Schuldenkrise Amerika

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Generalstreik legt

Generalstreik legt Argentinien weitgehend lahm

Ein Generalstreik hat Argentinien weitgehend lahmgelegt. Öffentliche Transportmittel standen am Montagmorgen still, Airlines hatten ihre Flüge gestrichen, auch Industrie und Handel ruhten grösstenteils. Zu dem 24-stündigen Ausstand, der sich gegen die Wirtschaftspolitik des konservativen Präsidenten Mauricio Macri richtet, hatte der Gewerkschaftsdachverband CGT aufgerufen.

25.06.2018 17:47

Die Gewerkschaften fordern unter Hinweis auf die hohe Inflation Tarifverhandlungen ohne die Vorgabe einer Obergrenze. Die Regierung will Gehaltserhöhungen von maximal 15 Prozent zugestehen, obwohl die jährliche Teuerungsrate Anfang Juni bei 26 Prozent lag.

Der Protest richtet sich auch gegen Sparmassnahmen, die die Regierung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) vereinbart hat. Argentinien wurde nach einer starken Abwertung der Landeswährung eine Finanzhilfe von bis zu 50 Milliarden Dollar (44 Mrd. Euro) gewährt. Im Gegenzug verpflichtete sich die Regierung, das Haushaltsdefizit schneller abzubauen und die Inflation in einer Bandbreite von 27 bis 32 Prozent zu begrenzen.

Die Gewerkschaften befürchten, dass die Etatkürzungen zu massiven Entlassungen in der Staatsverwaltung und zur Einstellung von öffentlichen Bauprojekten führen wird.

Kabinettschef Marcos Peña bezeichnete den Ausstand als "politischen Streik". Nach Schätzungen des Finanzministeriums kostet der Generalstreik die Wirtschaft 28 Milliarden Peso (900 Mio. Euro)./jg/DP/he

(AWP)

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Neubauverkäufe steigen

Neubauverkäufe steigen deutlich stärker als erwartet

In den USA sind die Verkäufe neuer Häuser im Mai deutlich stärker gestiegen als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat seien sie um 6,7 Prozent geklettert, wie das Handelsministerium am Montag in Washington mitteilte.

25.06.2018 16:33

 Analysten hatten lediglich einen Anstieg um 0,7 Prozent erwartet. Auf das Jahr hochgerechnet stiegen die Hausverkäufe auf 689 000 Einheiten. Hier war ein Wert von 667 000 erwartet worden.

Die Verkäufe im Vormonat sind laut revidierten Zahlen allerdings deutlich stärker gefallen als zunächst ermittelt. Sie fielen um 3,7 Prozent im Monatsvergleich. In einer ersten Schätzung war lediglich ein Rückgang um 1,5 Prozent festgestellt worden. Die auf das Jahr hochgerechnete Zahl wurde für den April von 662 000 auf 646 000 nach unten korrigiert.

(AWP)

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Links-Nationalist López

Links-Nationalist López Obrador zum Präsidenten Mexikos gewählt

Der Links-Nationalist Andrés Manuel López Obrador wird neuer Präsident von Mexiko.

02.07.2018 07:01

Nach einer ersten offiziellen Hochrechnung erhielt er zwischen 53 und 53,8 Prozent der Stimmen. Dies teilte der Wahlrat am Sonntagabend (Ortszeit) mit. Damit wird er Amtsinhaber Enrique Peña Nieto ablösen. Der Konservative Ricardo Anaya kam demnach auf 22,1 bis 22,8 Prozent und José Antonio Meade von der Regierungspartei PRI erreichte 15,7 bis 16,3 Prozent.

Stunden zuvor gab es bereits die Ergebnisse einer Nachwahlbefragung des Instituts Parametria. Demnach kam der ehemaligen Bürgermeister von Mexiko-Stadt, López Obrador, auf 53 bis 59 Prozent der Wählerstimmen. PAN-Kandidat Anaya erreichte 27 Prozent; der Kandidat der amtierenden Regierungspartei PRI, José Antonio Meade, kam auf 22 Prozent.

 

 

Anaya und Meade gestanden ihre Niederlage kurz nach Bekanntgabe der ersten Prognosen ein. Die Tendenzen seien nicht günstig, sagte Meade bei einer Pressekonferenz. "Weil ich an die Demokratie glaube, weil ich Demokrat bin, zeigen mir die Ergebnisse, dass die Tendenz zu Andrés Manuel López Obrador geht", sagte Anaya vor Unterstützern.

US-Präsident Donald Trump gratulierte umgehend dem linken Kandidaten Andres Manuel López Obrador zum Sieg bei der Präsidentschaftswahl in Mexiko. "Ich freue mich sehr darauf, mit ihm zusammenzuarbeiten", twitterte Trump am Sonntagabend (Ortszeit). "Es gibt viel zu tun, von dem sowohl die Vereinigten Staaten als auch Mexiko profitieren werden!"

 

 

Boliviens sozialistischer Präsident Evo Morales schickte ebenfalls Glückwünsche über Twitter: "Wir sind uns sicher, dass seine Regierung eine neue Seite in der Geschichte der lateinamerikanischen Würde und Souveränität schreiben wird." Venezuelas umstrittener Präsident Nicolás Maduro beglückwünschte das Brudervolk Mexikos ebenfalls in einem Tweet.

Rund 89 Millionen Menschen waren wahlberechtigt. Nach einer ersten Schätzung des Wahlrats lag die Wahlbeteiligung bei rund 61 Prozent. Auch in der Hauptstadt Mexiko-Stadt konnte sich die Partei von López Obrador durchsetzen. Nach ersten Auszählungen wurde dort Claudia Sheinbaum zur neuen Bürgermeisterin gewählt. Sheinbaum ist die erste Frau, die in das Amt gewählt wurde.

(SDA)

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Ausländische Investitionen in

Ausländische Investitionen in den USA um 32 Prozent zurückgegangen

Trotz der Bemühungen von US-Präsident Donald Trump sind ausländische Investitionen in den USA nach seinem Amtsantritt deutlich zurückgegangen. Die Summe sank 2017 verglichen mit dem Vorjahr um 32 Prozent auf 259,6 Milliarden Dollar (221,2 Mrd Euro), wie das Büro für Wirtschaftsanalysen (BEA) des US-Handelsministeriums am Mittwoch mitteilte. 2016 hatten die Auslandsinvestitionen in den USA noch ein Volumen von 379,7 Milliarden Dollar. Im Jahr zuvor hatten sie auf einem Rekordwert von 439,5 Milliarden Dollar gelegen.

11.07.2018 22:00

Der Rückgang in den USA folgt einem internationalen Trend, ist aber deutlich ausgeprägter. Nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vom April nahmen Auslandsinvestitionen 2017 weltweit um 18 Prozent ab. Die OECD hatte zum Rückgang in den USA angemerkt, dass Investoren womöglich Trumps Steuerreform abwarten wollten.

Dieser Logik zufolge könnten die Investitionen im laufenden Jahr wieder zunehmen, nachdem die Steuerreform im vergangenen Dezember verabschiedet wurde. Allerdings hatten einzelne Investoren auch angekündigt, wegen der Zollpolitik Trumps Vorsicht walten lassen zu wollen.

Trump hat mit einer ganzen Reihe von Nationen wie China und Kanada oder auch der EU Handelskonflikte begonnen, deren Auswirkungen auf Auslandsinvestitionen noch nicht absehbar sind. Aus Kanada kamen im vergangenen Jahr nach BEA-Angaben mit 66,2 Milliarden Dollar die meisten Investitionen. Die EU-Staaten machten insgesamt 40 Prozent aller Auslandsinvestitionen in den USA aus. Trump wirbt seit seinem Amtsantritt im Januar 2017 um Auslandsinvestitionen./cy/shg/DP/he

(AWP)

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Fed-Chef: Wirtschaft

Fed-Chef: Wirtschaft profitiert mindestens drei Jahre von Trump

Die US-Konjunktur profitiert nach Einschätzung von Notenbank-Chef Jerome Powell noch mehrere Jahre von der Wirtschaftspolitik des amerikanischen Präsidenten Donald Trump.

13.07.2018 07:05

"Ich denke, die Wirtschaft befindet sich in einer wirklich guten Lage", sagte der Präsident der Federal Reserve am Donnerstag in einem Interview der Radioanstalt Marketplace.

