Schuldenkrise Europa

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Deutsche Wirtschaft trotzt

Deutsche Wirtschaft trotzt zweitem Lockdown mit Miniwachstum

(Neu: Einschätzung von Ökonomen.) - Die deutsche Wirtschaft ist bislang mit einem blauen Auge durch den zweiten Corona-Lockdown gekommen. Die erneuten Beschränkungen des öffentlichen Lebens bremsten zwar die Konjunkturerholung zum Jahresende 2020, die zunächst befürchtete deutliche Eintrübung blieb aber aus. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im vierten Quartal minimal um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Freitag anhand vorläufiger Daten mitteilte. Tiefere Spuren dürfte der Lockdown Ökonomen zufolge allerdings in den ersten drei Monaten dieses Jahres hinterlassen.

29.01.2021 12:31

Besonders betroffen von den Beschränkungen des öffentlichen Lebens war nach Angaben der Wiesbadener Behörde zum Jahresende der private Konsum. Die Warenexporte und die Bauinvestitionen stützten die Konjunktur hingegen. Im Vorjahresvergleich schrumpfte die Wirtschaftsleistung preisbereinigt um 2,9 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2020 bestätigte die Wiesbadener Behörde einen Rückgang des BIP um 5,0 Prozent. Einen stärkeren Einbruch hatte es nur während der globalen Finanzkrise 2009 gegeben, als die Wirtschaftsleistung um 5,7 Prozent sank.

Das leichte Plus beim Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal zeige, "dass die deutsche Wirtschaft zunehmend gelernt hat, mit den Kontaktbeschränkungen umzugehen", erläuterte Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung. Vor allem die Industrie erhole sich derzeit robust. Im ersten Lockdown im Frühjahr war die Wirtschaftsaktivität noch abgestürzt.

Nach Einschätzung von DZ Bank-Chefvolkswirt Michael Holstein stützte vor allem das Wachstum der weltweiten Industrie und des globalen Handels die deutsche Konjunktur. "Das ist im Industrie- und Exportland Deutschland besonders wichtig."

Zwar sagen etliche Ökonomen Europas grösster Volkswirtschaft nach der tiefen Rezession 2020 in diesem Jahr eine Erholung voraus. Die Wirtschaft dürfte angesichts der zunächst bis Mitte Februar verlängerten Beschränkungen aber weniger stark wachsen als erhofft. Die Bundesregierung schraubte ihre Konjunkturprognose zuletzt deutlich herunter und rechnet nun in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum um 3,0 Prozent. In seiner Ende Oktober vorgelegten Herbstprognose hatte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) noch einen Anstieg um 4,4 Prozent erwartet.

"Die deutsche Wirtschaft ist mit einem blauen Auge davon gekommen", analysierte ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski mit Blick auf die letzten drei Monate 2020. Angesichts des aktuellen Lockdowns und der Impfsituation sei es allerdings schwer vorstellbar, dass die gleiche Zauberkunst im laufenden Quartal gelinge.

Viele Ökonomen gehen davon aus, dass die Wirtschaftsleistung im Zeitraum Januar bis März 2021 schrumpft. "Auch wenn die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal dem Lockdown getrotzt hat, rechnen wir für das erste Quartal weiter mit einem Minus", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Der Lockdown betreffe seit Mitte Dezember auch den Einzelhandel. Nach Einschätzung von Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank Gruppe, verspricht das laufende Jahr zwar Besserung, "doch zunächst bleibt es schwierig".

Das zeigt sich auch an der Stimmung in den Unternehmen in Deutschland, die sich zu Beginn des Jahres deutlich eintrübte. Im Januar war das Ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigster Konjunkturindikator, im Monatsvergleich um 2,1 Punkte auf 90,1 Zähler gefallen.

Zudem brach die Konsumlaune der Verbraucher ein, wie aus der jüngsten Konsumklimastudie der GfK für Februar hervorgeht. "Die Schliessung von Gastronomie und weiten Teilen des Handels Mitte Dezember 2020 hat die Konsumneigung ähnlich hart getroffen wie beim ersten Lockdown im Frühjahr des vergangenen Jahres", erläuterte GfK-Experte Rolf Bürkl. Damals war das Konsumklima auf einen Tiefpunkt gesunken. Der Privatkonsum ist eine wichtige Stütze der deutschen Konjunktur./mar/DP/jkr

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Deutscher Staat nimmt 2020

Deutscher Staat nimmt 2020 deutlich weniger Steuern ein

Der deutsche Staat hat im vergangenen Jahr infolge der Corona-Krise deutlich weniger Steuern eingenommen. Das Steueraufkommen von Bund, Ländern und Gemeinden - ohne Gemeindesteuern - sank im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 Prozent auf rund 682 Milliarden Euro. Das geht aus dem am Montag vorgelegen neuen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervor. Das Minus fiel weniger stark aus als bei der Steuerschätzung vorhergesagt.

29.01.2021 10:49

So hätten sich die Steuereinnahmen im Dezember deutlich besser als erwartet entwickelt, hiess es. Im Dezember lag das Minus im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 2,1 Prozent. Im Gesamtjahr brach besonders deutlich die Luftverkehrsteuer ein, und zwar um 75 Prozent. Bei der Umsatzsteuer gab es einen Rückgang von 9,8 Prozent, bei der Körperschaftsteuer von 24,2 Prozent.

Hintergrund der Rückgänge bei den Steuereinnahmen: Im Kampf gegen das Coronavirus hatte es im Frühjahr und am November einen Lockdown gegeben mit der Schliessung vieler Geschäfte. Die Umsätze und Gewinne vieler Firmen brachen ein. Der Staat beschloss milliardenschwere Hilfen sowie Entlastungen für Unternehmen.

Der Bund nahm immense Schulden auf und setzte die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse ausser Kraft. Vor kurzem hatte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) eine Debatte in Gang gesetzt, wie es mit der Schuldenbremse weitergehen soll. Sie erlaubt nur in ganz geringem Masse neue Kredite. Die Coronakrise allerdings hält an./hoe/DP/jha

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Eurozone: Geldmenge wächst

Eurozone: Geldmenge wächst immer stärker

Das Geldmengenwachstum in der Eurozone hat sich im Dezember weiter beschleunigt. Zum Vormonat legte die breit gefasste Geldmenge M3 um 12,3 Prozent zu, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag in Frankfurt mitteilte. Das ist das stärkste Wachstum seit November 2007. Im Vormonat hatte das Wachstum 11,0 Prozent betragen. Analysten hatten im Schnitt mit einem Wachstum in dieser Grössenordnung auch für Dezember gerechnet.

29.01.2021 10:36

Das Wachstum der enger gefassten Geldmenge M1 betrug 15,6 Prozent, nach 14,5 Prozent im November. Fachleute führen das starke Geldmengenwachstum vor allem auf die Krisenpolitik der EZB zurück. Zur Bekämpfung der Corona-Folgen kauft sie in hohem Ausmass Wertpapiere wie Staatsanleihen. Zudem versorgt sie die Euroraum-Banken mit extrem günstigen Langfristkrediten.

Die Kreditvergabe der Geschäftsbanken an die privaten Haushalte wuchs im Dezember um 3,1 Prozent. Das Wachstum der Kreditvergabe an Unternehmen legte um 7,0 Prozent zu./bgf/jkr/jha/

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Zahl der Arbeitslosen steigt

Zahl der Arbeitslosen steigt im Januar auf 2,901 Millionen

(Ausführliche Fassung) - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Januar saisonüblich um 193 000 auf 2,901 Millionen gestiegen. Die Arbeitslosenquote stieg damit im Januar um 0,4 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Freitag in Nürnberg mit. Der Januar-Anstieg fiel damit in diesem Jahr sogar noch etwas geringer aus als im Vorjahr. Von Dezember 2019 auf Januar 2020 war die Zahl der Arbeitslosen um 198 000 gestiegen.

