Schuldenkrise Europa

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Unerwartet starker Dämpfer

Unerwartet starker Dämpfer für die deutsche Industrie

(Ausführliche Fassung) - Die deutsche Industrie hat zum Jahresende 2020 einen überraschend starken Dämpfer beim Auftragseingang erhalten. Im Dezember seien im verarbeitenden Gewerbe 1,9 Prozent weniger Aufträge eingegangen als im Monat zuvor, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Es ist der erste Rückgang seit dem Corona-Einbruch im Frühjahr. Analysten wurden vom Ausmass des Rückschlags überrascht. Sie hatten im Schnitt nur einen Rückgang um 1,0 Prozent erwartet.

05.02.2021 10:02

Trotz des Dämpfers liegt der Auftragseingang nach wie vor über dem Vorkrisenniveau. Im Vergleich zu Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, war der Auftragseingang im Dezember laut Bundesamt um 2,6 Prozent höher ausgefallen.

Darüber hinaus war der Auftragseingang im November stärker gewesen als bisher bekannt. Das Bundesamt revidierte den Anstieg im Monatsvergleich nach oben, von zuvor 2,3 auf 2,7 Prozent.

Im Jahresvergleich stiegen die Aufträge im Dezember laut Bundesamt um 6,4 Prozent. Bei den einzelnen Untergruppen zeigte sich ein unterschiedliches Bild: Während es bei den Herstellern von Investitionsgütern im Monatsvergleich einen Auftragsrückgang um 4,6 Prozent gab, meldeten die Firmen, die Konsumgüter herstellen, einen Zuwachs beim Auftragseingang um 6,4 Prozent.

Volkswirte sahen in dem Dezember-Dämpfer kein grösseres Problem für die weitere konjunkturelle Entwicklung in der deutschen Industrie, die sich zuletzt als stabile Stütze für die Gesamtwirtschaft gezeigt hatte. Die Entwicklung sei zum grössten Teil auf einen deutlichen Rückgang bei den Bestellungen im Bereich "sonstiger Fahrzeugbau" zurückzuführen, sagte Analyst Ralph Solveen von der Commerzbank. Dieser Sektor unterliegt deutlichen Schwankungen. Seiner Einschätzung nach dürfte die Industrieproduktion in den kommenden Monaten "im Trend weiter zulegen".

Der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel, machte aber auch deutlich, dass die harschen Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie in Europa "negativ zu Buche schlagen". Demnach habe sich der Auftragseingang aus der Eurozone im Dezember deutlich verringert. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland stiegen nur noch leicht. "Gerade letzteres sah in den vergangenen Monaten deutlich besser aus", sagte Gitzel./jkr/jsl/jha/

(AWP)

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Deutschland:

Deutschland: Industrieproduktion stagniert zum Jahresende

Die Produktion der deutschen Industrie hat Ende 2020 stagniert. Die Gesamtherstellung habe sich im Dezember gegenüber dem Vormonat nicht verändert, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit. Analysten hatten im Schnitt einen Zuwachs um 0,3 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fiel die Herstellung 1,0 Prozent niedriger aus./bgf/jha/

08.02.2021 08:12

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Draghi startet neue

Draghi startet neue Gesprächsrunde bei Mehrheitssuche in Italien

Bei der Suche nach einer neuen Regierungsmehrheit in Italien startet der frühere Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, in die Schlussphase.

08.02.2021 06:58

Der Ökonom will am Montagnachmittag (ab 15.00 Uhr) eine zweite Runde politischer Konsultationen starten. Dabei spricht er erneut mit Vertretern von Parteien aus der bisherigen Regierung und der Opposition. Er hatte diese Gruppen bereits in einer ersten Runde getroffen. Für Montag stehen viele Kleinparteien auf dem Plan, Dienstag sollen die Schwergewichte folgen.

Der 73-jährige Draghi muss, wenn er Premier werden will, in beiden Parlamentskammern eine Vertrauensfrage bestehen. Die bisherige Mitte-Links-Regierung hatte dort nach einem Koalitionsbruch keine stabile Mehrheit mehr gehabt. Deshalb war Ministerpräsident Giuseppe Conte am 26. Januar zurückgetreten. Der parteilose Jurist war bei seiner Suche nach neuen Unterstützern gescheitert.

Staatspräsident Sergio Mattarella hatte daraufhin am Mittwoch dem Ex-Bankmanager Draghi ein Mandat zur Bildung eines neuen Kabinetts angeboten. Draghi, der in Rom kein politisches Amt besitzt, nahm den Auftrag unter Vorbehalt an.

Wenn Draghi eine neue Regierung unter seiner Führung für gesichert hält, dürfte er dem Staatschef nach Medienberichten noch diese Woche Bescheid geben. Bisher sammelte er viele positive Signale aus den verschiedenen Parteien ein. Seine mögliche Ministerliste steht noch aus.

Mit einem offiziellen Okay der Staatsspitze könnte er sich dann im Senat und im Abgeordnetenhaus zur Wahl stellen. Mögliche Daten dafür sind bisher nicht festgelegt.

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Umfrage: 4000 Jobs in der

Umfrage: 4000 Jobs in der norddeutschen Metallindustrie bedroht

In der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie droht laut einer Umfrage von Arbeitgeberverbänden in den nächsten Monaten der Verlust von mindestens 4000 Arbeitsplätzen. "Besonders im Schiff- und Flugzeugbau droht angesichts weggebrochener Aufträge ein spürbarer Arbeitsplatzverlust, auch die Autohersteller und -Zulieferer stehen weiter unter schwerem Druck", sagte Hamburgs Nordmetall-Präsident Folkmar Ukena der Deutschen Presse-Agentur.

08.02.2021 06:45

Der Umfrage von Nordmetall, den Arbeitgeberverbänden Oldenburg und Ostfriesland sowie vom AGV Nord unter ihren Mitgliedsunternehmen zufolge wollen 21 Prozent aller Firmen im Norden in den nächsten drei Monaten ihre Mitarbeiterzahl verringern. In Niedersachsen seien es 35 Prozent, in Schleswig-Holstein 25 Prozent, 20 in Bremen, 17 in Mecklenburg-Vorpommern und 9 in Hamburg. Laut Nordmetall nahmen an der Befragung von Mitte bis Ende Januar 174 Unternehmen mit rund 94 000 Beschäftigen aus Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und dem nordwestlichen Niedersachsen teil.

An diesem Montag starten Nordmetall und die IG Metall in Bremen (17.00 Uhr) in die dritte Runde der Tarifverhandlungen für die 140 000 Beschäftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie. Bislang liegen deren Positionen weit auseinander. Während die Gewerkschaft für die Metaller ein Volumen von vier Prozent mehr Geld bei einer Tariflaufzeit von zwölf Monaten fordert, lehnt Nordmetall bislang höhere Löhne generell ab.

"Die Krisen-Talsohle seit dem betrieblichen Lockdown im Frühjahr 2020 ist längst noch nicht durchschritten, unsere Unternehmen rechnen in der Breite nicht vor Mitte 2022 mit der Rückkehr zum Vorkrisenniveau", sagte Ukena. Schon jetzt seien hohe Arbeitskosten für drei von vier Mitgliedsfirmen der grösste Standortnachteil im internationalen Wettbewerb. "Wenn die Tarifparteien einen weiteren Abbau von Arbeitsplätzen in Norddeutschland verhindern wollen, dürfen sie den Betrieben keine zusätzlichen Kosten aufbürden, sondern müssen ihnen mehr Flexibilität im Personaleinsatz und in der Arbeitszeitgestaltung ermöglichen", warnte Ukena.

