Schuldenkrise Europa

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Frankreichs Wirtschaft wächst

Frankreichs Wirtschaft wächst nur leicht

Frankreichs Wirtschaftsleistung hat im Frühjahr wie erwartet etwas zugelegt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) habe im zweiten Quartal 0,2 Prozent über dem Niveau des Vorquartals gelegen, teilte das Statistikamt Insee am Mittwoch nach einer zweiten Schätzung mit. Die Behörde bestätigte damit wie von Analysten erwartet eine erste Erhebung.

29.08.2018 09:09

Damit war das Wachstum im zweiten Quartal genauso hoch wie im Auftaktquartal des laufenden Jahres. Die Daten zeigen, dass der Aufschwung in der zweitgrössten Volkswirtschaft der Eurozone in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich an Schwung verloren hat.

Auch im Jahresvergleich bestätigte die Behörde die erste Schätzung für das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal. In dieser Betrachtung legte das BIP von April bis Juni um 1,7 Prozent zu. Auch das war von Bankvolkswirten erwartet worden.

Laut den Daten des Statistikamts haben unter anderem öffentliche Investitionen zum französischen Wachstum beigetragen. Dagegen seien die privaten Ausgaben im Berichtszeitraum im Quartalsvergleich leicht gesunken./jkr/bgf/fba

(AWP)

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Eurozone: Wirtschaftsstimmung

Eurozone: Wirtschaftsstimmung trübt sich weiter ein

Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich im August weiter eingetrübt.

30.08.2018 11:10

Der Economic Sentiment Indicator (ESI) fiel im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Punkte auf 111,6 Zähler, wie die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Analysten hatten im Mittel einen Rückgang auf 111,9 Punkte erwartet. Der Indikator steht damit auf dem tiefsten Niveau seit August 2017.

Das ebenfalls von der EU-Kommission erhobene Geschäftsklima (BCI) trübte sich auch weiter ein. Der Indikator fiel von 1,30 Punkten im Vormonat auf 1,22 Zähler. Ökonomen hatten mit 1,26 Punkten gerechnet.

Wie der ESI ist der BCI in den vergangenen Monaten gefallen. Beide Indikatoren befinden sich aber nach wie vor auf erhöhtem Niveau. Der ESI misst die Stimmung in Unternehmen und privaten Haushalten, der BCI erfasst die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe.

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Einzelhändler in Deutschland

Einzelhändler in Deutschland setzen weniger um

Der deutsche Einzelhandel hat im Juli etwas weniger umgesetzt als im Vormonat. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, lagen die Erlöse real (preisbereinigt) 0,4 Prozent unter dem Niveau von Juni. Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die Umsätze um 0,8 Prozent. Beide Ergebnisse fielen etwas ungünstiger aus, als Analysten erwartet hatten.

31.08.2018 08:10

Nominal, also inklusive Preisveränderungen, sanken die Erlöse um 0,9 Prozent zum Vormonat und erhöhten sich um 2,3 Prozent zum Vorjahresmonat. In den ersten sieben Monaten des Jahres setzte der Einzelhandel real 1,4 Prozent und nominal 3,0 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor./bgf/jha/

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EU fordert von Italien

EU fordert von Italien Anstrengung beim Haushalt

EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici verlangt von Italiens neuer Regierung eine «substanzielle Anstrengung» in der Haushaltsplanung für das kommende Jahr.

31.08.2018 08:19

"Es ist im Interesse Italiens, die öffentlichen Schulden unter Kontrolle zu halten", sagte Moscovici der Finanzzeitung "Il Sole 24 Ore" (Freitagausgabe). Seinen Worten zufolge soll das Land sein Budgetdefizit 2019 um 0,6 Prozentpunkte zurückfahren. Den EU-Vorgaben zufolge darf die Neuverschuldung im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung die Obergrenze von drei Prozent nicht überschreiten.

Moscovici fügte hinzu, die bevorstehenden Verhandlungen mit der Regierung in Rom würden nicht einfach. Er könne nicht völlig ausschließen, dass es in Italien Politiker gebe, die bereit seien, den Euro aufzugeben.

Die populistische Regierungskoalition aus 5-Sterne-Bewegung und Lega will ihre Ziele zur Wirtschaftsentwicklung und den öffentlichen Finanzen im September vorlegen. Das Kabinett soll den Haushalt im Oktober billigen und dann bis Ende des Monats an die EU-Kommission schicken. 

(Reuters)

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Deutschland: ZEW

Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartung steigt überraschend stark

Der vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobene Konjunkturindikator ist trotz der Währungskrisen in wichtigen Schwellenländern und enttäuschender Daten aus der deutschen Industrie überraschend stark gestiegen. Der Indexwert für die Konjunkturerwartungen habe im September um 3,1 Punkte auf minus 10,6 Punkte zugelegt, teilte das ZEW am Dienstag mit. Auch die Einschätzung der konjunkturellen Lage hellte sich spürbar auf.

11.09.2018 11:27

Analysten waren bei den Konjunkturerwartungen von einer Verbesserung ausgegangen. Sie hatten aber nur einen leichten Anstieg des Indexwertes auf minus 13,0 Punkte erwartet.

