Schuldenkrise Asien

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Japanische Exporte unerwartet schwach

Die Ausfuhren Japans sind im Oktober unerwartet deutlich gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr betrug der Rückgang 10,3 Prozent, wie das Finanzministerium am Montag mitteilte.

Die Entwicklung deutet auf eine schwache Nachfrage aus dem Ausland hin. Volkswirte hatte mit einem Minus von 8,6 Prozent gerechnet. Im September hatte der Rückgang noch 6,9 Prozent betragen.

Vor wenigen Tagen erst hatten Daten der Regierung gezeigt, dass die japanische Wirtschaft ihr Wachstumstempo im dritten Quartal dank anziehender Exporte verdreifacht hatte. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zog zwischen Juli und September auf das Jahr hochgerechnet um 2,2 Prozent an, erwartet worden waren lediglich 0,9 Prozent. Am kräftigsten trug der Aussenhandel zu dem unerwartet guten Ergebnis bei: die Exporte zogen mit 2,0 Prozent so stark an wie seit einem Jahr nicht mehr.

(Reuters)

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China signalisiert weitere wirtschaftliche Öffnung

Chinas Präsident Xi Jinping hat auf dem Jahresgipfel der Asien-Pazifikstaaten (Apec) in Peru eine weitere Öffnung der nach den USA weltweit zweitgrössten Volkswirtschaft in Aussicht gestellt.

"China wird seine Tür vor der Aussenwelt nicht schliessen, sondern mehr öffnen", sagte Xi am Samstag in Lima. Sein Land werde sich in die Globalisierung einbringen. Die Pläne der Apec-Gemeinschaft für eine Freihandelszone im Asien-Pazifik-Raum (FTAAP) unterstütze die Volksrepublik. "Wir werden sicherstellen, dass die Früchte der Entwicklung geteilt werden."

Das bis Sonntag dauernde Treffen steht im Zeichen des Siegs von Donald Trump bei der US-Präsidentenwahl. Er lehnt das vom scheidenden Präsidenten Barack Obama vorangetriebene Freihandelsabkommen TPP mit den Pazifikstaaten entschieden ab. Im Wahlkampf hat er es als Arbeitsplatzvernichter und "Vergewaltigung unseres Landes" bezeichnet. Das Abkommen, an dem China nicht beteiligt ist, ist ausverhandelt, kann aber nicht umgesetzt werden, so lange aus den USA kein grünes Licht kommt. Dort stellt sich jedoch der von Trumps Republikanern dominierte Kongress quer.

Viele Apec-Staaten wollen TPP zwar noch nicht aufgeben. China werde aber die Lücke wohl füllen, sollte die künftige Trump-Regierung wirklich von den Freihandelsbemühungen abrücken, sagte Neuseelands Ministerpräsident John Key. Australiens Premierminister Malcolm Turnbull warnte zugleich vor Protektionismus. "Das ist der Weg in die Armut." Obama sagte bei seiner Ankunft in Peru, er freue sich auf konstruktive Gespräche auf dem Apec-Gipfel. Bei seinem Besuch in Berlin hatte er zuvor zusammen mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel vor einer Abschottung in Zeiten der Globalisierung gewarnt und sich für das angestrebte Handelsabkommen TTIP zwischen den USA und der Europäischen Union starkgemacht. Trump lehnt auch dieses ab.

(Reuters)

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Indien rudert bei seiner Währungsreform etwas zurück

Nach tagelangem Tauziehen zwischen Finanz- und Agrarministerium hat Indien seine radikale Währungsreform aus der vorletzten Woche leicht aufgeweicht.

Wie das Finanzministerium am Montag mitteilte, dürfen Landwirte ab sofort die zunächst für ungültig erklärten alten Banknoten im Wert von 500 Rupien (rund 6,90 Euro) wieder benutzen, um Saatgut zu kaufen. Die Ausnahme gilt jedoch nur bei staatlich kontrollierten Verkäufern.

In der Nacht auf den 9. November hatte Indiens Premierminister Narendra Modi überraschend die beiden grössten Banknoten des Landes im Wert von 1000 und 500 Rupien für ungültig erklärt - nach eigener Aussage, um illegales Schwarzgeld zu entwerten. Die Aktion war vorher geheim gehalten worden. Neue grosse Scheine werden nur sehr langsam gedruckt. Noch immer sind die Bankfilialen hoffnungslos überlaufen und die meisten Geldautomaten leer.

Die Ankündigung Modis fiel auf den Beginn der Aussaat für die Wintersaison vieler Landwirte. Insbesondere auf dem Land haben viele Inder kein Bankkonto und auch keine Bankfiliale in der Nähe. Agrarminister Radha Mohan Singh hatte deshalb bereits vor einer Woche das Finanzministerium in einem Brief aufgefordert, die alten Banknoten wieder zum Kauf von Saatgut zuzulassen.

(AWP)

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Konsumentenpreise in Japan gehen achten Monat in Folge zurück

Der Preisverfall in Japan hält trotz der ultralockeren Geldpolitik der Notenbank an.

Die Verbraucherpreise der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft der Welt gingen im Oktober den achten Monat in Folge zurück, wie aus Daten vom Freitag hervorgeht. Allerdings fiel das Minus in der Kernrate ohne die schwankungsanfälligen frischen Lebensmittel mit 0,4 Prozent etwas geringer aus als noch im September.

Fachleute halten es für möglich, dass die Preise Anfang kommenden Jahres wieder steigen, und verweisen dazu auf den nachlassenden Verfall der Energiepreise und den zuletzt gesunkenen Yen, der die Importpreise nach oben treibt. Wird neben Lebensmitteln auch Energie herausgerechnet, legten die Preise bereits im Oktober um 0,2 Prozent zu.

Die japanische Notenbank hat im Kampf gegen die Deflation ihre Geldschleusen weit geöffnet, es damit aber nicht geschafft, die Teuerungsrate wieder in die Nähe ihres Ziels von zwei Prozent zu bringen. Takeshi Minami, Chefvolkswirt beim Forschungshaus Norinchukin, geht dennoch nicht davon aus, dass sie nun noch einmal nachlegt.

