Schuldenkrise Europa

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24.02.2011 08:35
#1
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Schuldenkrise Europa

Habe gar keinen speziellen Beitrag zu diesem Thema gefunden. Wo bei aber zu sagen ist, dass die Suchfunktion in diesem Forum eher bescheiden ist.

Damit eröffe ich nun diesen Beitrag.

Als Startimpuls dient mir gerade der Beitrag über die Aussagen von Herrn Papandreou, oder zutreffender wäre wohl eher Papa Moll!

Immer wenn Politiker etwas versprechen oder beteuern geht es schief (s. Herr von und zu Guttenberg)! Wenn Herr Papandreou nun verspricht, dass Griechenland alles Schulden zurückzahlt ist das aber schon fast ein Hohn. Mit was wollen sie das zurückzahlen? Mit neuen Schulden oder mit einem grossen Lottogewinn.

Wir müssen doch realistischerweise einsehen, dass die Rückzahlung dieser Schulden ein Ding der Unmöglichkeit ist für Griechenland. Da müsste Griechenland schon über eine lange, sehr lange Zeit den Gürtel massiv enger Schnallen. Keine Regierung in Griechenland kann bzw. könnte das umsetzen. Sie will es auch gar nicht. So wird es wohl zum Konkurs kommen. Hoffentlich haben unsere Pensionskassen und Bank nicht all zu viele griechische Staatsanleihen im Depot. Sonst sind es dann wieder wir, welche die

Gürtel enger schnallen müssen. Die Griechen machen dann wieder da weiter wo jetzt auch schon. Nur, dass

sie dann schon bald wieder die Hosenknöpfe öffnen müssen.

Was ist eure Meinung? Wer wird das erste europäische Land sein das den Bankrott anmeldet? Am Start stehen doch einige aussichtsreiche Kandidaten.

Karat

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23.09.2016 08:25
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Rettungsprogramm für Portugal war nur bedingt erfolgreich

Das Rettungsprogramm für Portugal ist nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

In einer am Donnerstag vorgelegten Bewertung spricht der Fonds von einem lediglich "bedingten Erfolg" des Vorhabens, das Finanzhilfen des IWF und der EU über 78 Milliarden Euro beinhaltete. Zwar sei damit während der Schuldenkrise der Zugang Portugals zum internationalen Geldmarkt wiederhergestellt und eine Bankenkrise vermieden worden. Aber Staat wie Bürger litten immer noch unter hohen Schulden, die Arbeitslosigkeit bewege sich im prozentual zweistelligen Bereich und mit seiner Wettbewerbsfähigkeit hinke das Land weiter hinterher.

Portugal hatte die Hilfen von 2011 bis 2014 erhalten. In einer separaten Studie erklärte der IWF, die Wirtschaft des südeuropäischen Landes verliere an Schwung. Nach einem Wachstum von 1,5 Prozent im vergangenen Jahr dürfte der Wert in diesem Jahr bei 1,0 Prozent und 2017 bei 1,1 Prozent liegen, prognostizieren die Experten des Fonds.

(Reuters)

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22.09.2016 15:57
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Reallöhne in Deutschland dank Mini-Inflation gestiegen
22.09.2016 14:42

WIESBADEN (awp international) - Deutschlands Beschäftigte profitieren mit realen Verdienstzuwächsen von der Mini-Inflation. Die Reallöhne stiegen im zweiten Quartal um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Weil die Inflation nur um 0,1 Prozent zulegte, blieben die nominalen Lohnsteigerungen von 2,4 Prozent fast vollständig bei den Beschäftigten.

Das stärkt die Kaufkraft der Beschäftigten und kann den Konsum ankurbeln. Volkswirte erwarten, dass der Konsum auch in den kommenden Monaten eine tragende Säule der deutschen Konjunktur sein wird.

Zum Jahresanfang waren die Reallöhne noch um 2,6 Prozent gestiegen. Unterdurchschnittlich entwickelten sich im zweiten Quartal insbesondere die Nominallöhne im Verarbeitenden Gewerbe (plus 1,0 Prozent). Das lag daran, dass Tarifabschlüsse der Metall- und Elektroindustrie sowie in der chemischen Industrie noch nicht wirksam waren oder die Erhöhungen noch nicht ausgezahlt wurden.

Überdurchschnittlich stark fiel das nominale Plus dagegen unter anderem in den Bereichen Grundstücks- und Wohnungswesen, (4,7 Prozent), Verkehr und Lagerei (3,2 Prozent) sowie im Gastgewerbe (3,0 Prozent) aus. Berücksichtigt werden Vollzeitbeschäftigte, Mitarbeiter in Teilzeit sowie geringfügig Beschäftigte./mar/DP/she

(AWP)

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22.09.2016 10:33
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Frankreich: Geschäftsklima hellt sich überraschend etwas auf
22.09.2016 08:53

PARIS (awp international) - In Frankreich hat sich die Unternehmensstimmung im September überraschend etwas aufgehellt. Der Index für das Geschäftsklima sei um einen Punkt auf 102 Zähler gestiegen, teilte das Statistikamt Insee am Donnerstag mit. Volkswirte hatten einen unveränderten Wert von 101 Punkten erwartet. Seit einem Jahr bewegt sich das französische Konjunkturbarometer in einer engen Spanne zwischen 100 und 102 Punkten./jkr/tos/fbr

(AWP)

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22.09.2016 08:24
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Viele Arbeitslose kehren in Deutschland als Leiharbeiter in den Job zurück
22.09.2016 06:39

BERLIN (awp international) - Bei der Rückkehr von Arbeitslosen in Deutschland auf den Jobmarkt spielt die Leiharbeit eine entscheidende Rolle. Von den rund zwei Millionen Erwerbslosen, die eine reguläre Beschäftigung aufnahmen, waren im vergangenen Jahr mehr als 380'000 Leiharbeiter. Das geht aus Daten der Bundesagentur für Arbeit hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorlagen. Somit ist die Leiharbeit der Wirtschaftszweig mit den meisten Rückkehrern - knapp ein Fünftel (19,2%) entfallen auf diese Branche. Es folgen wirtschaftsnahe Dienstleistungen mit 13,7%.

Allerdings stand die Leiharbeitsbranche auch bei den Zugängen in die Arbeitslosigkeit im Jahr 2015 an erster Stelle - mit mehr als 360'000 Betroffenen oder 15,1%. Fast 140'000 der aus Leiharbeit Entlassenen bezogen gleich Hartz-IV-Leistungen. Ein Gesetzentwurf gegen Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) wird an diesem Donnerstag erstmals im Bundestag beraten.

Die Zahlen angefragt hatte die Linken-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann. Aus ihrer Sicht bestätigen die Angaben der Ruf der Leiharbeit als "Hire and Fire"-Branche.

Regulär in Vollzeit beschäftigte Leiharbeitskräfte verdienten Ende 2015 im Schnitt 1747 Euro brutto im Monat, gegenüber 3084 Euro für Vollzeitbeschäftigte über alle Branchen hinweg. Zwei von drei Leih- oder Zeitarbeitern arbeiteten zu einem Niedriglohn, also unter dem Lohn, der zwei Drittel des mittleren Gehalts der Beschäftigten insgesamt beträgt.

"Die Leiharbeit war und ist der Motor der Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland", sagte Zimmermann. "Ein Sprungbrett in ein normales Arbeitsverhältnis ist sie nur für wenige, für die meisten bedeutet Leiharbeit dauerhaft Niedriglöhne, schlechte Arbeitsbedingungen und Beschäftigung zweiter Klasse." Früher hätten Unternehmen mit Leiharbeit Auftragsspitzen abgefedert. Heute sei sie Instrument systematischen Lohndumpings.

Die Linke-Arbeitsmarktexpertin forderte, das Prinzip gleiches Geld für gleiche Arbeit ab dem ersten Einsatztag umzusetzen, eine Verleihdauer auf wenige Monate zu begrenzen und eine Flexibilitätszulage in Höhe von 10 Prozent des Bruttolohnes einzuführen. "Arbeitsministerin Nahles tastet mit ihrem Gesetzentwurf den Kern der Leiharbeit nicht an."

Geplant ist unter anderem, dass Leiharbeitnehmer nach neun Monaten für gleiche Arbeit den gleichen Lohn wie die Stammbelegschaft bekommen sollen. Zudem sollen Werkverträge besser von normalen abhängigen Arbeitsverhältnissen abgegrenzt werden./bw/DP/zb

(AWP)

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21.09.2016 08:14
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Schuldensünder Portugal warnt EU vor Aussetzung der Strukturfonds

Die sozialistische Regierung von Schuldensünder Portugal hat die Europäische Union darum gebeten, von einer Kürzung der EU-Fördermittel als Sanktion für die Verstösse gegen den Stabilitätspakt abzusehen.

Eine solche Massregelung hätte für Portugal schlimmere Folgen als etwa eine Geldstrafe, warnte Finanzminister Mario Centeno in einem Brief an die Europa-Abgeordneten, der am Dienstag in Lissabon veröffentlicht wurde. Portugal, so der Minister, habe grosse Anstrengungen unternommen, um das Haushaltsdefizit zu reduzieren.

Schon die Möglichkeit einer Aussetzung der Strukturfonds durch die Europäische Kommission könne negative Auswirkungen auf die Investitionen, auf das Wachstum und auf die öffentlichen Finanzen des Landes haben. Centeno bat das Europaparlament daher um Einflussnahme bei der Kommission zugunsten Portugals. Man müsse auch berücksichtigen, dass die Arbeitslosenrate in Portugal (10,8 Prozent) über dem Schnitt der EU liege.

Portugal hatte 2015 - ebenso wie Spanien - die EU-Vorgabe eines Defizits von maximal drei Prozent der Wirtschaftsleistung mit einem Haushaltsloch von 4,4 Prozent erneut nicht erfüllt. In diesem Jahr will das Land ein Defizit von 2,5 Prozent erreichen.

(AWP)

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20.09.2016 11:40
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Deutschland will wegen guter Haushaltslage weniger Schulden aufnehmen
20.09.2016 11:15

FRANKFURT (awp international) - Der Bund reagiert auf die robuste Haushaltslage und will im Herbst weniger Schulden aufnehmen als bislang geplant. Für das vierte Quartal seien Emissionen von Wertpapieren im Volumen von 27 Milliarden Euro vorgesehen, teilte die Deutsche Finanzagentur am Dienstag mit. Das sind 7 Milliarden Euro weniger als bislang geplant.

Der geringere Bedarf an Geld sei auf die günstiger als zunächst gedachte Entwicklung im Bundeshaushalt zurückzuführen, sagte ein Sprecher der Finanzagentur, die das Schuldenmanagement für den Bund durchführt. Dabei gehe es vor allem um höhere Steuereinnahmen. Gewinne im Zuge vergangener Emissionen durch Negativzinsen spielten dagegen eine geringere Rolle.

Vor allem bei Geldmarktpapieren, also bei Schuldtiteln mit kurzer Laufzeit, wurden die geplanten Emissionen verringert. Hier wurde das Volumen von 8 auf 2 Milliarden Euro gesenkt. Bei Anleihen ist ein Volumen von 25 statt 26 Milliarden Euro vorgesehen. Die bisherige Planung, die nun korrigiert wurde, stammt vom Dezember 2015.