Die "erheblichen Befürchtungen" der befragten Finanzexperten hinsichtlich der Konjunkturentwicklung hätten sich wieder etwas beruhigt, kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach die Daten. Seiner Einschätzung nach ist dies auch auf das neue Handelsabkommen zwischen den USA und Mexiko zurückzuführen. Im Juli hatte die Sorge vor einem Handelskrieg führender Industriestaaten den ZEW-Konjunkturindikator noch auf den niedrigsten Wert seit August 2012 gedrückt./jkr/bgf/fba

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Frankreich hebt

Frankreich hebt Defizitprognosen an

Infolge schlechterer Wirtschaftsaussichten rechnet Frankreich für das kommende Jahr mit einem höheren Staatsdefizit als bislang geplant. Die Regierung erwartet für 2019 nun ein Defizit von 2,8 Prozent der Wirtschaftsleistung, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Dienstag unter Berufung auf das Wirtschafts- und Finanzministerium berichtete. In einem im April an die EU-Kommission gemeldeten Finanzplan hatte Paris noch auf ein Minus von 2,4 Prozent gesetzt.

11.09.2018 20:22

Die EU-Spielregeln erlauben maximal ein Defizit von drei Prozent der Wirtschaftsleistung; diese Vorgabe würde Frankreich den Plänen zufolge weiterhin erfüllen. Das Land hatte 2017 ein Defizit von 2,6 Prozent und war damit erstmals seit 2007 unter der Drei-Prozent-Schwelle geblieben. Die EU-Finanzminister hatten deshalb im Juni das Verfahren gegen Frankreich wegen zu hoher Haushaltsdefizite offiziell beendet.

Das Thema ist für den französischen Staatschef Emmanuel Macron wichtig: Er hat die Sanierung der französischen Finanzen zu einem zentralen Punkt seines Programms gemacht, auch um Vertrauen in Berlin zurückzugewinnen.

Für dieses Jahr rechnet Paris nun wie schon vor einigen Wochen bekanntgeworden mit einem Staatsdefizit von 2,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, 0,3 Prozentpunkte mehr als noch im Frühjahr erwartet. Frankreichs Statistiker sagen für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent voraus, im Frühjahr hatte die Regierung noch auf 2,0 Prozent gesetzt./sku/DP/men

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Industrieproduktion fällt

Industrieproduktion fällt stärker als erwartet

Die Industrieproduktion in der Eurozone ist im Juli überraschend deutlich gesunken. Die Gesamtproduktion sei um 0,8 Prozent zum Vormonat gefallen, teilte das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mit.

12.09.2018 11:01

Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang um 0,5 Prozent gerechnet. Im Juni war die Produktion bereits um revidierte 0,8 Prozent (zunächst geschätzt: -0,7 Prozent) gesunken. Besonders deutlich fiel die Produktion von Konsumgütern. Anstiege gab es dagegen im Bereich Energie sowie bei den Investitionsgütern. Insgesamt fiel die Industrieproduktion im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,1 Prozent.

Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, verzeichneten Malta (-6,3 Prozent) und Deutschland sowie Italien (jeweils -1,8 Prozent) die stärksten Rückschläge der Industrieproduktion im Monatsvergleich. Einen deutlichen Zuwachs gab es dagegen in Irland (+2,8 Prozent), nachdem hier im Vormonat ein starker Einbruch vorgelegen hatte

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Wirtschaftsstimmung in der

Wirtschaftsstimmung in der Eurozone verschlechtert sich erneut

Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich im September erneut verschlechtert. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) fiel im Vergleich zum Vormonat leicht zurück.

27.09.2018 11:35

Der Indikator fiel um 0,7 Punkte auf 110,9 Zähler, wie die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Das ist der tiefste Stand seit Juni 2017. Analysten hatten im Mittel einen Rückgang auf 111,2 Punkte erwartet.

Das ebenfalls von der EU-Kommission erhobene Geschäftsklima (BCI) stagnierte dagegen. Der Indikator lag wie im Vormonat bei 1,21 Punkten. Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 1,19 Punkte gerechnet.

Wie der ESI ist der BCI in den vergangenen Monaten gefallen. Beide Indikatoren befinden sich aber nach wie vor auf erhöhtem Niveau. Der ESI misst die Stimmung in Unternehmen und privaten Haushalten, der BCI erfasst die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe.

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Italiens Finanzminister will

Italiens Finanzminister will Verschuldung durch mehr Wachstum abbauen

Italiens Finanzminister Giovanni Tria setzt beim Schuldenabbau auf ein höheres Wachstum.

01.10.2018 06:49

Mehr Investitionen trieben die Wirtschaftsleistung stärker nach oben als noch im Frühjahr angenommen, sagte Tria der Zeitung "Il Sore 24 Ore" vom Sonntag. Deswegen werde die Staatsverschuldung bis 2021 auch auf 127 Prozent des Bruttoinlandsprodukts fallen von derzeit 131 Prozent. Die Europäische Kommission und die Finanzmärkte sollten beruhigt sein, sobald sie ein umfassendes Bild vom Haushalt für kommendes Jahr hätten, der am 20. Oktober vorgelegt werde. "Meine Hoffnung ist, dass die Ängste zurückgehen, wenn wir erklären, wie wir unser wichtigstes Ziel erreichen wollen, nämlich Wachstum", sagte Tria. Das Haushaltsdefizit sei "absolut keine Gefahr für Europa".

