Schuldenkrise Europa

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Ifo: Kurzarbeit in

Ifo: Kurzarbeit in Deutschland steigt kräftig

Die Zahl der Beschäftigen in Kurzarbeit in Deutschland ist nach Erkenntnissen des Ifo-Institutes deutlich gestiegen. Im Dezember legte sie auf 879 000 zu, wie die Münchner Wirtschaftsforscher am Mittwoch mitteilten. Im November hatte die Zahl bei 712 000 gelegen. Damit stieg der Anteil der Kurzarbeiter von 2,1 Prozent auf 2,6 Prozent der Beschäftigen.

12.01.2022 08:06

Das Gastgewerbe verzeichnete dem Institut zufolge ein Plus von 75 000 auf 126 000. Im Einzelhandel stieg die Zahl von 23 000 auf 53 000. Besonders verbreitet ist Kurzarbeit in der Autobranche mit 17,6 Prozent oder 166 000 Beschäftigten. In der Industrie insgesamt wuchs die Zahl von 381 000 auf 390 000 Beschäftigte (5,6 Prozent). "Das ist eine Folge der zunehmenden Lieferengpässe", sagte Ifo-Forscher Sebastian Link.

Vor der Pandemie lag die Zahl der Kurzarbeiter im Februar 2020 bei 134 000, sprang im März auf 2,6 Millionen und erreichte im April 2020 den Rekordwert von 6 Millionen./sey/DP/eas

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Kurzarbeit in Deutschland

Kurzarbeit in Deutschland steigt kräftig

(Ausführliche Fassung) - Die Zahl der Beschäftigen in Kurzarbeit in Deutschland ist nach Erkenntnissen des Ifo-Institutes deutlich gestiegen. Im Dezember legte sie auf 879 000 zu, wie die Münchner Wirtschaftsforscher am Mittwoch mitteilten. Im November hatte die Zahl bei 712 000 gelegen. Damit stieg der Anteil der Kurzarbeiter von 2,1 Prozent auf 2,6 Prozent der Beschäftigen.

12.01.2022 14:04

Die Branche mit einem der höchsten Anteile an allen in Kurzarbeit Beschäftigten ist die Metall- und Elektroindustrie. Zwischen August und Dezember sei dieser Anteil von 24 auf 35 Prozent gestiegen, teilte der Arbeitgeberverband Gesamtmetall mit. Demnach waren dort laut den Hochrechnungen des Ifo-Instituts im Dezember rund 308 000 Menschen in Kurzarbeit - 15 000 mehr als im November.

Besonders verbreitet ist Kurzarbeit in der Autobranche mit 17,6 Prozent oder 166 000 Beschäftigten. In der Industrie insgesamt wuchs die Zahl von 381 000 auf 390 000 Beschäftigte (5,6 Prozent). "Das ist eine Folge der zunehmenden Lieferengpässe", sagte Ifo-Forscher Sebastian Link.

Das Gastgewerbe verzeichnete dem Institut zufolge ein Plus von 75 000 auf 126 000. Im Einzelhandel stieg die Zahl von 23 000 auf 53 000.

Vor der Pandemie lag die Zahl der Kurzarbeiter im Februar 2020 bei 134 000, sprang im März auf 2,6 Millionen und erreichte im April 2020 den Rekordwert von 6 Millionen.

Die nun veröffentlichten Zahlen des Ifo-Instituts "verdeutlichen erneut, dass der Aufholprozess nach den beiden Rezessionsjahren 2019 und 2020 zum Stillstand gekommen ist", teilte Gesamtmetall-Chefvolkswirt Lars Kroemer mit. "Ursache sind vor allem Lieferengpässe, welche die M+E-Industrie nunmehr in der ganzen Breite betreffen."/sey/maa/DP/mis

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Gewerkschaftsnahes Institut

Gewerkschaftsnahes Institut erwartet rund 4,5 Prozent Wachstum in Deutschland

Trotz der Belastungen durch die Omikron-Variante rechnet das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 4,5 Prozent in Deutschland. Zwar werde die sich rasch ausbreitende Corona-Variante die Wirtschaftsentwicklung im Winterhalbjahr bremsen, doch werde sich die Wirtschaft ab dem 2. Quartal erholen und dann von Nachholeffekten profitieren, sagte der Wissenschaftliche Direktor des IMK, Sebastian Dullien, am Donnerstag. Auch die Lieferengpässe würden dann nachlassen.

13.01.2022 11:12

Positive Effekte für die Konjunktur erwartet das IMK auch von der Politik der neuen Ampel-Koalition in Berlin. Mit dem Koalitionsvertrag seien wichtige Weichenstellungen für Investitionen in die klassische Infrastruktur und die digitalen Netze vorbereitet worden.

Das IMK schätzt den Investitionsbedarf in diesem Bereich für die nächsten zehn Jahre auf 600 bis 800 Milliarden Euro. Davon entfielen voraussichtlich 240 bis 320 Milliarden Euro auf die laufende Legislaturperiode. Um dies besser finanzieren zu können, plädierte Dullien dafür, die Schuldenbremse zu reformieren. Die Entscheidung, weder die Schuldenbremse zu reformieren, noch Steuern zu erhöhen, zwinge die Ampelkoalitionäre aktuell zur kreativen Suche nach einer Vielzahl kleinteiliger Lösungen zur Finanzierung von Zukunftsinvestitionen, beklagten die IMK-Fachleute./rea/DP/eas

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Italiens Industrie produziert

Italiens Industrie produziert deutlich mehr

Die italienischen Industrieunternehmen haben ihre Produktion im November deutlich gesteigert. Nach Angaben des Statistikamts Istat vom Donnerstag lag die Herstellung 6,3 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Gegenüber dem Vormonat stieg die Produktion um 1,9 Prozent. Die Markterwartungen wurden jeweils klar übertroffen. Auch in der Eurozone insgesamt war die Industrieproduktion im November stärker als erwartet gestiegen./la/mis

13.01.2022 10:13

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Frankreich: Inflationsrate

Frankreich: Inflationsrate stabilisiert sich nach starkem Anstieg

In Frankreich gibt es Anzeichen für ein Ende des Aufwärtsdrucks bei der Inflation. Die nach europäischer Methode erfassten Verbraucherpreise (HVPI) stiegen im Dezember im Jahresvergleich um 3,4 Prozent, wie das Statistikamt Insee am Freitag in Paris nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit bestätigte die Behörde wie von Analysten erwartet eine erste Erhebung.

14.01.2022 09:11

In der zweitgrössten Volkswirtschaft der Eurozone ist die Inflationsrate erstmals seit August nicht weiter gestiegen. Sie ist ausserdem niedriger als in anderen Ländern der Eurozone. In Deutschland, der grössten europäischen Volkswirtschaft, ist der Preisauftrieb deutlich stärker. Hier lag die für europäische Vergleichszwecke harmonisierte Inflationsrate im Dezember bei 5,7 Prozent.

Im Monatsvergleich legten die französischen Verbraucherpreise im Dezember um 0,2 Prozent zu. Auch in dieser Betrachtung wurde die erste Schätzung wie erwartet bestätigt. Erneut waren vor allem die Kosten für Energie für den Anstieg der Verbraucherpreise verantwortlich. Im Jahresvergleich meldete Insee in diesem Bereich einen Preisschub um 18,5 Prozent. Der Preisanstieg bei Lebensmitteln lag hingegen im Jahresvergleich deutlich unterhalb der allgemeinen Teuerungsrate./jkr/la

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Frankreich begrenzt

Frankreich begrenzt Preisanstieg für Strom mit Milliardenaufwand

Angesichts stark gestiegener Energiepreise will Frankreich den Preisanstieg für Strom in diesem Jahr auf vier Prozent beschränken, um die Bevölkerung zu entlasten. Das hat Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am Donnerstagabend in Paris angekündigt. Einerseits senke der Staat dafür eine wichtige Steuer auf Strom erheblich, was Mindereinnahmen von acht Milliarden Euro für die Staatskasse mit sich bringt, sagte Le Maire der Zeitung "Le Parisien".

14.01.2022 06:43

Ausserdem soll der mehrheitlich in Staatshand befindliche Stromversorger EDF vorübergehend die Menge an Atomstrom erhöhen, die er an kleinere Wettbewerber verkauft. Mit dem laut Le Maire von der EU-Kommission bereits gebilligten Schritt soll auch die Stromrechnung der Kunden gedeckelt werden, die ihren Strom nicht von EDF beziehen.

Ohne diesen Schritt hätte den Franzosen in zwei Wochen eine Erhöhung der Stromtarife um 35 Prozent gedroht, sagte Le Maire der Zeitung. Der Stromversorger EDF bezifferte in einer Mitteilung seine Mindereinnahmen durch die mit der Regierung in wochenlanger Verhandlung getroffene Regelung auf 7,7 bis 8,4 Milliarden Euro.

