongress hatte er die Republikaner am Neujahrstag dazu gebracht, die Steuern für die reichsten Amerikaner zu erhöhen./


Quelle: www.cash.ch

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Konjunktur: USA sklerotischer als Old Europe

Die USA sind eigentlich schlimmer dran als Europa: Das Budgetdefizit jenseits des Atlantiks liegt höher als in Europa auf dem Höhepunkt der Finanzkrise. Die Wirtschaftsmacht USA hat entsprechend noch einiges vor sich.

Das Jahr hat gut angefangen, zumindest an den Finanzmärkten. Nach dem faulen Kompromiss zum US-Steuerstreit geht ein ­Aufatmen durch die Märkte. Die «Mutter aller Rezessionen» scheint noch einmal vermieden worden zu sein. Amerika wächst weiterhin und damit auch die Welt. Dennoch bleibt ein seltsamer Nachgeschmack.

Warum? Weil das Land kreativ die eigene Verfassung austricksen musste, um überhaupt zu einer Einigung kommen zu können. Weil die Einigung als grosser Erfolg gefeiert wurde, wichtige Fragen aber nur vertagt wurden. Und weil das Ausmass der jetzt beschlossenen fis­kalischen Konsolidierungsmassnahmen nicht einmal gross genug ist, um selbst bei vollständiger Umsetzung das Budgetdefizit Amerikas auf das Niveau zu senken, das die Euro-Zone zu ­ihren schlimmsten Zeiten gehabt hat. Fast ist man geneigt zu sagen: Gestern standen die Amerikaner am Abgrund. Statt einen Schritt vorwärts zu wagen, haben sie einfach die Augen geschlossen.

Die US-Politiker verschliessen die Augen vor wirklichen Problemen

Die Augen scheinen geschlossen, weil das Problem der grossen amerikanischen Budgetdefizite und der steigenden Staatsverschuldung keinesfalls mit den bisher getroffenen Entschlüssen adäquat adressiert ist. Die Summe der Ausgabenkürzungen, Steueranhebungen und der Anhebung der Lohnnebenkosten ­beträgt gerade einmal 1,5 Prozent des Volks­einkommens. Das laufende Defizit der Amerikaner lag im vergangenen Jahr aber bei 8,5 ­Prozent des Volkseinkommens. Mit anderen Worten: Selbst wenn die Konsolidierungsmassnahmen keinen negativen Effekt auf Konjunktur, Steuereinnahmen und Ausgaben der Sozial­versicherung hätten, läge das Defizit immer noch erst bei 7 Prozent.

Davon kann aber kaum die Rede sein. Wer die Lohnnebenkosten anhebt, darf nicht überrascht sein, dass zumindest bei den unteren Einkommensschichten der Konsum deutlich nachgibt. Insgesamt müssen wir damit rechnen, dass die beschlossenen Massnahmen die US-Wirtschaft gut 1 Prozent Wachstum kosten werden, wobei die Hauptwirkung erst in der zweiten Jahreshälfte anfallen sollte. Oder kommt doch alles viel schneller? Immerhinhat sich in den vergangenen Wochen die ­Stimmung bei den Konsumenten wieder verschlechtert.

Dafür, dass das mit dem Stimmungseinbruch keine Eintagsfliege war, spricht auch die unsägliche Entscheidung des Kongresses, über den Hauptteil der Ausgabenkürzungen erst Ende Februar zu entscheiden. Diese Entscheidung garantiert, dass wir in den kommenden Wochen das Thema der zerrütteten US-Staatsfinanzen weiter täglich in den Medien zelebrieren werden. Dabei geht es um noch einmal ­beinahe 100 Milliarden Dollar Staatsausgaben, für die ein Kompromiss gefunden werden muss. Auch wenn das geschafft wird, was ­wiederum Wachstum kosten dürfte, werden die Politiker nicht darum herumkommen, die ­gesetzlich definierte Schuldenobergrenze ein erneutes Mal anzuheben.

Verschuldung der USA dürfte Ende Jahr bei 113 Prozent liegen

Dabei sind die amerikanischen Schulden über die letzten zwölf Jahre enorm gewachsen. Lag das Verhältnis von Staatsschulden zu Volkseinkommen im Jahr 2000 noch bei 54,5 Prozent, sind wir mittlerweile bei 109 Prozent angekommen. Gegen Ende des Jahres liegt ­dieser Wert laut Schätzungen der OECD dann bei 113 Prozent, und ein Ende des Anstiegs ist wegen der jetzigen Politik nicht in Sicht.

Dafür müssten die Defizite endlich wieder kleiner werden als das Wachstum der Volkswirtschaft. Wie schwierig diese Anpassung nach Jahren der unverantwortlichen Schuldenwirtschaft ist, hat uns gerade die Euro-­Zone vorgemacht. Ein Herunterfahren der ­Defizite ist nämlich zunächst einmal immer mit Wachstumsverlusten verbunden. Das führt dazu, dass anfänglich die Defizite langsamer sinken, als die eigentlichen Sparmassnahmen glauben machen, womit fast unweigerlich die Schuldendynamik noch einige Jahre weiter aufwärtsgeht.

Konkret heisst das, dass wir in diesem Jahr für die USA noch höchstens mit 1,5 Prozent ­realem Wachstum rechnen dürfen. Wenn gleichzeitig die Inflation etwas zurückkommt, würde das Volkseinkommen vielleicht mit 3 Prozent zunehmen. Bei einem Defizit von 7 Prozent braucht es also noch einiges mehr, damit eine eigentliche Explosion der Staatsschulden à la Japan verhindert werden kann.

Anders ausgedrückt: Die Amerikaner werden sich auch nach den Entscheidungen vom Februar regelmässig mit der Defizitfrage aus­einandersetzen müssen. In der Euro-Zone hat es immerhin ganze vier Jahre gebraucht, bis die Defizite von einem Spitzenwert von 6,3 Prozent aus dem Jahr 2009 auf in diesem Jahr wieder unter 3 Prozent gefallen sind. Fünf Jahre, in ­denen anhaltende Sparmassnahmen und dauerndes politisches Gezänk dazu führten, dass die Wirtschaft sogar in eine schwache Rezession abgeglitten ist.