Die italienischen Regierungsparteien hatten vergangene Woche ein Haushaltsdefizit von 2,4 Prozent für 2019 angekündigt - das ist dreimal so viel wie die Vorgängerregierung geplant hatte. Luigi Di Maio, Vize-Ministerpräsident und Chef der populistischen 5-Sterne-Bewegung sagte, mit dem vorgeschlagenen Grundeinkommen werde die "Armut abgeschafft". An den Finanzmärkten sorgten die Pläne jedoch für Verunsicherung, vor allem Bankaktien gaben nach. Auch Italiens Präsident Sergio Mattarella und Notenbankchef Ignazio Visco riefen die Regierung zu Zurückhaltung bei der Verschuldung auf.

(Reuters)

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Juncker droht Italien wegen

Juncker droht Italien wegen Neuverschuldung

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hat angesichts der in Rom angepeilten höheren Neuverschuldung eine strenge Gangart gegenüber Italien angemahnt.

02.10.2018 06:31

Es müsse alles getan werden, um nach der schwierigen Bewältigung der Griechenlandkrise eine neue Krise zu vermeiden, sagte Juncker am Montagabend beim Bürgerdialog der EU-Kommission in Freiburg. "Eine Krise hat gereicht, eine Krise war genug und wir müssen verhindern, dass Italien hier Sonderwege für sich in Anspruch nimmt, die, würden sie von allen in Anspruch genommen werden, das Ende des Euro bedeuten würden", sagte er weiter. "Insofern muss man streng und gerecht mit Italien umgehen."

Die Regierungskoalition aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega hatte in der vergangenen Woche angekündigt, die Neuverschuldung 2019 auf 2,4 Prozent der Wirtschaftsleistung zu erhöhen. Die Vorgängerregierung hatte mit 0,8 Prozent geplant. In Rom türmt sich insgesamt ein Schuldenberg von 2,3 Billionen Euro, das entspricht 132 Prozent der Wirtschaftsleistung.

Erlaubt ist nach den sogenannten Maastricht-Kriterien für einen stabilen Euro lediglich eine Gesamtverschuldung von 60 Prozent der Wirtschaftsleistung. Italien ist daher verpflichtet, seine Schulden abzubauen. Von Italien gehe Gefahr aus, meinte Juncker. Den vollständigen Haushaltsentwurf muss Rom bis 15. Oktober an die EU-Kommission senden. Diese muss ihn dann im Detail prüfen.

Die Regierung der drittgrössten Volkswirtschaft der Eurozone reagierte empört auf Junckers Aussagen. "In Italien schluckt keiner Junckers Drohungen, der unser Land nun mit Griechenland vergleicht", sagte Vize-Premier Matteo Salvini. "Wir wollen daran arbeiten, den Bedürfnissen unserer Bürger nachzukommen. Das Recht auf Arbeit, auf Sicherheit und Gesundheit sind die Priorität der Regierung, und wir werden bis zum Ende gehen", meinte er. "Denen zum Trotz, die einem verängstigten Italien mit Unternehmen und Zukunft im Ausverkauf nachweinen. Sie werden uns nicht aufhalten."

Griechenland hatte im August nach acht Jahren sein Euro-Rettungsprogramm beendet. Gegen strikte Spar- und Reformauflagen war das Land zuvor vor der Pleite bewahrt worden. Athen weist eine Gesamtverschuldung von etwa 180 Prozent der Wirtschaftsleistung auf.

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Italien kommt der EU

Italien kommt der EU-Kommission entgegen

Im Streit über Italiens Haushaltspläne kommt die Regierung in Rom ihren Kritikern entgegen. Die Neuverschuldung soll ab 2020 wieder sinken.

04.10.2018 07:00

Die Neuverschuldung werde im kommenden Jahr zwar wie schon angekündigt auf 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) steigen und damit drei Mal so hoch ausfallen wie von der Vorgängerregierung geplant, bestätigte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Mittwoch nach einem Kabinettstreffen. 2020 solle der Fehlbetrag dann aber auf 2,1 Prozent sinken und 2021 weiter auf 1,8 Prozent zurückgehen. Zum Entsetzen seiner EU- und Euro-Partnern hatte Italien zunächst auch für diese beiden Jahre jeweils 2,4 Prozent eingeplant. EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici sprach von einem guten Signal, dass Italien die Sorgen der Kommission wahrnehme.

Mit den neuen Zielen bewegt sich Italien weiter als zunächst angenommen: Regierungsvertreter hatten im Vorfeld der Sitzung signalisiert, dass für 2020 eine Neuverschuldung von 2,2 Prozent und für 2021 von 2,0 Prozent angepeilt werde. Conte sagte, seine Regierung werde zwar ihren Kurs in der Finanzpolitik fortsetzen, aber gleichzeitig die Ausgaben unter Kontrolle behalten. "Wir werden Mut demonstrieren vor allem 2019, weil unser Land nach unserer Meinung einen Haushalt für starkes Wachstum benötigt", erklärte er im Beisein der Vize-Ministerpräsidenten Matteo Salvini und Luigi Di Maio.

Die Koalition aus Salvinis rechter Lega und Di Maios populistischer 5-Sterne-Bewegung will kostspielige Wahlversprechen umsetzen. Die EU-Kommission fordert von Rom dagegen eine strengere Haushaltsdisziplin. Sie sorgt sich wegen der hohen Verschuldung des Landes: Italien sitzt auf einem Schuldenberg von 131 Prozent der Wirtschaftsleistung, das ist mehr als doppelt so viel wie erlaubt. Nur Griechenland - das mehrere Milliarden-Kreditprogramme erhalten hat - ist in der Euro-Zone noch höher verschuldet.

