Schuldenkrise Asien

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Japans Regierung gibt grünes

Japans Regierung gibt grünes Licht für Rekord-Ausgaben

Japans Regierung hat Staatsausgaben in Rekordhöhe gebilligt, um die Folgen einer geplanten Mehrwertsteuer-Erhöhung abzumildern.

21.12.2018 07:05

Im Haushaltsjahr, das am 1. April beginnt, sind Ausgaben von fast 790 Milliarden Dollar geplant, wie das Finanzministerium in Tokio am Freitag mitteilte. Vorgesehen sind unter anderem mehr Sozialleistungen, Infrastrukturinvestitionen oder Verteidigungsausgaben. Es ist das siebte Jahr mit einem Rekordhaushalt in Folge. Das Parlament muss dem Haushalt noch zustimmen.

Die Regierung von Shinzo Abe will damit eine Konjunkturabkühlung in Folge der Mehrwertsteuererhöhung vermeiden, wie es 2014 der Fall war: Damals wurde die Steuer um drei Punkte auf acht Prozent erhöht. Für Oktober 2019 ist ein weiterer Schritt auf zehn Prozent geplant.

Bei Experten stösst das auf Kritik: "Es könnte einen Präzedenzfall schaffen, dass immer dann nach Staatsausgaben gerufen wird, wenn die Mehrwertsteuer erhöht wird", sagte Koya Miyamae, Volkswirt bei SMBC Nikko Securities. Schon jetzt ist Japan mit mehr als dem doppelten seiner Wirtschaftsleistung verschuldet - so stark wie kein anderes Industrieland der Welt.

(Reuters)

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Gewinne in Chinas Industrie

Gewinne in Chinas Industrie fallen erstmals seit fast drei Jahren

Die Gewinne der chinesischen Industrie sind im November erstmals seit fast drei Jahren zurückgegangen.

27.12.2018 07:34

Sie gaben um 1,8 Prozent nach, wie das nationale Statistikamt am Donnerstag mitteilte. Es ist das erste Minus seit Dezember 2015. Experten begründeten die Entwicklung mit einem schwächeren Wachstum bei den Verkaufs- und Erzeugerpreisen sowie steigenden Kosten. Ökonomen sahen darin einen weiteren Hinweis für die steigenden Risiken in der weltweit zweitgrössten Volkswirtschaft im kommenden Jahr. Ein Grossteil lässt sich auf den Handelsstreit mit den USA zurückführen, der Firmen vor Investitionen zurückschrecken lässt und das Verarbeitende Gewerbe unter Druck setzt.

(Reuters)

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Japans Industrieproduktion im

Japans Industrieproduktion im November rückläufig

Die japanische Industrieproduktion ist im November weniger Stark als erwartet zurückgegangen.

28.12.2018 06:43

Sie fiel zum Vormonat um 1,1 Prozent, wie am Freitag aus von der Regierung veröffentlichten Daten hervorging. Von Reuters befragte Experten hatten im Mittel mit einem Rückgang von 1,9 Prozent gerechnet. Einer Umfrage des Wirtschaftsministeriums zufolge erwarten die Firmen für Dezember einen Anstieg der Industrieproduktion von 2,2 Prozent, im Januar dann wieder einen Rückgang um 0,8 Prozent.

(Reuters)

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Chinas Industrie schrumpft

Chinas Industrie schrumpft stärker als erwartet

Chinas Industrie ist zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren geschrumpft.

31.12.2018 06:59

Der offizielle Einkaufsmanagerindex für den Bereich fiel im Dezember auf 49,4 Punkte von 50,0 Punkte im November, wie aus den am Freitag veröffentlichten Daten hervorging.

Von Reuters befragte Experten hatten einen Rückgang auf 49,9 Punkte erwartet. Der Wert von 50 wird als neutral betrachtet. Über 50 Punkte signalisiert Wachstum, weniger als 50 Schrumpfen. Die chinesische Konjunktur wird unter anderem durch das rückläufige weltweite Wirtschaftswachstum und vom Handelsstreit mit den USA belastet. 

(Reuters)

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China stemmt sich mit neuen

China stemmt sich mit neuen Massnahmen gegen Konjunkturabkühlung

China steuert mit einer Reihe neuer Massnahmen gegen die sich immer deutlicher abzeichnende Konjunkturabkühlung. Ministerpräsident Li Keqiang kündigte am Freitag nach einem Besuch bei Grossbanken des Landes an, dass der Mindestreservesatz für Geldhäuser weiter gesenkt werde.

04.01.2019 08:41

Damit solle Instituten gezielt mehr Spielraum für die Kreditvergabe vor allem an kleinere Unternehmen gegeben werden. Zudem würden bestimmte Steuern und Abgaben gesenkt, erklärte Li laut der Internetseite der Pekinger Regierung. Sie hatte 2018 angesichts des Handelsstreits mit den USA bereits vier Mal den Mindestreservesatz der Banken gesenkt.

Die USA und China haben sich gegenseitig mit Importzöllen überzogen. Sie planen laut der Regierung in Peking für Anfang kommender Woche zwar neue Gespräche zur Beilegung ihres Konflikts.

Aber in China, der zweitgrössten Volkswirtschaft nach den USA, mehrten sich zuletzt bereits die Hinweise auf eine Konjunkturabkühlung auch in Folge des Handelsstreits: So schrumpfte die Industrie der Volksrepublik im Dezember erstmals seit zwei Jahren. Nach den Prognosen der Regierung dürfte die chinesische Wirtschaft 2018 um 6,5 Prozent gewachsen sein. Im Jahr zuvor waren es noch 6,9 Prozent.

(AWP)

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Kreise: China will im neuen

Kreise: China will im neuen Jahr mehr Schulden machen

Chinas Regierung will nach Informationen aus informierten Kreisen mit Hilfe einer etwas höheren Verschuldung die zuletzt lahmende Konjunktur stärker in Schwung bringen.

09.01.2019 08:26

Das Finanzministerium werde eine leichte Anhebung der Zielmarke für das Haushaltsdefizit in diesem Jahr vorschlagen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf zwei namentlich nicht genannte Personen, die mit den Vorgängen vertraut seien. Demnach werde das Ministerium beim Defizit eine Zielmarke von 2,8 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) vorschlagen, nachdem das Defizitziel 2018 bei 2,6 Prozent gelegen hatte.

Volkswirte waren davon ausgegangen, dass Chinas Führung im Kampf gegen die Konjunkturflaute das Defizitziel stärker anheben werde. Zuletzt hatte Chinas Konjunktur im Zuge einer allgemein schwächeren Weltwirtschaft an Fahrt verloren. Auch der Handelsstreit mit den USA hat die Wirtschaftsleistung der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt belastet. Allerdings hatte Chinas Führung vor dem Hintergrund einer wachsenden Verschuldung das Wachstumstempo selbst ein Stück weit gebremst.