Als wahrscheinlicher gilt es, dass die Regierung in Tokio ein weiteres kleineres Konjunkturpaket auf den Weg bringt. Die japanische Wirtschaft hat zwar im Sommer das dritte Quartal in Folge zugelegt, doch eine schwache Inlandsnachfrage schürte Zweifel, dass der Aufschwung anhält.

(Reuters)

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China öffnet Aktienmarkt durch weitere Kooperation mit Hongkong

China hat seinen abgeschotteten Aktienmarkt ein Stück weiter für ausländische Investoren geöffnet.

Nach Shanghai vor zwei Jahren hat am Montag auch die Börse im südchinesischen Shenzhen eine Kooperation mit dem benachbarten Hongkong aufgenommen. Die weitere Öffnung ermöglicht ausländischen Anlegern, über Hongkong auch auf dem zweitwichtigsten chinesischen Börsenplatz Geld in Unternehmen in China anzulegen.

Bis vor zwei Jahren waren solche Investitionen nur in Ausnahmefällen für Ausländer möglich. Die Öffnung der Märkte in Shanghai und jetzt in Shenzhen gilt als zentraler Schritt bei der Liberalisierung der chinesischen Kapitalmärkte. Die Kooperation zwischen Hongkong und Shenzhen war bereits früher erwartet worden, wegen der Turbulenzen an Chinas Märkten aber zunächst aufgeschoben worden.

"Die Börsenverbindung wird den Kapitalmarktreformen Chinas helfen und die Internationalisierung des Yuans fördern", sagte Hongkongs Regierungschef Leung Chun-ying zur Eröffnung in Hongkong. Die neue Plattform werde Investoren nach China locken und die Position Hongkongs als Währungs- und Finanzzentrum stärken. Seit der Rückgabe an China 1997 wird die asiatische Finanzmetropole Hongkong autonom als chinesische Sonderverwaltungsregion regiert.

(AWP)

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China: Dienstleistungsindex steigt auf höchsten Stand seit 16 Monaten

In China deutet auch der letzte in diesem Monat anstehende wichtige Frühindikator auf eine Erholung der Wirtschaft hin.

Der vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" am Montag veröffentlichte Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe stieg im November auf 53,1 (Oktober: 52,4) Punkte und damit den höchsten Stand seit fast eineinhalb Jahren. In der vergangenen Woche war bereits der staatliche Einkaufsmanagerindex für diesen Sektor ebenso wie die beiden Indikatoren für Industrieunternehmen veröffentlicht worden.

Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Industriebereich, der stärker Staatsbetriebe reflektiert, stieg dabei unerwartet stark von 51,2 im Vormonat auf 51,7 Punkte Damit liegt der Index so hoch wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr. Der Index des Wirtschaftsmagazins "Caixin", der stärker kleinere und private Firmen erfasst, lag bei 50,9 Punkten. Das war zwar etwas niedriger als im Vormonat mit 51,2 Punkten, aber immer noch der zweithöchste Stand seit zwei Jahren.

Über der kritischen Grenze von 50 Punkten ist von einer Expansion der industriellen Tätigkeit auszugehen, darunter von einer Kontraktion. Angekurbelt durch den boomenden Wohnungsmarkt, die steigenden Infrastrukturausgaben und das Kreditwachstum ist Chinas Wirtschaft in den ersten neun Monaten des Jahres um 6,7 Prozent gewachsen.

Der staatliche Indikator für das Dienstleistungsgewerbe zog auf 54,7 (Oktober: 54,0) Punkte an. Da China mitten im Wandel von einer verlängerten Werkbank der Welt hin zu einer stärker auf Dienstleistungen gestützten Wirtschaft steckt, rückte der an sich weniger interessante Bereich zuletzt stärker in den Fokus.

(AWP)

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Steigender Protektionismus in China?

Deutsche Firmen in China beklagen sich nach Worten des deutschen Botschafters über eine wachsende wirtschaftliche Abschottung des Landes.

"Deutsche Unternehmen haben hierzulande den Eindruck, dass der Protektionismus beträchtlich zugenommen hat", sagte der deutsche Spitzendiplomat in Peking, Michael Clauss, in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. In diesem Jahr seien "mehr und mehr" Beschwerden darüber bei ihm eingegangen. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte jüngst bei einen Besuch in Peking seiner Ansicht nach unfaire Handelspraktiken des Landes kritisiert, etwa Dumping-Preise bei Stahl und Benachteiligungen deutscher Firmen beim Marktzugang.

Andererseits sprachen auch Chinas Politiker kritische Punkte an, etwa die Furcht, Deutschland könnte sich gegen Firmenübernahmen durch chinesische Partner abschotten. Derzeit prüft die Bundesregierung in zwei Fällen, darunter dem des Chipanlagen-Bauers Aixtron, ob sie einen Verkauf an Unternehmen aus der Volksrepublik für unbedenklich erklären kann.

Clauss sagte, es sei grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden, dass China seinen Rückstand in der Entwicklung von Hochtechnologien durch Akquisitionen schließen wolle. "Aber es ist die Fairness im Wettbewerb, um die es uns geht." So hätten Firmen aus der Europäischen Union im laufenden Jahr erst 14 Firmen in der Volksrepublik übernommen: "Das entspricht fünf Prozent von dem, was chinesische Firmen in diesem Jahr allein in Deutschland aufgekauft haben."

Angesichts der Übernahme des bayerischen Roboterbauers Kuka durch den chinesischen Hausgeräte-Hersteller Midea und des Interesses der Chinesen an dem Münchner Leuchtenkonzerns Osram befürchten Kritiker einen Ausverkauf des High-Tech-Standorts Deutschland. Bundeswirtschaftsminister Gabriel hat wiederholt dafür plädiert, dass sich die EU und Deutschland bessere Schutzinstrumente verschaffen, um den Verkauf von strategisch wichtigen Firmen ins Ausland notfalls unterbinden zu können.

