Schuldenkrise Europa

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Wdh Forscher: US

Wdh Forscher: US-Konjunkturpaket beflügelt auch deutsche Wirtschaft

(Wiederholung: Im ersten Satz überflüssige Wörter "in Deutschland" gestrichen.) - Das riesige Corona-Konjunkturpaket von US-Präsident Joe Biden könnte nach Berechnungen des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung auch die deutsche Wirtschaft beflügeln. Deutschland werde über höhere Ausfuhren spürbar von dem Programm profitieren, berichtete das gewerkschaftsnahe Institut am Donnerstag. Die Forscher rechnen mit einem zusätzlichen Wachstum des deutschen Bruttoinlandprodukts von 0,3 Prozent in diesem und von 0,1 Prozent im kommenden Jahr.

11.03.2021 15:46

Nach dem US-Senat hatte am Mittwoch auch das Repräsentantenhaus dem Programm im Umfang von rund 1,9 Billionen US-Dollar (rund 1,6 Billionen Euro) zugestimmt. Biden will das Gesetzespaket am Freitag unterzeichnen, um es in Kraft zu setzen.

Nach Berechnungen der IMK-Forscher könnte das US-Bruttoinlandsprodukt 2021 um 2,9 Prozent und 2022 um 3,0 Prozent höher ausfallen als ohne das Konjunkturpaket. Die US-Wirtschaft würde damit so stark zulegen wie seit den frühen 1980er Jahren nicht mehr. Neben Deutschland profitierten auch andere EU-Länder von der höheren Nachfrage aus Übersee. Dadurch werde die Wirtschaftsleistung des Euroraums um 0,3 Prozent 2021 und 0,2 Prozent 2022 höher sein. Relevante Inflationsrisiken entstünden durch den deutlichen Konjunkturimpuls in den USA nicht./hff/DP/men

(AWP)

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Lagarde sieht steigende

Lagarde sieht steigende Inflationsrate in Pandemiezeiten gelassen

EZB-Präsidentin Christine Lagarde sieht den in diesem Jahr erwarteten Anstieg der Inflation im Euroraum gelassen. Es sei zwar möglich, dass die Rate Ende des Jahres zwei Prozent erreichen könne, sagte sie am Donnerstag auf der Pressekonferenz nach der Zinssitzung.

11.03.2021 15:38

Doch die EZB werde durch diese Entwicklung "hindurchsehen".

Der Anstieg sei voraussichtlich vorübergehend und werde nicht zu einem grundlegenden Preisauftrieb führen. Dazu fehlten in der wegen der Pandemie-Folgen nicht ausgelasteten Wirtschaft die Voraussetzungen, auch weil sich unter diesen Bedingungen kein Lohndruck aufbauen könne.

Im Februar lag die Inflation im Euroraum wie bereits im Januar bei 0,9 Prozent. Zuvor waren die Verbraucherpreise im Zuge der Pandemie mehrere Monate in Folge gesunken. Doch dürfte die Jahresteuerung in den nächsten Monaten deutlich zulegen - vor allem wegen steigender Energiekosten. Denn ab dem Frühjahr 2020 hatte die Virus-Krise weite Teile der Weltwirtschaft erfasst, was zu einem Rückgang der Energienachfrage geführt hatte.

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Renditen für Anleihen aus der

Renditen für Anleihen aus der Eurozone fallen kräftig nach EZB-Beschlüssen

An den Märkten für europäische Staatsanleihen sind die Renditen am Donnerstag nach Beschlüssen der Europäischen Zentralbank (EZB) kräftig gefallen. Vor allem bei italienischen Staatsanleihen zeigte sich ein starker Rückgang. Zuvor hatte die EZB mitgeteilt, dass die Käufe im Rahmen des Corona-Notprogramms für Staatsanleihen und Wertpapiere von Unternehmen (Pandemic Emergency Purchase Programme/PEPP) im zweiten Quartal deutlich beschleunigt werden.

11.03.2021 14:34

Am Nachmittag wurden italienische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren mit einer Rendite von 0,58 Prozent gehandelt und damit 0,10 Prozentpunkte niedriger als am Vortag. Auch in den übrigen Euro-Staaten gingen die Renditen deutlich zurück, wenn auch nicht so stark wie in Italien. Bei zehnjährigen Bundesanleihen fiel die Rendite zuletzt um 0,04 Punkte auf minus 0,36 Prozent.

Die EZB hatte mitgeteilt, dass das Volumen und die Laufzeit des PEPP-Kaufprogramms nicht verändert wird. Das Volumen beträgt weiterhin 1,85 Billionen Euro bei einer Laufzeit von mindestens März 2022. Allerdings machte die Notenbank deutlich, dass sie das Programm flexibel nach Marktbedingen handhaben will und kündigte für das zweite Quartal eine deutliche Beschleunigung der Käufe an. Zuvor hatten sich EZB-Vertreter mehrfach besorgt über den jüngsten Anstieg der Renditen für Anleihen gezeigt./jkr/jsl/jha/

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Leitzins im Euroraum bleibt

Leitzins im Euroraum bleibt auf Rekordtief von null Prozent

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von null Prozent. Das entschied der EZB-Rat nach Angaben der Notenbank am Donnerstag in Frankfurt./mar/DP/jha

11.03.2021 13:53

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Deutschland: Inflation steigt

Deutschland: Inflation steigt auf 1,3 Prozent

Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich weiter beschleunigt. Im Februar sei die Jahresinflationsrate auf 1,3 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt am Freitag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit bestätigte das Bundesamt wie von Analysten erwartet eine erste Erhebung.

12.03.2021 08:18

Im Januar hatte die Inflationsrate noch bei 1,0 Prozent gelegen und im Dezember bei minus 0,3 Prozent. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise im Februar um 0,7 Prozent.

Nach dem Auslaufen der Mehrwertsteuersenkung hatte die Inflation bereits im Januar einen Sprung gemacht. Die für ein halbes Jahr eingeführten niedrigeren Steuersätze von 16 beziehungsweise 5 Prozent zur Ankurbelung des Konsums in der Corona-Krise waren Ende vergangenen Jahres ausgelaufen. Ausserdem legten die Preise für Kraftstoffe im Februar zu./jkr/stk

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Deutscher Verkehrsminister

Deutscher Verkehrsminister will Ende des fossilen Verbrenners bis 2035

Autos mit Verbrennungsmotoren sollen nach Vorstellung des deutschen Verkehrsministers Andreas Scheuer ab 2035 nur noch auf die Strassen kommen, wenn sie mit synthetischen Kraftstoffen angetrieben werden. Der klassische Verbrenner, der mit fossilen Kraftstoffen wie Benzin und Diesel angetrieben wird, solle innerhalb der nächsten 15 Jahre auslaufen, sagte der CSU-Politiker der "Welt am Sonntag". "Unser Ziel muss das Auslaufen des fossilen Verbrenners bis 2035 sein." Der Verbrenner sei damit aber nicht völlig am Ende, sagte Scheuer mit Blick auf synthetische Kraftstoffe.