Conte erklärte, dass der Schuldenstand im kommenden Jahr unter 130 Prozent und bis 2021 auf etwa 126,5 Prozent der Wirtschaftsleistung gesenkt werden solle. An den Finanzmärkten war wegen des Streits die Furcht vor einer neuen Schuldenkrise aufgekommen, der jüngste Schwenk sorgte für Erleichterung.

Der italienische Minister für Europa-Angelegenheiten, Paolo Savona, versuchte unterdessen die EU-Abgeordneten zu beruhigen. "Ich glaube, das es kein Risiko gibt, dass Italien über seine Schulden Bankrott geht", sagte er bei einem Besuch in Strassburg. Er selbst werde auch nichts gegen den Euro unternehmen. "Im Gegenteil, ich will ihn stärken." Savona hatte früher damit Schlagzeilen gemacht, dass er den Beitritt Italiens zum Euro als historischen Irrtum bezeichnete.

(Reuters)

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Deutsche Industrie erhält

Deutsche Industrie erhält deutlich mehr Aufträge

Die deutsche Industrie hat im August deutlich mehr Aufträge erhalten als erwartet. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts vom Freitag gingen 2,0 Prozent mehr Aufträge ein als im Vormonat. Analysten hatten im Mittel einen Zuwachs von 0,8 Prozent erwartet. Es ist der erste Anstieg nach zwei Rückgängen in Folge. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fielen die Aufträge im August um 2,1 Prozent und damit schwächer als erwartet./bgf/jha/

05.10.2018 08:17

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Deutschland: Erzeugerpreise

Deutschland: Erzeugerpreise ziehen an

In Deutschland hat sich der Preisauftrieb auf Herstellerebene im August verstärkt. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, lagen die Erzeugerpreise 3,1 Prozent höher als vor einem Jahr. Das ist der höchste Zuwachs seit September 2017, also seit knapp einem Jahr. Im Vormonat Juli waren die Preise, die Hersteller für ihre Waren erhalten, noch um 3,0 Prozent gestiegen. Analysten hatten im Mittel eine Rate von 2,9 Prozent erwartet./bgf/jha/

05.10.2018 08:17

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Italien senkt

Italien senkt Wachstumsprognose für 2018

Italien hat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum gesenkt. Die Leistung wird in diesem Jahr voraussichtlich um 1,2 Prozent zunehmen, wie am Freitag aus der aktualisierten Haushaltsplanung hervorging. Bisher war man in Rom von 1,5 Prozent ausgegangen.

05.10.2018 08:28

Zugleich kalkuliert die Regierung aus rechter Lega und populistischer 5-Sterne-Bewegung für 2018 mit 1,8 Prozent ein höheres Etatdefizit ein als die Vorgänger-Koalition aus dem Mitte-Links-Lager, die 1,6 Prozent prognostiziert hatte. Der Schuldenstand soll sich dieses Jahr auf 130,9 Prozent belaufen und in den kommenden Jahren sinken: 2019 auf genau 130, 2020 auf 128,1 und 2021 auf 126,7 Prozent.

Die italienische Regierung war mit ihren Haushaltspläne zuletzt auf Kritik in der EU-Kommission gestossen, weil sie für 2019 mit 2,4 Prozent eine drei Mal so hohe Neuverschuldung in Kauf nimmt als ihre Vorgängerregierung. Italienischen Medienberichten zufolge rief die Etatplanung inzwischen auch EZB-Präsident Mario Draghi auf den Plan.

Draghi habe sich am Mittwoch mit dem italienischen Präsidenten Sergio Mattarella getroffen. Bei dem Treffen sei es um die negativen Marktreaktionen auf den Haushalt gegangen, berichteten zwei Zeitungen. Eine Stellungnahme des Präsidialamts war zunächst nicht zu erhalten.

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Deutsche Industrieproduktion

Deutsche Industrieproduktion sinkt dritten Monat in Folge

In der deutschen Industrie ist die Produktion im August überraschend weiter gefallen. Im verarbeitenden Gewerbe sei die Fertigung um 0,3 Prozent im Monatsvergleich gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Ausserdem war der Produktionsdämpfer im Vormonat stärker als bisher bekannt ausgefallen. Das Bundesamt revidierte den Rückgang im Juli auf 1,3 Prozent im Monatsvergleich, nachdem zuvor nur ein Minus von 1,1 Prozent gemeldet worden war.

08.10.2018 08:18

Damit ist die deutsche Produktion bereits den dritten Monat in Folge gefallen. Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten im August im Schnitt einen Anstieg um 0,3 Prozent im Monatsvergleich erwartet.

Auch im Jahresvergleich meldete das Bundesamt einen Rückgang der August-Produktion. In dieser Betrachtung gab es aber nur einen leichten Dämpfer von 0,1 Prozent, der von Experten erwartet worden war./jkr/jha/

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Deutsche Exporte sinken

Deutsche Exporte sinken überraschend weiter

Die deutsche Wirtschaft hat im August überraschend weniger Waren exportiert. Die Ausfuhren seien um 0,1 Prozent im Monatsvergleich gefallen, teilte das Statistische Bundesamts am Dienstag in Wiesbaden mit. Dies ist der zweite Rückgang in Folge. Im Juli waren die Exporte um 0,8 Prozent gefallen.