Ja, Sie haben richtig gelesen: Der Spitzenwert der Budgetdefizite lag in der Euro-Zone mit 6,3 Prozent deutlich unter dem Wert, den die Amerikaner bei voller Umsetzung ihrer heutigen Sparpläne am Ende des Jahres erreichen werden. Amerika steht vor einer langen, schmerzhaften Anpassung.

Eine Anpassung, die wohl auch durch eine äusserst expansive Geldpolitik der Notenbank weiter begleitet werden wird. Solange sich die Inflationsraten im Rahmen dessen be­we­gen, was allgemein als Preisstabilität ak­zep­tiert wird, werden wohl die Obligationenkäufe der Zentralbank weitergehen. Die Zinsen ­bleiben in der Weltleitwährung damit tief. Und das auch dann noch, wenn in Europa die Verschuldungsquote ab dem kommenden Jahr stabil ist und wohl auch wieder anfangen wird zu ­sinken.

Der Schuldenkompromiss lässt nichts Gutes erwarten

Der relative Abstieg der wirtschaftlichen ­Bedeutung Amerikas und des Dollars hat sich damit wohl nochmals beschleunigt. Wenn wir bis jetzt auf die Erneuerungsfähigkeit und die Entschlusskraft der Amerikaner vertraut haben, so lässt der faule Schuldenkompromiss nichts ­Gutes erwarten. Wer den Amerikanern in der Vergangenheit eine grosse Dynamik und Entschlusskraft attestiert hat, muss wohl noch einmal über die Bücher gehen. Amerika ist heute noch sklerotischer, noch weniger entscheidungsfreudig als das alte Europa. Haben sich die Finanzmärkte da nicht vielleicht zu früh ­gefreut? http://www.handelszeitung.ch/konjunktur/amerika/konjunktur-usa-sklerotis...

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US/Neubauverkäufe fallen überraschend

25.01.2013 16:04



WASHINGTON (awp international) - In den USA sind die Verkäufe neuer Häuser im Dezember unerwartet zurückgegangen. Im Vergleich zum Vormonat sei die Zahl um 7,3 Prozent auf 369.000 Häuser gefallen, teilte das US-Handelsministerium am Freitag in Washington mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 2,1 Prozent auf 385.000 Häuser gerechnet. Allerdings waren die Hausverkäufe im Vormonat deutlich stärker gestiegen als zunächst ermittelt. Im November waren die Verkäufe um revidierte 9,3 Prozent (ursprünglich: 4,4 Prozent) geklettert./


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Wie der schwache Dollar die US-Exporte treibt

 
Die immensen geldpolitischen Massnahmen der US-Notenbank seit 2008 haben den Abwärtstrend des Dollar beschleunigt. Ein Paradebeispiel dafür, wie man damit die Auslandsnachfrage antreibt und den Exporten Schub verleiht.

Das zeigt der Trade-Weighted Real Broad Dollar Index der US-Notenbank, der die Entwicklung gegenüber 38 Währungen abbildet. Dieser breite, handelsgewichtete Dollar-Index hat seit seinem Hoch im Jahr 1973 - als die weltweiten Währungen erstmals frei handelbar wurden - um 35 Prozent abgewertet. Die breitbasierte Dollar-Abschwächung hat den Exporten der USA in den letzten zehn Jahren zu einer Erholung verholfen, dargestellt durch die grüne Linie in der Grafik.


“Ob man sich den Dollar in Relation zu der Schwellenländern oder zu den Industriestaaten anschaut, die USA sind derzeit sehr wettbewerbsfähig”, sagte James Glassman, leitender Ökonom von JPMorgan Chase. “Es ist für Unternehmen wahrscheinlich attraktiver denn je, sich in den USA anzusiedeln. Was wir an Dollar-Stärke in den 80er und 90er Jahren gesehen haben, war eine Anomalie. Das durch den schwächeren Dollar gestützte verarbeitende Gewerbe ist ein großer Pluspunkt für die Wirtschaft, und dieser Trend wird anhalten.”


Im dritten Quartal 2011 hatten die Exporte 14,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausgemacht - ein Rekordwert. Ein Jahr später steuerten sie noch immer 13,9 Prozent bei, wie aus Daten des Bureau of Economic Analysis hervorgeht. Im zweiten Jahresviertel 2003 hatte es den Daten zufolge mit 9,2 Prozent ein Zehn-Jahres-Tief gegeben.


Bilanzsumme seit 2008 mehr als verdreifacht


Die Handelsbilanz der USA hat im November ein Defizit von 48,7 Mrd. Dollar aufgewiesen. Das war weniger als der im August 2006 verzeichnete Fehlbetrag von 67 Mrd. Dollar, jedoch mehr als das Defizit von 24,9 Mrd. Dollar im Mai 2009.


Die US-Notenbank hat ihre Bilanzsumme seit 2008 mehr als verdreifacht - auf über 3 Billionen Dollar. Hintergrund war die quantitative Lockerung der Fed in Form von Anleihekäufen. Neben den fundamentaleren Trends wie eine Verbesserung der Arbeitskosten und sinkende Energiepreise, hat nach Einschätzung der Boston Consulting Group Inc. (BCG) die Spirale beim Dollar- Wert mit dazu beigetragen, das verarbeitende Gewerbe und die Exporte der USA wiederaufleben zu lassen. Dieses Wachstum dürfte bis zum Ende des Jahrzehnts zum Aufbau von 2,5 bis 3 Millionen Arbeitsplätzen beitragen, erwartet BCG.


Der Vorstandschef von Apple, Tim Cook, hat im vergangenen Jahr angekündigt, mehr als 100 Mio. Dollar zu investieren, um die PC-Produktion wieder zurück in die USA zu holen. Der japanische Autohersteller Honda Motor, der mehr als die Hälfte seines Gewinns in den USA erwirtschaftet, kündigte im August Investitionen im Umfang von 40 Mio. Dollar in sein Werk in Greensburg im Bundesstaat Indiana an.


