Schuldenkrise Asien

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07.09.2012 08:46
#1
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Schuldenkrise Asien

Da sich die Schuldenkrise nicht nur in Europa, sondern auch in Asien und Amerika zuspitzt, eröffne ich nun diesen Thread!


Freue mich jetzt schon auf viele interessante Diskussionen.

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vor 14 Stunden 12 Minuten
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Steigender Protektionismus in China?

Deutsche Firmen in China beklagen sich nach Worten des deutschen Botschafters über eine wachsende wirtschaftliche Abschottung des Landes.

"Deutsche Unternehmen haben hierzulande den Eindruck, dass der Protektionismus beträchtlich zugenommen hat", sagte der deutsche Spitzendiplomat in Peking, Michael Clauss, in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. In diesem Jahr seien "mehr und mehr" Beschwerden darüber bei ihm eingegangen. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte jüngst bei einen Besuch in Peking seiner Ansicht nach unfaire Handelspraktiken des Landes kritisiert, etwa Dumping-Preise bei Stahl und Benachteiligungen deutscher Firmen beim Marktzugang.

Andererseits sprachen auch Chinas Politiker kritische Punkte an, etwa die Furcht, Deutschland könnte sich gegen Firmenübernahmen durch chinesische Partner abschotten. Derzeit prüft die Bundesregierung in zwei Fällen, darunter dem des Chipanlagen-Bauers Aixtron, ob sie einen Verkauf an Unternehmen aus der Volksrepublik für unbedenklich erklären kann.

Clauss sagte, es sei grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden, dass China seinen Rückstand in der Entwicklung von Hochtechnologien durch Akquisitionen schließen wolle. "Aber es ist die Fairness im Wettbewerb, um die es uns geht." So hätten Firmen aus der Europäischen Union im laufenden Jahr erst 14 Firmen in der Volksrepublik übernommen: "Das entspricht fünf Prozent von dem, was chinesische Firmen in diesem Jahr allein in Deutschland aufgekauft haben."

Angesichts der Übernahme des bayerischen Roboterbauers Kuka durch den chinesischen Hausgeräte-Hersteller Midea und des Interesses der Chinesen an dem Münchner Leuchtenkonzerns Osram befürchten Kritiker einen Ausverkauf des High-Tech-Standorts Deutschland. Bundeswirtschaftsminister Gabriel hat wiederholt dafür plädiert, dass sich die EU und Deutschland bessere Schutzinstrumente verschaffen, um den Verkauf von strategisch wichtigen Firmen ins Ausland notfalls unterbinden zu können.

(Reuters)

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vor 14 Stunden 14 Minuten
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China: Dienstleistungsindex steigt auf höchsten Stand seit 16 Monaten

In China deutet auch der letzte in diesem Monat anstehende wichtige Frühindikator auf eine Erholung der Wirtschaft hin.

Der vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" am Montag veröffentlichte Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe stieg im November auf 53,1 (Oktober: 52,4) Punkte und damit den höchsten Stand seit fast eineinhalb Jahren. In der vergangenen Woche war bereits der staatliche Einkaufsmanagerindex für diesen Sektor ebenso wie die beiden Indikatoren für Industrieunternehmen veröffentlicht worden.

Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Industriebereich, der stärker Staatsbetriebe reflektiert, stieg dabei unerwartet stark von 51,2 im Vormonat auf 51,7 Punkte Damit liegt der Index so hoch wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr. Der Index des Wirtschaftsmagazins "Caixin", der stärker kleinere und private Firmen erfasst, lag bei 50,9 Punkten. Das war zwar etwas niedriger als im Vormonat mit 51,2 Punkten, aber immer noch der zweithöchste Stand seit zwei Jahren.

Über der kritischen Grenze von 50 Punkten ist von einer Expansion der industriellen Tätigkeit auszugehen, darunter von einer Kontraktion. Angekurbelt durch den boomenden Wohnungsmarkt, die steigenden Infrastrukturausgaben und das Kreditwachstum ist Chinas Wirtschaft in den ersten neun Monaten des Jahres um 6,7 Prozent gewachsen.

Der staatliche Indikator für das Dienstleistungsgewerbe zog auf 54,7 (Oktober: 54,0) Punkte an. Da China mitten im Wandel von einer verlängerten Werkbank der Welt hin zu einer stärker auf Dienstleistungen gestützten Wirtschaft steckt, rückte der an sich weniger interessante Bereich zuletzt stärker in den Fokus.

(AWP)

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vor 14 Stunden 14 Minuten
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China öffnet Aktienmarkt durch weitere Kooperation mit Hongkong

China hat seinen abgeschotteten Aktienmarkt ein Stück weiter für ausländische Investoren geöffnet.

Nach Shanghai vor zwei Jahren hat am Montag auch die Börse im südchinesischen Shenzhen eine Kooperation mit dem benachbarten Hongkong aufgenommen. Die weitere Öffnung ermöglicht ausländischen Anlegern, über Hongkong auch auf dem zweitwichtigsten chinesischen Börsenplatz Geld in Unternehmen in China anzulegen.

Bis vor zwei Jahren waren solche Investitionen nur in Ausnahmefällen für Ausländer möglich. Die Öffnung der Märkte in Shanghai und jetzt in Shenzhen gilt als zentraler Schritt bei der Liberalisierung der chinesischen Kapitalmärkte. Die Kooperation zwischen Hongkong und Shenzhen war bereits früher erwartet worden, wegen der Turbulenzen an Chinas Märkten aber zunächst aufgeschoben worden.

"Die Börsenverbindung wird den Kapitalmarktreformen Chinas helfen und die Internationalisierung des Yuans fördern", sagte Hongkongs Regierungschef Leung Chun-ying zur Eröffnung in Hongkong. Die neue Plattform werde Investoren nach China locken und die Position Hongkongs als Währungs- und Finanzzentrum stärken. Seit der Rückgabe an China 1997 wird die asiatische Finanzmetropole Hongkong autonom als chinesische Sonderverwaltungsregion regiert.

(AWP)

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25.11.2016 08:22
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Konsumentenpreise in Japan gehen achten Monat in Folge zurück

Der Preisverfall in Japan hält trotz der ultralockeren Geldpolitik der Notenbank an.

Die Verbraucherpreise der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft der Welt gingen im Oktober den achten Monat in Folge zurück, wie aus Daten vom Freitag hervorgeht. Allerdings fiel das Minus in der Kernrate ohne die schwankungsanfälligen frischen Lebensmittel mit 0,4 Prozent etwas geringer aus als noch im September.

Fachleute halten es für möglich, dass die Preise Anfang kommenden Jahres wieder steigen, und verweisen dazu auf den nachlassenden Verfall der Energiepreise und den zuletzt gesunkenen Yen, der die Importpreise nach oben treibt. Wird neben Lebensmitteln auch Energie herausgerechnet, legten die Preise bereits im Oktober um 0,2 Prozent zu.

Die japanische Notenbank hat im Kampf gegen die Deflation ihre Geldschleusen weit geöffnet, es damit aber nicht geschafft, die Teuerungsrate wieder in die Nähe ihres Ziels von zwei Prozent zu bringen. Takeshi Minami, Chefvolkswirt beim Forschungshaus Norinchukin, geht dennoch nicht davon aus, dass sie nun noch einmal nachlegt.

