Schuldenkrise Europa

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Deutsche 'Wirtschaftsweise'

Deutsche 'Wirtschaftsweise' bei Konjunktur zuversichtlicher als Regierung

Die "Wirtschaftsweisen" erwarten in diesem Jahr infolge der Corona-Krise einen etwas weniger starken Einbruch der Wirtschaftsleistung in Deutschland als die Bundesregierung. Aufgrund der kräftigen Erholung im Sommer dürfte das Bruttoinlandsprodukt um 5,1 Prozent schrumpfen und damit ungefähr so stark wie während der globalen Finanzkrise 2009, heisst es im Jahresgutachten. Es lag der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Auszügen vor und wird an diesem Mittwoch vorgelegt. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet.

10.11.2020 12:52

Zugleich heisst es im Gutachten aber: "Für die weitere Entwicklung bleiben das Infektionsgeschehen und die daraufhin getroffenen Einschränkungen entscheidend."

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erwartet in der Ende Oktober vorgelegten Herbstprognose ein Minus des Bruttoinlandsprodukts von 5,5 Prozent. Für das kommende Jahr rechnet Altmaier mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 4,4 Prozent. Die Wirtschaftsweisen prognostizieren ein etwas schwächeres Wachstum von 3,7 Prozent.

Das Vorkrisenniveau des 4. Quartals dürfte aus Sicht der Wirtschaftsweisen nicht vor Anfang 2022 erreicht werden. Der Sachverständigenrat geht in seiner Prognose davon aus, dass das Infektionsgeschehen mit begrenzten Eingriffen unter Kontrolle gehalten werden könne, dafür kein umfangreicher Shutdown wie im Frühjahr notwendig ist und internationale Lieferketten nicht wesentlich gestört werden.

Der flächendeckende Lockdown im Frühjahr hatte zu einem Einbruch der Wirtschaft geführt. Von Juli bis September war das Bruttoinlandsprodukt aber stark gestiegen.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung berät die Politik. Die Experten werden umgangssprachlich auch als die "Wirtschaftsweisen" bezeichnet./hoe/DP/jha

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Italienische Industrie

Italienische Industrie produziert deutlich weniger

Die italienische Industrie hat ihre Erholung von dem Einbruch in der ersten Corona-Welle im Frühjahr zunächst abgebrochen. Im September lag die Gesamtproduktion 5,6 Prozent niedriger als im Vormonat, wie das Statistikamt Istat am Dienstag in Rom mitteilte. Analysten hatten im Mittel einen deutlich geringeren Rückgang von im Mittel 2,0 Prozent erwartet.

10.11.2020 10:41

Der jüngste Rücksetzer folgt auf eine starke Erholung in den Monaten zuvor. Wie Istat angab, lag die Produktion von Juli bis September 28,6 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor. Gegenüber dem Vorjahresmonat fiel die Produktion im September dennoch um 5,1 Prozent./bgf/jkr/zb

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Inflation in Deutschland

Inflation in Deutschland bleibt wie erwartet unter der Nullmarke

Die Inflation in Deutschland verharrte im Oktober weiter unter die Nullmarke. Die Verbraucherpreise lagen um 0,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit wurde eine erste Erhebung wie von Analysten erwartet bestätigt. Eine negative Jahresinflation hatten die Statistiker bereits im Juli mit minus 0,1 Prozent und im September mit minus 0,2 Prozent gemeldet.

12.11.2020 08:17

Eine vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer dämpft den Preisauftrieb. Seit Juli gelten für ein halbes Jahr niedrigere Steuersätze in Deutschland. Damit will die Bundesregierung in der Corona-Krise den Konsum ankurbeln. Von September auf Oktober legten die Verbraucherpreise nach Berechnungen des Bundesamtes um 0,1 Prozent zu. Auch in dieser Betrachtung wurde eine erste Schätzung wie erwartet bestätigt.

Die für europäische Vergleichszwecke harmonisierten Verbraucherpreise (HVPI) gingen im Oktober im Jahresvergleich um 0,5 Prozent zurück und stagnierten im Monatsvergleich. Auch hier wurde die erste Schätzung bestätigt./jkr/stk

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Unternehmensberater PwC

Unternehmensberater PwC erwarten anhaltende Rezession in Europa

Die Unternehmensberatung PwC rechnet für Europa mit "einer anhaltenden Rezession und längerfristig eingeschränktem Konsumverhalten". Die Wirtschaftsleistung dürfte nach einem Einbruch um 9 Prozent im laufenden Jahr nächstes Jahr um 5,5 Prozent zulegen. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt werde dieses Jahr voraussichtlich um 7 Prozent einbrechen und nächstes Jahr auf 98,5 Prozent der Wirtschaftsleistung vor der Corona-Krise steigen, teilte PwC Strategy& am Freitag in München mit.

13.11.2020 06:32

Die Industrie sei stark betroffen, weil Unternehmen weniger investierten. PwC erwartet, dass die Automobilbranche eine langsame oder im schlimmsten Fall in den nächsten drei Jahren gar keine Erholung verzeichnet und mit ihrer Wertschöpfung so noch lange unter dem Vorkrisenniveau bleibt. Die hohe Verschuldung von Staat und Unternehmen in der Corona-Krise belaste die Erholung.

"Viele bestehende Geschäftsmodelle haben bereits unter den Auswirkungen der ersten Welle der Pandemie deutlich gelitten. Die Folgen der zweiten Welle dürften diese Entwicklung noch verstärken", sagte Joachim Englert, Advisory-Europachef von PwC.

Die Reise- und Tourismusbranche und der Unterhaltungssektor kämpfe weiter mit den Folgen der Corona-Massnahmen, der Umsatz der deutschen Dienstleistungsbranche insgesamt dürfte dieses Jahr um 10 Prozent einbrechen. Die Medizintechnik- und Pharmabranche dürfte im laufenden Jahr rund 6 Prozent weniger Umsatz machen und 2021 um 3 Prozent wachsen.

Der Lebensmittel-Einzelhandel sei fast stabil und dürfte auch eine der wenigen Branchen sein, die Ende 2021 mehr Wertschöpfung verzeichnen als Ende 2019. Ein klarer Gewinner sei der Onlinehandel. Auch die Telekommunikationsbranche zeige sich krisenfest: Sie dürfte der PwC-Studie zufolge dieses Jahr um 1 Prozent und nächstes Jahr um 2 Prozent wachsen./rol/DP/zb

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Deutschland plant

Deutschland plant Finanzhilfen für Luftfahrtbranche

(Ausführliche Fassung) - Die Bundesregierung will der durch die Corona-Pandemie hart getroffenen Luftfahrtbranche unter die Arme greifen. Geplant sind Finanzhilfen - auch für den Hauptstadtflughafen BER. Dazu gebe es eine Verständigung zwischen Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD), erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet.

22.11.2020 17:57

Vorgesehen sind demnach Hilfen des Bundes von einer halben Milliarde Euro für angeschlagene Flughäfen. Länder sollen noch einmal eine halbe Milliarde Euro geben. Aus den Ländern gebe es "weitgehend" positive Rückmeldungen, hiess es.

Die Corona-Krise hat die Passagierzahlen einbrechen lassen, eine schnelle Besserung ist nicht in Sicht. Die Flughäfen haben wenig Einnahmen, müssen aber laufende Betriebskosten aufbringen. Bei einem "Luftverkehrsgipfel" von Politik und Wirtschaft vor rund zwei Wochen hatte Scheuer von einem Rettungspaket von einer Milliarde Euro gesprochen. Dazu gab es damals aber noch keine Einigung mit Scholz.