Wie Bloomberg weiter berichtet, soll der Vorschlag einer neuen Zielmarke für das Defizit im März dem Nationalen Volkskongress, dem Parlament der Volksrepublik China, zur Entscheidung vorgelegt werden./jkr/fba

(AWP)

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Chinas Preisentwicklung

Chinas Preisentwicklung enttäuscht zum Jahresende

(Ausführliche Fassung) - In China bleibt die Preisentwicklung äusserst schwach. Im Dezember zogen sowohl die Erzeuger- als auch die Verbraucherpreise deutlich weniger an als noch im November. Beide Werte blieben ausserdem hinter den Erwartungen von Experten zurück. Volkswirte werteten die Zahlen als Beleg für die derzeit vergleichsweise schwache Verfassung der chinesischen Wirtschaft. Vor allem der geringe Anstieg der Erzeugerpreise nährt die Sorgen vor der Entwicklung der Industrie.

10.01.2019 07:51

Die Erzeugerpreise zogen im Dezember im Vergleich zum Vorjahr nur um 0,9 (November: 2,7) Prozent an, wie die nationale Statistikbehörde am Donnerstag in Peking mitteilte. Das ist der geringste Anstieg seit mehr als zwei Jahren. Volkswirte hatten zwar damit gerechnet, dass der Anstieg der Erzeugerpreise angesichts der schwachen Nachfrage und sinkender Rohstoffpreise weiter zurückgeht. Sie hatten aber bei den Preisen, die Erzeuger für ihre Wahren verlangen, ein Plus von 1,6 Prozent erwartet.

Die Verbraucherpreise stiegen im Dezember um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr - nach einem Plus von 2,2 Prozent im November. Die Expertenprognose hatte hier 2,1 Prozent betragen. So schwach wie zum Jahresende war die Inflation zuletzt im Juni. Mit dem niedrigen Wert im Dezember blieb die Teuerung zudem deutlich hinter dem Ziel der Regierung zurück. Diese hatte für 2018 ursprünglich ein Plus von drei Prozent angestrebt. Diese Vorgabe war jedoch im Jahresverlauf in der Prioritätenliste der Regierung immer weiter nach unten gerutscht. Im Fokus standen andere Dinge - wie der Abbau der Schulden bei Grosskonzernen./zb/jkr/fba

(AWP)

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China öffnet Finanzsektor

China öffnet Finanzsektor weiter

China hat die Vorgaben für Investitionen ausländischer Konzerne in den billionenschweren Finanzsektor weiter gelockert.

14.01.2019 07:12

Ausländische Investoren dürften jetzt insgesamt bis zu 300 Milliarden Dollar (261 Mrd Euro) investieren, teilte die chinesische Regierung am Montag in Peking mit. Damit wurde die bisherige Grenze verdoppelt. Zuletzt hatte China das Limit im 2013 von 80 auf 150 Milliarden Dollar angehoben. Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg hatten sich die Direktinvestitionen ausländischer Finanzkonzerne an chinesischen Unternehmen des Sektors auf etwas mehr als 100 Milliarden Dollar belaufen.

Die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt hatte erst im vergangenen Sommer die Beschränkungen für die Beteiligungen von Finanzkonzernen aus dem Ausland an heimischen Banken und Vermögensverwaltern aufgehoben. Vorher durften sich ausländische Banken einzeln mit maximal 20 Prozent an einem chinesischen Institut beteiligen - die Grenze für Konsortien lag bei 25 Prozent. Die Öffnung des insgesamt 40 Billionen schweren Finanzsektors ist ein wichtiger Schritt der Regierung, die Wirtschaft des Landes zu modernisieren.

(AWP)

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China Aussenhandel bricht im

China Aussenhandel bricht im Dezember ein - Ex- und Importe gehen zurück

Der Zollstreit mit den USA und das langsamere Wirtschaftswachstum haben den chinesischen Aussenhandel am Jahresende stark belastet. Die Exporte seien im Dezember in Dollar gemessen im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent gefallen, teilte die Regierung am Montag in Peking mit. Die Importe gingen sogar um 7,6 Prozent zurück. Experten hatten zwar mit einem schwachen Ergebnis gerechnet, dabei aber sowohl bei den Aus- als auch den Einfuhren noch ein Plus erwartet. Beide Werte fielen zudem so schlecht aus wie schon seit 2016 nicht mehr./zb/tav

14.01.2019 06:46

(AWP)

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China will Wirtschaft stärker

China will Wirtschaft stärker anschieben

Die chinesische Führung stemmt sich gegen die Konjunkturabkühlung.

15.01.2019 06:49

In diesem Jahr seien grössere Steuer- und Abgabensenkungen geplant, teilte das Finanzministerium in Peking am Dienstag mit. Vor allem kleinere Firmen und Industrieunternehmen sollten damit entlastet werden.

Dies könne über Änderungen an der Mehrwert- und der Einkommenssteuer geschehen. Zugleich sollen allerdings die staatlichen Ausgaben um mehr als fünf Prozent gesenkt werden. Wo gesparte werden soll, erläuterte das Ministerium nicht. Die Zentralbank kündigte an, die Banken zu einer stärkeren Kreditvergabe an kleinere Unternehmen zu ermutigen. Die staatliche Planungskommission versprach, der Wirtschaft zu einem guten Start ins Jahr zu verhelfen und deutete damit zusätzliche Konjunkturmassnahmen an. So solle etwa der Markt für Autos und Haushaltsgeräte stabilisiert werden.

China hat für einen Umbau der Wirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit und einer Stärkung des Binnenkonsums geringere Wachstumsraten in Kauf genommen. Zuletzt bekam die Volksrepublik aber auch zunehmend den Handelsstreit mit den USA und die globale Konjunkturabschwächung zu spüren. So schrumpften die Exporte im Dezember um 4,4 Prozent zum Vorjahr und damit so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr, der Neuwagenabsatz sank 2018 erstmals seit den 1990er Jahren.

Im vergangenen Jahr dürfte sich das Wirtschaftswachstum daher wohl auf 6,6 Prozent verlangsamt haben und damit auf das geringste Plus seit 28 Jahren. Für dieses Jahr wird die Regierung Insidern zufolge voraussichtlich nur noch einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 6,0 bis 6,5 Prozent anpeilen.

(AWP)

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Chinas Boom ebbt ab

Chinas Boom ebbt ab

Im Handelsstreit mit den USA hat sich Chinas Wirtschaft merklich abgekühlt und 2018 wohl das schwächste Wachstum seit Jahrzehnten hingelegt.

Aktualisiert um 14:38

Am kommenden Montag sollen die offiziellen Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) präsentiert werden. Viele Experten rechnen damit, dass die Regierung das von ihr angestrebte Ziel eines BIP-Anstiegs von "rund 6,5 Prozent" zwar erreicht hat. Aber das von Ökonomen erwartete Plus von 6,6 Prozent wäre das schwächste Wachstum seit 1990.

Für 2019 wird die Führung in Peking sich ein niedrigeres Ziel stecken, wie Reuters jüngst von Insidern erfuhr. Angestrebt wird demnach eine Spanne von 6,0 bis 6,5 Prozent. Dies gebe der Regierung mehr Flexibilität in schwierigen Zeiten, erläutert Ökonom Maximilian Kärnfelt vom Mercator Institute for China Studies (Merics) in Berlin. "In der Wirtschaft ist man nicht mehr so optimistisch, und auch der Automarkt schrumpft."

Dies spüren auch die deutschen Hersteller, die zudem befürchten müssen, dass ihnen womöglich in den USA höhere Importzölle aufgebrummt werden. Nach Worten von VW-Chef Herbert Diess wird sich in China "die Zukunft von Volkswagen" entscheiden. Der Wolfsburger Konzern kann darauf zählen, dass die Regierung in Peking nicht tatenlos zusieht, wie der größte Automarkt der Welt vor sich hindümpelt. Vielmehr will sie der Binnennachfrage weiter auf die Sprünge helfen und dabei insbesondere den Automobilsektor stützen.

