Schuldenkrise Europa

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Einreisestopp aus Tschechien

Einreisestopp aus Tschechien bringt Autozulieferer in Grenzregion in Not

BUCHHOLZ (awp international) - Die Einreisebeschränkungen für Pendler aus Tschechien setzen viele Automobilzulieferer in der Grenzregion massiv unter Druck. Manchen Unternehmen im Erzgebirge fehlten aktuell 30 Prozent der Belegschaft und mehr, sagte am Mittwoch Dirk Vogel vom Branchenverband AMZ der Deutschen Presse-Agentur. Das wirke sich erheblich auf die Produktionskapazitäten aus. Den Unternehmen drohten bei Lieferverzögerungen immense Strafzahlungen. Auch Jan Kammerl von der Wirtschaftsförderung des Erzgebirgskreises berichtete davon, dass Firmen ihre Schichten zusammenstreichen mussten, weil die Mitarbeiter aus Tschechien nicht mehr einreisen dürften. Das Problem betreffe auch andere Branchen, betonte Kammerl./hum/DP/men

17.02.2021 13:11

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Möbelindustrie kam 2020 mit

Möbelindustrie kam 2020 mit blauem Auge durch die Corona-Krise

Die deutsche Möbelindustrie ist im vergangenen Jahr mit einem blauen Auge durch die Corona-Krise gekommen. Die Umsätze der Branche sanken um 3,7 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro, wie der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) am Mittwoch mitteilte. "Damit ist unsere Branche im Jahr 2020 vergleichsweise robust durch die Corona-Krise gekommen", urteilte VDM-Geschäftsführer Jan Kurth.

17.02.2021 12:03

Seit Jahresbeginn 2021 sei die Lage allerdings deutlich schwieriger, warnte Kurth. "Der zweite, noch längere Lockdown trifft die Möbelhersteller in der eigentlich umsatzstärksten Zeit des Jahres." Schon seit neun Wochen seien mittlerweile die Möbelhäuser - und damit der Hauptabsatzkanal der Branche - infolge der Pandemie geschlossen.

Zwar geht Kurth davon aus, dass das Interesse der Verbraucher an Wohnen und Einrichten bleiben wird. Der Blick auf die kommenden Monate sei aber von starker Unsicherheit geprägt. Die derzeitige Auftragslage sei schwach und Lieferketten drohten zu reissen. Über den weiteren Geschäftsverlauf entscheide der Zeitpunkt der Wiederöffnung des Einzelhandels. Hier fehle weiter eine verlässliche Perspektive.

Im vergangenen Jahr erwies sich der heimische Markt für die Branche als deutlich stabiler als der Export. Während die Inlandsumsätze der deutschen Möbelhersteller nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes lediglich um 1,6 Prozent sanken, gaben die Auslandsumsätze um 7,9 Prozent nach. Die branchenweite Exportquote belief sich auf 31,2 Prozent nach 32,7 Prozent im Vorjahr.

Von den einzelnen Sparten entwickelte sich die Küchenmöbelindustrie mit einer Umsatzsteigerung von 4,5 Prozent am besten. Auch die Polstermöbelproduzenten konnten 2020 mit einem Zuwachs von 1,9 Prozent abschliessen. In den übrigen Sparten sank die Nachfrage. Die Hersteller von Büro- und Ladenmöbeln setzten 9,1 Prozent weniger um. Bei den sonstigen Möbeln, zu denen unter anderem auch die Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel gezählt werden, wurde ein Umsatzrückgang von 7 Prozent verbucht. Bei Matratzen gab es ein Minus von 3,5 Prozent.

Die deutsche Möbelindustrie beschäftigte im Schnitt des vergangenen Jahres 82 554 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 468 Betrieben./rea/DP/men

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Frontex-Chef verteidigt sich:

Frontex-Chef verteidigt sich: 'Sehr gute Arbeit geleistet'

Der Frontex-Chef Fabrice Leggeri hat sich gegen die umfassende Kritik der vergangenen Monate verteidigt und sämtliche Anschuldigungen zurückgewiesen. "Trotz der Pandemie hat die Behörde sehr gute Arbeit geleistet und verdient dafür Anerkennung", sagte der Franzose der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwoch).

17.02.2021 11:51

Die EU-Behörde mit Sitz in Warschau steht seit Monaten in der Kritik, weil griechische Grenzschützer Medienberichten zufolge mehrfach Boote mit Migranten illegal zurück in Richtung Türkei getrieben haben. Frontex-Beamte sollen dabei teils in der Nähe gewesen und dies nicht verhindert haben. Leggeri sieht allerdings keinerlei Fehlverhalten seiner Behörde. "Als Grenzschutzbehörde sind wir verpflichtet, die Grund- und Menschenrechte zu achten. Und das tun wir."

Er betonte, nicht alle Menschen, die versuchten, die EU-Aussengrenzen "illegal mit einem Boot zu überschreiten", seien in Seenot. Auf die Frage, warum Boote mit Migranten zuletzt immer wieder umdrehten und an die türkische Küste zurückkehrten, sobald sie auf die griechische Küstenwache trafen, sagte er, dass viele Migranten aus Afghanistan, Pakistan und Iran kämen. "Diese Menschen kehren zurück, weil sie wissen, dass sie keinen Anspruch auf internationalen Schutz haben."

Wenn der Verdacht des Menschenhandels bestehe, könne Griechenland die Boote festsetzen oder sie anweisen, ihren Kurs zu ändern, sofern sie nicht in Seenot seien. Ob ein Boot in Seenot sei, müssten allerdings griechische und türkische Kapitäne beurteilen. Frontex-Schiffe stünden stets unter dem Kommando des Landes, das den Einsatz führe. Wenn ein Boot angehalten werde, müssten Asylanträge angehört werden. Frontex müsse sich dabei auf Berichte der Kapitäne verlassen.

Zugleich stellte Leggeri in Aussicht, dass Ende März oder Anfang April die ersten Menschenrechtsbeobachter eingestellt werden. Eigentlich sollten bereits 40 Stellen besetzt sein. Die Umsetzung der Verordnung habe "viel Arbeit" benötigt.

Mit Blick auf Vorwürfe, dass sich Frontex-Mitarbeiter entgegen eigener Angaben mit Waffenlobbyisten getroffen hätten, die nicht im EU-Transparenzregister verzeichnet seien, sieht Leggeri keine Versäumnisse. "Unserer Einschätzung nach waren das gar keine Lobbyisten." Frontex veranstalte regelmässig "Industrie-Tage, um bestimmte Themen mit privaten Firmen zu besprechen". Auch Vorwürfe des Mobbings wies Leggeri zurück. "Ich bin immer höflich gegenüber meinen Mitarbeitern." Auch habe er nie gehört, dass sein Kabinettschef mit Mitarbeitern geschimpft habe./wim/DP/men

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EZB bemängelt Sanierungspläne

EZB bemängelt Sanierungspläne der Banken

Die EZB-Bankenaufsicht hat vor dem Hintergrund der Coronakrise Schwachstellen in den Sanierungsplänen der von ihr überwachten Geldhäuser ausgemacht. Institute müssten mögliche finanzielle Folgen von aussergewöhnlichen Krisen wie der Virus-Pandemie angemessen adressieren, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Mittwoch in einem Newsletter zur Bankenaufsicht mit.

