Schuldenkrise Amerika

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USA: Einfuhrpreise fallen so

USA: Einfuhrpreise fallen so stark wie seit fast drei Jahren nicht mehr

In den USA sind die Preise von importierten Gütern im Juni so stark gefallen wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Gegenüber dem Vorjahresmonat sei das Preisniveau um 2,0 Prozent gesunken, teilte das US-Handelsministerium am Dienstag in Washington mit. Das ist der stärkste Rückgang seit August 2016. Analysten hatten im Mittel einen noch deutlicheren Rückgang um 2,3 Prozent erwartet. Im Vormonat waren die Einfuhrpreise um revidiert 1,1 (zunächst 1,5) Prozent gefallen.

16.07.2019 14:51

Im Monatsvergleich gingen die Importpreise im Juni um 0,9 Prozent und damit deutlicher als erwartet zurück. Analysten hatten mit einem Rückgang um 0,6 Prozent gerechnet.

Die Einfuhrpreise fliessen in die Verbraucherpreise ein, an der die US-Notenbank Federal Reserve ihre Geldpolitik ausrichtet./elm/jsl/jha/

(AWP)

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USA: Einzelhandelsumsätze

USA: Einzelhandelsumsätze steigen stärker als erwartet

Die Umsätze im US-Einzelhandel sind im Juni stärker gestiegen als erwartet. Die Erlöse seien um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat geklettert, teilte das Handelsministerium am Dienstag in Washington mit. Analysten hatten im Mittel einen Anstieg um 0,2 Prozent erwartet.

16.07.2019 14:50

Allerdings waren die Einzelhandelsumsätze im Mai weniger gestiegen als erwartet. Sie legten um revidierte 0,4 Prozent zu. Zunächst war ein Anstieg um 0,5 Prozent ermittelt worden.

Ohne die schwankungsanfälligen Autoumsätze stiegen die Einzelhandelsumsätze im Juni ebenfalls um 0,4 Prozent. Hier war lediglich ein Anstieg um 0,1 Prozent erwartet worden.

In der sogenannten "Kontrollgruppe" erhöhten sich die Umsätze um 0,7 Prozent. Bankökonomen hatten lediglich einen Anstieg um 0,3 Prozent prognostiziert. Die Kontrollgruppe dient der Abschätzung des Konsumbeitrags zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum./jsl/elm/jha/

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US-Notenbank: Wirtschaft

US-Notenbank: Wirtschaft wächst mit gemässigten Tempo

(Ausführliche Fassung) - Die Dynamik der US-Wirtschaft hat sich nach Einschätzung der US-Notenbank Fed zuletzt wenig verändert. Insgesamt sei die Wirtschaft im Zeitraum von Mitte Mai bis Anfang Juli mit einem "gemässigtem" Tempo gewachsen, teilte die Fed in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht Beige Book mit. Es habe wenige Veränderungen im Vergleich zum vorherigen Zeitraum gegeben.

17.07.2019 20:49

Die Industrieproduktion sei weitgehend stabil geblieben, schrieb die Fed. In einigen Distrikten habe es ein leichtes Anziehen der Aktivität gegeben. Die Einzelhandelsumsätze hätten insgesamt etwas zugelegt, auch wenn sich die Autoverkäufe kaum veränderten. Die Nachfrage nach Krediten sei auf breiter Basis gestiegen. Die Beschäftigung sei modert gewachsen - allerdings etwas schwächer als zuletzt.

Der Geschäftsausblick bleibe "insgesamt positiv", hiess es in dem Bericht. Man erwarte weiterhin ein gemässigtes Wachstum. Allerdings gebe es eine weit verbreitete Unsicherheit wegen der Handelskonflikte.

Die Fed hatte zuletzt immer wieder Leitzinssenkungen in Aussicht gestellt. Notenbankvorsitzender Jerome Powell begründete dies mit den Handelskonflikten und der sich abschwächenden Weltwirtschaft. Die Unsicherheit habe insgesamt zugenommen. An den Finanzmärkten wird fest mit einer Leitzinssenkung Ende Juli gerechnet. US-Präsident Donald Trump hatte Powell zuletzt immer wieder heftig kritisiert und ihn zu Zinssenkungen aufgefordert.