Scheuer hatte ein 50:50-Modell vorgeschlagen. Die Verantwortung solle zur Hälfte bei Ländern sowie den Kommunen liegen, in denen Flughäfen ansässig seien, und zu 50 Prozent beim Bund.

In einer Vorlage des Finanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestags sind Hilfen für die Flughäfen in Berlin, Köln-Bonn und München vorgesehen, an denen der Bund beteiligt ist.

Der Haushaltsausschuss berät am kommenden Donnerstag in der sogenannten Bereinigungssitzung über den Bundeshaushalt 2021. Der Bundestag soll den Etat dann Mitte Dezember verabschieden.

Hintergrund der zusätzlichen Hilfen für den Hauptstadtflughafen BER ist eine deutlich grössere Finanzlücke. Der Flughafen war erst vor kurzem nach jahrelangen Verzögerungen eröffnet worden.

Der Vorlage des Finanzministeriums zufolge hat die Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH auf der Grundlage des Wirtschaftsplans 2021 und mit Blick auf die Auswirkungen der Pandemie einen Finanzbedarf für das kommende Jahr von bis zu 660 Millionen Euro ermittelt - den sie nicht durch Eigenbeiträge und weitere Einsparmassnahmen decken könne. Auf den Bund entfielen damit gemäss Gesellschafteranteil 171,6 Millionen Euro.

Gesellschafter der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH sind mit jeweils einem Anteil von 37 Prozent die Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bund mit einem Anteil von 26 Prozent.

Im Jahr 2020 seien an den Berliner Flughäfen bisher rund 30 Prozent der Passagiere gegenüber dem Jahr 2019 geflogen, heisst es in der Vorlage. Eine Rückkehr zu einem Passagieraufkommen wie im Jahr 2019 wird erst zwischen 2023 und 2027 erwartet.

Auch die Deutsche Flugsicherung soll gestützt werden. Vorgesehen ist laut Vorlage des Finanzministeriums, im Bundeshaushalt 2021 das Stammkapital um 300 Millionen Euro zu erhöhen. Damit sollen coronabedingte Umsatzausfälle und die Aufrechterhaltung des Betriebs gewährleistet werden. Die Flugsicherung gehört dem Bund.

Der Bund hatte bereits die angeschlagene Lufthansa mit einem milliardenschweren Rettungspaket gestützt./abc/DP/fba

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Deutschland:

Deutschland: Konjunkturerholung stärker als erwartet

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist nach dem coronabedingten Absturz im Frühjahr etwas stärker gewachsen als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 8,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. In einer ersten Schätzung war die Behörde von einem Plus von 8,2 Prozent ausgegangen./mar/DP/jkr

24.11.2020 08:07

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Deutsche Wirtschaft vor

Deutsche Wirtschaft vor hartem Winter

(Zusammenfassung) - Der deutschen Wirtschaft drohen nach einem unerwartet kräftigen Comeback im Sommer wieder härtere Zeiten. Im dritten Quartal erholte sich die Konjunktur nach dem Absturz auf dem Höhepunkt der Corona-Krise stärker als angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Zeitraum Juli bis September im Vergleich zum zweiten Quartal um 8,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Zunächst war die Behörde von einem Plus von 8,2 Prozent ausgegangen. Zum Jahresende droht aber einer Unterbrechung der Konjunkturerholung durch Beschränkungen des öffentlichen Lebens im Kampf gegen die zweite Corona-Welle.

24.11.2020 13:18

"Das Winterhalbjahr wird hart", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. "Erst die wärmeren Temperaturen im Frühling und die Impfungen werden die Wirtschaft vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2021 deutlich anziehen lassen."

Die Stimmung der Unternehmen hat sich bereits eingetrübt. Das Ifo-Geschäftsklima sank im November den zweiten Monat in Folge. "Die zweite Corona-Welle hat die Erholung der deutschen Wirtschaft unterbrochen", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Vor allem im Dienstleistungsbereich, der besonders von den neuen Beschränkungen betroffen ist, verschlechterte sich die Stimmung deutlich.

Auch die Industrie zeigte sich skeptisch. "Sowohl die Folgen der ersten Krisenmonate als auch die aktuell hohen Infektionszahlen stellen die wirtschaftliche Erholung auf die Probe", sagte Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Erwartet wird ein Produktionseinbruch im Gesamtjahr von 10 Prozent.

Mit dem starken Wachstum im dritten Quartal hat die deutsche Wirtschaft nach Angaben des Statistischen Bundesamtes immerhin einen grossen Teil des massiven BIP-Rückgangs vom Frühjahr wieder aufgeholt. Im zweiten Vierteljahr war die Wirtschaftsleistung infolge des coronabedingten harten Lockdowns massiv um 9,8 Prozent eingebrochen.

Im Jahresvergleich hinterliess die Corona-Krise allerdings tiefe Spuren. Wie das Bundesamt weiter mitteilte, sei das BIP im dritten Quartal preis- und kalenderbereinigt um 4,0 Prozent niedriger ausgefallen als in den Monaten Juli bis September im vergangenen Jahr. In dieser Betrachtung wurde zunächst ein Rückgang um 4,3 Prozent gemeldet und Analysten hatten eine Bestätigung erwartet. Preisbereingt meldete das Bundesamt im Jahresvergleich einen Rückgang um 3,9 Prozent.

Angeschoben wurde das Wachstum zum Vorquartal den Angaben zufolge insbesondere von höheren privaten Konsumausgaben (plus 10,8 Prozent) und stark gestiegenen Exporten von Waren und Dienstleistungen (plus 18,1 Prozent). Zudem investierten Unternehmen mehr in Maschinen und andere in Ausrüstungen. Die Bauinvestitionen gingen dagegen um 2,0 Prozent zurück.

"Alles in allem zeigen die Zahlen, dass eine rasche und vor allem breite Erholung möglich ist, sobald die Restriktionen gelockert werden", betonten Experten der Kapitalanlagetochter der Deutschen Bank, DWS. Das dürfte allerdings noch eine Weile dauern.

Durch die sich abzeichnende Verlängerung des Teil-Lockdowns in Deutschland über November hinaus steigt aus Sicht von Ökonomen die Wahrscheinlichkeit eines Rückgangs des BIP im vierten Quartal. Dieser dürfte aber im Vergleich zum Einbruch von März und April "sehr milde ausfallen", sagte Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank.

Ökonomen der staatlichen Förderbank KfW rechnen für das laufende Vierteljahr mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von rund 1 Prozent. Das wäre weit weniger als im Frühjahr. Die aktuellen Einschränkungen betreffen einen kleineren Teil der Wirtschaft. Zudem schränkten die Massnahmen von Handelspartnern zur Bekämpfung der zweiten Pandemiewelle die Wirtschaftsaktivität geringer ein als im Frühjahr, sagte Sebastian Dullien vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Das stütze den Export.

Der Weg aus der Krise wird nach Einschätzung von Ökonom Jörg Zeuner allerdings steinig. "Das Schlussquartal des Corona-Jahres 2020 und das erste Quartal 2021 werden deutlich von den Eindämmungsmassnahmen belastet sein", sagte der Chefvolkswirt der Union Investment Gruppe. Volkswirte der DZ Bank gehen von einer leichten Rezession im Winterhalbjahr aus.