29.01.2021 10:04

Erstmals sind damit in einer Arbeitsmarktstatistik die Auswirkungen des aktuellen coronabedingten Lockdowns berücksichtigt. Für ihre Statistik hat die Arbeitsagentur Datenmaterial bis zum 13. Januar erfasst.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Arbeitslosigkeit allerdings deutlich. Im Januar 2021 waren 475 000 Menschen mehr arbeitslos als noch im Januar 2020, wie die Bundesagentur weiter mitteilte. "Der Arbeitsmarkt zeigte sich im Januar alles in allem in einer robusten Verfassung. Die Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hinterlassen aber Spuren", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Detlef Scheele.

In der Zeit vom 1. bis zum 25. Januar haben den Angaben zufolge 78 000 Betriebe für 745 000 Personen Kurzarbeit angemeldet - dies entspricht aber nicht der tatsächlichen Zahl der Kurzarbeiter, diese kann erst nach entsprechender Abrechnung mit mehrwöchiger Verzögerung akkurat angegeben werden. Die jüngsten validen Zahlen zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit stammen aus dem November. In diesem Monat hat die Bundesagentur für 2,26 Millionen Menschen Kurzarbeitergeld bezahlt. Der Höhepunkt der Kurzarbeiterwelle war im April 2020, als knapp sechs Millionen Menschen in Kurzarbeit waren./dm/DP/jha

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Deutscher Mittelstand bei

Deutscher Mittelstand bei Investitionen so vorsichtig wie lange nicht

Deutschlands Mittelstand bleibt angesichts der unklaren weiteren Folgen der Corona-Pandemie laut einer Studie vorsichtig bei Investitionen und neuen Jobs. Zwar sei die Stimmung immer noch überwiegend positiv und die finanzielle Lage vieler Unternehmen gut, resümiert das Beratungsunternehmen EY in seinem "Mittelstandsbarometer 2021", das am Montag veröffentlicht wurde. Die Investitionen oder die Zahl der Beschäftigten erhöhen wollten aber so wenige Firmen wie seit Jahren nicht. Und je nach Branche würden die Aussichten auch sehr unterschiedlich eingeschätzt.

01.02.2021 06:32

"Insgesamt zeigt sich der deutsche Mittelstand auch in Krisenzeiten gut aufgestellt", sagte EY-Deutschlandchef Hubert Barth. Viele profitierten nun davon, sich schon vor Ausbruch der Krise dem Wandel gestellt und etwa die Digitalisierung vorangetrieben zu haben.

89 Prozent der befragten Mittelständler bewerten ihre Lage aktuell als gut oder eher gut. Das sind nur drei Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr. Während aber etwa in der Chemie- und Pharmaindustrie nahezu drei Viertel der Unternehmen ihre Lage so einschätzen, ist es in der Autoindustrie nicht einmal jedes dritte. Dort sind auch die Erwartungen für die kommenden sechs Monate am pessimistischsten. Im Mittelstand insgesamt dagegen ist der Ausblick sogar positiver als in den meisten Vorjahren. Die Daten wurden allerdings im November und Dezember erhoben, also überwiegend vor dem noch immer bestehenden Lockdown.

57 Prozent gaben laut EY an, bis dahin ohne staatliche Unterstützung ausgekommen zu sein. Der Rest griff auf eines oder mehrere Angebote zurück, die meisten - 38 Prozent - auf das Kurzarbeitergeld. Auch hier war die Autoindustrie am häufigsten betroffen. Fast jedes vierte Unternehmen aus der Branche schätzt die Lage derzeit kritisch ein. Über alle Branchen hinweg ist es nur etwa jedes 14..

Generelle Zurückhaltung herrscht bei den Ausgaben. Nur 16 Prozent wollen in den kommenden Monaten ihre Investitionen steigern. Das ist der niedrigste Wert seit 2007. Die grosse Mehrheit (78 Prozent) will sie aber immerhin stabil halten. Ebenfalls 16 Prozent wollen die Zahl ihrer Beschäftigten erhöhen - so wenige wie seit 2010 nicht mehr.

Das sei angesichts der unklaren Aussichten verständlich", sagte EY-Mittelstandsexperte Michael Marbler. Zugleich berge es aber die Gefahr, dass Innovationen ausblieben und damit mittelfristig die Wettbewerbsfähigkeit leide. "Auch die Zurückhaltung bei Neueinstellungen kann den Unternehmen schnell auf die Füsse fallen", sagte Marbler. Mehr als die Hälfte beklage nach wie vor den Fachkräftemangel als grösstes Problem für die eigene Entwicklung. "Daran ändert auch Corona nichts."/eni/DP/zb

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EZB-Direktorin Schnabel: «Es

EZB-Direktorin Schnabel: «Es wird natürlich ein positives Wachstum in diesem Jahr geben»

Europas Währungshüter erwarten trotz der zuletzt verschärften Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus 2021 ein Wachstumsjahr für die Wirtschaft.

31.01.2021 17:29

"Ja, es wird natürlich ein positives Wachstum in diesem Jahr geben", bekräftigte EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem Deutschlandfunk. "Wir sehen das Wachstum für den Euroraum bei knapp vier Prozent für das laufende Jahr. Aber trotzdem werden wir selbst am Ende dieses Jahres das Niveau des Bruttoinlandsproduktes der Vorkrisenzeit noch nicht erreicht haben", sagte die Volkswirtin. Vieles hänge vom Verlauf der Impfungen gegen das Coronavirus ab.

Die Ausbreitung der Pandemie hatte die Wirtschaft im vergangenen Jahr ausgebremst und einen historischen Konjunktureinbruch nach sich gezogen. Notenbanken wie die Europäische Zentralbank (EZB), ausserdem die Europäische Union sowie die einzelnen Nationalstaaten stemmen sich mit Milliardenhilfen gegen die Corona-Krise.

Angesichts immens gewachsener öffentlicher Schuldenberge sei es "natürlich entscheidend, dass es den Ländern gelingt, auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zurückzukehren", sagte Schnabel. "Wenn die Länder nach der Pandemie wieder kräftig wachsen, dann ist die höhere Verschuldung auch kein Problem."

Bei den verabredeten EU-Hilfen forderte Schnabel Tempo: "Jetzt heisst es erst einmal, dieses ja durchaus grosse Programm tatsächlich auch rasch zu implementieren und umzusetzen." Die EU-Staaten hatten im Juli ein 750 Milliarden Euro schweres Programm zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise verabredet. Nun müssen die Regierungen detaillierte Pläne vorlegen, wie sie ihren Anteil ausgeben wollen. Das Geld soll der Wirtschaft wieder auf die Beine helfen, zugleich aber auch Klimaschutz und Digitalisierung voranbringen. "Natürlich muss man sich ein bisschen beeilen, so dass dann diese europäischen Mittel auch wirklich bald verfügbar werden und genutzt werden können", betonte Schnabel.

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Deutschland: Umsatzeinbruch

Deutschland: Umsatzeinbruch im Einzelhandel

In Deutschland ist der Umsatz im Einzelhandel Ende des vergangenen Jahres wegen verschärfter Beschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie eingebrochen. Im Monatsvergleich seien die Umsätze im Dezember real um 9,6 Prozent gefallen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Analysten wurden vom Ausmass des Rückschlags überrascht. Sie hatten im Schnitt nur einen Rückgang um 2,0 Prozent erwartet.

01.02.2021 08:42

Zum Vorjahresmonat erhöhten sich die Umsätze um real 1,5 Prozent. Allerdings zeigte sich in dieser Betrachtung eine deutliche Abschwächung der Umsatzentwicklung. Im November waren die Erlöse noch um 5,0 Prozent im Jahresvergleich gestiegen und im Oktober um 8,9 Prozent.