Das gesamte geplante Emissionsvolumen über das Jahr gesehen liegt damit aktuell bei 200,5 Milliarden Euro beziehungsweise bei 204,5 Milliarden Euro, wenn sogenannte inflationsindexierte Bundeswertpapiere mitgerechnet werden. Bei diesen Papieren wird die Verzinsung so an die Inflation gekoppelt, dass der Effekt der Teuerungsrate ausgeglichen wird./tos/jsl/fbr

(AWP)

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19.09.2016 13:04
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Konjunktur in Deutschland verliert laut Bundesbank an Dynamik
19.09.2016 12:35

FRANKFURT (awp international) - Das Wachstum der deutschen Wirtschaft hat nach Einschätzung der Bundesbank im dritten Quartal etwas an Schwung verloren. "Nach der recht kräftigen Expansion im Frühjahr dürfte die deutsche Wirtschaftsleistung im dritten Vierteljahr 2016 etwas langsamer zunehmen", schrieben die Experten in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht.

Die Notenbank sieht die grösste europäische Volkswirtschaft aber weiter auf Kurs. Die Bauwirtschaft sei nach der wetterbedingten Delle im Frühjahr wieder auf Expansionskurs, die Verbraucher seien in Konsumlaune.

Die Stimmung der Unternehmen trübte sich dagegen zuletzt deutlich ein. Vor allem die Exportaussichten beurteilten die Firmen skeptischer. Im Frühjahr hatte noch vor allem der Aussenhandel die deutsche Wirtschaft angetrieben, denn die Exporte stiegen stärker als die Importe.

Schwächer entwickelte sich der Bundesbank zufolge im Juli die Industrie. Produktion und Umsatz sanken im Vergleich zum Vormonat. Allerdings müssten die Ergebnisse für den Ferienmonat Juli mit Vorsicht interpretiert werden, erklärte die Notenbank.

Von April bis Juni war das Bruttoinlandsprodukt, getrieben vor allem vom Aussenhandel, gegenüber dem Jahresanfang um 0,4 Prozent gestiegen. Auch die Ausgaben des Staates unter anderem für die Unterbringung und Integration Hunderttausender Flüchtlinge und die Konsumfreude der Verbraucher trugen zum Wachstum bei. Sinkende Investitionen am Bau und der Unternehmen in Ausrüstungen wie Maschinen bremsten hingegen die Entwicklung./mar/DP/jkr

(AWP)

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19.09.2016 11:55
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Eurozone: Überschuss in Leistungsbilanz gesunken
19.09.2016 10:29

FRANKFURT (awp international) - Der Überschuss in der Leistungsbilanz des Euroraums ist im Juli von hohem Niveau aus gefallen. Er lag bereinigt bei 21,0 Milliarden Euro, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Montag mitteilte. Im Vormonat Juni hatte der Überschuss bei revidiert 29,5 (zunächst 28,2) Milliarden Euro gelegen. Im April hatte er bei 36,3 Milliarden Euro einen Rekordwert erreicht und ist seither wieder gesunken. Der geringere Überschuss im Juli geht auf rückläufige Salden der Handels- und der Dienstleistungsbilanz sowie der sekundären Einkommensbilanz zurück.

/tos/jkr/fbr

(AWP)

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15.09.2016 14:38
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Bank of England lockert Geldpolitik vorerst nicht weiter (AF)
15.09.2016 13:45

(Ausführliche Fassung)

LONDON (awp international) - Die britische Notenbank hat ihre Geldpolitik vorerst nicht weiter gelockert, allerdings ihre Bereitschaft zu einer zusätzlichen Zinssenkung signalisiert. Gut einen Monat nach einer grossen Lockerungsrunde wurden am Donnerstag zunächst keine weiteren Schritte ergriffen, wie die Bank of England in London mitteilte. Bankvolkswirte hatten damit gerechnet. Sollte sich die Konjunktur aber erwartungsgemäss entwickeln, kann sich eine Mehrheit der Notenbanker eine weitere Lockerung vorstellen.

Zunächst bleibt der Leitzins jedoch bei 0,25 Prozent. Dorthin hatte ihn die Bank of England im August verringert. Das Staatsanleihekaufprogramm, das ebenfalls im August reaktiviert wurde, weist damit ein unverändertes Volumen von 435 Milliarden Pfund auf. Hinzu kommt ein Betrag von 10 Milliarden Pfund, der in Unternehmensanleihen investiert werden soll. Anfang August hatte die Notenbank ihre Geldpolitik stark gelockert, um befürchtete Verwerfungen infolge des Brexit-Votums vorzubeugen. Neben einer Zinssenkung und Anleihekäufen wurde ein neues Programm zur Stützung der Kreditvergabe aufgelegt.

An der konjunkturellen Einschätzung der Notenbank hat sich unterdessen nicht besonders viel geändert. Es sei nach wie vor mit einer wirtschaftlichen Abschwächung im zweiten Halbjahr 2016 zu rechnen, teilte die Zentralbank mit. Allerdings dürfte die Abschwächung weniger stark ausfallen als befürchtet. Jüngste Konjunktur- und Stimmungsdaten seien etwas besser ausgefallen als erwartet, begründete die Notenbank ihre Haltung. Sollte sich das grundlegende Konjunkturbild jedoch im November bestätigen, könnten sich die meisten Notenbanker eine zusätzliche Zinssenkung vorstellen. Im November legt die Notenbank neue Prognosen vor.

Im Falle einer weiteren Zinssenkung wäre die Zinsuntergrenze (Lower Bound) erreicht, teilte die Notenbank mit. Diese Grenze liege nahe, aber leicht über null Prozent. Negativzinsen, wie sie beispielsweise die Europäische Zentralbank (EZB) zur Wirtschaftsbelebung einsetzt, scheiden damit aus. Notenbankchef Mark Carney hat sich schon mehrfach klar gegen das umstrittene Instrument ausgesprochen./bgf/jsl/stb

(AWP)

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15.09.2016 13:10
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Eurozone: Überschuss in der Handelsbilanz geringer als erwartet
15.09.2016 11:02

LUXEMBURG (awp international) - In der Eurozone ist der Überschuss im Handel mit anderen Ländern im Juli geringer als erwartet ausgefallen. Wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte, lag der saisonbereinigte Handelsüberschuss des Währungsraums bei 20,0 Milliarden Euro. Im Vormonat hatte er 23,8 Milliarden Euro betragen. Analysten waren für Juli von einem Überschuss von 22,0 Milliarden Euro ausgegangen. Der nicht saisonbereinigte Überschuss lag bei 25,3 Milliarden Euro.

Der geringere Überschuss im Juli ist damit zu erklären, dass die Exporte aus der Eurozone gesunken sind, während die Einfuhren zulegten. Die Ausfuhren fielen bereinigt um 1,1 Prozent. Die Importe kletterten um 1,4 Prozent./jkr/bgf/stb

(AWP)

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15.09.2016 13:10
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Grossbritannien: Leichter Dämpfer für Einzelhandel
15.09.2016 11:02

LONDON (awp international) - Im britischen Einzelhandel haben die Geschäfte im August einen leichten Dämpfer erhalten. Die Erlöse seien um 0,2 Prozent tiefer als im Vormonat ausgefallen, teilte das britische Statistikamt ONS am Donnerstag mit. Bankvolkswirte hatten im Mittel ein etwas stärkeres Minus von 0,4 Prozent erwartet. Der Rücksetzer folgt auf einen deutlichen Umsatzanstieg um revidiert 1,9 Prozent (zuvor 1,4 Prozent) im Vormonat.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhten sich die Erlöse im August um 6,2 Prozent. Auch hier zeigte sich eine überraschend positive Entwicklung. Experten hatten in dieser Abgrenzung nur einen Zuwachs um 5,4 Prozent erwartet.

Nach dem Brexit-Votum vom 23. Juni zeigten sich damit weiterhin keine grösseren Auswirkungen auf den britischen Einzelhandel./jkr/bgf/stb

(AWP)

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15.09.2016 13:09
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Die Inflation bleibt in der Euro-Zone schwach

Die Inflation im Euro-Raum ist auch im August schwach gewesen.

Nach Zahlen des Statistikamts Eurostat vom Donnerstag lagen die Konsumentenpreise 0,2 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Damit wurden vorläufige Daten bestätigt. Bereits im Juli hatte die Inflationsrate auf diesem Niveau gelegen. Im Monatsvergleich stiegen die Konsumentenpreise im August um 0,1 Prozent.

Ohne schwankungsanfällige Komponenten wie Energie und Nahrungsmittel erhöhten sich die Konsumentenpreise auf Jahressicht um 0,8 Prozent. Diese Kernrate soll den grundlegenden Preistrend wiedergeben. Im Juli hatte sie bei 0,9 Prozent gelegen. Energie war mit 5,6 Prozent zwar abermals deutlich günstiger als vor einem Jahr, allerdings hat sich der Preisrückgang in den vergangenen Monaten tendenziell abgeschwächt. Dienstleistungen waren dagegen 1,1 Prozent teurer, Industriegüter kosteten lediglich 0,3 Prozent mehr.

Grosse Unterschiede in einzelnen Ländern

Das Inflationsgefälle im Währungsraum ist nach wie vor steil. Es reicht von 2,0 Prozent in Belgien über 0,3 Prozent in Deutschland bis hin zu minus 0,8 Prozent in der Slowakei. Die Europäische Zentralbank (EZB) orientiert sich in ihrer Geldpolitik am Durchschnittswert für den gesamten Euro-Raum. Zudem legt sie eine europäische Berechnungsmethode (HVPI) zugrunde, weswegen nationale Inflationszahlen von europäischen Werten abweichen können.

Die schwache Inflation wird von der EZB als Hauptgrund für ihre extrem lockere Geldpolitik genannt. Sie befürchtet, dass sich die Preisrückgänge verfestigen und zu einer konjunkturschädlichen Deflation verstärken könnten. Deswegen versucht sie mit zahlreichen Instrumenten, die Teuerung nach oben zu treiben. Bisher hat sie damit wenig Erfolg.

(AWP)

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14.09.2016 11:16
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Italien: Verbraucherpreise fallen überraschend
14.09.2016 10:14

ROM (awp international) - Die Verbraucherpreise in Italien sind im August überraschend gefallen. Nach Angaben des Statistikamts Istat gingen sie zum Vorjahresmonat um 0,1 Prozent zurück. Vorläufige Zahlen hatten noch eine Stagnation ergeben. Die italienischen Verbraucherpreise sind seit Februar rückläufig./bgf/jkr/stb

(AWP)

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14.09.2016 11:10
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Eurozone: Industrieproduktion sinkt etwas stärker als erwartet
14.09.2016 11:04

LUXEMBURG (awp international) - Die Industrieproduktion in der Eurozone ist im Juli etwas stärker als erwartet gesunken. Die Produktion sei um 1,1 Prozent zum Vormonat gefallen, teilte das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mit. Volkswirte hatten einen Rückgang um 1,0 Prozent erwartet. Im Juni war die Produktion noch um revidiert 0,8 Prozent (zuvor 0,6 Prozent) gestiegen. Bei den Produktionsdaten gibt es für gewöhnlich kräftige Schwankungen.