Als wahrscheinlicher gilt es, dass die Regierung in Tokio ein weiteres kleineres Konjunkturpaket auf den Weg bringt. Die japanische Wirtschaft hat zwar im Sommer das dritte Quartal in Folge zugelegt, doch eine schwache Inlandsnachfrage schürte Zweifel, dass der Aufschwung anhält.

(Reuters)

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22.11.2016 09:05
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Indien rudert bei seiner Währungsreform etwas zurück

Nach tagelangem Tauziehen zwischen Finanz- und Agrarministerium hat Indien seine radikale Währungsreform aus der vorletzten Woche leicht aufgeweicht.

Wie das Finanzministerium am Montag mitteilte, dürfen Landwirte ab sofort die zunächst für ungültig erklärten alten Banknoten im Wert von 500 Rupien (rund 6,90 Euro) wieder benutzen, um Saatgut zu kaufen. Die Ausnahme gilt jedoch nur bei staatlich kontrollierten Verkäufern.

In der Nacht auf den 9. November hatte Indiens Premierminister Narendra Modi überraschend die beiden grössten Banknoten des Landes im Wert von 1000 und 500 Rupien für ungültig erklärt - nach eigener Aussage, um illegales Schwarzgeld zu entwerten. Die Aktion war vorher geheim gehalten worden. Neue grosse Scheine werden nur sehr langsam gedruckt. Noch immer sind die Bankfilialen hoffnungslos überlaufen und die meisten Geldautomaten leer.

Die Ankündigung Modis fiel auf den Beginn der Aussaat für die Wintersaison vieler Landwirte. Insbesondere auf dem Land haben viele Inder kein Bankkonto und auch keine Bankfiliale in der Nähe. Agrarminister Radha Mohan Singh hatte deshalb bereits vor einer Woche das Finanzministerium in einem Brief aufgefordert, die alten Banknoten wieder zum Kauf von Saatgut zuzulassen.

(AWP)

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21.11.2016 08:52
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China signalisiert weitere wirtschaftliche Öffnung

Chinas Präsident Xi Jinping hat auf dem Jahresgipfel der Asien-Pazifikstaaten (Apec) in Peru eine weitere Öffnung der nach den USA weltweit zweitgrössten Volkswirtschaft in Aussicht gestellt.

"China wird seine Tür vor der Aussenwelt nicht schliessen, sondern mehr öffnen", sagte Xi am Samstag in Lima. Sein Land werde sich in die Globalisierung einbringen. Die Pläne der Apec-Gemeinschaft für eine Freihandelszone im Asien-Pazifik-Raum (FTAAP) unterstütze die Volksrepublik. "Wir werden sicherstellen, dass die Früchte der Entwicklung geteilt werden."

Das bis Sonntag dauernde Treffen steht im Zeichen des Siegs von Donald Trump bei der US-Präsidentenwahl. Er lehnt das vom scheidenden Präsidenten Barack Obama vorangetriebene Freihandelsabkommen TPP mit den Pazifikstaaten entschieden ab. Im Wahlkampf hat er es als Arbeitsplatzvernichter und "Vergewaltigung unseres Landes" bezeichnet. Das Abkommen, an dem China nicht beteiligt ist, ist ausverhandelt, kann aber nicht umgesetzt werden, so lange aus den USA kein grünes Licht kommt. Dort stellt sich jedoch der von Trumps Republikanern dominierte Kongress quer.

Viele Apec-Staaten wollen TPP zwar noch nicht aufgeben. China werde aber die Lücke wohl füllen, sollte die künftige Trump-Regierung wirklich von den Freihandelsbemühungen abrücken, sagte Neuseelands Ministerpräsident John Key. Australiens Premierminister Malcolm Turnbull warnte zugleich vor Protektionismus. "Das ist der Weg in die Armut." Obama sagte bei seiner Ankunft in Peru, er freue sich auf konstruktive Gespräche auf dem Apec-Gipfel. Bei seinem Besuch in Berlin hatte er zuvor zusammen mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel vor einer Abschottung in Zeiten der Globalisierung gewarnt und sich für das angestrebte Handelsabkommen TTIP zwischen den USA und der Europäischen Union starkgemacht. Trump lehnt auch dieses ab.

(Reuters)

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21.11.2016 08:44
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Japanische Exporte unerwartet schwach

Die Ausfuhren Japans sind im Oktober unerwartet deutlich gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr betrug der Rückgang 10,3 Prozent, wie das Finanzministerium am Montag mitteilte.

Die Entwicklung deutet auf eine schwache Nachfrage aus dem Ausland hin. Volkswirte hatte mit einem Minus von 8,6 Prozent gerechnet. Im September hatte der Rückgang noch 6,9 Prozent betragen.

Vor wenigen Tagen erst hatten Daten der Regierung gezeigt, dass die japanische Wirtschaft ihr Wachstumstempo im dritten Quartal dank anziehender Exporte verdreifacht hatte. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zog zwischen Juli und September auf das Jahr hochgerechnet um 2,2 Prozent an, erwartet worden waren lediglich 0,9 Prozent. Am kräftigsten trug der Aussenhandel zu dem unerwartet guten Ergebnis bei: die Exporte zogen mit 2,0 Prozent so stark an wie seit einem Jahr nicht mehr.

(Reuters)

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14.11.2016 08:26
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Enttäuschende Wirtschaftsdaten aus China

In China haben die Industrieproduktion und die Einzelhandelsumsätze weniger stark zugelegt als erwartet.

Die Investitionen wuchsen hingegen kräftiger als vorhergesagt, wie am Montag veröffentlichte Daten des Statistikamts zeigten.

Die Industrieproduktion stieg im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,1 Prozent. Analysten hatten hingegen ein Plus von 6,2 Prozent erwartet. Die Erzeugerpreise waren im Oktober stärker gestiegen als erwartet, da es wegen einer unerwarteten Wirtschaftsbelebung zu Engpässen bei der Rohstoffversorgung gekommen war.

Auch die Einzelhandelsumsätze enttäuschten. Sie legten im Oktober um 10,0 Prozent zu, während Analysten mit einen Anstieg von 10,7 Prozent gerechnet hatten.

Die Investitionen kletterten dagegen stärker als erwartet. Von Januar bis Oktober betrug der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 8,3 Prozent, während Analysten lediglich 8,2 Prozent erwartet hatten. Staatsunternehmen erhöhten ihre Investitionen kräftig, die privaten Investitionen legten hingegen so wenig zu wie kaum zuvor. Das chinesische Wirtschaftswachstum hängt zunehmend von den Staatsausgaben an. In den ersten zehn Monaten des Jahres kletterten sie um zehn Prozent zu, während die Einnahmen lediglich um 5,9 Prozent wuchsen.

(Reuters)

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14.11.2016 08:26
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Japans Wirtschaft wächst stärker als erwartet

Japans Wirtschaft ist dank einer Exportbelebung stärker gewachsen als Experten erwartet hatten.

Im zweiten Quartal des laufenden Fiskaljahresjahres zog das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um eine hochgerechnete Jahresrate von 2,2 Prozent an, wie die Regierung am Montag in Tokio mitteilte. Damit beschleunigte sich das Wachstum im Vergleich zum ersten Quartal, als die Wirtschaftsleistung um hochgerechnete 0,7 Prozent gestiegen war.