Das Beige Book beruht auf einer Umfrage unter Unternehmensvertretern. Zudem werden auch Ökonomen, Marktexperten und andere Geschäftskontakte befragt. Es wurden Daten berücksichtigt, die bis zum 8. Juli eingegangen waren. Die aktuelle Version wurde von der regionalen Notenbank von San Francisco erstellt./jsl/he

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Einigung zu

Einigung zu Schuldenobergrenze in den USA - Turbulenzen abgewendet

Die US-Regierung und führende Vertreter aus dem US-Kongress haben sich auf ein Haushaltspaket geeinigt und damit grössere Turbulenzen bis hin zu einem möglichen Regierungsstillstand abgewendet. US-Präsident Donald Trump schrieb am Montagabend (Ortszeit) auf Twitter, gemeinsam mit den Chefs beider Parteien im Repräsentantenhaus und im Senat sei eine Zwei-Jahres-Vereinbarung zum Haushalt und der Schuldenobergrenze gefunden worden. Er sprach von einem "echten Kompromiss" ohne bittere Pillen. Details nannte er nicht.

23.07.2019 06:35

Der Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, und die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, betonten, Ziel sei es nun, die Einigung so schnell wie möglich in beiden Kammern des Kongresses zu verabschieden und dem Präsidenten zur Unterzeichnung vorzulegen.

Vertreter der Regierung und des Kongresses hatten in den vergangenen Tagen intensiv verhandelt, um eine Einigung zustandezubringen, bevor sich der US-Kongress in einigen Tagen in die Sommerpause verabschiedet. Pelosi und der Chef der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, erklärten, mit der gefundenen Vereinbarung solle auch ein möglicher "Shutdown" der Regierung abgewendet werden - also ein Stillstand der Regierungsgeschäfte.

Mit der Schuldenobergrenze wird in den USA gesetzlich festgelegt, wie viele neue Schulden die Regierung zur Begleichung ihrer Ausgaben machen darf. Die Grenze wird regelmässig angehoben, dieses Recht liegt aber allein beim Kongress. Bleibt die Obergrenze bestehen, kann kein neues Geld geliehen werden und die Regierung kann ihre Verbindlichkeiten nicht begleichen. Dies hätte gedroht, wenn keine Vereinbarung zustande gekommen wäre./jac/DP/zb

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Ein Land im Dunkeln – erneut massiver Stromausfall in Venezuela

Nach mehreren Blackouts im März ist im Krisenland Venezuela wieder der Strom ausgefallen. Wie lange dauert es diesmal, bis die Menschen wieder Licht haben?

Erneut erlebt Venezuela einen massiven Stromausfall. Alle Bundesstaaten seien betroffen, teilte am Montag die Nichtregierungsorganisation Netblocks mit. Der Zugang zum Telekommunikationsnetz sei auf sechs Prozent gefallen.

Der Informationsminister Jorge Rodríguez sagte, erste Hinweise deuteten auf einen elektromagnetischen Angriff auf das Wasserkraftsystem hin, wie der staatliche Fernsehsender VTV berichtete. Der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó machte hingegen die Regierung verantwortlich.

Internetnutzer aus mindestens der Hälfte der venezolanischen Bundesstaaten berichteten ebenfalls von Stromausfällen. Der staatliche Energieversorger Corporación Eléctrica Nacional erklärte lediglich, es gebe Probleme in Teilen von Caracas.

Bereits mehrere Ausfälle

Es gab in diesem Jahr bereits mehrere grosse Stromausfälle in dem südamerikanischen Krisenstaat. Anfang März waren Teile des Landes mehr als 100 Stunden ohne Strom. Die Wasserversorgung brach zusammen, Schulen blieben geschlossen, Arbeitstage wurden verkürzt.

Staatschef Nicolás Maduro macht im März einen von den USA und der Opposition geplanten Cyberangriff für den Zusammenbruch der Energieversorgung verantwortlich. Die Regierungsgegner um Guaidó sprachen hingegen von verschleppten Investitionen, Korruption und mangelhafter Wartung der Anlagen.

«Sie haben die Tragödie mit Rationierung im ganzen Land zu verheimlichen versucht, aber das Versagen ist offensichtlich: Sie haben das Stromnetz zerstört und haben keine Antworten», twitterte Guaidó am Montag.