Laut Eurostat ist der Produktionsrückgang im Juli damit zu erklären, dass die Erzeugung von Investitionsgütern um 1,7 Prozent, von Energie um 1,4 Prozent, von Gebrauchsgütern um 0,7 Prozent und von Vorleistungsgütern um 0,5 Prozent gesunken sei.

Unter den einzelnen Mitgliedstaaten der Eurozone meldete Eurostat den stärksten Dämpfer bei der Industrieproduktion in der Slowakei mit 15,9 Prozent. Den stärksten Anstieg gab es in Estland mit 4,5 Prozent.

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat fiel die Produktion in der gesamten Eurozone im Juli um 0,5 Prozent. Hier war ein Rückgang um 0,8 Prozent erwartet worden./jkr/bgf/stb

(AWP)

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14.09.2016 11:10
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Grossbritannien: Arbeitslosenquote weiter unter 5 Prozent
14.09.2016 10:57

LONDON (awp international) - Der britische Arbeitsmarkt bleibt robust. Die nach internationalen Standards erhobene Arbeitslosenquote blieb im Zeitraum Mai bis Juli bei 4,9 Prozent, wie das Statistikamt ONS am Mittwoch mitteilte. Die Quote liegt auf dem tiefsten Stand seit Mitte 2005. Volkswirte hatten mit der aktuellen Entwicklung gerechnet.

Die Beschäftigung legte in den drei Monaten bis Juli etwas stärker zu als erwartet. Sie stieg um 174 000, erwartet wurde ein Zuwachs um 171 000. Die Löhne stiegen schwächer als zuletzt. Die Wochenlöhne erhöhten sich um 2,3 Prozent, nach korrigiert 2,5 (zunächst 2,4) Prozent. Ohne Bonuszahlungen stiegen die Löhne mit 2,1 Prozent ebenfalls schwächer.

Neben den Zahlen nach internationalen Standards veröffentlicht das ONS auch eine nationale Berechnung. Diese läuft den Zahlen nach internationaler Methode um einen Monat voraus. Demnach ist die Zahl der Menschen mit Anspruch auf Arbeitslosenhilfe ("Claimant Count") im August um 2400 gestiegen. Bankvolkswirte hatten mit einem Anstieg um 1800 Personen gerechnet. Der Rückgang im Vormonat wurde von 8600 auf 3600 korrigiert./bgf/jkr/stb

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14.09.2016 08:16
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Spanien reagiert mit Steuerreform auf Warnungen der EU

Zur Abwendung drohender Strafen durch die EU will Spanien die Unternehmenssteuergesetze ändern. Bis zum Jahresende würden dem Staat dank der Reform sechs Milliarden Euro zufliessen.

Firmen sollen einen grösseren Anteil ihrer Steuerzahlungen direkt abführen, wie Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Dienstag sagte. Ein entsprechender Erlass solle in den kommenden Wochen unterzeichnet werden. Dem Land drohen laut de Guindos weitere Strafen, sollte es nicht bei seinem Haushaltsdefizit vorankommen.

Spanien ist wegen einer zu grossen Haushaltslücke ins Visier der EU-Kommission geraten, die auf eine Konsolidierung dringt. Die EU-Finanzminister liessen jedoch Milde walten und verschonten das Land vorerst von Strafzahlungen. Spanien hat nun bis 2018 Zeit, um das Defizit unter die geforderte Drei-Prozent-Marke zu drücken. Konkrete Schritte dafür müssen nun bis zum 15. Oktober eingeleitet werden.

Spaniens Steuereinnahmen sind wegen einer in diesem Jahr in Kraft getretenen Reform der Unternehmenssteuer gesunken. Firmen, die ihre Steuern in Raten zahlen dürfen, können mit der Gesamtsumme bis zur letzten Tranche warten. Von einer kleinen Pflichtzahlung sind sie befreit.

Spanien wird derzeit überdies von einer politischen Hängepartie blockiert. Der Konservative Mariano Rajoy regiert seit Monaten als geschäftsführender Ministerpräsident, da sich das im Dezember 2015 entstandene Patt auch durch die Neuwahlen im Juni bislang nicht lösen liess.

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13.09.2016 16:13
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Italienische Regierung revidiert Wachstumsprognosen nach unten
13.09.2016 13:58

Mailand (awp/sda/apa) - Wegen der wirtschaftlichen Stagnation muss Italien seine Wachstumsprognose nach unten korrigieren. Die Regierung erwartet im kommenden Jahr nur noch ein Wachstum von 1,2 Prozent statt wie bis anhin 1,4 Prozent.

"Die italienische Wirtschaft wächst zwar, allerdings nicht so wie wir es gern hätten. Die Wachstumsprognosen werden nach unten revidiert werden", sagte Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan am Dienstag in Mailand.

Premier Matteo Renzi bestätigte am Dienstag, dass Italiens Wirtschaft langsamer wachse, als die Regierung gehofft hatte. "2012 hatten wir ein Minus von 2,3 Prozent und 2013 von 1,9 Prozent. Jetzt wächst Italiens Wirtschaft wieder, aber das Wachstum liegt noch unter unseren Erwartungen. Daher müssen wir mehr tun und verstärkt auf Innovation und Forschung setzen", erklärte Renzi.

Die dunklen Wolken über der italienischen Wirtschaft wollen sich nicht verziehen. Neben der anhaltenden Wachstumsschwäche und der Bankenkrise ist Italien auch von einer hohen Staatsverschuldung belastet.

Italiens Bruttoinlandprodukt (BIP) ist im zweiten Quartal um 0,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 gestiegen. Gegenüber dem Vorquartal blieb das Wirtschaftswachstum unverändert. Sollte es im Gesamtzeitraum 2016 zu keinem weiteren Wachstum kommen, würde Italiens BIP für das Jahr 2016 um 0,8 Prozent wachsen.

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13.09.2016 16:12
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Beschäftigung im Euro-Raum auf höchstem Stand seit Ende 2008
13.09.2016 15:06

Brüssel (awp/sda/reu) - Die anziehende Konjunktur treibt die Beschäftigung in der Euro-Zone auf das höchste Niveau seit Ende 2008. Zwischen April und Juni hatten 153,3 Millionen Menschen eine Stelle, wie die Statistikbehörde Eurostat am Dienstag mitteilte. Dies war ein Plus um 0,4 Prozent im Vergleich zum Jahresanfang.

Die steigende Erwerbstätigkeit dürfte dabei helfen, dass der Währungsraum die Unsicherheit nach dem britischen Anti-EU-Votum besser wegsteckt. Europa-Chefökonom Howard Archer vom Finanzdienstleister IHS geht davon aus, dass solides Wachstum bei der Beschäftigung und die sehr niedrige Inflation die Kaufkraft der Konsumenten stützen wird.

"Dies schürt Hoffnungen, dass die Konsumenten in den kommenden Monaten spürbar zum Wachstum in der Euro-Zone beitragen." Die Wirtschaft in den 19 Euro-Ländern hatte im abgelaufenen Quartal um 0,3 Prozent zugelegt.

Trotz des positiven Trends am Jobmarkt liegt die durchschnittliche Arbeitslosenquote noch bei gut zehn Prozent, in Spanien und Griechenland sogar rund doppelt so hoch.

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13.09.2016 10:57
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Italiens Industrie produziert etwas mehr als erwartet
13.09.2016 10:18

ROM (awp international) - Die italienische Industrie hat im Juli etwas mehr produziert als erwartet. Das Statistikamt Istat meldete am Dienstag einen Produktionsanstieg zum Vormonat um 0,4 Prozent. Bankvolkswirte hatten im Mittel mit einem Zuwachs um lediglich 0,2 Prozent gerechnet. Zudem wurde der Rückgang im Vormonat mit 0,3 Prozent etwas schwächer ausgewiesen als bislang bekannt. Im Jahresvergleich fiel die Industrieproduktion im Juli um 0,3 Prozent./bgf/jkr/stb

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13.09.2016 10:57
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Grossbritanniens Inflation etwas schwächer als erwartet
13.09.2016 10:39

LONDON (awp international) - Die Inflation in Grossbritannien ist im August etwas schwächer als erwartet ausgefallen. Die Verbraucherpreise stiegen zum Vorjahresmonat um 0,6 Prozent, wie das Statistikamt ONS am Dienstag mitteilte. Bankvolkswirte hatten im Schnitt eine Inflationsrate von 0,7 Prozent erwartet. Im Juli hatte die Teuerung ebenfalls bei 0,6 Prozent gelegen. Im Monatsvergleich stieg das Preisniveau im August um 0,3 Prozent.

Die um Energie und Lebensmittel bereinigte Kerninflation lag im August wie bereits im Juli bei 1,3 Prozent. Sowohl die allgemeine Inflationsrate als auch die Kernrate liegen deutlich unter dem Zielwert der britischen Notenbank von zwei Prozent./jkr/bgf/stb

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13.09.2016 08:10
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Inflation bleibt in Deutschland wie erwartet niedrig
13.09.2016 08:02

WIESBADEN (awp international) - Die Inflation in Deutschland ist auch im August schwach geblieben. Die Verbraucherpreise hätten um 0,4 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat zugelegt, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden nach einer zweiten Schätzung mit. Damit wurde eine erste Erhebung wie von Volkswirten erwartet bestätigt. Im Juli hatte die Inflationsrate ebenfalls bei 0,4 Prozent gelegen.

Die vergleichsweise niedrige Inflation ist nach Angaben des Bundesamtes weiterhin massgeblich auf gesunkene Energiepreise zurückzuführen. Im Vergleich zum Vormonat stagnierten die Verbraucherpreise im August. Auch hier wurde die erste Schätzung wie erwartet bestätigt.

Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) legte im August gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,3 Prozent zu. Im Vergleich zum Vormonat fiel das Preisniveau um 0,1 Prozent. Auch hier wurde wie erwartet die erste Schätzung bestätigt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den gesamten Währungsraum eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Sie versucht dies durch eine extrem lockere Geldpolitik zu erreichen./jkr/stb

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08.09.2016 14:56
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EZB ändert Kurs trotz Mini-Inflation vorerst nicht

Die EZB verschärft ihren Kurs trotz anhaltender Mini-Inflation vorerst nicht. Entgegen der Erwartungen der Ökonomen wird auch das Anleihenkaufprogramm nicht verlängert. Verfolgen Sie die Medienkonferenz im Livestream.

Bei den Zinsen liess der Rat der Europäische Zentralbank (EZB) bei seiner Sitzung am Donnerstag in Frankfurt alles beim Alten, und das gewaltige Anleihenkaufprogramm wird zunächst nicht verlängert. Die Notenbank bekräftigte, dass die Käufe bis mindestens zum März 2017 aufrechterhalten werden.

EZB-Präsdident Mario Draghi erläutert die Entscheidungen des Rats in einer Medienkonferenz. Hier gehts zum Livestream.

Der Leitzins, zu dem sich Geschäftsbanken frisches Zentralbankgeld besorgen können, bleibt auf dem Rekordtief von 0 Prozent. Parken Banken überschüssiges Geld bei der EZB, müssen sie dafür weiterhin 0,4 Prozent Strafzinsen zahlen.

