Schuldenkrise Europa

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Corona-Krise lässt Absatz von

Corona-Krise lässt Absatz von Lebensversicherungen in Deutschland stocken

Die Corona-Krise hat den Absatz neuer Lebensversicherungen im vergangenen Jahr deutlich gebremst. Die Zahl neu abgeschlossener Verträge sei im Vergleich zu 2019 um mehr als zwölf Prozent gesunken, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Mittwoch in Berlin mit. Die gesamten Beitragseinnahmen der Lebensversicherer, Pensionskassen und Pensionsfonds gingen auch deshalb um 0,4 Prozent auf knapp 103 Milliarden Euro zurück, nachdem sie im Vorjahr aussergewöhnlich stark um mehr als elf Prozent gestiegen waren.

20.01.2021 11:15

Nimmt man alle Sparten zusammen, konnten die deutschen Versicherer ihre Beitragseinnahmen im Corona-Jahr jedoch um 1,2 Prozent auf gut 220 Milliarden Euro steigern. So verzeichnete die Schaden- und Unfallversicherung ein Beitragsplus von 2,1 Prozent. Der nach Beiträgen kleinste Bereich - die private Kranken- und Pflegeversicherung - kam sogar auf ein Plus von 3,8 Prozent.

Unterdessen mussten die Unternehmen laut GDV im gesamten Schaden- und Unfallbereich weniger Belastungen schultern. Die Leistungen an die Kunden seien voraussichtlich um 2,5 Prozent auf 52 Milliarden Euro gesunken. Zwar habe die Assekuranz viel Geld für den Ausfall von Veranstaltungen und die Schliessung von Betrieben bezahlen müssen. Allerdings habe es weniger Unfälle im Strassenverkehr und in der Freizeit gegeben, erklärte der GDV. Auch die Zahl der Einbrüche und der Firmenpleiten sei gesunken; letzteres wegen der ausgesetzten Insolvenzantragspflicht.

Für 2021 rechnet GDV-Präsident Wolfgang Weiler für die gesamte Branche mit einem Beitragsanstieg von mehr als zwei Prozent. Dafür müsse es aber im Laufe des Frühjahrs zu Lockerungen bei den Einschränkungen und grossen Fortschritten bei der Impfkampagne kommen. Weiler hält es für möglich, dass dann wieder mehr Menschen Geld in die private Altersvorsorge stecken und die Beiträge in der Lebensversicherung um zwei Prozent steigen. In der Schaden- und Unfallversicherung rechnet er lediglich mit einem Beitragsplus von 1,5 Prozent./stw/men/jha

(AWP)

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Inflation im Euroraum bleibt

Inflation im Euroraum bleibt negativ

Die Konsumentenpreise im Euroraum sind erneut gesunken. Die Jahresinflationsrate verharrte im Dezember auf minus 0,3 Prozent.

20.01.2021 11:14

Das teilte die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mit. Eine erste Schätzung wurde wie von Volkswirten erwartet bestätigt. Damit liegt die Rate den vierten Monat in Folge auf diesem Niveau. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Dezember um 0,3 Prozent.

Entscheidend für den Preisrückgang im Jahresvergleich bleiben stark fallende Energiepreise. Auf Jahressicht gingen sie im Dezember um 6,9 Prozent zurück. Leicht gefallen sind zudem die Preise industriell hergestellter Güter. Am deutlichsten stiegen hingegen mit 2,1 Prozent die Preise von unverarbeiteten Lebensmitteln. Dienstleistungen waren etwas teurer als ein Jahr zuvor.

Die Kernrate (ohne Energie, Lebens- und Genussmittel) lag im Dezember unverändert bei 0,2 Prozent. Auch hier wurde die erste Schätzung bestätigt. Seit September sind die Kernverbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahr jeweils mit diesem Tempo gestiegen.

Das mittelfristige Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp zwei Prozent wird abermals deutlich verfehlt. Diese Rate wurde seit langem nicht mehr nachhaltig erreicht. Deshalb und wegen der Corona-Krise hatte die Notenbank ihre Geldpolitik im vergangenen Jahr mehrfach stark gelockert. An diesem Donnerstag dürfte die EZB ihre ultralockere Politik bestätigen.

(AWP)

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EZB deckelt Renditen - aber

EZB deckelt Renditen - aber Kurvensteuerung soll es nicht heissen

Die Europäische Zentralbank eifert ihren Pendants im asiatisch-pazifischen Raum nach, indem sie die Refinanzierungskosten der Regierungen steuert - nur eben auf eine sehr europäischen Art und Weise.

21.01.2021 06:00

Die EZB kauft Anleihen mit dem Ziel, die Renditedifferenzen zwischen den stärksten und schwächsten Volkswirtschaften im Euroraum zu begrenzen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Dabei habe die Zentralbank konkrete Vorstellungen davon, welche Spreads angemessen seien, sagte eine der Personen. Ein EZB-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

Anleger haben sich lange gefragt, ob die Zentralbank bei ihren Bemühungen zur Deckelung der Bondrenditen bestimmte Niveaus anpeilt. Die jüngsten Einsichten in ihre Strategie geben Aufschluss darüber, wie die Geldpolitiker mit den komplexen Strukturen im Euroraum umgehen, die es schwierig machen, öffentlich gewisse Anleiheniveaus anzustreben.

Die Staatsanleiherenditen sind der Schlüssel zur Bekämpfung der Pandemiekrise. Nicht nur beeinflussen sie alle anderen Kreditkosten. Die Sicherung einer tragfähigen Staatsverschuldung ist zu einem kritischen Teil der Geldpolitik geworden, da Unternehmen und Arbeitnehmer auf eine massive, schuldenfinanzierte fiskalpolitische Unterstützung angewiesen sind.

Die Strategie der EZB erklärt, warum die Renditedifferenz zwischen italienischen und deutschen Staatsanleihen trotz des drohenden Zusammenbruchs der italienischen Regierung bemerkenswert stabil geblieben ist, nachdem die Zentralbank das Tempo der Bondkäufe erhöht hat. Die Volatilität bei Anleihen befindet sich auf Rekordtiefs, erläutert Tanvir Sandhu, Chefstratege für globale Derivate bei Bloomberg Intelligence.

Finanzierungsbedingungen sollen während der Krise gewahrt bleiben

Dies unterscheidet sich von der so genannten Renditekurvensteuerung, die von der japanischen Notenbank und der Reserve Bank of Australia eingesetzt wird, die öffentlich numerische Ziele für bestimmte Renditen angekündigt haben. So strebt die Bank of Japan (BoJ) bei zehnjährigen Staatsanleihen Null Prozent an.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde, die am Donnerstag die erste geldpolitische Sitzung des Jahres leitet, hat diesen Luxus nicht. Sie muss die monetären Bedürfnisse einer Währungsunion mit 19 Staaten berücksichtigen, von denen jedes Land seine eigenen Papiere begibt.

Im Moment bedeutet dies, zuzusichern, dass die Finanzierungsbedingungen während der Krise gewahrt bleiben. Diese Bedingungen sind weit gefasst und umfassen den “gesamten privaten und öffentlichen Sektor der Volkswirtschaft” und “Zinssätze wie auch Kreditvolumina und Kreditkonditionen”, wie aus der Zusammenfassung der geldpolitischen Sitzung des EZB-Rates vom Dezember hervorgeht.

Diese Strategie ähnele zwar der Zinskurvenkontrolle, “sie bezeichnen sie aber anders”, sagte Christoph Rieger, Leiter Strategie Festverzinsliche bei der Commerzbank. „Ich glaube, dass dies für die EZB eine wichtige Angelegenheit ist, sie sehen es sich an und sind geradezu neidisch auf die BoJ. Sie würden gerne so etwas haben. “

Steuerung der Renditekurve setzt sich durch

Die Steuerung der Renditekurve setzt sich durch. Nachdem die Zentralbanken die Zinsen auf Rekordtiefs gesenkt und Anleihen in Billionenhöhe gekauft haben, greifen sie immer tiefer in ihre Werkzeugkästen. Theoretisch ist das billiger als quantitative Lockerung allein, da den Anlegern praktisch vermittelt wird, dass sie nicht dagegen ankämpfen sollten.