Die Wirtschaft sei 2019 verstärktem Abwärtsdruck ausgesetzt, warnt Ministerpräsident Li Keqiang. Die Zentralbank pumpte unlängst bereits die Rekordsumme von umgerechnet knapp 73 Milliarden Euro in die Finanzbranche. China-Experte Kärnfelt sieht diesen Schritt als Teil einer "sehr klugen Strategie", das Land mit seiner Milliardenbevölkerung von einer primär auf Investitionen ausgerichteten Volkswirtschaft zu einem stärker auf Konsum basierendem Modell zu wandeln. Als Schwungrad dienten dabei die Geschäftsbanken, die verstärkt Kredite an Mittelständler vergeben sollen. "Dies wiederum könnte zu höheren Löhnen führen, da so viele Chinesen in diesen Firmen beschäftigt sind", führt Kärnfelt aus.

Hoffnungszeichen Handelsdialog

Die jüngsten Konjunkturdaten haben die Regierung in Peking alarmiert. So schrumpften die Exporte im Dezember so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr. Der BIP-Zuwachs dürfte sich im vierten Quartal um einen Tick auf 6,4 Prozent abgeschwächt haben. Hintergrund ist auch der Zollstreit mit den USA, der zunehmend auf die Konjunktur durchschlägt. Die für Ende des Monats geplante Wiederaufnahme des Dialogs nährt jedoch Hoffnungen, dass sich die Spannungen verringern.

Angesichts dieser engen wirtschaftlichen Verflechtungen fragen sich viele Beobachter, was ein Ende des Aufschwungs in China für Deutschland und die Weltwirtschaft bedeuten würde. Das deutsch-chinesische Handelsvolumen erreichte laut dem Industrieverband BDI zuletzt 187 Milliarden Euro, fast 30 Prozent des gesamten Handels zwischen der EU und der Volksrepublik. China ist zugleich Deutschlands wichtigster Handelspartner außerhalb der EU.

Nach der globalen Finanzkrise hatte die Volksrepublik vor rund zehn Jahren mit riesigen Konjunkturprogrammen dafür gesorgt, dass die globale Wirtschaft nicht in eine Depression stürzte. Dass sich das Blatt wenden und eine Wirtschaftskrise in China ihrerseits die Weltkonjunktur bedrohen würde, befürchtet Merics-Experte Kärnfelt nicht. Denn China sei im weltweiten Kontext kein "großes Importland", abgesehen von Bereichen wie Brennstoffen, Mikrochips und Werkzeugmaschinen. "Falls die chinesische Wirtschaft lahmt, wären Vietnam, Indonesien und vor allem Indien gut aufgestellt, diese Lücke zu füllen."

Zudem sei es der Führung in der staatlich gelenkten Wirtschaft Chinas weit eher möglich als in Europa und den USA, die Konjunktur über Wasser zu halten. Die von Peking gewünschten Wachstumsraten seien auch durch die Steuerung der Kreditvergabe ausreichend abgesichert. Zudem ergäben sich insbesondere auf Provinzebene immer wieder Möglichkeiten, Daten zu schönen. "China wird auf jeden Fall die Wachstumszahlen bekommen, die es haben will", prognostiziert Kärnfelt.

(Reuters)

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Japans Inflation: Notenbank

Japans Inflation: Notenbank-Ziel in weiter Ferne

In Japan bleibt die Inflation weiter schwach. Wegen sinkender Rohstoffpreise verlangsamte sich der Anstieg der Verbraucherpreise wieder - die Notenbank muss daher weiter auf die erhoffte Belebung der Inflation warten.

18.01.2019 07:54

Flickr, Lizenz CC BY 2.0

Die von den Währungshütern besonders stark beobachte Kernrate der Inflation, bei der schwankungsanfällige Preise für frische Nahrungsmittel herausgerechnet werden, betrug im Dezember 0,7 Prozent, wie die Regierung am Freitag in Tokio mitteilte.

Das ist der niedrigste Wert seit Mai und das erste Mal seit April, dass sich der Anstieg der Verbraucherpreise verlangsamt. Experten hatten zwar mit einem geringeren Anstieg als zuletzt gerechnet, aber zumindest noch ein Plus von 0,8 Prozent auf dem Zettel. Die Inflationsrate bleibt damit weiter deutlich hinter dem Zwei-Prozent-Ziel der Notenbank zurück. In Japan versuchen die Währungshüter seit vielen Jahren, die Inflation mit einer extrem lockeren Geldpolitik an diese Zielmarke zu bringen.

Die japanische Zentralbank kämpft gegen die Gefahr von sinkenden Preisen. Diese bergen generell das Risiko, dass Verbraucher den Kauf von grösseren Konsumgütern in der Hoffnung auf billigere Preise aufschieben und damit die Konjunktur abwürgen. Einen Zeitplan zur Erreichung des Zwei-Prozent-Ziels hat die Notenbank mittlerweile aufgegeben, sie rechnet aber in diesem Jahr mit einem Anstieg der Inflationsrate auf mehr als ein Prozent.

(AWP)

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Die Falle des Thukydides

Die Falle des Thukydides

Die Konkurrenz der aufstrebenden regionalen Grossmacht China zur globalen Supermacht USA treibt Leitartikler, Experten, Diplomaten und Politiker zunehmend um. Mit gewagten historischen Vergleichen.

20.01.2019 22:00

Als am Anfang des Jahres die chinesische Mondsonde Chang’e 4 neben dem Aitken-Krater auf der Rückseite des Mondes landete, wurde das in vielen westlichen Medien als "Machtdemonstration" der chinesischen Regierung kommentiert. Auch die Modernisierung der Armee, Luftwaffe und Navy wird stets im gleichen Kontext interpretiert, genauso wie die Wirtschaftsinitiative der "Neuen Seidenstrasse" zu Land und zu Wasser bis nach Europa und Afrika. 

Halbkolonie

China hat seit Beginn der Reform und Öffnung nach Aussen vor vierzig Jahren zwar in einer in der Geschichte nie zuvor beobachteten Geschwindigkeit Wirtschaft und Gesellschaft verändert. Doch über die bestehenden Grenzen hinaus hat das Reich der Mitte nicht expandiert. Ganz im Gegensatz zu den europäischen Kolonialmächten vorab im 19. Jahrhundert und die USA und Japan in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. 

China selbst wurde zur Halbkolonie. Chinesinnen und Chinesen sprechen deshalb noch heute vom "Jahrhundert der Schande", beginnend mit dem ersten Opiumkrieg (1839–42) über die ungleichen Verträge mit den imperialistischen Mächten (zumal Grossbritannien und Japan) bis hin zur Befreiung 1949 durch die Kommunisten nach dem Bürgerkrieg mit den Nationalisten. 