(Reuters)

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Japan drohen wegen Yen-Stärke Steuerausfälle in Milliardenhöhe

Der starke Yen beschert dem hochverschuldeten Japan in diesem Jahr möglicherweise drastisch niedrigere Steuereinnahmen als erwartet.

Um die Einbussen auszugleichen, erwägt die Regierung neue Schulden, wie der japanische Fernsehsender NHK am Dienstag berichtete. Die Steuereinnahmen für das noch bis zum 31. März 2017 laufende Haushaltsjahr dürften demnach um 1,9 Billionen Yen (16 Milliarden Euro) niedriger ausfallen als anfangs geschätzt. Die ursprüngliche Steuerschätzung hatte sich auf 57,6 Billionen Yen belaufen.

Hintergrund sei die Festigung des Yen, wodurch sich die Höhe der Einnahmen aus der Unternehmenssteuer verringerte, hiess es.

Damit würden die Steuereinnahmen der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt unter den Einnahmen des Vorjahres in Höhe von 56,3 Billionen Yen liegen. Das wäre der erste Rückgang seit dem Haushaltsjahr 2009/2010. Damals hatte die Welt mit den Folgen der Finanzkrise durch den Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers zu kämpfen.

Um das Loch zu stopfen, erwäge die Regierung die Ausgabe neuer Regierungsanleihen im Rahmen eines dritten Nachtragshaushalts für das laufende Fiskaljahr, hiess es in dem TV-Bericht. Japans Staatsverschuldung ist inzwischen etwa zweieinhalb mal so hoch wie seine jährliche Wirtschaftsleistung.

(AWP)

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Preise in China steigen überraschend kräftig

Die Inflation in China zieht an. Die Konsumentenpreise stiegen im November binnen Jahresfrist überraschend kräftig um 2,3 Prozent.

Das ist der höchste Wert seit April und vor allem auf teurere Lebensmittel zurückzuführen. Experten hatten mit einem Anstieg von 2,2 Prozent nach 2,1 Prozent im Oktober gerechnet. Die Erzeugerpreise in der Industrie kletterten sogar um 3,3 Prozent und damit so stark wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr. Experten hatten auch hier ein Plus von 2,2 Prozent erwartet. Dies dürfte die Gewinne der Unternehmen stärken und ihnen mehr Mittel zum Abbau ihres hohen Schuldenbergs geben.

China macht seit einiger Zeit eine Abkühlung der jahrelang boomenden Konjunktur zu schaffen. Zuletzt gab allerdings es vermehrt Signale, dass sich die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt stabilisiert. Steigende Staatsausgaben und der boomende Immobilienmarkt hatten für eine höhere Nachfrage nach Roh- und Baustoffen gesorgt.

Dies führte im dritten Quartal zum einem Wirtschaftswachstum von 6,7 Prozent. Gestützt wird dies auch durch die Konjunkturhilfen der Regierung. Experten verwiesen darauf, dass dies vor allem an steigenden Preise und weniger an strukturellen Verbesserungen liege. Die Regierung strebt für 2016 ein Wachstum von 6,5 bis 7,0 Prozent an.

(Reuters)

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Japan hält vorerst am Handelspakt TPP fest
09.12.2016 08:24

TOKIO (awp international) - Japan hält trotz der Absage des künftigen US-Präsidenten Donald Trump an der geplanten transpazifischen Freihandelszone (TPP) fest. Das nationale Parlament billigte am Freitag das Handels- und Investitionsschutzabkommen, womit der Ratifizierungsprozess in Japan so gut wie abgeschlossen ist.

Ohne eine Ratifizierung durch die USA kann TPP jedoch nicht in Kraft treten. Trump hatte zu den Prioritäten seiner ersten 100 Amtstage angekündigt, die USA würden sich aus dem geplanten Handelspakt zurückziehen. TPP war von zwölf Ländern rund um den Pazifik ausgehandelt worden. Sie repräsentieren 40 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung; China ist nicht dabei. Die USA allein machen rund 60 Prozent der Wirtschaftsleistung aller TPP-Unterzeichnerstaaten zusammen aus.

Obgleich es unklar sei, ob der Handelspakt zustande komme, sei es von grosser Bedeutung, der Welt die strategische und wirtschaftliche Bedeutung einer fairen Wirtschaftszone deutlich zu machen, wurde der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe zitiert. Der Handelspakt war bislang ein wichtiger Bestandteil seiner Handelspolitik gewesen. Abe will zwar vorerst weiter an dem Projekt festhalten, er hatte jedoch auch gesagt, dass der Handelspakt ohne die USA "bedeutungslos" sei. Sollte TPP letztlich scheitern, erwarten manche Beobachter, dass China künftig eine grössere Rolle bei der Gestaltung der Regeln für den Handel in der Region Asien/Pazifik spielen wird./ln/DP/stk

(AWP)

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Chinas Staatsmedien warnen Trump vor Kurswechsel

Chinas Staatsmedien haben den designierten US-Präsidenten Donald Trump in kritischen Kommentaren daran erinnert, dass die sogenannte Ein-China-Politik für die Volksrepublik nicht verhandelbar ist.

Trump wisse so wenig über Diplomatie "wie ein Kind". "Die Ein-China-Politik kann nicht verhandelt werden", hiess es am Montag in der Onlineausgabe der Zeitung "Global Times". Wenn Trump in der Taiwan-Frage "offen" einen Politikwechsel einleite, müsse er sich auf einen "regelrechten Sturm" gefasst machen.

China könne sich "Kräften" zuwenden, die den USA "feindlich" gesinnt seien, falls Trump offen Taiwans Unabhängigkeitsbestrebungen unterstützen oder die Waffenlieferungen der USA an die Insel ausweiten sollte, warnte die Zeitung. China könne solche Länder öffentlich unterstützen oder ihnen heimlich Waffen verkaufen, spekulierte die "Global Times" weiter.