AWP

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Alarmsignale des Pentagons

Der amerikanische Verteidigungsminister hat vor den Auswirkungen von Budgetkürzungen gewarnt, die im März anstehen, falls der Kongress keine Alternative findet. Sie drohten die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte empfindlich zu senken. http://www.nzz.ch/aktuell/international/alarmsignale-des-pentagons-1.179...

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Jesse Jackson und der 1700-Milliarden-Vorschlag

US-Multis bunkern riesige Geldmengen im Ausland – aus Steuergründen. Politiker Jesse Jackson will die Milliarden mit einem Deal ins eigene Land zurückholen – und für einen «neuen Marshallplan» verwenden.

Apple (AAPL 472.3499 0.88%) ist nicht nur das wertvollste Unternehmen an den Börsen, es generiert auch einen Geldstrom, den es gar nicht mehr sinnvoll investieren kann. Inzwischen haben die Erben von Steve Jobs 137 Milliarden Dollar auf der Bank. Das weckt Begehrlichkeiten. Doch zunächst gilt es, die Frage zu klären: Warum sitzt die Firma überhaupt auf einem derart riesigen Haufen Bargeld?

Apple ist ein extremer, aber kein Einzelfall. In meinem zusammen mit Werner Vontobel verfassten Buch «Reiche Multis, arme Bürger» zeigen wir auf, wie multinationale Konzerne übermässig von der Globalisierung profitieren. Sie können gleichzeitig Arbeitnehmer und nationale Steuerbehörden unter Druck setzen und damit ihre Gewinnmarge ausdehnen. Das hat zur Folge, dass die Multis den normalen Verlauf einer Volkswirtschaft auf den Kopf stellen: Unternehmen sind nicht mehr auf Spargelder angewiesen, weil sie selbst im Cash ertrinken. Die Banken müssen stattdessen den Konsum finanzieren, um die Nachfrage zu sichern. Das ist eine sehr riskante Sache: Der Konsum wird nämlich mit Blasen finanziert. Platzen diese, dann crasht das Finanzsystem, wie dies 2008 geschehen ist.

Legale Steueroptimierung

Zurück zu Apple: Zwei Drittel seines 137-Milliarden-Schatzes hat das Unternehmen im Ausland gebunkert. Auch hier ist Steuervermeidung der Grund. Würde Apple dieses Geld repatriieren, dann müsste das Unternehmen rund einen Drittel davon dem Finanzamt abliefern. In den USA beträgt der Satz der Unternehmenssteuern 35 Prozent, international gesehen einer der höchsten Werte überhaupt. Das amerikanische Steuersystem gilt deshalb als überholt – tiefe Einkommens- und Konsumsteuern, hohe Unternehmenssteuern – und nicht mehr den Bedingungen einer globalen Wirtschaft angepasst.

Nicht nur Apple belässt daher seine Gewinne im Ausland, alle US-Multis tun dies. Insgesamt horten sie derzeit rund 1700 Milliarden Dollar offshore. Das ärgert nicht nur die Steuerbehörden, sondern auch die Aktionäre. Sie hätten sehr gerne ebenfalls einen Teil dieses Kuchens. Deshalb wird Apple unter Druck gesetzt. Der Hedgefonds Greenlight Capital will das Unternehmen gar verklagen und via Gerichte den Schlüssel zur verschlossenen Schatzkiste erzwingen.

Unkonventioneller Vorschlag eines Bürgerrechtlers

Es ist in der Tat fragwürdig, dass die Multis riesige Cash-Berge auftürmen, die sie nicht mehr investieren können. Es gäbe sinnvollere Verwendungsmöglichkeiten – höhere Löhne beispielsweise, die die schwindende Nachfrage ankurbeln würden. Eine andere Option stammt ausgerechnet vom in die Jahre gekommenen Aktivisten der Schwarzen in den USA, von Reverend Jesse Jackson. Sein Vorschlag lautet wie folgt:

Anstatt dass sich Steuerbehörden und Multis einen sinnlosen Grabenkrieg liefern, könnte man auch einen sinnvollen Deal abschliessen. Die Multis verwenden einen Teil des 1,7-Billionen-Dollar-Schatzes, um damit einheimische KMU zu finanzieren. Die kleineren und mittleren Betriebe haben nämlich zu wenig Geld und müssen dafür erst noch zu hohe Zinsen bezahlen. Deshalb schlägt Jackson vor, dass die Multis ihren Auslandschatz steuerfrei nach Hause schaffen können, wenn sie damit zumindest teilweise die KMU mit billigem Geld versorgen. Um dies zu ermöglichen, schlägt er die Schaffung einer Entwicklungsbank vor. «Die Innenstädte werden nicht mehr mit normalen Krediten zu sanieren sein», stellt der Reverend fest. «Wir brauchen langfristige Kredite mit tiefen Zinsen, um unsere Infrastruktur wieder auf Vordermann zu bringen und etwas zu bewegen.» Jesse Jacksons Vorschlag ist bestechend und einleuchtend. In den USA wird der Vorschlag, der auch von Ex-Präsident Bill Clinton unterstützt wird, als «neuer Marshallplan» debattiert.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Jesse-...

 

Geldmenge / Waren :bye:

 

 

 

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Obama fordert «verantwortliche Einschnitte»

US-Präsident Barack Obama hat den Kongress zur Überwindung des Haushaltsstreits aufgerufen.

In seiner wöchentlichen Radio- und Internetansprache erklärte Obama am Samstag, die ab dem 1. März automatisch in Kraft tretenden tiefen Einschnitte im Staatshaushalt drohten die Konjunktur und tausende Arbeitsplätze zu gefährden.

Davon betroffen seien Jobs in den Bereichen Nationale Sicherheit, Bildung und saubere Energie - aber auch die Fähigkeit des US-Militärs, auf Bedrohungen zu reagieren. Im Sommer 2011 hatte der Kongress ein Gesetz verabschiedet, das in den kommenden zehn Jahren Kürzungen nach dem Rasenmäherprinzip um 1,2 Billionen Dollar vorsieht.