Das Versprechen muss allerdings glaubwürdig sein. Die Anleger müssen überzeugt sein, dass die Zentralbank so viel wie nötig ausgeben wird, um ihre Politik zu verteidigen, und hier stößt die EZB auf Probleme.

Zunächst einmal fehlt eine einzige Anleihe als Zielgröße. Das wird sich bald ändern, wenn die Europäische Union mit der Emission gemeinsamer Anleihen zur Finanzierung ihres 750 Milliarden Euro schweren Wiederaufbaufonds beginnt. Dabei handelt es sich jedoch nur um einen temporären Plan, der im Zusammenhang mit der Pandemie steht - der EZB könnten die Anleihen zum Kauf ausgehen.

Zudem ist es der Zentralbank nach EU-Recht untersagt, Regierungen direkt zu finanzieren. Sie hat die Legalität ihrer Anleihekaufprogramme dadurch gesichert, dass sie Beschränkungen festlegte, was sie kaufen kann und für wie lange. Die Steuerung der Renditekurve ist jedoch implizit unbegrenzt.

“Es gibt eine Reihe von Problemen bei der Wahl einer derartigen Strategie oder der Aufnahme in das EZB-Instrumentarium”, sagte Katharina Utermöhl, Ökonomin bei der Allianz SE. “Dies könnte den Eindruck erwecken, dass die EZB tatsächlich monetäre Staatsfinanzierung betreibt.”

"Das kann sehr teuer werden"

Die Maßnahme birgt umfassendere Risiken, beispielsweise die Ermutigung zu einer sorglosen Finanzpolitik, da die Regierungen teilweise von der Marktdisziplin befreit werden. Die Fed und das US-Finanzministerium vereinbarten 1942 eine Deckelung der Refinanzierungskosten, um die Teilnahme des Landes am Zweiten Weltkrieg zu stemmen. Fünf Jahre später war die Inflation zweistellig und die Zentralbank war gezwungen, mit dem Rückzug zu beginnen.

Explizite Renditeziele machen auch den Ausstieg aus dieser Politik zu einer Herausforderung. Sobald Anleger erkennen, dass das Ziel fallen gelassen wird, werden sie wahrscheinlich Anleihen abstoßen, was die Renditen nach oben treibt.

Dies könnte letztendlich bedeuten, dass die EZB mit dem - wie Lagarde sagte -„ganzheitlichen“ Ansatz zur Aufrechterhaltung günstiger Finanzierungsbedingungen einen Vorteil hat.

“Es ist nicht so explizit wie bei den Japanern, sondern breiter gefasst”, sagte Florian Hense, Europa-Ökonom bei Berenberg. “Sobald bekannt ist, dass man explizit die Renditekurve steuert, kann diese Festlegung sehr teuer werden.”

(Bloomberg)

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Frankreichs Geschäftsklima

Frankreichs Geschäftsklima hellt sich ein wenig auf

Die Stimmung in den französischen Unternehmen hat sich im Januar trotz der anhaltenden Corona-Krise etwas verbessert. Das Geschäftsklima stieg gegenüber dem Vormonat um einen Punkt auf 92 Zähler, wie das Statistikamt Insee am Donnerstag in Paris mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen unveränderten Wert prognostiziert.

21.01.2021 09:41

Der Indikator hat sich seit dem Beginn der Corona-Krise im vergangenen Frühjahr deutlich erholt. Im April war er noch auf ein Rekordtief von 54 Punkten gefallen.

Laut Insee hellten sich die Erwartungen der Befragten vor allem in der Industrie auf. In dem durch die Corona-Beschränkungen stark getroffenen Dienstleistungssektor stieg der Wert ein wenig an. Etwas eingetrübt hat sich die Stimmung jedoch im Einzelhandel. Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Corona-Krise spielt laut Insee eine Rolle.

Die aktuelle Umfrage wurde von Ende Dezember bis Mitte Januar durchgeführt./jsl/bgf/jha/

(AWP)

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EU-Kommission unterstützt

EU-Kommission unterstützt Einführung eines digitalen Euro

Die EU-Kommission unterstützt Pläne der Europäischen Zentralbank zur Einführung des digitalen Euro. "Das erfordert die Digitalisierung der Wirtschaft und des Finanzwesens", sagte Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis dem "Handelsblatt" (Donnerstag) und anderen europäischen Medien. "Wir beobachten, dass die Bedeutung des Bargeldes schrittweise zurückgeht. Ein digitaler Euro ist eine zusätzliche Möglichkeit zum Bezahlen und Sparen."

21.01.2021 12:17

Die digitale Form der europäischen Währung soll das Bargeld nicht ersetzen, sondern ergänzen. Zum Zeitplan sagte Dombrovskis: "Wir haben noch keinen festgelegten Zeitplan für den digitalen Euro. EZB-Präsidentin Lagarde nannte einen Zeitraum von fünf Jahren. Das ist zumindest eine Indikation." Die Kommission arbeite mit der EZB in einer Expertengruppe, um die "institutionellen, rechtlichen und praktischen Aspekte zur Schaffung eines digitalen Euros zu klären", sagte Dombrovskis./vsr/DP/mis

(AWP)

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Nudel als Corona-Gewinner -

Nudel als Corona-Gewinner - Italiens Pasta-Export boomt

Die Deutschen haben der italienischen Pasta-Industrie mit ihrem Appetit auf Nudeln ein kräftiges Exportwachstum im Corona-Jahr 2020 beschert. Im Vergleich zum Vorjahr 2019 stiegen nach Angaben des italienischen Branchenverbandes die Ausfuhren von Pasta aus dem Mittelmeerland in die Bundesrepublik um rund 20 Prozent. "Deutschland ist für uns Export-Markt Nummer eins", sagte Luigi Scordamaglia vom Lebensmittelverband Filiera Italia der Deutschen Presse-Agentur.

22.01.2021 06:33

Im Gegensatz zu anderen italienischen Wirtschaftsbereichen, in denen die Exporte während der Pandemie sanken, machte die Lebensmittelindustrie demnach ein gutes Geschäft. In Deutschland kamen laut Filiera Italia auch mehr Olivenöl und Käse aus italienischer Produktion an. Ein anderer Export-Schlager aus Italien war Reis.

Doch nichts konnte die Nudel übertreffen. "Pasta ist eins von den Produkten, deren Konsum während der Pandemie "explodiert" ist", sagte Scordamaglia. In Deutschland sei sie ohnehin eine sehr stark nachgefragte Ware. Den historisch hohen Absatz führte der Experte unter anderem auf die einfache Zubereitung zurück und den höheren Bedarf in Corona-Zeiten. In der Küche seien der Fantasie beim Pasta-Kochen keine Grenzen gesetzt.

Italiens Wirtschaft und Gesellschaft wurde von der Corona-Pandemie hart getroffen. Die Wirtschaftsleistung sank im vergangenen Jahr nach Schätzungen der italienischen Zentralbank um rund neun Prozent. Seit Pandemie-Beginn im Februar starben mehr als 82 500 Menschen mit Sars-CoV-2, und die Behörden registrierten mehr als 2,4 Millionen Corona-Infektionen./jon/DP/stk

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Kreise: EZB will Auswirkungen

Kreise: EZB will Auswirkungen der lockeren Geldpolitik genauer untersuchen

Die Europäische Zentralbank (EZB) will Kreisen zufolge die Auswirkungen ihrer extrem lockeren Geldpolitik genauer untersuchen lassen. Es sollen weitere Erkenntnisse gewonnen werden, wie sich die rekordtiefen Leitzinsen und die Anleihekäufe der Notenbank auf die Bedingungen für die Kreditvergabe auswirkten, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag und berief sich auf namentlich nicht genannte Personen, die mit der Sache vertraut seien. Die EZB wollte den Bericht auf Anfrage der Agentur nicht kommentieren.