Der künftige US-Präsident hatte am Sonntag in einem Interview des Fernsehsenders Fox News gedroht, mit der bisherigen Ein-China-Politik der USA zu brechen, sollte Peking bei seiner Handels-, Währungs- und Aussenpolitik keine Zugeständnisse machen. Er verstehe nicht, warum die USA "an eine Ein-China-Politik gebunden sein" müssen, solange wir keine Vereinbarung mit China über andere Dinge treffen, darunter den Handel".

Die USA hatten im Zuge ihrer Annäherung an die Volksrepublik China 1979 ihre diplomatischen Beziehungen zu Taiwan abgebrochen und die Führung in Peking als alleinige Regierung Chinas anerkannt, was als Ein-China-Politik bezeichnet wird. Trump hatte zuvor bereits mit einem Telefont mit Taiwans Staatschefin Tsai Ing-wen mit den diplomatischen Traditionen gebrochen und für erhebliche Irritationen in Peking gesorgt.

(SDA)

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Chinas Industrie weiter auf Kurs

Chinas Wirtschaft bleibt auch im November auf einem soliden Wachstumskurs. Das geht aus Daten zur Industrieproduktion, dem Umsatz im Einzelhandel sowie den Investitionen im November hervor.

Der Industrieausstoss sei im Vergleich zum Vorjahr im November um 6,2 Prozent gestiegen, teilte die Regierung am Dienstag in Peking mit. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Experten hatten mit einem Plus von 6,1 Prozent gerechnet, was dem Niveau des Monats Oktober entsprochen hätte.

Ebenfalls etwas stärker als prognostiziert fiel der Einzelhandelsumsatz aus. Dieser zog im November um 10,8 Prozent an - im Oktober hatte das Plus noch 10,0 Prozent betragen. Volkswirte hatten auch hier nur mit einem Anstieg von 10,2 Prozent gerechnet.

Bei den Investitionen entsprach das Plus von Januar bis November mit 8,3 Prozent genau den Erwartungen der Experten. Sie lagen damit auf dem Niveau des Vormonats.

Der Online-Handel und die Ausstattung von neuen Häusern habe den Einzelhandelsumsatz in den vergangenen Monaten mit angeschoben, erklärt Rajiv Biswas, Asien-Pazifik Chefvolkswirt bei IHS Markit in Singapur. Die Ausgaben der Verbraucher blieben robust. Man könne sagen, dass Chinas Wirtschaft eine stabilisierende Kraft für die Weltkonjunktur bleibt, sagte Jian Chang, Chefökonom bei Barclays in Hongkong.

(AWP)

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Japans Industrie in besserer Stimmung - Doch Aussichten nicht rosig

Die Stimmung in der japanischen Grossindustrie hat sich erstmals seit sechs Quartalen wieder aufgehellt.

Wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage der Bank von Japan (BoJ) hervorgeht, stieg der von der Zentralbank in einer Quartalsumfrage ermittelte Stimmungsindex für die grossen Produktionskonzerne im Dezember auf plus 10 nach plus 6 drei Monate zuvor. Ein positiver Index bedeutet, dass die Optimisten in der Mehrheit sind. Das Ergebnis der Umfrage lag jedoch leicht unter den Erwartungen von Ökonomen. Diese hatten im Schnitt mit einem Index von 11 gerechnet.

Hintergrund für das verbesserte Klima in den Managementetagen ist die Exportlage angesichts eines Anziehens der Weltwirtschaft. Der Index für die nicht verarbeitenden Unternehmen der Nummer Drei der Weltwirtschaft verharrte dagegen bei plus 18, wie aus dem sogenannten Tankan-Bericht der BoJ hervorgeht. Der Tankan ist eine weltweit beachtete Mischung aus Konjunkturanalyse und Stimmungsbericht. Befragt wurden von der Zentralbank mehr als 10 000 Unternehmen.

Bezüglich der weiteren Aussichten bleiben die Manager in Japan jedoch weiter vorsichtig. Zwar hat der Yen seit der US-Präsidentschaftswahl zum Dollar nachgegeben, was den Exportunternehmen zugute kommt. Doch herrscht noch Unsicherheit über die künftige Politik des designierten US-Präsidenten Donald Trump. Der im Tankan für die Grossindustrie ermittelte Index dürfte der Umfrage nach in den kommenden drei Monaten denn auch wieder auf plus 8 sinken. Im nicht produzierenden Gewerbe dürfte er auf plus 16 fallen, wie die Zentralbank mitteilte.

(AWP)

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Japans Notenbank wird optimistischer - Nullzinsen bleiben

Die japanische Notenbank bleibt bei ihrer extrem lockeren Geldpolitik. Gleichzeitig schätzt sie die lange schwächelnde Wirtschaft des Landes positiver ein als zuletzt.

Die japanische Notenbank blickt etwas optimistischer auf die Entwicklung der Wirtschaft des Landes als noch zuletzt. Vor allem die Lage bei den Exporten habe sich in den vergangenen Wochen gebessert, teilte die Bank of Japan (BoJ) am Dienstag zum Abschluss einer zweitägigen Sitzung in Tokio mit. Zudem sei die Stimmung in den Unternehmen gestiegen. Wie von allen von Bloomberg befragten Experten erwartet, änderten die Währungshüter nichts an ihrem extrem lockeren geldpolitischen Kurs.

Die Notenbank versucht seit Jahren gemeinsam mit der Regierung mit negativen Zinsen und milliardenschweren Anleihekäufen die lahme Wirtschaft anzukurbeln. Im Mittelpunkt steht dabei das Ziel, den Yen zu schwächen, um so die Exportwirtschaft zu unterstützen und die stagnierende Entwicklung der Preise, die wie ein Mühlstein auf der Wirtschaft lastet, zu beleben. Schützenhilfe bekam Notenbankchef Haruiko Kuroda zuletzt ausgerechnet durch die Wahl von Donald Trump zum US-Präsident.

Dieser will zwar die US-Wirtschaft unter anderem durch protektionistische Massnahmen stärken. Dies könnte langfristig die Geschäfte japanischer Unternehmen wie Toyota oder Sony in den USA erschweren, kurzfristig profitieren sie aber von der durch Trump ausgelösten Dollar-Stärke. So gab der Kurs des Yen im Vergleich zum Dollar seit der Wahl Trumps Anfang November deutlich nach und gab damit fast alle Gewinne des Jahresverlaufs wieder ab.