09.10.2018 08:19

Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten im Schnitt für August mit einem Anstieg der Exporte um 0,4 Prozent gerechnet. Die Einfuhren fielen den Angaben zufolge um 2,7 Prozent. Hier lag die Markterwartung bei einem Rückgang um nur 0,1 Prozent./jkr/jha/

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Italien will Vertrauen der

Italien will Vertrauen der Finanzmärkte zurückgewinnen

Die italienische Regierung stemmt sich im Haushaltsstreit mit der EU-Kommission gegen Turbulenzen am Kapitalmarkt. Wirtschaftsminister Giovanni Tria erklärte am Mittwoch, er werde alles in seiner Macht stehende tun, um das Vertrauen der Finanzmärkte wiederherzustellen.

10.10.2018 13:44

Dazu wolle er auch mit der EU-Kommission kooperieren. Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini warnte Investoren vor Spekulationen gegen das schuldengeplagte Land.

Einige grosse Finanzinstitutionen wetteten auf Zugeständnisse aus Rom: "Sie liegen falsch", sagte der Chef der rechten Lega dem staatlichen TV-Sender RAI. Die Regierung werde in dem Streit über den Haushalt für 2019 nicht nachgeben.

Kritik aus Brüssel

Die EU-Kommission kritisiert die Pläne für höhere Ausgaben zur Umsetzung kostspieliger Wahlversprechen. Der Streit schürte an den Börsen zuletzt Sorgen vor einer neuen Schuldenkrise. Italienische Staatsanleihen gerieten deswegen unter Druck.

Tria sagte dazu im Parlament: "Der Anstieg der Renditen bei den Staatsanleihen in den vergangenen Tagen ist sicherlich besorgniserregend." Dies sei aber eine Überreaktion, die nicht mit den wirtschaftlichen Fundamentaldaten Italiens zu rechtfertigen sei.

Salvini will auch das Interesse der Italiener an heimischen Bonds stärken. Er kündigte dazu Steuererleichterungen für Käufer von Staatsanleihen an und verwies dazu auf eine Vereinbarung im Koalitionsvertrag. Die Regierung wolle, dass die Bürger, die in ihr Land investierten, weniger Steuern zahlten.

Tria verteidigte die Konjunkturprognosen in der Etatplanung. Das parlamentarische Haushaltsbüro hatte sie am Dienstag als zu optimistisch bezeichnet und sich deswegen geweigert, den Haushaltsentwurf zu bestätigen. Man "könne und dürfe nicht" Konjunkturprognosen auf Risikoszenarien basieren, sagte der parteilose Minister.

Massiv mehr Schulden geplant

Die neue Regierung aus Lega und populistischer 5-Sterne-Bewegung kalkuliert für nächstes Jahr mit einem Haushaltsdefizit von 2,4 Prozent der Wirtschaftsleistung und damit drei Mal soviel wie von der Vorgängerregierung angepeilt. Sie will den Sparkurs aufweichen und plant unter anderem ein Grundeinkommen und Steuersenkungen sowie mehr Investitionen, um das Wachstum anzuschieben.

Damit stösst die Koalition aber auf Widerstand der EU-Kommission, die weniger Ausgaben anmahnt. Italiens Verschuldung ist bereits die zweithöchste in der Euro-Zone nach Griechenland, das nur mit milliardenschweren Hilfen vor der Pleite gerettet wurde.

jb/

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Korr Deutschland: Höchste

Korr Deutschland: Höchste Inflation seit Herbst 2011

(Im zweiten Satz wurde korrigiert: Höchste Inflation seit fast sieben Jahren.) - In Deutschland hat sich der Preisauftrieb deutlich verstärkt. Die Inflation erreichte das höchste Niveau seit fast sieben Jahren. Im September habe die Inflationsrate bei 2,3 Prozent gelegen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden nach einer zweiten Schätzung mit. Das ist die höchste Rate seit November 2011. Das Bundesamt bestätigte damit wie von Analysten erwartet die erste Schätzung. Im August waren die Verbraucherpreise im Jahresvergleich nur um 2,0 Prozent gestiegen.

12.10.2018 09:05

Im Monatsvergleich erhöhte sich das Preisniveau im September um 0,4 Prozent, wie es weiter in der Mitteilung hiess. Auch in dieser Betrachtung wurde die erste Schätzung wie erwartet bestätigt.

Der für europäische Vergleichszwecke berechnete Preisindex HVPI stieg im Jahresvergleich um 2,2 Prozent, im Monatsvergleich ging es um 0,4 Prozent nach oben. Der HVPI ist für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ausschlaggebend.

Im September lag die Inflation in der grössten Volkswirtschaft der Eurozone damit klar über dem Zielwert der EZB. Die Notenbank strebt für den gesamten Euroraum mittelfristig eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Bei diesem Wert sehen die Währungshüter die Stabilität der Preise als gewährleistet an./jkr/mis/fba

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Eurozone-Industrie steigert

Eurozone-Industrie steigert Produktion überraschend

Die Industrie in der Eurozone hat nach zwei schwächeren Monaten ihre Produktion im August überraschend kräftig hochgefahren.