Immer noch 38 Prozent der Unternehmen bezeichnen ihre Geschäftslage laut Umfrage als unbefriedigend oder schlecht, acht Prozentpunkte weniger als im Oktober. Mit Abstand am härtesten treffe es den Schiffbau, dessen Betriebe die Geschäftslage nun zu 69 Prozent als unbefriedigend oder schlecht bezeichneten (Oktober: 50 Prozent), gefolgt von den Herstellern von Metallerzeugnissen (54 Prozent) und dem Luft- und Raumfahrzeugbau (50 Prozent)./klm/DP/zb

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Weidmann und Lagarde weiter

Weidmann und Lagarde weiter zuversichtlich: 2021 bleibt Erholungsjahr

Bundesbankpräsident Jens Weidmann und EZB-Präsidentin Christine Lagarde bleiben optimistisch, dass sich die Wirtschaft im Laufe dieses Jahres aus dem tiefen Konjunkturtal schleppen kann.

https://www.cash.ch/news/politik/prognose-weidmann-und-lagarde-weiter-zu...

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Spanische Industrie

Spanische Industrie produziert wieder mehr

Die spanische Industrie hat ihre Produktion im Dezember wieder ausgeweitet. Wie das Statistikamt INE am Montag in Madrid mitteilte, lag die Gesamtherstellung 1,1 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Im November war die Herstellung noch um 0,9 Prozent zurückgegangen. Analysten hatten für Dezember im Schnitt mit einem leichten Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Herstellung um 0,6 Prozent./bgf/jha/

08.02.2021 09:10

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Deutsche Autoverkäufe an

Deutsche Autoverkäufe an Endkunden in China ziehen im Januar stark an

Der für die deutschen Autobauer immens wichtige chinesische Automarkt belebt sich zum Jahresbeginn weiter deutlich. Gegenüber dem vom Coronavirus-Ausbruch belasteten Vorjahresmonat kletterten die Einzelhandelsverkäufe von Autos im Januar um 25,6 Prozent auf 2,18 Millionen Stück, wie der Branchenverband PCA (China Passenger Car Association) am Montag in Peking mitteilte. Vergangenes Jahr hatten ein früherer Beginn des chinesischen Neujahrsfestes sowie der Kampf gegen die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie den Markt schwer belastet.

08.02.2021 10:27

Auch der Herstellerverband CAAM (China Association of Automobile Manufacturers) hatte in der vergangenen Woche von einem kräftigen Aufschwung berichtet. Der CAAM misst den Absatz der Hersteller an die Händler, dieser war nach vorläufigen Zahlen im Januar um 31,9 Prozent gestiegen.

Der chinesische Markt ist mit Abstand der wichtigste Einzelmarkt der deutschen Autokonzerne Volkswagen (inklusive der Töchter Audi und Porsche) sowie Daimler und BMW .

Die Folgen der Pandemie belasteten den chinesischen Automarkt vor allem in den ersten Monaten des vergangenen Jahres. So schrumpfte der weltgrösste Automarkt 2020 trotz einer kräftigen Belebung in der zweiten Jahreshälfte zum dritten Mal in Folge. Bereits 2018 und 2019 war der Absatz nach Jahrzehnten des Wachstums gefallen. Die chinesische Regierung kurbelte die Verkäufe nach dem Corona-Einbruch mit Förderungen wieder an. Im zweiten Halbjahr 2020 gab es daher oft prozentual zweistellige Zuwachsraten./men/jha/

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Eurozone: Sentix

Eurozone: Sentix-Konjunkturstimmung gibt nach

Die Konjunkturstimmung unter Anlegern im Euroraum hat sich im Februar eingetrübt. Der vom Sentix-Institut erhobene Konjunkturindikator ging um 1,5 Punkte auf minus 0,2 Zähler zurück, wie Sentix am Montag in Frankfurt mitteilte. Analysten hatten dagegen im Schnitt einen Anstieg auf 2,0 Punkte erwartet. Sowohl die Lagebeurteilung als auch die Aussichten gingen zurück.

08.02.2021 10:31

Nicht nur für die Eurozone, auch für Deutschland trübte sich die Stimmung unter den befragten Anlegern ein. Im Gegensatz dazu hellte sich die Stimmung in den USA und Asien auf. "Europa hinkt damit der globalen Entwicklung hinterher, die sich deutlich verbessert", erklärte Sentix. Ausschlaggebend sei die langsamere Impfgeschwindigkeit. Damit verliere die europäische Wirtschaft den Anschluss an die übrigen Weltregionen.

Die monatliche Sentix-Umfrage wurde vom 4. bis 6. Februar unter rund 1250 Anlegern durchgeführt. Der Sentix-Indikator gilt unter Analysten aufgrund seines frühen Veröffentlichungszeitpunkts als Hinweisgeber auf andere wirtschaftliche Frühindikatoren wie das Ifo-Geschäftsklima oder die Einkaufsmanagerindizes./bgf/jha/

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Deutsche Wirtschaft fordert

Deutsche Wirtschaft fordert Öffnungen - 'Stimmung katastrophal'

Wirtschaftsverbände fordern angesichts des wochenlangen Lockdowns vehement einen Fahrplan zur Öffnung und warnen vor einer Pleitewelle. Die Stimmung etwa in der Gastronomie und im Handel wird zunehmend schlechter. "Wir brauchen dringend klare Kriterien, wann und unter welchen Voraussetzungen unsere Betriebe wieder geöffnet werden", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Ingrid Hartges.

09.02.2021 06:41

Bund und Länder müssten eine klare Öffnungsperspektive schaffen, forderte auch der Handelsverband Deutschland. Ein Stufenplan für den Weg aus dem Lockdown müsse für den Einzelhandel auch bei Inzidenzwerten über 50 Lockerungsmassnahmen vorsehen, sagte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. "Denkbar wären Öffnungen unter noch strengeren Vorgaben für die maximale Kundenzahl oder verschärfte Hygieneregeln." Diese können nach Ansicht des Handelsverbands bei weiter sinkenden Corona-Zahlen gelockert werden.

Dabei geht es um die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Der Lockdown mit der Schliessung der Gastronomie und vielen Geschäften ist bisher bis Mitte Februar angesetzt. Mehrere Länder haben Stufenpläne vorgelegt oder arbeiten daran. Am Mittwoch beraten Bund und Länder erneut über den Lockdown.

"Stimmung und Lage im Gastgewerbe sind katastrophal", sagte Hartges. Bei den Betrieben machten sich Verzweiflung und Zukunftsängste breit - 75 Prozent bangten um ihre Existenz. Auch der Handelsverband berichtete von der Verzweiflung vieler Einzelhändler im Lockdown. "Nach wie vor kommt das Geld aus den staatlichen Hilfsprogrammen nicht ausreichend an", sagte Genth.

Alarm schlagen auch Friseure. "Für die Inhaber der 80 000 Salons ist die wirtschaftliche Situation zum Teil dramatisch", sagte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, Jörg Müller. Die Friseursalons mussten Mitte Dezember schliessen.

"Vor allem unter dem Gesichtspunkt der Pandemiebekämpfung ist die Schwarzarbeit in unserem Handwerk zwischenzeitlich zu einem wohl echten Problem geworden", sagte Müller. Der Verband betone deshalb mit Nachdruck, dass Friseurdienstleistungen nur in professionellen Salons sicher sein können. Die 240 000 Friseure hofften auf den Re-Start des Friseurhandwerks zum 15. Februar.

Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer forderte ein bundesweites Ampel-System für Corona-Entscheidungen nach regionaler Inzidenz - "damit Betriebe planen können und eine Perspektive erhalten", sagte er. Ein Öffnungsplan müsse klare Voraussetzungen festlegen, mit denen Betriebe wieder arbeiten können. Ausserdem müssten Hilfen deutlich schneller ausgezahlt werden. Bei einem grossen Teil der Betriebe sei bisher nicht ein einziger Euro des versprochenen Geldes angekommen.

Der Präsident des Bundesverbandes der Freien Berufe, Wolfgang Ewer, sagte, es müsse nach vielen Monaten des Lockdowns eine Öffnungsstrategie geben, die neben den gesundheitlichen stärker auch wirtschaftliche Perspektiven berücksichtige. "Es steht viel auf dem Spiel und es gibt ernsthafte Sorgen, dass die Krise dauerhafte Schäden hinterlässt, etwa bei der Bildung und der Infrastruktur", sagte Ewer. Bei den Hilfsprogrammen müsse nachgeschärft werden.

Unterdessen blickt Industriepräsident Siegfried Russwurm mit Sorge auf die Entwicklung der Corona-Lage in Europa. Das europaweit steigende Infektionsgeschehen beunruhige die Industrie zunehmend. "Deutschland ist keine Insel, sondern liegt mitten in Europa. Unsere Industrie ist wie kaum eine andere eng mit grenzüberschreitenden Lieferketten und Mitarbeiterstrukturen verflochten", sagte Russwurm. Wenn es nicht gelinge, die Pandemieeindämmung europaweit erfolgreich voranzutreiben, sei jeder nationale Erfolg ein Strohfeuer./hoe/DP/zb

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Deutscher Aussenhandel

Deutscher Aussenhandel stagniert im Dezember

Die Aus- und Einfuhren der deutschen Wirtschaft haben sich zum Jahresende 2020 hin kaum verändert. Während die Exporte im Dezember zum Vormonat um 0,1 Prozent stiegen, fielen die Importe um 0,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang der Ausfuhren um 0,6 Prozent und einem Minus bei den Importen um 2,0 Prozent gerechnet. Die Handelsbilanz wies einen Überschuss von 14,8 Milliarden Euro auf. Das war etwas weniger als ein Jahr zuvor.

09.02.2021 08:24

Nach wie vor liegen die Exporte noch deutlich unter dem Vorkrisenniveau von Februar, während die Einfuhren den Corona-Rückschlag fast aufgeholt haben. Die Ausfuhren liegen 4,6 Prozent niedriger als im Februar, die Einfuhren unterschreiten das Vorkrisenniveau nur leicht um 0,1 Prozent.

Im Gesamtjahr 2020 brachen die deutschen Ex- und Importe coronabedingt ein. Die Ausfuhren sanken gegenüber dem Vorjahr um 9,3 Prozent, die Einfuhren lagen 7,1 Prozent niedriger./bgf/mar/jha/

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Italiens Industrie produziert

Italiens Industrie produziert weniger

Die italienische Industrie hat ihre Produktion zum Jahresende hin etwas heruntergefahren. Gegenüber dem Vormonat sei die Herstellung im Dezember um 0,2 Prozent gefallen, teilte das Statistikamt Istat am Dienstag in Rom mit. Analysten hatten hingegen mit einem Zuwachs um im Schnitt 0,3 Prozent gerechnet.

09.02.2021 11:04

Im Vormonat November war die Produktion um 1,4 Prozent gefallen. Im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres sank die Herstellung im Dezember um 2,0 Prozent./bgf/jsl/jha/

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Deutscher Export 2020:

Deutscher Export 2020: Stärkster Einbruch seit Finanzkrise

(Meldung weiter ausgebaut) - Die Corona-Krise hat im vergangenen Jahr tiefe Löcher in die deutsche Exportbilanz gerissen. Die Warenausfuhren brachen gegenüber 2019 um 9,3 Prozent auf 1204,7 Milliarden Euro ein, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Es war der stärkste Rückgang seit der weltweiten Finanzkrise im Jahr 2009. Damals waren die Exporte um 18,4 Prozent gesunken. Das Import-Volumen verringerte sich im vergangenen Jahr um 7,1 Prozent auf 1025,6 Milliarden Euro.

09.02.2021 09:17

Zeitweilige Grenzschliessungen, Störungen in der Logistik und Unterbrechungen der Lieferketten zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 hatten das Export-Geschäft deutlich ausgebremst. Zwar arbeitete sich der Aussenhandel anschliessend schrittweise aus dem Corona-Tief. Doch es reichte nicht, um den Einbruch auszugleichen.

Für dieses Jahr rechnet der Aussenhandelsverband BGA zuletzt mit einem deutlichen Plus. Das Vorkrisenniveau soll demnach spätestens im Sommer 2022 wieder erreicht werden.

Vor allem die gestiegene Nachfrage aus China schob zuletzt die Geschäfte der deutschen Exporteure an. Die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt, die ein wichtiger Absatzmarkt für Waren "Made in Germany" ist, war trotz der Belastungen durch die Pandemie im vergangenen Jahr gewachsen.

Ungeachtet des zweiten Lockdowns in vielen Ländern setzte sich die Erholung zum Jahresende fort. Die Ausfuhren stiegen im Dezember gegenüber dem Vormonat leicht um 0,1 Prozent auf 100,7 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten sie um 2,7 Prozent zu.

Im Januar hatte sich die Stimmung unter den deutschen Exporteuren sogar deutlich aufgehellt. Die Ifo-Exporterwartungen der Industrie stiegen im Januar von 1,9 Punkten auf 6,0 Punkte. Das war der beste Wert seit Oktober. Unter anderem eine robuste Industriekonjunktur und der weltweite Impfstart führten zu einem vorsichtigen Optimismus.

Während die Industrieproduktion in der ersten Corona-Welle eingebrochen war, ging die Arbeit in den meisten Betrieben in der zweiten Welle weiter. Die Grenzen blieben für den Handel geöffnet. Der Export ist neben dem Privatkonsum eine wichtige Stütze der deutschen Konjunktur./mar/DP/bgf

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Nächster Schritt für Draghi

Nächster Schritt für Draghi bei Regierungssuche in Italien

(Ausführliche Fassung) - Der frühere Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, hat die zweite Runde der Sondierungsgespräche für eine neue Regierung in Italien abgeschlossen. Der Ökonom könnte damit bald den nächsten Schritt gehen und anfangen, einen konkreten politischen Plan sowie ein Kabinett aufzustellen. Draghi äusserte sich unmittelbar nach den Gesprächen am Dienstag in Rom nicht. Seinen Vorschlag für eine Regierung müsste er bei Staatspräsident Sergio Mattarella vorstellen. Am Mittwoch wollte er sich mit Vertretern von Gewerkschaften und Verbänden treffen.

09.02.2021 21:28

Wie aus den Statements der Parteien hervorging, waren vor allem die Corona-Impfkampagne, der Investitionsplan für die milliardenschweren Hilfen aus dem EU-Wiederaufbaufonds sowie der von Corona schwer mitgenommene Arbeitsmarkt und die Umweltpolitik Italiens die Themen der Gespräche. Über mögliche Kandidaten für Ministerposten sprachen die Parteien demnach nicht.

Mitte Januar hatte die Italia Viva von Ex-Premier Matteo Renzi mit ihrem Austritt aus dem Kabinett das Mitte-Links-Bündnis von Ministerpräsident Giuseppe Conte zu Fall gebracht. Conte trat wenige Tage später zurück. Staatspräsident Mattarella hatte noch versucht, mit Sondierungen eine Neuauflage der alten Regierung auszuloten, was jedoch scheiterte. Er brachte dann Draghi ins Spiel, der in Rom kein politisches Amt innehatte, in den Medien jedoch als Kopf einer Expertenregierung gehandelt wurde.