Notenbankchef Haruiko Kuroda unter Druck

Dies brachte Kuroda aus seiner jüngsten Zwickmühle. Nachdem sein extrem lockerer Kurs am Markt nicht mehr gewirkt hatte und die heimischen Banken wegen der Negativzinsen stark unter Druck geraten sind, musste er im September die Regeln für die Anleihekäufe ändern. Die Notenbank musste sich mehr Spielraum verschaffen, um die Renditen von Staatsanleihen bei längeren Laufzeiten nicht noch weiter absacken zu lassen. Damit sollten die Risiken der extrem lockeren Geldpolitik abgefedert werden.

Zudem hatte er im September weitere Massnahmen angedeutet. Der Yen verlor danach allerdings nur leicht an Wert - erst die Trump-Wahl brachte einen stärkeren Verlust der japanischen Währung mit sich. Damit ist Kuroda erst einmal aus der Schusslinie. Die meisten Experten gehen daher davon aus, dass er bis zum Ende seiner Amtszeit im April 2018 die Geldpolitik nicht noch weiter lockert.

Derzeit liegt das jährliche Volumen der Wertpapierkäufe durch die Notenbank bei 80 Billionen Yen (654 Mrd Euro) und der Leitzins bei minus 0,1 Prozent. Bei der Rendite zehnjähriger Staatsanleihen wird ein Wert um die Nullmarke angepeilt.

(AWP)

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China droht 2017 weitere Konjunkturabkühlung

Das Wirtschaftswachstum in China wird im kommenden Jahr voraussichtlich weiter an Fahrt verlieren.

2017 werde das Bruttoinlandsprodukt wohl nur um 6,5 Prozent zulegen, sagte die der Regierung zuarbeitende Akademie für Sozialwissenschaften (CASS) am Montag voraus. Für das laufende Jahr erwarten die Forscher ein Plus von 6,7 Prozent. Nach jahrzehntelangem Boom mit teils zweistelligen Wachstumsraten will die Regierung das exportlastige Wirtschaftsmodell stärker auf die Binnenkonjunktur ausrichten und den privaten Konsum ankurbeln. Dafür nimmt sie weniger Wachstum in Kauf. Zugleich stemmt sich die Führung in Peking gegen eine Überhitzung des Immobilienmarktes.

Die Regierung will eine Blasenbildung entgegenwirken und Preisschwankungen verhindern, wie jüngst aus der Sitzung der staatlichen Plankommission bekannt wurde. Die Kosten für Wohnmimmobilien steigen in den 70 grössten Städten im Reich der Mitte rasant. Nach jüngsten Daten zogen die Preise im Oktober zum Vorjahr um 12,6 Prozent an - ein Rekordwert.

Ein Berater der Notenbank signalisierte nun, dass angesichts dieser Entwicklung und weiterer Risiken 2017 wohl nicht an eine geldpolitische Lockerung zu denken sei. Eine der grössten Herausforderungen für die Wirtschaftslenker in Peking wird es laut Experten sein, angesichts anziehender US-Zinsen und einer Abwertung der chinesischen Landeswährung Kapitalabflüsse einzudämmen. Der Renminbi ist in diesem Jahr bereits um fast sieben Prozent zum Dollar gefallen. Laut einer Prognose aus dem Handelsministerium wird er nächstes Jahr um weitere drei bis fünf Prozent abwerten.

(Reuters)

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Japan kämpft weiter mit sinkenden Preisen

In Japan hält der Preisverfall trotz der ultralockeren Geldpolitik der Notenbank an. Die Konsumentenpreise der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt gingen im November den neunten Monat in Folge zurück.

Das geht aus Daten der Regierung vom Dienstag hervor. Das Minus in der Kernrate ohne die schwankungsanfälligen frischen Lebensmittel betrug 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Experten hatten mit einem Rückgang um 0,3 Prozent gerechnet.

Die japanische Notenbank hat im Kampf gegen die Deflation ihre Geldschleusen weit geöffnet. Es gelang ihr aber nicht, die Teuerungsrate wieder in die Nähe ihres Ziels von zwei Prozent zu bringen. Notenbank-Chef Haruhiko Kuroda hat unlängst bekräftigt, dass Japan noch weit entfernt ist, sein Inflationsziel zu erreichen. Das deutet darauf hin, dass die Notenbank ihre ultralockere Geldpolitik beibehalten dürfte.

Die Arbeitslosenquote stieg im November saisonbereinigt auf 3,1 Prozent. Im Vormonat betrug sie 3,0 Prozent.

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China: Neue Steuern gegen Umweltverschmutzung

China will mit neuen Steuern für die Industrie gegen die Umweltverschmutzung vorgehen. Die Abgaben sollen ab 2018 erhoben werden.

Das sieht ein am Sonntag vom Parlament verabschiedetes Gesetz vor. Die Höhe der Steuer richtet sich nach der Menge des Schadstoffausstosses. Das Gesetz löst ein System zahlreicher Umweltabgaben ab, die jedoch als nicht hoch genug angesehen wurden, um Wirkung zu entfalten. Die Regierung hat wiederholt betont, durch die neue Politik solle sich die Steuerlast der Unternehmen insgesamt nicht erhöhen.

In China wächst der Unmut über die Wirkungslosigkeit der Umweltpolitik der Regierung. In den vergangenen Tagen hatte die Bevölkerung vor allem im Norden Chinas unter starker Luftverschmutzung zu leiden.

(Reuters)

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Japans Industrieproduktion steigt im November

Die japanische Industrieproduktion ist im November gestiegen.

Sie legte im Vergleich zum Vormonat um 1,5 Prozent zu, wie das Wirtschaftsministerium in Tokio am Mittwoch mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten einen Anstieg um 1,6 Prozent erwartet.