17.02.2021 13:15

Die jüngste Begutachtung der Bankenpläne habe gezeigt, dass hier Verbesserungen nötig seien. Dabei seien die im Jahr 2019 eingereichten Sanierungspläne der Kreditinstitute herangezogen worden. Pandemiebedingte Stresssituationen könnten die Fähigkeit der Banken erheblich schmälern, sich rasch wieder zu erholen, erklärten die Aufseher.

In solchen systemweiten Extremsituationen seien Banken deutlich weniger in der Lage, ihr Kapital wieder zu stärken. Auch die Fähigkeit, wieder eine angemessene Liquiditätsausstattung sicherzustellen, werde stark beeinträchtigt, wenn auch nicht ganz so stark wie bei der Kapitalausstattung. Zudem kamen die Kontrolleure zu dem Schluss, dass einige Indikatoren, mit denen Banken ihre finanzielle Lage messen, in solchen Stressituationen nicht schnell genug ausschlagen.

Die von der EZB beaufsichtigten Institute müssen den Kontrolleuren ihre Sanierungspläne jährlich zur Begutachtung vorlegen. Die Aufseher kündigten an, bei der Überprüfung in diesem Jahr besonders auf die erwähnten Punkte zu achten. Die Ergebnisse sollen im zweiten Quartal veröffentlicht werden.

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Corona lässt die Löhne sinken

Corona lässt die Löhne sinken

Die Corona-Krise hat negative Auswirkungen auf die Einkommen der Menschen in Deutschland. Erstmals seit Beginn der Erhebungen 2007 sind im vergangenen Jahr die Nominallöhne zurückgegangen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden berichtete.

17.02.2021 15:02

Einschliesslich von Sonderzahlungen lagen die Bruttolöhne durchschnittlich 0,6 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor, hiess es auf der Grundlage vorläufiger Zahlen. Da gleichzeitig die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent gestiegen sind, blieben den Beschäftigten real rund 1,0 Prozent weniger Gehalt als noch 2019.

In der Statistik ist allerdings das Kurzarbeitergeld nicht berücksichtigt, das in der Corona-Krise für Millionen Erwerbstätige die Einkommensverluste zumindest abgefedert hat. Die Ausschläge nach unten sind 2020 wesentlich heftiger als in der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2009. Damals waren die nominalen Verdienste noch minimal um 0,2 Prozent gestiegen und die realen Verdienste um 0,1 Prozent gesunken.

"Das sind coronabedingt bittere Nachrichten", sagte Stefan Körzell, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes der "Funke Mediengruppe". Umso wichtiger sei es, einen weiteren Einbruch zu vermeiden, indem die grundsätzlich gute Lohnentwicklung, die es bis zur Krise gegeben habe, verstetigt werde. Auch zukünftig brauche es dazu unter anderem eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes, damit die Binnenkonjunktur als Stütze der Wirtschaft nicht auch noch einbreche.

"Die Zahlen bestätigen noch einmal, dass die Pandemie auf Seiten der abhängig Beschäftigten insgesamt zu spürbaren Einkommenseinbussen geführt hat", sagte Pascal Meiser, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Linken-Fraktion im Bundestag. Die Realität sehe in Teilen noch deutlich drastischer aus: "Denn die jetzt veröffentlichten Durchschnittswerte verdecken, dass die Einbussen in den unteren Einkommensgruppen überdurchschnittlich stark ausfallen und dass diejenigen, die ohne den Schutz eines Tarifvertrages dastehen, deutlich schlechter durch die Krise kommen."/ceb/DP/men

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Draghi stellt Programm für

Draghi stellt Programm für Italien vor: 'Einheit ist Pflicht'

Italiens neuer Ministerpräsident Mario Draghi hat die Politik zum Zusammenhalt im Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgerufen. "Heute ist Einheit keine Option, sondern eine Pflicht", sagte Draghi am Mittwoch in seiner Antrittsrede vor dem Senat in Rom. Am Abend war in der kleineren Parlamentskammer eine Vertrauensfrage über den ehemaligen Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) und sein parteienübergreifendes Kabinett geplant. Die Mehrheit für den 73-Jährigen galt als sicher.

17.02.2021 14:46

Rund ein Jahr nach dem ersten grossen Corona-Ausbruch in Italien nannte Draghi eine schnellere Impfkampagne sowie Reformen in Wirtschaft und Verwaltung als wichtige Ziele. Die Krise der Vorgänger-Koalition von Giuseppe Conte hatte das 60-Millionen-Einwohner-Land über Wochen blockiert.

Draghi zeigte sich in seiner gut 50-minütigen Rede überzeugt, dass eine neue politische Einheit von etwas gesteuert werde, was alle zusammenhalte - "der Liebe zu Italien". Die Bürger hätten unter der Pandemie stark gelitten, sie müssten sich auf die Institutionen verlassen können. Zugleich mahnte Draghi, der eine Schutzmaske trug, dass gute Reformpläne Zeit bräuchten.

Der ehemalige Zentralbank-Chef sagte, die Schulen müssten zu einem normalen Stundenplan zurückfinden. Distanzunterricht mache besonders im armen Süden Italiens grosse Schwierigkeiten. Die Ausbildung der jungen Generation sei für das ganze Land wichtig und müsse internationale Standards erfüllen.

Draghi strich die hohe Bedeutung des europäischen Gedankens heraus. Italien könne stolz sein auf seine Rolle als wichtiges Mitglied der Europäischen Union. Zugleich wolle seine Regierung die Beziehungen zu Deutschland und Frankreich "besser strukturieren und verstärken".

In Richtung EU unterstrich er, dass die Pläne zum Einsatz von rund 210 Milliarden Euro an Corona-Hilfen unter Beachtung der EU-Vorgaben eingesetzt würden. Sein Land wolle digitale Innovationen und den ökologischen Umbau, aber auch soziale Gleichheit und die Jugend stärken. Rom muss die Pläne dafür im April in Brüssel vorlegen. Die Mitte-Links-Regierung Contes war im Streit über dieses Konzept im Januar auseinander gebrochen.

Italienische Medien hoben hervor, dass der Katholik Draghi Papst Franziskus in der Rede namentlich erwähnte. Die Zeitung "Corriere della Sera" stellte auch heraus, dass der Applaus während der Rede sehr unterschiedlich in den Parteiblöcken verteilt war. Das sei ein Zeichen, dass alte Rivalitäten im Einheitskabinett Draghis längst nicht überwunden seien.

Der 73-Jährige musste für sich und sein Kabinett in beiden Häusern des Parlaments um Vertrauen bitten. Die Abstimmung im Senat stand nach mehrstündiger Debatte gegen 22 Uhr auf dem Programm. In der grösseren Abgeordnetenkammer wurden Debatte und Votum für Donnerstag erwartet. Auch dort dürfte der neue Ministerpräsident sicher durchkommen.