21.01.2021 20:00

Die Ergebnisse der Untersuchung sollen rechtzeitig vor der Zinssitzung im März vorliegen, hiess es weiter. Zuletzt hatte die EZB im Dezember in der Krisenpolitik nachgelegt und die Geldpolitik erneut gelockert. So wurde unter anderem das Volumen des Notkaufprogramms für Staatsanleihen und Wertpapiere von Unternehmen (Pandemic Emergency Purchase Programme/PEPP) um weitere 500 Milliarden Euro auf 1,85 Billionen Euro aufgestockt. An diesem Donnerstag hat die EZB ihre Geldpolitik hingegen unverändert gelassen./jkr/he

(AWP)

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EU-Parlament fordert Recht

EU-Parlament fordert Recht auf Nichterreichbarkeit für Arbeitskräfte

Nach Dienstschluss, an freien Tagen oder auch in Elternzeit sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach Ansicht der Europaabgeordneten nicht erreichbar sein müssen. In einem am Donnerstag angenommenen Bericht forderte das EU-Parlament ein Recht auf Nichterreichbarkeit. Dieses sei bisher im Unionsrecht nicht ausdrücklich geregelt, aber von entscheidender Bedeutung, wenn es darum gehe, die körperliche und geistige Gesundheit von Arbeitskräften zu schützen.

21.01.2021 18:18

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sollten nach Ansicht des Parlaments nicht verlangen, dass ihre Angestellten ausserhalb der Arbeitszeit direkt oder indirekt verfügbar sein sollten. Die Mitgliedstaaten sollten sicherstellen, dass wer sich auf das Recht auf Nichterreichbarkeit berufe, vor negativen Folgen geschützt werde. Es solle ausserdem Mechanismen für den Umgang mit Beschwerden in Bezug auf das Recht geben.

Die Abgeordneten wiesen in ihrem Bericht auch auf die Gefahren von mobilem Arbeiten hin, welche in der Corona-Krise deutlich zugenommen habe. Sie forderten von der Kommission, genaue Mindestanforderungen hierfür festzulegen. Berichterstatter Alex Agius Saliba wies in der Plenardebatte am Mittwoch darauf hin, dass diejenigen, die regelmässig von zuhause aus arbeiteten, mit bedeutend höherer Wahrscheinlichkeit Überstunden machten.

EU-Beschäftigungskommissar Nicolas Schmit betonte, dass ein Recht auf Nichterreichbarkeit nicht nur eine soziale, sondern auch eine wirtschaftliche Komponente habe. "Menschen sind keine Roboter, Menschen haben Grenzen." Wer eine bessere Produktivität wünsche, dürfe Menschen nicht 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche belagern./rbo/DP/nas

(AWP)

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EU-Parlament kritisiert Pläne

EU-Parlament kritisiert Pläne für Investitionsabkommen mit China

(Ausführliche Fassung) - Vor dem Hintergrund der politischen Lage in Hongkong hat das Europaparlament das geplante Investitionsabkommen der Europäischen Union mit China kritisiert. Die Abgeordneten monierten einen "überstürzten Abschluss", ohne dass gleichzeitig konkrete Massnahmen gegen die anhaltenden schweren Menschenrechtsverletzungen ergriffen worden waren. Die Staatengemeinschaft laufe so Gefahr, ihre Glaubwürdigkeit als globaler Akteur im Bereich der Menschenrechte auszuhöhlen, hiess es in einer am Donnerstag angenommenen Entschliessung.

21.01.2021 18:18

An dem Abkommen zwischen der Volkswirtschaft und der EU wird seit Jahren gearbeitet. Es soll das Verhältnis der EU zur weltweit zweitgrössten Wirtschaftsmacht China grundsätzlich neu aufstellen. Europäische Unternehmen sollen einfacher und zu fairen Bedingungen in China investieren können und so besseren Zugang zu dem riesigen Markt mit 1,4 Milliarden Menschen bekommen. China verpflichtet sich dabei zu Umwelt- und Sozialstandards. Es handelt sich aber nicht um ein Freihandelsabkommen, das noch weit umfassender wäre. Ende Dezember hatte die EU gesagt, dass es eine Grundsatzeinigung gebe. Der genaue Text für das Abkommen soll nun in den nächsten Monaten ausformuliert werden. Einen offiziellen Abschluss könnte es dann nächstes Jahr geben.

Die EU-Abgeordneten forderten zudem, gezielte Sanktionen etwa gegen Hongkongs pro-chinesische Regierungschefin Carrie Lam und weitere politische Funktionäre aus China und der Sonderverwaltungsregion zu erwägen. Friedliche Demonstranten und Oppositionspolitiker in Haft sollten freigelassen werden.

EU-Kommissionsvize Helena Dalli sagte im Plenum des Parlaments, Hongkong bleibe weit oben auf der politischen Agenda. Sie kritisierte, dass Anfang Januar massenweise Oppositionskräfte und politisch Engagierte festgenommen worden waren. Es entstehe immer mehr der Eindruck, dass das Justizsystem genutzt werde, um Dissens zu bestrafen./rbo/DP/nas

(AWP)

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Eurozone: Pandemie belastet

Eurozone: Pandemie belastet Unternehmensstimmung zu Jahresbeginn

(Ausführliche Fassung) - Die starken Beschränkungen in der Corona-Pandemie belasten die Wirtschaft im Euroraum zu Jahresbeginn deutlich. Der vom Institut IHS Markit erhobene Einkaufsmanagerindex fiel im Januar um 1,6 Punkte auf 47,5 Zähler, wie das Forschungsunternehmen am Freitag in London mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang des Stimmungsindikators auf 47,6 Punkte gerechnet. Der an den Finanzmärkten stark beachtete Indikator liegt so merklich unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

22.01.2021 12:12

Die Entwicklung in der Industrie und im Dienstleistungssektor bleibt sehr unterschiedlich. Trotz eines Rückgangs liegt der Industrieindikator weiter merklich über der Wachstumsschwelle. Von den Beschränkungen des öffentlichen Lebens im Kampf gegen die Pandemie ist vor allem der Dienstleistungsbereich betroffen. Der entsprechende Indikator signalisiert weiter eine deutliche Schrumpfung des Sektors.

"Dass die Eurozone vor einer erneuten Rezession steht, scheint angesichts verschärfter Restriktionen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, mit denen die Unternehmen zu kämpfen haben, immer unausweichlicher", erklärte Chris Williamson, Chefvolkswirt bei IHS Markit. Die Talfahrt habe sich im Januar insgesamt beschleunigt. "Ein Trost resultiert zumindest aus der Tatsache, dass der jetzige Wachstumsrückgang schwächer ausfällt als im Frühjahr letzten Jahres, weil sich die Industrie noch immer wacker schlägt", so Williamson. Im April war der Indikator noch bis auf 13,6 Punkte gefallen.

Auch Commerzbank-Ökonom Christoph Weil erwartet angesichts der Schwäche im Dienstleistungssektor im Winterhalbjahr eine Rezession in der Eurozone. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte deshalb im Schlussquartal zum Vorquartal "um etwa 2 Prozent gesunken sein", sagte Weil. Auch im ersten Quartal erwarte man eine Schrumpfung. Im zweiten Quartal dürfte es laut Weil dann aber wieder steil nach oben gehen, da die Corona-Beschränkungen spätestens im April spürbar gelockert werden sollten.

