Schuldenkrise Amerika

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weico
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Rekordgewinn für Immobilienfinanzierer: Fannie Mae überweist US-Staat 60 Milliarden Dollar

 

Bis Ende Juni wird Fannie Mae 95 Milliarden Dollar in Form von Ausschüttungen von den insgesamt erhaltenen 116,1 Milliarden Dollar an Staatsgeldern zurückgezahlt haben. Schwesterkonzern Freddie Mac, der ebenfalls einen Gewinnsprung zu Jahresbeginn gemacht hat, war mit rund 71 Milliarden Dollar gerettet worden. Beiden Unternehmen ist es untersagt, den Staat als Anteilseigner herauszukaufen. Sie sind stattdessen zu Dividendenzahlungen verpflichtet.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/fannie-mae-ueberweist-us-st...

 

Wie aus dem Lehrbuch:

Der US-Staat hat,als "Retter in der Not",damals das "Zepter" in die Hand genommen (Systemrelevante Firma) ... den Laden übernommen/ "ausgemistet"...und bringt nun die wohlverdiente "Ernte" ein..Bravo..!!

 

P.S:....bald heisst es wohl ..:

Freddy is back....  Good

weico

 

Elias
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Schönfärben mit Freddie und Fannie

Die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac überweisen zwar Riesendividenden an den Staat. Diese werden aber grösstenteils mit Schulden finanziert. Für den Steuerzahler ist die Entlastung somit geringer, als es auf den ersten Blick aussieht.

Wenn Washington voraussichtlich erst Anfang Oktober statt wie bisher geschätzt im August an die Schuldenobergrenze stösst, so liegt dies zu guten Teilen an Fannie und Freddie: So lautet die Kurzform für die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac, die im Zug der Immobilienkrise unter staatliche Kontrolle gestellt wurden. Fannie Mae hat diese Woche einen sagenhaften Quartalsgewinn von 58,7 Mrd. $ bekanntgegeben, Freddie Mac kam auf 4,6 Mrd. $. Insgesamt überweisen die beiden Firmen für das erste Quartal Dividenden über 66,4 Mrd. $ an das Finanzministerium. Dadurch dürfte sich das Erreichen der Schuldenobergrenze um mindestens einen Monat verzögern.

Verlustvorträge reaktiviert

Doch wie kommt der gigantische Quartalsgewinn von Fannie Mae zustande? Das Plus aus der ordentlichen Geschäftstätigkeit macht «nur» 8,1 Mrd. $ aus. Der grosse Rest kommt davon, dass Fannie Verlustvorträge reaktiviert hat, die die künftigen Steuerzahlungen um 50,6 Mrd. $ mindern werden. Fannie und seine Buchprüfer taten dies, weil sie angesichts des deutlich verbesserten Klimas am US-Häusermarkt überzeugt sind, in Zukunft profitabel zu arbeiten. Angesammelt hatten sich die Verlustvorträge zu Beginn der Immobilienkrise 2008, als dunkelrote Zahlen geschrieben wurden. Je länger die Krise dauerte, desto desaströser wurde der Zustand der Firma, so dass der Staat Fannie und den «kleineren Bruder» Freddie Mac schliesslich retten musste. Dabei schrieb der Staat bei den beiden Firmen die aktivierten latenten Steuergutschriften über rund 90 Mrd. $ vollständig ab.

Während der Krise steckte die Regierung 188 Mrd. $ in die beiden Hypothekenfinanzierer. Nach den jüngsten Riesengewinnen werden Freddie und Fannie Dividenden über 132 Mrd. $ an das Finanzministerium überwiesen haben, womit sich die Netto-Kosten für den Steuerzahler laut Reuters noch auf 56 Mrd. $ belaufen. Freddie könnte bald ebenfalls Verlustvorträge reaktivieren, was die Rechnung um weitere 30 Mrd. $ verbessern würde.

Staatseinfluss grösser denn je

Doch die Entlastung für den Steuerzahler fällt geringer aus, als es die derzeitigen Riesendividenden suggerieren. So ist die Aktivierung von künftigen Steuerersparnissen ein reiner Buchungsvorgang, der zunächst mit keinen Einnahmen verbunden ist. Im Quartalsbericht von Fannie heisst es deshalb, dass die Dividende grösstenteils durch die Ausgabe neuer Schulden finanziert werde. Nun befindet sich Fannie faktisch in Staatsbesitz. Damit sollten seine Schulden eigentlich zu denjenigen des Staates gezählt werden. Wenn man dies hypothetisch tut, wird deutlich, dass sich die Lage für den Steuerzahler durch die Quartalsdividende nur wenig verbessert hat: Den Staatseinnahmen steht die Erhöhung der Verschuldung gegenüber.

Schon bisher war die Bereitschaft im Kongress, die Hypothekenfinanzierung zu reformieren, gering gewesen. Die Milliardengewinne dürften den Elan weiter bremsen. Fannie und Freddie vergeben zwar keine Hypotheken. Stattdessen kaufen sie diese den Banken ab, verbriefen sie und veräussern sie an Investoren. Sie schützen die Wertschriften zudem gegen Ausfälle, wofür sie von den Banken Gebühren kassieren. Ausserdem investieren sie selbst in Hypothekenpapiere. Im vergangenen Jahr haben Fannie und Freddie gut 9 von 10 neuen Hypotheken versichert oder auf ihre Bücher genommen. Damit ist der Staatseinfluss am Hypothekenmarkt heute noch grösser als vor der Krise. Die Idee, den Hypothekenmarkt den Marktkräften zu überlassen, wie dies in anderen Ländern üblich ist, hat es in den USA weiterhin schwer. http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/schoenfaerbe...

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Zyndicate
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USA: Rückläufige Konsumausgaben im April 

Die Konsumfreude der Amerikaner hat im April einen Dämpfer erlitten. Erstmals seit fast einem Jahr waren die Konsumausgaben rückläufig.

Dies geht aus Daten des US-Handelsministeriums vom Freitag her. Demnach gaben sie zum Vormonat um 0,2 Prozent nach. Es war das erste Minus seit Mai 2012. Bankökonomen hatten mit einer Stagnation gerechnet.

Die Einkommen der privaten Haushalte traten unterdessen auf der Stelle. Im Monatsvergleich veränderten sie sich nicht. Es war eine leichte Erhöhung um 0,1 Prozent erwartet worden.

Von Inflationsrisiken kann trotz der sehr lockeren Geldpolitik der Notenbank Fed nach wie vor keine Rede sein. Die jährliche Inflationsrate, gemessen an dem von der Fed besonders beachteten Preisindex für die Konsumausgaben PCE, sank deutlich um 0,3 Punkte auf 0,7 Prozent. Es ist das erste Mal seit dreieinhalb Jahren, dass die Rate unter der Schwelle von 1 Prozent liegt. Der Kernindex, der die Preisentwicklung ohne schwankungsanfällige Komponenten wie Energie und Lebensmittel beschreibt, sank um 0,1 Punkte auf 1,1 Prozent.

AWP

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Nebukadnezar
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Fresh fear over US sub-prime lending

 

America's sub-prime mortgage market is beginning to reheat, leading investors to warn of the possibility of a renewed financial crisis.

http://www.telegraph.co.uk/finance/economics/10093640/Fresh-fear-over-US...