Draghi war am Samstag von Staatschef Sergio Mattarella vereidigt worden. Zu seiner Allianz gehören sowohl die Sozialdemokraten (PD) als auch die konservative Forza Italia von Silvio Berlusconi, die rechte Lega von Matteo Salvini, die populistische Fünf-Sterne-Bewegung und andere. Nur die ultrarechten Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) haben eine klare Opposition angekündigt und wollen gegen ihn stimmen. Sein Vorgänger, der parteilose Jurist Conte, war 26. Januar zurückgetreten./pky/DP/men

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EU-Kommission strebt

EU-Kommission strebt entschlossenere Handelspolitik an

Die Europäische Union soll nach dem Willen der EU-Kommission bei ihrer Handelspolitik künftig entschlossener für ihre Interessen und Werte einstehen. Zudem solle intensiver auf Gespräche und Zusammenarbeit mit anderen Staaten gesetzt werden, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung der EU-Kommission zur Ausrichtung der Handelspolitik für das kommende Jahrzehnt hervorgeht. Die EU sei in der Lage, "ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und die Welt um sie herum durch Führungsstärke und Engagement gemäss ihren strategischen Interessen und Werten zu gestalten", teilte Handelskommissar Valdis Dombrovskis mit.

18.02.2021 13:26

Zudem betont die Kommission, dass Handelspolitik an Nachhaltigkeitsbedenken geknüpft werden sollte. Den Angaben zufolge basieren die Überlegungen zur neuen Handelsstrategie auf einem weitreichenden Austausch etwa mit den Regierungen der EU-Länder, des Europäischen Parlaments, öffentlichen Veranstaltungen und Gesprächen mit anderen Interessenträgern./mjm/DP/nas

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Brüssel leitet wegen EU

Brüssel leitet wegen EU-Haftbefehls Verfahren gegen Deutschland ein

Deutschland verstösst mit seinen Regeln für den Europäischen Haftbefehl nach Einschätzung der EU-Kommission gegen EU-Recht. Deshalb leitete die Brüsseler Behörde am Donnerstag ein sogenanntes Vertragsverletzungsverfahren gegen Berlin ein.

18.02.2021 12:40

Auch gegen Zypern und Schweden leitete die Behörde am Donnerstag Verfahren wegen des Europäischen Haftbefehls ein.

Der Europäische Haftbefehl soll die Übergabe gesuchter Personen etwa zur Strafverfolgung oder Vollstreckung einer Freiheitsstrafe innerhalb der EU vereinfachen. Seit 2004 ersetzt er langwierige Auslieferungsverfahren.

Die EU-Kommission bemängelt nun unter anderem, dass Deutschland, Zypern und Schweden eigene Bürger im Vergleich zu anderen EU-Bürgern bevorzugt behandelten oder Möglichkeiten böten, einen Europäischen Haftbefehl abzulehnen. Nach EU-Recht sind solche Möglichkeiten nicht vorgesehen sind.

Deutschland hat nun zwei Monate Zeit, auf das Schreiben aus Brüssel zu reagieren und die Bedenken auszuräumen. Andernfalls dürfte die EU-Kommission, die in der Staatengemeinschaft die Einhaltung von EU-Recht überwacht, das Verfahren vorantreiben. Am Ende könnte eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof stehen.

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EZB-Gewinn gesunken - weniger

EZB-Gewinn gesunken - weniger Geld für Bundesbank

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Corona-Krisenjahr 2020 weniger Gewinn gemacht. Der Überschuss sank von rund 2,4 Milliarden Euro im Vorjahr auf gut 1,6 Milliarden Euro, wie die Notenbank am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Den Rückgang von 722 Millionen Euro führte die Notenbank vor allem auf geringere Zinseinnahmen zurück.

18.02.2021 12:16

Der EZB-Gewinn wird komplett an die nationalen Notenbanken verteilt, also auch an die Deutsche Bundesbank. Diese wiederum überweist ihren Gewinn in der Regel zum grössten Teil dem Bundesfinanzminister.

Ein Grossteil des EZB-Gewinns (1,26 Mrd.) wurde bereits am 29. Januar an die nationalen Notenbanken transferiert, die restlichen 383 Millionen Euro sollen an diesem Freitag fliessen. Auf die Bundesbank entfallen entsprechend ihres Anteils am eingezahlten Kapital an der EZB etwas mehr als 26 Prozent. Die Bundesbank will am 3. März ihren Jahresabschluss 2020 veröffentlichen.

Die EZB kauft seit Jahren Staats- und Unternehmensanleihen im Kampf gegen niedrige Inflation und zur Unterstützung der Konjunktur. Zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise legten die Währungshüter im vergangenen Jahr zudem ein milliardenschweres Notkaufprogramm für Staatsanleihen und Wertpapiere von Unternehmen (Pandemic Emergency Purchase Programme/PEPP) auf.

Die Nettozinserträge sanken 2020 auf 2,017 Milliarden Euro (2019: 2,686 Mrd). Zu den Zinseinnahmen gehören sowohl Erträge aus Dollar-Papieren als auch aus Wertpapieren, die die Notenbank erworben hat.

Die Gebühren, die die Notenbank für ihre Aufgaben als Aufsichtsbehörde erhält, verringerten sich gegenüber 2019 leicht um 2 Millionen Euro auf 535 Millionen Euro. Dies sei auf geringere Verwaltungsaufwendungen im Zusammenhang mit Aufsichtsaufgaben zurückzuführen. Die EZB ist seit November 2014 die zentrale Bankenaufsicht für die Geldinstitute im Euroraum mit seinen 19 Ländern./mar/DP/jsl

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Deutschland:

Deutschland: Produzentenpreise steigen stärker als erwartet

In Deutschland sind die Preise auf Herstellerebene zu Beginn des Jahres weiter gestiegen. Die Erzeugerpreise seien im Januar zum Vorjahresmonat um 0,9 Prozent geklettert, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit.

19.02.2021 08:17

Analysten hatten nur einen Zuwachs um 0,3 Prozent erwartet. Damit lag die Jahresrate den zweiten Monat in Folge im positiven Bereich, nachdem die Erzeugerpreise zuvor im Jahresvergleich seit Anfang 2020 kontinuierlich gefallen waren.

Im Monatsvergleich meldete das Bundesamt einen Preisanstieg um 1,4 Prozent. Auch hier wurden die Erwartungen von Analysten übertroffen.

Ausschlaggebend für den Preisanstieg seien vor allem höhere Kosten für Strom gewesen, teilten die Statistiker mit. Im Jahresvergleich seien die Preise für Strom im Januar um 5,1 Prozent gestiegen. Mineralölerzeugnisse waren hingegen günstiger als ein Jahr zuvor. Die Erzeugerpreise fliessen zeitlich verzögert in die Verbraucherpreise ein, an denen die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet./jkr/stk

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Deutsches Gastgewerbe

Deutsches Gastgewerbe verliert im Corona-Jahr mehr als ein Drittel Umsatz

Die Corona-Krise hat die deutschen Hoteliers und Wirte im vergangenen Jahr ein gutes Drittel ihres Umsatzes gekostet. Das Statistische Bundesamt bezifferte den Rückgang im Vergleich zu 2019 am Freitag auf 36,6 Prozent. Preisbereinigt (real) hätte der Rückgang sogar 39 Prozent betragen. Die Statistiker verschärften damit noch einmal ihre erste Schätzung aus dem Januar leicht um einen Prozentpunkt.