14.03.2021 14:39

"Um die in Deutschland hoch entwickelte Technologie des Verbrenners in die Zukunft zu führen, müssen die synthetischen Kraftstoffe raus aus dem Reagenzglas und rein in die Massenproduktion", sagte Scheuer. Um sie konkurrenzfähig zu machen, braucht es dem Minister zufolge den Druck durch den Gesetzgeber. "Wir müssen technologieoffen bleiben und gleichzeitig weiter strenge Klimaschutz-Vorgaben machen, damit die Anreize da sind, die nächsten 15 Jahre zu nutzen, um konkurrenzfähige, saubere Kraftstoffe für Verbrenner zu entwickeln", sagte Scheuer.

Greenpeace-Verkehrsexperte Benjamin Stephan bezeichnete Scheuers Idee "von einer sauberen Zukunft des Verbrennungsmotors" als "brandgefährlich", sowohl für den Klimaschutz als auch für die Autoindustrie. "Die Herstellung synthetischer Kraftstoffe benötigt Strom. Mit der gleichen Menge Strom fährt ein E-Auto mit Batterie mindestens fünfmal so weit wie ein Verbrenner mit strombasiertem Kraftstoff. Eine solche hanebüchene Verschwendung macht strombasierte Kraftstoffe dauerhaft viel zu teuer für den Betrieb von Autos." Der Verbrennungsmotor habe keine Zukunft, ganz gleich womit man ihn betreibt. Er forderte ein Auslaufdatum für alle Verbrennungsmotoren von der Bundesregierung.

Politiker wie CSU-Chef Markus Söder und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatten sich bereits im Herbst vergangenen Jahres für ein Auslaufen fossil betriebener Autos bis 2035 ausgesprochen. Nach früherer Einschätzung des Auto-Experten Ferdinand Dudenhöffer würde ein fester Termin den Ausstieg für Hersteller und Energieversorger berechenbar machen. Auch zahlreiche andere Autoländer wie Japan, Grossbritannien, Frankreich, Spanien oder Kanada hätten bereits Enddaten zwischen 2030 und 2040 für die Verbrennertechnologie festgelegt.

Minister Scheuer sprach sich weiterhin gegen eine kurzfristige Verschärfung der Abgasvorschriften durch die EU im Rahmen der Euro-7-Norm aus. "Das Verkehrsministerium wird sich bei der Euro-7-Debatte sehr ablehnend positionieren", kündigte er an. "Wir sollten uns auf die bestehenden Abgasvorschriften konzentrieren und keine Debatte über noch strengere Vorgaben führen." Die Grenzwerte müssten technisch erfüllbar bleiben.

Die EU-Kommission will Ende 2021 ehrgeizige neue Schadstoff-Grenzwerte in einer Euro-7-Norm für Autos und Vans vorschlagen. Sie sollen 2025 in Kraft treten.

EU-Kommissionsvize Frans Timmermans sagte dem "Tagesspiegel am Sonntag", ihm sei bewusst, sass es hinsichtlich der geplanten neuen Norm "viele Widerstände in der Automobilindustrie" gebe. Ihm zufolge hiess es in der Vergangenheit regelmässig aus der Branche, dass neue Vorgaben für Grenzwerte unmöglich zu schaffen seien. "Und dennoch haben wir gerade in diesem letzten Jahr gesehen, dass die Automobilindustrie es dann doch geschafft hat", sagte Timmermans./red/DP/mis

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Inflationserwartungen für den

Inflationserwartungen für den Euro-Raum klettern auf Zweijahreshoch

Spekulationen auf stärker anziehende Preise im Zuge einer Erholung der Wirtschaft von den Pandemie-Folgen lassen die Inflationserwartungen in der Euro-Zone hochschnellen.

15.03.2021 12:59

Zum ersten Mal seit zwei Jahren rechnen Investoren am Finanzmarkt wieder damit, dass die Teuerungsrate in dem Währungsraum mit seinen 19 Ländern auf lange Sicht auf über 1,50 Prozent steigen wird. Das langfristige Euro-Inflationsbarometer, der sogenannte Five-Year-Five-Year-Forward, kletterte auf 1,5126 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit März 2019. Die Zahl bedeutet, dass Anleger zwischen 2026 und 2031 im Schnitt eine Inflation von rund 1,51 Prozent erwarten.

Zum Start der Virus-Krise in Europa war das Barometer 2020 zeitweise sogar auf unter ein Prozent gefallen. Nach Einschätzung von Hagen-Holger Apel, Portfolio Manager beim Luxemburger Vermögensverwalter DNB Asset Management, ist die Ausgangslage für steigende Teuerungsraten durchaus gegeben.

"Da sich in immer mehr Ländern eine zunehmende Impfbereitschaft abzeichnet und gleichzeitig mit dem beginnenden Frühjahr weitere Lockerungen angestrebt werden, könnte es durchaus zu Nachholeffekten durch die Konsumenten kommen", meint der Investmentexperte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte zur Zinssitzung vergangene Woche ihre Inflationsprognose für den Euroraum 2021 auf 1,5 (zuvor: 1,0) Prozent und für 2022 auf 1,2 (1,1) Prozent unter anderem wegen anziehender Energiepreise angehoben. Aus ihrer Sicht bleibt aber der zugrundeliegende Preisdruck gedämpft.

(Reuters)

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Coronakrise lässt Konsum in

Coronakrise lässt Konsum in Deutschland einbrechen - Hohe Sparquote

(Ausführliche Fassung) - In der Corona-Krise ist der private Konsum in Deutschland so stark zurückgegangen wie seit 50 Jahren nicht mehr. Die Haushalte gaben im vergangenen Jahr für Waren und Dienstleistungen 4,6 Prozent weniger Geld aus als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Montag berichtete. Das war der stärkste Rückgang seit 1970 und unterscheidet sich fundamental vom Verbraucherverhalten in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Damals hatte der private Konsum die deutsche Volkswirtschaft gestützt und zur schnellen Erholung beigetragen.

15.03.2021 14:35

Bereinigt um die Preisentwicklung betrug das Minus zum Vorjahr sogar 5,0 Prozent. Die Gründe für die Einbussen liegen auf der Hand: In der Pandemie waren viele Geschäfte über Monate geschlossen, Urlaube wurden abgesagt, und etliche Dienstleistungen insbesondere rund um die Mobilität waren kaum gefragt. Es gab für die Menschen schlicht weniger Möglichkeiten, ihr Geld auszugeben.

Die Leute haben das Geld auf die hohe Kante gelegt, weiss der Chef-Volkswirt der Vermögensverwaltung Flossbach von Storch, Thomas Mayer, denn das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte sei unter anderem wegen des Kurzarbeitergelds sogar noch etwas gestiegen. Laut Bundesamt explodierte die Sparquote um 50,3 Prozent auf knapp 16 Prozent des verfügbaren Einkommens.

Ökonom Mayer erwartet in der Folge einen Nachfrage- und Preisschub mit entsprechender Inflationsgefahr. "Wenn die Pandemie schliesslich abebbt, werden die Geldersparnisse in den Konsum fliessen. Mit den Konsumausgaben dürften auch die Preise steigen. Höhere Inflation könnte dann die Lohnrunde 2022 beeinflussen, und es könnte zu einer Preis-Lohn-Preis Spirale kommen, wie wir sie zuletzt in den 1970er-Jahren gesehen haben." Mayer zweifelt daran, dass die Europäische Zentralbank in diesem Fall wirkungsvoll gegenhalten könnte, etwa mit dem Verkauf ihrer Anleihen oder höheren Leitzinsen.