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MarcusFabian
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[b]40 Fakten, die Sie nicht glauben werden[/b]
Juni 06, 2013

von Bill Bonner

Ich möchte Ihnen mitteilen, was wirklich in der US-Wirtschaft vor sich geht. Wie Sie sehen werden, gibt es keine Signale für eine wirkliche Erholung. Stattdessen sehen wir eine sich verschärfende Depression, welche durch eine von der Fed verursachte Spekulationsblase verdeckt wird. Hier “40 Statistiken über den Fall der US-Wirtschaft, welche fast zu verrückt sind, um sie glauben zu können…

1. 1980 betrug die Höhe der US-Staatsverschuldung weniger als 1 Billion Dollar. Heute nähert sie sich schnell 17 Billionen Dollar an.

2. Während Obamas erster Amtszeit erhöhte sich die US-Staatsverschuldung stärker, als unter den ersten 42 US-Präsidenten zusammen.

3. Die US-Schulden sind nun 23 Mal so hoch wie zu dem Zeitpunkt, als Jimmy Carter Präsident wurde.

4. Wenn man beginnen würde, die neuen Schulden, welche unter der Amtszeit von Obama angehäuft worden sind, mit der Geschwindigkeit von 1 Dollar pro Sekunde abzuzahlen, dann würde man 184.000 Jahre zur Schuldentilgung benötigen.

5. Die US-Bundesregierung stiehlt über 100 Mio. Dollar von unseren Kindern und Enkeln, jede Stunde jedes einzelnen Tages.

6. Im Jahr 1970 lagen die gesamten Schulden der USA (Regierung + Unternehmen + private Haushalte) bei weniger als 2 Billionen Dollar. Heute sind es über 56 Billionen Dollar.

7. Laut der Weltbank wurden in den USA im Jahr 2001 31,8% des globalen BIP erzeugt. Diese Zahl fiel bis 2011 auf 21,6%.

8. Die USA sind vier Jahre in Folge in einem vom World Economic Forum erstellten Ranking der weltweiten Wettbewerbsfähigkeit gefallen.

9. Laut dem “Economist” waren die USA im Jahr 1988 der beste Ort, wo man geboren werden konnte. Heute stehen die USA auf Platz 16.

10. Unglaublicherweise sind in den USA seit 2001 mehr als 56.000 Fabriken dauerhaft geschlossen worden.

11. Es gibt weniger Amerikaner, welche im Produzierenden Gewerbe arbeiten, als im Jahr 1950, obwohl sich die Bevölkerungszahl des Landes seitdem mehr als verdoppelt hat.

12. Laut der New York Times gibt es derzeit 70.000 leerstehende Gebäude in Detroit.

13. Als NAFTA im Jahr 1993 durch den Kongress gedrückt wurde, da hatten die USA im Handel mit Mexiko einen Überschuss von 1,6 Billionen Dollar. Bis 2010 hatten wir ein Handelsbilanzdefizit mit Mexiko von 61,6 Mrd. Dollar.

14. Im Jahr 1985 lag unser Handelsbilanzdefizit mit China bei ungefähr 6 Millionen Dollar (“Millionen”!), für das gesamte Jahr. 2012 lag unser Handelsbilanzdefizit mit China bei 315 Mrd. Dollar. Das war das größte Handelsbilanzdefizit, welches eine Nation jemals im Handel mit einer anderen Nation hinnehmen musste, in der gesamten Geschichte der Welt.

15. Insgesamt haben die USA seit 1975 ein Handelsbilanzdefizit gegenüber dem Rest der Welt von mehr als 8 Billionen Dollar gehabt.

16. Laut dem Economic Policy Instutite verlieren die USA jedes Jahr an China eine halbe Million Arbeitsplätze.

17. Im Jahr 1950 hatten über 80% aller Männer in den USA einen Arbeitsplatz. Heute sind es weniger als 65%.

18. 53% aller amerikanischen Arbeiter verdienen weniger als 30.000 Dollar pro Jahr.

19. Kleine Unternehmen gehen in den USA rapide zugrunde. Nur 7% aller Arbeiter (ohne Landwirtschaft) in den USA sind selbständig. Da ist ein Allzeit-Rekordtief.

20. 1983 hatten die untere 95% der Einkommensbezieher 62 Cents Schulden für jedeN Dollar, den sie verdienten. Bis 2007 stieg dieser Wert auf 1,48 Dollar.

21. In den USA haben die reichsten 1% aller Amerikaner ein größeres Netto-Vermögen als die unteren 90% zusammen.

22. Laut Forbes haben die 400 reichsten Amerikaner mehr Vermögen als die untersten 150 Millionen Amerikaner zusammen.

23. Die sechs Erben von Wal-Mart Gründer Sam Walton haben zusammen Reichtum wie das unterste Drittel aller Amerikaner zusammen.

24. Laut dem US Census Bureau sind mehr als 146 Mio. Amerikaner entweder “arm” oder haben “niedriges Einkommen.”

25. Laut dem US Census Bureau leben 49% aller Amerikaner in einem Haus, welches direkte staatliche Förderung erhalten hat. 1983 lag dieser Anteil bei weniger als einem Drittel.

26. Insgesamt hat die US-Regierung fast 80 unterschiedliche Wohlfahrtsprogramme, und mehr als 100 Millionen Amerikaner sind von zumindest einem davon betroffen.

27. Im Jahr 1965 war nur jeder 50. Amerikaner bei Medicaid. Heute ist jeder sechste in diesem Programm, und die Dinge verschlechtern sich. Es wird prognostiziert, dass Obamacare 16 Mio. mehr Amerikaner in staatliche Krankenversicherungen bringen wird.

28. Es wird prognostiziert, dass die Zahl der Amerikaner in “Medicare” von 50,7 Mio. im Jahr 2012 auf 73,2 Mio. im Jahr 2025 steigen wird.

29. Medicare sieht sich einer Finanizerungslücke von mehr als 38 Billionen Dollar in den nächsten 75 Jahren gegenüber. Dies entspricht 328.404 Dollar für jeden Haushalt in den USA.

30. Derzeit gibt es 56 Millionen Amerikaner, welche Sozialleistungen erhalten. Bis 2035 soll diese Zahl auf verblüffende 91 Mio. steigen.

31. Insgesamt werden die Sozialsysteme in den nächsten 75 Jahren 134 Billionen Dollar benötigen.

32. Heute übertrifft die Zahl der Amerikaner, welche von “Social Security Disability” abhängen, die gesamte Bevölkerungszahl Griechenlands, und die Zahl der Amerikaner mit Lebensmittelmarken übertrifft nun die gesamte Bevölkerungszahl Spaniens.

33. Laut einem Bericht des Pew Research Center haben die Amerikaner über 65 Jahren im Durchschnitt 47 Mal soviel Reichtum wie die Amerikaner unter 35 Jahren.

34. US-Familien mit einem Familienoberhaupt unter 30 Jahren haben eine Armutsquote von 37%.

35. Wie ich vor kurzem erwähnte liegt die Quote der Eigenheimbesitzer nun auf dem niedrigsten Niveau seit fast 18 Jahren.