19.02.2021 08:29

Besonders heftig hat der sogenannte harte Lockdown im Dezember die Betriebe getroffen. Im Vergleich zum November fiel der Umsatz noch einmal um mehr als 14 Prozent. Die ganze Dimension wird aber erst im Vergleich mit dem Vorjahresmonat deutlich: Im Dezember 2020 erlösten die Hotels, Gaststätten und Caterer 70,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Zu unveränderten Preisen (real) betrug das Minus sogar 72,3 Prozent./ceb/DP/eas

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Italiens Hoffnungsträger

Italiens Hoffnungsträger Draghi geht gestärkt ans Regieren

Italiens neuer Ministerpräsident Mario Draghi kann mit starken Vertrauenssignalen aus dem Parlament die Arbeit an seinen anspruchsvollen Regierungsprojekten aufnehmen. In der Abgeordnetenkammer in Rom stimmten am späten Donnerstagabend 535 Politiker für Draghis Kabinett. Es gab 56 Nein-Stimmen und 5 Enthaltungen, wie die Kammer mitteilte. Bereits am Mittwoch hatte der kleinere Senat bei einer Vertrauensfrage klar für den früheren Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) votiert.

19.02.2021 06:31

Damit endet eine politische Krise, die Italien mitten in der Corona-Pandemie über Wochen blockiert hatte. Im Senat hatte der 73-jährige Draghi 262 Ja-Stimmen erhalten. 40 Senatoren und Senatorinnen votierten gegen seine neue Regierung, in der fast alle Parteien von rechts bis links vertreten sind. Nur die rechtsextremen Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) haben eine scharfe Opposition angekündigt.

Aussenminister Luigi Di Maio von der mitregierenden Fünf-Sterne-Bewegung schrieb am Donnerstagabend nach dem Votum auf Facebook: "Ohne Streit, ohne Kontroversen. Jetzt brauchen wir Ergebnisse für Italien." Allerdings ist seine Partei ein Problemkind der neuen Regierung. Bei beiden Voten gab es in den Reihen der populistischen Bewegung Abweichler, die mit Nein stimmten oder sich enthielten. Das sorgt bei den Sternen für Streit und führte prompt zu mehr als einem Dutzend Rauswürfen aus der Fraktion.

Draghis neue Allianz ist bereits die dritte Regierung der aktuellen Legislaturperiode. Die nächsten regulären Parlamentswahlen in dem 60-Millionen-Einwohner-Land sind für 2023 geplant. Das heisst: Der langjährige Währungshüter hat mit seinem Team nicht besonders viel Zeit, um die von ihm angepeilten, anspruchsvollen Reformprojekte umzusetzen.

Im Zentrum der nächsten Regierungsmonate dürfte der Kampf gegen die Corona-Krise stehen, die auch in Italien grassierenden Virusvarianten verschärfen die Lage zusätzlich. Ausserdem brach die Wirtschaftsleistung des Mittelmeerlands 2020 um rund neun Prozent ein - und damit stärker als zum Beispiel die Deutschlands.

Der Neu-Politiker Draghi hatte am Mittwoch im Senat erstmals seine politische Agenda vorgestellt. Er kündigte eine schnellere Impfkampagne an, plant zudem Reformen in der Wirtschaft, der Verwaltung und im Steuersystem. Priorität hat nach seinen Worten zunächst das Aufstellen eines verlässlichen Plans, um Italien die rund 209 Milliarden Euro aus dem EU-Wiederaufbaufonds aus Brüssel zu sichern.

Am vergangenen Samstag hatte Staatschef Sergio Mattarella den Ökonomen und sein Kabinett aus Berufspolitikern sowie parteilosen Experten vereidigt. Die alte Mitte-Links-Regierung unter Ministerpräsident Giuseppe Conte hatte Mitte Januar im Streit um die EU-Hilfen ihre Mehrheit verloren. Conte trat wenig später zurück./pky/DP/stk

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Frankreich: Inflation steigt

Frankreich: Inflation steigt deutlich

In Frankreich ist die Inflation zu Jahresbeginn deutlich gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die nach europäischer Methode erhobenen Verbraucherpreise (HVPI) im Januar um 0,8 Prozent, wie das Statistikamt Insee am Freitag in Paris mitteilte. Es bestätigte damit eine erste Schätzung. Im Dezember hatte das Preisniveau noch stagniert.

19.02.2021 09:15

Zurückzuführen ist der Preisanstieg auch auf einen statistischen Effekt. Wie Insee mitteilte, zogen die Preise verarbeiteter Güter gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich an. Dies sei eine Folge des coronabedingt ausgesetzten Winterschlussverkaufs. Die Preise für Dienstleistungen und Tabakprodukte zogen leicht an. Die Energiepreise gingen im Jahresvergleich zurück, wenn auch nicht so deutlich wie im Vormonat./bgf/jkr/mis

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EZB-Präsidentin Lagarde

EZB-Präsidentin Lagarde fürchtet Staatsschulden durch Pandemie nicht

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, hat vor einer voreiligen Rückführung stattlicher Konjunkturhilfen gewarnt.

19.02.2021 12:30

Ihre grösste Angst sei nicht, dass die Europäische Union einen Schuldenberg anhäufe, sondern dass die Regierungen "brutal" Jobgarantien und Einkommensunterstützung zurückziehen könnten, bevor die Zeit reif dafür sei, sagte Lagarde am Donnerstagabend im Gespräch mit dem Fernsehsender CNN. Solche Programme müssten "schrittweise" und mit Sorgfalt gelockert werden.

Die Regierungen in Europa unterstützten die Wirtschaft in der Pandemie mit riesigen Hilfszahlungen. Die europäischen Staats- und Regierungschefs verabschiedeten ausserdem ein Konjunkturpaket in Höhe von 1,8 Billionen Euro und ein Budget, um die Volkswirtschaften der Eurozone zu stärken. Die EZB unterstützt die Wirtschaft durch eine extrem lockere Geldpolitik. Die EZB sei "auf lange Sicht dabei", sagte Lagarde.

Lagarde erwartet, dass die Wirtschaft ihr Niveau von vor der Krise etwa Mitte 2022 erreichen wird. Diese Prognose hänge aber stark von der Entwicklung der Impfungen ab. "Wir haben Impfstoffe - jede Woche mehr, was gut ist", sagte Lagarde. "Es wird aber noch eine Weile dauern, bis wir Herdenimmunität haben, die aber nicht zufriedenstellend sein wird, weil wir die Varianten haben."

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Ifo-Geschäftsklima hellt sich

Ifo-Geschäftsklima hellt sich trotz Lockdown auf

(Ausführliche Fassung) - Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im Februar trotz Corona-Beschränkungen aufgehellt. Gegenüber dem Vormonat stieg das Ifo-Geschäftsklima um 2,1 Punkte auf 92,4 Zähler, wie das Ifo-Institut am Montag in München mitteilte. Das ist der höchste Stand seit Oktober. Analysten hatten zwar mit einer Verbesserung gerechnet, allerdings nur mit einer geringfügigen auf 90,5 Punkte.