Deutlich ist an den Statistiken abzulesen, welche Branchen besonders heftig unter den Lockdown-Massnahmen im Frühjahr und ab November gelitten haben. So gaben die Leute in dem Jahr 33,2 Prozent weniger für Hotel- und Gaststättenbesuche aus. Auch für Bahn-, Flugzeug- und ÖPNV-Tickets sanken die Ausgaben um ein gutes Drittel. In den Innenstädten litten vor allem die Händler von Schuhen und Bekleidung unter einem Rückgang von 14,5 Prozent der Ausgaben.

Für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke gaben die Menschen mehr Geld aus, weil sie einfach häufiger zuhause waren. Im Gesamtjahr stieg dieser Posten um 6,3 Prozent. Mit einem Anstieg um 3,0 Prozent für alkoholische Getränke hielt sich hingegen der befürchtete "Corona-Suff" bei gleichzeitig über Monate geschlossenen Bars und Kneipen noch in Grenzen.

Im zweiten Halbjahr wuchs aber laut Statistik auch die Bereitschaft der Bürger für langfristige Anschaffungen. Dazu zählen beispielsweise Autos, Möbel oder grössere Elektrogeräte. Nach einem Rückgang um 8,5 Prozent in der ersten Jahreshälfte für langfristige Gebrauchsgüter wurden im zweiten Halbjahr 7,8 Prozent mehr ausgegeben als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Hier dürfte auch die vorübergehende Absenkung der Mehrwertsteuer in der zweiten Jahreshälfte eine Rolle gespielt haben, vermuten die Statistiker. Allerdings fiel der Schub deutlich schwächer aus als im Jahr 2009, als mit einer Abwrackprämie besonders der Autokauf angeheizt wurde.

Der Online-Handel habe die Schliessung der lokalen Geschäfte nicht vollständig ausgleichen können, sagt der Chef-Volkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer. Er verweist auf die Verantwortlichkeit der Politik: "Die Zahlen der Wiesbadener Statistiker machen noch einmal klar, dass die deutsche Konjunktur mit der Lockerung der Corona-Beschränkungen steht und fällt. Es wird darauf ankommen, wie die Politiker aus Bund und Ländern die zuletzt gestiegenen Infektionszahlen interpretieren."/ceb/DP/jha

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Verschuldung in Italiens

Verschuldung in Italiens öffentlicher Verwaltung auf Rekordniveau

Die Verschuldung in Italiens öffentlicher Verwaltung ist auf einen neuen Höchststand gestiegen. Nach aktuellen Zahlen lag sie im Januar bei etwa 2603 Milliarden Euro, wie die italienische Nationalbank Banca d'Italia mitteilte. Im Vergleich zum Ende des vergangenen Jahres 2020 sei das ein Anstieg um fast 34 Milliarden Euro. Die Zeitung "Corriere della Sera" schrieb am Dienstag, die Verschuldung liege auf Rekordiveau.

16.03.2021 12:55

Die Nationalbank begründete die Entwicklung unter anderem mit dem erhöhten Bedarf in der öffentlichen Verwaltung und dem Anstieg an Geldern im Staatsvermögen. Die Verschuldung stieg seit März 2020, als die Corona-Pandemie Italien mit voller Härte traf, sprunghaft an. Lediglich von November zu Dezember 2020 sank sie leicht. Zum Januar zeigte die Kurve jedoch wieder steil nach oben./jon/DP/eas

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Statistiker: Kein

Statistiker: Kein Konjunktureinbruch in Deutschland im ersten Quartal

Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes durch die Massnahmen zur Eindämmung der zweiten Welle in der Corona-Pandemie deutlich geringer belastet als im vergangenen Frühjahr. "Ein erneuter drastischer Einbruch der Wirtschaftsleistung ist im ersten Quartal 2021 aufgrund der aktuell vorliegenden Konjunkturindikatoren nicht zu erwarten", sagte Albert Braakmann, Leiter der Abteilung "Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Preise" am Dienstag bei einer Online-Veranstaltung des Bundesamtes.

16.03.2021 12:16

Die zweite Welle habe den Erholungsprozess Ende 2020 zwar gestoppt. Er verwies aber auf eine weiter robuste Entwicklung in der deutschen Industrie und erkannte in dem für die deutsche Wirtschaft wichtigen Sektor Anzeichen "einer weiter kontinuierlichen Erholung".

Konjunkturdaten der ersten beiden Monate des Jahres hätten eine hohe Nachfrage nach deutschen Waren gezeigt, sagte Braakmann und verwies in diesem Zusammenhang auf Exporte in die Vereinigten Staaten und China, den beiden grössten Volkswirtschaften der Welt und wichtigen Handelspartnern Deutschlands. Eine konkrete Prognose zur konjunkturellen Entwicklung der deutschen Wirtschaft in den Monaten Januar bis März nannte das Bundesamt aber nicht.

Auch in der deutschen Bauwirtschaft erkannte das Bundesamt keinen Einbruch im ersten Quartal. Zwar sei die Produktion im Baugewerbe im Januar deutlich um 12,2 Prozent im Monatsvergleich gesunken, hiess es. Dies ist nach Einschätzung der Destatis-Experten aber eine kurzfristige Erscheinung und mit der Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung zum Jahreswechsel und durch einen Kälteeinbruch im Januar zu erklären.

Dagegen leidet der deutsche Einzelhandel weiter stark unter den Massnahmen zur Eindämmung der zweiten Welle. Braakmann sprach von einer "dramatischen Situation" in Bereichen des stationären Einzelhandels. Vor allem das Geschäft mit Textilien werde von der Corona-Krise belastet. Allerdings zeige sich auch im Einzelhandel "ein zweigeteiltes Bild", sagte Destatis-Experte Peter Schmidt. Er verwies auf einen Rekordumsatz im Internet- und Versandhandel im Januar.

Trotz der vergleichsweise schwachen Konjunktur-Entwicklung zu Beginn des Jahres geht das Amt in den kommenden Monaten von einem Anstieg der Inflation aus. Als Gründe wurden neben der Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung zum Jahresende auch die CO2-Abgabe und die zuletzt gestiegenen Ölpreise genannt. Ausserdem dürften Basiseffekte die Inflationsrate im Verlauf des Jahres zeitweise nach oben treiben, hiess es./jkr/jsl/zb

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Italien: Inflation zieht

Italien: Inflation zieht etwas an

In Italien hat die allgemeine Teuerung im Februar etwas angezogen. Die nach europäischer Methode ermittelten Verbraucherpreise (HVPI) stiegen zum Vorjahresmonat um 1,0 Prozent, wie das Statistikamt Istat am Dienstag in Rom nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Vorläufige Daten wurden bestätigt. Im Januar hatte die Inflationsrate 0,7 Prozent betragen. Auf Monatssicht fielen die Verbraucherpreise im Februar um 0,2 Prozent.