EZB hält an Anleihekäufen unverändert fest

Bis März 2017 will die EZB unverändert Monat für Monat 80 Milliarden Euro in Staatsanleihen und andere Wertpapiere stecken, insgesamt 1,74 Billionen Euro. Gut eine Billion ist bereits investiert. Seit diesem Juni stehen auch Unternehmensanleihen auf dem Einkaufszettel.

Das billige Geld soll die Konjunktur ankurbeln und die anhaltend niedrige Inflation wieder in Richtung der EZB-Zielmarke von knapp unter 2,0 Prozent befördern. Denn langfristig niedrige oder gar sinkende Preise gelten als Risiko für die Konjunktur: Unternehmen und Konsumenten könnten Investitionen aufschieben, weil sie erwarten, dass es noch billiger wird.

Experten hatten mit Nachschlag gerechnet

Im August lag die jährliche Teuerungsrate im Euroraum gerade einmal bei 0,2 Prozent. Daher hatten viele Ökonomen damit gerechnet, dass die Notenbank schon bei ihrer September-Sitzung nachlegen und das Anleihenkaufprogramm nochmals um ein halbes Jahr verlängern wird. Allerdings erklärt sich die Mini-Inflation zum Grossteil mit dem niedrigen Ölpreis.

Hinzu kommt: Die Wirtschaft verdaute den Brexit-Schock besser als erwartet. Am 23. Juni hatten sich die Briten mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass ihr Land die Europäische Union verlässt. Der genaue Austrittsprozess ist noch offen. Das Nein der Briten zur EU sorge für konjunkturellen Gegenwind, hatte EZB-Präsident Mario Draghi bei der letzten EZB-Ratssitzung Ende Juli gesagt. Es sei jedoch "zu früh, die mittelfristigen Auswirkungen des Brexit zu beurteilen".

EZB sieht Staaten in der Pflicht

Die EZB hat ihre Geldpolitik ohnehin schon extrem ausgeweitet. Kritiker bezweifeln, dass weitere Massnahmen noch etwas nutzen würden. Die Staaten müssten endlich notwendige Reformen auf den Weg bringen.

Vor allem aus Deutschland gab es zuletzt wieder viel Kritik am Kurs der Notenbank. Ex-Bundesbank-Präsident und UBS-VR-Präsident Axel Weber urteilte, das viele billige Geld erreiche das angestrebte Ziel nicht. Der Präsident der Finanzaufsicht Bafin, Felix Hufeld, äusserte sich besorgt: "Für den Bankensektor wird die derzeitige Zinspause mehr und mehr zu einer bedrohlichen Durststrecke." Er warnte: "Das gefühlt ewige Zinstief lässt die Ertragsbasis der Institute langsam, aber sicher erodieren." Viele Sparer bekommen schon lange kaum noch Zinsen.

(AWP)

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08.09.2016 13:06
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OECD sieht stabiles Wachstum - Abschwächung in Grossbritannien
08.09.2016 12:07

PARIS (awp international) - Die Konjunkturaussichten im OECD-Raum haben sich im Juli trotz des Brexit-Votums nicht wesentlich verändert. Der von der OECD erhobene Frühindikator CLI verharrte bei 99,7 Punkten, wie die Organisation am Donnerstag in Paris mitteilte. Insgesamt sei von einem stabilen Wachstumstempo auszugehen, kommentierte die Organisation.

Für Grossbritannien rechnet die OECD dagegen mit einer zeitweisen Wachstumsverlangsamung, gefolgt von einer Stabilisierung um die Jahreswende herum. Die OECD hatte die Veröffentlichung ihres Frühindikators für zwei Monate ausgesetzt, weil das Brexit-Votum der Briten die Aussagekraft des CLI möglicherweise beeinträchtigt hätte.

/bgf/jsl/stb

(AWP)

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08.09.2016 13:04
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Arbeitskosten in Deutschland steigen weiter
08.09.2016 12:42

WIESBADEN (awp international) - In Deutschland sind die Arbeitskosten im zweiten Quartal weiter gestiegen. Bruttolohn und Lohnnebenkosten für eine Arbeitsstunde lagen von April bis Juni kalenderbereinigt um 1,8 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete. Gemessen am ersten Quartal dieses Jahres stiegen die Arbeitskosten saison- und kalenderbereinigt leicht um 0,2 Prozent.

Grund für den Anstieg im Jahresvergleich sind nicht so sehr höhere Bruttoverdienste, die kalenderbereinigt um 1,1 Prozent zulegten. Vielmehr wuchsen die Lohnnebenkosten stark um 4,4 Prozent, da Arbeitnehmer im zweiten Quartal deutlich öfter krank waren als im Vorjahr. Arbeitgeber mussten so mehr Geld für Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ausgeben, was die Lohnnebenkosten nach oben trieb.

Für das erste Quartal korrigierte das Statistische Bundesamt das Wachstum der Arbeitskosten herunter, da sich die Datenquellen für die Berechnung geändert hatten. So stiegen Bruttolohn und Lohnnebenkosten von Januar bis März kalenderbereinigt im Vorjahresvergleich um 2,8 Prozent (vorherige Berechnung: 3,1 Prozent).

In der Europäischen Union stiegen die Arbeitskosten im Produzierenden Gewerbe und in der Dienstleistungsbranche im ersten Quartal im Schnitt um 1,7 Prozent. Die Arbeitskosten in Deutschland stiegen damit mit plus 2,8 Prozent stärker. Die höchsten Wachstumsraten verzeichneten Länder mit wirtschaftlichem Nachholbedarf: In Rumänien und Bulgarien wuchsen die Arbeitskosten um 10,4 bzw. 7,7 Prozent, während sie etwa in Italien um 1,5 Prozent sanken./als/DP/stk

(AWP)

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08.09.2016 13:04
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Ökonomen: Brexit trifft deutsche Konjunktur - wohl 'deutlicher Dämpfer' 2017
08.09.2016 12:43

(Ausführliche Fassung)

BERLIN/KIEL (awp international) - Der beschlossene EU-Ausstieg der Briten wird der deutschen Wirtschaft nach Einschätzung von Ökonomen zumindest kurzfristig einen merklichen Dämpfer verpassen. Zwar sind die Details des Brexit noch lange nicht verhandelt. Sie führten allerdings schon jetzt zu Sorgen etwa um Exporte und Investitionsausgaben, erklärte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Donnerstag.

Die Berliner Forscher nehmen für das laufende Jahr noch ein Wachstum von 1,9 Prozent an. Laut der jüngsten DIW-Prognose soll das Plus der deutschen Wirtschaftsleistung 2017 dann aber mit 1,0 Prozent spürbar geringer ausfallen - ehe das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2018 mit 1,6 Prozent wieder mehr anzieht. DIW-Chef Marcel Fratzscher sprach von einem "deutlichen Dämpfer": "Das Brexit-Votum schafft Unsicherheit und wird weltweit viele Unternehmen veranlassen, ihre Investitionen aufzuschieben." Insgesamt sei die Konjunktur jedoch auf Kurs, das erwartete deutsche Wachstum 2016 sogar höher als zunächst angenommen.

Auch das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel rechnet mit Folgen des Brexit-Referendums für die deutsche Wirtschaft - jedenfalls vorübergehend. Beim für 2016 prognostizierten Wachstum (1,9 Prozent) liegen sie mit den Berliner Kollegen auf einer Linie, für 2017/2018 sind sie optimistischer (1,7/2,1 Prozent). "Das Brexit-Votum dämpft auch hierzulande etwas, aber es würgt die Konjunktur nicht ab", sagte IfW-Experte Stefan Kooths. Ein Motor bleibe die Bauwirtschaft: "Wir erleben seit drei Jahren einen ungewöhnlich gedehnten Aufschwung."

Die Kieler Forscher gehen auch davon aus, dass die Deutschen mehr ausgeben. Der private Konsum werde kräftig zulegen. Die Teuerungsrate dürfte von 0,4 Prozent (2016) auf 1,6 Prozent (2018) zulegen. Bisher aber versucht die Europäische Zentralbank (EZB) relativ erfolglos, die niedrige Inflation über billiges Geld anzuheizen.

Der Arbeitsmarkt wird nach Meinung der Wirtschaftswissenschaftler ebenfalls von der insgesamt guten Entwicklung profitieren. So rechnet das IfW mit einem Rückgang der Arbeitslosenquote von 6,1 Prozent im laufenden Jahr bis auf 5,8 Prozent 2018. Beim DIW hiess es: "Der Beschäftigungsaufbau bleibt kräftig, wenngleich er etwas an Schwung verliert." Der Überschuss in den öffentlichen Haushalten könnte laut IfW von 16,7 Milliarden Euro 2016 auf 26 Milliarden Euro 2018 zulegen. DIW-Chef Fratzscher warnte aber: "Die Befürchtung ist gross, dass die öffentliche Hand die hohen Überschüsse für Wahlgeschenke nutzt, statt Investitionen in Infrastruktur und Bildung zu erhöhen."

Das Essener Forschungsinstitut RWI legte am Donnerstag eine ähnliche Prognose vor. Auch hier nimmt man für das Gesamtjahr 2016 einen BIP-Zuwachs von 1,9 Prozent an. Für 2017 und 2018 wird dagegen eine Abschwächung auf 1,4 Prozent beziehungsweise 1,6 Prozent erwartet./jap/DP/tos

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07.09.2016 11:47
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Schwedische Notenbank tastet Leitzins nicht an
07.09.2016 10:14

STOCKHOLM (awp international) - Die schwedische Notenbank hat ihren Leitzins nicht angetastet. Der sogenannte Repo-Satz bleibe auf dem Rekordtief von minus 0,5 Prozent, teilte die schwedische Reichsbank am Mittwoch in Stockholm mit. Experten hatten dies erwartet.

Zuletzt hatten sich die Anzeichen vermehrt, dass die Inflation etwas anzieht. So lag die Jahresinflationsrate im Juli bei einem Prozent. Angestrebt wird allerdings eine Rate von zwei Prozent. Die Notenbank will erst ab der zweiten Hälfte 2017 darüber nachdenken, die Leitzinsen langsam anzuheben, heisst es im Kommentar der Reichsbank.

Der Ankauf von Staatsanleihen soll im zweiten Halbjahr 2016 fortgesetzt werden. Die Notenbank hatte zuletzt im April eine Ausweitung des bisherigen Programms um 45 Milliarden Kronen (etwa 4,7 Milliarden Euro) beschlossen. Damit stieg das Gesamtvolumen auf 245 Milliarden Kronen./jsl/bgf/stb

(AWP)

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07.09.2016 11:44
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Industrieproduktion in Grosbritannien schrumpft nach Brexit-Schock
07.09.2016 11:14

(Mit weiteren Details ergänzt)

London (awp/sda/reu) - Nach dem Brexit-Schock hat die britische Industrie die Produktion so stark gedrosselt wie seit einem Jahr nicht mehr. Sie ging im Juli zum Vormonat um 0,9 Prozent zurück, wie das Statistikamt ONS am Mittwoch mitteilte. Im Juni lag das Minus lediglich bei 0,2 Prozent.