Die Entscheidung zur Begrenzung der Stromkosten kündigte die Regierung knapp drei Monate vor der Präsidentenwahl in Frankreich an. Ein wichtiges Thema im Anlauf zur Wahl ist die Kaufkraft der Franzosen, die wegen steigender Preise unter Druck steht.

Über die Wintermonate hatte die Regierung bereits die Tarife für Gas und Strom gedeckelt, um die Kaufkraft zu schützen. Bereits im Herbst war das Vorhaben angekündigt worden, die Strompreise ab Anfang 2022 höchstens um vier Prozent zu erhöhen. Rund sechs Millionen Haushalte in Frankreich mit geringen Einkommen erhielten im Winter ausserdem einen sogenannten Energiescheck über 100 Euro./evs/DP/he

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Erneut weniger Zigaretten

Erneut weniger Zigaretten versteuert in Deutschland - Pfeifentabak aber gefragt

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland erneut weniger Zigaretten versteuert worden. Die Zahl sank um 2,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Damit setzte sich ein langjähriger Trend fort: Seit 1991 hat sich die versteuerte Menge der Zigaretten den Angaben nach mehr als halbiert, von 146,6 Milliarden Stück kurz nach der Wiedervereinigung auf 71,8 Milliarden im Jahr 2021.

14.01.2022 09:41

Seit 1991 gab es viele Gesetze zur Eindämmung des Rauchens, darunter Warnhinweise auf Zigarettenschachteln und Werbeverbote. Der Fiskus profitierte dennoch: Wegen der zahlreichen Steuer- und Preiserhöhungen in der Zwischenzeit stieg der versteuerte Verkaufswert der Zigaretten um 43 Prozent auf 22,7 Milliarden Euro.

Beim Pfeifentabak hingegen setzte sich im vergangenen Jahr der Aufwärtstrend fort, wie die Wiesbadener Statistiker errechneten. Die Menge des versteuerten Pfeifentabaks, zu dem auch Wasserpfeifentabak und Produkte für elektrische Tabakerhitzer zählen, stieg zum Vorjahr um 40 Prozent. Auch der Absatz von Zigarren und Zigarillos wuchs um 1,4 Prozent, während die Menge des versteuerten Feinschnitts um 5,6 Prozent sank. Insgesamt wurden 2021 Tabakwaren im Wert von 29,4 Milliarden Euro versteuert, etwa 0,6 Milliarden Euro mehr als 2020.

Der Trend zum Pfeifentabak ist in der Corona-Krise den Zahlen nach noch ausgeprägter als in den Vorjahren. Gemessen am Jahr 2020 stieg demnach der Absatz von Pfeifentabak um 2398 auf 8387 Tonnen. Im vierten Quartal verdoppelte er sich - wohl auch, weil zu Jahresbeginn eine Tabaksteuererhöhung griff und eine neue Zusatzsteuer, die erstmalig für Wasserpfeifentabak und elektrisch erhitzten Tabak anfällt. Die Zuwächse beim Pfeifentabak sind auf Wasserpfeifentabak und Tabakprodukte für elektrische Erhitzer zurückzuführen. Der Absatz von klassischem Pfeifentabak sinkt seit Jahren./als/DP/eas

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So reich wie nie:

So reich wie nie: Geldvermögen der Deutschen steigt wieder auf Rekordhoch

Die Menschen in Deutschland haben ihr Vermögen auch im zweiten Pandemiejahr gemehrt und sind in der Summe so reich wie nie.

14.01.2022 11:29

Das Wachstum flachte im dritten Quartal 2021 allerdings ab, wie die Deutsche Bundesbank am Freitag in Frankfurt mitteilte. Das Geldvermögen der privaten Haushalte aus Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen sowie Ansprüchen gegenüber Versicherungen stieg auf den Rekordwert von rund 7399 Milliarden Euro.

Das sind 73 Milliarden Euro oder 1,0 Prozent mehr als im Vierteljahr zuvor. In den Vorquartalen hatte es Zuwächse von jeweils mehr als 2 Prozent gegeben. Wie die gewaltige Summe verteilt ist, geht aus den Bundesbank-Daten nicht hervor.

Die Lockerungen der Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie kurbelten die Konsumlust der Verbraucher im dritten Quartal 2021 an. Die Menschen legten weniger Geld auf die hohe Kante als in den Monaten zuvor. Den Angaben zufolge stockten die privaten Haushalte Bargeld und Einlagen um 11 Milliarden Euro auf, so wenig wie zuletzt 2016. Die Bundesbank sprach von einer teilweisen "Normalisierung der pandemiebedingten erhöhten Ersparnisbildung".

Dennoch machten Bargeld und Bankeinlagen etwa auf Giro- und Tagesgeldkonten mit knapp 2921 Milliarden Euro Ende September 2021 erneut den grössten Posten aus. Sparer verdienen wegen der Zinsflaute damit zwar nichts, können aber bei Bedarf rasch auf ihr Geld zugreifen.

Gewinne an den Börsen mit Aktien (8 Mrd Euro) sowie mit Anteilen an Investmentfonds (2 Mrd Euro), fielen den Angaben zufolge deutlich geringer aus als im zweiten Quartal 2021 mit jeweils 26 Milliarden Euro. Die Bestände in Versicherungen und anderen Altersvorsorgeprodukte legten um knapp 20 Milliarden auf gut 2549 Milliarden Euro zu.

Auch im dritten Quartal nutzten die Menschen in Deutschland die niedrigen Zinsen, um sich Geld zu leihen. Abzüglich der Schulden stieg das Nettogeldvermögen gegenüber dem zweiten Vierteljahr um rund 42 Milliarden Euro auf 5379 Milliarden Euro. Immobilien, die seit Jahren teils kräftige Wertsteigerungen verzeichnen, werden von den Daten nicht erfasst.

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Deutsche Wirtschaft fasst

Deutsche Wirtschaft fasst trotz anhaltender Pandemie wieder Tritt

(Ausführliche Fassung) - Mit 2,7 Prozent Wachstum hat sich die deutsche Wirtschaft 2021 nach dem Corona-Tief zurückgemeldet. Allerdings fiel der vom Statistischen Bundesamt am Freitag anhand erster Zahlen vermeldete Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) geringer aus als lange erhofft. Im Jahr 2020 war die Wirtschaftsleistung in Deutschland infolge der Pandemie nach jüngsten Daten um 4,6 Prozent eingebrochen.

14.01.2022 11:28

Das weiter grassierende Coronavirus inklusive erneuter Beschränkungen etwa im Einzelhandel sowie weltweite Lieferengpässe bremsen Europas grösste Volkswirtschaft. Reihenweise schraubten Wirtschaftsforschungsinstitute in den vergangenen Wochen ihre Prognosen für dieses Jahr nach unten.

Volkswirte gehen inzwischen davon aus, dass die Konjunktur erst im Frühjahr 2022 wieder richtig anspringen wird. Jüngsten Prognosen zufolge dürfte die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr trotz etwas trüberer Aussichten immer noch zwischen 3,5 Prozent und gut 4 Prozent zulegen. Das wäre dann wieder eine Grössenordnung wie in den Jahren nach der tiefen Rezession 2009 infolge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise.

Haupttreiber wird nach Einschätzung von Ökonomen der privaten Konsum sein. Viele Haushalte sitzen auf hohen Sparguthaben, weil wegen der Pandemie zum Beispiel Reisen abgesagt werden mussten und Freizeitaktivitäten zeitweise nur eingeschränkt möglich waren. Ökonomen gehen zudem davon aus, dass Unternehmen ab dem Frühjahr wieder mehr investieren werden, wenn es weniger Unsicherheit bezüglich des weiteren Verlaufs der Corona-Pandemie gibt. Der Export, ebenfalls ein wichtiger Treiber der deutschen Konjunktur, dürfte dagegen in den kommenden Monaten noch unter Logistikproblemen sowie Lieferengpässen bei Rohstoffen und Vorprodukten leiden.

Die Lasten der Krise werden Deutschland noch eine Weile zu schaffen machen. Der deutsche Staat hat nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes auch im zweiten Jahr der Pandemie deutlich mehr Geld ausgegeben als eingenommen. Bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung lag das Defizit von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen 2021 bei 4,3 Prozent. 2020 hatte Deutschland mit ebenfalls 4,3 Prozent erstmals seit 2011 wieder ein Haushaltsdefizit verbuchen müssen.