"Wenn man die Steuern senkt und die Ausgaben erhöht, wird man aller Voraussicht nach mehr Aktivität erleben. Man wird wahrscheinlich mindestens für die nächsten drei Jahre erhebliche Unterstützung der wirtschaftliche Aktivität sehen." Trump hat unter anderem die grösste Steuerreform seit mehreren Jahrzehnten in Kraft gesetzt.

(Reuters)

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Werden diese US-Aktien bald

Werden diese US-Aktien bald abheben?

Die Musik spielt noch immer US-Aktienmarkt, das zeigt die Börsenentwicklung in diesem Jahr. Einigen US-Aktien könnte der grosse Anstieg erst noch bevorstehen: Wo Analysten eine Überperformance sehen - und wo nicht.

15.07.2018 23:03

Von Pascal Züger

Anleger, die im laufenden Jahr US-Aktien übergewichten, haben die richtige Strategie gewählt: Der S&P 500 mit den 500 grössten börsennotierten US-Firmen kann seit 1. Januar um 5 Prozent zulegen. Noch deutlich stärker ist der US-Technologieindex Nasdaq 100 unterwegs, mit plus 15 Prozent. Keiner der wichtigeren Börsenplätze weltweit kann da mithalten. Schon gar nicht der Swiss Market Index (SMI), der 5 Prozent verloren hat seit Jahresbeginn.

US-Aktien werden auch in der zweiten Jahreshälfte tonangebend bleiben. Zumindest, wenn es nach Blackrock geht: Der weltweit grösste Vermögensverwalter bevorzugt aufgrund erwarteter starker Unternehmensgewinne weiterhin US-Aktien gegenüber anderen Regionen, wie in einem Halbjahresausblick geschrieben steht.

Für Schweizer Anleger könnte es sich also lohnen, einen Blick in die USA zu wagen. Doch die richtige Aktienwahl ist gar nicht so leicht, zumal viele Aktien - vor allem aus dem Tech-Bereich - schon stark zugelegt haben und daher als zu teuer gelten.

Es gibt aber durchaus noch Titel, in denen noch viel Kurspotenzial schlummert. Wie eine Auswertung vom US-Finanzdatenunternehmen FactSet zeigt, trauen Analysten folgenden Titeln aus dem S&P 500 für die nächsten 12 Monate die deutlichste Überperformance zu. Sie gelten als unterbewertet.

S&P 500-Aktien mit den grössten Kurspotenzial

Titel Kurspotenzial (12 Monate)* Performance seit 1.1.18
Nektar Therapeutics (Biotech) +53% -20%
Lam Research (Halbleiterausrüster) +35% -7%
Xerox (IT-Unternehmen) +34% -14%
Jefferies Financial (Bank) +33% -15%
American Airlines (Fluggesellschaft) +32% -30%
Micron (Halbleiterhersteller) +31% +35%

*Unterschied zwischen durchschn. 12-Monat-Analystenkursziel und aktuellem Kurs.
Quellen: FactSet und cash.ch

Nur einer dieser sechs potenziellen Kursraketen hat 2018 bereits zünden können: Der Halbleiterhersteller Micron. Plus 35 Prozent sind es in diesem Jahr, sogar plus 75 Prozent in den letzten 52 Wochen. Und der Analystenkonsens traut der Aktie noch einen weiteren Anstieg um 31 Prozent zu.

Der Hersteller von Speicherchips für Smartphones und Computer überraschte mit einer Gewinnvervierfachung im vergangenen Geschäftsjahr. Generell sind Halbleiterhersteller im Trend, da diese Firmen von immer leistungsstärkeren Smartphones und dem Ausbau der Cloud-Infrastruktur profitieren. Der Marktforscher Garner erwartet für 2018 einen weltweiten Umsatzanstieg im Halbleiterbereich um 7,5 Prozent.

Halbleiter-Boom mit Abnützungserscheinungen

Doch der Halbleiter-Boom bekommt erste Risse: Es tummeln sich inzwischen sehr viele Player im Markt. Dadurch warnen verschiedene Analysten vor einem Preisrutsch im Halbleiterbereich, was die Gewinne schmälern würde. Bei Micron kam jüngst noch ein weiteres Problem hinzu: Ein chinesisches Gericht untersagte dem Halbleiterhersteller aus Idaho den Verkauf von 26 Chip-Produkten in die Volksrepublik. Bleibt dieses Verbot bestehen, trifft dies Micron hart, da die Hälfte des Umsatzes in China generiert wird.

Solange dieser Gerichtsfall noch hängig ist, sollten Anleger die Finger von Micron lassen. Lam Research bietet aus dem US-Halbleitersektor nach einer bereits erfolgten Korrektur womöglich die bessere Einstiegschance. Die CS sieht hier das Wachstumspotenzial noch nicht genügend eingepreist, auch viele andere Analysten sind optimistisch (cash berichtete).

Xerox: Die Wette auf eine Übernahme

Die 1906 gegründete Xerox galt lange als Inbegriff von Innovation und hatte eine führende Position in der Herstellung von Fotokopierern. Doch die letzten Jahre taumelt der ehemalige Riese. Unter Druck der Grossaktionäre Carl Icahn und Darwin Deason (sie halten zusammen 15 Prozent der Aktien) teilte sich die Firma im Januar 2017 auf die zwei Bereiche Drucker und Kopierer (weiterhin unter dem Namen Xerox) sowie Business Process Outsourcing (neu mit dem Namen Conduent) auf.

Im laufenden Jahr hätte nun die schlankere Xerox von der japanischen Fujifilm übernommen werden sollen. Doch Icahn und Deason hielten den Deal für schlecht und wehrten sich gegen den Verkauf. Mit Erfolg: Im Mai scheiterte die Übernahme. Dass Xerox verkauft wird, wird dennoch erwartet. Icahn und Deason sollen aber im Minimum ein Barangebot von mindestens 40 Dollar pro Aktie fordern - das wäre zum jetzigen Kurs bei knapp 25 Dollar eine massive Prämie für die Aktionäre.

American Airlines mit Kursberichtigung?

Auffallend optimistisch sind die Analysten auch bei der Fluggesellschaft American Airlines: 32 Prozent Kurspotenzial soll die Aktie mit Blick auf die nächsten 12 Monate noch besitzen. Und das zu einem Zeitpunkt, wo eigentlich wenig für diese Branche spricht: Der Konkurrenzkampf drückt die Preise, ausserdem sorgt der gestiegene Rohölpreis für höhere Treibstoffkosten. Gleichzeitig hat die Aktie in diesem Jahr bereits 30 Prozent eingebüsst.

Aktienperformance der American Airline in den letzten 52 Wochen, Quelle: cash.ch

Vor zwei Tagen kam nun eine weitere Hiobsbotschaft hinzu: Die Jahresprognose für den Umsatz je Sitzkilometer - es handelt sich dabei um eine wichtige Grösse für Fluggesellschaften - wurde von bisher 1,5 bis 3,5 Prozent auf 1,0 bis 1,3 Prozent nach unten korrigiert. Die Aktie brach gleichentags um 6,5 Prozent ein.

Es ist gut möglich, dass die Analysten ihre Kursziele bald etwas nach unten korrigieren werden. Sehr mutige Anleger mit einem Contrarian-Ansatz können aber auch auf eine Gegenbewegung hoffen - vor allem dann, wenn sich der Handelskrieg wieder abkühlt und die Ölpreise etwas sinken sollten.

Twitter viel zu teuer

Es gibt auf der anderen Seite auch US-Aktien, die nach Analysten-Massstäben zum laufenden Kurs deutlich überbewertet sind (siehe Tabelle unten). Extremstes Beispiel ist der Online-Nachrichtendienst Twitter: Das durchschnittliche Analystenkursziel liegt bei 32 Dollar, aktuell notiert der Titel aber bei über 45 Dollar. Das Kursziel liegt somit ganze 41 Prozent unter dem aktuellen Wert.

Der Hype um die Twitter-Aktie ist derzeit enorm: In den letzten 12 Monaten beträgt der Kursanstieg 130 Prozent, allein in diesem Jahr sind es plus 89 Prozent. Die Nutzerzahlen konnten jüngst stark gesteigert werden, inzwischen sind es 336 Millionen Twitter-User. Ein eifriger "twitterer" ist bekanntlich US-Präsident Donald Trump, der für die gestiegene Popularität des Nachrichtendienstes mitverantwortlich sein dürfte. Ausserdem konnte Twitter im Februar erstmals in der zwölfjährigen Firmengeschichte einen Jahresgewinn verkünden. 