Zudem übertraf das Wachstum die Erwartungen der von Bloomberg befragten Experten, die für das zweite Quartal im Durchschnitt einen Anstieg um 0,8 Prozent auf dem Zettel hatten.

Getrieben wurde das Wachstum von einem Überschuss im Aussenhandel, nachdem die Handelsbilanz zuletzt meist negativ ausgefallen war. Im zweiten Quartal zog der Export dagegen wegen eines gestiegenen Verkaufs von Elektronikbauteilen an.

Zudem ging der Wert der Einfuhren zurück. Hier profitiert das Land unter anderem von dem starken Yen, der zwar die Exporte erschwert, aber auf der anderen Seite die Einfuhren deutlich verbilligt. Zudem verbilligte sich der Import von Energie, auf den Japans Wirtschaft stark angewiesen ist, durch die fallenden Rohstoffpreise.

Enttäuschend fielen einmal mehr die Investitionen der Unternehmen aus. Diese stagnierten im zweiten Quartal. Volkswirte hatten hier mit einem leichten Anstieg gerechnet. Die privaten Konsumausgaben, die in Japan zu 60 Prozent zur Wirtschaftsleistung des Landes beitragen, konnten dagegen leicht zulegen - allerdings fiel das Plus mit 0,1 Prozent minimal aus und lag unter dem Vorquartalswert.

(AWP)

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08.11.2016 08:10
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Chinas Exporte fallen deutlich - Handel insgesamt rückläufig
08.11.2016 07:48

(Ausführliche Fassung)

PEKING (awp international) - Der chinesische Aussenhandel hat sich auch im Oktober schwach gezeigt. Die Ausfuhren fielen in US-Dollar gerechnet um 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, während die Einfuhren um 1,4 Prozent zurückgingen, wie der chinesische Zoll am Dienstag in Peking berichtete. Der Rückgang der Exporte deutet laut Analysten darauf hin, dass der schwächere Wechselkurs des Yuans dem Handel angesichts lustloser globaler Nachfrage wenig helfen konnte.

In Yuan gerechnet fiel der Rückgang der Ausfuhren mit 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat geringer aus, während die Importe sogar um 3,2 Prozent zulegten. Bei den Importen ist die Nachfrage nach Rohstoffen durch die Infrastrukturinvestitionen in China weiter stark. Das Handelsvolumen erreichte 325 Milliarden Yuan, umgerechnet 47 Milliarden US-Dollar.

Der Aussenhandel hat seit Jahresanfang wenig zum Wachstum der zweitgrössten Volkswirtschaft beigetragen. In den ersten drei Quartalen des Jahres erreichte das Wachstum vor allem dank höherer Verschuldung und vermehrter Infrastrukturinvestitionen dennoch 6,7 Prozent. Die Ausfuhren in US-Dollar gerechnet fielen seit Jahresanfang um 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und die Importe um 7,5 Prozent, wie der Zoll weiter berichtete./lw/DP/stk

(AWP)

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24.10.2016 08:24
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Japans Aussenhandel bleibt schwach

Japans Aussenhandel kommt wegen des starken Yen und der geringen Nachfrage wichtiger Handelspartner wie China und den USA nach wie vor nur schwer auf die Beine.

Im September ging der Export zurück und auch bei den Importen gab es erneut einen Rückgang. Die Ausfuhren seien um 6,9 Prozent gefallen, teilte das Finanzministerium am Montag in Tokio mit. Der Rückgang fiel damit aber geringer aus als noch in den Vormonaten. Volkswirte hatten zudem mit einem zweistelligen Minus gerechnet.

Da zudem das Exportvolumen - also die abgesetzte Menge ohne Umrechnungsverluste durch den starken Yen - so stark anzog wie seit fast zwei Jahren nicht mehr, stuften einige Experten die Daten positiv ein. "Bei den Exporten zeichnet sich eine Trendwende ab", sagte etwa Nomura-Ökonom Masaki Kuwahara. "Weltweit und besonders in Japan ziehen die Aktivitäten von Industriebetrieben an. Das ist gut für die Ausfuhren Japans."

Die Importe gingen im September um 16,3 Prozent zurück - auch hier hatten von Bloomberg befragte Experten mit einem höheren Minus gerechnet. Es war der 21. Rückgang in Folge. Dabei machten sich erneut die wieder stärkere heimischen Währung, aber vor allem die stark gesunkenen Preise für Öl und Energie bemerkbar. Unter dem Strich gab es im September in der Handelsbilanz einen Überschuss von fast 500 Milliarden Yen (4,41 Mrd Euro).

Eine Erholung des Aussenhandels wäre einer der wichtigsten Punkte für eine Besserung der wirtschaftlichen Lage des Landes. Regierung und Notenbank versuchen seit Jahren die lahme Wirtschaft mit einer immer weiteren Lockerung der Geldpolitik und milliardenschweren Konjunkturprogrammen anzukurbeln.

(AWP)

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19.10.2016 08:17
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Chinas Wirtschaft im dritten Quartal stabil

Chinas Wirtschaft ist im dritten Quartal des Jahres um 6,7 Prozent gewachsen. Das Wachstum fiel damit genauso hoch aus wie in den ersten beiden Quartalen des Jahres und traf genau die Erwartungen von Analysten.

Das berichtete das Pekinger Statistikamt am Mittwoch. Die wie schon im ersten Halbjahr robust ausgefallenen Zahlen deuten zwar auf eine Stabilisierung der zuletzt ins Stocken geratenen zweitgrössten Volkswirtschaft hin. Ökonomen warnten jedoch davor, dass das derzeitige Wachstum wenig nachhaltig sei und vor allem von einem heiss laufenden Immobilienmarkt und einer massiven Ausweitung der Schulden getragen werde.

"Die Entwicklung ist nach wie vor nicht gesund", sagte der Pekinger Ökonom Hu Xingdou: "Die Regierung will ihr Wachstumsziel erreichen und nimmt deshalb qualitativ schlechtes Wachstum in Kauf."

Chinas Kreditwachstum sei zuletzt "sehr schnell" gewachsen, warnte auch der Internationale Währungsfonds (IWF) vergangene Woche in einem Arbeitspapier. Ohne eine Strategie zum Schuldenabbau drohe eine Bankenkrise, langsameres Wachstum oder beides.

Nach den am Dienstag vorgelegten Zahlen der chinesischen Zentralbank weitete sich die Summe neu vergebener Kredite allein im September um 1,2 Billionen Yuan (rund 175 Milliarden Franken) aus. Vor allem Immobiliendarlehen machten einen kräftigen Sprung um umgerechnet 69 Milliarden Franken im September.

Die Währung: Für die Regierung ein Dilemma

"Die Menschen fürchten weitere wirtschaftliche Probleme und eine Abwertung der Währung. Deshalb läuft der Häusermarkt heiss", sagt der Ökonom Chen Donglin. Für die Regierung sei das ein "Dilemma".

Einerseits trägt der Immobiliensektor rund 15 Prozent zum Wirtschaftswachstum bei und hilft so, das Wachstumsziel zwischen 6,5 Prozent bis 7 Prozent für dieses Jahr zu erreichen. Andererseits hätte eine platzende Immobilienblase gravierende Folgen für China. Peking hat deshalb mit neuen Kaufrestriktionen begonnen, den Markt in den Grossstädten des Landes abzukühlen.