Maduro: Angriffe der USA

Die Regierung von Staatschef Nicolás Maduro sprach von Angriffen auf ein Wasserkraftwerk im Bundesstaat Bolívar und machte dafür die Opposition und die USA verantwortlich. Experten und Maduros Gegner sahen die Ursache dagegen in der schlechten Wartung der Infrastruktur, in Missmanagement und Korruption. Im April waren dann weite Teile des Landes erneut von einem massiven Stromausfall betroffen.

Venezuela leidet schon seit Jahren unter einer schweren Wirtschaftskrise mit drastischen Versorgungsengpässen. Seit Monaten liefern sich zudem Präsident Maduro und Oppositionsführer Juan Guaidó einen erbitterten Machtkampf.

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

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USA: Erstanträge auf

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken überraschend

In den USA ist die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gesunken. In der vergangenen Woche fielen sie um 10 000 auf 206 000, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten hingegen einen Anstieg auf 218 000 Erstanträge erwartet.

25.07.2019 14:57

Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt fiel die Zahl der Erstanträge um 5750 auf 213 000. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts.

Woche zum Erstanträge Veränderung 4-Wochenschnitt Veränderung 20. Juli 19 206 -10 213,00 -5,75 13. Juli 19 216 8 218,75 -0,25 06. Juli 19 208 -14 219,00 -3,50 29. Juni 19 222 -7 222,50 0,75

(Angaben in Tsd.)

/elm/jkr/mis

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USA: Aufträge für langlebige

USA: Aufträge für langlebige Güter steigen stärker als erwartet

In den USA sind die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter im Juni stärker als erwartet gestiegen. Der Auftragseingang zog um 2,0 Prozent gegenüber dem Vormonat an, wie das US-Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt lediglich mit einem Anstieg von 0,7 Prozent gerechnet. Im Mai war der Auftragseingang um revidiert 2,3 (zunächst 1,3) Prozent noch deutlich gefallen.

25.07.2019 14:43

Ohne schwankungsanfällige Transportgüter stieg der Auftragseingang um 1,2 Prozent und damit ebenfalls stärker als erwartet. Die Aufträge für zivile Kapitalgüter (ohne Militär und Flugzeuge) kletterten um 1,9 Prozent. Die Kapitalgüter gelten als Indikator für die Investitionsfreude der Unternehmen.

/elm/jkr/jha/

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US-Konjunktur kühlt ab

US-Konjunktur kühlt ab

Die US-Konjunktur hat sich im Frühjahr abgekühlt. Zwischen April und Juni stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,1 Prozent.

26.07.2019 14:41

Das teilte das Handelsministerium am Freitag auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Experten hatten lediglich 1,8 Prozent erwartet, nach einem Plus von 3,1 Prozent zu Jahresbeginn.

Im Zuge des von US-Präsident Donald Trump entfachten Zollkonflikts mit China gingen die amerikanischen Exporte um 5,2 Prozent zurück. Der private Konsum, der für zwei Drittel des BIP steht, legte aber um 4,3 Prozent zu - das dickste Plus seit Ende 2017.

Angesichts der Abschwächung der Wirtschaft steht die US-Notenbank Fed Gewehr bei Fuß, den Leitzins zu senken. An den Finanzmärkten wird für kommenden Mittwoch mit einer Kappung um einen Viertelpunkt auf die dann neue Spanne von 2,0 bis 2,25 Prozent gerechnet.

(Reuters)

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Trump feiert Urteil zu

Trump feiert Urteil zu Mauerbau - Migrationsabkommen mit Guatemala

US-Präsident Donald Trump hat beim geplanten Bau der umstrittenen Mauer an der Grenze zu Mexiko einen Sieg vor Gericht errungen. Der Oberste US-Gerichtshof machte am Freitagabend (Ortszeit) den Weg dafür frei, dass die Regierung dafür auf Geld aus dem Verteidigungsministerium zurückgreifen darf. Trump schrieb auf Twitter, die Entscheidung sei ein "grosser SIEG für Grenzsicherheit und Rechtsstaatlichkeit". Der Republikaner hatte am selben Tag bei seiner Abschottungspolitik noch einen weiteren Fortschritt erzielt: Er unterzeichnete ein umstrittenes Abkommen mit Guatemala, mit dem die Zahl der Asylsuchenden an der US-Südgrenze begrenzt werden soll.