Ärger aus Brüssel droht Deutschland deswegen nicht. Die EU-Staaten hatten wegen der Corona-Krise erstmals die Regeln des Stabilitäts- und Wachstumspakts ausgesetzt, wonach das Haushaltsdefizit nicht über drei Prozent und die Gesamtverschuldung nicht über 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen darf. 2023 soll der Pakt wieder greifen. Um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzufedern, mussten die EU-Staaten enorme Schulden aufnehmen./ben/mar/DP/jsl

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Teure Tulpen und Tomaten:

Teure Tulpen und Tomaten: Holländische Züchter unter Druck

Die hohen Energiekosten setzen die niederländischen Gewächshaus-Züchter unter starken Druck. Blumen und Gemüse aus Holland werden aus Sicht des Züchter-Verbands teurer.

16.01.2022 15:41

Fast jeder zweite Unternehmer befürchte grosse finanzielle Einbussen, manche drosselten bereits die Produktion. "Ich sehe nicht, dass überhaupt jemand bei diesen hohen Preisen durchhalten kann", sagte die Vorsitzende des Verbandes, Adri Bom-Lemstra, der Deutschen Presse-Agentur.

Mehr als die Hälfte aller Gewächshaus-Züchter leidet unter den gestiegenen Kosten, wie eine Umfrage des Verbandes ergab. Etwa ein Drittel aller Kosten eines Betriebes entfalle auf Gas und Strom. Denn Gewächshäuser müssen gewärmt und beleuchtet werden. "Bei extrem hohen Energiekosten bleibt für manche kein Gewinn mehr über", sagte Bom-Lemstra.

Gut 3000 Betriebe züchten Blumen und Gemüse wie Paprika, Tomaten oder Gurken in den Glashäusern mit einer Gesamtfläche von mehr als 8000 Hektar. Sie erwirtschaften mehr als sieben Milliarden Euro im Jahr. Der grösste Teil der Produktion geht ins Ausland, vor allem nach Deutschland.

Wie sehr Züchter von hohen Preisen getroffen sind, hängt von ihrem Energievertrag ab. Viele kaufen nach Angaben des Verbandes zumindest einen Teil ihres Energiebedarfs zum Tagestarif ein und sind daher schwer von den extremen Preissteigerungen getroffen. Andere bezahlten vertraglich festgelegte Preise. Die würden aber in diesem Jahr neu festgelegt, und dann müssten auch sie deutlich mehr bezahlen.

Unsicher sei, wie sehr sich die Kosten auf den Preis auswirkten, sagte Bom-Lemstra. "Viele Züchter haben noch Verträge mit dem Grosshandel und feste Preise vereinbart." Das ist beim Blumenhandel anders. Schnittblumen, Zimmer- und Gartenpflanzen waren 2021 bereits 20 Prozent teurer - vor allem wegen höherer Energiekosten.

Um Kosten zu sparen, senken Züchter bereits die Temperatur in den Gewächshäusern oder schalten nachts die Lampen aus. Das führt zu niedrigeren Erträgen oder zu einer späteren Ernte. Mit Liefer-Engpässen aber rechnet der Verband nicht.

Die Branche verhandelt bereits mit der Regierung über finanzielle Hilfen. Ausserdem müssten Regierungen mehr tun, um die Preise zu stabilisieren, sagte Bom-Lemstra mit Blick auf die Energiekosten: "Die Preise und die Schwankungen sind viel zu extrem."

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Frankreichs Finanzminister

Frankreichs Finanzminister will EU-Schuldenregeln lockern

Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire plädiert vor dem Treffen der EU-Finanzminister für eine Lockerung der europäischen Schuldenregeln. "Die Schuldenregeln müssen sich an der Realität orientieren, nicht an Träumen", sagte er der "Welt". Der Stabilitäts- und Wachstumspakt sei nicht vollkommen überholt, die Regel für die Staatsverschuldung allerdings schon.

16.01.2022 19:43

Seit Beginn der Corona-Pandemie ist die Schuldenlast vieler europäischer Länder stark gestiegen. Deutschland steht mit einer Schuldenquote von rund 70 Prozent der Wirtschaftsleistung deutlich besser da als viele andere Länder. "Nach der Krise haben einige Mitgliedstaaten eine Staatsverschuldung von 168 Prozent erreicht, während andere bei etwa 60 bis 65 Prozent geblieben sind", sagte Le Maire. Diese Kluft müsse berücksichtigt werden.

So könne man Mitgliedsstaaten etwa ermöglichen, stärker selbst zu bestimmen, wie sie ihre Staatsverschuldung abbauen. Ein entsprechender Vorschlag von Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni liegt bereits auf dem Tisch. Ausserdem wird überlegt, Investitionen etwa in Klimaschutz oder Digitalisierung bei den Schuldenregeln auszuklammern.

Auch im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP ist von einer Weiterentwicklung der fiskalpolitischen Regeln die Rede - obwohl Finanzminister Christian Lindner und seine FDP noch im Wahlkampf vor einer Lockerung der Schuldenregeln warnten. Die Reform solle sich daran orientieren, Wachstum sicherzustellen, die Schuldentragfähigkeit zu erhalten und für nachhaltige und klimafreundliche Investitionen zu sorgen, vereinbarte die Ampel-Koalition. Lindner nimmt in dieser Woche erstmals am Treffen der EU-Finanzminister in Brüssel teil./tam/DP/he

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Inflation in Italien so hoch

Inflation in Italien so hoch wie zuletzt 2008

Die Inflation in Italien ist Ende vergangenen Jahres weiter gestiegen und hat den höchsten Stand seit rund 13 Jahren erreicht.

17.01.2022 10:36

Im Dezember legten die Verbraucherpreise laut europäischer Berechnung (HVPI) zum Vorjahresmonat um 4,2 Prozent zu, wie die Statistikamts Istat vom Montag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Eine erste Erhebung wurde wie von Analysten erwartet bestätigt. Damit liegt die Inflationsrate so hoch wie zuletzt Mitte 2008. Im Vergleich zum Vormonat erhöhten sich die Lebenshaltungskosten um 0,5 Prozent.

Stärkster Preistreiber bleiben die Kosten für Energie. Die Inflationsrate hat sich im vergangenen Jahr deutlich erhöht. Ein Grund dafür sind die erheblichen Verspannungen im internationalen Warenhandel, die sich überwiegend mit der Corona-Pandemie erklären lassen. Hinzu kommt eine deutlich anziehende Güternachfrage als Begleiterscheinung einer sich erholenden Konjunktur.

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Zahl der Baugenehmigungen in

Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland steigt in den ersten elf Monaten 2021

Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in Deutschland ist in den ersten elf Monaten 2021 gestiegen und auch im November ging es aufwärts. Die Behörden bewilligten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im November Anträge für den Neu- und Umbau von 29 020 Wohnungen. Das waren saison- und kalenderbereinigt 2,6 Prozent mehr als im Vormonat. Im Zeitraum Januar bis einschliesslich November des vergangenen Jahres wurden 341 037 Wohnungen und damit 2,8 Prozent mehr genehmigt als im Vorjahreszeitraum, wie die Wiesbadener Behörde am Montag mitteilte.

17.01.2022 09:04

Das Plus binnen elf Monaten betrifft den Angaben zufolge im Neubau fast alle Gebäudearten. Bei den Einfamilienhäusern gab es einen Zuwachs um 1,2 Prozent, bei Zweifamilienhäusern waren es 24,6 Prozent mehr, bei Mehrfamilienhäusern 0,5 Prozent. Lediglich für Wohnheime wurden weniger Baugenehmigungen erteilt als im Vorjahreszeitraum (minus 24,5 Prozent).

Im November allein stieg die Zahl der Baugenehmigungen im Neubau für Einfamilienhäuser zum Vormonat um 2,6 Prozent. Bei Wohnungen in Zweifamilienhäusern gab es ein Plus von 2,7 Prozent. Bei Mehrfamilienhäusern gab es dagegen einen Rückgang um 4,5 Prozent.

Die Zahl der Baugenehmigungen ist ein wichtiger Indikator für den Neubau im Kampf gegen Wohnungsnot in vielen Städten. Allerdings werden in einigen Fällen Wohnungen genehmigt, aber zunächst nicht gebaut - etwa weil Handwerker und Baufirmen wegen grosser Nachfrage nach Immobilien keine Kapazitäten haben. Die neue Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP will dafür sorgen, dass pro Jahr in Deutschland 400 000 Wohnungen gebaut werden./mar/DP/eas

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Friedrich Merz fordert von

Friedrich Merz fordert von EZB Reaktion wegen hoher Inflation

Der designierte CDU-Vorsitzende Friedrich Merz sieht die aktuell hohe Inflationsrate als längerfristiges Phänomen an und fordert eine Antwort der Europäischen Zentralbank (EZB) darauf. "Ich kann immer nur wieder an die EZB appellieren, ihre Auffassung zu korrigieren, dass diese Inflationsrate nur von vorübergehender Dauer ist", sagte Merz der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Die EZB muss das Problem als nicht nur vorübergehend anerkennen, daraus dann die ersten Konsequenzen im Hinblick auf die Anleihekaufprogramme ziehen und dann letztendlich auch Zinsschritte ankündigen, so wie die amerikanische Notenbank es getan hat."