Sollten die Häuserpreise nun zurückgehen, dürfte das laut Chen Donglin aber auch dazu führen, dass die Wirtschaft im vierten Quartal und im kommenden Jahr langsamer wachsen wird.

Nach einer Stabilisierung im Frühjahr sorgten zuletzt eine Reihe schwächerer Daten erneut für Ernüchterung in Chinas Wirtschaft. Besonders der Aussenhandel der zweitgrössten Volkswirtschaft hat sich zuletzt schwach entwickelt. In US-Dollar gerechnet waren die Exporte im September um 10 Prozent eingebrochen.

Chinas Wirtschaft, die lange von einem gewaltigen Heer an günstigen Arbeitern profitierte und so zur verlängerten Werkbank der Welt wurde, war im vergangenen Jahr mit 6,9 Prozent so langsam wie seit 25 Jahren nicht mehr gewachsen.

Die Regierung strebt ein Wachstumsmodell an, das weniger abhängig von billigen Exporten ist und auf mehr Innovation und einem stärkeren Binnenkonsum basiert.

(SDA)

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14.10.2016 08:29
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Neue Sorgen um Chinas Wirtschaft

Überraschend schwache Aussenhandelszahlen haben in China neue Sorgen über den Zustand der zweitgrössten Volkswirtschaft entfacht.

Nach den am Donnerstag vorgelegter Daten der Zollverwaltung in Peking brachen die Ausfuhren in US-Dollar gerechnet im September um 10 Prozent ein. Die Einfuhren gingen um 1,9 Prozent zurück und lagen damit ebenfalls deutlich unter den Erwartungen von Analysten.

Nach einem Lichtblick im August, als erstmals seit November 2014 sowohl Exporte als auch Importe im selben Monat wieder anzogen, unterstreichen die nun vorgelegten Quartalsdaten, dass Chinas ins Stocken geratene Wirtschaft noch längst nicht über den Berg ist. Von Januar bis September ergibt sich ein Exportminus von 7,5 Prozent, die Importe gingen im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres um 8,2 Prozent zurück.

"Die Wettbewerbssituation wird immer schwieriger", sagte der Pekinger Wirtschaftsprofessor Hu Xingdou. Die Exporte stünden unter Druck, weil wegen steigender Löhne in China immer mehr Produzenten auf Länder in Südostasien oder Indien ausweichen würden. Die schwachen Importe würden dagegen verdeutlichen, wie begrenzt die Nachfrage im Inland sei.

Ein weiteres Problem sah der Ökonom in den zuletzt rasant gestiegen Immobilienpreisen in vielen Grossstädten des Landes. "Weil die Hauspreise so schnell steigen, wird Geld aus der Realwirtschaft abgezogen, und in Immobilien investiert."

Lediglich der seit über einem Jahr abwertende Yuan half dabei, dass die Handelszahlen zumindest in der eigenen Landeswährung gerechnet nicht ganz so düster ausfielen: Die Exporte gingen demnach im September um 5,6 Prozent zurück, die Einfuhren legten in Yuan gerechnet um 2,2 Prozent zu.

Zukünftiges Wachstum von 6,5 Prozent angestrebt

Nachdem Chinas Wirtschaft im vergangenen Jahr mit einem Plus von 6,9 Prozent so langsam wuchs wie seit 25 Jahren nicht mehr, soll das durchschnittliche Wachstum laut Regierungschef Li Keqiang in den nächsten fünf Jahren mindestens noch 6,5 Prozent betragen. Statt weiter die "Werkbank der Welt" zu sein, sollen die Unternehmen des Landes innovativer werden. Durch einen stärkeren Dienstleistungssektor soll auch der Binnenkonsum angekurbelt werden.

Viele Experten halten es allerdings für zunehmend unwahrscheinlich, dass Peking dieser Umbau reibungslos gelingen wird. Die Liste der Baustellen ist lang: Neben den zu schnell steigenden Immobilienpreise und hohen Industrie-Überkapazitäten muss Peking vor allem ein Mittel gegen die zuletzt rasant gestiegene Verschuldung finden, die nach Ansicht von Experten der Hauptgrund dafür ist, dass das Wachstum zuletzt nicht noch schwächer ausgefallen ist.

Besonders Unternehmen stehen mit hohen Schulden unter Druck. Am Dienstag hatte die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) vor drastischen Verlusten chinesischer Banken durch faule Kredite gewarnt. Chinas Finanzinstitute könnten aufgrund notleidender Kredite ab dem Jahr 2020 bis zu 11,3 Billionen Yuan (1,5 Billionen Euro) frischen Kapitals benötigen, sofern die Schuldenexzesse im Unternehmenssektor sich nicht abschwächen sollten.

Die möglichen Kosten könnten demnach bis zu 16 Prozent der nominalen Wirtschaftsleistung Chinas im vergangenen Jahr ausmachen. Das Schuldenwachstum in China sei auf längere Sicht nicht nachhaltig.

(AWP)

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14.10.2016 08:12
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Chinas Produzenten- und Konsumentenpreise überraschen positiv

Aktuelle Preisdaten senden Hoffnungszeichen für die chinesische Wirtschaft.

Nach einer schwachen Handelsbilanz am Donnerstag fielen sowohl die Erzeuger- als auch Verbraucherpreise im September besser aus als Experten erwartet hatten. Die Preise auf Produzentenebene legten um 0,1 Prozent zu und gingen damit erstmals seit 2012 nicht zurück, teilte die Regierung am Freitag in Peking mit. Von Bloomberg befragte Experten hatten dagegen mit einem leichten Rückgang gerechnet.

Bei den Verbraucherpreisen fiel der jährliche Anstieg mit 1,9 Prozent zudem höher als im Vormonat und auch besser aus als von Analysten erwartet. Damit nähert sich die Teuerungsrate für die Verbraucher dem Regierungsziel von drei Prozent. In den kommenden Monaten könnte durch die Produzentenpreise zusätzlicher Schwung kommen. Diese sind ein wichtiger Indikator für die Entwicklung der Inflation, weil der Handel Einkaufskosten zum Teil an seine Kunden weitergibt.

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12.10.2016 08:14
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Ratingagentur S&P: Chinas Banken droht Billionen-Lücke wegen fauler Kredite
11.10.2016 19:51

FRANKFURT (awp international) - Die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) warnt vor drastischen Verlusten chinesischer Banken durch faule Kredite. Chinas Finanzinstitute könnten aufgrund notleidender Kredite ab dem Jahr 2020 bis zu 11,3 Billionen Yuan (1,5 Billionen Euro) frischen Kapitals benötigen, sofern die Schuldenexzesse im Unternehmenssektor sich nicht abschwächen sollten, teilte die Agentur am Dienstag mit. Die möglichen Kosten würden demnach 16 Prozent der nominalen Wirtschaftsleistung Chinas im vergangenen Jahr ausmachen.

Die genannte Summe bezieht sich allerdings auf ein eher pessimistisches Szenario, nach dem sich der Anteil der Problemkredite an den gesamten Krediten bis zum Jahr 2020 auf 17 Prozent erhöht. Das wahrscheinlichste Szenario ist laut S&P dagegen ein Anstieg auf 10 Prozent. Den Anteil in 2015 schätzt die Agentur auf 5,6 Prozent. Das Schuldenwachstum in China sei auf längere Sicht nicht nachhaltig./tos/he

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11.10.2016 08:10
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Chinesische Regierung will Verschuldung von Firmen reduzieren

China will die hohe Verschuldung vieler Unternehmen angehen. Die Wirtschaftsplaner der kommunistischen Führung in Peking teilten am Montag mit, der Stand der Verbindlichkeiten müsse reduziert werden.