In Deutschland und in Frankreich signalisiert der Wert für den Dienstleistungssektor eine deutliche Abschwächung der wirtschaftlichen Aktivität. In Deutschland fiel der Rückgang des Dienstleistungsindikators jedoch merklich geringer aus als erwartet. In Frankreich legte der Industrieindikator zwar zu. Er liegt aber klar unter dem immer noch recht hohen Wert in Deutschland.

Der Eurokurs legte nach der Veröffentlichung der deutschen Zahlen zu und stieg bis auf fast 1,22 Dollar. Die Aktienmärkte in Europa zeigten keine nachhaltige Reaktion.

/jsl/bgf/jha/

(AWP)

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EZB-Experten kippen die

EZB-Experten kippen die Wachstumsprognose für den Euro-Raum

Experten der EZB-Geldpolitik haben wegen der zweiten Corona-Welle ihre Prognose für das Wachstum der Euro-Zone in diesem Jahr gesenkt.

22.01.2021 10:55

Die Ökonomen erwarten für 2021 jetzt nur noch einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 4,4 Prozent, wie die Europäische Zentralbank am Freitag in Frankfurt mitteilte. Noch im Oktober hatten sie eine Erholung von 5,3 Prozent nach dem vorjährigen Konjunktureinbruch in der Corona-Krise vorausgesagt.

Dann kam es aber in Europa wegen eines massiven Anstiegs der Infektionszahlen zu neuen Lockdown-Massnahmen. Die EZB befragt vier Mal im Jahr Ökonomen zu deren Wachstums- und Inflationsprognosen. Die Ergebnisse der Umfrage spielen bei den geldpolitischen Überlegungen der Währungshüter stets eine wichtige Rolle.

Für das nächste Jahr sind die Wachstumsprognosen der Ökonomen dagegen etwas optimistischer als zuletzt. Für 2022 gehen sie nun davon aus, dass die Wirtschaft im Währungsraum um 3,7 Prozent wachsen wird. Im Oktober hatten sie nur ein Plus von 2,6 Prozent vorhergesagt. Ihre langfristige Prognose für das Jahr 2025 geht von einem Wachstum von 1,4 Prozent aus.

Ihre Inflationserwartungen für das laufende und die nächsten Jahre änderten die Volkswirte nicht. Für 2021 erwarten sie einen Anstieg der Verbraucherpreise von 0,9 Prozent im Währungsgebiet, für 2022 von 1,3 Prozent. Längerfristig gehen sie für das Jahr 2025 von 1,7 Prozent Inflation aus. Die EZB peilt eine Teuerungsrate von knapp zwei Prozent als Idealwert für die Wirtschaft an, verfehlt diese Marke aber bereits seit Jahren. Zuletzt sanken die Verbraucherpreise sogar: Im Dezember lag die Inflation im Euro-Raum bei minus 0,3 Prozent. 

(Reuters)

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Zweite Corona-Welle belastet

Zweite Corona-Welle belastet Ifo-Geschäftsklima überraschend stark

(Ausführliche Fassung) - Die Unternehmensstimmung in Deutschland hat sich zu Beginn des Jahres vor dem Hintergrund der Verlängerung von Corona-Beschränkungen überraschend deutlich eingetrübt. Im Januar fiel das Ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigster Konjunkturindikator, im Monatsvergleich um 2,1 Punkte auf 90,1 Zähler, wie das Ifo-Institut am Montag in München mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur einen Rückgang auf 91,4 Punkte erwartet. Im Dezember hatte sich die Stimmung in den deutschen Unternehmen nach zwei Rückgängen in Folge noch verbessert.

25.01.2021 11:17

"Die zweite Corona-Welle hat die Erholung der deutschen Wirtschaft vorläufig beendet", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest das Ergebnis der Umfrage unter etwa 9000 Unternehmen. Sowohl die aktuelle Lage als auch die Aussichten für das nächste halbe Jahr wurden durch die befragten Unternehmen schlechter bewertet.

Im Bereich Dienstleistungen sei der Indikator für das Geschäftsklima "merklich" gesunken, erklärte das Institut. Der Sektor wird durch die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie besonders hart getroffen. Im Bereich Handel ist der entsprechende Indexwert geradezu abgestürzt, von plus 0,3 Punkten im Dezember auf minus 17,2 Zähler im Januar. "Die Stimmung verschlechterte sich, teilweise massiv, in nahezu allen Einzelhandelssparten", hiess es.

Aber auch im verarbeitenden Gewerbe, zuletzt eine Stütze der deutschen Wirtschaft in der zweiten Corona-Welle, ist der Indexwert nach acht Anstiegen in Folge wieder gesunken. Auch im bisher robusten Bauhauptgewerbe habe sich das Geschäftsklima verschlechtert.

"Bei den deutschen Unternehmen macht sich zu Beginn des Jahres Ernüchterung breit", sagte Michael Holstein, Chefvolkswirt der DZ Bank. Mittlerweile zeigen sich die Auswirkungen der strikteren Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie, kommentiert Carsten Brzeski, Chefvolkswirt Deutschland der Bank ING. Es werde deutlich, dass die deutsche Wirtschaft "sehr schwach" in das neue Jahr gestartet sei.

Für Uwe Burkert, Chefvolkswirt der Landesbank Baden-Württemberg, ist vor allem der Rückschlag bei den Geschäftserwartungen deutscher Unternehmen besorgniserregend: "Das kratzt an dem Szenario, dass mit den Impffortschritten bis Sommer bereits eine deutliche Entlastung zu spüren sein wird."

Nach Veröffentlichung der Ifo-Daten ist der Euro unter Druck geraten und fiel auf ein Tagestief von 1,2144 US-Dollar./jkr/bgf/jha/

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Aufträge am Bau bleiben im

Aufträge am Bau bleiben im November unter Vorjahr

Das deutsche Baugewerbe bekommt weiterhin etwas weniger neue Aufträge. Im November vergangenen Jahres lag der Auftragswert mit 6,9 Milliarden Euro 2,3 Prozent unter dem Vergleichsmonat aus dem Jahr 2019, wie das Statistische Bundesamt am Montag berichtete. Ohne die Preissteigerungen und kalendarische Effekte wären es sogar 5,9 Prozent weniger gewesen als ein Jahr zuvor.

25.01.2021 11:07

Damit setzt sich die verhaltene Entwicklung bei den Bauaufträgen fort. Zwar steigerte sich der bereinigte Auftragswert im Vergleich zum Oktober um 2,0 Prozent. In den betrachteten ersten elf Monaten des Jahres ist der um Preissteigerungen bereinigte Auftragswert aber um 2,9 Prozent gesunken.

Laut dem Zentralverband des Baugewerbes (ZDB) ist der Rückgang vor allem auf die im zweiten Corona-Lockdown stark gesunkenen Aufträge im Wirtschaftsbau zurückzuführen, während die Nachfrage für den Wohnungsbau weiterhin ungebrochen sei. Auch im zweiten Lockdown bemühten sich die Unternehmen, die Produktion hochzuhalten, was an den Umsatzsteigerungen zu erkennen sei. Der Verband zeigte sich zuversichtlich, die Umsatzzahlen auch im laufenden Jahr auf dem Niveau von 2020 halten zu können.

"Im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen ist unsere Branche bisher aber noch gut durch die Krise gekommen", bilanzierte auch der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dieter Babiel. Die Order-Einbrüche seien auch regional begrenzt auf Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Berlin, wo es im Vorjahr 2019 extreme Auftragsspitzen gegeben habe. Eine Nachfrageschwäche zeige der Strassenbau, bei dem Bund, Länder und Kommunen die eingeplanten Mittel auch vergeben müssten./ceb/DP/mis

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BIZ startet Euro-Fonds für

BIZ startet Euro-Fonds für 'grüne Anleihen' - EZB beteiligt sich

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) startet einen zweiten Fonds, der in "grüne" Wertpapiere mit umweltschonenden Zwecken investieren soll. Nach einem bereits bestehenden Fonds in US-Dollar soll der neue Fonds auf Euro lauten, teilte die BIZ am Montag in Basel mit. Die Europäische Zentralbank (EZB) gab bekannt, in den neuen Fonds investieren zu wollen.