18.01.2022 06:42

Spätestens Ende des ersten Halbjahres wäre der richtige Zeitpunkt dafür, "weil wir dann einen Indikator dafür haben, wie lange wir uns auf hohe Geldentwertungsraten einzustellen haben", sagte Merz, der am kommenden Samstag zum Parteichef gewählt werden soll. Aus Äusserungen wie etwa von Isabel Schnabel aus dem EZB-Direktorium entnehme er, dass die EZB offenbar dabei ist, ihre Position zu überdenken.

"Die Anzeichen dafür, dass wir auch in diesem Jahr 2022 eine beachtliche Geldentwertung haben werden, nehmen jedenfalls täglich zu." Deswegen reagierten die Amerikaner und fast alle Länder in Europa, die nicht dem Euro-Raum angehörten. "Nur die EZB reagiert nicht. Ich erwarte, dass sich das in diesem Jahr ändert."

Auf die Frage, wie den unter hohen Preisen leidenden Menschen geholfen werden könne, antwortete Merz: "Zunächst einmal ist hier die Bundesregierung in der Verantwortung." Insbesondere wenn er Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) und Sozialminister Hubertus Heil (SPD) höre, habe er aber "zunehmend das Gefühl, dass die Bundesregierung auf einem Weg ist, der alles noch einmal erheblich teurer machen wird".

"Deswegen wäre schon viel gewonnen, wenn die Bundesregierung wenigstens einmal zugestehen würde, dass es zum Beispiel mit den galoppierenden Energiepreisen nicht so weitergehen kann", sagte der CDU-Wirtschaftspolitiker. Die Abschaffung der EEG-Umlage im nächsten Jahr sei für dieses Jahr jedenfalls keine Lösung./sk/DP/zb

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EU-Automarkt sackt 2021 laut

EU-Automarkt sackt 2021 laut Acea wegen Chipmangel weiter ab

In der Europäischen Union sind 2021 noch weniger neue Autos zugelassen worden als auf dem Niedrigniveau des Corona-Jahres 2020. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Neuzulassungen um 2,4 Prozent auf 9,7 Millionen Autos, wie der europäische Branchenverband Acea am Dienstag in Brüssel mitteilte. Das ist noch einmal weniger als 2020, als die Pandemie dem Automarkt bereits einen Rekord-Einbruch eingebrockt hat.

18.01.2022 08:13

Vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2021 belastete der weltweite Mangel an Mikrochips die Autobauer schwer, als bei zahlreichen Herstellern die Produktion zeitweise ins Stocken geriet. Auf Jahressicht verzeichnete unter den deutschen Herstellern nur BMW bei den Neuzulassungen ein kleines Plus von 1,5 Prozent. Marktführer Volkswagen musste moderate Einbussen hinnehmen, Daimler rutschte um 12,4 Prozent ins Minus.

Unter den vier grössten Märkten innerhalb der EU entwickelte sich nur Deutschland schlechter, die Neuzulassungen fielen hierzulande um rund 10 Prozent. In Spanien und Frankreich legten sie immerhin leicht zu, in Italien sogar um 5,5 Prozent. Insgesamt wurden in der EU 3,3 Millionen Fahrzeuge weniger zugelassen als im Vor-Corona-Jahr 2019.

Die Wucht des Chipmangels wird mit Blick auf die Dezember-Daten besonders deutlich: In der gesamten EU wurden nur knapp 800 000 Autos neu zugelassen, ein Minus von 22,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Es war bereits der sechste Rückgang in Folge. Die grössten Märkte verzeichneten allesamt prozentual zweistellige Verluste, in Deutschland fielen die Neuzulassungen um mehr als ein Viertel. Unter den Herstellern hatte vor allem der VW-Konzern zu kämpfen, dessen Stammmarke im Dezember um rund 40 Prozent einbrach./niw/ngu/he

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Deutsche Spielzeugbranche

Deutsche Spielzeugbranche erneut Gewinner der Corona-Krise

Die deutsche Spielwarenbranche geht auch aus dem zweiten Pandemiejahr als einer der Krisengewinner hervor. "Nach einem extrem starken Jahr 2020 mit einem Plus von elf Prozent legte der Markt 2021 noch einmal um vier Prozent zu", teilte der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie (DVSI) am Dienstag in Nürnberg mit. 2020 hatte der Branchenumsatz den Angaben des Verbandes zufolge noch bei 3,7 Milliarden Euro gelegen, 2010 bei 2,6 Milliarden.

18.01.2022 11:45

Zu den grossen Gewinnern 2021 zählten erneut Bausätze, Brettspiele und Puzzles sowie Spielsachen für Klein- und Vorschulkinder. Auch Lizenz-Spielwaren, etwa Figuren aus Filmen und Fernsehserien, stünden hoch im Kurs.

Federn lassen musste allerdings der Spielwaren-Fachhandel. Die Umsätze der Spielwarengeschäfte seien um vier Prozent zurückgegangen. Bei den Verbrauchermärkten seien die Spielwaren-Umsätze stabil geblieben. Das Plus gehe vor allem auf den Online-Handel und branchenfremde Absatzkanäle zurück.

Pandemiebedingt abgesagt ist das traditionell grösste Treffen der Branche, die Internationale Spielwarenmesse, die am 2. Februar in Nürnberg hätten eröffnen sollen. Anlässlich der Messe wollten zahlreiche Branchengrössen auch ihre Geschäftszahlen veröffentlichen./dm/DP/ngu

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EU-Automarkt sackt 2021 wegen

EU-Automarkt sackt 2021 wegen Chipmangels weiter ab

(Ausführliche Fassung) - In der Europäischen Union sind im vergangenen Jahr noch weniger neue Autos zugelassen worden als im Corona-Krisenjahr 2020. Die Zahl der Neuzulassungen sank um 2,4 Prozent auf 9,7 Millionen Autos, wie der europäische Branchenverband Acea am Dienstag in Brüssel mitteilte. Schon 2020 hatte die Pandemie dem Automarkt einen Rekord-Einbruch eingebrockt.

18.01.2022 11:31

Vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2021 belastete der weltweite Mangel an Mikrochips die Autobauer schwer, als bei zahlreichen Herstellern die Produktion zeitweise ins Stocken geriet. Auf Jahressicht verzeichnete unter den deutschen Herstellern nur BMW bei den Neuzulassungen ein kleines Plus von 1,5 Prozent. Marktführer Volkswagen musste moderate Einbussen hinnehmen, Daimler rutschte um 12,4 Prozent ins Minus.

Unter den vier grössten Märkten innerhalb der EU fielen die Zahlen allerdings nur in Deutschland, hier gab es bei den Neuzulassungen ein Minus von rund 10 Prozent. In Spanien und Frankreich legten sie immerhin leicht zu, in Italien sogar um 5,5 Prozent. Insgesamt wurden in der EU 3,3 Millionen Fahrzeuge weniger zugelassen als im Vor-Corona-Jahr 2019.

Die Wucht des Chipmangels wird mit Blick auf die Dezember-Daten besonders deutlich: In der gesamten EU wurden in dem Monat nur knapp 800 000 Autos neu zugelassen, ein Minus von 22,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Es war bereits der sechste Rückgang in Folge. Die grössten Märkte verzeichneten allesamt prozentual zweistellige Verluste, in Deutschland fielen die Neuzulassungen um mehr als ein Viertel. Unter den Herstellern hatte vor allem der VW -Konzern zu kämpfen, dessen Stammmarke im Dezember um rund 40 Prozent einbrach.

Schnelle Besserung ist nicht zu erwarten, die Erholung verschiebe sich auf 2023, sagte Peter Fuss von der Beratungsgesellschaft EY. Für das erste Halbjahr rechnet er sogar mit weiter rückläufigen Neuzulassungen. "Erst in der zweiten Jahreshälfte könnte es zaghaft wieder aufwärts gehen." Dabei sei die Nachfrage weiter hoch: "Die Auftragsbücher der Hersteller sind voll. Und die steigenden Gebrauchtwagenpreise zeigen sehr deutlich, wie gross der Bedarf ist", erklärte Fuss. Das sorge auch für hohe Preise. "In der aktuellen Marktsituation haben die Hersteller es nicht nötig, Rabatte zu geben."

Nach Einschätzung von EY bremst die Chipkrise auch den Absatz bei den "eigentlich boomenden" elektrifizierten Neuwagen. Im Dezember sei ihr Absatz in den grossen Märkten sehr viel langsamer gestiegen als im Gesamtjahr. "Der Absatz elektrifizierter Neuwagen könnte deutlich höher sein, wenn die Industrie lieferfähig wäre", sagte Fuss.