12.10.2018 11:00

Die Unternehmen stellten 1,0 Prozent mehr her als im Juli, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Minus von 0,2 Prozent gerechnet, nachdem es in den beiden Vormonaten jeweils um 0,7 Prozent nach unten gegangen war. Bei Maschinen, Anlagen und anderen Investitionsgütern, die als Gradmesser für die Konjunktur gelten, gab es diesmal einen überdurchschnittlichen Anstieg von 1,4 Prozent.

In den einzelnen Ländern entwickelte sich die Produktion sehr unterschiedlich. In Deutschland etwa stagnierte sie, da die Autoindustrie Probleme mit der Umstellung auf das neue Abgasprüfverfahren WLTP kämpft und zeitweise die Produktion drosseln oder sogar einstellen musste.

(Reuters)

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Italiens Vize schliesst Euro

Italiens Vize schliesst Euro-Austritt aus

Italien will die Eurozone nicht verlassen. Dies sagte Vize-Ministerpräsident Luigi Di Maio in einem Interview.

15.10.2018 06:52

"Niemand muss einen Austritt aus dem Euro oder der Europäischen Union befürchten. Es besteht keine Gefahr und keine Absicht, weil die Bevölkerung uns bei der Wahl darum auch nicht gebeten hat", sagte Di Maio am Sonntag in einem Interview des Senders Canale 5.

Gerüchte über einen Euro-Austritt Italiens seien Panikmache seitens der politischen Opposition. Laut einer Umfrage der Zeitung "Corriere della Sera" wollen ohnehin 61 Prozent der Italiener in der Eurozone bleiben.

Bis spätestens zum Montag muss die neue Regierung in Rom ihren Budgetentwurf der EU-Kommission vorlegen. Angesichts der Unruhe an den Finanzmärkten warnte EZB-Chef Mario Draghi das Bündnis aus populistischer 5-Sterne-Bewegung und rechter Lega davor, weiteres Öl ins Feuer zu giessen.

Anfang Oktober hatte Lega-Wirtschaftsexperte Claudio Borghi in einem Interview eine eigene Landeswährung ins Spiel gebracht. Nach einer heftigen Börsenreaktion relativierte er seine Aussagen allerdings.

Um kostspielige Wahlversprechen zu finanzieren, plant die neue italienische Regierung für kommendes Jahr mit einer deutlich höheren Neuverschuldung als von der Vorgängerregierung in Aussicht gestellt. Dies löste Mahnungen aus der EU und an den Märkten Ängste vor einer neuen Schuldenkrise aus.

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Deutschland: GfK-Konsumklima

Deutschland: GfK-Konsumklima stagniert

Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich nicht verändert. Der für November berechnete Konsumklimaindex verharre bei 10,6 Punkten, teilte das Marktforschungsinstitut GfK am Freitag in Nürnberg mit. Analysten hatten hingegen mit einem leichten Rückgang auf 10,5 Punkte gerechnet.

26.10.2018 08:03

Während Konjunktur- und Einkommenserwartung zuletzt Einbussen hinnehmen mussten, legte die Anschaffungsneigung wieder zu. Die Konjunkturerwartungen litten laut GfK vor allem unter aussenwirtschaftlichen Faktoren. "Der Handelskonflikt der USA mit der EU ist trotz einer beruhigten Lage nicht abschliessend gelöst, mit China ist der Streit sogar noch eskaliert", heisst es in der Mitteilung.

Zugelegt hat hingegen die Anschaffungsneigung. "Offenbar unbeeindruckt von externen Risiken wie Handelskonflikt und Brexit, sind die Konsumenten bereit, ihr Geld auszugeben", so die GfK. Sparen sei nach wie vor keine attraktive Alternative. Die Sparneigung sei sogar noch einmal gesunken. "Die Angst vor Jobverlust bleibt gering und damit die Planungssicherheit hoch, hiess es."/jsl/jkr/stk

(AWP)

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EZB-Beobachter senken ihre

EZB-Beobachter senken ihre Konjunkturprognosen

Professionelle Beobachter der EZB-Geldpolitik haben ihre Konjunkturprognosen gesenkt.

26.10.2018 10:45

Einer Umfrage zufolge rechnen die Ökonomen nun für 2018 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Euro-Zone von 2,0 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag in Frankfurt mitteilte. Noch im Juli hatten sie ein Wachstum von 2,2 Prozent erwartet. Für 2019 senkten sie ihre Prognose auf 1,8 von zuvor 1,9 Prozent.

Die Vorhersagen der Ökonomen werden von den Währungshütern genau verfolgt. Sie sind ein wichtiger Faktor, der in ihre geldpolitischen Überlegungen einfliesst. Notenbank-Chef Mario Draghi hat am Donnerstag nach der Zinssitzung gesagt, dass die Wirtschaft im Euroraum etwas an Schwung verloren habe. In Deutschland, der grössten Volkswirtschaft im Euroraum, trübte sich das Barometer des Ifo-Instituts für das Geschäftsklima im Oktober unerwartet deutlich ein.

An ihren Prognosen für die Inflation im Währungsraum rüttelten die EZB-Beobachter hingegen nicht. Weiterhin erwarten sie für dieses Jahr sowie für 2019 und 2020 eine Teuerungsrate von jeweils 1,7 Prozent. Die EZB strebt knapp unter 2 Prozent als Idealwert für die Wirtschaft an. Im September lag die Inflation mit 2,1 Prozent etwas über diesem Niveau.