25.01.2021 10:41

Die Bank der Notenbanken, wie die BIZ auch genannt wird, teilte mit, über die beiden Fonds werde zunächst ein Gesamtvolumen von etwa zwei Milliarden US-Dollar verwaltet. Es werde erwartet, dass das Volumen deutlich wachse. Die Fonds seien Bestandteil einer "grünen" Initiative der BIZ, die den Zentralbanken ermöglichen solle, umweltpolitische Belange in ihr Kapital- und Reservemanagement einfliessen zu lassen. Die BIZ verwaltet einen Teil dieser Reserven für die Zentralbanken.

Mit den beiden Fonds sollen umweltfreundliche Projekte wie erneuerbare Energien oder Energieeffizienz unterstützt werden. Die EZB teilte mit, eigene Mittel in den neuen BIZ-Fonds einbringen zu wollen. Damit trage die Notenbank zur Erreichung umweltpolitischer Ziele wie den EU-Klimazielen und zur Bekämpfung des Klimawandels bei. Die EZB hat nach eigenen Angaben derzeit "grüne" Anleihen mit einem Marktwert von 20,8 Milliarden Euro in ihren eigenen Büchern./bgf/jkr/jha/

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Acea: Deutlich weniger

Acea: Deutlich weniger Nutzfahrzeuge 2020 in der EU zugelassen

Die Corona-Lockdowns in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres haben zu einem massiven Rückgang bei den Nutzfahrzeug-Neuzulassungen auf dem europäischen Automarkt geführt. Trotz guter Ergebnisse im September und November seien die Zahlen 2020 in allen Märkten der EU mit Ausnahme von Dänemark um zweistellige Prozentwerte zurückgegangen, teilte der europäische Branchenverband Acea am Dienstag in Brüssel mit. Von den vier grössten Märkten sei Spanien auf Jahressicht mit gut einem Viertel Rückgang am stärksten betroffen gewesen, gefolgt von Frankreich, Italien und Deutschland.

26.01.2021 08:01

Insgesamt wurde im vergangenen Jahr mit 1,7 Millionen knapp ein Fünftel weniger Nutzfahrzeuge als im Jahr zuvor zugelassen. Im Dezember lag der Rückgang bei 4,2 Prozent auf 170 122 Fahrzeuge./ngu/he

(AWP)

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Kanzleramtschef:

Kanzleramtschef: 'Schuldenbremse in nächsten Jahren nicht einzuhalten'

Die Schuldenbremse kann nach Einschätzung von Kanzleramtschef Helge Braun in den kommenden Jahren nicht eingehalten werden - der CDU-Politiker plädiert für eine Grundgesetzänderung. "Um eine schnelle Erholung und einen verlässlichen Rahmen für Investitionen zu haben, ist es sinnvoll, die Sozialabgaben bis Ende 2023 zu stabilisieren und auch auf Steuererhöhungen zu verzichten", schreibt der CDU-Politiker in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" (Dienstag). Solch eine Entscheidung zur Erholung der Wirtschaft bedeute erhebliche Belastungen für den Bundeshaushalt. "Konkret: Die Schuldenbremse ist in den kommenden Jahren auch bei ansonsten strenger Ausgabendisziplin nicht einzuhalten."

26.01.2021 08:45

In Deutschland gilt derzeit, dass der Bund nur in geringem Masse neue Kredite aufnehmen darf, nämlich maximal 0,35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Diese Regel wurde wegen der Corona-Krise voriges Jahr ausser Kraft gesetzt.

Braun sprach sich mit Blick auf eine mögliche Abweichung von der Schuldenregel gegen "jährliche Einzelfallentscheidungen" aus. Es sei völlig unklar, wie lange die Pandemie ein begründender Umstand sein könne. "Deshalb ist es sinnvoll, eine Erholungsstrategie für die Wirtschaft in Deutschland mit einer Grundgesetzänderung zu verbinden, die begrenzt für die kommenden Jahre einen verlässlichen degressiven Korridor für die Neuverschuldung vorsieht und ein klares Datum für die Rückkehr zur Einhaltung der Schuldenregel vorschreibt."

FDP-Chef Christian Lindner widerspricht Braun scharf. "Die Position des Kanzleramtschefs hat den Charakter einer finanzpolitischen Kapitulation", sagte Lindner dem "Handelsblatt". Die CDU nähere sich bei der geplanten Haushalts- und Finanzpolitik "ganz gezielt der von den Grünen geforderten Schuldenpolitik an". Langfristig sei die Pandemie für die Staatsfinanzen "nicht ruinöser als die Ausweitung von Subventionen und die Vernachlässigung der Wettbewerbsfähigkeit seit 2013".

Der Kanzleramtschef betonte in dem Gastbeitrag, damit Deutschland an den wirtschaftlichen Erfolg der vergangenen Jahre anknüpfen könne, müssten die verlässlichen Rahmenbedingungen für die Unternehmen fortgeschrieben werden. "Dazu gehört der Verzicht auf Steuererhöhungen genauso wie die Begrenzung der Sozialversicherungsbeiträge bei höchstens 40 Prozent des Bruttolohns." Angesichts der "enorm hohen Belastungen der Sozialkassen in der Corona-Pandemie" sei das nicht einfach umzusetzen.

Jetzt sei der richtige Zeitpunkt für Politik und Tarifpartner, eine gemeinsame Strategie zu entwickeln, "wie Deutschland sich wirtschaftlich schnell und nachhaltig von dieser Krise erholen kann", schrieb Braun in dem Gastbeitrag. "Denn auch diese Krise wird Gewinner und Verlierer unter den Volkswirtschaften hervorbringen."/cco/DP/stk

(AWP)

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Ifo: Exporterwartungen

Ifo: Exporterwartungen verbessern sich zum Jahresbeginn

In der deutschen Exportwirtschaft hält zum Jahresbeginn vorsichtiger Optimismus Einzug. Die Stimmung unter den Unternehmen hat sich deutlich aufgehellt, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag meldete. Nach der Lockdown-Delle Ende vergangenen Jahres ist der Ifo-Index der Exporterwartungen wieder von 1,9 auf 6,0 Punkte gestiegen, den höchsten Wert seit Oktober. Das hat nach Einschätzung der Münchner Konjunkturforscher mehrere Ursachen: Klarheit beim Brexit und bei der US-Präsidentschaftswahl, eine robuste Industriekonjunktur und der weltweite Impfstart in der Corona-Pandemie.

26.01.2021 11:28

Der Index beruht auf der monatlichen Befragung von 2300 Industrieunternehmen. Auffällig: Die Stimmung in den Unternehmen ist nun augenscheinlich besser als im Januar 2020, bevor sich der Covid-19-Erreger weltweit verbreitete. Vor einem Jahr lag der Index bei minus 0,9. Die Pandemie spiegelte sich im Laufe des vergangenen Jahres in grossen Stimmungsschwankungen in den befragten Firmen wider: Bis April 2020 war der Index auf minus 48,5 Punkte abgestürzt, um sich bis September auf plus 9 zu erholen, bevor es im Herbst einen neuerlichen Dämpfer gab./cho/DP/jha

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Zuversicht im deutschen

Zuversicht im deutschen Maschinenbau gewachsen - Lage aber weiter schwierig

Trotz des aktuellen Corona-Lockdowns in vielen europäischen Ländern ist die Zuversicht der deutschen Maschinenbauer gewachsen. Etwa drei von vier Unternehmen rechnen in diesem Jahr mit einem Umsatzwachstum, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Branchenverbandes VDMA hervorgeht. Fortschritte werden vor allem auf den Absatzmärkten China und Nordamerika erwartet. Allerdings rechnet die Branche mit einem schwierigen ersten Quartal. Zudem baut jedes fünfte Unternehmen (22 Prozent) Personal ab oder plant dies in absehbarer Zeit. An der Befragung beteiligten sich 575 Maschinenbauer.