Bei staatlichen Konzernen solle es verstärkt Überprüfungen geben, um das Ziel zu erreichen. Die Regierung werde im Einklang mit den Gesetzen der Volksrepublik auch mehr Firmenpleiten zulassen. Es werde allerdings auch staatliche Hilfen für Unternehmen und mehr Fusionen sowie Übernahmen geben.

Die Firmen in China stehen mit umgerechnet mehr als 16 Billionen Euro in der Kreide. Dieser Betrag entspricht 169 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Peking wird vor allem vorgeworfen, ineffiziente Staatsbetriebe zu stark und zu lange zu finanzieren. Die jetzt angekündigte Verringerung der Schulden soll viele Unternehmen stabilisieren. Einer Reuters-Analyse zufolge verdiente im ersten Halbjahr fast ein Viertel der Firmen zu wenig, um ihre Schulden bedienen zu können.

Die chinesische Zentralbank teilte mit, die Massnahmen der Regierung zu unterstützen. Es werde weder eine zu scharfe noch zu lockere Geldpolitik geben, sagte Notenbank-Vize Fan Yifei.

Die nach den USA weltweit zweitgrösste Volkswirtschaft wächst nicht mehr so stark wie in der Vergangenheit und dürfte Experten zufolge weiter an Tempo verlieren. Der Internationale Währungsfonds hatte China im August aufgefordert, das Kreditwachstum zu drosseln und für mehr Finanzstabilität zu sorgen. Die Banken müssten verstärkt auf Kreditrisiken reagieren und ihre Kapitaldecke aufstocken.

(Reuters)

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11.10.2016 08:09
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Chinas Yuan fällt auf tiefsten Wert seit 2010

Kaum ist die chinesische Währung Yuan in den erlesenen Kreis der Weltreservewährungen aufgenommen worden, schon verliert sie deutlich an Wert.

Am Montag fiel der Yuan im Verhältnis zum US-Dollar um ein halbes Prozent auf den schwächsten Stand seit 2010. Ein Dollar kostet seitdem über 6,7 Yuan. Viele Experten waren davon ausgegangen, dass die chinesische Notenbank eine Abschwächung über diesen Kurs hinaus verhindern würde. Jetzt beobachten sie genau, ob die Währungshüter den Yuan künftig stärker den Marktkräften überlassen könnten.v

Anfang Oktober war der Yuan in den IWF-Währungskorb aufgenommen worden, der den sogenannten Sonderziehungsrechten zugrunde liegt, einer Kunstwährung des IWF. Der Yuan ist damit voll verwendbar für die Transaktionen des IWF, was vor allem als Prestigegewinn für die Chinesen gilt. Neben dem Yuan sind der US-Dollar, der Euro, der japanische Yen und das britische Pfund Teil des Währungskorbs.

Aufgrund einer Feiertagswoche in China war Montag seit der Aufnahme des Yuan in den Kreis der Weltreservewährungen der erste Handelstag am sogenannten "Onshore"-Markt, der für den Yuan-Handel tonangebend ist. Am frühen Nachmittag kostete ein US-Dollar bis zu 6,7070 Yuan. Vor der Feiertagswoche waren es noch 6,6718 Yuan gewesen. Die Notenbank setzte den Fixkurs auf 6,7008 Yuan fest. Um diesen Kurs kann der Yuan im freien Markt um jeweils 2 Prozent nach oben oder unten schwanken.

Mehr Flexibilität

Die Abwertung vom Montag signalisiere, dass die chinesische Führung dem Yuan mehr Flexibilität einräume, sagt Tommy Xie, Experte bei der Oversea-Chinese Banking Corporation (OCBC) mit Sitz in Singapur. Im Laufe der vergangenen Woche hatte der Dollar wegen guter US-Konjunkturdaten und gestiegener Erwartungen baldiger Leitzinsanhebungen durch die US-Notenbank Fed Auftrieb bekommen.

Hinweise darauf, dass die chinesische Notenbank zuletzt den Yuan durch den Verkauf von Devisen gestützt hatte, gab ein Rückgang der chinesischen Devisenreserven laut Daten vom Freitag. Demnach sind die Reserven im September auf rund 3,17 Billionen US-Dollar geschrumpft und damit auf den tiefsten Wert seit 2011.

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10.10.2016 08:23
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Chinas Firmen verkaufen unbezahlte Rechnungen an Banken

In China häufen sich die Zahlungsausfälle. Unternehmen gehen nun in grösserer Zahl dazu über, unbezahlte Rechnungen an Banken zu verkaufen.

Immer mehr chinesische Industrieunternehmen verkaufen unbezahlte Rechnungen von Kunden an Finanzdienstleister - angesichts eines Rekordniveaus an Zahlungsverzögerungen.

Sany Heavy Equipment International Holdings beispielsweise, ein chinesischer Maschinenbauer, hat Geschäftsberichten zufolge damit begonnen, Forderungen mit einem Abschlag zu veräussern - eine Methode, die auch als Factoring bekannt ist. Wettbewerber Zoomlion Heavy Industry Science & Technology erklärte derweil in seinen Finanzberichten, dass er diese Praxis wieder aufgenommen habe.

"Mehr Unternehmen in China haben damit angefangen, das Factoring und ähnliche Arrangements zu nutzen, um ihre Forderungen zu reduzieren, weil der Cashflow knapper wird", sagt Roy Zhang, Associate Director bei Fitch Ratings in Hongkong. "Es ist ein Anzeichen für Liquiditätseinschränkungen eines Unternehmens."

Mehr Unternehmenspleiten

Zwar kann der Verkauf von Forderungen ein nützliches Werkzeug sein, um saisonale Schwankungen beim Cashflow auszugleichen. In Chinas Fall jedoch passiert das in einer ausgedehnten Periode an Zahlungsverzögerungen vor dem Hintergrund des langsamsten Wachstums in einem Vierteljahrhundert.

Die Unternehmenspleiten in China waren im vergangenen Jahr um 24 Prozent nach oben geschnellt - und in diesem Jahr dürfte es wohl wieder um 20 Prozent aufwärts gehen, zeigen Schätzungen des Pariser Kreditversicherers Euler Hermes Group.

Aktuell brauchen Unternehmen den Rekordwert von 92 Tagen, um das Geld für abgeschlossene Verkäufe einzutreiben. Grundlage hierfür ist der Median von 2920 Firmen ausserhalb der Finanzbranche, die in Shanghai und Shenzhen gelistet sind.

Probleme wegen Überkapazitäten

Die Forderungen bei diesen Unternehmen sind in den vergangenen zwölf Monaten um 18 Prozent auf das Rekordhoch von 3,5 Billionen Yuan (467 Mrd. Euro) angestiegen, wie Daten von Bloomberg zeigen.

Dadurch ist bei Industrie-Unternehmen der Anteil der Umsätze, den sie aufwenden müssen, um den Geschäftsbetrieb aufrecht zu halten, auf 32,5 Prozent geklettert - so viel wie seit dem Jahr 2001 schon nicht mehr. Im weltweiten Durchschnitt liegt der Wert lediglich bei 22,5 Prozent.