Im Gesamtjahr 2020 wird die deutsche Wirtschaft allen Prognosen zufolge schrumpfen. Die "Wirtschaftsweisen" rechnet mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 5,1 Prozent. Der Sachverständigenrat ist damit etwas optimistischer als Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Das Wirtschaftsministerium ging zuletzt von einem Einbruch um 5,5 Prozent aus. Dieser wäre mit der historischen Rezession 2009 infolge der globalen Finanzkrise vergleichbar mit damals minus 5,7 Prozent. Im kommenden Jahr soll die deutsche Wirtschaft wieder Fahrt aufnehmen./mar/DP/jkr

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Auftragsplus auf dem Bau in

Auftragsplus auf dem Bau in Deutschland im September

Auf dem deutschen Bau hat sich der Aufwärtstrend im September fortgesetzt. Das Bauhauptgewerbe verzeichnete 3,6 Prozent mehr Aufträge als im August des laufenden Jahres, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Zum Vorjahresmonat betrug das preisbereinigte Auftragsplus nach Angaben der Wiesbadener Behörde vom Mittwoch 0,5 Prozent.

25.11.2020 08:49

Dank des Baubooms und der grossen Nachfrage nach Wohnungen vor allem in Städten ist die Bauindustrie als eine der wenigen Branchen bislang relativ gut durch die Corona-Krise gekommen. Das Bauhauptgewerbe umfasst die Errichtung von Gebäuden (Hochbau) sowie von Strassen, Bahnstrecken und Leitungen (Tiefbau).

Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe summierte sich nach Angaben der Statistiker im September 2020 auf rund 7,6 Milliarden Euro. Das waren nominal 4,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auf Basis der ersten neun Monate blieben die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nominal unverändert./ben/DP/eas

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Europas Nutzfahrzeugmarkt im

Europas Nutzfahrzeugmarkt im Oktober leicht geschrumpft

Die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen in Europa ist im Oktober etwas zurückgegangen. In der Europäischen Union (EU) gaben die Neuzulassungen im Oktober gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent nach, wie der zuständige Branchenverband Acea am Freitag in Brüssel mitteilte. Im September hatten die Neuzulassungen zum ersten Mal im Corona-Jahr mit plus 13,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum kräftig zugelegt.

25.11.2020 08:07

In Deutschland legten die Verkäufe zum Vorjahr um 9,4 Prozent zu, in Italien ging es um 7,4 Prozent bergauf. In Spanien dagegen brachen die Verkäufe um 8,3 Prozent ein, in Frankreich um 4,5 Prozent. Leichte Nutzfahrzeuge legten etwas zu, während schwere Lkw, Lieferwagen und Busse in den Absatzzahlen nachgaben.

Nach zehn Monaten sind die Neuzulassungen für Nutzfahrzeuge im laufenden Jahr um 22,2 Prozent eingebrochen. Besonders kräftig ging es im März, April und Mai bergab, also nach dem Beginn der Pandemie./fba/he

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Deutsche Bundesbank und Start

Deutsche Bundesbank und Start-ups tüfteln an Lösungen für Finanzaufsicht

Die Deutsche Bundesbank will bei der Finanzaufsicht von den Ideen junger Finanzfirmen profitieren. Die Zentralbank veranstaltet mit dem Frankfurter Gründerzentrum TechQuartier eine dreitägige "Innovation Challenge", die an diesem Mittwoch beginnt. Dabei sollen zehn Start-ups Lösungen zur Risikoüberwachung mit den Schwerpunkten Künstliche Intelligenz und Big Data entwickeln, wie die Bundesbank und das TechQuartier mitteilten.

25.11.2020 06:05

Bei der Online-Veranstaltung werden die Start-ups Aufgaben bearbeiten, die von der Bundesbank erstellt wurden. Sie reichen von Echtzeitanalysen der Entwicklung am Wohnimmobilienmarkt über Vorhersagen des Wirtschaftszyklus bis zur Anomalie-Erkennung in bankaufsichtlichen Daten. Die Start-ups arbeiten in Workshops mit Bundesbank-Experten und sollen am Freitag ihre Lösungen vorstellen.

"Präzise Risikoanalysen sind für uns als Bundesbank zentral für die Sicherung der Finanzstabilität", sagte Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling. "Von der Innovation Challenge erwarten wir uns konkrete Impulse für den Einsatz von digitalen Technologien in diesem Feld." Risikobewertung und -überwachung sei bei der Bundesbank in vielen Bereichen von grosser Bedeutung, etwa in der Geldpolitik, der Finanzstabilität, Bankenaufsicht, Bargeldversorgung und für die Sicherstellung funktionierender Zahlungsverkehrssysteme.

Sebastian Schäfer, Geschäftsführer des TechQuartier, bezeichnete die Veranstaltung als Paradebeispiel dafür, wie die Start-ups und etablierte Institutionen Werte schaffen könnten. Das Gründerzentrum und die Bundesbank sind 2019 eine Partnerschaft eingegangen./als/DP/zb

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Firmen werden noch Jahre nach

Firmen werden noch Jahre nach der Pandemie mit hohen Schulden kämpfen

Nach dem Ende der Pandemie könnte das schlimmste wirtschaftliche Erbe für Europa nicht der riesige Berg an Staatsschulden sein, sondern die Hunderte von Milliarden Euro an Unternehmensschulden.

24.11.2020 21:00

Lange nach dem Ende der Coronavirus-Pandemie könnte das schlimmste wirtschaftliche Erbe für Europa nicht der riesige Berg an Staatsschulden sein, sondern die Hunderte von Milliarden Euro an Verbindlichkeiten, die Unternehmen aufgenommen haben.

Die Firmen griffen auf Bankkredite und Anleiheemissionen zurück, die durch staatliche Garantien und Notenbank-Stimuli erschwinglich wurden, um die Shutdowns zu überstehen, die ihren Cashflow in diesem Jahr haben einbrechen lassen. Wenn diese Krisenunterstützung endet, besteht die Gefahr, dass ihre Finanzen bis zur Belastungsgrenze unter Druck geraten werden. Kleinere Unternehmen schlagen bereits Alarm.

Politiker werden aufgefordert, lebensfähigen Unternehmen bei der Bereinigung ihrer Bilanzen zu helfen. Ansonsten haben diese mit Schuldenlasten zu kämpfen, die Investitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen für die kommenden Jahre lähmen könnten.

Verringerte Überlebenschancen

“Mit jeder Woche, die vergeht, verringern sich die Überlebenschancen für aktuell geschlossene Unternehmen”, sagte Germain Simoneau, Leiter des Finanzausschusses des französischen Kleinunternehmensverbands CPME. “Wir haben noch nie eine Krise in dieser Grössenordnung mit im Hintergrund schlummernden systemischen Risiken gesehen.”

Das Risiko geht über die Unternehmen selbst hinaus. Angeschlagene Bilanzen könnten einen Kreislauf von Ausfällen und Insolvenzen auslösen, die den Bankensektor treffen und den Abschwung vertiefen würden.

Die Anfälligkeit der Unternehmen habe in der Pandemie stark zugenommen und wurde nur durch umfangreiche geld- und fiskalpolitische Stützungsmassnahmen in Grenzen gehalten, schrieb die EZB in einem vorab veröffentlichten Schreiben zu ihrem Finanzstabilitätsbericht, der am Mittwoch veröffentlicht wird. Ein abruptes Ende der Stützungsmassnahmen könnte zu einer Zunahme der Finanzierungs- und Rolloverrisiken führen, was die allgemeine Anfälligkeit der Unternehmen über das Niveau auf dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise treiben könnte, hiess es.