36. Es gibt nun 20,2 Mio. Amerikaner, welche mehr als die Hälfte ihres Einkommens für wohnen ausgeben. Dies ist ein Anstieg um 46% seit 2001.

37. 45% aller Kinder in Miami leben in Armut, mehr als 50% aller Kinder in Cleveland, und 60% aller Kinder in Detroit.

38. Heute sind mehr als 1 Mio. Studenten in den USA ohne festen Wohnsitz. Das ist das erste Mal überhaupt in unserer Geschichte, dass so etwas passiert.

39. Als Obama das erste Mal ins Weiße Haus gewählt wurde, benötigten etwa 32 Mio. Amerikaner Lebensmittelmarken. Jetzt sind es über 47 Mio. Amerikaner.

40. Laut einer Berechnung übertrifft die Zahl der Amerikaner mit Lebensmittelmarken nun die gesamte addierte Bevölkerung der Bundesstaaten Alaska, Arkansas, Connecticut, Delaware, District of Columbia, Hawaii, Idaho, Iowa, Kansas, Maine, Mississippi, Montana, Nebraska, Nevada, New Hampshire, New Mexico, North Dakota, Oklahoma, Oregon, Rhode Island, South Dakota, Utah, Vermont, West Virginia und Wyoming.

http://www.rottmeyer.de/40-fakten-die-sie-nicht-glauben-werden/

Zyndicate
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US-Konsumlaune auf Fünf-Jahres-Hoch 

Positive Konjunktur-Daten haben die Hoffnung auf eine anhaltende Erholung der US-Wirtschaft verstärkt. Die Stimmung der US-Verbraucher ist derzeit so gut wie seit Januar 2008 nicht mehr.

Das Barometer für die Konsumlaune kletterte im Juni überraschend um 7,1 auf 81,4 Punkte, wie das Conference Board am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten im Mittel mit einem Rückgang gerechnet. "Erstmals liegt der Stimmungsindikator damit im unteren Normalbereich in Aufschwungphasen", sagte DekaBank-Experte Rudolf Besch.

Der Konsum macht etwa 70 Prozent der US-Wirtschaftsleistung aus. Die Entwicklung des Verbrauchervertrauens wird deshalb von Ökonomen und Anlegern genau verfolgt. Das Bruttoinlandsprodukt war Anfang 2013 um rund 0,6 Prozent zum Vorquartal gewachsen. Zum Vergleich: In der Euro-Zone ging es mit 0,2 Prozent bergab, der Währungsraum steckt weiter in der Rezession.

US-Häusermarkt bleibt positiv

Positive Daten kamen auch von der US-Industrie. Der Auftragseingang für langlebige Güter wuchs im Mai überraschend kräftig um 3,6 Prozent. Experten hatten nur mit einem Plus von 3,0 Prozent gerechnet. Verantwortlich hierfür war nicht nur der Transportsektor. "Zum dritten Mal in Folge nahmen auch Auftragseingänge für Investitionsgüter gegenüber dem Vormonat zu", erläuterte Besch zu dem Bereich, aus dem Rüstung und Flugzeugbau herausgerechnet werden.

Bergauf geht es ebenfalls am Wohnungs- und Immobilienmarkt. Der Eigenheimabsatz stieg im Mai stärker als erwartet - um 2,1 Prozent auf eine Jahresrate von 476.000. Das ist der höchste Wert seit Juli 2008. Auch die Immobilienpreise ziehen derzeit spürbar an. Im April gab es auf Jahressicht sogar mit gut zwölf Prozent den größten Anstieg bei Einfamilienhäusern seit sieben Jahren, wie aus dem S&P/Case-Shiller-Index für 20 Metropol-Regionen hervorgeht.

Reuters

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Nebukadnezar
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76% of Americans are living paycheck-to-paycheck

 

 Roughly three-quarters of Americans are living paycheck-to-paycheck, with little to no emergency savings, according to a survey released by Bankrate.com Monday.

Fewer than one in four Americans have enough money in their savings account to cover at least six months of expenses, enough to help cushion the blow of a job loss, medical emergency or some other unexpected event, according to the survey of 1,000 adults. Meanwhile, 50% of those surveyed have less than a three-month cushion and 27% had no savings at all.

http://money.cnn.com/2013/06/24/pf/emergency-savings/index.html

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Zyndicate
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USA senken Wachstumsprognose für 2013 und 2014
 

Die US-Regierung hat ihre Wachstumsprognose für 2013 und 2014 leicht nach unten korrigiert.

Als Grund führte das Präsidialamt am Montag die Sparpolitik in Europa und das schwächere Wachstum in China an.

Auch die automatischen Haushaltskürzungen in den USA würden ihre Spuren hinterlassen. Daher sei für dieses Jahr nun nur noch ein Wachstum von 2,0 Prozent zu erwarten und für nächstes Jahr ein Plus von 3,1 Prozent.

Im April hatte US-Präsident Barack Obama noch ein Wachstum von 2,3 Prozent für 2013 und 3,2 Prozent für 2014 vorhergesagt.

Reuters

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Rookie65.
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Die Schuldenkrise wird mittelfristig zum "Genickbruch" der USA führen. Bereits heute "gehören" de facto ein grosser Teil der US-Schulden China. Selbstverständlich will sich China den US-Markt als Konsumabnehmer erhalten. Aber was nützt das, wenn ich dies mit Schuldscheinen, die ich selbst kaufe finanziere? Ein Nullsummenspiel mit dem Kreditnehmer als Gewinner! Siehe Süd-Europa...  

Einer Straßenbahn und einer Aktie darf man nie nachlaufen. Nur Geduld: Die nächste kommt mit Sicherheit. André Kostolany

sime
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Bernanke hält an lockerer Geldpolitik fest

  Die US-Notenbank wird nach den Worten ihres Chefs Ben Bernanke ihre ultralockere Geldpolitik bis auf weiteres fortsetzen. Ein solches Vorgehen sei für die absehbare Zukunft erforderlich, sagte Bernanke am Mittwochabend auf einer Konferenz in Cambridge in Massachusetts.

Schliesslich sei die Inflation niedrig und die Lage am Arbeitsmarkt nicht so gut wie es die Arbeitslosenquote vermuten lasse.

Bernanke sagte zudem, die Fed werde die Zinsen nicht automatisch anheben, wenn die Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent gesunken sei. Eine Anhebung könne auch erst einige Zeit danach kommen, erklärte er.

Der Fed-Chef fügte hinzu, es sei ermutigend, dass die US-Wirtschaft wachse, obwohl es von der Fiskalseite her sehr starken Gegenwind gebe.

Vor der Rede Bernankes hatte der für die Fed-Geldpolitik entscheidende Offenmarktausschuss (FOMC) mitgeteilt, dass mehr Arbeitsplätze für die US-Notenbank die entscheidende Bedingung blieben, bevor sie ihre Geldpolitik straffen will.

Viele FOMC-Notenbanker seien davon überzeugt, dass sich die Situation am Arbeitsmarkt weiter verbessern müsse, bevor die Notenbank das Tempo drosseln sollte, mit dem sie aktuell Geld in die Wirtschaft pumpt, heisst es in dem am Mittwochabend veröffentlichten Protokoll einer FOMC-Sitzung.