"Dieser Markt hat ein grosses Potenzial wegen der Probleme, die sich aus der Überkapazität in vielen Branchen in China ergeben", sagt Shen Xiguo vom staatlichen Vermögensverwalter China Great Wall Asset Management. Die Firma kauft Forderungen auf, etwa vom Boer Power Holdings.

Ein Vertreter für Investor-Relations bei Boer Power, der namentlich nicht genannt werden wollte, sagte, die Entscheidung zum Verkauf von Forderungen an China Great Wall Asset Management könne für stabile Cashflows sorgen und es dem Unternehmen ermöglichen, hoch-qualitative Kunden zu behalten, die für die Zahlung ihrer Rechnungen länger brauchen würden.

Firmen brauchen Barmittel

Zoomlion hatte im ersten Halbjahr 1 Milliarde Yuan an Forderungen an eine Bank verkauft. Das Unternehmen reagierte nicht auf die Bitte um eine Stellungnahme. Sany begann im März mit dem Verkauf von Lieferforderungen an Finanzinstitutionen ohne Rückanspruch mit einem Rabatt von 9 Prozent, zeigen Pflichtmitteilungen. Ein Vertreter der Firma sagte, er könne keine Angaben machen, die über den Zwischenbericht hinausgehen würden.

Wenn Unternehmen "keine Verhandlungsmacht gegenüber ihren Kunden haben und gebeten werden, Zahlungsziele für Lieferanten zu verlängern, dann bekommen sie es mit Druck bei der Liquidität zu tun", sagt Ivan Chung, Chef für Kredit-Analysen Region Greater China bei Moody’s Investors Service in Hongkong. Sie müssen dann "Forderungen mit Abschlag verkaufen, um schneller an Barmittel zu gelangen".

(Bloomberg)

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04.10.2016 14:44
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Indische Notenbank senkt Leitzins
04.10.2016 12:11

FRANKFURT (awp international) - Das neue Führungsgremium der indischen Notenbank hat auf ihrer ersten Zinssitzung einstimmig eine Leitzinssenkung beschlossen. Der Zinssatz werde von 6,50 auf 6,25 Prozent gesenkt, teilte die Notenbank am Dienstag in Mumbai mit. Das ist das niedrigste Niveau seit Januar 2011. Experten waren im Vorfeld der Entscheidung uneins gewesen, ob die Notenbanker weiter an der Zinsschraube drehen würden oder nicht.

Die Notenbank habe Spielraum für die Zinssenkung zur Unterstützung der Konjunktur gehabt, weil die Inflation in den kommenden Monaten nachlassen sollte, kommentierte Charlie Lay, Experte bei der Commerzbank. "Denn infolge der guten Monsunsaison dieses Jahres dürften die Lebensmittelpreise sinken."

Die Zinsentscheidung vom Dienstag ist die erste des neuen Führungsgremiums um den designierten Notenbank-Gouverneur Urjit Patel, der im September das Zepter von seinem Vorgänger Raghuram Rajan übernommen hatte. Mit dem Führungswechsel wurde zugleich auch das Entscheidungsgremium neu organisiert. Demnach werden die geldpolitischen Entscheidungen durch ein sechsköpfiges Gremium getroffen. Drei der daran beteiligten Entscheider werden durch die Regierung ernannt. Bei Stimmengleichheit hat der Gouverneur das letzte Wort./tos/jsl/fbr

(AWP)

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03.10.2016 08:34
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China: Stimmungsindikatoren machen Hoffnung

Die chinesische Wirtschaft hat sich zumindest gemessen an den wichtigsten Stimmungsindikatoren weiter stabilisiert.

Die am Samstag veröffentlichten staatlichen Einkausfmanagerindizes für die Industrie und das Dienstleistungsgewerbe für den September bestätigten den Trend des am Freitag bekanntgebebenen privat ermittelten "Caixin"-Index für die Industrie.

So blieb der staatliche Indikator für die Industrie, der vor allem die Stimmung bei den Einkaufsmanagern von grossen staatsnahen Betrieben misst, mit 50,4 Punkten auf dem überraschend hohen Niveau des Vormonats und über der wichtigen Marke von 50 Zählern. Oberhalb dieses Wertes ist von einer Ausweitung der industriellen Tätigkeit auszugehen, darunter von einem Rückgang. Volkswirte hatten allerdings mit einem leichten Anstieg auf 50,5 Punkte gerechnet.

Der am Freitag veröffentlichte "Caixin"-Index für die Industrie hatte wie von Experten vorhergesagt leicht auf 50,1 Punkte zu. Das deutet auf jüngste etwas bessere Geschäfte von privaten und mittelständisgelegtchen chinesischen Industriebetrieben hin. Im August war der "Caixin"-Indikator noch überraschend stark um 0,6 Zähler auf 50 Punkte gefallen.

Stimmungsindizes passen in das Bild der jüngsten Daten

Weiter angezogen hat der staatliche Stimmungsindikator für die Dienstleistungsbranche. Er legte um 0,2 Punkte auf 53,7 Zähler zu und entfernte sich damit weiter vom Mehrjahrestief im Februar. Da China mitten im Wandel von einer verlängerten Werkbank der Welt hin zu einer stärker auf Dienstleistungen gestützten Wirtschaft steckt, rückte der Bereich zuletzt stärker in den Fokus.

Die Stimmungsindizes passen in das Bild der jüngsten Daten, von denen zumindest einige auf eine weitere Stabilisierung und zum Teil sogar auf eine Belebung der chinesischen Konjunktur hindeuteten. So hatten sich im August sowohl der Einzelhandelsumsatz als auch die Industrieproduktion besser entwickelt als erwartet. Dies ist auch eine Folge der staatlichen Massnahmen der Vormonate, die die Wirtschaft ankurbeln sollen.

Vergleichsweise niedrig sind weiterhin die Investitionen der Unternehmen. Die Analysten der britischen Bank HSBC sehen darin die "Achillesferse" der chinesischen Wirtschaft. Viele Experten rechnen daher in den kommenden Monaten mit weiteren Schritten der Notenbank und Regierung, um die Konjunktur weiter zu beleben.

(AWP)

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03.10.2016 08:33
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Stimmung in Japans Industrie bleibt stabil

Die Stimmung unter den Managern der japanischen Grossindustrie ist weiter verhalten optimistisch.

Wie aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage der Bank von Japan (BoJ) hervorgeht, verharrte der von der Zentralbank in einer Quartalsumfrage ermittelte Stimmungsindex für die grossen Produktionskonzerne im September bei plus 6. Ein positiver Index bedeutet, dass die Optimisten in der Mehrheit sind. Ökonomen hatten im Durchschnitt der Erwartungen mit einer leichten Verbesserung auf plus 7 gerechnet.

Der entsprechende Stimmungsindex für die nicht verarbeitenden Unternehmen der Nummer Drei der Weltwirtschaft sank indes leicht von plus 19 auf plus 18, wie aus dem sogenannten Tankan-Bericht der BoJ weiter hervorgeht.