Unternehmen aus dem Euroraum haben laut Daten der Europäischen Union im ersten Halbjahr dieses Jahres mehr als 400 Milliarden Euro Schulden aufgenommen, verglichen mit 289 Milliarden Euro im gesamten Jahr 2019. Die Europäische Kommission warnte letzte Woche, dass der Schuldendienst eine Herausforderung darstellen könnte, insbesondere in Sektoren, die nachhaltiger von der Pandemie betroffen sind.

35 Prozent mehr Insolvenzen prognostiziert

In Deutschland, das die Krise bisher besser überstanden hat als die meisten Pendants, prognostiziert die Bundesbank für das erste Quartal nächsten Jahres einen Anstieg der Insolvenzen um mehr als 35 Prozent. Eine Umfrage der Lobbyorganisation SME United ergab, dass rund die Hälfte der kleinen und mittleren Unternehmen in Frankreich und Italien wegen eines möglichen Kollapses besorgt sind.

Die Ökonomen von Euler Hermes schätzen, dass allein italienische und französische Kleinunternehmen zusätzlich zur Liquiditätshilfe eine Rekapitalisierung von 100 Milliarden Euro benötigen werden.

Letztendlich besteht die Lösung wahrscheinlich darin, europäische Unternehmen davon zu überzeugen, ihre Abhängigkeit von Bankkrediten zu verringern, die sie in viel grösserem Umfang als US-Unternehmen nutzen.

Die EU-Kommission und die Europäische Zentralbank haben seit langem eine Kapitalmarktunion gefordert, um die Erschliessung alternativer Finanzmittel zu erleichtern. EZB-Präsidentin Christine Lagarde sagte am Freitag, dass eine solche Union nicht länger optional, sondern mittlerweile ein absolut notwendiges Vorhaben sei.

Nationale Lösungen sind gefragt

Mittelfristig erfordern die vorgeschlagenen Lösungen jedoch die Unterstützung der Regierungen. Das schliesst Instrumente zur Verbesserung der Zahlungsfähigkeit von Unternehmen ein, damit lebensfähige Unternehmen nicht unter ihren Schulden begraben werden.

Für die kleinsten Unternehmen könnte dies direkte fiskalpolitische Transfers zur Bewältigung der Fixkosten bedeuten, so Gerhard Huemer, Direktor für Wirtschaftspolitik von SME United. Für die grösseren wären nachrangige Kredite oder Kapitalzuführungen angemessener.

Solche Ideen haben jedoch zu kämpfen. Ein EU-Instrument zur Förderung der Zahlungsfähigkeit erhielt auf einem Gipfeltreffen im Juli nicht ausreichende Unterstützung von den Regierungen. Jetzt liegt der Schwerpunkt laut Huemer auf der Sicherstellung ähnlicher Unterstützung durch die Europäische Investitionsbank und andere EU-Programme sowie nationalen Lösungen.

EU lockert Vorschriften für Subventionen

In Deutschland greift die Regierung Unternehmen, die gezwungen waren zu schliessen, mit direkten Barzahlungen unter die Arme. Laut EU-Wettbewerbschefin Margrethe Vestager sind Italien und Deutschland führend bei der Verwendung von Zuschüssen und anderen Hilfen, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

Die Europäische Kommission hat kürzlich ihre Vorschriften für Subventionen erneut gelockert, damit die Regierungen bis zu 3 Millionen Euro der Fixkosten der Unternehmen abdecken können. Dies könnte ein kleiner Schritt in Richtung einer umfassenden Überarbeitung der Unternehmensfinanzierung für die Zeit nach der Pandemie sein.

“Die wichtigste Lehre aus der Krise 2008-2009 war, dass Banken besser kapitalisiert werden und weniger verschuldet sein sollten. Die Lehre aus dieser Krise wird sein, dass dies auch für Unternehmen ausserhab der Finanzwirtschaft gilt”, sagte Michala Marcussen, Chefvolkswirtin bei der Société Générale SA.

(Bloomberg)

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Zweite Corona-Welle trifft

Zweite Corona-Welle trifft Konsumklima in Deutschland hart

Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens im Kampf gegen die zweite Corona-Welle haben der Kauflaune in Deutschland einen herben Schlag versetzt. "Der Lockdown light hat die Verbraucherstimmung im November spürbar gedämpft", teilten die Konsumforscher der GfK am Donnerstag mit. Der von dem Forschungsinstitut für Dezember ermittelte Konsumklimaindex fiel auf minus 6,7 Punkte, nachdem er im November noch revidiert minus 3,2 Zähler (zuvor minus 3,1) betragen hatte.

26.11.2020 08:03

Der Stimmungsdämpfer in der zweiten Corona-Welle ist damit stärker als Analysten befürchtet hatten. Sie waren von einem Rückgang auf minus 4,9 Punkte ausgegangen. In der ersten Corona-Welle war das Konsumklima aber noch viel stärker eingebrochen, der GFK-Wert war im Mai auf ein Rekordtief von minus 23,1 Punkten abgesackt.

"Zwar bleiben die Einzelhandelsgeschäfte geöffnet, doch die erneute Schliessung von Hotellerie, Gastronomie und Veranstaltungsgewerbe treffen - ebenso wie der noch immer am Boden liegende Tourismus - das Konsumklima schwer", kommentierte GfK-Experte Rolf Bürkl die aktuellen Umfragedaten. Seiner Einschätzung nach haben sich die Hoffnungen auf eine rasche Erholung, die noch im Frühsommer aufkamen, endgültig zerschlagen.

Die Konsumforscher der GfK haben in der Zeit vom 5. bis 16. November etwa 2000 Verbraucher befragt und aus den Antworten den Konsumklimaindex für Dezember ermittelt./jkr/jsl/mis/mis

(AWP)

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Italien: Conte-Berater drängt

Italien: Conte-Berater drängt EZB auf Erlass der Pandemie-Staatsschulden

Die Europäische Zentralbank sollte nach Ansicht eines engen Beraters des italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte erwägen, wegen der Pandemie-Massnahmen erworbene Staatsanleihen fallenzulassen.

26.11.2020 07:20

"Die Geldpolitik muss die expansive Fiskalpolitik der Mitgliedstaaten in jeder möglichen Weise unterstützen", sagte Staatssekretär Riccardo Fraccaro am Mittwoch in Rom im Interview mit Bloomberg. In Bezug auf die während der Pandemie erworbenen Staatsanleihen könnte es dazu einen Schuldenerlass geben, oder eben eine ewige Laufzeitverlängerung.

"Die EZB hat kein Schuldenproblem - sie kann so viel Geld drucken, wie sie will", sagte Fraccaro von der Fünf-Sterne-Bewegung. "Sie kann weiter Staatsanleihen kaufen und den Mitgliedsstaaten Investitionen ermöglichen, und sie vor dem Markt schützen."

Die EZB hat wiederholt bekräftigt, dass das EU-Recht Staatsfinanzierung durch die Notenbank ausschließt. Vor dem Europäischen Parlament erklärte Zentralbankpräsidentin Christine Lagarde diesbezüglich, "ich stelle mir gar nicht die Frage, so einfach ist das, denn alles andere wäre einfach ein Verstoß" gegen das Gesetz. Auch Italiens Finanzminister Roberto Gualtieri hat sich gegen die Idee ausgesprochen.

Fraccaro schlägt auch eine "grüne Regel" vor, öffentliche Ausgaben im Bezug auf Umweltinvestitionen von der Defizitberechnung auszunehmen.

Im Kampf gegen die Pandemie-Belastungen hat Italien mehr als 100 Milliarden Euro ausgegeben. Die Staatsschulden gehen angesichts dessen rund 160 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entgegen.