22.02.2021 11:18

"Die deutsche Wirtschaft zeigt sich trotz Lockdown robust, vor allem wegen der starken Industriekonjunktur", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Unternehmen bewerteten sowohl ihre aktuelle Lage besser als auch die Zukunftsaussichten. Das Geschäftsklima stieg in allen betrachteten Wirtschaftssektoren an. Selbst in dem von den Corona-Beschränkungen stark getroffenen Handel besserte es sich etwas.

In der Industrie, die durch den Lockdown wesentlich weniger stark betroffen ist als der Handel und die Dienstleister, stieg das Geschäftsklima sogar auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Im Dienstleistungsbereich bleibt die Situation im Gastgewerbe laut Ifo-Institut schwierig. In der Tourismusbranche habe sich jedoch erstmals wieder vorsichtiger Optimismus mit Blick auf die Urlaubssaison gezeigt. In der Bauwirtschaft belastete die zuletzt kalte Witterung.

"Das war eine deutlich positive Überraschung", sagte Uwe Burkert, Chefökonom der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Offenbar schauten die Unternehmen durch die Risiken einer dritten Corona-Welle hindurch. Auch die bislang nur zögerlichen Fortschritte der Impfungen trübten die Konjunkturhoffnungen nicht.

Ähnlich äusserte sich Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank. Die Unternehmen schnupperten Frühlingsluft. Offenbar erwarteten die Firmen, dass sich die Pandemie mit den höheren Temperaturen zurückziehe und die Politik den Lockdown zumindest ab Ende März lockern könnte. Hauptrisiko sei eine dritte Corona-Welle.

Thomas Gitzel, Chefökonom der Liechtensteiner VP Bank, sieht die deutsche Wirtschaft in einer wirtschaftlichen Grauzone. "Der Dienstleistungssektor ist schwerwiegend angeschlagen, während es der Industrie vergleichsweise gut geht." Die Hoffnungen beruhten auf einer zunehmenden Immunisierung grosser Bevölkerungsschichten. "Die Rückkehr zur Normalität gepaart mit wirtschaftlicher Schützenhilfe der Regierungen und Notenbanken verspricht merklich höhere Wachstumsraten im zweiten Halbjahr."/bgf/jsl/fba

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EU-Agentur fordert mehr

EU-Agentur fordert mehr Kontrollen im Kampf gegen Produktpiraterie

Die europäischen Zollkontrollen zur Bekämpfung gefälschter Markenprodukte sind nach Auffassung der EU-Agentur für geistiges Eigentum (EUIPO) unzureichend und falsch ausgerichtet. So würden die meisten Waren dieser Art bei kleinen Postsendungen aus dem Ausland herausgefischt, während der Grossteil gefälschter und teilweise gefährlicher Plagiate in kaum kontrollierten grossen Seecontainern transportiert werde, schrieb EUIPO mit Sitz im ostspanischen Alicante in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung.

22.02.2021 09:35

Illegale Waren wie Drogen, Waffen oder Wildtiere könnten zwar durch Röntgen- oder Gammastrahlen-Scans der Container entdeckt werden. Bei gefälschten Waren versage diese Technik aber und es bleibe nur die aufwendige physische Kontrolle durch die ohnehin durch den zunehmenden Warenverkehr überlasteten Zollbehörden. Zurzeit würden weniger als zwei Prozent aller Container physisch, also per Hand, auf gefälschte Waren durchsucht. Dennoch seien im Jahr 2016 rund 56 Prozent des Gesamtwerts der beschlagnahmten Fälschungen in Containern befördert worden.

Wie gross das Problem ist, machte die EUIPO schon im vergangenen Jahr deutlich. So entgehen den Staaten demnach schätzungsweise Steuereinnahmen in Höhe von insgesamt 15 Milliarden Euro pro Jahr. Die Fälscher verursachten allein in den vier besonders betroffenen Branchen Kosmetik und Körperpflege, Weine und Spirituosen, pharmazeutische Erzeugnisse sowie Spielwaren und Spiele jährliche Umsatzeinbussen von bis zu 19 Milliarden Euro, auf Deutschland entfielen davon rund 2,3 Milliarden.

Dennoch hätten illegale Sendungen mit Fälschungen für den Zoll den Erhebungen zufolge keine sehr hohe Priorität, da sie anders als beim Waffen- oder Drogenschmuggel nur als "Handelsverstösse" und nicht als Machenschaften krimineller Netzwerke wahrgenommen würden. Das aber sei ein Fehlschluss. Der Handel mit gefälschten Waren vor allem aus Ostasien gefährde durch Milliardeneinbussen bei Herstellern nicht nur Innovationen und Wirtschaftswachstum. Dieser Handel werde zunehmend auch zu einer wichtigen Einnahmequelle für organisierte kriminelle Gruppen, warnte die EUIPO./ro/DP/eas

(AWP)

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Deutsche Industrieproduktion

Deutsche Industrieproduktion 2020 um gut ein Zehntel eingebrochen

Die deutsche Industrie hat 2020 coronabedingt gut ein Zehntel weniger produziert. Die Produktion fiel preis- und kalenderbereinigt 10,8 Prozent niedriger aus als 2019.

22.02.2021 08:55

Das teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Während der ersten Phase der Corona-Einschränkungen im April und Mai brach sie um 29,7 beziehungsweise 23,4 Prozent ein, danach begann sie sich zu erholen. Im Dezember lag der Rückstand der Industrieproduktion gemessen am Vorjahresmonat nur noch bei 1,5 Prozent.

"Der einzige Wirtschaftszweig, in dem die Produktion im Vorjahresvergleich gestiegen ist, war die Holzindustrie", stellte das Statistikamt fest. Die Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren - ohne Möbel - nahm um 3,1 Prozent zu. Besonders stark fiel der Einbruch im vergangenen Jahr in der Automobilindustrie aus: Die Hersteller von Autos und Autoteilen produzierten ein Viertel weniger als im Vorjahr. Gemessen am Umsatz ist die Autobranche Deutschlands wichtigster Industriezweig: Die rund 809.000 Erwerbstätigen in 968 Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten erbrachten 2020 Einnahmen von insgesamt 379,3 Milliarden Euro.

Die Maschinenbauer produzierten 13,8 Prozent weniger, während die Metallindustrie auf ein Minus von 13,3 Prozent kamen. Auch die Betriebe zur Herstellung von Bekleidung wurden aufgrund der Corona-Pandemie stark beeinträchtigt: Sie produzierten ein Fünftel weniger. Vergleichsweise wenig zurückgegangen ist die Produktion in der Nahrungs- und Futtermittelindustrie sowie der Chemieindustrie mit 2,8 beziehungsweise 1,1 Prozent. 

(Reuters)

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Deutsche Bundesbank: Immer

Deutsche Bundesbank: Immer mehr Kreditinstitute verlangen Negativzinsen

Eine wachsende Zahl von Kreditinstituten gibt die Strafzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) an Kunden weiter. "Der Anteil der Banken in Deutschland, die ihre Kundeneinlagen im Durchschnitt negativ verzinsen, nahm 2020 weiter zu", heisst es im am Montag veröffentlichten Monatsbericht der Deutschen Bundesbank.