Nach dem Anti-EU-Referendum vom 23. Juni herrscht Unsicherheit, ob das Land nach einem Austritt noch Zugang zum EU-Binnenmarkt haben wird. Das Pfund wertete bereits massiv ab. Dennoch habe die Industrie davon offenbar nicht unmittelbar profitiert, erklärte das ONS. Durch das billigere Pfund werden britische Produkte im Ausland billiger.

Die Gesamtproduktion, zu der auch Versorger, Gas- und Ölfirmen sowie Bergbaubetriebe beitragen, stieg im Juli jedoch überraschend. Laut ONS lag dies vor allem an der Öl- und Gasbranche: Auf den Förderplattformen des Ölfeldes "Buzzard" in der Nordsee gab es dieses Jahr im Juli nicht wie üblich Wartungsarbeiten. Sie wurden auf den September verschoben.

Premierministerin Theresa May hat angekündigt, die Wirtschaft mit einer neuen Industriepolitik fit für die Zeit nach dem EU-Austritt zu machen. London ist derzeit dabei, die Risiken des Brexit zu bewerten und dementsprechend die Verhandlungsstrategie vorzubereiten.

Auswirkungen des Brexit-Schocks auf der Insel zeigen sich auch im Häusermarkt, wo die Preise den zweiten Monat in Folge fielen. Laut dem Baufinanzierer Halifax sanken sie im August zum Vormonat um 0,2 Prozent, nachdem sie bereits im Juli um 1,1 Prozent nachgegeben hatten.

(AWP)

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07.09.2016 08:29
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Deutschland: Produktion mit stärkstem Rückgang seit fast zwei Jahren
07.09.2016 08:01

WIESBADEN (awp international) - Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe Deutschlands ist im Juli stark gefallen. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, lag die Herstellung 1,5 Prozent tiefer als im Juni. Das ist der stärkste Rückgang seit August 2014. Analysten hatten im Mittel mit einem leichten Zuwachs um 0,1 Prozent gerechnet. Der Rückgang folgt auf einen recht deutlichen Zuwachs im Juni, der mit 1,1 Prozent etwas stärker ausgewiesen wurde als bisher bekannt.

Ausschlaggebend für das schwache Ergebnis war die Industrieproduktion, die um 2,3 Prozent fiel. Die Herstellung von Investitions- und Konsumgütern fiel deutlich, die Produktion von Vorleistungsgütern ging weniger stark zurück. Ausserhalb der Industrie legten die Energieerzeugung und die Bauproduktion zu und stützten das Gesamtergebnis./bgf/stb

(AWP)

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06.09.2016 13:08
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Eurozone wächst moderat - Frankreich und Italien Schlusslichter
06.09.2016 11:02

LUXEMUBURG (awp international) - Die Eurozone ist im zweiten Quartal dank eines regen Aussenhandels und eines soliden Konsums moderat gewachsen. Nach Angaben des Statistikamts Eurostat vom Dienstag lag die Wirtschaftsleistung (BIP) 0,3 Prozent höher als im ersten Vierteljahr. Das waren 0,2 Prozentpunkte weniger als das Wachstum im ersten Quartal. Im Jahresvergleich erhöhte sich das BIP um 1,6 Prozent. Vorläufige Zahlen wurden damit bestätigt.

Gestützt wurde das Wachstum durch die Ausgaben der Verbraucher und den Aussenhandel. Die Konsumausgaben stiegen um 0,2 Prozent, während die Ausfuhren um 1,1 Prozent zulegten. Die Anlageinvestitionen der Unternehmen stagnierten dagegen, die Lagerhaltung der Firmen belastete das Wachstum.

Das Wachstumsgefälle im Währungsraum ist nach wie vor recht gross. Die Slowakei, Spanien und Zypern wuchsen mit Raten zwischen 0,9 und 0,7 Prozent am kräftigsten. Die zweit- und drittgrössten Volkswirtschaften Frankreich und Italien lagen mit einer Stagnation dagegen am Ende der Wachstumsrangliste. Deutschlands Wachstum lag mit 0,3 Prozent im Durchschnitt des Euroraums./bgf/jsl/stb

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06.09.2016 10:31
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Deutsche Industrieaufträge starten schwach ins dritte Quartal
06.09.2016 09:51

(Ausführliche Fassung)

WIESBADEN (awp international) - Der Anstieg der deutschen Industrieaufträge ist im Juli hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Zudem beruht der Zuwachs vor allem auf schwankungsanfälligen Grossaufträgen. Dies geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes vom Dienstag hervor. Ökonomen zeigten sich eher zurückhaltend mit Blick auf die weitere Entwicklung in der Industrie in den kommenden Monaten.

Im Juli erhielt die Industrie saison- und arbeitstäglich bereinigt 0,2 Prozent mehr Aufträge als im Juni. Analysten hatten im Mittel einen Zuwachs um 0,5 Prozent erwartet. Der Rückgang im Vormonat Juni wurde von 0,4 auf 0,3 Prozent korrigiert. Im Jahresvergleich sank die Produktion im Juli um 0,7 Prozent, nachdem sie im Juni um 3,0 Prozent gefallen war.

Belastet wurde das Gesamtergebnis im Juli durch die schwache Inlandsnachfrage, die um 3,0 Prozent zum Vormonat zurückging. Dagegen kamen aus dem Ausland 2,5 Prozent mehr Aufträge. Vor allem Länder des Euroraums steigerten ihre Nachfrage. Nach Produktkategorien fielen die Bestellungen von Konsumgütern deutlich zurück, während Investitionsgüter etwas mehr bestellt wurden als im Vormonat.

Der Anstieg der Aufträge ist aber vor allem auf Grossaufträge zurückzuführen. Commerzbank-Analyst Ralph Solveen verweist hier auf eine Luftfahrtmesse, die zu zusätzlichen Aufträgen geführt habe. Der Auftragseingang ohne Grossaufträge lag laut Statistischem Bundesamt um 1,3 Prozent niedriger als im Vormonat. "Damit ist die Industrie schwach ins dritte Quartal gestartet", so Solveen. Die Industrie bleibe damit eine "Konjunkturbremse". Er erwartet auch keine baldige Besserung, da der Gegenwind von der schwächelnden Weltwirtschaft zu stark sei. Zudem lasse der unterstützende Rückenwind des schwächeren Euro nach.

Die Entscheidung der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union hat sich nach Einschätzung der BayernLB nicht negativ niedergeschlagen. "Bislang ist kein Brexit-Effekt in den Daten zu erkennen, denn die Bestellungen aus dem Nicht-Euro-Ausland waren auch im Monat nach dem Brexit-Votum leicht aufwärts gerichtet." Dennoch würden die Daten darauf hinweisen, dass die Konjunkturdynamik in Deutschland im Sommer kaum das hohe Tempo aus dem ersten Halbjahr halten werde.

Der Eurokurs legte nach den Daten etwas zu. Ansonsten spielten die Daten an den Finanzmärkten offenbar keine grosse Rolle. An diesem Mittwoch werden die Zahlen zur Produktion im Verarbeitenden Gewerbe im Juli veröffentlicht./jsl/bgf/stb

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05.09.2016 16:01
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Ratingagentur warnt Spanien vor Risiken durch politisches Patt
05.09.2016 13:42

Madrid (awp/sda/reu) - Die politische Hängepartie in Spanien ist nach Einschätzung der Ratingagentur Moody's schlecht für die Kreditwürdigkeit des EU-Landes. Durch die gescheiterte Regierungsbildung werde das Risiko einer dritten Wahl binnen eines Jahres erhöht, warnten die Bonitätsprüfer in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung.

Dadurch werde zugleich die Aussicht auf Struktur- und Haushaltsreformen verringert. Moody's beurteilt die Bonität des Landes mit der Note "Baa2", die nur leicht über Ramschniveau liegt. Der Ausblick wird bislang jedoch als stabil angesehen. Am 14. Oktober steht eine Überprüfung der Bewertung an.

Spaniens amtierender Ministerpräsident Mariano Rajoy hatte am Freitag eine zweite Vertrauensabstimmung innerhalb weniger Tage im Parlament verloren. Damit verweigerten die Abgeordneten dem Konservativen eine zweite Amtszeit als Regierungschef. Spanien könnte nun im Dezember auf die dritte Parlamentswahl innerhalb von zwölf Monaten zusteuern.

Seit mehr als acht Monaten regiert Rajoy als geschäftsführender Ministerpräsident, da sich das im Dezember 2015 entstandene Patt auch durch die Neuwahlen im Juni bislang nicht lösen liess. Spanien ist wegen einer zu grossen Haushaltslücke ins Visier der EU-Kommission geraten, die auf eine Konsolidierung dringt. Die Wirtschaft wächst trotz der Hängepartie jedoch kräftig.

(AWP)

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05.09.2016 13:10
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Unternehmensstimmung im Euroraum schlechter - besser in Grossbritannien
05.09.2016 11:45

(Ausführliche Fassung)

LONDON (awp international) - Die Unternehmensstimmung im Euroraum und in Grossbritannien hat sich im August gegensätzlich entwickelt. Während sie sich im europäischen Währungsraum spürbar eintrübte, hellte sie sich im Vereinigten Königreich stark auf. Im Juli, etwa einen Monat nach dem Brexit-Votum, war die Stimmung in Grossbritannien noch eingebrochen, während sie sich im Euroraum kaum verändert hatte. Bankvolkswirte warnten jedoch vor einer Überbewertung der Indikatoren.

Das Markit-Institut, das monatlich eine Umfrage unter ranghohen Unternehmensangestellten durchführt, meldete am Montag eine deutliche Eintrübung für den Euroraum. Der Einkaufsmanagerindex fiel nach einer zweiten Umfragerunde um 0,3 Punkte auf 52,9 Zähler. Das ist der tiefste Stand seit Januar 2015. In einer ersten Runde war noch ein Anstieg auf 53,3 Punkte ermittelt worden. Trotz des Rückgangs liegt der Indikator klar über der Schwelle von 50 Punkten, die Wirtschaftswachstum von Schrumpfung trennt.

In Grossbritannien stieg der Gesamtindex dagegen stark um sechs Punkte auf 53,6 Zähler an. In allen betrachteten Bereichen hellte sich die Stimmung auf. Besonders deutlich fiel die Verbesserung nach Zahlen vom Montag in dem für das Königreich wichtigen Dienstleistungsbereich aus, gefolgt vom Verarbeitenden Gewerbe und dem Bausektor. Das britische Pfund profitierte und stieg zum Dollar auf den höchsten Stand seit Mitte Juli.

Im Euroraum verschlechterte sich die Stimmung vor allem in der grössten Volkswirtschaft Deutschland. Dort war die Stimmung in der Industrie schlechter, besonders stark trübte sie sich aber unter Dienstleistern ein. Dieser Indikator fiel auf den tiefsten Stand seit gut drei Jahren. In Frankreich, Italien und Spanien stiegen die Indikatoren für die Dienstleister dagegen spürbar an. Die Industriestimmung war in den drei Südländern nach Zahlen vom vergangenen Donnerstag jedoch bedeutend schlechter als in Deutschland.