Im Dezember lag das Umsatzniveau um 2,6 Prozent niedriger als im Februar 2020, also dem Monat bevor die Regierungen mit harten Einschränkungen den Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgenommen hatten.

Die verschiedenen Branchen des Einzelhandels haben sich im Dezember sehr unterschiedlich entwickelt, je nachdem, ob und wie stark sie von Einschränkungen betroffen waren. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Dezember laut Bundesamt real 6,3 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor. Der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren sowie der Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser) brach hingegen real um fast 40 Prozent ein./jkr/jha/

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Eurozone: Arbeitslosenquote

Eurozone: Arbeitslosenquote verharrt auf 8,3 Prozent

In der Eurozone hat sich die Arbeitslosigkeit Ende des vergangenen Jahres nicht verändert. Die Arbeitslosenquote verharrte im Dezember auf 8,3 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Montag in Luxemburg mitteilte. Gegenüber dem Vorjahresmonat lag die Quote jedoch 0,9 Prozentpunkte höher. Ausschlaggebend dafür sind die Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, die die Wirtschaft hart getroffen haben.

01.02.2021 11:24

Insgesamt halten sich die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt in Grenzen. In der Corona-Krise war die Arbeitslosenquote in der Spitze bis auf 8,7 Prozent im Juli gestiegen. Zum Vergleich: In der Euro-Schuldenkrise war die Quote zeitweise über die Marke von 12 Prozent geklettert.

Gedämpft werden die Corona-Auswirkungen vor allem durch staatliche Unterstützungsprogramme. In Deutschland wurde der Anstieg der Arbeitslosigkeit beispielsweise durch grosszügige und langfristige Regelungen zur Kurzarbeit begrenzt. Eurostat schätzt, dass in der Eurozone im Dezember 13,67 Millionen Personen arbeitslos waren. In der Europäischen Union waren es demnach 16 Millionen./jkr/jsl/jha/

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Eurozone: Industriestimmung

Eurozone: Industriestimmung trübt sich ein

Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im Januar angesichts verschärfter Corona-Beschränkungen eingetrübt. Der vom Marktforschungsinstitut IHS Markit erhobene Einkaufsmanagerindex für die Industrie fiel im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Punkte auf 54,8 Punkte, wie das Institut am Montag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Schätzung waren 54,7 Punkten ermittelt worden. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer Bestätigung der Erstschätzung gerechnet.

01.02.2021 10:32

"Die Eurozone-Industrieproduktion wurde im Januar wieder kräftig ausgeweitet, allerdings mit der niedrigsten Rate seit Beginn des Aufschwungs", erklärte Chris Williamson, Chefvolkswirt von Markt. "So machten die neuen Lockdown-Beschränkungen und die aktuellen Lieferengpässe den Unternehmen in der gesamten Region schwer zu schaffen."

Mit einem Wert von deutlich über 50 Punkten deutet der Indikator auf ein anhaltendes Wachstum hin. Die Industrie steht deutlich robuster da als der Dienstleistungssektor, der durch die Beschränkungen in der Corona-Krise besonders stark belastet wird./jsl/jkr/jha/

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Europäer sparen durch wenig

Europäer sparen durch wenig Konsum - Geplatzte Reisen und Kinobesuche

Wegen geplatzter Reisen und geschlossener Geschäfte in der Corona-Pandemie haben Menschen in Europa während der Krise so viel Geld wie noch nie auf die hohe Kante gelegt. Wissenschaftler sehen die Gründe vor allem in den fehlenden Möglichkeiten, das Geld während des Lockdowns auszugeben, wie aus einer Analyse des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hervorgeht. Konkrete Zahlen zu den Ersparnissen der Verbraucher im ersten Lockdown gebe es noch nicht, sagte eine Sprecherin des IWH am Montag.

01.02.2021 13:25

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass ausgefallene Reisen, geschlossene Restaurants, Kinos und Geschäfte die Sparquoten der Verbraucher in die Höhe treiben. Die Angst vor dem Jobverlust oder die Sorge vor einer Corona-Infektion beeinflussten die Sparer laut Analyse weniger. Die Angst der Verbraucher vor Steuererhöhungen nach einem historischen Anstieg der Staatsschulden sei gering.

In Deutschland war die Sparquote nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2020 auf das Rekordhoch von 16,3 Prozent geklettert nach 10,9 Prozent im Jahr 2019. Von 100 Euro verfügbarem Einkommen legten die Haushalte somit im Schnitt gut 16 Euro auf die hohe Kante. Vor diesem Hintergrund rechnen Ökonomen allenthalben damit, dass der private Konsum nach Ende des Lockdowns kräftig anzieht. Die Verbraucher und ihre Konsumausgaben tragen in Deutschland mehr als 51 Prozent der Wirtschaftsleistung, leisten also einen bedeutenden Beitrag zur Konjunktur. Im vergangenen Jahr war die Wirtschaftsleistung Deutschlands um 5,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen - tiefer war die Rezession nur während der globalen Finanzkrise 2009, als die Wirtschaft um 5,7 Prozent schrumpfte.

In ihrer Stichproben-Analyse haben die WissenschaftlerAngaben alle Länder des Euroraums mit mehr als einer Million Einwohner einbezogen. Der beobachtete Zeitraum erstreckte sich von Januar 2019 bis August 2020 und damit auf den ersten Lockdown./pb/DP/jha

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Corona treibt Deutschlands

Corona treibt Deutschlands Bierabsatz in Keller - Kleine Brauer schlagen Alarm

(Ausführliche Fassung) - Die Corona-Krise setzt den Brauereien in Deutschland heftig zu. Im vergangenen Jahr sank ihr Bier-Absatz wegen der Feierverbote und der monatelang geschlossenen Gastronomie auf den historisch niedrigen Wert von 8,7 Milliarden Liter, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden berichtete. Doch der mengenmässige Rückgang um 5,5 Prozent zum Vorjahr zeige die dramatische Lage nur sehr unzureichend, klagt der Brauerbund. Vor allem kleinere Betriebe müssen längst ums Überleben kämpfen, während wenige grosse Brauereien von dem gestiegenen Flaschenbierverkauf im Einzelhandel profitierten.

01.02.2021 13:16

Die grosse Pleitewelle ist noch ausgeblieben, sagt Holger Eichele, Präsident des Deutschen Brauerbundes. Er ist normalerweise stolz auf die vielfältige Brautradition im Land. Mehr als 1400 Unternehmen hat der Verband bundesweit gelistet, die meisten verkaufen ihr Bier ausschliesslich im engen Umkreis um ihre Braustätte. "Die merken jedes ausgefallene Volksfest." Das Problem verschärft sich mit der weiterhin andauernden Corona-Sperre für Kneipen und Restaurants, denn sie nehmen kein Fassbier mehr ab. Das aber ist für die Brauereien das besonders lukrative Geschäft mit einer hohen Wertschöpfung.

Im hessischen Darmstadt fehlten im vergangenen Jahr Ereignisse wie das Hainerfest oder das Musik-Festival im Schlossgraben, wo schon mal bis zu 500 000 junge Menschen mit viel Bier die Nächte durchfeiern. Die Darmstädter Privatbrauerei der Familie Koehler hat 2020 nach eigenen Angaben einen Verlust von 1,1 Millionen Euro erlitten statt des erwarteten Gewinns von 200 000 Euro. "Wir werden acht, neun Jahre brauchen, um das wieder aufzuholen. Da muss man sich schon fragen, wie lange das noch so gehen kann", sagt Seniorchef Wolfgang Koehler.