Das EZB-Pandemie-Bondkaufprogramm hilft finanziell angespannten Ländern besonders. Die Finanzierungskosten Italiens sind auf beispiellos niedrige Niveaus gesunken. Derzeit kann sich das Land mit zehn Jahren Laufzeit zu rund 0,6 Prozent finanzieren und damit noch günstiger als die USA.

(Bloomberg)

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Deutsche Wirtschaft für

Deutsche Wirtschaft für weitere Corona-Entlastungen - Kritik vom Handel

Nach der von Bund und Ländern beschlossenen Verlängerung und Verschärfung des Teil-Lockdowns in der Corona-Krise mahnen Handwerk und Industrie rasche Hilfen und zusätzliche Entlastungen für Unternehmen an. Es gehe jetzt darum, Betriebe in schweren Zeiten schnellstmöglich mit Liquidität zu versorgen, forderten der Industrieverband BDI und der Handwerksverband ZDH. Die Lage werde für viele Unternehmen bedrohlicher. Scharfe Kritik an den beschlossenen Regeln, die überfüllte Geschäfte vor allem im Weihnachtsgeschäft verhindern sollen, kommt vom Einzelhandelsverband HDE.

26.11.2020 06:38

Angesichts weiterhin vieler Coronavirus-Neuinfektionen hatten sich Bund und Länder am Mittwochabend auf weitere Einschränkungen verständigt. Der seit Anfang November geltende Teil-Lockdown soll bis mindestes 20. Dezember verlängert werden, Kneipen, Restaurants, Kultur- und Freizeiteinrichtungen müssen demnach geschlossen bleiben. Gleichzeitig sollen die "Novemberhilfen" für vom Teil-Lockdown betroffene Firmen und Einrichtungen im Dezember fortgeführt werden. Der Bund plant Hilfen von voraussichtlich 17 Milliarden Euro.

Der Gross- und Einzelhandel bleibt geöffnet, aber mit Maskenpflicht nun auch vor Geschäften und auf Parkplätzen. In Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern soll sich höchstens eine Person je 10 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten. Bei Geschäften, die grösser sind, darf auf die zusätzliche Fläche dann höchstens eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche kommen.

Der Handelsverband HDE findet dieses abgestufte Konzept unsinnig. Es gebe keinen sachlichen Grund, unterschiedliche Regeln für Verkaufsflächen über und unter 800 Quadratmetern zu erlassen, sagte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Hygienekonzepte hätten sich sowohl in kleinen wie auch in grösseren Räumen bewährt. "Die neue Regelung könnte auch kontraproduktiv sein, wenn sich Warteschlangen vor den Geschäften und in den Innenstädten bilden."

Aus Sicht des BDI werden die Beschlüsse von Bund und Ländern die Wirtschaftsaktivität und Verbraucherstimmung für den Rest des Jahres zusätzlich beeinträchtigen. "Dies wird die vorübergehende konjunkturelle Erholung auch im kommenden Jahr zunächst in Mitleidenschaft ziehen", sagte Verbandspräsident Dieter Kempf. "Die Luft wird im Winter für immer mehr Unternehmer dünner."

Der Handwerksverband ZDH begrüsste es, dass Bund und Länder auch für die Zeit des verlängerten Teil-Lockdowns "Dezemberhilfen" in Aussicht gestellt haben. "Allerdings müssen dieser Ankündigung auch rasch Taten folgen", forderte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer. Für viele Handwerksbetriebe, die unmittelbar oder mittelfristig von den nun verlängerten Schliessungsregeln betroffen seien, verschärfe sich die Lage zusehends: "Sie brauchen dringend Unterstützung, um diese Zeit überstehen und ihren Betrieb aufrecht erhalten zu können."

Wichtig sei zudem, schon jetzt die Regeln für die ab Januar vorgesehene dritte Phase der Überbrückungshilfe festzulegen, sagte Wollseifer. Als Folge des verlängerten Teil-Lockdowns werde sich die finanzielle Situation in vielen Betrieben zuspitzen. Zwingend notwendig seien weitere Liquiditätshilfen. Steuerrechtliche Corona-Erleichterungen wie vereinfachte, zinslose Stundungen, der Verzicht auf Säumniszuschläge sowie das Aussetzen von Vollstreckungsmassnahmen sollten daher auch im kommenden Jahr gelten. Zudem sollten für Handwerksbetriebe die Möglichkeiten zum sogenannten Verlustrücktrag substanziell ausgeweitet werden.

Ähnlich äusserte sich der BDI. Eine intensivere Nutzung der Überbrückungshilfe und eine sofortige Stärkung der steuerlichen Verlustverrechnung seien notwendig, um Betriebe in schwerer Zeit schnellstmöglich mit Liquidität zu versorgen. Wirtschaftsverbände fordern schon länger, der Verlustrücktrag müsse ausgeweitet werden. Unternehmen sollen so mehr als bisher möglich krisenbedingte Verluste mit Gewinnen aus den Vorjahren steuerlich verrechnen können. In der schwarz-roten Koalition ist eine Ausweitung aber umstritten.

Es bleibe wichtig, wirtschaftliche Aktivität weitestgehend am Laufen sowie Schulen, Kindergärten und Kitas offen zu halten, mahnte BDI-Präsident Kempf. "Zentral muss sein, das Risiko von Jo-Jo-Shutdowns für Wirtschaft und Gesellschaft zu reduzieren."/sl/hoe/DP/zb

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Arbeitsmarktforscher:

Arbeitsmarktforscher: Beschäftigung in Deutschland bricht nicht weiter ein

Die Arbeitsagenturen in Deutschland sehen etwas bessere Aussichten für den Arbeitsmarkt. Wie das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Donnerstag mitteilte, stieg das Arbeitsmarktbarometer im November um 0,4 Punkte auf 100,5 Punkte. Allerdings sei die Befragung der Arbeitsagenturen schon abgeschlossen worden, bevor die Verlängerung des Lockdowns im Dezember absehbar war, sagte IAB-Forschungschef Enzo Weber.

26.11.2020 12:39

Aber "die Beschäftigung wird im zweiten Lockdown nicht noch einmal einbrechen", sagte Weber. Grund seien die Stützungsmassnahmen für die Betriebe und ihre Erfahrungen mit der Krise. "Die Perspektive auf einen Impfstoff macht die Unternehmen zuversichtlicher. Das verstärkt noch einmal ihre Bereitschaft, die Beschäftigten zu halten."

Dennoch belaste nicht nur die zweite Corona-Welle die Erholung, auch die beschleunigte Transformation der Wirtschaft stelle grosse Herausforderungen dar. "Entsprechend liegt die Beschäftigungskomponente immer noch unter der neutralen Marke von 100 Punkten", nämlich bei 99. Relativ günstige Aussichten zeige das Barometer für die erwartete Entwicklung der Arbeitslosigkeit: Diese Komponente hielt sich auf dem Vormonatsstand von 102,1 Punkten.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer beruht auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen nach der Entwicklung der Beschäftigung und der Arbeitslosenzahlen in den nächsten drei Monaten./rol/DP/eas

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Eurozone: Geldmenge wächst

Eurozone: Geldmenge wächst immer stärker

Die Geldmenge in der Eurozone wächst weiterhin stark. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte, wuchs die breit gefasste Geldmenge M3 im Oktober zum Vorjahresmonat um 10,5 Prozent. Das ist die höchste Rate seit dem Jahr 2008. Analysten hatten im Schnitt mit einem Zuwachs um 10,3 Prozent gerechnet. Im September hatte das Wachstum 10,4 Prozent betragen.