22.02.2021 12:23

Unternehmen sind seit geraumer Zeit von Minuszinsen auf Sichteinlagen wie Giro- und Tagesgeldkonten und auf Termineinlagen wie Festgeld betroffen. Auch bei Sichteinlagen von Privatkunden sei "ein bisher ungebrochener Aufwärtstrend erkennbar", schreibt die Bundesbank. Negativzinsen auf Termineinlagen seien hier bislang die Ausnahme.

Nur rund 1 Prozent der Institute aus einer Stichprobe von 212 Geldhäusern meldeten im Dezember 2020 demnach im Schnitt negative Zinsen auf Termineinlagen von Privatkunden. Festgeld und Co. seien im Durchschnitt weiterhin positiv verzinst. Bei Sichteinlagen privater Haushalte lag der Anteil der Finanzhäuser, die im Schnitt negative Zinsen erheben, Ende vergangenen Jahres bei 42 Prozent. Wie viele Banken in Deutschland negative Einlagenzinsen eingeführt haben, geht aus der Stichprobe nicht hervor.

Geschäftsbanken müssen aktuell 0,5 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie überschüssige Gelder bei der EZB parken. Auch wenn es inzwischen Freibeträge für bestimmte Summen gibt, bleibt dies für die Branche eine Milliardenbelastung. Die Kosten geben immer mehr Geldhäuser ganz oder teilweise weiter und berechnen Kunden Negativzinsen, vor allem bei grösseren Summen.

Negative Zinsen für Unternehmen beschränken sich der Bundesbank zufolge nicht mehr auf bestimmte Bankengruppen, "sondern scheinen mittlerweile eine übliche Praxis zu sein." Von Privatkunden erheben demnach vor allem Sparkassen und Genossenschaftsbanken Minuszinsen und weniger Grossbanken und Regionalbanken. Kontoführungsgebühren, die zusätzlich oder stattdessen verlangt werden, sind nicht in der Statistik enthalten./mar/DP/mis

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Bundesbank: Deutsche

Bundesbank: Deutsche Wirtschaft ab Frühjahr zurück auf Erholungskurs

Nach einem Rückschlag zu Jahresbeginn dürfte die deutsche Wirtschaft aus Sicht der Bundesbank in diesem Frühjahr wieder Fahrt aufnehmen. "Mit sinkenden Infektionszahlen, der breiteren Verfügbarkeit von Impfstoffen und sukzessiven Lockerungen der Eindämmungsmassnahmen sollten die gegenwärtigen Bremsfaktoren ... nach und nach entfallen", heisst es im Monatsbericht Februar, den die Notenbank am Montag veröffentlichte. "Die Wirtschaft dürfte daher wohl ab dem Frühjahr wieder auf ein deutlich höheres Leistungsniveau zurückkehren und ihren Erholungskurs wieder aufnehmen."

22.02.2021 12:03

Für das erste Quartal 2021 rechnet die Bundesbank wegen der Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie mit einem Dämpfer für die Konjunktur. "Es steht aber nicht zu befürchten, dass die Wirtschaftsaktivität auf den Tiefstand während des Lockdowns im Frühjahr 2020 abrutscht."

Im Gesamtjahr 2020 war die Wirtschaftsleistung Deutschlands um 5,0 Prozent zum Vorjahr eingebrochen. Der Staat versucht, das Corona-Tief mit Hilfsmilliarden abzufedern. "Im Verlauf des Jahres sollte aber der Aufschwung wieder Tritt fassen und auch die Staatsfinanzen zunehmend entlasten", prognostiziert die Bundesbank. "Für 2022 zeichnet sich ein deutlich sinkendes Staatsdefizit ab."

Angesichts der Debatte um die Schuldenbremse betonten die Währungshüter, nach Abklingen der Pandemie gelte es, "die Staatsfinanzen wieder solide aufzustellen". Die seit 2009 im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse erlaubt dem Bund nur in geringem Masse neue Kredite. In der Corona-Krise 2020 machte der Bund von der Ausnahmeregelung Gebrauch, dieses Instrument in Notsituationen vorübergehend aufzuheben. Auch 2021 soll die Schuldenbremse noch einmal ausgesetzt werden./ben/DP/bgf

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Ifo: Exporterwartungen so gut

Ifo: Exporterwartungen so gut wie seit Herbst 2018 nicht

In der deutschen Exportwirtschaft macht sich zunehmender Optimismus breit. Die Stimmung unter den Unternehmen hat sich im Februar merklich verbessert, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag meldete. Nach der neuerlichen Lockdown-Delle Ende 2020 ist der Ifo-Index der Exporterwartungen nunmehr auf 10,7 Punkte gestiegen, den höchsten Wert seit September 2018. Auslöser sind demnach die gut laufende Konjunktur in China und die anziehende Produktion in den USA.

23.02.2021 08:37

Auch die Autohersteller hätten ihr dreimonatiges Zwischentief überwinden können, schreiben die Ifo-Wissenschaftler. Chemische Industrie und Maschinenbau erwarten demnach einen deutlichen Anstieg der Ausfuhren. Weiter trüb ist die Lage jedoch für die Möbel- und Bekleidungsindustrie, die mit deutlichen Umsatzrückgängen rechneten.

Der Index beruht auf der monatlichen Befragung von 2300 Industrieunternehmen. Die Unternehmen sind laut Ifo-Index mittlerweile sehr viel optimistischer als zu Jahresbeginn 2020, bevor der Covid-Erreger sich weltweit verbreitete./cho/DP/nas

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EZB fordert zentrale

EZB fordert zentrale Vetorechte bei Einführung von Cyberdevisen

Die Europäische Zentralbank (EZB) fordert in der Euro-Zone bei Entscheidungen über die Einführung von Kryptowährungen wie der geplanten Facebook-Cyberdevise "Diem" zentrale Einspruchsrechte. Die Bewertung der Risiken für die Geldpolitik oder für den Zahlungsverkehr durch solche Digitalwährungen solle allein der EZB obliegen.

23.02.2021 14:41

Dies hiess es in einem Rechtsgutachten der Währungshüter vom 19. Februar, das auf der Internetseite der Notenbank einsehbar ist. Dabei solle die Rolle der EZB nicht auf den Erlass nicht-bindender Meinungen begrenzt werden. Vorschläge zur Regulierung von Cyberdevisen sollten entsprechend abgeändert werden.

Die EU-Kommission hatte im Herbst angekündigt, mit neuen Gesetzesvorlagen die Regulierung von Kryptowährungen in der Europäischen Union voranzutreiben. Dazu sollen Sicherheitsnetze für Investoren sowie klare Regeln und Kapitalanforderungen für die Betreiber gehören. Für die Herausgeber von sogenannten "Stablecoins", zu denen auch die Facebook-Währung zählt, plane die Kommission noch schärfere Kapitalanforderungen.

In ihren Gutachten zu solchen Regulierungsvorschlägen fordern die Euro-Wächter nun, dass Betreiber von Stablecoins beispielsweise strenge Liquiditätsvorgaben erfüllen müssen, damit sie auch grössere Abflüsse von Kundengeldern verkraften können. Risiken für die Finanzstabilität sollen auf diese Weise eingedämmt werden. Von den Firmen sollten zudem regelmässige Stresstests zur Überprüfung der Liquiditätslage verlangt werden. Aufseher müssten hierbei auch die Macht besitzen, nötigenfalls Liquiditätsanforderungen zu verschärfen.