Die Branchengrössen konnten ihre Gastroverluste besser mit einem gesteigerten Flaschenbierabsatz über den Lebensmitteleinzelhandel ausgleichen. Das Fachportal "Inside" sieht bei bekannten nationalen Marken wie Krombacher (-4,8 Prozent), Oettinger (-1,5 Prozent) oder Veltins (-3,5 Prozent) vergleichsweise kleine Mengenverluste. Schon härter hat es Bitburger (-8,0 Prozent) und Warsteiner (-16,2 Prozent) mit ihren höheren Gastro-Anteilen getroffen.

"Davon können wir nur träumen", sagt Christian Kerner vom Kölner Brauereiverband. In der Domstadt verkaufen die Brauhäuser traditionell einen sehr hohen Anteil ihres Kölsch direkt über die Tresen der Gaststätten, sind vom abermaligen Lockdown also besonders hart getroffen. Mit Sonderangeboten für Flaschenbier oder Hauslieferungen versuchen die kleinen Brauer gegenzusteuern, können aber auch die fehlenden Grossveranstaltungen im Stadion oder der Köln-Arena nicht ausgleichen, sagt Kerner. "Das alles fängt die Verluste beim Fassbier nicht auf, zumal beim Flaschenbier die Marge deutlich kleiner ist." Und weil in diesem Jahr auch noch die Karnevals-Saison ausfällt, könnte 2021 alles noch schlimmer werden.

Veltins-Chef Michael Huber rechnet über das gesamte Jahrzehnt mit corona-bedingten Betriebsaufgaben bei der Konkurrenz. Zwar habe der Bund aktuell mit Steuerstundungen und Ausgleichsmassnahmen für angeschlossene Gastronomiebetriebe umfassend Sorge getragen, dass die wirtschaftlich schwierige Situation gemildert wurde. Doch das werde nicht ausreichen: "Für viele Regionalbrauer wurde augenfällig, wie instabil sich ihre Marktposition mit schwindender Liquidität entwickelt hat."

Die nach eigener Einordnung "sehr gastro-lastige" Berliner Brauerei Lemke sucht neue Absatzkanäle über das Internet, will vom coolen Image der Hauptstadt im Export profitieren. "Einen Umsatzrückgang von mehr als der Hälfte kann auf Dauer kein Unternehmen verkraften", sagt Gründer Oli Lemke, der im laufenden Jahr Entlassungen nicht mehr ausschliessen will. Immerhin gebe es inzwischen Aussicht auf staatliche Hilfen: "Nach den jüngsten Änderungen können wir nun wohl doch die November/Dezember-Hilfen für die Gastronomie bekommen. Unsere Steuerberater arbeiten am Limit, weil das alles extrem verschachtelt ist."

Der Brauerbund verlangt weitere Hilfen: "Für die Gastronomie wurden weitreichende Hilfsmassnahmen entwickelt - die 1500 überwiegend handwerklichen und mittelständischen Brauereien als indirekt Betroffene gehen jedoch bis auf wenige Ausnahmen leer aus", sagt Eichele. "Von Woche zu Woche geraten mehr Brauereien unverschuldet in existenzielle Not. Wenn Bund und Länder hier nicht gezielt und entschieden gegensteuern, droht vielen Brauereien die Insolvenz."

Auch die Koehlers in Darmstadt wollen weitermachen. "Wir stehen zum Glück noch ganz gut da und können auch unsere neue Abfüllanlage finanzieren, die wir kurz vor Corona bestellt hatten", berichtet der Senior-Chef. "Aber in vielen Betrieben werden die Banken über das Ende entscheiden."/ceb/DP/mis

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Wirtschaft der Eurozone 2020

Wirtschaft der Eurozone 2020 mit Rekordeinbruch - Dämpfer im Herbst

(Ausführliche Fassung) - In der Wirtschaft der Eurozone hat die Corona-Krise tiefe Spuren hinterlassen. Trotz einer starken Erholung in den Sommermonaten von dem historischen Corona-Einbruch im Frühjahr ist die Wirtschaft im Gesamtjahr 2020 so stark geschrumpft wie noch nie seit Gründung des Währungsraums. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im Jahresvergleich um 6,8 Prozent gesunken, teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Dienstag mit. 2019 war die Wirtschaftsleistung noch um 1,3 Prozent gestiegen.

02.02.2021 12:27

Der konjunkturelle Rückschlag 2020 ist deutlich stärker als in der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise, als die Wirtschaft der Eurozone 2009 um 4,5 Prozent geschrumpft war. Nach der Erholung in den Sommermonaten 2020 legte die Konjunktur im Herbst wegen neuer Beschränkungen wieder den Rückwärtsgang ein. In den Monaten Oktober bis Dezember schrumpfte die Wirtschaftsleistung im Quartalsvergleich um 0,7 Prozent. Analysten hatten für das vierte Quartal allerdings im Schnitt einen noch etwas stärkeren Dämpfer erwartet und mit einen Rückgang um 0,9 Prozent gerechnet. Im dritten Quartal war die Wirtschaft noch um 12,4 Prozent gewachsen.

Nach Einschätzung von Ökonomen wird die Wirtschaft zu Beginn des laufenden Jahres weiter durch die Corona-Krise belastet. "Im ersten Quartal dürfte das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum noch stärker sinken", warnte Christoph Weil, Analyst der Commerzbank. Denn anders als im Schlussquartal 2020, in dem Einschränkungen vor allem im Dezember bremsten, dürfte die Wirtschaft im gesamten ersten Quartal durch Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie spürbar beeinträchtigt werden.

Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, verwies vor allem auf die Wachstumsschwäche in den südeuropäischen Ländern des Währungsraums. Seiner Einschätzung nach kann der konjunkturelle Rückschlag trotz der angelaufenen Corona-Impfungen nicht so schnell aufgeholt werden. "Die Corona-Krise wird ein langes Echo haben", sagte Gitzel.

Der Kurs des Euro ist nach Veröffentlichung der Daten unter Druck geraten und auf ein Tagestief bei 1,2032 US-Dollar gefallen./jkr/bgf/jha/

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Deutsche Süsswarenhersteller

Deutsche Süsswarenhersteller leiden unter dem Brexit

Der Brexit macht den deutschen Süsswarenherstellern Probleme. Jedes dritte Unternehmen der Branche mit regelmässigen Exporten nach Grossbritannien habe seit Jahresbeginn beträchtliche Schwierigkeiten bei der Belieferung des britischen Marktes, berichtete der Bundesverband der Deutschen Süsswarenindustrie (BDSI) am Dienstag in Bonn und berief sich auf eine Mitgliederbefragung.

02.02.2021 11:28

Knapp ein Zehntel der Unternehmen habe zum Jahresstart die Belieferung des britischen Marktes sogar komplett eingestellt. Nach Angaben des BDSI exportiert etwa die Hälfte der 200 Unternehmen im Verband nach Grossbritannien.

Rund 15 Prozent der exportierenden Hersteller befürchten der Umfrage zufolge, dass ihre Produkte aufgrund der neuen Logistikprobleme zeitweise nicht in den Regalen des britischen Lebensmittelhandels verfügbar sind. Rund 58 Prozent der Unternehmen sehen in aufwendigen neuen Zollformalitäten die grösste Herausforderung für einen reibungslosen Ablauf in der Logistik.

Als weitere Herausforderungen nannten exportierende Unternehmen Fahrermangel und Einreisebeschränkungen - insbesondere aufgrund der Corona-Krise. Auch nach einem Ende der Krise und im Falle von Zoll-Erleichterungen werde der deutsch-britische Handel von hohen administrativen Hürden geprägt bleiben, fürchtet die Branche. "Die ausgehandelten Ursprungsregeln für Süsswaren weichen erheblich von den bisherigen Ursprungsregeln ab und tragen zu einer weiteren Verkomplizierung der zollfreien Lieferungen bei", kritisiert BDSI-Hauptgeschäftsführer Carsten Bernoth.