Derzeit kauft die Notenbank jeden Monat für 85 Milliarden Dollar Staats- und Immobilienpapiere und schafft auf diese Weise frisches Geld.

Fed-Chef Bernanke hatte Mitte Juni erklärt, abhängig von der Entwicklung der Konjunktur könnten die Anleihekäufe der Fed ab dem Herbst auslaufen und bis Mitte 2014 eingestellt werden. Wie aus den Protokollen hervorgeht, wollten einige FOMC-Mitglieder zuvor jedoch eine deutliche Verbesserung des Wirtschaftswachstums sehen.

(sda)

MarcusFabian
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sime hat am 11.07.2013 - 03:09 folgendes geschrieben:

... Geld in die Wirtschaft pumpt, ...

Der Witz ist gut! Biggrin

sime
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MarcusFabian hat am 11.07.2013 - 13:31 folgendes geschrieben:

sime hat am 11.07.2013 - 03:09 folgendes geschrieben:

... Geld in die Wirtschaft pumpt, ...

Der Witz ist gut! smiley

 

Ja, guter Euphemismus! Biggrin Gleich dem Bierbrauer, der hektoliterweise Bier in die Wirtschaft pumpt und der Gast trinkt trotzdem nur ein Herrgöttli!

MarcusFabian
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Mein Vergleich bezieht sich zwar auf Schnaps (siehe hier ) aber schlussendlich spielt es keine Rolle, mit was man sich die Birne volldröhnt. Biggrin

 

Volker Pispers vergleicht die Banken mit einem 2-jährigen:

"Gib einem 2-jährigen einen Eimer voller Gummibärchen und sag ihm: 'Aber das teilste Dir jetzt schön ein bis zur Pupertät!'"

 

Zyndicate
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Moody's verspricht Amerika besseren Ausblick

Moody's verspricht USA besseren AusblickMoody's verspricht USA besseren AusblickMoody's verspricht USA besseren Ausblick

Moody's droht den USA vorerst nicht mehr mit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit. Die Ratingagentur erhöhte am Donnerstag den Ausblick für die weltgrösste Volkswirtschaft.

Der Ausblick wurde auf "stabil" von "negativ" erhöht. Zudem bestätigte die Ratingagentur die aktuelle Top-Bonitätsnote "Aaa". Die Schuldenpolitik der Washingtoner Regierung sei auf Kurs, erklärte Moody's zur Begründung. Die Wirtschaft wachse zwar nur moderat, aber immer noch schneller als die mehrerer anderer Länder mit derselben Kreditwürdigkeit. Die US-Konjunktur habe zudem recht gut verkraftet, dass die Regierung ihr Ausgabenwachstum deutlich drosselt.

 

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Ob der Hauptgewinn gerade nach dem 19. Juni gemacht wurde?


 


:biggrin::cool:


 


aus Cash heute 19.07.2013 15:13
 


 


Der Handel mit Aktien lohnt sich wieder



Der Handel mit Aktien floriert wieder für die Banken und ihre Trader. Der Handel mit Aktien floriert wieder für die Banken und ihre Trader.
 


Angeführt von Morgan Stanley und Goldman Sachs haben die Banken der Wall Street im zweiten Quartal bei den Erlösen im Aktienhandel ein Plus von 42 Prozent eingefahren.


Der Anstieg ist der stärkste seit über drei Jahren. Nach dem schwachen Jahr 2012 zeigt der Aktienhandel wieder eine Aufwärtsbewegung.


Morgan Stanley hat im Handel mit Aktien und Aktienderivaten sowie dem Prime-Brokerage-Geschäft 1,81 Mrd. Dollar eingenommen und sich an die Spitze des Feldes gesetzt. Damit schlägt die Bank erstmals seit mindestens zwei Jahren den Konkurrenten Goldman. Den stärksten Anstieg bei den Einnahmen in dem Bereich verzeichnete Citigroup mit 68 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.


Im vergangenen Jahr waren die Erlöse im Aktienhandel bei den größten Banken weltweit das dritte Jahr in Folge gesunken. Dazu trugen ein geringeres Handelsvolumen sowie der Abfluss von mehr als 300 Mrd. Dollar aus Aktienfonds bei, wie Daten des Branchenverbandes Investment Company Institute zeigen. Inzwischen dürften steigende Marktzinsen mehr Anleger von Anleihen in Aktien wechseln lassen. In den ersten fünf Monaten des Jahres zeigen die Daten des ICI wieder Kapitalflüsse in Aktienfonds an.


Insgesamt haben die fünf größten Banken der Wall Street im zweiten Quartal Einnahmen im Aktienhandel von 7,01 Mrd. Dollar verbucht - die höchste Summe für ein zweites Quartal seit 2009. Zu dem Bereich, der rund ein Viertel der Einnahmen im Handel und Investmentbankengeschäft ausmacht, zählen Provisionen und Kursgewinne aus dem Kauf und Verkauf von Aktien, Futures, Optionen und anderen Aktienderivaten, sowie Provisionen und Zinseinnahmen aus dem Dienstleistungs- und Kreditgeschäft mit großen Hedgefonds, die sogenannte Prime Brokerage.


"Einiges an Aktivität bei Aktien"


Bank of America hat in dem Bereich Einnahmen von 1,19 Mrd. Dollar verbucht, der höchste Wert seit dem ersten Quartal 2011. Bei Goldman Sachs lagen die entsprechenden Erlöse bei 1,77 Mrd. Dollar und damit 24 Prozent höher, ohne Berücksichtigung der Einnahmen aus einer Rückversicherungssparte, die die Bank im Laufe des Quartals veräußert hatte. JPMorgan Chase & Co. verzeichnete einen Anstieg von ebenfalls 24 Prozent auf 1,3 Mrd. Dollar. Citigroup hatte zwar den stärksten Anstieg, mit 942 Mio. Dollar Erlösen aber auch den geringsten absoluten Wert unter den fünf Spitzen-Instituten.


“Jeder spricht über die Rotation von festverzinslichen Anlagen hin zu Aktien”, sagte Goldman-Finanzvorstand Harvey Schwartz in einer Telefonkonferenz mit Analysten. “Wer weiß, wie sich das über die nächsten zehn Jahre auswirken wird, aber es gibt mit Sicherheit einiges an Aktivität bei Aktien, vor allem in Asien.”


Bei Morgan Stanley machte sich zudem ein höheres Handelsvolumen in Japan bemerkbar. Die US-Bank betreibt dort zwei Gemeinschaftsunternehmen mit Japans größtem Kreditinstitut Mitsubishi UFJ. Im Mai und Juni habe Morgan Stanley erstmals seit 15 Jahren den Spitzenplatz beim Handel an der Börse Tokio belegt, berichtete Ted Pick, weltweiter Leiter Aktien bei Morgan Stanley. Das Handelsvolumen im Nikkei 225 Index war im zweiten Quartal mehr als doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor, zeigen Bloomberg-Daten.