Deutschland liegt in Sachen elektrifizierte Neuwagen - also reine Stromer und Plug-in-Hybride - im europäischen Vergleich weit vorne. Unter den grossen Märkten belegt es EY zufolge mit einem Anteil von 26 Prozent im Gesamtjahr den ersten Platz. Dahinter folgen das Vereinigte Königreich mit 18,5 und Frankreich mit 18,3 Prozent. In Italien und Spanien fällt der Anteil mit 9,3 beziehungsweise 7,8 Prozent deutlich geringer aus./niw/ngu/he/ruc/DP/ngu

(AWP)

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Deutschland: ZEW

Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen hellen sich überraschend stark auf

Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im Januar überraschend deutlich verbessert. Das Stimmungsbarometer des Mannheimer Forschungsinstituts ZEW stieg gegenüber dem Vormonat um 21,8 Punkte auf 51,7 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur einen leichten Anstieg auf 32,0 Punkte erwartet.

18.01.2022 11:26

Die Bewertung der Konjunkturlage trübte sich aber stärker ein als erwartet. Der Indikator fiel um 2,8 Punkte auf minus 10,2 Zähler. In der Eurozone verbesserten sich die Erwartungen ebenfalls deutlich, während sich die Lagebeurteilung gleichfalls stark eintrübte.

"Der Konjunkturausblick verbessert sich mit Beginn des neuen Jahres ganz erheblich", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach. "Die Finanzmarktexpertinnen und -experten gehen mehrheitlich davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum im kommenden halben Jahr verbessern wird." Die konjunkturelle Schwächephase vom vierten Quartal dürfte bald überwunden sein. Der wesentliche Grund dafür sei die Vermutung, dass sich die Corona-Inzidenzen bis Frühsommer deutlich abschwächten./la/bgf/jha/

(AWP)

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Malteserin Roberta Metsola

Malteserin Roberta Metsola neue Präsidentin des EU-Parlaments

Die christdemokratische Malteserin Roberta Metsola ist die neue Präsidentin des EU-Parlaments. Die Europaabgeordneten in Strassburg wählten die 43-Jährige am Dienstag im ersten Wahlgang mit 458 von 616 abgegebenen gültigen Stimmen an ihre Spitze. Metsola ist die dritte Frau in dem prestigeträchtigen Amt und die jüngste Person überhaupt in der Geschichte des Parlaments. Sie folgt auf den vergangene Woche unerwartet gestorbenen italienischen Sozialdemokraten David Sassoli, dessen Amtszeit im Januar regulär ausgelaufen wäre.

18.01.2022 11:26

Unterstützt wurde Metsolas Kandidatur vom bayerischen Fraktionsvorsitzenden der Christdemokraten im EU-Parlament, Manfred Weber (CSU). Weber hatte ursprünglich selbst Ansprüche auf den Posten erhoben, verzichtete dann aber doch.

Metsola setzte sich am Dienstag, an ihrem Geburtstag, gegen Bewerber aus zwei anderen Fraktionen durch. Die Linke hatte die Spanierin Sira Rego ins Rennen geschickt, die Grünen die Schwedin Alice Bah Kuhnke. Die Sozialdemokraten und die Liberalen hatten keine eigenen Kandidaten aufgestellt und Metsola unterstützt. Im Gegenzug sollen sie aber unter anderem jeweils einen Vizepräsidenten mehr stellen als bisher, wie es aus Parlamentskreisen hiess.

Metsola, die Europäisches Recht studiert hat, sitzt seit 2013 im EU-Parlament, seit November 2020 war sie dessen erste Vizepräsidentin. Einen Namen machte sie sich als Verfechterin des Rechtsstaats und als Kämpferin gegen Korruption. Sie ist mit einem Finnen verheiratet und hat vier Söhne. Sie fühle sich geehrt von der Verantwortung, die ihr anvertraut werde, sagte Metsola unmittelbar nach ihrer Wahl.

Dass die Europäische Volkspartei, in der auch CDU und CSU sind, nun die Parlamentspräsidentin stellt, war Bestandteil eines komplexen Personalpakets nach der Europawahl 2019. Demnach war zunächst ein Sozialdemokrat - Sassoli - an der Reihe, nach zweieinhalb Jahren sollte ein Christdemokrat folgen.

Der Präsident des Europaparlaments leitet alle Tätigkeiten des Plenums, wahrt während der Sitzungen die Ordnung, erteilt Rednern das Wort und unterzeichnet Gesetze. Letzter deutscher Amtsinhaber war Martin Schulz, der dem Parlament von 2012 bis 2017 vorstand./vio/DP/ngu

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Deutsche Unternehmen blicken

Deutsche Unternehmen blicken weniger optimistisch auf China

(Ausführliche Fassung) - Deutsche Unternehmen haben in diesem Jahr weniger optimistische Aussichten für ihr Geschäft in China. Zwar äusserte sich die Mehrheit der Firmen in einer am Dienstag veröffentlichten Geschäftsklima-Umfrage der Deutschen Handelskammer in China weiterhin zuversichtlich. Allerdings waren es deutlich weniger als noch im Vorjahr.

18.01.2022 11:02

Demnach gaben noch rund 51 Prozent der Unternehmen an, Verbesserungen in ihrem Sektor zu erwarten. Bei der Umfrage des Vorjahres hatte dieser Wert noch bei 66 Prozent gelegen. 18 Prozent der Firmen stellen sich 2022 auf eine Verschlechterung der Aussichten ein - nach 9 Prozent im Vorjahr. Auch ihre Erwartungen für das Gewinn- und Umsatzwachstum schraubten die Firmen in der aktuellen Befragung im Vergleich zum Vorjahr etwas zurück.

"Die deutschen Unternehmen in China schauen recht optimistisch ins neue Jahr, ihr Engagement im Markt bleibt unerschüttert", sagte Clas Neumann, Präsident der Deutschen Handelskammer in China. Jedoch schienen wirtschaftspolitische Tendenzen Spuren hinterlassen zu haben, so Neumann weiter. Die fehlende Gleichbehandlung im Vergleich zu heimischen Firmen sei zur grössten regulatorischen Herausforderung für die deutsche Wirtschaft in China geworden.

Zudem wurden die wegen der Corona-Pandemie weiter bestehenden Einreisebeschränkungen als "kaum zumutbare Hürde" im Geschäft mit China identifiziert. Sie beeinträchtigen laut Umfrage das gegenseitige Verständnis, verhindern ausländische Investitionen und bremsen letztendlich auch das Wachstum Chinas. "Die reduzierte Konnektivität zwischen unseren beiden Regionen seit Beginn der Corona-Pandemie ist uns allen ein ernstes Anliegen", mahnte Frank Rückert, der Gesandte der Deutschen Botschaft in Peking, anlässlich der Vorstellung der Kammer-Umfrage.

Auch die vergangene Woche erstmals in chinesischen Städten nachgewiesene Omikron-Variante des Coronavirus besorgt die deutschen Firmen. "Omikron könnte in der Zukunft zu massiven Lockdowns führen, was Folgen für deutsche Firmen hätte", sagte Andreas Glunz, Bereichsvorstand International Business der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in Deutschland, die an der Umfrage der Handelskammer beteiligt war.

Peking setzt im Umgang mit dem Coronavirus mehr denn je auf Abschottung. Landesweit wurden zuletzt täglich zwar nur rund 150 Fälle gemeldet - in einem Land mit 1,4 Milliarden Menschen. Doch Experten sind besorgt, dass Omikron die Null-Corona-Strategie der chinesischen Regierung an ihre Grenze bringen könnte. Gewarnt wurde vor Unterbrechungen von Lieferketten und lahmgelegten Fabriken, was Folgen auch für die gesamte Weltwirtschaft haben könnte.

Auch würden die zuletzt aufgetretene Energieknappheit in vielen Regionen sowie die Krise am chinesischen Immobilienmarkt die Stimmung bei deutschen Unternehmen eintrüben, sagte Glunz.

Die Kammer rief die neue Bundesregierung dazu auf, die Sorgen der Unternehmen in ihrer China-Strategie zu berücksichtigen. "Aus Sicht der deutschen Unternehmen sollte sich die neue Bundesregierung weiterhin für eine Verbesserung der Wettbewerbsbedingungen und eine Lockerung der Reisebeschränkungen einsetzen", sagte Kammer-Präsident Neumann. "Gleichzeitig sollte sie den Dialog fortsetzen und eine Justierung der deutsch-chinesischen Wirtschaftskooperation in verschiedenen Bereichen anstreben."/jpt/DP/jha

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Wie hohe Energiekosten den

Wie hohe Energiekosten den Aufschwung in der Euro-Zone gefährden

Die Konsumentenausgaben sollten in diesem Jahr die Konjunktur ankurbeln. Doch die hohen Energiekosten schmälern die Budgets der Haushalte.