Draghis mögliches Kabinett muss sich das Vertrauen in beiden Parlamentskammern sichern. Dafür ist der Rückhalt der Parteien nötig. Besonders wichtig waren die Gespräche mit der rechten Lega und der Fünf-Sterne-Bewegung. Die Sterne-Politiker liessen die Entscheidung, ob pro oder contra Draghi, offen. Am Mittwoch und Donnerstag wollen sie parteiintern in einer Online-Abstimmung die Meinung ihrer Mitglieder dazu einholen. "Wir beziehen die Schwarmintelligenz mit ein, um die richtige Entscheidung zu treffen", sagte Interims-Parteichef Vito Crimi. Die Fünf-Sterne-Bewegung ist die stärkste Kraft im Parlament.

Lega-Chef Matteo Salvini sprach im Anschluss von einem positiven und intensiven Treffen. "Hoffen wir, dass jetzt nichts dazwischen kommt", sagte der 47-Jährige. Er drohte jedoch, seine Unterstützung zurückzuziehen, wenn Draghi beim Erstellen des Plans für die Gelder aus dem EU-Wiederaufbaufonds keine transparente Linie fahren sollte. Dies hatte Salvini an der Vorgängerregierung kritisiert.

In den Verhandlungen am Nachmittag sagten die linken Liberi e Uguali (Die Freien und Gleichen), die Sozialdemokraten, die Italia Viva und die konservative Forza Italia von Ex-Premier Silvio Berlusconi dem 73-jährigen Draghi ihre Unterstützung zu. Lediglich die rechten Fratelli d'Italia stellten sich wie erwartet gegen den früheren EZB-Präsidenten.

Berlusconi hatte in einem Interview mit der Zeitung "La Repubblica" (Dienstag) Draghis Arbeit als Chef der italienischen Nationalbank und der EZB gelobt. "Ich bin sicher, dass er auch dieses Mal keine Fehler macht", sagte der 84-Jährige. Er erhofft sich von der "Regierung der nationalen Einheit", wie er sie bezeichnete, ein ausgewogenes Verhältnis von Technokraten und Politikern im Kabinett./jon/DP/he

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Deutschland: Inflationsrate

Deutschland: Inflationsrate steigt deutlich

In Deutschland haben die Verbraucherpreise im Januar deutlich angezogen. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, lag das Preisniveau 1,0 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Eine erste Schätzung wurde damit bestätigt. Im Dezember waren die Verbraucherpreise noch um 0,3 Prozent gesunken.

10.02.2021 08:20

Preistreibend wirke das Ende der zeitweisen Mehrwertsteuersenkung, erklärten die Statistiker. Die Mehrwertsteuer wurde Mitte 2020 für ein halbes Jahr reduziert, um die Verbraucher in der Corona-Krise zu entlasten.

Der für europäische Zwecke erhobene Preisindex HVPI stieg noch deutlicher als der nationale Index. Er erhöhte sich um 1,6 Prozent zum Vorjahr. Der HVPI ist unter anderem für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) massgebend. Die EZB hat ihre Ausrichtung in der Corona-Krise massiv gelockert. Sie strebt für die gesamte Eurozone mittelfristig eine Inflation von knapp zwei Prozent an./bgf/stk

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Deutschland soll Vorreiter

Deutschland soll Vorreiter beim autonomen Fahren werden

Die Bundesregierung will das "Autoland" Deutschland weltweit zum Vorreiter beim autonomen Fahren machen. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch einen Gesetzentwurf, der einen Rechtsrahmen setzen soll. Umstritten innerhalb der Regierung sind aber noch Regelungen zum Datenschutz. Das Justizministerium hatte Bedenken angemeldet. Offene Fragen sollen nun im parlamentarischen Verfahren geklärt werden.

10.02.2021 12:53

Ziel ist es laut Ministerium, dass autonome Fahrzeuge der sogenannten Stufe 4 in festgelegten Bereichen im öffentlichen Strassenverkehr im Regelbetrieb fahren können, und zwar bis zum Jahr 2022. "Damit würde Deutschland der erste Staat weltweit, der Fahrzeuge ohne Fahrer aus der Forschung in den Alltag holt", hiess es.

Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sagte: "Wir wollen jetzt autonome Autos und Busse, die Fahrgäste bedarfsgenau an ihr Ziel bringen - und sich danach selbstständig im Parkhaus abstellen. Das ist nicht nur bequem, sondern sicher." Neun von zehn Unfällen passierten, weil Menschen Fehler machten. "Selbstfahrende Autos werden dagegen von einem Computer gesteuert. Der lässt sich nicht ablenken oder wird müde."

Beim autonomen Fahren wird zwischen verschiedenen Stufen unterschieden. Beim "vollautomatisierten Fahren" - der Stufe 4 - kann der Computer laut Ministerium in definierten Anwendungen vollständig die Kontrolle über das Auto übernehmen. Muss der Automationsmodus verlassen werden, fordert das System den Fahrer zur Übernahme auf. Bei der Stufe 5 - dem autonomen Fahren - wird der Mensch vollends zum Passagier, sein Eingreifen ins Fahrgeschehen ist nicht mehr nötig. Stand der Technik ist derzeit Stufe 2, das teilautomatisierte Fahren mit dem Einsatz von Assistenzsystemen./hoe/DP/fba

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Deutsche Regierung will

Deutsche Regierung will Geldwäsche effektiver bekämpfen

Die Bundesregierung will effektiver gegen Geldwäsche vorgehen und sich auch international dafür besser vernetzen. Das Kabinett beschloss am Mittwoch, das Transparenzregister auszuweiten, mit dem Hintermänner verschachtelter Unternehmenskonstruktionen sichtbar werden.

10.02.2021 11:55

Das bestehende "Arsenal im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung" werde weiter aufgerüstet, sagte Finanzminister Olaf Scholz (SPD). "Damit soll es leichter fallen, die oft absichtlich komplexen Firmenkonstrukte zu durchschauen, Strohmänner zu erkennen und Briefkastenfirmen aufzuspüren."

Das Register solle Unternehmen davor schützen, mit unseriösen Geschäftspartnern und kriminellen Machenschaften in Verbindung zu kommen. Zugleich sollen die Ermittler in Deutschland enger mit Behörden in anderen EU-Ländern zusammenarbeiten. Die Weitergabe von Daten über das Bundeskriminalamt an Europol soll erleichtert werden./tam/DP/stw

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Schwedische Zentralbank

Schwedische Zentralbank rechnet bis 2024 mit Leitzins von null Prozent

Die schwedische Zentralbank belässt ihren Leitzins bei null Prozent und rechnet derzeit nicht damit, dass sich daran in den kommenden Jahren etwas ändern wird.

10.02.2021 11:39

Bis zum Jahr 2024 gehen die Schweden von einem unverändert bei 0,0 Prozent liegenden Leitzins aus, um die Inflation auf ein anhaltendes Niveau von rund 2 Prozent zu heben, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Prognose der Notenbank hervorgeht.

$Zugleich teilte die Zentralbank mit, das Volumen ihres Anleihenkaufprogramms bei 700 Milliarden Kronen (70 Mrd Euro) zu belassen. "Die Pandemie hat ihren Griff um die wirtschaftliche Entwicklung nicht gelockert", hiess es aus Stockholm. Man müsse in der Geldpolitik deshalb Ausdauer beweisen.