16.03.2021 10:29

Istat erklärte die anziehende Teuerung zum einen mit den Energiepreisen, die auf Jahressicht weniger stark zurückgingen als im Vormonat. Zudem seien die Preise im Transportsektor gestiegen. Lebensmittel und alkoholische Getränke verteuerten sich dagegen weniger stark und dämpften den Preisauftrieb./bgf/jsl/mis

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Deutsche Chemiebranche

Deutsche Chemiebranche erwartet kräftige Erholung - starkes Schlussquartal

Die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie blickt nach einem schweren Corona-Jahr mit viel Zuversicht auf 2021. Die Branche erwarte ein Produktionsplus von drei Prozent und ein Umsatzwachstum von fünf Prozent bei steigenden Erzeugerpreisen, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Dienstag in Frankfurt berichtete. Damit hob er seine Prognose deutlich an. "Sollte sich die Industriekonjunktur über das Jahr weiter positiv entwickeln, stehen die Zeichen für die Chemie gut", sagte VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Grosse Entrup. Dabei stütze eine starke Industrienachfrage hierzulande und Rückenwind aus Asien.

16.03.2021 10:05

Ein starkes Schlussquartal mit einem Umsatzanstieg von gut acht Prozent im Vergleich zum Vorquartal besserte die Jahresbilanz der Branche mit zuletzt rund 464 000 Mitarbeitern in Deutschland auf. Der Dämpfer für die Branche durch den neuerlichen Lockdown sei ausgeblieben, sagte Grosse Entrup. Die Erholung der Vormonate habe sich beschleunigt, aber nicht gereicht, um die Jahresbilanz 2020 noch ins Positive zu wenden.

Der gesamte Umsatz der Chemie- und Pharmabranche sank 2020 im Jahresvergleich um 4,4 Prozent auf 189,6 Milliarden Euro. Der Rückgang war moderater als zunächst befürchtet. Die Produktion fiel nur leicht um 0,8 Prozent. Insbesondere die Chemiebranche hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Die konjunktursensible Industrie, die etwa Autohersteller und die Kosmetikbranche beliefert, litt unter den wirtschaftlichen Einbrüchen und Lockdowns in der Pandemie. Die Pharmaindustrie erwies sich dagegen als robust./als/mne/jha/

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Auto-Neuzulassungen in der EU

Auto-Neuzulassungen in der EU weiter deutlich unter Vorjahresmonat

Der EU-Automarkt steht weiter deutlich unter dem Einfluss der Corona-Krise. Im Februar gingen die Pkw-Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahresmonat um 19,3 Prozent auf 771 486 Autos zurück, wie der europäische Herstellerverband Acea am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Das war der schwächste Monat Februar seit 2013. Massnahmen zur Eindämmung von Covid-19 sowie Unsicherheiten lasteten weiter stark auf der Nachfrage, hiess es vom Verband. Nach den ersten beiden Monaten steht ein Minus von 21,7 Prozent zu Buche. In allen grösseren Märkten waren die Rückgänge prozentual zweistellig, am besten sah noch Italien mit minus 12 Prozent aus. Deutschland und Frankreich lagen bei einem Minus um die 20 Prozent, Spanien bei minus 38 Prozent.

17.03.2021 08:05

Unter den Herstellern fuhr der VW-Konzern bei den Neuzulassungen ein Minus von 17 Prozent ein, BMW (inklusive Mini) stand mit minus 9 Prozent besser da. Von Daimler (Mercedes und Smart) wurden knapp ein Fünftel weniger Fahrzeuge angemeldet.

In Europa war der Markt im vergangenen Jahr mit ersten Lockdowns vor allem ab März und noch stärker im April eingebrochen, in den ersten beiden Jahresmonaten waren die Auswirkungen aber noch kaum zu spüren. In den kommenden Monaten dürften die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr daher weniger drastisch aussehen. Dennoch ist die Lage brisant - es sind regional unterschiedliche Lockdowns in Europa weiter in Kraft und es droht eine sogenannte dritte Welle bei den Infektionszahlen./men/eas/fba

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'Wirtschaftsweise' senken

'Wirtschaftsweise' senken Konjunkturprognose 2021 fr Deutschland

(Ausführliche Fassung) - Angesichts der anhaltenden Corona-Krise haben die "Wirtschaftsweisen" ihre Konjunkturprognose für 2021 gesenkt. Im ersten Quartal wird ein Rückgang der Wirtschaftsleistung erwartet. Das teilte der Sachverständigenrat am Mittwoch mit. Sie sehen ausserdem das Risiko, dass ein starker Anstieg der Infektionszahlen die konjunkturelle Erholung verzögern könnte - vor allem wenn die Industrie stark von Einschränkungen und Betriebsschliessungen betroffen wäre.

17.03.2021 11:38

Es gebe aber Chancen für eine bessere wirtschaftliche Entwicklung, wenn die Bevölkerung schneller als erwartet geimpft und Einschränkungen aufgehoben werden, so die "Wirtschaftsweisen".

Infolge der wieder angestiegenen Infektionszahlen und der aktuell noch andauernden Einschränkungen rechnen die Experten im ersten Quartal mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland um etwa 2 Prozent.

Für das laufende Jahr erwartet der Sachverständigenrat ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland um 3,1 Prozent. Damit wurden die bisherigen Erwartungen heruntergeschraubt. In der im November vorgelegten Prognose gingen die Experten noch von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,7 Prozent im Jahr 2021 aus.

Nach einem Einbruch der Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr um 4,9 Prozent rechnet die Bundesregierung im Moment mit einem Wachstum um 3,0 Prozent im Jahr 2021. Auch die Bundesregierung hatte ihre Prognose gesenkt.

"Sobald es gelingt, das Infektionsgeschehen effektiv zu begrenzen und grössere Anteile der Bevölkerung zu impfen, dürften sich die von den Kontaktbeschränkungen oder Schliessungen stark betroffenen Dienstleistungsbereiche wie das Gastgewerbe oder der stationäre Einzelhandel wieder beleben", erklärte der "Wirtschaftsweise" Achim Truger. "Dies dürfte zu einem kräftigeren Wachstum beitragen."

Als grösstes Risiko für die Konjunktur in Deutschland sehen die Experten eine mögliche dritte Infektionswelle - und zwar dann, wenn diese zu Einschränkungen oder gar Betriebsschliessungen in der Industrie führen würde. Im Frühjahr mussten Fabriken ihre Produktion einstellen, auch weil internationale Lieferketten unterbrochen waren. Das hatte zu einem Einbruch der Wirtschaftsleistung geführt.

Derzeit gehe es mit der Industrieproduktion aufwärts, so der Sachverständigenrat. Die internationalen Lieferketten seien bisher weitgehend intakt, die Nachfrage nach Waren aus Deutschland steige mit der fortschreitenden Erholung der Weltwirtschaft.