26.11.2020 10:30

Das Wachstum der enger gefassten Geldmenge M1 betrug wie im Vormonat 13,8 Prozent. Fachleute führen das starke Wachstum vor allem auf die Krisenpolitik der EZB zurück. Zur Bekämpfung der Corona-Folgen kauft sie in hohem Ausmass Wertpapiere wie Staatsanleihen. Zudem versorgt sie die Euroraum-Banken mit extrem günstigen Langfristkrediten.

Die Kreditvergabe der Geschäftsbanken an die privaten Haushalte wuchs im Oktober wie im Vormonat um 3,1 Prozent. Das Wachstum der Kreditvergabe an Unternehmen fiel von 7,1 auf 6,8 Prozent./bgf/jsl/zb

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Weniger deutsche Unternehmen

Weniger deutsche Unternehmen sehen Existenz durch Corona bedroht

Rund 15 Prozent der deutschen Unternehmen fühlen sich durch die Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht. Das sind sechs Prozentpunkte weniger als im Juni, als noch gut jeder fünfte Betrieb seinen Bestand gefährdet sah, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag mitteilte.

01.12.2020 08:19

Doch trotz der Verbesserung gibt es Branchen, in denen die Sorgen noch flächendeckend präsent sind. Laut dem Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe, fühlen sich derzeit 86 Prozent der Reisebüros und Reiseveranstalter bedroht, 76 Prozent der Hotels und 62 Prozent der Gaststätten.

Auch bei den Metallerzeugern und -verarbeitern sind die Existenzsorgen mit 34 Prozent überdurchschnittlich hoch. Bei Druckereien sind es 29 Prozent, in der Werbebranche 27. Kaum Sorgen gibt es dagegen mit vier Prozent am Bau und einem Prozent in der Chemie, gar keine in der Pharmabranche./ruc/DP/eas

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Inflation im Euroraum weiter

Inflation im Euroraum weiter negativ

(Ausführliche Fassung) - Die Verbraucherpreise im Euroraum sind weiter gesunken. Die Inflationsrate betrug im November minus 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie die Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in Luxemburg mitteilte. Das ist die gleiche Rate wie im Vormonat. Analysten hatten mit der Entwicklung im Schnitt gerechnet. Das mittelfristige Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) wird nach wie vor drastisch verfehlt.

01.12.2020 11:19

Hauptverantwortlich für den Preisrückgang sind die stark fallenden Energiepreise. Auf Jahressicht gingen sie im November um 8,4 Prozent zurück. Leicht gefallen sind zudem die Preise industriell hergestellter Güter. Am deutlichsten stiegen hingegen mit 1,9 Prozent die Preise von Lebens- und Genussmitteln. Dienstleistungen waren etwas teurer als ein Jahr zuvor.

Die EZB strebt auf mittlere Sicht eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Diese Rate hat sie seit langem nicht mehr nachhaltig erreicht. Deshalb hatte sie ihre Geldpolitik schon vor der Corona-Krise stark gelockert. In der Krise wurde die Geldpolitik zwecks konjunktureller Unterstützung noch grosszügiger. Wegen der zweiten Virus-Welle hat die Notenbank bereits signalisiert, ihre geldpolitische Unterstützung nochmals ausweiten zu wollen./bgf/jkr/jha/

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Italiens Wirtschaft erholt

Italiens Wirtschaft erholt sich schwächer von Corona-Einbruch als gedacht

Die italienische Wirtschaft hat sich im Sommer etwas schwächer vom Corona-Einbruch im Frühjahr erholt als bisher gedacht.

01.12.2020 10:26

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 15,9 Prozent gestiegen, teilte das nationale Statistikamt Istat am Dienstag in Rom mit. In einer ersten Schätzung wurde noch ein Zuwachs um 16,1 Prozent ermittelt.

Gegenüber dem Vorjahresquartal schrumpfte die drittgrösste Wirtschaft des Euroraums um 5,0 Prozent. Der Rückgang fiel etwas stärker aus als bisher mit 4,7 Prozent bekannt. Im zweiten Quartal war die Wirtschaftsleistung massiv eingebrochen, weil Italien besonders hart von der Virus-Krise getroffen wurde und scharfe Einschränkungen beschlossen hatte.

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Umsatz im deutschen

Umsatz im deutschen Einzelhandel steigt kräftig

Angesichts der Konsumfreude der Verbraucher erholt sich der Einzelhandel weiter von der Corona-Krise. Im Oktober erzielte die Branche in Deutschland preisbereinigt 8,2 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Zum Vormonat September wuchsen die Erlöse um 2,6 Prozent. Das Niveau vor der Corona-Krise im Frühjahr hat der Einzelhandel damit schon weit übertroffen, erklärte die Wiesbadener Behörde: Gemessen am Februar, dem Monat vor Ausbruch der Pandemie in Deutschland, war der Umsatz im Oktober real 5,9 Prozent höher.

02.12.2020 09:09

Die Erholung der Branche verläuft aber sehr unterschiedlich. Gute Geschäfte im Oktober machte etwa der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren (real plus 7,3 Prozent zum Vorjahr). Auch der Handel mit Einrichtung, Haushaltsgeräten und Baubedarf nahm deutlich zu - mit gut 14 Prozent Umsatzplus. Im Internet- und Versandhandel schossen die Erlöse sogar um fast 30 Prozent hoch.

Noch nicht auf Vorjahresniveau war dagegen der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren mit einem Umsatzminus von 6,4 Prozent zum Vorjahresmonat. Der Handel mit Waren verschiedener Art, etwa in Waren- und Kaufhäusern, verlor 2,3 Prozent.

Der Handelsverband Deutschland warnt seit längerem davor, dass der Boom im Online-Handel an vielen kleinen Geschäften in den Innenstädten vorbeigeht. Er sieht viele Geschäfte in Existenznot. Auch mehr verkaufsoffene Sonntage werden diskutiert./als/DP/eas

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EU-Staaten einigen sich auf

EU-Staaten einigen sich auf neues Sanktionsinstrument

Menschenrechtsverletzungen in Ländern wie China, Russland oder Saudi-Arabien werden von der Europäischen Union künftig deutlich einfacher sanktioniert werden können. Vertreter der Mitgliedstaaten verständigten sich am Mittwochabend in Brüssel auf eine entsprechende Regelung, wie EU-Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur bestätigten. Sie wurde in den vergangenen Wochen unter dem derzeitigen deutschen EU-Ratsvorsitz ausgehandelt und soll bei einem Aussenministertreffen am kommenden Montag offiziell beschlossen werden.

03.12.2020 06:34

Die neue Regelung wird es den Angaben zufolge ermöglichen, Vermögenswerte von Akteuren einzufrieren, die schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen begehen oder davon profitieren. Zudem sollen gegen Personen auch Einreiseverbote verhängt werden.

Bislang konnten Menschenrechtsverletzungen nur im Zusammenhang mit Strafmassnahmen gegen Staaten oder im Rahmen von speziellen Sanktionsregimen geahndet werden, die die EU zum Beispiel im Kampf gegen Cyberangriffe und den Einsatz von Chemiewaffen geschaffen hat.

Das hat eine Reaktion der EU auf Menschenrechtsverletzungen bislang kompliziert oder unmöglich gemacht - so zum Beispiel im Fall der grausamen Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul.