28.07.2019 14:23

Vor der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes hatte Trump mehrere juristische Niederlagen bezüglich der Mauerfinanzierung hinnehmen müssen. Weil der Kongress ihm das Geld verweigert hatte, will er auf 2,5 Milliarden US-Dollar aus dem Militäretat zurückgreifen.

Ein Bundesrichter in Kalifornien erliess aber im Mai eine einstweilige Verfügung, wonach der Präsident zunächst kein Geld für den Bau verwenden durfte, das nicht vom Kongress bewilligt wurde. Ein Berufungsgericht entschied ebenfalls, dass die Regierung nicht auf die Mittel aus dem Verteidigungsetat zurückgreifen könne, während der Rechtsstreit laufe. Das Oberste Gericht hob die einstweilige Verfügung dagegen nun auf und gab der Verwendung statt, während die rechtliche Auseinandersetzung weitergeht. Das könnte sich aber hinziehen - und die Regierung kann mit dem Bau beginnen. Betroffen sind Abschnitte in Arizona, Kalifornien und New Mexico. Die Aufträge dafür sind bereits vergeben.

Die Grenzmauer ist eines von Trumps wichtigsten Wahlkampfversprechen. Der Republikaner argumentiert, dass nur ein solches Bollwerk illegal einreisende Migranten, Drogen, Menschenschmuggler und kriminelle Banden aussen vor halten könne. Er hat versprochen, langfristig auf der Hälfte der rund 3200 Kilometer langen Grenze zu Mexiko eine Mauer bauen zu lassen. Der Rest der Grenze ist nach seinen Worten durch natürliche Barrieren wie etwa Flüsse geschützt. Trumps Pläne sind hoch umstritten. Mehrere Organisationen und US-Bundesstaaten gehen juristisch dagegen vor.

Trump hatte ursprünglich angekündigt, Mexiko werde für den Bau der Mauer bezahlen. Dazu kam es nicht. Trump beantragte daher beim Kongress 5,7 Milliarden Dollar für den Bau. Das Parlament bewilligte im Budgetgesetz für das bis Ende September laufende Haushaltsjahr aber nur 1,375 Milliarden Dollar für "neue physische Barrieren".

Trump rief daraufhin im Februar einen Nationalen Notstand an der Grenze aus. Die Massnahme verleiht dem US-Präsidenten bestimmte Vollmachten. Trump ist davon überzeugt, dass er durch die Notstandserklärung Mittel ausgeben kann, die der Kongress für andere Projekte als den Mauerbau bewilligt hat. Aus Sicht von Kritikern wird das Geld zweckentfremdet.

Die Umweltorganisation Sierra Club und die Vereinigung "Southern Border Communities Coalition" klagten gegen Trumps Vorhaben. Der Oberste Gerichtshof erklärte nun, die Regierung habe zu diesem Zeitpunkt "ausreichend" nachgewiesen, dass die Gruppen nicht berechtigt seien, die Verwendung des Geldes anzufechten. Die fünf konservativen Richter des Gerichts stimmten dafür, die einstweilige Verfügung aufzuheben, mit der die Verwendung der Mittel blockiert worden war. Die vier liberalen Richter stimmten dagegen.

Die ranghöchste Demokratin Nancy Pelosi kritisierte die Entscheidung des Gerichts. "Unsere Gründer haben eine Demokratie entworfen, die vom Volk regiert wird - keine Monarchie", schrieb sie auf Twitter.

Trump treibt in Bezug auf die Einwanderung eine knallharte Abschottungspolitik voran. Zuletzt hatte er Druck auf Guatemala gemacht, ein Abkommen zu unterzeichnen, in dem das mittelamerikanische Land zu einem sicheren Drittstaat erklärt wird. Am Freitag kam die Regierung von Präsident Jimmy Morales dem nach - obwohl ihr dadurch rechtliche Auseinandersetzungen drohen. Nach der Vereinbarung könnten laut US-Angaben alle Asylsuchenden, die auf dem Weg in die USA Guatemala betreten haben, an der amerikanischen Grenze abgewiesen werden. Die Trump-Regierung will, dass sie in Guatemala Asyl beantragen. Das könnte insbesondere Menschen aus Honduras und El Salvador betreffen.