Grossbritannien ist der zweitwichtigste Exportmarkt der mittelständisch geprägten deutschen Süsswarenindustrie. Fast zehn Prozent der Exporte von deutschen Süsswaren gehen dorthin. Innerhalb der deutschen Lebensmittelbranche gilt die Süsswarenindustrie als bedeutendster Exporteur nach Grossbritannien, wie der Verband mitteilte. Ein Fünftel des Ausfuhrwertes deutscher Lebensmittel auf die britische Insel gehe auf die Kappe der Süsswarenhersteller./rea/DP/mis

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Europa steigert Marktanteil

Europa steigert Marktanteil bei Batteriezellen nur langsam

Trotz Zuwächsen bei den europäischen Herstellern bleibt einer Studie zufolge die Marktmacht der asiatischen Batteriezellenproduzenten in den kommenden Jahren ungebrochen.

02.02.2021 10:56

"Asien wird das Epizentrum der Zellproduktion bleiben", heisst es in der Untersuchung der Unternehmensberatung Roland Berger und der RWTH Aachen, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Europa werde bis 2025 seinen Weltmarktanteil, bemessen an den Produktionskapazitäten, von derzeit etwa acht Prozent auf 15 Prozent verdoppeln können. Allerdings dürften vor allem die bisher dominierenden asiatischen Hersteller ihre Produktion in Europa hochfahren: Den Experten zufolge kommen europäische Unternehmen bis 2024 lediglich auf einen Anteil von vier Prozent. Die Hersteller der für Elektroautos benötigten Zellen aus China und Südkorea halten ihre Anteile von rund 60 und 20 Prozent.

Schon seit Jahren bauen Zellproduzenten aus China und Korea eigene Fertigungen in Europa auf. So errichtet CATL aus China ein Werk in Thüringen, LG Chem oder Samsung verfügen über Werke in Polen und Ungarn. Von den europäischen Herstellern mausert sich Northvolt aus Schweden zu einem grossen Anbieter, der sich ein Viertel des europäischen Marktes zum Ziel gesetzt hat. Neben einem Werk in Schweden ist eine Fabrik gemeinsam mit Volkswagen in Salzgitter geplant.

Deutschland und andere EU-Länder fördern den Aufbau von europäischen Anbietern, um die Abhängigkeit von Lieferanten aus Asien zu verringern. Insgesamt steckt der deutsche Staat fünf Milliarden Euro in Batterie-Projekte. Zuletzt billigte die EU-Kommission die milliardenschwere staatliche Förderung für ein zweites Grossprojekt im Bereich Batteriezellen, neun Milliarden Euro an privaten Investitionen sollen so angestossen werden. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will ein Drittel der weltweiten Produktion nach Europa holen.

(Reuters)

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Italiens Wirtschaft schrumpft

Italiens Wirtschaft schrumpft im Herbst wie erwartet

Belastet durch die erneute Corona-Welle ist die italienische Wirtschaft im Herbst geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im vierten Quartal 2020 gegenüber dem Vorquartal um 2,0 Prozent gefallen, teilte das nationale Statistikamt Istat am Dienstag in Rom mit. Dies war von Volkswirten so erwartet worden.

02.02.2021 10:30

Im dritten Quartal hatte sich die italienische Wirtschaft noch von dem Einbruch in der ersten Pandemiewelle erholt. Das BIP war um 16,0 Prozent zum Vorquartal gewachsen. Im ersten Halbjahr war die Wirtschaftsleistung noch eingebrochen, da Italien besonders hart von der Virus-Krise getroffen wurde und scharfe Einschränkungen beschlossen hatte.

Gegenüber dem Vorjahresquartal schrumpfte die drittgrösste Wirtschaft des Euroraums im vierten Quartal um 6,6 Prozent. Auch dies war so erwartet worden. Im dritten Quartal hatte der Rückgang 5,1 Prozent betragen./jsl/jkr/mis

(AWP)

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Deutsche Firmen blicken

Deutsche Firmen blicken optimistisch auf Geschäft in China

Während der Corona-Krise hat sich das China-Geschäft für Deutsche Firmen als eine wichtige Stütze erwiesen. Das geht aus den am Dienstag veröffentlichten Ergebnissen der jährlichen Geschäftsklima-Umfrage der Deutschen Handelskammer in China hervor.

02.02.2021 09:21

Demnach gelang es trotz Corona 39 Prozent der deutschen Unternehmen ihren Umsatz in China im abgelaufenen Jahr zu steigern. Sogar 42 Prozent der Firmen konnten beim Gewinn zulegen. Zudem habe es 2020 rund ein weiteres Viertel der befragten Unternehmen in China geschafft, Umsätze und Ergebnisse in etwa auf dem Niveau des Vorjahres zu halten.

China, das die Pandemie bereits im Frühsommer unter Kontrolle gebracht hatte, war die einzige grosse Volkswirtschaft, die 2020 ein Wachstum geschafft hatte. "Davon haben auch deutsche Unternehmen profitiert", sagte Andreas Glunz von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, die an der Umfrage beteiligt war. Die Rückgänge in der EU und den USA seien durch das im zweiten Halbjahr in China wieder anziehende Geschäft teilweise kompensiert worden./jpt/DP/jha

(AWP)

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Zahl der Fluggäste in

Zahl der Fluggäste in Deutschland geht um mehr als ein Viertel zurück

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland wegen der Corona-Krise so wenige Menschen mit dem Flugzeug geflogen wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Das Statistische Bundesamt zählte 2020 an den 24 grössten Verkehrsflughäfen zusammen noch 57,8 Millionen Passagiere. Das war ein gutes Viertel (25,5 Prozent) des Aufkommens im Jahr zuvor. 1991 hatten im wiedervereinten Deutschland 63 Millionen Passagiere die Flughäfen genutzt.

02.02.2021 09:20

Der Flugverkehr war im vergangenen Jahr seit März deutlich zurückgegangen und hatte während der Monate April, Mai und Juni fast stillgestanden. Nach einer leichten Erholung im Sommer gingen die Zahlen zum Jahresende wieder zurück.

Auf das Gesamtjahr gesehen hatte der Interkontinentalverkehr mit einem Minus von 77 Prozent die grössten Einbussen. Innerdeutsch sank die Zahl der Passagiere um 75 Prozent, im Europaverkehr waren es 74 Prozent. Mit 4,5 Millionen Tonnen blieb der Frachtverkehr bei einem Minus von 4,1 Prozent vergleichsweise stabil. Zuvor hatten bereits die Branchenverbände BDL und ADV auf etwas anderer Grundlage Statistiken für das Corona-Jahr 2020 vorgelegt und waren zu ähnlichen Ergebnissen gekommen./ceb/DP/jha

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Frankreichs Inflationsrate

Frankreichs Inflationsrate steigt stärker als erwartet

In Frankreich ist die Inflationsrate im Januar höher als erwartet ausgefallen. Der europäische Verbraucherpreisindex (HVPI) sei im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,8 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Insee am Dienstag in Paris laut einer ersten Schätzung mit. Dies ist die höchste Rate seit vergangenen Juli. Analysten hatten lediglich mit 0,5 Prozent gerechnet. Im Dezember hatte das Preisniveau im Jahresvergleich noch stagniert.

02.02.2021 09:17

Gestiegen sind im Jahresvergleich die Preise für Dienstleistungen und für verarbeitete Produkte. Dazu trug auch der wegen der Corona-Krise verspätet begonnene Winterschlussverkauf bei. Die Energiepreise gingen zwar erneut zurück, aber nicht mehr so stark wie im Vormonat.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Januar um 0,3 Prozent. Hier war eine Stagnation erwartet worden. Im Dezember waren die Preise um 0,2 Prozent gestiegen./jsl/jkr/mis

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Italiens Staatschef lädt

Italiens Staatschef lädt Draghi zu Gesprächen über Regierung ein

(Ausführliche Fassung) - Nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche hat Italiens Staatschef Sergio Mattarella die Bildung einer Einheitsregierung gefordert. "Ich fühle mich verpflichtet, an alle im Parlament anwesenden politischen Kräfte zu appellieren, einer hochrangigen Regierung Vertrauen zu schenken, die sich mit keiner politischen Formel identifizieren sollte", sagte er am Dienstagabend in einer kurzen Ansprache. Kurz darauf verbreitete sein Amtssitz, dass der frühere Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, für Mittwoch zu Gesprächen in den Quirinalspalast geladen wurde.