Das geschätzte Kurs-Gewinn-Verhältnis 2018 von 60 erhärtet die Vermutung, dass der Twitter-Kurs aktuell viel zu hoch. Einzig eine massive Gewinnerhöhung in den nächsten Jahren könnte diesen hohen Aktienkurs rechtfertigen. Gegenwind droht für Twitter aus dem Bereich Datenschutz: Die Mitarbeiterzahl soll 2018 um 10 bis 15 Prozent steigen, um gegen extremistische Inhalte auf der Plattform vorgehen zu können. Das hebt die Kosten an.

S&P 500-Aktien mit dem grössten Abwärtspotenzial

Titel Kurspotenzial (12 Monate)* Performance seit 1.1.18
Twitter (Online-Nachrichtendienst) -41% +89%
Under Armour (Sportartikel) -37% +52%
TripAdvisor (Online-Bewertungsportal) -24% +73%
Advanced Micro Devices (Halbleiterhersteller) -23% +61%
Campbell Soup (Lebensmittel) -22% -14%
Verisign (Internet-Sicherheit) -20% +29%

*Unterschied zwischen durchschn. 12-Monat-Analystenkursziel und aktuellem Kurs (13.7.18)
Quellen: FactSet und cash.ch

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Inflation in Venezuela

Inflation in Venezuela erreicht eine Million Prozent

Das von einer schweren Wirtschaftskrise geplagte Venezuela steuert nach Angaben des Internationalen Währungsfonds auf eine Inflation von einer Million Prozent bis zum Ende dieses Jahres zu.

24.07.2018 06:50

Die Entwicklung in dem südamerikanischen Land sei vergleichbar mit dem Preisverfall in der Weimarer Republik in Deutschland im Krisenjahr 1923, erklärte der IWF am Montag in einem Ausblick für lateinamerikanische Staaten. In der IWF-Prognose vom April war für den sozialistischen Staat noch von einer Inflation von 13 000 Prozent bis Ende des Jahres ausgegangen worden. Bereits damals nannte der Autor des Berichts, IWF-Analyst Alejandro Werner, die Krise in Venezuela eine der grössten in der Geschichte der modernen Wirtschaft.

Im aktuellen Bericht schätzt der IWF, dass die Regierung unter Präsident Nicolás Maduro weiterhin Haushaltsdefizite durch eine Ausweitung der ausgegebenen Geldmenge finanzieren wird - was die Inflation noch weiter beschleunigt, so Werner. Zudem prognostizierte er einen Fall des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2018 um 18 Prozent. Im April war noch von 15 Prozent ausgegangen. Eine Ursache dafür sei ein bedeutender Rückgang der Ölproduktion in Venezuela.

Die Entwicklungen in Venezuela wecke Erinnerungen an die Hyperinflationen in Deutschland, so Werner. Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg (1914-1918) finanzierten sich abwechselnde Regierungen in der Weimarer Republik die gewaltigen Kriegsfolgekosten mit Schulden und einem höheren Papiergeldumlauf. Bei Kriegsende stand das Reich mit 150 Milliarden Mark in der Kreide. Statt finanzpolitisch zu handeln, liessen die Regierungen Banknoten drucken. Ein Liter Milch kostete bald bis zu 26 Milliarden Mark, ein Brot 105 Milliarden.

 

 

Wegen Misswirtschaft, Korruption und des relativ niedrigen Ölpreises leidet das sozialistische Venezuela seit Jahren unter einer schweren Wirtschafts- und Versorgungskrise. Zwar gibt es dort die grössten Ölreserven der Welt, doch immer mehr Menschen hungern. Es fehlt an Devisen, um Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs zu importieren.

(AWP)

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USA: Häuserpreise steigen

USA: Häuserpreise steigen etwas schwächer als erwartet - FHFA

In den USA sind die Hauspreise im Mai schwächer gestiegen als erwartet. Der FHFA-Hauspreisindex legte zum Vormonat um 0,2 Prozent zu, wie die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Dienstag in New York mitteilte. Analysten hatten im Schnitt einen Zuwachs um 0,3 Prozent erwartet.

24.07.2018 15:16

Die FHFA ist die Aufsichtsbehörde für die in der Finanzkrise verstaatlichten Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. Bei der Index-Berechnung werden die Verkaufspreise von Häusern verwendet, deren Hypotheken von den Agenturen gekauft oder garantiert worden sind./jkr/tos/jha/

(AWP)

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Venezuela streicht fünf

Venezuela streicht fünf Nullen aus der Währung

Angesicht der galoppierenden Inflation in Venezuela will die sozialistische Regierung fünf Nullen aus der Landeswährung streichen. Zudem soll der Bolívar künftig an die neue Kryptowährung Petro gekoppelt sein.

26.07.2018 06:56

Dies sagte der Präsident Venezuelas, Nicolás Maduro, am Mittwoch (Ortszeit). Derzeit kostet ein US-Dollar etwa 3,5 Millionen Bolívar.

Das erdölreiche Land steckt seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise. Wegen Korruption und Misswirtschaft verfügt Venezuela kaum noch über Devisen, um Lebensmittel, Medikamente oder Dinge des täglichen Bedarfs zu importieren.

Zuletzt prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) für das laufende Jahr eine Inflationsrate von einer Million Prozent. Ausserdem könnte die Wirtschaftsleistung um 18 Prozent einbrechen. Die venezolanische Zentralbank veröffentlicht bereits seit Jahren keine Daten zu Teuerungsrate und Konjunktur mehr.

Die Streichung der Nullen aus der Währung ist freilich kein Allheilmittel, um die Mega-Inflation zu bremsen. Präsident Maduro räumte denn auch ein, dass das auf die Erdölindustrie ausgerichtete Wirtschaftsmodell ausgedient habe. Das Land müsse vielmehr seine Ökonomie auf eine breitere Basis stellen und wieder mehr Produkte selbst produzieren, sagte er am Mittwoch.

(SDA)

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Trump droht im Streit um

Trump droht im Streit um Einwanderung mit Regierungs-"Shutdown"

Hundert Tage vor den wichtigen Zwischenwahlen in den USA hat Präsident Donald Trump der Opposition im Streit um die Einwanderungspolitik mit einem Stillstand der Regierungsgeschäfte gedroht.

29.07.2018 19:17

Er wäre zu einem sogenannten Shutdown bereit, wenn die Demokraten nicht den Bau einer Mauer an der Grenze, die Abschaffung der Visa-Lotterie und andere Massnahmen unterstützten, teilte Trump am Sonntag auf Twitter mit. Die USA benötigten ein Migrationssystem, das Einwanderer auf Basis ihrer Leistung ins Land lasse.

Das Haushaltsjahr der US-Bundesregierung läuft Ende September aus. Zu einem "Shutdown" kommt es, wenn sich der Kongress und der Präsident nicht rechtzeitig auf die Zuweisung von Mitteln für das bevorstehende Haushaltsjahr einigen. Nicht unmittelbar lebenswichtige Teile der Regierung und des öffentlichen Dienstes stellen dann die Arbeit ein.

Trump fordert vom Kongress, Milliarden Dollar für den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bewilligen. Die oppositionellen Demokraten lehnen das Vorhaben ab, die hohen Kosten sind auch unter Trumps Republikanern nicht unumstritten.

In einer weiteren Twitter-Nachricht forderte Trump den Kongress dazu auf, "die dümmsten und schlimmsten Migrationsgesetze überhaupt in der Welt" zu ändern.

Am 6. November stehen in den USA Zwischenwahlen an, bei denen alle Sitze im Repräsentantenhaus und ein Drittel der Sitze im Senat neu vergeben werden. Derzeit kontrollieren die Republikaner beide Kammern des Kongresses, also der Legislative. Die Demokraten hoffen, dass sie mindestens im Repräsentantenhaus eine Mehrheit erlangen können.

(AWP)

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US-Finanzminister prophezeit

US-Finanzminister prophezeit fünfjährigen Wirtschaftsboom

Der US-Wirtschaftsboom ist nach Einschätzung von Finanzminister Steven Mnuchin kein Strohfeuer.

29.07.2018 16:42

Er glaube nicht, dass es sich um ein ein- oder zweijähriges Phänomen handele, sagte Mnuchin am Sonntag in einem Interview des Senders Fox News. "Ich denke, dass wir uns ganz sicher in einer Phase von vier oder fünf Jahren befinden, in der es durchweg ein Wachstum von mindestens drei Prozent gibt."

Die US-Wirtschaft war im zweiten Quartal so schnell gewachsen wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt legte um 4,1 Prozent zu. Die zwei wichtigsten Gründe für den Boom waren höhere Ausgaben der Verbraucher und höhere Sojaausfuhren nach China. Viele Firmen wollten damit der Einführung von Sonderzöllen im Juli zuvorkommen. Volkswirte warnen daher davor, den Boom überzubewerten.