Die EZB arbeitet schon seit geraumer Zeit an der Entwicklung einer eigenen digitalen Währung. Damit will sie grossen Technologieunternehmen bei der Digitalisierung der Finanzwelt Paroli bieten. Notenbank-Präsidentin Christine Lagarde hatte unlängst die Erwartung geäussert, dass es bis zur Einführung eines digitalen Euro noch etwa vier Jahre dauern könnte. Allerdings hat bislang der EZB-Rat noch kein grünes Licht gegeben. Im Frühsommer soll ihm laut Notenbank-Direktor Fabio Panetta eine vorläufige Analyse präsentiert werden. Dann wird eine Grundsatzentscheidung erwartet.

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KfW rechnet für Deutschland

KfW rechnet für Deutschland mit Bau von mehr als 300 000 neuen Wohnungen

Der Wohnungsbau in Deutschland boomt auch in der Corona-Krise und könnte nach Einschätzung der staatlichen Förderbank KfW erstmals seit 20 Jahren wieder die Marke von 300 000 neuen Wohnungen knacken. Das reicht allerdings nicht, um den Bedarf zu decken. "Vor allem in den wachsenden Metropolregionen bleibt Wohnraum knapp und teuer", sagte Fritzi Köhler-Geib, Chefökonomin der KfW, am Dienstag laut Mitteilung.

23.02.2021 12:26

Die KfW schätzt den Bedarf auf 350 000 bis 400 000 Wohnungen pro Jahr. Ein Hemmnis für die Ausweitung des Wohnungsbaus bleibe neben dem Mangel an Bauland in Ballungsregionen auch der Fachkräftemangel.

Eine Entspannung auf teuren Wohnungsmärkten mit steigenden Mieten könnte aus Sicht der KfW unter anderem dadurch erreicht werden, dass weniger dicht besiedelte Regionen wirtschaftlich belebt, attraktiver gemacht und besser angebunden werden. "Der beschleunigte Ausbau der digitalen Infrastruktur und des öffentlichen Regionalverkehrs kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten - insbesondere dann, wenn auch nach der Corona-Krise dauerhaft mehr Erwerbstätige im Homeoffice arbeiten als vorher", argumentierte Köhler-Geib.

Seit Jahren wächst die Zahl der genehmigten, aber noch nicht errichteten Wohnungen. Die KfW schätzt diesen "Bauüberhang" auf mehr als 750 000 Wohnungen für das vergangene Jahr. Das lasse für 2021 einen Anstieg der Baufertigstellungen erwarten. Erstmals seit 20 Jahren könnten wieder mehr als 300 000 neue Wohnungen gebaut werden. Im vergangenen Jahr dürfte diese Marke noch knapp verfehlt worden sein./mar/DP/mis

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EU-Nutzfahrzeugzulassungen im

EU-Nutzfahrzeugzulassungen im Januar weiter auf dem Rückzug

Der EU-Nutzfahrzeugmarkt ist zum Beginn des neuen Jahres geschrumpft. Die Neuzulassungen aller Nutzfahrzeuge ging im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,2 Prozent auf 141 462 Fahrzeuge zurück, wie der europäische Herstellerverband Acea am Mittwoch in Brüssel mitteilte.

24.02.2021 08:14

Die Nachfrage ging in allen Marktsegmenten zurück. Bis auf Frankreich wiesen alle grösseren Märkte im ersten Jahresmonat teilweise deutliche Rückgänge auf: Spanien fast ein Drittel, Deutschland rund 17 Prozent und Italien knapp minus 7 Prozent.

Im vergangenen Jahr war die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen in der Corona-Pandemie regelrecht eingebrochen, die Neuzulassungen waren um ein knappes Fünftel gesunken. Auch im Dezember gingen die Anmeldungen zurück, wenn auch nicht so stark wie nun im Januar. Im zweiten Halbjahr hatten die Hersteller von schweren Nutzfahrzeugen wieder über anziehende Auftragseingänge berichtet. Den grössten Teil des EU-Nutzfahrzeugmarktes machen bei den Stückzahlen aber die leichten Nutzfahrzeuge wie Transporter und Vans aus./men/fba/he

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Deutschland: Corona-Krise

Deutschland: Corona-Krise reisst Milliarden-Löcher in Staatshaushalt

Der deutsche Staat hat im Corona-Krisenjahr 2020 deutlich mehr Geld ausgegeben als eingenommen. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung wiesen ein Defizit von 139,6 Milliarden Euro aus, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Erste Berechnungen der Behörde hatten ein Minus von 158,2 Milliarden Euro ergeben./mar/DP/bgf

24.02.2021 08:14

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Deutsche Wirtschaft im

Deutsche Wirtschaft im Schlussquartal 2020 um 0,3 Prozent gewachsen

Die deutsche Wirtschaft ist trotz der Einführung erneuter Corona-Beschränkungen zum Jahresende 2020 stärker gewachsen als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. In einer ersten Berechnung war die Wiesbadener Behörde von einem Wachstum um 0,1 Prozent ausgegangen./mar/DP/bgf

24.02.2021 08:14

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Konsumstimmung hellt sich in

Konsumstimmung hellt sich in Deutschland trotz Lockdown und Mutanten auf

Ungeachtet der unsicheren Corona-Lage hat sich die Konsumstimmung in Deutschland im Februar leicht erholt. Das Nürnberger Konsumforschungsunternehmen GfK ermittelte in ihrer neuesten Konsumstudie Verbesserungen sowohl bei der Kauflust als auch bei den Erwartungen zum künftigen Einkommen, wie GfK am Donnerstag in Nürnberg mitteilte.

25.02.2021 08:10

"Die Verbraucher erholen sich etwas von dem Schock, der sie nach dem harten Lockdown Mitte Dezember erfasst hat. Die zuletzt gesunkenen Infektionszahlen und die angelaufenen Impfaktionen nähren die Hoffnungen auf eine baldige Lockerung der Massnahmen", sagte der GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl.

Er warnte jedoch auch vor allzu grossem Optimismus. "Eine nachhaltige Erholung der Anschaffungsneigung und damit auch des Konsumklimas wird es erst dann geben, wenn der harte Lockdown beendet wird und Geschäfte sowie Hotels und Restaurants wieder öffnen", sagte der Experte. "Sollten die Massnahmen dagegen sogar noch einmal verlängert werden, schwinden die Chancen auf eine zügige Erholung und dem Konsumklima stehen weiterhin schwierige Zeiten bevor."

Die Einkommenserwartung der Deutschen hat nach Rückgängen vier Monate in Folge im Februar wieder zugelegt. Die Erwartungen lägen aber immer noch deutlich unter denen des Vorjahres. Hintergrund sei die Hoffnung auf höhere Einkommen nach dem Ende des Lockdowns und die Erwartung, dass Kurzarbeit zurückgefahren werden könne.