In den USA kaum verändert


In den USA blieb das Handelsvolumen dagegen kaum verändert. Das durchschnittliche tägliche Volumen bei US-Aktien betrug im zweiten Quartal 6,58 Millionen Aktien oder 3,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie aus Bloomberg-Daten hervorgeht.


In den Jahren von 2009 bis 2012 war das Handelsvolumen in den USA um ein Drittel eingebrochen und hatte einige Banken veranlasst, sich aus dem Aktienhandel zurückzuziehen. Royal Bank of Scotland gab diesen Bereich im vergangenen Jahr auf, Nomura hat den Aktienhandel in seine Brokersparte Instinet integriert.


(Bloomberg)

sime
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Danke Selector für den Artikel. Ich habe mich schon länger gefragt, weshalb die Volumen der Aktienmärkte im Zusammenhang der Geldpolitik relativ bescheiden sind, mit Ausnahme des Nikkei. Das hat mich dann zu folgendem Artikel geführt, weil ich wissen wollte, was Prime Brokerage ist. Die Hedge-Funds erlangen nämlich durch die Prime-Broker, also Grossbanken, den Genuss in den Grosshandel der Devisen zu gelangen, um von bankenüblichen Spreads zu profitieren. Die Prime-Broker sind auch zentral für die Long/Shortstrategie, weil sie den Hedgefunds Kredite gewähren durch die Wertpapierleihe, jedoch wichtiger scheint mir, dass sie durch den Tausch von Wertpapieren Kredite bekommen und so einen Leverage erzeugen können, der für die Finanzindustrie sehr riskant ist (siehe LCTM). Anscheinend praktizieren infolge der Nullzinsen vermehrt nun auch Sozialfonds diese Methode, um auf die erforderlichen Gewinne zu kommen. Bedenklich.

Jetzt man schaue sich die Entwicklung des Devisenhandels an (Stand 2011):

 

 

Nun der Artikel von heute aus der FAZ:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/investmentbanken-inves...

sime
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Auszug aus dem Artikel:

 


Die großen Prime Broker, zu denen auch die Deutsche Bank oder Häuser wie Bank of America, JP Morgan, Citigroup, UBS und CSFB zählen, beschäftigen Hunderte von Mitarbeitern. Demgegenüber setzt Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW) auf diesem Geschäftsfeld nur etwa zwei Dutzend Spezialisten ein. Die Investmentbank der Allianz-Gruppe, die sich erst seit Juli 2002 als Prime Broker betätigt, wirbt damit, Kunden ein integriertes Prime Brokerage quer über alle Arten von Wertpapieren und Finanzgeschäften anzubieten. Das erlaube es zum Beispiel, die von den Hedge-Fonds gestellten Sicherheiten für alle Geschäfte zu nutzen.

 

Mal im Klartext:

Das ist doch das reinste Ponzi-Scheme und Kasino geworden. Man kommt nämlich gleich zu den Konsequenzen, die es nach sich zieht, wenn Hedge-Funds am Grosshandel des Devisenmarktes teilnehmen, indem es ihnen erlaubt ist, durch Hinterlegung von Sicherheiten und Wertpapieren Kredite zu bekommen, um am Devisenmarkt Arbitrage zu betreiben. Das gibt den Hedge-Funds einen enormen Hebel und macht sie fast schon zu Banken, denn die Konsequenzen sind die gleichen. Die Banken oder Prime-Broker, welche ursprünglich als effiziente Clearingstelle schrittweise ihr Geschäftsmodell als Prime-Broker erweitert haben, da es lukrative Gebühren und Kommissionen absetzt, leiten die Wertpapiere weiter zu den Zentralbanken, falls es sich um Staatsanleihen handelt und erhalten so von diesen Kredite, welche sie den Hedge-Fonds weiterleiten, um am Devisenmarkt zu spekulieren. Das ist Geldschöpfung durch Hedge-Fonds. So gelangt ein Akzelerator-Prozess der Geldschöpfung in Schwung, der dadurch noch gesteigert wird, indem ein beidseitiges Interesse der Banken und der Hedge-Fonds besteht, dass die Zinsen für Kredite auf tiefem Niveau sind. So erhöhen sich die Margins der Hedge-Fonds und die Nachfrage nach Krediten bei den Banken, die wiederum von den Gebühren der Transaktionen profitieren, woraus sie Echtgeld beziehen. Die Wertpapiere, welche nicht als Sicherheiten bei den Notenbanken akzeptiert werden, lagern die Banken in Special Purpose Vehicles aus, um sie am Terminmarkt zu offerieren. So ist es nicht verwunderlich, dass Anbieter von strukturierten Finanzprodukten in den letzten 10 Jahren wie Pilze aus dem Boden gewachsen sind und deren Handelsvolumen sich um ein Vielfaches vermehrt haben. Denn sobald Hedge-Fonds zu bankenüblichen Spreads am Devisenmarkt teilnehmen können, wird die Wertpapierleihe nach einer Schliessung einer Position in eine nächste Kreditnachfrage umgewandelt. Hier kommt das Moneymanagement der Hedge-Fonds zum tragen, worin sie bestimmen, bei wieviel Verlust, sie einen Margincall auslösen wollen, welcher von den Primebroker ausgeübt wird. Wenn der Hedge-Fund verliert, gewinnt die Bank einen Teil der Wertpapiere des HF, wenn der HF gewinnt, kann er diese in Wertpapiere umwandeln, um sie als Sicherheit für weitere Kredite der Bank zu hinterlegen.

So gesehen erstaunt es nicht, dass die Banken nun erhebliche Gewinne an den Aktienmärkten machen, da sie durch die Hedge-Fonds in Besitz von Wertpapieren aus dem Leverage-Geschäft kommen, mit denen sie arbeiten können. Welcher Hedgefonds hat mit Aktien über 40% oder wie die Citigroup gar über 60% Gewinne gemacht? Man muss lediglich die als Sicherheiten geliehenen Wertpapiere für Devisengeschäfte der HFs an der Terminbörse OTC weiterleihen und so wird aus geliehenen und verliehenen Wertpapieren im Terminmarkt stets Echtgeld für die Banken bzw. Prime-Broker, ohne dass das Handelsvolumen der Aktienmärkte merklich steigt. Die Banken füttern die Fische, also HFs, mit Niedrigzinsen zur Kreditnachfrage für Leverages, um am Devisenmarkt teilzunehmen und kommen so dazu, mit Wertpapieren zu handeln, die sie nur geliehen haben. Dass die FED nun Staatsanleihen den Banken abkauft, sorgt dafür, dass die Banken noch mehr Kredite an die HFs vergeben können, weil die Grossbanken sind die einzigen, welche an Auktionen für die Erstausgabe von Staatsanleihen teilnehmen dürfen. Die Bilanzsumme der Fed ist seit Jahresbeginn bereits um 19,7% in absoluten Zahlen gestiegen und die Hälfte davon machten neu monetarisierte US-Staatsanleihen aus. Die Grossbanken müssen das Geld, das sie dem Staat leihen, gar nicht haben, sondern bieten auf der Auktion mit und bekommen den Zuschlag. Die HFs kaufen dann im grossen Stil diese Staatsanleihen, welche die Banken auf den Sekundärmarkt bringen, weil sie ja relativ sicher sind, dass die FED die Bondpreise mit ihren Käufen stützt. Diese Staatsanleihen dienen den HFs als Sicherheit, um bei den Prime-Broker Kredite zu bekommen für Devisengeschäfte. Kein Wunder veröffentlicht die FED seit 2006 das M3-Aggregat nicht mehr. Das ist ein reinstes Ponzi-Scheme.