(Reuters)

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Venezuelas Inflation wird

Venezuelas Inflation wird eine Million Prozent erreichen

Venezuelas Inflation wird bis Jahresende auf 1 Million Prozent ansteigen, da die Regierung weiterhin Geld drucken wird, um ein wachsendes Haushaltsloch zu stopfen - so die Prognose des Internationale Währungsfonds.

29.07.2018 11:05

Die Krise sei vergleichbar mit der von Deutschland im Jahr 1923 oder Simbabwe in den späten 2000er Jahren, sagte Alejandro Werner, Leiter des Bereichs Westliche Hemisphäre beim IWF. Er prognostiziert für 2018 eine Schrumpfung der Wirtschaft um 18 Prozent - das dritte Jahr in Folge mit zweistelligen Kontraktionen -, da die Ölproduktion deutlich zurückgeht.

"Der Einbruch der Wirtschaftstätigkeit, die Hyperinflation und die zunehmende Verschlechterung bei der Versorgung mit öffentlichen Güter sowie der Mangel an Nahrungsmitteln zu subventionierten Preisen haben zu grossen Migrationsströmen geführt, die zu verstärkten Ansteckungseffekten in den Nachbarländern führen werden", schrieb Werner in einem Blogeintrag.

Venezuela hat einen dramatischen wirtschaftlichen Zusammenbruch erlitten, seit die Rohölpreise vor fast vier Jahren einbrachen und die Behörden sich geweigert haben, wirtschaftliche Anpassungen vorzunehmen. Eine Reihe von Preis- und Devisenkontrollen trug zu den Verzerrungen noch bei.

Während Hunderttausende Venezolaner vor Hunger und steigenden Preisen fliehen, hält Präsident Nicolas Maduro daran fest, dass die Krise das Ergebnis eines "Wirtschaftskriegs" seiner politischen Gegner im In - und Ausland sei. Als die Wirtschaft ins Trudeln geriet, hörten die Behörden auf, regelmässig Wirtschaftsindikatoren zu veröffentlichen. Ökonomen stützen sich jetzt auf unabhängige Schätzungen von internationalen Organisationen, Banken und sogar Venezuelas Kongress, um den wirtschaftlichen Zusammenbruch des Landes zu verfolgen.

Bloombergs Café Con Leche Index, der den Preis für eine Tasse Kaffee, die in einer Bäckerei im Osten von Caracas serviert wird, abbildet, schätzt die Inflation im letzten Jahr auf über 60.000 Prozent und sie nimmt nun Fahrt auf. In den vergangenen drei Monaten wurde eine annualisierte PreisRate von fast 300.000 Prozent verzeichnet.

(Bloomberg)

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Trump unterzeichnet US

Trump unterzeichnet US-Verteidigungsetat

US-Präsident Donald Trump hat einen neuen Verteidigungshaushalt über 716 Milliarden Dollar unterzeichnet.

14.08.2018 07:18

Er unterschrieb das entsprechende Gesetz am Montag im Armeestützpunkt Fort Drum im Bundesstaat New York. Trump zufolge handelt es sich um die "bedeutendste Investition" in das US-Militär in der modernen Geschichte.

Allerdings hat das Zentrum für strategische und internationale Studien in Washington berechnet, dass die drei ersten Verteidigungsetats unter Trumps Vorgänger Barack Obama höher ausfielen, wenn man sie um die Inflation bereinigt.

Das von Trump unterzeichnete Gesetz trägt den Namen des US-Senators von Arizona, John McCain, der ein scharfer parteiinterner Kritiker des US-Präsidenten ist.

Trump war auf der Rückreise nach Washington von einem zwölftägigen Arbeitsurlaub in seinem Golf-Club in New Jersey.

(Reuters)

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USA: Weiterhin robuster

USA: Weiterhin robuster Arbeitsmarkt

In den USA ist die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erneut gesunken.

16.08.2018 14:45

Die Anträge fielen um 2000 auf 212'000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten hingegen mit einem Anstieg auf 215'000 gerechnet.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe befinden sich auf einem historisch sehr niedrigen Niveau. Mitte Juli war mit 208'000 der niedrigste Wert seit 1969 gemeldet worden.

Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt stieg die Zahl der Erstanträge um 1000 auf 215'500. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gelten unter Ökonomen als Indikator für die kurzfristige Entwicklung am Arbeitsmarkt.

(AWP)

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USA: Philly-Fed-Index

USA: Philly-Fed-Index überraschend stark gefallen

In den USA hat sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia überraschend deutlich eingetrübt. Der Indikator der regionalen Notenbank (Philly-Fed-Index) ist im August um 13,8 Punkte auf 11,9 Punkte gefallen, wie die regionale Zentralbank am Donnerstag mitteilte. Das ist der tiefste Stand seit November 2016. Analysten hatten einen viel schwächeren Rückgang auf 22,0 Punkte erwartet.

16.08.2018 14:43

Der Philly-Fed-Index misst die wirtschaftliche Aktivität in der Region Philadelphia. Ein Wert von über null Punkten deutet auf eine Expansion der Wirtschaftsaktivität hin, ein Wert von unter null Punkten signalisiert einen Rückgang./tos/bgf/fba

(AWP)

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Zeitenwende in Venezuela -

Zeitenwende in Venezuela - Benzin nicht länger kostenlos

Schluss mit dem praktisch kostenlosen Benzin in Venezuela: Von diesem Montag an will die sozialistische Regierung die Treibstoffpreise langsam auf internationales Niveau anheben.

20.08.2018 07:09

Mit einem Euro kann man in Venezuela einen Kaffee trinken gehen oder 20'000 Mittelklassewagen volltanken. Grundnahrungsmittel wie Reis, Milch und Öl sind in dem krisengebeutelten Land nur schwer aufzutreiben. Benzin hingegen gibt es meistens - und praktisch gratis. Ein Liter kostet sechs Bolívar, für umgerechnet einen Euro gibt es rund eine Million Liter Treibstoff.

Damit soll nun Schluss sein. Von diesem Montag an will die sozialistische Regierung die Treibstoffpreise langsam auf internationales Niveau anheben. "Ich hoffe, dass wir in zwei Jahren diese Missbildung beenden, die über lange Zeit gewachsen ist: Wir haben das Benzin praktisch verschenkt", sagte Präsident Nicolás Maduro.

Die Regierung geht davon aus, dass sie allein durch Benzinschmuggel nach Kolumbien und in die Karibik pro Jahr 18 Milliarden Dollar (15,9 Mrd Euro) verliert. Registrierte Regierungsanhänger, Sozialhilfeempfänger und der öffentliche Nahverkehr sollen aber weiterhin durch direkte Subventionen unterstützt werden.

Sinkende Ölpreise als Problem

Venezuelas einst stolze Ölindustrie ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Die Fördermenge ist auf zuletzt rund 1,36 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag gesunken, den niedrigsten Stand seit mehr als 50 Jahren. Weil die staatliche Erdölfirma PDVSA seit Jahrzehnten nicht mehr in moderne Fördertechnik, Instandhaltung ihrer Anlagen und Ausbildung von Personal investiert, kann das Land mit den grössten Ölreserven der Welt seinen Reichtum kaum abschöpfen.

"Die Regierung hat über Jahre jeden Dollar, den sie bekommen konnte, aus dem Unternehmen herausgenommen", sagt Francisco Monaldi vom Baker Institute for Public Policy. Die sprudelnden Gewinne pumpte die Regierung in milliardenschwere Sozialprogramme. Zu Zeiten hoher Ölpreise ging das einigermassen gut, als die Preise allerdings sanken, geriet Venezuela arg in die Bredouille.

Wegen des desolaten Zustands der Förderanlagen kann Venezuela derzeit noch nicht einmal von den wieder anziehenden Ölpreisen profitieren. Der Preisanstieg reicht nicht aus, um die Verluste durch die sinkende Förderung auszugleichen. Zudem kann Venezuela gar nicht seine gesamte Produktion auf dem freien Weltmarkt verkaufen, weil ein wesentlicher Teil schon verplant ist. So bezahlt das hoch verschuldete Land seine Kredite in Russland und China mit Öllieferungen und schickt auch dem sozialistischen Verbündeten Kuba noch immer Öl zum Vorzugspreis.