Das Gremium forderte die Politik auf, das Tempo bei den Impfungen zu erhöhen. "Damit Deutschland das EU-Ziel, 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung zu impfen, bis Ende September 2021 erreicht, muss die aktuelle Anzahl der täglichen Impfungen in den Impfzentren um 50 Prozent gesteigert werden", so die "Wirtschaftsweise" Veronika Grimm. Haus- und Fachärzte sollten demnach in den Impfprozess einbezogen werden.

Die Politik plant dies - unklar ist aber derzeit, ab wann. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung berät die Politik. Die Experten werden umgangssprachlich auch als die "Wirtschaftsweisen" bezeichnet./hoe/DP/nas

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Inflation in Eurozone stabil

Inflation in Eurozone stabil bei 0,9 Prozent

Die Inflation in der Eurozone ist im Februar stabil geblieben. Die Lebenshaltungskosten lagen unter dem Strich 0,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

17.03.2021 11:00

Das teilte das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Der Anstieg fällt damit so stark aus wie im Januar. Im Monatsvergleich erhöhten sich die Verbraucherpreise im Februar um 0,2 Prozent. Vorläufige Zahlen wurden bestätigt.

Gedämpft wurde die Teuerung durch die Preise von Lebens- und Genussmitteln, die schwächer stiegen als im Vormonat. Auch die Preise von industriell gefertigten Waren und Dienstleistungen stiegen schwächer. Dagegen bremste der Preisrückgang von Energie deutlich ab. Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel fiel von 1,4 Prozent im Januar auf 1,1 Prozent.

Das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von mittelfristig knapp zwei Prozent wird nach wie vor klar verfehlt. Allerdings rechnen Analysten mit deutlich steigenden Inflationsraten im Jahresverlauf. Da dafür aber teils Einmaleffekte verantwortlich sind, dürfte die Inflation wohl nur übergangsweise anziehen. Die EZB hat bereits angekündigt, zunächst nicht auf steigende Inflationsraten zu reagieren.

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Fast jedes fünfte deutsche

Fast jedes fünfte deutsche Unternehmen bangt um seine Existenz

Fast jedes fünfte Unternehmen in Deutschland sieht sich einer Umfrage zufolge durch die Corona-Krise in seiner Existenz bedroht. 18,7 Prozent gaben dies im Februar an, wie das Konjunkturforschungsinstitut Ifo am Donnerstag mitteilte.

18.03.2021 08:14

Im November 2020 waren es lediglich 17,6 Prozent, während es im vergangenen Mai sogar 21,8 Prozent gewesen waren. "Besonders gefährdet unter den grossen Wirtschaftszweigen fühlte sich im Februar der Einzelhandel mit 34,5 Prozent der Firmen, vor den Dienstleistern mit 26,3 Prozent", sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. Diese Bereiche leiden besonders unter den Corona-Beschränkungen.

Die stärksten Existenzängste verspürt die Reisebranche: Hier sind es 83,7 Prozent der Firmen. Nicht viel besser sieht es bei den Hotels aus, wo 82,3 Prozent um den Fortbestand bangen. Bei Restaurants und Gaststätten sind es 72,3 Prozent, die sich vor einer ungewissen Zukunft sehen.

Vergleichsweise entspannt sind dagegen der Maschinenbau mit 5,6 Prozent, die Elektrobranche (4,4), die Chemieindustrie (3,9) und die Autoindustrie (2,3).

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Deutsches Gastgewerbe in

Deutsches Gastgewerbe in Schockstarre - Verzweifeltes Warten auf Öffnungen

(Ausführliche Fassung) - Das Gastgewerbe sieht sich angesichts des anhaltenden Lockdowns in einer katastrophalen Lage. "Wir halten keine Wochen und Monate in dieser Schockstarre mehr durch", sagte der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, Guido Zöllick, am Donnerstag in Berlin. Er forderte zum nächsten Treffen von Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise am kommenden Montag eine klare und verlässliche Perspektive, unter welchen Bedingungen Hotels und Gaststätten wieder öffnen könnten.

18.03.2021 12:56

Zöllick beschrieb Lage und Stimmung im Gastgewerbe als katastrophal. Jeder Monat Lockdown führe zu Umsatzverlusten in Höhe von durchschnittlich 75 Prozent. Rücklagen seien aufgebraucht, die Angst vor dem endgültigen Aus nehme bei vielen Firmen dramatisch zu. Es gehe um 222 000 Unternehmen mit mehr als 2,4 Millionen Beschäftigten.

Mit Blick auf die Aufhebung der Reisewarnung für Mallorca sagte Zöllick, es sei nicht erklärbar, dass die Bundesregierung einerseits Urlaub im internationalen Massstab möglich mache - ein Besuch in heimischen Biergärten aber weiter nicht erlaubt sei. Auch in Deutschland gebe es Regionen mit zum Teil sehr niedrigen Inzidenzwerten. Zöllick verwies auf niedrige Zahlen in Rostock - er ist Chef des Hotels Neptun in Warnemünde. "Warum darf man da nicht hin reisen?"

Die Branche müsse wieder Licht am Ende des Tunnels sehen. Allerdings sei auch dem Gastgewerbe bewusst, dass Öffnungen bei einer Inzidenz von über 100 schwierig seien. Dieser Wert bezieht sich auf die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Am Donnerstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut bundesweit bei 90 - und damit deutlich höher vor einer Woche.

Das Gastgewerbe sei kein Pandemietreiber, sagte Zöllick: "Die Politik muss ihre Hausaufgaben machen. Wir erwarten ein besseres Management beim Impfen und beim Testen." Die Branche könne ihre Mitarbeiter regelmässig testen. Skeptisch zeigte sich Zöllick aber zur Frage, ob das Gastgewerbe im Falle von Öffnungen die Kosten etwa von Selbsttests für Gäste übernehme. Es gebe hierzu noch keine abgestimmte Meinung im Verband. Er persönlich halte dies aber für schwierig.

Der Vorsitzende des Hotelverbands Deutschland, Otto Lindner, sagte: "Das Gastgewerbe, die Hotellerie kämpfen ums nackte Überleben." Besonders dramatisch sei die Lage der Stadt- und Tagungshotellerie. In der ersten Märzwoche habe die Zimmerauslastung in Deutschland lediglich bei 13,5 Prozent gelegen. Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München hätten nur einstellige Auslastungszahlen.

Eine "Neiddebatte" sei aber nicht hilfreich, sagte Lindner mit Blick auf Mallorca - sein Unternehmen betreibt dort selbst Hotels. Es gebe erhebliche Auflagen für Hotels auf Mallorca. Die Hotels in Deutschland seien aber nicht Teil des Problems. Es gebe sehr gute Hygienekonzepte. Es brauche Öffnungsperspektiven: "Wir haben die Schnauze voll."

Wie sehr der monatelange Lockdown das Gastgewerbe belastet, zeigen auch neue Zahlen des Statistischen Bundesamts. Demnach stieg der Umsatz im Januar im Vergleich zum Dezember zwar bei gleichbleibenden Preisen um 3,3 Prozent, teilte die Behörde am Donnerstag in Wiesbaden mit. Die Erlöse der Hotels und Gaststätten lagen aber weiterhin 70 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Besonders hart traf es die Beherbergungsbetriebe, die nur noch 16 Prozent des Wertes aus dem Januar 2020 erreichten. Die Gastronomie erzielte 37 Prozent, wobei die Caterer mit 52,5 Prozent noch wesentlich besser abschnitten als die übrigen Betriebe.