Die Einschnitte waren als Drohkulisse gedacht, damit sich Demokraten und Republikaner auf einen Plan zum Abbau des Haushaltsdefizits verständigen. Da beide Lager aber keinen Kompromiss fanden, drohen die Sparzwänge nun Wirklichkeit zu werden.

Eigentlich hätten die pauschalen Kürzungen bereits zum Jahreswechsel in Kraft treten sollen, doch der Kongress verschob die Frist auf den 1. März. Zugleich wendete er nach erbitterten Verhandlungen den Grossteil der massiven Steuererhöhungen der sogenannten Fiskalklippe ab.

Obama sagte in seiner Ansprache, der Kongress solle diesmal ähnlich "verantwortliche Einschnitte" vornehmen und "mehr Steuerschlupflöcher schliessen", um die automatischen Haushaltskürzungen durch eine "elegantere, langfristige Lösung" zu ersetzen.

Obamas Demokraten und die Republikaner liefern sich einen Dauerstreit um die Sanierung der Staatsfinanzen. Dabei stehen sie vor der Herausforderung, den Schuldenstand von mehr als 16 Billionen Dollar zu verringern, ohne gleichzeitig die schwächelnde Konjunktur abzuwürgen. http://www.cash.ch/news/top_news/obama_fordert_verantwortliche_einschnit...

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Venezuela wertet Landeswährung ab

Der festgelegte Kurs zum US-Dollar von 4,30 werde auf 6,30 Bolívar gesenkt, teilte die Regierung des sozialistisch regierten südamerikanischen Landes am Freitag mit.  :bye: Als Folge dürften die Preise in dem stark von Importen abhängigen Land steigen. Die Abwertung war von Analysten erwartet worden; es ist die erste von der Regierung Hugo Chávez beschlossene seit 2010.

Seit 2003 gibt es in Venezuela einen festen, von der Regierung festgesetzten Wechselkurs. Wenn Unternehmen oder Privatleute Dollar haben möchten, um Güter zu importieren oder Reisen zu bezahlen, müssen sie ihr Geld bei einer staatlichen Agentur umtauschen.

Weil die Dollarmenge jedoch stark beschränkt ist, gibt es in Venezuela einen illegalen Devisenhandel: Hier mussten Bürger zuletzt mehr als der Vierfache des offiziellen Preises von 4,30 Bolívar für einen Dollar bezahlen. http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/venezuela-we...

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US/Industrieproduktion leicht gefallen

15.02.2013 15:26
 


WASHINGTON (awp international) - Die US-Industrieproduktion ist im Januar überraschend gesunken. Im Monatsvergleich fiel die Produktion um 0,1 Prozent, wie die US-Notenbank am Freitag mitteilte. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatte der Zuwachs bei revidiert 0,4 Prozent (zuvor plus 0,3%) gelegen.

WASHINGTON (awp international) - Die US-Industrieproduktion ist im Januar überraschend gesunken. Im Monatsvergleich fiel die Produktion um 0,1 Prozent, wie die US-Notenbank am Freitag mitteilte. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatte der Zuwachs bei revidiert 0,4 Prozent (zuvor plus 0,3%) gelegen.


Die Kapazitätsauslastung der US-Industrie ging leicht zurück. Sie fiel von revidiert 79,3 (zunächst 78,8) Prozent im Dezember auf 79,1 Prozent. Erwartet wurde eine Auslastung von 78,9 Prozent


Quelle: CASH

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Fiscal Cliff: Obama erhöht Druck auf Republikaner

US-Präsident Barack Obama erhöht im Haushaltsstreit mit den Republikanern den Druck auf den Kongress. «Meine Tür steht offen», erklärte Obama am Dienstag im Weissen Haus.

Er habe Vorschläge für Kürzungen und Reformen vorgelegt und sei bereit, mit jedem zusammenzuarbeiten. Obama trat mit 17 uniformierten Feuerwehrleuten und Polizisten auf, die nach seiner Darstellung für die Menschen standen, deren Stellen wegen des Streits in Gefahr sind.

Der führende Republikaner im Senat, Mitch McConnell, kritisierte den Termin als "wahlkampfähnlichen Auftritt". Obama solle lieber die Verschwendung von Steuergeldern angehen oder die Ausgaben für alternative Energien kürzen. McConnells Parteifreund und Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, Eric Cantor, warf Obama vor, in diesem Jahr mehr Zeit mit dem Golfspieler Tiger Woods verbracht zu haben als mit allen Republikanern im Kongress zusammen. Obama und Woods hatten am Wochenende in Florida zusammen gespielt.

Automatische Ausgabenkürzungen drohen

Sollte der Kongress nicht handeln, greifen ab dem 01. März automatische Ausgabenkürzungen im Gesamtumfang von 85 Milliarden Dollar. Die Hälfte der Streichungen beträfen das Verteidigungsministerium. Das überparteiliche Haushaltsamt hat errechnet, dass diese Kürzungen das Wachstum bremsen und die Schaffung von 750.000 Arbeitsplätzen verhindern würden. Es wird damit gerechnet, dass die Kürzungen wegen des Streits zwischen den Abgeordneten zunächst in Kraft treten und in den Wochen danach mit Ersatzmaßnahmen abgefedert werden könnten. In dieser Woche finden keine Kongress-Sitzungen statt.

Obama hat sich wiederholt für eine "ausgewogene Herangehensweise" ausgesprochen, bestehend aus Einsparungen und Steuererhöhungen. Die Republikaner sind jedoch der Ansicht, bereits zum Jahreswechsel in ausreichendem Umfang Steuererhöhungen für Wohlhabende zugestimmt zu haben. Damals war der Streit über die Schuldengrenze vorerst beigelegt worden.http://www.cash.ch/news/top_news/fiscal_cliff_obama_erhoeht_druck_auf_re...