Die Wirtschaft hat sich in der zweiten Corona-Welle nach Angaben der Zentralbank allerdings widerstandsfähiger gezeigt als noch in der ersten Hochphase der Pandemie im Frühjahr 2020. 2021 hänge nun viel davon ab, wie schnell und effektiv die Impfungen die Pandemielage bessern könnten.

Sobald sich die Infektionszahlen verringerten und die Beschränkungen des öffentlichen Lebens gelockert würden, werde damit gerechnet, dass die Verbraucher zu einem normaleren Konsummuster zurückkehren werden. Das Ausmass der Corona-Krise bringe jedoch mit sich, dass es bis 2023 dauern werde, bis die Inflation anhaltend in der Nähe des erklärten Ziels von 2 Prozent liegen werde.

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EU-Konjunkturprognose

EU-Konjunkturprognose erwartet Wende zum Wachstum im Frühjahr

(Ausführliche Fassung) - Nach der schweren Corona-Wirtschaftskrise erwartet die EU-Kommission im Frühling wieder Wachstum. Insgesamt soll die Wirtschaftsleistung in der Eurozone in diesem Jahr um 3,8 Prozent steigen, in der Europäischen Union insgesamt um 3,7 Prozent, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturprognose hervorgeht. 2022 sollen es noch einmal 3,8 Prozent Wachstum in den 19 Staaten der Eurozone sein und 3,9 Prozent in den 27 EU-Staaten insgesamt.

11.02.2021 11:09

"Die heutige Prognose bietet echte Hoffnung in einer Zeit grosser Unsicherheit für uns alle", erklärte Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis. Mit solidem Wachstum in der zweiten Jahreshälfte werde die EU beginnen, die Krise zu überwinden. Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni sprach vom Licht am Ende des Tunnels.

Die Kommission begründete ihre Zuversicht vor allem mit dem Start der Impfprogramme gegen Covid-19. Positiv wertet sie den Abschluss des Brexit-Handelspakts mit Grossbritannien und den milliardenschweren Corona-Aufbaufonds, den das Europaparlament gerade beschlossen hat.

Im ersten Quartal rechnet die Brüsseler Behörde noch mit weitgehenden Alltagsbeschränkungen und folglich auch einem Minus der Wirtschaftsleistung. Im Frühling werde dann die Erholung einsetzen und im Sommer an Fahrt gewinnen, erklärte die Kommission.

Unsicherheit bleibe allerdings mit Blick auf das Tempo der Impfungen und der Lockerung von Beschränkungen. Gentiloni äusserte Sorge wegen der Virusvarianten und der globalen Infektionslage. Unter den negativen Risiken verbucht die Kommission auch mögliche wirtschaftliche Langzeitfolgen, etwa durch Pleitewellen und Jobverluste. Dies würde auch dem Finanzsektor schaden, langfristige Arbeitslosigkeit in die Höhe treiben und Ungleichheiten verschärfen, warnte die Kommission.

Im November hatte sie noch angenommen, dass die Wirtschaft in den 19 Staaten der Eurozone 2020 um 7,8 Prozent schrumpfen würde und in den 27 EU-Staaten insgesamt um 7,4 Prozent. Tatsächlich kam es etwas weniger schlimm. Nach ersten Schätzungen der Statistikbehörde Eurostat ging das Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone 2020 um 6,8 Prozent zurück, in der EU insgesamt um 6,4 Prozent.

Der historische Einbruch wegen der Pandemie wurde damals also etwas grösser eingeschätzt, das erwartete Wachstum für dieses Jahr aber auch. Im November hiess es noch, 2021 werde ein Wachstum von 4,2 Prozent in der Eurozone und 4,1 Prozent in der EU erreicht. Für 2022 waren die Zahlen damals schwächer: jeweils 3 Prozent Wachstum. Unterm Strich werde das Niveau vor der Krise schneller erreicht als im November angenommen, erklärte die Kommission jetzt./vsr/DP/jsl

(AWP)

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Weniger Firmenpleiten in

Weniger Firmenpleiten in Deutschland - Corona-Ausnahmen wirken weiter

(Ausführliche Fassung) - Die befürchtete Pleitewelle in der Corona-Krise ist bislang ausgeblieben. Von Januar bis November 2020 meldeten die deutschen Amtsgerichte 14 621 Firmeninsolvenzen. Das waren 15,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Auch zum Jahreswechsel fiel der befürchtete Anstieg aus. Hauptgrund sind Ausnahmen von der Insolvenzantragspflicht in der Krise.

11.02.2021 13:02

Für überschuldete Unternehmen war die Pflicht bis Ende Dezember 2020 ausgesetzt. Für solche Firmen, bei denen die Auszahlung von Staatshilfen noch aussteht, gilt sie die Aussetzung bis Ende April. Zahlungsunfähige Unternehmen müssen zwar seit Oktober wieder den Gang zum Amtsgericht antreten. Nach Angaben der Statistiker wird sich dies unter anderem aufgrund der Bearbeitungszeit der Gerichte aber erst später auf die Zahlen auswirken.

Im November sank die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 26 Prozent auf 1046 Fälle. Die Forderungen der Gläubiger beliefen sich auf knapp 1,4 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor hatten rund 3,4 Milliarden Euro im Feuer gestanden.

Normalerweise muss ein Insolvenzantrag spätestens drei Wochen nach Eintritt eines Insolvenzgrunds wie Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit gestellt werden. Experten gingen zuletzt davon aus, dass die Zahl der Firmenpleiten in diesem Jahr steigen wird.

Die Zahl der eröffneten Regelinsolvenzverfahren war vorläufigen Angaben zufolge im November und Dezember erstmals wieder gestiegen. Im Januar 2021 sank sie im Vormonatsvergleich dagegen um 5 Prozent, gegenüber dem Vorjahresmonat wurde ein Rückgang von 34 Prozent verzeichnet.

"34 Prozent weniger eröffnete Unternehmensinsolvenzen als im Vorjahreszeitraum zeigen deutlich die staatlichen Eingriffe in das Insolvenzgeschehen", erläuterte Christoph Niering, Vorsitzender des Berufsverbands der Insolvenzverwalter Deutschlands (VID). Er rechnet auch wegen weiter geltender Ausnahmen nicht mit einer Insolvenzwelle im ersten Halbjahr. "Mehr als einen Angleich der Insolvenzzahlen an das historisch niedrige Niveau von 2019 wird es auch in der erster Jahreshälfte 2021 nicht geben."

Auch das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) erwartet für die kommenden Monate keine hohen Pleitezahlen. Dem IWH-Insolvenztrend zufolge wurden im Januar 689 Personen- und Kapitalgesellschaften als insolvent gemeldet, ein Rückgang von 23 Prozent gegenüber Dezember. Nach Einschätzung der IWH spielt neben staatlichen Hilfsmassnahmen und der teilweisen Aussetzung der Insolvenzantragspflicht auch die Lage von Firmen vor der Krise eine Rolle. "Viele Unternehmen sind gesund und mit finanziellen Polstern in die Krise gegangen und können bis zum Wiederaufschwung nach der Krise durchhalten", argumentierte IWH-Experte Steffen Müller jüngst./mar/DP/jha

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Frankreichs Notenbankchef für

Frankreichs Notenbankchef für mehr klimaschonende Geldpolitik

Die Debatte über eine angemessene Behandlung von Klimarisiken in der Geldpolitik gewinnt bei der Europäischen Zentralbank (EZB) an Fahrt.