(Reuters)

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Frankreichs Wirtschaft hat im

Frankreichs Wirtschaft hat im Sommer Fahrt aufgenommen

Die Wirtschaft Frankreichs hat in den Sommermonaten an Fahrt aufgenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im dritten Quartal um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gestiegen, teilte das Statistikamt Insee am Dienstag nach einer ersten Schätzung mit. Damit wurde in den Monaten Juli bis September das stärkste Wachstum der Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr erreicht. In den beiden Vorquartalen war die zweitgrösste Volkswirtschaft der Eurozone im Quartalsvergleich nur um jeweils 0,2 Prozent gewachsen.

30.10.2018 07:47

Analysten hatten für das dritte Quartal allerdings einen noch stärkeren Konjunkturschub erwartet. Sie waren im Mittel von einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,5 Prozent ausgegangen./jkr/fba

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Italien: Wirtschaft stagniert

Italien: Wirtschaft stagniert im Sommer

Die italienische Wirtschaft hat im Sommer stagniert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) habe sich im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal nicht verändert, teilte das Statistikamt Istat am Dienstag in Rom laut einer ersten Schätzung mit. So schwach war die Wirtschaftsentwicklung seit dem vierten Quartal 2014 nicht mehr. Im Vorquartal war die Wirtschaftsleistung noch um 0,2 Prozent gestiegen.

30.10.2018 10:30

Im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöhte sich die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal um 0,8 Prozent. Hier war ein Wachstum von 1,0 Prozent erwartet worden. Im Vorquartal war die italienische Wirtschaft noch um 1,2 Prozent gewachsen./jsl/jkr/fba

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Arbeitslosenzahl sinkt auf 2

Arbeitslosenzahl sinkt auf 2,204 Millionen - Quote unter fünf Prozent

30.10.2018 10:10

NÜRNBERG (awp international) - Dank des Herbstaufschwungs ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Oktober auf 2,204 Millionen gesunken. Das ist der niedrigste Wert in diesem Monat seit der Wiedervereinigung. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 4,9 Prozent zurück. Sie lag damit erstmals seit dem Beginn der Berechnung durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) unter der Fünf-Prozent-Marke.

Im Vergleich zum Vormonat fiel die Zahl der Jobsucher um 53 000, gegenüber dem Vorjahr nahm sie um 185 000 ab, wie die BA am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Behördenchef Detlef Scheele sagte: "Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung nehmen im Oktober weiter ab." Das Wachstum der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung setze sich fort, und die Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen pendele sich auf einem sehr hohen Niveau ein.

Auch saisonbereinigt ging die Arbeitslosigkeit zurück. Die um jahreszeitliche Einflüsse angepasste Zahl der Jobsucher sank auf 2,292 Millionen. Demnach waren zuletzt rund 11 000 Männer und Frauen weniger ohne Arbeit als im September - die Zahl sank in etwa gleich stark im Westen wie im Osten.

Die Unterbeschäftigung, die auch Menschen erfasst, die gerade beispielsweise an einer Weiterbildung teilnehmen, lag bei 3,142 Millionen. Sie sank saisonbereinigt im Vergleich zum Vormonat um 9000. Bei der Bundesagentur waren im Oktober zugleich etwa 824 000 offene Stellen gemeldet - 44 000 mehr als vor einem Jahr.

Die Zahl der Erwerbstätigen lag nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes im September bei 45,18 Millionen - das ist ein Plus von 39 000 gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 561 000 Erwerbstätige mehr.

Der Anstieg beruhe allein auf mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Deren Zahl hat laut Hochrechnungen der Bundesagentur von Juli auf August saisonbereinigt um 56 000 zugenommen. Damit hatten 33,11 Millionen Menschen in Deutschland zuletzt einen regulären Job - 715 000 mehr als ein Jahr zuvor./cat/DP/jkr

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Spanien: Inflationsrate

Spanien: Inflationsrate verharrt bei 2,3 Prozent

In Spanien hat sich die Inflationsrate im Oktober nicht verändert. Die nach europäischen Standards berechneten Verbraucherpreise (HVPI) seien um 2,3 Prozent zum Vorjahr gestiegen, teilte das nationale Statistikamt INE am Dienstag laut einer ersten Schätzung mit. Bereits im September hatte die Rate bei 2,3 Prozent gelegen. Volkswirte hatten mit dieser Entwicklung im Oktober gerechnet. Noch stärker war die Teuerung zuletzt im April 2017.

30.10.2018 09:30

Im Monatsvergleich stieg das zu europäischen Vergleichszwecken berechnete allgemeine Preisniveau im Oktober um 0,7 Prozent. Hier war ein Anstieg von 0,6 Prozent erwartet worden.

Die spanische Inflation liegt damit etwas über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB), den diese jedoch für den gesamten Euroraum anpeilt. Die Notenbank sieht die Stabilität der Preise mittelfristig bei einer Inflation von knapp zwei Prozent als gewährleistet an./jsl/jkr/fba

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Eurozone: Wirtschaftsstimmung

Eurozone: Wirtschaftsstimmung sinkt auf tiefsten Stand seit Mai 2017

Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich im Oktober abermals verschlechtert. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) fiel im Vergleich zum Vormonat um 1,1 Punkte auf 109,8 Zähler, wie die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mitteilte. Das ist der zehnte Rückgang in Folge und der tiefste Stand seit Mai 2017. Analysten hatten im Mittel einen Rückgang auf 110,0 Punkte erwartet.