Markit-Chefökonom Chris Williamson sprach von einer "echten Enttäuschung" für den Euroraum. Nach wie vor sei von einem nur verhaltenen Wachstum im Euroraum auszugehen. "Die Umfrage heizt die Erwartung an, dass die Europäische Zentralbank lieber heute als morgen weitere Wachstumsanreize lanciert", sagte Williamson. Der EZB-Rat tagt in dieser Woche. Experten halten unter anderem eine zeitliche Verlängerung der bis März 2017 laufenden Wertpapierkäufe für möglich.

Für Grossbritannien warnten Analysten vor einer Überinterpretation der Daten. "So wie die Juli-Umfrage die zugrundeliegende Schwäche der Wirtschaft wahrscheinlich übertrieben hat, setzt die Erhebung im August die anschliessende Erholung wahrscheinlich zu hoch an", kommentierte das Analysehaus Capital Economics. Wie auch die Experten von Pantheon Macroeconomics erwarten die Volkswirte von Capital Economics eine wirtschaftliche Stagnation im dritten Quartal./bgf/tos/stb

(AWP)

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01.09.2016 14:22
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Britische Industrie erholt sich vom Brexit-Schock

Die britische Industrie macht nach dem Brexit-Schock Boden gut und profitiert dabei vom schwächeren Pfund.

Der Markit-Einkaufsmanagerindex stieg im August überraschend kräftig um fünf Punkte auf 53,3 Zähler, wie das Institut am Donnerstag zur Umfrage unter gut 600 Betrieben mitteilte. Einen grösseren Sprung nach oben gab es in der fast 25-jährigen Geschichte der Datenerhebung nicht. Das Barometer liegt nun auf dem höchsten Stand seit Oktober 2015 und signalisiert mit einem Wert über 50 Punkten wieder Wachstum. Viele Unternehmen hätten Arbeit, die im Juli verschoben worden sei, wieder aufgenommen, sagte Markit-Ökonom Rob Dobson. "Industriefirmen und ihre Kunden kehren langsam wieder zum 'Business as usual' zurück."

Das Anti-EU-Referendum von Juni hatte für grosse Unsicherheit gesorgt und für einen Einbruch der Geschäftstätigkeit der Industrie im Juli. Die Industrie steht für 10 Prozent der britischen Wirtschaftsleistung. Ökonomen blicken nun mit Spannung darauf, ob sich auch der wichtige Dienstleistungssektor erholt hat. Markit-Daten dazu werden am Montag veröffentlicht.

Die Industrie konnte vom niedrigen Wechselkurs profitieren, da das Pfund nach dem Brexit-Votum mehr als 10 Prozent zum Dollar und zum Euro verlor. So zogen die Auslandsaufträge so stark an wie seit gut zwei Jahren nicht mehr. Das Pfund wiederum legte nach den unerwartet guten Daten ebenfalls zu.

(Reuters)

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01.09.2016 14:20
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IWH senkt Konjunkturprognose Deutschland für 2017 auf 1,2 Prozent Wachstum
01.09.2016 12:53

HALLE (awp international) - Das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) erwartet für das kommende Jahr für Deutschland ein Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent. Damit senkten die Experten ihren Ausblick von zuletzt 1,6 Prozent. In ihrer Mitteilung vom Donnerstag hiess es: "Massgeblich für die Verlangsamung der gesamtwirtschaftlichen Produktion sind vor allem schwächere Exporte und stärkere Importe."

Zudem dürfte die Arbeitslosigkeit im Zuge der Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt etwas steigen. Für das laufende Jahr geht das IWH vom einem Plus von 1,9 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts aus. Es gebe zwar Hinweise auf ein etwas schwächeres Jahresende, die Binnenkonjunktur sei aber weiter aufwärtsgerichtet./dh/DP/zb

(AWP)

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31.08.2016 13:14
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Eurozone: Arbeitslosenquote weiter bei 10,1 Prozent
31.08.2016 11:01

LUXEMBURG (awp international) - Die Arbeitslosigkeit im Euroraum ist im Juli nicht wie erwartet gesunken. Die Arbeitslosenquote haben unverändert bei 10,1 Prozent verharrt, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte. Damit bleibt die Quote zwar auf dem niedrigsten Stand seit Juli 2011, Bankvolkswirte hatten aber einen Rückgang auf 10,0 Prozent erwartet.

Im Euroraum sind laut Eurostat 16,307 Millionen Menschen ohne Arbeit. Von Juni auf Juli verringerte sich die Zahl um 43 000, zum Vorjahresmonat um 1,034 Millionen.

Nach wie vor bleiben die Unterschiede zwischen den Euroländern enorm: Während die Arbeitslosenquote in Malta und in Deutschland nur 3,9 beziehungsweise 4,2 Prozent beträgt, liegt sie in Griechenland bei 23,5 Prozent (jüngste Daten vom Mai) und in Spanien bei 19,6 Prozent./jkr/tos

(AWP)

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31.08.2016 13:13
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Eurozone: Inflation stagniert bei 0,2 Prozent - Kernteuerung fällt
31.08.2016 11:01

LUXEMBURG (awp international) - Die Inflation im Euroraum bleibt schwach. Wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte, lagen die Verbraucherpreise im August 0,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Damit hat sich die Teuerungsrate entgegen den Erwartungen von Analysten nicht geändert. Ökonomen hatten im Mittel einen leichten Anstieg auf 0,3 Prozent erwartet.

Die Kerninflation, die schwankungsanfällige Komponenten ausklammert und den grundlegenden Preistrend spiegelt, ging überraschend zurück. Sie fiel von 0,9 auf 0,8 Prozent. Analysten hatten eine unveränderte Rate erwartet. Die Kerninflation wird ohne Energie sowie Nahrungs- und Genussmittel berechnet. Der im Jahresvergleich starke Ölpreisverfall wird also ausgeklammert.

Die Gesamtinflation wird weiterhin durch die deutlich günstigere Energie gedämpft, allerdings wird dieser Effekt schwächer. Im August war Energie 5,7 Prozent billiger als vor einem Jahr. In den Vormonaten waren die Preisrückgänge aber wesentlich stärker gewesen. Nahrungsmittel waren unterdessen 1,3 Prozent teurer als im Vorjahresmonat, während die Preise für Dienstleistungen um 1,1 Prozent stiegen. Industriegüter waren nur 0,3 Prozent teurer.

Der Europäischen Zentralbank (EZB) dürften die Preisdaten nicht gefallen. Sie kämpft seit längerem mit einer zunehmend lockeren Geldpolitik gegen die schwache Inflation, die sie als Wachstumshemmnis ansieht. Ihr bisheriger Erfolg gilt als begrenzt. Deswegen könnte die Notenbank bereits auf ihrer Ratssitzung in der kommenden Wochen handeln und beispielsweise die Laufzeit ihres bis März 2017 laufenden Wertpapierkaufprogramms verlängern. Ihre Niedrigzinspolitik will sie ohnehin noch lange fortführen./bgf/tos/fbr

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31.08.2016 13:12
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Italien: Verbraucherpreise stagnieren
31.08.2016 11:23

ROM (awp international) - In Italien haben die Verbraucherpreise im August stagniert. Das Preisniveau sei im Vergleich zum Vorjahresmonat unverändert geblieben, teilte die Statistikbehörde Istat am Mittwoch in Rom nach einer ersten Schätzung mit. Volkswirte hatten einen Rückgang um 0,1 Prozent erwartet. Im Juli hatte die Inflationsrate noch bei minus 0,2 Prozent gelegen. Seit Februar war die Rate negativ.

Zum Vormonat stagnierten die Verbraucherpreise im August ebenfalls. Experten hatten auch hier einen Rückgang um 0,1 Prozent erwartet. In der Eurozone insgesamt ist die Inflationsrate laut Daten von Eurostat im August unverändert bei 0,2 Prozent geblieben.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den gesamten Euroraum auf mittlere Sicht eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Sie versucht, dieses Ziel mit einer sehr lockeren Geldpolitik zu erreichen./tos/jsl/fbr

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31.08.2016 08:30
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Deutschland: Zahl der Erwerbstätigen steigt stark - Rekord bei 43,6 Millionen
31.08.2016 08:09

WIESBADEN (awp international) - In Deutschland hat die Zahl der Erwerbstätigen einen neuen Rekordwert erreicht. Im Juli seien nach vorläufigen Berechnungen 43,6 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig gewesen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Im Vergleich zum Vormonat sei die Zahl der Erwerbstätigen laut Bundesamt um 36 000 Personen oder 0,1 Prozent gestiegen.

Im Jahresvergleich habe es einen Zuwachs um 533 000 Personen oder 1,2 Prozent gegeben. "Die Erwerbstätigkeit ist seit Dezember 2015 konstant mit Zuwachsraten von jeweils 1,2 Prozent zum Vorjahresmonat angestiegen", hiess es in der Mitteilung.

Am Vormittag wird die Bundesagentur für Arbeit die Zahl der Arbeitslosen im August veröffentlichen./jkr/fbr

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31.08.2016 08:29
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Deutlich eingetrübte Wirtschaftsstimmung in der Euro-Zone

Die Wirtschaftsstimmung in der Euro-Zone hat sich im August deutlich verschlechtert.

Der Economic Sentiment Indicator (ESI), der die Stimmung in Unternehmen und privaten Haushalte misst, fiel um 1,0 Punkte auf 103,5 Zähler, wie die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mitteilte. Bankökonomen hatten einen Rückgang erwartet, allerdings nur auf 104,1 Punkte. Abgesehen vom Bausektor trübte sich die Stimmung in allen Bereichen ein, aus denen der ESI ermittelt wird.

Das ebenfalls von der Kommission erhobene Geschäftsklima (BCI), das nur die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe misst, trübte sich ebenfalls deutlich ein. Der Indikator fiel im August von 0,38 Punkten im Vormonat auf 0,02 Zähler. Das ist der tiefste Stand seit Oktober 2013. Ökonomen hatten mit einem wesentlich schwächeren Rückgang auf 0,36 Punkte gerechnet. Der BCI gibt Auskunft über die Produktions- und Investitionstätigkeit.

Im Juli, etwa einen Monat nach dem britischen Brexit-Votum, hatten sich die Indikatoren entgegen den Erwartungen verbessert. Ähnlich war die Entwicklung unlängst in Deutschland, wo sich das Ifo-Geschäftsklima im Juli nur leicht, im August aber deutlich eingetrübt hatte. Bankökonomen hatten dies als verspätete Reaktion auf den Brexit interpretiert.

(AWP)

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31.08.2016 08:22
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Britische Regierung berät über Brexit-Fahrplan

Die britische Premierministerin Theresa May ruft an diesem Mittwoch ihr Kabinett zusammen, um auf der ersten Sitzung nach der Sommerpause über einen Fahrplan für die Brexit-Verhandlungen zu beraten.

Das Thema stehe bei der Sitzung auf dem Landsitz Chequers ganz oben, hiess es aus Regierungskreisen. Innerhalb der britischen Regierung ist Medienberichten zufolge heftig umstritten, ob Grossbritannien den Zugang zum EU-Binnenmarkt aufgeben sollte, um die Arbeitnehmerfreizügigkeit einschränken zu können. Dafür sollen sich der Brexit-Minister David Davis und Handelsminister Liam Fox ausgesprochen haben. Das Thema EU-Immigration spielte eine bestimmende Rolle während des Wahlkampfes zum Referendum über einen EU-Austritt (Brexit).