Multipolar

Jetzt am Ende des zweiten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts wird der Wettbewerb zwischen der aufstrebenden Grossmacht China und der etablierten Supermacht USA zunehmend thematisiert. Hin und wieder ist gar schon vom "Chinesischen Jahrhundert" die Rede, obwohl doch in der immer komplexer werdenden globalisierten Welt alles auf eine multipolare Welt hindeutet mit Amerika und China im Mittelpunkt, Europa, Indien, Russland und heutige Schwellenländer wie etwa  Brasilien, Nigeria oder Indonesien als wichtige Mitspieler. Dabei sind Peking und Washington, wie der Führung beider Mächte heute wohl bewusst ist, gegenseitig voneinander abhängig. 

Imperiale Überdehnung

Kommentatoren und Politiker greifen bei der Einschätzung der neuen geopolitischen Situation stets auf vermeintliche geschichtliche Parallelen zurück. Anfangs dieses Jahrhunderts war der Bezug sehr oft der Untergang des Römischen Reiches. In diesem Zusammenhang wurde meist das 1987 veröffentlichte Buch des britischen Historikers Paul Kennedy "Aufstieg und Fall der grossen Mächte" zitiert. Kennedys These: Aufstieg, Überdehnung, Erschöpfung, Abstieg. 

Kennedys Ansatz von der imperialen Überdehnung fand natürlich bei oberflächlicher Betrachtung bei fast allen Grossreichen der Weltgeschichte einige zutreffende Punkte. Doch Imperien wie etwa die zwei Perserreiche, das Reich Alexanders des Grossen, das Reich der Mongolen, das Spanische Kolonialreich, das Chinesische Kaiserreich, das Britische Weltreich oder das Sowjetreich weisen bei genauer Betrachtung weit mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten auf. 

Ängste

Seit Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt worden ist, steht – nicht zuletzt auch wegen des Handelskonflikts und der Nordkorea-Frage – wieder die Frage im Raum, ob denn China die Vereinigten Staaten von Amerika als Supermacht ablösen werde und ob ein neuer Kalter Krieg bevorstehe. In den letzten zwei, drei Jahren wurden dabei nicht mehr Paul Kennedys historische Thesen bemüht. Vielmehr schwadronierten Leitartikler, Diplomaten und assortierte Pundits mit dem Begriff "Thukydides-Falle", um zeitgeistig die Wahrscheinlichkeit eines möglichen Krieges abzuschätzen. 

Thukydides lebte im 5. Jahrhundert vor Beginn unserer Zeitrechnung in Athen. Er war Stratege und Historiker. In seinem unvollendeten Werk "Der Peloponnesische Krieg" schildert er den Konflikt zwischen der aufstrebenden Seemacht Athen und dem mächtigen Sparta.

Die Grundthese von Thukydides: "Es war der Aufstieg Athens und die Furcht, die das in Sparta auslöste, was Krieg unvermeidlich machte." Die Falle des Thukydides besagt also im Kern, dass der Aufstieg einer neuen Macht – etwa China – bei der etablierten Macht – etwa den USA – Ängste auslöst, die schliesslich zu Konflikten und unvermeidlich zu Krieg führen. 

Falsche Analogie

Der Politikwissenschafter Graham Allison prägte 2012 den Begriff "Thukydides-Falle" und exemplifizierte ihn an der aufsteigenden europäischen Landmacht Deutschland und der globalen Seemacht Grossbritannien zu Beginn des 20. Jahrhunderts und dem daraus folgenden Ersten Weltkrieg. Allison führt für die letzten fünfhundert Jahre 16 Konflikte an, wobei die Thukydides-Falle bei zwölf davon zutreffend gewesen sein soll. 

Bei näherer Betrachtung freilich zeigt sich bei all diesen Konflikten, den deutsch-britischen eingeschlossen, dass der Begriff der Falle nur marginal, wenn überhaupt, zutreffend ist. Es traf weder zu beim Konflikt Spanien–Portugal im 15. Jahrhundert noch in der Auseinandersetzung zwischen Frankreich und Holland im 17. Jahrhundert noch bei der Ablösung Grossbritanniens durch die USA im 20. Jahrhundert.

Und schon gar nicht beim Konflikt des Kalten Krieges zwischen den USA und der Sowjetunion in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit der Thukydides-Falle wird die Geschichte missbraucht, Kurz, es handelt sich um eine falsche Analogie. 

Das Pulver erfunden

Ist China dabei, Amerika von der Spitze zu verdrängen? Gemach! Die Konfliktmuster haben sich seit Thukydides, also seit zweieinhalbtausend Jahren, grundlegend verändert. Richtig ist, dass China beeindruckend aufgeholt hat. Wirtschaftlich, sozial, in der Erziehung, in der Forschung und vielen weiteren Bereichen. Das Reich der Mitte ist wieder dort, wo es – zwar gegen aussen abgeschlossen und sich selbst genügend – bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts schon einmal war.  

Bis zu Beginn der europäischen Weltgeltung im ausgehenden 15. Jahrhundert erreichte China viel und hatte Europa einiges voraus. Der Bronze- und Eisenguss, das Papier, der Buchdruck, der Magnetkompass und das Porzellan sind chinesische Errungenschaften. Kurz, China hat das Pulver erfunden. Nur die für das digitale Zeitalter entscheidende Zahl Null haben nicht die Chinesen, sondern die Araber kreiert. 

Einfache Lösungen

Statistisch ausgedrückt, präsentiert sich das moderne, auch durch westliche Technologie erstarkte China so: Vor dreissig Jahren beanspruchten die USA noch 22 Prozent des weltweiten Brutto-Inlandprodukts (BIP), Deutschland 6 Prozent und China 3 Prozent; heute erwirtschaftet China 18 Prozent des weltweiten BIP, die Europäische Union 16 Prozent, die USA 15 Prozent und Deutschland 3 Prozent.    

Die Welt ist heute global vernetzt, hochkomplex strukturiert, militärisch und atomar hoch bewaffnet. Dass die These von der "Thukydides-Falle" so beliebt ist, hängt damit zusammen, dass einfache Lösungen für komplexe Probleme bei Politikern und beim Volk stets gefragt sind. Der linke und rechte Populismus – die junge SP und die alte SVP eingeschlossen – profitieren davon. 

Dialog und Kooperation

In einem schwierigen internationalen Umfeld hat Peking eine klare, langfristige Strategie, erdacht einst vom grossen Reformer und Revolutionär Deng Xiaoping und fortgesetzt mit dem "Chinesischen Traum" des jetzigen Staats-, Partei- und Militärchefs Xi Jinping. Zur "Thukydides-Falle" hat sich Staatsrat und Aussenminister Wang Yi 2017 geäussert: "China hat das Vertrauen, den historischen Präzedenzfall durch einen verbesserten Dialog und Koordination mit der US-Seite zu vermeiden." 

In einer komplizierten Welt, so Wang, sei internationale Kooperation die einzig mögliche Wahl. Wang begründet das weiter damit, dass in einer vernetzten Welt die Interessen der aufstrebenden und der etablierten Mächte zusammenlaufen und damit Konflikte zu nichts als zu einer Verlust-Verlust-Situation führten. 

"Der Peloponnesische Krieg"

Um falsche historischen Analogien zu vermeiden, könnte nur eines helfen: wieder einmal "Der Peloponnesische Krieg" von Thukydides lesen. Am besten im Original. Doch wer lernt im digitalen Zeitalter noch Altgriechisch, geschweige denn Latein oder gar Deutsch? Übersetzungsprogramme und der Korrektor im Schreibprogramm reichen ja auch. 