02.02.2021 22:45

Draghi war seit Wochen als Chef einer Expertenregierung in Rom im Gespräch. Eine solches Kabinett wäre voraussichtlich eine Lösung für die kommenden Wochen oder Monate, um Italien durch seine drängendsten Probleme in der Corona-Pandemie zu führen. Mattarella hatte zuvor eine stabile Regierung verlangt, die im besten Fall bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2023 hält. Eine solche Regierung mit dem bisherigen Mitte-Links-Bündnis unter Giuseppe Conte gilt nach dem Scheitern der Gespräche als vom Tisch.

In den Sondierungen hatte der Präsident der Abgeordnetenkammer, Roberto Fico, den Auftrag gehabt, die alten Bündnispartner an einen Tisch zu bringen und einen Kompromiss auszuhandeln. Am Dienstag hatte er seine Ergebnisse Mattarella mitgeteilt und schliesslich verkündet, dass es gegenwärtig keine Bereitschaft gebe, "eine Regierungsmehrheit ins Leben zu rufen".

Mattarella blieben damit zwei Auswege, wie er in seiner Erklärung sagte: Sofort eine neue Regierung anzuschieben oder vorgezogene Wahlen. "Der Weg der Neuwahlen muss in Betracht gezogen werden, weil er ein Element der Demokratie ist", sagte der Sozialdemokrat. In Anbetracht der aktuellen Pandemie-Notlage in dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern könne man sich jedoch einen monatelangen Wahlkampf nicht leisten, erklärte der 79-Jährige.

Für Italien stehen derzeit vor allem wichtige Hilfsgelder aus dem Corona-Wiederaufbaufonds der EU auf dem Spiel. Die Regierung muss dafür einen Investitionsplan vorlegen. An der Verteilung dieser Gelder war die Koalition jedoch auseinandergebrochen. Der Streit gipfelte im Austritt der Partei von Ex-Premier Matteo Renzi und wenig später im Rücktritt von Ministerpräsident Conte.

Die Regierung müsse funktionieren, denn der Plan für die milliardenschweren Hilfen werde im April bei der EU-Kommission erwartet. "Wir können es uns nicht leisten, diese entscheidende Chance für unsere Zukunft zu verpassen", sagte das Staatsoberhaupt. Italien ist zudem weiter im festen Griff der Corona-Pandemie, die das Land in eine Wirtschaftskrise stürzte und gravierende Probleme im Gesundheitssektor verschärfte.

Unterdessen begann nach den gescheiterten Sondierungsgesprächen bereits die Schlammschlacht der Parteien. Die Fünf-Sterne-Bewegung beschuldigte Renzi, es nur auf wichtige Ministerposten abgesehen zu haben. Umgekehrt warf Italia Viva den Sterne-Politikern vor, sich bei wichtigen Forderungen keinen Schritt bewegt zu haben./jon/DP/he

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Italien: Verbraucherpreise

Italien: Verbraucherpreise steigen im Jahresvergleich stärker als erwartet

In Italien ist die Inflationsrate im Januar in den positiven Bereich gedreht. Der für europäische Zwecke erhobene harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,5 Prozent, wie das Statistikamt Istat am Mittwoch in Rom nach einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten lediglich mit einer Rate von 0,2 Prozent gerechnet. Im Dezember waren die Preise noch um 0,3 Prozent gefallen.

03.02.2021 11:41

Im Vergleich zum Vormonat sanken die Preise im Januar um 1,1 Prozent. Es war ein Rückgang 1,4 Prozent erwartet worden. Laut Istat war hier vor allem der Winterschlussverkauf für Kleidung und Schuhe für den Rückgang verantwortlich.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt auf mittlere Sicht für den gesamten Währungsraum eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Im Januar stieg die Jahresinflationsrate in der Eurozone auf 0,9 Prozent./jsl/jkr/stk

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Eurozone: Rückgang der

Eurozone: Rückgang der Erzeugerpreise schwächt sich weiter ab

In der Eurozone hat sich der Rückgang der Herstellerpreise weiter abgeschwächt. Gegenüber dem Vorjahresmonat fielen die Erzeugerpreise im Dezember um 1,1 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Preisrückgang um 1,2 Prozent gerechnet.

03.02.2021 11:04

Seit dem vergangenen Mai hat sich der Preisrückgang im Jahresvergleich kontinuierlich abgeschwächt. Im November waren die Erzeugerpreise noch um 1,9 Prozent im Jahresvergleich gefallen, nach minus 2,0 Prozent im Oktober.

Starken Einfluss auf die Preise, die Hersteller für ihre Produkte erhalten, üben nach wie vor die Energiepreise aus. Sie fallen seit Monaten deutlich, allerdings zusehends schwächer. Preisanstiege zeigten sich im Dezember hingegen bei Gebrauchs- und Invesitionsgütern./jkr/jsl/mis

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Eurozone: Inflation steigt

Eurozone: Inflation steigt kräftig

In der Eurozone hat sich die Inflation zu Beginn des Jahres deutlich verstärkt. Die Jahresinflationsrate stieg im Januar auf 0,9 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg nach einer ersten Schätzung mitteilte. Im Dezember hatte die Rate noch deutlich tiefer bei minus 0,3 Prozent gelegen.

03.02.2021 11:03

Analysten wurden vom Ausmass des Anstiegs überrascht. Sie waren für Januar im Schnitt von einer Inflationsrate von 0,6 Prozent ausgegangen. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent.

Mitentscheidend für den Preisanstieg im Jahresvergleich ist die Entwicklung der Energiepreise. Diese sanken im Januar um 4,1 Prozent im Jahresvergleich und damit deutlich schwächer als in den Monaten zuvor. Spürbar verteuert haben sich Lebens- und Genussmittel.

Die Kernrate (ohne Energie, Lebens- und Genussmittel) lag im Januar bei 1,4 Prozent und damit ebenfalls deutlich höher als im Dezember. /jkr/jsl/jha/

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EU-Autoindustrie rechnet 2021

EU-Autoindustrie rechnet 2021 mit Verkaufsplus von zehn Prozent

Die EU-Autohersteller rechnen für das laufende Jahr nicht mit einer vollständigen Erholung des Automarktes nach dem Einbruch in der Corona-Krise. 2021 dürfte der Verkauf von Pkw um rund 10 Prozent zulegen, hiess es vom europäischen Autoherstellerverband Acea am Mittwoch in Brüssel. Das erste Quartal sei voraussichtlich noch von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie gezeichnet, im zweiten Halbjahr dürfte der Markt mit dem Fortschritt der Impfprogramme aber anziehen. Im Jahr 2020 waren die Neuzulassungen um fast 24 Prozent auf 9,9 Millionen Pkw abgesackt und damit so stark wie noch nie.

03.02.2021 10:39

"Derzeit ist es wichtiger denn je, dass wir Hand in Hand mit den EU-Politikern daran arbeiten, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Autoindustrie auf der Weltbühne zu stärken", sagte Acea-Präsident Oliver Zipse. Der BMW-Vorstandschef steht dem europäischen Lobbyverband seit diesem Jahr vor. Die nachhaltige wirtschaftliche Erholung in der EU und die Nachfrage vor Ort seien für die Autobauer lebensnotwendig, auch wenn sie die geschäftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr unter anderem dank ihrer starken Präsenz in Asien abfedern konnten.