30.10.2018 13:30

Das ebenfalls von der EU-Kommission erhobene Geschäftsklima (BCI) ging ebenfalls zurück. Der Indikator sank auf 1,01 Punkte, nach 1,21 Zähler im Vormonat. Dies ist ebenfalls der tiefste Stand seit Mai 2017. Volkswirte hatten nur mit einem Rückgang auf 1,16 Punkte gerechnet.

Beide Indikatoren befinden sich aber trotz der Rückgange nach wie vor auf erhöhtem Niveau. Der ESI misst die Stimmung in Unternehmen und privaten Haushalten, der BCI erfasst die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe.

/jkr/jsl/fba

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Eurozone: Inflation wieder

Eurozone: Inflation wieder über EZB-Ziel

Die Inflation in der Eurozone ist im Oktober erneut über das Zielniveau der EZB von knapp 2 Prozent gestiegen.

31.10.2018 11:15

Die Konsumentenpreise erhöhten sich binnen Jahresfrist um 2,2 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch auf Basis vorläufiger Berechnungen mitteilte. Im September waren es noch 2,1 Prozent. Die Daten dürften die Europäische Zentralbank in ihrem Kurs unterstützen, langsam zu einer weniger lockeren Geldpolitik umzuschwenken.

Die Inflation liegt bereits fünf Monate in Folge über der EZB-Zielmarke. Die Währungshüter wollen angesichts der verbesserten Konjunktur Ende Dezember ihre billionenschweren Anleihenkäufe einstellen. Diese waren seit März 2015 ihr wichtigstes Instrument, um die Konjunktur anzutreiben und für mehr Inflation zu sorgen.

Besonders kräftig erhöhten sich im Oktober die Preise für Energie. Hier lag das Plus bei 10,6 Prozent. Unverarbeitete Lebensmittel wie etwa Gemüse und Obst kosteten 2,1 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Dagegen zogen die Preise für Dienstleistungen nur um 1,5 Prozent an. Die Kerninflation, in der Energie und unverarbeitete Lebensmittel ausgeklammert sind, lag bei 1,3 Prozent.

(Reuters)

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Eurozone: Arbeitslosenquote

Eurozone: Arbeitslosenquote weiter auf niedrigstem Wert seit 2008

In der Eurozone hat sich die Arbeitslosigkeit wie erwartet nicht verändert. Im September lag die Arbeitslosenquote unverändert bei 8,1 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Damit verharrt die Quote bereits seit drei Monaten in Folge auf dem niedrigsten Niveau seit November 2008. Volkswirte hatten mit der Entwicklung gerechnet.

31.10.2018 11:10

Im Jahresvergleich hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter verbessert. Im September 2017 hatte die Quote noch bei 8,9 Prozent gelegen. Seit der Hochphase der Euroschuldenkrise hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt im gemeinsamen Währungsraum spürbar entspannt. Infolge der Eurokrise war die Arbeitslosenquote stark angestiegen und hatte im Jahr 2013 Werte über 12 Prozent erreicht.

Eurostat geht davon aus, dass im September 13,153 Millionen Menschen arbeitslos waren und damit 2000 mehr als im Monat zuvor. Eine deutliche Verbesserung zeigt sich allerdings im Jahresvergleich. Demnach gab es im September 1,309 Millionen weniger Arbeitslose im Währungsraum als ein Jahr zuvor.

Die Unterschiede zwischen den Euro-Ländern bleiben nach wie vor hoch: Eine weiterhin sehr hohe Arbeitslosigkeit weisen Griechenland mit 19 Prozent und Spanien mit 14,9 Prozent auf. Dagegen steht Deutschland mit einer Quote von 3,4 Prozent besonders gut da. Allerdings weicht diese Quote wegen einer anderen Berechnungsgrundlage deutlich von dem Wert der Bundesagentur für Arbeit ab.

Vergleichsweise hoch ist auch die Arbeitslosigkeit in Italien. Wie das italienische Statistikamt Istat ebenfalls am Mittwoch bekanntgab, stieg die Arbeitslosenquote im September auf 10,1 Prozent, nachdem sie im August erstmals seit Anfang 2012 unter die Marke von 10,0 Prozent gefallen war./jkr/jsl/fba

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Italien: Verbraucherpreise

Italien: Verbraucherpreise steigen schwächer als erwartet

Die Verbraucherpreise in Italien sind im Oktober schwächer gestiegen als erwartet. Nach europäischer Rechnung (HVPI) habe es im Jahresvergleich einen Zuwachs um 1,7 Prozent gegeben, teilte das Statistikamt Istat am Mittwoch nach einer ersten Schätzung mit. Analysten hatten mit einer etwas stärkeren Inflationsrate von 1,8 Prozent gerechnet.

31.10.2018 11:10

Im Vormonat hatte die Teuerungsrate nur 1,5 Prozent betragen. Im Monatsvergleich legten die Verbraucherpreise im Oktober um 0,2 Prozent zu. In dieser Betrachtung hatten Analysten einen Anstieg um 0,4 Prozent erwartet./jkr/jsl/fba

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