Also den Begriff "Thukydides" einfach in die Internet-Suchmaschine werfen, und schon sind alle Fragen vermeintlich beantwortet. Die Falle schnappt dann tatsächlich zu. Resultat siehe oben, d. h. schiefe, abenteuerliche Vergleiche jenseits seriöser Geschichtskenntnisse.

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Chinas Wachstum fällt auf

Chinas Wachstum fällt auf historisches Tief

(Zusammenfassung: neu Präsident Xi 3. Absatz) - Chinas Wirtschaftswachstum ist auf den niedrigsten Stand seit fast drei Jahrzehnten gefallen. Vor dem Hintergrund des Handelskrieges mit den USA und hausgemachter Probleme legte die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt im vergangenen Jahr nur noch um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu, wie das Statistikamt am Montag in Peking mitteilte. Auch deutsche Unternehmen müssen sich auf schwierigere Zeiten in China einstellen.

21.01.2019 15:11

Der Rückgang verschärfte sich zum Jahresende. Das Wachstum fiel im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar auf nur noch 6,4 Prozent - ähnlich niedrig wie zuletzt 2009 nach Ausbruch der globalen Finanzkrise. Trotzdem versicherte der Chef des Statistikamtes, Ning Jizhe, die Grundlagen für eine langfristige gesunde Entwicklung Chinas blieben unverändert.

Ohne konkret auf neue Unsicherheiten oder den Handelsstreit mit den USA einzugehen, rief Staats- und Parteichef Xi Jinping alle Mitglieder der Führung auf, "grössere Risiken zu vermeiden und zu entschärfen, um eine anhaltende und gesunde wirtschaftliche Entwicklung und soziale Stabilität sicherzustellen", wie Chinas Staatsagentur Xinhua von seiner Rede an der Parteischule berichtete.

Die Aussichten für das angelaufene Jahr sind alles andere als rosig. Die Weltbank und Experten rechnen damit, dass das Wachstum unter 6,5 Prozent fallen wird. Wie stark die Marke unterschritten wird, hängt davon ab, ob die Handelsspannungen mit den USA eskalieren oder eine Einigung gefunden werden kann.

"Der Handelskrieg macht sich derzeit vor allem in einer wachsenden Unsicherheit bemerkbar", sagte Max Zenglein, Leiter des Programms Wirtschaft beim China-Institut Merics. Schwächelnde Exporte und Zurückhaltung bei Investitionen wirkten sich bereits auf das Wachstum aus: "Richtig ernst dürfte es aber erst werden, wenn es bis März keine Lösung gibt und es zu weiteren Zollerhöhungen kommt."

Die USA haben China eine Frist bis 1. März gesetzt und drohen bei mangelndem Entgegenkommen mit neuen Strafzöllen auf Importe aus China im Wert von 200 Milliarden US-Dollar. US-Präsident Donald Trump will das Handelsdefizit der USA mit China verringern, fordert mehr Marktöffnung und einen wirksamen Kampf gegen den Diebstahl geistigen Eigentums und erzwungenen Technologietransfer.

Chinas Wachstum ist so langsam wie seit 1990 nicht mehr. Es lag 2018 noch knapp über dem amtlichen Ziel von 6,5 Prozent, fiel aber von 6,8 Prozent im Vorjahr. So ist die Regierung "besorgt", wie informierte Kreise berichteten, die von höchster Stelle unterrichtet wurden. "Es sind Stimulusmassnahmen geplant." Im neuen Jahr sollen möglicherweise nur noch 6,0 bis 6,5 Prozent als Wachstumsziel vorgegeben werden.

Nicht nur der Handelskrieg bremst die Wirtschaft. Experten verweisen auch auf den Kampf gegen das ausufernde Kreditwachstum und andere Faktoren. "Die Stimmungslage im Land hat sich grundsätzlich verändert", sagt Merics-Ökonom Zenglein. Das mache sich sowohl in einer grösseren Zurückhaltung aufseiten der Konsumenten als auch aufseiten privater Unternehmen bemerkbar, die weniger investierten.

Deutsche Unternehmen dürften sich in China künftig mehr zurückhalten. "Es ist zwar mit keinem dramatischen Einbruch in der Nachfrage nach deutschen Waren zu rechnen, allerdings werden die deutschen Unternehmen sich an die neuen Realitäten anpassen müssen", meint Zenglein. Deutsche Autobauer, die stark von China abhängig sind, müssen sich bereits auf den ersten Einbruch des grössten Fahrzeugmarktes der Welt seit zwei Jahrzehnten einstellen.

Ein Rückgang des Wachstums in China gehört nach einem Bericht des Weltwirtschaftsforums (WEF), das diese Woche im Schweizer Davos zusammenkommt, zu den grössten wirtschaftlichen Risiken in diesem Jahr. Vergangene Woche hatte Chinas Statistikamt die Wachstumszahl für 2017 nachträglich von 6,9 auf 6,8 Prozent korrigiert.

Im internationalen Vergleich sind 6,6 Prozent Wachstum zwar weiter viel. Auch hat sich die Grösse der chinesischen Wirtschaft seit 2008 fast verdreifacht. Experten verweisen aber darauf, dass China als Schwellenland grossen Nachholbedarf habe, den Schwung erhalten und Arbeitsplätze schaffen müsse. Viele Widersprüche in seiner Entwicklung liessen sich nur mit schnellem Wachstum bewältigen. Langsames Wachstum in China drücke auch die Weltkonjunktur.

Kurz vor der Vorlage der neuen Zahlen sagte Ministerpräsident Li Keqiang, China werde das Wachstum im neuen Jahr durch Innovation und bessere makroökonomische Steuerung "innerhalb einer vernünftigen Spannweite" halten - trotz grösserer Schwierigkeiten in diesem Jahr.

China greift aber eher zu alten Methoden. Angekündigt wurden weitere Neuinvestitionen in die Infrastruktur wie beim Ausbau der Eisenbahn sowie Steuererleichterungen für Haushalte und Unternehmen. Die Führung ist besorgt über den Arbeitsmarkt, auf dem die Löhne schon langsamer steigen. Unternehmen zögern schon bei Neueinstellungen. Auch wurden viele Arbeiter früher als sonst in den Jahresurlaub um das chinesische Neujahrsfest Anfang Februar geschickt.

Der Handelskrieg ist aus Sicht der unabhängigen Expertin Ye Tan nur einer der Gründe für den Rückgang. "Der Hauptgrund ist die wirtschaftliche Transformation." Die Regierung steuere dagegen, indem die Geldpolitik gelockert und Steuern gekürzt worden seien. Der Wirtschaftsprofessor Huang Weiping von der Pekinger Volksuniversität nannte den Kampf gegen Überkapazitäten und die Anpassung der Industriestruktur, die "nicht reibungslos" liefen.