Für Dezember wird eine Steigerung um 2,0 Prozent und für Januar um 2,2 Prozent erwartet, wie das Ministerium weiter mitteilte. Angesichts der weiter schwachen Inlandsnachfrage werde die Fertigung von steigenden Exporten angetrieben, erklärte der Chefvolkswirt Takeshi Minami von Norinchukin Research.

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Südkorea senkt Wachstumsprognose

Die südkoreanische Regierung erwartet für 2017 ein Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent.

Das verkündete das Finanzministeriums des ostasiatischen Landes am Donnerstag in einem Bericht. Es senkte damit seine Prognose vom Juni um 0,4 Prozentpunkte. Als ein Grund für die Korrektur nach unten wurde die schwache Binnennachfrage genannt. Zudem gehe das Schaffen neuer Arbeitsplätze nur stockend voran, was auch an der kriselnden Schiffsbaubranche liege. Konsumenten müssten ausserdem aufgrund steigender Ölpreise mit einer schnelleren Inflation rechnen.

In den Jahren 2014 und 2015 wuchs die viertgrösste Volkswirtschaft Asiens um jeweils 2,6 Prozent.

(AWP)

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Chinas Industrie wächst stärker als erwartet

Chinas Industrieproduktion ist dank einer anziehenden Nachfrage im Dezember stärker als erwartet gestiegen.

Der am Dienstag veröffentlichte Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex kletterte saisonal bereinigt im Vergleich zum November um einen Punkt auf 51,9 Zähler. Es war der höchste Stand seit Januar 2013. Der Index wies zudem den sechsten Monat in Folge Wachstum aus.

Analysten hatten mit 50,7 Punkten gerechnet.

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Zentralbank-Berater rät China zu flexiblerer Wachstumsprognose

China sollte sich einem führenden Berater der Zentralbank zufolge für 2017 flexiblere Wachstumsziele setzen.

Mit einer weiteren Spanne könnte sich das Land mehr Spielraum für seine geplanten Reformen geben, sagte Huang Yiping in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur Xinhua. Er schlage eine Prognose zwischen 6,0 und 7,0 Prozent vor anstatt des geringeren Rahmens von 6,5 bis 7,0 Prozent für 2016.

Die Regierung will das bislang exportlastige Wirtschaftsmodell stärker auf die Binnenkonjunktur ausrichten und den privaten Konsum ankurbeln. Dafür nimmt sie nach jahrzehntelangem Boom mit teils zweistelligen Wachstumsraten ein geringeres Plus in Kauf. Zugleich stemmt sie sich gegen eine Überhitzung des Immobilienmarktes.

(Reuters)

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Japans Industrie gewinnt an Fahrt

Japans Industrie ist einer Umfrage zufolge im Dezember so stark gewachsen wie seit einem Jahr nicht mehr.

Das geht aus dem Markit/Nikkei-Einkaufsmanagerindex hervor, dessen endgültige Fassung am Mittwoch veröffentlicht wurde. Er stieg saisonbereinigt auf 52,4 (November: 51,3) Punkte. Dazu trugen auch gestiegene Neuaufträge bei.

Werte ab 50 Zählern zeigen eine anziehende Geschäftstätigkeit an.

(Reuters)

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Chinas Wirtschaft startet mit Schwung ins neue Jahr

Chinas Dienstleistungssektor ist im Dezember so schnell gewachsen wie seit 17 Monaten nicht mehr. Das verstärkt den Eindruck, dass die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt mit mehr Schwung ins neue Jahr gestartet ist.

Der am Donnerstag veröffentlichte Einkaufsmanagerindex des Datenanbieters Caixin kletterte auf 53,4 Punkte von saisonbereinigt 53,1 Zählern im November. Damit liegt das Barometer deutlich über der Wachstumsgrenze von 50 Punkten und auf dem höchsten Stand seit Juli 2015.

Die Daten dürften den Eindruck bekräftigen, dass die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt mit mehr Schwung in das neue Jahr gestartet ist. Zuletzt gab es vermehrt Signale, dass sich die Konjunktur in der Volksrepublik stabilisiert.

(Reuters)

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China klagt über Handelspartner

China sieht sich im internationalen Handel stärker benachteiligt denn je. 2016 sei hier eine Rekordzahl an Massnahmen gegen die Volksrepublik verhängt worden, erklärte das Handelsministerium am Donnerstag in Peking.

"Handelsstreitigkeiten werden zunehmend politisiert", klagte Sprecher Sun Jiwen. "Die Schritte werden immer extremer, die Zollsätze sind relativ hoch." Im vergangenen Jahr hätten 27 Länder und Regionen insgesamt 119 Rechtsmittel gegen China eingelegt. Diese zögen Belastungen von umgerechnet rund 14 Milliarden Euro nach, was einem Anstieg von 76 Prozent im Vergleich zu 2015 bedeute.

Im Mittelpunkt der Streitigkeiten mit anderen Ländern steht vor allem die Stahlbranche. Allein hier wurden 49 Strafmassnahmen verhängt. China wird immer wieder vorgeworfen, mit Dumpingpreisen auf andere Märkte vorzudringen. In einem offenen Brief riefen vergangenen Oktober die Chefs von 58 europäischen Stahlkonzernen die Regierungen der Europäischen Union zum Schutz der heimischen Schwerindustrie auf.

Der künftige US-Präsident Donald Trump wirft der Volksrepublik vor, die Landeswährung Yuan zum Schaden von US-Exporten abzuwerten und zu manipulieren, um sich Vorteile auf den Weltmärkten zu verschaffen. Trump kündigte im Wahlkampf höhere Zölle auf im Ausland hergestellte Produkte an, um die heimische Wirtschaft stärker gegen Konkurrenz zu schützen.