Vorbild für das geplante EU-System ist der sogenannte Global Magnitsky Act der USA. Dieser war 2016 vom US-Kongress beschlossen worden, um Sanktionen gegen Einzelpersonen zu verhängen, die für den Tod des russischen Anwalts und Wirtschaftsprüfers Sergej Magnitski verantwortlich sind. Magnitski war 2009 während der Untersuchungshaft in einem russischen Gefängnis gestorben, nachdem er misshandelt und unzureichend medizinisch versorgt worden war.

Vorschläge, den geplanten EU-Sanktionsmechanismus nach dem jüngst vergifteten Kremlkritiker Alexej Nawalny zu benennen, griff die EU nicht auf. Die EU-Staaten hatten wegen des Anschlags auf den Oppositionspolitiker bereits im Oktober über das Chemiewaffen-Regime Einreise- und Vermögenssperren gegen mutmassliche Verantwortliche aus dem Umfeld von Präsident Wladimir Putin verhängt./aha/DP/zb

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Bafin: Deutsches Finanzsystem

Bafin: Deutsches Finanzsystem trotz Corona robust - Schwächste Banken bedroht

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hält das Finanzsystem in der Corona-Krise für stabil. Die schwächsten Banken dürften aber Probleme bekommen, sagte Bafin-Chef Felix Hufeld dem "Handelsblatt" (Donnerstag).

03.12.2020 08:25

"Im Gegensatz zur Finanzmarktkrise sind die Banken in der Corona-Krise nicht Verursacher der Krise, sondern Teil der Lösung. Aber die Bankbilanzen werden durch erhöhte Kreditausfälle früher oder später Schaden nehmen, das ist klar", führte Hufeld aus. Er erwarte mehreren Wellen. "Die erste könnte es Anfang 2021 geben, wenn die Insolvenzantragspflicht wieder voll greift."

Auf die Frage, ob die Banken die Belastungen wegstecken könnten, antwortete Hufeld: "Das Finanzsystem als Ganzes ist robust. Die Kapitalausstattung der deutschen Bankenbranche würde selbst bei einem fiktiven Einbruch der Wirtschaftsleistung um knapp elf Prozent noch über dem gesetzlichen Minimum liegen. Einige der schwächsten Banken werden die Krise aber vermutlich nicht überstehen und aus dem Markt ausscheiden."/mk/DP/eas

(AWP)

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Wdh: Arbeitsmarkt leidet

Wdh: Arbeitsmarkt leidet europaweit nur wenig unter zweiter Corona-Welle

(Tippfehler bereinigt) - Die zweite Corona-Welle hat die Aussichten auf den Arbeitsmärkten nach Erkenntnissen des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nur leicht gedämpft. Das European Labour Barometer als Frühindikator deute auf eine moderat negative Entwicklung in den nächsten Monaten hin, teilte das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mit. Das Barometer wird von einem Netzwerk europäischer Arbeitsverwaltungen in 14 Ländern betrieben.

03.12.2020 13:21

"Der Arbeitsmarkt in Europa war während des Frühjahrs-Lockdowns im Schockzustand. Die zweite Corona-Welle beeinträchtigt die Erholung, ein erneuter europaweiter Einbruch ist aber nicht zu erwarten", erklärte IAB-Forschungsbereichsleiter Enzo Weber, der das europäische Barometer initiiert hatte. In Deutschland zeigte sich der Arbeitsmarkt dank erheblicher Ausgaben für Kurzarbeit ohnehin robust.

"Am Horizont gibt es Hoffnung auf einen Impfstoff, aber dem stehen kurzfristig die Wirkungen der Lockdowns in europäischen Ländern gegenüber", betonte Weber. Es habe sich auch gezeigt, dass die Auswirkungen der zweiten Welle - abhängig vom jeweiligen Massnahmenpaket - in den einzelnen Ländern zu stärkeren Unterschieden führten als bei der ersten Welle im Frühjahr./dm/DP/nas

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Deutsche Auto-Importeure

Deutsche Auto-Importeure erwarten fortgesetzten Boom der E-Autos

Die Autimporteure erwarten auf dem deutschen Automarkt im kommenden Jahr eine Fortsetzung des staatlich geförderten Elektro-Booms. Nach dem Durchbruch mit geschätzt rund 350 000 Verkäufen im laufenden Jahr seien 2021 zwischen 500 000 und 600 000 Neuzulassungen möglich, sagte der Präsident des Importeur-Verbandes, Reinhard Zirpel, am Donnerstag in Frankfurt. Es könnte also jedes fünfte oder sechste neue Auto ein Fahrzeug mit Batterie, Plug-In-Hybrid oder Brennstoffzelle sein.

03.12.2020 12:14

"Das würde auch bedeuten, dass wir Ende 2021 rund eine Million Elektrofahrzeuge im Bestand erreichen würden", erklärte Zirpel. Dieses Ziel hatte sich die Bundesregierung für das Jahr 2020 gesetzt. Zirpel lobte die Absicht, die Förderung bis ins Jahr 2025 zu verlängern. Es hätte sonst 2022 mit auslaufender Förderung einen Markteinbruch geben können.

Für das laufende Jahr erwartet der Verband der Automobilindustrie einen Rückgang um 20 Prozent auf rund 2,9 Millionen Neuzulassungen. Das sei das das niedrigste Niveau seit der Wiedervereinigung, sagte Zirpel. Vor allem die Privatkunden hätten in der zweiten Jahreshälfte den Markt gestützt. Erstmals hätten die Importeure, zu denen auch ausländische Marken deutscher Konzerne wie Mini oder Skoda gezählt werden, einen Marktanteil von mehr als 40 Prozent erreicht. Für 2021 erwarte man eine Steigerung des Gesamtmarktes um 7 Prozent auf rund 3,1 Millionen Neuzulassungen./ceb/DP/eas

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Deutsche Industrie erhält

Deutsche Industrie erhält deutlich mehr Aufträge

Die deutsche Industrie hat im Oktober einen deutlichen Auftragszuwachs erzielt. Gegenüber dem Vormonat gingen 2,9 Prozent mehr Bestellungen ein, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten einen etwa halb so starken Anstieg von im Schnitt 1,5 Prozent erwartet. Ausserdem wurde der Zuwachs im Vormonat September nachträglich von 0,5 auf 1,1 Prozent angehoben./bgf/stk

04.12.2020 08:15

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Deutscher Schutzschirm für

Deutscher Schutzschirm für Warenverkehr wird um ein halbes Jahr verlängert

Bundesregierung und Kreditversicherer verlängern den Schutzschirm zur Sicherung des Warenverkehrs in der Corona-Krise bis Ende Juni 2021. Der Bund werde ab Januar weiterhin eine Garantie für Entschädigungszahlungen der Kreditversicherer von bis zu 30 Milliarden Euro übernehmen, teilten Bundesfinanz- und Bundeswirtschaftsministerium am Freitag mit. Mit dem Schutzschirm soll verhindert werden, dass deutsche Firmen in der Krise auf unbezahlten Rechnungen sitzen bleiben und Lieferketten reissen. Die EU-Kommission muss der Verlängerung noch zustimmen.

04.12.2020 08:12

"Der Schutzschirm ist ein wichtiges Element unserer Krisenreaktion mit dem wir Vertrauen schaffen und unsere Wirtschaft am Laufen halten", erklärte Finanzminister Olaf Scholz (SPD). Wirtschaftsminister Peter Altmaier ergänzte, Lieferbeziehungen könnten damit aufrechterhalten und die Wirtschaft stabilisiert werden.