Das US-Heimatschutzministerium rechnete damit, dass das Abkommen im August in Kraft treten könnte. Details blieben jedoch offen - und in Guatemala drohen rechtliche Probleme. Das dortige Verfassungsgericht hatte kürzlich auf Antrag von Oppositionspolitikern entschieden, dass Präsident Morales ohne Zustimmung des Parlaments kein solches Abkommen unterzeichnen darf.

Die meisten Migranten, die auf der Flucht vor Gewalt und Armut ohne Aufenthaltsgenehmigung über Mexiko in die USA einzureisen versuchen, stammen aus den mittelamerikanischen Ländern des sogenannten Nördlichen Dreiecks: Guatemala, Honduras und El Salvador. Viele von ihnen fliehen vor Gewalt. Die drei Länder leiden wegen mächtiger Jugendbanden und oft korrupter Polizisten unter hohen Kriminalitäts- und vor allem Mordraten. Die "Maras" genannten Gangs kontrollieren ganze Stadtviertel und sind in Schutzgelderpressung sowie Drogenhandel verwickelt./hma/DP/fba

(AWP)

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Trump erhöht vor Zinswende

Trump erhöht vor Zinswende Druck auf US-Notenbank

Unmittelbar vor einer möglichen Absenkung des Leitzinses hat Präsident Donald Trump seine scharfe Kritik an der US-Notenbank erneuert.

31.07.2019 06:44

Die für Mittwoch erwartete Bekanntgabe einer Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte sei nicht genug, es brauche "eine grosse Absenkung".

Die Federal Reserve müsse auch ihre Anleihenkäufe wieder ausweiten, forderte er am Dienstag im Weissen Haus, erklärte Trump. Diese herunterzufahren und gleichzeitig die Zinsen zu erhöhen, sei "ein grosser Fehler" gewesen.

Finanzmärkte rechneten wegen der von Trump angezettelten Handelskonflikte und zunehmender Sorgen um die Konjunktur mit der ersten Zinssenkung der Fed seit einem Jahrzehnt. Sollte es wie erwartet zu einer Senkung um 0,25 Prozentpunkte kommen, würde die Leitzinsspanne künftig bei 2 bis 2,25 Prozent liegen. Analysten zufolge will die Fed mit ihrem Schritt eine drohende Abschwächung der seit nunmehr zehn Jahren wachsenden US-Wirtschaft auffangen. Die Entscheidung wurde für Mittwochabend erwartet (20.00 Uhr Schweizer Zeit).

Die Zinswende dürfte Finanzmärkten und der US-Konjunktur neuen Schwung verleihen. Der Schritt markiert auch eine Zäsur der Geldpolitik: Im Zuge der verheerenden globalen Finanzkrise 2008/2009 senkte die Notenbank die Zinsen aggressiv, um die Wirtschaft zu stabilisieren. 2015 begann sie, den Leitzins wieder sukzessive zu erhöhen. Allein im vergangen Jahr gab es vier Erhöhungen.

Trump fordert schon länger Zinssenkung

Mit einer Zinssenkung kommt die unabhängige Notenbank auch ihrem prominentesten Kritiker - Präsident Trump - entgegen. Er äussert seit Monaten öffentlich harsche Kritik am Kurs der Notenbank und fordert niedrigere Zinsen. Er hatte die Fed als "völlig ahnungslos" und als "hartnäckigstes Problem" der US-Wirtschaft bezeichnet.

Notenbankchef Jerome Powell hatte zuletzt öffentlich eine Lockerung der Geldpolitik ins Spiel gebracht. Das Wachstum der US-Wirtschaft ist noch robust, verlangsamt sich aber. Die Arbeitslosenquote lag im Juni bei nur 3,7 Prozent. Die Inflation indes liegt konstant unter dem Ziel der Notenbank von zwei Prozent. Einige Analysten argumentierten daher, es bräuchte eigentlich eine Zinssenkung um 0,5 Prozentpunkte, um die Inflation nachhaltig anzukurbeln.