(AWP)

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Experten prognostizieren

Experten prognostizieren rückläufiges Wachstum in den USA

Die US-Wirtschaft wird nach Einschätzung von Ökonomen ihr zuletzt extrem hohes Wachstumstempo im weiteren Jahresverlauf nicht halten können.

23.08.2018 06:50

In einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters unter mehr als 100 Volkswirten sagten diese für das laufende Sommerquartal im Schnitt eine auf das Jahr hochgerechnete Rate von drei Prozent voraus. Im Schlussquartal 2018 dürften es dann noch 2,7 Prozent sein. Damit wächst die US-Wirtschaft weiter deutlich schneller als andere Länder, aber nicht mehr so stark wie im zweiten Quartal, als es 4,1 Prozent waren. Das war der höchste Wert seit knapp vier Jahren.

US-Präsident Donald Trump hat der ohnehin schon gut laufenden Wirtschaft mit seiner radikalen Steuerreform einen zusätzlichen Schub verliehen. Allerdings dürfte der von Trump angezettelte Handelsstreit mit China und Europa die US-Wirtschaft in den kommenden Quartalen etwas bremsen. Anders als der US-Präsident glaubt keiner der befragten Ökonomen, dass der Konflikt den USA am Ende nützt.

(Reuters)

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Neuer Handels-Deal USA-Mexiko

Neuer Handels-Deal USA-Mexiko perfekt - Druck auf Kanada

Nach monatelangem Ringen haben sich die USA und Mexiko auf ein neues Handelsabkommen geeinigt.

28.08.2018 06:53

Es soll das bisherige Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) ablösen, an dem auch Kanada beteiligt ist, und das US-Präsident Donald Trump wiederholt als sehr nachteilig für sein Land kritisiert hat. 

"Wir werden den Namen 'Nafta' abschaffen", erklärte Trump. Dieser habe einen schlechten Beigeschmack. Nach der Vereinbarung mit Mexiko wächst der Druck auf Kanada, ebenfalls die neuen Regeln vor allem für die Autoindustrie zu akzeptieren. Andernfalls, drohte Trump, würden einfach Zölle auf Fahrzeuge aus Kanada erhoben. Das Aussenministerium in Ottawa zeigte sich zwar ermutigt durch die US-mexikanische Einigung, pochte aber auf eigene Interessen.

Trump und Mexikos scheidender Präsident Enrique Pena Nieto erklärten, Gespräche mit Kanada würden schon in Kürze beginnen. Ein US-Regierungsvertreter sagte, es gebe die Chance, dass es mit Kanada bis Freitag eine Einigung gebe. Trump teilte mit, er werde umgehend den kanadischen Regierungschef Justin Trudeau anrufen. Laut einem US-Handelsvertreter wurde die kanadische Aussenministerin Chrystia Freeland in Kürze zu Gesprächen in Washington erwartet.

Ein Sprecher des kanadischen Aussenministeriums sagte, Kanada stehe in regelmässigem Kontakt mit seinen Verhandlungspartnern und arbeite auf eine neue Vereinbarung hin. Allerdings werde das Land eine neue gemeinsame Übereinkunft nur dann unterzeichnen, wenn sie auch gut für Kanada sei.

Trump: Zölle statt Abkommen mit Kanda wären ein Leichtes

Der US-Präsident demonstrierte mit Blick auf die Verhandlungen mit dem Nachbarn im Norden Gelassenheit: Es sei ein Leichtes, bei mangelnder Übereinkunft mit Kanada Abgaben auf Importe vor allem von Autos zu erheben.

Autos aus dem Ausland hat Trumps als Sinnbild für die Bedrohung der US-Industrie durch internationale Konkurrenz dargestellt. Den Schutz der heimischen Industrie und ihrer Arbeitsplätze sieht er im Mittelpunkt seiner gesamten Handelspolitik, die gegenwärtigen Regeln für die Auto-Branche hat er als zu lax kritisiert. Den Herstellern wirft er vor, dies auszunutzen, um Arbeitsplätze und Produktion wegen niedrigerer Lohnkosten nach Mexiko zu verlagern. Bei der Nafta-Neuverhandlung versuchte Trump, einen grösseren Anteil regionaler Bauteile bei Neuwagen durchsetzen.

In der nun mit Mexiko erzielten Vereinbarung ist einem US-Handelsvertreter zufolge festgelegt, dass der vorgeschriebene Anteil nordamerikanischer Komponenten auf 75 von 62,5 Prozent steigt. Zudem sollen 40 bis 45 Prozent der Teile von Arbeitern hergestellt sein, die mindestens 16 Dollar pro Stunde verdienen.

Deutsche Autobauer profitieren von US-mexikanischem Handel

Der Verband der US-Autohersteller, der GM, Ford und Fiat Chrysler vertritt, zeigte sich angesichts der Einigung mit Mexiko zuversichtlich. Die Details der Vereinbarung müssten aber noch geprüft werden. Doch auch deutsche Autobauer wie Volkswagen profitieren von einem reibungslosen Handel zwischen den USA und Mexiko, denn sie verkaufen in Mexiko produzierte Fahrzeuge auf dem US-Markt.

Trumps Regierung liegt auch mit zahlreichen Ländern anderen in Handelsfragen über Kreuz, nicht zuletzt mit China. Mit Blick auf diesen Konflikt der beiden grössten Volkswirtschaften sagte der Präsident, für Gespräche mit der Regierung in Peking sei noch nicht die Zeit. Sie werde aber kommen. Auch der EU hat Trump mehrfach mit Sonderzöllen etwa auf Autos gedroht. Derzeit allerdings suchen beide Seiten eine Lösung durch Verhandlungen.

Der Handel zwischen den USA, Kanada und Mexiko hat ein Volumen von mehr als eine Billion Dollar jährlich. Die ursprüngliche Nafta-Vereinbarung stammt aus dem Jahr 1994. Die Verhandlungen über eine Reform des Vertragswerks haben sich über ein Jahr hingezogen. Wiederholte Drohungen Trumps, er würde das Abkommen ganz kippen, haben immer wieder die Finanzmärkte in Aufregung versetzt.

Am Montag sorgte schon die Aussicht auf eine Vereinbarung für gute Stimmung an den Börsen in den USA, Mexiko und Kanada. Autowerte wie Ford, GM und Fiat Chrysler legten bis zu 4,5 Prozent zu. In Deutschland verteuerten sich die Aktien von Volkswagen und Daimler jeweils rund 2,5 Prozent zu, BMW-Titel 2,3 Prozent.

(Reuters)

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Nordamerikanischer

Nordamerikanischer Handelspakt auf der Zielgerade

Das Pokerspiel um ein neues nordamerikanisches Freihandelsabkommen geht am Mittwoch in Washington in eine neue Runde.

29.08.2018 06:54

Nachdem die USA und Mexiko mit Kanada den dritten Partner im bisherigen Nafta-Abkommen unter Zugzwang gesetzt hatten, äusserten sich Vertreter des nördlichen US-Nachbarn positiv.

Mexiko habe erfreulicherweise Kompromissbereitschaft bei den Mindestlöhnen im Automobilbereich gezeigt, sagte Kanadas Aussenministerin Chrystia Freeland, die am Dienstag von Deutschland aus nach Washington geflogen war und dort die kanadische Verhandlungsdelegation leitet. "Das ebnet den Weg für substanzielle und, wie ich hoffe, produktive Diskussionen, die wir mit den Vereinigten Staaten in dieser Woche haben werden", sagte Freeland. "Wir suchen stets nach Gebieten, wo ein Win-Win-Win-Kompromiss gefunden werden kann", sagte Freeland am Dienstag vor Reportern in Washington.

Zuvor hatten sich Mexiko und die USA auf Grundsätze für die Nachfolge des seit 1994 bestehenden Nafta-Abkommens geeinigt - und damit Kanada als dritten Partner unter Zugzwang gesetzt. US-Finanzminister Steven Mnuchin machte am Dienstag in einem Interview mit dem Sender CNBC noch einmal das Interesse der USA deutlich. Präsident Donald Trump wolle Vereinbarungen mit Mexiko und mit Kanada - möglichst in ein- und demselben Abkommen. Ein Deal noch in dieser Woche sei möglich.

Die Regierung Kanadas erklärte, die Annäherung zwischen den USA und Kanada sei eine notwendige Voraussetzung für die Fortsetzung der Gespräche. Die Ankündigung von Mexiko und den USA sei "ermutigend". "Wir werden nur ein Abkommen unterzeichnen, das gut für Kanada und gut für die Mittelschicht ist", sagte ein Sprecher. Kanadas Unterschrift sei notwendig für das Zustandekommen.