Das Gastgewerbe forderte Nachbesserungen bei den Corona-Hilfen, die nach wie vor nicht genügend bei den Firmen ankämen. Zöllick: "Wenn wir zwangsweise geschlossen werden, müssen wir auch entschädigt werden, in voller Höhe der Verluste." Lindner sagte, Obergrenzen bei den Hilfen müssten fallen, diese seien viel zu niedrig angesetzt./hoe/DP/jha

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Institut für Weltwirtschaft

Institut für Weltwirtschaft erwartet 2021 deutsches Wachstum von 3,7 Prozent

Das Institut für Weltwirtschaft hat seine Konjunkturerwartung für dieses Jahr nach oben korrigiert und geht jetzt von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,7 Prozent aus. Bislang hatten die Kieler Forscher ein Plus von 3,1 Prozent erwartet. Grund ist die Industriekonjunktur, die vom Auslandsgeschäft profitiert, wie das IfW am Donnerstag mitteilte. Für 2022 erwartet das Institut jetzt ein Wachstum von 4,8 Prozent.

18.03.2021 12:30

Allerdings dürfte die deutsche Wirtschaft mit einem Dämpfer in das Jahr gestartet sein. Das IfW geht wegen des Corona-Lockdowns von einem Minus von 2,7 Prozent im ersten Quartal aus.

Für ihre Prognose nehmen die Kieler Wirtschaftsforscher an, dass aufgrund einer erfolgreichen Impfaktion im Verlauf des Sommers eine Erholung der Wirtschaft auf breiter Front einsetzt. Im privaten Konsum sollen im zweiten Halbjahr massive Aufholeffekte einsetzen. In den privaten Haushalten habe sich während der Pandemie Kaufkraft in Höhe von 230 Milliarden Euro aufgestaut.

Das IfW erwartet im laufenden Jahr eine Inflationsrate von 2,3 Prozent und 2022 von weniger als 2,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote bleibe in diesem Jahr mit 5,9 Prozent und im kommenden Jahr mit 5,3 Prozent relativ niedrig./moe/DP/jha

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Deutschland: Erzeugerpreise

Deutschland: Erzeugerpreise ziehen deutlich an

In Deutschland haben die Preise auf Herstellerebene im Februar deutlich angezogen. Die Erzeugerpreise stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Im Januar hatte die Jahresrate gerade einmal 0,9 Prozent betragen. Im Monatsvergleich stiegen die Preise, die Produzenten für ihre Waren erhalten, um 0,7 Prozent.

19.03.2021 08:21

Besonders deutlich verteuerten sich im Februar Vorleistungsgüter die in die Produktion einfliessen. Das Bundesamt nannte recycelte Rohstoffe und Futtermittel sowie einige besonders wichtige Rohstoffe wie Stahl, deren Preise deutlich anzogen. Ausserdem seien die Energiepreise gestiegen. Teils sei dies auf die zu Jahresbeginn gestartete CO2-Steuer zurückzuführen.

Die Erzeugerpreise fliessen in die Verbraucherpreise mit ein, an denen die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet. Auch die Verbraucherpreise sind zuletzt deutlicher gestiegen. Die EZB betrachtet die Entwicklung bisher als nicht nachhaltig./bgf/mis

(AWP)

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Deutsche Elektro-Industrie

Deutsche Elektro-Industrie startet mit schwachen Exporten ins Jahr

Mit schwachen Exporten ist die deutsche Elektroindustrie ins Jahr 2021 gestartet. Der Wert der Ausfuhren verfehlte im Januar mit 16,6 Milliarden Euro den Vorjahresmonat um 5,0 Prozent, wie der Branchenverband ZVEI am Freitag in Frankfurt berichtete. Die Einfuhren stiegen hingegen leicht um 0,9 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro. Damit gab es erstmals seit 18 Jahren einen monatlichen Importüberschuss für elektrotechnische und elektronische Erzeugnisse. Geschwächelt haben die Exporte vor allem in Länder ausserhalb der EU mit Russland, Grossbritannien und Japan an der Spitze. Der grösste Auslandsmarkt China glänzte hingegen mit stark gestiegenen Ein- und Ausfuhren./ceb/DP/mis

19.03.2021 08:59

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Bis zum digitalen Euro

Bis zum digitalen Euro könnten noch fünf Jahre verstreichen

Die EZB kann aus Sicht von Notenbank-Direktor Fabio Panetta erst in etwa fünf Jahren einen digitalen Euro an den Start bringen.

19.03.2021 13:29

"Fünf Jahre sind eine lange Zeit," sagte Panetta am Freitag auf einer virtuellen Konferenz der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Aber eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) sei nicht einfach. "Und das ist nicht nur schlicht eine technische Frage", sagte er. Ihre Einführung werde unweigerlich nicht nur für den Zahlungsverkehr und die Finanzmärkte starke Auswirkungen haben sondern für die ganze Gesellschaft.

Die EZB befindet sich laut Panetta aktuell noch bei den Vorarbeiten für eine digitale Version der Gemeinschaftswährung. Um die Mitte dieses Jahres herum werde der EZB-Rat entscheiden, ob ein formelles Projekt gestartet werden solle. Falls ja, beginne eine Untersuchungsphase, in der die künftigen Kerneigenschaften eines digitalen Euro festgelegt werden. Dies werde etwa zwei Jahre dauern, sagte Panetta. Anschliessend soll laut Panetta der EZB-Rat entscheiden, ob das Projekt umgesetzt wird. Etwa zwei bis drei Jahre werde die Umsetzung benötigen. Erst am Ende des Prozesses werde der EZB-Rat in der Lage sein, einen digitalen Euro einzuführen.

Im vergangenen Jahr war der Insel-Staat Bahamas weltweit das erste Land, das mit dem "Sand Dollar" eine digitale Version seiner Landeswährung eingeführt hat. Unter den grossen Ländern ist China am weitesten in der Entwicklung digitaler Zentralbank-Währungen vorangeschritten. In mehreren Metropolen wurden dort bereits grossangelegte Probeläufe mit einem digitalen Yuan gestartet. Aber auch in der Euro-Zone gibt es experimentierfreudige Länder. So hatte 2020 die niederländische Zentralbank erklärt, das Land sei für einen Probelauf mit einem digitalen Euro ein geeigneter Ort. Dort ist bargeldlose Bezahlen deutlich verbreiteter als etwa in Deutschland.

(Reuters)

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Deutsche Bundesbank erwartet

Deutsche Bundesbank erwartet kräftigen Dämpfer für Konjunktur zu Jahresbeginn

Der anhaltende Corona-Lockdown hat nach Einschätzung der Bundesbank die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland zu Beginn des Jahres 2021 ausgebremst. "Die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie fallen im Mittel des laufenden Quartals strikter aus als im Vorquartal. Daher wird die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2021 wohl kräftig zurückgehen", schrieb die Bundesbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht. Vor allem in den kontaktintensiven Dienstleistungsbereichen dürfte die Aktivität nochmals stark sinken.