Das erklärt auch, weshalb wir bei den Währungen kaum Inflation haben, obschon die Geldmenge derart ausgeweitet wird. Nämlich durch die Nachfrage der HFs für Kredite, um am Devisenmarkt teilzunehmen, nehmen sie Kredite in der einen Währung auf, um sie in eine andere zu tauschen. Die Stärke der einen Währung zur anderen wird dann durch entsprechende Fundamentaldaten beeinflusst und dies steuert die Trades. Das Verrückte ist, dass die Geldmenge der entsprechenden Währungen durch solche gehebelten Trades der HFs ständig ausgeweitet wird, weil der Leverage auf Kredit basiert und diese Nachfrage nach Kredit in einer Währung und am Devisenmarkt kaum Einfluss auf die Stärke der Währung hat. Man geht entweder short oder long, aber was es bewirkt, ist, dass das Volumen der Devisen ständig grösser und grösser wird. Die Kredite werden dann in der gleichen Währung zurückbezahlt, wenn die Position geschlossen wird. Dann wird schon wieder der nächste Kredit fällig oder es findet ein Roll-Over statt.

Wir haben hier vier Perspektiven. Die Zentralbank, die Regierung, die Banken und die HFs. Die Zentralbank muss schauen, dass die Währung stabil bleibt. Durch die Nachfrage nach Krediten von HFs für Devisengeschäfte sorgt dafür, dass dies so bleibt. Die Regierung benötigt Geld, um ihre Schulden und Zinsen zu bezahlen. Das kann sie nur durch Herausgabe von neuen Staatsanleihen. Die Banken bieten Angebote und die Zentralbank kauft sie dann auf dem Sekundärmarkt den Banken ab und hält so die Zinsen tief. Die HFs machen das auch, um den Banken Sicherheiten für Kredite zu gewähren, damit sie ihre Assets hebeln können und von den tiefen Zinsen profitieren. Die Kredite sorgen für die Nachfrage nach der Währung der Zentralbank und sorgt dafür, dass die Währung an Kaufkraft gewinnt. Je mehr Nachfrage, desto höher der Preis. Der Rattenschwanz endet halt dort, dass die Zentralbank eine veritable Bad Bank geworden ist, weil sie die Schulden des Staates kauft ad infinitum kauft und sie sie nicht mehr verkaufen kann. Der Geschädigte wird dann das Volk sein, wenn die Währung kollabiert, weil der Staat irgendwann die Schuldenlast trotz Niedrigzinsen nicht mehr tragen kann und keine Teilnehmer die Währung noch stützen können.

Gemäss dieser Logik bedeutet dies, dass wenn die Renditen für Staatsanleihen steigen, weil der Bernanke die Märkte mit seinen Aussagen testet, dann nimmt das Volumen des Devisenmarktes ab, weil die Staatsanleihen stark abverkauft werden von Akteuren wie HFs, die auf die FED angewiesen sind. Positionen müssen geschlossen werden, weil Margin-Calls erfolgen und der Dollar gewinnt an Stärke, weil nun alle anderen Währungen im Dollar long gehen und die Dollarkredite für Devisengeschäfte zu einem Nachfrageeinbruch führen, weil die Zinsen gestiegen sind. Das Volumen der Devisen nimmt also ab. Bernanke musste seine Aussage also umgehend korrigieren, damit die Abverkäufe der Staatsanleihen seitens der HFs aufhören und sie das Dollarvolumen durch Kreditnachfrage erhöhen, damit diese die anderen Währungen shorten oder long gehen. Je mehr Masse, desto mehr Widerstand. Der Dollar darf nicht zu stark werden, um den Export nicht zu gefährden, bzw. durch Importe die heimische Wirtschaft abzuwürgen.

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USA will Schuldenquote nun doch absenken
 

Die US-Regierung ist offenbar entgegen ihrer bisherigen Weigerung bereit, sich auf mittelfristige Vorgaben zur Rückführung der Staatsverschuldung einzulassen.

Das geht aus Zahlen eines Entwurfs für eine Anschlussregelung zu den sogenannten Toronto-Zielen hervor, die Reuters am Wochenende vorlagen. Mit den Toronto-Verabredungen zur Defizit- und Schuldenentwicklung wollten die Industriestaaten innerhalb der G20-Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer 2010 die Wende in der staatlichen Schuldenpolitik einleiten.

Genannt werden in dem Entwurf für die jüngsten Beratungen der G20-Finanzminister und -Notenbankchefs für die einzelnen Länder Zielwerte für die Entwicklung der Schuldenquote bis einschließlich 2017. Die Toronto-Vereinbarung läuft nur bis 2016. Generell soll dann in allen G20-Industrieländern die Trendwende hin zu einer rückläufigen Schuldenquote eingeleitet sein. Für die meisten Schwellenländer sind keine Vorgaben vorgesehen.

Über eine Anschlussregelung an die Toronto-Ziele soll beim Treffen der Staats- und Regierungschefs Anfang September im russischen St. Petersburg entschieden werden, wie Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am Samstag in Moskau zum Abschluss des Ministertreffens sagte.

Deutschland als Antreiber

Nach der Zahlenübersicht ist für die USA im Gespräch, die Verschuldung gemessen an der jährlichen Wirtschaftsleistung - allerdings hier nur begrenzt auf die Bundesebene - von 72,6 Prozent im Jahr 2012 bis auf 78,2 und 78,1 Prozent in den Jahren 2015 und 2016 ansteigen zu lassen. Ein Jahr später soll sie dann aber auf 77,3 Prozent abgesenkt werden.

Für Deutschland ist nach den Zahlen eine konstant fallende Schuldenquote als Leitpfad vorgessehen. Von 81,9 Prozent soll sie beständig bis auf 69,0 Prozent im Jahr 2017 fallen. Für Frankreich ist der Höhepunkt der Staatsverschuldung mit 94,3 Prozent für 2014 eingeplant, danach soll die Quote bis auf 88,2 Prozent im Jahr 2017 abnehmen. Für Italien ist eine Rückführung der staatlichen Verschuldung von gut 127 Prozent 2012 auf gut 117 Prozent in vier Jahren vorgesehen.

Für die EU insgesamt soll die Schuldenquote bis 2017 bei 82,7 Prozent liegen, gut vier Punkte unter dem Wert des vergangenen Jahres. Für Japan, das mit einer Schuldenquote von weit über 200 Prozent einen Sonderfall darstellt und auch von den Toronto-Zielen ausgenommen war, werden in der Zahlenübersicht weiterhin keine Zielvorgaben genannt.

Der heftigste Verfechter möglichst konkreter Vorgaben für nachhaltig solide Staatsfinanzen in der G20 ist seit längerem Deutschland. Dagegen hatten sich die USA bislang mit Händen und Füßen gegen jede Form konkreter Zielwerte gewehrt. Allerdings hatte Deutschland ursprünglich angestrebt, dass sich die G20-Länder auf noch längerfristige Schulden-Entwicklungspfade einlässt.