Investoren warteten daher auch mit Spannung auf die Aussagen Powells bei einer Pressekonferenz nach der Zinsentscheidung: Wird die Notenbank für die kommenden Monate weitere Zinssenkungen signalisieren? Oder wird sie eher zur Gelassenheit mahnen?

Experten sorgen sich wegen zahlreicher Handelskonflikte insbesondere um die globale Konjunktur. Vor allem der Handelskrieg zwischen den USA und China, den zwei grössten Volkswirtschaften der Welt, bremst die globalen Wachstumsaussichten. Zudem erwägt Trumps Regierung weiter, Strafzölle auf den Import von Autos aus der EU zu verhängen.

(SDA)

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USA verhängen neue Sanktionen

USA verhängen neue Sanktionen gegen Venezuela

Die US-Regierung hat mögliche Vermögen der venezolanischen Regierung in den USA eingefroren.

06.08.2019 06:32

US-Präsident Donald Trump unterschrieb am Montag (Ortszeit) eine entsprechende Präsidentenverfügung, wie das Weisse Haus mitteilte. Der Verfügung zufolge ist damit ab sofort alles Eigentum der venezolanischen Regierung in den USA blockiert.

Begründet wurde dieser Schritt durch die "fortgesetzte widerrechtliche Aneignung von Macht" durch den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro. Seine Regierung verletze die Menschenrechte, schränke die freie Presse ein und versuche fortlaufend, den selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó und die demokratisch gewählte venezolanische Nationalversammlung zu schwächen.

In dem seit Monaten andauernden Machtkampf zwischen Maduro und Guaidó hatten die USA bereits eine ganze Reihe von Sanktionen gegen Maduros Umfeld und staatliche Stellen verhängt. Die Regierung von Maduro und die Opposition um Guaidó liefern sich seit Monaten einen erbitterten Machtkampf. Viele Länder haben Guaidó bereits als legitimen Übergangsstaatschef anerkannt, in Venezuela selbst allerdings sitzt Maduro weiter fest im Sattel.

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USA: Erstanträge auf

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gehen zurück

In den USA ist die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gefallen. In der vergangenen Woche sank sie um 8000 auf 209 000, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 215 000 Erstanträgen gerechnet.

08.08.2019 14:52

Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt stieg die Zahl dagegen um 250 auf 212 250. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts.

/bgf/jkr/mis

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Argentinischer Peso fällt

Argentinischer Peso fällt weiter - Aktienmarkt stabilisiert sich

Nach dem knapp 40-prozentigen Kurssturz vom Montag sind die Anleger am Dienstag wieder an den argentinischen Aktienmarkt zurückgekehrt. Der Leitindex der Börse Buenos Aires stieg um elf Prozent. Die Landeswährung Peso ging dagegen erneut auf Talfahrt.

14.08.2019 06:45

Ein Dollar verteuerte sich in der Spitze um knapp 13 Prozent auf fast 59 Peso. Am Ende des offiziellen Handels lag der Kurs bei 55,9 Peso - ein Minus von 4,3 Prozent. Zu Wochenbeginn war der Peso auf ein Rekordtief gefallen. Das Minus hatte zeitweise 30 Prozent betragen, was 65 Peso für einen Dollar entsprach.

Auslöser der Turbulenzen war ein klarer Sieg der Opposition bei einer wichtigen Testwahl gewesen, der die Furcht vor einer Staatspleite geschürt hatte. Der Oppositionskandidat Alberto Fernandez, der zusammen mit der ehemaligen Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner antritt, war deutlich vor dem Amtsinhaber Mauricio Macri gelandet.

Investoren fürchten bei einem Wahlsieg von Fernandez eine Abkehr vom wirtschaftsfreundlichen Kurs Macris. "Der Markt denkt, dass Fernandez wahrscheinlich die Staatspleite erklären wird, Kapitalkontrollen einführt und ein neues Paket mit dem Internationalen Währungsfonds verhandelt. Kurz gesagt: der Markt denkt, Fernandez ist die Rückkehr des Populismus", sagte Claudio Irigoyen von der Bank of America.