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US/Erzeugerpreise steigen erstmals seit vier Monaten

20.02.2013 14:38



WASHINGTON (awp international) - In den USA sind die Preise auf Produzentenebene im Januar erstmals seit vergangenem September gestiegen. Die Erzeugerpreise erhöhten sich im Monatsvergleich um 0,2 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Die Markterwartungen von plus 0,3 Prozent wurden nur leicht verfehlt. Im Jahresvergleich stieg das Preisniveau um 1,4 Prozent.

WASHINGTON (awp international) - In den USA sind die Preise auf Produzentenebene im Januar erstmals seit vergangenem September gestiegen. Die Erzeugerpreise erhöhten sich im Monatsvergleich um 0,2 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Die Markterwartungen von plus 0,3 Prozent wurden nur leicht verfehlt. Im Jahresvergleich stieg das Preisniveau um 1,4 Prozent.


Ohne Berücksichtigung von schwankungsanfälligen Komponenten wie Lebensmitteln und Energie (Kernindex) erhöhten sich die Erzeugerpreise ebenfalls geringfügig um 0,2 Prozent. Die Jahresrate sank von 2,0 auf 1,8 Prozent./


AWP

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US-Haushaltsstreit: Countdown für die Sparbombe

Ein Wunder geschieht wohl nicht mehr, der US-Haushaltsstreit eskaliert. Am Freitag um 6 Uhr treten aller Voraussicht nach beispiellose Sparmaßnahmen in Kraft - weil sich Republikaner und Demokraten nicht einigen konnten. Es trifft alle Amerikaner: Lehrer, Soldaten, Cops, Behinderte, Unternehmer.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/sparmassnahmen-in-den-usa-die-...

http://www.spiegel.de/politik/ausland/streit-ueber-sparbombe-obama-berat...

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Elias
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Argentiniens Streit mit Hedgefonds - droht nun Pleite?

Argentinien schaltet im Schuldenstreit mit Hedgefonds auf stur. Nun steht das Land vor dem zweiten Staatsbankrott innerhalb von zehn Jahren.

Bei einer Anhörung vor dem New Yorker Berufungsgericht machte die Regierung deutlich, dass sie keine Rechnungen bezahlen wird. Damit stehen die Zeichen auf Zahlungsausfall. Der zweite Staatsbankrott innerhalb von kaum mehr als zehn Jahren könnte näher rücken.

Argentinien streitet mit einer Investorengruppe unter Führung der aggressiven US-Hedgefonds NML Capital und Aurelius Capital Partners. Der New Yorker Bezirksrichter Thomas Griesa hatte das südamerikanische Land Ende Oktober verurteilt, Schulden in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar bei den Fonds zu begleichen. So lange dies nicht passiert, verbietet der Richterspruch der Regierung, Anleihen anderer Gläubiger zu bedienen.

Argentinien war es allerdings gelungen, das Urteil aufzuschieben. Am Mittwochabend trafen sich die Streitparteien erneut vor Gericht. Das Verfahren läuft in New York, da die strittigen Anleihen unter US-Recht in Dollar aufgelegt wurden. Die Anwälte der argentinischen Regierung machten bei der Anhörung deutlich, dass sie in keinem Fall bereit sind, die Schulden bei den Hedgefonds zu bezahlen - egal, wie die Entscheidung der Richter ausfällt.

"Es ist eine sehr starke Ansage, viel stärker als ich erwartet hätte", sagte Experte Ezequiel Aguirre von der Bank of America der Nachrichtenagentur Bloomberg. Regierungsvertreter hatten zwar schon in der Vergangenheit stets bekräftigt, kein Cent fliesse an die "Aasgeier". Einige Beobachter des Verfahrens hatten dennoch bis zuletzt mit einem Einlenken gerechnet.

Fonds zu Schnäppchenpreisen gekauft

Die Fonds haben die Anleihen vor mehr als zehn Jahren zu Schnäppchenpreisen gekauft. Die Kurse waren damals im Keller, da das Land vor der Pleite stand. Nachdem diese Ende 2001 wie erwartet eintrat, bestehen die Investoren auf voller Rückzahlung. Sie beteiligten sich nicht wie die meisten anderen Gläubiger an den Umschuldungen, die mit hohen Abschreibungen auf die ursprünglichen Forderungen einhergingen.

Seit Jahren beschäftigt der Fall die Gerichte. Für viele Gläubiger Argentiniens könnte nun jedoch ein Ende mit Schrecken in Sicht sein. Denn wenn die Regierung auf ihrer Linie beharrt, gehen möglicherweise nicht nur die Hedgefonds leer aus, sondern auch andere Anleihehalter, die Papiere im Wert von 24 Milliarden Dollar halten. Zunächst droht eine Hängepartie: Nach der Anhörung könnte sich die Entscheidung der Richter über weitere Wochen und Monate hinziehen.

Argentinien hat zudem bereits angekündigt, zur Not vor das oberste US-Gericht, den Surpreme Court, weiterziehen zu wollen. Experten bezweifeln jedoch, ob eine solche Klage überhaupt zugelassen würde. http://www.cash.ch/news/top_news/argentiniens_streit_mit_hedgefonds_droh...

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US/Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken überraschend

14.03.2013 13:51



WASHINGTON (awp international) - In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche unerwartet weiter gesunken. Im Vergleich zur Vorwoche seien sie um 10.000 auf 332.000 Anträge gefallen, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten einen Anstieg auf 350.000 Anträge erwartet. Der Vorwochenwert wurde von zunächst 340.000 auf 342.000 angehoben. Im aussagekräftigeren Vier-Wochen-Schnitt fiel die Zahl auf 346.750 Anträge.

Woche zum Erstanträge Veränderung 4-Wochenschnitt

09. Mar 13 332 -10 346,75

02. Feb 13 342 - 5 349,50

23. Feb 13 347 -19 356,00

 

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In den USA wird wieder gebaut

Die Erholung am krisengebeutelten US-Immobilienmarkt gewinnt an Fahrt. Die Zahl der Baugenehmigungen stieg im Februar auf den höchsten Stand seit 2008.