Streitpunkt Landwirtschaft

Als Streitpunkt könnte sich die Agrarwirtschaft herausstellen. Kanada schützt seine Milchbauern derzeit mit hohen Zöllen. "Meine Position, wenn es um Versorgungsketten geht, hat sich nicht verändert", sagte Premierminister Justin Trudeau am Dienstag (Ortszeit) mit Blick auf die Milchindustrie seines Landes.

Mnuchin erklärte, die Volkswirtschaften Kanadas und der USA seien sehr stark miteinander vernetzt. "Es ist für sie wichtig, eine Einigung zu erreichen. Und es ist für uns wichtig, eine Einigung zu erreichen", sagte der Minister. Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow erneuerte jedoch die zuvor erhobene Drohung Trumps, in Kanada produzierte Autos könnten mit hohen Einfuhrzöllen belegt werden, wenn es nicht zu einer Einigung komme. Trump sagte: "Das wäre das Einfachste."

Das Abkommen mit drei Partnern aufrechtzuerhalten, ist der erklärte Wunsch Mexikos. Präsident Enrique Peña Nieto schrieb am Dienstag auf Twitter, der Besuch von Donald Trump im Jahr 2016 in Mexiko, eine kurze Begegnung, habe etwas Positives gehabt. "Am Ende hat sie die Tür geöffnet für einen offenen Dialog mit der US-Regierung." Es gehe darum, dass bei Nafta alle gewinnen müssten. Auch die USA wollen den Fortbestand, allerdings zu ihren Bedingungen. Trump möchte zudem die Bezeichnung Nafta loswerden - sie sei negativ besetzt.

Fast 500 Millionen Menschen betroffen

Das 1994 abgeschlossene nordamerikanische Handelsabkommen Nafta ist eines der grössten Freihandelsabkommen der Welt. Es betrifft fast 500 Millionen Menschen und deckt ein Gebiet mit einer Gesamtwirtschaftsleistung von knapp 23 Billionen Dollar (19,79 Billionen Euro) ab. Das Handelsvolumen der USA mit den beiden Nachbarn hat sich seit 1994 auf 1,3 Billionen Dollar fast vervierfacht. Trump hatte das Abkommen nach seinem Amtsantritt infrage gestellt und Neuverhandlungen durchgesetzt. Diese waren wiederholt ins Stocken geraten.

Zuletzt hatten US-Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumeinfuhren das Verhältnis zu Mexiko und Kanada schwer belastet. Eine Lösung dafür sieht im Falle Mexikos auch die neue Vereinbarung zunächst nicht vor. Auch eine Antwort auf die Frage, ob Mexiko für den Bau einer Grenzmauer an der US-Südgrenze zahlen soll - wie von Trump auf Wahlkampfveranstaltungen wiederholt betont - gibt das Abkommen nicht. Trump selbst wiederholte am Dienstag seine Wahlkampfrhetorik, wonach am Ende Mexiko für den Mauerbau aufkommen müsse.

Es sieht unter anderem schärfere Regeln für die Automobilindustrie vor, darunter Mindestlöhne von 16 US-Dollar in einigen Bereichen. Der Anteil der Autoteile, die aus einem der beiden Länder kommen müssen, um einen zollfreien Handel zu ermöglichen, steigt von 62,5 auf 75 Prozent. In der Landwirtschaft soll es unter anderem Erleichterungen für Biotechnologie geben - darunter Gentechnik.

(AWP)

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USA: Schwebende Hausverkäufe

USA: Schwebende Hausverkäufe sinken überraschend

In den USA ist die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im Juli überraschend gefallen. Die sogenannten schwebenden Hausverkäufe gingen zum Vormonat um 0,7 Prozent zurück, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Mittwoch in Washington mitteilte.

29.08.2018 16:14

Volkswirte wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet. Im Juni waren die Hausverkäufe im Monatsvergleich um revidiert 1,0 Prozent (zuvor 0,9 Prozent) gestiegen.

Im Jahresvergleich gingen die Verkäufe im Juli um 0,5 Prozent zurück, nachdem sie im Vormonat um 4,0 Prozent gesunken waren./jkr/jsl/he

(AWP)

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US-Wirtschaft wächst

US-Wirtschaft wächst schneller

Die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal beflügelt von Steuersenkungen so kräftig gewachsen wie seit fast vier Jahren nicht mehr.

29.08.2018 15:50

Zwischen April und Juni stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 4,2 Prozent - fast doppelt so schnell wie im ersten Vierteljahr, wie das Handelsministerium am Mittwoch nach neuen Berechnungen mitteilte. Eine erste Schätzung hatte noch 4,1 Prozent ergeben. Experten rechnen damit, dass dieses hohe Tempo in der zweiten Jahreshälfte nicht gehalten werden kann.

Ein Grund für das gute Abschneiden im Frühjahr waren Sondereffekte. Die Kauflaune der Konsumenten etwa wurde von den 1,5 Billionen Dollar schweren Steuersenkungen angekurbelt. Auch investierten die Unternehmen mehr. Die Exportbilanz fiel nicht zuletzt deshalb so gut aus, weil Soja-Lieferungen nach China in grossem Umfang vorgezogen wurden, da diese durch neue Zölle künftig teurer werden dürften. Die US-Wirtschaft wird daher Experten zufolge einen Gang herunterschalten. In einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters unter mehr als 100 Ökonomen sagen diese für das laufende Sommerquartal im Schnitt eine Rate von 3 Prozent voraus. Im Schlussquartal 2018 dürften es dann noch 2,7 Prozent sein.

Handelsstreit wird bremsen

US-Präsident Donald Trump hat der ohnehin schon gut laufenden Wirtschaft mit seiner radikalen Steuerreform einen zusätzlichen Schub verliehen. Allerdings dürfte der von ihm angezettelte Handelsstreit mit China und Europa die US-Wirtschaft in den kommenden Quartalen bremsen. Zudem hat der Boom am Immobilienmarkt nachgelassen, weil Preise und Zinsen gestiegen sind.

Die US-Notenbank hat ihren Leitzins in diesem Jahr wegen der guten Konjunktur und der sinkenden Arbeitslosigkeit bereits zweimal angehoben - auf die aktuell gültige Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent. Sie hat zwei weitere Schritte nach oben für das zweite Halbjahr ins Auge gefasst, der nächste könnte im September folgen.

(Reuters)

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Argentinien bittet um

Argentinien bittet um schnellere IWF-Hilfen - Peso auf Rekordtief

Argentiniens Präsident Mauricio Macri hat den Internationalen Währungsfonds (IWF) darum gebeten, dass bereits vereinbarte Hilfen des Währungsfonds frühzeitig an sein Land ausgezahlt werden. Ein "Vertrauensmangel in die Märkte" habe ihn zu diesem Schritt bewogen, sagte Macri in einer Fernsehansprache am Mittwoch (Ortszeit). Doch der Peso gab dennoch um 8,2 Prozent nach und sank auf einen historischen Tiefstand von 34,50 Peso für einen US-Dollar.

30.08.2018 06:41

Der IWF signalisierte Bereitschaft, Argentinien zu helfen. Sie habe die IWF-Mitarbeiter angewiesen, die zeitliche Staffelung des Finanzprogramms zu prüfen, teilte IWF-Chefin Cristine Lagarde mit. "Ich habe unsere Bereitschaft betont, die Regierung (Argentiniens) bei der Entwicklung ihrer überarbeiteten politischen Pläne zu unterstützen", sagte Lagarde nach einem Telefongespräch mit Macri.

Nach einer starken Abwertung der Landeswährung hatte Argentinien mit dem IWF im Juni eine Finanzhilfe von bis zu 50 Milliarden Dollar (42,7 Mrd Euro) vereinbart. Zu einer ersten Tranche von 15 Milliarden Dollar hatte das südamerikanische Land sofortigen Zugang erhalten. Der verbleibende Betrag sollte über die dreijährige Laufzeit zur Verfügung gestellt werden. Zuvor hatte Argentinien noch angedeutet, dass es den Rest nicht unbedingt nutzen würde.