11.02.2021 13:21

Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau schlug am Donnerstag auf einer Online-Finanzveranstaltung vor, die EZB solle Klimarisken bei der Bewertung von Sicherheiten in ihren regulären Kreditgeschäften mit Geldhäusern sowie beim Ankauf von Wertpapieren berücksichtigen. Zunächst solle bei allen Unternehmensanleihen angesetzt werden, "egal ob sie in der Bilanz der Zentralbank als Käufe oder als Sicherheiten gehalten werden", sagte das EZB-Ratsmitglied.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat sich auf die Fahnen geschrieben, dass die Euro-Notenbank bei der Bekämpfung des Klimawandels künftig eine aktivere Rolle spielen soll. Wie und in welchem Ausmass die EZB dies in der Geldpolitik umsetzen soll, ist allerdings unter den Währungshütern umstritten. Es ist eines der Themen, mit denen sie sich derzeit in ihrer laufenden Strategieüberprüfung befassen.

Aus Sicht von Villeroy könnte die EZB Klimarisken in die Bewertung der Wertpapiere aufnehmen, die Geldhäuser stellen, wenn sie sich bei der Notenbank mit Liquidität versorgen. Sie könnte aber auch beim Kauf von Firmenanleihen stärker Emittenten berücksichtigen, die sich am Pariser Klimaschutzabkommen orientieren. Bei Titeln, auf die das nicht zutrifft, könnten die Käufe dagegen begrenzt werden. Staatsanleihen, die den grössten Anteil der von der Notenbank gehaltenen Wertpapiere ausmachen, müssten dagegen nicht die gleiche Behandlung erfahren. "Ein grüneres Handeln der Zentralbank dreht sich nicht um eine zusätzliche geldpolitische Lockerung sondern um eine Neukalibrierung unserer Werkzeuge," sagte Villeroy.

Bislang orientiert sich die EZB bei ihren Anleihekäufen am Prinzip der Marktneutralität. Das heisst, sie favorisiert keine bestimmte Gruppe von Wertpapieren gegenüber einer anderen sondern bildet schlicht den Markt ab. Doch sowohl Lagarde als auch die deutsche EZB-Direktorin Isabel Schnabel hatten Zweifel angemeldet, ob an den Finanzmärkten Klimarisken in den Kursen überhaupt angemessen widergespiegelt werden. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hatte vorgeschlagen, nur solche Anleihen zu kaufen oder als Sicherheit zu akzeptieren, bei denen die Emittenten bestimmte klimabezogene Berichtspflichten erfüllen. Auch könnte die EZB nur solche Bonitätseinstufungen von Ratingagenturen verwenden, die klimabezogene Finanzrisiken angemessen berücksichtigen. Allerdings hält Weidmann nichts davon, mit den Mitteln der Geldpolitik Klimapolitik zu betreiben, etwa indem die Notenbank Anleihen von kohlenstoffintensiven Firmen komplett ausschliesst.

(Reuters)

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Bundesbank-Chef erwartet

Bundesbank-Chef erwartet steigende Inflation in Deutschland

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann erwartet durch die Rückkehr zum alten Mehrwertsteuersatz und die neue CO2-Steuer einen kräftigen Anstieg der Konsumentenpreise.

12.02.2021 04:00

Die nach europäischen Standards berechnete Inflationsrate könnte in Deutschland zum Jahresende hin über der Marke von drei Prozent liegen, sagte Weidmann der "Augsburger Allgemeinen" (Freitagausgabe). "In Deutschland ist die Mehrwertsteuer wieder auf ihr altes Niveau angehoben worden, das schlägt auf die Preise durch", sagte der Bundesbank-Chef. "Hinzu kommt die CO2-Bepreisung, die ebenfalls die Inflationsrate erhöht."

Umstritten sei aber, wie sich der in Corona-Zeiten erzwungene Konsumverzicht nach der Pandemie auswirke. Es komme beispielsweise darauf an, ob Gastwirte oder Reiseveranstalter ihre Preise anheben. Der Inflationsanstieg könne angesichts der Sondereffekte vorübergehender Natur sein. "Aber eines ist klar: Die Inflationsrate bleibt nicht auf Dauer so niedrig wie im vergangenen Jahr", betonte Weidmann.

Die Geldpolitik der Europäische Zentralbank (EZB) sei jedoch weiter von der Pandemie geprägt. "Die Geldpolitik wird die Zügel straffen, wenn es der Preisausblick erfordert", sagte Weidmann. "Momentan geht es jedoch darum, die Folgen der Pandemie zu bekämpfen, daher ist die Geldpolitik noch einmal expansiver geworden", fügte der Bundesbank-Präsident hinzu. "Aber wenn im Euro-Raum die Inflationsraten steigen, werden wir auch wieder über die grundlegende Ausrichtung der Geldpolitik diskutieren." 

(Reuters)

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Fünf-Sterne-Bewegung

Fünf-Sterne-Bewegung unterstützt geplante Regierung unter Draghi

(Ausführliche Fassung) - Die populistische Fünf-Sterne-Bewegung hat sich entschieden, eine geplante Regierung des Ex-Zentralbankchefs Mario Draghi in Italien zu unterstützen. Das teilte die populistische Partei am Donnerstagabend mit. Demnach haben rund 59 Prozent der Mitglieder, die bei der internen Abstimmung gewählt hatten, mit Ja gestimmt und knapp 41 mit Nein. "Der Auftrag, den uns die Mitglieder heute erteilt haben, ist klar: Die Fünf-Sterne-Bewegung wird die neue Regierung unterstützen", schrieb Interims-Parteichef Vito Crimi auf Facebook. Insgesamt votierten etwa 74 500 der rund 119 500 Stimmberechtigten.

11.02.2021 20:57

Die Anti-Establishment-Partei ist stärkste Kraft im Parlament in Rom. Mit ihrer Zustimmung erhält Draghi ein weiteres positives Signal, dass er mit einer grossen Mehrheit im Parlament rechnen kann. Sein Kabinett müsste nach seiner Vereidigung ein Vertrauensvotum in beiden Kammern überstehen, um regieren zu können.

In der Abstimmung der Sterne wurde ausdrücklich erwähnt, dass Draghi ein "Super-Ministerium für den ökologischen Umbau" plane. Diese Information war am Vortag nach Gesprächen Draghis mit Öko-Verbänden bekannt geworden. In den Medien wurde spekuliert, dass die Bewegung diesen Posten gerne besetzen würde.

Der frühere Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte vor rund einer Woche unter Vorbehalt den Auftrag zu Regierungsbildung von Staatspräsident Sergio Mattarella angenommen. In Rom hatte zuvor die Mitte-Links-Regierung von Giuseppe Conte nach einem Koalitionsbruch im Januar ihre Mehrheit verloren. Der 73-jährige Draghi suchte in Gesprächen mit den Parlamentsparteien eine neue Machtbasis für ein Kabinett. Nach den Konsultationen mit Parteien und Verbänden, die mit Mittwoch gelaufen waren, hatte er nichts mitgeteilt.