Aufs Jahr hochgerechnet nahmen die Baugenehmigungen um 36'000 auf 946'000 zu, wie das Handelsministerium am Dienstag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten nicht mit einem derart starken Anstieg gerechnet. Bei den Baugenehmigungen gab es ein Plus von 0,8 Prozent auf 917'000. Bei Einfamilienhäusern, die den grössten Teil der Bauten ausmachen, wurde das höchste Niveau seit Juni 2008 erreicht.

Der Wohnungsbau trug im vergangenen Jahr erstmals seit 2005 wieder zum Wachstum der weltgrössten Volkswirtschaft bei. Das Platzen einer Blase am US-Immobilienmarkt hatte 2007 und 2008 die internationale Finanzkrise ausgelöst, die die Weltwirtschaft in ihre schlimmste Notlage seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges stürzte. http://www.cash.ch/news/top_news/in_den_usa_wird_wieder_gebaut-3010566-771

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Benjamin Franklin

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US/FHFA-Hauspreise steigen nicht so stark wie erwartet

21.03.2013 14:25
 


NEW YORK (awp international) - In den USA hat sich der Anstieg der Preise für Einfamilienhäusern im Januar etwas schwächer als erwartet gezeigt. Der FHFA-Hauspreisindex habe im Monatsvergleich um 0,6 Prozent zugelegt, teilte die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Donnerstag in New York mit. Ökonomen hatten mit einen etwas stärkeren Zuwachs um 0,7 Prozent gerechnet. Im Vormonat war der Index nach revidierten Zahlen um 0,5 Prozent geklettert. In der Erstschätzung war noch ein Anstieg von 0,6 Prozent ermittelt worden.

Die FHFA ist die Aufsichtsbehörde der Hypothekenfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae. Bei der Index-Berechnung werden die Verkaufspreise von Häusern verwendet, deren Hypotheken von Freddie Mac und Fannie Mae gekauft oder garantiert wurden./


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US-Jobmarkt erholt sich langsam

 


Am US-Arbeitsmarkt geht es tendenziell weiter aufwärts. Weniger Amerikaner als erwartet stellten letzte Woche einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe.

Die Zahl der Amerikaner, die einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe stellten, kletterte in der Vorwoche zwar leicht um 2000 auf 336'000, wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten einen Anstieg auf 342'000 erwartet. Der Durchschnitt der vergangenen vier Wochen - eine wichtige Kennziffer für die Entwicklung im Trend - fiel jedoch auf den niedrigsten Stand seit Februar 2008.

Der US-Arbeitsmarkt gilt derzeit als grösstes Hindernis für ein stärkeres Wachstum der US-Wirtschaft. Trotz jüngster Hoffnungszeichen erwartet die US-Notenbank Fed nur eine schleppende Erholung. Sie rechnet erst für 2015 mit einem Absinken der Arbeitslosenquote auf 6,0 bis 6,5 Prozent. Damit käme das Ziel Vollbeschäftigung erst in zwei Jahren in greifbare Nähe. Im Februar war die Quote auf 7,7 Prozent gesunken - dies ist der niedrigste Stand seit Ende 2008.
 


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  «Amerika spart klüger als Europa»

 

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Amerika-spart-klueger-...

 

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US/Schwebende Hausverkäufe sinken etwas stärker als erwartet

27.03.2013 15:06



WASHINGTON (awp international) - In den USA ist die Zahl der noch nicht vollständig abgeschlossenen Hausverkäufe im Februar etwas stärker als erwartet gesunken. Im Monatsvergleich sei die Zahl um 0,4 Prozent gefallen, teilte die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Minus von 0,3 Prozent gerechnet.

Zudem wurde der kräftige Anstieg im Vormonat nach unten revidiert: Statt eines Plus von 4,5 Prozent ergibt sich nur eines von 3,8 Prozent. Im Jahresvergleich stiegen die schwebenden Hausverkäufe im Februar um 5,0 Prozent und damit ebenfalls schwächer als erwartet ./


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US/Chicago-Einkaufsmanagerindex fällt überraschend stark

28.03.2013 14:52
 


CHICAGO (awp international) - Die Stimmung der US-Einkaufsmanager in der Region Chicago hat sich im März unerwartet stark eingetrübt. Der entsprechende Index sei von 56,8 Punkten im Vormonat auf 52,4 Zähler gefallen, teilte die regionale Einkaufsmanagervereinigung am Donnerstag in Chicago mit. Der Index erreichte damit den tiefsten Wert im laufenden Jahr. Volkswirte hatten mit einem leichten Rückgang auf 56,5 Punkte gerechnet.

Der Frühindikator liegt dennoch weiter über der wichtigen Marke von 50 Punkten. Indexstände oberhalb dieser Schwelle signalisieren eine wirtschaftliche Belebung, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen./


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U.S. Trade Deficit Falls as Exports Rise Sharply

The nation’s trade deficit unexpectedly narrowed in February, the government reported Friday, as exports climbed near a record and the volume of imported crude oil fell to the lowest level in 17 years.

http://www.nytimes.com/2013/04/06/business/economy/trade-deficit-narrows...

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"Amerikas Private sind von 1945 bis 1970 bei der Qualifikation konkurrenzlos und bei der Verschuldungsfähigkeit global die Nummer eins. Das Jahr 2013, das endlich den selbsttragenden Aufschwung bringen soll, sieht die Amerikaner sowohl bei der Verschuldungsfähigkeit als auch bei Mathe und Physik auf hinteren Plätzen. Der liebenswerte Glaube, dass man 2013 schon wiederholen werde, was man selbst 1945 spielend geschafft habe, lebt vom Ausblenden der Unterschiede zwischen beiden Zeitpunkten. "

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/wirtschaftliche_lag...

 

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Immobilienmarkt in den USA: Steigende Preise, neue Käufer

2007 platzte die Immobilienblase in den USA. Der Knall erschütterte zuerst die Vereinigten Staaten, dann die Welt. Inzwischen ziehen die Häuserpreise in manchen Regionen der USA wieder an. Spurensuche im Osten San Franciscos, wo es für manche Häuser 15 Kaufwillige gibt. Und eine neue Käuferschaft.

http://www.srf.ch/news/international/immobilienmarkt-in-den-usa-steigend...