Auch bis zum Jahresende sieht die Grossindustrie keinen Anlass zu gesteigertem Optimismus. Der im Tankan ermittelte Index dürfte der Umfrage nach in den kommenden drei Monaten weiter unverändert bei plus 6 liegen. Im nicht produzierenden Gewerbe dürfte er sogar weiter auf plus 16 fallen. Allerdings gaben die befragten Unternehmen an, ihre Investitionen im noch bis Ende März 2017 laufenden Steuerjahr branchenübergreifend um 6,3 Prozent zum Vorjahr anheben zu wollen.

Die BoJ hatte bei ihrer jüngsten Sitzung eine neue Phase ihrer Billiggeld-Politik eingeläutet, um mehr Flexibilität bei der Ankurbelung der Wirtschaft zu gewinnen. So soll der langfristige 10-Jahres-Zinssatz bei etwa null Prozent gehalten werden. Auch der kurzfristige Zins bleibt vorerst bei minus 0,1 Prozent.

(AWP)

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30.09.2016 08:29
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Chinas Industrie leicht im Aufschwung

Chinas Industrie hat im September leicht zugelegt.

Der private Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex stieg wie von Experten erwartet minimal auf 50,1 Punkte. Er lag damit knapp über der Marke von 50,0 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird und auf der er im Vormonat exakt gelegen hatte.

Die Aufträge aus dem In- und Ausland nahmen zu, wie aus der Erhebung am Freitag hervorging. Auch die Produktion stieg, allerdings in dem geringsten Ausmaß seit drei Monaten. Der Stellenabbau bei den Unternehmen hielt zwar an, er verlangsamte sich aber auf den niedrigsten Wert seit neun Monaten.

"Die Einkaufsmanager-Daten der vergangenen drei Monate deuten daraufhin, dass sich die chinesische Wirtschaft zu stabilisieren beginnt", sagte Zhengsheng Zhong vom Analysehaus CEBM. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt nach den USA hatte sich nach jahrelangem Boom zuletzt abgekühlt. 2015 wuchs sie mit 6,9 Prozent so gering wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr. Diese Jahr peilt die Regierung in Peking ein Wachstum von 6,5 bis sieben Prozent an. Sie will die Wirtschaft umbauen, unabhängiger vom Export und Überkapazitäten vor allem in der Stahl- und Kohle-Industrie abbauen.

(Reuters)

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30.09.2016 08:29
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In Japan sinken Preise und Konsumausgaben

Enttäuschende Konjunkturdaten halten den Druck auf die japanische Regierung und die Notenbank im Kampf gegen die hartnäckige Wirtschaftsflaute hoch.

Die Verbraucherpreise fielen im August in der Kernrate ohne die schwankungsanfälligen Lebensmittelpreise überraschend kräftig um 0,5 Prozent und damit den sechsten Monat in Folge, wie die Regierung in Tokio am Freitag mitteilte

Zugleich sanken die Ausgaben der Privathaushalte binnen Jahresfrist um 4,6 Prozent und damit fast doppelt so stark wie von Experten erwartet. Es ist der stärkste Rückgang seit März. Ein Lichtblick kam von der Industrie. Hier legte die Produktion überraschend deutlich um 1,5 Prozent zu.

Die Bank von Japan (BoJ) hatte erst kürzlich die Stossrichtung ihrer ultralockeren Geldpolitik neu justiert, nachdem die Niedrigzinsen und die bisherigen Konjunkturspritzen nach dreieinhalb Jahren noch immer ohne durchschlagende Wirkung geblieben sind.

Notenbank-Chef Haruhiko Kuroda hielt sich zuletzt alle Optionen offen, um die angestrebte Inflationsrate von zwei Prozent möglichst bald zu erreichen und die Gefahr einer Deflation - eines für die Wirtschaft schädlichen Preisverfalls auf breiter Front - zu bannen.

Zudem dürfte Ministerpräsident Shinzo Abe unter Zugzwang bleiben, sein umfangreiches Konjunkturpaket um Strukturreformen und weitere Wachstumsanreize zu ergänzen.

(AWP)

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27.09.2016 10:49
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Gewinne der chinesischen Industrie steigen wie seit 2013 nicht
27.09.2016 09:22

Peking (awp/sda/reu) - Die Gewinne der chinesischen Industrie sind im August um fast ein Fünftel in die Höhe geschnellt und damit so stark wie seit drei Jahren nicht mehr. Damit mehren sich die Anzeichen, dass die zweitgrösste Volkswirtschaft hinter den USA wieder an Fahrt aufnimmt.

Wie das Nationale Statistikamt am Dienstag mitteilte, kletterten die Gewinne der Industriefirmen im August um 19,5 Prozent auf umgerechnet 77 Milliarden Franken. Das ist der grösste Zuwachs seit August 2013. Zulegen konnten vor allem Stahl- und Autokonzerne sowie Ölraffinerien. Erfasst wurden Firmen ab einem Jahresumsatz von 2,8 Millionen Franken.

Die Statistiker führen das Plus auch auf das milliardenschwere Konjunkturprogramm der Regierung zurück. Allerdings gebe es immer noch Sektoren, die stark unter Druck stünden. So seien etwa die Gewinne im Bergbausektor um mehr als 70 Prozent eingebrochen.

China versucht zur Zeit seine Wirtschaft neu auszurichten und will wegen der schwächelnden weltweiten Nachfrage vor allem Überkapazitäten im Kohle- und Stahlsektor abbauen. Zugleich pumpt die Volksrepublik Milliarden in die Infrastruktur.

Im vergangenen Jahr war Chinas Wirtschaft lediglich um 6,9 Prozent gewachsen. Das war das niedrigste Plus seit 25 Jahren.

(AWP)

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26.09.2016 13:28
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China startet Milliarden-Fonds für Umbau von Staatsfirmen
26.09.2016 13:04

Berlin (awp/sda/reu) - China will einem Medienbericht zufolge mit einem umgerechnet fast 51 Milliarden Franken schweren Restrukturierungsfonds den Umbau unrentabler Staatsunternehmen vorantreiben. Zehn staatliche Firmen hätten dazu das Startkapital bereitgestellt, berichtete die von der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua herausgegebene Tageszeitung "Economic Information Daily" am Montag.

Wie das restliche Geld zusammenkommen und dann konkret genutzt werden soll, blieb offen. Gemanagt wird der Fonds dem Blatt zufolge von der Behörde, die das Staatsvermögen verwaltet.

Die Regierung will staatliche Unternehmen reformieren. Viele leiden unter Überkapazitäten. Dagegen sollen Fusionen helfen mit dem Ziel, nationale Champions zu formen, die auf dem Weltmarkt bestehen können.

So wurden im vergangenen Jahr die beiden Zughersteller China CNR und China CSR zusammengelegt. Um schmerzliche Einschnitte wie Entlassungen abzufedern, wird der neue Fonds bereitgestellt.

Andere Länder gehen ähnlich vor - etwa Südkorea, das damit vor allem den staatseigenen Banken hilft, die im kriselnden Schiffsgeschäft tätig sind.

(AWP)

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22.09.2016 13:11
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Chinas Auslandsinvestitionen übersteigen Investitionen im Land

Chinesische Unternehmen haben im vergangenen Jahr erstmals mehr Geld im Ausland investiert als ausländische Unternehmen in China.

Die Investitionen chinesischer Unternehmen stiegen 2015 um mehr als 18% auf eine Rekordsumme von mehr als 145 Mrd USD, wie das Handelsministerium am Donnerstag meldete.