26.01.2021 11:28

Zwar seien die Umfrageergebnisse im Grossen und Ganzen erfreulicher als im September 2020, erläuterte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Im ersten Quartal müsse aber mit Rückschlägen gerechnet werden. "Grundsätzlich bleibt die Lage im Maschinenbau im laufenden Jahr äusserst labil und angespannt. Für eine Entwarnung ist es zu früh", appellierte Wiechers an die Adresse der Tarifpartner. Der Verband rechnet nach einem Produktionsminus von etwa 14 Prozent im vergangenen Jahr mit einem Plus von 4 Prozent für 2021. Das Produktionsniveau dürfte damit rund 10 Prozent unter dem ohnehin recht niedrigen Niveau des Jahres 2019 liegen.

Die Auftragslage der exportorientierten Schlüsselindustrie hat sich der Umfrage zufolge in den vergangenen Monaten verbessert. Aktuell berichten noch 14 Prozent der Unternehmen von gravierenden Einbussen. Im September 2020 lag der Wert doppelt so hoch. Reisebeschränkungen bleiben dagegen eine grosse Sorge. Demnach sehen sich 88 Prozent der Unternehmen dadurch beeinträchtigt. Auch die Lieferketten gerieten wieder unter Druck. 20 Prozent der Unternehmen berichteten von merklichen oder gravierenden Störungen (September 2020: 10 Prozent). Das Geschäftsjahr 2020 schlossen der Umfrage zufolge vier von fünf Unternehmen mit einem Umsatzrückgang ab./mar/DP/jha

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Deutscher Online-Handel will

Deutscher Online-Handel will 2021 die 100-Milliarden-Euro-Grenze überspringen

Der Online-Handel in Deutschland wird nach Einschätzung des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel (bevh) mit den verkauften Waren und Dienstleistungen in diesem Jahr erstmals die Grenze von 100 Milliarden Euro überspringen. Vor allem im Warenhandel erwarte die Branche nach dem kräftigen Wachstum im Corona-Jahr 2020 auch im laufenden Jahr ein Umsatzplus von 12,5 Prozent, sagte bevh-Präsident Gero Furchheim am Dienstag in Berlin.

26.01.2021 11:26

"Die Corona-Pandemie hat die Entwicklung des Handels hin zum E-Commerce deutlich beschleunigt", betonte Furchheim. Das Einkaufen im Internet sei inzwischen tief in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Fast jeder dritte Onlinekäufer sei im vergangenen Jahr älter als 60 Jahre gewesen, sagte er gestützt auf eine Verbraucherstudie des Verbandes, für die 2020 insgesamt 40 000 Personen befragt wurden.

Im vergangenen Jahr bescherten die Corona-Krise und die damit verbundene zeitweise Schliessung vieler Geschäfte in den Innenstädten dem Online-Handel einen kräftigen Sprung. Insgesamt stiegen die Umsätze der E-Commerce-Händler mit Waren um 14,6 Prozent auf 83,3 Milliarden Euro, wie der bevh berichtete. Mehr als jeder achte Euro, den die Haushalte in Deutschland für Waren ausgaben, sei damit in den Kassen der Online-Händler gelandet, betonte Furchheim. Besonders dynamisch entwickelte sich die Nachfrage bei Waren des täglichen Bedarfs wie Lebensmitteln oder Drogeriewaren, aber auch bei Medikamenten. Die Umsätze mit Dienstleistungen wie Reisebuchungen oder Ticketverkauf halbierten sich dagegen auf gut 9 Milliarden Euro.

Auch wenn in diesem Jahr die Corona-Pandemie überwunden werden sollte, geht der Branchenverband davon aus, dass der Online-Handel einen grossen Teil der Corona-bedingten zusätzlichen Nachfrage wird halten können. Schliesslich wollten drei von vier Kunden künftig der Umfrage zufolge genauso viel oder mehr online einkaufen./rea/DP/jha

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Italienischer

Italienischer Ministerpräsident Conte zurückgetreten

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte tritt nach Angaben aus Regierungskreisen wie erwartet zurück.

26.01.2021 10:10

Conte habe diesen Schritt am Dienstag in einer Kabinettssitzung bekanntgemacht, hiess es. Bereits am Montag hatte sich abgezeichnet, dass Conte damit die politische Krise des Landes inmitten der Corona-Pandemie lösen will. Der parteilose Jura-Professor kann nun darauf hoffen, von Staatspräsident Sergio Mattarella mit der Bildung einer neuen Regierung betraut zu werden. Die beiden wichtigsten Parteien der bisherigen Koalition, die populistische Fünf-Sterne-Bewegung und die Sozialdemokraten, hatten ihre Unterstützung dafür signalisiert.

Conte ist seit Juni 2018 an der Macht. Über seinen Rücktritt als Schritt hin zu einem neuen Mandat wird seit Tagen spekuliert. Nachdem der kleinere Partner Italia Viva die Koalition platzen liess, stellte Conte Anfang vergangener Woche die Vertrauensfrage. Zwar erhielt er im Abgeordnetenhaus die absolute Mehrheit, verfehlte sie jedoch im Senat. Dort hat er nur eine einfache Mehrheit. In der Kammer steht diese Woche ein Votum über den Jahresbericht zum Justizsystem an. Dies hätte das Aus für Conte bedeuten können. Mehrere Senatoren, die ihn vergangene Woche noch stützten, wollen dies bei dem anstehenden Votum nicht tun.

(Reuters)

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EU-Kommission genehmigt

EU-Kommission genehmigt Milliardenhilfe für Batterieproduktion

Die EU-Kommission hat ein zweites Mal Milliardenhilfen für eine Batterieproduktion in Europa genehmigt. Zwölf EU-Länder - darunter Deutschland - können nun bis zu 2,9 Milliarden bereitstellen, wie die Brüsseler Behörde am Dienstag mitteilte. Davon erhofft man sich etwa Fortschritte im Bereich Elektromobilität.

26.01.2021 15:07

Europa will mit dem Aufbau einer Batteriezellproduktion aufholen, bisher dominieren in dem Bereich asiatische Konzerne. Wegen des starken Zuwachses von Elektro-Autos werden Abhängigkeiten von Fernost befürchtet. Bereits im Dezember 2019 hatten die EU-Wettbewerbshüter grünes Licht für die milliardenschwere Förderung einer europäischen Batteriezellenfertigung gegeben.

Von der nun bekanntgegebenen Entscheidung zur Staatshilfe kann auch der US-Elektroautobauer Tesla in Brandenburg profitieren. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte am 10. Dezember das zweite europäische Grossprojekt zur Batteriezellfertigung bei der Europäischen Kommission eingereicht. Vergangene Woche hiess es, Tesla könne mit den Vorbereitungen für eine geplante Batteriefabrik nahe seiner Autofabrik in Grünheide bei Berlin beginnen./mjm/DP/stw

(AWP)

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Staatshilfen für Galeria

Staatshilfen für Galeria Karstadt Kaufhof möglich

Die Bundesregierung verhandelt mit dem angeschlagenen Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof über Staatshilfen. Wie die Deutsche Presse-Agentur von Insidern erfuhr, geht es um ein Darlehen bis zu einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag. Eine Entscheidung könnte am Mittwoch in einer Sitzung des Ausschusses des Wirtschaftsstabilisierungsfonds fallen. In diesem sitzen Vertreter von mehreren Bundesministerien.