Die meisten Parteien hatten Draghi ihre Unterstützung zugesagt. Die Fünf-Sterne-Bewegung wollte jedoch ihre Mitglieder in dieser Frage am Mittwoch abstimmen lassen. Nach einem Aufruf ihres Gründers Beppe Grillo, damit noch zu warten, wurde das Votum auf Donnerstag vertagt. Der amtierende Premier Conte, der den Fünf Sternen nahe steht, bekräftigte in der Zeitung "Corriere della Sera" seine Unterstützung für Draghi. Er warnte aber, eine breite Basis unterschiedlicher Parteien könnte eine neue Regierung schnell in Schwierigkeiten stürzen./jon/DP/he

(AWP)

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Europas Aussenhandel im

Europas Aussenhandel im Corona-Jahr 2020 deutlich rückläufig

Der europäische Aussenhandel hat im vergangenen Jahr deutlich unter der Corona-Pandemie gelitten. Zum Jahresende hin stellte sich jedoch zunehmend Besserung ein. Die Ausfuhren der 19 Euroländer gingen 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 9,2 Prozent zurück, wie das Statistikamt Eurostat am Montag in Luxemburg mitteilte. Die Einfuhren sanken gegenüber dem Vorjahr um 10,8 Prozent. In den 27 Ländern der Europäischen Union fielen die Ergebnisse ähnlich aus.

15.02.2021 11:07

Von dem starken Einbruch in der ersten Corona-Welle im Frühjahr hat sich der Aussenhandel im Jahresverlauf jedoch zunehmend erholt. Im Dezember stiegen die Ausfuhren der Eurozone gegenüber November saisonbereinigt um 1,1 Prozent, während die Einfuhren leicht zurückgingen. Der Handelsüberschuss, der die Differenz zwischen Aus- und Einfuhren beschreibt, stieg auf saisonbereinigt 27,5 Milliarden Euro. Das ist der höchste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1999. In der EU entwickelte sich der Aussenhandel ähnlich.

Auch im Gesamtjahr 2020 stieg der Handelsüberschuss sowohl in der Eurozone als auch in der EU an. In der Eurozone betrug er 234,5 Milliarden Euro, nach 221,0 Milliarden Euro im Vorjahr. In der EU stieg der Exportüberschuss von 191,5 Milliarden auf 217,3 Milliarden Euro.

Die stärksten Rückgänge sowohl auf Export- wie auf Importseite traten im vergangenen Jahr bei Energieprodukten auf. Dies dürfte wesentlich auf den zeitweise scharfen Einbruch der Erdölpreise zurückzuführen sein. Der Handel mit Maschinen und Fahrzeugen ging ebenfalls zurück. Die Geschäfte mit Lebensmitteln, Rohstoffen und chemischen Produkten waren dagegen weniger stark betroffen.

Haupthandelspartner mit der EU war im Jahr 2020 nach Angaben von Eurostat China. Die Einfuhren von dort stiegen um 5,6 Prozent, die Ausfuhren dorthin erhöhten sich um 2,2 Prozent. Dagegen ging der Aussenhandel mit den USA deutlich zurück. Die Einfuhren fielen um 13,2 Prozent, die Ausfuhren sanken um 8,2 Prozent./bgf/jkr/men

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Industrieproduktion sinkt in

Industrieproduktion sinkt in der Eurozone erstmals seit Corona-Einbruch

Die Industrie der Eurozone hat ihre Erholung vom schweren Corona-Einbruch vorerst gestoppt. Im Dezember ging die Fertigung erstmals seit dem vergangenen Frühjahr wieder zurück, wobei der Dämpfer stärker als erwartet ausfiel. Im Monatsvergleich sei die Produktion um 1,6 Prozent gefallen, teilte das Statistikamt Eurostat am Montag in Luxemburg mit. Analysten wurden von der Stärke des Rückschlags überrascht. Sie hatten im Schnitt nur einen Dämpfer um 0,8 Prozent erwartet.

15.02.2021 11:07

Zuvor hatte die Industrie im gemeinsamen Währungsraum ihre Produktion sieben Monate in Folge steigern können, nachdem sie im März und April durch Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie jeweils drastisch eingebrochen war. Allerdings fiel der Produktionszuwachs im November etwas stärker aus als bisher bekannt. Eurostat revidierte den Zuwachs im Monatsvergleich auf 2,6 Prozent, nach zuvor 2,5 Prozent.

Der Produktionsrückgang zeigte sich im Dezember vor allem bei der Herstellung von Investitionsgütern, die im Monatsvergleich um 3,1 Prozent schrumpfte. Die Fertigung von Verbrauchsgütern fiel um 0,6 Prozent. Dagegen stieg die Produktion von Gebrauchsgütern um 0,8 Prozent, die von Vorleistungsgütern um 1,0 Prozent und von Energie um 1,4 Prozent.

Wie schwer die Corona-Krise die Industrie im Frühjahr getroffen hat, zeigt einmal mehr der Jahresvergleich. Im Dezember wurde 0,8 Prozent weniger produziert als ein Jahr zuvor. Auch in dieser Betrachtung wurden die Erwartungen von Analysten verfehlt. Sie waren nur von einem Rückgang um 0,2 Prozent ausgegangen./jkr/bgf/men

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Dänische Wirtschaftsleistung

Dänische Wirtschaftsleistung sinkt im Corona-Jahr um 3,7 Prozent

Die dänische Wirtschaft ist im Corona-Jahr 2020 deutlich geschrumpft. Dänemarks Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging nach vorläufigen Schätzungen der nationalen Statistikbehörde DST im vergangenen Jahr um etwa 3,7 Prozent zurück. Das ist der stärkste jährliche Rückgang der Wirtschaftsleistung in Dänemark seit der Finanzkrise 2009. Wie die Statistiker am Montag mitteilten, liegt der Rückgang 2020 klar unter dem EU-Durchschnitt von schätzungsweise minus 6,4 Prozent, aber über den minus 2,3 Prozent der USA.

15.02.2021 10:25

Wie in den meisten anderen Ländern war die Wirtschaftsleistung in Dänemark wegen der Corona-Krise vor allem im zweiten Quartal eingebrochen: Das dänische BIP nahm in den Monaten April bis Juni im Vergleich zum Vorquartal um 7,4 Prozent ab. Nach DST-Angaben war das der heftigste Rückgang seit Beginn der Auswertung vierteljährlicher Zahlen Anfang der 1990er Jahre. Auch damals war der Einbruch allerdings geringer ausgefallen als in der EU insgesamt. Im Folgequartal hatte sich die Wirtschaft in Dänemark stark erholt, in den letzten drei Monaten gab es dann nach vorläufigen Schätzungen einen moderaten Anstieg von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal./trs/DP/nas

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Draghis Regierung in Italien

Draghis Regierung in Italien vor wichtigen Pandemie-Entscheidungen

Nach der Vereidigung von Italiens neuer Regierung bahnen sich für Ministerpräsident Mario Draghi und sein Kabinett wichtige Entscheidungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie an. Der Berater des Gesundheitsministeriums, Walter Ricciardi, forderte am Montag erneut einen "kurzen und gezielten Lockdown" für das ganze Land. Dieser müsse zwei bis vier Wochen dauern, sagte Ricciardi der Zeitung "Il Messaggero". In Italien gelten derzeit nur vereinzelt strengste Corona-Beschränkungen.

15.02.2021 18:17

Es wäre ein Lockdown wie im März 2020, als die erste Corona-Welle über Italien hereingebrochen war. Ricciardi hatte am Sonntag im öffentlich-rechtlichen TV-Sender Rai 3 gesagt, er hoffe, Draghi und die Regierung befürworteten "diese neue Phase". Für Draghi steht die Impfkampagne oben auf der Agenda. Ziel ist, 300 000 Impfungen täglich zu verabreichen.

Derzeit sorgen auch in Italien die verschiedenen Corona-Varianten für immer mehr Probleme. Die britische Virusvariante soll einer Analyse des Gesundheitsministeriums landesweit bei fast jedem fünften Fall vorliegen.