Gemäss der Statistik flossen demgegenüber 135,6 Mrd USD ausländischer Investoren ins Land. Das Handelsministerium erklärte, Gründe für diese Entwicklung seien die "Betonung der nationalen Stärke", eine vertiefte Zusammenarbeit und die Strategie der Regierung, chinesische Firmen zu Auslandsinvestitionen zu ermutigen, um zu wachsen.

Chinesische Firmen müssten "internationale Ressourcen und Märkte nutzen, um sich zu ändern und zu verbessern", sagte ein Vertreter des Ministeriums. Chinas Wirtschaft wächst derzeit so schwach wie seit 25 Jahren nicht. Probleme bereiten Überkapazitäten, eine niedrige Inlandsnachfrage sowie steigender Energie- und Rohstoffverbrauch.

(AWP)

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22.09.2016 08:16
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Japans Regierungschef sieht Überalterung als Ansporn zu Roboterbau

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe hat die Überalterung der Gesellschaft und die niedrige Geburtenrate als Ansporn für die Entwicklung von Hochtechnologie wie Robotern bezeichnet.

"Ich mache mir überhaupt keine Sorgen um Japans Demografie", sagte Abe am Mittwoch in New York laut Redetext auf einer Veranstaltung der Nachrichtenagentur Reuters. "Vielleicht altert Japan. Vielleicht schrumpft unsere Bevölkerung." Dies werde die Japaner jedoch zu einer höheren Produktivität motivieren. Er verwies dabei auf Entwicklungen wie Roboter, drahtlose Sensoren und künstliche Intelligenz. "Paradoxerweise ist Japans demografische Entwicklung daher kein Nachteil, sondern ein Vorteil."

In Japan sind fast 35 Prozent der Bevölkerung 65 oder älter - der höchste Anteil weltweit. Zudem liegt die durchschnittliche Geburtenrate bei 1,4 Kinder je Frau und damit etwa so niedrig wie in Deutschland. Allerdings gibt es kaum Einwanderung nach Japan. Auch Abe hat diesen Ansatz eher vermieden und will stattdessen dafür sorgen, dass mehr Frauen und ältere Menschen arbeiten.

(Reuters)

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21.09.2016 08:25
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Japans Exporte fallen elften Monat in Folge
21.09.2016 06:31

TOKIO (awp international) - Japans Aussenhandel bleibt wegen der geringen Nachfrage wichtiger Handelspartner und dem jüngst wieder erstarkten Yen weiter äusserst schwach. Im August seien die Exporte um 9,6 Prozent gefallen, teilte das Finanzministerium am Mittwoch in Tokio mit. Experten hatten mit einem Rückgang von 4,7 Prozent gerechnet. Vor allem der Verkauf von Autos und Stahlprodukten ins Ausland lief schlecht. Es war zudem der elfte Rückgang in Folge, aber zumindest hat sich das Tempo etwas verlangsamt. Im Juli waren die Exporte noch um 14 Prozent gefallen.

Bei den Importen habe das Minus im August 17,3 Prozent betragen und fiel damit im Rahmen der Erwartungen aus. Es war der 20. Rückgang in Folge, im Juli war das Minus allerdings noch grösser. Im August machten sich die wieder stärkere heimischen Währung, aber vor allem die stark gesunkenen Preise für Öl und Energie bemerkbar. Unter dem Strich fiel in der Handelsbilanz ein Minus von 18,7 Milliarden Yen (165 Mio Euro) an - nach zuletzt zwei Monaten mit einem deutlichen Plus in der Handelsbilanz war sie damit wieder im roten Bereich.

Japans Regierung und Notenbank versuchen seit Jahren die lahme Wirtschaft des Landes mit milliardenschweren Konjunkturprogrammen und einer immer weiteren Lockerung der Geldpolitik anzukurbeln. Am Mittwoch werden weitere Schritte der Währungshüter erwartet./zb/stk

(AWP)

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21.09.2016 08:11
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Bank von Japan verschärft Negativzinsen nicht

Die japanische Notenbank hat ihre Geldpolitik im Kampf gegen die hartnäckige Konjunkturflaute überarbeitet.

Auf eine Verschärfung des Strafzinses verzichtete die Bank of Japan am Mittwoch jedoch. Finanzinstitute müssen auf ihre laufenden Konten bei der Zentralbank weiterhin eine Gebühr von 0,1 Prozent zahlen. Die Notenbank setzte sich ein Ziel für die langfristigen Zinsen. Am Aktienmarkt kamen die Pläne der Notenbank gut an.

(Reuters)

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19.09.2016 08:24
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Negativzins könnte Herzstück von Japans Geldpolitik werden

In Japan wird die Notenbank im Kampf gegen die hartnäckige Konjunkturflaute und den starken Yen womöglich noch mehr auf Negativzinsen setzen.

Auf der Sitzung am Mittwoch soll über sie als künftiges Herzstück der Geldpolitik gesprochen werden, wie Reuters aus mit der Sache vertrauten Kreisen erfuhr. Als erste hatte die Zeitung "Nikkei" über entsprechende Pläne berichtet, da das massive Anleihen-Kaufprogramm der Währungshüter allmählich an Grenzen stosse. Das Kalkül hinter noch niedrigeren Zinsen: Die Kreditvergabe soll angekurbelt und der für Exporteure schädliche Yen-Höhenflug gebremst werden.

Die Bank von Japan (BoJ) hatte Anfang des Jahres beschlossen, dass Finanzinstitute auf ihre laufenden Konten bei der Zentralbank eine Gebühr von 0,1 Prozent zahlen müssen. Das Horten von Geld wird damit unattraktiver. Der Strafzins soll helfen, mehr Kredite auszureichen und so die lahmende Wirtschaft anzukurbeln sowie für Preisauftrieb zu sorgen.

Bislang ist das jedoch nicht gelungen. Experten verweisen darauf, dass es bei der Nachfrage nach Darlehen hapert und frei werdende Gelder eher für spekulative Geschäfte als für Investitionen genutzt werden könnten.

Wie erfolgreich ist Japans lockere Geldpolitik?

Die BoJ wird bei ihrem mit Spannung erwarteten nächsten Treffen eine umfassende Einschätzung abgeben, welche Erfolge ihre ultra-lockeren Geldpolitik gebracht hat. Bislang nahmen die Währungshüter jährlich 80 Billionen Yen - umgerechnet rund 678 Milliarden Euro - in die Hand, um Wertpapiere zu kaufen und so die Wirtschaftsflaute zu bekämpfen.

Der Yen, der dieses Jahr zum Dollar bereits um fast 17 Prozent aufgewertet hat, macht Produkte "Made in Japan" im Ausland teurer. Im Juli hat dieser Effekt massgeblich zu einem Einbruch der Ausfuhrzahlen beigetragen. Zudem fielen die Daten zur Industrieproduktion und den Verbraucherausgaben zuletzt schwach aus. Daher könnte die Notenbank nun mit noch niedrigeren Zinsen den Hebel ansetzen, um die Währung für Investoren an den Devisenmärkten unattraktiver zu machen.

Die Schweizerische Nationalbank hat den entsprechenden Satz bereits auf minus 0,75 Prozent gesetzt und kämpft damit gegen die Franken-Stärke an.

(Reuters)

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