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MarcusFabian
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Zyndicate hat am 22.07.2013 - 08:17 folgendes geschrieben:

Genannt werden in dem Entwurf für die jüngsten Beratungen der G20-Finanzminister und -Notenbankchefs für die einzelnen Länder Zielwerte für die Entwicklung der Schuldenquote bis einschließlich 2017.

Kommt mir vor wie ein Alki, der hoch und heilig schwört, dass er nächste Wochen mit dem Saufen aufhört, wenn man ihm jetzt - sofort - eine Pulle Schnaps spendiert. Biggrin

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MarcusFabian hat am 22.07.2013 - 19:54 folgendes geschrieben:



Zyndicate hat am 22.07.2013 - 08:17 folgendes geschrieben:



Genannt werden in dem Entwurf für die jüngsten Beratungen der G20-Finanzminister und -Notenbankchefs für die einzelnen Länder Zielwerte für die Entwicklung der Schuldenquote bis einschließlich 2017.


Kommt mir vor wie ein Alki, der hoch und heilig schwört, dass er nächste Wochen mit dem Saufen aufhört, wenn man ihm jetzt - sofort - eine Pulle Schnaps spendiert. smiley


Der ist wirklich gut! Vergesst, dass die Staaten jemals sparen lernen. Das wird nur durch den Druck der Märkte funktionieren, respektive ab dem Punkt, wo auch "Supermario" die Hände gebunden sein werden. Vorher wird das Ausgabenwachstum kaum sinken. Ist ja nicht den Politikern ihr Geld...


Schon bemerkt: Es wird in vielen Staaten (CH inklusive!) über "kaputtsparen" des Staates gejammert wenn die Ausgabensteigerungsrate sinkt! Unglaublich...

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Rookie65 hat am 26.07.2013 - 11:29 folgendes geschrieben:


Der ist wirklich gut! Vergesst, dass die Staaten jemals sparen lernen. Das wird nur durch den Druck der Märkte funktionieren,

Es funktioniert eben gar nicht. Das liegt systemisch begründet in unserem Geldsystem!

Die Geldmenge muss zwangsläufig mindestens um den Schuldzins wachsen. Das heisst, die Schulden in einem Währungsraum müssen immer wachsen. Wenn sich der Staat nicht verschulden will, muss es ein anderer tun. Unternehmen oder Private. Anders geht es nicht.

 

Elias
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Mitte Oktober sind die USA pleite

Die USA stossen nach Angaben von Finanzminister Jacob Lew Mitte Oktober an die gesetzliche Schuldenobergrenze. Danach ist das Land zahlungsunfähig.

 

http://www.20min.ch/finance/news/story/Mitte-Oktober-sind-die-USA-pleite...

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Elias hat am 27.08.2013 - 10:52 folgendes geschrieben:

 Danach ist das Land zahlungsunfähig.

Nö, danach wird die Schuldenobergrenze nach oben gesetzt. So wie immer.

Elias
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MarcusFabian hat am 27.08.2013 - 14:52 folgendes geschrieben:

Elias hat am 27.08.2013 - 10:52 folgendes geschrieben:

 Danach ist das Land zahlungsunfähig.

Nö, danach wird die Schuldenobergrenze nach oben gesetzt. So wie immer.

Schau ma mal.

 

Ende Januar einigte sich der Kongress auf einen Kompromiss, der die Schuldenobergrenze bis zum 18. Mai aussetzte.

Derzeit gelten Sondermassnahmen wie das Aussetzen von staatlichen Beiträgen in Pensionskassen.

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MarcusFabian hat am 27.08.2013 - 14:52 folgendes geschrieben:



Elias hat am 27.08.2013 - 10:52 folgendes geschrieben:



 Danach ist das Land zahlungsunfähig.


Nö, danach wird die Schuldenobergrenze nach oben gesetzt. So wie immer.


Die Diskussion um die Schuldenobergrenze ist ein Witz. Das Tool wurde konzipiert, als Politiker noch Hirn hatten und nicht nur Ihre eigenen Interessen verfolgten. Als Disziplinierung bei den Ausgaben. Spätestens nach 2008 hätte man diese Zahl vergessen und einstampfen  können. Oder setzt jemand Geld darauf, dass die Grenze nicht ad perpetuum erhöht wird?

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USA bleiben stärkste Wirtschaftsnation Die USA werden laut einer Studie noch einige Jahre die stärkste Wirtschaftsnation bleiben
 

China kann einer Studie zufolge die USA in den nächsten zwanzig Jahren nicht als stärkste Wirtschaftsmacht der Erde ablösen.

Während das Reich der Mitte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut Hochrechnungen von heute 3,7 Billionen Euro auf 11 Billionen Euro steigern kann, liegen die Vereinigten Staaten im Jahr 2035 immer noch mit 19 Billionen Euro (heute: 11 Bio Euro) klar vorn. Das ergab eine Untersuchung des Forschungsinstituts Prognos für die Tageszeitung "Die Welt".

"China holt rasant auf, aber das wird längst nicht reichen, um die USA bis zum Jahr 2035 vom Thron zu stossen", sagte Michael Böhmer, Chefökonom von Prognos, der Zeitung (Freitag).

Die USA liegt damit künftig mit einem Anteil von 27 Prozent an der weltweiten Wirtschaftskraft vor China (16 Prozent). Deutschland folgt nach Japan und Indien nur auf Platz fünf (heute: Platz vier) mit einem Anteil von etwa 4,6 Prozent. Mit einbezogen in die Studie zu 42 Ländern wurden Faktoren wie die demografische Entwicklung, aber auch die Verschuldungsziele und Prognosen zu Faktoren wie Ölpreis, Inflation und Handel.

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US/Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken überraschend

12.09.2013 14:41
 

WASHINGTON (awp international) - In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend zurückgegangen. Im Vergleich zur Vorwoche sind sie von 323.000 auf 292.000 Anträge gesunken, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg auf 330.000 Anträge gerechnet.

Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt fiel die Zahl hingegen um 7.500 auf 321.250 Anträge.

Woche zum  Erstanträge  Veränderung  4-Wochenschnitt   Veränderung

07. Sep 13       292            -31       321,25          -7,50
31. Aug 13       323            -10       328,75          -3,00
24. Aug 13       333             -4       331,75           1,25
17. Aug 13       337             15       330,50          -2,00

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USA stehen erneut vor dem Bankrott
 

Den USA droht nach Einschätzung der Haushaltsbehörde des Kongresses zwischen Ende Oktober und Mitte November die Zahlungsunfähigkeit. Noch gäbe es aber ein Mittel dagegen.

Sollte das Parlament die Schuldenobergrenze erhöhen, könnte die Pleite noch abgewendet werden. Dies sagte der Direktor der überparteilichen Einrichtung, Doug Elmendorf, am Dienstag vor Journalisten. Zugleich nannte er die zuvor ausgegebene Warnung des Finanzministeriums "plausibel", in rund einem Monat kein frisches Geld mehr aufnehmen zu können. Sollte die Regierung tatsächlich ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können, hätte das verheerende Folgen für die Konjunktur der weltgrößten Volkswirtschaft.