26.01.2021 13:32

Zuvor hatte der "Spiegel" berichtet, Galeria Karstadt Kaufhof habe sich mit der Bundesregierung grundsätzlich auf einen Staatskredit in Höhe von bis zu mehreren Hundert Millionen Euro geeinigt, um das Unternehmen bis Ostern durchzufinanzieren. Der Deal sei aber noch nicht final bewilligt, die Details würden noch verhandelt.

Die Bundesregierung hatte den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) im März 2020 gegründet, um in der Corona-Krise grosse Unternehmen mit Garantien und Kapitalhilfen zu unterstützen und Arbeitsplätze zu erhalten. Vereinbart wurden bereits zum Beispiel ein milliardenschweres Rettungspaket für die Lufthansa sowie Hilfen für den Reisekonzern Tui .

Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) hatte erst Ende September vergangenen Jahres ein Insolvenzverfahren abgeschlossen. Es sollte dem letzten verbliebenen deutschen Warenhauskonzern eigentlich durch die Schliessung von mehr als 40 Filialen, den Abbau von rund 4000 Stellen und die Streichung von mehr zwei Milliarden Euro Schulden einen Neustart ermöglichen. Doch machte der zweite Lockdown wohl einen Strich durch die Rechnung.

Der Konzern selbst hält sich zwar bedeckt, was die aktuelle Situation angeht. Doch warnte der GKK-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Jürgen Ettl erst vor wenigen Tagen im Gespräch mit der "Lebensmittel Zeitung": "Aktuell zehren die Fixkosten die Reserven auf. Da lässt sich ganz einfach ausrechnen, wie lange wir einen Lockdown überstehen würden."/hoe/DP/jha

(AWP)

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IAB: Arbeitsmarkt im Lockdown

IAB: Arbeitsmarkt im Lockdown noch immer robust

Der deutsche Arbeitsmarkt erweist sich auch im seit Dezember geltenden Lockdown mit Schliessungen von Gastronomie und Einzelhandel als robust. Das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg stand im Januar mit 100,2 Punkten trotz eines Rückganges um 0,4 Punkte noch immer leicht im positiven Bereich.

27.01.2021 12:21

"Die Arbeitsagenturen erwarten, dass der Arbeitsmarkt insgesamt auch einem verlängerten Lockdown standhalten kann", sagte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen am Mittwoch. Die Corona-Eindämmungsmassnahmen seit November führten zu deutlich geringeren wirtschaftlichen Einbrüchen als im Frühjahr 2020.

"Mit der Perspektive der Impfungen vor Augen halten die Betriebe an ihren Beschäftigten fest", betonte Weber. Pandemiebedingt notwendige Entlassungen seien ohnehin oft schon im zweiten Quartal des vergangenen Jahres vorgenommen worden.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein Frühindikator und basiert auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen für die folgenden drei Monate. Das Barometer misst sowohl die Prognose zur Arbeitslosigkeit als auch zur Beschäftigung. Die Prognose zur Beschäftigung fällt derzeit leicht schwächer aus als die zur Arbeitslosigkeit./dm/DP/jha

(AWP)

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EZB-Rat Knot: Notenbank hat

EZB-Rat Knot: Notenbank hat Instrumente gegen Euro-Aufwertung falls nötig

Das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), Klaas Knot, hat mögliche Massnahmen der Notenbank gegen eine zu starke Aufwertung des Euro am Devisenmarkt ins Spiel gebracht. Die EZB verfüge über Instrumente gegen eine Euro-Aufwertung, falls dies benötigt werde, sagte Knot am Mittwoch in einem Interview mit Bloomberg TV. In den vergangenen Wochen und Monaten habe der Euro etwas an Stärke gewonnen, sagte der Chef der Notenbank der Niederlande. Dies müsse von der EZB "sehr, sehr sorgfältig" beobachtet werden.

27.01.2021 12:12

In den vergangenen Monaten hatten einzelne Vertreter der EZB mehrfach auf die Entwicklung der Wechselkurse verwiesen, darunter EZB-Chefvolkswirt Philip Lane. Zuletzt hatten unter anderem die Notenbankpräsidentin Christine Lagarde mehrfach betont, dass die EZB die Entwicklung der Wechselkurse aufmerksam verfolge.

Der Kurs des Euro geriet nach den Äusserungen von Knot unter Druck. Am Vormittag fiel die Gemeinschaftswährung auf ein Tagestief bei 1,2120 US-Dollar./jkr/jha/

(AWP)

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Reichweite von Zeitschriften

Reichweite von Zeitschriften trotz Corona-Effekten rückläufig

Trotz einer gestiegenen Nachfrage im Corona-Frühjahr 2020 ist die Reichweite von gedruckten Zeitschriften und Wochenzeitungen samt E-Papern in Deutschland rückläufig. Nach der am Mittwoch in Frankfurt am Main veröffentlichten Erhebung der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (Agma) nutzen 54,9 Millionen Leser ab 14 Jahren Magazine und Wochenzeitungen. Das entspreche einem Anteil von 77,7 Prozent der Altersgruppe. Auf Zeitschriftentitel entfallen 53,2 Millionen Leser (75,3 Prozent). Das reichweitenstärkste Segment bleiben die TV-Programmzeitschriften.

27.01.2021 11:51

Im Juli 2020 hatte die Arbeitsgemeinschaft, die ein Zusammenschluss von Unternehmen aus der Medien- und Werbewirtschaft ist, noch einen Gesamtanteil von 80,1 Prozent für Magazine und Wochenzeitungen ausgewiesen, das entsprach 56,6 Millionen Lesern ab 14 Jahren (Zeitschriften: 54,8 Millionen, 77,6 Prozent). Bei den Berechnungen sind allerdings Schwankungen möglich, weil manche Zeitschriftentitel hinzukommen und andere verschwinden.

Die neuen Zahlen spiegeln den Angaben zufolge Befragungen in zwei Wellen von September 2019 bis August 2020 wider - das heisst, hier spielen bereits Corona-Effekte mit hinein. Laut Agma wurde mehr Nachfrage im März und April 2020 verzeichnet - über das Jahr gerechnet habe sich dieser Effekt aber nicht in den Gesamtzahlen ausgewirkt.

Die Zahlen bilden nicht das Leserinteresse auf Webseiten der Zeitschriften- und Zeitungsmarken ab - es geht um die Sicht auf gedruckte Presseprodukte und E-Paper. Zeitschriften- und Zeitungsverlage hatten im Corona-Jahr 2020 ein gesteigertes Interesse an ihren digitalen Angeboten verzeichnet.

Die Medien- und Werbewirtschaft veröffentlicht die Reichweiten der Zeitschriften und Wochenzeitungen zweimal im Jahr. Für die aktuellen repräsentativen Erhebungen befragte die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse 40 185 Personen ab 14 Jahre in Deutschland. In die Betrachtung flossen 154 Pressetitel ein./rin/DP/mis

(AWP)

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EZB-Aufseher warnen Banken

EZB-Aufseher warnen Banken vor steigenden Kreditrisiken

(Ausführliche Fassung) - Die EZB-Bankenaufsicht mahnt die Branche zur Vorsorge für eine mögliche Welle an Kreditausfällen als Folge der Corona-Krise. "Die Banken müssen sich ... auf einen Anstieg notleidender Kredite einstellen und zumindest die Klippeneffekte abmildern, die aufgrund der zeitlichen Begrenzung der Stützungsprogramme eintreten können", teilten die Aufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt mit. Das Kreditrisiko sei "als eine der grössten Herausforderungen zu betrachten, mit denen der Bankensektor und die Aufsichtsbehörden in den kommenden Monaten konfrontiert sein werden".

28.01.2021 11:15

Zwar seien die Banken deutlich solider in die aktuelle Krise gegangen als noch zu Zeiten der Finanzkrise 2008/2009, stellten die Aufseher fest: "Anfang 2020 waren die Banken im Euroraum wesentlich besser mit Kapital ausgestattet und deutlich besser gegen einen Konjunktureinbruch gewappnet als in der weltweiten Finanzkrise."