Neue Käufertypen

Etwas macht die Forscherin stutzig: Auf dem Markt tummelten sich neue Akteure. Investoren kauften nun Häuser – nicht, um darin zu wohnen, sondern um Geld damit zu verdienen. Dies in einem Ausmass, wie es das noch nie gegeben habe, sagt Cynthia Kroll. Es sei schwierig abzuschätzen, was für einen Horizont sie hätten. Das mache den Markt unberechenbar. Kroll und andere Experten gehen davon aus, das die Preise deshalb volatiler werden.

Da frage ich mich wer den Investoren die Häuser zu einem höheren Preis abkaufen will oder kann. Auf dem Arbeitsmarkt sieht es ja nicht gerade rosig aus und die meisten neu geschaffenen Jobs gehören zu den "low income"Jobs.

 

 

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Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.

sime
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Obamas (Dr.Oetker) CPI - Anpassung durch Rentenkürzung

Ein Rezept von Dr. Oetker, um sich vor Inflation zu schützen!

 

Man nehme..

... ein Kilo Wirtschaft und knete die Masse in einem grossen Behälter zu einem Teig

.... man füge solange frische Dollars dazu, bis der Behälter randvoll ist

.... dann ein feuchtes Tuch drüber legen und warten bis der Teig aufgeht, danach im Backofen bei 200 C Hitze backen

.... sollte der Teig wegen zu vielen Dollars oder zu schnellem Rühren das Gefäss vor dem Blähvorgang überragen, muss man soviel Teig entfernen, bis die Masse wieder gleichviel Volumen hat wie der Behälter.

.... Damit nicht bloss Luft entfernt wird, muss man mit einer Gabel zuerst den Teig anstechen

.... Dazu eignet sich den Konsumentenpreisindex anzupassen

.... Dr.Oetker empfiehlt hier die Renten zu kürzen, weil alte Menschen gehen kaum auf die Strasse und krepieren sogar noch früher, was günstig ist.

.... Die Finanzmärkte wird es freuen, weil so die Zinsen weiter fliessen und die Inflationsgefahr gebannt ist.

... Als Dank werden sie auch ihr Gold verkaufen, zumindest dürften sie ihre Shortpositionen auf Papier ausbauen und das Aroma der frischen Dollars wertvoller erscheinen lassen.

 

Dr. Oetker hält für sie das Beste frisch!

 

http://www.thenation.com/blog/173843/why-obamas-chained-cpi-protections-...

http://www.thenation.com/blog/173786/top-5-myths-about-chained-cpi-debunked

 

MarcusFabian
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Nebukadnezar hat am 14.04.2013 - 08:48 folgendes geschrieben:

Immobilienmarkt in den USA: Steigende Preise, neue Käufer

2007 platzte die Immobilienblase in den USA. Der Knall erschütterte zuerst die Vereinigten Staaten, dann die Welt. Inzwischen ziehen die Häuserpreise in manchen Regionen der USA wieder an. Spurensuche im Osten San Franciscos, wo es für manche Häuser 15 Kaufwillige gibt. Und eine neue Käuferschaft.

http://www.srf.ch/news/international/immobilienmarkt-in-den-usa-steigend...

Neue Käufertypen

Etwas macht die Forscherin stutzig: Auf dem Markt tummelten sich neue Akteure. Investoren kauften nun Häuser – nicht, um darin zu wohnen, sondern um Geld damit zu verdienen. Dies in einem Ausmass, wie es das noch nie gegeben habe, sagt Cynthia Kroll. Es sei schwierig abzuschätzen, was für einen Horizont sie hätten. Das mache den Markt unberechenbar. Kroll und andere Experten gehen davon aus, das die Preise deshalb volatiler werden.

Da frage ich mich wer den Investoren die Häuser zu einem höheren Preis abkaufen will oder kann. Auf dem Arbeitsmarkt sieht es ja nicht gerade rosig aus und die meisten neu geschaffenen Jobs gehören zu den "low income"Jobs.

 

 

Das frage ich mich auch. Kürzlich habe ich auf DMAX reingezapped und da kam eine Serie, wo Spekulanten bei Häuserauktionen mitbieten. Da finden in einer Stadt, ich glaube, es war irgendwo in Texas, Auktionen am Laufmeter statt und das tagtäglich. Die zu ersteigenden Häuser sind natürlich aus der Konkursmasse. Da fahren also die Spekulanten von Haus zu Haus, haben aber keinen Zutritt ins Hausinnere. Vor Ort machen sie dann eine Inaugenscheinnahme und versuchen abzuschätzen, wieviel Wert das Haus wohl im Innern habe. Einer hat beispielsweise an das Garagentor geklopft, in der Annahme, es könnte danach klingen, dass noch ein Auto drinsteht. Tatsächlich war noch das Wrack eines alten Buick drin. Diese Gruppe, welche natürlich alles Konkurrenten sind, treffen so innerhalb von einer Viertelstunde die Entscheidung, wieviel das Objekt nach Marktpreis hergeben könnte und sind telefonisch mit einem Partner verbunden, der an der Auktion teilnimmt. Nach ein paar Minuten ist die Sache vorbei und sie fahren alle zum nächsten Objekt, wo die nächste Auktion stattfindet. Wenn es bereits eine Fernsehserie dazu gibt, muss das wohl ein Indikator sein, wie tief dieses Land bereits gefallen ist. Der Häusermarkt ist nach Platzen der Blase ins Bodenlose gefallen. Jetzt, wo die FED selber ganze Gegenden aufkauft, bewirkt das natürlich ein Anstieg der Immobilienpreise, weil es die Spekulanten auf den Plan ruft. Ich stelle grundsätzlich drei Unterschiede fest zu der Zeit vor der Subprimekrise.

Der Erste ist der Bauboom. Heute kauft man keine neuen Häuser, denn die wurden vor zehn Jahren bereits gebaut. Die Spekulation zieht also keine Wirtschaftstätigkeit wie von vor zehn Jahren nach sich. Die Objekte wechseln nur die Eigentümer.