(Reuters)

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Schwacher Aussenhandel verdüstert Aussichten für Chinas Wirtschaft
13.01.2017 07:42

(Ausführliche Fassung)

PEKING (awp international) - Enttäuschende Handelszahlen im Dezember verdüstern die Aussichten für eine erhoffte Erholung des Wirtschaftswachstums in China. Die Ausfuhren fielen in US-Dollar gerechnet unerwartet stark um 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie der Zoll am Freitag in Peking berichtete. Die Importe legten um 3,1 Prozent zu, was aber vor allem durch die Auffüllung der Lagerbestände vor dem frühen chinesischen Neujahrsfest Ende Januar erklärt wurde. Damit fielen sowohl die Ex- als auch die Importe schwächer aus als Experten erwartet hatten. Das Aussenhandelsvolumen ging im Dezember um 2,2 Prozent zurück.

Auf das Jahr gerechnet erlebte die grösste Handelsnation sogar einen Rückgang ihres Handelsvolumens um 6,8 Prozent. Die Bedingungen im vergangenen Jahr beschrieb Zollsprecher Huang Songping als "kompliziert und düster" mit wachsenden Unwägbarkeiten. Erst in der zweiten Jahreshälfte habe sich der Aussenhandel durch Unterstützung der Regierung und höhere Nachfrage wieder stabilisiert.

Nach einem minimalen Anstieg im November zeigte der überraschend starke Rückgang der Exporte im Dezember aber wieder neue Schwächen. Im gesamten Jahr fielen die Ausfuhren in US-Dollar bewertet um 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während die Importe um 5,5 Prozent abnahmen. Der Handelsüberschuss ging nach Angaben des Zolls im vergangenen Jahr um 9,1 Prozent auf 3,35 Billionen Yuan, umgerechnet 486 Milliarden US-Dollar, zurück.

In Yuan gerechnet fiel die Entwicklung allerdings gemässigter aus. Die Ausfuhren fielen laut Zollangaben demnach um zwei Prozent, während die Einfuhren sogar um 0,6 Prozent zulegten. Die chinesische Währung steht unter Druck und hat im vergangenen Jahr gegenüber dem US-Dollar um rund sechs Prozent verloren. So nahm das Handelsvolumen in Yuan gerechnet insgesamt nur um 0,9 Prozent ab.

Der schlechte Aussenhandel, die Yuan-Schwäche und die dadurch ausgelöste Kapitalflucht, die hohe Verschuldung sowie drohende Handelsstreitigkeiten mit den USA unter dem neuen Präsidenten Donald Trump gehören zu den wesentlichen Risiken für die zweitgrösste Volkswirtschaft in diesem Jahr.

"Wir sind besorgt, dass Trumps Haltung gegenüber Chinas Handel die chinesischen Ausfuhren langfristig strukturell schwächt", schrieb die australische ANZ Bank. Unter dem neuen US-Präsidenten dürften amerikanische Unternehmen Produktionsanlagen aus China abziehen.

Die Exportzahlen im Dezember deuteten auch darauf hin, dass China hinter der jüngsten Erholung der Ausfuhren aus Asien insgesamt her hinke, schrieben die ANZ-Experten. Daher erschienen die Aussichten für Chinas Handel im neuen Jahr nicht rosig. Überhaupt stünden die Exporte aus Asien durch schwache globale Nachfrage und wachsenden Widerstand gegen Globalisierung weiter unter Druck.

Trotz des schwachen Aussenhandels rechnen Chinas Wirtschaftsplaner für das abgelaufene Jahr noch mit einem Wachstum von 6,7 Prozent, was aber so wenig wie seit 25 Jahren nicht mehr ist. Die Zahlen werden am 20. Januar vorgelegt. Das Wachstum in China wurde vor allem durch den boomenden Wohnungsmarkt, die steigenden Infrastrukturausgaben und das starke Kreditwachstum vorangetrieben./lw/DP/zb

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Chinas Regierung bekommt Immobilienmarkt wieder etwas mehr unter Kontrolle
18.01.2017 07:20

PEKING (awp international) - In China scheinen sich staatliche Massnahmen zur Abkühlung des Immobilienmarkts zunehmend auszuzahlen. So zogen die Preise für neue Wohnungen zwar in den meisten von der Regierung beobachteten Städten im Vergleich zum Vormonat weiter an - allerdings nur noch in 46 von 70 und damit in so wenigen wie seit Anfang 2016 nicht mehr. Dies geht aus einer am Mittwoch in Peking veröffentlichten Erhebung der nationalen Statistikbehörde hervor. Im November hatten die Preise noch in 55 Städten angezogen. Die Monate davor waren es noch mehr.

Im Dezember seien die Preise in vier Städten gesunken. Dazu gehörte auch die Metropole Shenzen, in der der Immobilienmarkt im vergangenen Jahr mit am stärksten aufgeheizt war. Hier gingen die Preise für neue Wohnungen im Dezember jetzt den dritten Monat in Folge zurück. Auch in Peking und Schanghai entspannte sich die Lage etwas weiter und die Preise gingen im Monatsvergleich zurück. In beiden Regionen hatten sich die Immobilien zuvor deutlich verteuert.

Neben Überkapazitäten im Unternehmenssektor gehört die Furcht vor einer Immobilienblase zu den grössten Sorgen von Ökonomen mit Blick auf Chinas Wirtschaft. Die Regierung steuert mit Regulierungen gegen. Alan Jin, Immobilienexperte bei der Bank Mizuho Securities, will jedoch für den Sektor noch keine Entwarnung geben. Der Markt kühle sich zwar etwas ab, aber das gesamte Volumen sei nicht so stark gesunken wie erhofft. Es werde noch Zeit brauchen, wahrscheinlich mehrere Monate, bis sich die Lage an den teils überhitzten Immobilienmärkten wieder beruhigt./zb/stk

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WEF 2017: China will auch in kommenden Jahren mehr im Ausland investieren
17.01.2017 19:53

Davos (awp/sda) - Chinesische Unternehmen haben in den letzten zwei Jahren in rasantem Tempo ihre Investitionen im Ausland verstärkt. Inzwischen fliesst weitaus mehr Geld aus Direktinvestitionen vom Ausland nach China als umgekehrt. Dieser Trend werde sich fortsetzen, sagte Liu Liehong, Chef der China Electronics Corporation, am Dienstag an einer Diskussionsrunde am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos.