Der Verband verwies auf den Anteil elektrifizierter Fahrzeuge im vergangenen Jahr, der von 3 Prozent 2019 auf 10,5 Prozent gestiegen sei. Dazu hätten neben den staatlichen Prämien zur Ankurbelung der Nachfrage auch die höheren Investitionen der Hersteller beigetragen. "Mit der richtigen Unterstützung durch die Politik, die auch eine massive Aufstockung der Lade- und Tank-Infrastruktur für alternative Kraftstoffe in allen EU-Mitgliedsstaaten umfasst, kann dieser positive Trend weitergehen", sagte Zipse./men/stw/stk

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Eurozone: Pandemie belastet

Eurozone: Pandemie belastet Dienstleistungssektor stark

Die Beschränkungen in der Corona-Pandemie haben den Dienstleistungssektor zu Jahresbeginn weiter stark belastet.

03.02.2021 10:37

Der vom Institut IHS Markit erhobene Einkaufsmanagerindex fiel im Januar um einen Punkt auf 45,4 Zähler, wie das Forschungsunternehmen am Mittwoch in London laut einer zweiten Schätzung mitteilte. Der Rückgang war jedoch etwas geringer als zunächst ermittelt. In einer ersten Schätzung waren noch 45,0 Punkte festgestellt worden. Der an den Finanzmärkten stark beachtete Stimmungsindikator liegt damit merklich unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

In Italien stieg der Indikator zwar überraschend an, deutet aber weiter auf einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität hin. In Spanien sank der Indikator hingegen überraschend deutlich. In beiden Ländern wird keine Erstschätzung durchgeführt. In Frankreich wurde der Wert aus der Erstschätzung nach oben revidiert und in Deutschland leicht nach unten. In allen vier grossen Volkswirtschaften der Eurozone liegt der Wert unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Der Indikator für die Gesamtwirtschaft fiel in der Eurozone um 1,3 Punkte auf 47,8 Punkte. Hier war in der ersten Schätzung noch ein Rückgang auf 47,5 Punkte ermittelt worden. Die Zahlen für die Industrie waren bereits am Montag veröffentlicht worden.

Die Entwicklung in der Industrie und im Dienstleistungssektor bleibt sehr unterschiedlich. Trotz eines Rückgangs liegt der Industrieindikator weiter merklich über der Wachstumsschwelle. Zuletzt waren in vielen Ländern der Eurozone die Beschränkungen für den Dienstleistungssektor verschärft worden.

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«Whatever it takes»: Weshalb

«Whatever it takes»: Weshalb Mario Draghi Italien aus der Krise führen kann

Auf den ehemaligen EZB-Präsidenten Mario Draghi wartet in seiner Geburtsstadt Rom eine politische Mammutaufgabe. Ein Porträt.

03.02.2021 19:30

Der 73-jährige soll Italien mit seinen zerstrittenen Parteien und seiner dringend reformbedürftigen Wirtschaft als Chef einer Einheitsregierung durch die Corona-Krise steuern. Viele trauen das dem langjährigen Chef der italienischen Notenbank und dann der Europäischen Zentralbank (EZB) zu. Denn der erfahrene und versierte Geldpolitiker ist krisenerprobt. Kritiker bemängeln allerdings, dass er in seiner EZB-Zeit bei wichtigen Entscheidungen zu Alleingängen geneigt habe.

In seiner achtjährigen Zeit als Präsident der Euro-Notenbank in Frankfurt bis Herbst 2019 musste Draghi nicht nur einen häufig geldpolitisch uneinigen EZB-Rat zusammenhalten. Als der Euro während der Staatsschuldenkrise auseinanderzubrechen drohte, waren Entschlossenheit und Führungsstärke gefragt. Und genau dann war Draghi zur Stelle. In einer Rede im Sommer 2012 sagte er die inzwischen berühmten Worte "Whatever it takes", mit denen er die Börsen nachhaltig beruhigte und den Euro rettete.

Der promovierte Ökonom und Absolvent der amerikanischen Eliteuniversität MIT kann auf eine Bilderbuchkarriere zurückblicken. Sie führte ihn neben akademischen Posten in die italienische Finanzpolitik, zur Weltbank und auch in die Privatwirtschaft. Von 2002 bis 2005 arbeitete er bei der US-Investmentbank Goldman Sachs in London, zuletzt als Vice President. Danach wechselte er zur italienischen Notenbank, deren Gouverneur er bis 2011 blieb.

Als Präsident der EZB von November 2011 bis Ende Oktober 2019 musste Draghi nicht nur die Gemeinschaftswährung in den Nachwehen der weltweiten Finanzkrise geldpolitisch stützen. Eine jahrelang schleppende Konjunktur im Euro-Raum führte dazu, dass die EZB unter seiner Führung zu einer immer lockereren Geldpolitik überging - mit ultratiefen Zinsen und neuen Instrumenten wie billionenschweren Staatsanleihe-Käufen. Unter Draghi wurde der Leitzins auf das Rekordtief von 0,0 Prozent gesenkt. Auf diesem Niveau liegt er heute immer noch.

Grösster Härtetest im Sommer 2012

Der wohl größte Härtetest als EZB-Chef wartete auf Draghi im Sommer 2012. An den Börsen wetteten damals Investoren gegen schuldengeplagte südeuropäische Länder mit der Folge, dass die Kreditkosten für sie immer stärker stiegen. Die Zinsabstände zwischen den Staatsanleihen südeuropäischer Länder und den als sehr sicher geltenden deutschen Bundesanleihen weiteten sich bedrohlich aus. Der Euro drohte zu scheitern. In dieser Situation sagte er in London seiner 'Whatever-it-takes'-Rede die Sätze: "Die EZB ist bereit, alles zu tun im Rahmen ihres Mandats, was nötig ist, um den Euro zu retten. Und glauben Sie mir: Es wird genug sein." Seine Aussage gilt mittlerweile als der entscheidende Wendepunkt in der Staatsschuldenkrise.

In Deutschland war die Geldpolitik unter Draghis Führung häufig stark umstritten - vor allem in konservativen politischen Kreisen. Zu Beginn seiner Amtszeit wurde ihm noch von der "Bild"-Zeitung eine Pickelhaube verliehen, gewissermaßen als Symbol für preußische Tugenden. Doch angesichts der immer weiter geöffneten Geldschleusen verlor Draghi viel Sympathie. Der CSU-Politiker Alexander Dobrindt titulierte ihn einst sogar als "Falschmünzer Europas". Zeitweise waren die Attacken so heftig, dass sich Bundesbank-Präsident Jens Weidmann genötigt sah, sich schützend vor ihn zu stellen. Nach seinem Ausscheiden aus der EZB erhielt Draghi Anfang 2020 von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Draghi, der sich in seiner Karriere den Spitznamen "Super Mario" einfing, gilt als scharfer analytischer Kopf mit diplomatischen Fähigkeiten, der in entscheidenden Situationen allerdings auch gewillt ist, gegen Widerstände zu handeln. An seinem Führungsstil in der EZB wurde allerdings oftmals kritisiert, dass er vor großen geldpolitische Entscheidungen häufig nur einen kleinen Zirkel von Beratern eingebunden habe. Der EZB-Rat sei vielfach erst sehr spät einbezogen worden, was für Unmut im Kreis der Notenbank-Gouverneure gesorgt habe.

Der Chef des Forschungsinstituts DIW, Marcel Fratzscher, der 2001 bis 2012 bei der EZB gearbeitet hatte, sagte zum Auftrag zur Regierungsbildung an Draghi: "Ich halte ihn für einen sehr klugen Kopf, sehr guten Diplomaten." Er habe ein hervorragendes Gespür dafür, was notwendig sei. "Er bringt alles mit, um das Land voranzubringen. Dabei ist natürlich wichtig, dass er politischen Rückhalt hat." 