22.03.2021 12:16

Dagegen dürfte die Industrie die Wirtschaftsentwicklung nach Einschätzung der Notenbank stützen. Sie profitiere vor allem von einer dynamischen Auslandsnachfrage. Nach jüngsten Daten des Statistischen Bundesamtes waren die deutschen Warenexporte im Januar 2021 gegenüber Dezember um 1,4 Prozent gestiegen. Zudem habe sich gemäss den Umfragen des Ifo-Instituts die Stimmung in der Industrie im Februar verbesserte.

Auch die "Wirtschaftsweisen" rechneten zuletzt im ersten Quartal mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung. Das Beratergremium der Bundesregierung hatte jüngst seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr nach unten korrigiert. Eine erste Schätzung zum 1. Quartal will das Statistische Bundesamt am 30. April veröffentlichen.

Der Sachverständigenrat erwartet für das Gesamtjahr ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 3,1 Prozent. In der im November vorgelegten Prognose gingen die Experten noch von einem Plus von 3,7 Prozent aus. Die Bundesregierung rechnet mit einem Wachstum von 3,0 Prozent im Jahr 2021. Im Gesamtjahr 2020 war die Wirtschaftsleistung Deutschlands um 4,9 Prozent zum Vorjahr eingebrochen. Der Staat versucht, das Corona-Tief mit Hilfsmilliarden abzufedern./mar/DP/bgf

(AWP)

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Deutschland: Büronachfrage

Deutschland: Büronachfrage eingebrochen - Unternehmen halten sich zurück

Die Nachfrage nach Büros in deutschen Grossstädten ist in der Corona-Krise und im Trend zu mehr Homeoffice eingebrochen. Die Nachfrage gemessen an der Fläche ging 2020 in den sieben grössten Städten um mehr als 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück, berichtete der Immobilienspezialist Jones Lang LaSalle (JLL) am Montag in Frankfurt. Auch die ersten Wochen des neuen Jahres zeigten allenfalls eine verhaltene Entwicklung. Im Jahresverlauf dürfte sich die Nachfrage zwar um 10 bis 15 Prozent erholen, aber das Minus nicht mehr ausgleichen.

22.03.2021 11:14

Die Rückgänge 2020 gingen demnach quer durch die Bank. Besonders stark sei der Büromarkt in Stuttgart mit einem Nachfragerückgang von 56 Prozent getroffen worden. Berlin und München (minus 25 Prozent) kamen etwas glimpflicher davon. Nach Jahren des Aufschwungs am Büromarkt hielten sich Unternehmen angesichts des Wirtschaftseinbruchs in der Pandemie zurück, erklärte JLL.

"Fakt ist, dass wir an einem Wendepunkt stehen mit steigenden Leerständen", schrieb Helge Scheunemann, Head of Research JLL Deutschland. Wichtig sei nun, was auf der Angebotsseite passiere. "Ein zu hohes Bauvolumen könnte bei einer schwachen Nachfrage einen Mietpreisruck nach unten auslösen." Vermieter kämen Unternehmen bereits mit Nachlässen entgegen.

Es sei davon auszugehen, dass der Leerstand im Schnitt der sieben grössten deutschen Städte von zuletzt 3,7 Prozent auf 4,5 Prozent in diesem Jahr steigen werden. Der Leerstand sei im historischen Vergleich aber niedrig und stütze den Markt. Bei vielen Unternehmen liefen nun Mietverträge aus den Boomjahren aus, was sie zum Handeln zwinge. Bei Firmen gebe es eine gewisse Homeoffice-Müdigkeit. "Die Euphorie zu Beginn der Pandemie hat sich gelegt", sagte Heunemann./als/DP/jha

(AWP)

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Leistungsbilanz der Eurozone

Leistungsbilanz der Eurozone mit geringerem Überschuss

Der Überschuss in der Leistungsbilanz der Eurozone ist zu Jahresbeginn gefallen. Er sank von Dezember auf Januar von rund 36,7 Milliarden auf etwa 30,5 Milliarden Euro.

22.03.2021 10:49

Das teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Montag in Frankfurt mit. Die Überschüsse in der Handels- und Dienstleistungsbilanz weiteten sich leicht aus. Der Überschuss in der primären Einkommensbilanz wandelte sich jedoch in ein Defizit, während sich das Defizit in der sekundären Einkommensbilanz ausweitete.

Die Leistungsbilanz stellt den volkswirtschaftlichen Austausch der Eurozone mit dem Ausland dar. Abgebildet sind der Waren- und Dienstleistungsverkehr sowie Einkommensübertragungen. Letztere resultieren etwa aus Überweisungen von Gastarbeitern. Üblicherweise weist die Eurozone einen hohen Überschuss in ihrer Leistungsbilanz aus. Infolge der Corona-Krise sind stärkere Schwankungen aufgetreten, insbesondere in der Handelsbilanz.

(AWP)

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Draghi will mit EU-Geldern

Draghi will mit EU-Geldern Italiens Nord-Süd-Gefälle schmälern

Italiens Ministerpräsident Mario Draghi will mit den EU-Hilfen für den Wiederaufbau nach Corona die Kluft zwischen Italiens wirtschaftsstarkem Norden und dem ärmeren Süden schmälern. "Wir haben gelernt, dass viele Ressourcen nicht unbedingt zum Neustart des Südens beigetragen haben", sagte der 73-Jährige am Dienstag in Rom. Bislang wurden nach seinen Angaben EU-Gelder für den Süden nicht wie geplant abgerufen und viele öffentliche Bauprojekte nicht fertiggestellt.

23.03.2021 13:35

"Wir wollen die Vergrösserung der Kluft stoppen und diese Gelder besonders an die Frauen und jungen Menschen richten", erklärte der frühere Chef der Europäischen Zentralbank. Das erste Mal seit langem gebe es die Möglichkeit, in die digitale Infrastruktur und nachhaltige Energie zu investieren. Laut Draghi kann die Regierung mit dem Programm Next Generation EU bis 2026 rund 191,5 Milliarden Euro für ganz Italien ausgeben. Im Süden, auch als Mezzogiorno bezeichnet, herrscht hohe Arbeitslosigkeit. Die Wirtschaftsleistung dort ist verglichen mit Mittel- und Norditalien schwächer./jon/DP/jha

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Institut der deutschen

Institut der deutschen Wirtschaft senkt Konjunkturprognose

Der erwartete Rückgang der Wirtschaftsleistung infolge des Corona-Lockdowns und die Infektionsgefahr dämpfen nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) die Konjunkturaussichten in Deutschland.

24.03.2021 06:29

Das arbeitgebernahe Institut rechnet nun mit einem Anstieg der Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 3 Prozent. Im Herbst war das IW noch von einem Plus von 4 Prozent ausgegangen. Das Vorkrisenniveau werde erst Anfang 2022 erreicht, heisst es in der Prognose, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Im vergangenen Jahr war die 

Die Konjunkturexperten beobachten eine zunehmende Spaltung der deutschen Wirtschaft. Die Industrie, die von der Nachfrage insbesondere aus China und den USA profitiere, stütze die Konjunktur. Der Dienstleistungssektor stehe dagegen weitestgehend still. Der erhoffte Aufschwung im zweiten Halbjahr hängt nach Einschätzung des IW am Erfolg der Impfkampagne. "Wir müssen schnell impfen, um möglichen Resistenzen durch Mutationen zuvorzukommen", sagte IW-Direktor Michael Hüther. "Ein langer dritter Lockdown wäre ein teurer Rückschlag für Unternehmer und Einzelhändler."