Im Laufe des Jahres hatte der Peso bereits 82 Prozent seines Werts verloren. Die Inflation in dem südamerikanischen Land ist in diesem Jahr um 20 Prozent gestiegen./jg/DP/jha

(AWP)

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USA: Kreditvergabe an

USA: Kreditvergabe an Verbraucher steigt im Juli etwas stärker als erwartet

In den Vereinigten Staaten ist das Volumen der Verbraucherkredite im Juli etwas stärker gestiegen als von Experten erwartet. Im Vergleich zum Vormonat sei die Kreditvergabe um 16,6 Milliarden US-Dollar geklettert, teilte die US-Notenbank Fed am Montag in Washington mit. Volkswirte hatten im Mittel mit einem Anstieg um 14 Milliarden Dollar gerechnet. Im Juni war das Kreditvolumen um revidierte 8,5 Milliarden Dollar gestiegen./men/gl

10.09.2018 21:19

(AWP)

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Anleger fordern Erdogan

Anleger fordern Erdogan-Kurswechsel in Wirtschaftspolitik

Eine ausufernde Inflation und eine Landeswährung im freien Fall: Die Türkei schlittert Experten zufolge in eine Wirtschaftskrise.

12.09.2018 15:43

Die Schlüsselfigur im Kampf dagegen ist Präsident Recep Tayyip Erdogan, der das Investorenvertrauen bislang allerdings nicht zurückgewinnen konnte. Anleger sehen nur in einem radikalen Kurswechsel Erdogans eine Chance, die Krise noch zu stoppen. Vor allem die vom Präsidenten immer wieder kritisierte türkische Notenbank müsse geldpolitisch endlich in die Offensive gehen.

Unicredit-Ökonom Erik Nielsen sagt, Erdogan müsse als erstes den Streit um einen in der Türkei inhaftierten US-Pastor beenden. Der seit dem Sommer über weitreichende Vollmachten verfügende Erdogan scheint im Clinch mit US-Präsident Donald Trump bislang aber hart bleiben zu wollen. So wirft Erdogan Trump vor, einen Wirtschaftskrieg gegen sein Land zu führen. Er hat seine Landsleute aufgerufen, US-Produkte wie Coca-Cola und Apple zu boykottieren. Den Lira-Absturz will Erdogan stoppen, indem Türken Dollar in Lira tauschen sollen. Die Exportunternehmen verpflichtete er, 80 Prozent ihrer Deviseneinnahmen im Ausland in Lira umzuwandeln. Das könnte Exporteure, die etwa Rohstoffe im Ausland einkaufen oder Kredite in fremden Währungen abzahlen müssen, stark belasten.

Höhere Zinsen, strengere Haushaltsdisziplin

"Erdogan muss die logischen Grundlagen einer wirtschaftlichen Politik anerkennen, inklusive deutlich höherer Zinsen und strenger Haushaltsdisziplin", fordert Ökonom Nielsen. Das sei vor allem wichtig, wenn das Land seinen Finanzbedarf nur mit Hilfe des Internationalen Währungsfonds bewältigen könne. Aber ein solches Zugehen auf den IWF lehnt der türkische Präsident ab. "Wann Erdogan seine wirtschaftspolitische Haltung ändern wird, ist nicht absehbar, er könnte versuchen abzuwarten bis die lokalen türkischen Wahlen gelaufen sind, was im März kommenden Jahres sein könnte", so Nielsen. Doch der Druck sei angesichts der hohen Schuldenlast immens, schlimmstenfalls drohten Anfang 2019 Zahlungsausfälle und in Folge eine schwerwiegende Wirtschaftskrise. "Ich nehme an und hoffe, dass es Leute um Erdogan herum gibt, die ihm das erklären können und werden."

Auch der türkische Finanzminister Berat Albayrak konnte die Zweifel bislang nicht zerstreuen. Zwar bekannte sich der Schwiegersohn Erdogans vor Investoren in einer vielbeachteten Telefonkonferenz zu einer strengen Haushaltsdisziplin. Auch werde es nicht zu Kapitalverkehrskontrollen kommen. Doch die Skepsis bleibt. "Er hat die richtigen Sachen gesagt, aber es ist eine Sache darüber zu reden und eine andere, es auch umzusetzen", sagt Analyst Sailesh Lad von der Investmentgesellschaft des französischen Versicherers Axa. "Er sprach von einem Plan, um die Dinge anzugehen, aber wir brauchen Details dazu."

Lasche Zentralbankreaktion könnte Krise verschärfen

Investoren sind uneins, ob die Lira ihren Boden bereits gefunden hat oder ob der Absturz nach rund 40 Prozent seit Jahresbeginn weitergehen wird. Eine zentrale Rolle spielt dabei die türkische Zentralbank, die am Donnerstag erneut tagt. "Weitere massive Verluste der Lira sind nahezu unvermeidlich, wenn die Zentralbank nicht auf einen restriktiveren Kurs einschwenkt", sagt Jan Bopp vom Schweizer Bankhaus Sarasin. "Aber das wird nur passieren, wenn Erdogan begreift, dass die Finanzmärkte ihm keine andere Wahl lassen."

Erdogan bezeichnet sich selbst gerne als Gegner von Zinsen, sieht in einer Anhebung einen Wachstumskiller. Investoren sorgen sich deshalb um die Unabhängigkeit der Notenbank und hoffen auf ein klares Zeichen. Im Juli hatten die Zentralbanker die Zinsen nicht angetastet. "Ohne eine angemessene Reaktion - also eine Zinserhöhung um 300 bis 400 Basispunkte - wird die Lira weiter abwerten und sich das Risiko der Einführung von Kapitalverkehrskontrollen erhöhen", so Commerzbank-Analystin Antje Praefcke. Aktuell liegt der Schlüsselsatz bei 17,75 Prozent.

Auch die Experten der US-Investmentbank Goldman Sachs hoffen auf einen grossen Schritt. "Bislang sind wir enttäuscht, was das Ausmass der Zinsschritte angeht und wir stellen uns darauf ein, wenig beeindruckt zu werden", sagt Marie Cardoen von Goldman Sachs Asset Management. Und fügt mit Blick auf eine Zinserhöhung hinzu: "Je höher, desto besser für Investoren und Wirtschaft."

Am Schicksal der Lira hängen auch andere aufstrebende Schwellenländer wie Brasilien, Argentinien, Indien oder Südafrika. Denn ihre Währungen sind ebenfalls unter Druck geraten, da sich einige Investoren generell aus der Anlageklasse verabschieden. Wegen der Straffung der US-Geldpolitik fliesst weniger ausländisches Kapital in die aufstrebenden Volkswirtschaften. "Es ist die übliche Schwellenländer-Geschichte, bei der die Leute aufwachen, eine schlechte Nachricht in einem Land hören und einfach alles verkaufen", sagt Bart Turtelboom, Chef der Investmentfirma APQ Global. Bleibt Erdogan also stur, könnte die Krise noch viel grösser werden.

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US-Produzentenpreise steigen

US-Produzentenpreise steigen schwächer als erwartet

In den USA sind die Produzentenpreise schwächer gestiegen als erwartet. Das Preisniveau auf Produzentenebene legte im August um 2,8 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat zu, wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt eine Rate von 3,2 Prozent erwartet. Im Vormonat waren die Preise um 3,3 Prozent gestiegen.

12.09.2018 14:52

Im Vergleich zum Vormonat fielen die Erzeugerpreise um 0,1 Prozent. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,2 Prozent.

Ohne schwankungsanfällige Komponenten wie Energie stiegen die Erzeugerpreise im August um 2,3 Prozent zum Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vormonat fielen sie um 0,1 Prozent.

Die Erzeugerpreise fliessen in die Preisentwicklung auf Verbraucherebene ein, an der die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik ausrichtet. Neue Zahlen zur Entwicklung der Verbraucherpreise werden an diesem Donnerstag veröffentlicht./jsl/jkr/fba

(AWP)

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US-Firmen verschieben

US-Firmen verschieben Investitionen wegen Zollpolitik

US-Unternehmen haben einem Konjunkturbericht der Notenbank Federal Reserve zufolge wegen des globalen Handelsstreits in den vergangenen Wochen ihre Investitionen zurückgefahren oder verschoben.

13.09.2018 06:25

Die meisten Bezirke bekamen die Sorgen der Firmen wegen der internationalen Spannungen und des unsicheren Ausblicks zu spüren, wie die Währungshüter am Mittwoch in ihrem Konjunkturbericht "Beige Book" mitteilten. Die Auswirkungen der von Präsident Donald Trump verhängten Schutzzölle seien bisher aber offenbar moderat. Herstellungskosten hätten sich vor allem im produzierenden Gewerbe verteuert. Die USA und China haben sich seit Juli gegenseitig mit milliardenschweren Zöllen überzogen.

Die Wirtschaft wuchs dennoch zuletzt weiter moderat, wie aus dem Bericht hervorging. Landesweit sei es zu Engpässen bei der Suche nach Arbeitskräften in vielen Berufen gekommen.