Dennoch sei "immer noch Wachsamkeit geboten". Herausforderungen bestünden "in mehreren kritischen Bereichen", im Zentrum stehe dabei das Risiko einer plötzlichen Zunahme von Krediten, die nicht mehr bedient werden (Non-performing loans/NPL). In manchen Anlageklassen bestehe zudem das Risiko von Preiskorrekturen, etwa an den Immobilienmärkten: "Die Wohnimmobilienmärkte im Euroraum haben sich bislang zwar gut behauptet, die Preise für Wohnimmobilien sind aber weiter gestiegen, obwohl es Anzeichen für eine Überbewertung gibt."

Die EZB-Bankaufsicht bewertet in einem sogenannte "SREP"-Prozess ("Supervisory Review and Evaluation Process") regelmässig unter anderem die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells und die Angemessenheit des Risikomanagements von Banken. Im Ergebnis legen die Behörden individuelle Kapitalzuschläge für Banken fest und bestimmen unter anderem, wie viel Geld die Institute als Dividende an ihre Anteilseigner ausschütten dürfen.

Angesichts des angespannten wirtschaftlichen Umfeldes in Folge der anhaltenden Pandemie hat die EZB die Banken im Euroraum bereits aufgefordert, möglichst noch bis Ende September 2021 keine Dividenden auszuschütten und auf Aktienrückkäufe zu verzichten. Auch bei Bonuszahlungen mahnen die Aufseher zu grösstmöglicher Zurückhaltung.

Insgesamt blieben die SREP-Kapitalanforderungen und -Empfehlungen im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Sie lagen im Durchschnitt bei rund 14 Prozent. 9 von 112 geprüften Instituten lagen den Angaben zufolge mit ihrer Kapitalausstattung unterhalb der Anforderungen von vor der Corona-Krise. Um die Banken in der Pandemie zu entlasten, hatten die EZB-Bankenaufseher Geldhäusern im Euroraum erlaubt, zeitlich begrenzt die sonst gültigen Vorgaben für Kapital- und Liquiditätspuffer zu unterschreiten.

"Zu Beginn des Jahres 2021 steht allen von uns beaufsichtigten Banken ausreichend Spielraum für die Verlustabsorption zur Verfügung", sagte der Chef der EZB-Bankenaufsicht, Andrea Enria. "Seit dem dritten Quartal 2020 sind die von uns beaufsichtigten Banken gut kapitalisiert." Die EZB beaufsichtigt seit November 2014 die grössten Banken und Bankengruppen im Euroraum direkt, derzeit sind dies 115 Institute, die für fast 82 Prozent des Marktes im Währungsraum der 19 Länder stehen.

Die Profitabilität dieser Institute werde sich allerdings im laufenden Jahr "nur leicht verbessern und sich bei düsteren Gewinnaussichten weiterhin auf niedrigem Niveau bewegen", fasste Enria zusammen. Die EZB-Bankenaufsicht erwartet weitere Kostensenkungen - auch auf Basis der Erfahrungen mit digitalen Techniken und geringerer Nutzung von Filialen in der Pandemie./ben/DP/jkr

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Wirtschaftsstimmung in

Wirtschaftsstimmung in Eurozone trübt sich ein

Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich zu Jahresbeginn eingetrübt. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) fiel von Dezember auf Januar um 0,9 Punkte auf 91,5 Zähler, wie die Europäische Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem stärkeren Rückgang auf 89,6 Punkte gerechnet. In der EU gab der Indikator ebenfalls nach.

28.01.2021 11:13

In den einzelnen Wirtschaftsbereichen und den Mitgliedsländern fiel die Entwicklung uneinheitlich aus. Schlechter war die Stimmung im Einzelhandel, im Dienstleistungssektor und unter Verbrauchern. Dies dürfte eine Folge der neuen Corona-Beschränkungen sein. Besser war die Stimmung hingegen in der Industrie, die deutlich weniger von den Einschränkungen betroffen ist. Am Bau veränderte sich die Stimmung nur wenig.

Unter den grossen Euroländern besserte sich die Stimmung in Italien, Spanien und den Niederlanden. In Deutschland und Frankreich war sie hingegen schlechter./bgf/jkr/jha/

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Italiens Industrie und

Italiens Industrie und Konsumenten zum Jahresauftakt pessimistischer

Die Stimmung der italienischen Industrieunternehmen und der Verbraucher hat sich zu Beginn des Jahres eingetrübt. Der Indexwert für die Unternehmensstimmung im verarbeitenden Gewerbe fiel im Januar zum Vormonat um 0,9 Punkte auf 95,1 Zähler, wie das Statistikamt Istat am Donnerstag in Rom mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 95,8 Punkten gerechnet. Belastet wurde der Indikator durch eine schwächere Einschätzung der Auftragseingänge.

28.01.2021 10:40

Die Verbraucherstimmung trübte sich im Januar ebenfalls ein. Hier fiel der Indexwert um 0,4 Punkte auf 100,7 Zähler. Experten hatten einen etwas stärkeren Rückgang auf 100,1 Punkten erwartet./jkr/bgf/jha/

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Frankreichs Wirtschaft leidet

Frankreichs Wirtschaft leidet erneut unter der Corona-Krise

Die französische Wirtschaft hat im Zuge der zweiten Welle in der Corona-Krise erneut den Rückwärtsgang eingelegt. Nach einer starken Erholung in den Sommermonaten ist die zweitgrösste Volkswirtschaft der Eurozone Ende 2020 wieder geschrumpft. Im vierten Quartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Quartalsvergleich um 1,3 Prozent gesunken, teilte das Statistikamt Insee am Freitag in Paris nach einer ersten Schätzung mit. Im dritten Quartal konnte sich die französische Wirtschaftsleistung noch stark vom Corona-Einbruch im Frühjahr erholen und war um revidiert 18,5 Prozent (zuvor 18,7) gestiegen.

29.01.2021 07:53

Analysten hatten für das Jahresende 2020 mit einer noch deutlich schwächeren Entwicklung gerechnet. Sie hatten für die Monate Oktober bis Dezember im Schnitt einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 4,0 Prozent erwartet.

Mit dem erneuten Rückschlag ist die französische Wirtschaft bei der Aufholjagd vom Corona-Einbruch im vergangenen Frühjahr ein Stück weit zurückgefallen. Der Abstand zum Vorkrisenniveau ist grösser geworden. Im Jahresvergleich sank die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal um 5,0 Prozent, nachdem der Rückgang im dritten Quartal nur 3,9 Prozent betragen hatte./jkr/jha/

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Deutschland: Rückgang der

Deutschland: Rückgang der Einfuhrpreise schwächt sich weiter ab

Der Preisrückgang von nach Deutschland importierten Gütern hat sich Ende des vergangenen Jahren weiter abgeschwächt. Im Dezember seien die Einfuhrpreise im Jahresvergleich um 3,4 Prozent gesunken, wie das Statistischen Bundesamt am Freitag mitteilte. Damit hat sich der Rückgang die Jahresrate den dritten Monat in Folge abgeschwächt. Volkswirte hatten für Dezember mit einem Preisrückgang im Jahresvergleich um 3,2 Prozent gerechnet.

29.01.2021 08:15

Im Monatsvergleich meldete das Bundesamt einen Anstieg der Einfuhrpreise im Dezember um 0,6 Prozent. In dieser Betrachtung waren Volkswirte von einem Zuwachs um 0,9 Prozent ausgegangen.

Starken Einfluss auf die Entwicklung haben weiterhin die Energiepreise. Diese lagen im Dezember 23,9 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Besonders deutlich sanken erneut die Rohölpreise. Ohne Energie wären die Einfuhrpreise um lediglich 0,7 Prozent zum Vorjahresmonat gesunken./jkr/fba

(AWP)

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