Auch was die Konjunktur angeht, sind die Deutschen derzeit optimistisch. Der Indikator liege derzeit sogar über dem Vorjahr - einem Zeitpunkt also, als die Auswirkungen und die Schwere der Pandemie noch nicht annähernd absehbar waren. Wesentliche Teile der deutschen Wirtschaft wie das verarbeitende Gewerbe seien aktuell nicht von den Schliessungen betroffen, die Auftragslage habe sich zuletzt wieder verbessert. Zum Optimismus trage auch die positive Entwicklung des chinesischen Binnenmarktes bei, was in erster Linie deutsche Exporte fördere.

Die GfK hatte im Rahmen ihrer Studie "GfK-Konsumklima MAXX" im Zeitraum vom 4. bis 15. Februar 2021 im Auftrag der EU-Kommission 2000 Menschen befragt./dm/DP/bgf

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EZB-Bilanzsumme wächst unter

EZB-Bilanzsumme wächst unter Lagarde mehr als unter Vorgänger Draghi

Die Bilanzsumme der Europäischen Zentralbank ist unter 15 Monate Christine Lagarde stärker angewachsen als unter acht Jahren Mario Draghi.

24.02.2021 20:45

Die Bilanz der Europäischen Zentralbank (EZB) wurde in den bisherigen 15 Monaten der Präsidentschaft von Christine Lagarde mehr ausgeweitet als während der achtjährigen Amtszeit von Vorgänger Mario Draghi. Die Vermögenswerte der Zentralbank mit Sitz in Frankfurt haben sich seit Lagardes Amtsantritt im November 2019 um 2,42 Billionen Euro erhöht.

Unter Vorgänger Draghi ist die Bilanzsumme während der gesamten Amtszeit um 2,35 Milliarden Euro angewachsen. Während die Bilanz unter dem früheren EZB-Präsidenten in den letzten Jahren insbesondere durch das Anleihenprogramm angewachsen war, haben unter Lagarde die jüngsten Stimulus-Pakete zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie die Bilanzsumme auf rund 7 Milliarden Dollar aufgebläht.

Anstieg der EZB-Bilanzsumme seit 2012 (in Billionen Euro)

Quelle: Bloomberg

(Bloomberg/cash)

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Deutsches Bauhauptgewerbe

Deutsches Bauhauptgewerbe schliesst 2020 mit Rekordumsatz ab

(Ausführliche Fassung) - Die Baubranche in Deutschland hat im Jahr 2020 einen Rekordumsatz erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr steigerten die 9100 Betriebe, deren Zahlen das Statistische Bundesamt erfasst, ihre Erlöse um 6,6 Prozent auf 98,3 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich um etwa 18 000 auf 505 000, wie die Wiesbadener Behörde am Donnerstag mitteilte. Erfasst werden Betriebe mit mindestens 20 Beschäftigten.

25.02.2021 12:28

Die Auftragslage in den einzelnen Sparten entwickelte sich 2020 allerdings sehr unterschiedlich: Während es im Wohnungsbau ein Plus von 7,6 Prozent gab, konnte der gewerbliche Bau mit minus 4,8 Prozent das Vorjahresergebnis nicht erreichen.

Insgesamt verzeichnete das Bauhauptgewerbe 2020 real (preisbereinigt) 2,6 Prozent weniger neue Aufträge als ein Jahr zuvor. Nominal lag der Auftragseingang mit einem Gesamtvolumen von 86,5 Milliarden Euro um 0,5 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Im Dezember verzeichnete die Branche sowohl real (plus 0,2 Prozent) als auch nominal (plus 3,9 Prozent) mehr Aufträge als ein Jahr zuvor. Der baugewerbliche Umsatz erreichte im Dezember 2020 nach Angaben des Bundesamtes erstmals in einem Monat mit rund 11 Milliarden Euro den zweistelligen Milliardenbereich. Das Bauhauptgewerbe umfasst die Errichtung von Gebäuden (Hochbau) sowie von Strassen, Bahnstrecken und Leitungen (Tiefbau).

Die Bauwirtschaft habe im Schlussquartal 2020 "die unterjährigen Verluste mehr als wettgemacht", bilanzierte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), Felix Pakleppa. "Ein Plus von 7,6 Prozent bei den Auftragseingängen per Jahresende stimmt uns zuversichtlich für das Jahr 2021. Hinzu kommt, dass auch die Anträge für Baugenehmigungen im Jahresverlauf nach oben zeigten." Die Bauwirtschaft erweise sich einmal mehr als Konjunkturstütze./ben/DP/stk

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Wirtschaftsstimmung in der

Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hellt sich überraschend deutlich auf

Der Economic Sentiment Indicator (ESI) steigt um 1,9 Punkte auf 93,4 Punkte, wie die Europäische Kommission mitteilt.

25.02.2021 11:00

Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Anstieg auf 92,1 Punkte gerechnet. In der EU insgesamt war die Entwicklung ähnlich. In den meisten Wirtschaftsbereichen hellte sich die Stimmung auf.

So verbesserte sie sich besonders deutlich in der Industrie, die durch die Corona-Beschränkungen weniger betroffen ist. Es gab hier den dritten Anstieg in Folge. Im Dienstleistungssektor und beim Verbrauchervertrauen war der Anstieg weniger deutlich. Einen Rückgang gab es hingegen beim Vertrauen im Einzelhandel. Der Einzelhandel wird durch die Geschäftsschliessungen in der Corona-Krise belastet.

Unter den grossen Euroländern besserte sich der ESI in Italien und in Deutschland merklich. In Frankreich fiel der Anstieg weniger stark aus. Rückschläge gab es in Spanien und in den Niederlanden.

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Kreditfluss im Euro-Raum

Kreditfluss im Euro-Raum verliert zum Jahresstart kaum an Schwung

Die starke Kreditaufnahme von Firmen im Euro-Raum hat trotz der zweiten Corona-Welle auch zum Jahresstart kaum nachgelassen. Im Januar reichten die Banken 7,0 Prozent mehr Darlehen an Firmen aus als vor Jahresfrist, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag mitteilte.

25.02.2021 10:51

Im Dezember hatte der Zuwachs noch bei 7,1 Prozent gelegen. Die Geldhäuser vergaben im Januar an die Privathaushalte 3,0 Prozent mehr Kredite als ein Jahr zuvor. Im Dezember hatte das Plus bei 3,1 Prozent gelegen.

Um den Kreditfluss an die Wirtschaft während der Corona-Krise zu stützen, hat die EZB umfangreiche geldpolitische Hilfspakete auf den Weg gebracht. Unter anderem legte die Notenbank ein massives neues Anleihe-Kaufprogramm auf, das inzwischen bereits zwei Mal aufgestockt wurde. Mittlerweile ist es auf 1,85 Billionen Euro angelegt.

Dazu kommen langfristige Liquiditätsspritzen für Banken zu sehr günstigen Konditionen. Firmen haben sich während der Krise verstärkt vorsorglich mit Krediten eingedeckt. Damit wollen sie verhindern, dass sie wegen einbrechender Geschäfte in Zahlungsschwierigkeiten geraten.

Die Geldmenge M3 nahm im Januar um 12,5 Prozent zu. Volkswirte hatten mit einem Anstieg in der Höhe gerechnet. Zu M3 zählen unter anderem Bargeld, Einlagen auf Girokonten und Geldmarktpapiere. Auf mittlere und lange Sicht gilt die Messgrösse als ein Indikation für die Entwicklung der Inflation.

(AWP)

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