Beflügelt von Steuersenkungen war die Wirtschaft im Frühjahr so kräftig gewachsen wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 4,2 Prozent - fast doppelt so schnell wie im ersten Vierteljahr. Experten gingen zuletzt davon aus, dass die Steuersenkungen im Volumen von 1,5 Billionen Dollar der Konjunktur auch künftig derart viel Schub verleihen werden, dass sie negative Folgen des von Trump ausgelösten Handelsstreits wegstecken kann.

Die Fed hat den Leitzins im Juni angesichts des anhaltenden Aufschwungs auf die Spanne von 1,75 bis 2,00 Prozent angehoben und zwei weitere Schritte nach oben für das zweite Halbjahr ins Auge gefasst. Der nächste Zinsentscheid steht am 26. September an. 

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China-Handelsriese Alibaba

China-Handelsriese Alibaba nimmt Job-Versprechen in den USA zurück

(Ausführliche Fassung) - Der Plan von Alibaba-Chef Jack Ma klang ambitioniert: Sein Unternehmen könne in den USA "eine Million Arbeitsplätze in den nächsten fünf Jahren schaffen, indem es eine Million amerikanischen Kleinunternehmen und Landwirten ermöglicht, US-Waren an China und asiatische Verbraucher auf der Alibaba-Plattform zu verkaufen". Das versprach Ma zu Beginn der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump nach einem Treffen in New York. Doch im Lichte des von Trump losgetretenen Handelskonflikts mit China sieht Ma sich nicht mehr in der Lage, dieses Versprechen umzusetzen.

20.09.2018 15:35

"Es gibt keinen Weg, das Versprechen einzuhalten", sagte Ma nach Angaben chinesischer Staatsmedien vom Donnerstag in einem Interview der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Die bisherige Grundlage dafür sei durch die Strafzölle untergraben worden. Handel sei "keine Waffe" und solle nicht für Kriege benutzt werden, sondern "die Triebkraft für Frieden sein".

Das gigantische Job-Versprechen von Alibaba hatte schon zum Zeitpunkt der Verkündung Zweifel hervorgerufen. Zu jener Zeit überboten sich auch US-Konzernchefs mit Ankündigungen, neue Arbeitsplätze in den Vereinigten Staaten zu schaffen oder zumindest keine Jobs ins Ausland zu verlegen. Sie wollten sich damit auch vor den berüchtigten Attacken von Trump auf Twitter wappnen, die der US-Präsident regelmässig führt, wenn er eigene Wirtschaftsinteressen gefährdet sieht. Im Fall Alibaba stellten Kritiker in Frage, ob die chinesische Plattform überhaupt in der Lage sei, den Verkauf von US-Waren nach China im grossen Stil zu organisieren.

Mehr als ein Jahr nach dem grossen Job-Versprechen haben sich wichtige Rahmenbedingungen geändert. Die USA befinden sich inzwischen in einem offenen Handelsstreit mit der Volksrepublik. Trump hat die Hälfte aller Warenimporte aus China mit Sonderzöllen belegt, um einen Ausgleich des Handelsdefizits zwischen den Vereinigten Staaten und der Volksrepublik zu eliminieren. Den bisher verhängten Strafzöllen auf Waren im Wert von 50 Milliarden Dollar werden am 24. September Zölle auf Waren im Wert von weiteren 200 Milliarden Dollar folgen. China hat jeweils auch mit Strafzöllen auf Waren aus den Vereinigten Staaten reagiert, doch den Chinesen gehen langsam die Kapazitäten an US-Importen aus, die überhaupt noch abgestraft werden können.

Vor diesem Hintergrund wird darüber spekuliert, welche Alternativen sich den Chinesen noch bieten, um die Strafzölle aus Washington zu kontern. Das Job-Verprechen von Jack Ma zu kassieren, gehört nun auch zu dem Drohszenario. Ma hätte ohnehin die konkrete Umsetzung seines Versprechens nicht mehr selbst verantwortet. Im kommenden Jahr will er den Vorsitz im Alibaba-Verwaltungsrat an Daniel Zhang übergeben, der schon seit mehreren Jahren als Firmenchef das Tagesgeschäft leitet. Danach wird er nur noch als Grossaktionär und Mitglied der Alibaba Partnership - einer Art Ältestenrat - im Hintergrund agieren./lw/DP/tos

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USA: Erstanträge auf

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf neuem Tief seit 1969

Der amerikanische Arbeitsmarkt bleibt in hervorragender Verfassung. Wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte, ist die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 3000 auf 201 000 gefallen. Dies ist ein neuer Tiefstand seit 1969. Bereits in den vergangenen Wochen hatten die Erstanträge mehrfach neue Tiefststände seit nahezu fünf Jahrzehnten erreicht.

20.09.2018 14:51

Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt fiel die Zahl der Erstanträge um 2250 auf 205 750. In dieser Betrachtung ist es ebenfalls der tiefste Stand seit 1969.

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gelten unter Ökonomen als Indikator für die kurzfristige Entwicklung am Arbeitsmarkt.

/jkr/bgf/fba

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USA: Philly-Fed-Index

USA: Philly-Fed-Index überraschend deutlich aufgehellt

In den USA hat sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia überraschend stark verbessert. Der Indikator der regionalen Notenbank (Philly-Fed-Index) ist im September um 11 Punkte auf 22,9 Punkte gestiegen, wie die regionale Zentralbank am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten einen schwächeren Anstieg auf 18,0 Punkte erwartet. Noch im Vormonat hatte der Indikator den tiefsten Stand seit November 2016 erreicht.

20.09.2018 14:36

Der Philly-Fed-Index misst die wirtschaftliche Aktivität in der Region Philadelphia. Ein Wert von über null Punkten deutet auf eine Expansion der Wirtschaftsaktivität hin, ein Wert von unter null Punkten signalisiert einen Rückgang./tos/bgf/fba

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USA und Kanada einigen sich

USA und Kanada einigen sich auf Rettung von Nafta-Abkommen

Nach zähem Ringen haben sich die USA und Kanada kurz vor Fristende auf Rahmenbedingungen zur Rettung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (Nafta) geeinigt.

01.10.2018 06:59

US-Präsident Donald Trump habe der Vereinbarung zugestimmt, verlautete am Sonntagabend aus den USA. Wie zwei mit den Verhandlungen vertraute Kanadier sagten, solle den USA ein deutlich besserer Zugang zum kanadischen Milchmarkt gewährt werden. Die Regierung sei bereit, besonders betroffenen Bauern unter die Arme zu greifen. Kanada bleibt von zusätzlichen Zöllen auf Autos verschont. Die von den USA erhobenen Abgaben auf Stahl und Aluminium bleiben aber zunächst in Kraft.

Trump hatte Sonntag bis spätestens Mitternacht Ortszeit (06.00 Uhr MESZ) eine Frist für eine Einigung gesetzt. Andernfalls wollte er die bereits mit Mexiko erreichte Vereinbarung vorantreiben und Kanada aussen vor lassen. Eine Einigung zeichnete sich ab, nachdem von Fortschritten die Rede war und Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau eine Kabinettssitzung einberufen hatte. "Das ist ein guter Tag für Kanada", sagte er im Anschluss. Er wolle sich am Montag näher zu Nafta äussern. Auch Mexikos Aussenminister Luis Videgaray sprach von einer guten Nacht für Mexiko und Nordamerika.

Der Nafta-Pakt wurde 1994 zwischen den drei Ländern geschlossen und regelt jährliche Handelsströme in Höhe von 1,2 Billionen Dollar. Trump verlangte eine Reform des Nafta-Abkommens, das er für den Verlust von Arbeitsplätzen in den USA verantwortlich macht. Dazu hatte er getrennte Verhandlungen mit den beiden Partnerstaaten angestossen. Mit Mexiko trafen die Vereinigten Staaten bereits Ende August eine Vereinbarung.

Anschliessend liefen mehrere Fristen für die Gespräche mit Kanada ab. Die aktuelle ging bis Sonntag (30. September). Trump wollte damit erreichen, dass der neue Nafta-Text das Bestätigungsverfahren im US-Kongress rechtzeitig durchlaufen wird, damit er das Vertragswerk noch gemeinsam mit dem scheidenden mexikanischen Präsidenten Enrique Pena Nieto unterzeichnen kann. Dieser übergibt das Amt zum 1. Dezember seinem gewählten Nachfolger Andres Manuel Lopez Obrador.

(Reuters)

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