Experten argumentieren, dass der Handelskrieg die Schwachstellen der chinesischen Wirtschaft offenlegt, die stark von hoher Verschuldung und dem Bauboom abhängig ist. Auf dem spekulativen Immobilienmarkt steht nach Berichten jede fünfte Wohnung leer. Es wird auch auf den Widerspruch zwischen der wachsenden staatlichen Kontrolle und der Notwendigkeit verwiesen, ein dezentrales und verbrauchergetriebenes Wirtschaftssystem zu schaffen, um nachhaltiges Wachstum zu erreichen./lw/DP/jha

(AWP)

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Südkorea mit geringerem

Südkorea mit geringerem Wachstum 2018

Schrumpfende Bautätigkeiten und Sachinvestitionen haben das Wachstumstempo der stark exportorientierten Wirtschaft Südkoreas im vergangenen Jahr gedrosselt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der viertgrössten asiatischen Volkswirtschaft legte 2018 um 2,7 Prozent zu, nach 3,1 Prozent im Jahr davor. Das geht aus den Zahlen hervor, die Südkoreas Zentralbank am Dienstag vorlegte. Zugleich war es das langsamste Wachstum seit 2012, als das BIP um 2,3 Prozent gewachsen war.

22.01.2019 13:55

"Während die Bauaktivitäten und die Anlageninvestitionen in den negativen Bereich rutschten, erholte sich sich der Privatverbrauch schrittweise, und das Wachstum der Staatsausgaben und der Exporte nahmen zu", hiess es. Die Exporte von Waren und Dienstleistungen stiegen im vergangenen Jahr den Angaben zufolge um 4 Prozent, die Importe kletterten um 1,5 Prozent. Zu den wichtigsten Exportgütern Südkoreas zählen Halbleiter, petrochemische Produkte, Autos, Schiffe, Maschinen sowie Handys und Flachbildschirme.

Doch in Südkorea mehrten sich zuletzt die Sorgen, dass die Exporte erlahmen könnten. Im vierten Quartal 2018 gingen die Ausfuhren im Vergleich zum Quartal davor um 2,2 Prozent zurück. Als grosse Risiken gelten unter anderem eine langsamere Nachfrage nach Chips, das geringere Wachstum im Nachbarland China und der Handelskonflikt zwischen den USA und China. Das BIP Südkoreas wuchs jedoch dank der höheren Staatsausgaben um 1 Prozent, nach 0,6 Prozent im dritten Quartal./dg/DP/jha

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Japan 2018 mit erstem

Japan 2018 mit erstem Handelsdefizit seit drei Jahren

(Ausführliche Fassung) - Der Handelskonflikt zwischen den USA und China wirkt sich auch auf Japans Exportwirtschaft aus. Schwache Geschäfte in China, Japans grösstem Handelspartner, belasteten die Ausfuhren in das benachbarte Riesenreich im Dezember stärker als erwartet. Der Wert der Exporte sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,8 Prozent, teilte das Finanzministerium am Mittwoch auf Basis vorläufiger Daten mit. Es war der stärkste Rückgang der Exporte der nach den USA und China drittgrössten Volkswirtschaft der Welt seit Oktober 2016.

23.01.2019 08:11

Auf das Gesamtjahr 2018 bezogen stieg der Wert der japanischen Exporte zwar um 4,1 Prozent. Doch legten die Importe angesichts gestiegener Energiekosten noch stärker um 9,7 Prozent zu. Damit verzeichnete Japan erstmals seit drei Jahren ein Handelsdefizit. Die Exporte des Landes sind weiterhin tragender Pfeiler für den wirtschaftlichen Aufschwung. Doch bekamen Japans Exporteure in den vergangenen Monaten angesichts der andauernden Handelsspannungen zwischen den USA und China einen Rückgang der Nachfrage zu spüren./ln/DP/mis

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Japans Notenbank senkt

Japans Notenbank senkt Inflationserwartung

Die japanische Zentralbank hält angesichts der weiter niedrigen Inflation an ihrer extrem lockeren Geldpolitik fest.

23.01.2019 06:43

Das gab die Bank of Japan (BoJ) am Mittwoch im Anschluss an zweitägige Beratungen bekannt. Zugleich senkte sie die Inflationsprognose für die Fiskaljahre bis März 2021. Damit bleibt das Inflationsziel der Notenbanker von zwei Prozent in weiter Ferne.

Geschäftsbanken können sich weiter so gut wie kostenlos Geld bei der Notenbank besorgen, Kredite für Investitionen der Wirtschaft und für Verbraucher sollen billig bleiben. Die BoJ nannte als Risiken für Japans Wirtschaft unter anderem die Wirtschaftspolitik der USA, die im Handelsstreit mit China liegen, sowie eine geplante Anhebung der Verbrauchssteuer.

Für das bis zum 31. März laufende Geschäftsjahr senkten die Währungshüter der nach den USA und China drittgrössten Volkswirtschaft ihre Wachstumsprognose von 1,4 auf 0,9 Prozent. Für die beiden kommenden Fiskaljahre ist die Zentralbank indes etwas optimistischer und rechnet nun mit einem Wachstum im kommenden Jahr von 0,9 Prozent sowie 1,0 Prozent Wachstum im darauf folgenden Jahr.

Bei der Preissteigerung rechnet die BoJ im laufenden Geschäftsjahr nur noch mit einem Plus von 0,8 Prozent statt bisher geschätzter 0,9 Prozent. Hintergrund ist der Rückgang der Ölpreise. In den zwölf Monaten bis Ende März 2020 dürfte die Inflation lediglich bei 0,9 Prozent statt erhoffter 1,4 Prozent liegen. Im dann folgenden Jahr wird eine Preissteigerung von 1,4 (bisher geschätzt: 1,5) Prozent erwartet.

(AWP)

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Japans Exporte fallen stärker

Japans Exporte fallen stärker als erwartet

Schwache Geschäfte in China haben die japanischen Exporte im Dezember stärker belastet als erwartet.

23.01.2019 06:41

Der Wert der Ausfuhren sei gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,8 Prozent gefallen, teilte das japanische Finanzministerium am Mittwoch in Tokio mit.

Es war der stärkste Rückgang der Exporte Japans seit dem Herbst 2016. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten damit gerechnet, dass die Ausfuhren um 1,8 Prozent sinken. Auch die Importe der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt blieben hinter den Erwartungen der Experten zurück. Sie legten zum Jahresende um 1,9 Prozent zu und wuchsen damit deutlich langsamer als noch zuletzt.

(AWP)

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China plant höhere

China plant höhere Staatsausgaben

China will die Staatsausgaben in diesem Jahr erhöhen, um die schwächelnde heimische Wirtschaft zu stützen.

23.01.2019 05:43

Geplant sei eine angemessene Anhebung, sagte ein Vertreter des Finanzministeriums am Mittwoch. Der Anstieg der Einnahmen werde sich 2019 voraussichtlich verlangsamen. Im vergangenen Jahr hatte es hier ein Plus von 6,2 Prozent auf umgerechnet 2,37 Billionen Euro gegeben. Die staatlichen Einnahmen kletterten zugleich um 8,7 Prozent auf umgerechnet 2,86 Billionen Euro (22,1 Billionen Yuan).

Das Wachstum der weltweit zweitgrössten Volkswirtschaft fiel 2018 mit 6,6 Prozent so gering aus wie seit 18 Jahren nicht mehr. Die Führung in Peking will mit Konjunkturhilfen gegensteuern. Vorgesehen sind etwa Steuer- und Abgabensenkungen für kleinere Firmen.

(Reuters)

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S&P darf in Ratinggeschäft in

S&P darf in Ratinggeschäft in China einsteigen

Die US-amerikanische Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) darf ihr Geschäfte künftig auch in China ausüben. S&P sei es erlaubt, über eine eigenständige Niederlassung in Peking Bonitätsbewertungen vorzunehmen, teilte die chinesische Notenbank am Montag mit. Andere Ratingagenturen wie die S&P-Konkurrenten Moody's oder Fitch wurden in der Mitteilung nicht erwähnt.