Auch andere Konjunkturexperten, darunter der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Wirtschaftsweise) hatten zuletzt ihre Prognosen gesenkt.

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Europäischer

Europäischer Nutzfahrzeugmarkt stabilisiert sich im Februar

Der EU-Nutzfahrzeugmarkt hat sich im Februar stabilisiert. Die Neuzulassungen aller Nutzfahrzeuge stiegen im Februar gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,2 Prozent auf 156 444 Fahrzeuge, wie der europäische Herstellerverband Acea am Mittwoch in Brüssel mitteilte.

24.03.2021 08:16

Im Februar 2020 zeigte der Automarkt erstmals eine Corona-Delle. Damals waren die Neuzulassungen um 6 Prozent gefallen.

Die Nachfrage stieg im Februar dieses Jahres in allen Segmenten, abgesehen von Bussen. Geographisch betrachtet ging die Entwicklung je nach Land deutlich auseinander: In Spanien und Portugal etwa ging es um rund 15 beziehungsweise 14 Prozent zurück, während die Neuzulassungen in Italien um etwa 10 Prozent zunahmen./fba/he

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Löhne in Deutschland in

Löhne in Deutschland in Corona-Krise erstmals seit Jahren gesunken

Die Löhne der Menschen in Deutschland sind erstmals seit den Erhebungen 2007 nominal gesunken. Die Bruttomonatsverdienste einschliesslich Sonderzahlungen fielen im Corona-Krisenjahr 2020 um 0,7 Prozent zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Da zugleich die Verbraucherpreise um knapp 0,5 Prozent stiegen, blieb den Beschäftigten real 1,1 Prozent weniger Gehalt. Das war noch etwas weniger, als die Wiesbadener Statistiker zunächst geschätzt hatten. In der Statistik ist allerdings das Kurzarbeitergeld nicht berücksichtigt, das in der Corona-Krise für Millionen Erwerbstätige die Einkommensverluste zumindest abfederte.

24.03.2021 08:43

Die bezahlte Wochenarbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten sank im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2019 deutlich um im Schnitt 2,9 Prozent. Den stärksten Rückgang gab es im Gastgewerbe mit minus 19,4 Prozent, gefolgt von der Branche Kunst, Unterhaltung und Erholung mit minus 9,0 Prozent. Hingegen ging die Arbeitszeit in der Energieversorgung und der Finanz- sowie Versicherungsbranche kaum zurück (je minus 0,4 Prozent)./als/DP/mis

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Merkel will nicht die

Merkel will nicht die Vertrauensfrage stellen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Forderung der Opposition zurückgewiesen, im Bundestag die Vertrauensfrage zu stellen. "Das ist nicht nötig. Das werde ich nicht tun", sagte die CDU-Politikerin am Dienstagabend in einem ARD-"Brennpunkt". Sie habe heute die Menschen für einen Fehler um Verzeihung gebeten. "Das ist, glaube ich, das Richtige, was zu tun ist. Ich habe ansonsten die Unterstützung der gesamten Bundesregierung und insofern auch des Parlamentes."

24.03.2021 19:51

FDP, AfD und Linke hatten Merkel am Dienstag nahegelegt, nach dem Zurückziehen der Osterruhe-Regelung die Vertrauensfrage zu stellen und damit zu prüfen, ob sie für ihren Kurs im Bundestag noch eine Mehrheit hat.

Ziel der Osterruhe von Gründonnerstag bis einschliesslich Ostermontag war es gewesen, angesichts der dritten Welle der Corona-Pandemie das wirtschaftliche, öffentliche und private Leben stark herunterzufahren und damit Infektionsrisiken zu mindern. Merkel bat die Bürgerinnen und Bürger in der ARD, auch ohne diese staatlich verordnete Osterruhe über die Feiertage wenn möglich zu Hause zu bleiben: "Diese Bitte äussere ich und ich weiss auch, dass viele Bürgerinnen und Bürger der nachkommen."

Die Kanzlerin bezeichnete die Runde mit den Ministerpräsidenten als das "richtige Gremium" für Beschlüsse in der Corona-Pandemie. Das Infektionsschutzgesetz sei so angelegt, dass für die zu erlassenden Verordnungen über spezielle Massnahmen die Länder zuständig seien, sagte Merkel. "Damit Deutschland nicht ein vollständiger Flickenteppich ist, ist es schon sinnvoll, sich auf bestimmte Gemeinsamkeiten zu einigen."/sk/DP/he

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Deutsche Konsumstimmung hellt

Deutsche Konsumstimmung hellt sich überraschend stark auf - nur ein Strohfeuer?

Die Konsumstimmung in Deutschland ist dank erster Lockerungen der Corona-Schutzmassnahmen gestiegen. Das hat das Nürnberger Konsumforschungsunternehmen GfK in seiner jüngsten Studie ermittelt, die am Donnerstag vorgestellt wurde. Der für April berechnete Konsumklimaindex stieg auf minus 6,2 Punkte, nach revidiert minus 12,7 Punkten im März. Analysten wurden von der Stärke des Anstiegs überrascht. Sie hatten nur eine leichte Steigerung und einen Indexwert von minus 12,1 Punkte erwartet.

25.03.2021 08:29

Sowohl die Erwartungen zur Konjunktur und zum Einkommen wie auch die Anschaffungsneigung hätten sich zum Teil spürbar verbessert, teilte GfK mit. Die Befragung wurde zwischen dem 3. und dem 15. März durchgeführt. Der jüngste Anstieg der Infektionszahlen und die Irritationen um den Impfstoff des Herstellers Astrazeneca konnten somit nicht berücksichtigt werden. Da die Infektionszahlen wieder anstiegen und viele Konsumenten verunsichert seien, sei es fraglich, ob die Verbesserung des Konsumklimas anhalten werde, hiess es von der GfK.

"Der erneute harte Lockdown wird dem Konsumklima schwer schaden und die aktuelle Verbesserung ein Strohfeuer bleiben. Eine nachhaltige Erholung der Konsumstimmung wird demnach weiter auf sich warten lassen - für Händler und Hersteller bedeutet das weiterhin schwierige Zeiten", sagte der GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl. "In diesem Falle wird eine nachhaltige Erholung der Konsumstimmung weiter auf sich warten lassen - für Händler und Hersteller bedeutet das weiterhin schwierige Zeiten."

Der Optimismus im März sei vor allem von der Einkommenserwartung getrieben worden. Viele Menschen, die etwa im Handel beschäftigt sind, hätten offenbar Aussicht auf ein Ende der Kurzarbeit. Die Anschaffungsneigung werde von den Einkommensaussichten quasi mitgenommen./dm/DP/jkr

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