Draghis Regierung ist seit Samstag im Amt. Für Mittwoch wird eine Vertrauensabstimmung in beiden Parlamentskammern erwartet, der sich das Kabinett laut Verfassung noch stellen muss. Es gilt als sicher, dass es diese Hürde überwindet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel gratulierte Draghi am Montag. "Die Überwindung der Pandemie sowie ihrer politischen, wirtschaftlichen und nicht zuletzt gesellschaftlichen Folgen erfordert eine gemeinsame Kraftanstrengung", schrieb sie.

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Eurozone: Wirtschaft im

Eurozone: Wirtschaft im Herbst geschrumpft - Rekordeinbruch 2020

In der Eurozone ist die Wirtschaft in den Herbstmonaten wegen der zweiten Corona-Welle geschrumpft, aber nicht ganz so stark wie erwartet. Im vierten Quartal 2020 sei die Wirtschaftsleistung (BIP) im Quartalsvergleich um 0,6 Prozent gesunken, teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Dienstag nach einer zweiten Schätzung mit. In einer ersten Erhebung hatte Eurostat noch einen etwas stärkeren Rückgang um 0,7 Prozent für Oktober bis Dezember gemeldet. Analysten waren von einer Bestätigung der ersten Schätzung ausgegangen.

16.02.2021 11:00

Der konjunkturelle Schwäche im Herbst beendete die starke Erholung der Sommermonate, die auf den Corona-Einbruch im Frühjahr gefolgt war. Im zweiten Quartal 2020 hatten erste Beschränkungen im Kampf gegen die Pandemie einen historischen Absturz der Konjunktur im gemeinsamen Währungsraum ausgelöst. Im dritten Quartal, also von Juli bis September, hatte die Wirtschaft der Eurozone zu einer starken Erholung angesetzt und war um 12,4 Prozent im Quartalsvergleich gewachsen.

Trotz der Erholung in den Sommermonaten schrumpfte das BIP im Gesamtjahr 2020 im Euroraum um 6,8 Prozent und damit so stark wie noch nie. Für das Gesamtjahr wurde die erste Schätzung von Eurostat bestätigt./jkr/jsl/mis

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Deutschland: ZEW

Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen hellen sich überraschend auf

(Ausführliche Fassung) - Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im Februar überraschend aufgehellt. Das Stimmungsbarometer des Mannheimer Forschungsinstituts ZEW stieg gegenüber dem Vormonat um 9,4 Punkte auf 71,2 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Dies ist der höchste Stand seit September 2020. Analysten hatten hingegen mit einem Rückgang auf 59,5 Punkte gerechnet.

16.02.2021 12:35

"Die Finanzmarktexpertinnen und -experten schauen optimistisch in die Zukunft", kommentiert ZEW-Präsident Achim Wambach. "Sie sind zuversichtlich, dass die deutsche Wirtschaft auf Sicht von sechs Monaten wieder auf Wachstumskurs sein wird." Vor allem bei Konsum und Handel werde ein deutlicher Aufholprozess erwartet. Der Handel wird durch die Corona-Beschränkungen besonders belastet. Damit gehe allerdings auch eine höhere Inflationserwartung einher, schreibt Wambach.

Ökonomen begründen den Anstieg mit den zuletzt deutlichen Kursgewinnen an den Aktienmärkten und die erwarteten steigenden Impfzahlen. Allerdings war der Indikator zuletzt sehr schwankungsanfällig. "Hinter dem Auf und Ab steckt unter anderem eine grosse Portion Unsicherheit", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. "Über den tatsächlichen konjunkturellen Zustand herrscht Uneinigkeit." So sei es beispielsweise offen ob es nicht doch zu einer grösseren Pleitewelle komme.

Die aktuelle Konjunkturlage wird hingegen sehr viel negativer bewertet und hat sich zudem noch verschlechtert. Der entsprechende Indikator für Februar fiel zum Vormonat um 0,8 Zähler auf minus 67,2 Punkte. Die Lageeinschätzung befindet sich damit seit sechs Monaten auf einem wenig veränderten niedrigen Niveau.

Auch in der Eurozone steigen die Konjunkturerwartungen deutlich. Der entsprechende Indikator stieg zum Vormonat um 11,3 Punkte auf 69,6 Punkte. Hier verbesserte sich allerdings auch die Bewertung der aktuellen Konjunkturlage. Der Wert stieg um 4,3 Punkte auf minus 74,6 Punkte.

Der Eurokurs stieg im Mittagshandel auf ein Tageshoch von 1,2168 US-Dollar. Die Anleihekurse gaben einen Teil ihrer vorherigen Gewinne ab. Der Aktienmarkt wurde hingegen kaum bewegt./jsl/jkr/stk

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EU-Automarkt bricht im Januar

EU-Automarkt bricht im Januar ein - Neuzulassungen sinken um knapp ein Viertel

Der Automarkt in der Europäischen Union ist zu Jahresbeginn wegen der Massnahmen gegen die Covid-19-Pandemie regelrecht eingebrochen. Im Januar wurden in der EU mit 726'491 Autos 24 Prozent Pkw weniger neu zugelassen als im Vorjahresmonat, wie der europäische Branchenverband Acea am Mittwoch in Brüssel mitteilte.

17.02.2021 08:06

In Deutschland hatte das Kraftfahrbundesamt bereits früh im Monat mitgeteilt, dass in der Bundesrepublik fast ein Drittel weniger Pkw neu angemeldet wurden. Zu den Lockdown-Effekten kam hinzu, dass die zeitweilige Mehrwertsteuersenkung Ende 2020 ausgelaufen war, mit der die Bundesregierung die Konjunktur wieder ankurbeln wollte.

In Spanien sah es mit einem Rückgang um gut die Hälfte im Januar noch deutlich schlimmer aus. In Italien fielen die Neuzulassungen um 14 Prozent. Frankreich erwies sich mit einem Minus von 5,8 Prozent als recht robust. Frankreich und Schweden (mit einem Plus von 22,5 Prozent) waren den Acea-Angaben zufolge die einzigen EU-Länder, die einen prozentual zweistelligen Rückgang vermeiden konnten. Die deutschen Autokonzerne Volkswagen , Daimler und BMW fuhren allesamt zweistellige Rückgänge ein, am schwersten davon traf es Volkswagen. Opel aus dem französisch-italienischen Stellantis-Konzern (Peugeot, Fiat) kam auf ein Minus von 32,4 Prozent./men/fba/he

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Deutsche Bio-Branche erzielt

Deutsche Bio-Branche erzielt 2020 Rekordumsatz

Die Corona-Krise hat dem Bio-Markt in Deutschland einen deutlichen Schub gegeben. Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln ist Marktanalysen zufolge im vergangenen Jahr um mehr als 20 Prozent auf knapp 15 Milliarden Euro gestiegen. Das sei ein Rekord, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) am Mittwoch zur Eröffnung der weltgrössten Naturkostmesse Biofach in Nürnberg, die in diesem Jahr online ausgerichtet wird.

17.02.2021 11:13

Auch der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche nimmt nach Angaben von Klöckner stetig zu und liegt aktuell bei rund 10 Prozent. Das Ziel sei, die Fläche bis 2030 auf 20 Prozent zu steigern.

Auf der Biofach und der parallel veranstalteten Naturkosmetikmesse Vivaness werden bis Freitag rund 1400 Aussteller aus mehr als 80 Ländern ihre Neuheiten präsentieren. Trends sind in diesem Jahr nach Angaben der Veranstalter unter anderem Fleischersatzprodukte, Lebensmittel mit weniger oder gar keinem Zucker, nachhaltige Verpackungskonzepte und Naturkosmetik ohne Wasser/igl/DP/men

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