18.01.2022 19:00

Als Christian Hurtz kurz vor Silvester seine Stromrechnung öffnet, fiel ihm die Kinnlade herunter: Sie hatte sich im Vergleich zum gebuchten Tarif mehr als verdreifacht. "Zuerst dachte ich, das sei der Betrag für drei Monate", erzählt der 41-jährige Software-Entwickler aus Köln. Er hatte einen neuen Grundversorgungsvertrag erhalten, nachdem sein eigentlich gewählter Versorger die Lieferung eingestellt hatte. "Das hat meine Weihnachtsferien ein bisschen verdorben."

Hurtz ist einer von Millionen Europäern, deren Energiekosten explodiert sind, weil Anbieter ihre höheren Einkaufspreise an die Kunden weiterreichen oder gleich pleite gehen. Mehr Ausgaben für Heizung, Strom und Kraftstoffe belasten die Budgets vieler Haushalte - und dämpfen damit die Aussicht auf einen konsumgetriebenen Wirtschaftsboom in Europa.

Im Jahr 2020 gaben Haushalte in der Euro-Zone noch durchschnittlich 1200 Euro für Strom und Gas aus. Einer Studie der Bank of America (BofA) zufolge dürfte der Betrag in diesem Jahr auf 1850 Euro steigen. Grund dafür sind auch geopolitische Spannungen, die die Erdgaspreise in die Höhe treiben.

Das knappe Angebot an Energie aus erneuerbaren Quellen kann dies nicht ausgleichen. Hurtz und Hunderttausende anderer Kunden privater Energiefirmen, die im vergangenen Jahr ihre Geschäftstätigkeit oder die Versorgung eingestellt haben, mussten das Zwei- oder Dreifache der bisher vereinbarten Tarife zahlen. Allein in Deutschland gaben 39 Versorger auf.

Hoffnung auf Verbraucherboom schwindet

Dabei sollten in diesem Jahr die Konsumentenausgaben die Konjunktur nach zwei Jahren Corona-Krise mit Lockdowns ankurbeln. Die Europäische Zentralbank (EZB) sagte im Dezember für das Jahr 2022 ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in der Euro-Zone von 4,2 Prozent voraus, angetrieben von einem Anstieg des privaten Konsums um 5,9 Prozent.

Aber höhere Energiekosten, die die Haushalte zu Hause und an der Zapfsäule spüren, setzen dahinter ein Fragezeichen. Energie macht normalerweise etwas mehr als sechs Prozent des privaten Verbrauchs in der Euro-Zone aus. Dieser Wert könnte nach Schätzungen der Analysten der Bank ING nun wegen der höheren Preise auf acht bis zehn Prozent steigen. Damit bliebe weniger Geld für andere Waren übrig - von Bekleidung bis Möbeln. "Dies stünde auch im Einklang mit früheren Phasen höherer Energiepreise, in denen fast alle Länder einen Rückgang anderer Ausgaben verzeichneten", sagte ING-Ökonom Carsten Brzeski.

In Italien zum Beispiel werden die Gas- und Strompreise dem Beratungsunternehmen Nomisma Energia zufolge die Konsumausgaben der privaten Haushalte in diesem Jahr um 2,9 Prozent dämpfen. Das wiederum könnte das Bruttoinlandsprodukt der drittgrössten Volkswirtschaft der Euro-Zone um 1,1 Prozent drücken, sollten die Energiepreise weiterhin so hoch bleiben. "Der schwächelnde italienische Konsum war schon immer eines der Haupthindernisse für ein stärkeres Wirtschaftswachstum", sagt Davide Tabarelli, Vorsitzender von Nomisma Energia.

Dämpfer auch für Spanien und Deutschland

Noch schlimmer ist das Bild in Spanien. Dort könnte der Wachstumseinbruch sogar bei 1,4 Prozent liegen, schätzen die Ökonomen der Bank BBVA. Sie stützen ihre Prognose auf Preise, die noch unter dem aktuellen Marktniveau liegen. "Wenn Preiserhöhungen auf eine höhere Nachfrage zurückzuführen sind, sind sie weniger schädlich", sagt Miguel Cardoso von BBVA Research. "Die aktuelle Situation ist nicht so. Wir sehen einen negativen Angebotsschock."

Auch in Deutschland dürfte die Kauflaune der Verbraucher leiden. Die Energiepreise lagen im Dezember mehr als 18 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die Konsumausgaben stagnierten 2021 auf dem niedrigen Niveau des ersten Corona-Krisenjahres. "Erst im zweiten Quartal werden die Konsumausgaben das Vorkrisenniveau wohl wieder überschreiten", erwartet das Essener RWI-Institut. "Die schwache Konsumneigung liegt dabei auch an der anziehenden Teuerung." Das hohe Preisniveau drücke die real verfügbaren Einkommen und dürfte dazu beitragen, dass deutlich weniger grössere Anschaffungen getätigt werden.

Frankreich deckelt

Im benachbarten Frankreich sieht es etwas anders aus. Dort hat die Regierung von Präsident Emmanuel Macron, der sich im Mai um eine zweite Amtszeit bemüht, die Strompreiserhöhungen auf vier Prozent gedeckelt. Das brachte den heimischen Versorger EdF auf die Barrikaden. Auch andere Regierungen in der Euro-Zone ergreifen Massnahmen, von der Senkung der Energiesteuern bis hin zu Subventionen für ärmere Haushalte. Diese werden den BofA-Schätzungen zufolge jedoch nur etwa ein Viertel des Anstiegs der Energierechnungen seit 2020 von 54 Prozent ausgleichen.

Geringverdiener werden vom kräftigen Anstieg der Kosten für Wohnenergie überproportional stark belastet. 2020 gaben Haushalte in Deutschland mit einem monatlichen Nettoeinkommen unter 1300 Euro im Schnitt 95 Euro für Wohnenergie aus. Das entspricht einem Anteil von 9,5 Prozent an den Konsumausgaben, wie das Statistische Bundesamt ermittelte. Haushalte der höchsten Einkommensklasse - also mit monatlich mindestens 5000 Euro - gaben zwar mit durchschnittlich 206 Euro deutlich mehr für Wohnenergie aus. Der Anteil an ihren privaten Konsumausgaben war mit 4,7 Prozent allerdings nicht einmal halb so hoch.

Einige Konsument haben bereits begonnen, den Gürtel enger zu schnallen - so auch der Kölner Christian Hurtz: "Irgendwann muss man sich fragen, ob man sich diesen Käse noch leisten kann oder lieber einen aus dem unteren Regal kaufen soll." 

(Reuters)

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Umfrage: Viele Deutsche in

Umfrage: Viele Deutsche in existenziellen Nöten wegen hoher Inflation

Die zuletzt stark gestiegenen Teuerungsraten werden für viele Menschen zur Belastungsprobe: Jeder neunte Deutsche kann nach eigenen Angaben kaum noch seine Lebenshaltungskosten bezahlen.

19.01.2022 06:32

Von den Befragten einer YouGov-Umfrage aus Haushalten mit einem monatlichen Nettoeinkommen von unter 2500 Euro gaben sogar 17 Prozent an, sie seien wegen gestiegener Preise kaum noch in der Lage, die regelmässigen Ausgaben zu stemmen.

In den vergangenen Monaten haben die Inflationsraten kräftig angezogen. In Deutschland lagen die Verbraucherpreise im Dezember vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge um 5,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Damit erreichte die Teuerungsrate in Europas grösster Volkswirtschaft den höchsten Stand seit Juni 1992. Im Euroraum insgesamt erreichte die Inflation mit 5 Prozent das höchste Niveau seit der Euro-Einführung. Eine höhere Inflation schwächt die Kaufkraft von Verbrauchern, weil sie sich für einen Euro weniger kaufen können als zuvor.

In der Umfrage zeigten sich 44 Prozent der 2102 Befragten sehr beunruhigt aufgrund der vergleichsweise hohen Inflationsraten. Fast genauso viele (43 Prozent) sagten, sie seien "etwas" beunruhigt. "Der starke Anstieg der Inflation sorgt in grossen Teilen der Bevölkerung für Verunsicherung", fasste Postbank-Chefvolkswirt Marco Bargel zusammen. "Da sich Lebensmittel, Energie und Kraftstoffe erheblich verteuert haben, die Einkommen mit der Preisentwicklung aber nicht Schritt halten können, schrumpft der finanzielle Spielraum."