Schatzkanzler Philip Hammond wolle den Zugang zum Binnenmarkt zumindest für bestimmte Wirtschaftszweige erhalten und dafür auch Kompromisse bei der Einwanderung von EU-Bürgern eingehen. "Die Finanzdienstleistungen haben bei uns die oberste Priorität, für die Deutschen ist die Autoindustrie entscheidend", zitierte die "Sunday Times" eine Quelle aus dem Umfeld Hammonds.

Führende Politiker in der EU haben signalisiert, dass sie keine Einschränkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit akzeptieren werden, sollte sich Grossbritannien weiterhin Zugang zum Binnenmarkt erhoffen. "Da werden wir eisenhart bleiben", sagte der CDU-Europapolitiker Gunther Krichbaum der Deutschen Presse-Agentur. Alles andere sei mit dem Bundestag nicht zu machen.

Europa der drei Kreise

Dagegen schlug der CDU-Aussenexperte Norbert Röttgen vor, Brüssel solle London auch ohne die Arbeitnehmer-Freizügigkeit zum Binnenmarkt zulassen. Dies solle in einer neuartigen "Kontinentalen Partnerschaft" geschehen, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag der dpa in Brüssel.

Das Modell hat Röttgen mit europäischen Wissenschaftlern entworfen. Es sieht ein Europa der "drei Kreise" vor. "Der engste Kreis ist die Euro-Zone, der zweite ist die EU und der dritte sind die Staaten der Kontinentalen Partnerschaft", sagte Röttgen. Im dritten Kreis könnten neben Grossbritannien auch die Schweiz und später vielleicht die Türkei oder die Ukraine sein.

Solche Überlegungen sind der britischen Regierung noch fern. Sie streitet unter anderem noch darüber, ob die Premierministerin das Parlament um Zustimmung bitten soll, bevor sie die Brexit-Verhandlungen mit Brüssel einleitet. Ob es eine rechtliche Verpflichtung dazu gibt, soll ein Gericht ab Oktober klären.

May will Parlament nicht befragen

Bei einem Parlamentsvotum wäre eine Ablehnung des Brexits nicht ausgeschlossen. May ist Medienberichten zufolge entschlossen, das Parlament nicht zu befragen. Ein Regierungssprecher sagte am Dienstag, es gebe für eine Parlamentsabstimmung keine rechtliche Verpflichtung. Er fügte aber hinzu, das Parlament werde "zu Wort kommen".

Während der Sommerpause hatte es zwischen den Ministern bereits Gerangel um Kompetenzen gegeben. Handelsminister Liam Fox hatte Aussenminister Johnson Berichten zufolge schriftlich aufgefordert, einen Teil seiner Kompetenzen abzutreten. Johnson lehnte das aber - offenbar mit Unterstützung Mays - ab.

In einer historischen Abstimmung entschieden sich die Briten am 23. Juni mit knapper Mehrheit für einen Austritt aus der EU. Damit die Austrittsgespräche beginnen können, bedarf es einer formellen Erklärung der britischen Regierung. Bislang hiess es, Theresa May wolle Anfang 2017 mit den Verhandlungen beginnen. Medienberichten legen aber nahe, dass sich der Start bis in den Herbst 2017 verschieben könne. Mays EU-Amtskollegen dürften davon wenig begeistert sein. Einige wird sie beim G20-Gipfel im chinesischen Hangzhou am 4. und 5. September treffen.

(AWP)

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29.08.2016 12:52
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Italiens Wirtschaft steht vor einem Dämpfer
29.08.2016 11:05

(Ausführliche Fassung)

ROM/FRANKFURT (awp international) - Das jüngste verheerende Erdbeben in Italien und anhaltende politische Unsicherheiten drücken auf die Stimmung in der italienischen Wirtschaft. Nach Zahlen vom Montag hat sich die Stimmung in den italienischen Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes im August überraschend stark eingetrübt und ist so schlecht wie seit Februar 2015 nicht mehr. Ausserdem hat sich die Konsumlaune der Italiener überraschend deutlich verschlechtert.

"So langsam verfliegt die Hoffnung der Italiener auf den ökonomischen Neuanfang", schreibt Dirk Gojny, Experte bei der National-Bank. Zudem lasse das Vertrauen in die Regierung nach. "Viele Reformen wurden noch nicht angepackt. Eine durchgreifende und vor allem nachhaltige Besserung der wirtschaftlichen Situation im Land ist nicht in Sicht."

Das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe sei von revidiert 102,9 Punkten im Vormonat auf 101,1 Punkte gefallen, teilte die Statistikbehörde Istat in Rom mit. Analysten hatten nur mit einem Rückgang auf 102,5 Punkte gerechnet. Für den Juli war in einer ersten Schätzung noch ein Wert von 103,1 Punkten ermittelt worden.

Die gesamte Unternehmensstimmung trübte sich ebenfalls spürbar ein. Hier fiel der Indikator erstmals seit Februar 2015 unter die Marke von 100 Punkten. Das Stimmungsbarometer sank um 3,6 Punkte auf 99,4 Zähler. Dieser Indikator umfasst neben der Industrie den Bausektor, die Dienstleister und den Einzelhandel.

Der Indikator für das Verbrauchervertrauen fiel um 2,0 Punkte auf 109,2 Zähler. Bankvolkswirte waren von einer geringeren Eintrübung auf 110,3 Punkte ausgegangen. Im längerfristigen Vergleich ist das Verbrauchervertrauen trotz der jüngsten Verschlechterung aber weiterhin auf recht hohem Niveau.

Der Euro gab nach den Zahlen vorübergehend nach, erholte sich im Anschluss aber wieder und kehrte auf das Ausgangsniveau zurück. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1187 US-Dollar.

Italien hat derzeit mit den Folgen eines schweren Erdbebens zu kämpfen, das mindestens 291 Menschen das Leben gekostet hat. Der Wiederaufbau in den Erdbebengebieten könnte nach Einschätzung von Fachleuten Milliarden Euro kosten und über Jahre andauern. Die italienische Regierung hat vor diesem Hintergrund von der Europäischen Union eine Lockerung der sogenannten Stabilitätskriterien verlangt.

Neben klammen Staatsfinanzen sorgt in Italien derzeit ein anstehendes Referendum um eine Verfassungsreform für politische Unsicherheit. Regierungschef Matteo Renzi hatte sein politisches Schicksal an den Erfolg des Referendums geknüpft. Zuletzt hatte er allerdings entsprechende Aussagen wieder etwas relativiert./tos/jkr/fbr

(AWP)

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29.08.2016 08:21
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Britische Regierung berät am Mittwoch über Brexit-Strategie
28.08.2016 16:30

LONDON(awp international) - Die britische Premierministerin Theresa May will mit ihrem Kabinett Strategien für den EU-Austritt ihres Landes beraten. Bei einer Sitzung am Mittwoch auf dem Landsitz Chequers solle jeder Ressortchef daz Stellung nehmen, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA am Sonntag. Dabei dürfte es auch um die Frage gehen, ob vor einem Beginn der offiziellen Austrittsverhandlungen mit der EU das Parlament abstimmen soll. Britische Medien berichten über Unstimmigkeit in dieser Frage. Bei einem Parlamentsvotum wäre eine Ablehnung des Brexits nicht ausgeschlossen.

Die Briten hatten in einem historischen Referendum am 23. Juni für einen Austritt aus der Gemeinschaft (Brexit) gestimmt. May hatte im Wahlkampf zwar für einen Verbleib plädiert, sich mit ihrer Meinung aber stark zurückgehalten. Sie soll die zerstrittenen Konservativen einigen.

Nach dem Votum stellte May zwar klar: "Brexit heisst Brexit". Zugleich signalisierte sie, dass sie erst Anfang 2017 mit Austrittsgesprächen beginnen will. Es gab sogar Spekulationen, dass sie das erst nach der Bundestagswahl im Herbst nächsten Jahres tun will. Dagegen dringt die EU auf einen raschen Beginn, die Verhandlungen selbst dürften zwei Jahre dauern./pm/DP/he

(AWP)

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29.08.2016 08:14
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Brexit schürt Unsicherheit bei grossen Familienfirmen

In grossen deutschen Familienunternehmen wächst angesichts des britischen Brexit-Votums und anderer politischer Risiken die Furcht vor Bremseffekten im Auslandsgeschäft.

"Der Brexit, aber auch die immer unruhigere Nachbarschaft Europas sorgen mittlerweile für grosse Verunsicherung", zog BDI-Führungsmitglied Holger Lösch am Mittwoch das Fazit aus einer Studie der Deutschen Bank und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

Für die grossen deutschen Familienfirmen sei der offene Zugang zu internationalen Märkten essenziell, da sie jeden dritten Euro im Export verdienten. Wichtigster Aussenhandelspartner ist dabei weiter Frankreich, gefolgt von den USA, die von Rang drei im Jahr 2011 auf Rang zwei vorrückten. China fiel von Platz zwei auf vier zurück.

Basis der Studie ist eine repräsentative Umfrage unter 378 deutschen Familienunternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 50 Millionen Euro. Trotz der steigenden Risiken beurteilten gut zwei Drittel der Befragten ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder sehr gut und nur knapp sechs Prozent als schlecht oder sehr schlecht.

Grosse Bedeutung des TTIP

Künftig erwarten knapp 63 Prozent eine gute oder sehr gute Entwicklung, aber nur knapp vier Prozent eine schlechte oder sehr schlechte. Dabei sind die exportstarken Familienfirmen etwas verhaltener in ihrem Urteil als die auf den Binnenmarkt konzentrierten. Besonders Unsicherheiten über den Zusammenhalt der EU bereiten Sorgen.

Grosses Gewicht messen die Familienunternehmen angesichts der wichtigen Rolle der USA als Partner dem geplanten Handelsabkommen TTIP bei. "Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA birgt da grosse Chancen", sagte Lösch. Bislang sei der Marktzugang für viele dieser Firmen in den USA aufwendig oder teuer gewesen. "TTIP würde das ändern und dem deutschen Mittelstand Rückenwind in unsicheren Zeiten geben", sagte er.

Die stärksten Impulse bekamen die befragten Firmen der Umfrage zufolge in jüngster Zeit vom niedrigen Ölpreis, dem schwachen Euro sowie der Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran. Besonders negativ wirkten sich dagegen die Russland-Sanktionen und die geringere Wachstumsdynamik in China aus.

(Reuters)

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29.08.2016 08:13
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EZB-Direktor fordert mehr wirtschaftspolitische Unterstützung

EZB-Direktor Benoit Coeure fordert mehr Unterstützung seitens der Wirtschaftspolitik, um aus der Situation der extremen Niedrigzinsen in der Euro-Zone herauszukommen.