(Reuters)

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Transparency fordert bessere

Transparency fordert bessere Überwachung von EU-Institutionen

Die Institutionen der Europäischen Union haben nach Ansicht von Transparency International teils erhebliche Defizite bei ihrer Transparenz. Die bestehenden Mechanismen zur Kontrolle von Parlament, Kommission und dem Rat der EU seien nicht effektiv genug, heisst es in Berichten der Nichtregierungsorganisation vom Donnerstag. Transparency International fordert deshalb unter anderem die Einführung eines unabhängigen EU-Ethikgremiums zur Überwachung der Institutionen.

04.02.2021 13:49

"Die derzeitige Kultur der Selbstregulierung und die ineffektiven Sanktionsmechanismen in den EU-Institutionen unterstreichen die dringende Notwendigkeit eines unabhängigen EU-Ethikgremiums", sagte Vitor Teixeira von Transparency International. Ein solches Gremium müsse gut ausgestattet und in der Lage sein, eigene Untersuchungen zu initiieren. Zudem müsse es Vollstreckungsbefugnisse gegenüber Abgeordneten, Kommissaren und Beamten haben, die in Regelverstösse verwickelt sind.

Den Berichten zufolge gibt es in allen Institutionen Mängel. Im EU-Parlament seien etwa die Entscheidungen über Zulagen oder Vergünstigungen für Abgeordnete undurchsichtig. Ausserdem sei der Umgang mit Abgeordneten bei Interessenskonflikten ineffektiv: Sanktionen würden vom Parlamentspräsidenten beschlossen - beraten werde er dabei von einem Ausschuss, der mit Abgeordneten besetzt ist.

Die EU-Kommission habe zwar einen neuen Ethikausschuss ins Leben gerufen, der Fälle möglicher Interessenkonflikte untersuche. Dieser könne aber nur auf Antrag der Kommissionspräsidentin tätig werden. Im Rat der EU, dem Ministerrat, finde die gesamte Gesetzgebungsarbeit in Vorbereitungsgremien statt, wodurch nach Einschätzung von Transparency die normalen Transparenzstandards umgangen werden könnten./trö/DP/stk

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Deutschland: Unerwartet

Deutschland: Unerwartet starker Auftragsrückgang in der Industrie

Die deutsche Industrie hat zum Jahresende 2020 einen überraschend starken Dämpfer beim Auftragseingang erhalten. Im Dezember seien im verarbeitenden Gewerbe 1,9 Prozent weniger Aufträge eingegangen als im Monat zuvor, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Analysten wurden vom Ausmass des Rückschlags überrascht. Sie hatten im Schnitt nur einen Rückgang um 1,0 Prozent erwartet.

05.02.2021 08:15

Allerdings war der Auftragseingang im November stärker gewesen als bisher bekannt. Das Bundesamt revidierte den Anstieg im Monatsvergleich nach oben, von zuvor 2,3 auf 2,7 Prozent. Im Jahresvergleich stiegen die Aufträge im Dezember um 6,4 Prozent./jkr/jha/

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Starker Anstieg der

Starker Anstieg der Kurzarbeit in Deutschland wegen Lockdowns

Der neuerliche Corona-Lockdown hat die Kurzarbeit in Deutschland nach Schätzung des Ifo-Instituts wieder stark ansteigen lassen. Im Januar waren nach Berechnungen der Münchner Wirtschaftswissenschaftler 2,6 Millionen Arbeitnehmer in Kurzarbeit, 400 000 mehr als im Dezember. Damit waren 7,8 Prozent aller sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer in Kurzarbeit, nach 6,6 Prozent im Dezember. Das teilte das Ifo-Institut am Montag mit.

05.02.2021 06:48

Besonders hart getroffen sind Hotels und Gaststätten mit geschätzt 594 000 Menschen in Kurzarbeit, knapp 56 Prozent aller Arbeitnehmer im Gastgewerbe. Im Handel waren es nach den Berechnungen der Ifo-Arbeitsmarktexperten 556 000 Kurzarbeiter, mit einem Anteil von gut 12 Prozent der Beschäftigten mehr als doppelt so viele wie Anfang Dezember.

In absoluten Zahlen lag die Industrie mit geschätzt 611 000 Kurzarbeitern zu Beginn des neuen Jahres noch vor Gastronomie und Handel. Doch da die Industrie insgesamt sehr viel mehr Menschen beschäftigt, war der Anteil der Kurzarbeiter mit 8,8 Prozent niedriger./cho/DP/mis

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Ifo-Institut:

Ifo-Institut: Wirtschaftswachstum der Königsweg zum Schuldenabbau

Wirtschaftswachstum ist für Ifo-Präsident Clemens Fuest der Königsweg, um den Schuldenberg nach der Corona-Krise wieder zu verkleinern. "Für Deutschland erscheint ein Herauswachsen aus den Schulden ohne grössere Steuererhöhungen oder Ausgabenkürzungen realistisch, wenn sich das Wirtschaftswachstum belebt", sagte Fuest am Donnerstagabend in einer Online-Vorlesung. Die Rechnung zahlten dann letztlich die Geldanleger durch niedrige Zinsen.

05.02.2021 06:47

Der Staat müsse Schulden nicht in gleicher Weise tilgen wie die Bürger. Wichtig sei aber: "Die Schuldenquote darf nicht zu hoch werden", sagte der Chef des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung. Die Gläubiger müssten darauf vertrauen können, dass getilgt und Zinsen bezahlt würden und die Inflation nicht zu hoch werde.

In Italien, Frankreich, Spanien und anderen europäischen Staaten seien die Schuldenquoten zu hoch. Schon in den vergangenen Jahren sei sie in vielen Euro-Staaten immer weiter erhöht worden, statt sie vorsorglich für schlechte Zeiten abzubauen. Diese Schuldenberge erhöhten den Druck auf die Europäische Zentralbank, weitere Staatsanleihen zu kaufen und die Zinsen niedrig zu halten. Für Deutschland steige die Gefahr, in der nächsten Krise mehr Lasten für andere, hoch verschuldete EU-Staaten übernehmen zu müssen.

Eine Sonderabgabe auf Vermögen würde vor allem Betriebsvermögen treffen und ginge zu Lasten von Investitionen, Arbeitsplätzen und damit auch wieder von Steuereinnahmen, warnte der Wirtschaftsforscher. Auch drastische Steuererhöhungen oder Ausgabenkürzungen sollten vermieden werden./rol/DP/fba

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Deutsche Regierung schnürt

Deutsche Regierung schnürt Milliarden-Rettungpaket für Flughäfen

Die durch die Corona-Pandemie angeschlagenen Flughäfen können gemäss einem Medienbericht auf ein Milliarden-Rettungspaket von Bund und Ländern hoffen.

05.02.2021 06:34

Ein am kommenden Mittwoch auf Einladung des deutschen Verkehrsministeriums stattfindendes Spitzengespräch solle dafür den Durchbruch bringen, berichtet die Zeitung "Die Welt" in ihrer Freitagsausgabe.

Vertreter von Verkehrs-, Finanz- und Wirtschaftsministerium sollten dann mit Abgeordneten der Koalitionsfraktionen die "Positionierung des Bundes besprechen", zitiert das Blatt aus der Einladung des Verkehrsressorts.

Laut dem Bericht gibt es im Verkehrs- und im Finanzministerium unterschiedliche Ansätze zum weiteren Vorgehen bei dem geplanten Rettungsschirm. Im Kern gehe es um die Frage, ob auch kleinere, schon länger defizitäre Flughäfen Hilfsmittel erhalten sollen. Infolge der vor rund einem Jahr ausgebrochenen Corona-Pandemie ist der Flugverkehr massiv zurückgegangen.

(AWP)

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