Eine wachsende Gruppe, inzwischen ein Viertel der Befragten, gab an, dass sie nichts sparen könne (22 Prozent) oder wolle (3 Prozent). "In den unteren Einkommensgruppen fehlen die finanziellen Reserven, um Geld langfristig und gewinnbringend anzulegen", sagte Bargel. "Auf dem Giro- oder Sparkonto verlieren Ersparnisse durch die Inflation jedoch kontinuierlich an Wert - was den finanziellen Spielraum für einkommensschwächere Haushalte noch weiter verkleinert."

(AWP)

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Ifo: Viele Unternehmen in

Ifo: Viele Unternehmen in Deutschland planen Preiserhöhungen

Deutsche Verbraucher und Unternehmen müssen sich nach Einschätzung des Ifo-Instituts auf weitere Preiserhöhungen einstellen. Der Index der Münchner Wirtschaftsforscher für die Preiserwartungen sank im Dezember nur leicht auf 44,6 Punkte, wie das Institut am Mittwoch mitteilte.

19.01.2022 08:01

Im November hatten sie mit 44,9 Punkten einen Rekordwert erreicht. Die Umfragewerte zögen sich durch alle Wirtschaftszweige. "Das wird bis auf die Verbraucherpreise durchschlagen", sagte Konjunkturexperte Timo Wollmershäuser. "Die Inflation wird im Verlauf dieses Jahres nur langsam zurückgehen."

Für die kommenden Monate erwartet das Institut, dass die Inflationsraten über 4 Prozent liegen und sich gegen Ende des Jahres allmählich der 2-Prozent-Marke nähern. Für das Gesamtjahr rechnet das Ifo nun mit einer Inflationsrate von etwa 3,5 Prozent.

Die Unternehmen geben laut Ifo die gestiegenen Kosten für Energie sowie bei der Beschaffung von Vorprodukten und Handelswaren weiter. Selbst wenn sich der Anstieg der Energiepreise in den kommenden Monaten nicht fortsetzten sollte und die Börsenpreise für Erdgas, Strom und Rohöl unverändert blieben, sorge das noch eine Weile für hohe Inflationsraten. Die Forscher verwiesen darauf, dass der Anstieg der Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahr gemessen wird. So müssten die Verbraucher in diesem Jahr im Schnitt 10 Prozent mehr für Energie ausgeben.

Die Lohnkosten dürften die Inflation nicht zusätzlich antreiben. "Die bisherigen Lohnverhandlungen deuten auf keine Lohn-Preis-Spirale hin. Wir erwarten, dass die Tariflöhne in diesem und im kommenden Jahr um knapp zweieinhalb Prozent zulegen", sagte Wollmershäuser. Das wäre so stark wie im Durchschnitt der Jahre vor der Corona-Krise.

Im Dezember war die deutsche Inflationsrate auf 5,3 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit fast 30 Jahren geklettert./sey/DP/jha

(AWP)

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Jahresinflation in

Jahresinflation in Deutschland bei mehr als 3 Prozent - Höchster Stand seit 1993

Ein sprunghafter Anstieg der Verbraucherpreise hat die Budgets der Menschen in Deutschland im vergangenen Jahr belastet. Nach einem weiteren Preisschub im Dezember kletterte die Inflation nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahresschnitt auf 3,1 Prozent. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit am Mittwoch eine erste Schätzung. Eine höhere Rate war zuletzt 1993 mit 4,5 Prozent gemessen worden. Im Corona-Krisenjahr 2020 lag die Jahresteuerung bei 0,5 Prozent.

19.01.2022 08:25

Im Dezember verschärfte sich der Preisauftrieb. Die Verbraucherpreise stiegen den Angaben zufolge zum Vorjahresmonat um 5,3 Prozent. Die monatlich gemessene Inflationsrate erreichte damit den höchsten Stand des vergangenen Jahres. Die Wiesbadener Behörde bestätigte auch hier eine erste Schätzung.

Eine höhere Inflation schwächt die Kaufkraft von Verbrauchern, weil sie sich für einen Euro dann weniger kaufen können als zuvor.

Angeheizt wurde die Teuerung in Europas grösster Volkswirtschaft im vergangenen Jahr vor allem von rasant gestiegenen Energiepreisen im Zuge der weltweiten Konjunkturerholung nach der Corona-Krise 2020. Energieprodukte verteuerten sich den Angaben zufolge gegenüber dem Vorjahr um 10,4 Prozent, nach einem Rückgang um 4,8 Prozent im Jahr 2020. Vor allem für Heizöl (41,8 Prozent) und Kraftstoffe (22,6 Prozent) mussten Verbraucher tiefer in die Tasche greifen als im Schnitt des Vorjahres.

Hinzu kamen die Rücknahme der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung, Lieferengpässe sowie die Einführung der CO2-Abgabe Anfang 2021 von 25 Euro je Tonne Kohlendioxid, das beim Verbrennen von Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas entsteht.

Auch wenn der Mehrwertsteuereffekt in diesem Jahr entfällt, rechnen Ökonomen vorerst nicht mit einer raschen Entspannung. Viele Volkswirte gehen auch für dieses Jahr von einer drei vor dem Komma bei der Jahresinflationsrate aus. Sie verweisen unter anderem auf Lieferengpässe, die Herstellungskosten erhöhen. Auch zeigte die Preiskurve beim Erdöl zuletzt weiter steil nach oben./mar/DP/jha

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Deutschland:

Deutschland: Zehnjahresrendite erstmals seit drei Jahren wieder leicht positiv

Die steigende Inflation macht sich immer stärker an den Kapitalmärkten bemerkbar. Am Mittwoch war der Zins für zehnjährige Bundesanleihen erstmals seit knapp drei Jahren wieder leicht positiv. Die Rendite stieg am Vormittag bis auf 0,008 Prozent. Es ist das erste Mal seit Mai 2019, dass zehnjährige Bundesanleihen wieder positiv rentieren. Die Wertpapiere gelten an den Märkten als richtungsweisend.

19.01.2022 08:51

Für Anleger ist der Zinsanstieg allerdings nicht mehr als ein kleiner Hoffnungsschimmer. Denn abzüglich der hohen Inflation in Deutschland von zuletzt mehr als fünf Prozent bringen die Papiere real, also unter dem Strich, Verluste ein.

Ausgangspunkt des Zinsanstiegs an den Kapitalmärkten sind die USA. Dort wird von der Notenbank Federal Reserve angesichts der hohen Inflation von derzeit sieben Prozent ein deutliches Gegensteuern erwartet. An den Märkten wird für dieses Jahr mit bis zu vier Zinsanhebungen der Fed gerechnet. Aufgrund der hohen Bedeutung der US-Finanzmärkte pflanzt sich der Zinsauftrieb in viele andere Volkswirtschaften fort. In der Eurozone wird von der Europäischen Zentralbank (EZB) in diesem Jahr allerdings noch keine Zinserhöhung erwartet./bgf/jha/

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Aktionärszahlen in

Aktionärszahlen in Deutschland nach Boom gesunken

Die Zahl der Aktionäre in Deutschland ist nach dem Boom 2020 im vergangenen Jahr wieder gesunken. Knapp 12,07 Millionen Menschen hierzulande hatten im Jahresdurchschnitt Aktien, Aktienfonds und/oder börsengehandelte Indexfonds (ETFs) im Depot, wie das Deutsche Aktieninstitut (DAI) ermittelt hat. Das waren gut 280 000 weniger als ein Jahr zuvor, als die Zahl der Aktionärinnen und Aktionäre in Deutschland mit 12,35 Millionen den höchsten Stand seit fast 20 Jahren erreicht hatte. Seit 2020 werden in der DAI-Statistik auch ausländische Aktionäre mit Wohnsitz in Deutschland erfasst.

19.01.2022 10:07

"Nach dem starken Anstieg im Jahr 2020 haben sich die Aktionärszahlen auf hohem Niveau stabilisiert", stellte die Chefin des Aktieninstituts, Christine Bortenlänger, am Mittwoch in Frankfurt fest. Der aktuellen Erhebung zufolge seien in Deutschland 17,1 Prozent der Bevölkerung am Aktienmarkt engagiert, das sei etwa jeder Sechste ab 14 Jahren. "2021 war also erneut ein gutes Jahr für die Aktienkultur in Deutschland", bilanzierte Bortenlänger.

Den Rückgang erklärte das Institut damit, dass einige Anleger nach Kurssteigerungen Gewinne mitnahmen. Neueinsteiger hätten zudem womöglich gezögert, weil sie glaubten, den "richtigen" Einstiegszeitpunkt verpasst zu haben.