28.01.2019 11:13

Die Zulassung einer ausländischen Ratingagentur sei Folge einer grösseren Nachfrage ausländischer Investoren nach chinesischen, auf die Landeswährung Yuan lautenden Wertpapieren, teilte die Notenbank mit. Darüber hinaus werde die Qualität der Ratings durch den Schritt erhöht. Eine weitergehende Öffnung des Ratingmarktes will die Zentralbank unterstützen, allerdings bei zugleich straffer Regulierung der Branche.

Die Zulassung von S&P folgt auf eine grundsätzliche Öffnung des chinesischen Ratingmarktes im Jahr 2017. Diese Öffnung wurde im Rahmen des allgemeinen Reformkurses das Landes vorgenommen, der mittlerweile aber erlahmt ist. Vergangenes Jahr hatte S&P angekündigt, eine auf China zugeschnittene Ratingskala zu entwickeln.

Die grosse chinesische Ratingagentur Dagong war im vergangenen Jahr von der chinesischen Führung für ein Jahr gesperrt worden. Unter anderem wurden ihr überhöhte Ratinggebühren vorgehalten. Dagong gilt unter Investoren als vergleichsweise kulant bei der Bewertung chinesischer Wertpapiere./bgf/jsl/jha/

(AWP)

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Schlechte Stimmung in Chinas

Schlechte Stimmung in Chinas Industrie nur wenig gebessert

Die schlechte Stimmung in der chinesischen Industrie hat sich im Januar nur wenig gebessert.

31.01.2019 06:34

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) stieg von 49,4 nur auf 49,5 Punkte, wie das Statistikamt am Donnerstag in Peking berichtete. Im Dezember war dieser wichtige Frühindikator für die Konjunktur in der zweitgrössten Volkswirtschaft erstmals seit zwei Jahren unter die kritische Schwelle von 50 Punkten gefallen. Unter der Grenze ist von einer Kontraktion der industriellen Tätigkeiten auszugehen, darüber von einer Expansion. Experten hatten damit gerechnet, dass der Index noch etwas weiter sinkt.

Vor dem Hintergrund des Handelskrieges mit den USA, anderer Unsicherheiten und einer wachsenden Konsum- und Investitionszurückhaltung hatte sich das Wirtschaftswachstum in China im vierten Quartal des vergangenen Jahres schon auf 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verlangsamt. So war die chinesische Wirtschaft im ganzen Jahr 2018 mit 6,6 Prozent nur noch so langsam gewachsen wie seit fast drei Jahrzehnten nicht mehr.

Der Internationale Währungsfonds (IFW) hatte seine Prognose für das chinesische Wachstum für das angelaufene Jahr von 6,4 auf zuletzt nur noch 6,2 Prozent gesenkt. Das schwächere Wachstum erhöht den Druck auf die chinesische Delegation, bei den laufenden Gesprächen in Washington über ein Ende des Handelskrieges mit den USA eine Einigung zu erreichen, um weitere Strafzölle abzuwenden.

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Stimmung bei China-KMU sinkt

Stimmung bei China-KMU sinkt weiter

In China hat sich die Stimmung bei kleinen und mittelgrossen, meist privaten Industriebetrieben zum Jahresauftakt weiter stark eingetrübt.

01.02.2019 06:58

Der vom Wirtschaftsmagazin Caixin erhobene Stimmungsindex fiel nach Angaben vom Freitag im Januar überraschend auf 48,3 Punkte. Experten hatten damit gerechnet, dass sich der Indikator nach dem Rückschlag im Dezember auf 49,7 Punkte in etwa auf diesem Niveau hält. Zum Jahresende war der Index erstmals seit Mai 2017 unter die Schwelle von 50 Punkten gefallen. Bei Werten darunter deutet der Indikator auf einen Rückgang der Produktion.

Bereits am Donnerstag hatte das nationale Statistikamt den offiziellen Einkaufsmanagerindex (PMI), der sich auf grosse und staatliche Industriekonzerne konzentriert, vorgelegt. Dieser zog im Januar leicht auf 49,5 Punkte an.

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Chinas Konsum wächst zum

Chinas Konsum wächst zum Neujahrsfest langsamer als in Vorjahren

Inmitten der Konjunkturabkühlung haben sich die chinesischen Verbraucher rund um das traditionelle Neujahrsfest vergleichsweise knausrig gezeigt. Der Umsatz im Einzelhandel und im Gastgewerbe stieg zwar vom 4. bis 10. Februar um 8,5 Prozent auf gut eine Billion Yuan (rund 130 Milliarden Euro), wie das Handelsministerium mitteilte.

11.02.2019 12:49

Das war aber der schwächste Zuwachs seit 2011. Im vergangenen Jahr gab es noch ein Plus von mehr als zehn Prozent.

Gefragt waren vor allem Geschenkartikel, traditionelle Lebensmittel und Elektronik. Die Aktienkurse von Unternehmen wie dem Spirituosen-Hersteller Kweichow Moutai kletterten um fast fünf Prozent, während die Papiere der Hausgeräte-Produzenten Gree und Midea um 2,7 beziehungsweise 4,1 Prozent zulegten.

Weniger erfreut als die Aktionäre zeigten sich hingegen Ökonomen. Sie verwiesen auf den gebremsten Zuwachs. "Der schwache Konsum während der Neujahrsfeiertage 2019 ist kein gutes Signal für das Wachstum der Einzelhandelsumsätze", erklärten die Experten vom Broker Nomura am Montag. Die heimischen Verbraucher waren im vergangenen Jahr die wichtigste Konjunkturstütze, während die Exporte vor allem unter dem Handelskonflikt mit den USA litten.

Die nach den USA zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt wuchs 2018 mit 6,6 Prozent so langsam wie seit fast drei Jahrzehnten nicht mehr. Für dieses Jahr wird ein weiterer Rückgang der Wachstumsrate erwartet.

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Chinas Exporte legen kräftig

Chinas Exporte legen kräftig zu - Handel mit USA geht zurück

Chinas Exporte sind zum Jahresauftakt unerwartet stark gestiegen. Die Ausfuhren der zweitgrössten Volkswirtschaft legten im Vergleich zum Januar des Vorjahres um 9,1 Prozent auf 217,6 Milliarden US-Dollar (etwa 192,9 Milliarden Euro) zu, wie das Statistikamt in Peking am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten dagegen wie schon im Dezember mit einem Rückgang gerechnet. Die chinesischen Importe sanken den offiziellen Zahlen zufolge im Januar um 1,5 Prozent auf 178,4 Milliarden Dollar.

14.02.2019 07:44

Spuren hinterliess der Handelskonflikt mit den USA. Chinas Exporte in die grösste Volkswirtschaft gingen im Januar um 2,4 Prozent zurück. Die Einfuhren aus den USA brachen sogar um 41,2 Prozent ein. Zum Jahresanfang lassen sich in der Regel nur schwer Rückschlüsse aus den chinesischen Handelsdaten ziehen, da sie durch das chinesische Neujahrsfest, das in diesem Jahr auf Anfang Februar fiel, verzerrt werden. In den Tagen rund um den wichtigsten Feiertag des Landes kommt die chinesische Wirtschaft beinahe komplett zum Erliegen./jpt/DP/tav

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Japans Wirtschaft erholt sich

Japans Wirtschaft erholt sich zum Jahresende wieder

Japans Wirtschaft ist zum Jahresende erwartungsgemäss wieder gewachsen.