Der Zweite sind die Zinsen. Die Zinsen für Kredite jedwelcher Art sind heute auf einem Rekordtief. Vor zehn Jahren waren die Zinsen im Vergleich zu heute hoch, dennoch haben viele Leute ohne entsprechende Sicherheit Kredite aufgenommen, um sich ein Haus zu bauen oder sogar für ein Zweit- oder Dritthaus, bloss weil der Anschein erweckt wurde, man könnte mit Immobilien reich werden, da ja die Preise wie bei einer Blase üblich ständig steigen, bevor sie platzt. Möglich war dies dadurch, weil die damalige Bushadministration als Bürge für sämtliche Kredite mit einem Umfang von mehr als 400 Mrd. $ eintrat, damit auch der Hinterletzte einen Hypothekarkredit erhielt. Das Programm hiess Government Sponsored Enterprises (GSE). Das haben die Banken natürlich dankend angenommen, weil ja die Eigenkapitalquote von der Regierung bezahlt wurde. Als Greenspan dann im Jahr 2006 die Zinsen anhob, kam das böse Erwachen. Die Zinsen konnten nicht mehr bedient werden, die Kredite wurden gekündigt, die Häuserpreise fielen, es kam zu Eigenkapitalnachforderungen, was die Leute nicht bezahlen konnten.

Der dritte Unterschied sind die Preise. Damals waren die Preise überwertet, heute sind sie unterbewertet.

Dennoch glaube ich, bildet sich die Erholung des Immobilienmarktes nur aus der Spekulation. Einerseits kauft die FED selber Hypotheken und hebt die Preise, andererseits wollen die Spekulanten daran verdienen. Doch fragt sich eben schon, ob diese Häuser Käufer finden, die darin wohnen wollen, oder ob es Käufer sind, welche sie teurer weiterverkaufen wollen. Wenn man die DMAX-Serie schaut, komme ich nicht umhin, anzunehmen, es handle sich um pure Spekulation. Denn eine wahre Nachfrage liess sich von diesen Haien nicht ausmachen. Die Häuser sind also im Vergleich zu vorher zwar günstig, die Zinsen auch extrem tief, doch weil die Bautätigkeit ausbleibt, da die Häuser bereits erbaut sind, kann die Wirtschaft auch nicht wachsen. Folglich nehmen nicht Leute Kredite auf, um in diesen Häuser zu wohnen, sondern um damit zu spekulieren. Solange der Tanz der FED weitergeht und die Zinsen tief bleiben. Leute also, die nicht ihr Geld aus dem Gewerbe verdienen, sondern mit der Spekulation.

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sime hat am 21.04.2013 - 23:10 folgendes geschrieben:

Ich stelle grundsätzlich drei Unterschiede fest zu der Zeit vor der Subprimekrise.

Ich möchte noch einen vierten Unterschied anfügen:

In den Jahren von 1948 bis 1997 stieg die Anzahl der gebauten Häuser ziemlich exakt parallel zur Bevölkerung der USA. Das macht ja auch Sinn.
In den Jahren ab 1998 hat man weitaus mehr Häuser gebaut als benötigt wurden. Man hat also Häuser "Auf Halde gebaut".
Entsprechend macht es nun Sinn, wenn man nun weniger Häuser baut, denn die zu viel gebauten Häuser müssen erst mal weg.

Daraus ergibt sich, dass die Häuserpreise nicht auf dem fairen Wert Halt machen sondern nach unten überschiessen werden.
So wie das übrigens bei den meisten geplatzten Blasen der Fall ist.

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US-Firmen schaffen weniger Stellen

 

US-Firmen halten sich bei Neueinstellungen zurück. Im April schufen sie deutlich weniger Arbeitsplätze als erwartet.

US-Firmen schufen lediglich 119.000 neue Arbeitsplätze, wie die private Arbeitsvermittlung ADP am Mittwoch mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit 150.000 gerechnet. Zudem revidierte die ADP die Zahlen für März nach unten. Es waren nur 131.000 neue Jobs - zunächst war von 158.000 Arbeitsplätzen die Rede. Die unerwartet schwachen Zahlen dürften bei der US-Notenbank Fed für Beunruhigung sorgen, sagte Sam Bullard, Volkswirt bei Wells Fargo. Die Währungshüter entscheiden noch am Mittwoch über die Geldpolitik für die größte Volkswirtschaft der Welt. Experten gehen davon aus, dass sie an ihrer ultralockeren Strategie festhalten.


Derzeit erwarten Analysten, dass die Fed in ihrer momentan laufenden dritten Runde von Wertpapierkäufen ungefähr eine Billion Dollar in den Markt pumpt. Bis vor kurzem hatten sie noch damit gerechnet, dass die Notenbanker in der zweiten Jahreshälfte den Fuß vom Gas nehmen. Doch diese Erwartung steht zunehmend auf wackligen Beinen: So fielen zuletzt Konjunkturdaten zur Industrie unerwartet schwach aus. Der offizielle Arbeitsmarktbericht der Regierung für April steht am Freitag an. Experten sagen ein Plus von 145.000 neuen Arbeitsplätzen außerhalb der Landwirtschaft voraus. 


Reuters

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US/Industrie-Stimmung trübt sich im April wie erwartet ein - ISM

01.05.2013 16:08



WASHINGTON (awp international) - Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im April wie von EXperten erwartet eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex ISM fiel von 51,3 Punkten im Vormonat auf 50,7 Zähler, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Mittwoch in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten mit dieser Entwicklung gerechnet.

Der ISM-Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA. Indexstände von über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen.


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 Steuerersparnis: Apple rettet 9,2 Milliarden Dollar durch Anleihe-Auktion

 

"Die Anleihe-Auktion von Apple war spektakulär - das gilt offenbar auch für das Rechenmodell dahinter: Der Konzern soll nach Angaben der Rating-Agentur Moody's mehr als neun Milliarden Dollar an Steuern gespart haben. Die Zinsen für die Anleihen dürften das Unternehmen nur rund 300 Millionen Dollar kosten."

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/apple-spart-9-2-milliarden-...


 

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