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Argentinien bekommt Feuer von

Argentinien bekommt Feuer von Ratingagenturen

Nahezu zeitgleich mit lauten Warnungen von Ratingagenturen vor einem wirtschaftlichen Niedergang Argentiniens hat deren Präsident den Finanzminister ausgetauscht. Nicolás Dujovne reichte am Samstag seinen Rücktritt ein. Das Amt wird Hernán Lacunza antreten, der bislang Wirtschaftsminister der Provinz Buenos Aires war. "Ich habe Vertrauen, dass er die geeignete Person für diese neue Etappe ist", schrieb Macri auf Twitter.

19.08.2019 06:33

Zuvor hatten am späten Freitagabend die US-Agenturen und Fitch ihre Einschätzung der Kreditwürdigkeit des Landes herabgesetzt. Letztere senkte das Rating gleich um zwei Stufen auf "CCC". Damit sind nach Einschätzung von Fitch nur bei günstiger Entwicklung Zahlungsausfälle vermeidbar.

Der Ausgang der landesweiten Vorwahlen am vergangenen Sonntag habe die politische Unsicherheit erhöht und die Finanzierungsbedingungen empfindlich eingeengt, schrieb Fitch zur Begründung. Zudem dürfte sich das volkswirtschaftliche Umfeld verschlechtern, was die Wahrscheinlichkeit eines Staatsbankrotts oder einer wie auch immer gearteten Restrukturierung erhöhe.

Wenig später schlug Standard & Poor's in dieselbe Kerbe. Die Agentur senkte ihre Bewertung allerdings nur um eine Stufe auf "B-", drohte aber mit weiteren Abstufungen. Die Begründung für den Schritt war ähnlich wie bei Fitch.

Bei den allgemeinen Vorwahlen vor einer Woche hatte Macri eine herbe Niederlage hinnehmen müssen. Der Oppositionskandidat Alberto Fernández, mit der Ex-Präsidentin Cristina Kirchner als Vizekandidatin, erhielt 47,6 Prozent der Stimmen. Macri kam lediglich auf 32 Prozent. Die Vorwahlen gelten als wichtiger Stimmungstest für die Präsidentenwahl im Oktober.

Der ausgeschiedene Minister Dujovne hatte 2018 Finanzhilfen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von 56 Milliarden US-Dollar ausgehandelt, die mit hohen Sparauflagen im Staatshaushalt verbunden waren. Die hohe Inflation und die anhaltende Rezession liessen viele Wähler bei den Vorwahlen gegen Macri stimmen.

Nach den Vorwahlen waren die Aktienmärkte und der Peso eingebrochen. Die Regierung versprach daraufhin am Mittwoch Steuerkürzungen für Arbeiter und Angestellte, eine Streckung der Abgaben für kleine und mittelständische Unternehmen, Boni für Beschäftigte im öffentlichen Dienst und eine Anhebung des Mindestlohns. Zudem wurde der Benzinpreis für 90 Tage eingefroren. Nach Medienberichten war Dujovne mit diesen Massnahmen nicht einverstanden./he/DP/he

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Trump-Berater Kudlow: Keine

Trump-Berater Kudlow: Keine US-Rezession in Sicht

Die US-Regierung stellt sich den Sorgen vor einem schrumpfenden US-Wirtschaft entgegen.

18.08.2019 20:11

Wa"Es ist keine Rezession in Sichtweite", sagte der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, am Sonntag dem Sender Fox. "Die Verbraucher haben Arbeit. Ihre Löhne steigen. Sie geben Geld aus und sie sparen welches." Die US-Wirtschaft sei trotz des schwelenden Handelsstreits mit China in guter Verfassung.

Zu dem Konflikt sagte Kudlow, binnen zehn Tagen sollten hochrangige Vertreter beider Seiten wieder miteinander sprechen und wenn sich dies gut entwickele, sollten chinesische Vertreter wieder in die USA kommen.

Die weltweiten Finanzmärkte hatten in der vergangenen Woche auch wegen aufkommender Sorgen vor einer US-Rezession stark unter Druck gestanden. Der Grund dafür kam vom US-Anleihenmarkt. Dort war die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen erstmals seit 2007 über die Rendite der Papiere mit zehn Jahren Laufzeit gestiegen.

Diese sogenannte "Inverse Zinskurve" hat Experten zufolge in den meisten Fällen einen Konjunkturabschwung korrekt vorhergesagt. Üblicherweise rentieren länger laufende Anleihen höher als kürzer laufende. 

(Reuters)

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