14.02.2019 06:36

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei in den drei Monaten bis Ende Dezember im Vergleich zum Vorquartal hochgerechnet auf das Jahr um 1,4 Prozent gestiegen, teilte die japanische Regierung am Donnerstag in Tokio mit. Experten hatten mit einem Wachstum in dieser Grössenordnung gerechnet.

Damit hat sich die japanische Wirtschaft vom Rückschlag im dritten Quartal erholt. Damals war das BIP wegen einer Reihe von Naturkatastrophen, die auf die Produktion und Exporte drückten, um revidiert 2,6 Prozent gefallen.

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Preisauftrieb in China

Preisauftrieb in China schwächt sich weiter ab

(Meldung ergänzt) - Der allgemeine Preisauftrieb in China hat sich zu Jahresbeginn weiter abgeschwächt und Sorgen wegen der grossen Bedeutung der Daten für die globale Inflationsentwicklung geschürt. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,7 Prozent, wie aus Regierungszahlen vom Freitag hervorgeht.

15.02.2019 07:48

Das ist die niedrigste Rate seit einem Jahr. Analysten hatten 0,2 Prozentpunkte mehr Inflation erwartet.

Die Produzentenpreise stiegen unterdessen im selben Monat um lediglich 0,1 Prozent zum Vorjahresmonat. Das ist der schwächste Wert seit September 2016. Die Produzentenpreise gelten zu meinen als zeitlicher Vorläufer für die Preisentwicklung auf Verbraucherebene. Zum anderen sind sie ein wichtiger Faktor für die weltweite Preisentwicklung.

China ist die Werkbank der Welt mit der grössten Exportleistung. Fallende Preise, die dortige Hersteller für ihre Produkte erhalten, können sich deshalb auf der ganzen Welt ausbreiten. Fachleute sehen die seit Jahren verhaltene Inflation in China als einen entscheidenden Grund für die ebenfalls schwache globale Inflation. Sie sprechen von exportierter Disinflation, also nach aussen wirkenden fallenden Inflationsraten.

Zurzeit zeichnet sich ab, dass zahlreiche Notenbanken von ihrem Kurs einer vorsichtigen geldpolitischen Straffung wieder abrücken könnten. Neben erheblichen politischen und wirtschaftlichen Risiken sind die nach wie vor gedämpften Inflationsraten ein entscheidender Grund für den Kurswechsel. Insbesondere in Asien haben zuletzt mehrere Notenbanken einen vorsichtigeren Kurs signalisiert. Ausgangspunkt dürfte die ebenfalls verhaltenere Ausrichtung der US-Notenbank Fed sein./bgf/jha/

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Chinas System aus

Chinas System aus Kreditgarantien wird zum Kartenhaus

Privatfirmen kommen in China nicht leicht an Kredite. Vielfach sind Garantien anderer Unternehmen dafür nötig, doch dieses anfällige System kann nun im Zuge der Wachstumsabkühlung eine Welle von Kreditausfällen auslösen.

14.02.2019 19:15

In China werden durch die Konjunkturabschwächung gefährliche Schwachstellen der lange Zeit von Turbowachstum getriebenen Wirtschaft offengelegt. So ist aus dem - ursprünglich zur gegenseitigen Absicherung eingeführten - System von Kreditgarantien über die Jahre eine Art Kartenhaus geworden. Dieses stellt für Privatfirmen und Banken mittlerweile ein erhebliches Risiko dar.

Anders als Staatskonzerne kommen Privatunternehmen in China nicht so leicht an Darlehen. Sie müssen umfangreiche Sicherheiten oder Garantien anderer Firmen vorweisen. Diese Praxis birgt Gefahren, denn oft haben die bürgenden Firmen selbst Kredite mit Garantien anderer Unternehmen aufgenommen. Daraus entsteht eine Kaskade ausfallgefährdeter Kredite. Somit führt das Sicherheitsnetz inzwischen zu einer Vervielfachung der Risiken. In der Stadt Dongying in der Ost-Provinz Shandong schrillen bereits die Alarmsirenen: Mindestens 28 Firmen versuchen hier, mit einer Umstrukturierung ihrer Schulden die Pleite noch abzuwenden.

Dies geht aus Gerichtsakten hervor, die Reuters einsehen konnte. Die Probleme der Unternehmen resultieren letztlich aus Kreditgarantien, die sie für andere Firmen stellten. In China geht nun die Angst um, dass Dongying nur die Spitze des Eisbergs ist. "Da sich die Konjunktur abkühlt und sich der Druck auf die Wirtschaft verstärkt, kann es leicht zu einer Ansteckungswelle durch Finanzrisiken kommen", warnt ein Regierungsvertreter in Shandong, der lieber anonym bleiben will. Im vierten Quartal 2018 war das Wachstum der vom Handelskonflikt mit den USA gebeutelten chinesischen Wirtschaft mit 6,4 Prozent so niedrig wie seit der Finanzkrise vor zehn Jahren nicht mehr.

Banken sind gebrannte Kinder

Die Führung in Peking hat sich vor diesem Hintergrund zu einem Schritt entschlossen, der die Lage noch verschärfen könnte. Die staatlichen Banken wurden angewiesen, die Kreditvergabe an Privatunternehmen massiv zu erhöhen. Innerhalb dreier Jahre soll deren Anteil an den ausgereichten Krediten auf 50 Prozent verdoppelt werden. Flankierend hat die Zentralbank bereits mehrfach den Mindestreservesatz gesenkt, den Institute bei ihr als Sicherheit hinterlegen müssen. Dadurch sollen Milliardenbeträge freigemacht werden, die Banken an Unternehmen weitergeben und so die Konjunktur anschieben können.

Doch die Banken sind zögerlich: Sie gelten als gebrannte Kinder, die nach Ausbruch der Weltfinanzkrise vielfach allzu freizügig riskante Darlehen ausreichten, als die Regierung mit einem massiven Konjunkturprogramm die Wirtschaft stützte. Mehrere Banker sagten Reuters hinter vorgehaltener Hand, dass sie eine Neuauflage dieser laxen Vergabepraxis scheuen. Viel lieber würden sie sich "Anleihen zu jedem Preis" ins Depot legen, wie ein Vertreter der Finanzbranche betont.

In Dongying ächzen bereits zwei Finanzhäuser unter der Last rasant gestiegener fauler Kredite - so auch die Guangrao Rural Commercial Bank. Mehr als 95 Prozent ihrer faulen Darlehen sind mit Garantien anderer Firmen besichert. Doch von diesen sind viele ihrerseits bis zum Hals verschuldet. Einige mussten bereits die Produktion einstellen. Unter den 28 um ihr Überleben kämpfenden Firmen in der Millionen-Metropole Dongying sind auch einige einstige Vorzeigebetriebe. Darunter befindet sich etwa die Shandong Jinmao Textile Chemical Group, die noch 2018 in einer Rangliste der 500 am besten geführten Privatfirmen der Volksrepublik auftauchte.

(Reuters/cash)

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