Warenkreditversicherer ersetzen Unternehmen Ausfälle, wenn Kunden die gelieferten Produkte nicht bezahlen können oder wollen. In der Corona-Krise sind solche Versicherungen aber weniger leicht verfügbar, weil das Risiko für die Versicherer grösser wird. Das soll durch die Garantie abgemildert werden. Ursprünglich war der Schutzschirm nur für 2020 aufgespannt worden.

Die Kreditversicherer können nach Angaben des Versicherungsverbandes GDV durch die Garantie des Bundes "trotz pandemiebedingt gestiegener Risiken weiterhin Kreditlimite im bestehenden Umfang von über 400 Milliarden Euro zur Verfügung stellen". Der Schutzschirm sei kein Freibrief für riskante Geschäfte mit Abnehmern, deren wirtschaftliche Stabilität schon vor der Corona-Pandemie in Frage gestanden habe, mahnte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.

Die Kreditversicherer überlassen den Angaben zufolge dem Bund knapp 60 Prozent ihrer Prämieneinnahmen für das erste Halbjahr 2021. Zudem beteiligen sie sich an den Schadenzahlungen im Rahmen des Schutzschirms mit 10 Prozent und übernehmen die Ausfallrisiken, die über die Garantie des Bundes hinausgehen./mar/DP/eas

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Weihnachtsgeschäft in

Weihnachtsgeschäft in Deutschland auch in zweiter Adventswoche schwach

Trotz einer leichten Verbesserung in der zweiten Adventswoche läuft das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel aus Sicht des Handelsverbands Deutschland (HDE) weiter schlecht.

06.12.2020 16:33

 "Die Lage ist nach wie vor insbesondere in den Innenstädten dramatisch", teilte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Sonntag mit.

"Das in normalen Jahren so umsatzstarke Weihnachtsgeschäft könnte 2020 für bis zu 50'000 Händler in die Insolvenz führen." Bei einer bundesweiten Branchenumfrage des Verbands unter 500 Handelsunternehmen habe rund ein Drittel aufgrund der Beschränkungen in der Corona-Pandemie Existenznöte angegeben.

Insgesamt sei die zweite Adventswoche zwar etwas besser verlaufen als die erste. "Vor allem Händler aus weihnachtsaffinen Branchen wie Spielwaren, Einrichtung, Accessoires, aber auch Unterhaltungselektronik und Lebensmittel berichten von ansteigenden Besucherzahlen", hiess es. Im Vergleich zum Vorjahr spürten die Händler den Kundenschwund allerdings deutlich. Im Bekleidungshandel etwa lägen die Umsätze um rund ein Drittel unter dem Niveau des Vorjahres.

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Deutsche Gesamtproduktion

Deutsche Gesamtproduktion erholt sich sechsten Monat in Folge

Die deutsche Industrie hat ihre Produktion auch im Oktober gesteigert und sich damit bereits den sechsten Monat in Folge von dem schweren Corona-Einbruch im Frühjahr erholt. Die Gesamtproduktion lag 3,2 Prozent höher als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Analysten wurden von der Stärke des Anstiegs überrascht. Sie hatten im Mittel nur einen Zuwachs um 1,6 Prozent erwartet.

07.12.2020 08:16

Ausserdem war der Produktionsanstieg im September stärker als bisher gedacht ausgefallen. Das Bundesamt revidierte den Zuwachs auf 2,3 Prozent, nachdem zuvor nur ein Anstieg im Monatsvergleich um 1,6 Prozent gemeldet worden war.

Trotz der langen Phase der Erholung konnte der Corona-Einbruch im Frühjahr noch nicht ausgeglichen werden. Im Jahresvergleich zeigten sich nach wie vor Auswirkungen der schweren Krise. So lag die Produktion im Oktober um 3,0 Prozent niedriger als im Oktober 2019. Im September war der Rückgang im Jahresvergleich aber mit revidiert 6,7 Prozent noch deutlich stärker ausgefallen.

Im Vergleich zum Februar, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie, war die Produktion im Oktober 4,9 Prozent niedriger, wie es in der Mitteilung weiter hiess./jkr/mis

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Französische Notenbank

Französische Notenbank erwartet 2021 weniger Wachstum

Die französische Wirtschaft wird sich der Notenbank zufolge im kommenden Jahr nicht so stark von der Corona-Rezession erholen wie bislang angenommen. Sie rechnet mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von nur noch von fünf Prozent, wie die Notenbank am Montag in Paris mitteilte.

14.12.2020 08:24

Bislang war sie von einem Anstieg von 7,4 Prozent ausgegangen. 2022 soll es dann ebenfalls zu einem Plus von rund fünf Prozent reichen, dem 2023 ein Wachstum von etwas mehr als zwei Prozent folgen soll. Für das zu Ende gehenden Jahr wird ein coronabedingter Einbruch von etwa neun Prozent erwartet, nachdem bislang von einem Minus von 8,7 Prozent die Rede war.

Das Vorkrisenniveau dürfte nicht vor Mitte 2022 erreicht werden, erwartet die Notenbank. Die Arbeitslosigkeit soll zunächst weiter steigen, und zwar bis auf eine Quote von elf Prozent in der ersten Hälfte des kommenden Jahres. Diese soll dann bis Ende 2023 auf neun Prozent zurückgehen.

Frankreich gehört zu den am schwersten von der Pandemie betroffenen Ländern in Europa. Bislang wurden der Johns Hopkins University zufolge mehr als 1,6 Millionen Franzosen mit dem Virus infiziert, mehr als 58'000 Menschen starben. Bereits seit Ende Oktober gelten in der zweitgrössten Volkswirtschaft der Euro-Zone verschärfte Corona-Massnahmen.

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EU trifft nach Ende von

EU trifft nach Ende von Blockade wichtige Haushaltsentscheidungen

Nach dem Ende der Blockade durch Ungarn und Polen hat die EU wichtige Beschlüsse für die künftigen Gemeinschaftshaushalte und die milliardenschweren Corona-Hilfen gefasst. Wie der Ministerrat in Brüssel am Montag mitteilte, billigten die 27 Mitgliedstaaten am Montag sowohl das künftige EU-Finanzierungssystem als auch die Regelungen für das Corona-Wiederaufbauprogramm. Zudem wurden Entscheidungen für den Finanzrahmen für die kommenden sieben Jahre und den Einzelhaushalt 2021 getroffen.

14.12.2020 11:45

Insgesamt sollen der EU bis Ende 2027 rund 1,8 Billionen Euro zur Verfügung stehen. 750 Milliarden Euro davon sind für die Corona-Hilfen eingeplant.

Das Finanzpaket war zuletzt wegen eines Vetos von Ungarn und Polen wochenlang blockiert gewesen. Erst mit einer von Deutschland ausgehandelten Zusatzerklärung konnte es zurück in die Spur gebracht werden. Ungarn und Polen hatten befürchtet, dass eine neue Regelung zur Ahnung von Verstössen gegen die Rechtsstaatlichkeit darauf abziele, ihnen wegen umstrittener politischer Projekte EU-Mittel kürzen zu können. Mit der Erklärung wurde nun klargestellt, wie der Mechanismus im Zweifelsfall angefochten werden kann.

Das EU-Finanzpaket muss nun vom EU-Parlament gebilligt werden. Zudem ist in den Mitgliedstaaten eine Ratifizierung des sogenannten Eigenmittelbeschlusses zum Finanzierungssystem notwendig. Nach Angaben aus der EU-Kommission müssten dazu in 23 Ländern auch nationale Parlamente befasst werden./aha/DP/stw

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