Ansonsten könnten die Sätze weiter tief bleiben, sagte Coeure am Samstag auf einer Konferenz der US-Notenbank Fed in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming. Die Schritte der Europäischen Zentralbank (EZB) trugen Coeure zufolge zwar dazu bei, die Wirtschaft im Währungsraum zu stabilisieren. "Aber sie wurden unter der Annahme gemacht, dass die niedrigen Realzinsen nur vorübergehend bestehen, weil andere Politikbereiche in ihrem Verantwortungsfeld handeln." Finanzminister Wolfgang Schäuble warnte unterdessen vor negativen Folgen für die Altersvorsorge.

Bislang seien die Wirtschaftsreformen der europäischen Regierungen viel zu zögerlich ausgefallen, sagte Coeure auf der Konferenz. "Eine Serie von halbgaren und halbherzigen Strukturreformen. (...) Das sorgt nicht für Unterstützung bei den Inflationserwartungen," kritisierte der Notenbanker.

Um die aus ihrer Sicht viel zu schwache Preisentwicklung in der Euro-Zone anzuheizen hat die EZB die Leitzinsen mittlerweile auf das Rekordtief von null Prozent gesenkt. Banken müssen zudem seit 2014 Strafzinsen zahlen, wenn sie bei der EZB über Nacht Geld horten.

Über ein grossangelegtes Wertpapier-Kaufprogramm pumpen die Euro-Wächter überdies Monat für Monat rund 80 Milliarden Euro in das Finanzsystem. Geldhäuser sollen so dazu gebracht werden, mehr Kredite an Firmen und Haushalte auszureichen, statt in Anleihen zu investieren. Doch bislang sind bei der Inflation die Erfolge dieser unkonventionellen Massnahmen eher mager: Mit einer Teuerung von lediglich 0,2 Prozent im Juli liegt das EZB-Ziel einer Inflation von knapp zwei Prozent weit entfernt.

In Deutschland ist die ultralockere Geldpolitik der Notenbank hochumstritten. Banken kritisieren, dass es ihnen wegen der tiefen Zinsen zusehends schwer fällt, im angestammten Kreditgeschäft auskömmliche Margen zu erzielen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sieht Gefahren für die Alterssicherung. "Auf Dauer sind die Folgen von Niedrigzinsen oder gar negativen Zinsen schädlich - etwa bei der Vorsorge fürs Alter", sagte Schäuble der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Lebensversicherer beklagen schon seit längerem, dass die den Kunden zugesagten Renditeversprechen immer schwerer einzulösen sind.

(Reuters)

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26.08.2016 08:30
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In Deutschland steigt Konsumlaune trotz Terror und Brexit-Schock
26.08.2016 08:08

(Ausführliche Fassung)

NÜRNBERG (awp international) -Die Stimmung der deutschen Konsumenten hat sich trotz jüngster Terroranschläge und des überraschenden Brexit-Votums in Grossbritannien wieder verbessert. Wie das Marktforschungsunternehmen GfK am Freitag mitteilte, stieg der Konsumklima-Indikator für September um 0,2 Punkte auf 10,2 Zähler. Damit erreichte der Stimmungsindikator den höchsten Stand seit Juni 2015. Damals hatte er bei ebenfalls 10,2 Punkten einen langjährigen Höchststand markiert.

Die Briten hatten am 23. Juni überraschend für einen Austritt des Königreichs aus der Europäischen Union gestimmt. Unmittelbar nach dem Brexit-Schock war das GfK-Konsumklima nach einer Umfrage im Juli noch leicht auf 10,0 Punkte gesunken. Volkswirte hatte beim aktuellen Umfrageergebnis mit einem unveränderten Wert gerechnet.

"Durch das Brexit-Votum sind mit Blick auf die Konsumstimmung keine nachhaltigen negativen Auswirkungen zu registrieren", kommentierte GfK-Experte Rolf Bürkl die Umfrageergebnisse. Derzeit deute vieles darauf hin, dass Grossbritannien den Antrag für den EU-Austritt wohl erst im kommenden Jahr stellen wird. "Da ist in den Augen von vielen Verbrauchern noch alles beim alten", sagte Bürkl.

Allerdings geht aus der aktuellen GfK-Umfrage hervor, dass die Konjunkturerwartungen der Verbraucher durch das Brexit-Votum etwas gedämpft wurden. Zuletzt hatte sich auch das Ifo-Geschäftsklima überraschend eingetrübt. Mehrere Experten gehen davon aus, dass der Brexit-Schock erst mit zeitlicher Verzögerung bei den Unternehmen angekommen ist. Nach Einschätzung des GfK-Experten Bürkl ist nicht auszuschliessen, dass es auch bei den Konjunkturerwartungen der Verbraucher einen weiteren Dämpfer geben könnte.

"Generell gilt aber bei der Konsumlaune: Die harten Fakten stehen klar im Vordergrund", fasste Bürkl die jüngsten Umfrageergebnisse zusammen. Vor allem die nach wie vor robuste Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt und jüngste Lohn- und Einkommenserhöhungen seien eine stabile Stütze für die Konsumlaune.

Auch die jüngsten Terroranschläge in Bayern haben die Konsumlaune nicht einbrechen lassen. "Die Anschläge haben keine nachhaltige Wirkung gezeigt", stellte Bürkl fest. Nach Einschätzung des Konsumforscher könnten sie aber die Verunsicherung im Hinblick auf die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung etwas verstärkt haben.

Einen weiteren Treiber für die Konsumlaune sieht die GfK in der vergleichsweise starken Rentenerhöhung vom Juli. "Die Rentenerhöhung stützt die Einkommenserwartungen und sorgt für einen deutlichen Kaufkraftzuwachs", sagte Bürkl. Im Westen der Bundesrepublik waren die die Bezüge der Ruheständler um 4,25 Prozent gestiegen, im Osten sogar um 5,95 Prozent. Fachleute sprechen vom grössten Rentenplus seit der Jahrhundertwende.

Die Daten im Überblick:
September Prognose August Juli

Konsumklima 10,2 10,0 10,0 10,1
Konjunkturerwartungen --- --- 8,6 9,4
Einkommenserwartungen --- --- 58,3 49,7
Anschaffungsneigung --- --- 57,3 55,4

/jkr/bgf/stb

(AWP)

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26.08.2016 08:27
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Britische Konsumenten gewinnen Vertrauen zurück

Die britischen Konsumentinnen und Konsumenten haben im August wieder etwas von dem Vertrauen zurückgewonnen, das sie nach dem Brexit-Votum im Juni verloren hatten.

Das ergibt der am Freitag veröffentlichte YouGov/CEBR-Index zum Konsumentenvertrauen.

Der Wert stieg demnach im August um 3,2 Punkte auf 109,8. Damit wurde etwa die Hälfte dessen wieder gutgemacht, was seit dem Votum für einen Ausstieg Grossbritanniens aus der EU verloren ging. Es ist der stärkste Anstieg in einem Monat im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seit Februar 2013.

Die Verbesserung des Konsumentenvertrauens folge positiven Nachrichten aus anderen Bereichen der Wirtschaft, sagte Scott Corfe, Direktor des Forschungsinstituts CEBR. Allerdings könne sich das im kommenden Jahr schnell wieder ändern, wenn die Schwäche des Pfunds die Importe teurer mache. "2017 könnte das Jahr sein, in dem die Konsumenten ins Straucheln kommen."

Der Konsum war in den vergangenen drei Jahren der Treiber der britischen Wirtschaft. Auch in den Wochen nach dem Brexit-Referendum am 23. Juni haben die Briten weiter fleissig eingekauft. Es gibt aber Anzeichen, dass ihr Optimismus nicht von den Unternehmen geteilt wird, die sich Jahren der Unsicherheit über die Beziehungen zwischen Grossbritannien und der EU ausgesetzt sehen.

(AWP)

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25.08.2016 09:05
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Frankreich: Geschäftsklima trübt sich überraschend ein
25.08.2016 08:55

PARIS (awp international) - In Frankreich hat sich die Unternehmensstimmung im August überraschend etwas eingetrübt. Wie das Statistikamt Insee am Donnerstag mitteilte, fiel das von ihr erhobene Geschäftsklima um einen Punkt auf 101 Zähler. Seit einem Jahr bewegt sich das französische Konjunkturbarometer in einer engen Spanne zwischen 100 und 102 Punkten. Analysten hatten mit einer Stagnation bei 102 Punkten gerechnet./jkr/bgf/stb

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25.08.2016 09:04
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Deutschland: Volle Auftragsbücher und mehr Umsatz in der Baubranche
25.08.2016 08:57

WIESBADEN (awp international) - Der Immobilienboom hat die Baubranche im ersten Halbjahr angetrieben. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum nominal um 8,3 Prozent auf 29,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. In den Betrieben mit 20 Mitarbeitern und mehr gingen in den ersten sechs Monaten nominal 18,1 Prozent mehr Aufträge ein als im Vorjahr. Bereinigt um die Inflation und die unterschiedliche Zahl der Arbeitstage verzeichneten die Betriebe ein Orderplus von 16,0 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich bis Ende Juni um 2,4 Prozent auf 422 427 Mitarbeiter./mar/DP/stb

(AWP)

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24.08.2016 08:18
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Deutsche Wirtschaft wächst dank Aussenhandel

Ein starker Aussenhandel hat die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal gestützt. Sie wuchs laut vorläufigen Ergebnissen um 0,4 Prozent.

Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, wuchs die gesamte Wirtschaftsleistung von April bis Juni zum Vorquartal um 0,4 Prozent. Die Statistiker bestätigten damit vorläufige Ergebnisse. Zum gleichen Quartal des Vorjahres erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,1 Prozent. Das war der stärkste Zuwachs seit knapp fünf Jahren, der jedoch durch eine im Vergleich zum Vorjahresquartal höhere Anzahl von Arbeitstagen begünstigt wurde.

Die Wachstumsstruktur fiel deutlich anders als in den vorangegangenen Quartalen aus. So wurde das Wachstum vor allem durch den Aussenhandel getragen. Demnach stiegen die Exporte zum Vorquartal um 1,2 Prozent, während die Einfuhren leicht nachgaben.

Die Binnennachfrage belastete dagegen die Wirtschaftsentwicklung unter dem Strich. Zwar stiegen die Konsumausgaben der privaten Haushalte leicht und die des Staates etwas stärker. Die Investitionen in Ausrüstungen und Bauten gingen aber deutlich zurück. Zudem bauten die Unternehmen Vorräte ab, was das Wachstum ebenfalls belastete.

(AWP)

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24.08.2016 08:17
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Kauflaune in der Euro-Zone trübt sich ein

Das Konsumklima in der Euro-Zone hat sich im August überraschend eingetrübt. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen fiel auf minus 8,5 Punkte von minus 7,9 im Juli.

Das teilte die EU-Kommission am Dienstag mit. Von Reuters befragte Experten hatten hingegen mit einem Anstieg auf minus 7,6 Zähler gerechnet.

Bereits im Vormonat war das Barometer nach dem Brexit-Votum der Briten gefallen. Diese haben sich Ende Juni in einem Referendum entschieden, die Europäische Union (EU) zu verlassen. Viele Ökonomen gehen davon aus, dass die britische Wirtschaft in die Rezession rutschen könnte. Dies dürfte auch die Konjunktur in der Euro-Zone belasten.

(Reuters)

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