Vermehrt gingen auch Firmen aus neueren Industrien wie der Elektronikbranche ins Ausland, sagte Liu. Laut dem US-Ökonom Nouriel Roubini handelt es sich dabei nicht nur um eine ökonomische Diversifikation, sondern es stecke eine Strategie dahinter, die ökonomischen und geopolitischen Beziehungen zu anderen Ländern zu verstärken.

Während in Europa und den USA das chinesische Engagement derzeit kritisch beäugt wird, wird es in Lateinamerika mehr und mehr positiv gesehen. Die Ängste zu Beginn der chinesischen Investitionstätigkeit hätten sich gelegt, sagt Alicia Bárcena Ibarra, Generalsekretärin der UNO-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik. Schon bald könnte China die USA als wichtigster Direktinvestor in Lateinamerika übertreffen.

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Chinas Wachstum fällt auf niedrigsten Stand seit 1990
20.01.2017 06:32

PEKING (awp international) - Chinas Wirtschaft ist im vierten Quartal des abgelaufenen Jahres um 6,8 Prozent gewachsen. Das berichtete das Pekinger Statistikamt am Freitag. Im Gesamtjahr 2016 lag das Wachstum demnach bei 6,7 Prozent. Obwohl die Wirtschaft damit so langsam wuchs wie seit 1990 nicht mehr, werteten Ökonomen die jüngsten Daten als Zeichen der Stabilisierung für die zweitgrösste Volkswirtschaft. Das Wachstum im vierten Quartal fiel zudem etwas höher aus als Volkswirte erwartet hatten.

Erneut warnten Experten aber auch, dass das derzeitige Wachstumsmodell nicht nachhaltig sei. Chinas Wachstum sei noch immer zu sehr von Stimulus-Massnahmen der Regierung abhängig, hatte der Internationale Währungsfonds (IFW) bereits in einem Bericht am Montag gewarnt. Der Wirtschaft drohe eine "starke Abschwächung", wenn Kredite weiter rasant wachsen und die Regierung nicht entschlossener gegen hohe Schulden der Unternehmen vorgehe.

VIELE RISIKEN AM HORIZONT - TRUMP DAS GRÖSSTE

"Druck und Probleme lasten sowohl von innen als von aussen auf der Wirtschaft"?, sagte der Pekinger Wirtschaftsprofessor Huang Weiping. Ein schwacher Aussenhandel, die hohe Verschuldung sowie drohende Handelsstreitigkeiten mit den USA und Protektionismus unter dem neuen Präsidenten Donald Trump gehören so zu den wesentlichen Risiken für die zweitgrösste Volkswirtschaft in diesem Jahr.

Das bestätigte auch sein Kollege Zheng Chaoyu von der Pekinger Volksuniversität. "Ich denke nicht, dass die Tore zum Markt in den USA weiter offen bleiben, wenn Trump Präsident ist. Die guten Zeiten sind jetzt vorbei."

CHINA BAUT WIRTSCHAFT UM

Nach einem minimalen Anstieg im November waren Chinas Exporte im Dezember wieder stark zurückgegangen. Im gesamten Jahr fielen die Ausfuhren in US-Dollar bewertet um 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während die Importe um 5,5 Prozent abnahmen.

Peking ist dabei, das Wachstumsmodell des Landes umzubauen: Statt Billigproduzent für den Rest der Welt zu sein, sollen die heimischen Unternehmen innovativer werden und der Binnenkonsum gestärkt werden./jpt/DP/zb

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Japans Exporte legen erstmals seit einem Jahr wieder zu
25.01.2017 08:03

(Ausführliche Fassung)

TOKIO (awp international) - Japans Exportwirtschaft hat das vergangene Jahr mit einem überraschenden Lichtblick abgeschlossen. Im Dezember seien die Ausfuhren der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt um 5,4 Prozent im Jahresvergleich gestiegen, teilte das japanische Finanzministerium am Mittwoch mit. Dies ist der erste Anstieg der Exporte im Jahresvergleich seit über einem Jahr und der stärkste Zuwachs seit Juli 2015. Volkswirte waren von einem deutlich geringeren Zuwachs um 1,1 Prozent ausgegangen.

Ein Grund für das starke Abschneiden der japanischen Exportwirtschaft waren gute Geschäfte mit dem wichtigen Handelspartner China. Im Dezember haben die japanischen Ausfuhren in die Volksrepublik ein Rekordvolumen von 1,3 Billionen Yen (etwa 10,6 Milliarden Euro) erreicht, hiess es weiter. Ausserdem habe das jüngste Anziehen der Weltwirtschaft beflügelt.

Im Dezember sind die Importe den Angaben zufolge um 2,6 Prozent im Jahresvergleich gesunken. Hier hatten Volkswirte nur einen Rückgang um 0,8 Prozent erwartet. Unterm Strich erzielte Japan im Dezember einen Überschuss in der Handelsbilanz von bereinigt 356,7 Milliarden Yen und unbereinigt 641,4 Milliarden Yen. Beides liegt deutlich über den Markterwartungen./jkr/stb

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Japan erstmals seit sechs Jahren mit Handelsüberschuss
25.01.2017 07:32

TOKIO (awp international) - Japan hat 2016 erstmals seit sechs Jahren wieder einen Handelsbilanzüberschuss erwirtschaftet. Wie das Finanzministerium der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt am Mittwoch bekanntgab, belief sich der Überschuss auf 4,07 Billionen Yen (33 Mrd Euro). Hintergrund sind die im Zuge der gesunkenen Energiepreise deutlich niedrigeren Importwerte. Das rohstoffarme Inselreich muss für seine Energieversorgung grosse Mengen an Öl und Gas einführen, zumal seit der Atomkatastrophe in Fukushima 2011 die meisten Kernkraftwerke weiterhin abgeschaltet sind. Der Wert der Importe sank im vergangenen Jahr um 15,9 Prozent auf 66 Billionen Yen. Japans Exporterlöse sanken erstmals seit vier Jahren, um 7,4 Prozent auf rund 70 Billionen Yen./ln/DP/zb

(AWP)

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