Für Vermögensaufbau und Altersvorsorge seien Aktienanlagen gerade angesichts derzeit niedriger Sparzinsen unverzichtbar, argumentiert das Aktieninstitut. "Damit noch mehr Menschen davon profitieren, muss die neue Bundesregierung die Rahmenbedingungen für die Aktienanlage weiter verbessern", forderte Bortenlänger. "Veräusserungsgewinne bei Aktien sollten nach dem Ablauf einer Haltefrist steuerfrei gestellt und Aktien zu einem festen Baustein der Altersvorsorge gemacht werden."/ben/DP/mis

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Leistungsbilanz der Eurozone

Leistungsbilanz der Eurozone wieder mit höherem Überschuss

Die Leistungsbilanz der Eurozone hat im November wieder einen höheren Überschuss ausgewiesen. Der Überschuss sei von rund 19 Milliarden Euro im Vormonat auf rund 24 Milliarden Euro gestiegen, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Mittwoch in Frankfurt mit. Ausschlaggebend für die Entwicklung war vor allem ein höherer Überschuss in der Dienstleistungsbilanz. Die Salden der Handelsbilanz und der Einkommensbilanzen änderten sich dagegen nur wenig.

19.01.2022 10:42

Die Leistungsbilanz stellt den volkswirtschaftlichen Austausch der Eurozone mit dem Ausland dar. Abgebildet sind der Waren- und Dienstleistungsverkehr sowie Einkommensübertragungen. Üblicherweise weist die Eurozone einen hohen Überschuss in ihrer Leistungsbilanz aus. Infolge der Corona-Pandemie sind stärkere Schwankungen aufgetreten, insbesondere in der Handelsbilanz./bgf/la/jha/

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Macron pocht im EU-Parlament

Macron pocht im EU-Parlament auf starkes und unabhängiges Europa

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will während des französischen EU-Ratsvorsitzes die Weichen für ein zukunftsfähiges, starkes und unabhängiges Europa stellen. Es gelte, die drei grossen Versprechen der Europäischen Union von Demokratie, Fortschritt und Frieden neu zu verankern, sagte Macron am Mittwoch im Europaparlament in Strassburg. Dazu müsse die Rechtsstaatlichkeit als Grundsatz in der EU verteidigt werden, ansonsten drohe die Rückkehr zu einer Willkür-Herrschaft.

19.01.2022 13:59

Als aktuelle Herausforderungen benannte Macron den Klimawandel, die Digitalisierung sowie die Frage von Sicherheit und Frieden in Europa. Die EU müsse nicht bloss auf Krisen reagieren, sondern vorausschauend handeln und seine Zukunft nicht von Entscheidungen anderer Länder abhängig machen.

Frankreich hatte am 1. Januar den alle sechs Monate wechselnden Vorsitz im EU-Ministerrat übernommen und seine Ratspräsidentschaft unter das Motto Durchstart, Kraft und Partnerschaft gestellt.

Angesichts der drohenden Eskalation im Ukraine-Konflikt forderte Macron eine neue europäische Sicherheits- und Stabilitätsordnung. Ein Vorschlag dazu müsse in den kommenden Wochen von den Europäern erarbeitet und anschliessend mit den Nato-Partnern geteilt werden. Anschliessend müsse der Vorschlag Russland für Verhandlungen vorgelegt werden.

Der Dialog mit Russland bleibe essenziell. "Wir werden mit Deutschland im Rahmen des Normandie-Formats weiter eine politische Lösung im Ukraine-Konflikt suchen", betonte Macron. Die Unverletzbarkeit der Grenzen, die freie Bündniswahl, der Verzicht auf Gewalt - all das seien Prinzipien, auf die Europa und Russland sich vor vielen Jahren geeinigt hätten. "Es ist an uns Europäern, diese Prinzipien und inhärenten Rechte der Souveränität der Staaten zu verteidigen", sagte Macron.

In seiner Grundsatzrede betonte der französische Staatschef, er wolle den Umweltschutz und das Recht auf Abtreibung in die europäische Grundrechtecharta aufnehmen. "Ich möchte, dass wir diese Charta aktualisieren, um expliziter auf den Schutz der Umwelt und die Anerkennung des Rechts auf Abtreibung einzugehen", sagte Macron.

Es gehe darum, die Menschen wieder neu vom Wert des Rechtsstaats und der Demokratie in der Europäischen Union zu überzeugen. "Zu diesem Zweck möchte ich unsere Werte als Europäer stärken, die unsere Einheit, unseren Stolz und unsere Stärke begründen", sagte Macron. Die Rechtsstaatlichkeit sei keine Erfindung von Brüssel über die alleine Brüssel verfüge, sondern ein gemeinsamer Schatz.

Die Grundrechtecharta der EU wurde 2000 unterzeichnet und ist seit Dezember 2009 rechtsverbindlich - das heisst, EU-Bürger können auf dieser Basis ihre Grundrechte einklagen. Der Text fasst alle bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Rechte der europäischen Bürger zusammen.

Macron kündigte ausserdem an, sich auf EU-Ebene für eine Frauenquote in Unternehmensvorständen einzusetzen. Frankreich werde im Rahmen seines EU-Ratsvorsitzes starke Schritte unternehmen, um die Einkommens-Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen zu reduzieren und um gegen jede Form der Diskriminierung vorzugehen. Daneben werde man sich für einen europäischen Mindestlohn und mehr Rechte für Angestellte von digitalen Plattformen einsetzen./evs/DP/jha

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Deutlich mehr Frauen auf

Deutlich mehr Frauen auf Vorstandsposten in Deutschland

Die Frauenquote für Top-Etagen grosser Unternehmen zeigt Wirkung: Der Frauenanteil in Vorständen ist einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge stark gewachsen. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres gab es in den 200 umsatzstärksten Unternehmen in Deutschland 139 Frauen im Vorstand, wie das DIW am Mittwoch mitteilte. Das waren 38 mehr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

19.01.2022 12:43

"Der Frauenanteil in den Vorständen der Top-200-Unternehmen stieg damit um gut drei Prozentpunkte auf fast 15 Prozent", hiess es. Das sei der stärkste Zuwachs seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2006. Im vergangenen Jahr lag der Frauenanteil bei rund 12 Prozent. Auch das Prüfungs- und Beratungsunternehmen EY hatte zuletzt von einem kräftigen Zuwachs berichtet.

Grund dafür ist laut DIW die Anfang des vergangenen Jahres vom Kabinett beschlossene Frauenquote für Unternehmensvorstände. Der lange umstrittene Gesetzentwurf sieht vor, dass in börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Unternehmen mit mehr als 2000 Beschäftigten und mehr als drei Vorstandsmitgliedern bei Neubesetzungen mindestens eine Frau im Vorstand sitzen muss.

Demnach trifft diese Regelung auf 66 Unternehmen zu. Die Quote sei zwar erst ab August diesen Jahres verpflichtend, zeige aber bereits Wirkung, teilte das DIW weiter mit. "In nur noch 19 der 66 Unternehmen waren die Vorstände im Spätherbst 2021 reine Männerdomänen."

In den Aufsichtsräten hingegen sei der Frauenanteil 2021 im Gegensatz zu den Jahren davor deutlich zurückgegangen. Trotzdem befände sich der Anteil auf einem hohen Niveau von fast einem Drittel Frauen./oli/DP/ngu

(AWP)

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Das ist der stärkste Anstieg seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1949. Die Erwartungen von Analysten wurden klar übertroffen, sie hatten im Schnitt mit einem Zuwachs um 19,3 Prozent gerechnet. Im Monatsvergleich stiegen die Preise, die Hersteller für ihre Waren erhalten, um 5,0 Prozent. Auch das ist ein Rekordanstieg.

Hauptverantwortlich für die Entwicklung seien weiterhin die Energiepreise, erklärten die Statistiker. Energie war im Dezember 69 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Gegenüber November verteuerte sich Energie ebenfalls stark um 15,7 Prozent. Erdgas und Strom stiegen mit Jahresraten von 121,9 beziehungsweise 74,3 Prozent am stärksten. Hohe Preissteigerungen gab es auch bei Vorleistungsgütern wie Metallen, Düngemitteln oder Holz. Die Zuwächse sind Folge einer steigenden Nachfrage bei teils stark begrenztem Angebot aufgrund erheblicher Verspannungen im Welthandel.

Im Gesamtjahr 2021 stiegen die Produzentenpreise zum Vorjahr um 10,5 Prozent. Im Jahr 2020 waren sie dagegen noch um 1,0 Prozent gefallen.

Die Erzeugerpreise gehen in die Verbraucherpreise ein, an denen die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet. Sowohl in Deutschland als auch der Eurozone liegt die Inflation derzeit deutlich über dem Zielwert der EZB von zwei Prozent. Die EZB betrachtet die Entwicklung nach wie vor als überwiegend temporär und von Sonderfaktoren getrieben./bgf/mis

(AWP)

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