Die Regierung in Washington wendet bereits seit Monaten Notfallmaßnahmen an, um das bei 16,7 Billionen Dollar liegende Schuldenlimit zu umgehen und so weiter ihre Rechnungen begleichen zu können. Damit die Grenze heraufgesetzt werden kann, müssen die oppositionellen Republikaner im Kongress mitziehen.

In der Partei gibt es jedoch viele Mitglieder, die ihre Zustimmung nur unter Bedingungen geben wollen. So kursiert etwa ein Plan, die Finanzierung der Gesundheitsreform - dem wichtigsten innenpolitischen Projekt von Präsident Barack Obama - im Gegenzug auf Eis zu legen. Obama hat erklärt, sich auf keine Verhandlungen einzulassen.

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US-Finanzkrise im letzten Moment verhindert
 

In letzter Minute hat der Kongress den drohenden Zahlungsausfall der USA fürs Erste abgewendet und ein mögliches Chaos an den Finanzmärkten verhindert. Allerdings droht bereits Anfang 2014 ein neuer Finanzstreit.

Beide Kammern stimmten am Mittwochabend (Ortszeit) für ein Gesetz, das eine Erhöhung des Schuldenlimits und einen Übergangsetat für die Regierung vorsieht. Damit kann der Staat wieder seine Rechnungen begleichen. Hunderttausende Staatsbedienstete kehren aus dem Zwangsurlaub zurück. Das Problem ist allerdings nur vertagt: Republikaner und Demokraten streiten seit Jahren über Steuererhöhungen und Haushaltskürzungen.

Präsident Barack Obama setzte mit seiner Unterschrift das Gesetz in Kraft. Die entscheidende Hürde nahm das Papier im Abgeordnetenhaus, wo der rechte Flügel der Republikaner tragfähige Kompromisse wochenlang blockiert hatte. Mit 285 zu 144 Stimmen gab die Kammer grünes Licht für den Kompromiss, der das Gezerre um die Finanzen der weltgrössten Volkswirtschaft vorerst beendet. 87 Republikaner stimmten für das Papier, insgesamt waren 216 Ja-Stimmen notwendig. Wenige Stunden zuvor hatte der Senat den Entwurf mit klarer Mehrheit gebilligt.

Verwaltung geht wieder an die Arbeit

Mit Obamas Zustimmung kann die seit 1. Oktober weitgehend lahmgelegte Verwaltung schon am Donnerstag wieder an die Arbeit gehen. Alle Angestellten, die wegen des Finanzierungsnotstands beurlaubt wurden, könnten wieder an die Arbeit gehen, teilte die Budgetabteilung des Weissen Haus mit. Geschlossene Behörden sollten wieder öffnen, hiess es. Hunderttausende Staatsbedienstete waren wegen der Haushaltskrise in Zwangsurlaub geschickt wurden, tagelang mussten Angestellte um ihre Gehaltschecks bangen.

Die Einigung kam nur wenige Stunden vor Ablauf der wichtigen Frist zur Anhebung des Schuldenlimits von derzeit 16,7 Billionen Dollar (12,3 Billionen Euro). Ihren Nervenkrieg um die Finanzen haben die Parteien allerdings nur auf die lange Bank geschoben. Denn der Kompromiss sieht lediglich vor, dass das Schuldenlimit bis zum 7. Februar 2014 angehoben wird und das Land damit seine Rechnungen bezahlen kann. Der Übergangsetat gilt bis zum 15. Januar. Bereits Mitte Dezember muss eine Kommission mit Vertretern beider Lager Vorschläge machen, wie die Schulden der USA abgebaut werden können.

Finanzminister Jacob Lew sagte, das Vertrauen in die USA bleibe durch den überparteilichen Vorstoss erhalten. "Dank der heutigen Bemühungen werden wir weiterhin all unsere Verpflichtungen erfüllen", teilte Lew nach der Abstimmung im Senat mit. "Über 224 Jahre haben wir die Kreditwürdigkeit der USA als stärkste in der Welt etabliert." Die "Wolke der Unsicherheit", die über der Wirtschaft gehangen habe, sei nun endlich verflogen.

"Hätten es besser machen können"

"Wir hätten es viel, viel besser machen können", schrieb der republikanische Senator Lindsey Graham auf Twitter. Letztlich hätten die Republikaner zu hoch gepokert. Der Mehrheitsführer seiner Partei im Abgeordnetenhaus, John Boehner, gab sich nach wochenlangem Tauziehen geschlagen und empfahl seinen Gefolgsleuten, für die Vorlage zu stimmen. "Wir haben einen guten Kampf geliefert, wir haben einfach nicht gewonnen", sagte Boehner in einem Radio-Interview.

"Wir können dieses Trauerspiel zu Ende bringen", sagte Boehners demokratische Gegenspielerin Nancy Pelosi. "Wir dürfen denselben Fehler nicht noch einmal machen", sagte Senats-Fraktionschef Harry Reid, der mit seinem republikanischen Amtskollegen Mitch McConnell den Kompromiss ausgehandelt hatte. Der demokratische Senator Chuck Schumer stellte klar: "Wir hätten niemals durchmachen sollen, was wir durchgemacht haben". Einige Republikaner hielten auch im Nachhinein an der umstrittenen Blockadestrategie fest: "Es geht nicht immer darum, zu gewinnen", sagte etwa der republikanische Abgeordnete Matt Salmon. "Manchmal geht es darum, es zu versuchen."

Besonders die konservative Tea-Party-Bewegung hat Umfragen zufolge in der US-Bevölkerung deutlich an Ansehen verloren. Lange hatte sie mögliche Kompromisse in dem Streit blockiert. Knapp die Hälfte aller Amerikaner hätten mittlerweile ein schlechtes Bild von der Tea Party, fand das Pew-Institut in seiner jüngsten Umfrage heraus. Das sind doppelt so viele wie im Februar 2010. Doch auch die Politiker beider Parteien haben Umfragen zufolge an Ansehen verloren./jot/DP/kja

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US/Produzentenpreise sinken überraschend

29.10.2013 13:36



WASHINGTON (awp international) - In den USA sind die Produzentenpreise im September überraschend gefallen. Im Monatsvergleich seien sie um 0,1 Prozent gesunken, teilte das US-Arbeitsministerium am Dienstag in Washington mit. Volkswirte hatten hingegen einen Anstieg um 0,2 Prozent erwartet. Im August hatten die Preise zum Vormonat um 0,3 Prozent zugelegt.

Im Jahresvergleich kletterte das Preisniveau im September laut Ministerium um 0,3 Prozent. Die Markterwartungen hatten bei plus 0,6 Prozent gelegen. Im Vormonat waren die Preise um 1,4 Prozent zum Vorjahr gestiegen.

Ohne Berücksichtigung von schwankungsanfälligen Komponenten wie Lebensmitteln und Energie (Kernindex) stiegen die Produzentenpreise im September wie erwartet um 0,1 Prozent. Die Jahresrate lag hier bei plus 1,2 Prozent und damit ebenfalls so hoch wie erwartet./jkr/hbr

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